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Allman Brothers Band, The - american university 12/13/70 ~ live [2005]
Rare, fantastische Live-Aufnahmen von zwei Konzerten der Allman Brothers vom 13.12.1970 an der "American University" von Washington D.C! Dies ist einer der unzähligen in den bandeigenen Archiven schlummernden, historischen Mitschnitte, die den Fans normalerweise auf ewig verschlossen bleiben. Doch nach und nach veröffentlichen die Allman Brothers nun, zumeist lediglich im Eigenvertrieb über ihre Homepage, das ein oder andere solcher Konzerte. Auch "Anmerican University" gab es zunächst nur recht beschwerlich und nicht ganz preiswert über die Website der Allmans zu erwerben. Dann lizensierte man das Teil ausschließlich für den fernen Osten und es folgte der noch teurere Japan-Import. Jetzt, nach fast 3 Jahren, erscheint das Album endlich auch ganz "offiziell" und "normal" in den Staaten, und nun stimmt auch der Preis! Das Teil ist ein "Muß" für die Allmans-Gemeinde! Natürlich noch im Original Line-Up, also mit Duane Allman, spielt man einen großartigen, unbekümmerten Set voller Feuer und Leidenschaft. Duane's Gitarrensolo bei "Stormy Monday" ist Weltklasse! Enthält zudem eine tolle, über 20-minütige Fassung von "Whipping post" und eine gut 15 1/2-minütige Version von "You don't love me" Die weiteren Tracks: "Statesboro blues", "Trouble no more", "Don't keep me wonderin'", und "Leave my blues at home". Spielzeit: gut 60 Minuten! Im Booklet finden sich hoch interessante Linernotes des späteren Managers der Band, Bert Holman, der einiges zu diesem Konzert (nur am Rande: der Ticketpreis für diese Show betrug seinerzeit sagenhafte US$ 3,25) zu erzählen hat. Sehr charmanter, ursprünglicher, der damaligen Zeit entsprechender Sound von den Original Analog-Tapes. Der linke Kanal kommt von Soundboard, der rechte entspringt einer extrem guten Mikrophon-Aufnahme, aus denen man jetzt den nacghträglichen "Stereo"-Mix "gezaubert" hat. Klingt astrein und sehr authentisch! Das dezente Grundrauschen stört überhaupt nicht! Ein für die "Gemeinde" unverzichtbares, historisches Live-Dokument! Hoffen wir, daß noch weitere Archiv-Schätze der Allman Brothers auf diesem Weg ihren Zugang zu den Fans finden...

Art-Nr.: 3386
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Amazing Rhythm Aces, The - nothin' but the blues [2003]
Bisher nur recht schwer zu ergattern (Eigenvertrieb), können wir, obwohl es schon vor rund einem Jahr erschienen ist, nun endlich auch das neue Album der legendären Amazing Rhythm Aces anbieten! Das Teil ist schlichtweg ein Knüller! In absoluter Top-Form haben sie in Quintett-Besetzung ein wahrhaft grandioses, wie es der Titel schon vermuten läßt, sehr Blues orientiertes Album eingespielt, das jedoch die bewährten und typischen Aces-Merkmale zu keiner Zeit vermissen läßt. Zentrale Figur ist nach wie vor der charismatische Sänger und Songschreiber Russell Smith (sein Gesang ist wieder umwerfend!!!), zusammen mit den beiden Original-Mitgliedern Billy Earheart (Piano/Orgel) und Jeff "Stick" Davis am Bass, sowie Drummer Brian Owings und dem großartigen Lead-Gitarristen Fred James! Seit rund 30 Jahren sind die Aces bekannt für ihren einzigartigen und unverkennbaren Memphis-/Muscle Shoals-geprägten Countryrock voller Blues- und Southern Soul-Einflüssen, weshalb sie, durchaus berechtigt, oft zu dem erweiterten "Dunstkreis" der Southern Rock-Szene gerechnet werden. Und dem Southern Rock waren sie niemals näher als heute, als mit "Nothin' but the blues"! Es ist eine ganz herrliche, hochklassige, voller Eleganz und voller Gefühl und Seele steckende, von unglaublich starkem Songmaterial geprägte, wunderbar groovende Blues(rock)-Scheibe geworden, bei der die Countryrock-Elemente zwar immer noch vorhanden sind, aber nicht mehr so im Vordergrund stehen. Die Basis bildet der Southern Blues, garniert mit jeder Menge "Alabama Muscle Shoals"-Soul und großartigen Melodien! Dazu kommt auch mal ein prächtiges Delta-Flair, mal ein stark an Little Feat erinnernder Groove, viel Rootsrock-Feeling - alles verpackt in höchste Musikalität von 5 versierten Könnern! Was für Songs, was für Musiker, was für ein herrliches Southern Soul-Flair! Tolles, knackiges Drumming und Jeff's geradliniger, wie flüssiger Bass bilden die rhythmische Grundlage der wundervoll groovenden Arrangements, in denen es die Band auf einzigartige Weise versteht, das Feuer des Südens, sowohl mit einer gewissen Relaxtheit, gleichzeitig aber auch mit einer kernigen Würze, durchzogen von prachtvollen, bluesig-rockigen Melodien, zu entfachen. Ungemein authentisch! Immer wieder hören wir ganz großartige, kräftige Lead Gitarren-Soli, das typische Aces E-Piano, wohlige Orgel-Klänge und hervorragendes Mundharmonikaspiel von Russell Smith! Das Album startet mit dem würzig knackigen Shuffle-Bluesrocker "She lied on me", gleich mit hinreißendem Gesang von Herrn Smith und einem dreckigen Bluesharp-Solo, das schließlich in ein großartiges, versiertes wie feuriges E-Gitarren-Solo von Fred James übergeht.Toll! Das Amazing Rhythm Aces-Funke springt sofort über! Man ist gefangen! Genauso wie bei dem folgenden, energischen, voller Country-Soul steckenden Slow-Blues "The blues, the whole blues and nothin' but the blues", dem flüssig flockigen, dennoch knackigen, bluesigen Rootsrocker "Sensual woman" mit seinen wunderbaren Melodienbögen, der mit tollen E-Gitarren und einem wohligen Teppich aus Hammond Orgel und E-Piano instrumentierten und einer hinreißenden Prise Southern-Funk-Soul versehenen Roots-/Blues-/Groove-Ballade "Strong enough" (Russell singt in Hochform, dazu der Rhythmus und diese klasse Melodie...), dem herrlichen, von einem brodelnden, schwülen Swamp-Groove geprägten (die Radiators und Little Feat lassen grüßen), mit klaren wie glühenden Lead Gitarren-Läufen und rauer Mundharmonika ausgestatteten "Snakin' up on you", dem gefühlvollen "Reminiscing with the Blues", dem souligen "Feels like the first time" (Klasse Orgel, klasse Gitarren), dem cool groovenden Delta-/Blues-/Rootsrocker "The chance you take" mit seinem klasse Drumming und den starken Slide-Gitarren, der traumhaften Southern-Blues-Ballade "Worse than dyin'", oder dem fröhlich groovenden (hat fast ein wenig "Third rate romace"-Feeling in Verbindung mit einer gewissen Little Feat-Rhythmik in sich vereint) "Thangamalang", usw.! Stark auch das von Russell Smith mit Jimmy Hall komponierte, flotte "One tear at a time", bei dem sogleich ein gepflegtes (Jimmy Hall spielt hier auch Mundharmonika) "Wet Willie meets Aces"-Feeling aufkommt! 14 Tracks, knapp 60 Minuten (über das etwas spartanische Ein-Blatt-"Booklet" sehen wir gerne hinweg - das macht die Musik zigmal wett), das sind die Amazing Rhythm Aces von ihrer allerbesten Seite! Feinster, gediegener Southern-Soul-Blues mit Roots- und Countryrock-Anlagen in Vollendung! So können das wirklich nur die Amazing Rhythm Aces spielen... - Genial!

