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38 Special - a wild-eyed christmas night [2001]
Nun ja, letztes Jahr Skynyrd, dieses Jahr 38 Special! Es weihnachtet im amerikanischen Süden! Nun wird der geneigte Southernrock-Fan und 38 Special-Anhänger sicher wieder sehr skeptisch an die Sache herangehen. Das ist zum Teil auch berechtigt, doch man darf eines nicht vergessen: es ist halt ein Weihnachts-Album! So zollen auch 38 Special musikalisch diesem Fest Tribut. Da darf man mit keinem epochalen neuen Meisterwerk rechnen, sondern muß seine Erwartungen etwas herunterschrauben. Und siehe da, mit ein wenig Toleranz wird man zu der Erkenntnis kommen: "ist ja gar nicht sooo übel"! Natürlich gibt es auch ein paar triefende und kitschige "Schmonzetten", doch die Jungs verzichten dabei zum Glück auf überladene Streichorchester. Und man glaubt es kaum: dann wird auch mal ordentlich gerockt! Donie van Zant, Don Barnes & Kollegen lassen's auch zu Weihnachten mal richtig krachen! Produktion und Sound sind schön satt! Man hört die typischen 38 Special-Gitarren. Musikalisch bewegen sich 38 Special mittlerweile wieder in etwa da, wo sie sich in den Achtzigern während ihrer erfolgreichsten Phase befanden. Satter, southern-eingefarbter Rock/Rock-Pop mit Mainstream-Charakter ala "Wild-eyed southern boys"! Die Verwandschaft beim Albumtitel paßt schon! Los geht die Weihnachtsfeier mit einer poppig, rockigen Version des "Jingle bell rock", über die Ballade "Here comes Santa Claus" und ihre Version vom "Little drummer boy". Doch dann kommt die erste Eigenkomposition und gleich wird's besser! "Hallelujah, it's Christmas" ist ein richtig guter, losgehender, sehr melodiöser Rocker mit feinen Gitarren und Power in bestem "Caught up in you"-Stil. Nach einer weiteren Schnulze setzen sie gar mit dem Titelstück noch einen drauf. Rotierende, treibende Drums, erst trockenes E-Piano, dann schönes Boogie-Geklimper, röhrende Slidegitarre, satte E-Gitarre, viel Drive und ordentliches Southernflair. Eines der besten 38 Special-Stücke seit ewigen Zeiten. Das ist wirklich eine "Wild-eyed Christmas"-Party im Southern-Style. Das weckt berechtigte Hoffnungen auf gutes Material eines möglicherweise bald kommenden "normalen" neuen Studioalbums. Neben weiteren weihnachtlichen Balladen, liefern sie dann mit "Santa Claus is back in town" auch noch einen gefühlvollen, fetten Bluesrock-Titel ab. Leider bleibt uns aber auch die "O holy night" nicht erspart! Das Bemühen eine wilde Weihnacht zu feiern ist immer spürbar. Also, es ist Weihnachten im Süden - und auch im Süden gibt's Clichès. Diesem Anlaß angemessen sei das erlaubt, und unter diesem Aspekt betrachtet ist das Album okay!

