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American Minor - same [2005]
Jawohl, handfester, handgemachter, klassischer, ordentlich dampfender, von fetten Gitarren umgebener Retro-Hard-Riff-Rock, durchzogen von dem Geist des "hard-edged Blues-Boogie of the '70s", ist niemals unterzukriegen, solange sich solche hervorragenden, jungen Bands wie das bärenstarke Quintett American Minor aus dem Kanawha River Valley von Southern West Virginia dieser Musik annehmen! Herrlich! Schon die Cover-Photos der 5 langhaarigen Typen lassen vermuten, daß es sich hier vielleicht gar nicht um eine Band des 21. Jahrhunderts handelt, sondern eher um ein paar Grass rauchende Hippies der Spät-Sechziger oder Früh-Siebziger, die den glorreichen Rock'n Roll einer Epoche praktizieren, als Bands wie Humble Pie, Bad Company, die Rolling Stones, AC/DC, Lynyrd Skynyrd, Foghat & Co. die Szene regierten. Auch Parallelen zu den Black Crowes, der Steepwater Band, Aerosmith oder jüngst Kings Of Leon und Silvertide, sind nicht von der Hand zu weisen! American Minor, alles erstklassige Musiker, (2 großartige Gitarristen, Bass, Drums und mit Robert McCutcheon ein toller, intensiver, inbrünstiger, "soulful" Lead-Sänger - dazu als Gast auf vielen Stücken der Wallflowers-Keyboarder Rami Jafee)) gehen hart, sehr kraftvoll, mit viel Dampf und Druck an die Arbeit, spielen herrlich dreckig, rau, unbekümmert und schön rotzig, wirken dabei aber gleichzeitig bereits überaus kompetent und ausgereift! Auch die vom Tempo her eher balladeskeren Stücke strotzen nur so vor rauem "Dreck" und "Schmackes"! Die Gitarrenbretter werden ordentlich bearbeitet! Dabei bestechen sie mit starkem Songwriting und trotz aller Kraft mit gut hängen bleibenden, prächtigen Strukturen und Melodien! Und der Charme des Südens ist immer spürbar! Immer wieder gibt's brodelnde, "bluesy" Gitarrenritte, wobei die beiden Gitarristen bestens miteinander harmonieren. Es ist schon erstaunlich mit welcher Authentizität sich solche jungen Bands wie American Minor (und sie sind ein Musterbeispiel für diese Entwicklung) dieser, so tief in den Siebzigern fundamentierten Musik hingeben, ihren Spirit bewahren, und diesem wunderbaren Retro-Feeling eine natürliche Portion rotziger Frische verpassen, sodaß es auch in der heutigen Zeit absolut salonfähig ist und sogar immer neue Freunde gewinnt! Los geht's mit dem dynamisch rockenden, von kernigen Riffs geprägten, straighten, astreinen "Walk on", durchzogen von powernden, glühenden Gitarren-Licks! Großartiges Parallel-Gitarrenspiel zu dem starken Lead-Gesang und prächtige, kleine Twin-Passagen während des kurzen, kochenden Solos sorgen für ordentlich Feuer! Hat ein dezentes Southern-Flair! Es folgt mit "Break" eine absolute "Killer"-Nummer: Exzellenter, southern-fueled, von fulminanten, fleischigen Gitarrenriffs geprägter, rotzig, dreckig dargebotener, fetter, klassischer, aber ungemein zeitgemäßer Rock, der trotz der "saftigen" Power mit seiner wunderbaren Melodie einfach runter geht wie Öl! Hervorragend integriert ist hier eine zurückhaltende, äußerst angenehme Orgeluntermalung des bereits erwähnten Rami Jafee! Und so folgt ein Highlight dem nächsten: Zum Beispiel das groovende, wieder schön rotzige, sowohl ein leichtes Jam-, als auch ein unaufdringliches, schönes "Hardrock-Retro-Psychedelic"-Feeling verbreitende, von feurigen Gitarrenläufen gezierte, druckvolle, an die Black Crowes erinnernde, fantastische "Cheaters & Non-Believers", das dreckige, bluesige, southern-rooted "Mr. Queen", das wunderbare, etwas funkig angehauchte, wieder schön raue, von massiv rockenden Gitarren durchzogene "Don't jump the gun", das harte, kantige, fette, riffige, bluesige, einmal mehr von einer leichten Southern-Brise durchwehte, Black Crowes meets Bad Company-like "Buffalo creek", usw, uws., bis hin zum finalen, leicht psychedelischen, Hippie-mäßigen "Sleepwalker"! Kein Zweifel, American Minor halten ihr hohes Niveau von vorn bis hinten durch, genauso wie wie ihre intensive Kraft! "Geiler", harter "Kick-Ass"-, "In Your Face"-Classic Retro-Gitarren-Rock mit dezentem Southern-Feeling, genauso dreckig, rotzig und roh, wie professionell, melodisch, lebendig und frisch, von dem man niemals genug bekommen kann!

Art-Nr.: 3840
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Walk on
Break
Don't jump the gun
Buffalo Creek
Change