Art-Nr.: 3023
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
She lied on me
Strong enough
Snakin' up on you
Worse than dyin'
Thangamalang

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Big & Rich - horse of a different color [2004]
Welcome Big & Rich, the modern rockin' cowboys! Ex Lonestar Sänger und Bassist John Rich und sein Partner Big Kenny mit einem genauso innovativen, wie interessantem und "verrücktem" Debut! "Brothers & sisters, we're here for one reason alone, to share our love of music. We present to you Country Music without prejudice", diese Einleitungsworte der beiden hallen vor dem rauschenden Eröffnungsfetzer "Rollin' (the ballad of Big & Rich)" aus dem Lautsprecher. Das klingt wie ein Versprechen und eine Warnung zugleich! Was danach folgt ist ein rund 57-minütiger Hi-Energy-Country-Ritt voller Mut und Klasse, wie ihn Nashville wohl bis dato noch nicht erlebt hat. Auf puren Country- und Honky Tonk-Traditionen aufgebauter, ungemein kraftvoller und satter, rockiger New Country, bei dem sie sich nicht vor ungewöhnlichen Arrangements scheuen und ihrer Musik einen sehr modernen Anstrich verpassen, indem sie auch schon mal ein paar Modern Rock-Elemente oder eine abgefahrene Rap-Passage einbauen, sodaß das Ganze dann wie eine Mischung aus Montgomery Gentry, Toby Keith, Johnny Cash und Kid Rock klingt. Dabei wirkt ihre Musik fast durchweg wie eine lustige Hochstimmungs-Country-Party, die richtig Laune macht. Wie gesagt, bei aller Offenheit, die sie anderen Stilrichtungen gegenüber an den Tag legen, es ist dennoch immer richtig Country, fröhlich und laut! Was für Ideen diese beiden haben, ist schon beeindruckend und kommt klasse rüber. Man denke nur an das eingangs schon erwähnte, fetzige "Rollin'", in das sie am Ende einen sogenannten "Hickhop"-Rap mit Cowboy Troy einbauen, oder an das prchtvolle, satte und schön kraftvolle "Wild west show", bei dem durch den Einsatz einer Flöte und einer wunderbar halligen Steelguitar eine Art "Spaghetti-Western"-Feeling entsteht. Dabei stecken die Songs, wie gerade auch das zitierte "Wild west show" beweist, praktisch ausnahmslos voller großartiger Melodien, die zum Mitmachen, Mittanzen und zu guter Stimmung einladen. So auch das gelungene "Big time", durch und durch eine frische "Happy sunshine"-Country-Partynummer voller Frohsinn! Klasse auch der "derbe", gut abgehende Honky Tonk-Countryrocker "Kick my ass" mit seinem Drive, der tollen Steelguitar, dem fetten E-Gitarren-Solo und den verrückten "Samples" am Ende, das balladeske, aber dennoch sehr knackige, von einer tollen Melodie durchzogene und von wunderbarem Harmoniegesang (die Stimmen der beiden passen prima zusammen) geprägte "Holy water" das abgehende, rasante "Love train", die satte, melodische Midtempo Countryrock-Nummer "Six foot town", die fetzige Ballade "Live this life", bei der Martina McBride einen schön kräftigen Background Gesang beisteuert, oder der wilde Party-Ritt "Save a horse" (Ride a cowboy)", den die Jungs mit einem lustigen, mehrfachen "Dam da da dam da da da da" anstimmen, ehe satte, laute Gitarrenriffs, eine zwirbelnde Fiddle und ein im Hintergrund agierendes Banjo eine rauschende, sehr gut tanzbare, fröhliche "Rockin' Cowboy-Country"-Party anstoßen, die so manchen Saloon zum Bersten bringen dürfte. Oft scheint es so, als nähmen Big & Rich sich selbst, wie auch das ganze Genre nicht ganz so tierisch ernst - und sie haben eine Menge Spaß dabei! Die Fans sicher auch, denn wer ist schon abgeneigt eine fetzige Countryparty steigen zu lassen? Die richtige Musik, nicht nur für die vielen Feste, Rodeos und Trucker-Feten im Sommer, sondern für alle, die gerne feiern und gute Laune verbreiten. Modern, traditionell, jung, wild und frech! Die beiden sind übrigens in den Staaten diesen Sommer zusammen mit Tim McGraw auf dessen "Outloud"-Tour unterwegs. Let's rock, cowboys!

