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Achilles Wheel - sanctuary [2018]
Die Jamrock-Gemeinde und Szene-Experten zählen Achilles Wheel längst zu ihren absoluten Lieblingen. Ihr herausragendes, neues, nunmehr viertes Album, belegt einmal mehr auf eindrucksvollste Art und Weise, warum das so ist. Das famose Sextett aus dem beschaulichen, kleinen Städtchen Nevada City, rund 270 km nordöstlich von San Francisco gelegen, brilliert mit einem herrlichen, durchaus Grateful Dead ausgerichteten Westcoast-/Hippie-/Jam-Sound voller Lockerheit und unbeschwerter Spielfreude - und das auf höchstem, musikalischen Niveau. Trotz der spürbaren Dead-/Garcia-Orientierung, die sie mit einer Authentizität und einem Spirit wie kaum eine andere Band zelebrieren, gelingt es ihnen durch das Zulassen vieler weitere Einflüsse (Widespread Panic, The Allman Brothers Band, String Cheese Incident, Railroad Earth) und musikalischer Strömungen, wie Blues-, Rootsrock-, Folkrock-, Countryrock-, Southern-, Reggae- und Psychedelic, sich stets weiterzuentwickeln und damit, wie selbstverständlich, ihren ganz eigenen Achilles Wheel-Stil zu definieren. Die Truppe präsentiert sich ungemein locker, natürlich, wie es ihrer californischen Herkunft entspricht, frisch, lebendig, völlig zwanglos, aber auch kraftvoll und erdig. Ihre unbeschwerte Spielfreude und das flockige Hippie-Flair paart sich mit herrlichen Songstrukturen, flüssigen, wunderbaren Melodien, tollen Grooves und höchsten instrumentellen Fähigkeiten aller beteiligten Akteure. Zwei grandios aufspielende Lead Gitarristen (Jonny "Mojo" Flores und Paul Kamm), zwei sich prächtig ergänzende Drummer (Mark McCartney und Gary Campus), 4 hervorragende Sänger mit fantastischen Harmonies, ein famos aufspielender Keyboarder (Ben Jacobs) und ein den Groove der beiden Drummer noch perfektionierender Bassist (Shelby Snow) - das ist die "Zauberformel" für das wunderbare Jam-Gebräu, das diese Band so genußvoll "anrührt". Oh ja, diese Gitarren: Unnachahmlich, wenn sich die beiden Gitarrenkünstler Kamm und Flores in ihren wundervollen Gitarrenausflügen kongenial ergänzen und in, von vollendeter Melodik geprägten und von großer Spielkultur gearteten, virtuosen Jammings verlieren. Und dann sind da noch diese beiden, einen tollen Grooveteppich unterlegenden Drummer, sowie der großartige Gesang. Es passt alles prächtig zusammen. Ein umwerfend lockerer, von vielschichtigen Percussion-Instrumenten in Szene gesetzter, herrlicher Reggae-Rhythmus (man erwischt sich unweigerlich, ohne es zu merken, beim lässigen Mitwippen und -schwingen) bildet die Basis für den so erfrischenden, "sonnigen", ein magisches Hippie-Flair versprühenden Jamrocker "Drink the water", der das Album mit einem geradezu traumhaften "Flow" eröffnet. Exzellentes, unbeschwertes Lead Gitarren-Spiel schlängelt sich durch den Song (das Gitarrensolo im Mittelteil ist mega) - und dann diese unwiderstehliche Melodie. Man lässt sich von dieser großartigen Band unmittelbar gefangen nehmen und auf eine glückselige Reise durch die Gefilde ihrer beeindruckenden, glanzvollen Musik entführen. Irgendwo zwischen Railroad Earth und String Cheese Incident liegt das hoch melodische, einen schön flotten, flüssigen Countryrock-Drive entwickelnde "Blow wind blow", wieder zelebriert mit großer musikalischer Klasse. Toller Gesang, dazu fantastische Piano- und Orgel-Momente, sowie ein prächtiges, erdiges Gitarrensolo im jammigen Break sind hier zu erwähnen. Eine Wonne! Anschließend hören wir das knackige, von klasse (Slide)Gitarrenlicks und -linien bestimmte, vorzügliche "Across the river", während das leicht bluesige und schön funky groovende, kräftige "Cross the bridge" (dezenter Little Feat-Touch) mit toller Wah Wah-Gitarre (saustarkes Solo) und exzellenter Orgel-/Piano-Begleitung punktet. Das instrumentelle Jamming im Verlauf der Nummer ist ein "Hit". Begnadet schön ist auch das traumhaft locker und melodisch aus den Lautsprechern fließende "Love is thicker than water", dessen prächtige "flowing guitars" einmal mehr unsere Ohren umgarnen und unsere Sinne verzaubern. Auch hier fühlt man einen leichten Reggae-Vibe., allein schon durch die magische Percussion-Basis. Grandios! Deutlich kraftvoller, ausgestattet mit fetter Lead Gitarre (gühendes Solo) und einem kernig stampfenden Rhythmus kommt dss bärenstarke Titelstück des Album, der rootsige Rocker "Sanctuary". Eine Nummer, die auch ideal in den Fundus von Widespread Panic passen würde. Klasse hier auch die massiv eingesetzte Orgel. Klimperndes Piano, eine dreckige Bluesharp und energetische Gitarren bestimmen das swingig bluesige "Honey Bee Wine", während "Oak tree" gar etwas grassig präsentiert wird, ehe es bei dem tollen "One more last chance" erneut ein wenig bluesig und auch Southern-angehaucgt zugeht (großartige Gitarrenarbeit). Super auch das schön jammige, mit großartigen, "eastern-sounding" Gitarren-Licks (inkl. eines tollen Solos) veredelte "Babylon by morning". Was die Band auch anpackt, es gelingt einfach wie selbstverständlich. Achilles Wheel haben sich mittlerweile fest im Jamrock-Circuit etabliert und spielen, auch wenn sie immer noch als so etwas wie ein "Geheimtipp" gelten, komplett auf Augenhöhe mit den ganz Großen der Szene, wie den oben bereits erwähnten Bands. "Sanctuary" ist ein herausragendes Album geworden, ein genauso spielfreudiger, wie melodischer Jamrock-Trip auf höchstem Level. Zum Genießen!

Das komplette Tracklisting:

1. Drink the Water - 5:41
2. Blow Wind Blow - 4:51
3. Across the River - 5:01
4. Cross the Bridge - 4:45
5. Love Is Thicker Than Water - 6:31
6. Sanctuary - 6:53
7. Shadow of a Doubt - 5:49
8. Honey Bee Wine - 3:20
9. Oak Tree - 3:58
10. One More Last Chance - 5:08
11. Rain Don't Last Forever - 5:16
12. Babylon by Morning - 5:17
13. Turn the Worm - 4:44

Art-Nr.: 9951
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Drink the water
Blow wind blow
Across the river
Cross the bridge
Love is thicker than water
Sanctuary
One more last chance
Babylon by morning

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