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+44 - same [2001]
Mit einem Paukenschlag sondersgleichen katapultierte sich Newcomer Blake Shelton aus Oklahoma in den letzten Tagen und Wochen in die Nashville Country-Szene! Er ist der erste männliche Countrysänger, der mit seiner Debut-Single die Nr.1 der Billboard Country-Single-Charts schaffte. "Austin" heißt der Song, eine gefühlvolle Ballade, die natürlich auch auf dem Album enthalten ist. Ja, und das Album schaffte sofort den Sprung von 0 auf 3 in den Billboard-Country-Album-Charts. Welch ein Einstand! Doch das ist durchaus nachvollziehbar. Der junge Neo-Honky-Tonker trifft mit seiner guten, unverbrauchten Stimme, seiner Frische und Unbekümmertheit, seinem Elan und seiner Kraft, der sehr ausgewogenen Mischung aus fetzig losgehenden Nummern, kraftvollen Midtempo-Tracks und emotionalen Balladen exakt den Nerv der Zeit. Ihm gelingt eine gute Verschmelzung von Tradition und modernem New Country. Die ganzen Joe Diffies, Aaron Tippins und Mark Chesnutts haben ein neues, sehr ernst zu nehmendes Mitglied in ihren Reihen. Da wird noch einiges kommen. Schon der Opener "Every time I look at you", ein fetziger Countryrock-Song mit schöner Gitarre, macht richtig Appetit. Nach der etwas bombastischen, aber durchaus gelungenen Ballade "All over me", folgt mit "She doesn't know she's got it" ein toller, rockiger Honky Tonker mit Dampf und Slide-Gitarre. Ein potentieller Hit! Weitere Höhepunkte sind die unter die Haut gehende, southernsoulige, erdige Country-Ballade "Ol' Red", der knackige Midtempo-Track "I thought there was time" und "Problems of home", eine wiederrum "echte", knackige, sehr schöne Country-Ballade (background vocals: Deborah Allen) über die Zerstörung der Regenwälder, Gewalt an US-Schulen und andere Probleme. Überhaupt überzeugt er mit seiner Songauswahl und den Texten gelichermaßen, wie mit der Musik. Einige Songs hat er mitkomponiert, andere stammen aus der Feder des legendären Bobby Braddock, der auch das Album produzierte. Klasse Album, das gegen Ende immer stärker wird. Da fallen noch einige Single-Hits von ab. Nashville hat einen neuen Star!

Art-Nr.: 1623
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

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Alvin, Dave - eleven eleven [2011]
"Dave Alvin turns it up - the intensty, the focus, the volume"! Was für eine brillante Vorstellung des Californiers, der seit nunmehr gut 30 Jahren, seit seinen Tagen mit den Blasters und vor allen Dingen auch danach, als einer der zentralen und bedeutendsten Pioniere der amerikanischen Rootsrock-/Americana-Bewegung gilt. Der exzellente Gitarrist, Sänger und Songwriter geht mit "Eleven Eleven" zurück zu seinen Wurzeln, zu jenen Tagen als der Begriff "Rootsrock" zu dem wurde, was man heute darunter versteht. Vor allen Dingen aber geht er zurück zu seinen bluesigen Wurzeln, zu jenem "burning, guitar-centered bluesrock", den auch die Blasters neben ihren Rockabilly-Nummern gerne spielten. Das Album ist von vorn bis hinten mit einem wunderbaren, erdigen Blues-Feeling durchzogen, doch Alvin kombiniert dies auf unwiderstehliche Art und Weise mit seinem typischen California Country- und Americana-Flair. Das Resultat sind 11 ausnahmslos starke Songs ohne auch nur den Hauch einer Schwachstelle. Bis auf 3 etwas ruhigere Nummern, rockt und bluest Alvin deutlich würziger als zuletzt, besticht dabei aber mit exzellenten Melodien. Herrlich dabei dieses stetige, rootsige Flair, oft mit einem Hauch von Desert-Feeling. Alvin's charismatischer, teils fast "sprechender"Gesang tut sein übriges. Es passt alles bestens zusammen und resultiert in einfach hinreissenden Songs. Der Opener, "Harlan County Line" beispielsweise ist ein fantastischer, voller Energie und Dynamik steckender, dabei aber ungemein flüssiger Roots-/Bluesrocker, dessen grandioser Rhythmus wie geölt aus den Lautsprecher-Boxen "rollt". Was für ein lockerer, dennoch würziger, herrlicher Drive! Und wie das bluest. Alvin's tolles Gitarrenspiel wird durch die großartigen Slide-Einlagen des bekannten, californischen Blues-Gitarristen Danny Ott ergänzt, der auch gleich noch ein leidenschaftliches Solo hinlegt. Ott ist im übrigen bei einigen Stücken mit von der Partie, was den eh schon tollen Gitarrensound noch einmal deutlich vielseitiger und dominanter werden lässt. Ein super Auftakt! Und es geht so weiter. Mit dem herausragenden "Johnny Ace is dead" folgt gleich noch so ein, von locker aus dem Handgelenk geschüttelten, erdigen Gitarrenlinien geprägter, "rockin' and rollin'" Roots-Blues mit einer toll ins Ohr gehenden Melodik, der aber gleichzeitg jede Menge "grit" suggeriert. Apropos Melodie: "Black rose of Texas" ist einfach umwerfend. So stellt man sich eine Vorzeige Alternate Country-/Americana-Nummer vor. Ein erdiges Feeling, eine ungemein entspannte, ruhige Atmosphäre, glasklare, transparente Acoustic Gitarren-Begleitung, faszinierende Slide-Linien inklusive eines hinreissend schönen Solos und eine geradezu Gänsehaut erzeugende Melodie - wunderbar! Grandios sind allerdings auch solche kernigen Bluesrocker wie das raue, von tollem Gitarren-, Harp-, und Orgel-Zusammenspiel geprägte "What's up with your brother" (ein Duett mit Dave's Bruder Phil Alvin - im übrigen das erste Mal, dass Phil ausserhalb der Blasters auf einem Album seines Bruders auftaucht), das von einem prächtigen Bo Diddley-Groove geprägte "Run Conejo run" (packendes Gitarren- und Slide-Zusammenspiel), oder das straight und schön kraftvoll rockende "Dirty nightgown" (tolle Gitarrensoli). Enthält zudem noch je ein Duett mit Christy McWilson von den "Guilty Women" ("Manzanita" - eine wunderschöne Alternate Country-Nummer) und dem leider vielzu früh verstorbenen Chris Gaffnes ("The lucky bums"). Als Musiker hat Alvin neben dem bereits erwähnten Danny Ott noch solche Genre-Größen wie Don Heffington (drums), Bob Glaub (bass), die "alte" Klavier-Ikone Gene Taylor (erstmals seit den Blasters-Tagen), Greg Leisz (lap steel, guitar), Rick Shea (pedal steel), und einige andere mit an Bord. Entstanden sind die Songs nach Angaben Alvin's ausschließlich "on the road", vorwiegend im Jahre 2010, während er mit den "Guilty Women" auf Tour war. Vielleicht steckt in ihnen auch deswegen eine so nachhaltige Authentizität. Egal, was es auch ist, Tatsache ist jedenfalls, dass wir einen geradezu brillanten Dave Alvun erleben, wie er besser nie war. Das Album ist schlichtweg ein "Hit"! Eine unwiderstehliche Synthese aus von prachtvollen Gitarren bestimmtem Roots, Rock, Americana und Blues, deren Magie einen nicht mehr los lässt. "Turn it up, Dave"!

Das komplette Tracklisting:

1 Harlan County Line - 5:11   
2 Johnny Ace is Dead - 4:26   
3 Black Rose of Texas - 4:52   
4 Gary, Indiana 1959 - 4:05   
5 Run Conejo Run - 4:52   
6 No Worries Mija - 3:35   
7 What's Up With Your Brother? - 4:43   
8 Murrietta's Head - 5:58   
9 Manzanita - 4:08   
10 Dirty Nightgown - 5:18   
11 Two Lucky Bums - 2:27

Art-Nr.: 7453
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Harlan County Line
Johnny Ace is dead
Black rose of Texas
Run Conejo run
What's up with your brother?
Murrietta's head
Dirty nightgown

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Bingham, Ryan - live [2016]
"Rural Texas Rootsrock live - Staub, Dreck, raue Intensität, Ursprünglichkeit, und dabei so viel Seele! Der begnadete Ryan BIngham und seine exzellente Band spielen am 6. August 2016 in ihrer texanischen Heimat, im wunderschönen Whitewater Amphtheater von New Braunfels, einen herausragenden Gig, von dem nun dieses prächtige Live-Album erschienen ist. BIngham gilt längst, nicht nur wegen seines vor einigen Jahren für seinen Song " The weary kind" aus dem "Crazy heart"-Soundtrack erhaltenen Oscars, als einer der ganz Großen der Roots- und Americaba-Musik - und das völlig zu Recht. Er und seine großartigen Musiker verstehen es problemlos, die hohe Qualität ihrer Studioalben adäquat auf die Bühne zu bringen. Ja, vielleicht kommt ihre Ursprünglichkeit und Natürlichkeit, ihre Ungeschliffenheit dort noch besser zur Geltung als im Studio. Die hier mitgeschnittene Show ist ein herauzsragendes Indiz für diese These. Ein packender, erdiger, ungezähmter Auftritt voller natürlicher Rauheit und Schönheit. Einfach begnadet, wie die Truppe auf der Bühne solche großartigen Tracks wie etwa "My diamond is to rough", Southside of heaven", Hard times" oder das herrliche, live auf über 9 Minuten ausgedehnte "Bluebird", präsentioert. Hier steht ein noch immer ungeschliffener Rohdiamant der Americana-/Rootsrock-Szene mit einer ungeheuren Ausstrahlung und mit uvergleichlichem Songmaterial auf der Bühne. Eine bärenstarke, mit knapp 80 Minuten Spielzeit, prall gefüllte LIve-CD!