Art-Nr.: 2435
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Bonamassa, Joe - blues deluxe [2003]
"Blues deluxe" ein Albumtitel, dem man erstmal gerecht werden muß! Meistert er diesen Anspruch? Und wie er ihn meistert - auf beängstigend starke Art und Weise! Drittes Album dieses grandiosen Gitarren-Wunderknaben, der mit seinen schier wahnwitzigen Gitarrenritten die Blues- und Bluesrock-Welt, sowie die Enthusiasten elektrisierender, endloser, kochender Soli auf den 6 Saiten, einmal mehr in Verzückung versetzen dürfte. Nach zwei klassischen Bluesrock-Alben, bei denen der Rock ein leichtes Übergewicht gegenüber dem Blues hatte, ist es diesmal genau umgekehrt. 2003 wurde zum "Jahr des Blues" erklärt, zu dem der am 8. Mai 1977 geborene Bonamassa (an diesem Tag wurde der große Robert Johnson 66 Jahre alt) mit diesem fantastischen Album seinen ultimativen Beitrag gibt. "Blues deluxe" ist eine Hommage an die Großen des Blues, an all die Bluesveteranen, die ihn beeinflußt und geprägt haben. Angefangen von B.B. King, der ihn seinerzeit im Alter von 12 Jahren entdeckte, über John Lee Hooker, Elmore James, Albert Collins, bis hin zu besagtem Robert Johnson. Mit begnadeten Coverversionen und einigen eigenen Songs verneigt er sich vor seinen Vorbildern. Dabei ist er auf dem Weg sebst einer der ganz Großen zu werden. Wieder mit seiner, aus den beiden Vorgängeralben und der Live-DVD bekannten, großartigen Band um Eric Czar am Bass und Kenny Kramme am Schlagzeug im Rücken, und den beiden zusätzlichen Musikern Benny Harrison (Hammond B3) und Jon Paris (Harmonica), spielt Bonamassa den Blues mit einer unglaublichen Authentizität, Intensität und Leidenschaft, aber auch voller Gefühl. Obwohl der Blues eindeutig dominiert, wird natürlich auch gewaltig gerockt. Bonamassa's Art den Blues zu spielen, ist immer rockig. "Pure Blues" hin, "Pure Blues" her - die rockige Note ist immer vorhanden - er kann gar nicht anders! Und Leute, wie das an manchen Stellen rockt und dampft - "irre"! Apropos "irre": Bonamassa's Gitarrenspiel ist ein purer "Höllenritt" auf den 6 Saiten. Mal erzeugt er ganz klare und messerscharfe Läufe, dann maltretiert er sein Instrument zu wilden, brodelnden und glühenden Slide-Orgien, um sich anschließend wieder in ganz gefühlvollen Spielereien zu verlieren, ehe er einmal mehr in ekstatischen Bluesrock-Soli regelrecht explodiert. Und mit welch einer Virtuosität, Gewandheit und Fingerfertigkeit das geschieht - atembaraubend! Zuweilen scheint er über sein "Brett" zu fliegen. Dazu seine rauhe, kehlige Stimme - es paßt einfach alles! Los geht's mit einer großartigen Coverversion von B.B.King's "You upset me Baby", gefolgt von einer Wahnsinns-Version des John Lee Hooker-Klassikers "Burning hell"! Da stockt einem der Atem! Ein flammender, elektrisierender, unaufhörlich abgehender, fast 7-minütiger Boogie-Blues-Rock-Kracher, vollgestopft mit einem fulminanten Slide-Feuerwerk, dem eine dreckige Bluesharp noch die richtige Würze gibt. Wow, das dampft! Anschließend das Titelstück, eine herrliche alte, von Rod Stewart (als der noch mit Jeff Beck zusammenspielte) geschriebene Blues-Nummer. Recht ruhig beginnend, mit klar abgegrenzten, flinken Gitarrenläufen, äußerst intensivem, gefühlvollen Gesang, spielt sich Bonamassa im Zentrum des Stücks mit schier endlos wirkenden Soli in ein regelrechtes Rock-Gewitter, ehe das Ganze wieder in den Slow-Blues-Rhythmus zurückfällt. Was für eine Gitarrenarbeit. Ob der kraftvolle, riffige, leicht country-fried funky wirkende Rocker "Man of many worlds", das akustische "Woke up dreaming", bei dem er ein atemberaubend schnelles Delta-inspired Acoustic-Picking demonstriert, der dampfende, swampige Shuffle-Boogie-Blues "Wild about you, Baby", der groovende T-Bone Walker-Slow-Blues "Long distance blues", wieder mit grandiosen, quirligen, zwischendrin ungemein rockigen, Gitarrenläufen, oder der trocken qualmende, mit glühender, röhrender Slide-Gitarre und drückender Harp gespickte Blues-Rocker "Walking Blues", ein Robert Johnson-Klassiker, von dem ZZ Top nur träumen können, das sie so etwas nochmal hinkriegen... - alles Nummern, die einem in Mark und Knochen gehen. Joe Bonamassa ist bereits mit seinen 25 Jahren eine Institution in Sachen Blues/Bluesrock, die seinesgleichen sucht! 51 1/2 Minuten "Blues deluxe" des Gitarren-Magiers - im wahrsten Sinne des Wortes! Ein absolutes Highlight des "Year of Blues"!

Art-Nr.: 2050
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Burning hell
Wild about you, Baby
Long distance blues

