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Bowen, Wade - same [2014]
Herrlich! Wade Bowen zeigt sich auf seinem neuen, "self-titled" Album in absoluter Höchstform! Was dieser aus Waco, Texas stammende Red Dirt-/Roots-/Countryrock-Singer/Songwriter auch kreiert, es gelingt immer. Aber was er jetzt auf seinem, zwölf wunderbare Stücke umfassenden, neuen Werk abliefert, ist schon mehr als allererste Sahne. Nach zuletzt kleineren Flirts mit dem Nashville-Genre und dem Vertrag bei BNA Records (nun übergegangen in Columbia Nashville), ist der beliebte Musiker mittlerweile wieder in Eigenregie tätig. Der Qualität tut dies jedoch keinen Abbruch, ganz im Gegenteil, Wade sprüht nur so vor Energie, Frische und Ideen, wirkt im wahrsten Sinne des Wortes regelrecht befreit. Und wer hier irgendwo den "Spartrumpf" vermutet, befindet sich ebenfalls auf dem Holzweg. Das Album ist von der Produktion (Justin Niebank), den Co-Writern und Komponisten neben Bowen (u. a. Rodney Clawson, Jedd Hughes, Jeremy Spillman, Scooter Carusoe, Travis Meadows, Ashley Ray, Lori McKenna, Rob Dipiero, Dylan Altman), den herausragenden Musikern (Fred Eltringham, Tony Lucido, Trigger Hippy-Gitarrist Tom Bukovac, der ehemalige Black Crowes-Gitarrist Audley Freed, Tim Lauer, Russ Pahl, Jonathan Lawson, Justin Niebank, Wes Hightower) und den klangvollen Gästen wie Vince Gill, Sarah Buxton, Will Hoge, Sean McConnell, Randy Rogers und Schwager Cody Canada, auf einem absoluten Top-Major-Niveau angesiedelt. Was diese ganze Mannschaft an fantastischem Songmaterial, grandiosen Melodien und vorzüglichen Arrangements, an erfrischendem, locker rockendem, von diesem unwiderstehlichen Red Dirt-Feeling durchzogenen Americana-/Countryrock auf den Punkt bringt, löst schlichtweg Begeisterung aus. Die CD startet mit sofort der ersten Single "When I Woke Up Today", einem überaus dynamischen, knackigen, herrlich eingängig melodisch dahinfließenden Rocker, dessen Einflüsse von klassischem Reckless Kelly-Sound bis hin zu Tom Petty reichen. Man ist sofort gefangen von den tollen Gitarren, dieser Melodik und dieser zwanglosen Frische. Das ist zeitloser Texas-Countryrock von höchster Qualität. Wird ganz sicher ein Riesen-Hit in den Texas Music Charts. Es schließt sich das ebenfalls wunderbar melodische, lockere, mit schönen E-Gitarren (ganz feines Kurz-Solo) bestückte "Sun Shines On A Dreamer" aus der Feder von Jedd Hughes an. Beeindruckend! Und es geht mit einem Highlight nach dem nächsten weiter. Es folgen die herrlich melancholische Ballade "My California" mit hinreißenden Harmoniegesängen von Sarah Buxton, das brillant dahinfließende, mit einem schönen Southern Soul-Vibe versehene "Watch Her Drive" (grandiose Southern-E-Gitarren-Passage am Ende) und das entspannte "Hungover" (Piano-/Steel-/Fiddle-Tupfer). Bei dem nächsten, potentiellen Texas-Chart-Hit "West Texas Rain" gibt sich der große Vince Gill mit seinem unverwechselbaren Harmoniegesang die Ehre und beim flotten Roots-Rocker "When It‘s Reckless" ist die Handschrift von Will Hoge unverkennbar (er ist zudem mit schönen mit Harmonies vertreten). „Long Enough To Be A Memory“ (schöne Tempowechsel, dezente Heartland Rock-Note), die Harp-verzierte Südstaaten-Ballade "Sweet Leona" (erinnert weitläufig an Dickey Betts‘ "Mr. Blues Man"), oder das schwungvoll Latino-durchtränkte "Welcome Mat" (Santana-angelehnte E-Gitarrentöne) sind dann Vorboten für das launige Southern Rock-Feier-Stück "Honky Tonk Road" (natürlich mit Honky Tonk-Piano, tolle Twin Lead-Riffs, 2 kernige E-Gitarren-Soli), bei dem sich Wade, Randy Rogers, Cody Canada und Sean McConnell gesangstechnisch die Klinke in die Hand geben. Auch höchst hitverdächtig. Auf dem längsten Stück zum Ausklang des Werkes (über sechs Minuten) zeigt Bowen eindrucksvoll, wie man eine gefrierende Psychedelic-Atmosphäre erzeugen kann, auch ohne übermäßig die Nervenstränge seiner Audienz zu strapazieren: Mit "I’m Gonna Go" verabschiedet Wade den Hörer nochmals mit einem Klassestück, das einen restlos gefangen nimmt. Wade Bowen macht mit seinem neuen Album allerbeste Werbung in eigener Sache. Ein Werk auf dem absoluten Höhepunkt seiner Schaffenskünste. Ganz große Red Dirt-/Countryrock-Schule! Einfach toll! Ein Meilenstein in 2014! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. When I Woke Up Today - 3.22
2. Sun Shines On A Dreamer - 4.13
3. My California - 4.45
4. Watch Her Drive - 6.25
5. Hungover - 4.33
6. West Texas Rain - 4.15
7. When It's Reckless - 3.13
8. Long Enough To Be A Memory - 4.30
9. Sweet Leona - 4.21
10. Welcome Mat - 3.26
11. Honky Tonk Road - 3.44
12. I'm Gonna Go - 6.04

