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Carmichael, Dillon - hell on an angel [2018]
Liebhaber des erdigen Outlaw- und Southern-Country aufgepasst: Mit dem großartigen Sänger und Songwriter Dillon Carmichael aus Burgin/Kentucky hat Produzenten-Ass Dave Cobb (u.a. Chris Stapleton, Jason Isbell) mal wieder einen absoluten Hochkaräter an der Angel. Gesegnet mt erheblichem Songwriter-Potenzial und einer charismatischen, typischen Outlaw Country Bariton-Stimme, bewegt sich der langmähnige Bursche mit viel Pathos und ebenso viel Tradition auf den Spuren großer "Outlaws" ala Waylon Jennings & Co., um deren Art von Musik mit ihrer ganzen, in ihrer Historie verwurzelten Ursprünglichkeit, geschickt für die Gegenwart aufzubereiten. Das klappt fantastisch! Dabei befindet er sich in bester Gesellschaft mit solchen Kollegen wie beispielsweise Jamey Johnson, dem bereits erwähnten Chris Stapleton und Whitey Morgan, allerdings mit seiner ganz eigenen, musikalischen Identität, wie etwa diesem prächtigen Southern-Spirit. Deutlich hörbar ist dieser etwa bei dem bärenstarken Titelstück "Hell on an angel", das gespickt ist mit kerniger Slide, southernrockigen Twin-Guitars und einem furiosen "Guitar-Finish". Insgesamt ist das durchweg sehr starke Songmaterial oft sehr balladesk, unterbrochen von dem ein oder anderen Uptempo-"Rocker". Alles ist verpackt in schön erdige, dreckige, kraftvolle Arrangements, wie gesagt, voller Southern-Flair, hin und wieder auch mit Spuren von Roots-, Americana- und Blues-Strömungen, ohne dabie aber die Pfade des "richtigen" Country je zu verlassen. Die Melodien sind richtig klasse und die immer wieder eingesetzten rauen E-Gitarren passen dazu wie die sprichwörtliche "Faust aufs Auge". An der Lead Gitarre hören wir übrigen den grandiosen Leroy Powell (einst bei Shooter Jennings und Leroy Powell and The Messengers). Weitere exzellente Musiker sind: Dave Cobb - acoustic guitar, Robby Turner - pedal steel, Mike Webb - keyboards, Chris Powell - drums, und einige mehr. Herausragend sind beispielsweise solche Tracks wie der über 6-minütige, wunderbar daramaturgisch inszenierte Opener "Natural disaster" (prächtiges Swamp-Flair), die tief traditionelle, dennoch so herrlich erdige, in eine tolle Melodie eingebundene Ballade "It's simple" (tolle Gitarren, Pedal Steel, gepflegtes Southern-Feeling), das klasse, Waylen Jennings-/Merle Haggard-mässige "Country women", das hinreissend schöne, mit feiner Pedal Steel und starken Southern E-Gitarren (klasse Solo) in Szene gesetzte "Dancing away with my heart", der exzellente, pure Honky Tonker "Hard on a hangover" (bester Honky Tonk-Country, wie er reiner und ehrlicher nicht sein kann), die seelige Rodeo-/Country-Ballade "Might be a cowboy" (nicht nur hier hören wir feinsten Background-Gesang von Kristen Rogers), wie auch die überaus inspirierte, abermals mit tollen Twin Guitar-Licks gespickte Southern-/Outlaw-Ballade "Dixie again" - doch, wie gesagt, das komplette Album kommt von vorn bis hinten wie aus einem Guß, ist ein richtiger "Knaller", und zwar auf einem verdammt hohen Niveau. Das Teil kommt in einem sehr schönen, 3-fach aufklappbaren Digipack, mit 12-seitigem, fein bebildertem Booklet, inkl. aller Texte. Ein Pracht-Debut von Dillon Carmichael!

Das komplette Tracklisting:

1. Natural Disaster - 6:24
2. It's Simple - 3:31
3. Country Women - 3:15
4. Hell on an Angel - 4:34
5. Dancing Away with My Heart - 3:47
6. Hard on a Hangover - 3:47
7. That's What Hank Would Do - 3:59
8. Might Be a Cowboy - 3:59
9. Old Flame - 4:35
10. Dixie Again - 5:24

Art-Nr.: 9734
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Natural disaster
It's simple
Hell on an angel
Dancing away with my heart
Hard on a hangover
Might be a cowboy
Dixie agaiun

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