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Mantras, The - be the light [2018]
"Be the light" ist das nunmehr bereits 5. Album der Mantras aus Greensboro/North Carolina. Ein Werk der Extraklasse! Fristet das großartige Quintett hierzulande, im übrigen völlig zu Unrecht, noch ein absolutes Schattendasein, so sind sie in den USA, zumindest in der Jamrock-Szene, bereits ein mächtig gefeierter (Live)Act mit einer ungemein treuen Fanbase im Rücken. The Mantras kreieren eine ungemein erfrischende, lockere, flüssige, ganz eigene Mischung aus vielseitigen Anlagen des klassischen Rocks, Rootsrocks, Progressive Rocks, Blues, Psychedelic Rocks, Countryrocks, Retro Hippie Rocks und vor allem auch des "Carolina Southern Rocks", um damit mitten ins Herz ihrer zahlreichen Fans zu treffen. Im weitestgehenden Sinn agieren sie damit im Dunstkreis solcher Kollegen wie Grateful Dead, Ekoostik Hookah, Umphrey's McGee, The String Cheese Incident, Widespread Panic und The Marshall Tucker Band. "Be the light" ist deutlich Song orientierter, als ihre gefeierten Live-Shows, bei denen ihre Songs immer wieder in schier unendliche Free-Jams und Instrumentalimprovisationen eingebunden werden. Ja, das Album wirkt absolut strukturiert und kommt mit großartigen Melodien, ohne den musikalischen Freiraum der durchweg groß aufspielenden Musiker zu sehr einzuschränken. Das gelingt hervorragend. Die Basis des musikalischen Gefüges bildet die 3-köpfige Rhythmusfraktion, bestehend aus Bassmann Brian Tyndall und den beiden Drummern (Pecussionspielern) Justin Loew und Brent Vaughn. Für die solistischen Glanzlichter sorgen Keyboarder Julian Sizemore und der überaus fingerfertig und dynamisch agierende, exzellente Gitarrist und Lead-Sänger Keith Allen, die fantastisch miteinander harmonieren. Bei zwei Songs hören wir zudem Casey Cranford mit angenehm integriertem Saxophon-Spiel. Wie gesagt, die Arrangements sind sehr abwechslungsreich, zum Teil geprägt von spannenden Wendungen und längeren Instrumentalpassagen, bleiben aber auch klasse hängen, gehen ins Ohr und überzeugen mit absolut melodischen Strukturen. Alles passt prächtig zusammen. Wirre oder schwer verdauliche Phasen in den Songs gibt es nicht. Das Album startet mit dem echt starken, energetischen Roots-/Classic-/Jamrocker "Billy Folds", der unmittelbar den großen Spannungsbogen und das immense Potential der Band offenbart. Viel Dynamik, pure Spielfreude, Abwechslung und große Musikalität bestimmen das Geschehen. Die Instrumentierung aus schöner Percussion, klasse E-Gitarren-Riffs und -Hooklines, exzellenter Piano-Untermalung und dem angenehm und punktgenau eingesetzten, harmonisch intergrierten Sacophon ist einfach großartig. Gleich im Anschlzuß folgt das nächste Highlight: Das grandiose, sehr viel Southernrock-Feeling versprühende und sehr melodisch aus den Lautsprechern fließende Titelstück des Albums, "Be the light", versprüht eine herrliche, unbekümmerte "Carolina"-Frische, wie ein Mix aus The Marshall Tucker Band und String Cheese Incident. Im Mittelteil hören wir ein fantastisches, "Tucker"-mässiges, Southern E-Gitarren-Solo von Keith Allen, begleitet von lockerem, hintergründigem Piano, basierend auf einem wundervollen Percussion-Groove. Das ist allerbestes, höchst bekömmliches "Futter" für die Southern-/Jam-Fraktion! Nach dem flotten, irren Instrumental-"Ritt" "Hobo Ken" (viel Drive, dezentes Southern-/Country-Flair, kurze psychedelische Note im Mittelteil, saustarke E-Gitarren-Läufe, packendes Piano-Solo), hinterlassen bei der exzellenten, wieder von einer feinen Melodik geprägten Retro Hippie-/Americana-Ballade "Lazy river" eindeutig Jerry Garcia und Grateful Dead ihre Spuren. Einfach wunderbar sind die flockigen, luftigen E-Gitarren (manchmal glaubt man gar eine Pedal Steel zu hören) und der ebenso lockere Piano-/Orgel-/Percussion-Hintergrund. Little Feat lassen grüßen bei dem herrlich rhythmischen, von typischen Lowell George-/Paul Barrere-Riffs geprägten "Marlene", gefolgt von dem dezent jazzigen, dennoch prima strukturierten Jamrocker "Is that what you want" und dem bluesigen New Orleans-/Swamp-Rocker "Pain drain" (satte Riffs, klasse Slideguitar, starke Orgel), während das prächtige, über 8-minütige Instrumental "Meant to be" mit seinen vielen Tempo- und Rhythmuswechseln noch einmal die außergewöhnliche Musikalität aller Bandmitglieder und das perfekte Zusammenspiel des Kollektivs herausstellt. Ein klasse Jamrocker, der niemals in undurchsichtiges "Gedudel" mündet, sondern sich stets einen angenehmen Weg in unsere geschulten Ohren bahnt. Piano, Gitarren und Percussion dominieren, dazu weht eine leichte Southern-Brise. Toll! The Mantras werden mit diesem Album ihre Fanbase weiter ausbauen und ihr hohes Standing in der Szene weiter zementieren. Von dieser Band sind sicher noch einige Großtaten zu erwarten. "Be the light" jedenfalls ist schonmal ein echter Volltreffer! Keine Frage,"these guys are the real deal"!

Das komplette Tracklisting:

1. Billy Folds - 4:49
2. Be the Light - 5:07
3. Hobo Ken - 5:57
4. Lazy River - 8:04
5. Marlene - 4:30
6. Is That What You Want - 5:39
7. Pain Drain - 4:41
8. Okoboji - 3:34
9. Meant to Be - 8:12
10. Until Next Time - 3:13

Art-Nr.: 9806
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Billy Folds
Be the light
Hobo Ken
Lazy river
Marlene
Pain drain
Meant to be

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