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Alvin, Dave - ashgrove [2004]
Rootsrock-/Americana-Vorzeige-Singer/Songwriter/-Produzent und -Gitarrist Dave Alvin ist zurück mit seinem ersten neuen Studio-Album nach rund 6 Jahren! Hohe Erwartungen stellt der Genre-Liebhaber immer an ein neues Alvin-Album, so auch an "Ashgrove" - doch auch hier läßt er nicht den leisesten Zweifel an seinen großen Fähigkeiten aufkommen. Es ist eine weitere Meisterleistung geworden! Im Gegensatz zu seinen letzten Werken setzt er diesmal auf einen noch rootsigeren, dreckigeren, trockeneren und raueren Sound, der die bekannte Live-Energie wunderbar ins Studio überträgt. Dabei dominieren die klassichen Arrangements, lediglich bestehend aus Drums (Don Heffington), Bass (Bob Glaub) und jeder Menge Gitarren (neben Dave Alvin noch Greg Leisz), die mal satt rockend und ungemein roh daher kommen, dann aber auch wieder wunderbar weich und klar klingen. Auf Mandolinen, Fiddles oder Akordeons wird diesmal vollkommen verzichtet. Der Name des Albums bezieht sich auf den gleichnamigen, legendären Folk/Blues-Club "Ashgrove" in Los Angeles, in dem alle beteiligten Musiker schon unzählige Male gespielt haben, und der somit eine große Bedeutung für sie hat. Auch für Blues-Größen wie beispielsweise Johnny Guitar Watson oder Magic Sam war dieser Laden wie ein Zuhause. Der dementsprechende musikalische "Spirit" von "Ashgrove" zieht sich durch das gesamte Album, denn Dave Alvin ist es gelungen dieses Feeling in seine großartigen Songs zu transportieren. So hören wir eine excellente Auswahl von groovenden, rauen, erdigen , gut rockenden, rootsigen Blues-Nummern, von kantigen, dreckigen Rootsrockern, über herrlich folkige, entspannte, doch durchaus staubige Americana-Tracks, bis hin zu wundervoll melodischen, flockigen und frischen, locker dahin fließenden, typisch californischen Countryrock-Nummern. Und dabei gelingt es ihm wie selbstverständlich die Grenzen all dieser Stilrichtungen zu öffnen, sodaß das gesamte Werk zu einer unzertrennlichen Einheit wird. Ein beeindruckender Beweis dafür, über welch ungeheures Musikverständnis dieser Bursche verfügt. Alvin eröffnet das Album mit dem Titelstück! Ein herrlich groovender, fast ein wenig Allman Brothers Jam-Feeling ausstrahlender, inspirierter, rootsig rockender, astreiner Blues mit ausgedehnten, satten und schön dreckigen, variablen, prächtigen E-Gitarrensoli. Man fühlt sich im Geiste in die dunklen, von blauem Zigarettenqualm durchflutenden Räume des "Ashgrove" versetzt. Klasse! Und Alvin brilliert auf den 6 Saiten, daß es die wahre Freude ist. Ganz anders erklingt das anschließende "Rio Grande"! Wir hören eine herrlich lockere, frische Americana-/Folkrock-Nummer voller Leichtigkeit, mit einer wunderbaren Melodie und tollen, klaren, transparenten Gitarren (inklusive Steel), die uns auf angenehmste Weise den Sommer im californischen Grenzgebiet vor Augen zu führen scheint. Gegensätzlich? Nein, alles paßt bestens zusammen! Das anschließende "Black sky" ist ein riffiger, bluesiger, schön dreckiger Rootsrocker, während uns Alvin bei dem folgenden "Nine volt heart" mit einer im flüssigen California-Westcoast-Sound arrangierten, mit einer traumhaften Melodie versehenen, herrlichen Midtempo Countryrock-"Schnulze", inklusive hervorragender Lead-Gitarre, beglückt! Stark auch das auf einem wunderbar groovenden Drumming basierende, wieder mit satten Gitarreneinlagen versehene, dreckig rootsige "Out of control", wie auch die flockige, semi-akustische Folk/Americana-Nummer "Everett Ruess", der wieder leicht bluesige, mit kernigen Wah-Wah-Gitarren versehene Rootsrocker "Sinful daughter", oder das ruhige, folkige, wunderschöne "The man in the bed". Gut 52 Minuten lang allerbester Rootsrock/Americana der Marke Dave Alvin, wie er die Fans zufriedener nicht machen dürfte! Große Klasse! Kommt im schönen Digipack!

Art-Nr.: 2506
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ashgrove
Rio Grande
Black sky
Nine volt heart
Out of control