Art-Nr.: 1341
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Gov't Mule - the deepest end ~ live in concert ~ 2cds + dvd [2003]
2 CD/1 DVD-Set! Der 7. Oktober. 2003 - Veröffentlichung der "The deepest end"-Box von Gov't Mule! Über 2 1/2 Stunden live auf 2 CDs und über 3 Stunden live auf DVD! Ein Feiertag für die Mule-Fraktion, ein Festtag für den Rock'n Roll! Nach dem Tod von Original-Bassist Allen Woody, der die Band mitten ins Herz traf, stand man zunächst am Scheideweg, bis man sich entschloß angespornt von unzähligen Freunden der Band, allen voran Widespread Panic's Dave Schools, im Sinne von Woody Allen weiterzumachen. Gitarren-Großmeister Warren Haynes, zwischenzeitlich engagiert in 3 Bands (Mule, Allman Brothers, Phil Lesh & Friends) und Schagzeuger Matt Abts gingen wieder auf Tour, und zwar mit wecheselnden Bassisten. Darüber hinaus spielte man zu Ehren von Allen Woody zwei bärenstarke Studioalben (The deep end Vol.1 und Vol.2) ein, auf denen eine Unmenge von Gast-Bassisten mitwirkten, die Allen Woody zu seinen Lieblings-Kollegen zählte. Diese Würdigungen und Ehrungen an Woody gipfelten dann schließlich in diesem Jahr in ihrem absoluten Höhepunkt, als man das Ganze dann auch noch live auf die Bühne brachte. Was dann geschah, kann man mit Fug und Recht als einen historischen Moment des Rock bezeichnen. Warren Haynes und Matt Abts inszenierten während des New Orleans Jazz and Heritage Festivals am 3. Mai 2003 im Saenger Theatre zu New Orleans ein geradezu gigantisches, weit über 4 1/2 Stunden (mit Pause sogar 5 1/2 Stunden!!!)) dauerndes Live-Spektakel, das bereits jetzt schon von der Musikwelt als "legendär" bezeichnet wird. Und dieses CD/DVD-Set enthält die komplette Show!!! Mit dabei waren wieder jede Menge Gast-Bassisten (u.a. Les Claypool, Dave Schools, Mike Gordon, Roger Glover, Jack Casady, Victor Wooten, Rob Wasserman, Jason Newsted usw.), aber auch etliche weitere, hochkarätige Gäste, wie Slide-Wizzard Sonny Landreth, Los Lobos' David Hidalgo, Banjo-Guru Bela Fleck, Keyboarder Danny Louis, Fred Wesley, die Dirty Dozen Brass Band usw.! Die Setlist ist überragend! Haynes & Co spielen mit einer ungeheuren Intensität und Spielfreude. Was hören und sehen wir für fantastische Gitarrensoli. Was für Musiker auf der Bühne. Leidenschaft pur! Dabei strotzen sie auch noch vor Spontanität, denn etliches ist völlig anders arrangiert, als man es von den Studioversionen her kennt, wie z.B. "Blindman in the dark" (auf der CD und DVD) in einer gestreckten 15 1/2-Minuten-Version, "Lay of the sunflower" (CD/DVD) mit Bela Fleck am Banjo, oder "Beautifully broken" (CD/DVD) mit seinen fast 10 Minuten. Dazu gibt es Tracks, die sie live bislang nur äußerst selten spielten, wie z.B.die Allen Toussaint-Nummer "On your way down" (nur auf DVD), Freddie King's "Goin' down" (nur auf CD), oder "I shall return" (CD) vom "Dose"-Album, das die Allman Brothers ein paar mal spielten. Sogar absolute Live-Premieren gab es, wie die grandiose 16 1/2 Minuten-Version von Herbie Hancock's "Chameleon" (DVD) und eine völlig ungeplante, spontane, von Warren Haynes solo intepretierte Version der Eagles-Nummer "Wasted time" (DVD)! Die CDs und die DVD der Box überschneiden sich nur bei 7 Tracks, der Rest der Show ist entweder nur auf den CDs (13 Songs) oder auf der DVD (14 Songs) zu finden. Insgesamt enthalten die CDs somit 20 Songs, die DVD 21 Stücke! Weitere Tracks, nur auf den CDs sind z.B. "Game face", "Larger than life", "Fool's moon", "Patchwork quilt", "32/20-Blues", "Drivin' rain", usw. - nur auf der DVD hören und sehen wir z.B. "Voodoo chile", Black Sabbath's "Sweet leaf" und "War pigs", "Mule", Cream's "Politician", usw. - und sowohl auf CD und DVD gibt's noch z.B. "Banks of the deep end", "John the revelator", "Bad little doggie"...usw.! Wie gesagt, alles in allem ist die komplette Show enthalten. Ein spektakuläres, grandioses Rock-/Blues-/Southern-/Jam-Spektakel, festgehalten in einer fantastischen CD/DVD-Box. Endlich gibt's auch eine Live-DVD von Gov't Mule, werden viele sagen... - und dann gleich solch ein Teil. Sensationell! Enthält auch ein schönes, 24-seitiges Booklet mit umfangreichen Informationen zu den Songs. Die DVD ist "Code free" und somit auf allen DVD-Spielern abspielbar!

