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Shawanda, Crystal - church house blues [2020]
"Powerhouse Blues vocalist and deeply soulful singer-songwriter" Crystal Shawanda, beglückt die Welt des voller Southern-, Roots-, und Soul-Einflüssen steckenden Contemporary Blues und Bluesrocks mit ihrem ganz exzellenten, neuen Album, betitelt "Church House Blues". Crystal Shawanda, aufgewachsen im Wikwemikong Reservat auf der Insel Manitoulin im Norden von Ontario/Kanada, begann einst als indigene Musikerin in einem Haus, in dem Blues- und Country-Musik allgegenwärtig waren. Schnell wurde klar, dass die Musik ihr Leben bestimmen sollte. Zunächst, da werden sich sicher der ein oder andere noch dran erinnern, ging sie nach Nashville, um sich in der Countrymusic zu versuchen - und das durchaus erfolgreich. Ihr 2008er-Album "Dawn of a new day" fand viel Beachtung, landete in den oberen Regionen der Billboard Country-Charts, inkl. des ein oder anderen Top 20-Hits. Doch sie wurde mit Country einfach nicht richtig "warm", nicht glücklich. Ihre Passion lag und liegt einfach nirgendswo anders, als im Blues. Und so ließ sie das lukrativere Country-Genre schnell wieder hinter sich und machte fortan das, wofür ihr Herz am meisten schlägt: Blues! Dazu sagt sie heute: "The whole time I was singing Patsy Cline on stage, I was singing Etta James at home". Der Blues passt auch einfach zu ihr. Mit ihrer außergewöhnlichen, von einer natürlichen Rauheit und Heiserkeit geprägten, intensiven Stimme (irgendwo zwischen der legendären Janis Joplin und Beth Hart) ist sie wie gemacht für diese Musik. Ihr neues Album demonstriert in beeindruckender Art und Weise die ganze Klasse Shawanda's, der es vorzüglich gelingt, ihren mächtigen, im Vordergrund stehenden, markanten, charismatischen Gesang ganz wundervoll und harmonisch mit der sehr gefühlvollen, variablen, höchst anspruchsvollen Instrumentierung ihrer glänzenden, durchaus prominenten Begleitband zu einer untrennbaren Einheit zu vereinen. Das sind u.a.: Dave Roe am Bass (Johnny Cash, Yola), die McCrary Sisters (Backing Vocals), Dana Robbins am Saxophon (Delbert McClinton Band), Peter Keys (Lynyrd Skynyrd) an den Keyboards und ihr Ehemann und Co-Songwriter Dewayne Strobel, der das Album auch produzierte, an den Gitarren. Es ist keine Übertreibung zu sagen, das Crystal Shawanda den Spirit und die Kraft solcher Blues-Größen wie Etta James, Janis Joplin und Koko Taylor in sich vereint, dabei aber auch ihr ganz eigenes, voller Southern- und Roots-Spuren tangiertes "Ding" durchzieht. Das Songmaterial (an 6 Titeln ist sie kompositorisch beteilgt), ist erstklassig, steckt voller Seele und großartiger Melodien. Los geht's mit dem Titelstück "Church House Blues", einem durchaus lockeren, durch den mächtigen, kraftvollen Gesang der Protagonistin aber auch sehr energetischen, flotten Southern-/Roadhouse-Bluesrocker mit schönem Gospel-Flair. Das erste, was einem bei der Nummer in den Sinn kommt, ist: "Wow, what a voice"! Eingebunden ist das Ganze in eine tolle Melodie, sowie in eine flüssige, leichtgängige, hervorragende Instrumentierung aus tollen Gitarrenlinien (klasse Solo), edlen, unaufdringlichen Saxophon-Klängen und einer angenehm im Background agierenden Orgel. Es folgt das geradezu mitreißende "Evil memory", ein umwerfend schöner Slow-Blues, der richtig unter die Haut geht. Der Groove ist unwiderstehlich, dazu ein herrlicher Piano-/Orgel-Teppich und grandiose, lässig aus dem Handgelenk gespielte, genauso feurige, wie einfühlsame Gitarrenlinien, inklusive eine prächtigen Solos. Nicht nur diese Nummer demonstriert höchst eindrucksvoll, dass es gut ist, dass Crystal ihren Country-Exkurs hinter sich hat, denn diese Frau "was born to sing the Blues". Weitere, beste Beispiele dafür sind etwa der erdige, abermals von großartigem Gitarrenspiel umgebene, melodische Midtempo Southern-/Roots-Blues "Move me", das gleichermaßen mit feinen Southern-, Dixie-, Motown-, Delta-, Muscle Shoals- & Memphis-Spuren veredelte, genauso lockere wie kraftvolle, sehr rootsige, "soulful" und intensiv vorgetragene, baumstarke "When it comes to love", das etwas nostalgisch angehauchte, flott rockende "Blame it on the sugar", die von rauen Gitarrenlinien durchzogene, dabei sehr melodische, rockige Blues-Ballade "Bigger than the Blues", wie auch der das Album prächtig abschließende, ursprüngliche, ungeschliffene, abermals schön intensive Voodoo-/Swamp-/Bluesrock-Stampfer "New Orleans is sinking" mit seinen starken, akustischen (Slide)Gitarren und der dreckigen Bluesharp. Crystal Shawanda ist voll in ihrem Element. Sie präsentiert sich natürlich, nicht verbogen, einfach so, wie sie ist. Wenn sie loslegt, ist das "like letting a bird out of a cage. This is what I’m supposed to do. This is how I fly", wie sie selbst sagt. Ja, sie liebt das, was sie tut, und man nimmt es ihr ab, es kommt einfach rüber. Sehr starke Vorstellung von Crystal Shawanda!

Das komplette Tracklisting:

1. Church House Blues - 3:32
2. Evil Memory - 5:56
3. Move Me - 4:56
4. Rather Be Alone - 3:31
5. When It Comes To Love - 4:58
6. Hey Love - 3:23
7. Blame It On The Sugar - 3:18
8. Bigger Than The Blues - 3:58
9. I Can't Take It - 2:52
10. New Orleans Is Sinking - 3:59

Art-Nr.: 10039
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Church house blues
Evil memory
Move me
When it comes to love
Blame it on the sugar
Bigger than the blues
New Orleans is sinking

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