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Bonamassa, Joe - blues deluxe [2003]
"Blues deluxe" ein Albumtitel, dem man erstmal gerecht werden muß! Meistert er diesen Anspruch? Und wie er ihn meistert - auf beängstigend starke Art und Weise! Drittes Album dieses grandiosen Gitarren-Wunderknaben, der mit seinen schier wahnwitzigen Gitarrenritten die Blues- und Bluesrock-Welt, sowie die Enthusiasten elektrisierender, endloser, kochender Soli auf den 6 Saiten, einmal mehr in Verzückung versetzen dürfte. Nach zwei klassischen Bluesrock-Alben, bei denen der Rock ein leichtes Übergewicht gegenüber dem Blues hatte, ist es diesmal genau umgekehrt. 2003 wurde zum "Jahr des Blues" erklärt, zu dem der am 8. Mai 1977 geborene Bonamassa (an diesem Tag wurde der große Robert Johnson 66 Jahre alt) mit diesem fantastischen Album seinen ultimativen Beitrag gibt. "Blues deluxe" ist eine Hommage an die Großen des Blues, an all die Bluesveteranen, die ihn beeinflußt und geprägt haben. Angefangen von B.B. King, der ihn seinerzeit im Alter von 12 Jahren entdeckte, über John Lee Hooker, Elmore James, Albert Collins, bis hin zu besagtem Robert Johnson. Mit begnadeten Coverversionen und einigen eigenen Songs verneigt er sich vor seinen Vorbildern. Dabei ist er auf dem Weg sebst einer der ganz Großen zu werden. Wieder mit seiner, aus den beiden Vorgängeralben und der Live-DVD bekannten, großartigen Band um Eric Czar am Bass und Kenny Kramme am Schlagzeug im Rücken, und den beiden zusätzlichen Musikern Benny Harrison (Hammond B3) und Jon Paris (Harmonica), spielt Bonamassa den Blues mit einer unglaublichen Authentizität, Intensität und Leidenschaft, aber auch voller Gefühl. Obwohl der Blues eindeutig dominiert, wird natürlich auch gewaltig gerockt. Bonamassa's Art den Blues zu spielen, ist immer rockig. "Pure Blues" hin, "Pure Blues" her - die rockige Note ist immer vorhanden - er kann gar nicht anders! Und Leute, wie das an manchen Stellen rockt und dampft - "irre"! Apropos "irre": Bonamassa's Gitarrenspiel ist ein purer "Höllenritt" auf den 6 Saiten. Mal erzeugt er ganz klare und messerscharfe Läufe, dann maltretiert er sein Instrument zu wilden, brodelnden und glühenden Slide-Orgien, um sich anschließend wieder in ganz gefühlvollen Spielereien zu verlieren, ehe er einmal mehr in ekstatischen Bluesrock-Soli regelrecht explodiert. Und mit welch einer Virtuosität, Gewandheit und Fingerfertigkeit das geschieht - atembaraubend! Zuweilen scheint er über sein "Brett" zu fliegen. Dazu seine rauhe, kehlige Stimme - es paßt einfach alles! Los geht's mit einer großartigen Coverversion von B.B.King's "You upset me Baby", gefolgt von einer Wahnsinns-Version des John Lee Hooker-Klassikers "Burning hell"! Da stockt einem der Atem! Ein flammender, elektrisierender, unaufhörlich abgehender, fast 7-minütiger Boogie-Blues-Rock-Kracher, vollgestopft mit einem fulminanten Slide-Feuerwerk, dem eine dreckige Bluesharp noch die richtige Würze gibt. Wow, das dampft! Anschließend das Titelstück, eine herrliche alte, von Rod Stewart (als der noch mit Jeff Beck zusammenspielte) geschriebene Blues-Nummer. Recht ruhig beginnend, mit klar abgegrenzten, flinken Gitarrenläufen, äußerst intensivem, gefühlvollen Gesang, spielt sich Bonamassa im Zentrum des Stücks mit schier endlos wirkenden Soli in ein regelrechtes Rock-Gewitter, ehe das Ganze wieder in den Slow-Blues-Rhythmus zurückfällt. Was für eine Gitarrenarbeit. Ob der kraftvolle, riffige, leicht country-fried funky wirkende Rocker "Man of many worlds", das akustische "Woke up dreaming", bei dem er ein atemberaubend schnelles Delta-inspired Acoustic-Picking demonstriert, der dampfende, swampige Shuffle-Boogie-Blues "Wild about you, Baby", der groovende T-Bone Walker-Slow-Blues "Long distance blues", wieder mit grandiosen, quirligen, zwischendrin ungemein rockigen, Gitarrenläufen, oder der trocken qualmende, mit glühender, röhrender Slide-Gitarre und drückender Harp gespickte Blues-Rocker "Walking Blues", ein Robert Johnson-Klassiker, von dem ZZ Top nur träumen können, das sie so etwas nochmal hinkriegen... - alles Nummern, die einem in Mark und Knochen gehen. Joe Bonamassa ist bereits mit seinen 25 Jahren eine Institution in Sachen Blues/Bluesrock, die seinesgleichen sucht! 51 1/2 Minuten "Blues deluxe" des Gitarren-Magiers - im wahrsten Sinne des Wortes! Ein absolutes Highlight des "Year of Blues"!