Das komplette Tracklisting:

Disc 1
1 Bad Little Doggie - 4:04   
2 Game Face - 8:36   
3 Larger Than Life - 6:11   
4 Blindman in the Dark - 15:38   
5 Which Way Do We Run? - 6:56   
6 Fool's Moon - 6:11   
7 Sco-Mule - 8:56   
8 Patchwork Quilt - 6:06   
9 Lay of the Sunflower - 7:35   
10 John the Revelator - 6:59   

Disc 2
1 Beautifully Broken - 9:49   
2 Time to Confess - 8:27   
3 Banks of the Deep End - 6:45   
4 32/20 Blues - 12:10   
5 Goin' Down - 5:58   
6 Slow Happy Boys - 7:29   
7 I Shall Return - 7:29   
8 Trying Not to Fall - 5:48   
9 Drivin' Rain - 5:03   
10 Soulshine - 7:41   

Disc 3
1 Bad Little Doggie [DVD]   
2 Blindman in the Dark [DVD]   
3 Sco-Mule [DVD]   
4 Lay of the Sunflower [DVD]   
5 John the Revelator [DVD]   
6 Chameleon [DVD]   
7 Beautifully Broken [DVD]   
8 Mule [DVD]   
9 Banks of the Deep End [DVD]   
10 On Your Way Down [DVD]   
11 Down and Out in New York City [DVD]   
12 Maybe I'm a Leo [DVD]   
13 Voodoo Chile [DVD]   
14 Politician [DVD]   
15 Guitar Solo - Drum Solo [DVD]   
16 Sweet Leaf [DVD]   
17 War Pigs [DVD]   
18 Greasy Granny's Gopher Gravy, Pts. 1-2 [DVD]   
19 Wasted Time [DVD]   
20 Thorazine Shuffle [DVD]

