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Moorer, Allison - miss fortune [2002]
Spitzenmäßiges drittes Album von Allison Moorer! Mit unheimlich viel Gefühl und voller Seele interpretiert sie 13 von ihr und ihrem Ehemann Doyle Primm komponierte Songs auf höchstem Niveau. Ihre von immensem Southern-Soul geprägte Stimme fasziniert immer wieder. In den Medien wird "Miss Fortune" nach wie vor unter der Rubirk "Country" geführt. Das ist grundsätzlich auch okay, doch ist es weit weg vom Nashville-üblichen Mainstream Country. Vielmehr ist Allison Moorer's Art der Country-Musik eine atmosphärisch dichte Mischung aus Country, 70iger Jahre Countryrock, Wilco-ähnlichen Pop-Ströhmunge (Jay Bennett spielt weitgehend die E-Gitarre), Blues, Soul, manchmal sogar mal ein paar jazzige Töne, und einer gewaltigen Portion Southern(rock)-Esprit (stellenweise fühlt man sich gar an einen weiblichen Russell Smith erinnert). Das alles setzt sie in unnachahmlich gefühlvoller Manier in einem überwiegend ruhigen, aber sehr reichhaltig instrumentierten Laid-back-Sound, auch hin und wieder unter Einbringung von Streichern und Bläsern, die aber nie aufdringlich oder störend wirken, um. Trotz des ruhigen Sounds sind die Songs sehr oft dezent rockig und voller Kraft und Energie. Mit der herrlichen, inspirierten, coolen Soul-Blues-Pop-Country-Nummer (schon in diesem ersten Stück sind alle Strömungen ihrer Musik vereint) "Tumbling down", startet das Album. "Cold in California" ist eine wunderbar melodische Alternate Country-Nummer, während "Ruby jewel was here" mit seinem rhythmischen Funk-Groove, dem klimpernden Piano, den starken Riffs, dem Akkordeon und den prima dazu passenden, dezenten Bläsern fast schon eine "richtige" Southernrock-Nummer ist. Klasse! Eine herrlich melodische New Country-Nummer stellt "Can't get there from here" dar (tolle Steel-Guitar), auch "Up this high"mit seinem starken Gitarrenarrangement ist bestes New Country(rock)-Material, jedoch wieder geprägt von dieser souligen Southern-Schwüle. "Mark my word" ist eine wunderschöne Ballade, nur bestehend aus Geigen, Acoustic-Gitarre und Allison's emotionalem Gesang, während bei "Going down" mal der Rocker aus ihr hervorkommt. Lupenreine "Honky Tonk Women"-like Stones-Riffs bilden das Rückgrat einer klasse, rootsigen Rock-Nummer. Trotz dieser veielen Stilarten, die Allison Moorer verarbeitet, klingt das Album alles andere als orientierungslos - ganz im Gegenteil. Sie bringt alles mit einer beeindruckenden Leichtigkeit zu einer homogenen Einheit zusammen. Diese Dame hat einfach alles im Blut: den Soul, den Blues, den Country und eben dieses Southern-Feeling! Ein wunderbares Album für echte Genießer!

Art-Nr.: 1269
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

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