Art-Nr.: 2050
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Burning hell
Wild about you, Baby
Long distance blues

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Cate, John & the van Gogh Brothers - two brothers [2003]
Als "typical American Songwriter" bezeichnet sich John Cate selbst, dessen neues Album "Two brothers" bereits dessen sechste Veröffentlichung darstellt. Ein alter Hase also - und das merkt man ihm an. Kompetent und routiniert spielt der Mann aus Boston mit seiner Band einen sehr ansprechenden, handgemachten, schnörkellosen und beherzten Gitarren-Rootsrock, den man irgendwo zwischen Tom Petty, John Mellencamp, Bob Dylan und Steve Earle ansiedeln könnte. Die Songs sind "straight" und einfach gestrickt, bleiben mit ihren feinen Melodien gut im Gedächtnis hängen. Cate's Songwriting überzeugt ohne Wenn und Aber, und die Band um den ausgezeichneten Gitarristen Paul Candilore, der immer wieder kurze, dreckige und satte Gitarrensoli einstreut, hinterläßt einen ausgezeichneten, eingespielten Eindruck. Der Sound offenbart eine gewisse "Live"-Atmosphäre, was dieser Art von Musik sehr gut zu Gesicht steht. Immer wieder gelingt es Cate auch eine gewisse Midwestern- und Texas-Mentalität in seinen Songs zu integrieren. Und zwischendurch gibt's dann sogar mal eine richtige Country(rock)/Honky Tonk/Roadhouse-Nummer ("Vicious game"). Doch zumeist geht es mit tollem Rootsrock-/Gitarrenrock-Twang und gutem Drive zur Sache, wie bei dem knackigen, schmissigen Opener "Innocent girl", der in allerbester Mellencamp-Tradition aus den Lautsprechern sprudelt. Eine klasse Melodie und satte Gitarren sind obligatorisch! Das erwähnte Texas-Flair ist deutlich bei dem staubigen "Hard times" zu hören, dessen Kombination aus herzhafter Lap-Steel und dreckiger E-Gitarre sehr gut rüberkommt. "Same thing" und das Titelstück "Two brothers" erklingen in ihrem lockeren, Gitarren betonten, Uptempo-Arrangement, wie beste Tom Petty-Mucke zu dessen legendären "Damn the torpedoes"-Zeiten, die trockenen, gut abgehenden Rocker "Phone don't ring" und "What I'm gonna do" haben entfernt gar etwas von einem (nicht ganz so "brutal" rockenden) Dan Baird, die herrlich melodische Rootsrock-Ballade "Goodbye Baby" könnte aus einer Bob Dylan-/Tom Petty-Session stammen, "Pine box walk" ist ein rauher Dylan-like Roots-Blues, und das lässige, coole, knackige "Follow the rain" ist wieder so eine wie geschmiert abrockende Nummer, die gut in die Beine geht. Musikalische Gäste sind unter anderem Jimmy Ryan (Mandoline) von den Blood Oranges, sowie Paul Kochanski (Bass) und Jim Gambino (Organ, Piano) von den Swinging Steaks, mit denen Cate im übrigen gut befreundet ist. Ein klasse, Gitarren orientiertes, schmissiges Rootsrock-Album, das richtig Laune macht!

