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Micky and The Motorcars - ain't in it for the money [2004]
"Finest rootsy, handmade Guitar Countryrock", dürfen wir einen texanischen Kritiker zitieren! Und ob es das ist! Die Freunde des klassischen, staubigen Countryrocks können sich zur Zeit wirklich nicht beklagen, denn die schier unerschöpfliche Texas "Red Dirt"-Countryrock-Schmiede erzeugt ein Highlight nach dem nächsten. Die Riege an erstklassigen Bands wächst und wächst, eine besser als die näächste! Neuster Knüller (ihre Fanbase zu Hause wächst bereits in einem beängstigenden Tempo) an der Front sind die großartigen "Micky and The Motorcars", deren zweites Album "Ain't it for the money" in der Szene wie eine Bombe einzuschlagen scheint. Auf jeden Fall werden die erlauchten Genre-Fans begeistert sein! Das ist knackiger, staubiger, schwungvoller, dabei durchweg höchst melodischer, wie geschmiert aus den Lautsprechern fließender, von einem wunderbaren, transparenten Gitarrensound geprägter Texas-Roots-, Americana-, Countryrock, exakt in der Tradition solcher Kollegen wie Cross Canadian Ragweed, Wade Bowen & West 84, Great Divide, Randy Rogers Band, Chris Knight und vor allen Dingen Reckless Kelly! Kein Wunder, denn zu denen besteht auch eine enge familiäre Verbindung, sind doch "Motorcars"-Frontmann Micky Braun und Gitarrist Gary Braun die jüngeren Brüder der beiden Reckless Kelly-Köpfe Willy und Cody Braun. So schließt sich der Kreis! Die Brauns wurden in eine ungeheuer musikalische Familie hinein geboren (ihr Vater war der Leader einer recht erfolgreichen Western-Swing Band namens Muzzie Braun and the little Braun Brothers), man könnte fast sagen, sie kamen auf der Bühne zur Welt. Dadurch besitzen sie, neben ihrer musikalischen Klasse, eine überaus natürliche Bühnenpräsenz, die bei den Fans prächtig ankommt. Das Quintett wird vervollständigt durch den weiteren Gitarrist Joseph Deep,, Bassist Mark McCoy und Drummer Shane Vannerson - alles hervorragende Musiker! Ihre großartigen Songs strotzen nur so vor tollen Melodien. Die klaren, vielschichtigen Gitarren klingen rockig und frisch, der Sound ist sehr kompakt und Micky Braun's hervorragender Gesang ähnlet sehr dem von seinem Bruder Cody (Reckless Kelly)! Live haben sie die kultigen lokaken Cubs wie "Antone's" oder die "Gruene Hall" bereits fest im Griff! Breit angelegte, volle Gitarrenklänge, eine prächtige Hammond-Orgel (wird bei einigen Stücken in höchst angenehmer Ergänzung zu den Gitarren, zumeist aber recht dezent, eingesetzt), herrliches Roots-/Staub-Feeling und eine sich unwiderstehlich in den Gehörgängen festsetzende, wunderbare Melodie bestimmen das großartige Eröffnungsstück, den traumhaften, knackigen, durchaus lockeren Midtempo-Countryrocker "Little Baby"! Welch ein Auftakt! Da paßt der Bandname sofort! Die "Motorcars" schnurren nur so über die texanischen Pisten, quer durch die unendlichen Lanschaften des Lonestarstates! Toll! Einen Zahn zu legen sie bei dem folgenden, wie Öl runtergehenden, wundervollen Uptempo Americana-/Countryrocker "Follow you down", der wie eine Synthese aus Cross Canadian Ragweed und Reckless Kelly aus den Boxen hallt. Tolle E-Gitarren, inklusive eines herrlichen, klaren, frischen Solos und einmal mehr eine klasse Melodie bedueten den vollen "Red Dirt"-Countryrock-Genuß! Eine feine Mundharmonika bereichert das rootsige, mit herrlichen Gitarren gespickte, flotte, sich anschließende "July, you're a woman"! Welch eine Melodie dann wieder bei dem flüssigen, klaren, aber gleichzeitig auch wieder den trockenen Texas-Staub spührenden Midtempo-Countryrocker "Other side of town", der zudem einen leichten California-/Gram Parsons-Einfluß offenbart. Wunderbar auch das hervorragende Slide-Gitarrenspiel von Joseph Deep bei dem fantastischen "Goodbye Lady"! Es erübrigt sich auf weitere Songs einzugehen, denn sie sind ausnahmslos klasse! Es gibt keinerlei Aussetzer! Das komplette Album ist die pure Roots-/Americana-Countryrock-Freude und läßt sich wie aus einem Guß durchhören. Ein Hoch auf Texas und seine Countryrock-Bands! Mit diesem Album spielen sich Micky and The Motorcars direkt in die Herzen der Genre-Fans! Laßt dem Motor laufen Jungs, der hat einen klasse Sound...

Art-Nr.: 2956
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Little baby
Follow you down
Million miles
Goodbye Lady
Ain't in it for the money

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Miller, Buddy - universal united house of prayer [2004]
Roots-/Americana-/Alternate Country-Ikone Buddy Miller, begnadeter Gitarrist, einzigartiger Sänger, großartiger Songwriter, Produzent, wohl einer der angesehensten Musiker des Genres überhaupt, mit seinem neuen Album! Was dieser Kerl auch anpackt, es hat Hand und Fuß! Auch "Universal united house of prayer" avanciert zu einem wahren Triumpf seiner musikalischen Innovation und herausragenden Fähigkeiten, voller traditionsbewußter, emotionaler Intensität. Miller drückt seinem ihm typischen Americana-/Alternate Country-Sound diesmal einen gehörigen Soul- und Gospel-Stempel auf, womit er Sixties-Größen, wie Marvin Gaye und den Staples seine Referenz erwist. Humanität, ethische und religiöse Werte und die menschliche Seele sind nur einige der Themen, die in den 11 fantastischen Songs durchleuchtet werden. Erdig, dreckig, harsch, roh und rough, aber voller technischer Brillanz, einzigaritiger Strukturen und mitreißender Arrangements geht Miller zu Werke. Wunderbar der energische, kraftvolle, schwarze Background-Gesang der beiden Töchter des "Fairfield Four"-Mitgründers Rev. Sam McCrary, Regina und Ann McCrary, die das soulige Gospel-Feeling auf fast allen Songs noch einmal untermauern. Los geht's mit der Mark Heard-Nummer "Worry too much", einem ungemein rauen Midtempo-Rootsrocker voller Southern-Gospel-Soul, bei dem Miller sogleich sein einmal mehr excellentes, unverkennbares Lead-Gitarrenspiel zum Besten geht. Der Funke springt sofort über! Herrlich dann auch das anschließende Remake des Louvins-Klassikers "There's a higher power" in einem wunderbaren, inspirierten, akustischen Gewand, gefolgt von dem trockenen, direkten, mit schöner Fiddle und tollen Gitarrenriffs gespickten, wieder voller Gospel-Anleihen und souligem Background-Gesang steckenden, von Buddy und Julie komponierten (von den beiden gibt's noch drei weitere Nummern), tollen Roots-/Alternate Country-Rocker "Shelter me"! Was wir dann hören, ist eine wahrhaft mitreißende, über 9-minütige Coverversion von Bob Dylan's, in diesen Tagen aktueller denn je wirkendem, Antikriegs-Epos "With God on our side", dem Buddy unverkennbar seinen typischen Americana-/Countryrock-Stempel aufdrückt! Wundervoll auch die semi-akustische, melodische Countryballade "Wide river to cross", mit Emmylou Harris als Background-Sängerin, grfolgt von dem traumhaften, ebenfalls von einer tollen Melodie geprägten, knackig satten Countryrocker "Fire and water", vollgepackt mit herrlichem Twang und unverkennbarem E-Gitarren-Sound, wie ihn eben nur Buddy Miller fabriziert. Genial auch der ungemein dreckige, von Buddy und Jim Lauderdale komponierte Roots-Countryrock-Kracher "Don't wait", der zwischedurch abrockt "wie die Sau", um anschließend wieder in einen etwas gemäßigteren, rootsigen, von Fiddle, Mandoline, Gitarre und toller Percussion bestimmten Midtempo-Groove zurückzufallen, wie auch das gemeinsam mit Victoria Williams geschriebene, robuste, folkige "This old world". Musikalische Wegbegleiter sind u.a. der großartige Brady Blade am Schlagzweug, Byron House am Bass, Phil Madeira (Orgel, Akkordeon, Lap Steel), Tammy Rogers (fiddle), Julie Miller, Jim Lauderdale, usw.! Über 50 Minuten leidenschaftlicher, ungeschliffener, intensiver, rauer, voller Gospelsoul steckender Rootsrock/Americana/Alternate Country für höchste Ansprüche! Schöne Digipack-Verpackung!

