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Bentley, Dierks - long trip alone [2006]
Vor 3 Jahren, anläßlich seines klasse Debuts, prophezeiten wir bereits große Taten und Erfolge dieses exzellenten, in Phoenix/Arizona aufgewachsenen, mittlerweile in Nashville residierenden, jungen New Country Singer-Songwriters! Heute, zwei Platin-Alben später, jede Menge Hits in der Tasche und inzwischen ehrenvolles Mitglied der "Grand Ole Opry", beglückt uns ein sich noch immer stetig steigernder und weiter entwickelnder Dierks Bentley mit einem geradezu meisterhaften dritten Werk, "Long trip alone", das man mit Fug und Recht als absolutes Musterbeispiel dafür bezeichnen darf, wie moderne und zeitgemäße Country-/New Country-Musik heute klingen sollte: In der Basis voller klassischer Traditionen, variabel, abwechslungsreich, spritzig, erfrischend, mit viel Seele, dabei durchzogen von einer leicht rootsigen Würze, in einem satt produzierten, vorwiegend Gitarren orientiertem, exakt auf den Punkt gebrachten, knackigen Sound (erneut Brett Beavers), und, sowohl textlich als auch musikalisch, authentisch bis ins Mark! Ehrlich, handgemacht, frei von übermäßigen, aufgesetzte Clichés, gleichzeitig mit allen Zutaten versehen, die der Begriff "Countrymusic" als Identifikationsmerkmale benötigt! Überaus beeindruckend! Insgesamt ist die neue CD vielleicht ein klein wenig erdiger und rauer als die beiden Vorgänger, doch das wirkt mit dieser exzellenten Mischung aus jugendlicher Unbekümmertheit und professioneller Musikalität sehr sehr angnehm: Schön rockig, wenn es erforderlich erscheint, aber auch durchsetzt mit allerdings sehr knackigen Balladen; vor einer kräftigen Rhythmussektion instrumentiert mit jeder Menge satter E-Gitarren, genauso wie mit erfrischender Steelguitar, Fiddle, Mandoline und Banjo; klug und ausgewogen balancierend zwischen klassicher Honky Tonk-Tradition, toughem Outlaw-Flair, lässigen Countryrock-Strömungen und auch einem dezenten, würzigen Texas "Red Dirt"-Feeling. Nicht von ungefaähr zählt Cody Canada (Cross Canadian Ragweed) nicht nur zu Dierks' besten, persönlichen Freunden, sondern outete sich auch als einer seiner größten Bewunder, als er ihn kürzlich in einem Interview als so etwas wie einen Referenzkünstler der neuen, jungen Country-Generation in Nashville bezeichnete. In der Tat, und das beweist das Album eindeutig, gilt Bentley als so etwas wie der Wegbereiter der jungen Wilden wie beispielsweise Jason Aldean, Eric Church oder auch den gerade in Nashville richtig Fuß zu fassen beginnenden Jack Ingram! Immer durch und durch Country, glaubt man in jedem Song den Hauch des amerikanischen Westens/Südwestens zu spüren. Los geht's mit der ersten Single (ist bereits schnurstracks auf dem Weg Richtung Nr.1 der Billboard Country-Singles-Charts), "Every mile a memory", einer geradezu traumhaften, ungemein kraftvoll und satt in Szene gesetzten, mit saftigen E-Gitarren gewürzten und von herrlichen, klaren Steelguitar-Linien durchzogenen, leicht "angerockten" Country-Ballade, die gleich zu Beginn für einen absoluten Höhepunkt sorgt. Welch eine großartige Melodie, welch ein authentishcen Country-Flair! Ein prächtiger Start eines herrlichen Country-/New Country-Trips durch 10 weitere, brillante Nummern, denn es gibt partout keinen Ausfall. Ob der riffige, dynamische, voller "Red Dirt"- und Outlaw-Flair steckende, mit einem feinen Banjo-Drive untermalte und mit tollen Gitarren-/Fiddle-Passagen gespickte Countryrocker "Can't live it down", die wundervoll melodische, von schöner Steelguitar und Fiddle bestimmte, erfrischende Countryballade "Long trip alone" (gewinnt im Verlauf ordentlich an Power mittels toller E-Gitarren-Riffs), das trockene, honky-tonkige, ein starkes Outlaw-Feeling verbreitende "That don't make it easy loving me", die knackige, wie ein toller Roadtrip durch den staubigen Westen anmutende, mit würzigen E-Gitarren instrumentierte Ballade "Soon as you can", der straighte Texas-Countryrocker "Trying to stop your leaving" (wäre auch einem Jack Ingram wie auf den Leib geschrieben), die mit toller Mandoline und Steelguitar ausgestattete Midtempo-Nummer "Hope for me yet", der schwungvolle, staubige, von klasse Banjo- und E-Gitarren-Dynamik herrlich nach vorn getriebenen, aber dennoch lockeren "Red Dirt"-Countryrocker "Free and easy (down the road I go)", der in einer kurzen Textpassage gar eine kleine Widmung an seine Kumpels von Cross Canadian Ragweed enthält ("Ragweed's rockin' on the radio, free and easy down the road I go"..., singt er dort), bis hin zu dem großartigen, bluegrassigen Finalstück "Prodigal son's prayer", das er zusammen mit den Grascals vorträgt! Sämtliche Songs, auch das ist bemerkenswert, haben Dierks Bentley und sein Produzent Brett Beavers gemeinsam komponiert, unterstützt von weitereren, namhaften Songwritern wie beispielsweise Steve Bogard oder Tony Martin! Ein meisterhaftes Album, das ein beachtenswertes Ausrufezeichen in der heutigen Countrylandschaft Nashville's hinterläßt! Authentische, aber wunderbar würzige, ehrliche, erfrischende, moderne Country-/New Country-Mucke durch und durch! Tut das gut! Freuen wir uns jetzt schon auf die für nächstes Jahr angekündigte Live -DVD...!