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Bowen, Wade - solid ground [2018]
Fast 4 lange Jahre hat sich der aus Waco/Texas stammende Red Dirt-Recke Zeit für sein neues Album gelassen. Zeit, die er offenbar auf optimalste Weise genutzt hat, denn "Solid ground" ist erneunt ein absolutes Vorzeigealbum des Genres geworden. Ungemein variabel und authentisch wie kaum ein anderer bearbeitet Wade Bowen mit seinem Tross von herausragenden Musikern (u. a. ex The Black Crowes- und Cry Of Love-Gitarrist Audley Freed, Drummer Fred Eltringham, Sheryl Crow-Spezi Jeff Trott an der Lap Steel, The Wallflowers' Rami Jaffee an den Keyboards und nicht zuletzt der großartige, u.a. auch lange mit Dwight Yoakam gespielte Multi-Instrumentalist Keith Gattiis, der das Album auch hervorragend produzierte) die rootsigen "Red Dirt-Äcker" von Texas und kanalisiert in 11 durchaus dreckigen, erdigern, aber auch von bestechenden Melodien geprägten, fantastischen Tracks den ganzen Zauber natürlich staubiger Roots-, Americana- und Countryrock-Musik. Was sind das für bestechende Songs! Etwa der traumhaft lockere, flotte, lässige Border Countryrocker "Day of the dead", der uns, vollgepackt mit mexikanischem Flair (spanische Gitarre, Akkordeon, tolle Percussion, Mariachi-Bläser am Ende), genauso melodisch wie dramaturgisch in seinen Bann zieht, die rootsige, mit herrlicher Lap Steel-Guitar inszenierte, ruhige Red Dirt-Ballade "Broken glass", der riffige, erdige Americana-/Rootsrocker "Couldn't make you love me", die herrliche, wie Öl runter gehende Alternate Countrynummer "Death, dyin' & deviled eggs", die geradezu epische. angeraute, dabei aber traumhaft melodische, über 7-minütige Americana-Ballade "7:30" (hinreissend miteinander harmonisierende, vielschichtige Instrumentierung, grandioses, über 3-minütiges Instrumentalfinish mit genial schönen E-Gitarren), das äußerst dynamisch, swampig und sehr southern-angehaucht rockende, Slide-getränkte "Fell in love on whiskey", oder auch der das Werk abschließende, hammerstarke, gewaltige, fast ein wenig an Jason Isbell erinnernde Rootsrocker "Calling all demons" (Bowen's eigene Version des von ihm und Seth James komponierten, vor einigen Jahren schon auf dem "Adventus"-Album von Cody Canada's The Departed veröffentlichten, prächtigen Stückes "Demons") - wie gesagt, hier reiht sich eine Songperle an die nächste. "Solid ground" ist ohne jeden Zweifel wieder ein ganz großer Wurf von Wade Bowen. Texanischer Red Dirt Roots-/Americana-/Countryrock in seiner vollsten Blüte.

Das komplette Tracklisting:

1. Couldn't Make You Love Me - 4:47
2. Day of the Dead - 5:11
3. So Long 6th Street - 4:05
4. Broken Glass - 4:16
5. Death, Dyin' and Deviled Eggs - 3:39
6. 7:30 - 7:13
7. Acuna - 3:59
8. Compass Rose - 3:25
9. Anchor - 5:13
10. Fell in Love on Whiskey - 3:55
11. Calling All Demons - 7:51

Art-Nr.: 9589
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Couldn't make you love me
Day of the dead
Broken glass
Death, dyin' & deviled eggs
7:30
Acuna
Fell in love on whiskey
Calling all demons

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DuBose, Clay - these days [2005]
"These days I don’t worry about the future or the past, I’m alive and learning to enjoy the ride…these days". Diese Zeilen aus dem Refrain des Titelsongs aus Clay DuBose's neuen Album "These Days" geben exakt die positive Stimmung wieder, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Projekt hindurch zieht. Heißt in etwa soviel wie, "was schert mich Gestern und Morgen , ich lebe hier und jetzt, und will musikalisch machen, was mir heute Spaß bereitet". Und DuBose weiß, wovon er redet, denn er hat schon einiges erlebt. Geboren in Frankreich als Sohn eines im Militärdienst arbeitenden, weltweit gereisten Elternpaares, war für ihn schon in frühster Kindheit klar, dass er Musiker werden möchte, als man schließlich in Texas ansässig wurde. Mit seiner ersten Band schien es auch sofort steil nach oben zu gehen, aber ein in Aussicht gestellter Development Major Deal zerplatzte wie eine Luftblase. Clay ging nach Los Angeles und lernte den Ausnahmegitarristen Will Ray (The Hellecasters) kennen und nahm eine 7-Song-EP auf. Ein zunächst geplantes Komplett-Album scheiterte am Bankrott des Labels. Erst diverse Trips nach Nashville und die Bekanntschaft mit Ron Reynolds, sowie die Zusammenarbeit mit Robert Weingartz, Chef des Independant Labels
Lazy River Records, brachten mit seinem Debüt "Rewriting History" endlich einen Durchbruch mit jeder Menge Aufmerksamkeit in der Szene. Die Scheibe war in allen genretypischen Charts vertreten und das Doors-Cover von "Love Me Two Times" lief die lokalen Radiostationen rauf und runter. Auch der Start von "These Days" begann schon recht verheißungsvoll: Einstieg auf Platz 14 in den AMA/R&R Charts, was bisher keinem Künstler eines Independant Labels vorher gelungen ist. Kein Wunder, denn die Scheibe hat es in sich! Countryfreunde aufgepasst - diesen Mann gilt es zu entdecken! Clay DuBose, im übrigen ausgestattet mit einer tollen, warmen, gleichzeitig ein wenig rebellisch eirkenden, frischen Stimme begeistert mit einer großartigen Musik, deren Bandbreite von purem, traditionnellem Honky Tonk, Tex-Mex-Klängen, herrlichem Sixties-Retro-Flair, auch mal leichten Southern-Feeling, Bakersfield-Sound, bis hin zu einem dezenten Rockabilly-Flair reicht. Grob umfasst, spielt sich das Geschehen in etwa an der Schnittstelle der Mavericks, der Derailers und Dwight Yoakam ab. Eine Platte mit einem herzerfrischenden, klaren Sound! Musikalisch erste Sahne, dank einer grandiosen Besetzung von Instrumentalisten wie u. a. dem bereits erwähnten Gitarren-Zauberer Will Ray, der kompletten Combo der Derailers mit Brian Hofeldt, Ed Adkins, Scott Mathews, sowie Augie Meyers und Big John Mills, Garth Hudson (The Band) am Piano und Akkordeon beim Dylan Cover "I Threw It All Away"), Danny Timms (Bonnie Raitt, Los Lobos), Rami Jaffee (The Wallflowers) oder Dusty Wakeman (Dwight Yoakam, Lucinda Williams). Tolle Lieder, wie gesagt, manchmal mit swingendem 60er-Flair und Rockabilly-Touch in der Tradition von Roy Orbinson, Elvis oder eines Buck Owens ( "Captivated" - eine wunderbar schnulzige Balölade, das knackige, gut abgehende "Big Scary Heart" oder "Crack In The Armor"), nicht zuletzt auch dank der starken Einflussnahme der o.a. Derailers. Herrlich auch "No Accident" (tolles Duett mit Carmen Mejia), mit leichter
Memphis-Atmosphäre durch fulminantes Saxophonspiel von Sam Levine; der prachtvolle Uptempo-New Country-Knüller "Fork In The Road“ bekommt aufgrund genialer Stratocaster-Bearbeitung von Will Ray (in Hughie Thomasson-Manier) einen wunderbaren Outlaws-Southern-Touch der Marke "Ghost Riders", die fetzigen Nummern wie "These Days" oder das lockere, sehr melodische "Street Sage", mit seinen fantastischen Gitarrensoli, besitzen zum Storytelling-Style noch einen satten Drive, oder auch der pure, traditionelle Roadhouse Honky Tonker "Long lonely life! Um es auf den Punkt zu bringen: Clay DuBose und alle Beteiligten präsentieren sich in absoluter Bestform! Das Album dürfte schon jetzt zu den Geheimtipps des Jahres 2005 zählen! Schöner Digi-Pack, dessen feines, innen liegendes Booklet sämtliche Texte beinhaltet. (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3048
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Long lonely life
Life of the party
Fork in the road
Big scary heart
Street sage

