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Brooks & Dunn - red dirt road [2003]
Einfach erstaunlich und famos zugleich! Was für ein starkes Album! Was soll man zu Brooks & Dunn noch sagen? Sie sind das erfolgreichste Country-Duo aller Zeiten, haben alles erreicht, was man erreichen kann - und dennoch: sie werden nicht müde sich ständig weiterzuentwickeln, ihre ganze Kreativität zu demonstrieren und ihre Songs, auch nach dieser langen Zeit, noch immer mit der nötigen Frische, Energie und dem nötigen Pep zu präsentieren. Das beweist "Red dirt road" auf eindrucksvollste Weise! Das ist hard driving, rocking New Country auf höchstem Niveau! "The southern heat hung in the air like a warm wet blanket", heißt es zu Beginn der im Booklet nachzulesenden Einleitung zu "Red dirt road" - und das sagt eine ganze Menge aus. Selten zuvor war die Musik von Brooks & Dunn so Southern-inspiriert wie hier, selten war sie so intensiv und rockig, selten war sie so "heiß" - aber immer ist sie eines, nämlich astreiner Country! Darüber hinaus ist es ein sehr persönlichs Album geworden, in dem die beiden sowohl Einblicke in ihre musikalischen Einflüsse, als auch in so manche Lebenserfahrung gewähren. Das Titelstück beispielsweise durchleuchtet das provinzielle Südstaatenmilieu in den 60igern aus der Sicht von Teenagern, die im Konflikt zwischen dem Drang nach Freiheit, Autos, Mädchen und kirchlicher Moral stehen. Ein fetziger, rasanter, flockiger, knackiger Countryrocker mit tollen Gitarrenriffs, schöner Mandoline, herrlicher Steel und einer wunderbaren Melodie. Macht den Tank voll, werft euch in euer amerikanisches Cabrio und los geht's zur sommerlichen Fahrt entlang der staubigen "Red dirt road"! Von ähnlichem Kaliber, das einem ebenfalls dieses scheinbar die Freiheit vermittelnde Feeling einhaucht, sind auch das mit tollem Akkordeon, trockener E-Gitarre und herrlicher Steel instrumentierte "When we were kings", und das großartige "She was born to run"! Auch die Rolling Stones haben es Brooks & Dunn offenbar angetan, eindeutig nachvollziehbar beispielsweise bei dem kochenden, brodelnden Countryrocker "You can't take the honky tonk out of the girl", durch das sich ein Feeling zwischen "Dead flowers" und "Honky Tonk women" zieht. Toller Rhythmus, klasse, satte Gitarren, eine starke Melodie, eine feine Steel und ein prächtig dazupassendes, röhrendes Saxophon im Mittelteil bestimmen diesen "Killertrack"! Herrlich auch die wieder sehr southern-beeinflußte, swampige, mit sowohl satten E-Gitarren als auch wunderbarem (Slide)Dobro ausgestattete, rhythmische, melodische Nummer "Caroline", der man sogar eine gewisse Bluegrass-Tradition zubilligen kann. Oder die erfrischende, mit einer dezenten Prise Southern-Soul ausgestattete Country-Ballade "That's what she gets for loving me" mit ihrem feinen Dobro, der klaren Mundharmonika und herrlichen Percussion, das mit fetter Slide-Gitarre durchzogene, einem nicht mehr aus den Ohren gehende, bärenstarke "Feels good, don't it" mit seinem Eagles-/Little Feat-Flair, der knochentrockene Honky Tonker "My baby's everything I love", wie auch der staubig trocken rockende, mit einem furiosen E-Gitarrensolo ausgestattete "ZZ Top goes Country"-Boogie "Good cowboy" - alles grandiose Songs! Enthält mit der engagierten Gospel Countrynummer auch noch einen "hidden track"! Knapp 57 Minuten knackiger, rockiger, oft Southern-inspirierter, lupenreiner New Country der vielleicht besten Brooks & Dunn, die es je gab!