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Bentley, Dierks - same [2003]
Ein weiterer neuer, sehr vielversprechender Name, der in Nashville von sich reden macht und sich anschickt mitzuhelfen, wieder mehr "richtige" Countrymusic in den Charts zu etablieren. Dierks Bentley heißt der junge, aus Phoenix/Arizona stammende Mann, mit aktuellem Wohnsitz in Nashville. Es wirkt ungemein sympathisch, wenn einem der Lockenkopf mit seinem "netter Junge von nebenan"-Image vom Frontcover entgegenblickt, und genau das transportiert er in seine bestens gelungene Musik. Frischer, ehrlicher, schön knackiger, traditionsbewußter Country/New Country, der richtig Freude macht! Im Gegensatz zu vielen Kollegen hat Bentley beispielsweise nicht bereits im Alter von 5 Jahren im Kirchenchor gesungen, oder war mit 10 das Aushängeschild der Familien-Country-Band, in der er aufwuchs - nein, "everything I learned musically, I learned on my own. My country music education has consisted of listening to a lot of records and spending a lot of time listening and playing in Nashville bars and clubs", sagt er selbst. Er ist durch und durch ein Countryfan und hat so lange an sich gearbeitet, bis er schließlich selbst im Rampenlicht steht. Beeinflußt von Leuten wie George Jones und Vince Gill spielt er eine knackige, aber auch lockere, astreine Country-/New Countrymusic, bei der manchmal auch Erinnerungen an den guten Steve Wariner (auch stimmlich) zu dessen besten 'Life's highway"-Zeiten wach werden. Auch die Texte sind richtig country! 13 klasse Songs, von denen er 10 mitkomponiert oder gar alleine geschrieben hat. Die Instrumentierung hat alles, was das Countryherz begehrt. Mandolinen, Banjo, Dobro, Fiddles, Steelguitar und jede Menge Gitarren - akustische und elektrische. Immer wieder hören wir satte Gitarrenriffs vor einem knackigen Backbeat aus Bass und Drums. Bentley kommt vollkommen ohne Streichorchester und gekünstelt wirkende Pop-Spielereien aus. Das Eröffnungsstück "What was I thinkin'" entpuppt sich, und das völlig verdient, dann auch gleich zum ersten großen Hit für den Newcomer. Steht zur Zeit auf Nr. 4 der Billboard Country-Singles-Charts, mit Pfeil nach oben, Richtung Nr. 1! Ist ja auch ein prächtiger, knackiger, gut abgehender New Country-Song voller dicker Gitarrenriffs, durchzogen von einer klasse Melodie, und begleitet von herrlicher Mandoline und sehr virtuosem Lead-Dobro-Spiel. Geht gut in die Beine. Doch das Album steckt voller weiterer potentieller Hits! Zum Beispiel, das lockere, frische, sehr melodische "Wish it would break" mit seiner schönen Baritone Gitarre, der Fiddle und den wimmernden Steel-Passagen, die flotte, wieder sehr knackige, erneut mit feiner E-Gitarre und Steel instrumentierte Countrynummer "Forget about you", zu der die Cowboys in so manchem Saloon das Tanzbein schwingen werden, das wunderschöne "I can only think of one", die fetzige Roadhouse-/Honky Tonk-Nummer "Bartenders stc...", oder die tolle Coverversion von Buddy und Julie Miller's "My love will follow you"! Zum Ausklang des Album wagt er sich dann auch noch, ebenfalls absolut gelungen, mit "Train travellin'" an eine lupenreine Bluegrass-Nummer heran. Mit Dierks Bentley scheint ein neuer Stern am Nashville Country-Himmel aufzugehen. Das wird einer! Dicke Konkurrenz für Brad Paisley, Alan Jackson, Vince Gill & Co.! Ein klasse Debut!

Art-Nr.: 2061
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Black, Clint - spend my time [2004]
Clint Black ist wieder da - endlich - und zwar auf seinem eigenen Label! Über 4 Jahre hat er sich für sein neues Studioalbum Zeit gelassen, aber es hat sich gelohnt. Der Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger als einer der wichtigsten Neo-Traditionalisten, und damit oftmals in einem Atemzug mit Garth Brooks genannte, Clint Black hat nichts von seiner Klasse verloren. Ganz im Gegenteil - seiner Songs sind vielleicht noch reifer geworden. Er knüpft damit nahtlos an seine besten Zeiten an und präsentiert auf seinem neuen Album eine gesunde, ausgewogene Mischung aus ausschließlich von ihm selbst geschriebenen oder mitkomponierten, überzeugenden Uptempo- und Midtempo-Countrynummern, ergänzt durch einige feine Balladen. Manchmal, das kennt man ja von ihm, hat er die Neigung ein paar dezente, seine Musik durchaus bereichernde Blues-, Jazz- oder Funk-Elemente einzustreuen, doch im Endeffekt ist "Spend my time" natürlich ein lupenreines Countryalbum. Die ersten Charterfolge stellen sich auch schon wieder ein. So klettert die erste Single, das Titelstück "Spend my time", eine sehr schöne Ballade über veränderte Prioritäten jenseits des Alters von Vierzig, stetig in Richtung Top 10 der Billboard Singles Country-Charts. Aber darüber hinaus enthäklt das Album noch jede Menge weiterer Songs mit Hitpotential. Man denke nur an die knackige New Country-Ballade "She's leavin'", mit ihrer feinen Melodie, der schönen Steel und der klasse E-Gitarre, das ebenso knackige "A mind to", der klasse, rasante Uptempo-Country-Ritt "Everything I need" mit tollem Drive, seinen Fiddles und den prächtigen Gitarren.Licks, die mit jaulender Steel und feinem Klavier instrumentierte, romantische Ballade "Just like you and me", oder der vielleicht beste Countrysong auf der CD, die kernige, aber sehr eingängige, rhythmische Shuffle-Boogie-Riff-Roadhouse-Honky Tonk-Nummer "The Boogie man", die die Cowboys und Cowgirls sicher scharenweise auf die (Line Dance)Tanzfläche ziehen dürfte. Unter den Musikern: Hayden Nicholas, Eddie Bayers, John Robinson, Paul Franklin, Glenn Worf, Matt Rollings, Stuart Duncan... usw.! Überzeugende Vorstellung, Mr. Black!