Art-Nr.: 4526
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Buffett, Jimmy - take the weather with you [2006]
Jimmy Buffett mit einem weiteren Karriere-Highlight! Ungalublich, der Mann scheint so etwas wie seinen zweiten, dritten, oder wievielten musikalischen Frühling auch immer zu durchleben... - egal, er befindet sich wohl in der Form seines Lebens! Seit über 35 Jahren ist Buffett nun im Geschäft, in den USA ein absoluter, Stadien füllender Superstar, aber von eventuell aus den vielen kommerziellen Erfolgen resultierenden Abnutzungserscheinungen oder gar Kreativitäts-Durchhängern nicht die geringste Spur! Ganz im Gegenteil: Mit "Take the weather with you" präsentiert er ein fantastisches, neues Album voller Frische, bei dem der ganze Spaß, den er an seine Arbeit hat, voller Ehrlichkeit und Tiefe rüber kommt. Buffett selbst bezeichnet das Werk, wie auch den 2004er-Vorgänger "License to chill" als Countryalbum und in den Staaten wird das Werk auch unter der Rubrik "Country" vermarktet. Tatsächlich jedoch ist es eine durchweg hervorragende Songs (14 an der Zahl) umfassende, geradezu hinreißende Mischung aus erstklassigen, viel sonniges Westcoast-Flair ausstrahlenden, entspannten, aber knackigen Countryrockern, ein paar lockeren, Americana-angehauchten Songs, einigen lupenreinen, wunderbaren, durchaus traditionell verwurzelten Countrynummern und ein paar herrlichen, erfrischenden, froh gelaunten Karibik "Hula-Pop"-Perlen! Urlaub, Strand, Cocktails, Tequila, Tanzen, Relaxen - Buffett! Unter den Musikern befinden sich so illustre Namen wie Roger Guth (Drums), Mac McAnally (Acoustic guitar, Mandolin), Glenn Worf (Bass), Bill Payne von Little feat (Keyboards), Will Kimbrough (Electric guitar), Sonny Landreth (Slide guitar), Mark Knopfler (Electric guitar), usw., usw.! Gleich zu Beginn der Scheibe hören wir ein absolutes Highlight, eines der vielleicht stärksten Buffett-Stücke der letzten Jahre. "Bama breeze" heißt der Song, ein erfrischender, dezent rootsiger Countryrocker, durch den ein wunderbarer Hauch des Südens weht. Herrlich dabei die Huldigung an die Southern Rock-Helden von Lynyrd Skynyrd, als er im Text singt: "Second set the owner Lulu gets up with the band, a beer in her hand and sings 'Freebird' slow, then she raises a toast - here's to Ronnie and the boys, now everybody make some noise". Tolle Melodie, starke, southern-fueled E-Gitarren-Läufe! Weiter geht's mit der fröhlichen Karibik-Samba-Party-Nummer "Party at the end of the world" mit klasse Steeldrums und schönen E-Gitarren, gefolgt von einer überaus gelungenen, entspannten, sehr sonnigen Coverversion des Crowded House-Hits "Weather with you" und dem riffig groovenden, voller Americana-Flair steckenden, knackigen Countryrocker "Everybody's on the phone". Klasse auch die Version der Mark Knopfler-Ballade "Whoop de doo", bei der Knopfler selbst Gitarre spielt! Im Anschluß daran präsentiert uns Buffett eine tolle Fassung der alten Jesse Winchester-Nummer "Nothin' but a breeze", wundervoll lockerer Westcoast-Country(rock) mit schöner Rhythmik, feinem, klarem Gitarren-/Keyboards-Arrangement und einer nicht mehr aus dem Ohr weichen wollenden Melodie. Enthält ein großartiges, sehr melodisches, fließend und harmonisch gespieltes Slide Gitarren-Solo vom Magier Sonny Landreth! BR5-49's Chuck Mead und Guy Clark sind die Komponisten der prächtigen Mexican-/Karibik-flavoured Border Country-Nummer "Cinco de mayo in Memphis" (tolle Instrumentierung aus Steeldrums, Trompete, Gitarren und Mandoline), während der "Elvis Presley Blues" eine astreine, von dezentem Rockabilly-Flair begleitete und klasse Cash-like Rhythmen geprägte, traditionelle Countrynummer darstellt (starke E-Gitarren-Licks, schöne Banjo-Untermalung), übrigens geschrieben von Gillian Welch und David Rawlings. Das Album enthält zudem noch eine traumhaft schöne, flockige "Karibik Country"-Version des Merle Haggard-Klassikers "Silver wings"! Adäquat zur Musik passend auch das schöne, bunte, 16-seitige Booklet mit allen Texten! Ein bravouröse Leistung von Jimmy Buffett, die von uns den höchsten Respekt einfordert. So kannst Du weitermachen, Jimmy - diese starken Songs bringen zu jeder noch so trüben Jahreszeit den Sommer nach Hause! Konsequenterweise ist das Album sofort auf Platz 1 der U.S.-Billboard Country-Album-Charts geschossen...