1. Sunrise - 5:35
2. Top Shelf Drug - 3:23
3. Depression - 5:28
4. Tell My Mother I Miss Her So - 4:50
5. Radio - 5:12
6. Bluebird - 9:20
7. My Diamond Is Too Rough - 6:14
8. Nobody Knows My Trouble - 3:24
9. The Weary Kind - 4:15
10. Hallelujah - 6:22
11. Hard Times - 6:22
12. Southside of Heaven - 7:05
13. Sunshine - 6:09
14. Bread and Water - 5:38

Art-Nr.: 9347
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Top shelf drug
Tell my mother I miss her so
Radio
Bluebird
My diamond is too rough
Hard times
Southside of heaven

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Blakeman, Shy - long distance man [2010]
5 lange Jahre nach dem vorzüglichen "The Southern Roots Revival" kommt der aus Wyoming stammende, schon vielerorts herumgekommene Shy Blakeman (lebte einige Jahre in Californien, dann in Kilgore/Texas und residiert aktuell in Nashville) endlich mit einem neuen Album, doch das Warten hat sich wahrlich gelohnt. "Long distance man" ist ein bravouröses Werk geworden, das den jungen Mann extrem gereift zeigt und von vorn bis hinten mit phantastischen Songs glänzt. Den Albumtitel des Vorgängers könnte man auch problemlos für das neue Album verwenden, denn er drückt klar und deutlich den Charakter und die Philosophie von Blakeman's großartiger Musik aus. Der Bursche hat irgendwie den Southern Rock im Blut - aber auch den Texas Outlaw-Country und den klassischen, Retro-Countryrock der goldenen Siebziger-Ära. Er möchte diesen "organic Texas Spirit" in seiner Musik zum Ausdruck bringen, ebenso wie "some L.A.-Countryrock-Roots" und vor allem auch einen "big taste of bluesy, swampy Southern Rock", sagt Blakemann. Und wie ihm das gelingt - einfach vorzüglich! Diese voller Seele und Würze steckende Mischung aus Roots-/Country- und Southern Rock mit ihrem Outlaw-Flair und "Renegade"-Charme übt auf den Zuhörer unmittelbar eine gewaltige Anziehungskraft aus, denn das Zeug bleibt nicht nur prächtig hängen, sondern wird auch, neben Blakeman's exzellentem Gesang, von einer Horde herausragender Musiker brillant in Szene gesetzt. Und schaut man mal auf das Line-Up der Instrumentalisten, wird noch einmal unmissverständlich klar in welche Richtung es hier geht: Marc Ford - Electric Guitar (ex-The Black Crowes), Audley Freed - Electric Guitar (ex-The Black Crowes, Cry Of Love), Doug Pettibone - Guitars, Dobro (u.a. Lucinda Williams), Kenny Vaughan - Electric Guitar (u.a. Rodney Crowell, Marty Stuart, Steve Earle), Jason Sutter - Drums, Ted Russell Kamp - Bass, Keyboards, Guitars, Trumpet, Akkordeon, Percussion (ex-Shooter Jennings' 357s), der das Werk auch hervorragend produzierte. Dem gesamten "Stab" gelingt eine einfach wunderbare, völlig natürliche Aufhebung der Grenzen zwischen staubiger Texas Roots-Musik, trockenem, klassischem Countryrock, Outlaw-Country und nahezu lupenreinem, oft schön swampigem Southern Rock! Inspirationen von Kollegen wie Waylon Jennings, Billy Joe Shaver, Poco, Wet Willie, The Black Crowes, The Charlie Daniels Band, The Allman Brothers Band und vor allem Lynyrd Skynyrd sind deutlich spürbar. Auch jüngere Veröffentlichungen, wie die der Brothers Of The Southland oder von Bo Bice passen recht gut ins Bild, wenngleich Blakeman's Musik doch noch ein deutlicheres Retro-Flair anhaftet. Das kommt einfach klasse! Tolle, erdige, Southern-fueled Lead-Gitarren und swampige, kernige Slide-Linien verzieren die Songs, ebenso wie die Klänge eines herrlichen, "verstaubten" Wurlitzer-Klaviers. Wie gesagt, wunderbar retro! Die Siebziger sind allgegenwärtig - und doch klingt alles sehr frisch und zeitgemäss. Los geht's mit dem großartigen, heissen, von einem tollen Waylon-Groove getragenen Outlaw-Countryrocker "Long distance man", dessen wunderbar funky wirkende, kurze Bläser-Fills der Nummer eine Menge Biss verpassen. Vollkommen locker, aber dennoch kraftvoll und dynamisch, kommt der anschliessende, schön flüssig dargebotene honky-tonkin' Roots-/Countryrocker "So many Honky Tonks" aus den Lautsprechern, dessen schönes, laues Southern-Feeling einem überaus geschmackvoll um die Nase weht. Es folgt eine phantastische Coverversion des alten Rusty Wier-Klassikers "Don't it make you wanna dance": Traumhafte Melodik, lockere, aber knackige Dynamik, wundervolles Slide-/Lap Steel-Spiel - ein Roots-/Countryrocker, wie er im sprichwörtlichen Buche steht. Hat erneut eine tiefe Southern-Seele. Klasse Piano-Geklimper! Ruhig, aber dennoch schwül, wird's bei "Dragob fly", einer prächtigen, semi-akustischen Roots-/Swamp-Nummer in einem klasse Banjo-/Acoustic Gitarren-/Akkordeon-/Slide-Gewand, der man, wüsste man es nicht besser, klar und deutlich eine Herkunft aus Louisiana bescheinigen würde. "Late night early morning" hat den Geist von The Band verinnerlicht, während Blakeman und seine Jungs in der Folge, zuunächst mit "Swamp water whiskey" und anschliessend mit "A quarter to three", zwei lupenreine, in vollster Blüte stehende, klassische Southern Rocker, die der besten Lynyrd Skynyrd-Ära entsprungen sein könnten, vom Stapel lassen. Der erste schön swampig mit feurig würzigen Riffs, dreckiger Lead Gitarre, starkem Wulitzer-Klavier im Hintergrund und weiblichem "soulful" Background-Gesang, der zweite mit einem charakteristischen Skynyrd-Groove, einem unterschwelligen Stones-Einschlag, heissen Bläser-Fills und einem brennenden, fetten E-Gitarren-Solo. Da kommt Freude auf! Danach wird die Power etwas runtergefahren. Die wunderschöne, ruhige, entspannte Country-/Americana-Ballade "Cannon ball" steht auf dem Programm. Fliesst mit ihren feinen Mandolinen- und Gitarren-Klängen, der hintergründigen Orgel-Untermalung, dem einsamen Dobro und dem sparsamen Percussion-Spiel locker, leicht und sehr natürlich in unsere Ohren. "Easy goin' woman" ist kerniger Texas Outlaw-/Roots-/Alternate Country an der Schnittstelle Waylon Jennings/Steve Earle und mit dem brodelnden, bluesigen, swampigen "Satin sheets" wird noch einmal mächtig gerockt (toller Groove, fiebrig glühendes Slide-Solo, dezenter Gospel-Touch). Es gibt auf diesem Album keinen Ausfall! Shy Blakeman und seine Mannschaft mit einem ungemein ambitionierten Werk! Retro-Country-/Roots-/Southern-Rock voller Herz und Seele! Wundervoll, wie Blakeman diese Musik in die heutige Zeit transportiert, wie er ihr, trotz aller Ursprünglichkeit, so viel Frische und Leben einhaucht, ohne auch nur einen Hauch an Authentizität einzubüssen. So muss man diese "Mugge" spielen! So lieben wir das! Das "Southern Roots Revival" des Shy Blakeman ist weiter auf dem Vormarsch...