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Bonamassa, Joe - had to cry today [2004]
Atemberaubend! Blues-/Bluesrock-Gitarrenakrobat Joe Bonamassa eilt von Höhepunkt zu Höhepunkt! Die Stärken dieses Knaben scheinen unbegrenzt zu sein! Gerade mal ein Jahr nach dem grandiosen "Blues deluxe" läßt er mit "Had to cry today" den nächsten, absoluten Knüller folgen! Man hat ihm schon bei den vorigen Werken attestiert, das Steigerungen kaum noch möglich seien, doch dieser unglaubliche "Guitarslinger" belehrt uns einmal mehr eines besseren. Noch reifer geworden (vor allen Dingen in gesanglicher Hinsicht war seine Leistung nie besser) besticht Bonamassa auf 11 herausragenden, für ihn typischen, von elektrisierenden und enthusiastischen Gitarrenläufen geprägten Blues-/Bluesrock-Nummern, die einen nicht mehr loslassen! Geprägt von den Einflüssen seiner großen Vorbilder, wie B.B. King, John Lee Hooker, Albert Collins, Robert Johnson oder Stevie Ray Vaughan, bereichert er seinen Stil diesmal mit wunderbaren Chicago-, Delta-, und auch British-Blues-/Rock-Bezügen, ebenso wie mit dem aus früheren Werken schon bekannten Southern-Flair. Sogar ein paar Roots-/Americana- und Country-Einflüsse fehlen nicht (zuweilen hören wir faszinierendes Acoustic-Gitarren-Spiel), was die Platte insgesamt sehr abwechslungsreich macht. Auch die bisweilen eingesetzte Hammond-Orgel macht den Sound angenehm transparent. Ein Sound der auf den Punkt genau, knackig produziert ist (Bob Held), der mal kocht, mal brodelt, mal regelrecht explodiert, druckvoll und sehr intensiv ist, höllisch rockt, zuweilen aber auch mal Raum für ruhigere und entspanntere Momente läßt! Begleitet wird Bonamassa, wie schon bei seinen drei Vorgängeralben auch, von dem fantastischen Drummer Kenny Kramme und dem ebenso starken Bassisten Eric Czar! Los geht's mit dem satt und hart rockenden, powernden, sehr rhythmischen, von rauen, leicht Southern eingefärbten Riffs geprägten, groovenden Uptempo-Knüller "Never make your move too soon", dessen glühendes Gitarrensolo sowohl Musiker als auch Zuhörer schnell auf die richtige Betriebstemperatur bringen. Doch mit der nächsten Nummer, "Travellin' south", gehen die Jungs noch einen Schritt weiter. Jetzt ist der Sidepunkt erreicht! Vollgas bis zum Anschlag heißt die Devise! Ein überschäumender, southern-fried, von einem gewaltigen Slide-Gewitter geprägter Bluesrock-Boogie/Blues Rock'n Roller, der einen fast aus dem Musikzimmer bläst. Was Bonamassa auf der Slide abliefert, ist schichtweg Weltklasse! Der Mann ist ja nicht zu bremsen! "This one is best when played loud driving down the freeway", sagt er selbst über dieses Stück, das manche vieleicht noch von Albert Collins kennen. Anschließend der nächste Knüller, eine hinreißende, fast 7-minütige Version des Lowell Fulson Blues-Klassikers "Reconsider Baby"! Diese Midtempo-Nummer enthält ein fulminantes, rund 2 1/2 Minuten langes, messerscharfes, genauso virtuoses, wie energisches Gitarrensolo, das die Gitarrenfraktion wieder einmal in staunendes Entzücken versetzen dürfte. Wie koordiniert dieser Bursche nur seine Finger? Tolles Drumming und eine prächtige Melodie begleiten das wunderbar locker und lässig beginnende, schön southern- und countryinfizierte, mit transparenten Acoustic-Riffs ausgestattete "Around the bend", das sich, ohne die Lockerheit zu verlieren, von der Kraft her ständig steigert, bis hin zu einem ungemein fetten Gitarrensolo in der Mitte, um schließlich zum Ende hin wieder etwas bedächtiger auszuklingen. Tolles Arrangement! Mit dem Instrumental "Revenge of the 10 gallon hat", einem klasse, melodischen Countryrocker, zollt Joe Bonamassa solchen Gitarrengrößen wie Danny Gatton, James Burton und Clarence White Tribut, ehe er nach der frischen, mit herrlichen Gitarrenspielereien durchsetzten Ballade "When she dances" zum Titelstück "Had to cry today" ausholt: eine fulminante, 6 1/2-minütige, inspirierte, kochende Version der alten Blind Faith-Nummer, mit rauen Retro-Riffs und einem mörderischen Gitarrensolo! Da können Winwood und Clapton nur staunen! Swampig und akustisch beginnt das folgende "The river", ehe donnernde, laute Riffs einsetzen und das Ganze zu einem prachtvollen, krachenden, sehr southern geprägten, kantigen Bluesrocker mutieren lassen. Was für eine Kraft! Eine dreckige Bluesharp und ein qualmendes Slide-Solo tun ein übriges. Hier brennt die Luft! Wie gesagt, der Spielfreude, der Klasse und Virtuosität dieses Joe Bonamassa scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein! "Had to cry today" ist erneut ein absolutes Meisterwerk geworden, nicht mehr und nicht weniger! Begeisternder, leidenschaftlicher Bluesrock eines jetzt schon ganz Großen seiner Zunft!!

Art-Nr.: 2664
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Travellin' south
Reconsider Baby
The river

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Bramhall II & Smokestack, Doyle - welcome [2001]
68 1/2 Minuten intensivste, variationsreiche Rock/Bluesrock-Power vom Allerfeinsten! Doyle, weitestgehend zum Dunstkreis von Stevie Ray Vaughan zählend, geboren in Dallas, aufgewachsen in Austin, war sein ganzes Leben mit dem texanischen Rock'Roll und Blues konfrontiert. Der Mitbegründer und ex-Frontmann der leider viel zu kurzlebigen "Arc Angels" und neben Jimmie Vaughan ehemalige Touring-Gitarrist der "Fabulous Thunderbirds" liefert mit seiner neuen Band "Smokestack" ein großartiges Beispiel ab, wie klassischer Rock mit 70's-Reminiszensen und Bluesrock heute klingen muß. Er vereinigt hier all seine vielseitigen Talente auf bewundernswerte Weise: herausragendes Songwriting, hervorragender Gesang mit der nötigen Portion "Soul" und meisterhaftes Gitarrenspiel. Ja, er ist wirklich ein wahrer "Guitarslinger". Man hört die Einflüsse von Jimi Hendrix, britischem Bluesrock ala Rory Gallagher, Free oder Led Zeppelin, sogar mal einen Tom Petty-Riff (bei "Soul shaker" muß "American girl" Pate gestanden haben), etwas Southernflair und natürlich die von Stevie Ray Vaughan. Es gelingt ausgezeichnet, all das zu einer Einheit mit den eigenen Ideen zu verbinden. Trotz klarer Songkonzepte gibt es auch immer wieder Platz für ausgedehnte Soli. Alle sind unüberhörbar hervorragende Musiker. Spielfreude, Energie und die "Hitze" dieser Musik sind immer spürbar. Wahrscheinlich sind sie in der Lage sich live in einen richtigen Rausch zu spielen. Großartige Produktion! Ein prächtiges Album!