Art-Nr.: 2259
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Blue County - same [2004]
Neues, sehr vielversprechendes, erfrischendes, mittlerweile in Nashville residierendes, Country-/New Country-Duo mit einem klasse Debutalbum! Aaron Bernward aus Auburn/Indiana, der schon vor Jahren mit seinem Vater, einem professionellen Gospel-Sänger, durch die Lande tourte und CDs einspielte, und der in Los Angeles aufgewachsene, ebenfalls schon lange als Musiker und auch Schauspieler agierende Scott Reeves, trafen sich vor 5 Jahren bei einem Video-Dreh in Nashville. Sehr schnell Freundschaft geschlossen, dauerte es nicht lange, bis sie ihre musikalischen Gemeinsamkeiten entdeckten, -das war natürlich die Liebe zur Countrymusic-, und gleichzeitig feststellten, daß ihre Stimmen wunderbar zueinander passten. Von da an beschloß man, gemeinsam Musik zu machen! Und hier ist es nun, ihr Debut! Knackiger, astreiner Mainstream Country/New Country, instrumentiert und arrangiert in einem schön transparenten Gitarrensound, angereichert mit bestens integrierter Fiddle, Steel und auch mal einer Mandoline oder Banjo. Klasse Gesang mit prima Harmonien, feinen Melodien und eine absolut gelungene Songauswahl mit einer ausgewogenen Mischung aus fetzigen Uptempo-Nummern, lockeren, entspannten Midtempo-Tracks und ein paar gediegenen, glücklicherweise nie im Schmalz versinkenden, Country-Balladen lassen Blue County zu einem neuen Hoffnungsträger in Music City avancieren. Den ersten Hit konnten sie auch schon landen! Die Eröffnungsnummer "Good little girls" befindet sich bereits unter den Top 15 der Billboard Country Singles-Charts, mit starker Tendenz nach oben! Hat der Song auch verdient! Ist eine tolle, gute Laune verbreitende, robuste und kraftvolle, lupenreine Rockin' Honky Tonk/Roadhouse-Country-Nummer, die prächtig in die Beine geht und auch die Linedancer auf den Plan ruft. Mit schön parallel gespielter E-Gitarre und Fiddle, wie auch klasse Gitarren/Steel-Wechselspiel in der Mitte! Doch das Album steckt voller weiterer Hits, die mit Sicherheit ihren Weg in die Charts finden werden. Man denke nur an die herrlich frische, flockige, aber dennoch knackige, wie Öl runter gehende, wieder einmal zu einer vermeintlichen Cabriofahrt einladende, flotte, flüssige Countrynummer "That summer song" mit ihrer wunderbaren Melodie und der tollen Instrumentierung aus Gitarren, Steel und Fiddle, oder die prächtige, knackige Midtempo-Nummer "That's cool" mit ihrer feinen Kombination aus akustischen und elektrischen Instrumenten, das starke, unweigerlich zum "mit den Fingern schnippen" einladende, rhythmische "Sunday driver" mit seinem dezenten Old School Country-Feeling (klasse Arrangement aus Gitarren, Fiddle und Banjo - durchaus auch peppig und absolut zeitgemäß), die beiden frischen, wunderbaren Country-Balladen "Sound like home" und "Walk on water", wie auch der rauschende, von gut Gas gebenden Drums angetriebene, Banjo und E-Gitarren-driven Countryrocker "Losing at loving"! Blue County machen mit ihrer Musik, die man weitestgehend vielleicht irgendwo in der Schnittmenge zwischen Künstlern, wie Billy Ray Cyrus, Brooks & Dunn, Travis Tritt, Keith Urban, Darryl Worley, Brad Paisley, Dierks Bentley & Co ansiedeln könnte, richtig Freude. Ein klasse Debut! Willkommen im "Blue County"!

Art-Nr.: 2368
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,40

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Chesney, Kenny - when the sun goes down [2004]
Auch mit seinem neuen Album "When the sun goes down" wird Kenny Chesney die Erfolgsspur nicht verlassen. Ganz im Gegenteil, er wird seinen Superdstar-Status festigen. Unbeirrt geht er seinen Weg und scheint dabei immer besser zu werden. Erstklassiger Mainstream New Country, der zielsicher den Nerv der Zeit trifft - frisch, sonnig, knackig, melodisch, modern, peppig! Zumeist zieht sich durch die Songs eine dezent rockig-poppige Note, doch die Countryroots bestimmen eindeutig das Geschehen und behalten immer die Oberhand. Geschickt vereint Kenny Chesney einen nicht zu leugnenden Sonnyboy-Charme mit einem gewissen "young and wild"-Image, was bei den Fans ungemein gut ankommt. Die Songs bleiben prächtig hängen, wirken dennoch keineswegs langweilig. So hat sich die erste Single "There goes my life", eine sehr schöne, aber durchaus knackige New Country-Ballade, bereits vor Erscheinen des Albums für mehrere Wochen an der Spitze der Billboard-Charts festgesetzt. Doch das wird beileibe nicht der einzige Hit bleiben - die CD ist voll von erstklassigen Songs, die das Material seines schon sehr gelungenen Vorgängers fast noch in den Schatten stellen. Man denke nur an die Gitarren orientierte, herrlich satt arrangierte, rockin' New Country-Nummer "I go back" mit ihrer wunderbaren Melodie und dem feinen Banjo-Drive im Hintergrund, oder das so sonnige, relaxte, lässige "Ocean/Caribic"-Country-Pop-Stück "When the sun goes down" (im übrigen ein Duett mit "Follow me"-Uncle Kracker), das die pure Urlaubsstimmung aufkommen läßt, wie auch die großartige, vom alten Westcoast-Kempen Josh Leo geschriebene New Country-Ballade "Anything but mine" mit ihrer wieder so feinen Melodie und jeder Menge knackiger E-Gitarren, oder die ungemein schwungvolle, gut tanzbare Uptempo-Nummer "Keg in the closet". Nicht nur die haben das Zeug zur Nummer 1! Kleines Schmankerl: die vorliegende limitierte Auflage der CD enthält noch 3 Live Bonus-Tracks, mitgeschnitten während seiner gefeierten, letztjährigen US-Tour! Zum einen eine rauschende Version der fetzigen Uptempo-Nummer "Live those songs", dann eine feine Version der Ballade "What I need to do" und schließlich als Höhepunkt eine großartige, nur von der Acoustic Gitarre begleitete Version des Dave Loggins-Klassikers "Please come to Boston". Klasse Album! Kenny Chesney in der Blüte seiner Karriere!

Art-Nr.: 2214
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Cleaves, Slaid - wishbones [2004]
Die New York Times bezeichnet ihn als "one of the finest singer-songwriters from Texas"! Keine Frage, das ist der ursprünglich aus Maine stammende, schon seit einigen Jahren aber in Austin lebende Slaid Cleaves zweifellos. 4 lange Jahre mußten die Fans auf den Nachfolger zu dem hochgelobten "Broke down" warten, ehe der sich mittlerweile auch in Europa größter Beliebtheit erfreuende Cleaves (man denke nur an seinen denkwürdigen, fantastischen Auftritt, mit Gurf Morlix in der Band, beim 2002er "Blue Highways"-Festival in Utrecht/Holland) mit "Wishbones" endlich einen wahrlich ebenbürtigen Nachfolger präsentiert. Großartige texanische Singer/Songwriter-Musik in der Schnittmenge Roots, Folk, Americana, Country und Rock, wobei Cleaves hier etwas rauer zu Werke geht, als bei seinem Vorgänger. Die Ursprünglichkeit der Musik und der texanische Staub sind jederzeit spürbar. Das Repertoire geht von gut abgehenden Rootsrockern (z.B. das fetzige, mit dreckiger E-Gitarre und fetter Hammond-Orgel von Ian "Mac" McLagan instrumentierte "Road too long") über flockigen aber trocken, staubigen Countryrock (wie das mit herrlicher Steel von Gurf Morlix begleitete, von einer Schlägerei in irgendeier verräucherten Bar handelnde "Drinkin' days", oder das wunderbare "New year's day" mit seiner schönen Melodie), feine semi-akustische Singer/Songwriter-Folk-Nummern (z.B. das mit toller Mandoline und Fiddle begleitete "Quick as dreams"), bis hin zu dreckigem, swampig schwülem Blues-Groove (wie in der rauen Ballade "Sinner's prayer"). Ein weiterer Höhepunkt ist beispielsweise auch das zusammen mit Ray Wylie Hubbard geschriebene Titelstück "Wishbones", eine starke, schön rootsige, melodische Midtempo-Nummer im typischen Austin Alternate Country/Rootsrock-Gewand. Bei solchen Titeln kommt er einem manchmal wie eine männliche Lucinda Williams vor. Beim Vortrgen seiner tollen Songs und Geschichten kann sich Cleaves natürlich auch auf seine hervorragenden Musiker verlassen, deren Klasse das Ganze nochmal aufwertet. Unter ihnen der bereits erwähnte Ian McLagan (keyboards), Rick Richards (Drums), Ivan Brown (Bass), Charles Arthur (E-Gitarre und Austin's Multitalent und Super-Produzent (hat "Wishbones natürlich auch produziert) Gurf Morlix (Akustische und elektrische Gitarre, Steel, Bass) usw.! "Wishbones" überzeugt auf der ganzen Linie und dürfte Slaid Cleaves' hohen Stellenwert in der Rootsrock-/ Americana- /Alternate Country- /Folkrock-/ Singer-Songwriter-Liga weiter festigen. Klasse!