Die komplette Tracklist:

1 Long Distance Man - 3:44   
2 So Many Honky Tonks - 2:46   
3 Don't It Make You Wanna Dance - 3:41   
4 Dragon Fly - 3:40   
5 Late Night Early Morning - 3:42   
6 Swamp Water Whiskey - 3:26   
7 A Quarter To Three - 3:59   
8 Cannon Ball - 3:30   
9 Old Folks Blues - 3:54   
10 Easy Goin' Woman - 3:13   
11 Livin' Proof - 3:49   
12 Satin Sheets - 3:43   
13 Save A Little Room - 4:45

Art-Nr.: 6939
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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So many Honky Tonks
Don't it make you wanna dance
Dragon fly
Swamp water whiskey
A quarter to three
Cannon ball
Easy goin' woman

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Cagle, Chris - same [2003]
Nach seinem erfolgreichen und durchaus beachtlichen Erstling "Play it loud" aus dem Jahre 2000 legt Chris Cagle nun mit seinem neuen, gleichnamigen zweiten Album nochmal einen drauf! Knackiger Hi-Energy-Country mit viel Druck und Power, mit dem er zielsicher den Zahn der Zeit trifft. Ja, und der Erfolg gibt ihm recht! Mit Kachacho ist das Album wie eine Rakete aus dem Nichts an die Nr.1 der Billboard Country-Album-Charts geschossen. Und die erste Single, das schneidige, flotte, knackige New Country-Stück "What a beautiful day" schickt sich an, den gleichen Weg Richtung Single-Charts-Spitze zu gehen. Es läuft prima für Mr. Cagle! Der Bursche strahlt eine ungemeine Energie aus. Wie selbstverständlich kombiniert er diese musikalische Power mit teilweise überaus sensiblen Geschichten und seiner "Killer"-Countrystimme. Übrigens hat er bis auf einen alle Songs mitkomponiert, was zeigt, daß er auch ein erstklassiger Songwriter ist. Seine Musik ist modern, oft recht rockig, kräftig und vor allen Dingen immer richtig "country"! Wir hören viele Fiddles mit ordentlich Drive, Big Electric Guitars, mal kombiniert mit dezenter Mandoline oder mit einem Banjo, flüssiges Klavierspiel und auch mal eine fette Orgel. Und an der Basis bestimmt eine ungemein treibende Rhythmus-Sektion aus fetten Basslinien und voluminösen Drums den Takt und das Tempo. So befindet sich seine Musik irgendwo in der Schnittmenge zwischen Tim McGraw, Kenny Chesney, Toby Keith und Montgomery Gentry. Ob Balladen oder Uptempo-Nummern, alles hat ordentlich "Saft". Das Album wird sicher noch eine Menge Hits abwerfen. Da haben wir z.B. das hervorragende dynamische Uptempo-Stück "Chicks dig it" mit seinem humorvollen Text und diesem gut abgehenden traditionellen Country-Drive einerseits, und seinen peppigen, rockigen E-Gitarren-/Fiddle-Duellen im Mittelteil andererseits. Das hat schon was! Oder die vollmundige, wieder mit kräftiger E-Gitarre instrumentierte Power Country-Ballade "Look what I found", das rockige, mit dezentem Southern-Flavor angereicherte "Night on the country", das starke "Everything" - alle haben sie das Zeug hohe Chartpositionen zu erreichen. Ein prima Album! Der Durchbruch scheint geschafft! Der Texaner ist Nashville's neuer Star am Country-Himmel! Vielleicht ist er sogar in der Lage einmal in die Fußstapfen eines Tim McGraw zu treten...

Art-Nr.: 1817
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 6,90

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Crain, Billy - skeletons in the closet [2010]
Bärenstarkes Solo-Album des legendären Southern Rock-Gitarristen! "Billy Crain has been a driving force on the Southern Rock and Rock scene for over three decades", heisst es in einem renommierten Online Southern Rock-Fanzine - und genau so ist es. Billy Crain war nicht nur Mitbegründer der einstigen Henry Paul Band, sondern ist auch seit dem Tod Hughie Thomassons bei den aktuellen Outlaws involviert, wo er sich seitdem größtenteils für dessen Gitarrenparts verantwortlich zeigt. Zudem zählt er zum Line-Up von Henry Paul's New Country-Seitenprojekt BlackHawk, das ja mittlerweile fast identisch zur aktuellen Outlaws-Besetzung musiziert. Was an vielen bisher allerdings weitestgehend vorrüber gegangen sein dürfte, ist, dass Billy (sein Bruder Tom Crain war übrigens über 15 Jahre Jahre lang ein ebenfalls überaus erfolgreicher Gitarrist und eine tragende Säule der legendären Charlie Daniels Band) auch als Songwriter in Nashville ungemein gefragt ist und so prominente Interpreten wie Shania Twain, die Dixie Chicks, Sara Evans oder Martina McBride zu den Abnehmern seiner Kompositionen zählen darf. Mit seinem neuen, wunderbaren Solo-Werk "Skeletons In The Closet" hat er sich selbst nun ein Album auf den eigenen Leib zugeschnitten, welches einerseits der ewig hungrigen Southern Rock-Fangemeinde (besonders den Traditionalisten) regelrecht Tränen in die Augen treiben dürfte, das aber auch die Anhänger knackiger, zeitloser Countryrock-"Mugge" und vor allem die Gitarren-Enthusiasten extrem begeistern wird. Es ist eine CD der Extraklasse, die genau das in den Mittelpunkt stellt, was die Anhänger des Genres so gerne mögen: Satte, vielfältige und filligrane E-Gitarrenarbeit! Und die gibt es voller zündender und absolut melodischer, kerniger Soli wirklich in Hülle und Fülle, Billy feuert hier mit seinen Saitengeräten regelrecht aus allen Rohren. Teilweise meint man sogar, dass Hughie Thomasson imaginären Beistand bei vielen der typischen Stratsoli leistet. Bis auf die Covergestaltung und den Mix der Stücke hat Crain sämtliche anderen Dinge wie Produktion, Songwriting und Gesang, sowie alle vertretenen Instrumente im Alleingang eingespielt. Das Ergebnis kann sich mehr als nur hören lassen. Zehn wunderbare, leicht retroangehauchte Tracks (wirken aber dank der kräftigen und glasklaren Produktion sehr zeitgemäß), allesamt sehr melodisch und abwechslungreich, die den Hörer vor allem dank der erwähnten, furiosen Gitarrenarbeit des Protagonisten teilweise staunend zurücklassen. Hatten die Outlaws auf ihrer neuen "Demos"-Scheibe (wo Billy auch beim Songwriting stark mitgemischt hatte) schon sehr positiv überrascht, so ist Crain's Solowerk jetzt der richtige, exzellent passende Nachschlag. Vom flockigen Opener "Rise Up" (schöne Akustikgitarre, 38 Special-typischer E-Gitarren-Rhythmus, Outlaws-trächtige Soli) bis zum herrlichen Abschluss "Running With The Rebels" (ein Lied zum Mitsingen, Mitwippen; auch hier grandiose Stratocaster-Soloarbeit im Thomasson-Stil) bleiben absolut keine Wünsche offen. Billy's Gesang hat allerdings nicht die typische Whiskey-getränkte Southern-Röhre, sondern klingt teilweise wie eine Mischung aus Timothy B. Schmidt (Eagles / Poco) und Rusty Young (Poco), was allerdings ebenfalls prima zu dieser schwungvollen, erfrischenden, sich prächtig in unseren Gehörgängen festsetzenden Musik passt und so manchem Song zusätzlich gar ein unterschwelliges Westcoast-Ambiente verleiht. "Muddy Waters" im typischen Outlaws-Gewand der Anfangsjahre (leichter Western-Einschlag, herrliche, virtuos gespielte E-Gitarren-Salven), das hochmelodische "White Picket Fence" (klasse E-Gitarren-Fills, schöne Harmoniegesänge) und das dezent folkige "Hard Times At Ridgemont High" (Mandolinen-betont, könnte auch gut ins BlackHawk-Programm passen) bilden die Vorboten für eine sich im Verlauf immer weiter steigernde CD. "Quick Silver" mit seiner markanten Refrainzeile (hat viel early Poco-Fwwling) überzeugt mit polternden Drums, richtig raubeinigen, erdigen Slides und furiosem E-Gitarren-Spiel in bester Lynyrd Skynyrd-Tradition. Allen Collins zu seiner Glanzzeit lässt grüßen! Der stampfende Titeltrack (übrigens nicht zu verwechseln mit dem Lied "Too Many Skeletons In Your Closet" der auch den Outlaws nahestehenden Ghost Riders) zeichnet sich durch eine markante E-Gitarren-Führungslinie aus und bietet die in Szenekreisen obligatorischen Twin-Parts. Das swampige und leicht countryumwobene "Daisy Chain" entpuppt sich mit seinem sofort in den Gehörgängenen verwurzelten Retro-Refrain (man fühlt sich teilweise in Crosby, Stills, Nash & Young-Tage zurückversetzt) und der tollen E-Gitarren-Arbeit, inklusiv kleinem Gitarrenfinish, als weiterer Kracher. Das erneut in allerbester Outlaws-Manier präsentierte "Borrowed Freedom" und das in den Strophen ein wenig an "House Of The Rising Sun" erinnernde "Cracks" (zum Teil dezent psychedelisch anghauchte, herrliche E-Gitarren-Arbeit) überzeugen wieder durch modern interpretierte Retroabwandlungskunst. Das bereits erwähnte "Running With The Rebels" würde jeden Southern-Fan auf die Knie gehen lassen, wäre da nicht der kleine Makel des Fehlens des Genre-obligatorischen Gitarrenfinishs, auf das man sich im Verlauf des Songs (trotz toller Soli zuvor) schon fast unweigerlich einrichtet. Trotzdem ein Klasse-Abschluss! Billy Crain überzeugt mit seinem Solo-Album "Skeletons In The Closet" auf ganzer Linie. Eine phantastische Visitenkarte eines absoluten Ausnahme-Gitarristen, Songschreibers und Allround-Musikers, die von vorn bis hinten einfach nur Spaß macht. Ein kleines Manko ist die etwas spartanische Verpackung der CD im einfachen Papp-Sleeve in alter LP Cover-Optik, doch das darf und muß man bei dieser prachtvollen Musik einfach als zu vernachlässigen in den Hintergrund stellen. Ein tolles Album! Man darf gespannt sein, was Billy Crain in Zukunft noch so alles aus seiner offensichtlich mit Ideen nur so vollgepackten musikalischen Vorratskammer hevorholt... (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Rise Up (4.04)
2. Muddy Waters (4.36)
3. White Picket Fence (3.50)
4. Hard Times At Ridgemont High (4.19)
5. Quick Silver (4.40)
6. Skeletons In The Closet (3.51)
7. Daisy Chain (4.30)
8. Borrowed Freedom (3.32)
9. Cracks (3.34)
10. Running With The rebels (3.20)