Art-Nr.: 2046
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,80

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Innocent girl
Goodbye Baby

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Crowell, Rodney - fate's right hand [2003]
Ein neues Album von Rodney Crowell - da ist sowohl die Spannung, als auch die Erwartungshaltung der Genre-Fans recht hoch. Klar, denn der Name Crowell bürgte bislang immer für Qualität. Und es gibt keinen Zweifel: das bleibt weiterhin so, denn auch "Fate's right hand" erfüllt die Erwartungen zur vollsten Zufreidenheit. Er zählt zu den besten Songwritern des Country im weitesten Sinne, was er hier mit den 11 neuen Songs einmal mehr auf eindrucksvollste Weise bestätigt. Irgendwie erscheint einem das Album wie eine Art Fortsetzung von "Houston kid" aus dem Jahre 2001, wobei die Musik nun noch rootsiger klingt, als jemals zuvor. Beschäftigte er sich vor 2 Jahren in autobiographischer Wewise noch mit der Vergangenheit, so bestimmt bei "Fate's right hand" weitestgehend die Gegenwart, das "Hier und Jetzt" mit all seinen "Midlife-Problems" die Thematik. Ja, und in was für tolle Songs er das wieder verpackt hat! Resultat: ein meisterhaftes, sehr staubig und trocken in Szene gesetztes, vielseitiges Roots-/ Alternate Country- /Countryrock- /Americana-Werk, mit viel Texas-Flair und einer Unmenge von herausragenden musikalischen Gästen, die dem Ganzen noch den endgültigen "Kick" geben. Dabei sind unter anderem: Jerry Douglas (Dobro), Michael Rhodes (Bass), Pat Buchanan, John Jorgenson, Steuart Smith, Will Kimbrough, Richard Bennett (alle Gitarre), Bela Fleck (Banjo), Greg Morrow, Paul Leim, Vince Santoro (alle Drums), John Cowan, Russell Smith, Carl Jackson, Kim Richey, Gillian Welch & David Rawlings (alle Background Gesang) usw...! Crowell variiert wunderbar zwischen knackig, tockenen Rockern und semi-akustisch instrumentierten, countrylastigen, Singer-Songwriter-mäßigen Geschichten, bei denen immer wieder Erinnerungen an Leute wie Townes van Zandt oder Guy Clark aufkommen, ohne das er dabei seine typischen Stil-Nuancen vernachlässigt. Das Album startet mit einer prachtvollen Neueinspielung von "Still learning how to fly", das er im Jahre 1997 schon einmal mit dem kurzlebigen Band-Projekt "The Cicadas" aufgenommen hatte. Eine fantastische Midtempo-Countryrock-Nummer mit einer herrlichen Melodie, knackig und durchaus schwungvoll in Szene gesetzt, bereichert von Jerry Douglas' exquisitem Dobro-Spiel. Es folgen der tolle Uptempo Roots-/Countryrocker "Fate's right hand" mit deftiger, trocken rotziger E-Gitarre im Break, das flotte, aber cool wirkende, von Bela Fleck's Banjo angetriebene "Earthbound" und die etwas nachdenklich wirkende Texas Singer/Songwriter-Nummer "Time to go inward", die in ihrer herrlichen, semi-akustischen Instrumentierung wunderbar zwischen in sich gehenden Erzählungen und einer großartigen, lockeren Melodie hin und her schwankt. Klasse auch die abgehenden Countryrocker "The man in me" oder "Preachin' to the choir", wie auch das traumhafte "Ridin' out the storm", wieder in einer großartigen, semi-akustischen Instrumentierung. Die Nummer hat einen gewissen Outlaw-Country-Touch, besticht mit einer wunderbaren Melodie, ist eingebettet in einen großartigen Rhythmus aus trockener, relaxter Percussion, in deren entspannte Lockerheit sich in der Mitte des Stückes dann eine schöne rootsige, dezent dreckige E-Gitarre ihren Weg bahnt. Dazu herrlicher, fast lieblich wirkender Background-Gesang von Kim Richey, Randall Waller und Vince Santoro. Über 50 Minuten feinster Alternate Country/ Countryrock/ Americana, mit einem einmal mehr voll überzeugenden Rodney Crowell. Wie gesagt, er bürgt für Qualität. Dabei bleibt's! Kommt in einer schönen Digipack-Verpackung!

