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Chambers, Kasey - barricades & brickwalls [2002]
Die großartige Singer/Songwriterin aus Australien, ehemaliges Mitglied der australischen Countryformation "Dead Ringer Band" hat dem großen Druck souverän standgehalten. Ihr zweites Soloalbum "Barricades & brickwalls" ist erneut ein famoses Beispiel unbekümmerter, aber künstlerisch und textlich ausdrucksstarker, rootsiger Americana/Alternate Country/Countryrock-Musik, die einen nicht mehr losläßt. Nach ihrem grandiosen Debut "The captain" erfüllt sie die Erwartungen nicht nur voll und ganz, sondern reift in ihrer Musikalität und Kreativität auf ein Niveau, das nur ganz wenige besitzen. Lucinda Williams ist ihr großes Vorbild, doch in ihren noch jungen Jahren kann sie sich schon jetzt in dem elitären Kreis solcher Leute absolut behaupten. Begnadete Songs, traumhafte Melodien, angagierte, aus dem Leben gegriffene Texte und herrliche Arrangements gibt es von vorn bis hinten. Oftmals sind ja Zitate befreudeter Musiker oder Medien reichlich überzogen, doch hier treffen sie uneingeschränkt zu. "The freshest young voice in American Roots Music",schreibt der Rolling Stone, "The best female singer I've heard in a long, long time", sagt Steve Earle, "Unbelievable, a writer and a voice - what a gift", urteilt Dwight Yoakam und mit "Kasey is my favorite new artist", bekennt sich auch Lucinda Williams offen zu ihr. Stimmt alles! Ohne ihre Eigenständigkeit, die sie ohne Wenn und Aber hat, auch nur im geringsten anzuzweifeln, so ist sie in der Liga von Julie Miller, der frühen Emmylou Harris, Lucinda Williams und Steve Earle am besten aufgehoben. Los geht es mit dem Titelstück, einem trockenen, staubigen Midtempo-Rootsrocker voll dreckiger Gitarrenriffs und tollem Gitarrensolo, etwas angebluest, in bester Steve Earle Manier! Es folgt mit "Not pretty enough" ein unglaublich schönes und flockiges New Country-Stück, mit einer Melodie, die nicht mehr aus dem Ohr gehen. Selbst eine Julie Miller kann sich da schon mal ehrfurchtsvoll verneigen. Mit "On a bad day" (als Gast hören wir Lucinda Williams) folgt ein einer jungen Emmylou Harris würdiges, traditionelles Country-Stück mit viel Gram Parsons-Flair. Eine tolle Melodie und großartige Banjo-, Fiddle- und Dobro-Begleitung ziehen sich durch den Song. Buddy Miller gibt sich auf dem rockigen, mit feinen E-Gitarren durchsetzten Americana-Track "Runaway train" die Ehre, "A little bit lonesome" ist bester angeswingter Retro-Honky-Tonk im 40iger Jahre-Hank sr.-Stil, bis mit dem "Nullarbor song" eine absolute Gänsehaut erzeugende, herrliche, leicht folkige, Alternate Country-Ballade mit tollen akustischen Gitarren folgt. Welch eine Melodie! Herausragend auch die Ballade "This mountain" mit ihrer schönen Melodie, der dezent bluesigen Basis und dem Wechselspiel zwischen akustischen Instrumenten und einer rotzig, dreckigen Slide-E-Gitarre, oder der fette Boogie-Countryrocker "Crossfire" und das hinreißend flockige, frische "If I were you". Aber was heißt herausragend: irgendwie ist alles herausragend! Enthält einen "hidden" track! Kasey zählt schon jetzt zu den ganz großen Singer/Songwriterinnen! Ein echtes Parade-Rootsrock/Alternate Country/Countryrock/Americana-Album für die Ewigkeit. Gratulation! Sie hat unsere ganze Hochachtung!

Art-Nr.: 1070
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

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