Art-Nr.: 2783
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,50

In folgende Titel können Sie reinhören:
Shelter me
Wide river to cross
Fire and water
Don't wait
Returning

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Neel, Johnny - gun metal blue [2004]
Als Tastenvirtuose Johnny Neel, geboren und aufgewachsen in Wilmington/Delaware Mitte der achtziger Jahre nach Nashville/Tennessee übersiedelte und dort mit verschiedenen Bands in den lokalen Clubs tourte, erlangte er eines Tages die Aufmerksamkeit eines gewissen Dickey Betts, der seinerzeit ebenfalls in Nashville residierte. Es dauerte nicht lange, bis ihn Betts in seine Tourband holte und für die Aufnahmen seines "Pattern disruptive"-Albums engagierte. Dies wiederum veranlaßte Gregg Allman, von Neel's Leistung als Keyboarder und Harp-Spieler sichtlich angetan, ihn zunächst ebenfalls in seine Tourband zu holen und schließlich als festes Mitglied der neu formierten Allman Brothers Band zu präsentieren. Einer der Höhepunkte der gemeinsamen Zeit mit den Allmans war sicher das von Neel, Betts und Allman geschriebene "Good clean fun" von "Seven turns"-Album, das damals zu einem richtigen "Hit" für die Band wurde. Johnny Neel war in Southern Rock-Kreisen nun endgültig etabliert - auch als Songwriter! Mittlerweile sowohl als Sessionmusiker, als auch als Komponist gut im Geschäft (unter anderem haben Travis Tritt, Mintgomery Gentry und Delbert McClinton Songs von ihm eingespielt), legt Johnny Neel mit "Gun metal blue" nun sein brandneues Soloalbum vor! "It's funky, it's smooth, it's a different shade of blue, it's my turn to groove", sagt Johnny selbst darüber. Ja, es ist ein klasse, schön abwechlungsreiches, sehr inspiriertes, voller Roots-, Funk- und Soul-Einflüsse steckendes, groovendes Bluesrock-/Southernrock-Album geworden, bei dem auch mal ein paar poppige Momente, wie auch typisch Nashville-orientierte Splitter zu hören sind. Doch was eindeutig dominiert, ist das Bluesige und seine Liebe zum Southern-Sound! Viele der Songs, die in den letzten 1 1/2 Jahren aufgenommen wurden, resultieren aus den Ideen von Johnny und einigen seiner engsten Freunde während eines zurückgezogenen Treffens in der wunderschönen Idylle von Glassy Mountain/South Carolina. Speziell der Song "Carolina", eine satte, kraftvolle, wie aus einer gemeinsamen Session der Allman Brothers, Charlie Daniels Band und der Marshall Tucker Band stammende Southernrock-Ballade, ist eine Hommage an diesen Ort. Diese starke Nummer vereint ein gewisses Jam-Feeling mit einer feinen Melodie und einem transparenten Sound aus vollen Orgelklängen, groovenden Drums und frischen E-Gitarren. Los geht der Reigen allerdings mit dem flotten, schwungvollen, sowohl dezent Nashville Countryrock-beeinflußten, als auch von einem gewissen Memphis-Soul-Feeling geprägten, lockeren, knackigen, gut gelaunten "Cross my mind", gefolgt von der etwas poppigen, R & B-angehauchten Ballade "Sure as the day is long". Sehr gelungen auch der rhythmische, schön groovende, bluesig- southern-soulige Funk-Rocker "Not this time" mit seinem klasse E-Piano und den würzigen E-Gitarren, der von einer dreckigen Bluesharp angetriebene, raue, rockin' Shuffle Blues "I found it", der knackige, mit starkem Piano und rollender B 3 getränkte, Riff-geprägte Southern-Funk-Blues "You wouldn't know it now" mit seiner klasse Melodie, dem groovenden Rhythmus und dem lässigen E-Gitarrensolo, und vor allen Dingen das baumstarke Titelstück "Gun metal blue", ein blühender wie glühender, von swampiger, herzhafter Slidegitarre durchzogener, lupenreiner, klassischer, authentischer Southernrocker, irgendwo angesiedelt zwichen Lynyrd Skynyrd und den Allman Brothers. Tolles Lead-Slide-Solo! Unter den Musikern: Dennis Gulley (Bass), Chris Anderson, J.T. Corenflos, George Marinelli (jeweils Gitarre), Mike Caputy, Don "Smitty" Smith, Vince Santoro (jeweils Drums), und viele mehr. Auf seinem eigenen "Breakin' Records"-Label veröffentlicht, ist das Album leider nur mit einem spartanischen 1-Blatt-"Booklet" ausgestattet, doch die Musik macht das allemal wett, denn die stimmt! Klasse, groovender Roots-Soul-Funk-Southern-Blues-Rock des ex-Allman Brothers-Keyboarders!

Art-Nr.: 2752
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 4,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Cross my mind
Not this time
You wouldn't know it now
Carolina
Gun metal blue

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Newcomer, Carrie - the age of possibility [2000]
Einfach wundervoll! Carrie Newcomer zählt zu den wohl besten und anerkanntesten Folkrock/Folkpop/Country-Singer/Songwriterinnen unserer Zeit und liefert mit ihrem bereits 7. Album ein kleines Meisterwerk voll musikalischer und textlicher Tiefe und anmutend schönen Melodien ab. 13 herrliche Songperlen (Track 2 - "Tornado valley" ist der Hit!) mit wunderbarer Instrumentierung (feine elektrische u. akustische Gitarren, Mandoline, Dobro, Drums, Klavier, Akkordeon, Vibraphon ....) wollen nicht mehr aus den Gehörgängen. Viel Countryflair! Keine orchestralen Streicher, absolut kein Schmalz. Möchte man sie irgendwo einstufen, gehört sie am ehesten in die "Familie" einer Nanci Griffith und nicht zu countrylastigen Mary Chapin Carpenter oder Kathy Mattea! Klasse!

Art-Nr.: 1279
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,33

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Old 97's - drag it up [2004]
Nach einer rund 3-jährigen Auszeit, in denen sich die Bandmitglieder ihren Familien und diversen Sideprojekten widmeten (u.a. gab's ein Soloalbum von Rhett Miller), ist die beliebte Rootsrock/Americana/Alternate Country-Truppe "back in business" mit ihrem sechsten Album! Ein feines Teil! Schnell merkt man, daß die typischen Eigenschaften (die "rollicking train rhythms", wie sie es gern selbst bezeichnen) und der bekannte Twang der "Old 97's" nach wie vor intakt sind, und doch eröffnen sich ganz neue Perspektiven. Geschickt öffnen sie sich dem zur Zeit so angesagten Sixties-Hippie-Retro-Flair, was sich zum einen in den immer wieder mal wahrnehmbaren britischen, Beatles-angehauchten Strömungen zeigt, vor allen Dingen aber in einem gehörigen Schuß eingebundener Psychedelic-Klänge niederschlägt. Allein schon der spürbare Hall, mit dem die Musik und vor allen Dingen Rhett Miller's Gesang unterlegt ist, sorgt für dieses Feeling! Insgesamt klingen sie dadurch nicht mehr so staubtrocken. Dennoch bleibt der Sound rau, zwanglos und völlig unbeschwert! Vielleicht muß man sich das Ganze wie eine Mischung aus Cracker, den Jayhawks, den Honeydogs, den frühen Wilco und Marah vorstellen, in die dann noch, jedenfalls hin und wieder mal, ein paar Gram Parsons-Zutaten eingesteut werden. "Cosmic Americana" wäre möglicherweise auch eine treffende Bezeichnung! Gutes, interessantes Songwriting! Man nehme beispielsweise den schwungvollen, lässigen Alternate Countryrocker "Won't be home" mit seinen flockigen, schnellen Drums, der dreckigen, kratzigen E-Gitarre und der tollen Melodienfolge (eine typische Old 97's-Nummer, wie man sie von früher kennt), die etwas kosmisch anmutende, wunderbare Midtempo-Nummer "Moonlight" mit ihren herrlichen Steel-Passagen, das nostalgische, voller klassischer Beat-Hooks steckende "Borrowed bride", die lustige, flottte "Cajun-flavored" Party-Nummer "Coahuila", die entspannte, voller schwebendem Psychedelic-Flair steckende, mit schönen Gitarren und toller Steel getränkte, melodische, entspannte Countrynummer "Blinding sheets of rain", wie auch das Gram Parsons-beeinflußte, ruhige "Valium waltz", oder der etwas an Cracker erinnernde, knackige, rootsige Retro Pop-Rocker "The new kid" - alles starke Songs! Klasse Leistung der Old 97's, mit der sie einerseits experimentierfreudiger, andererseits aktueller als je zuvor klingen, ohne dabei ihre Roots zu verlieren. Schöne Digipack-Aufmachung mit einem alle Songtexte enthaltenden Booklet!