Art-Nr.: 2070
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 19,90

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Landreth, Sonny - the road we're on [2003]
Der Magier der Slide-Gitarre ist zurück! Und wie! Umwerfend! Was hat der nochmal Kraft und Energie getankt! Noch nie hat der langjährige John Hiatt-Sideman (erst letztes Jahr noch lieferte er mit Hiatt und den Goners eine bravouröse Europa-Tour ab) auch nur ein annähernd schwächelndes Album abgeliefert, doch was er heuer mit "The road we're on" präsentiert, verschlägt einem fast die Sprache! Ein phänomenales Album, mit dem er die hohen Erwartungen an seine Musik noch einmal übertroffen hat. Voller ausgelassener Spielfreude präsentiert er mit seinen Kumpels Dave Ranson am Bass und Brian Brignac an den Drums ein gigantisches, kochendes "high-energy/ high-volume hard-edged/ driving Blues/ Cajun/ Zydeco/ Rock"-Festival, das einen nicht mehr losläßt! Perfekte Songs und wirklich keinerlei schwache Momente zeichnen dieses Album aus. Sein Gesang war nie besser! Und dann diese Power! Der Schwerpunkt liegt diesmal eindeutig auf energischem, durchaus lautem, brodelndem Bluesrock oder rocking Blues! Seine Musik ist intensiver und satter rockend, als jemals zuvor. Trotz dieser Intensität stecken in den Songs großartige Melodien und wunderbare Strukturen. Ach ja, sein Gitarrenspiel: nie war es satter und direkter als heute - einfach explosiv! Ein mächtiges E-Gitarren-/Slide-Spektakel eines wahren Künstlers! Diese rockenden Gitarren lassen die Sümpfe von Louisiana überkochen! In jedem Song steckt ein ausgedehntes Solo von unübertrefflicher Klasse. Immer ist die Musik von dieser Louisiana-/Swamp-Schwüle durchtränkt, doch Landreth verarbeitet zudem in seinem Gebräu diesmal auf angenehmste Art und Weise das ein oder andere Element klassischen (Texas)Bluesrocks, verbunden mit einer gediegenen Portion Southern-Würze! Okay, drücken wir mal die Start-Taste unseres CD-Spielers: Sonny intoniert mit wunderbarem Gesang das erste Stück, nach ein paar Sekunden folgen swampige Acoustic-Riffs. Und dann, 30 Sekunden später, die prächtige Rhythmus-Sektion aus Power-Bass und fetten Drums setzt ein, "knallen" die Jungs richtig los. "True blue" heißt dieser von einer gewaltigen, rockenden Electric Slide durchzogene, fantastische, brodelnde "heavy" rocking Blues, der sowohl die Musiker, als auch die Zuhörer sofort auf die richtige Betriebstemperatur bringt, die während des gesamten Albums mühelos gehalten wird. Eine klasse Melodie und ein feuriges, dreckiges Solo machen den Titel vollends zum Genuß! Weiter geht es mit dem fetten Uptempo-Bluesrocker "Hell at home", inklusive toller "straight rockin'" Drums, wunderbarem Dobro-Spiel und fiebriger Cajun-Bottleneck-Electric-Slide-Guitar, gefolgt von dem groovigen, sich unaufhaltsam einen Weg durch das Mississippi-Delta bahnenden, Voodoo-Bluesrocker "All about you", bei dem Sonny einmal mehr eine elektrisierende Slide-Demonstartion abliefert. Nach dem herrlichen Electric Slow-Blues "A world away" mit einer wohligen Hammond-Orgel, folgt das schnelle, wunderbar lockere und flockige Country-/Cajun/-Rock'n Roll-Stück "Gone Pecan" mit feinster Percussion und klasse Gitarrenläufen, ehe es bei dem dreckigen Southern-Boogie-Rocker "Natural world" wieder mit Volldampf weiter geht. "The promise land" schließlich ist ein Hochgenuß von einem flotten, "heißen", rhythmischen Slide-Gitarren Zydeco-Rocker, während "Ol Lady Luck" ein Traum von einer herrlichen, melodischen Bluesrock-Ballade darstellt, geprägt von einem wunderbaren Zusammenspiel aus einer groovenden Hammond-Orgel und einer herrlich, dreckigen E-Gitarre. Man bekommt Gänsehaut! Wie gesagt, es gibt bei den 12 Tracks keinen Ausfall! Perfekt produziert von Sonny und R.S.Field! Schöne Digipack-Aufmachung! Es scheint, als sei Sonny Landreth in der Form seines Lebens! Ein fesselndes Slide-/Gitarren-/Bluesrock-/Swamp-Feuerwerk eines begnadeten Musikers. Laß die Saiten glühen, Sonny....