Art-Nr.: 7228
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Muddy waters
White picket fence
Hard times at Ridgemont High
Quick silver
Skeletons in the closet
Borrowed freedom
Cracks

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David Hidalgo, Mato Nanji, Luther Dickinson - 3 skulls and the truth [2012]
Wow, was für eine Kooperation, was für eine "Supergroup"! Die Bezeichnung "Supergroup" ist ja oft so ein abgenutzter Marketingausdruck, um irgendeinen seelenlosen Zusammenschluß von bekannten Musikern zu pushen, doch hier ist das etwas ganz anderes. Hier steht dieser Begriff darüber hinaus für exorbitant hohe Qualität und ein "Hammer"-Album. Er passt also! 3 hoch geschätzte Ikonen des Blues-, Southern-, und Jamrocks, 3 großartige Sänger und noch bessere "guitar heros" der heutigen Zeit sind, nachdem sie während der "Experience Hendrix Tour" zu Ehren des legendären Gitarrenhelden Jimi Hendrix gemeinsam spielten und spontan dieses Projekt planten, zusammen ins Studio gegangen, um ihre musikalischen Intensionen und ihr aussergewöhnliches Talent miteinander zu kombinieren. Und Leute, das Resultat kann sich so etwas von hören lassen - wie gesagt: "Hammer"! Die "3 skulls" sind der charismatische Los Lobos-Gitarrist und -Sänger David Hidalgo, die Institurtion der grandiosen "Native Americans"-Formation Indigenous, Mato Nanji, sowie der phänomenale, in der Szene momentan algegenwärtige Frontmann und "guitarslinger" der North Mississippi Allstars, dem zur Zeit neben Gov't Mules's Warren Haynes vielleicht "hardest working guitarist" des Rock'n Rolls (u.a. The Black Crowes und zuletzt die exzellenten Missing Cats). Die Drei bringen sich zu gleichen Teilen in dieses tolle Projekt ein und haben mit "3 skulls and the truth" ein ungemein authentisches, sehr ambitioniertes, bärenstarkes, raues, erdiges, Energie geladenes, dreckiges, "southern-fueled" Bluesrock-Album eingespielt, das bestimmt wird von der genialen Gitarrenarbeit und dem vorzüglichen Gesang der 3 Protagonisten. Klar, dass solche Saitenkünstler auch eine adäquat starke Rhythmus-Sektion benötigen, was die Herren Steve Evans am Bass und Jeff Martin an den Drums in bravouröser Manier erledigen. Besonders beeindruckend ist, dass auf dem Album nicht einfach lieblos ein paar Songs hintereinander gepackt wurden, bei denen jeweils einer der drei "Stars" im Mittelpunkt steht, sondern das es sich wirklich um ein gemeinsames Projekt der Drei mit Herz und Seele handelt. Auf jedem Track sind alle Drei gemeinsam zu hören, fast immer mit abwechselndem Lead Gesang, tollen Harmoniegesängen und mit ihrer "flammenden" Gutarrenarbeit. Und so kommen die Gitarren-Enthusiasten und Fans dieser "Saitenhexer" voll auf ihre Kosten. Immer wieder hören wir innerhalb der Stücke ausgedehnte, packende, wechselseitige Soli, bei dem sich die Drei gegenseitig antreiben und aus ihren Instrumenten rausholen, was rauszuholen ist. Da kocht die Hütte! Ja, jeder stellt sich in den Dienst der Sache und so ist das ein richtiges Bandprojekt geworden. Nehmen wir beispielsweise mal den bärenstarken Opener "Have my way with you", ein herrlicher, voller Southern Rock-Flavour steckender, rauer Bluesrock-Stomper, der fast klingt, als könnte er ein vergessenes Juwel aus ZZ Top's "Tres hombres"-Sessions in den frühen Siebzigern sein. Das Intro dieser Nummer wird von Luther Dickinson gesungen, die erste Strophe von Mato Nanji, die zweite schließlich von David Hidalgo. Ähnlich verhält es sich mit der Gitarrenarbeit. Das "blistering first solo" kommt von David Hidalgo, das zündende, grandiose zweite von Mato Nanji, und Luther Dickinson brilliert mit brodelnden Fills. Beim abgehenden Bluesrock-Boogie "Make it richt" beispielsweise bginnt hingegen Mato Nanji mit dem ersten Solo, während Luther Dickinson einen glühenden Slide-Ritt nachlegt. David Hidalgo setzt sich schließlich bei dem kernigen "Outro-Solo" in Szene. Gesungen wird die Nummer von Dickinson und Hidalgo. So zieht sich das durch die ganze Scheibe. Manchmal hören wir auch wunderbare Twin-Leads, wie zum Beispiel beim großartigen "Still looking". Die Songs sind durchweg ohne Fehl und Tadel. Sie sind durchaus kompakt, bestechen mit einer prima hängen bleibenden Melodik, stecken aber gleichzeitig voller Dampf und voller Power, und bieten immer wieder ausreichend Platz für die kochenden Gitarrenausflüge der äusserst spielfreudig auftretenden Saitenartisten. "Real tight stuff" eben! Vielleicht eine der besten Gitarren Bluesrock-Scheiben des Jahres 2012! Jawohl, der Rock, der Blues und der Boogie der frühen Siebziger leben, und zwar in all ihrer Kreativität. Hidalgo, Dickinson und Nanji bieten ganz großes "Kino". Hoffen wir, "that that this trio of slingers will team up again" - und zwar möglichst bald...

Das komplette Tracklisting:

1. Have My Way with You - 6:41
2. I'm a Fool - 4:23
3. Make It Right - 5:56
4. Known ‘Round Here - 4:28
5. Coming Home - 5:47
6. All I Know - 4:06
7. The Worldly and the Divine - 5:54
8. Still Looking - 6:14
9. Cold as Hell - 5:39
10. The Truth Ain’t What It Seems - 4:47
11. Woke Up Alone - 5:24
12. Natural Comb - 6:06

Art-Nr.: 7937
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Have my way with you
Make it right
Coming home
All I know
The worldly and the divine
Still looking
Woke up alone