Art-Nr.: 2626
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Won't be home
Moonlight
Valium waltz
The new kid

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Osborne, Joan - pretty little stranger [2006]
Wunderbar! "This is my kind of Country- and Americana-record", sagt sie selbst über ihr neues, kleines Meisterwerk! Was hat Joan Osborne, diese ungemein vielseitige Singer/Songwriterin nicht schon alles gemacht: Den meisten sicher hauptsächlich in Erinnerung mit ihrem Pop-/Poprock-Album "Relish" und dem Mega-Hit "One of us", einem der größten Hits der Mitt-Neunziger überhaupt (Segen und Fluch zugleich für Osborne), nahm sie Soul- und R & B-Musik auf, präsentierte Jazziges, sang mit Stevie Wonder und den Funk Brothers, spielte Blues, trat als Produzentin in Erscheinung (zum Beispiel für die Holmes Brothers), spielte mit Grateful Dead und tourte im Sommer 2006 mit Phil Lesh & Friends als Lead-Sängerin durch die Staaten um nicht zuletzt mit ihrem inspirierten Vortrag der unzähligen Dead-Klassiker auch die Deadheads und die Jamrock-Gemeinde restlos zu überzeugen. Diese Künstlerin genießt unterdessen einen gewaltigen Ruf in der Szene, und nun liefert sie mit dem überragenden, neuen Album "Pretty little stranger" auch noch ihre Americana-Reifeprüfung ab! Das Teil ist schlichtweg ein Knüller, das in all seinem Abwechslungsreichtum, seiner umwerfenden Songqualität, den exzellenten Musikern und seiner seeligen Gesangs-Performance das Ausnahmetalent einer ganz großen Singer/Songwriterin offenbart. Obwohl man während der ganzen Scheibe ein gewisses "Laid-back"-Feeling spürt, wirkt die Musik gleichzeitig durchaus knackig, vor allen Dingen aber voller Leidenschaft, voller Ausstrahlung und voller Autherntizität. Osborne ist in der Lage auf ganz natürliche Weise ihre große Vielseitigkeit in die Americana-/Country-Basis zu integrieren. So reicht das Repertoire von knackigen Countryrockern, über, von herrlichem Gospel- und Southern-Flair durchzogene, funky Grooves, bis hin zu sonnigem Westcoast-Feeling, lupenreinen, sehr traditionell verwurzelten Countrynummern, bluesigen Momenten, Folkigem und trockenem Roots-Staub! Zuweilen scheint es, als schlage sie eine Brücke moderner Americana-Musik, wie sie beispielsweise Rosanne Cash zuletzt präsentierte, zu den Höhepunkten in der Karriere der großen Linda Ronstadt - und es gelingt ihr auf höchstem Niveau! Dazu bestechen die Songs mit einer immer wieder Gänsehaut erzeugenden Melodik! Neben Osborne's faszinierender Stimme und ihrem hochklassigen Gesang bilden die beteiligten, exzellenten Musiker (und was sind das für erlauchte Künstler), die ideale und perfekte Ergänzung, und verschmelzen ihre außergewöhnlichen Qualitäten mit dem großartigen Songmaterial (6 Eigen-/6 ausgesuchte Fremdkompositionen) zu von umwerfender Schönheit und viel "Seele" geprägten Arrangements! Mit an Bord sind u.a.: Eddie Bayers (Drums), Michael Rhodes (Bass), Steve Gibson (E-Gitarre), Bryan Sutton (Acoustic guitar), John Hobbs (Keyboards), Paul Franklin (Pedal Steel), Dan Dugmore (Lap Steel), Sonny Landreth (Slide guitar), Alison Krauss, Dan Tyminski, Rodney Crowell, Vince Gill (harmony vocals), usw.! Toller, ungemein sauberer, klarer Sound, punktgenau produziert von Steve Buckingham! Ein schön knackiger, flockiger Midtempo-Rhythmus bildet die Grundlage des prächtigen Countryrockers "Pretty little stranger", dem Titelstück also, das die Scheibe gleich in all ihrer Herrlichkeit eröffnet! Man ist sofort von dieser großartigen Musik verzaubert! Eine Traum-Nummer zu Beginn eines Traum-Albums! Exzellente, transparente Gitarren (inklusive toller Baritone-Klänge), kraftvoller, klarer Gesang, feine, unaufdringliche Piano- und Orgel-Klänge und eine hinreißende Melodie bohren sich unwiderstehlich in die tiefsten Katakomben unserer Ohrmuscheln. Dann Joan Osborne's fantastische Coverversion der Jarry Garcia/Robert Hunter-Nummer "Brokedown palace", aus der sie eine tolle Americana-Fassung voller Southern-/Gospel-Soul zaubert! Was für ein herrlicher Groove - entspannt, inspiriert, voller Gefühl, mit feinsten Gitarren und exzellenter Orgel-Untermalung! Es folgen der starke, trockene, von bluesigen Grooves getragene Roots-/Americana-Rocker "Who divided" und die grandiose, entspannte, vor Southern-Soul nur so triefende Americana-/Alternate Country-Ballade "Holy waters" (tolle Acoustc-/Electric-/Steel-Guitar-Begleitung, schöne Harmonies von Alison Krauss, eine herrliche Melodie), ehe sie mit dem fantastischen, genauso knackig, entspannt, wie rein und rootsig präsentierten "What you are" einen der tollen Songs der großartigen Patty Griffin vorträgt: Das ist wunderschöne, von einem dezenten, sehr angenehmen Pop-Feeling durchzogene, rootsige Americana-Musik mit einer großartigen Melodie und toller Gitarren-/Orgel-Begleitung, schließlich gipfelnd in einem starken, rauen Lap Steel-Solo des Nashville-Cracks Dan Dugmore, der ja vor zig Jahren bereits in der Band von Linda Ronstadt spielte. Wie sich der Kreis zu schließen scheint! Nach dem semi-akustischen "Shake the devil" (klasse Banjo), folgen mit Kris Kristofferson's "Please don't tell me how the story ends" (wundervolles Honky Tonk-/"Lonesome"-Feeling, schöne Gitarren, klasse Piano, traumhafte Pedal Steel - sowohl Linda Ronstadt, als auch Tammy Wynette kommen einem sofort in Erinnerung) und "Time won't tell" (geschrieben von Beth Nielsen Chapman und Harlan Howard - eine glasklar vorgetragene, herrliche Ballade - Background Gesang: Vince Gill) zwei astreine, ganz traditionelle, pure Countrynummern, ehe bluesige und funkige Grooves den famosen, swampigen, voller Southern-Flair steckenden Rootsrocker "Dead roses" einleiten, der gar ein wenig an Bonnie Raitt und Little Feat erinnert. Gitarren-Magier Sonny Landreth würzt diese Nummer mit einer prächtigen, feurigen Slide-Einlage! So geht das Album ohne jede Schwachstelle weiter, bis es schließlich mit dem schönen von Rodney Crowell, zusammen mit Roy Orbison und Will Jennings komponierten "When the blue hour comes" ebenso faszinierend endet, wie es vor gut 51 Minuten begonnen hatte! Herrlich! Joan Osborne's triumphaler Einzug in die Roots-/Americana-/Alternate Country-Welt!