Art-Nr.: 1940
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Casady, Jack - dream factor [2003]
Bassist Jack Casady, einer der ganz Großen der Hippiekultur, Mitbrgründer von Jefferson Airplane und Hot Tuna, zu den Pionieren des extrovertierten Bass-Spielens zählend, jemand der als einer der ersten die ganzen Möglichkeiten dieses Instrumentes (ob ungeheurer Drive oder innovative Melodienbögen) in die Rockmusik einbrachte, runde 40 Jahre im Geschäft - und jetzt kommt er mit einem Soloalbum! Verrückt! Doch das Überraschendste ist das Resultat: Das Album ist ein wahrer Knüller, ein Meisterwerk, eine geradezu famose Ansammlung erstklassiger Rocksongs an der Schnittstelle Classic Rock, Southern Rock (jawohl!!), Bluesrock, Westcoast-Rock, Jam-Rock, unter Einbeziehung von swampigen, funkigen, und einigen wunderbar country-orientierten Elementen. Mal locker, dann aber wieder nur so vor purer Kraft und Energie strotzend! Durchweg liegt in der Musik ein ungeheurer Groove! Jack Casady, der hier "lediglich" Bass und mal eine Acoustic Gitarre spielt, hat sich zur Verwirklichung dieses Albums eine illustre, hochkarätige Musikertruppe an Land gezogen, die es wahrlich in sich hat! Auch den Gesang (es gibt nur ein Instrumental) überläßt er anderen! Als da wären: Paul Barrere (Little Feat - Gesang, Slide Gitarre), Warren Haynes (Lead Gitarre auf 2 Tracks), Matt Abts (Gov't Mule) & Steve Gorman (Black Crowes) teilen sich die Drum-Parts, Jorma Kaukonen (Hot Tuna - Gitarre), Doyle Bramhall II (Gitarre), Ivan Neville (Hammond B3 und Gesang), Jim Brunberg und Jeff Pehrson von der Rootsrock Band "Box Set" (Gesang, Gitarre, Mandoline), Fee Waybill (Tubes - Gesang)... usw.! Casady läßt diesen namhaften Gästen viel Freiraum. Er "unterwirft" sich mit Vergnügen deren, ihren Hausbands entsprechenden, ursprünglichen musikalischen Neigungen. Man merkt, welchen Respekt er diesen Musikern entgegen bringt. Trotz der vielen Stilarten, die die Jungs tangieren, verzettelt man sich niemals, ganz im Gegenteil! Das Album wirkt in sich ungemein geschlossen! Das Songmaterial ist absolut erstklassig, steckt voller Frische! Keine Ausfälle! Was hier geboten wird, hätte auf so manchen Alben von Little Feat, Gov't Mule oder den Almman Brothers einen Ehrenplatz! Ein paar Beispiele: Es geht los mit dem herrlich groovenden, knackigen Midtempo-Rocker "Paradise" gesungen von Little Feat's Paul Barrere, der auch die großartige Slide-Gitarre beisteuert. Tolle Melodie! Stark, wie es den beteiligten Musikern gelingt, ein gewisses, flockiges Westcoast-Flair mit einem dezenten Little Feat-mäßigen Funk-/Swamp-Feeling zu vereinen. Flockig und locker schließt sich der semi-akustische Westcoast Countryrocker "Water from a stone"an, geprägt von herrlichen Mandolinen. Gesang: Box Set's Jeff Pehrson! Druckvoll, schwül, voller Energie und herrlich groovend geht es mit dem fetten Bluesrock-Knüller "Trust somebody" weiter. Tolle Hammond und sehr inspirierter Gesang von Ivan Neville, dazu großartige Blues Lead-Gitarre von Doyle Bramhall! "Listen to the wind", wieder gesungen von Paul Barrere, ist ein prächtiger, frischer, melodischer Southern Groove-Blues mit tollen Gitarrenpassagen von Jorma Kaukonen und Barrere. Danach das brodelnde Instrumental "Outside" mit 3 Gitarren, u.a. Lead-Gitarre Warren Haynes! Viel Jamrock-Feeling! Tolle Songstruktur - kein Chaos! Super Gitarren! Guter Drive und feinster Lead-Bass von Casady! Auch "Who you are" (Gesang: Jeff Pehrson) ist ein fulminater Classic Rocker mit fettem Southern-Flair in bester Allmans-/Mule-Tradition, "Dead letter box" ist ein wahrhaft traumhafter Blues-Jam-Southern-Rocker mit 3 Gitarren (Paul Barrere: Slide & Gesang, Doyle Bramhall II: Lead guitar, Steve Fister: Rhythm guitar), und mit einem absoluten Höhepunkt schließt das Album dann! "Sweden" heißt diese saustarke Nummer, gesungen von Fee Waybill! Ein lupenreiner, rauschender, mit einem irren Jam-Groove versehener, bluesiger Retro-Southern-Classic-Rocker voller Power, aber dennoch wunderbar fließend. 3 Gitarristen, davon zweimal Lead-Gitarre (Warren Haynes & Jorma Kaukonen) duellieren sich mit Wahnsinns-Soli! Umwerfend!! Die pure, inspirierte Jamrock-Spielfreude! Dampft gut! Wäre ein absoluter "Hit" auf dem letzten Allmans- oder Mule-Album gewesen! Tja, wer hätte solch ein Album von dem alten Airplane-Haudegen erwartet! Grandios!! Knapp 55 Minuten lassen einen aus dem Staunen kaum mehr rauskommen...

Art-Nr.: 2001
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Crow, Sheryl - c'mon america 2003 ~ live ~ dvd [2003]
Ganz starke neue Live-DVD von Sheryl Crow, aufgenommen bei zwei Konzerten am 10. und 11. Juli 2003 im Fraze Pavillion zu Kettering/Ohio während ihrer US-"C'mon, c'mon"-Sommertour! Nie war sie besser als heute! Eindrucksvoll unterstreicht diese DVD das herausragende Talent einer der besten Rock Singer-Songwriterinnen unserer Tage. Seit Jahren nun schon spielt sie mit der gleichen, großartigen Band um den tollen Gitarristen Peter Stroud. Sie sind prächtig aufeinander abgestimmt - und das kommt einfach super rüber. Zudem ist das Konzert in tollen Bildern festgehalten und vermittelt ausgezeichnet die großartige Atmosphäre dieser Gigs. Super Sound! Tolle Setlist aus 21 Songs (annähernd 120 Minuten)! Neben großartigen Versionen von Hits und Standards wie z.B. "Steve McQueen", "My favorite mistake", "C'mon, c'mon", "Strong enough", "If it makes you happy", "All I wanna do" und "Soak up the sun" spielt sie auch einige äußerst seltene, bzw. neue Titel. So hören und sehen wir neben dem starken "Wheather channel", dem sehr raren "Let's get free" auch eine prächtige Coverversion von Led Zeppelin's "Rock and roll", bei der sie richtig aus sich raus geht. Natürlich gibt's auch eine klasse Version von Cat Stevens' "The first cut is the deepest".Ausstrahlung, hervorragende Musikalität, tolle Atmosphäre, großartige Setlist - was will man mehr!. Sheryl Crow und Band in Top-Form! Ohne Zweifel die beste Live-Veröffentlichung von ihr bis heute - bislang leider nur in den USA erschienen! Tolle DVD! Das Teil ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar.

