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Selis, Eve - nothing but the truth [2004]
"News from Twang Central": Eve Selis, die "Queen of Roadhouse Rock and Thunder Twang" ist zurück mit einem neuen Album - und sie wird immer besser! "Nothing but the truth" ist einmal mehr eine überragende Demonstration weiblicher Hi-Energy Rootsrock/Americana/Countryrock-Power voller Hingabe, wie sie in der Szene ihresgleichen sucht. Erdig, rau, wie ein ungeschliffener Rohdiamant, und doch höchst professionell und qualitativ äußerst hochwertig spielt sie sich mit ihrer fantastischen Band (einige Tracks wurden diesmal allerdings auch mit diversen hochkarätigen Studiocracks, wie z.B. Eddie Bayers-drums, Russ Pahl-electric Slide, David Hungate-bass, Jonathan Yudkin-mandolin/fiddle, aufgenommen) durch 13 neue, mitreißende Roots-/Americana-Rock-Nummern, deren eindrucksvolle Arrangements und herrliche Melodien nachhaltig im Bewußtsein des Genre-Liebhabers hängen bleiben! Bestimmt wird der knackige, sehr satte Sound weitgehend von dominanten E-Gitarren und jeder Menge drückender Slide-Läufe, auch mal ergänzt durch wunderbares Piano-/Orgel-/Mandolinen-oder Banjospiel, alles vor dem Hintergrund einer selbstverständlich ebenso starken Rhythmusfraktion! Die Intensität und immense Energie der Band und ihrer Frontfrau ist permanent spürbar. Eve's fulminante Stimme (Röhre) ist der Hammer! Längst kann sie mit all den erlauchten Americana-Größen wie Julie Miller, Kim Richey, Tift Merritt & Co.mithalten, doch Eve's Musik ist dennoch etwas ganz besonderes. Das kommt eben vor allen Dingen durch ihre einzigartige Stimme, diese direkten, straighten Arrangements, den herrlichen Twang und die ungemeine Energie, die sie ausstrahlt. Auch bei den etwas ruhigeren, langsameren Stücken trifft eines eigentlich immer zu: Eve rocks! So auch bei dem bärenstarken, satten Eröffnungstrack "Heart shaped tattoo": Fette, brennende Slide-Läufe, unterlegt von einem coolen Banjo, prägen diesen prachtvollen Americana-/Rootsrocker, durchzogen von einer tollen Melodie. Was für eine fulminante (Slide)Gitarren-Power! Das ist "Thunder Twang", im wahrsten Sinne des Wortes! Weiter geht's mit dem wunderschönen, folkigen, von einem leichten Appalachian-Flavour umhüllten Americana-Song "The ballad of Kate Morgan" (übrigens ein Duett mit Jim Lauderdale), in dem, wie es sich für Eve gehört, trotz der semi-akustischen Grundtendenz ein gewisses Feuer steckt. Im Break hören wir ein wundervolles, parallel dargebotenes Intermezzo aus Akordeon und Fiddle, ehe man sich an eine gnadenlos starke, von satten Gitarren dominierte Version von Kim Richey's Countryrock-Knüller "Those words we said" heran macht! Traumhaft! Nach zwei großartigen, inspirierten, kraftvollen Roots-Balladen (vor allem das Titelstück in seinem bluesigen, mit tollen Slide-Gitarren angereicherten Gewand ist einmal mehr ein Knüller) folgt mit "Mr. Lincoln" wieder ein fetter, staubiger, schön rhythmischer, rauer, straighter Countryrocker voller herzhafter Gitarrenläufe und Banjo-Klänge, ehe Eve mit "Honky Tonk town" die Party endgültig zum Sidepunkt bringt! Ein kochender, dreckiger Roadhouse-Rocker voller Drive, mit klimperndem Piano und rauchenden Harp-/Gitarren-Duellen! Stünde auch einem Dan Baird prächtig zu Gesicht! So geht es munter weiter. Das Album hat einfach keine Schwachstellen. Ob die wunderschöne, frische, mit Mandoline angereicherte Americana/Singer-Songwriter-Ballade "Pocket full of stones", das entspannte "A beautiful day", der "smokin'", swampy, groovy Country-Funk-Soul-Rocker "Let love come through", der frische, schwungvolle Countryrocker "Someday" oder ihre (das Stück ist fester Bestandteil ihres Live Repertoires), auf vielfachen Wunsch der Fans aufgenommene Version von Tom Petty's "Room at the top"... - "Eve blows you away", wie es so schön heißt! Obwohl ihr Standing in der Szene, sowohl in den USA, als auch international, rasend schnell anwächst, hat sie immer noch keinen großen Label-Deal! Verrückt! Egal, "Nothig but the truth" ist der nächste ganz großer Wurf dieser fantastischen Künstlerin aus San Diego! Geballte weibliche Rootsrock/Americana/Countryrock-Power! Schlichtweg begeisternd! Das Album kommt in einem sehr schönen, freundlich und farbenfroh gestalteten, 3-fach aufklappbaren Digipack mit einem 20-seitigen Booklet, in dem unter anderem alle Texte, wie auch kleine Kommentare zur Entstehung der einzelnen Songs abgedruckt sind.