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Edwards, Kathleen - failer [2003]
Die 24-jährige Kanadierin, aus einer ländlichen Gegend um Quebec stammend, hat innerhalb kürzester Zeit einen mächtigen Hype in der Roots-/Americana/Alternate-Country-Szene ausgelöst. Gerade mal ist ihr Debut-Album in den USA erschienen (in Kanada kam es bereits im Herbst 2002 auf den Markt), schon feiert man sie in der Presse als eine Art neue Lucinda Williams. Man muß ja mit solchen Vorschußlorbeeren und Titulierungen immer etwas vorsichtig sein, doch da ist schon was dran. Auf jeden Fall legt Kathleen Edwards ein ganz fantastisches Debut-Album vor. Und der Vergleich mit Lucinda Williams ist, auch stimmlich, gar nicht so abwägig. Wunderbar natürlich kommt ihr lässiger, völlig entspannter, aber sehr gefühlvoller, leicht verwundbar wirkender Gesang rüber. Doch man täte ihr unrecht, sie zu sehr mit Lucinda zu vergleichen. Vielmehr verarbeitet sie jede Menge anderer zusätzlicher Einflüsse mit einer für ihr Alter herausragenden Fähigkeit kreative Lieder und anspruchsvolle, bissige Texte voller Lebenserfahrung zu schreiben, zu ihrem unverkennbar eigenen Stil. Aufgewachsen mit der Countrymusik von Hank Snow, Hank Williams und Buck Owens, begann sie sich als Teenager für die Musik von Neil Young, Bob Dylan und Tom Petty zu interessieren. Zudem hat sie zwischen ihrem 5. und 17. Lebensjahr eine klassische Violinenausbildung genossen. Seit Jahren bereits tourt sie durch die kanadischen Lande und hat dabei eine Menge Live-Erfahrung gesammelt. All das verarbeitet sie gekonnt in ihrer Musik. Herausgekommen ist ein tolles Album, das man tatsächlich als einen kleinen, richtig kostbaren Americana-Edelstein bezeichnen kann, eine Rootsrock-/Roots-Pop/Singer-Songwriter/Alternate Country/Americana-Perle an der Schnittstelle zwischen Lucinda Williams, Sheryl Crow, Ani DiFranco, Tift Merritt, Ryan Adams, Whiskeytown, Tom Petty und Neil Young! Die Songs sind zumeist recht einfach strukturiert, stecken aber dennoch voller musikalischer Spannung, songschreiberischer Substanz und Seele. Sie wird von excellenten Musikern begleitet; Gitarren aller Art, immer mal wieder unterbrochen von feinen Piano- und Orgeltupfern, oder auch mal durch eine von Kathleen dezent eingestzte Geige, bestimmen den Sound. Herrlich ungeschliffene, aber dennoch sehr feine, exquisite und saubere Produktion von Dave Draves und Kathleen selbst. Extrem locker und flockig geht es mit dem herrlich melodischen "Six o'clock news" los. Das Stück schraubt sich unaufhaltsam in die Gehörgänge des Zuhörers, geht runter wie Öl. Herrlich transparente Gitarren, eine ganz dezente Orgel und ein rootsiges Slide E-Gitarrensolo in der Mitte machen dieses Stück zu einem wahren Rootsrock/-pop-Hit! Sehr stark! Von ähnlichem Kaliber, wieder mit toller Melodie und ebenso schönem, rootsigen Gitarrensound ist das großartige "One more song the radio won't like". Das folgende "Hockey skates", mit all seiner traurigen Resignation, ist ein wahrer Singer--Songwriter-/Americana-Traum voller Gefühl mit tollen E-Gitarrentupfern und unaufdringlicher Violine im Refrain. Bei "Bellevue" und dem Ryan Adams-infizierten "Maria" wird mit dominanten, dreckigen E-Gitarren rootsig gerockt, während die lockere Rootspop/Alternate Country-Nummer "The lone wolf" gar etwas mystisch daherkommt, und mit "Mercury" eine weitere großartige Ballade aus den Lautsprechern tönt. Schwache Songs sucht man auf diesem Album vergeblich! "Failer" schlägt in den USA wie eine Bombe ein, ja prescht sogar auf vordere Platzierungen in den US Billboard-Album-Charts. Eine Tatsache, die für dieses Genre wahrlich nicht alltäglich ist. Hocherfreulich! Kathleen Edwards scheint wahrhaftig das nächste "big thing" des Americana-Genres zu werden. Verdientermaßen! Ein fantastisches Album einer jungen Künstlerin, in der offenbar eine Menge Potential steckt. Doch jetzt gratulieren wir erstmal zu dem großartigen "Failer"... - und auf das nächste Album freuen wir uns jetzt schon...

Art-Nr.: 1785
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Six o'clock news
Hockey skates

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Foley, Sue - where the action is [2002]
Keine Frage, das neue Album "Where the action is" läßt keinen Zweifel aufkommen: Sue Foley ist endgültig eine der ganz großen Damen des Bluesrocks! Fantastische, feurige Gitarrenpower, eine "scharfe", coole, sexy Stimme, herausragende Songwriter-Qualitäten und viel viel Gefühl sind die ausgeprägten Fähigkeiten der Gitarristin aus Kanada, für die Austin/Texas inzwischen zur zweiten Heimat wurde. Ihr Stil ist unheimlich tough, roh und erdig, die Gitarren sind laut, dreckig und teilweise ordentlich verzerrt, doch alles klingt wunderbar kompakt und einfach, ist total auf den Punkt gebracht. Immer wieder überzeugen die Songs mit knackigen Riffs und sehr gelungenen Melodien. Energie, Druck, Dreck, Gefühl, Intensität, Leidenschaft und Melodie - all das vereint sie in unnachahmlicher Weise, gepaart mit dem ein oder anderen glühenden Husarenritt auf ihrer Fender-Telecaster. Mit dem Titelstück, einer riffigen, melodischen Power-Bluesrock-Nummer, die in die Beine geht, startet das Album, eingebettet in eine dezent nostalgische Orgel und dreckige, satte E-Gitarren. Gleich danach geht es mit sehr viel Gefühl weiter. Musikalische Schwüle und atmosphärische Dichte mit druckvollen Drums domienieren bei dem Louisiana-touched "Verrtigo Blues", einem "schweren" Shuffle-Blues mit tollem Gesang und herrlich elektrisch verzerrter Gitarre und Slide. Lockeren driving Bluesrock, wieder mit scharfen, zerrigen Gitarren ohne Ende und einer feinen Melodie hören wir auf "Love disease", während "Two bluebirds" eine wahre Killer-Nummer ist. Wunderbarer Texas-infizierter Slow-Bluesrock mit einem Mördergroove und großartigen Gitarren. Da werden sogar kurzzeitig Erinnerungen an Stevie Ray wach. Anschließend folgt das erste Coverstück, eine klasse, abgehende Version des Stones-Knallers "Stupid girl". Außerdem versucht sie sich höchst beeindruckend an dem Traditional "Down the big road blues", wobei wir uns in tiefsten Acoustic-Delta-Blues-Gefilden befinden und an einer tollen Version von Etta James' "Roll with me Henry". Nochmal sehr Stones-lastig wird es bei derm flockigen "Baby where are you" und zum Finale gibt es mit dem rasanten "Gotta keep moving" nochmal ein regelrechtes Rock'n Roll-Feuerwerk, bei dem Mrs. Foley's das Gaspedal bis zum Anschlag durchdrückt und die Gitarrensaiten regelrecht zum Glühen bringt. Das Album ist überwiegend live im Studio eingespielt. Auch das ein Grund dafür, wie wunderbar direkt und intensiv die Musik rüberkommt. "Tough, sexy blues-tinged Rock" sagt die Plattenfirma. Stimmt, aber der hat die Güteklasse 1a! Ein prächtiges Album! "Where the action is", is Sue Foley...

Art-Nr.: 1133
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Where the action is
Two bluebirds

