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Wynonna - what the world needs now is love [2003]
Das Wynonna Judd, ex The Judds, mal ein schwaches Album veröffentlicht, ist nur schwer vorstellbar. So reiht sich dann auch "What the world needs now is love" nahtlos in ihre ausnahmslos großartigen Solo-Veröffentlichungen nach dem Ende der Judds, ein. Ihre fantastische Stimme hat nichts von ihrer Faszination verloren, ganz im Gegenteil! Selten klang sie kraftvoller und klarer! Was hat diese Lady für eine Power, gleichzeitig aber auch für ein Gefühl in der Stimme. Wie gewohnt, ist die Songauswahl erstklassig! Trotz aller Vielseitigkeit, ist das Album insgesamt vielleicht ein wenig poppiger geworden, doch sie übertreibt es bei weitem nicht so stark wie viele ihre Kolleginnen ala Shania Twain oder Faith Hill! Dazu steckt bei Wynonna viel zu viel Substanz dahinter. Sie identifiziert sich voll und ganz mit ihrer Musik und wird ihre Countryroots nie leugnen. Weitgehend ist das Album sehr knackig und auch druckvoll arrangiert. Man spürt durchweg, auch bei den Balladen, eine gewaltige Energie! Nie wird es allzu schmalzig. Die kraftvollen Töne des knackigen Country-Poprocks überwiegen klar! So geht es dann auch bei dem Eröffnungsstück "What the world needs" entsprechend druckvoll und voller Energie los. Mit einem großartigen Rhythmus und Groove ertönt diese wunderbare Midtempo Pop-Rock-Nummer aus den Boxen, durchzogen von dezentem Banjo-Spiel, einer ebenso im Hintergrund befindlichen Steel, kräftiger Geige, knackigem Drumming und satten Gitarrenriffs, inklusive einem rockigen, fetten E-Gitarren-Intermezzo. Man beginnt sofort im Rhythmus mitzuwippen. Klasse! Nach der von Streichern unterstützten, gewaltigen Power-Ballade "Heaven help me", in der man auf eindrucksvolle Weise Wynonna's Kraft und Sanftmut gleichermaßen zu spüren bekommt, und dem satten, knackigen, mit leichtem Karibik- /Reggae-Einschlag angereicherten Country-Pop-Rocker "It all comes down to love", kommt dann so etwas, wie eine kleine Judds-Reunion. Mit ihrer Mutter Naomi zusammen präsentiert sie die herrliche, semi-akustische, astreine Countrynummer "Flies on the butter (you can't go home again") in wirklich allerbester Judds-Tradition. Tolle akustische Gitarren, Mandoline, Fiddle, entspanntes Schlagzeug, eine prächtige Melodie und der wunderbare Gesang von Naomi und Wynonna bilden den Rahmen für einen echten "Judds-Hit"! Nach dem poppigen "I will be" versucht sich Wynonna schließlich an einer höchst interessanten Coverversion - und zwar dem Foreigner Mega-Mainstream-Hit aus den Achtzigern "I wanna know what love is". Gelingt ihr bravourös! Als Gast an der Gitarre begrüßt sie bei diesem Stück keinen Geringeren, als den britischen Bluesrock-Gitarren-Veteran Jeff Beck! Toll, mit welcher Power sie diese Rock-Ballade rüberbringt! Klasse auch der mit fetten Gitarren gespickte, balladeske Poprocker "Sometimes I feel like Elvis", die tolle Version von Dennis Linde's "Burnin' love", ein dampfender Countryrocker, der knallige Rock-Kracher "(No one's gonna) Break me down", die melodische, wie Öl runtergehende, knackige Knüller-Country-Pop-Nummer "Your day will come" mit ihren tollen E-Gitarren, und die herrliche, semi-akustische mit schönen Gitarren, Mandoline, Fiddle und Akordeon begleitete, leicht Gospel angehauchte, Countrynummer "Rescue me", mit dem das Album seinen krönenden Abschluß hat. Ein perfektes Country-Pop-Album einer Wynonna, die stark ist, wie eh und je. Sie ist die wahre Diva dieses Genres, keine Frage!

Art-Nr.: 1977
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

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