Art-Nr.: 4538
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Byrd, Tracy - different things [2006]
Erste Veröffentlichung (und was für eine feine) des überaus beliebten Traditionalisten Tracy Byrd auf dem kleinen, unabhängigen Label "Blind Mule Records"! Seinen Major-Deal hat er verloren, doch befreit von sämtlichen Label-Zwängen gelingt ihm mit "Different things" ein Album, das seine Fans und die "Pure Country"-Anhänger im Allgemeinen einfach lieben werden. Byrd geht vollkommen zurück zu seinen Roots und präsentiert eine 11 Songs umfassende Ansammlung (das Songmaterial ist erste Sahne) reinster, traditioneller "Hardcore"-Countrymusic ohne Schnörkel - zeitlos, frei von jeglicher modischer Strömung, authentisch, schön! Ein gewisses texanisches Flair ist, bedingt durch seine Herkunft, jederzeit spürbar. Dazu ist alles vorhanden, was das Countryherz der Anhänger tradioneller Klänge begehrt: Knackige Gute Laune-Roadhouse-/Dancehall-Nummern ("The more I feel like rockin'", mit kraftvollen E-Gitarren-Riffs, flottem Drive und einer klasse Melodie), lupenreine, herzerweichende Countryballaden ohne aufgebähten Bombast, dafür mit großartigen Piano-Klängen, heulender Steelguitar und stilprägender Fiddle ("Different things"), flockige, herrlich erzählte Western-Geschichten ("A cowboy and a dancer" - sehr entspannte Rhythmik mit toller Baritone-Guitar, klasse E-Licks, schöner Steel und wieder einer prima Melodie - die Geschichte des gemeinsamen Trips eines Cowboys, der alles verloren hat, und einer exotischen Tänzerin von San Antonio an die Westküste), erstklassiger Western-Swing ("The biggest thing in Texas"), flotte, rollende Country & Western-Nummern ("Saltwater cowboy", starkes Steelguitar-/E-Gitarren-Wechselspiel), klasse Honky Tonker ("Better places than this"), und "naturbelassene", unverfälschte Midtempo Country-Nummern, bei denen man die "Countryluft" geradezu "in der Nase spürt" (das großartige "Hot night in the country" mit seinem "Grillen-Gezirpe" und der schönen Gitarren-/Steelguitar-/Fiddle-Instrumentierung)! Unter den Musiker befinden sich solche Elite-Leute wie J.T. Corenflos (E-Gitarre), Aubrey Haynie (Fiddle), Mike Johnson (Steel), Gordon Mote (Keyboards), Tommy Harden (Drums) und Glen Worf (Bass)! Ein starkes Album, das einen Tracy Byrd zeigt, dessen Herz immer der reinen Countrymusic gehören wird. Das spürt man, das kommt rüber! Damit ist er in bester Gesellschaft solcher Kollegen wie Alan Jackson, George Strait, George Jones, Mark Chesnutt, Billy Yates & Co., und das Werk wird seinen Status als einer der angesehensten Traditionalisten in der Szene weiterhin festigen!