Art-Nr.: 2578
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Heart shaped tattoo
The ballad of Kate Morgan
Those words we said
Honky Tonk town
Pocket full of stones

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Shaver - the earth rolls on [2001]
Power und Gefühl satt! Ein kleines Meisterwerk! Billy Joe Shaver in absoluter Bestform. Doch welch eine Tragik. Verkörpert das Album für Billy Joe eine Art Wiederkehr zu alten Bestleistungen, so ist es für seinen Sohn Eddy wie eine Grabschrift. Er verstarb am 31.12.2000, kurz nach den Album-Sessions, an einer Überdosis. Dieses vorliegende letzte gemeinsame Werk der beiden ist wohl das musikalisch beste, was Vater und Sohn Shaver zustande gebracht haben, läßt aber auch erahnen, was da noch hätte folgen können. Sie treiben sich gegenseitig zu Höchstleistungen an. Billy Joe's coole, kratzige Stimme, Eddy's tolle, elektrifizierende Gitarrenarbeit (beim 6-minütigen Finalsong, dem Titelstück, brennt er ein geradezu unglaubliches, grandioses E-Gitarren/Slide-Feuerwerk ab), bestes Songmaterial - alles mündet in feinstem texanische Outlaw-Country. Ihre Musik beinhaltet sowohl Honky Tonk, Roadhouse-Country, den Blues, sogar mal ein wenig Southern-Feeling, puren Countryrock, als auch die Vermittlung dieses so typischen "Rambling-Feelings" der Rastlosigkeit, der unendlichen Weiten und der Einsamkeit. 14 klasse Songs ohne jeden Ausfall. Unter den Musikern:Garry Tallent (Springsteen) am Bass sowie Wilco's Jay Bennett an den Tasten und Ken Coomer an den Drums. Ein Knüller für alle Country-/Countryrock-Outlaws!

Art-Nr.: 1323
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Shelton, Blake - blake shelton's barn & grill [2004]
Dritter Volltreffer des introvertierten "Boy from Oklahoma" mit dem freundlichen Lächeln! Die großen Akteure des Country-/New Country-Genres leben in der Regel neben ihrer persönlichen Ausstrahlung von ihrer Beständigkeit und dem Gespür für die Sehnsüchte ihres Publikums - und das auf hohem Niveau! Da wird bedingungslos professionell an den eigenen Stärken gefeilt und nicht wie wild herumexperimentiert. Gut so! Für eine solche Arbeit ist Blake Shelton ein Musterbeispiel! Wo Kritiker längst den Einbruch erwarten, wird, oft zur Überraschung vieler, eben noch mal eine Schüppe draufgepackt. Und so machen das Team um Shooting-Star Blake Shelton und sein Produzent Bobby Braddock mit dem neuen Album "Blake Shelton's Barn & Grill" konsequent da weiter, wo sie beim Debütwerk angefangen und dessen Nachfolger "The Dreamer" aufgehört haben. Sämtliche mit Bedacht ausgewählte Stücke sind Blake wie auf den Leib geschnitten. Er fühlt sich bei deren Performance spürbar wohl. Moderne und Tradition halten mal wieder perfekt die Balance. Während es auf "The Dreamer" mit "Heavy Liftin’ noch direkt in die Vollen ging, startet er diesmal mit einem fröhlichen Sommersong mit leicht mexikanischem, bzw. karibischem Flair, der locker dahinrauscht, wie ein relaxter Strandspaziergang, wo einem heiße Senoritas mit langen schwarzen Haaren und kühlen Margheritas entgegen lächeln. "Some Beach", so heißt diese Nummer, hat als erste Singleauskoppelung bereits Platz 16 in den Country Billboard Charts erklommen, mit Drang nach oben, und es bedarf keiner prophetischer Eingebungen, dass das Album nicht nur wegen dieses Tracks wohl wieder ein Verkaufsschlager wird. "Nobody But Me" ("The Weight" von The Band oder "Love Of A Woman" von Travis Tritt könnten hier Pate gestanden haben), "Love Gets In The Way" (wunderbare Banjo-Unterlegung), "Goodbye Time" (mit herrlichem Akustik-Piano) und "When Somebody Knows You Well" (nette Akustik-Gitarren, dezent Streicher-unterlegt) sind alles