Art-Nr.: 2225
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 23,90

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Indigenous - circle [2000]
Wieder so ein Hammerteil für alle Southernrock/Bluesrock Enthusiasten. Zweites Album des Quartetts aus South Dakota, die allesamt dem Indianerstamm der Nakota angehören. Die 11 überwiegend von Sänger/Gitarrist Mato Nanji geschriebenen Songs bieten ein kompositorisches Niveau der Extraklasse. Natürlich hört man das Vorbild Stevie Ray Vaughan heraus, doch die Band hat sich mit ihrer Verschmelzung von tollen Melodien, dem Blues von SRV und einem "Big Head Todd & the Monsters treffen die Allman Brothers"-Sound eine eigene Identität geschaffen. Viel Southern Flair! Für den tollen Sound zeichnet Produzent Doyle Branhall (ex Double Trouble) verantwortlich. Ein absoluter Tipp!

Art-Nr.: 1194
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Los Lobos - good morning aztlán ~ limited edition [2002]
2 CD-Set! Limited Edition mit 2-Track Bonus Live-CD! Neues Album zum 25-jährigen Jubiläum der Band, und was für eins! Sonderlich schwächere Alben hat es von ihnen ja nie gegeben, doch so stark haben wir sie lange nicht mehr gehört. Die Beimischung von elektronischen Elementen, wie das auf ihren jüngsten Studioproduktionen oft zu hören war, sind passé. Mit "Good morning Aztlán" kehren Los Lobos aus East L.A. zunehmend zu ihren Roots zurück, ohne daß sie auch nur im Geringsten an Innovation und Kreativität einbüßen! Ganz im Gegenteil! Sie klingen aufregend, wie eh und jeh! Das ist brennender Roots-Rock/Retro-Rock/Latino-Rock mit einer Authentizität, die einem die Straßen von East L.A wie im Traum vor den Augen erscheinen läßt. Die Anklänge an frühe Werke, wie "By the light of the moon" sind wieder deutlicher, ebenso die Rootsrock-Elemente. Auf der einen Seite legen sie gesteigerten Wert auf einprägsamere und eingängigere Melodien, während die Songs auf der anderen Seite unglaublich rauh klingen, zum Teil regelrecht dreckig. Dazu kommen ein tierischer Groove und verspielte kleine Jammings, die live sicher wunderbar auszudehnen sind. Die dominanten Instrumente sind die Gitarren. Was für großartige, ausgedehnte E-Gitarrensoli liefern sie uns ab! Dazu ist David Hidalgo's Gesang eine wahre Wonne! Die Kombination all dessen, verbunden mit Los Lobos' unglaublicher Musikalität und Virtuosität machen das Album zu einem echten Knüller. Erdig roh, mit unglaublicher Power und Dynamik geht es los! "Done gone blue" ist ein kochender, druckvoller Roots-/Latino-Rock-Titel mit rotierendem, groovendem Schlagzeug, treibendem Bass und mehreren begnadeten E-Gitarrensoli, unterbrochen von einer heißen Sax-Einlage! Schon steht die Bude unter Dampf, ohne das Melodie und Struktur vermißt würden. Es stimmt einfach alles, sie haben den Sound, auch dank Co-Produzent John Leckie, voll auf den Punkt gebracht. Mit "Hearts of stone" folgt eine schwüle, mit leichtem 70's Soul versehene, herrlich melodische Midtempo-Nummer. Fast kommt ein wenig Swamp-Jam-Feeling auf! Nach einem rhythmischen Latino-Intermezzo gehts beim Titelstück wieder mit Vollgaß weiter! Rauher Roots Rock'n Roll mit mächtig Drive und einer herrlichen Melodie. Trotz des dreckigen Sounds werden Erinnerungen an "How will the wolf survive/One time one night"-Tage wach. Irre Gitarren! Bluesig, wieder mit starken Gitarren und ebenso starker Melodie geht es sehr gefühlvoll auf "The big ranch" weiter. Bestechend das interessante Arrangement zwischen laut und leise! Nach dem relaxten Latin L.A.Westcoast-Stück "The word" mit feinen Flamenco-Gitarren und toller Percussion, dem feurigen, mit brasilianischen Rhythmen gewürzten "Malaqué", kommt die wunderschöne Roots-/Americana-Ballade "Tony y Maria", das wohl ein Sequel zu "Matter of time" von "How will the wolf survive" darstellen soll. Auch nach 25 Jahren sind Los Lobos alles andere als stagniert. Sie gehören noch immer zu Amerika's interessantesten Rockformationen und spielen auf einem fast schon beängstigend hohem Level. David Hidalgo, Cesar Rosas, Steve Berlin, Louie Pérez und Conrad Lozano in bestechender Form! Bis auf weiteres liefern wir die limitierte 2 CD-Edition mit den beiden Bonus Live-Tracks "Can't stop the rain" und "Manny's bones" sowie einer CD-Rom-Dokumentation über das Entstehen von "Good morning Aztlán"!

