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Bonamassa, Joe - so, it's like that [2002]
Anschnallen! Bluesrock-Guitarslinger Joe Bonamassa (ex-Bloodline) ist zurück mit seinem zweiten Album. Vorweg: das Teil ist erneut, wie schon das 2000er Werk "A new day yesterday", ein absoluter Knüller! Ein Feuerwerk an atemberaubenden, fetten Gitarrensoli voller Power und Intensität! Leidenschaft und Schweiß pur! Immer noch in klassischer Trio-Besetzung mit seinen großartigen Kollegen Kenny Kramme am Bass und Eruc Czar an den Drums geht die Tendenz auf dem neuen Album etwas weg von dem allzu klassischen Bluesmaterial in Richtung Rock, wobei sich der ein oder andere Song sogar mit wunderbaren Melodien und sehr gefällig in die Gehörgänge des begeisterten Zuhörers einnistet. Das bekommt dem Album richtig gut, denn trotz aller "Schönheit" verliert Bonamassa nie diese unglaubliche Energie und Power, dieses rohe Grundklima, diesen immensen musikalischen Druck und auch nie den Blues komplett. Ihm gelingt es auf faszinierende Weise seine ihm angeborene, durchaus etwas southern-eingefärbte Blues-Power, in intensiven, mächtig kraftvollen Rocksongs voller elektrisierender, krachender Riffs, furioser Gitarrenläufe und tollen Gesangspassagen zu kanalisieren. Klasse Melodien paaren sich immer wieder mit exzessiven, gewaltigen Gitarrenriffs und -soli, die von "Allmans-style" bis zu SRV- und Hendrix'schen Läufen alles bieten, ohne das Bonamasse je seine eigene Identität verliert. "My mistake" beispielsweise beginnt mit lockeren Akustik-Gitarrenriffs, denen dann sofort druckvolle Rhythmen aus Bass und Drums folgen. Knallige E-Gitarrenriffs setzen ein, dazu eine wunderbare Lead-Gitarre, klasse Gesang, eine starke Melodie und ein Finale mit einem irren, gewaltigen, bluesigen Gitarrensolo, bei dem sich Mr. Bonamassa die Finger blutig zu spielen scheint. Überhaupt ist das Songmaterial, überwiegend aus der eigenen Feder, absolute Spitze. Es gibt überhaupt keinen Hänger. "Lie # 1" ist ein röhrender, fetter, "Southern-style" Bluesrocker mit flinken, glühenden Gitarrenläufen, der auch die Southernrock-Fraktion begeistern sollte, ebenso wie "Mountain time" oder das stampfende, Boogie-lastige "Sick in love". Derben Blues hören wir beim Titelstück, während "Unbroken" wunderbar melodischen American Rock bietet, ähnlich wie "Waiting for me" mit seinen schönen Piano-Passagen, Mandoline und den üblichen tollen E-Gitarrensoli, oder das wie eine Mischung aus Mark Selby und Edwin McCain klingende "Never say goodbye", ehe es bei "Pain and sorrow" wieder ordentlich raucht und der Gitarre wirklich alles abverlangt wird. Trotz aller Melodik und einiger kurzer Erholungspausen: Bonamassa gibt immer Gas und geht volle Pulle! Saustark!

Art-Nr.: 1045
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Lie #1
Unbroken

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Marshall Tucker Band, The - a new life [2003]
Reissue von 1974! Remastered mit Bonustrack! Die Marshall Tucker Band - Pioniere des Southern Rocks! Neben den Allman Brothers und Lynyrd Skynyrd zählt das Sextett aus South Carolina zu den wichtigsten Southernrock-Bands überhaupt, deren gewaltiger Einfluß noch heute auf viele Bands dieses Genres, aber auch auf die neue Jam-Band-Generation ungebrochen ist. Aus Anlaß ihres 30-jährigen Jubiläums als "recording artist" startet die Narshall Tucker Band nun eine Reihe von beachtlichen (Wieder)Veröffentlichengen. Nebn ihrem parallel erschienenen Debut von 1973 ist hiermit endlich auch wieder ihr zweites Studioalbum aus dem Jahre 1974 auf CD erhältlich - und das remastered (der Sound ist großartig) und mit einem großartigen Bonustrack! Mit "A new life" machten die "Tucker-Boys" unverdrossen da weiter, wo sie mit ihrem Vorgänger aufgehört hatten. Einzigaritiger Southernrock voller Country-, Blues-, Jazz- und Jam-Elemente, der seinesgleichen sucht. Enthalten sind solche Klassiker, wie das Titelstück, eine großartige Southernrock-Hymne, ähnlich arrangiert, wie "Take the highway", mit prächtigem Flöten- und Gitarren-Jamming im Mittelteil, das voller Southern-Soul und -Blues steckende, knapp 8-minütige "Southern woman" mit seinem aus Saxophon und fantastischer Lead-Gitarre jammenden Instrumental-Break und den tollen Acoustic Slide-Tupfern, der prächtige, von Toy Caldwell gesungene Countryrocker "Blue ridge mountain sky", oder die überragende, flotte, country-infizierte Southernrock-Vorzeige-Nummer "24 hours at a time", die zu einem Highlight unzähliger Tucker Live-Shows avancierte. Der erwähnte Bonustrack ist eine klasse Live-Version von "Another cruel love", mitgeschnitten am 11. Juli 1974 in Milwaukee, Wisconsin! Das Booklet im Design des Original-Covers enthält sehr interessante, umfangreiche Liner-Notes über die Band und speziell zur Historie dieses Albums. Klasse Teil! Festtagsstimmung für die Southernrock-Fraktion!