Art-Nr.: 4535
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Different thngs
The more I feel like rockin'
A cowboy and a dancer
Saltwater cowboy
Hot night in the country

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Byrd, Tracy - greatest hits [2005]
Tracy Byrd ist jetzt seit 1993 im Country-Geschäft und wird zurecht zu den großen Neo-Traditionalisten der Zunft gezählt, auch wenn ihm bisher nie so richtig die ganz große öffentliche Akzeptanz von Künstlern, beispielsweise wie Alan Jackson, zuteil wurde. Mit "Greatest Hits" präsentiert er nun schon sein elftes Album, wie immer in gewohnt guter Qualität, und dazu noch mit zwei brandaktuellen, neuen Stücken, sowie drei Neuaufnahmen älterer Byrd-Klassiker! Für Leute, die bisher noch nichts von ihm in der Sammlung haben, oder ihn nur oberflächlich kennen, ist die CD sicherlich eine gelungene Zusammenstellung seiner erfolgreichsten Nummern (vier Balladen, der Rest schwungvolle Mid-, und Uptemponummern), darunter unter anderem "The Truth About Men" mit Andy Griggs, Montgomery Gentry und Blake Shelton, das überragende, southern-lastige "A Good Way To Get On My Bad Side" im Duett mit Mark Chesnutt, oder das wunderbar melodische, Steel-getränkte "Tiny Town". Aber auch für die richtigen Tracy Byrd-Hardliner wird etwas geboten, denn die bekommen immerhin drei der bereits bekannten Stücke, nämlich "Watermelon Crawl", "“Keeper Of The Stars" und "I’m From The Country" in einem neuen Gewand dargeboten, ebenso wie die zwei bereits erwähnten neuen Stücke "Johnny Cash" und "Revenge Of A Middle-Aged Woman"! Beide Lieder sind sehr flott geraten und zeigen einen Tracy Byrd in Hochform. Erstgenanntes, etwas kratziger und mehr rockig, dank toller E-Gitarre und heulenden Fiddeln (ein leicht mitzugrölendes "Ooh-Ooh" im Refrain dürfte gerade bei Live-Konzerten zur Stimmung beitragen) - vielleicht mit einem dezenten Blake Shelton-Charakter, mit dem Tracy übrigens auch gut befreundet ist, das zweite Stück erinnert ein wenig an Gretchen Wilson's Abräumer "Redneck Woman". Ist eine astreine Foot-Stomping-Honkytonknummer voller Drive, mit glasklarem Akustik-Piano von John Jarvis und einem schönen Steel- und Fiddel-Schlagabtausch. Ein richtiger Saloon-Feger! Mit dabei so klingende Namen wie Greg Morrow, Pat Buchanan, Brent Mason, Paul Franklin und Aubrey Haynie. Das Ganze ist sehr knackig produziert von Billy Joe Walker jr.! Tracy Byrd zeigt wieder eindrucksvoll, dass man ihn auch weiterhin in Nashville auf dem Notizzettel haben muss! (daniel Daus)

Art-Nr.: 3083
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Gill, Vince - these days [2006]
4 CD Box-Set! Ausschließlich neues Material! Genial! Ist es Mut, Abenteuerlust, ist es Experimentierfreude oder einfach nur das Resultat eines nie versiegenden Quells endloser Ideen und guter Songs? Wohl von allem etwas und noch viel mehr! Egal, in jedem Fall ist es so etwas wie Vince Gill's "Masterpiece", das grandiose Output eines der ganz Großen Nashville's, eines der ganz Großen des Country, New Country, der alles erreicht hat, was es zu erreichen gibt und nun, ausgestattet mit allen Freiheiten und ohne jeden kommerziellen Hintergedanken seiner Kreativität freien Lauf läßt! 4 CDs, 43 brandneue Songs, die die ganze Tiefe von Gill's fantastischer Songwriter-Kunst widergeben (nicht ein einziger Song, den er nicht geschrieben, bzw. mitgeschrieben hat), sein unglaubliches Gitarrenspiel demonstrieren, einen außergewöhnlichen Sänger mit einer phänomenalen Stimme und einem unvergleichlichen Wiedererkennungswert, wie er einem selten begegnet, offereieren, die eine Persönlichkeit voller musikalischer Ästhetik zeigen, die zu leiner Zeit ihrer Karriere ihre multidimensionalen, voller variabler Interessen steckenden musikalischen Vorstellungen vernachlässigt hat, aber auch nie ihre Roots - und die sind eindeutig "country"! "These days" ist ein sehr exquisites, opulentes, prima aufgemachtes 4 CD-Set zu einem überaus attraktiven Preis (schöner Zug des Labels)! In einem Papp-Schuber stecken ein gewaltiges, dickes, 66-seitiges, mit allen Songtexten ausgestattetes Booklet, sowie 4, mit sehr schönen, der jeweiligen Thematik entsprechenden Covern versehenen Digipack-CDs, die alle ein bestimmtes Motto zum Inhalt haben. CD 1 nennt sich "Workin' on a big chill" und ist "The Rockin' Record", vollgepackt mit 10 starken, knackigen New Country-/Countryrock-Songs, teils mit bluesigen und schön rootsigen Ansätzen, gespickt mit rollen E-Gitarrenläufen und einigen bärenstarken Soli vom Meister, CD 2 ist "The Groovy Record" mit dem Titel "The reason why", mit 13 wunderbaren, von großartigen Melodien gekennzeichneten, teilweise recht poppigen, aber niemals unangenehm aufgesetzt wirkenden Balladen, CD 3 heißt "Some things never get old" mit der Bezeichnung "The Country & Western Record", mit 10 absolut traditionellen, puren, vollkomen reinen, unverfälschten Countrysongs in bester George Jones-/Merle Haggard-Manier, und die CD 4, mit dem Titel "Little brother", ist "The Acoustic Record", die, das sind die Roots von Vince, einen erstklassigen Mix von 10 Bluegrass Nummern und lupenreinen, äußerst frischen, glasklaren, Bluegrass-flavoured Acoustic Country-Songs zum Inhalt haben! Jede einzelne CDs steckt voller herrlicher Songperlen, wie beispielsweise das dezent bluesige, mit würzigen E-Gitarren durchzogene, drückende "Cowboy up" (mit Gretchen Wilson als Gast) von der "Rockin' Record", die wundervoll melodische, schön flockige, entspannte und sehr frische Ballade "No easy way", von der "Groovy Record", die Steelguitar-getränkte, lupenreine Honky Tonk-/Barroom-/Traditional Country-Nummer "Out of my mind" (mit Patty Loveless als Gast), oder der herrliche, von tollem Dobrospiel (Jerry Douglas) und großartiger Mandoline geprägte Acoustic Country-Waltz "A river like you", mit Tochter Jenny Gill als Gast! Apropos Gäste: Jede Menge Freunde und Wegbereiter seiner langen und erfolgreichen Karriere haben ihn mit gesanglichen Duett-/ bzw. Background-Auftritten unterstützt, als da wären Emmylou Harris, Rodney Crowell, Patty Loveless, Alison Krauss, Gretchen Wilson, Bekka Bramlett, Bonnie Raitt, Phil Everly, Sheryl Crow, LeAnn Rimes, Trisha Yearwood, Amy Grant, Katrina Elam, Del McCoury, Guy Clark, usw.! Welch eine CD-Box! Ein absoluter Meilenstein in der Karriere von Vince Gill!