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Foster, Radney - another way to go [2002]
Radney Foster in der Form seines Lebens! Dem gehen die guten Ideen und die begnadeten Songs wohl nie aus. Das verdient schon eine Menge Respekt! Mittlerweile 43 Jahre alt, geling dem in Del Rio, Texas (= Titel des ersten Albums) geborenen Foster (ehemalige Hälfte des in den End-Achtzigern in Nashville sehr erfolgreichen Duos Foster & Lloyd) mit seinem insgesamt 5. Soloalbum , dem ersten Studioalbum seit 4 Jahren, ein fantastisches Vorzeige-Country-, New Country-, Countryrock-Album voller Hingabe, Energie und mit sehr viel Gefühl, bei dem sein ihm angeborenes rootsiges Texas-Flair immer präsent ist. Ein vollmundiger, satter Gitarrensound (zum Teil sind mehrere Gitarren parallel im Einsatz) bestimmt das Geschehen. Dazu bestechend starkes Songwriting und eine tolle Melodie nach der näxhsten. In vielen Momenten kommen die neuen Songs der späten Foster & Lloyd-Zeit sehr nahe, sind aber immer angereichert mit trockenen und rootsigen Americana-Elementen. Das Album steckt voller radiotauglicher New Country- und Countryrock-Songs, doch nie verkauft sich Foster mit seiner Musik dem Kommerz. Spielend schafft er es diese ganz schmale, so schwer zu treffende, dafür aber umso kultiviertere und künstlerisch anspuchsvollere Linie zwischen Chartpotential und eigener Kreativität, zwischen radiofreundlich und rootsig zu treffen. Die Songs, so schön sie auch sind, bewahren immer ihren erdigen, ursprünglichen, ehrlichen Charakter. Damit wird er sowohl seine alten Foster & Lloyd-Fans, als auch die anspruchsvolle Rootsrock/Americana/Countryrock-Gemeinde, die hinter Leuten wie Buddy Miller & Co. steht, begeistern. Ein Album ohne Schwachstellen! Hier stellvertretend ein par Kurzanalysen: Voller satter Gitarren, unterstützt von tollem Mandolinenspiel (Chris Thile) geht es mit dem herrlichen Ohrwurm "Real fine place to start" knackig, schmissig, countryrockig und vollsoundig in bester Foster & Lloyd-Manier los. Es folgt der nächste Knüller-Song, das superbe "Everyday angel", gewidmet einem New Yorker Feuerwehrmann, der beim Einsatz am 11. September sein Leben lassen mußte. Ein wiederum sehr knackiger. melodischer New Country-Song mit tollem Gitarrensound, wie aus einem Guß, mit dem sich für Radney Foster, und das völlig verdient, auch wieder erste Charterfolge einstellen. In den Texas-Music-Countrycharts ist das Lied bereits auf Nr. 1 geschossen! Nach der feinen, rootsigen Ballade "Again", dem trockenen Countryrocker "Sure feels right" mit Kim Richey als Gast-Sängerin, dem schönen, leicht folkigen "Disappointing you", dem coolen, von dezentem Memphis Blues- und Funk-Feeling begleiteten rockigen Countrysong "I got what you need", folgt wieder so eine fetzige Countryrock-Nummer, knochentrocken arrangiert, aber mit satten Gitarren und einer herrlichen Melodie. Danach lassen bei "What it is what you do" die Stones aus besten "Honky Tonk women"-Tagen grüßen. Es scheint Keith Richards sei bei Foster & Lloyd eingestiegen. Anschließend gibt Foster zusammen mit Kollegin Chely Wrght einen von ihm und Nashville-Legende Harlan Howard kurz vor dessen Tod geschriebenen wunderschönen Countrysong zum Besten. Tolles Klavier, herrliche Baritone-Gitarre, eine feine Fiddle und eine traumhafte Melodie machen das Stück zu einem echten "Hit"! Nach weiteren starken Tacks gibt es schließlich zum Ausklang des Albums noch das Titelstück - und das ist nochmal eine übbrragende, pure, ehrliche Countryrock-Nummer für die Ewigkeit. Knackige Drums, rockige Gitarren mit super Soli, feine Mandoline, starker Gesang, Drive, Power - was will man mehr. 13 Songs mit etwas mehr als 51 Minuten Spielzeit bescheren uns einen ganz großen Wurf von Radney Foster. Unsere ehrfürchtige Verneigung in Anerkennung dieses Werkes ist ihm sicher. Vielleicht das Stärkste, was er bislang veröffentlicht hat. Und das will was heißen, waren doch die vergangenen Alben wahrlich auch nicht von schlechten Eltern...

Art-Nr.: 1136
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Gilbert, Brantley - halfway to heaven [2010]
Sehr starkes New Country-Album (sein mittlerweile zweites) des aus Athens, Georgia stammenden Brantley Gilbert, und zwar ein sehr aus dem Rahmen fallendes (oftmals klingt der Bursche wie eine mächtig Dampf ablassende Countryrock-Ausgabe der Southern Rocker von Molly Hatchet, dann wieder bewegt er sich auf dem Terrain eines Keith Urban), was sicher hauptsächlich der Tatsache zu verdanken sein dürfte, dass Gilbert bei einem Indie Label unter Vertrag steht (Average Joes Entertainment Group). Er kann halt relativ zwanglos zu Werke gehen konnte und so etwas zahlt sich, wie auch hier, künstlerich zumeist aus. Schon der Blick auf das Cover lässt eher vermuten, dass man es mit einer Heavy Metal- oder Biker Rock-Scheibe zu tun haben könnte, als mit einem Werk, das in Nashville Fuß fassen möchte. Lediglich die diversen Co-Songwriter (Gilbert hat alle Stücke mitkomponiert) wie Jeremy Spillman, Dallas Davidson, Ben Haslip oder Rhett Akins, die bereits Lieder für klingende Namen wie Trace Adkins, Jack Ingram, Brooks & Dunn oder Joe Nichols abgeliefert haben, lassen Insider erahnen, wo der Hase lang läuft. Brantley Gilbert hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt und sich mit jedem neuen Auftritt und jedem neu geschriebenen Song ein Stück mehr verbessert. Auf kompositorischem Gebiet gelang ihm der Durchbruch, als Jason Aldean Gilberts "The Best Of Me" für sein letztes Album "Wide Open" auswählte. Das Album, das in produktionstechnischer Zusammenarbeit mit den ebenfalls in Athens ansässigen Atom Brothers und mit vielen aus Georgia kommenden (nicht so bekannten) Musikern entstand (die aber alle frisch, unbekümmert und vor allen Dingen überaus kompetent zu Werke gehen - besonders klasse das deftige Drumming von Gerry Hensen und die filigrane Saiten- und Keyboardarbeit von Country Blues-Rocker Jess Franklin), durchweht demnach eine starke, wohltuende Southern Rock-Brise, die dem Ganzen sehr viel Pepp und Abwechslung verpasst. Schon der satte Opener "Hell On Wheels" gibt mit seinen fetten, dominierenden Slide-Riffs mächtig Gummi. Montgomery Gentry, Jeffrey Steele, The Roadhammers, Trace Adkins oder Van Zant kommen einem da sofort in den Sinn, aber eben auch eine Country-Ausgabe von Molly Hatchet. Ist ein Song, der nicht nur in Truckerkreisen, bei den Countryrockern, den Outlaw-Rockern und der Southern-Fraktion einen Stein im Brett haben dürfte. Die folgenden drei Tracks ("Bending The Rules And Breaking The Law", "Back In The Day", "My Kind Of Crazy") zeigen dann die andere Seite des Brantley Gilbert, der sich mit sehr angenehm ins Ohr gehenden, frischen Melodien sich im Stile moderner Interpreten wie Jason Aldean, Keith Urban oder Chris Cagle in seinen ruhigeren Momenten, für Radiopräsenz nahezu aufdrängt. Die erste Single "Kick It In The Sticks" ist in seiner Wahl allerdings, wie so vieles auf diesem Album, recht ungewöhnlich und (in Gilberts und im Interesse des Labels) als sehr gewagt zu bezeichnen. Doch es ist eine klasse Nummer. Der mit einem unterschwelligen Redneck-Flair daher stampfende, derartig heftig mit fetten Gitarrenläufen rockende Song dürfte eher der Southern Hard Rock-Fraktion Freudentränen in die Augen treiben, als den kommerziell-orientierten Entscheidern der Radio Airplays. Eine mutige Wahl, wie sie wohl auch nur bei einem Indie-Label möglich ist. Man drückt ganz feste die Daumen, denn der Song ist, wie gesagt, einfach toll. Das Album hat mit seinem Einstieg auf Platz 19 in der Billboard Country Charts immerhin schon mal einen Achtungserfolg erreicht. So wird vieles vermutlich von der Nachfolge-Single abhängen, aber hier kann Gilbert neben den zu Anfang erwähnten Songs bei "Halfway To Heaven" (autobiographischer Titelsong, der einen Autocrash Gilberts textlich verarbeitet und ihn zum Umdenken seines Lebenswandels bewog, Bilder seines zerquetschten Pickups im Booklet lassen einen dabei den Atem anhalten), "Saving Amy" (thematisiert ebenfalls einen Unfall, bei dem der Fahrer allerdings nicht, wie in Gilberts Fall, überlebt - schön mit emotionalen Streicherelementen in Szene gesetzt), "Them Boys" (schönes Dobro-Spiel, klasse Strat-E-Gitarren-Solo, erinnert ein wenig an Kenny Chesney’s "Young") oder dem pianoträchtigen, balladesken Lovesong "Fall Into Me" (mit einem Hauch von Lynyrd Skynyrd's "Tuesday’s Gone") aus einem reichhaltigen Fundus schöpfen. Während diese Songs dem Hörer Luft zum Atmen gewähren, wird dann immer wieder ordentlich dazwischen gerummst. "Country Must Be Country Wide" oder "Take It Outside" sind nichts für zart besaitete Gemüter, sondern eher etwas für derbe, raue, rebellische Vertreter. Beides sind klasse, aggressiv gesungene "Auf die Zwölf-Country-/Outlaw-Rocker, wie man sie von Chris Cagle, Travis Tritt, Shooter Jennings oder Jeffrey Steele mit viel Wucht um die Ohren gebrettert bekommt. Am Ende gibt es mit "Dirt Anthem Road (Revisited)" noch ein "Gimmick", den Colt Ford (auch bei einigen anderen Tracks als Co-Writer involviert) bereits auf seinem eigenen Album "Ride Through The Country" vorgestellt hatte. Hier präsentieren die beiden eine entspannt groovende Version (Brantley's Gesang mit seinem dezent introvertierten Touch erinnert oftmals ein wenig an Eric Heatherly), die von erstaunlich gut passenden Rap-Einlagen Ford's immer wieder unterbrochen wird. New Country meets Rap, ebenfalls nicht alltäglich, aber ein äußerst gelungenes Finish. Brantley Gilbert hat mit "Halfway To Heaven" ein äußerst spannendes Album („he’s somewhere between the Rock-N-Roll vibe of the southern country rock scene, the roots-rock oriented flavors of Texas country and the mainstream of Nashville”, so eine weitere, den Stil durchaus korrekt beschreibende Kritikermeinung) abgeliefert, das sich aufgrund des mutigen Konzepts viel Respekt verdient hat. Ein frisches, modernes, instrumentell hochwertig eingespieltes Werk (kommt auch ohne die arrivierten, omnipräsenten Studiomusiker hervorragend aus), das den relativ festgefahrenen Strukturen Nashvilles gut tun sollte. Tolle, abwechslungsreiche und kurzweilige New Country-Musik, die richtig Laune macht! Viel Erfolg, Brantley Gilbert! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Hell On Wheels - 4:16   
2 Bending the Rules and Breaking the Law - 3:31   
3 Back In the Day - 4:00   
4 My Kind of Crazy - 3:41   
5 Kick It In the Sticks - 3:48   
6 Halfway To Heaven - 3:15   
7 Saving Amy - 5:29   
8 Country Must Be Country Wide - 3:39   
9 Take It Outside - 4:21   
10 Them Boys - 4:04   
11 Fall Into Me - 4:01   
12 Dirt Road Anthem [Revisted] - 4:41