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Foster, Radney - this world we live in [2006]
Vier Jahre sind bereits wieder ins Land gezogen, seitdem uns die eine Hälfte des einst in Nashville so erfolgreichen Duos Foster & Lloyd mit dem tollen "Another Way To Go" so begeistert hatte. Untätig war ein Mann dieses musikalischen Formates in der jüngeren Vergangenheit allerdings nicht. So produzierte er beispielsweise die Randy Rodgers Band, schrieb Songs für Größen wie u. a. Keith Urban, die Dixie Chicks oder Kenny Chesney, und, und, und! Hier ist sie nun endlich, die neue, einmal mehr ganz hervorragende Scheibe des ohne Zweifel zu den besten texanischen Songwritern zählenden Radney Foster: Wunderbarer, rootsiger Texas-Country/Alternate Country/Countryrock/Americana vom Allerfeinsten mit einem tollen, schön trockenen, auf den Punkt genau produzierten, angerauten, "gritty" Sound! Zehn neue Stücke, alle aus seiner Feder, zum Teil in Kooperation mit exzellenten Co-Writern, wie Blue Dogs-Frontmann Bobby Houck, Jack Ingram oder Darrell Brown, mit dem er sich auch die Produktionsarbeit teilte. Bediente er sich bei seiner letzten Scheibe noch einer Menge Begleitmusiker aus dem schier unerschöpflichen "Nashville-Pool", so versammelte er diesmal eine tolle, namhafte Band langjähriger Freunde um sich, wie Drummer Charlie Drayton und den "alten" Westcoast-Haudegen Waddy Wachtel (Linda Ronstadt; Warren Zevon, James Taylor, John David Souther, Ronin, Bob Dylan) an der E-Gitarre (beide haben schon auf Keith Richard’s Solo-Alben zusammen gearbeitet), Session Bass-Veteran Bob Glaub (u.a. Jackson Browne) und dem Keyboarder Rami Jaffe, vielen sicher nicht nur als Mitglied der Wallflowers ein Begriff. Mit an Bord sind auch wieder der starke Slide-Gitarrist Mike McAdam und ein weiterer Klassemann an der E-Gitarre, Adam Shoenveld, der etatmäßig bei Big & Rich die Saiten bedient. Und um es nochmal klar herauszustellen: Radney Foster ist schlichtweg wieder ein Sahneteil gelungen. Dem leicht Stones-infizierten, Slide-angerockten, rootsigen, trockenen "Drunk On Love" folgt mit "Sweet And Wild" ein wunderbar melodischer Americana-Midtemposong. Bei beiden Songs glänzt neben der starken instrumentellen Umsetzung Sarah Buxton mit ihrer klasse Stimme im Background, die gegen Ende der Stücke mit in den Vordergrund tritt. Die Ballade "The Kindness Of Strangers" lebt von Foster’s starker Akustikgitarrenarbeit, toller atmosphärischer Cello-Untermalung und einem bewegend geschriebenem und gesungenem Text. Ganz große Klasse! Der anschließende, exzellente, forsche Retro Country-Rocker "Big Idea" (erinnert stark an alte Foster & Lloyd-Hits) reißt einen regelrecht aus der poetischen Welt des Vorsongs, und bildet den gelungenen Vorläufer zum Center-Song des Gesamtalbum’s, "Half Of My Mistakes". Was für eine herrliche Melodie! Auch hier wieder ein toller Text, der Menschen dazu ermutigt, viele Dinge im Leben einfach zu riskieren, auch wenn mal etwas schief laufen sollte. Der Lerneffekt und viele positive Dinge, die sich trotzdem daraus entwickeln, sind laut Foster nicht zu unterschätzen. Den gleichen Song hat vor geraumer Zeit fast ebenso gut Jace Everett auf seinem Erstling, allerdings etwas mainstreamiger, interpretiert. Bei Radney Foster wirkt das Stück etwas kantiger, zurückhaltender und einen Schuss introvertierter. Starke Slide-Arbeit hier vom bereits erwähnten Mike McAdam. "New Zip Code" (mehr balladesk) und "Prove Me Right" (wäre auch durchaus von der Randy Rogers Band oder Chris Knight coverbar) liefern wieder etwas leichter verdauliche, überaus melodische Gute Laune-Kost, letzteres in durchaus Nashville-kompatibler, radiotauglicher, wenn auch leicht rootsiger Country-Manier, voller Hooklines, die ein wenig an Radney’s Frühwerke erinnern. Stark hier die angenehmen Fiddle-Fills. Eine weitere "Killer"-Ballade folgt mit "Fools That Dream". Im Background diesmal die zauberhafte Kim Richey, die auch beim Vorgänger schon ihre Stimme zur Verfügung gestellt hat. Zum Abschluss folgt dann noch mal ein herrlich locker dahinfließender, super-melodischer Alternate Country-/Roots-/Americana-Song, den Foster zusammen mit Jack Ingram komponiert hat. Neben dem eingängigen Rhythmus und den lässigen Drums stechen hier die immer wieder eingestreuten und punktgenauen Stratocaster- und Slide-Fills im harmonischen Wechselspiel heraus. Klasse Orgelarbeit auch vom Rami Jaffe. Das Stück hält einen noch Minuten nach Ende der CD regelrecht gefangen. Ein würdiger Abschluss eines wieder einmal großen Albums! "This World We Live In" etabliert und festigt Radney Foster's Platz in die Riege der heutigen, wichtigen, ganz großen texanischen Singer-Songwriter im Country-/Americana-Bereich nachhaltig. Durch und durch beeindruckende und fesselnde Musik! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4063
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Big idea
New zip code
Prove me right
Fools that dream
Never gonna fly

