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Sheepdogs, The - same [2012]
Die klassische Rock-Kultur in voller Blüte! Ist das großartig, dass es heute noch solche Bands gibt. Schon das Cover mit den vier langhaarigen Typen, eingetaucht in bunte, unterschiedliche Farben, sieht überaus retro aus und deutet auf eine Scheibe hin, die wohl in den späten Sechzigern oder frühen Siebzigern, eben in der "Hippie-Ära" entstanden ist. Doch weit gefehlt. Wir befinden uns im Jahre 2012 und was wir vor uns haben, ist das bereits vierte Album der famosen, kanadischen Sheepdogs aus dem kleinen Städtchen Saskatchewan, aber das erste, dass die "Hütehunde" auch ausserhalb Kanadas, nämlich in den USA veröffentlichten. Was für ein Pracht-Werk! Die Musik der Sheepdogs ist tatsächlich genauso retro, wie das Cover es vermuten lässt, aber sie ist auch von zeitloser Aktualität. Der Vierer um den großartigen Frontmann, Sänger, Gitarristen und Songwriter Ewan Currie (der Bursche hat sämtliche Tracks allein komponiert) spielt einen wunderbaren, Siebziger-behafteten "Traditional American Rock" an der Grenze zwischen bluesigem Roots- und Southern Rock, durchzogen von einem dezenten Psychedelic-Feeling, den sie voller Leidenschaft und Spielfreude zu ein hinreissenden. zeitgemässen "Modern Rock'n Roll Revival" werden lassen. Macht das eine Freude, dieser Truppe zuzuhören. Creedence Clearwater Revival, The Allman Brothers Band und Led Zeppelin nennt Currie als seine großen Inspitationsquellen. Das hört man deutlich, doch man findet zudem Spuren von The Band, Neil Young, Buffalo Springfield, den Rolling Sones, Tom Petty und anderen "kindred spirits". Neben Currie gehören zum Line-Up der Band noch der zweite Gitarrist Leot Hanson, sowie die vorzügliche Rhythmus-Fraktion, bestehend aus Ryan Cullen am Bass und Sam Corbett an den Drums. Nach unzähligen Tourneen quer durch Kanada, was ihnen nicht nur eine immense Fanbase, sondern auch viel Beachtung innerhab der kanadischen Fachpresse einbrachte, nahmen die Sheepdogs 2011 an einem sogenannten “Choose the Cover”-Wettbewerb des großen "Rolling Stone"-Magazins teil und gewannen diesen prompt. Sie wurden zur ersten "unsigned band" überhaupt, die das Titelblatt der großen amerikanischen Musikzeitschrift zieren durfte. Der Aufmerksamkeitspegel von Fans, Kollegen und Presse stieg schlagartig, die Sheepdogs waren plötzlich in aller Munde. Auch Patrick Carney von den Black Keys outete sich schnell als Fan. So kam es, dass er die Band ins Studio lud, um mit ihnen ihr neues Album zu produzieren. Und das Teil ist so etwas von klasse geworden, wir sind einfach begeistert Aufbauend auf einer überaus soliden Classic Rock-Basis aus prächtigem Lead- und Harmonie-Gesang, sowie wunderbaren, zündenden "Dual Guitar Leads", kombinieren sie diesen unwiderstehlichen "grrovy Southern Boogie Rock" mit herrlichen Retro Psychedelic-Momenten und einem prächtigen "vintage" Blues- und Rootsrock-Ambiente. Das Songmaterial ist ohne jeden Makel, gespickt mit tollen Melodien, großer Musikalität und handwerklicher Finesse. Die Stücke lassen trotz der kompakten Strukturen immer wieder Platz für kleine Instrumentalausflüge und baumstarke Gitarrensoli, sodass die Truppe auch in der Jam-Szene bereits eine große Fanschar hat. Nummern wie beispielsweise der kraftvolle, aber irgendwie auch relaxte, bluesig stampfende Opener "Laid back" (satte Gritarrenriffs, erdiges, dreckiges Gitarrensolo, hintergründiges Piano - im übrigen ebenfalls gespielt von Frontmann Ewan Currie), das gut gelaunte, forsch rockende, von kratzigen, "fuzzy" Gitarrenklängen und einem herrlichen Retro Boogie-Groove bestimmte, psychedelisch angehauchte, eingängige, dennoch auch leicht jammige "Feeling good" (irgendwie wird man rhythmisch gar etwas an Iron Butterfly's "In a gadda da vida" erinnert), der lässige, aber gleichzeitig wieder von einem schön angerauten Flair umgebene Rootsrocker "Alright ok" (klasse Melodie, große Gitarrendominanz), das grandiose, jammige, voller bluesigem und jazzigem Southern-Feeling steckende Instrumental "Javelina!" (passt mit seinen tollen Twin Guitar-Sequenzen exakt in das Schema der The Allman Brothers Band), der riffige, klasse hängenbleibende, lockere Retro Guitar-Rocker "Is your dream worth dying for?" (kerniges, fettes Gitarrensolo), das raue, kraftvolle "I need help" (bringt gar Led Zeppelin's "Dazed and confused" in Erinnerung), das packende, knackige, voller Southern-Flair steckende und mit einem schönen Jam-Feeling behaftete "How late, how long" (wundervolles, von Dual- und Twin Lead-Gitarren bestimmtes Instrumental-Break, The Marshall Tucker Band meets CCR), sowie der traumhafte, wie Öl runter gehende, melodische, lupenreine, swampige Southern Rocker "It ain't easy to go" mit seinem dezenten Psychedelic-Touch und den tolle (Slide)Gitarren (großartige Soli) belegen in beeindruckender Art und Weise das immense Potential der Band. Das alles sind fantastische Songs! Sehr, sehr "geil"! Tolle Band, tolles Album - von den Sheepdogs wird in Zukunft noch viel zu berichten sein. "Thank you for the music guys, and keep that Sheepdogs train running"...

Das komplette Tracklisting:

1. Laid Back - 3:30
2. Feeling Good - 3:10
3. Alright OK - 4:14
4. Never Gonna Get My Love - 3:15
5. Ewan's Blues - 2:43
6. The Way It is - 2:33
7. Javelina! - 2:38
8. I Need Help - 2:33
9. Is Your Dream Worth Dying For? - 2:56
10. How Late, How Long - 3:08
11. Sharp Sounds - 2:53
12. In My Mind - 4:06
13. While We're Young - 2:44
14. It Ain't Easy To Go - 3:40

Art-Nr.: 7921
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Laid back
Feeling good
Alright OK
Is your dream worth dying for?
How late, how long
In my mind
While we're young
It ain't easy to go

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