Art-Nr.: 1051
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 8,90

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Clark, Terri - greatest hits [2004]
Nach rund 10 Jahren im Geschäft (der Untertitel der CD heißt deshalb auch "1994-2004") und immerhin schon 5 klasse Alben, legt die großartige, beliebte und überaus erfolgreiche kanadische Country-Interpretin Terri Clark nun ihr erstes "Greatest Hits"-Package vor. Das Werk enthält nicht weniger als 6 Nummer 1-Hits, sowie etliche weitere Top 10-Erfolge, darunter beispielsweise "Better things to do", "Poor poor pitiful me", "When boy meets girl", "Now that I found you", "A little gasoline" und "I just wanna be mad"! Neben der sehr gelungenen Zusammenstellung von 11 bekannten Stücken gibt es darüber hinaus auch noch eine großartige Live-Version des Songs "No fear" aus ihrem Album "Fearless", mitgeschnitten am 26. September 2003 in Duluth/Georgia, sowie 2 brandneue Studiotracks! Und diese beiden Nummern sind so stark, daß sie schon für sich alleine ein sehr gutes Kaufargument für dieses Album bedeuten. Da haben wir zunächst den tollen Uptempo Country-/New Country-Fetzer "Girls lie too", der mit seinem klasse Drive dem viel zitierten "Hi Energy Cowgirl"-Image von Terri einmal mehr voll und ganz gerecht wird. Hat richtig Pep! Besticht durch eine wunderbare Melodie und eine großartige, schmissige Instrumentierung aus Gitarren, Fiddles und Steel! Kein Wunder, daß Terri auch mit dieser Nummer schon wieder Richtung Top-Position der Billboard Country Singles-Charts unterwegs ist. Fast noch stärker ist der zweite neue Song, das knackige, wunderbar angerockte "One of the guys"! Was für eine herrliche Country(rock)-Nummer! Tolle Fiddle, großartige Gitarrenriffs, ein grooviger Rhythmus, ein gewisses Westcoast-Flair und einmal mehr eine wunderbare Melodie lassen vermuten, daß auch dieser, im übrigen gut tanzbare Titel ein Chartbreaker werden wird. Erinnert ein wenig an alte Countryrock-Zeiten der großen Linda Ronstadt! Ein schönes Album, das die Wartezeit auf Terri's nächste, "reguläre" Scheibe angenehm verkürzt!

Art-Nr.: 2551
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Gov't Mule - deja voodoo [2004]
Das von den Fans heiß herbei gesehnte vierte Studioalbum (sieht man mal von den "Deep end"-Projekten ab, die man auf Grund der vielen Gast-Bassisten wohl nicht als richtige Bandprojekte einstufen sollte) von Gov't Mule ist da! Neben dem neuen Mann am Bass, Andy Hess, ist die Band mit den lagjährigen Weggefährten Danny Louis mittlerweile zum Quartett angewachsen, was die Spannung bezüglich der neuen Scheibe weiter vergrößerte, zumal sämtliche enthaltenen Songs, entgegen früherer Gepflogenheiten, noch nie live präsentiert wurden! Fazit vorab: Das Teil ist erneut eine Meisterleistung! Warren Haynes sagte im Vorfeld über die Scheibe: "It sounds like Gov't Mule, but it doesn't sound like anything we've already done. It has the same muscle and the same influences and character. But the fact is that it's a new band interpreting, and I'm writing songs for the sound of the new band." Ein Staement, das es hundertprozentig trifft! "Déjà voodoo" ist ein typisches Gov't Mule-Album, das einmal mehr eine gewaltige Kraft ausstrahlt, wobai aber eindeutig die Band an sich in ihrer ganzen Kompaktheit im Vordergrund steht. Vor allem Tastenmann Danny Louis bringt sich mit herrlichem E-Piano- und Orgelspiel sehr gewinnbringend in den Bandsound ein und läßt Warren Haynes trotz seiner zentralen Bedeutung eher als ein "normales" Bandmitglied erscheinen. Weiterhin fällt auf, daß neben ein paar dampfenden Krachern auch eine ganze Anzahl ruhigere Songs enthalten sind, die jedoch deshalb nichts von der gewohnten "Mule"-Intensität eingebüßt haben. Dir Songs sind sehr klug und ausgewogen strukturiert. Prächtige Riffs treffen auf mitreißende Soli! Warren Haynes' Gesang strotzt einmal mehr vor Kraft und Energie! Jeder einzelne Song vermittelt, über welch außergewöhliche Qualitäten die Musiker verfügen und wie selbstverständlich sie diese Fähigkeiten in den Bandsound einbringen. "Bad man walking" heißt das Eröffnungsstück, ein knackiger, messerscharf auf den Punkt gebrachter, trockener, prägnanter Retro-Classic-Rocker mit einer dezenten Prise Funk, allein schon ausgelöst durch das wunderbar im Hintergrund agierende E-Piano. Satte, raue Gitarrenriffs, dazu ein tolles Zusammenspiel zwischen Orgel und großartiger Wah-Wah Lead-Gitarre, inklusive grandiosem Solo! Haynes in Topform! Matt Abts trommelt himmlisch! Bleibt richtig gut hängen! Weiter geht's mit dem über 8-minütigen, wunderbar groovenden Bluesrocker "About to rage", der sich in der Mitte, nach relativ verhaltenem Beginn, vor prächtigen Drum-Rhythmen in ein explodierendes Gitarrensolo steigert, um gegen Ende schön jammig auszuklingen. Toller Gesang von Warren Haynes! "Perfect shelter", das nächste Stück, ist ein harter, schwergängiger, aber sehr angenehm strukturierter, inspirierter, bluesiger Rocker, und mit "Little toy brain" spielen sie eine für ihre Verhältnisse zwar von trockenen Rhythmen geprägte, dennoch sehr weiche, Blues-/Bluesrock-Nummer, die angenehm ins Ohr geht. Dann der wie unter Starkstrom stehend präsentierte, dreckige, raue, funky Boogie-Rocker "Slackjaw jezebel" mit tollen Gitarrenläufen, der getragene, sehr southern angehauchte, Allman Brothers-like, von herrlichen Gitarren- und Slide-Hooks begleitete, bluesige Rocker "Wine and blood", das von fetten Led Zeppelin-like Riffs geprägte, satte, von elektrisierender Lead-Gitarre bestimmte "Lola leave your light on", das knapp 11-minütige, von klasse Gitarrenspielereien und tollem E-Piano-Solo durchzogene, rhythmisch sehr wechselhafte, mit einem gewissen Seventies-Jam-Flair ausgestattete "Silent scream", usw., usw.! Das Album bedeutet von vorn bis hinten einen weiteren, überragenden Output der Fähigkeiten von Warren Haynes & Co.! Knapp 76 Minuten lang meisterlicher, rauer, groovender, zuweilen mit einer gewissen Hippie-Mentalität ausgestatteter, Seventies-Classic-Blues-Jam-Rock voller Intensität und Kraft, wie ihn eben nur Gov't Mule in der Lage sind zu spielen. Superb!

