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Kershaw, Sammy - better than i used to be [2010]
In den Country-Charts und im Countryradio Nashville's scheint die große Zeit des Mannes aus Kaplan/South Louisiana wohl vorbei zu sein, musikalisch ist sie's nicht - bei weitem nicht! Sammy Kershaw bleibt, egal was auch passiert oder welchem Trend die Countrymusic gerade unterlegen ist, seinen Prinzipien treu. Er pfeift auf die Vorgaben irgendwelcher Konzernbosse, hat natürlich somit seinen Major-Deal längst verloren, zieht aber eben sein Ding konsequent durch. Und wie! Er ist in Top-Form. Fast möchte man sogar sagen, er ist besser denn je, denn er ist frei von allen Label-Zwängen - und das tut ihm richtig gut. Es beflügelt ihn. "Better than I used to be" ist ein tolles Album geworden. Großartige, traditionelle, reine, ehrliche Countrymusic, die zum einen voller Honky Tonk-Flair steckt, zum anderen aber auch immer wieder, durchaus kraftvoll, das New Country-Terrain durchläuft. Das kommt überwiegend herrlich knackig und sehr melodisch, ist aber auch mit der ein oder anderen, wunderbaren, lupenreinen Ballade bestückt - alles völlig frei von irgendwelchen, trendigen Pop-Klischees. Was er auch anpackt, es sind einfach klasse Songs! Transparente Gitarren aller Art, natürlich auch würzige E-Gitarren, Steelguitars, Fiddles, klimperndes Piano, kraftvolles Drumming und wunderbar eingängige Melodien bestimmen das Szenario. Nehmen wir beispielsweise mal den vorzüglichen Opener "That train", ein kerniger, erdiger, dynamischer Two Step Country-Boogie mit einem klasse Honky Tonk-Touch (sirenenartige Fiddle, eine dreckige Bluesharp und satte E-Gitarren lassen die Cowboys in den Roadhouses zwischen Tennessee und Louisiana schnell auf eine amtliche Betriebstemperatur kommen), die wundervolle, Steelguitar-getränkte, melodische, lupenreine Country-Ballade "Better than I used to be" (geht locker groovend ins Ohr und driftet zu keiner Minute in überproduzierten "Kitsch" ab), oder die saustarke, lockere, flockige, dabei aber schön knackige, wie Öl runter gehende, flotte, höchst melodische New Country-Nummer "Saltwater cowboy" (prima tanzbar, ausgestattet mit einer genüsslichen Cowboy-Mentalität und einem gewissen Chris LeDoux meets George Strait-Charme - tolle E-Gitarren treffen auf großartige Steelguitar-Linien) - diese ersten drei exzellenten Stücke sind absolut repräsentativ für das gesamte Album. Sammy Kershaw macht einen tollen Job. Diese Musik ist "real country" durch und durch. Hey Nashville Countryradio - da darfst du schon mal aufmwerksam hinhören: Das ist eigentlich der Stoff, der die Countrycharts zumindestens mitregieren sollte! Doch wie dem auch sei, Kershaw zieht, wie gesagt, sein Duing durch, und das ist gut so! Produziert hat das Werk erneut sein alter Weggefährte und Spezie, der große Buddy Cannon, auch das ein Garant für absolute Qualität. Großes Kompliment an Sammy Kershaw!

Die komplette Songliste:

1 That Train - 2:45   
2 Better Than I Used To Be - 3:25   
3 Saltwater Cowboy - 3:52   
4 Everybody Wants My Girl - 3:22   
5 Through the Eyes of a Woman - 2:46   
6 The Snow White Rows of Arlington - 4:17   
7 I Ain't Fallin' For That - 3:02   
8 Like I Wasn't Even There - 3:18   
9 The Cover of the Rolling Stone - 3:06   
10 I See Red - 3:23   
11 Takin' the Long Way Home - 4:07

Art-Nr.: 7063
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
That train
Better than I used to be
Saltwater cowboy
Everybody wants my girl
I ain't fallin' for that
Takin' the long way home

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