Art-Nr.: 4529
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 29,90

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Heartland - i loved her first [2006]
Das der Erfolg junge Bands geradezu wie der Blitz trifft, ist im New Country-Genre normalerweise nicht alltäglich. Oftmals gibt es zunächst eine Single, das Label wartet ab, wie sie ankommt, und entscheidet dann über das Erscheinen eines Albums oder spricht sich eben dagegen aus. Wie oft haben wir erlebt, dass selbst renommierte Interpreten die dicksten Scherereien hatten, bis sie ihr Album dann endlich auf den Markt bringen konnten, nicht selten in Verbindung mit gerichtlichen Auseinandersetzungen und anschließendem Wechsel. Umgekehrt verhält es sich im Falle des Newcomer-Sextetts Heartland, deren Single "I Loved Her First" in den Billboard-Charts einschlug wie eine Bombe. Da hat das Label Lofton Creek Records (mit dem alten Fuchs Mike Borchetta an der Spitze) den Erscheinungstermin des Albums kurzerhand einfach nach vorne geschoben. Kein Wunder, denn auch das Gesamtwerk kann sich wahrlich sehen lassen. Produziert wurde die Scheibe von Routinier Walt Aldrigde, dessen Gespür für den Zahn der Zeit bekannt ist, und dessen Discographie in Sachen Songwriting, eigener Musik und Produktionstätigkeit schier endlos erscheint. Aldridge hat seinen Einfluss nicht nur beim Songwriting deutlich geltend gemacht (er hat etliche Songs geschrieben), man fühlt sich grundsätzlich des öfteren an dessen frühere Combo "The Shooters" erinnert, wie auch ein Hauch vieler anderer Künstler, die er bereits produzierte, durch diesen Silberling weht. Heartland sind ein Sextett aus dem U.S.-Bundesstaat Alabama. Sie spielen allesamt ihre Instrumente selbst, werden aber zum Teil durch recht prominente Musiker unterstützt (u. a. Neu-Skynyrd Mark Matejka, J. T. Corenflos, Larry Franklin, Glenn Duncan.) Als ihre Einflußgeber benennen sie eine recht breit gefächerte Palette von Interpreten wie Johnny Cash, Van Halen, Elvis Presley, The Beach Boys, AC/DC, Otis Redding, Sam Cooke und natürlich Alabama, die auch ein wenig als Sprungbrett für die Jungs dienten, als sie in Fort Payne ein Konzert als deren Support vor 20.000 Zuschauern geben durften. Den Auftakt des Albums bildet der recht knackige, aber traditionell gehaltener New Country-Song "Boys Like Us". Ein flockiger Drums-, Akustik- u. E-Gitarren-Rhythmus wird unterbrochen von sägenden Fiddels; dezenten Orgel-Passagen und feinen Harmoniegesängen. Eon schönes Stratocaster-Solo mit Fiddle-Antwort komplettieren das Stück, das auch Montgomery Gentry oder Alabama in ihrem Programm haben könnten. "Play Hurt" besitzt ein recht poppiges Flair und liegt dank der eingefügten Harmoniegesänge irgendwo zwischen den Rascal Flatts und Restless Heart. Die erste Ballade ist "You", der mit "Built To Last" und der bereits erwähnten Hit-Single "I Loved Her First" noch zwei weitere folgen, die alle recht romantisch wirken und schön instrumentiert sind. Lonestar, Rascal Flatts, Billy Dean, Diamond Rio sind da im weitesten Sinne als Bezugsgrößen zu nennen. Die ganz starke Phase des Albums beginnt jedoch mit dem Remake des alten Ronnie Milsap-Hits "No Getting Over Me" (natürlich aus Aldridge’s Feder), das wunderbar relaxt mit Stratocasterbegleitung im Stile von Vince Gill vor sich hin swingt. Danach folgt plötzlich ein Schrei aus der Box und AC/DC-mäßige Riffs dröhnen einem entgegen. Das "Macho-PS"-getränkte Stück rockt dreckig vor sich hin und erinnert nicht nur wegen seines Titel "Let’s Get Dirty" an einen der Klassiker der einstigen Hard Rocker von Little Caesar (natürlich auf "country"). "Too Country" ist ein toller Country-Rocker mit klasse Slidegitarren, schwülen Orgel- und Mundorgeleinlagen der Marke Montgomery Gentry/Anthony Smith. Die Southern-Fans werden dann mit einem großartigen Stück verzückt, dessen Titel eigentlich schon alles sagt: "Freebird In A Firebird"" "Sweet Home Alabama"-mäßiges E-Intro, danach glänzende E-Gitarrenarbeit der Marke Lynyrd Skynyrd von einst. Das Stück wäre von seiner musikalischen Konsistenz her wohl damals selbst von Ronnie Van Zant für’s Bandrepertoire genehmigt worden. "Mississippi Mud" (locker-poppig, aber mit Country-typischen Zutaten wie Steelguitar und Fiddle (Richtung Rascal Flatts, Lonestar) und "Judge A Man By A Woman" (mit bluesig relaxtem Barroom-Flair, nette kurze Double Leads-Passage) lassen ein sehr abwechslungsreiches Werk ausklingen. Wir wagen die Prognose, dass die Alabama-Truppe Heartland Nashville in den nächsten Monaten ordentlich aufmischen werden. Die Vorverlegung von "I Loved her First" erscheint absolut nachvollziehbar. Hitverdächtig in allen Kategorien! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4524
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Play hurt
No getting over me
Too country
Freebird in a firebird
I loved her first

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Lost Trailers, The - same [2006]
Bereits das zweite Album dieses großartigen New Country-/Countryrock-Quintetts aus Georgia, das ihnen alle Chancen eröffnen dürfte, in Nashville nun den ganz großen Durchbruch zu schaffen - so stark ist es geworden! Die Lost Trailers präsentieren sich mit ihren knackigen, gefälligen Arrangements, ihren herrlichen Melodien und wunderbaren Harmonien wie eine neue, ungemein zeitgemäße und erfrischende Synthese aus solchen Bands wie den Eagles und Restless Heart, deren beste Tugenden sie genauso geschickt wie gekonnt mit einem gepflegten Schuß texanischem "Red Dirt"-Flair ala Wade Bowen, No Justice, The Great Divide & Co. würzen, dabei aber auch niemals ihre im Blut befindlichen, natürlichen Georgia-Southern-Roots leugnen. Und es gelingt ihnen einfach prächtig, all das zu vereinen! Das ganze Album ist ein "Hit"! Die Geschichte der Band begann, als der erstklassige Gitarrist und Songwriter Stokes Nielson mit seinem Highschool-Kumpel, dem ebenso starken Sänger Ryder Lee, vor etlichen Jahren ein Independent-Album mit dem Titel "The story of the new age cowboy" veröffentlichte. Die CD wurde lokal ein Riesen-Erfolg, woraufhin die beiden beschlossen, mittlerweile einen Drummer und einen Bassisten an Bord, die Songs der CD unter dem Etikett "Stokes Nielson & the Lost Trailers" (der Name resultiert aus der Tatsache, daß Nielson und Lee zuvor zweimal ihr Tour-Trailer geklaut wurde) in der Nashville Club-Szene live aufzuführen. Parallel arbeitete Stokes zudem als Radio-DJ in Nashville. Dort bekam er eines Tages die Chance den großen Willie Nelson zu interviewen, dem er bei dieser Gelegenheit ein Demo seiner Band andrehte. Dann ging es Schlag auf Schlag. Nelson war dermaßen von der Musik angetan, daß er die Truppe umgehend für sein alljährliches "Fourth Of July Picnic" in Texas engagierte, bei dem sie groß aufspielte. Bis zu 200 Gigs pro Jahr waren die Folge, 2004 erschien ihr großartiges Debut-Album. Mittlerweile ergänzt um Stokes Bruder Andrew Nielson am Bass, Jeff Potter an den Drums und den zweiten Gitarristen Manny Medina, waren sienun zu fünft und nannten sich nur noch "The Lost Trailers"! Im Jahre 2005 nahm sie Nashville Star-Produzent Blake Chancey (u.a. Montgomery Gentry, Dixie Chicks) unter seine Fittiche und man begann mit den Aufnahmen zu dem jetzt erschienenen zweiten Album, das, wie gesagt, schlichtweg erstklassige, herrliche New Country-/Countryrock-Musik im oben bereits erwähnten Stil beinhaltet, die die Genre-Fans schlichtweg begeistern wird. Die Songs, eingepackt in einem tollen, transparenten, frischen, schön flüssigen Gitarrensound, mit ihren großartigen, sich so prächtig in den Gehörgängen festsetzenden Melodien, gehen einfach runter wie Öl! Wie die fantastische Eröffnungsnummer "Call me crazy", ein herzerfrischender, herrlich lockerer, schwungvoller Countryrocker par excellénce, geradezu prädestiniert für einen gut gelaunten, lässigen, hochsommerlichen Cabrio-Ritt über sonnengeflutete Highways. Melodisch dahin fließende Harmonien, knackige Rhythmen, schöne Gitarren, dezente Steeguitar-Klänge im Hintergrund, großartiger Gesang und im Mittelteil ein klasse Gitarrensolo lassen unweigerlich Erinnerungen