Art-Nr.: 2612
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Grey & Mofro, JJ - brighter days ~ live ~ cd & dvd-set [2011]
CD & DVD-Set! Darauf haben die Fans gewartet: Großartiges Live CD (gut 78 Minuten Spielzeit) und DVD (rund 2 Stunden Spielzeit) -Package der bärenstarken Southern-/Jam-/Blues-Formation aus Jacksonville/Florida, mitgeschnitten am 22. Januar 2011 im Variety Playhouse von Atlanta/Goergia. Grandios, wie inspiriert, technisch brillant, "soulful" und ausstrahlungsstark die hier in 7-köpfiger Besetzung antretende Band (JJ Grey - lead vocals, electric and acoustic guitar, harmonica, sowie saxophonist Art Edmaiston, trumpeter Dennis Marion, organist and pianist Anthony Farrell, drummer Anthony Cole, electric and lap steel guitarist Andrew Trube, and bassist Todd Smallie) ihren unwiderstehlichen Mix aus muddy Rock, rural Blues, R & B, Funk, Soul, Gospel, Roots, Country und swampy Southern Rock zelebriert. Ja, vor allen Dingen, die ihrer Herkunft geschuldete, magische Swamp-/Southern-Atmosphäre spiegelt sich in ihren wunderbaren Grooves wider. Live ist dies noch weitaus intensiver und deutlich "grittier" als im Studio. Saustark!

Die 2-stündige Konzert-DVD enthält 3 Stücke mehr als die CD. Zwischen den Live-Tracks (die Songs selbst sind nicht unterbrochen) gibt es immer wieder mal kleine Dokumentations- und Interview.Sequenzen von Grey und anderen Wegbegleitern (z.B. auch Derek Trucks) und man gewährt uns Einblicke in dessen swampige Heimat. Es ist ein ganz großartiger Konzertfilm, der eindrucksvoll zeigt, mit wieviel Herz und Seele und mit welch eine Intensität, Spielfreude und Klasse eine JJ Grey & Mofro-Show von statten geht. Ein mitreissendes Konzert! Und der "Southern-Duft" ist allgegenwärtig! Die DVD ist "code free" und somit auf allen CD-Spielern abspielbar.

Die komplette Setlist:

CD:
1. Country Ghetto - 4:46
2. A Woman - 3:23
3. Brighter Days - 8:00
4. Air - 5:22
5. War - 4:28
6. Lochloosa - 11:19
7. Dirtfloorcracker - 4:17
8. Orange Blossoms - 5:34
9. Ho Cake - 7:56
10. The Sweetest Thing - 7:52
11. The Sun Is Shining Down - 9:13
12. On Fire - 6:34

DVD:
1. Country Ghetto
2. A Woman
3. Brighter Days
4. Air
5. War
6. Lochloosa
7. Dirtfloorcracker
8. Orange Blossoms
9. Ho Cake
10. The Sweetest Thing
11. The Sun Is Shining Down
12. On Fire
13. Hide & Seek
14. Slow, Hot & Sweaty
15. King Hummingbird

Art-Nr.: 7559
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 19,90

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Holt, Scott - revelator [2005]
Über sein fünftes Solo-Album "Revelator" konstatiert Scott Holt, dass es seiner Meinung nach sein bestes ist. Er geht im Begleittext des Booklets sogar noch einen Schritt weiter: "This Record is the Truth. It comes from the sounds of Nashville, Memphis and Chicago. It’s for people who know Jimi Hendrix and Son House. It’s for people who know Muddy Waters and Hank Williams.” Keine Selbstüberschätzung, kein übertriebenes Eigenmarketing - er hat einfach recht! Nach dem Durchhören des Albums fällt einem ein zustimmendes und anerkennenndes Nicken nicht schwer. Im Prinzip muss es der Mann (mittlerweile mit Cowboyhut bekleidet) ja auch selbst am besten selbst, denn in Sachen Blues hat der großartige Gitarrist aus Tennessee bereits eine glorreiche Vergangenheit hinter sich. Schließlich spielte er zehn Jahre lang in der Band des legendären Buddy Guy (Carlos Santana bezeichnete diese Zeit einmal als Scott’s "musikalisches Universitätsstudium"), bis er sich eines Tages nach reiflichen Überlegungen und schweren Herzens dazu entschloss, es auf Solopfaden zu versuchen. Und der Erfolg gibt ihm Recht. Scott Holt hat sich bei Kennern von Blues, Rock oder Blues-Rock längst etabliert und wird auch mit "Revelator" seiner Fangemeinde mehr als nur gerecht. Der Mann lebt seine Musik, man spürt selbst beim Hören im heimischen Wohnzimmer, wie die Schweißtropfen an seinem Arbeitsinstrument herabfließen. Hier bekommt man Authentizität und handwerklich ehrliche Arbeit in einem geliefert. Vor allem Abwechslungsreichtum kommt auf seinem neusten Werk nie zu kurz. Der Opener "Sunday", unterlegt mit einer an ein Dobro erinnernde Akustik-Slide und von dezent gospelartig eingeworfenen weiblichen Backs durchzogen, startet noch relativ relaxt und traditionell, danach aber geht mit "Computer Baby" (dreckig, shuffelig, Boogie-mäßig), "Cut You Loose" (noch eine Spur rauer und "rougher" rockend) und "Bad Way Baby" (intensiv, gefühlvoll, soulig) in die Vollen! Jeweils eine sehr rhythmische Gestaltung und Scott’s Markenzeichen, die schwere, fette Gitarrenführung, inklusiver glühender, hervorragender Soli, erweisen sich hier als markante Eckpfeiler! Hinzu kommen sauberes, knackiges Drumming und pulsierend pumpende Bassläufe! Erstgenanntes Stück führt zu unweigerlichen Reminiszenzen Richtung Joe Bonamassa, zweites Stück erinnert aufgrund der eingebrachten texanischen Note an die Frühzeiten von ZZ Top, letzteres versprüht sogar leichtes Southern-Rock-Flair (wieder schöne, weibliche Background-Vocals)! Zum Durchatmen bringt Scott Holt dann auch gerne immer mal wieder eine entspannte Ballade. Ganz stark hier zum Beispiel die Stücke "Power Of Your Love" (sehr melodisch, mit feinem E-Piano begleitet - und schließlich sticht wie aus dem Nichts so ein richtig fettes E-Gitarren-Solo in den Song hinein) oder das grandiose, über 7 Minuten lange "Civil War", wieder recht southern-trächtig. Hat erneut eine tolle Melodie, eine dreckige Basis und begeistert in der Mitte durch ein mitreißendes, explosives, fett glühendes, brodelnd würziges Gitarrensolo! Scott’s klasse, rauchige Gesangsleistung darf hierbei nicht unerwähnt bleiben! Bei "I’ve Been Searching" und "Bout’ to Make Me Leave Home" geht es dann auch mal ein wenig funkig und schön groovig zur Sache, während sich "Give Up Drinkin'" als, großartiger, "spaßiger" Roadhouse-Party-Boogie-Kracher entpuppt. Die rein akustische Nummer "Shorty" lässt das Album schließlich bedächtig ausklingen. Scott Holt offenbart mit "Revelator", wie schmackhaft man gepflegte Blues-/Bluesrock-Kost durchaus servieren kann, wenn man sich auch an etwas modernere Zutaten herantraut. Der Mann ist aber auch ein Könner! Ein überaus starkes, sehr sympathisches, modernes, kraftvolles, facettereiches Bluesrock-Album, dem sich die Kenner des Genres sowieso nicht entziehen können, das sich vielleicht aber auch für "mutige" Neueinsteiger eignet, es mal mit bluesigeren Tönen zu versuchen! Ja, wir bestätigen es nochmal gerne: "Revelator" ist Holt's bis dato bestes Werk! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3816
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Computer baby
Cut you loose
Bad way baby
Power of your love
Civil war