kraftvolle Balladen, auf denen Blake in seiner unnachahmlichen Art aus sich herausgehen kann. Dabei wirkt seine Stimme frischer und kräftiger denn je. Die Musiker wie Brent Rowan, Shannon Forrest, Gordon Mote, Mike Rojas, Paul Franklin oder Jonathan Yudkin, um nur einige zu nennen, leisten Schwerstarbeit, harmonieren aber famos! Für zusätzlichen Pep sorgen die schwungvollen Stücke wie "Good Old Boy, Bad Old Boyfriend" (der leicht bluesige Country-Rock’N’Roller aus der Feder von Bobby Braddock klingt wie ein Song eines gedopten J. J. Cale) oder "Cotton Pickin’ Time", einn knackiger, traditioneller Country"rock"-Song mit Slide-Gitarren, tollem Fiddle-Solo, klimperndem Piano und kessen Mundorgel-Einlagen..Da wippt jeder Cowboystiefel unweigerlich mit und jede Country-Kneipe wird zum Tollhaus. Apropos Country-Kneipe: Die beiden Abschlussstücke "The Bartender" und "I Drink" sind echte Barroom-Songs, in denen Blake mit hingebungsvollem Gesang für entsprechende Stimmung sorgt. Zudem zeigt das Booklet ein typisches Lokal dieser Art, wo in neonleuchtender Schrift ein Schild mit der Aufschrift "Blake Shelton’s Barn & Grill" hinter der Theke zu sehen ist, entsprechend dem Schriftzug auf dem Frontcover. Ob man ihm eventuell zur Neueröffnung seiner eigenen Kneipe beglückwünschen darf, konnte die Recherche nicht klären, doch zu einem weiteren Spitzen-Album kann und muß man es auf jeden Fall! In diesem Sinne: Prost Blake! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 2861
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

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Shepherd, Kenny Wayne - 10 days out ~ blues from the backroads ~ cd/dvd-set [2007]
CD/DVD-Set! Eine Verneigung vor dem Blues! Tolles "back to the roots"-Projekt des Wegbereiters der jungen U.S.-Bluesrock-Generation, eingespielt mit jeder Menge legendärer Blues-Veteranen! Kenny Wayne Shepherd's Referenzen für seine musikalischen Roots bilden das Zentrum dieses phantastischen CD/DVD-Kombi-Sets, das bereits vor rund 2 1/2 Jahren entstand, aber jetzt erst veröffentlicht wurde! Im Juni 2004 begab sich Kenny Wayne Shepherd zusammen mit seinen Freunden Tommy Shannon und Chris Layton von der ex-Stevie Ray Vaughan's Double Trouble-Rhythmus-Sektion, Produzent Jerry Harrison und einem mobilen Studio auf Reisen quer durch die Staaten um sich einen Traum zu erfüllen. Während 10 Tagen besuchte er eine Vielzahl legendärer Blues-Größen, einige davon sehr bekannt, einige davon weniger, dennoch für ihn von immenser Bedeutung, um gemeinsam mit ihnen, bevor es wegen ihres teilweise sehr hohen Alters nicht mehr möglich sein würde (und tatsächlich sind bereits sechs dieser Veteranen zwischenzeitlich verstorben), zu jammen und ein paar ihrer legendären Songs aufzunehmen. Entstanden sind 15 prächtige Stücke (insgesamt knapp 78 Minuten Spielzeit), teilweise akustisch, teilweise fett elektrisch, alle in einem grandiosen Sound, bei denen Shepherd stets als Sideman mit von der Partie ist, den Part des gesangstechnischen Vortrages aber seinen "Heroes" überlässt! Die Liste reicht beispielsweise von Clarence "Gatemouth" Brown bis zu B.B.King, über die weitgehend unbekannte, obskure, in Blues-Kreisen aber Kultstatus genießende, zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits 91-jährigen Gitarristin Etta Baker aus North Carolina (großartig, wie Baker und Shepherd in Baker's Küche sitzen und musizieren) oder Mundharmonika-Ass Jerry "Boogie" McCain, bis hin zu den Leuten der Howlin' Wolf- und Muddy Waters-Band! Alles ist live eingespielt, ob im Vorgarten, im