Art-Nr.: 6862
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 6,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hell on wheels
Back in the day
Halfway to heaven
Country must be country wide
Take it outside
Them boys

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Hanson, Jennifer - same [2003]
Klasse Debutalbum von Jennifer Hanson! Ein neuer Name und ein neues (hübsches) Gesicht, das man sich merken sollte, denn sie bringt mit ihrem überwiegend recht rockigen Sound frischen Wind in die Szene. Jennifer ist alles andere als ein musikalischer Neuling. Schon durch ihre familiären Bindungen war und ist sie immer ein Teil des "Country-Zirkus". Zum einen ist sie verheiratet mit dem bekannten Nashville-Songwriter Mark Nesler und zum anderen war ihr Vater Larry Hanson lange Jahre der Touring-Gitarrist der Country-Superstars von Alabama. Bezeichnenderweise posiert Jennifer dann auch auf einigen Fotos des Booklets und auf dem Backcover mit einer E-Gitarre umhängend und einem Alabama-T-Shirt bekleidet, was ihre Verbindungen und ihren Hang zum knackigen, elektrischen Sound wohl verdeutlichen soll. So sind die meisten ihrer 11 Songs, von denen Sie übrigens 9 mitkomponiert hat, dann auch tatsächlich von einer wunderbar knackigen Natur, mit einer rockigen Basis ausgestattet, und von einem äußerst kraftvollen Sound bestimmt. Wir hören rockige Arrangements mit satten Drums und fetten Gitarren, die Vergleiche zu einer fetzigen Martina McBride, Rosanne Cash, aber auch zu einer Countryrock-orientierten Sheryl Crow zulassen. Passend zur Musik hat Jennifer eine kräftige, sehr angenehme Stimme, wirkt dabei aber immer lässig. Keine Frage, sie ist eine klasse Sängerin. Klar wirken diese Arrangements durch ihre poppig-rockige Art radiotauglich und auch mainstreamig, aber das muß in diesem Fall als äußerst positiv gewertet werden, denn die Songs und Jennifer haben allemal genug Potential um sich von der Country-Pop Clon-Masse angenehm abzusondern. Lediglich 2 Balladen wirken etwas aufgesetzt, doch das verzeihen wir ihr, denn ihre starken Momente bei den excellenten Losgeh-Nummern sind einfach so klasse, daß es eine Freude ist, Jennifer's frischer New Country-/Poprock-Mucke zu lauschen. So startet die Scheibe dann auch gleich mit einem richtigen Knüller-Song, der den verdienten Weg in die Billboard-Country-Single-Charts auch schon gefunden hat. "Beautiful goodbye" ist nicht, wie der Titel vielleicht vermuten lassen könnte, eine Schnulze, sondern eine traumhafte, wunderbar ins Ohr gehende, pulsierende, kraftvolle Midtempo-Countryrock-Nummer, die auch einer Sheryl Crow bestens zu Gesicht stünde. Dezentes E-Piano, eine tolle Hammond-Orgel, rotzig rockende E-Gitarrenriffs, knackiges, Drumming, satte Gitarrenläufe und großartiger Gesang mit herrlichen Harmonien im Refrain bestimmen die Szene. Der eingeschlagene Weg wird mit dem fetzigen Banjo-driven, modern Countryrocker "Just one of those days" dann auch gleich fortgesetzt, bei dem wir fette, elektrische Slide-Gitarren hören. Satter Sound! Es folgt der herrlich abgehende, groovende, rockin' Uptempo-Country-Boogie "Half a heart tattoo" mit einer tollen Melodie, prächtigem Druminng und fettem Gitarrensound. Zu den weiteren Höhepunkten zählen das voluminöse "Get yourself back", mit seinen Stones-/Shreyl Crow-like Riffs, das entspannte, lockere "Baby I was wrong", mit seiner schönen Mundharmonika und den vielschichtigen Gitarren, sowie das flotte, mit toller Percussion versehene New Country-Stück "Travis", bei dem infolge des frischen Sounds und der wunderbaren Melodie sogar Erinnerungen an so verehrte Westcoast Countryrock-Ikonen wie Wendy Waldman, Karla Bonoff oder Linda Ronstadt wach werden. Insgesamt ein Debut, das sich wahrlich sehen lassen kann. Auch für den großartigen Sound zeichnet Jennifer noch selbst mit verantwortlich, hat sie doch ihr eigenes Album zusammen mit Greg Droman auch noch selbst produziert. Knackiger, frischer, moderner New Country-Rock-Pop, der richtig Spaß macht. Sie trifft eindeutig den Zahn der Zeit! Kompliment, Miss Hanson!

Art-Nr.: 1816
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

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Beautiful goodbye
Travis

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Kempner, Scott - saving grace [2008]
Magisch, aufregend, emotional, tough, tight, Gänsehaut erzeugend, von traumhafter Melodik durchzogen - eine absolute Meisterleistung New Yorker Gitarren Roostrock-Kultur von zeitloser Schönheit! Scott Kempner, ex-Guitarslinger der Dictators und legendären Roots-Formation Del-Lords, die Kempner Mitte der Achtziger bis Anfang der Neunziger zusammen mit Eric "Roscoe" Ambel anführte, beglückt die Rock'n Roll-Welt mit seinem ersten neuen Album seit 16 Jahren - und es ist ein grandioses Teil geworden! Musikalisch macht Kempner mit "Saving grace" genau da weiter, wo die Del-Lords in ihren besten Tagen aufgehört haben. Kempner's, von seinem exquisiten Gitarrenspiel dominierte Musik (er hat sämtliche Gitarreparts selbst übernommen) offenbart eine wunderbare Rootsrock-Sensibilität mit Spuren von Sixties Garage-Elementen, Blues, Country und Folk, die tief in den Fundamenten klassischen East Coast Rock'n Roll's, der die "Hitze" und das raue, junge, von "wilden" Träumen bestimmte Leben in den Straßen der Bronx oder Brooklyns widerspiegelt, verwurzelt ist. Mit solch einer musikalischen Intensität und Brillanz wie sie Kempner auf "Savin grace" abliefert, ist das vielleicht nur mit einem jungen Springsteen zu vergleichen. Auch frühe Tage eines Mink DeVille oder die Musik von Dave Kincaid's The Brandos (Kincaid saß im übrigen bei zwei Tacks an den Aufnahmereglern) kommen einem in den Sinn. Phantastisches Songmaterial (herzhafte Uptempo-Rocker und fesselnde Balladen stehen in einem ausgewogenen Verhältnis), rockig, intelligent, kreativ - und doch so eingängig und von geradezu traumhaften Melodien bestimmt, dass man ihnen hoffnungslos verfällt. Kempner's Gitarrenspiel ist faszinierend. Hypnotische, flüssige E-Gitarrenlinien ziehen sich durch die Stücke, unterstützt mal von weichen, mal von markigen Riffs und dem ein oder anderen herrlich drreckig, rotzig und ungemein würzig in Szene gesetzten, genauso virtuosen wie spielfreudigen und präzisen Solo. Dazu seine unverwechselbare, charismatische Stimme! Das Album startet nicht mit einem fulminanten Rocker, sondern mit einer grandiosen, lockeren, sehr emotionalen Ballade, einem regelrechten "Rock'n Roll Prayer", das einem gleich zu Beginn einen "Gänsehautschauer" purer musikalischer Glückseeligkeit über den Rücken jagt. Herrliche, klare E-Gitarrenlinien bilden die Basis von "Beyond the pale", dazu dezent rhythmische Riffs und in der Mitte ein ungemein vital, quirlig und würzig gespieltes Gitarrensolo. Was für eine großartige Melodie! Exzellent auch das entspannte Schlagzeug-Spiel (übernimmt nicht nur hier, sondern bei den meisten Tracks sein alter Del-Lords-Kumpel Frank Funaro) und der entspannte, wohltuende Akkordeon-Einsatz von Tony Lauria! Einfach wundervoll! Knackig und dynamisch rockend geht's dann mit dem East Coast "Killer"-Rocker "Baby's room" weiter, mit seinen großartigen "ghostly background vocals", gefolgt von dem countrylastigen, wie eine East Coast-Ausgabe von Dave Alvin klingenden Roostrocker "Love out of time" und der hinreißenden, epischen, erneut traumhaft melodischen, nur von Kempner's transparenten E-Gitarren begleiteten Ballade "Saving grace". Wie vielseitig Kempner seine Musik präsentiert, dürfen wir dann mit dem rauen und dreckigen Riff-Rootsrocker "Stolen kisses" (kommt wie eine "heiße" Mischung aus den Stones und einer New Yorker Ausgabe von ZZ Top daher) und der bluesigen, von schmutziger E-Gitarre begleiteten Ballade "Passion red" erleben. Nostalgisches Mink DeVille-Feeling gibt's dann bei dem flockigen, knackigen, melodischen "Heartbeat of time"! Was immer Scott Kempner in der knapp 60 Minuten (13 Tracks) dieses Albums auch anstellt, es ist brillant! Zu jeder Sekunde wird die Spannung auf vollkommen natürliche Weise hoch gehalten. "Timeless music, informed by sharp lyrics, tough melodies, tight playing and a dynamic mix of bravado leavened by a vulnerability that makes this gutsy material personal, passionate and urgent", heißt es dazu in einem U.S.-Review! "Saving grace" ist vielleicht so etwas wie das beste und reifeste Del-Lords-Album, das es je gegeben hat - auch wenn es "nur" als Solo-Werk von Scott Kempner veröffentlicht wurde. East Coast Gitarren-Rootsrock auf einem Level, das nur ganz wenige hinbekommen! Überragende Leistung von Scott Kempner!