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Hiatt, John - live from austin tx ~ dvd [2005]
Die Reihe der großartigen "Austin City Limits"-Veröffentlichungen auf DVD geht weiter! Nach und nach kommen über das amerikanische "New West"-Label in der Serie "Live from Austin TX" ausgesuchte Konzertmitschnitte, die in Austin für die berühmte und preisgekrönte US-Live-Fernsehshow "Austin City Limits" aufgenommen wurden - und zwar als DVD, dazu teilweise parallel auch als CD! Im US-Fernsehen wurde seinerzeit jeweils lediglich ein halbstündiger Extrakt der Shows gesendet, die nun veröffentlichten Aufnahmen allerdings sind vollständig und beinhalten somit jede Menge noch niemals gehörtes und gesehenes Material! Einen absoluten Leckerbissen für die Rootsrock-Fraktion gibt es diesmal: John Hiatt und seine großartige Band mit einem tollen Auftritt während ihrer "Perfectly good guitar"-Tour vom 14. Dezember 1993! Seine Mitstreiter waren damals Davey Faragher am Bass, Michael Urbano am Schlagzeug und der exzellente, junge Gitarrist Michael Ward, der später bei den Wallflowers einstieg, dort aber seine immensen Fähigkeiten nie richtig ausspielen konnte. Bei Hiatt hatte er dazu noch ausgiebig Gelegenheit. Hiatt und seine Truppe haben sichtbar gute Laune und präsentieren sich in vorzüglicher Verfassung! Ein Genuß diese Songs live zu hören und zu sehen! Die Tracklist: "Icy blue heart", "Loving a hurricane", "When you hold me tight", "Your Dad did", "Straight outta time", "Memphis in the meantime", "Something wild", "Have a little faith in me", "Buffalo river home", "Thing called love","Angel", "Tennessee plates", "Slow turning" und "Perfectly good guitar"! Eine knackiger, starker, rund 84-minütiger Auftritt! Die DVD (im übrigen im tollen 5.1 Sorround Sound) kommt in einem feinen Schuber! Sie ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar! Auch als CD lieferbar (haben wir nicht extra, bzw.zusätzlich, in der Neuheiten-Sektion aufgeführt, ist aber bestellbar über das "reguläre" CD-Programm)!

Art-Nr.: 3795
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 18,90

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Jayhawks, The - back roads and abandoned motels [2018]
Blendendes, neues Album einer der besten und am meisten geschätztesten Roots-/Amerivana-/Alternate Country Bands der letzte 3 Jahrzehnte. "Back roads and abandoned motels" ist ein Werk, das überwiegend Stücke enthält, die ihr Frantmann Gary Louris zusammen mit anderen Künstlern geschrieben hat, die diese dann für ihre Alben aufgenommen haben. Hier hören wir diese Songs erstmalig in der Interpretation der Jayhawks. Wie beispielsweise das traumhaft schöne "Everybody knows", das Louris mit den Mädels der Dixie Chicks komponiert hat, oder das gemeinsam mit Jakob Dylan (The Wallflowers) geschriebene, sehr gediegen und fein akzuentiert interpretierte "Gonna be a darkness". Zwei Tracks des Albums sind brandneue Kompositionen. Die Jayhawks nehmen ihre Fans erneut mit auf eine wunderbare Reise in ihre typischen Roots-und Americana-Gefilde, wobei sie sich durchaus an ihren Werken ihres ersten Jahrzehnts orientieren. Das kommt richtig gut. Die Jayhawks präsentieren sich einmal mehr in exzellenter Verfassung.

Hier ein Original U.S-Review des Albums:

Gary Louris didn’t spend much time composing songs for the Jayhawks’ newest album. That’s because he had already co-written most of them.
On the intriguingly titled Back Roads And Abandoned Motels, the Jayhawks frontman collects nine tunes he penned in conjunction with other artists, both well known (the Dixie Chicks, Jakob Dylan) and more obscure (Wild Feathers, Scott Thomas), most of whom performed them on their albums. He gives those songs, along with two new ones, a whirl with the Jayhawks backing band, recording all 11 in just two sessions.
Louris must be feeling particularly generous these days because he steps away from the mic to let drummer Tim O’Reagan sing lead on two selections and keyboardist Karen Grotberg gets a few more. Her vocal contributions are the first on a Jayhawks album, and, based on her performance of the ballad “El Dorado” (originally recorded by Carrie Rodriguez) and the Memphis-styled opener “Come Cryin’ To Me” (first heard on Natalie Maines’ 2013 solo project Mother), will hopefully not be the last.
Perhaps not surprisingly, this makes for a pretty great Jayhawks album. Louris rescues the impossibly catchy “Backward Women,” written with the Wild Feathers yet never previously recorded, which becomes one of this disc’s highlights. The Thomas co-write “Need You Tonight” gets a well-earned second chance and becomes a sturdier song in this updated, tougher version. Two Dixie Chicks tracks receive the Jayhawks treatment with “Everybody Knows” and “Bitter End” dusted off and sounding as fresh and inspired as when the Chicks recorded them. And kudos to Louris for liberating his and Jakob Dylan’s seldom heard contribution to the True Blood series “Gonna Be a Darkness,” which sounds like a terrific Simon & Garfunkel b–side.
Two new compositions close the album and are the only ones on which Louris didn’t tap collaborators. They’re both solid Jayhawks songs even if neither the strummy love ballad “Carry You To Safety” nor the piano tinkling “Leaving Detroit,” which addresses an abusive relationship with chilling candor, are quite up to the quality of what preceded them.
At this late stage, Gary Louris doesn’t need to rehash older music. He has proven his talents as a moving songsmith and distinctive, emotional vocalist with his three decade and counting work for the Jayhawks. He’s rightfully established as an integral component of the Americana genre. Regardless, it’s terrific to hear these Louris co-composed songs interpreted by the band. Even though they were assembled from different years and with other artists’ input, Back Roads And Abandoned Motels feels as cohesive and organic as the best Jayhawks releases.
(Hal Horowitz / AmericanSongwriter.com)