Art-Nr.: 8710
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
When I woke up today
My California
Watch her drive
When it's reckless
Long enough to be a memory
Sweet Leona
Honky Tonk road

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Greene, Jackie - back to birth [2015]
Jackie Greene, grandioser Songwriter, Sänger und Multi-Instrumentalist (insbesondere Gitarrist und Keyboarder) mit einem neuen, ganz wunderbaren, voller toller, variabler Stücke steckenden, viel Seele offenbarenden, an der Schnittstelle zwischen Rootsrock und Americana angesiedelten, großartigen Solo-Album. Was ist das für ein begnadeter Musiker. In der Jamrock-Szene geniesst Greene ein herausragendes Standing. So machte er unter anderem als zentrales Mitglied der famosen Trigger Hippy (deren überragendes Debutalbum vom letzten Jahr ist noch in ganz frischer Erinnerung) , die er mittlerweile aber schon wieder verlassen hat, auf sich aufmerksam, genauso wie als zweiter Gitarrist neben Rich Robinson bei den letzten Gigs der The Black Crowes, oder als oftmaliger Gast von Gov't Mule, die ihn, vor allen Dingen bei ihren legendären Halloween-Shows, immer wieder gerne auf die Bühne holten und holen. So war er beispielsweise auch bei Mule's berühmtem Neil Young Tribute-Part während ihres letztjährigen Halloween-Konzertes mit von der Partie, als von fast allen Neil Young-Covers den Lead Gesang übernahm und zusätzlich Gitarre spielte. "Back to birth" zeigt ihn, wie nicht anders zu erwarten war, in blendender Form. Mit weiteren famosen Musikern an seiner Seite (u. a. Paul Rigby mit exzellenten Gitarren-, Mandolinen-, und Pedal Steel-Parts) präsentiert Greene 11 bärenstarke Songs, die allesamt dem Roots- und Americana-Sektor gutzuschreiben sind. aber auch mal mit einem Hauch von Southern- und/oder Soul-Flair durchzogen sind, wie auch mit kleinen, psychedelischen Tupfern und lockeren Countryrock-Anlagen. Variabilität, genauso wie großartige Melodien und raffinierte, instrumentelle Begleitung bilden den Kern der Songs, die oftmals recht entspannt und in einem gepflegten Midtempo daherkommen, aber auch immer mal wieder von erdigen, mit tollen "gritty Grooves" ausgestatteten Stücken unterbrochen werden. Los geht's mit dem jammigen, herrlich groovenden, von rauen, erdigen Gitarrenlicks bestimmten, prächtigen Midtempo-Rootsrocker "Silver lining", der in seiner Struktur auch bestens auf die Trigger Hippy-Platte gepasst hätte. Klasse hier die wohligen Pedal Steel-Fills. Man spürt die Einflüsse von The Band, genauso wie die der The Black Crowes. Es folgt der knackige, flüssige, flotte Rootsrocker "How I can se for miles", der in seiner Eröffnungssequenz mit großartigen, Byrds-ähnlichen E-Gitarren überzeugt, dann aber, während der Strophen, auf ein eher trockeneres, rootsigeres Terrain wechselt. Der Refrain schließlich kommt in einem leicht psychedelischen, spacigen Ambiente mit schönem Hall. Alles, im übrigen eingebunden in einer tollen Melodie, passt prächtig zusammen und kommt wie aus einem Guss. Geht ins Ohr und ist überaus intelligent arrangiert. Hat etwas von einem Ryan Adams in Höchstform. Und Greene legt noch einen drauf: "A face among the crowd" ist ein Traum von einer melodischen Americana-/Alternate Country-Ballade. Hinreissend schön in Szene gesetzt in einem unwiderstehlichen Acoustic Gitarren-/Mandolinen-Gewand, durchstzt von leichten Pedal Steel-Klängen und ganz dezenter, lockerer Percussion. Dazu liefert der Protagonist eine fantastische Gesangs-Performance ab. Eine absolute Wonne für unsere stets nach solch famoser Musik lechzenden Americana-Ohren. Ganz stark auch der toll groovende Americana-Rocker "Motorhome" (klasse Mundharmonica, wunderbare Gitarrenlicks), der sich irgendwo in der Schnittstelle zwischen The Band, Neil Young und den Hard Working Americans zu tummeln scheint. So folgt eine prächtige Nummer nach der nächsten. Jackie Greene gehört zur absoluten Elite auf dem Rootsrock-/Jamrock-Sektor, was er hier in vollstem Umfang unter Beweis stellt. Produziert hat im übrigen Los Lobos' Steve Berlin. Zeitgemässer Rootsrock/Americana-Rock auf allerhöchstem Niveau.

