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Popper, John & the Duskray Troubadours - same [2011]
Neues Sideprojekt des genauso schillernden wie "arbeitwütigen" Blues Traveler-Frontmannes John Popper, der mit den großartigen "Duskray Troubadours" (prominentestes Mitglied ist sicher Gitarren-Ass Jono Manson, der das Werk auch produzierte) ein prächtiges Album abliefert. Popper selbst bezeichnet das Album als "a liberating, scrappy, roots-rock alter ego of Blues Traveler". Aufgenommen in den "Kitchen Sink"-Studios von Chupadero, in den Bergen New Mexico's, gelingt diesen exzellenten Musikern in der Tat ein klasse Rootsrock-/Americana-Album, das vor allem durch seine Vielseitigkeit, aber auch durch sein großartiges, geradliniges und kompaktes Songmaterial besticht. Keine kompliziertes, instrumentellen Jam-Ausflüge, wie sie bei Blues Traveler immer wieder an der Tagesordnung sind, stehen im Fokus, sondern lockere, durchaus entspannte, einfache, melodische Songs, die dennoch mit höchster musikalischer Qualität punkten. Was sind das für exzellente Musiker, die sich hier nicht in egoistischen Instrumentalpassagen verlieren, sondern uneigennützig in den Dienst des Gesamtprojekts stellen. Es gibt immer mal wieder ein würziges Gitarrensolo und Popper brilliert mit fantastischen Mundharmonika-Einlagen, doch dies geschieht stets als wohl dosierter Anteil des jeweiligen Songs und ohne ausgedehnte Jammings. Und diese Songs sind deutlich stärker, als das Material, das Blues Traveler zuletzt zustande brachten, wobei als Bezugsgröße der Duskray Troubadours sicher eher The Band zu nennen ist. Neben den transparenten Gitarren (akustisch und elektrisch), Popper's exquisiten Harp-Künsten (er singt zudem richtig klasse) und einer starken Rhythmus-Fraktion, werden auch vereinzelt mal eine Mandoline, ein Banjo und/oder eine wunderbare Hammond Orgel eingesetzt. Das ergibt einen klasse Roots-Sound. Wie gesagt, das Songmaterial ist äußerst vielseitig. Das geht von locker rockendem, sonnigem Westcoast-Sound (das flotte, flockige "Love has made it so"), über sehr schöne Balladen (das Country-infizierte "A lot like you" oder das frische "Hurt so much"), tollen stripped down "backporch Americana" (das wunderbar unbeschwerte, froh gelaunte "Champipple"), kernigen, schön angerauten, rockigen Swing-Blues (das baumstarke "Bereft" mit großartiger E-Gitarre, einem irren Harp-Solo von Popper und prächtigem Groove), coolen Funk-Rhythmen ("Don't treat on me"), mal einer starken Muscle Shoals-infizierten Soul-Nummer ("Something sweet"), bis hin zu rootsigem Southern Rock (das exzellente "Make it better" mit seinen erdigen, southern-fried E-Gitarren und einer weiteren, brillanten Mundharmonika-Demonstration des Protagonisten) und fulminantem, kochendem, straight-up Roadhouse-Boogie ("Leave it up to fate"). Tolle Vorstellung von Popper und seinen Freunden. Möge sich diese Qualität auf künftige Blues Traveler-Werke übertragen. Die Duskray Troubadours jedenfalls bereiten uns eine Menge Freude.

Das komplette Tracklisting:

1 Love Has Made It So - 4:24
2 A Lot Like You - 3:38
3 Bereft - 3:57
4 What Can I Do For You - 4:24
5 All the Way Down - 4:04
6 Make It Better - 3:27
7 Something Sweet - 3:49
8 Champipple - 4:13
9 Hurt So Much - 5:29
10 Don't Tread On Me - 3:01
11 End of the Line - 2:41
12 Leave It Up To Fate - 4:30

Art-Nr.: 7299
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
A lot like you
Bereft
What can I do for you
Make it better
Don't tread on me
End of the line
Leave it up to fate
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