Das komplette Tracklisting:

1. Come Cryin' to Me - 3:40
2. Everybody Knows - 4:09
3. Gonna Be a Darkness - 4:58
4. Bitter End - 4:15
5. Backwards Women - 3:36
6. Long Time Ago - 3:56
7. Need You Tonight - 3:16
8. El Dorado - 4:06
9. Bird Never Flies - 3:54
10. Carry You to Safety - 5:24
11. Leaving Detroit - 4:12

Art-Nr.: 9659
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

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LaRue, Stoney - aviator [2014]
Stoney LaRue mit seinem vierten Studioalbum! Nachdem sich der in Edmond, Oklahoma lebende Singer/Songwriter auf seinem letzten Album "Velvet" ein wenig experimentierfreudig gezeigt hatte und trotzdem, was die Charts anbelangt, mit seinem bisher größten Erfolg belohnt wurde, wählt er mit seinem neuen Werk "Aviator" wieder die eindeutig eingängigere Variante und wartet mit wunderbar lockeren, flockig dahin fliessenden und sehr melodischen Songs auf, die sich, immer noch weit entfernt vom Nashville-Mainstream, genüsslich an der Schnittstelle zwischen rootsigem Country, teils mit durchaus traditionellem Ambiente, Americana, Alternate Country und feinem Red Dirt-Country tummeln. Das Material ist klasse! Verantwortlich hierfür ist die erneute Zusammenarbeit LaRues beim Songwriting mit Mando Saenz, der ja auch schon auf "Velvet" stark mit eingebunden war. Lediglich der Merle Haggard gewidmete Countryschwofer "Natural high" (weinende Steel, wunderschöne Harmoniegesänge von Aubrie Sellers) stammt aus der Feder von Freddy Powers. Produziert haben, in einem angenehm warmen und transparenten Sound, Frank Lidell (Eli Young Band) und Mike McCarthy. LaRue beeindruckt mit einer reifen, großartigen Gesangsleistung und hat zuweilen gar ein ganz dezentes Garth Brooks-Timbre in der Stimme, das hervorragend dem countrydurchzogenen Gehalt vieler Tracks unterstreicht. Natürlich ist es eine Freude, den hervorragenden Musikern (u. a. Wallflowers-Drummer Fred Eltringham, Glenn Worf, Oran Thornton, Glenn Duncan, Jim Hoke) zuzuhören, wobei Randy Scruggs (Sohn von Bluegrass-Legende Earl Scruggs) mit seinem herrlich klaren Akustikgitarrenspiel, Aubrie Sellers mit bezaubernden Harmoniegesängen und der variable Josh Grange mit E-Gitarre, Steel und Keys die auffälligsten Akteure darstellen. Vom flockigen Opener "One And Only" (quirliges Akustikgitarrenspiel, Steel, Fiddle-Tupfer) über das Dancehall-taugliche "Til I’m Moving On", dem atmosphärischen Titelstück "Aviatior" (tolle Akustik-Slide, Akkordeon, E-Piano, Crowd-Harmoniegesänge) den sehr eingängigen "A Little Too Long" (Akkordeon-Tupfer) und "Million Dollar Blues" (klasse Bariton-E-Gitarre, einfühlsame Harmoniegesänge von Sellers), bis zum bereits o. a. Steel-getränkten Heuler "Natural High" lässt Stoney diesmal vor allem seinem Country-Herz freien Lauf. Ganz stark auch das wunderbar lockere, entspannte, traumaft melodisch dahin gleitende "Blending Colors", das mit seiner Rhytmik, seinen vereinzelten Flöten-Klängen und dem markanten Akustik Gitarren-Spiel gar ein wenig an die "Heard It In A Love Song"-Art der The Marshall Tucker Band zu erinnern scheint. Am Ende gibt es mit "Studio A Trouble Time Jam" noch einen recht schroffen, psychedelisch angehauchten Countryrocker (mit dezentem Rockabilly-Flair, quäkiger Harp, rauem E-Gitarrenfinale) als Bonustrack, mit dem gegen eine unverhoffte Schließung eines RCA-Studios, das wohl inmitten einer Musiker-Session dicht gemacht wurde, protestiert werden soll. Sehr schön wieder mal das Cover-Artwork (schon auf "Velvet" hatte ja der Samtüberzug für Aufsehen gesorgt) mit allen Texten, das diesmal ganz im Zeichen des Flugwesens (zum Teil mit technischen Zeichnungen) nebst einigen Fotos von Stoney illustriert wurde. Stoney LaRue gelingt mit "Abviator" eine deutliche Steigerung zum Vorgänger "Velvet". Das Werk dürfte den Fans von lockerem, melodischem Alternate Country, Red Dirt Country und sicher auch dem ein oder anderen, traditionbewusstenCountry-Freund eine Menge Freude bereiten. Der Mann hebt dabei, wie der Titel es vermuten lassen könnte, überhaupt nicht ab, sondern stellt sich ganz in den Dienst der Musik. Er geht dabei weiter seinen ganz eigenen Weg - und das ist gut so. Klasse Stoff für aufgeschlossene Americana-/Country-Feinschmecker! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. One And Only - 5:02
2. Golden Shackles - 3:40
3. Til I'm Moving On - 2:25
4. Aviator - 3:49
5. First One To Know - 4:36
6. Blending Colors - 4:23
7. Spitfire - 3:19
8. Still Runnin' - 3:47
9. A Little Too Long - 3:47
10. It's Too Soon - 3:17
11. Million Dollar Blues - 3:47
12. Dark Side Of The Line - 3:10
13. Natural High (for Merle Haggard) - 3:46
14. Studio A Trouble Time Jam - 6:25