Art-Nr.: 4606
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Pretty little stranger
Brokedown palace
Who divided
What you are
Please don't tell me how the story ends
Dead roses

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Parnell, Lee Roy - tell the truth [2001]
Gitarrero Parnell, ein ebenso wunderbarer Sänger, wird noch immer in die Country-Riege plaziert. Doch immer mehr entfernt er sich davon und besinnt sich seiner Roots, dem Blues und Rhythm & Blues. So sind auf dem neuen Album nur noch wenige Countrymomente zu hören, was den Country-Puristen sicher ein paar Schwierigkeiten bereiten könnte. Aber wer dieser Musik offener gegenübersteht, bekommt hier ein absolutes Spitzen-Album mit einem Parnell, der nie besser in Form war, präsentiert. Das ist Blues/Bluesrock-Country oder Country-Blues/Bluesrock, wie immer man das bezeichnen mag, mit einer gehörigen Portion Boogie-Woogie, Soul und Southern-Soul. Dabei zeigt Parnell gesanglich und auch auf der Gitarre seine ganze Klasse. Herrliche Slide-Gitarren-Soli bis zum Abwinken. Aufgenommen ist das Ganze in den legendären Muscle Shoals-Studios, wo für ihn vor Jahren alles begann. Nach der Trennung von Arista Nashville spielt er nun völlig zwanglos "seine" Musik, was sich auch in dem Albumtitel "Tell the truth" widerspiegelt. "Croosin' over" beispielsweise ist ein treibender Roadhouse Blues/Bluesrock mit Ohrwurm-Charakter und Slide-Gitarren Spiel bis die Saiten glühen. "Breaking down slow", ein Duett mit der großartigen Bonnie Bramlett, ist eine wunderschöne, voller Leidenschaft gesungene, southern-soulige Blues-Ballade mit schönen, unaufdringlichen Bläsern, die Gänsehaut erzeugt. Mit einem weiteren Duettpartner, Delbert McClinton, gelingt ihm mit "South by southwest" ein rockiger, derber Texas-Blues erster Sahne, um auf dem gefühlvollen Titelstück "Tell the truth" wieder mit einer herrlichen Ballade und feinstem National-Stell-Slide-Spiel zu überzeugen. Ein weiteres Duett gibt es mit Keb' Mo' bei "I declare". Hin und wieder hört man auch einen Gospel- oder Jazz-Touch. Nicht nur etwas für Mark Selby oder Scott Holt-Fans. Gediegener "Sahne"-Rhythm & Blues (Rock) für Kenner! Musik, die einem unweigerlich ein Finger-Schnippen oder Fuß-Wippen entlockt. Herrlich!

Art-Nr.: 1292
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,36

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Railbenders - segundo [2004]
Jim Dalton, der großartige Sänger und Gitarrero der starken Railbenders aus Denver/Colorado sagt: "We take the no-nonsense sound of '70s-style Country and throw in a few shots of Rock'n Roll for a little extra kick"! Stimmt genau! Das ist von herrlichen Melodien geprägter, sehr traditionell verwurzelter Country/Alternate Country/Countryrock/Hillbilly Rock/Rockabilly/Honky Tonk-Rock, der einfach wie geschmiert aus den Boxen hallt und die Cowboys jedes Roadhouse-Schuppens zwischen Texas und Colorado in Handumdrehen auf Touren bringt. Geprägt wird das Ganze von einem wunderbaren, satten, klaren Gitarrensound (Dalton ist ein Irrwisch auf den 6 Saiten) und Dalton's prächtigem Gesang. Er hat eine klasse, von einem gewissen rebellischen Charme profitierende Countrystimme, die wie die Faust auf's Auge zu der so unbeschwert und ungezwungen vorgetragenen Musik paßt. Mit ihren rockigen, simplen, straighten Grundstrukturen kombinieren sie, auch thematisch (hier geht's um "Old memories", "Loneliness", "Heartbrek" und "Drinking")   puren, traditionellen Honky Tonk- und Hardcore-Country mit einem Spirit, der Merle, Waylon, Willie und Johnny Cash zu aller Ehre gereicht. Dadurch entsteht ein einzigartiges "hard rocking" Countryfeeling voller Ausgelassenheit und Spielfreude, aber auch von absoluter musikalischer Kompetenz! Kraftvoll, schwungvoll und geschmeidig zugleich nisten sich die Songs mit ihren tollen Melodien in den Gehörgängen ein, dazwischen aber immer wieder mal unterbrochen von dezent trashig wirkenden, rasanten, heißen Rockabilly-Country-Ritten, die richtig Feuer "unterm Hintern" machen. Da geht richtig die Post ab, doch eine klare Songstruktur bleibt immer gewahrt, es wird nie chaotisch. Ihre Musik hat eben irgendwie etwas von "unzähmbaren jungen Wilden", doch das kommt richtig gut! Gleich zu Anfang lassen sich die Jungs nicht lumpen und beginnen das Album mit einer regelrechten "Killer"-Nummer. "Whiskey rain" ist der Titel, bei dem sie eine wunderbare Frische, eine fantastische Melodie, transparente klare, volle Gitarrenklänge, ergänzt durch eine herrliche Steelguitar (sowohl E-Gitarre, als auch Steel haben in dem Song Platz für ein klasse Solo), prächtigen Gesang und einen großartigen Drive zu einem wundervollen Outlaw-Country-Rockabilly-Feeling vereinen, das runter geht wie Öl! Macht richtig Laune! In ähnlichem Stil geht's mit "Country song" weiter, wobei der Titel Programm ist. Lupenreiner Western-/Outlaw-Country mit tollen E-Gitarren und einmal mehr einer klasse Melodie! Was dann folgt, ist ein wilder, höllischer Redneck-/Rockabilly/Cowpunk-Hochgeschwindigkeits-Kracher, der jeden Roadhouse-Schuppen richtig aufmischt! Es scheint nicht so, als könne man den dort besungenen "Midnight train" jemals stoppen! Irre! Der Drummer gibt permanent Vollgas und Jim Dalton malträtiert die 6 Gitarrensaiten als ginge es um sein Leben. Sehr stark auch die wunderbar traditionelle Johnny Cash-like Retro-Countrynummer "Another tomorrow", der herrlich kitschige, pure "Honky Tonk/Barroom-Sweeper" "Someone take this bottle" mit seiner tollen "lonesome" Steeguitar (wieder eine klasse Melodie), der scharfe, schnelle, traditionell verwurzelte Rockabilly-/Countryrocker "Tombstone serenade" mit seinen furiosen Gitarrenläufen, oder auch die mit excellenter Baritone Gitarre und Steel getränkte Outlaw/Honky Tonk-Ballade "The hangover song"! Das Album enthält zudem eine abgefahrene Coverversion des Neil Diamond Hits "Sweet Caroline", aus dem die Burschen einen richtig tollen, Outlaw-/Rockabilly-Heuler machen, der tierisch abgeht! Von den Railbenders wird man in Zukunft möglicherweise noch viel hören. In ihrer Heimat Colorado jedenfalls, und mittlerweile auch darüber hinaus, werden sie bereits mächtig gefeiert. Kein Wunder, denn diese authentische hard-rockin' Hillbilly/Country-Mucke macht einfach Spaß! "It's a foot-stompin', whiskey-drinkin', hell-raisin' good time"!

Art-Nr.: 2624
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Whiskey rain
Country song
Midnight train
Someone take this bottle
Tombstone serenade