Das komplette Tracklisting:

1. Silver Lining - 4.49
2. Now I Can See For Miles - 4.43
3. A Face Among The Crowd - 4.03
4. Light Up Your Window - 3.46
5. Trust Somebody - 5.00
6. Motorhome - 3.23
7. Hallelujah - 6.24
8. The King Is Dead - 3.49
9. Where The Downhearted Go - 4.26
10. You Can't Have Bad Luck All The Time - 5.01
11. Back To Birth - 4.37

Art-Nr.: 8940
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Silver lining
Now I can see for miles
A face among the crowd
Light up your window
Motorhome
The king is dead
You can't have bad luck all the time

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Greene, Jackie - the modern lives - vol. 1 ~ ep [2017]
6 Track-EP! Exzellentes, neues "Mini"-Album des herausragenden Multi-Instrumentalisten (vor allem ist er ein bärenstarker Gitarrist und Keyboarder, der hier jedoch, und zwar in vorzüglicher Manier, alle Instrumene selbst eingespielt hat), Songwriters und Sängers, der vor allem in der Jamrock-Szene einen großen Namen hat. So machte er unter anderem als zentrales Mitglied der famosen, aber leider nur sehr kurzlebigen Trigger Hippy (deren überragendes Debutalbum ist noch in bester Erinnerung) auf sich aufmerksam, genauso wie neben Rich Robinson als zweiter Gitarrist bei den letzten Gigs der The Black Crowes, oder als oftmaliger Gast von Gov't Mule. "The modern lives Vol. 1" zeigt Jackie Greene in blendender Verfassung. In einem tollem, glasklar aufgenommenem Sound präsentiert er hier 6 wunderbare Tracks (5 Eigenkompositionen und ein exzellentes Cover von Willie Dixon's "Good advice") zwischen Rootsrock, Americana, Blues und Jam, alle sehr abwechslungsreich strukturiert und eingebettet in wunderbare Melodien. Super gleich der leicht funky angehauchte, sehr gut ins Ohr gehende, rootsrockige Opener "Modern lives" (sehr schöne Mundharmonika), oder auch das traumhaft entspannte, vollkommen lockere "Back of my mind" (herausragend das unterschwellig ganz leicht jazzig angehauchte Klavierspiel in Verbindung mit fein integrierten Gitarren- und Mandiolinen-Licks), das bärenstarke "The captain's daughter" (erinnert gar ein wenig an den "Harvest"-Ära Neil Young), wie auch das flockig groovende, jammige, Southern-angehauchte, sicher auch gut in das Anforderungsprofil von Widespread Panic passende "Alabama queen". Was hat der Bursche für ein Potenzial. Weiter so! Da freuen wir uns jetzt schon auf Vol. 2 und weitere Großtaten. Jackie Greene mit einer Meisterleistung!