Art-Nr.: 1230
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Lynyrd Skynyrd - vicious cycle [2003]
30-jähriges Bandjubiläum feiern die Southernrock-Helden in diesem Jahr! Nach all den Schicksalsschlägen der Vergangenheit ist das wahrlich nicht selbstverständlich und nach dem Tod von Ur-Basser Leon Wilkeson glaubten viele nun, daß es endgültig vorbei sei. Auch eine kürzliche Hezroperation bei Gary Rossington wirft sie nicht aus der Bahn. Genz im Gegenteil: die nächste Tour steht schon an! Lynyrd Skynyrd are still alive - und das beweisen sie auch nachhaltig mit ihrem neuen Album "Vicious cycle". Selten wurde die Musik eines Skynyrd-Albums so kontrovers diskutiert, wie bei diesem Werk, doch, auch wenn es sicher nicht das beste aller Skynyrd-Alben ist (wer will das denn auch schon erwarten), so ist es dennoch ohne Zweifel ein absolut gelungenes, nein gutes, pures Southernrock-Album der Marke Skynyrd, sowohl von der musikalischen, als auch von der textlichen Seite, mit dem die Jungs zeigen, daß sie noch voll da sind. Oftmals sind die Erwartungen der Fans bei Skynyrd in allzu astronomischen Höhen angesiedelt. Wäre hier eine andere Band am Werk, würde man sie möglicherweise als die Southernrock-Entdeckung des Jahrzehnts feiern, doch bei Skynyrd reagieren die Anhänger ernüchternd. Dabei hat "Vicious cycle" mit seiner satten Spielzeit von über 70 Minuten ein paar richtige Southernrock-Highlights zu bieten, die es wahrlich in sich haben. Die Platte hat alles, was das Southernrock-Herz begehrt. Die Band agiert ungemein kraftvoll und druckvoll, steht voll im Saft! Wir hören peitschende, donnernde Drums, treibenden Bass, fette, fleischige, brodelnde und rasante Gitarrenläufe zuhauf, bei denen sich die 3 Gitarristen Gary Rossington, Rick Medlocke und Hughie Thomasson prima austoben, herrliches Honky Tonk-Piano, Blues-, Boogie-, Country- und auch ein paar Heavy-Bezüge sowie dieses so typische Flair des Skynyrd'schen Southern-Lebensgefühls. Ein paar Tracks (3-4) sind mit Bläsern (Jim Horn) und Streichern angereichert, was für manchen ein kleines Problem darstellen mag, doch auch diese Tracks sind durchaus zu ertragen, da das songwriterische Potential, welches die Jungs haben, gut abgerufen wurde. "That's how I like it" heißt der erste Song! Jawohl, und genau so mögen wir es. Eine bärenstarke Nummer! Kurzes, rootsiges Acoustic-Intro, und schon legen sie mit höllischer Power und immensem Druck los! Krachendes Schlagzeug, harte Heavy-Southern-Riffs, brodelnde Slide, Johnny van Zant's klasse Gesang (er ist gut in Form) und ausgedehnte, voluminöse, wechselseitige Lead-Gitarren-Soli bescheren uns einen pumpenden Southernrocker, der durch Mark und Bein geht. "Pick 'em up" ist ein typischer Skynyrd Southern-Boogie, bei dem Medlocke und van Zant abwechselnd den Lead-Gesang übernommen haben. Hier hören wir zum ersten Mal die gar nicht so störenden Bläser, doch trotzdem regieren natürlich das großartige Honky Tonk-Piano und das prächtige Slide-Solo diese Nummer. Ein absoluter Hammer ist dann wieder "Dead man walkin'"! Ein von kreativer Rhythmik geprägter, durchaus auch gefühlvoller Power-Swamp-Southernrock-Song mit einem gediegenen Voodoo-Feeling, einer klasse Songstruktur, großartiger Percussion, gleichzeitig aber auch einer gewissen Lockerheit und jeder Menge Drive. Im Mittelteil gibt's eine rasante Geschwindigkeitssteigerung mit tollem Slidesolo, ehe man dann wieder in den schwülen Swamp-Groove zurückfällt. "The way" ist ein ordentlicher, wenn auch durch die Streicher etwas überladener, Uptempo-Rocker, ehe mit "Red, white & blue" eine klasse, sehr melodische, fette, country-infizierte Southern-Power-Ballade folgt, die im übrigen völlig streicherfrei ist. Dafür hören wir wunderbares Pianospiel von Billy Powell und ein herzhaftes Slidesolo von Gary Rossington! "All funked up" rockt wieder mächtig los und bei dem ganz großartigen, Leon Wileson gewidmeten, "Mad hatter" liegt etwas regelrecht Bedrohliches, geradezu Gefährliches in der Luft. Ein herrlicher, toll strukturierter Midtempo-Rocker mit excellenten Gitarrenläufen. Ungemein fetten und satten "smokin'" Southernrock gibt's dann wieder auf "Jake". Großartige Slide-Gitarre paart sich mit einer transparenten Hammond und tollem Klavier, dazu eine klasse Melodie und schneidige, wieder ordentlich rasante, wechselseitige Gitarrensoli zwischen Medlocke und Thomasson, hallen voller Kraft und Saft aus den Boxen. Zum Finale dieses Songs geben sie dann ordentlich Gas und die Gitarristen gehen richtig ab! Sehr gelungen ist auch die Travis Tritt-like, mit Mandoline angereicherte, flockige Countryrock-/Southernrock-Ballade "Lucky man", bei der natürlich das fulminante Gitarrensolo auch nicht fehlt. Als Bonustrack gibt es ein Remake von "Gimme back my bullets" mit ihrem Bewunderer Kid Rock als Gast. An den dort untergebrachten Hip-Hop-Elementen werden sich die Geister sicher scheiden, doch vielleicht öffnet man dem klassischen Southernrock auf diese Art und Weise auch mal das Tor zur jüngeren Generation...! Warum also nicht - solange es sich nur auf einen Track bezieht! Egal, auch "Vicious circle" ist wieder ein klasse Southernrock-Album geworden, mit dem Lynyrd Skynyrd zeigen, daß sie noch lange nicht zum "alten Eisen" gehören. Und das ist gut so! Im übrigen kommt die CD mit einem interessanten, informativen Booklet, das nicht nur alle Texte beinhaltet, sondern in dem auch noch in einer Art Jahreskalender ab 1964 (!!!) bis heute die Stationen der Bandgeschichte durchleuchtet werden und dementsprechend abgedruckt sind.