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Reckless Kelly - under the table & above the sun [2003]
Austin und seine Musiker! Es ist immer wieder faszinierend, welch großartige Bands sich aus dieser schier unerschöpflichen Austin-Szene herauskristallisieren und fortan zu den nicht mehr wegzudenkenden Eckpfeilern ihres entsprechenden Genres gehören. So ist das auch mit dem unter den Fans längst kultigen Quintett Reckless Kelly um die Gebrüder Cody und Willy Braun, die mit ihrem dritten Studioalbum "Under the table & above the moon" erneut ein absolutes Knüllerteil in Sachen Rootsrock/Americana-Rock/Alternate Country-Rock vorlegen. 3 Jahre in Folge gewannen sie, und das ist absolut nachvollziehbar, den "Best Roots Rock Band"-Award des renommierten Austin Chronicle! Waren die letzten Alben schon klasse, so etablieren sie sich mit ihrem neuen Werk endgültig in der Spitze des Genres. Zu dem erweiterten Dunstkreis solcher Künstler wie Cross Canadian Ragweed, Jack Ingram, Great Divide, Steve Earle, Buddy Miller, Robert Earl Keen und Radney Foster zählend verarbeiten sie in ihrer zündenden Rootsrock-/Alternate Country-Rock-Musik genau deren charakteristischen Merkmale mit ihren ganz eigenen Ideen, um somit den typischen Reckless Kelly-Sound zu kreieren. Ein herrlicher Sound, immer satt, von transparenten und vielschichtigen Gitarrenriffs und -soli begleitet, aber auch immer wieder einmal angereichert mit wunderbar dazupasenden Mandolinen oder unaufdringlicher Fiddle, sehr knackig und kraftvoll, staubig, auch roh, aber gleichzeitig von einer völlig unbeschwerten Lockerheit getragen. Dazu Willy Braun's warmer, aber auch irgendiwe rotzig wirkender Gesang, vom Timbre her irgendwo zwischen Steve Earle und Radney Foster liegend, und diese sich unwiderruflich in den Gehörgängen festsetzenden, fantastischen Melodien, die sich von vorn bis hinten unnachahmlich durch alle Songs ziehen. Beeindruckend dieses Songwriting, faszinierend mit welcher Leichtigkeit sie diese Melodien aus dem Ärmel zu schütteln scheinen, egal ob es sich um fetzige Uptempo-Rocker, herrliche Midtempo-Nummern oder wunderbare, satte, Balladen handelt. Und großartige Musiker sind es natürlich auch., allen voran Lead-Gitarrist David Abeyta! Flott, rockig, knackig und rootsig legen sie mit dem starken "Let's just fall" voller Drive los! Toller Gitarrensound, klasse Gesang, eine tolle Melodie und der immer spürbare Staub versetzen einen sofort in die richtige "Americana-Rock"-Stimmung. Genauso elanvoll und melodisch, geprägt von herrlichen Gitarren, geht es mir der astreinen Countryrock-Nummer "Nobody's girl" weiter, ehe sie mit dem überragenden "Desolation angels" einen Traum von einem balladesken Americana-Track präsentieren. Auf beeindruckende Weise kombinieren sie hier die Leichtigkeit von flockigen, lockeren Mandolinen, einer Fiddle und Acoustic Gitarren, inclusice Lead Acoustic im Mittelteil, mit herrlich melodischem, aber energischem Gesang und knackigen, vollen, satten Rhythmen aus Drums, Bass und Riffs von elektrischen Gitarren. Welch ein Genuß! Toll auch die lässige, semi-akustische Americana-Nummer "Everybody", der riffige Uptempo Roots-/Countryrocker "I saw it coming", das krachende "You don't want me around", oder das wunderschöne, trotz aller Einfachkeit aber auch von excellenter songschreiberischer Finesse geprägte, fantastische, countrylastige "Willamina", mit seinen effektvollen Gitarren. Ein absoluter "Hit" ist auch die von fetten E-Gitarren begleitete, mit feiner Mandoline angereicherte, wunderbar kraftvolle Roots-Vorzeige-Ballade "Vancouver", inklusive großartiger Slide-Gitarre, natürlich einer prächtigen Melodie und einer dezenten Prise Southern-Flair! "They're sounding like the catchiest bar band ever", heißt es in einem US-Review! Das kann man so stehen lassen! Aber Reckless Kelly ist noch viel mehr: Red Dirt Texas Roots Americana-/Alternate Country-Rock pur, voller musikalischer Kompetenz, Unbekümmertheit und Professionalität gleichermaßen! Ein herausragendes Album für die Fraktion von Buddy Miller, Steve Earle bis Cross Canadian Ragweed, Radney Foster, Jack Ingram, Chris Knight, und auch Uncle Tupelo, übrigens produziert von Ray Kennedy! Wir sind begeistert!

Art-Nr.: 1921
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Let's just fall
Vancouver
Willamina

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Reckless Kelly - wicked twisted road [2005]
Unbeirrt geht das Quintett aus Austin/Texas um die Brüder Willy und Cody Braun seinen Weg und begeistert uns entlang der "Wicked twisted road" einmal mehr mit herrlichem, von traumhaften Melodien durchzogenem, rootsig staubigem Countryrock-/Alternate Country-/Roots-/Americana-Rock in Vollendung! Insgesamt rücken die Countryelemente bei dem neuen Album vielleicht etwas mehr in den Mittelpunkt, allein schon durch den stärkeren Einsatz akustischer Instrumente wie Acoustic Gitarren, Mandoline und Fiddle. Auch sind die Songs im Großen und Ganzen (natürlich gibt's auch Ausnahmen, wie das powernde, schnelle, dreckig rockende "Sixgun") im Tempo etwas zurückgenommen worden. Doch all das schmälert die Klasse dieses Albums nicht im Geringsten - ganz im Gegenteil! Zum einen ist der Reckless Kelly-Sound trotzdem knackig wie eh und je, zum anderen beweisen sie damit ihre große musikalische Klasse und Variabilität, ohne dabei auf die geschätzten und von ihren vielen Fans so geliebten, typischen "Hick Rock"-/Countryrock-Licks und -Arrangements zu verzichten, geschweige denn auf ihre herrlichen Melodien. Zusammen mit Cross Canadian Ragweed, Jack Ingram, Chris Knight und einigen anderen.gehören sie eindeutig zu den "Aushängeschildern" in Sachen rootsigem Texas "Red Dirt"-Countryrock! Die traumhaften Melodien verankern sich tief in unseren Gehörgängen und dennoch gleiten Reckless Kelly zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd in glatte oder "brave" Gefilde ab. Nein, sie bewahren auf faszinierende Art und Weise trotz aller Schönheit eine gewisse Raue, lassen uns den Texas-Staub in ihrer Musik jederzeit spüren - rootsig, rotzig, trocken! Prächtiges Songwriting! Produziert hat im übrigen , wie auch schon das Vorgänger-Album, Ray Kennedy (Steve Earle)! Die Jungs starten recht verhalten, dafür aber wunderschön, mit der herrlichen, rein akustisch instrumentierten (Gitarren, Mandoline, Fiddle), ruhigen, lockeren Roots-/Americana-/Alternate Country-Nummer "Wicked twisted road", die uns sofort mit ihrer tollen Melodie in ihren Bann zieht! Unwiderstehlich Willy Braun's Gesang ist einfach klasse! Das folgende, im 3/4-Takt dargebotene, folkige, staubige, wieder recht ruhige, rootsige "Dogtown" besticht mit diesem typischen Texas-Americana-Feeling, wie es eben nur die Künstler aus der Austin-Szene beherrschen, das anschließende "Seven nights on fire" ist eine prächtige "Irish-rooted" Nummer, bis sie uns mit "A lot to ask" (erinnert ein wenig an "Nobody's girl" vom Vorgänger) schließlich den ersten dieser umwerfenden, flotten, staubigen, gleichzietig flockigen und wie Öl runter gehenden, von einer wunderbaren Melodie bestimmten Midtempo-Countryrocker präsentieren, die so einzigartig den schmalen Grat zwischen melodischer Schönheit und rootsigem Americana-/Alternate Country-"Grit" treffen. Toll das transparente Arrangement aus akustischen und elektrischen Gitarren, Madoline und knackiger Rhythmus-Sektion aus Bass und Schlagzeug! So muß Countryrock klingen, und nicht anders! Es folgt mit "Motel Cowboy Show" der nächste "Killer"-Song: Gut abgehender, rauer Texas "Red Dirt" Roadhouse-/Honky Tonk-/Countryrock voller Elan, mit tollen Gitarren, klasse Fiddle, quirliger Steelguitar, gut antreibenden Drums und einmal mehr einer super Melodie! Klasse das Break in der Mitte mit dem Tempowechsel und der dreckigen, satten E-Gitarre! Sehr stark auch der knackige Countryrocker "These tears", das eingangs schon erwähnte, recht wilde, raue, kantige "Sixgun", der gar an die Drive-By Truckers erinnernde, raue Rootsrocker "Nobody haunts me like you", das flotte, flockige, knackige wie melodische, mit seinem tollen, transparenten Gitarrensound fast ein wenig Byrds Retro-Countryrock-Feeling verspürende, herrliche "Broken heart", usw., - hier stimmt einfach alles! Knapp 48 Minuten lang staubiger, aber dennoch so voller Harmonie und umwerfender Melodik steckender Roots-/Americana-/Countryrock in voller Blüte! Einfach wunderbar! Prima auch die Aufmachung: Das Booklet läßt sich zu einem kleinen "Poster" auffalten - auf der einen Seite die Somgtexte, auf der anderen ein Würfelspiel mit dem Albumtitel, also namens "Wicked twisted road"! Spielregeln und Würfel werden auch mitgeliefert! Feiner Gag!