Art-Nr.: 9527
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 12,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Modern lives
Back of my mind
The captain's daughter
Alabama queen

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Hard Working Americans - the first waltz ~ live CD & DVD-set [2014]
CD & DVD-Set! Neben Trigger Hippy zählen die Hard Working Americans zu den ganz großen Bereicherungen der Roots-, Southern-, Jamrock-Szene des Jahres 2014 und wie Trigger Hippy bestehen auch die Hard Working Americans aus einem Line-Up von gestandenen, grandiosen Musikern. Nach ihrem famosen Studio-Debut vom Februar diesen Jahres, beglückt uns die Band nun mit einem überragenden Live-Set, bestehend aus Live-CD und einer packenden, über 90 Minuten währenden Live-DVD (inkl. dokumentarischer Statements der Band-Mirglieder - jedoch sind die Live Songs des Konzertes nicht unterbrochen). Die Hard Working Americans sind: Todd Snider - vocals (höchst angesehener, grandioser Singer-Songwriter aus Texas), Dave Schools - bass (von Widespread Panic), Neal Casal - guitars (von Chris Robinson Brotherhood, ex Ryan Adams' Cardinals), Chad Staehly - keyboards (von Great American Taxi) und Duane Trucks - drums (der jüngere Bruder von The Allman Brothers Band- und Tedeschi Trucks Band-Meistergitarrist Derek Trucks, Col. Bruce Hampton & the Pharoah Gummit). Zudem war hier als sechstes Bandmitglied noch der grandiose, zweite Gitarrist und Lap Steeler Jesse Aycock mit von der Partie. Was die Truppe live zelebriert ist phänomenal. Die Songs wirken noch einmal kerniger, erdiger, rootsiger und vor allen Dingen viel jammige als im Studio, sind garniert mit herrlichen Soli (vor allem der beiden Gitarristen, strotzen aber gleichzeitig nur so vor Harmonie und Melodik und demonstrieren die ganze Spielfreude und Vitalität dieser hinressenden Band. Todd Snider als Frontmann liefert eine gesangliche Meisterleistung ab und verfügt über ein aussergeöhnliches Charisma. Die CD wurde mitgeschnitten bei Shows und Rehearsals aus dem Boulder Theater in Boulder/Colorado zwischen dem 17. und 20.12. 2013, während das Konzert der DVD am 20.2.2014 im "Marathon Music Works" von Nashville/Tennessee statt fand. Die CD enthält vorwiegend das Material ihres Studioalbum, das, wie gesagt, aber völlig anders, als im Studio gespielt ist. Dazu gibt es mit "Play a train song" und "Guaranteed" live auch noch zwei exzellente Eigenkompositionen von Todd Snider, die auf dem Studioalbum nicht enthalten sind, und die ebenfalls bislang unveröffentlichte Pracht-Nummer "Mission accomplished". Zusätzliches Bonbon ist zudem ein brandneuer Studiotrack, die wundervolle Roots-/Americana-Nummmer "Come from the heart", bei der die großartige Rosanne Cash mit prächtigem Harmonie-Gesang mitwirkt. Die Live-DVD des Nashville-Konzertes beinhalltet größtenteils die gleichen Stücke wie die CD, also auch die beiden Todd-Snider-Kompsitionen, die es nicht auf dem Studiodebut gibt, sowie das bärenstarke "Down to the well". Was die Hard Working Americans auf die Bühne zaubern, ist eine absolut hinreiisende, voller Southern-Esprit steckende Rootsrock-/Jamrock-Performance, die einen unmittelbar in ihren Bann zieht. Granz große "Mugge" einer ganz großen Band! Kommt in einer sehr schönen Digipak-Verpackung im Schuber, 3-fach aufklappbar mit Gimmix-Cover! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Player abspielbar! Ein rundum begeisterndes Teil!