Art-Nr.: 8719
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
One and only
Til I'm moving on
First one to know
Blending colors
Still runnin'
It's too soon
Million dollar blues

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Shurman - jubilee [2005]
Sie bekommen in den USA bereits eine Mega-Presse, haben sich durch ihr exzessives Touring in den letzte 2 Jahren (über 400 Gigs!), unter anderem als Opening Act für die Jayhawks, Drive-By Truckers, Cross Canadian Ragweed, Blues Traveler und zuletzt die Los Lonely Boys schon eine riesige Fanschar erspielt, genießen höchstes Ansehen unter den Musikerkollegen ("very good, reminds me of old pre-Heartbreakers stuff we used to play back in Florida", sagt beispielsweise Tom Petty's Gitarrist Mike Campbell), ... - die Rede ist von dem in Los Angeles beheimateten, großartigen, neuen Rootsrock-Qurtett Shurman! Nach einigen EPs legen sie mit "Jubilee" nun ihr "full length"-Debut vor und erfüllen damit die in sie hochgesteckten Erwartungen über alle Maßen! Ein fantastisches Album, das uns von vorn bis hinten vollends überzeugt! "Man kann die Musik von Shurman als Countryrock, Rock'n Roll, Cowpunk, Alternate Country oder Americana bezeichnen, doch nichts davon trifft den Sound der Band wirklich", kann man auf ihrer Website nachlesen. Was damit gesagt werden soll, ist, daß die Band durchaus genau diese vorgenannten musikalischen Elemente in ihrem Sound vereint, diese Kombination dann aber, nachdem man noch eine gute Portion Heartland Rock, Westcoast -Flair und Gitarren Rootsrock hinzu addiert hat, ausschließlich nach Shurman klingt, und nach nichts anderem. Die Jungs haben ihre eigene musikalische Mischung und Identität längst gefunden. Möchte man dennoch einen Vergleich zu Kollegen ziehen, so könnte man ihre Musik vielleicht am ehesten an der Schnittstelle Tom Petty / Son Volt / Jayhawks / Wallflowers / Counting Crows, insgesamt mit ein bißchen mehr Retro-Countryrock-Feeling, ansiedeln. Shurman sind in beeindruckender Manier jederzeit in der Lage eine schön knackig rockende, rootsige Basis, die immer die nötige Portion "grit" aufweist, mit ganz wunderbaren, herrlichen Melodien zu vereinen, die sich auf Grund ihrer eingängigen Struktur tief in den Gehörgängen einnistet und nicht mehr entweichen will. Große Klasse! Wir erleben einen tollen, kompakten, vollmundigen Bandsound, vorwiegend arrangiert aus sehr transparenten Gitarren, dabei immer wieder gespickt mit großartigen, satten und erdig würzigen Soli des hervorragenden Gitarristen Jason Moore. Aufgelockert wird das Ganz dann ab und zu durch klug und sehr angenehm eingsetzte Zusatzinstrumente einiger musikalischer Gäste, wie u.a. Skip Edwards (Orgel), Doug Pettibone (Pedal Steel), Dusty Wakeman (Baritone Gitarre), P.H.Naffah (Congas), usw.! Kopf und zentrale Figur von Shurman ist Sänger und Rhythmusgitarrist Aaron Beavers, gleichzeitig Autor sämtlicher Songs und Produzent des Albums, dessen charismatische, sehr angenehme, für diese Art von Musik geradezu prädestinierte Stimme irgendwo zwischen Adam Duritz und Jay Farrar angesiedelt zu sein scheint. Die meisten Tracks fließen sehr dynamisch, schön knackig, aber auch flockig aus den Lautsprechern, ohne dabei nicht auch mal eine wundervolle Americana-/Countryrock-Ballade, wie z.B. das traumhafte, von einer großartigen Melodie geprägte, mit unaufdringlichen, frischen E-Gitarren und einer wimmernden Steelguitar instrumentierte, voller Gram Parsons-Flair steckende Titelstück "Jubilee", oder einen kantigen, fast ein wenig cowpunkmäßigen Rocker, wie den gut abgehenden, mit glühenden E-Gitarren-Soli ausgestatteten "Live Favorite" (gut nachvollziehbar, daß hier live ordentlich die Post abgeht) "I got u babe, pt 3", einzustreuen. In seiner Gesamtheit wirkt das alles in sich dann wieder ungemein geschlossen. Los geht es mit dem klasse, sehr kraftvollen, von einem leichten "Modern-Appeal" durchzogenen Gitarren-Rootsrocker "Drownin'", gefolgt von dem grandiosen, herrlich flotten, frischen, dennoch schön rootsigen (Alternate)Countryrocker "Red eyes", dessen herrliche Melodie und lässige Dynamik einen wunderbar in Schwung bringen. Tolle, lockere E-Gitarren Begleitung mit kernigem Solo! Der Rhythmus erinnert mit seinem dezenten Rockabilly-Feeling gar ein wenig an eine erdigere Ausgabe der Mavericks. Toll auch der staubig trockene, melodische Midtempo-Rootsrocker "Impossibilities" mit seinen schönen E-Gitarren-Rhythmen und den kratzigen Lead-Gitarren, die bärenstarke, durchaus als autobiographisch zu betrachtende, Hommage an, wie es der Titel "Petty song" schon sagt, Tom Petty (knackiger, rauer, aber ungemein melodischer Midwestern-/California-Rootsrock mit tollen E-Gitarren und klasse Harp), der flotte, wie Öl runter gehende rootsige Americana-/Alternate Country-Rocker "So happy", das riffige, honky-tonkige "Tonight I'm drinking", bis hin zu dem fantastischen, groovigen, von toller Percussion und dreckigen Gitarren dominierten, trockenen, das Album in prächtiger Manier abschließenden Rootsrocker "2 a.m."! "Jubilee" gibt wirklich Anlaß zum Jubeln! Ein tolles Debut! Shurman sind auf dem besten Weg sich fest in der ersten Liga des Rootsrocks zu etablieren. Für uns haben sie das schon geschafft! Gratulation!