Art-Nr.: 1989
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Crowell, Rodney - sex & gasoline [2008]
Rodney's neues Album! Staubtrockene Americana-/Singer-Songwriter-/Storytelling-Musik im semi-akustischen Gewand! Exzellentes Songwriting! Produziert von Joe Henry!

Art-Nr.: 5939
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Crowell, Rodney - the outsider [2005]
Seit dem großartigen "Houston kid" von vor 4 Jahren und dem fast noch stärkeren, von Kritikern und Fans, vollkommen zu Recht, hoch gelobten 2003er Werk "Fates right hand", führt Rodney Crowell's Weg immer weiter weg vom Nashville Mainstream-Country in Richtung Americana, Rootsrock und trockenem Alternate Country. Auf dieser Route geht er konsequent weiter und legt sich selbst mit dem brillanten "The outseider" die Meßlatte für kommende Werke noch einmal ein Stückchen höher - ein famoses Album! Wer ihn bei seinem letzten Europa-Gastspiel im Frühjahr 2004 (Deutschland war dabei leider einmal wieder außen vor, doch bei dem renommierten "Blue Highways"-Festival in Utrecht/Holland legte er einen begeisternden Auftritt hin), erleben durfte, konnte sich bereits von seiner derzeitigen, grandiosen Verfassung überzeugen. Aber war das eigentlich jemals anders? Crowell war und ist immer ein Garant für höchste Qualität! Rootsig, staubig, trocken und rockiger als je zuvor geht die Reise auf "The outsider" durch 11 durchweg hochklassige, absolut niveauvolle und engagierte Americana-, Roots, Singer/Songwriter-, Alternnate Country-Nummern, die den Texaner in seinen hervorragenden Texten zeitkritischer und "rebellischer" zeigen, als man das bisher von ihm kannte. Einmal mehr bestätigt er auf beeindruckende Weise seine außergewöhnlichen Songwriter-Qualitäten (11 Eigenkompositionen und ein fantastisches Cover von Bob Dylan's "Shelter from the storm", inklusive einer großartigen Emmylou Harris als Duett-Partnerin), wie auch die Gabe, diese Stücke dann voller Ausstrahlung, Hingabe und Herz zu interpretieren. Das pendelt zwischen Energie geladenen, rasanten, kantigen und rauen Uptempo-Rockern, nachdenklichen Storytelling-Songs, rootsigen Americana-Nummern und "dirty-rooted" Alternate Country-Rock hin und her, und wird von Crowell dabei zu jeder Zeit in seine, für ihn typischen, durchdachten Arrangements und äußerst angenehmen, gut hängen bleibenden Melodien gepackt. Aporpos "hängen bleiben": Die Lieder, und auch das ist ein deutliches Indiz für das hohe Niveau, nisten sich sofort im Gedächtnis ein, bauen aber auch nach mehrmaligem Hören noch immer eine immense, ständig neue Nuancen entdeckenden, Spannung auf, sodaß die Aufmerksamkeit nie nachläßt. Begleitet wird er von einer wirklich imposanten Liste von Musikern! U.a.: Will Kimbrough, Pat Buchanan, Steuart Smith, J.T.Corenflos, Richard Bennett, Jerry McPherson (alle Gitarre), Michael Rhodes (Bass), Chad Cromwell, Greg Morrow, Eddie Bayers (Drums), John Hobbs (Keyboards), Jonathan Yudkin (Fiddle), sowie Emmylou Harris, John Prine, Buddy & Julie Miller, Jedd Hughes, Beth Nielsen Chapman, John David Souther, u.s.w. als Background Sänger/Innen). Und Crowell legt los wie ein Wirbelwind! Der Opener "Say you love me" ist ein abgehender, dreckiger, kantiger und riffiger, dabei aber sehr melodischer, mit einem tollen Beat ausgestatteter Roots-/Americana-/Alternate Country-Rocker, der voller aufmunternder Emotionen steckt. Dynamisch, druckvoll, bärenstark! Tolle E-Gitarren von Pat Buchanan und Will Kimbrough, wobei letzt genannter mit einem prachtvollen, würzigen, regelrecht rotzigen Solo, eindrucksvoll seine bemerkenswerte Klasse demonstriert! Ähnlich rockig geht es weiter! "The obscenity prayer" knallt riffig, eckig und voller Power aus den Lautsprechern, daß es nur so staubt! Es folgen die dezent funkige, sehr groovige, drückende Midtempo-Nummer "The outsieder", die floote Americana-Nummer "Dancin' circles round the sun", inklusive feinem Lead Gitarren-Spiel seines alten Kumpels und jetzigen Eagles-Gitarristen Steuart Smith, sowie der wunderbare, mit einem typischen Crowell-Rhythmus und einer großartigen Melodie versehene Roots-/Countryrocker "Beautiful despair", dessen dezent eingesetzte, klassisch anmutenden Geigen in Verbindung mit parallel gespielten E-Gitarren für einen herrlichen, abwechslungsreichen Farbtupfer sorgen. Ungemein stark auch der kraftvolle, knackige Roots-/Americana-Rocker "Don't get me started" mit seinen treibenden Riffs und Basslinien, der tollen Mandoline zu Beginn und den satten E-Gitarren, das ruhige, berührende, mit nachdenklich "gesprochenen" Worten von Emmylou Harris und John Prine garnierte, sowie von wundervollem Harmonie-Gesang geprägte "Ignorance is the enemy", ebenso wie das traumhafte, von einer tollen Melodie durchzogene, lockere, mit feinsten Acoustic- und E-Gitarren begleitete, viel Frische versprühende Americana-/Alternate Country-Stück "Glasgow girl"! Was steckt in diesem Rodney Crowell noch für ein Feuer! Lassen wir uns packen von diesen Songs, diesen Botschaften, diesen Arrangements und Melodien! Das ist, auf die Sekunde genau, exakt 50 Minuten lang, die hohe, absolut den Nerv der Zeit treffende, Rootsrock-/Americana-/Alternate Country-Schule, von einem der profiliertesten Songwriter und Interpreten des Genres. Kommt in einem schönen Digiüack!