Art-Nr.: 1926
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Miller, Scott & The Commonwealth - upside downside [2003]
Klasse Album, das zweite mit seiner neuen Band Commonwealth, des aus Shenandoah Valley/Virginia stammenden ex-Frontmannes und Kopfes der damals in Genre-Kreisen, auch durch ihre Verbindung zu Steve Earle, sehr respektierten Rootsrock-Band "V-Roys". Scott Miller ist ein excellenter Songwriter, was er mit "Upside downside" einmal mehr bestätigt. Die neue Platte klingt wesentlich roher und ungeschliffener als der Vorgänger, was seiner staubigen Roots-Musik sehr zugute kommt. Das Album ist ungeheuer variabel. Miller besticht durch seine weitreichende   Mannigfaltigkeit, mit der er, wie selbstverständlich, einen großen Bogen über das gesamte Rootsrock-/Americana-/Alternate Country-Terrain spannt. Das geht von brodelnden, druckvollen Heartland Roots- Rock'N Roll-Krachern, über wunderbar entspannten Alternate Country-Nummern bis hin zu gefühlvollen Singer/Songwriter-Titeln mit einer Menge Texas-Flair. Ein paar Beispiele: Der Opener "It didn't take too long" ist ein fulminanter Roadhouse-Rock-Kracher mit Chuck Berry-like Riffs, irgendwo an der Schnittstelle zwischen Rockpile und NRBQ mit satter E-Gitarre und quirliger Orgel (da wird auch die Georgia Satellites-/Dan Baird-Fraktion ihren Spaß haben). Auch der Nachfolger, das fetzige, rotzige "Raised by the graves", mit seinen dreckigen E-Gitarren, geht ab, wie geschmiert, ehe er mit dem großartigen "The way" erstmals etwas leiser wird. Eine dezent, aber mit voller Band, bestehend aus Drums, schöner Acoustic Gitarre, Harp und einer im Hintergrund agierenden Hammond, instrumentierte, staubige Singer/Songwriter-/Americana-Nummer, scheinbar angesiedelt Kreuzungsbereich eines Ryan Adams und Chris Knight. Den Harmoniegesang bestreitet Patty Griffin! Dann haben wir da noch solch interessante Titel, wie den schnellen, kanckigen Power-Roots-Pop-Rocker "Second chnace", mit satter E-Gitarre, die herrlich flockige, melodische, relaxte Country-Nummer "Amtrak crescent" mit Tim O'Brien an der Mandoline, den großartigen Bluegrass-Titel "Ciderville Saturday night", wieder mit Tim O'Brien, den schwer dampfenden Heavy Heartland-Rocker "Pull your load", der mit seinem bluesigen, southern-angehauchten Ambiente fast klingt, als sei George Thorogood bei den Georgia Satellites eingestiegen (wilde Slide inklusive), das groovige, lustige Instrumental "Chill, relax, now", oder die beiden wunderbaren, semi-akustischen, stripped down Roots-/Americana-Rock-Balladen "I've got a plan" und "Angels dwell", letzterer erneut mit Patty Griffin. Scott Miller genießt in Roots- und Americana-Kreisen bereits eine hohe Anerkennung. Diesen Ruf wird er mit "Upside downside" weiter festigen - gar keine Frage. Ein prächtiges Werk voller Kraft, Inspiration, Gefühl, Dreck und Spaß zugleich, das die Anhänger der Hiatt- / Chris Knight-/ Jack Ingram-/ Mellencamp-/ Ryan Adams-/ Earle-Liga begeistern sollte. Wir gratulieren, Jungs!