Art-Nr.: 5794
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Beyond the pale
Baby's room
Saving grace
Stolen kisses
Heartbeat of time
Passion red
Between a memory and a dream

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Kershaw, Sammy - i want my money back [2003]
Vor rund 12 Jahren preschte Sammy Kershaw aus South Louisisana mit "Cadillac style" und seinem frischen, authentischen, kraftvollen Stil wie der Blitz in die Country-Szene hinein. Zahlreiche Hits folgten, ebenso wie das private Glück mit Lorrie Morgan, die er vor rund zwei Jahren heiratete. Dennoch war es zuletzt nach dem zugegebenermaßen etwas schwächelnden "Maybe not tonight"-Album von 1999 recht ruhig um ihn geworden. Seine Plattenfirma ließ ihn fallen, doch jetzt, 4 Jahre später, ist er auf neuem Label zurück. Und er ist wieder ganz der alte! Voller Kraft und Energie präsentiert sich Sammy auf seinem neuen Album "I want my money back", einer klasse Ansammlung gelungener Country-/Honky Tonk-/New Country-Tracks, wie man sie aus seinen besten Tagen kennt. Die Mischung zwischen fetzigen Uptempo-Nummern und schönen Balladen stimmt! Und ebenso stimmt der Sound: ob schnell oder langsam - knackig und satt klingt's immer. Klasse beispielsweise die fette, riffige Eröffnungsnummer "I want my money back", der Titelsong, mit seinen vollmundigen Gitarren und Fiddles. Ein starker New Country-Song! Oder das flotte, radiotaugliche "Miss what's her name", wie auch der pure Honky Tonker "Beer, bait and ammo" oder die herrliche Midtempo-Nummer "Sunday morning on Bourbon street" - alle kriegt er sie prima hin! Zu den gelungensten Balladen, die Kershaw jemals in seiner Karriere interpretiert hat, gehören darüberhinaus mit Sicherheit die beiden hier veröffentlichten Stücke "Metropolis" und "Stitches", beides Songs, die von Anthony Smith geschrieben wurden. Was für Melodien, welch ein Songaufbau und welch eine wunderschöne, Gitarren orientierte Interpretation. Das sind pure New Country-Balladen allererster Güte! Rocken kann er natürlich auch, so z.B. bei dem Finaltrack "Are you having fun,yet?". Sammy Kershaw's viele Anhänger können sich freuen. Er ist wieder da, und zwar in großartiger Verfassung! Der beste Kershaw seit langem!

Art-Nr.: 1825
Gruppe: Musik || Sparte: Country
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Mahan, Steff - same [2002]
Die Kritiker in und rund um Music City Nashville sind sich einig: die in Arkansas geborene und aufgewachsene, jetzt in Nashville lebende Singer/Songwriterin, Gitarristin und Sängerin Steff Mahan ist eine der "hottest unsigned artists" im Country-Circuit. In der Tat, es ist wirklich erstaunlich, daß sie noch keinen Major-Deal hat, aber die großen Plattenfirmen werden sicher bald Schlange stehen, denn alle Kritiker-Euphorie ist mehr als berechtigt. Ihr Debut-Album ist eine wahre Perle, ein trextlich und musikalisch ganz herrliches New Country-Werk voller unbekümmerter Frische, gleichzeitig aber auch beeindruckender Reife, wie wir es schon lange nicht mehr gehört haben. Hochkarätige Songs, im übrigenm allesamt von ihr selbst komponiert, gespickt mit einer traumhaften Melodie nach der nächsten, frei von jeglichem hyper-modernen Schnickschnack, musikalisch immer auf den Punkt gebracht, lassen das Album von vorn bis hinten zu einem Hochgenuß werden. Steff hat eine wunderbar klare, kräftige Stimme. Sofort spürt man, wie sie sich mit ihren Songs identifiziert, mit welcher Seele sie singt. Unbekümmert, beherzt, gefühlvoll, aber wunderbar locker, und mit dem zielsicheren Gespür für das passende Songwriting und die richtigen Songs, trägt sie ihre kleinen New Country Meisterwerke vor. Ob knackig, dezent rockig, schwungvoll oder twangy, ob im gediegenen Midtempo-Bereich oder bei den fantastischen Balladen - es stimmt einfach alles! Dazu hören wir eine höchst angenehme, sehr transparente Instrumentierung aus akustischen und elektrischen Gitarren, Mandoline, Fiddle, Piano, Orgel, Bass und Schlagzeug. Das ist astreiner New Country, auch wenn man spürt, daß gewisse Folk-Roots vorhanden sind. Americana- und Countryrock-Einflüsse sind ebenfalls spürbar. Vielleicht tritt sie einmal in die Fußstapfen einer Mary Chapin Carpenter zu ihren besten Zeiten. In dieser Richtung ist ihre Musik anzusiedeln. Addiert man dann noch ein paar Nuancen einer frühen Rosanne Cash, einer Holly Dunn und einer jungen Trisha Yearwood dazu, so kommt man dem Steff Mahan-Sound schon sehr nahe. Gleich der zu selten. Und dieses Niveau hält sie bei allen Songs bis zum Ende durch. Herrlich auch die wunderschöne Ballade "I tend to lose things" mit toller Baritone-Gitarre, das zuerst ganz leicht, locker und ruhig beginnende, dann aber mit feiner E-Gitarre knackig in Szene gesetzte Midtempo-Stück "All we never had", die locker flockige, zum Cabriofahren geeignete, sich unwiderstehlich in die Gehörgänge schraubende, wie Öl runtergehende Uptempo-New Country-Nummer "Love me enough", die energische, schnelle Country-Tanznummer "Finally fine" mit rasanter Banjo-Begleitung, die feine Ballade "When I understood love", oder schließlich der großartige Finaltrack "State of the heart", nochmals eine Traumnummer, bei der Steff Mahan ihr ganzes Talent eindrucksvoll unter Beweis stellt. Eine wunderbare Ballade - nur Acoustic Gitarre und Gesang, aber welch eine Melodie. Was für eerste Song "I don't wanna know" ist ein Knüller! Relaxte Percussion und excellente, melodische Gitarrenriffs bilden das Intro, dann setzt Steff's wunderbarer, sauberer Gesang ein, und schließlich bilden schwungvolle Drums, Bass und lockere E-Gitarren den musikalischen Mantel eines herrlich ins Ohr gehenden, lässigen New Country-Traumstückes. Leider hört man so etwas im heutigen Nashville viel in Songwriting! Faszinierend, welch ein wunderschöner Melodienbogen, und welch eine Spannung man mit einem solch sparsam instrumentierten Song erzeugen kann. Das hat richtig Klasse! Steff Mahan ist ein außergewöhnliches Talent, keine Frage! Sie hat das Zeug eine ganz Große zu werden. Wir drücken ihr dazu beide Daumen! Prächtiger New Country, der die Genre-Fans begeistern sollte. Ein absoluter Hochgenuß!

Art-Nr.: 1804
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I don't wanna know
Love me enough
Finally fine
State of the heart

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