Art-Nr.: 1759
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Led Zeppelin - how the west was won [2003]
3 CD-Set! Spektakulärer, gigantischer Live Mitschnitt der Band um Jimmy Page und Robert Plant auf dem Zenit ihrer kreativen und musikalischen Schaffenskraft, aufgenommen am 25.6.1972 im Forum zu Los Angeles aund am 27.6.1972 in der Long Beach Arena, kurz vor der Veröffentlichung des "Houses of the holy"-Albums! Unglaublich, von welcher Kraft und Energie diese Auftritte geprägt waren, von der grandiosen musikalischen Vielfalt ganz zu schweigen! In ausufernden Versionen demonstrieren sie ihr ganzes Live-Potential. Sie waren, sind und bleiben eine der besten, einflußreichsten und wichtigsten Rock-Bands aller Zeiten. Zu der Setlist gehören unter anderem "Immigrant song" (welch eine großartige Version), "Heartbreaker", "Black dog", "Stairway to heaven", "Over the holls and far away", "That's the way", "Dancing days", "The ocean" und "Rock and roll". In ihre über 25-minütige Version von "Dazed and confused" haben sie "The crunge" mit eingearbeitet, das verrückte "Moby Dick geht fast 19 1/2 Minuten lang und in der fantastischen 23-minütigen Version von "Whole lotta love" bringen sie ein Medley mit solchen Klassikern wie "Boogie chillun" (John Lee Hooker), "Let's have a party" (Wanda Jackson), den Gene Pitney-Heuler "Hello Mary Lou (u.a. auch Ricky Nelson) und "Going down slow" unter. Einfach umwerfend! Ein über 150 Minuten langes historisches Live-Dokument von größter Bedeutung auf 3 CDs! Der Sound ist fantastisch! Elektrisierend!