Art-Nr.: 2344
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Wishbones
Drinkin' days

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Cotter, Brad - patient man [2004]
Sieh an, sieh an, diese US Country-Castingshow "Nashville Star" bringt doch erstaunlich begabte Country-Interpreten zum Vorschein! Brad Cotter, Sieger der zweiten Staffel und damit Nachfolger von Buddy Jewell, überrascht mit einem richtig guten Debut! Der jetzt 33-jährige Sänger und Songwriter aus Auburn/Alabama fand schon in sehr jungen Jahren zur Musik und veröffentlichte zwischen seinem 11. und 17. Lebensjahr fünf Gospel-Alben, die ihm immerhin einen durchaus beachtlichen regionalen Erfolg einbrachten, ehe es ihn 1993 in Richtung Nashville-Music-Scene zog. Als seine größten musikalischen Einflüsse bezeichnet er Otis Redding, Marvin Gaye, Waylon Jennings, Willie Nelson und Merle Haggard! Cotter hat eine sehr schöne, sowohl warme als auch kraftvolle Stimme, die großartig zu seiner absolut traditionell verwurzelten, gleichzeitig aber auch sehr zeitgemäßen Countrymusic paßt. die es gar nicht nötig hat, mit aufgemotzten Pop-Spielereien aufwarten zu müssen. Gut so! Die meisten Songs befinden sich in einem gediegenen Midtempo-Bereich, sind dabei aber dennoch knackig arrangiert. Dominiert wird das Ganze von einem schönen Gitarrensound, immer wieder unter Einbeziehung einer wunderbaren Steelguitar. Auch die Melodien bleiben prima hängen! Etliche Songs haben das Zeug zu dicken Hits! Nehmen wir beispielsweise das balladeske, aber dennoch knackige, etwas nostalgisch angehauchte, wunderbare Midtempo-Country-Stück "I meant to" mit seinem tollen Refrain, dessen schöne Melodie von einer feinen Steel begleitet wird. Oder das von schönen Gitarren, einer tollen Steelguitar und wieder einer prima Melodie geprägte "Can't tell me nothin'", wie auch der angerockte Hillbillie/Redneck-Honky-Tonker "Rock and Roll in the hay" (toller Songtitel), der mit seinem "Achy breaky heart"-Flair auch die Linedancer auf den Plan rufen dürfte, oder die tolle, frische Midtempo-Country-Nummer "Hard to be a rock" mit der klasse Melodie und dem starken, aus E-Gitarre und Steel kombinierten Gitarrensound, untermalt von einer angenehm dezenten Orgel und unauffälliger Mandoline, die pure Country-Ballade "I came here to live", wie auch das flotte, knackige "Blue collar night" - alles Nummern, die in der Lage sind, für ein wenig Bewegung in den Country-Charts zu sorgen.! Ein sehr vielversprechendes Debut und wirklich angenehmes Hörvergnügen!

Art-Nr.: 2589
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Harris, Emmylou - blue kentucky girl ~ remastered and expanded edition [2004]
Großartige Wiederveröffentlichungsserie von 5 klassischen Emmylou Harris-Alben aus den siebziger Jahren. Sämtliche Alben sind remastered und damit im Sound deutlich aufgepeppt, haben ein umfangreiches Booklet, vollgepackt mit ausführlichen und sehr informativen Linernotes zum jeweiligen Album und der Geschichte zu den darin enthaltenen Sings, sowie einer Vielzahl von seltenen, bislang unveröffentlichten Fotos. Das Beste aber: alle Alben sind um je 2, bislang unveröffentlichte, Bonustracks erweitert worden.. Und noch besser: diese Bonustracks haben es allesamt in sich. Es sind ausgesprochen starke Songs, absolut keine Füller, die jeweils prächtig in das Gesamtbild des Albums hinein passen. Unglaublich, daß diese wunderbaren Songs bislang nicht veröffentlicht wurden. Offenbar schlummern in den Archiven noch jede Menge hochkarätiger Songperlen aus den früheren "echten" Countrytagen von Emmylou, die nur darauf warten das Licht der Öffentlichkeit zu erblicken. Nimmt man alle 5 jetzt wierderveröffentlichten Alben zusammen, so ergibt dies mit insgesamt 10 bislang unbekannten Stücken quasi die Anzahl eines komplett neues Albums von Emmylou voller herausragender Raritäten aus der damaligen Zeit. "Blue Kentucky girl" stammt aus dem Jahre 1979! Emmylou's Countrymusic klingt hier traditionsbewußter und reiner,.als je zuvor, ohne das ein dezentes Countryrock-Feeling ganz aufgegeben wurde. Das Resultat ist herausragend! Nicht von ungefähr erntete sie dafür verdientermaßen auch einen Grammy! Sie selbst nennt es noch heute ein Album voller musikalischer Juwelen. Man denke nur an die wunderbare Dallas Frazier-Nummer "Beneath still waters", das herrliche "Rough and rocky", ihr zauberhaftes Remake der Gram Parsons-/Flying Burrito Brothers-Nummer "Hickory wind", die sie auch heute noch sehr oft bei ihren Live-Shows spielt, das unvergessene "Save the last dance for me" oder das großartige, von Rodney Crowell geschriebene "Even cowgirls get the blues", das sie zusammen mit ihren Freundinnen Dolly Parton und Linda Ronstadt in der "Trio"-Besetzung präsentiert. Unter den Musikern: Albert Lee, Hank DeVito, Ricky Skaggs, Emory Gordy, Brian Ahern, John Ware, Tony Brown, Rodney Crowell, usw.! Die beiden Bonustracks: 1.) die prächtige Rafe VanHoy-Nummer "Cheatin' is", die sie zusammen mit Glen Campbell präsentiert und 2.) das herrlich melodische, flockige, von Hank Cochran komponierte, "I know an ending when it comes". Ein unverzichtbares Stück Country-/Countryrock-Geschichte der unvergleichlichen Emmylou Harris, die damit ein ganzes musikalisches Genre maßgeblich mitkreierte und -beeinflußte.