Art-Nr.: 3461
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Miller, Buddy - universal united house of prayer [2004]
Roots-/Americana-/Alternate Country-Ikone Buddy Miller, begnadeter Gitarrist, einzigartiger Sänger, großartiger Songwriter, Produzent, wohl einer der angesehensten Musiker des Genres überhaupt, mit seinem neuen Album! Was dieser Kerl auch anpackt, es hat Hand und Fuß! Auch "Universal united house of prayer" avanciert zu einem wahren Triumpf seiner musikalischen Innovation und herausragenden Fähigkeiten, voller traditionsbewußter, emotionaler Intensität. Miller drückt seinem ihm typischen Americana-/Alternate Country-Sound diesmal einen gehörigen Soul- und Gospel-Stempel auf, womit er Sixties-Größen, wie Marvin Gaye und den Staples seine Referenz erwist. Humanität, ethische und religiöse Werte und die menschliche Seele sind nur einige der Themen, die in den 11 fantastischen Songs durchleuchtet werden. Erdig, dreckig, harsch, roh und rough, aber voller technischer Brillanz, einzigaritiger Strukturen und mitreißender Arrangements geht Miller zu Werke. Wunderbar der energische, kraftvolle, schwarze Background-Gesang der beiden Töchter des "Fairfield Four"-Mitgründers Rev. Sam McCrary, Regina und Ann McCrary, die das soulige Gospel-Feeling auf fast allen Songs noch einmal untermauern. Los geht's mit der Mark Heard-Nummer "Worry too much", einem ungemein rauen Midtempo-Rootsrocker voller Southern-Gospel-Soul, bei dem Miller sogleich sein einmal mehr excellentes, unverkennbares Lead-Gitarrenspiel zum Besten geht. Der Funke springt sofort über! Herrlich dann auch das anschließende Remake des Louvins-Klassikers "There's a higher power" in einem wunderbaren, inspirierten, akustischen Gewand, gefolgt von dem trockenen, direkten, mit schöner Fiddle und tollen Gitarrenriffs gespickten, wieder voller Gospel-Anleihen und souligem Background-Gesang steckenden, von Buddy und Julie komponierten (von den beiden gibt's noch drei weitere Nummern), tollen Roots-/Alternate Country-Rocker "Shelter me"! Was wir dann hören, ist eine wahrhaft mitreißende, über 9-minütige Coverversion von Bob Dylan's, in diesen Tagen aktueller denn je wirkendem, Antikriegs-Epos "With God on our side", dem Buddy unverkennbar seinen typischen Americana-/Countryrock-Stempel aufdrückt! Wundervoll auch die semi-akustische, melodische Countryballade "Wide river to cross", mit Emmylou Harris als Background-Sängerin, grfolgt von dem traumhaften, ebenfalls von einer tollen Melodie geprägten, knackig satten Countryrocker "Fire and water", vollgepackt mit herrlichem Twang und unverkennbarem E-Gitarren-Sound, wie ihn eben nur Buddy Miller fabriziert. Genial auch der ungemein dreckige, von Buddy und Jim Lauderdale komponierte Roots-Countryrock-Kracher "Don't wait", der zwischedurch abrockt "wie die Sau", um anschließend wieder in einen etwas gemäßigteren, rootsigen, von Fiddle, Mandoline, Gitarre und toller Percussion bestimmten Midtempo-Groove zurückzufallen, wie auch das gemeinsam mit Victoria Williams geschriebene, robuste, folkige "This old world". Musikalische Wegbegleiter sind u.a. der großartige Brady Blade am Schlagzweug, Byron House am Bass, Phil Madeira (Orgel, Akkordeon, Lap Steel), Tammy Rogers (fiddle), Julie Miller, Jim Lauderdale, usw.! Über 50 Minuten leidenschaftlicher, ungeschliffener, intensiver, rauer, voller Gospelsoul steckender Rootsrock/Americana/Alternate Country für höchste Ansprüche! Schöne Digipack-Verpackung!

