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Britt, Catherine - little wildflower [2008]
Rarer Australien-Import! "What an amazing New Country-record", heißt es in einem australischen Review! Wie wahr! "Little wildflowers" ist einfach herrlich! Was für die Australier Lee Kernaghan bei den Männern ist, ist Catherine Britt bei den Damen! In ihrer Heimat längst ein Star, werden ihre fantsatischen Alben, obwohl mit der absoluten Studioelite Nashville's eingespielt, von dortigen Top-Leuten produziert (für "Little wildflowers" saß Brett Beavers, u. a. Dierks Bentley, an den Reglern) und von einer überdurchschnittlichen, musikalischen Qualität geprägt, in den USA einfach nicht veröffentlicht! Kurios, denn auch mit ihrem neuen Werk läuft Catherine Britt nahezu der gesamten weiblichen Konkurrenz Nashville's den Rang ab. Die letzten Jahre verbrachte Catherine, die Dolly Parton, Loretta Lynn und Hank Williams als ihre großen Country-Heroes bezeichnet, überwiegend in Nashville und auf großen Tourneen durch den Saaten, wo sie sich höchste Anerkennung im Business und auch bei den Fans erarbeitete. Bei der großen 2007er Sommer-Tour von Alan Jackson und Brooks & Dunn beispielsweise war sie der Opener und besgeisterte die Massen mit ihrer großartigen Stimme, ihren tollen Songs und ihrer ausstrahlungsstarken Performance. Während dieser Zeit, vornehmlich in der zweiten Jahreshälfte 2007, entstand auch ihr nunmehr drittes Album, das exzellente "Little wildflower", eingespielt mit einem wahren "Who is who" der Nashville Studio-Cracks: J.T.Corenflos (E-Gitarre), Dan Dugmore (E-Gitarre, Pedal Steel), Russ Pahl (E-Gitarre, Pedal Steel), Larry Franklin (Fiddle), Mike Brignardello (Bass), Greg Morrow, Shannon Forest, Vince Santoro (alle Drums), Bryan Suttan (Acoustig Guitar, Banjo, Mandolin), Mike Rojas (Keyboards), u.s.w.! Das Resultat ist sicher eines der besten New Country-Alben einer weiblichen Künstlerin, das in die Annalen des Jahres 2008 eingehen wird. Im Vergleich zum ebenfalls herausregenden Vorgänger "Too far gone", das ein reines, klassisches Country-Album ist, bewegt sich Catherine Britt nun auch etwas abseits der traditionellen Pfade in Richtung Contemporary Country und Country-Pop. Sie vertritt damit durchaus auch die Schiene solch moderner und im Moment mega-erfolgreichen Kolleginnen der Sorte Taylor Swift und Carrie Underwood, doch trotz aller Moderne sind Catherine's Wurzeln, im Gegensatz zu den oben genannten Damen, weitaus tiefer im "Real Country" verankert - und das ist deutlich hörbar! Country-typische Instrumentierung und Rhythmen dienen bei Catherine nicht nur als Alibi, nein, sie sind von zentraler Bedeutung und verleihen auch den poppigen, modernen Songs jederzeit ein durch und durch ehrliches, authentisches, mit viel Tradition behaftetes Country-Flair. Das durchweg sehr starke Songmaterial (10 der 12 Titel hat Catherine mit komponiert) reicht von sehr knackigen, munteren, dynamischen Songs bis hin zu wundervollen Balladen - doch durch alle weht ein herrlich frischer Wind. "Sometimes I may rock, sometimes I may swing, sometimes I may get bluesy, sometimes I may get hillbilly", sagt Britt zu der großen Vielfalt ihrer Songs - und alle stecken sie voller Hit-Potenzial! Los geht's mit dem wundervollen Titelstück "Little wildflower": Flockiger, knackiger, in den Strophen ein wenig poppiger, im Refrain dafür umso traditionellerer, großartiger New Country, der mit seiner tollen Melodie und der transparenten Instrumentierung aus vielschichtigen Gitarren, zwirbelnder Fiddle und zurückhaltenden Steelguitar-Fills eine ungemein sonnige Frische ausstrahlt. Herrliche Musik um im Cabrio mit offenem Verdeck durch die Landschaft zu cruisen. Auch beim zweiten Stück treffen erneut moderne Klänge auf reine Countryströmungen und versprühen zusammen beste musikalische Laune: Das dynamische "Not your Cinderella" ist eine tolle, peppige New Country-Nummer, geradezu prädestiniert, die Country-Charts in Nashville zu stürmen. Aber das amerikanische Countryradio wird diesen Song (wie auch all die anderen) nicht spielen, da das Album, wie gesagt, eben nicht in den USA sondern nur in Australien erschienen ist (ein Glück für die Countrywelt, das man wenigstens dort die große Klasse von Catherine Britt erkannt hat). Der Song hat etwas von den besten Arbeiten einer Jo Dee Messina, Terri Clark und Martina McBride! Geht mit seinem schönen "Sing-alnong Chorus" prima ins Ohr! Mit dem anschließenden "What I did last night" schaltet die junge, hübsche Dame dann erst einmal einen Gang zurück und begibt sich auf balladeskes Terrain. Wunderbar macht sie das: Schöne Gitarren (acoustic und electric), lockere Percussion, Fiddle, Steelguitar und eine tolle Melodie sind die gepflegten Begleiter zu Catherine's vorzüglichem Vortrag. Nicht nur hier wirkt ihre großartige, mit einer wunderbaren, dezenten, natürlichen "Heiserkeit" behaftete, aber sehr klare und kräftige Stimme, äußerst anziehend. Der Song hat traditionelle Bezüge, aber auch ein unterschwelliges, trockenes Americana-Feeling ist spürbar. Super, das kurze, würzige Gitarren-Solo gegen Ende des Stückes, im übrigen gespielt von keinem Geringeren als Keith Urban! Ähnlich gestrickt ist auch die reine, sehr klare, von feiner Mandoline, Acoustic Gitarre, unaufdringlicher E-Gitarre und traumhaften Steelguitar-Fills begleitete, wunderschöne Country-Ballade "Dirt cheap", bei der Americana-/Alternate Country-Held Buddy Miller mit hervorragendem Backing-Gesang auftrumpft. Toll! Im Anschluß daran wird's wieder richtig knackig, rockig und dynamisch mit dem allerdings erneut traditionell verwurzelten, sehr starken New Country-Knaller "If only he were you". Tolles Drumming, ein satter E-Gitarren-Sound, großartige Steelguitar-Momente - und wieder diese klasse Melodie! Catherine ist in Hochform! Und das bleibt sie auch im weiteren Verlauf des Albums, ohne je an Präsenz und Charisma zu verlieren. Nach dem fulminanten Finaltrack "Bruised", einem mächtig abgehenden Country-Stomper, durch den sie sich, begleitet von einem dynamischen Banjo- und Fiddle-Drive, mit einer Energie-geladenen "Röhre" regelrecht "rockt", kommt noch mal ein nicht gelisteter "hidden track", nämlich eine schöne, akustische Demo-Fassung der feinen Country-Ballade "Sweet Emmylou"! Catherine Britt ist wirklich so etwas wie eine "Little wildflower", deren frisch duftende, von natürlichem Charme geprägte, großartige New Country-Musik auf diesem Album in all ihrer Pracht aufblüht. "I can't wait for everybody to hear all of the new stuff. I am so proud of it", sagt Britt über ihr neues Werk - und in der Tat: Darauf darf sie wirklich stolz sein...

Art-Nr.: 5721
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Little wildflower
Not your Cinderella
What I did last night
Dirt cheap
If only he were you

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