Art-Nr.: 2302
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

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Harris, Emmylou - quarter moon in a ten cent town ~ remastered & expanded edt. [2004]
Großartige Wiederveröffentlichungsserie von 5 klassischen Emmylou Harris-Alben aus den siebziger Jahren. Sämtliche Alben sind remastered und damit im Sound deutlich aufgepeppt, haben ein umfangreiches Booklet, vollgepackt mit ausführlichen und sehr informativen Linernotes zum jeweiligen Album und der Geschichte zu den darin enthaltenen Sings, sowie einer Vielzahl von seltenen, bislang unveröffentlichten Fotos. Das Beste aber: alle Alben sind um je 2, bislang unveröffentlichte, Bonustracks erweitert worden.. Und noch besser: diese Bonustracks haben es allesamt in sich. Es sind ausgesprochen starke Songs, absolut keine Füller, die jeweils prächtig in das Gesamtbild des Albums hinein passen. Unglaublich, daß diese wunderbaren Songs bislang nicht veröffentlicht wurden. Offenbar schlummern in den Archiven noch jede Menge hochkarätiger Songperlen aus den früheren "echten" Countrytagen von Emmylou, die nur darauf warten das Licht der Öffentlichkeit zu erblicken. Nimmt man alle 5 jetzt wierderveröffentlichten Alben zusammen, so ergibt dies mit insgesamt 10 bislang unbekannten Stücken quasi die Anzahl eines komplett neues Albums von Emmylou voller herausragender Raritäten aus der damaligen Zeit. "Quarter moon in a ten cent town" stammt aus dem Jahre 1978 und steckt nicht nur wieder voller jeder Menge Traumnummern, sondern hatte auch ein paar große kommerzielle Erfolge aufzuweisen. So schaffte es Emmylou mit ihrer Version des Dolly Parton-Songs "To Daddy" bis auf Platz 3 in den Country Singles-Charts und der großartige Uptempo Honky Tonk Countryrocker "Two more bottles of wine", geschrieben von Delbert McClinton, schoß gar auf die Nr.1! Doch das war längst nicht alles. Man denke nur an das traumhafte Eröffnungsstück, diese wunderschöne, von Susanna Clark (Guy Clark's Ehefrau) mitkomponierte Country-Ballade "Easy from now on", die beiden großartigen Jesse Winchester-Nummern "My songbird" und "Defying gravity", sowie den Rodney Crowell-Countryrocker "Ain't living long like this", der zum absoluten Klassiker avancierte. Unter den Musikern: James Burton, Albert Lee, Brian Ahern, John Ware, Emory Gordy, Hank DeVito, Rodney Crowell, usw.! Die beiden Bonustracks sind diesmal zwei Live-Stücke, die anderweitig nicht veröffentlicht wurden - auch nicht als Studioversionen: 1.) der fetzige, von Guy Clark geschriebene Countryrocker "New cut road" und 2.) die herrliche Louisiana Cajun-Countryrock-Nummer LaCassine Special" mit ihrer klasse Melodie. Ein unverzichtbares Stück Country-/Countryrock-Geschichte der unvergleichlichen Emmylou Harris, die damit ein ganzes musikalisches Genre maßgeblich mitkreierte und -beeinflußte.

Art-Nr.: 2301
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

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Jackson, Alan - greatest hits volume II ~ dvd 2 [2004]
Vor ein paar Monaten erschien die DVD Nr. 1, jetzt schiebt Alan Jackson die zweite DVD im Zuge seines "Greatest Hits Vol. II"-Albums hinterher. Enthalten sind einmal mehr die Video-Clips von 6 weiteren seiner größten Hits, allen voran die wunderbare Ballade "Remember when" (langwöchiger Nr.1 Hit), eines der beiden neuen Stücke von der "Greatest Hits II"-CD. Aber auch die 5 anderen Clips können sich sehen lassen. Das sind: "Who's cheatin' who", "Little man", "Pop a top", "www.memory" und das herrliche "Drive (for Daddy Gene)"! Steht der DVD 1 in wirklich nichts nach! Sind zwar auch wieder "nur" 6 Video-Clips, doch es gibt eben lediglich diese beiden DVDs von Alan Jackson. - und das ist ja immerhin auch schon was. Die Fans werden's ihm danken und sich zu Recht über diese zweite Clip-DVD freuen. Wieder ist sie "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar.