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Hudson, Cary - cool breeze [2004]
Irgendwie erwartet man von Cary Hudson, dem ex-Kopf der mittlerweile getrennten Vorzeige-Rootsrocker von Blue Mountain, immer Arbeiten auf einem ziemlich hohen Level... - und, und dafür gebührt ihm ein dickes Lob, dies gelingt ihm ohne Zweifel auch mit seinem neuen Album! "Cool breeze" ist prächtige, dreckige, raue Gitarren-Rootsrock-Mucke, in der Hudson sowohl kräftige Blues-Elemente, ein gewisses Southern-Flair, als auch einen Hauch von "Mountain-Music" und ein paar ordentliche Americana-/Alternate Countryrock-Passagen geschickt miteinander verknüpft. Alles klingt herrlich zwanglos, unbeschwert und "rough"! Durchweg großartiges Songmaterial voller Twang und gelungener Melodien! Nehmen wir beispielsweise die tolle Eröffnungsnummer "Things ain't what they used to be", einen raubeinigen, herrlich simpel gestrickten Gitarren-Rootsrock-Knaller voller dreckiger E-Gitarrenriffs, dazwischen mit schön rohen Slide-Momenten - einfach klasse! Hat ordentlich Drive und überzeugt mit einem gewissen Southern-Roadhouse-Boogie-Flair! Großartig auch die anschließende, wunderbar melodische, dezent folkige, kräftige Rootsrock-Ballade "What the old man told me" mit ihren rauen, fetten E-Gitarren (inkl. Slide) und der excellenten Songstruktur, der bluesige, schön schwungvolle Full Band Acoustic Roots-Boogie "Cool breeze", mit der erdigen swampigen Acoustic-Slide, das trockene, voller Neil Young-Flair steckende, mit klasse E-Gitarren begleitete "Ball blues", das kraftvolle, wieder etwas bluesige, dreckige "Jellyroll", das folkige, akustische "Little darlin'", die herrlich melodische, semi-akustische Americana-/Roots-Nummer "Bay street blues" mit ihren klaren Acoustic-Gitarren und der wunderbar integrierten, soviel Frische versprühenden Mundharmonika, wie auch das von erdigen "rusty" Gitarren und roher Bluesharp geprägte, kantige, rau groovende "Ain't no tellin'", oder der schwungvolle, charmant scheppernde, völlig unbeschwert rüber kommende Alternate Countryrocker "Free state of Jones", der prächtig im Ohr hängen bleibt und einfach nur gute Laune vermittelt. Insgesamt umhüllt das Album eine klasse Retro-Atmosphäre, dennoch klingt alles absolut zweitgemäß! Oftmals wird Cary Hudson, sowohl von der Fachwelt als auch den Fans, im gleichen Atemzug mit Leuten wie Ryan Adams, Steve Earle, Jay Farrar und Konsorten genannt. Wenn man "Cool breeze" hört, weiß man warum - das Teil ist einfach eine Klasse für sich!

Art-Nr.: 2593
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Things ain't what they used to be
What the old man told me
Bay street blues
Free state of Jones

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Lynyrd Skynyrd - (pronounced 'léh-'nérd 'skin-'nérd) ~ expanded edt. [2001]
Neuauflage des ersten Albums von 1973 der Band, die Southern-Rock-Geschichte geschrieben hat, wie wohl kaum eine andere. Das Remastering ist der Knaller, der Sound einfach großartig. Ein noch nie da gewesener Klang ertönt aus den Boxen. Die musikalische Aussagekraft dieses Meisterwerkes steht ja sowieso außer Frage. Dennoch: "I ain't the one", "Tuesday's gone", "Mississippi kid" und "Free bird" noch einmal dermaßen exzellent überarbeitet zu hören, ist eine Wonne. Dazu ist das Album auf über 76 Minuten verlängert mit insgesamt 5 Bonustracks: "Mr. Banker" (Demo), "Down south jukin'" (Demo), die in der gleichen Fassung wohl schon als Single B-Seiten und in der 91iger Box auftauchten, sowie die 3 bislang unveröffentlichten Demoversionen von "Tuesday's gone", "Gimme three steps" und "Free bird". Im Cover gibt es zudem neue Bilder und sehr interessant neue Linernotes. "A Southernrock-Masterpiece"!