Art-Nr.: 3020
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Wicked twisted road
A lot to ask
Motel cowboy show
Broken haert
Baby's got a whole lot more

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Restless Heart - still restless [2004]
Musik-Gourmets, deren Vorliebe unnachahmlichen mehrstimmigen Harmonien in einem herrlich klaren Sound und wunderbaren, sich höchst angenehm in den Ohren festsetzenden Melodien gehört,   dürfen sich freuen: Restless Heart, diese Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger so überaus erfolgreiche wie beliebte New Country/Country-Pop/Country-Rock-Band ist nach weit über zehnjähriger Abstinenz (die Phase ohne den etatmäßigen Sänger Larry Stewart mal außen vorgelassen) zurück! Und das in der Original-Besetzung, also mit Larry Stewart (Vocals), John Dittrich (Drums, Vocals), Paul Gregg (Bass, Vocals), Greg Jennings (Guitars) und Dave Innis (Keyboards)! Wow, was für ein tolles, beeindruckendes, neues Album haben sie da nach all den Jahren mit "Still Restless" plötzlich wieder aus dem Hut gezaubert. Als wäre die zeit stehen geblieben! Sie haben nichts verlernt! Alles, was sie je auszeichnete, ist wieder vorhanden! Ohne Übertreibung, das ist ein weiteres, absolutes Highlight eines sich jetzt langsam dem Ende neigenden, starken Country-Musikjahres 2004, in dem man ohnehin schon, mehr als in den Jahren zuvor, durch zahlreiche interessante und überdurchschnittliche Neuerscheinungen verwöhnt wurde. Solch eine "Unruhe" lässt man sich einfach gerne gefallen. Bereits bei den ersten Mandolinen- und Akustikgitarrenklängen, sowie dem Einsatz von Larry Stewart's großartiger, unverkennbarer Stimme beim starken Opener "Feel My Way To You" kribbelt's im ganzen Körper. Die unnachahmlich präzisen und fein abgestimmten Harmoniegesänge, sowie Paul Jenning's fulminantes Slidegitarrenspiel lassen hier bereits erahnen, dass auf einen, auch in der Folgezeit, ganz besonderer musikalischer Genuss zukommen wird. Die Band präsentiert sich durch und durch als harmonische Einheit. Jeder der Beteiligten bringt sich meist unaufdringlich und dezent spielerisch, dabei aber optimal, in das Gesamtprojekt ein. Auch die Hinzuunahme einiger weniger auserwählter Klasse-Instrumentalisten wie Jerry Douglas (starkes Dobrospiel auf "Down The Road" und dem Beatles-Klassiker "The Night Before"), Dan Dugmore (Steel auf "Every Fire"), Jonathan Yudkin (Fiddle auf "The Night Before" und "Down The Road"), sowie Mac McAnally verleiht der ganzen Geschichte noch mehr Substanz. Wie ein roter Faden ziehen sich natürlich die anfangs erwähnten Harmony Vocals, ein unumstrittenes Markenzeichen von Restless Heart, durch alle Songs, wie man sie in dieser Perfektion wohl nur noch von den Eagles dargeboten bekommt. Die Bandbreite der Lieder erstreckt sich von knackigem New Country ("Feel My Way To", "Down The Road", "Same Boat Now"), über Westcoasteinflüsse ( "Looking Back", "And More"), bis hin zu niveauvollem, balladeskem Country-Pop ("Every Fire", "Miracle") und Country-Rock mit leichter Southernwürze ("Makin’ Hay", mit grandiosen Gitarrenriffs und herrlichem Honkytonk-Feeling; das Stück gibt es übrigens in ähnlich guter Manier auf Clay Davidsons Debütalbum "Unconditional"). Auffällig auch der kristallklare und gut abgemischte Sound! Hier haben die Produzenten Kyle Lehning (Randy Travis) und Mac McAnally (Jimmy Buffet) Maßarbeit abgeliefert. Die abschließende Traumballade "What We Know Now" (da schleicht sich plötzlich, neben einem Klasse E-Gitarren-Solo gegen Ende des Liedes, in der Mitte doch sogar eine Double-Leads-Passage ein) ist dann Vergangenheitsbewältigung pur! Die Truppe zerbrach ja damals an dem unerwarteten Ruhm, Stress und Erfolgsdruck, den die erfolgreiche Zeit zwischen 1985 und Anfang der Neunziger mit diversen Gold-Alben, unzähligen Top-Hits und gefeierten Auftritten mit sich brachte. Heute wirken die Akteure frisch, ausgeglichen und unverkrampft, ja sie versprühen regelrecht positive Energie. Man merkt ihnen den Spaß an der Sache zu jeder Phase von "Still Restless" an. Also, wenn man mal die lohenenswerten, sinnvollen und erfreulichen Comebacks auflistet, dann gehört das von Restless Heart sicherlich dazu! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 2865
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Ringenberg, Jason - all over creation [2002]
Starkes neues Album von Jason Ringenberg, dem ex-Frontmann und Kopf der legendären Jasen & the Scorchers, DER "Cowpunk"-Institution schlechthin. Ringenberg war schon immer ein Country-Verrückter, aber auch ein Rocker. Laut und wild war er, aber auch ruhig und bedächtig. So ist sein neues Album erneut ein sehr gelungener Streifzug durch alle Richtungen des Countryrock-Genres. Er ist älter und reifer geworden. So sind die punkigen Elemente nur noch dezent spürbar, doch "All over creation" hat durchaus seine lauten Tracks und seine rohen Rocker, die auch zuweilen stark an die Scorchers-Zeiten erinnern, aber auch jede Menge ruhige akustische und halbakustische Nummern. Man könnte den Eindruck gewinnen, daß die starken Unterschiede zwischen Rockern und akustischen Nummern eine klare Richtung vermissen lassen, doch weit gefehlt. Die Mischung stimmt, das Album ist ein wunderbares Ganzes, alles paßt bestens zusammen. Ringenberg, schon immer etwas abgefahren und für den ein oder anderen Scherz zu haben, überträgt seinen musikalischen Frohsinn erneut bestens in die 12 neuen Tracks und liefert eine klasse Scheibe ab, die sowohl Scorchers-Freunde, die der Countrymusik nicht abgeneigt sind, als auch Freunde des Alternate Country, die sowohl bluegrass-angehauchte Tracks, als auch mal einen kräftigen Rootsrocker abhaben können, begeistern dürfte. Alle Tracks sind mit interessanten Gästen aufgenommen, Jason selbst bezeichnet das Werrk als "Duets/Collaboration-CD". Wie das bei Jason üblich ist, haben alle Songs, ob dynamisch rockig, oder ob richtig Country, wunderbare Melodien. Sein typischer Gesang besorgt den Rest. So geht es mit "Honky Tonk maniac from Mars", einem Opener gebührend, auch gleich richtig zur Sache. Ein klasse, fetter, knackiger Countryrocker mit viel Drive und jeder Menge NRBQ-, Scorchers- und Rockabilly-Bezügen. Danach wird es gleich ruhiger. "I dreamed my Baby come home" ist die traumhaft schöne Version eines George Jones-Stückes in einem herrlich bluegrassigen Gewand mit schönen Akustik-Gitarren, Banjo und Fiddle, aber auch mit Drums. Was für eine Melodie. Sehr schönes Duett mit Kristi Rose. Auf ähnlicher Wellenlänge geht es mit Gast Steve Earle auf "Bibler and a gun 1863" weiter, ehe mit "Too high to see" (Gast ist Tommy Womack) ein lauter, staubtrockener Rootsrocker mit satten E-Gitarren folgt. Locker, flockig, in herrlich lustigem Arrangement kommt der großartige, sehr viel Spaß verbreitende rootsige Pop-Rocker "James Deans' car" daher. Dieses Duett mit Todd Snider geht runter wie Öl. So geht abwechlungsreich mit Rockern und Akustik-Tracks voller Countrytouch (toll auch der Loretta Lynn-Klassiker "Don't come home a drinkin'") bis zum Ende höchst zufriedenstallend weiter. Ein klasse Album, das richtig Spaß macht!