Art-Nr.: 3222
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Red eyes
Petty song
So happy
Jubilee
2 a.m.

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Wallflowers, The - rebel, sweetheart [2005]
Dual Disc (Vorderseite CD / Rückseite DVD)! Fünftes Studio-Werk der Wallflowers! Die Kritiker hatten Jakob Dylan ursprünglich aufgrund seines zurückhaltenden Charakters und des unweigerlich aufkommenden Vergleichsdruckes mit Vater Bob Dylan keine große Zukunft im Musikbusiness vorausgesagt. Der Bandleader und kreative Kopf der Wallflowers belehrte sie bekanntermaßen jedoch eines besseren und liefert mit seinen Mannen bereits seit 13 Jahren qualitativ hochwertige Alben ab. Auch mit "Rebel, Sweetheart" (was für ein Titel!) bleiben die "Mauerblümchen" ihrer Linie treu, einer Symbiose aus komplexen, intelligenten Texten, kombiniert mit melodischen Roots-, Pop-, Rock-Elementen der Marke Tom Petty & Co., wobei die Singer- und Songwriter-Ambitionen Jakob's allgegenwärtig sind. Änderungen zum Vorgänger gibt es in zweierlei Hinsicht: Neu im Band-Line-Up ist Fred Eltingham am Schlagzeug, dessen klares, druckvolles Drumming den Songs spürbar mehr Drive verleiht. Auch die Verpflichtung von Produzent Brendan O’Brien (Bruce Springsteen, Pearl Jam, usw,) erwies sich als ausgesprochen gute Wahl. Seine straffe Zeitvorgabe zur Einspielung des Werkes innerhalb von nur vier Wochen (die Band selbst konstatiert sich einen Hang zur übertriebenen Experimentierfreudigkeit), findet sich in der klaren Struktur der insgesamt zwölf Stücke wieder, die erneut ausnahmslos von Jakob Dylan komponiert wurden. Hitverdächtig diesmal der 5-minütige, rockige Opener "Days Of Wonder", die beiden sehr melodischen Songs "The Beautiful Side Of Somewhere" und "I Am Building" (jeweils mit dezent psychedelischer Note), sowie die leicht country-infizierte Nummer "Nearly Beloved". Hinzu kommt eine sehr üppige Aufmachung: Ein schönes Cover mit allen Texten und sogar Illustrationen des Allroundkünstlers Jakob Dylan. Wir bieten "Rebel, Sweetheart" als US-Dual Disc an, d.h.: Auf der einen Seite befindet sich die "normale" CD, auf der Rückseite eine DVD, die sämtliche Songs noch einmal im Dolby 5.1 Surround Sound enthält, sowie feines Material in Form eines Bandinterviews, "behind the scenes "-Material, plus die Videos neu eingespielter Studio-Versionen einiger ihrer Kracher wie "One Headlight", "6th Avenue Heartache", "Some Flowers Bloom Dead" und die bisher unveröffentlichten Songs mit dem Titel "Halo" und "For the life of me". (Achtung: Regionalcode 1, das heißt, zum Anschauen ist ein entsprechend geeigneter DVD-Spieler nötig!) The Wallflowers haben mit ihrem neuen Album einmal mehr ihren Ruf als Klasse-Band des modernen US Roots-Pop-Rocks bestätigt. Prima Teil, Jakob Dylan & Co.! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3319
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Wynn, Thomas and The Believers - wade waist deep [2017]
Vielversprechendes Sextett aus Orlando/Florida, das mit seinem bereits dritten Album "Wade waist deep" eine starke, kraftvolle Mischung aus swampigem Rootsrock, Southern Rock, Gospel, Blues, R&B, Folk und einer dezenten Prise Country anbietet. Sehr kompaktes Songmaterial mit vielen Balladen, die allerdings mit viel Energie präsentiert werden. Man spürt jederzeit das Southern-Feeling. Zu den Highlights zählen der monumentale Opener "Man out of time", das Titelstück "Wade waist deep" eine toll groovende, sehr melodische, southern-swampige Midtempo-Nummer mit feiner Instrumentierung aus Keyboards und Gitarren, der kräftige, leicht psychedelisch angehauchte, schwerblütige Rocker "You can't hurt me", das balladesk beginnende, dann sehr dynamische "Feel the good", das slow-bluesige "I don't regret", sowie die beiden melodischen Balladen "Heartbreak Alley" und "My eyes won't be open". Das Album enthält ein schönes, 20-seitiges Booklet mit allen Texten.