Die kompletten Setlists:

CD:
1. Blackland Farmer - 7.37
2. Another Train / Working Man Blues - 7.03
3. Play A Train Song - 6.39
4. Mission Accomplished - 6.03
5. Run A Mile - 5.14
6. I Don't Have A Gun - 4.43
7. The Mountain Song - 7.04
8. Straight To Hell - 6.44
9. Stomp And Holler - 5.18
10. Guaranteed - 12.33
11. Wrecking Ball - 5.50
12. Come From The Heart (w/ Rosanne Cash) - 4.22

DVD:
1. The Mountain Song
2. Blackland Farmer
3. Down To The Well
4. Play A Train Song
5. Guaranteed
6. Another Train / Working Man Blues
7. Straight To Hell
8. Stomp And Holler
9. Wrecking Ball

Art-Nr.: 8700
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Trigger Hippy - same [2014]
Trigger Hippy - "what a helluva band"! Man darf infolge der bereits großen Verdienste und des hohen Bekanntheitsgrades der einzelnen Mitglieder von Trigger Hippy sicher auch hier wieder den so gern verwendeten Begriff "Supergroup" anführen, doch in diesem Fall muss wirklich alles negativbehaftete dieser Bezeichnung über Bord geworfen werden. Trigger Hippy sind eine Wahnsinns-Truppe mit einem grandiosen Debut! Mit ihrem genialen Mix aus Rock-, Soul-, Blues-, Funk-, Roots-, Americana- und Country-Zutaten, gepaart mit den Erfahrungen und der Spielfreude des Jamrock-Dunstkreises, gelingt diesen "soulful rockers" aus Nashville ein faszinierendes, musikalisches Gebräu aus 11 erstklassigen Songs, ohne auch nur den Hauch einer Schwachstelle.Und, auch das ist stets zu hören, "it's all Southern music", wie der Gründer und Initiator der Band, Drummer Steve Gorman, einst auch Mitbegründer der jetzt schon legendären The Black Crowes, ausdrücklich betont. Zu den weiteren Mitgliedern der "Hippys" gehören neben Gorman der famose Bassist und Songwriter Nick Govrik, der als einer der meist beschäftigtsten Nashville Session-Gitarristen schon auf "Tausenden" von Studioalben zu hörende Saitenakrobat Tom Bukovac an der Lead Gitarre, der begnadete Keyboarder, Gitarrist und Sänger Jackie Greene, der u. a. bei den letzten Gigs der Black Crowes neben Rich Robinson die zweite Gitarre bediente, sowie die großartige Sängerin Joan Osborne, die nicht nur durch ihren ewig jungen Hit "One of us" bekannt wurde, sondern auch in der Jamrock-Szene einen großen Namen hat, vor allem durch ihre Live-Auftritte mit den restlichen Grateful Dead-Mitgliedern nach dem Tod von Jerry Garcia, The Dead. Was diese Fünf auf die Beine stellen, ist brillant. Sie sind ein Musterbeispiel dafür, wie aus 5 Individualisten, aus 5 genialen Einzelkönnern, ein ungemein stark harmonisierendes Ensemble werden kann. Die Truppe spielt wie aus einem Guss zusammen. Es wirkt, als stünden die schon seit Jahren gemeinsam auf der Bühne. Die Einflüsse und musikalischen Spuren sind sehr breit gefächert. Das geht natürlich von The Black Crowes über Gov't Mule, The Allman Brothers Band bis zur Tedeschi Trucks Band und den Hard Working Americans, aber auch von The Band, Little Feat, über Delaney & Bonnie und Marvin Gaye, bis hin zu Bonnie Raitt. Was die einzelnen Leute an ihren Instrumenten einbringen, ist bärenstark. Bukovac's Gitarrenspiel ist rau, saftig, erdig, fett, prägnant, Greene's Gitarrenspiel steht dem in nichts nach, wenngleich er sich zumeiste mit wundervollen Orgel-Ergänzungen einbringt, und die Rhythmus-Sektion ist einfach Weltklasse (Gorman