Art-Nr.: 1231
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Lynyrd Skynyrd - lyve ~ the vicious cycle tour [2004]
2 CD-Set! Ein gutes halbes Jahr nach Veröffentlichung der DVD erscheint das grandiose Konzert der Southernrock-Heroen vom 11. Juli 2003 aus dem Amsouth Amphitheartre in Antioch-Nashville/Tennessee nun endlich auch auf einer Doppel-CD! Johnny van Zant, die 3 Gitarristen Rick Medlocke, Hughie Thomasson und Gary Rossington, Billy Powell, der neue Bassist Ean Evans und der herausragende neue Drummer Michael Cartellone präsentieren sich ungemein druckvoll, voller Energie, Kraft und in prächtiger Spiellaune. Sie sind in einer solch guten Verfassung, wie schon lange nicht mehr! Der Funke zwischen der Band und dem ebenfalls bestens gelaunten Publikum springt sofort über. Die 3 Gitarristen ergehen sich immer wieder in mächtigen powernden, wechselseitigen Gitarrenläufen, großartigen, fetten Slide-Einlagen, wie auch herrlichen Twin-Passagen. Vor allen Dingen Rick Medlocke gibt ordentlich Gas. Aber auch Gary Rossington hat immer wieder seine starken Momente und auch Hughie Thomasson hat deutlich mehr Freiraum als früher. Die klasse Setlist beginnt mit einer fulminanten Version des Krachers "That's how I like it" vom "Vicious cycle"-Album, gefolgt von "What's your name", "I know a little", "Pick 'em up" (Lead-Gesang sowohl Rick Medlocke, als auch Johnny van Zant), "Simple man", "That smell", "Red, white and blue", "Down south jukin'" (spielen sie auch nicht jeden Tag), "Gimme back my bullets", "Double trouble", "The ballad of Curtis Loew" (tolle Version mit herrlichen Twin-Gitarren - Slide unn Electric), "Tuesday's gone" (mit einem diese Version angenehm bereichernden Streichorchester auf der Bühne), "Mississippi kid" (in einer wunderbaren, swampigen Delta-bluesigen, semi-akustischen Version mit Rick Medlocke an der Mandoline, Hughie Thomasson an der akustischen Gitarre und Gary Rossington an der elektrischen Slide), "Workin'", "Gimme three steps", "Call me the breeze", "Sweet home Alabama", "The way" und "Free bird"! Warum man die CD allerdings um das auf der DVD enthaltene "Travelin' man" gekürzt hat, bleibt ein etwas unverständliches Geheimnis! Sei's drum, es ist einfach ein phänomenales Konzert und es wurde Zeit, daß endlich auch das Album kommt! Live hat man sie seit ihrer Reunion wohl nie besser erlebt!

Art-Nr.: 2508
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Lynyrd Skynyrd - street survivors ~ expanded and remastered edition [2001]
Auch wenn es nicht in die chronologische Reihenfolge der Originalveröffentlichungen paßt, so hat man sich bei MCA entschlossen, zunächst als zweites Album der tollen "Skynyrd remastered and expanded editions" deren fünftes Werk "Street survivors" aus dem Jahre 1977 auszuwählen. Und wieder gilt: herausragender Klang, prima neues Coverartwork mit den gleichmaßen interessanten Linernotes sowie 5 Bonustracks! Mittlerweile war Steve Gaines für Ed King bei der Band eingestiegen. Wie "Pronounced" gilt auch "Street survivors" zu den historischen Schätzen des Southern-Rock! "What's your name", "That smell", "One more time" und und und.... ertönen jetzt im allerbesten Sound! Die Bonusstücke: "Georgia peaches" und "Sweet little misery", die später auf "Legends" veröffentlicht wurden, sowie 3 unveröffentlichte Alternativ-Versionen von "You got that right", "I never dreamed" und "Honky Tonk night time man". Dieser Merle Haggard-Track heißt jetzt "Jacksonville kid", denn Ronnie van Zant hat dem Titel einen neuen Songtext verpaßt.

Art-Nr.: 1238
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,80

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Matthews Band, Dave - the gorge ~ live ~ 2cds + dvd [2004]
2 CD/1 DVD-Set! Keine Frage, die Dave Matthews Band versteht es ihre Fans zu befriedigen. Gerade mal 8 Monate nach dem Release des "Central Park Concerts" beglücken sie ihre Anhänger erneut mit einer spektakulären Live-Veröffentlichung! Festgehalten auf 2 CDs und einer DVD dürfen wir insgesamt über 3 1/2 Stunden lang an den 3 Nächten ihrer grandiosen 2002er-Shows aus dem berühmten "Gorge"-Amphitheatre teilhaben. Diese atemberaubende Arena, gelegen im Staate Washingten auf den Basalt-Klippen oberhalb des Columbia-River's, gehört mit ihrem faszinierenden Panorama und der außergewöhnlichen Akustik, die die Naturarchitektur bietet, zu den schönsten im ganzen Lande. Aus diesem Grund nennen es die Amerikaner auch "Heaven's Amphitheatre"! Angesteckt von dieser fantastischen Atmosphäre ist es kein Wunder, daß sowohl die Band als auch ihr Publikum zu Hochform auflaufen. Die Stücke auf den CDs und der DVD überschneiden sich kein einziges Mal! Neben einigen DMB-Standards und Material von den "Before these crowded streets"-, "Busted"- und "Everyday"-Alben, enthält das CD/DVD-Set auch einige hinreißende Live-Versionen von Titeln, die bislang noch nie auf einem offiziellen Live-Album der Band veröffetnlicht wurden - so zum Beispiel eine tolle Version von "The song that Jane likes" und eine wahrhaft epische 19-minütige Fassung von "Lie in your graves" - beides auf CD! Weitere Tracks der CDs sind beispielsweise "Pantala Naga Pampa", "You never know", "Granny", "Gravedigger", "Proudest monkey", die famose "Kit kat jam" und "Warehouse"! Dann die DVD: Knapp 2 Stunden die Jungs nicht nur live hören, sondern auch in dieser prachtvollen Arena sehen! Aufgenommen mit über 20 "High definition"-Video-Kameras und in Stereo 5.1 Audio ist es, sowohl akustisch, als auch visuell, das perfekte Konzerterlebnis für alle Dave Matthews Band-Fans! Beispiele aus der Tracklist: "Grey street", "Ants marching", "Pig", "Seek up", "Halloween", das excellente "Tripping billies", usw.! Dazwischen gibt es kleine Dokumentationen mit Statements der Band zu diesen Shows! Insgesamt prachtvoll gefilmt! Abgerundet wird die DVD als Bonus mit den Musikvideo zu "Grace is gone" und einem "Making of" dazu! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar! Angeblich ist dieses Set limitiert, also ewig geben wird's das Teil wohl nicht...

Art-Nr.: 2590
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 28,90

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