Art-Nr.: 2165
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Matthews Band, Dave - busted stuff [2002]
Sie gehören zweifellos zu den fleißigsten Bands im Rock'n Roll Business! Was aber noch bemerkenswerter ist: sie halten permanent ihr ungewöhnlich hohes Niveau! Schwache Alben der Dave Matthews Band? Bislang Fehlanzeige! Da macht auch "Busted stuff" keine Ausnahme! Dazu dürfte ein Großteil der Tracklist den eingefleischten Dave Matthews Fans durchaus geläufig sein, erhielten doch die berühmten Sessions mit dem Produzenten Steve Lillywhite aus dem Jahre 2000 sehr schnell den Status eines der besten "lost albums" der gegenwärtigen Rockmusik zu sein, da man diese Aufnahmen seinerzeit erst einmal zu Gunsten des von Glen Ballard produzierten Werkes "Everyday" in den Archiven verschwinden ließ. Dieser Stoff wurde zum meist gebootleggten Dave Matthews-Material und war unter den Anhängern heiß begehrt! 9 der 11 Tracks von "Busted stuff" stammen aus diesen legendären Steve Lillywhite-sessions, das heißt die Demos sind von der Dave Matthes Band und ihrem aktuellen Produzenten Stephen Harris neu ins Leben gerufen worden. Und wie! Die Produktion ist umwerfend, das Songmaterial einmal mehr großartig! Rhythmisch, funky, jammig, jazzig, groovy! Insgesamt wendet man sich wieder etwas mehr von den elektrischen Gitarren ab, und kehrt zur eher Acoustic Rock- Grundtendenz zurück, mit sehr vielen instrumentalen Freiheiten, vor allem für Wahnsinns-Geiger Boyd Tinsley und Saxophonist Leroi Moore. Herausragend sind das ruhige, sehr schöne "Where you are going" und die 8 1/2 minütige epische Hymne "Bartender"! "Busted stuff" ist ein weiterer Hochgenuß für jeden Dave Matthews Fan.

Art-Nr.: 1244
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,87

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Phish - round room [2002]
Nach der Veröffentlichung einer Unmenge von Live-Alben und verschiedener Sideprojekte der einzelnen Bandmitglieder fanden sich die Jamrock-Helden aus Vermont mal wieder im Studio ein und nahmen innerhalb von nur 4 Tagen ihr neues Werk "Round room" auf. Oftmals beklagen die Phisheads, daß sie im Studio ihrer Live-Spiellaune nur andeutungsweise gerecht werden, doch das ist beim neuen Album anders. "This is the most non-studio studio-album from Phish I have ever heard", beschreibt ein US Fan seine Eindrücke. In der Tat haben sie sich vieler Studiozwänge entledigt und spielen (jammen) munter drauflos. Nicht so rockig wie zuletzt, voller Leichtigkeit und überwiegend sehr relaxt präsentieren sie ihre 12 Songs auf über 78 Minuten Spielzeit. Dabei gibt es einige lange Tracks (2mal über 11 Minuten, 1mal über 9 Minuten), bei denen sie sich, anscheinend völlig losgelöst, regelrecht treiben lassen. Wie auf der Bühne! Das Pianospiel von Page McConnell ist sehr präsent und dominant, ohne das Trey Anastasio's Gitarre zu sehr in den Hintergrund gedrängt wird. Einige jazzige Ausflüge und swingende Elemente sind unüberhörbar. So zum Beispiel bei dem 11 1/2-minütigen Opener "Pebbles and marbles". Ein langes, leicht und locker wirkendes, Piano-getränktes Intro mit jazzigem Drumming, angereichert mit ein paar weichen E-Gitarren-Licks geht schließlich, nachdem Anastasio's entspannter Gesang eingesetzt hat, nach ca. 5 Minuten in einen druckvolleren, rockigeren Sound über und verliert sich schließlich in endlos scheinenden Improvisationen aus E-Gitarre und Klavier. Von ähnlichem Kaliber sind Tracks wie "Thunderhead" und "Waves". Im Gegensatz dazu stehen ruhige, lockere Nummern, wie "Anything but me" oder "All of these dreams", die recht melodisch, harmonisch und eingängig dargeboten werden. Weitere Höhepunkte: das rockige, ein wenig an Little Feat erinnernde, dezent funkig-groovige "46 days" mit fetter Orgel und klasse Gitarrenriffs der wohl kräftigste Song des Albums, das 6 1/2-minütige, am Grateful Dead-Sound orientierte "Friday", das seinen Druck ständig steigert und mit einem vollsoundigen Jamming aus Gitarre und Klavier endet, und der ebenfalls Dead-inspirierte Rocker "Mexican cousin". Phish's neues Album, das ist scheinbar zwangloses "Jamming in the studio". Sie lassen ihren musikalischen Neigungen freien Lauf...

Art-Nr.: 1765
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

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