Art-Nr.: 2291
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 9,90

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Jewell, Buddy - same [2003]
"Country Nusic's latest overnight sensation" - so feiert man Buddy Jewell bereits in Nashville. Dabei ist der Mann aus Arkansas, bereits 42 Jahre alt, alles andere als ein Newcomer. Seit ewigen Jahren kämpft der hoch talentierte Sänger darum mit seiner geliebten Country-Musik eine Chance zu bekommen, hat nach eigenen Angaben in den letzten Jahren rund 5000 (!) Demos besungen - unverständlicherweise weitgehend vergebens. Lediglich zu zwei, nicht mehr erhältlichen, in Eigenregie fertig gestellten Alben, die über MP3 eine recht große Resonanz erfuhren, hat es gereicht. Doch dann kam der "Nashville Star"-Contest, ein Live-Country-Sänger-Wettbewerb des US-Fernsehsenders "USA Network", den Buddy Jewell, unter 8000 Bewerbern, prompt gewann. Und schon stand er im Rampenlicht! Plötzlich war er wer - hat man seine großen Talente erkannt. Klar, daß nun auch das entsprechende Majorlabel-Debut, übrigens produziert von Clint Black, nicht lange auf sich warten ließ! Schade nur, daß es so lange gedauert hat, bis sich Buddy einem größeren Publikum präsentieren konnte, denn seine Klasse ist tatsächlich unbestreitbar! Buddy Jewell hat eine großartige, kräftige, klare Baritone-Bass-Stimme, strahlt eine, und das ist bei Nashville-Künstlern ja nicht immer so, immense Natürlichkeit und einen angenehm zurückhaltenden Charme aus. Und was er macht, ist richtig "country"! Moderner Nashville Mainstream-Country, tief in den Traditionen verwurzelt. Aufgeblähte PopAttitüden sucht man vergebens! Hier geht's, textlich und musikalisch, nur um Country, den Jewell knackig, peppig und immer mit der nötigen, so wichtigen, Frische präsentiert. Knackig, kräftig und locker zugleich! Zuweilen ist ein wunderbarer Southern-Twang spürbar! Weitestgehend könnte man seine Musik als eine Synthese aus Elementen des frühen Tim McGraw, Kenny Chesney, Keith Urban, Brooks & Dunn, Blake Shelton, Montgomery Gentry, Merle Haggard und natürlich auch Clint Black bezeichnen, das ist die Schiene, auf die er zielt. Und es gelingt ihm prächtig! Wie schrieb ein amerikanischer Kritiker: "Sogar routiniert wirkenden Songs scheint er mit seiner Stimme Flügel zu verleihen". So interpretiert er zum Beispiel, in einem schönen Duett mit Miranda Lambert, ebnefalls eine "Nashville Star"-Finalistin, überaus überzeugend den alten Merle Haggard-Klassiker "Today I started loving you again". Country-Geschichte hat er auch gleich geschrieben: Die erste Single, das von ihm selbst komponierte "Help pour out the rain" ist der höchste Chart-Neueinstieg eines Newcomers seit 11 Jahren, als Wynonna mit "She is his only need" debutierte. Der Song ist eine wunderbar relaxte, flockige, aus schöner Fiddle, Steel, Piano, Mundharmonika und sauberen Gitarren instrumentierte, dennoch schön flotte, New Country-Nummer voller Frische. Noch ein paar Songbeispiele: Der Opener "I wanna thank everyone" ist ein, von einer prima Melodie geprägter, leicht angerockter, kräftiger, riffiger Shuffle-Country mit satter E-Gitarre (inklusive herzhaftem Solo), feiner Steel, klasse Fiddle, klimperndem Piano und einem ordentlichen Schuß Southern- /Outlaw-Flair. Oder "Sweet Southern comfort": Tolle, entspannte, aber dennoch kräftig gespielte Midtempo-Nummer, durchzogen von einer angenehmen Banjo-Begleitung, wieder, unter Einbeziehung einer herrlichen Mundharmonika (auch mit einem tollen, quirligen Solo) und einer wunderbaren Steel, sehr frisch wirkend, mit einer Menge Dixie- und Southern-Soul! Klasse auch die knackige, schwungvolle Uptempo-Nummer "Abilene on her mind", (schönes Banjo, Steel und peppige Baritone E-Gitarre), der rasante, von Clint Black geschriebene Country-Ritt "I can get by" mit ungeheurem Drive, das irisch angehauchte "O'Reilly luck", und die großartige Ballade "You know how women are". Offenbar haben solche Fernseh-Wettbewerbe manchmal auch etwas gutes, nämlich dann, wenn "alte Hasen", deren großes Talent bislang verkannt wurde, dadurch plötzlich "entdeckt" werden. Wie im Falle Buddy Jewell! Ein äußerst sympathisch wirkender Performer, dem wir den Erfolg gönnen. Er hat lange dafür gearbeitet. Klasse Album!

Art-Nr.: 1964
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

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Johner, Brad - free [2004]
Das auch aus Kanada viel gute Musik kommt, ist längst kein wohl behütetes Geheimnis mehr. Brad Johner dürfte hierzulande allerdings den Wenigsten ein Begriff sein. In seiner Heimat dagegen zählt er zu den großen Sympathieträgern des New Country-Genres, nicht zuletzt auch ein Resultat seines Harmonierens mit Bruder Ken, mit dem er als Duo "The Johner Brothers" immerhin vier CDs einspielte und damit regelmäßig zahlreiche Nominierungen sowie Auszeichnungen bei den Awards der Szene abräumte. Mittlerweile weilt Brad auf Solopfaden und veröffentlicht jetzt sein Debüt mit dem Titel "Free"! Hut ab! Er präsentiert zwölf schnörkellose, moderne New Country-Songs (zehn davon selbst komponiert), die sich zweifellos locker mit den aktuellen Nashville-Produktionen messen können. Der mit Banjo und Akustik-Piano unterlegte, höchst melodische Titelsong "Free" sollte sich eigentlich als Single mühelos zum Chartbreaker entwickeln. Der Großteil der Lieder geht locker, flockig flott und sehr eingängig ins Ohr, ist zum Teil etwas poppig geraten, wirkt dabei aber jederzeit überaus angenehm und produktionstechnisch nie überzogen, und ist immer wieder mit feinen instrumentalen Leckerbissen bestückt. Hierbei überragt vor allem Mit-Produzent Bart McKay an den Keyboards. Restless Heart-Sänger Larry Stewart zu Solozeiten (dank einiger Harmonie-Gesänge), Chris Cagle (bei "She Moved"), Rushlow, Tommy Shane Steiner oder Brian McComas (aufgrund der frischen Darbietung) fallen spontan als Bezugsgrößen ein. Johner kann aber auch anders: "The Farmer’s Back" ist ein mitreißender Countryrocker der Marke Jeffrey Steele, Anthony Smith, vom Gesang her ein wenig Glenn Frey ähnelnd. Harmonika-getränkt, mit knackigen Drums und tollen Dobroeinlagen, erinnert der Song an eine aggressive Abwandlung von "Love In The 21th Century" der Eagles-Ikone. "Hello" ist ein Country-Boogie, wie ihn Garth Brooks früher benutze, um seinem Publikum ordentlich einzuheizen. Das abschließende "Head Over Heals" mit einem Hauch von Rockabilly, tollem Piano- und Gitarrenduell dürfte auf Konzerten so manches Tanzbein zum Schwingen bringen. Brad Johner's Motto lautet: "Take care of the music, and the music will take care of you." Und so wird er sicherlich mit einer solch starken Leistung wie "Free" die Aufmerksamkeit vieler Fans, auch außerhalb Kanadas, dazu gewinnen. (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3007
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 6,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Free
My brother and me
See Jane run
The farmer's back
Hello