Art-Nr.: 1936
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 21,90

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Lynyrd Skynyrd - vicious cycle [2003]
30-jähriges Bandjubiläum feiern die Southernrock-Helden in diesem Jahr! Nach all den Schicksalsschlägen der Vergangenheit ist das wahrlich nicht selbstverständlich und nach dem Tod von Ur-Basser Leon Wilkeson glaubten viele nun, daß es endgültig vorbei sei. Auch eine kürzliche Hezroperation bei Gary Rossington wirft sie nicht aus der Bahn. Genz im Gegenteil: die nächste Tour steht schon an! Lynyrd Skynyrd are still alive - und das beweisen sie auch nachhaltig mit ihrem neuen Album "Vicious cycle". Selten wurde die Musik eines Skynyrd-Albums so kontrovers diskutiert, wie bei diesem Werk, doch, auch wenn es sicher nicht das beste aller Skynyrd-Alben ist (wer will das denn auch schon erwarten), so ist es dennoch ohne Zweifel ein absolut gelungenes, nein gutes, pures Southernrock-Album der Marke Skynyrd, sowohl von der musikalischen, als auch von der textlichen Seite, mit dem die Jungs zeigen, daß sie noch voll da sind. Oftmals sind die Erwartungen der Fans bei Skynyrd in allzu astronomischen Höhen angesiedelt. Wäre hier eine andere Band am Werk, würde man sie möglicherweise als die Southernrock-Entdeckung des Jahrzehnts feiern, doch bei Skynyrd reagieren die Anhänger ernüchternd. Dabei hat "Vicious cycle" mit seiner satten Spielzeit von über 70 Minuten ein paar richtige Southernrock-Highlights zu bieten, die es wahrlich in sich haben. Die Platte hat alles, was das Southernrock-Herz begehrt. Die Band agiert ungemein kraftvoll und druckvoll, steht voll im Saft! Wir hören peitschende, donnernde Drums, treibenden Bass, fette, fleischige, brodelnde und rasante Gitarrenläufe zuhauf, bei denen sich die 3 Gitarristen Gary Rossington, Rick Medlocke und Hughie Thomasson prima austoben, herrliches Honky Tonk-Piano, Blues-, Boogie-, Country- und auch ein paar Heavy-Bezüge sowie dieses so typische Flair des Skynyrd'schen Southern-Lebensgefühls. Ein paar Tracks (3-4) sind mit Bläsern (Jim Horn) und Streichern angereichert, was für manchen ein kleines Problem darstellen mag, doch auch diese Tracks sind durchaus zu ertragen, da das songwriterische Potential, welches die Jungs haben, gut abgerufen wurde. "That's how I like it" heißt der erste Song! Jawohl, und genau so mögen wir es. Eine bärenstarke Nummer! Kurzes, rootsiges Acoustic-Intro, und schon legen sie mit höllischer Power und immensem Druck los! Krachendes Schlagzeug, harte Heavy-Southern-Riffs, brodelnde Slide, Johnny van Zant's klasse Gesang (er ist gut in Form) und ausgedehnte, voluminöse, wechselseitige Lead-Gitarren-Soli bescheren uns einen pumpenden Southernrocker, der durch Mark und Bein geht. "Pick 'em up" ist ein typischer Skynyrd Southern-Boogie, bei dem Medlocke und van Zant abwechselnd den Lead-Gesang übernommen haben. Hier hören wir zum ersten Mal die gar nicht so störenden Bläser, doch trotzdem regieren natürlich das großartige Honky Tonk-Piano und das prächtige Slide-Solo diese Nummer. Ein absoluter Hammer ist dann wieder "Dead man walkin'"! Ein von kreativer Rhythmik geprägter, durchaus auch gefühlvoller Power-Swamp-Southernrock-Song mit einem gediegenen Voodoo-Feeling, einer klasse Songstruktur, großartiger Percussion, gleichzeitig aber auch einer gewissen Lockerheit und jeder Menge Drive. Im Mittelteil gibt's eine rasante Geschwindigkeitssteigerung mit tollem Slidesolo, ehe man dann wieder in den schwülen Swamp-Groove zurückfällt. "The way" ist ein ordentlicher, wenn auch durch die Streicher etwas überladener, Uptempo-Rocker, ehe mit "Red, white & blue" eine klasse, sehr melodische, fette, country-infizierte Southern-Power-Ballade folgt, die im übrigen völlig streicherfrei ist. Dafür hören wir wunderbares Pianospiel von Billy Powell und ein herzhaftes Slidesolo von Gary Rossington! "All funked up" rockt wieder mächtig los und bei dem ganz großartigen, Leon Wileson gewidmeten, "Mad hatter" liegt etwas regelrecht Bedrohliches, geradezu Gefährliches in der Luft. Ein herrlicher, toll strukturierter Midtempo-Rocker mit excellenten Gitarrenläufen. Ungemein fetten und satten "smokin'" Southernrock gibt's dann wieder auf "Jake". Großartige Slide-Gitarre paart sich mit einer transparenten Hammond und tollem Klavier, dazu eine klasse Melodie und schneidige, wieder ordentlich rasante, wechselseitige Gitarrensoli zwischen Medlocke und Thomasson, hallen voller Kraft und Saft aus den Boxen. Zum Finale dieses Songs geben sie dann ordentlich Gas und die Gitarristen gehen richtig ab! Sehr gelungen ist auch die Travis Tritt-like, mit Mandoline angereicherte, flockige Countryrock-/Southernrock-Ballade "Lucky man", bei der natürlich das fulminante Gitarrensolo auch nicht fehlt. Als Bonustrack gibt es ein Remake von "Gimme back my bullets" mit ihrem Bewunderer Kid Rock als Gast. An den dort untergebrachten Hip-Hop-Elementen werden sich die Geister sicher scheiden, doch vielleicht öffnet man dem klassischen Southernrock auf diese Art und Weise auch mal das Tor zur jüngeren Generation...! Warum also nicht - solange es sich nur auf einen Track bezieht! Egal, auch "Vicious circle" ist wieder ein klasse Southernrock-Album geworden, mit dem Lynyrd Skynyrd zeigen, daß sie noch lange nicht zum "alten Eisen" gehören. Und das ist gut so! Im übrigen kommt die CD mit einem interessanten, informativen Booklet, das nicht nur alle Texte beinhaltet, sondern in dem auch noch in einer Art Jahreskalender ab 1964 (!!!) bis heute die Stationen der Bandgeschichte durchleuchtet werden und dementsprechend abgedruckt sind.

Art-Nr.: 1926
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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