Hier ein Original U.S-Review des ALbums:

Thomas Wynn and the Believers, a six-piece band from Orlando, Florida, will celebrate the release of its third album Wade Waist Deep this weekend, a 12-track project that manages to sound raw and polished at once. The band has a considerable lack of visibility on rock’s national stage, despite local accolades: voted the Best of Orlando #1 Rock Band from 2009 through 2015 by Orlando Weekly, TW&TB have performed at festivals and in small venues, shared stages with the likes of Gov’t Mule, the Wallflowers, Blackberry Smoke and others, and last year signed with Mascot Label Group, the blues label that’s home to artists like Beth Hart and Eric Gales. It’s difficult to crack the code for success in the music business, but it might be time for TW&TB to earn recognition on a larger scale. The title track "Wade Waist Deep" is a song that has a slow, cautious start before it busts open 90 seconds in with the powerful vocals that lead singer Thomas Wynn is known for. Co-written by Thomas Wynn and Tyler Bryant, the lyrics in “My Eyes Won’t Be Open” are a reaction to the fear of (and determination against) leaving this world with regrets. It’s one of a few notable contemplative tracks on this album, with “Wade Waist Deep” and single “Man Out of Time” offering reflections on loneliness and time expired. Most tracks on Wade Waist Deep deliver clear messages, whether through the stories relayed (like the narrator following his mother’s advice in the title track or remembering the hurt in “Heartbreak Alley”) or the song titles alone (“Feel the Good,” “Man Out of Time” and “We Could All Die Screaming” all cut straight to the point before the songs even begin). Even more compelling than the emotive lyrics is the album’s structure. The presence of keys and organ throughout Wade Waist Deep invites moments that feel almost spiritual, a likely product of the band’s Southern roots. These moments are heard on “Burn as One” and blossom on the sixth track “I Don’t Regret,” which dips into soul with help from keyboardist Colin Fei’s skillful ear and the duet of brother-sister vocal team Thomas and Olivia Wynn. “Man Out of Time” is a dip into Southern rock’s darker, bluesier realm. This mood persists for the rest of the album, with “Mountain Fog” serving as a natural follow-up to “Man Out of Time” and “Turn it Into Gold” crystalizing the vibe as its smoldering beginning builds to a breaking point halfway through that erupts with grinding guitar, crashing percussion and the Wynns’ vocal cries. “Turn it Into Gold” works as a powerful close to the album. (Meghan Roos / Blues Rock Review)

Art-Nr.: 9442
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Wade waist deep
Heartbreak Alley
My eyes won't be open
Thin love
I don't regret
You can't hurt me
Feel the good

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X-Rated Cowboys - honor among thieves [2001]
Fantastisches Rootsrock-/Americana-Rock Quintett aus Columbus/Ohio! "Destined to ride together, damned to die alone", heißt es im Cover! Und wie man es nach einem solchen Spruch erwartet, besitzen die Jungs eine gediegene Portion Ironie und Humor, sowie ein gesundes Selbstvertrauen. Das können sie sich auch erlauben, denn wir haben es hier mit 5 excellenten Musikern zu tun! Sie spielen ihren gitarrenorientierten Americana/Rootsrock mit einer ungeheuer großen Musikalität und einer riesigen Spannbreite veschiedenster Stilrichtungen. Das geht von Steve Earle bis zu den Replacements, von Johnny Cash bis zu Bruce Springsteen oder von Bob Dylan bis zu Wilco! Von "traditional Rootsrock to modernizing Americana"! Doch sie verzetteln sich niemals, sondern nach kurzer Zeit stellt man anerkennend fest: die X-Rated Cowboys sind etwas ganz Besonderes. Sie klingen nicht wie die Masse, sondern haben ihren ganz eigenen Stil, der trotz der zitierten vielen Stilelemente, kompakt und als durchdachtes Ganzes rüberkommt. Versierte Musiker, prächtiges Songwriting, tolle Ideen, Kreativität und interessante Lyriks sowie allerbeste Arrangements von vorn bis hinten. 13 großartige Songs voller interessanter Riffs und Hooks, mal twangig, mal fetzig rockend, mit feinen Melodien! Oftmals entsteht infolge des interessanten Zusammenspiels der Musiker bereits durch das Instrumental-Intro eines Songs, schon bevor der Gesang einsetzt, eine spannende, nicht mehr aus dem Ohr gehende Klangfolge. Auffällig sind der markante Sänger Quinn Fallon mit seiner dezent heiseren Stimme, und der sehr starke Gitarrist Andy Harrison, der auch für die extrem gute Produktion verantwortlich zeichnet. Zum Teil hören wir sehr angenehme Harmoniegesänge in den Refrains. Ein paar Songbeispiele: Lässiges, entspanntes Piano, herrlich relaxtes Schlagzeug, klanglich wunderbar aufeinander abgestimmte Akustik- und E-Gitarren, wohliger Sound - so beginnt das Intro des Eröffnungsstücks, bis nach ein paar Sekunden Fallon's rootsiger, unverwechselbarer Gesang einsetzt und die interessante Geschichte eines "Trans Am" erzählt. Hat etwas von einer Verbindung zwischen Jakob Dylan von den Wallflowers und Bruce Springsteen. Mit "Rear view mirror" folgt ein flockiger, knackiger, melodischer Rootsrocker, herrlich frisch, mit einem tollen E-Gitarrensolo im Break, ehe bei "End of the world" richtig die Post abgeht. Punkiger, dreckiger, Staub aufwirbelnder, schneller Rootsrock mit abgefahrenen E-Gitarren, zum Teil im Twin-Sound! "Devotion" ist ein klasse arrangierter Alternate-Countryrock-Song, wieder mit feiner (Slide)Gitarre, "Goth girl" mit seinem entspannten Midtempo-Rhythmus, dem Akkordeon und der ausgefeilten Melodie, erinnert an einen "Graham Parker goes Americana". Absolut schräg, humorvoll und selbstironisch, aber bärenstark kommt der abgefahrene, schnelle "Cowboy song" mit seinem verrückten Banjo und der Trompete aus den Boxen, während "Light of day" wieder eine dieser herrlichen Roots-Balladen mit diesem lässigen, entspannten Feeling darstellt. Hier noch ein US-Zitat zu ihrer Musik, das es gut trifft: "It's about being able to shift from songs about lost love and stolen cars to those about porno movies and car washing rock stars. It's about the interplay between accordions and mandolins as well as snapping snares and buzzing Stratocasters". Ein tolles, irgendwie faszinierendes Album, das nie langweilig wird. Verliert auch nach mehrmaligem Hören nichts von seiner Spannung. Die X-Rated Cowboys sind eine echte Bereicherung der Szene! Sehr schöne Digipack-Aufmachung!

Art-Nr.: 1393
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Rear view mirror
Drive-by

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