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Castiglia, Albert - wild and free ~ live [2020]
Florida's Bluesrock "guitarslinger" Albert Castiglia bläst mit seinem neuen Live-Album "Wild and free" voll zur (Gitarren)Attacke. Er und seine großartige Band (Justine Tompkins - bass, Ephraim Lowell - drums, Lewis Stephens - keyboards) , sowie die Gäste Mike Zito (Gitarre bei 1 Track) und Allman Betts Band-Keyboarder John Ginty an der Orgel (bei 2 Tracks) lassen das "Funky Biscuit", einen Club in Boca Raton/Florida, wo das Album bei 2 Konzerten am 3. und 4. Januar 2020 mitgeschnitten wurde, in seinen Grundmauern erbeben. Die Setlist und die Songs sind cool und die Performance ist einfach richtig "hot". Castiglia, der einst als Sideman der Chicagoer Blueslegende Junior Wells die Bühne des Blues erklomm, ist in blendender Form und zeigt hier mühelos, was er für ein fantastischer "Gitarrenhexer" ist. Er gehört zu jener Zunft von Gitarristen, deren immenses Potential erst live vollends zur Geltung kommt. Der mächtig brodelnde Opener "Let the big dog eat" startet gleich, noch bevor Castiglia die ersten Worte singt, mit einem fulminanten, gewaltigen Gitarrensolo des Meisters, das sowohl die Musiker als auch das Publikum binnen kürzester Zeit auf eine amtliche Betriebstemperatur bringt. Der Anfang ist gemacht und für die folgenden, rund 72 1/2 Minuten geben die Musiker einfach alles, was sie aus sich rausholen können. "No way to slow down" - auch nicht bei den balladeskeren Songs. Als zweite Nummer steht die Mike Zito-Komposition "Hoodoo on me" auf dem Programm, ein treibender Volldampf-Bluesrocker, bei dem die Band das Gaspedal erneut bis zum Anschlag durchdrückt. Castiglia verbiegt die Saiten seines Instruments in den wilden, ausgedehnten Soli nach allen Regeln der Kunst. Es jault, quietscht, zwirbelt und rockt "absolutely wild and free". Ungemein stark und "on fire" präsentiert die Band dann die prächtige, aus Castiglia's letztem Studioalbum "Masterpiece" stammende Bluesrock-Ballade "Heavy", in einer über 9 1/2 Minuten andauernden Version, vollgepackt mit endlosen, jammigen, furiosen, aber auch schön differenzierten Gitarrenläufen. Das folgende, sumpfige, Slide-getränkte, temporeiche "Get your ass in the van" fühlt sich, im besten Sinne, zuweilen an, als sei ein über-stimulierter Elmore James am Werk. Großartig auch die Coverversionen von Johnny Winter's "Too much seconal" (an der zweiten Gitarre hier Mike Zito, der im übrigen das Album auch produzierte, und an der Orgel Allman Betts Band-Keyboarder John Ginty mit herausragendem Orgelspiel, inkl. tollem Solo), sowie von Paul Butterfield's "Lovin' cup" (irre Gitarrenausflüge, und abermals ein tolles Orgelsolo von Ginty). Das ist "bare-knuckle blues at its best". "Wild and free" ist ein Live-Album im besten Sinne des Albumtitels, bei dem Albert Castiglia und seine Band alles an Energie einbringen, was sie drauf haben. "Every inch of 'Wild and Free' is a stone gas for guitar fans", heißt es dazu in einem U.S.-Review. Dem ist nichts hinzuzufügen. Gitarren Bluesrock-Dynamik ohne Kompromisse! Von diesem furiosen "guitarslinger" wird man künftig sicher noch viel hören.

Das komplette Tracklisting:

1. Let the Big Dog Eat - 4:24
2. Hoodoo on Me - 4:10
3. I Been up All Night - 5:41
4. Heavy - 9:43
5. Get Your Ass in the Van - 4:20
6. Searching the Desert for the Blues - 5:52
7. Keep on Swinging - 6:20
8. Too Much Seconal - 8:10
9. Loving Cup - 8:28
10. I Tried to Tell Ya - 6:31
11. Boogie Funk - 8:26

Art-Nr.: 10030
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Let the big dog eat
Hoodoo on me
Heavy
Get your ass in the van
Too much seconal
Lovin' cup
I tried to tell ya

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