Art-Nr.: 1310
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,78

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Honky Tonk maniac from Mars
Don't come home a drinkin'

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Road Hammers, The - same [2005]
Country-Fans, Southern Rocker, Countryrock-Freunde, Roots- und Americana-Liebhaber - schnallt Euch an! Die kanadische Combo "The Road Hammers" läd Euch alle zusammen zu einem turbulenten, begeisternden, ja mitreißenden musikalischen Trip in die Welt der Könige der Highways, der Trucker ein - und wirklich jeder, der daran teilnimmt, wird voll auf seine Kosten kommen! Dieses Album ist, in Anlehnung an den Band-Namen, in der Tat ein Hammer! "The Road Hammers are a no-nonsense, kick-ass, hard-driving, high octane mix of Country, Southern Rock and Blues, singing songs of maverick, culture and the open road", so in etwa charakterisieren sie sich in kurzen Worten selbst! Gegründet von dem kanadischen, in seiner Heimat überaus erfolgreichen Country-/New Country-/Countryrock-Sänger und Songwriter Jason McCoy, war das Ganze zunächst lediglich als ein Sideprojekt aus "Spaß an der Freud" geplant, mit dem er und seine Freunde einfach mal ihre eigene, den Heroen der Highways gewidmete, zwanglose Vorstellung des "Trucker-Countryrocks" verwirklichen wollten. Aber was ist passiert? Das Album schlug in Kanada's Country-Kreisen geradezu wie eine Bombe ein! Der Song "I'm a road hammer" entwickelte sich zu einer regelrechten Trucker-Hymne und hielt sich wochenlang an der Spitze der kanadischen Country-Charts! Völlig unerwartet, deshalb aber umso erfeulicher, denn die Musik der Road Hammers ist überwiegend sehr rockig, rau, knackig, druckvoll, hat mächtig Dampf, Power und Energie, steckt voller furioser Gitarrenläufe und zielt, der Thematik entsprechend, eher auf ein etwas tougheres Klientel. Doch in jedem rauen Burschen steckt auch ein weicher Kern. So auch bei den Road Hammers! Neben all der Kraft, dem Saft und der Dynamik, die sie in ihrer Musik verarbeiten, bauen sie herrliche Melodien ein, beglücken uns auch mal mit einer wunderbar dahin fließenden, lockeren, von prachtvoller Steelguitar, akustischen Instrumenten und einer traumhaften Harmonie gekennzeichneten, ungemein erfrischenden Nummer oder gar einer lupenreinen, wunderschönen Country-Ballade. Die Mischung ist perfekt! Stampfende Rhythmen, kreischende, laute E-Gitarren einerseits, aber eben auch diese fließende Melodik und eine gewisse Lockerheit andererseits! Das alles geht wunderbar ineinander über, sodaß sich weder der Country-Fan, noch der Southern-Rocker der Magie der Road Hammers entziehen kann. Vielleicht wie eine Synthese aus den Kentucky Headhunters, Big & Rich, Van Zant, Dwight Yoakam, Steve Earle und den Eagles... - klingt verrückt, mündet aber in einem famosen Resultat! Nach dem Motorengeräusch eines startenden Trucks und einer CB Funk-Ansage geht es mit dem eingangs bereits erwähnten, grandiosen "I'm a road hammer" los, das die Band selbst voller Stolz (und zu Recht) als "the definitive and ultimate driving song" bezeichnet. Stampfende Bass-Drum, eine bluesige Harp, trockenes Acoustic Gitarren-Picking, Jason McCoy's kraftvoller, angenehmer, aber auch cooler Gesang... - dann wird's rockiger! Die Melodie, vor allem im Refrain, ist wunderbar! Rotzige, dreckige, southern-fueled E-Gitarren setzen ein, eine glühende, im Hintergrund agierende Slide sorgt für zusätzliche Würze, die Power nimmt weiter zu - und nun ist dieser packende, southern-rockin' Countryrock-Kracher überhaupt nicht mehr zu stoppen! Das brodelnde, "wilde" Gitarrensolo animiert sicher jeden Asphalt-Helden nochmal ordentlich "auf die Tube" zu drücken. Super! Und sie setzen, klar bei so einem Songtitel, mit "Overdrive" in puncto "Gaspedal durchtreten" nochmal einen drauf! Ein toller, satt rockender, abgehender, bluesig angehauchter Countryrock-Roadsong voller prächtiger Gitarren und rasanter Drums-Power. Die Slide-Gitarre hört sich wie ein aufheulender Motor an und die kurzen Twin-Gitarren-Fills am Ende werden auch die Southern-Fans entzücken. Es folgt mit dem großartigen "Keep on truckin'" ein von starker, fetter Baritone-Gitarre und kochenden Lead-Läufen geprägter, etwas funky und swampig groovender, herrlicher Highway-/ Southern-/ Countryrocker, ehe sie das alte "Girl on the Billboard" covern, und es in eine ungemein dynamische, glanzvolle NRBQ-style Roadhouse-Country-Version verwandeln. Hat mächtig Drive, wirkt dennoch locker, beinhaltet wunderbare Steelguitar-Tupfer, steckt voller, purer Country-Roots, hat einen schönen Outlaw-Charme und begeistert mit grandiosen, wirbelnden Country E-Gitarren-Soli! Ähnlich wien die flockige, herrlich ins Ohr gehende, erfrischende Version des Jerry Reed-Klassikers "East bound and down" (na, erinnert sich noch der ein oder andere an Burt Reynolds in "Auf dem Highway ist die Hölle los"...), in ihrem wunderbaren, leicht bluegrassigen, semi-akustischen Gewand aus Banjo, Acoustic Gitarre und turbulenten Läufen auf der E-Gitarre. Erinnert mit seinen tollen Gesangsharmonien und dem Arrangement sogar etwas an "Midnight flyer" von den Eagles! Auch Little Feat's legendäres "Willin'" covern sie, natürlich in einer begnadeten Version! Fantastisch auch der rotzige, morz Gas gebende Americana-/Countryrock-Fetzer "Nashville bound", wieder in einem klasse Mix aus akustischen Instrumenten (Mandoline, Banjo) und furiosen E-Gitarren arrangiert, sowie der raue, Energie geladene, aber ungemein melodische, von Chris Knight und Dean Miller geschriebene, bärenstarke, rootsige Countryrock-Knaller "The hammer goin' down"! Eine weitere "Killer"-Nummer, die einem nicht mehr aus dem Sinn gehen will! Tolle Mandolinen-Riffs treffen, angetrieben von powernden Drums, auf kochende Electric-Slide, Banjo und satte E-Gitarren-Läufe! Die Road Hammers wünschen uns im Booklet, übrigens mit allen Texten, "safe travels on the road"! Können wir gut gebrauchen, denn diese Mucke animiert eher dazu, mal richtig die Reifen qualmen zu lassen. Laßt die Reise mit den Road Hammers und ihrem mitreißenden "truckin'", southern-rockin' Country/Countryrock nie zu Ende gehen! Wir sind restlos begeistert...

Art-Nr.: 3559
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I'm a Road Hammer
Keep on truckin'
Call it a day
Nashville bound
The hammer goin' down