Art-Nr.: 1978
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
It didn't take too long
Second chance
Amtrak crescent
Angels dwell

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Robison, Charlie - live [2003]
Charlie Robison (Ehemann von Dixie Chick Emily Robison, Bruder von Bruce Robison, Schwager von Kelly Willis - was für familiäre Verbindungen...), einer der interessantesten, begabtesten und besten Vertreter der neuen Texas-Countryrock-Bewegung mit einem prächtigen Live-Album! Mitgeschnitten wurde das Album während zweier Konzerte am 31.8. und 1.9.2002 in der Gruene Hall zu New Braunfels/Texas! Erstaunlich, daß diese Live-CD über ein Majorlabel veröffentlicht wird! Okay, vor ca. 2 Jahre hatte Charlie mit dem Titel "I want you bad" von seinem letzten Studioalbum sogar mal einen Achtungserfolg im Nashville Country Radio und den Charts, dennoch ist dieses Major-Release sehr bemerkenswert, da Robison's Show wirklich alles andere als "glatt gebügelt" ist. Vielmehr präsentiert er sich hier in einer wunderbar rohen, rauhen, ungeschliffenen und unbeschwerten, scheinbar von allen Labelzwängen befreiten Art und Weise. Und der besagte "Hit" fehlt auch in der Setlist. Die Songs, zumindest die "Hauptsongs" (was wir damit meinen... - dazu etwas später) stammen alle von den beiden Vorgängeralben. Doch Robison spielt sie ausgesprochen abwechslungsreich. Sie kommen in einem herzhaften, völlig Nashville-fremden, estrem rootsigen, dreckigen Alternate Country-Outfit rüber. Dazu spricht er viel mit dem sich in großartiger Stimmung befindlichen Publikum, erzählt ständig irgedwelche Geschichten. Es herrscht eine wunderbare, intime Club-Atmosphäre. Dazu hat er mit den "Enablers" eine wirklich fabelhafte, 5-köpfige Band im Rücken. Was diese Jungs um den excellenten Lead-Gitarristen Kevin Carroll, den nicht minder starken Steeler Kim Deschamps und tollen Organisten Dave Appel für ein musikalische Potential abrufen, ist sehr beeindruckend. Charlie läßt ihnen immer wieder den Freiraum zu langen, ausgedehnten Soli, in denen sie sich voll entfalten können. Oftmals gibt es herrliche, dreckige E-Gitarrenläufe, in Verbindung mit wunderbaren Steel-Passagen und feinen NRBQ-/Sir Douglas-like Orgel-Einlagen. Und mit welcher Abwechslung sie ihren Set spielen, ist schon klasse. Viele der vorhin erwähnten "Hauptsongs" (jetzt kommen wir drauf zurück, was wir damit meinen) werden durch die Integration hochinteressanter Coverversionen von Songteilen gestandener Rock- und Country-Klassiker angereichert und damit mächtig aufgepeppt. Damit bringt er die Gruene Hall und das ausgelassene (und bestimmt schon angetrunkene) Publikum auf Hochtouren. So enthält zum Beispiel die herrliche, melodische, Steel getränkte, von Bruder Bruce geschriebene Countryrock-Ballade "Tonight" Fragmente von AC/DC's "You shook me all night long" und ergeht sich mit den einleitenden Worten und dem rauhen, langen, rockigen Gitarrensolo schließlich in einer rund 11 1/2-minütigen Version. Der anschließende, rasante Redneck Honky-Tonker "Barlight" beginnt mit einem 2-minütigen Intro von Ted Nugent's "Stranglehold" mit tollem Parallelspiel aus E-Gitarre und Steel, und der wunderbare Rootsrocker "Sunset boulevard" wird durch "You can't always get what you want" (Rolling Stones) eingeleitet. Vor seiner Hymne "My hometown" (das Publikum singt ganze Strophen mit) gar spielt er ein großartiges, fast 7-minütiges Potpurri aus Steve Miller's "The joker", Bob Marley's "Three little birds" und Waylon's "Luckenbach Texas"! Wieder tolle Gitarre und Steel! All das macht es so interessant und zeigt Charlie wie und was er wirklich ist, nämlich ein großartiger Texas Roots- und Countryrocker! Ein tolles Texas-Roots-Americana-Countryrock Live-Fest! Mit 78 Minuten ist das Album randvoll! Und als Schmankerl gibt's am Ende mit dem knackigen, wie Öl runtergehenden Uptempo-Countryrocker "Walter" auch noch einen brandneuen Studiotrack! Na, wenn das nichts ist...

