Artikel 1 bis 1 von 1 gefundenen...

[1-15]

 
Green, Pat - songs we wish we'd written II [2012]
Gleich zu Beginn: Das Album ist ein (country)rockendes Red Dirt-"Killerteil", das einen von der ersten bis zur letzten Minute fesselt! Pat Green ist bereits mit seinen 40 Jahren eine lebende Texas-Legende, im Lone Star State geliebt und verehrt für seine großartige Musik und seine umwerfenden, fulminanten Live-Shows. Aber auch ausserhalb von Texas ist der Mann aus San Antonio mittlerweile ein Star, dem es durchaus gelingt Locations wie das House of Blues in Los Angeles bis hin zum Nokia Theater am Times Square auszuverkaufen. Dennoch, trotz viel beachteter Major Label-Alben, einiger Top 10-Erfolge in den Billboard Country Singles-Charts und drieer Grammy-Nominierungen: der ganz große Erfolg in Nashville's Country-Business blieb aus. Und seien wir mal ehrlich, das ist einfach auch nichts für Pat Green. Der Mann hat Ecken und Kanten, lässt sich nicht in eine Schublade stecken, ist ein Musiker mit Herz und Seele, ein Pionier der texanischen Red Dirt-Bewegung, einer der eben so gar nicht in diese glamouröse, aalglatte Nashville-Welt passen will. Nun ist er mit seinem neuen Album zurück, dort wo er zu Hause ist - und es ist Hammer-Teil geworden. Veröffentlicht auf einem unabhängigen Label, ist "Songs we wish we'd written II" so etwas wie die Fortsetzung eines Albums mit dem gleichen Titel aus dem Jahre 2001, das er seinerzeit mit seinem guten Freund Cory Morrow eingespielt hatte - nur diesmal weitestghehend ohne Morrow (lediglich bei der wunderschönen, mit herrlicher Piano-Begleitung und vielschichtigen, transparenten Gitarren arrangierten Neueinspielung von Lyle Lovett's "If I had a boat" übernimmt Morrow einen Duett-Part). Pat Green hat sich erneut eine Anzahl höchst interessanter und anspruchsvoller Songs ausgesucht, von denen er sich wünscht, er hätte sie geschrieben, doch sie stammen eben alle von anderen Songwritern. Songs die er liebt, die ihn bewegt haben, Songs von denen er begeistert ist. Und all diese Begeisterung, dieses Herzblut lässt er hemmungslos in diese Coverversionen einfliessen - man spürt es einfach! Er drückt ihnen seinen ganz eigenen Stempel auf. Er bringt sie voller Frische, voller Leidenschaft, voller Leben, voller Klasse. Er macht sie zu "seinen" Songs, ohne das Original zu verleugnen. Und er rockt! Das Album ist eine mitreissende Red Dirt-Demonstration packenden Rootsrocks, Americanas und Countryrocks, vorwiegend dargeboten in erdigen Gitarrenarrangements. Alles ist wunderbar satt und "sauknackig" umgesetzt, dazu auf den Punkt und irre "tight" produziert von John Pollard. Pollard ist gleichzeitg der grandios aufspielende Drummer von Green's Band. Auch alle weiteren Musiker sind unglaublich gut. Schon die Anfangsnummer haut einen schier um. Pat Green interpretiert Joe Ely's bärenstarkes "All just to get to you" und legt gleich mit einer unbändigen Dynamik los. Herrliche Gitarren, toller Gesang, viel Power, wundervolle Melodie! Und was dann noch so alles kommt - fantastisch! So gibt's z. B. eine jeweils begnadete Fassung von Shelby Lynne's "Jesus on a greyhound" (rockt mächtig ab, Pollard gibt mit seinem furiosen Schalgzeugspiel Vollgas, die E-Gitarren brillieren), von Jon Randall's "Austin" (auch das ist zündender Countryrock vom Allerfeinsten) und von Tom Petty's "Even the loseres" aus dessen "Damn the torpedos"-Album (Green macht daraus eine hinreissende Ballade, die relativ ruhig anfängt und zum Schluß hin mächtig an Dynamik gewinnt - die hier eingesetzten Streicher passen einfach wunderbar). Ja und dann versucht sich Pat Green sogar an Warren Haynes' (Gov't Mule, The Allman Brothers Band) Meisterhymne "Soulshine", aber auch das covert der Texaner traumhaft stark. Die Nummer klingt als sei sie schon immer ein staubiger, dreckiger, herrlicher Red Dirt-Rocker gewesen, ausgestattet mit einem tierischen, southern-inspired E-Gitarren-Solo. Zwischendurch gibt es auch mal die ein oder andere, etwas zurückhaltendere Nummer, doch auch die sind sehr kraftvoll. Dazu gehören das leicht folkige"Streets of Galilee" und Collective Soul's "The world I know" (deren Ed Roland ist hier mit von der Partie). Zum Schluß haut er noch Todd Sniders fantastische "I am too" raus, nochmal ein von fulminanten E-Gitarren-Riffs nach vorn gepeitschter, "wie Sau" rockender Kracher, der einen genauso staunend wie bewundernd zurück läasst. Pat Green ist mit diesem Album voll in seinem Element. "Songs we wish we'd written II" zeigt einen losgelösten, ungezwungenen, brillanten Green, wie er besser nie war! Leute, macht das Laune...

Das komplette Tracklisting:

1. All Just To Get To You 3:50
2. Streets Of Galilee 5:30
3. Jesus On A Greyhound 4:32
4. Even The Losers 3:49
5. Austin 3:43
6. If It Weren't For You 3:55
7. Soulshine 6:24
8. The World I Know 4:14
9. If I Had A Boat 3:09
10. I Am Too 4:13

Art-Nr.: 7780
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
All just to get to you
Jesus on a greyhound
Even the losers
Austin
Soulshine
If I had a boat
I am too
Momentan nicht verfügbar!

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!