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Robison, Charlie - good times [2004]
Und ob das "gute Zeiten" sind, wenn Charlie Robison ein neues Album veröffentlicht! Seinen Majordeal ist er los, wohl auch deshalb, weil er sich einfach nicht in eine bestimmte, von den Labelbossen als radiokompatibel definierte Countryrichtung pressen ließ, womit er wieder bei einem unabhängigen Label gelandet ist, was, obwohl auch seine vergangenen Majoralbel-Alben alles andere als mäßig waren, zur Folge hat, daß er noch befreiter, seinen ursprünglichen Neigungen entsprechend, agieren kann. Der aus Bandera/Texas stammende Charlie Robison, dessen musikalische Verbindungen schon aufgrund seiner privaten und familiären Situation sehr weit reichen (er ist schon seit vielen Jahren mit Dixie Chick Emily Erwin Robison verheiratet, deren Dixie Chicks-Partnerin Natalie Maines' Vater Lloyd Maines ist sein "Hausproduzent", er ist verschwägert mit Kelly Willis) gilt zusammen mit seinem Bruder Bruce als einer der bedeutendsten und gefragtesten Songwriter des Lonestar States, auch in der Nashville-Szene! Dementsprechend bestechend ist das Songwriting auf "Good times"! Doch das ist es nicht allein! Hier stimmt alles: Die Atmosphäre, das Feeling, die Musiker (u.a. David Grissom - E-Gitarre, Glen Fukanaga - Bass, Keith Robinson - Drums, Riley Osbourn - Keyboards, Lloyd Maines - Steel, Lap Steel, Dobro...), die Songauswahl die Arrangements, der Sound! Charlie Robison präsentiert mit "Good times" schlichtweg ein Musterbeispiel texanischer Singer/Songwriter-Kultur, ein wirklich excellentes Roots-/ Country-/ Alternate Country-/ Countryrock-/ Americana-Album, das vor ehrlichen, mit sehr viel Gefühl interpretierten, herrlich staubig in Szene gesetzten, von einem gepflegten "Red Dirt"-Flair umgebenen, erstklassigen Songs voller prima Melodien nur so strotzt. In etwa bewegt sich das auf der Schiene Jack Ingram, Chris Knight, Steve Earle, Buddy Miller & Co.! Oft sind die Stücke vom Tempo her nicht übermäßig schnell, dennoch leben sie von ihrer Kraft und Intensität, werden dominiert von rootsigen, würzigen, durchaus knackigen Gitarren und beeindrucken mit jeder Menge Herzblut, das der Künstler deutlich spürbar in seine Musik investiert. Los get's mit der großartigen, sehr rootsigen "happy" Midtempo Roadhouse-Country-Nummer "Good times", deren klasse Melodie in einem sehr ursprünglichen, "raughen" Ambiente mit viel Twang eingebettet ist. Tolles Zusammenspiel zwischen prächtiger Acoustic Lead-Gitarre, klimperndem Piano und schön fetter, fleischiger Electric Lead-Gitarre (David Grissom)! Tolle Soli! Guter Groove! Locker, flott und flockig geht es mit der wunderbaren, etwas retromäßigen Americana-/Countryrock-Nummer "New year's day" weiter. Die wiederum sehr gelungene Melodie, verbunden mit schönem Mundharmonikaspiel, zurückhaltender Fiddle und großartiger Steel (Lloyd Maines) vermittelt Texas Countryrock-Feeling pur! Mit dem anschließenden "El Cerrito place" hören wir dann eine ganz herrliche Alternate Country-/Americana-/Countryrock-Ballade in einem feinen Gitarrengewand, teilweise mit einem schönen Akkordeon angereichert, die durch den hinreißenden Background-Gesang von Dixie Chicks-Frontfrau Natalie Maines noch einmal an zusätzlicher Klasse gewinnt. Trocken und grrovig, mit klasse E-Piano und Dobro instrumentiert, geht es dann mit dem sehr rootsigen, bluesigen, inspirierten "Big city blues" weiter, gefolgt von dem entspannten "The botton"! Sehr stark auch der pure, dreckige Roots-/Honky Tonk-Blues "Love means never having to say you're hungry" mit seinen rauen Gitarren und Pianoeinlagen, die melodische, mit herrlicher Lap Steel angereicherte New Country-/Countryrock-Nummer "Photograph", die wunderbare Americana-Ballade "Always" und das prachtvolle Terry Allen-Cover "Flatland boogie" in seinem tollen Tex-Mex-Gewand. Das ist Texas Border-Country at it's best! Charlie Robison wird sich mit diesem Album, da sind wir uns sicher, noch tiefer in die Herzen der großen Texas-Roots-Americana-Alternate Country-Gemeinde spielen. Starke Leistung, Herr Robison... - und, im wahrsten Sinne des Wortes, "good times" für die Genre-Fans!

Art-Nr.: 2753
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Good times
New year's day
El Cerrito place
Big city blues
Flatland boogie

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Rogers Band, Randy - rollercoaster [2004]
Das Potential in Texas an außergewöhnlich starken Countryrock-Bands scheint unerschöpflich zu sein! Die aus der Gegend um Sam Marcos im Südwesten des Lonestar State's stammende Randy Rogers Band ist in der Texas Americana-Szene in aller Munde und wird dort bereits als das nächste "große Ding" gehandelt. Die Fanbase wächst wie im Fluge! Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn in der Tat beweist das Quintett auf ihrem bereits zweiten Studioalbum "Rollercoaster" auf ebenso eindrucksvolle wie gekonnte Art und Weise, daß die Riege um solche Bands wie Cross Canadian Ragweed, Wade Bowen & West 84, Chris Knight, die Mike McClure Band, Jack Ingram, Radney Foster & Co. (im übrigen kennt und schätzt man sich in dieser Clique eh schon seit langem) einen neuen, wichtigen und kompetenten Namen in ihren Reihen begrüßen darf: Randy Rogers und seine Freunde! Das ist mitreißender, herrlicher, schön staubiger, gleichzietig aber von wunderbaren Melodien geprägter, rootsiger "Red Dirt" Texas Countryrock in seiner ganzen Pracht! Bärenstark! Kein Wunder, daß es sich ein gewisser Radney Foster nicht hat nehmen lassen die Jungs unter seine Fittiche zu nehmen und das Album produktionstechnisch zu betreuen. Die hervorragende, lässige und etwas angeraute Stimme von Frontmann und Songwriter Randy Rogers liegt exakt im Grenzbereich zwischen Chris Knight, Steve Earle und Cody Canada (Cross Canadian Ragweed) und seine Songs sind durchweg von ähnlicher Klasse! Der satte, transparente, volle und immer staubig wirkende, rockige Sound wird dominiert von knackigen Rhythmen, würzigen, erdigen E-Gitarren und einer prächtig dazu passenden, niemals zu aufdringlich wirkenden Fiddle. Die Songs wirken rootsig, verlieren dabei aber nie ihre deutlichen Countrybezüge, versprühen zuweilen einen gewissen "Waylon"-like Outlaw-Charme, beinhalten oft eine herrliche "Highway"-Symbolik und charakteriesieren eindrucksvoll dieses "Red Dirt"-Countryrock-Feeling, wie es eben nur solche großartigen Bands aus Texas und Oklahoma zustande bringen. Wunderbar groovendes Schlagzeug und klasse E-Gitarren-Licks sind die Basis für die excellente Eröffnungsnummer "Down and out", einen astreinen, satten, staubigen, vollsoundigen, mit rotziigen, dreckigen Riffs durchsetzten, aber gleichzeitig höchst melodischen, flüssigen Midtempo-Co8ntryrocker, der sofort unmißverständlich die Klasse dieser jungen Truppe erkennen läßt und bereits nach dem ersten Stück klar macht, daß im Laufe dieses Albums überhaupt nichts mehr schief gehen kann. Und geanu so kommt es dann ja auch! Ein toller Song jagt den nächsten! In allerbester Chris Knight-Manier geht es mit dem knackigen, wieder von einer wunderbaren Melodie geprägten Roots-/Countryrocker "Somebody take me home" (im übrigen, wie 3 weitere Tracks eine Gemeinschaftskomposition von Randy Rogers und Radney Foster) weiter, der erneut einen prächtigen Gitarrensound offenbart, unterstützt von der klasse Fiddle von Brady Black! Eine absolute Killer-Nummer steht nun mit "This time around" auf dem Programm: Herrlicher Drive und eine herausragende Melodie prägen diesen traumhaften, staubigen, rootsigen "Red Dirt"-Vorzeige-Countryrocker, der wie geschmiert rockend aus den Lautsprechern tönt. Tolle Fiddle-Passagen ergänzen sich mit klasse Lead-Gitarrenläufen, inklusive energischer, fetter, dynamischer Wah-Wah-Spielereien. Das ist Texas-Countryrock voller Saft und Dynamik, wie ihn die Fans lieben! Co-Autor dieser Nummer ist übrigens Cross Canadian Ragweed's Cody Canada! Saustark! Weiter geht's mit der wunderschönen, von klasse Gitarren begleiteten, entspannten Americana-/Alternate Country-/Countryrock-Ballade "Love must follow you around", dem tollen, riffigen, an der Schnittstelle von Steve Earle, Chris Knight und Radney Foster agierenden Midtempo-Countryrocker "Lay it all on you" und dem frischen, flockigen, mit klasse E-Gitarren und einer tollen Melodie ausgestatteten New Country-Stück "Tonight's not the night", daß an alte, beste Foster & Lloyd-Tage erinnert. Sehr stark auch die Version der Randy Rogers Band von Cross Canadian Ragweed's "Again" in schön dreckiger und riffiger, rauer Ausprägung, die ganz traumhafte, hinreißende, von einem staubigen Outlaw-/Southern-Flair durchzogene Country(rock)-Ballade "They call it the hill country" (welch eine tolle Melodie, welch ein klasse Arrangement aus Gitarren und Fiddle) und das Waylon-like, wieder voller Outlaw-Countryfeeling steckende "Ten miles deep"! Enthält zusätzlich einen klasse "hidden track"! Ein "Hoch" auf die Randy Rogers Band! Willkommen im Kreis der texanischen Countryrock-Größen! Das sind 51 1/2 wundervolle, knackige, erdige, staubige, melodische, lebendige Roots-/Americana-/Countryrock-Minuten, die einem nicht mehr aus dem Sinn gehen. Da blüht das Countryrock-Herz auf!

Art-Nr.: 2711
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Down and out
This time around
Tonight's not the night
They call it the hill country
Ten miles deep

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