Art-Nr.: 1973
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 11,90

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Trooper, Greg - floating [2003]
Wenn man das recht umfangreiche, mit allen Texten ausgestattete Booklet von Greg Trooper's neuem Album aufschlägt, so stößt man erst einmal auf eine ausführliche Einleitung, geschrieben von niemand Geringerem als Steve Earle, der sich in diesem Essay über die außergewöhnlichen Singer-Songwriter-Qualitäten des über die Umwege Kansas und Austin jetzt in Nashville gelandeten Mannes aus Little Silver/New Jersey ausläßt. Nicht nur Steve Earle zählt sich zu den großen Fans von Greg Trooper. Lange schon gilt der bereits auf eine rund 17-jährige Aufnahmekarriere zurückblickende Singer-Songwriter als einer der Anerkanntesten des Roots-/Americana-Genres, dessen Songs bereits von Leuten wie Robert Earl keen, Billy Bragg, Vince Gill oder eben Steve Earle aufgenommen wurden. Zu seinen wichtigsten Einflüssen zählt er Künstler wie Johnny Cash, Bob Dylan, Townes van Zandt, Van Morrison oder Steve Goodman. "Floating" ist Greg Trooper's emotionalste und ambitionierste Veröffentlichung bislang. Ein großartiges Album feinster Songs, zuweilen recht rockig intoniert, dann wieder im semi-akustischen Gewand, mal folkig, mal sehr country-orientiert, aber immer ungemein rootsig. Die Basis des Albums ist mit seiner Band im Studio live eingespielt worden. Den Sound hat man anschließend weitgehend in seinem Ursprung belassen, sodaß dieses Live-Feeling in einer sehr charmant wirkenden, intimen Atmosphäre, verbunden mit einem herrlich rohen und rauhen Flair, prächtig rüberkommt. Greg Trooper gehört zu den musikalischen Erzählern, die Wert darauf legen, daß die Zuhörer sie auch problemlos verstehen. So sind seine wunderbaren Texte auch nicht vollgepackt mit literarischen Feinheiten, sondern geprägt von der einfachen Sprache - mit möglichst wenig Worten möglichst viel zu sagen. Auch auf die musikalische Ausrichtung trifft das zu. Reichhaltig instrumentiert, ist der Sound aber gleichzeitig, als sei durch eine Art Filter alles Überflüssige sofort abgestoßen worden, auf das Pure und Wesentliche beschränkt. So sagt er auch selbst über "Floating": "I hope this album shows that I've learned how to say more by not trying to say so much". Eröffnet wird der Reigen mit dem großartigen, rockigen Midtempo-Americana-Track "The road so long", der, ausgestattet mit einer samtweichen Hammond-Basis, mit schönen E-Gitarren, groovendem E-Piano und einem extrem rootsigen Drumming gleich auf der ganzen Linie überzeugt. Greg Trooper's Stimme ist nicht aufpeitschend, sondern eher angenehm ruhig, aber dennoch kräftig, mit einem rootsigen Akzent, der irgendwo zwischen Jersey und dem staubigen Texas zu liegen scheint. Herrlich melodisch und wunderbar entspannt geht es mit der prächtigen Alternate Country-/Countryrock-Nummer "When my tears break through" weiter, die in allerbester Buddy Miller-Tradition aus den Lautsprechern tönt. Buddy selbst spielt übrigens bei diesem Track Gitarre und singt im Background! Klasse auch die flotte, akustische Country/Singer-Songwriter-Nummer "Lucky that way" in ihrem dezent grassigen Flair, begleitet von großartiger Mandoline, Fiddle und dezenter, staubtrockener Percussion. Oder das federleichte Titelstück "Floating", dessen akustische Basis mit einer sehr angenehmen, dezent halligen, zurückhaltend eingesetzten E-Gitarre angereichert ist - einfach klasse! Der pure Roots Rock'n Roller kommt dann bei "Hummingbird" zum Vorschein, das tolle "From only you" wird von schönen Mandolinen und einem feinen Akkordeon begleitet, und über das excellente "Muhammad Ali (the meaning of Christmas)" sagt Steve Earle: "Last year I taped a TV-Show with Troop and some other songwriters sitting around in a circle singing songs, and Troop played Muhammad Ali - and I immediately went home and learn it!" Ein sehr starkes Roots-/Americana-/Singer-Songwriter-Album eines Künstlers der zu den Interessantesten der Szene gezählt werden muß. Verantwortlich für die klasse Produktion zeichnet Phil Madeira, der auch Gitarre spielt und einige Keyboard-Parts übernommen hat. Congratulation Troop! Spitze!

Art-Nr.: 1919
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
When my tears break through
December skies
Muhammad Ali

