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Layton, Rich & The Troublemakers - tough town [2010]
"Swampadelic", so bezeichnen Rich Layton & the Troublemakers ihre Musik, ist ein Begriff, der einen sofort neugierig macht. Zudem begrüßt Rich seine Fans mit einem vielversprechenden "Greetings from the crossroads of twang and tremolo", was die Neugierde zusätzlich schürt. Das kann doch nur gut sein... - ja, und es ist gut. Es ist sogar verdammt gut, saugut sozusagen. Ein bluesiger und countryinfizierter Roots-/Americana-/Rock'n Roll-Trip der besonderen Art, eine absolute musikalische Glanzleistung, eine Wonne! Rich Layton & the Troublemakers kommen aus Portland/Oregon, doch Rich verbrachte die meiste Zeit seines Lebens, auch seine Jugend, in Texas, genauer gesagt, in Houston und in Austin. Er und eine gewisse Lucinda Williams waren nach ihrer College-Zeit nicht nur ein musikalisches Paar. Die beiden Singer/Songwriter spielten damals gemeinsam in den Kneipen von Austin, wobei sich Layton neben seinen gesanglichen Qualitäten zu einem formadiblen Harp-Spieler entwickelte. Die beiden gingen später nach Houston und bereicherten die Szene rund um den berühmten "Anderson Fair"-Club, dessen Haus-Mundharmonikaspieler Layton wurde. Der Club war damals die Heimat solcher Größen wie Townes van Zandt, Lyle Lovett, Lightning Hopkins, Nanci Griffith und vielen anderen. Die Folkszene war Layton auf Dauer jedoch zu wenig und er wurde schließlich ein Gründungsmitglied von Houston's "premier "Rockin' Blues Revue" namens "Dr. Rockit & The Sisters of Mercy. 1985 kürte das führende Musikmagazin von Texas Rich als einen der 6 besten "Rexas Harmonica Tornados", neben solchen Leuten wie Kim Wilson (The Fabulous Thunderbirds) und Delbert McClinton. Rich Layton sammelte über die Jahre Unmengen von musikalischer Erfahrung, trat mit solchen unterschiedlichen Leuten wie Lyle Lovett, Buckwheat Zydeco, Dave Alvin, ZZ Top, Dale Watson, Bonnie Raitt, Keb' Mo', Los Lonely Boys, Buddy Guy und vielen mehr auf. All dies beeinflusste ihn nachhaltig, wie eben die gesamten musikalischen Strömungen, die entlang der texanischen Golfküste mit ihren unterschiedlichen Stilen aus Rock, Blues, Roots, Country, Honky Tonk, R&B, Blue-eyed Soul, Cajun, Zydeco, Tejano und Swamp zu einem in der Welt einzigartigen Sound zusammenfließen. Und genau das ist die unwiderstehliche Musik von Rich Layton & The Troublemakers. Die Burschen sind allesamt herausragende Musiker, die voller Spielfreude stecken. Man merkt es zu jeder Sekunde dieses fantastischen Albums. Layton ist ein großartiger, charismatischer Frontmann, ein toller Sänger und Mundharmonikaspieler, dazu ein exzellenter Songwriter. Hinzu kommen mit Mark Sexton ein fulminanter, groß aufspielender Lead Gitarrist, mit Larry McCoy ein zweiter Gitarrist, sowie die perfekt dazu passende, einen prächtigen Groove krierende Rhythmus-Sektion aus Robert Lefebvre am Bass und Drummer Mike Henke. Die immer wieder zwischen Blues-, Rock'n Roll-, Swamp-, und Countryeinflüssen hin und her pendelnden Songs wirken stets locker, aber trotzdem kraftvoll. Der Funke auf den Zuhörer springt aufgrund der spannenden Instrumentierung und der wundervollen Melodien sofort über. Die Band starhlt eine unwiderstehliche Frische aus. Es macht den Jungs offensichtlich eine Menge Spaß, und das übertragt sich. Grandios beispielsweise der lockere Roots-/Americana-/Blues-Boogie "The Blues are coming back home" mit seinem tollen Drive, der super Melodik, den herrlichen Gitarren und Layton's klasse Mundharmonikaeinsätzen, inklusive eines sehr starken, dreckigen E-Gitarrem-/Harp-Solos. Das bringt sofort Scgwung in die Bude. Bluesig und wunderbar groovy kommt auch das bärenstarke "Diamond Jim". Klarer, deutlicher Gesang von Layton, wieder ein knackiger, aber lässig lockerer Rhythmus und die Kombination aus erdigen E-Gitarren und dreckiger Bluesharp. Die Nummer geht runter wie Öl. "Maria & Ramon" schließlich ist ein traumhaft melodischer, lockerer, mexikanisch eingefärbter Countryrocker, der mit seiner Harmonie gar in das Repertoire der Eagles passen würde. Wundervoll die sauber und transparent eingesetzten Acoustic- und E-Gitarren, die einen herrlichen Sound kreieren. Das Titelstück "Tough town" ist ein rauer, bluesiger, swampiger Rootsrocker mit fettem, zündendem E-Gitarren-Solo, während mit "Goodbye cruel world" wieder ein hinreissend schöner, sehr flotter, knackiger, saftiger (tolle Gitarren), hoch melodischer Countryrocker angestimmt wird, der abermals ein dezentes Texas Border-Flair beinhaltet. So hören wir eine baumstarke Nummer nach der nächsten, bis das Album mit dem herrlichen, nostalgischen Roadhouse-Heuler "Be that way sometime" (Rockabilly-, Country-, Blues-, und Roots-Einflüsse vereinen sich, klingt fast wie aus einer "Los Lobos meet Dwight Yoakam"-Session) ebenso bravourös endet, wie es begonnen hatte. Fazit: "Standing at the crossroads of twang and tremolo, Rich Layton & The Troublemakers weave a swampadelic soundtrack for the heart of a Gulf Coast Saturday night. Your table waits under the broken neon of a Lone Star beer sign at the outskirts of 'Tough Town'". Damit ist alles gesagt. Einfach wundervoll!

Das komplette Tracklisting:

1. The Blues Are Comin' Back Home (3.36)
2. Diamond Jim (4.53)
3. Love American Style (3.07)
4. Maria & Ramon (4.13)
5. Tough Town (4.12)
6. The One That Got the One (3.32)
7. Goodbye Cruel World (3.11)
8. Million Dollar Town (3.57)
9. I Feel Fine (2.57)
10. Checkmate (3.12)
11. King's Highway (3.11)
12. Part Time Pay (4.08)
13. Be That Way Sometime (3.22)

Art-Nr.: 8031
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The Blues are coming back home
Diamond Jim
Maria & Ramon
Tough town
Goodbye cruel world
Million Dollar town
Be that way sometime

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