zählt mit seinem John Bonham-kompatiblen Stil unter vielen Experten zu den besten Rock-Drummern der Gegenwart). Doch als ganz großes Kapital der Band muss auch der Gesang angesehen werden, Jackie Greene und Joan Osborne übernehmen gemeinsam den Lead Gesang, manchmal solo, oft abwechselnd innerhalb eines Stückes, manchmal zusammen im "Chorus". Beide singen fantastisch. Alles, Gesang und Musik, klingt ungemein inspiriert, voller Seele und Leidenschaft gleichzeitig, sehr groovy und hochgradig melodisch. Was verbreiten die nur für einen Spirit. Und die Brise des Südens weht allgegenwärtig. Los geht's mit dem famosen "Rise up singing", einem toll groovenden, bluesigen, southern-souligen Rootsrocker mit einem feinen "Swamp meets Motown"-Flair. Jackie Greene spielt eine bärenstarke Hammond Orgel und singt die Nummer im Duett mit Joan Osborne voller "Soul" und Hingabe. Tom Bukovac glänzt am Ende des Stückes mit einem glühenden, zündenden Gitarrensolo. Ein Mörder-Auftakt! Deutlich härter und rockiger wird's bei dem saustarken "Turpentine", Raue, bluesige Double Lead-Riffs zum Intro, dann entwickelt sich ein voller The Black Crowes- und The Allman Brothers Band-Inspiration steckender Jam-/Southern-/Rootsrocker, dem sicher auch die Gov't Mule- und Tedeschi Traucks Band-Klientel voller Begeisterung zuhören wird, wenngleich Trigger Hippy hier deutlich "tougher" agieren als Derek Trucks und Susan Tedeschi mit Kollegen. Bukovac und Greene liefern einen "brennenden" Saiten-Job mit tollen Soli ab. Track Nummer 3 ist die voller Soul steckende, traumhaft schöne Southern-Ballade "Heartache on the line", in Szene gesetzt in einem großartigen Gewand aus wohligen Orgel- und Gitarrenklängen, dazu mit hinreissendem Gesang von Osborne und Greene. Joan Osborne hat in ihrer gesamten Karriere noch nicht so "rau" und "soulful" geklungen wie hier. Da kann sogar eine Bonnie Raitt in Top-Form kaum mithalten. Was für ein Feeling! Was für ein wundervoller "Tennessee-/Kentucky-/Southern-Smell"! Bei den beiden folgenden Stücken rockt es wieder ordentlich. Das packende "Cave hill cemetary" kommt in bestem Gov't Mule-/Little Feat-Groove, sehr jammig, mit tollen Orgel-Fills und fetter Lead Gitarre und "Tennessee mud" ist ein voller Drive nach vorn gehender, knackiger Roots-/Southernrocker, der irgendwie an einen rauen John Hiatt und kraftvolle Lynyrd Skynyrd erinnert. So geht das bis zum Ende weiter. Die Band spielt auf einem unglaublichen Niveau. Hoffentlich bleibt diese Truppe noch lange zusammen. Nach diesem fulminanten Debut zu urteilen, scheint deren Potential schier unerschöpflich zu sein. Trigger Hippy werden mit ihrem Debut ohne jeden Zweifel bei den Jahresend-Rankings zu den besten Roots-/Southern-/Soul-/Jamrock-Releases 2014 ein gewaltiges Wörtchen mitreden. Brillant!

Das komplette Tracklisting:

1. Rise Up Singing - 5:04
2. Turpentine - 4:31
3. Heartache On The Line - 5:48
4. Cave Hill Cemetery - 4:19
5. Tennessee Mud - 5:31
6. Pretty Mess - 3:12
7. Pocahontas - 3:46
8. Dry County - 6:35
9. Nothing New - 3:14
10. Ain't Persuaded Yet - 5:38
11. Adelaide - 4:54

Art-Nr.: 8687
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Rise up singing
Turpentine
Heartache on the line
Cave hill cemetary
Tennessee mud
Pretty mess
Dry county

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