Artikel 1 bis 1 von 1 gefundenen...

[1-15]

 
Eli Young Band - life at best [2011]
Die Eli Young Band hat sich mit ihrem vierten Studio-Album "Life At Best" endgültig auch in Nashville fest etabliert. Mit einem Einstieg direkt auf Platz 3 der Billboard Coutry Album-Charts, hat das aus Denton/Texas stammende Quartett, bestehend aus Mike Eli (voc, guitars), James Young (guitars, harmonica), Chris Thompson (drums) und Jon Jones (bass) nahezu einen Traumstart hingelegt. Auch die herrlich melodische Single "Crazy Girl" (wunderbare Gitarrenuntermalung, atmosphärische Steel, klasse Slidearbeit gegen Ende) klettert immer weiter nach oben. Im Prinzip hat man diesmal gegenüber "Jet Black & Jealous" nur nuanciell etwas geändert. Mike Wrucke und Frank Lidell haben erneut das Werk begleitet (produziert), von den Gastmusikern, den Co-Writern bis zu den Autoren der Fremdkompositionen wurde nur vereinzelt, aber sehr gezielt variiert. Insgesamt wirkt "Life At Best" in der Breite noch ausgeglichener und somit noch homogener als der Vorgänger. Zum Auftakt gibt es mit "Even If It Breaks Your Heart" gleich eine faustdicke Überraschung. Der Song von Will Hoge aus seinem großartigem Album "The Wreckage" ist ja noch gar nicht mal so alt. Auch der Eli Young Band scheint dieses tolle Lied in Stile von Tom Petty zu seiner absoluten Höchstzeit (verströmt so ein wenig "Into The Great Wide Open"-Flair) auf dem Leib geschnitten zu sein. Klasse Umsetzung! Nach der bereits erwähnten Single (co-komponiert übrigens vom ebenfalls richtig guten Nashville-Künstler Lee Brice, der vor geraumer Zeit auch ein klasse Debüt abgeliefert hat) folgt mit "Every Other Memory" ein angenehmer New Country-Song, wie man ihn beispielsweise von Tim McGraw des öfteren geboten bekommt. Ganz hervorragend auch "On My Way". Was für ein unterschwelliger Groove. Herrlich das Zusammenspiel von Steel- und E-Gitarre! Überhaupt sticht die recht häufige, aber trotzdem nicht überdosierte Einbindung der Steelgitarre (gespielt durch Mike Wrucke, Russ Pahl und Greg Leisz) diesmal als eine der Hauptinnovationen des Werkes heraus. Auf dem fluffigen "Skeletons" beweist Co-Leader James Young seine Fähigkeiten als Harpspieler, und auch die eingebundene Mandoline als rhythmusunterstützendes Instrument zu den Gitarren macht hier großen Spaß. Die nicht ganz so im Rampenlicht des Quartetts stehenden Jon Jones und Chris Thompson zeigen bei "I Love You" (eine wunderschöne, völlig kitschfreie Liebesballade mit einem langgezogenen Refrain, bestehend nur aus diesen drei Worten, ganz klasse gesungen von Mike Eli) auch ihr Songwritertalent (unter Assistenz des bereits erwähnten Lee Brice und Kyle Jacobs). Eine weitere kleine, gelungene Neuerung, die das Bandgefüge noch weiter zusammenschweißen wird. Und so reichen sich temporeichere Stücke wie "The Fight" (mit einem Hauch von Roy Orbinson), "Recover" (poppiger Refrain), "The Falling" (komponiert von Mike Eli mit einem weiteren gern gesehen Künstler aus unserem Programm, Ryan James; schönes, poltriges Drumming von Chris Thompson) und "How Quickly You Forget" (mit Ruf- und Antwortgesang, schön swampige Note mittels Orgel und starker E-Gitarre) mit eher ruhigen, sehr atmosphärisch gespielten Geschichten wie "My Old Man’s Son" (feine Bariton E-Gitarren-Klänge), "War On A Desperate Man" (Steel-betonte Countryballade), "Say Goodnight" (ein Gute-Nacht-Song der sehr angenehmen Art, involviert als Co-Writerin Katrina Elam) die Klinke in die Hand. Das abschließende Titelstück "Life At Best" wurde dann zur Chefsache erklärt. Mike Eli und James Young kreierten am Ende noch mal einen richtig gut abgehenden "Red Dirt"-Rocker (kräftige Drums, Orgel, Mandoline, starkes E-Gitarren-Solo), der mit abrupten Schluss dem Hörer nochmal einen unerwarteten, kleinen Kick beschert. Die Band knüpft mit "Life At Best" somit nahtlos an ihr großartiges Vorgängeralbum an. Traumhaft melodischer, lockerer New Country, Countryrock, Country-Roots-Pop mit einem Hauch von "Red Dirt". Eine Formel, die den Texanern mittlerweile den erwähnten großen Erfolg nicht nur in Texas, sondern auch in Nashville beschert. Der Vierer erinnert im übrigen immer mal wieder an eine Country-orientiertere Ausgabe von Sister Hazel, zumal auch Mike Eli's fantastischer Gesang dem von Ken Block recht ähnlich ist. Was sind das für wunderbare Ohrwürmer! Die Eli Young Band auf dem Weg ganz nach oben. Auf die einfache Formel gebracht: Life at best = Eli Young Band at (it's) best! Mit diesen starken Songs im Köcher dürfen sich die Fans in den USA natürlich auch auf ihr kommendes Live-Programm freuen (in unserem Lande wird man die Truppe wohl kaum bewundern können). Eine längst überfällige Live-DVD als nächster Schritt käme da als folgerichtige Konsequenz gerade richtig. Vielleicht wird's ja was! Jetzt erst einmal begeistern wir uns an dieser Traum-CD! Herrlich! (Dniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1   Even If It Breaks Your Heart - 3:40   
2   Crazy Girl [Single Version] - 3:22   
3   Every Other Memory - 4:45   
4   On My Way - 3:28   
5   Skeletons - 3:22   
6   I Love You - 3:23   
7   The Fight - 4:24   
8   My Old Man’s Son - 3:43   
9   Recover - 2:59   
10 The Falling - 3:38   
11 War On A Desperate Man - 4:06   
12 Say Goodnight - 3:10   
13 How Quickly You Forget - 3:39   
14 Life At Best - 2:56

Art-Nr.: 7522
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Even if it breaks your heart
Crazy girl
Every other memory
Recover
War on a desperate man
Life at best

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!