an glorreiche Eagles-Tage wach werden. Würziges Southernrock-Feeling hingegen kommt bei dem starken, sehr kraftvollen, stampfenden Countryrocker "I'm a country man" auf, der mit seinem prachtvollen, erdigen Skynyrd'schen (Slide)Gitarrensound und den inspirierten, weiblichen Background-Gesängen eindrucksvoll belegt, wo die herkunftsbedingten Roots der Burschen liegen. So folgt eine tolle Nummer der nächsten: Ob das knackige, ebenfalls sehr southern-inspirierte, fetzige Uptempo-Duett mit David Lee Murphy, "Dixie boy special", die von exzellenten, ungemein melodischen, entspannten Electric Slide-Gitarrenlinien, glasklaren, transparenten Acoustic-/E-Gitarren-Licks und schönen, im Hintergrund agierenden Piano-/Orgel-Klängen geprägte New Country Traum-Ballade "All this love" (Gänsehaut garantiert), das flockig frische, im klasse Mandolinen-/Gitarren-/Steel-Gewand präsentierte, erneut wunderbar melodische "The only one", der funkig bluesige, southern-fueled, Banjo-driven Countryrocker "Tell me", der gegen Ende mit einem glühenden Gitarrensolo mächtig Fahrt aufnimmt, oder das ungemein entspannte, gediegene, von feinen Gitarren und dezenter Steel geprägte, geruhsame "Simple life", mit dem die Scheibe ausklingt - es gibt nicht eine einzige Niete! Ungemein angenehme, eingängige Melodien, erfrischende Lockerheit, dennoch immer knackig, und wenn es die Thematik erforderd, auch sehr rootsig, würzig und kraftvoll rockend, vereinzelt eine gefällge, dezent poppige Note und gepflegte, sehr transparente Gitarren orientierte, voller prächtiger Harmonien steckende Arrangements durch und durch! Die Lost Trailers auf dem Weg in die "Champions League des New Country/Countryrocks"! Toll!

Art-Nr.: 4430
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Call me crazy
I'm a country man
All this love

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Osborne, Joan - pretty little stranger [2006]
Wunderbar! "This is my kind of Country- and Americana-record", sagt sie selbst über ihr neues, kleines Meisterwerk! Was hat Joan Osborne, diese ungemein vielseitige Singer/Songwriterin nicht schon alles gemacht: Den meisten sicher hauptsächlich in Erinnerung mit ihrem Pop-/Poprock-Album "Relish" und dem Mega-Hit "One of us", einem der größten Hits der Mitt-Neunziger überhaupt (Segen und Fluch zugleich für Osborne), nahm sie Soul- und R & B-Musik auf, präsentierte Jazziges, sang mit Stevie Wonder und den Funk Brothers, spielte Blues, trat als Produzentin in Erscheinung (zum Beispiel für die Holmes Brothers), spielte mit Grateful Dead und tourte im Sommer 2006 mit Phil Lesh & Friends als Lead-Sängerin durch die Staaten um nicht zuletzt mit ihrem inspirierten Vortrag der unzähligen Dead-Klassiker auch die Deadheads und die Jamrock-Gemeinde restlos zu überzeugen. Diese Künstlerin genießt unterdessen einen gewaltigen Ruf in der Szene, und nun liefert sie mit dem überragenden, neuen Album "Pretty little stranger" auch noch ihre Americana-Reifeprüfung ab! Das Teil ist schlichtweg ein Knüller, das in all seinem Abwechslungsreichtum, seiner umwerfenden Songqualität, den exzellenten Musikern und seiner seeligen Gesangs-Performance das Ausnahmetalent einer ganz großen Singer/Songwriterin offenbart. Obwohl man während der ganzen Scheibe ein gewisses "Laid-back"-Feeling spürt, wirkt die Musik gleichzeitig durchaus knackig, vor allen Dingen aber voller Leidenschaft, voller Ausstrahlung und voller Autherntizität. Osborne ist in der Lage auf ganz natürliche Weise ihre große Vielseitigkeit in die Americana-/Country-Basis zu integrieren. So reicht das Repertoire von knackigen Countryrockern, über, von herrlichem Gospel- und Southern-Flair durchzogene, funky Grooves, bis hin zu sonnigem Westcoast-Feeling, lupenreinen, sehr traditionell verwurzelten Countrynummern, bluesigen Momenten, Folkigem und trockenem Roots-Staub! Zuweilen scheint es, als schlage sie eine Brücke moderner Americana-Musik, wie sie beispielsweise Rosanne Cash zuletzt präsentierte, zu den Höhepunkten in der Karriere der großen Linda Ronstadt - und es gelingt