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Johnson, Jamey - that lonesome song [2008]
Großartiges, neues, überaus persönliches Album (sein zweites nach dem ebenfalls sehr starken "The dollar" aus dem Jahre 2006) des "CMA & ACM Award Winning" Songwriters, der vor allem mit Hits für George Strait und Trace Adkins von sich reden machte. Wunderbare, überaus authentische, traditionelle "real Countrymusic", vorwiegend in einem recht entspannden, dennoch durchaus würzigen, balladesken Rahmen vorgetragen. Johnson verfügt über eine klasse Baritone-Stimme mit einem gewissen "Southern-/Outlaw-drawl", die geradezu perfekt zu den teils recht schicksalsträchtigen Geschichten passt, die er in seiner exzellenten Musik zu erzählen hat. Schon der Beginn des Albums hat wenig mit den heutzutage in Nashville typischen Countrymerkmalen gemeinsam. Man hört das Geräusch von Johnson's Schritten und irgend jemand sagt zu ihm: "Mr. Johnson, Sie sind ein freier Mann und können tun, was immer Sie wollen. Aber machen Sie bloß keinen Ärger mehr". Diese dargestellte, vermeintliche Gefängnis-Entlassung symbolisiert so etwas wie die "Handschellen" des Lebens, die schwierigen Zeiten, die der ex-Marine in den letzten Monaten durchmachen mußte: Verlust des Label-Vertrages, nachdem "The dollar" nach Meinung der Plattenfirma nicht das erhoffte Ergebnis einbrachte, anschlließende Trennung und Scheidung von seiner Ehefrau, Alkoholprobleme! Es brauchte knapp zwei Jahre, bis sich Johnson berappelte und mit neuen Songs aufhorchen ließ. Einen neuen Major-Vertrag bei "Mercury" in der Tasche, arbeitet Johnson nun die Vergangenheit mittels seinens neuen, hervorragenden Werkes "That lonesome song" auf und erhält dazu von seinem Label, was äußerst bemerkenswert ist, alle nur erdenklichen Freiheiten, dies nach seinen eigenen Vorstellungen zu tun. Wie gesagt, das Album ist alles andere als "hip" oder typisch "Nashville-trendy". Nein, Johnson liebt das Traditionelle, das Urige, das Storytelling - und vielleicht ist es gerade das, was nun doch zu den ersten Erfolgen führt. Die herrliche, voller Southern-Flair steckende Ballade "In color" hat die Top 30 der Charts geentert und marschiert kontinuierlich Richtung obere Regionen. Großartig! Ein Indiz, das auch "echte" Countrymusic nicht chancenlos in Nashville ist. "That lonesome song", wie gesagt, vorwiegend im Midtempo- und Balladen-Bereich angesiedelt (Ausnahmen sind das lockere, wunderbare, lässig und staubig vor sich hin groovende "Place out on the ocean" mit seinem klasse E-Gitarren-Picking und dem feinen, machmal gar an Russell Smith und die Amazing Rhythm Aces erinnernden Southern-Country-Feeling, sowie das an den typischen Outlaw-Country der "Honky Tonk Heroes" erinnernde "Women") ist vollgepackt mit großartigen, nachdenklichen, textlich exzellent in Szene gesetzten Geschichten über tragische Schicksale, Trennungen, Drogen und Einsamkeit, die Johnson zuweilen recht ähnlich dem jungen Kris Kristofferson vorträgt (z.B. "High cost of living" - wenn er hier Passagen singt wie "the high cost of living ain't nothing like the cost of living high" und "my wife was my best friend, but I traded that for cocaine and a whore", so ist das alles andere als glamouröser Nashville-Stoff), mit reinen, erdigen, wundervollen, Steelguitar-getränkten Balladen (z.B. das herrliche "Angel") und prächtigem, voller Waylon-Flair steckendem, reinem Outlaw-Country (z.B. "The door is always open" - ein prächtiges Remake dieses tollen Waylon Jennings-/Dickey Lee-Klassikers). Das letzte der 14 großartigen Lieder des Albums (üppige 56 1/2 Minuten Spielzeit) hat den Titel "Between Jenninmgs and Jones" - und genau das in etwa ist auch die Richtung, der man Jamey Johnson's Musik zuordnen muß. Eben irgendwo zwischen Waylon Jennings und George Jones - dazu noch die Inspiration eines Kris Kristofferson und sein im Blut liegendes Southern-Flair! Ein prächtiges, sehr niveauvolles Album, das sich wohlwollend von Nashville's "Standard-Ware" abhebt. Geradezu ein Glücksgriff für die heutige Countrymusic!

Die Tracklist:

1 Released - 0:38   
2 High Cost of Living - 5:45   
3 Angel - 4:28   
4 Place out on the Ocean - 4:02   
5 Mowin' Down the Roses - 4:21   
6 The Door Is Always Open - 3:35   
7 Mary Go Round - 4:52   
8 In Color - 4:50   
9 The Last Cowboy - 4:16   
10 That Lonesome Song - 4:01   
11 Dreaming My Dreams - 4:12   
12 Women - 3:27   
13 Stars in Alabama - 3:45   
14 Between Jennings and Jones - 4:11