Art-Nr.: 2783
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,50

In folgende Titel können Sie reinhören:
Shelter me
Wide river to cross
Fire and water
Don't wait
Returning

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Paisley, Brad - play [2008]
Wow, und wie dieser Bursche spielt! Sensationell! Was für ein "Killer"-Album! Neo-Traditionalist und Gitarrenzauberer Brad Paisley hat sich seinen lang gehegten Wunsch erfüllt und ein "Gitarren-Album" eingespielt. Will heißen: Auf "Play" befinden sich vorwiegend Instrumentals (aber auch 5 Gesangsnummern), in denen Paisley seine außergewöhnlichen Gitarren-Künste demonstriert. Leute, der Mann ist ein regelrechter "Hexer"! Was wir hier an fulminanten, aber auch melodischen Gitarren Country-Nummern präsentiert bekommen, ist eine wahre Wonne. Mal spielt er atemberaubend schnell, mal rockig, dann "pickt" er einfach wunderbar, ein anderes Mal spielt er voller Gefühl. Viele Nummern sind sehr knackig, manche regelrecht rasant, andere völlig locker. Und zwischedurch verirrt sich auch mal ein lupenreiner Blues(rocker) unter den Songs. Doch Paisley ist ein Traditionalist, ein "savior" der Countrymusic - und die steht natürlich im Mittelpunkt! Zu den Gesangsnummern: Die sind allesamt vom Allerfeinsten! Vor allem das aktuell bereits hoch in den Billboard Country Singles-Charts platzierte Duett "Start a band" mit Kollege Keith Urban hat es in sich: Hinreißend melodischer, ungemein knackiger New Country mit rockiger Note, herrlichem Gesang der beiden und furiosen Gitarrenläufen, teils im Parallelspiel zwischen Paisley und Urban! Weitere Gäste sind Steve Wariner, Buck Owens (in einer seiner letzten Aufnahmen), Vince Gill, James Burton, Albert Lee, B.B. King, und einige mehr! Bärenstark!

Die komplette Tracklist:

1 Huckleberry Jam - 2:52   
2 Turf's Up - 3:30   
3 Start a Band - 5:26 (with Keith Urban)
4 Kim - 3:58   
5 Departure - 4:28   
6 Come on In - 3:53 (with Buck Owens)
7 Kentucky Jelly - 2:44   
8 Playing with Fire - 4:51   
9 More Than Just This Song - 5:14 (with Steve Wariner)
10 Les Is More - 3:18   
11 Pre-Cluster Cluster Pluck Prequel (Prelude) - 1:34   
12 Cluster Pluck - 3:31 (with Vince Gill, James Burton, Albert Lee, John Jorgensen, Brent Mason, Redd Volkaert and Steve Wariner)
13 Cliffs of Rock City - 3:44   
14 Let the Good Times Roll - 5:30 (with B.B.King)
15 What a Friend We Have in Jesus - 2:31   
16 Waitin' on a Woman - 5:02 (with Andy Griffith)

Art-Nr.: 6061
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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