ihr auf höchstem Niveau! Dazu bestechen die Songs mit einer immer wieder Gänsehaut erzeugenden Melodik! Neben Osborne's faszinierender Stimme und ihrem hochklassigen Gesang bilden die beteiligten, exzellenten Musiker (und was sind das für erlauchte Künstler), die ideale und perfekte Ergänzung, und verschmelzen ihre außergewöhnlichen Qualitäten mit dem großartigen Songmaterial (6 Eigen-/6 ausgesuchte Fremdkompositionen) zu von umwerfender Schönheit und viel "Seele" geprägten Arrangements! Mit an Bord sind u.a.: Eddie Bayers (Drums), Michael Rhodes (Bass), Steve Gibson (E-Gitarre), Bryan Sutton (Acoustic guitar), John Hobbs (Keyboards), Paul Franklin (Pedal Steel), Dan Dugmore (Lap Steel), Sonny Landreth (Slide guitar), Alison Krauss, Dan Tyminski, Rodney Crowell, Vince Gill (harmony vocals), usw.! Toller, ungemein sauberer, klarer Sound, punktgenau produziert von Steve Buckingham! Ein schön knackiger, flockiger Midtempo-Rhythmus bildet die Grundlage des prächtigen Countryrockers "Pretty little stranger", dem Titelstück also, das die Scheibe gleich in all ihrer Herrlichkeit eröffnet! Man ist sofort von dieser großartigen Musik verzaubert! Eine Traum-Nummer zu Beginn eines Traum-Albums! Exzellente, transparente Gitarren (inklusive toller Baritone-Klänge), kraftvoller, klarer Gesang, feine, unaufdringliche Piano- und Orgel-Klänge und eine hinreißende Melodie bohren sich unwiderstehlich in die tiefsten Katakomben unserer Ohrmuscheln. Dann Joan Osborne's fantastische Coverversion der Jarry Garcia/Robert Hunter-Nummer "Brokedown palace", aus der sie eine tolle Americana-Fassung voller Southern-/Gospel-Soul zaubert! Was für ein herrlicher Groove - entspannt, inspiriert, voller Gefühl, mit feinsten Gitarren und exzellenter Orgel-Untermalung! Es folgen der starke, trockene, von bluesigen Grooves getragene Roots-/Americana-Rocker "Who divided" und die grandiose, entspannte, vor Southern-Soul nur so triefende Americana-/Alternate Country-Ballade "Holy waters" (tolle Acoustc-/Electric-/Steel-Guitar-Begleitung, schöne Harmonies von Alison Krauss, eine herrliche Melodie), ehe sie mit dem fantastischen, genauso knackig, entspannt, wie rein und rootsig präsentierten "What you are" einen der tollen Songs der großartigen Patty Griffin vorträgt: Das ist wunderschöne, von einem dezenten, sehr angenehmen Pop-Feeling durchzogene, rootsige Americana-Musik mit einer großartigen Melodie und toller Gitarren-/Orgel-Begleitung, schließlich gipfelnd in einem starken, rauen Lap Steel-Solo des Nashville-Cracks Dan Dugmore, der ja vor zig Jahren bereits in der Band von Linda Ronstadt spielte. Wie sich der Kreis zu schließen scheint! Nach dem semi-akustischen "Shake the devil" (klasse Banjo), folgen mit Kris Kristofferson's "Please don't tell me how the story ends" (wundervolles Honky Tonk-/"Lonesome"-Feeling, schöne Gitarren, klasse Piano, traumhafte Pedal Steel - sowohl Linda Ronstadt, als auch Tammy Wynette kommen einem sofort in Erinnerung) und "Time won't tell" (geschrieben von Beth Nielsen Chapman und Harlan Howard - eine glasklar vorgetragene, herrliche Ballade - Background Gesang: Vince Gill) zwei astreine, ganz traditionelle, pure Countrynummern, ehe bluesige und funkige Grooves den famosen, swampigen, voller Southern-Flair steckenden Rootsrocker "Dead roses" einleiten, der gar ein wenig an Bonnie Raitt und Little Feat erinnert. Gitarren-Magier Sonny Landreth würzt diese Nummer mit einer prächtigen, feurigen Slide-Einlage! So geht das Album ohne jede Schwachstelle weiter, bis es schließlich mit dem schönen von Rodney Crowell, zusammen mit Roy Orbison und Will Jennings komponierten "When the blue hour comes" ebenso faszinierend endet, wie es vor gut 51 Minuten begonnen hatte! Herrlich! Joan Osborne's triumphaler Einzug in die Roots-/Americana-/Alternate Country-Welt!

Art-Nr.: 4606
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Pretty little stranger
Brokedown palace
Who divided
What you are
Please don't tell me how the story ends
Dead roses

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