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Trooper, Greg - straight down rain [2001]
Mehr als nur respektiert von Kollegen und Fans gilt Greg Trooper als einer der angesehensten Roots/Americana-Singer/Songwriter in den Staaten. Dies bestätigt er mit seinem neuen Album nicht nur eindrucksvoll, sondern festigt seine Position in der 1.Liga moderner US-Songpoeten, die sowohl textlich, als auch musikalisch noch eine Menge zu sagen haben. 12 hervorragende Songs mit "mitten aus dem Leben" gegriffenen Geschichten und musikalischen Arrangements, die einfach klasse sind. Mit seiner leicht rauhen, aber immer sehr angenehmen Stimme präsentiert er seine Musik zumeist sehr knackig, rockig, auch mal "dreckig", oder mal mit einen echten Honky Tonk Song (das großartige "Real like that" mit Julie Miller), aber immer kompakt, mit gut zu identifizierenden Melodien und einem "staubigen", aber "vollem" Sound. Mit dafür verantwortlicht ist Gitarrist und Produzent Phil Madeira. Ohnehin gibt es einige sehr schöne Gitarrenbreaks. Musik zwischen Rock, Americana, Folk und Alternate Country - zwischen Earle, Mellencamp, einem modernen Dylan, einer männlichen Mary Chapin Carpenter, John Prine, Buddy Miller und Tom Petty! Neben der schon erwähnten Julie Miller sind u. a. dabei: Steve Fishell, Bill Lloyd, Maura O'Connell, Fats Kaplan usw.! "He's an everyman Rootsrocker"! Stimmt! Und zwar ein richtig guter!

Art-Nr.: 1355
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,84

In folgende Titel können Sie reinhören:
You love your broken heart
Sometimes it takes a hurricane

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Yoakam, Dwight - population: me [2003]
Grandioses neues Werk von Dwight Yoakam! Das erste Album, das er, nach 15 Warner/Reprise-Veröffentlichungen, über sein eigenes Label "Electrodisc" und seinen neuen Vertrieb Audium herausbringt. Es ist einfach erstaunlich, welch hohes Niveau Yoakam über die Jahre beibehält! So ist es auch hier! Er strotzt vor Vitalität, klingt frisch und aufregend wie eh und je, singt einfach traumhaft und spielt mit seinen Jungs so unbeschwert auf, als hätte er seinen ganz eigenen, für ihn so typischen Sound, gerade erst erfunden. Typisch ist für Yoakam natürlich auch, daß seine Alben nie langweilig werden. Auch "Population: me" steckt voller Abwechslung und arbeitet das ganze, breite Spektrum der Countrymusic ab. Classic Country, Bakersfield Country, purer Honky Tonk, lässiger Countryrock, Westcoast-Klänge, alles wird in höchster Vollendung geboten. Zumeist sind die Stücke schön flott und flockig. Ja, vor allen Dingen diese ungemeine Frische und Lockerheit ist es, die seine Songs diesmal prägen. Sie sind durchzogen von sich ins Ohr bohrenden Melodien, die einen nicht mehr loslassen. Im großen und ganzen hat er seine alte Crew zusammen, allen voran natürlich der begnadete Gitarrist Pete Anderson, der auch wieder für die hervorragende Produktion verantwortlich zeichnet. Neben Skip Edwards (Keyboards), Scott Joss (Fiddle) und Gary Morse (Pedal Steel, Banjo, Dobro), sitzt diesmal der großartige Don Heffington am Schlagzeug und Westcoast-Legende Bob Glaub (Jackson Browne, Linda Ronstadt...) bedient den Bass! Hier ein paar Songbeispiele, bei denen wir dann auch noch auf den ein oder anderen musikalischen Gast eingehen: Das Album startet gleich mit einem absoluten Killer-Track! Das Banjo- und Gitarren-angetriebene "The late great golden state" hat die Frische und die Lockerheit früherer Eagles-Klassiker! Da paßt es auch, daß bei dem wunderbaren Harmoniegesang kein geringerer als Adler Timothy B. Schmit seine tolle Stimme mit einbringt. Ein herrlicher, mit einer klasse Melodie versehener, schwungvoller Westcoast-Countryrocker voller Sonne, Drive und Dynamik. Tolles Gitarrenspiel von Pete Anderson! Weiter geht's mit dem knackigen Honky Tonker "No such thing" (tolles Gitarren- und Pedal Steel-Solo) und der traumhaften Midtempo New Country-Nummer "Fair to Midland". Wieder wunderbar locker und mit einer unvergleichlichen Melodie fließt dieser Song mit seinem herrlichen Mandolinen- und Dobrospiel dahin. Flockiger New Country, bei dem es Yoakam schafft in nur einem Song die Countryelemente der Regionen Californien, Nashville und Texas zu vereinen, und sogar noch einen ganz dezenten mexikanischen Touch mit einzubauen. In dem etwas geheimnisvoll anmutenden, wieder mit feinen Banjo-Tupfern versehenen Titelstück, hat er im Mittelteil sogar eine prima dazupassende, unaufdringliche Dixieland-Trompete (Lee Thornburg) untergebracht, bei der herrlichen Honky Tonk-Outlaw-Country-Ballade "If teardrops were diamonds" hat Willie Nelson den Duett-Part übernommen, während bei dem lockeren, flotten Burt Bacharach-Remake "Trains and boats and plains" der große Earl Scruggs das Banjo zupft! Eine Songperle jagt die nächste! Das einzige kleine Manko: die CD läuft nur knapp 32 Minuten lang! Doch da wollen wir diesmal großzügig drüber hinwegsehen, denn diese 32 Minuten haben es einfach in sich! Es gibt einfach keinen schwachen Moment! Er kann machen was er will, es gelingt ihm immer. Dwight Yoakam at his very best - von vorn bis hinten! "A summer breeze of an album", heißt es in einer US-Besprechung. Stimmt!

Art-Nr.: 1937
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

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