Art-Nr.: 5924
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Lawrence, Tracy - strong [2004]
Schöner Albumtitel, denn nach dem Labelwechsel von Warner zu Dreamworks präsentiert sich Mr. Lawrence auf seinem neunten Album tatsächlich in "starker" Verfassung! Astreiner, zumeist recht knackig dargebotener, bodenständiger Nashville-Country ohne Schnörkel, der, völlig Pop frei, geschickt die Balance zwischen Radiotauglichkeit und den altehrwürdigen Country-Taditionen der Puristen hält. Tracy Lawrence' klasse Country-Tenor-Stimme kommt prima zur Geltung und die Songauswahl mit einer ausgewogenen Mischung an kraftvollen Uptempo-Nummern, entspannten Midtempo-Tracks und ein paar Balladen, ist bestens gelungen! So hat sich auch verdientermaßen schon wieder der erste Charterfolg eingestellt. Die erste Single aus "Strong" "Paint me a Birmingham", eine feine, sentimentale Country-Ballade mit relaxten Gitarren, Fiddle und schöner Steel, befindet bereits in den Top 20 der Billboard-Charts, mit stark steigender Tendenz. Doch unter den 12 Albumtracks befinden sich selbstverständlich noch jede Menge weiterer, potentieller Hit-Garanten. Nehmen wir zum Beispiel das herrlich knackige Titelstück "Stong" - allerbester, Gitarren orientierter, Midtempo-Country mit feinen Steel-Tipfern, oder das ebenso erfrischend knackig, wie locker in Szene gesetzte, in einem klasse Arrangement aus E-Gitarren, Orgel, Fiddle und Steel dargebotene "Everywhere but Hollywood", mit seiner tollen Melodie, wie auch das entspannte, mit schöner Mandoline angereicherte "A far cry from you", die fetzige Outlaw Country-Nummer "What the flames feel like", oder den großartigen, puren, "old-fashioned" Dancehall/Honky Tonk/ Country Shuffle "Sawdust on her halo" - alles Songs, die wirklich "Strong" sind. Ehrliche, blitzsaubere Mainstream-Countrymusic auf traditioneller Basis, mit der Tracy Lawrence bei den Countryfans voll ins Schwarze treffen wird.

Art-Nr.: 2329
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 5,90

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Lee, Albert - heartbreak hill [2003]
Albert Lee zählt seit über 30 Jahren zu den einflußreichsten Gitarrenvirtuosen der Countryszene. Seit er nach dem Ende seiner Band "Heads Hands & Feet" von England nach Amerika emigrierte, dort auf eine gewisse Emmylou Harris traf und fortan ab Mitte der Siebziger über Jahre hinaus als zentrales Mitglied ihrer legendären "Hot Band" die Lead Gitarre spielte, prägt er mit seinem unverkennbaren Gitarrenspiel die musikalische Begleitung unzähliger Künstler auf unzähligen Alben. Albert Lee und die Hot Band etablierten seinerzeit eine Songstruktur, bei der Instrumental-Breaks, allen voran natürlich diese prächtigen Gitarrenläufe, eine genauso wichtige Rolle spielten, wie Melodie und Lead-Gesang. Lee's Gitarrenstil, dieses schnelle, ungemein flüssige und virtuose Spiel auf der E-Gitarre, sein einzigartiges Picking beeinflußt bis heute nachhaltig zahlreiche Kollegen und junge, neue Gitarristen. Ein Beispiel dafür ist Brad Paisley! So präsentiert Lee, zusammen mit seinem Freund Vince Gill und eben Brad Paisley, also mit 3 Gitarristen, hier auf seinem neuen Album dann auch eine fulminante, neue Instrumental-Version (im übrigen das einzige Instrumental-Stück auf dem Album - alle anderen sind mit Gesang) des Gram Pasons-Klassiker "Luxury liner", bei dem sich die 3 wahrlich halsbrecherische Duelle auf den 6 Saiten liefern. Sie scheinen fliegende Finger zu haben. Ein Hochgenuß für alle Freude erstklassigen Country-E-Gitarren- und Acoustic-Pickings. Wobei wir schon beim Thema von Albert Lee's neuer CD "Heartbreak hill" wären. In Erinnerung an die große Zeit der "Hot Band" nahm er sich zehn von deren vielen, herausragenden Liedern vor, die Emmylou Harris damals so unnachahmlich sang, und nahm sie neu auf! Herausgekommen ist ein wirklich wunderbares Album! Die Songs klingen herrlich flott, frisch, locker und flüssig. Lee's Gitarrenspiel ist einzigartig, wie immer und seine Stimme ist ebenfalls bestens in Form. Natürlich singt hier nicht Emmylou, sondern Albert Lee, doch die Lieder scheinen nichts von ihrer charismatischen Substanz zu verlieren. Beeindruckend demonstriert er mit seinen Begleitmusikern, daß die alten Stücke auch noch im neuen Jahrtausend voller Leben stecken. Eine Knüller-Nummer folgt der nächsten! Es beginnt mit dem Titelstück "Heartbreak hill"! Tolle Version - flott, flüssig, runtergehend wie Öl - in der Mitte mit einem exquisiten E-Gitarrensolo. Herrlich frische Instrumentierung aus Gitarren, Mandoline, Piano, Steelguitar (Buddy Emmons), Bass und Drums (der großartige John Molo - man kennt ihn beispielsweise von Bruce Hornsby und The Other Ones). Gut passend auch der deutlich wahrnehmbare Background-Gesang von Patty Loveless. Genauso locker geht es mit einer tollen Version von Paul Kennerley's "Heaven only knows" weiter. Was für eine tolle Melodie! Background Gesang: Buddy Miller! Nach der etwas ruhigeren, im Duett mit Maura O'Connell vorgetragenen Townes van Zandt-Nummer "If I needed you", voller großartigem electric Picking, folgt eine gut abgehende Version von Emmylou's, ebenfalls von Paul Kennerley geschriebenen, Countryrock-Klassiker "Born to run", bei der sowohl Rodney Crowell als auch John David Souther (ja, auch der "alte" Westcoast Haudegen taucht hier mal wieder auf) mit ihrem Background-Gesang aushelfen. Weitere Knüller: das fantastische"'Til I gain control again" mit tollem Lead Acoustic-Picking, sowie wunderbarer Steel und Mundharmonica, das furiose "Bluebird wine" mit atemberaubenden Wechselspiel aus E-Gitarre, Steel und Banjo (Earl Scruggs), usw., usw.! Der Sound ist glasklar! Die Liner-Notes im Booklet der CD sind von Emmylou Harris geschrieben. Ein herrliches Country-/New Country-Album von einem der ganz großen Musiker der Szene, das sowohl die Nashville-Fraktion als auch Anhänger des rootsigen Alternate Country begeistern dürfte. Ein wunderbare Idee von Albert Lee, diese Stücke nochmal neu einzuspielen. Das hat er fantastisch hinbekommen! Man kann sich daran einfach nicht satt hören...

Art-Nr.: 2170
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

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