Studio, oder vor Publikum! Die Setlist:: "Prison blues" (mit Cootie Stark und Neal "Big Daddy" Pattman), "Potato patch" (mit Jerry "Boogie" McCain), "Honky Tonk" (mit Buddy Flett), "The thrill is gone" (mit B.B.King), "Tina Marie" (mit Bryan Lee), "Born in Louisiana" (mit Clarence "Gatemouth" Brown), "Chapel Hill Boogie" (mit John Dee Holeman), "Tears come rollin' down" (mit Henry Townsend), "Knoville rag" (mit Etta Baker), "Big Daddy Boogie" (mit Neal "Big Daddy" Pattman), "U-Haul" (mit Cootie Stark), "Red Rooster" (mit Henry Gray & Howlin' Wolf Band), "Sittin' on top of the world" (mit Hubert Sumlin & Howlin' Wolf Band), "Spoonful" (mit George "Wild Child" Butler & Howlin' Wolf Band), "Grindin' man" und "Got my mojo working" (mit Pinetop Perkins & Muddy Waters Band), letzteres nur auf der DVD! Apropos DVD: Auf dieser sehen wir den ganzen Roadtrip in einer rund 100-minütigen Dokumentation noch einmal glänzend zusammengefasst, inklusive toller Live-Aufnahmen und jeder Menge Statements der beteiligten Akteure! Die DVD ist im übrigen "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar! Was für ein Bekenntnis zu seinen musikalischen Roots! Ganz große, überaus inspirierte Arbeit von Kenny Wayne Shepherd!

Art-Nr.: 4689
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 23,90

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Shepherd, Kenny Wayne - the place you're in [2004]
Er hat sich für sein neues Album ziemlich lange Zeit gelassen (7 Jahre), der Vorreiter der jungen US-Bluesrock-Geeneration, der es, vor allen Dingen durch sein unglaublich versiertes Gitarrenspiel geschafft hat, den Bluesrock einer ganz neuen Hörerschaft zugänglich zu machen. Mit "The place you're in" nun ändern sich ein paar Dinge grundlegend, was für den ein oder anderen möglicherweise zu einer kontroversen Betrachtung führt, doch eines steht dennoch fest: es ist trotz allem ein gutes Album geworden! Die erste markante Änderung bezieht sich auf den Gesang! Kenny Wayne Shepherd hat neben seinen erneut außer Frage stehenden Gitarrenkünsten, erstmals selbst, bis auf 3 Stücke (ein Instrumental und zweimal darf der bisherige Sänger Noah Hunt ran) die Lead Vocals übernommen. Das klappt recht ordentlich, wenngleich seine gesanglichen Leistungen (erinnert zuweilen ein wenig an das Timbre eines Lenny Kravitz) nicht an die seines Gitarrenspiels heranreichen. Doch das konnte man wohl auch nicht erwarten. Der frühere Sänger Noah Hunt, der, wie bereits erwähnt, noch bei zwei Tracks seinen alten Job verrichten darf, war um Längen besser. Das zweite, was auffällt ist die deutlich stärkere Orientierung in die Rockrichtung. Die bluesigen Elemente sind zwar durch die kräftigen Riffs und den Sound der Lead-Gitarre immer noch vorhanden, doch sie rücken weiter in den Hintergrund denn je. Trotzdem haben wir es hier mit einem richtig satten, von powernden Riffs dominierten, voller feuriger, fetter Gitarrenläufe steckenden, bluesigen Rockalbum zu tun, das gut groovt. Die Musiker sind klasse und Kenny beweist in jedem Stück mit kurzen, kochenden Soli, wie man eine fette Bluesrock-Gitarre zu spielen hat. Eine gewisse "Radiotauglichkeit" und Melodik wirkt sich dabei durchaus positiv aus, zumal die rockige Energie und ein ordentlicher Druck immer vorhanden sind., auch bei der ein oder anderen Ballade. Zu den Höhepunkten zählen der satte, krachende, riffige Bluesrocker "Alive" mit seinem gewaltig dampfenden, sehr versierten Gitarrensolo, der drückende, wunderbar groovende, von muskulösen Gitarren eingerahmte, bluesige Rocker "Be mine", der mit leichten "Modern Rock"-Elementen garnierte Riff-Rocker "Spank" (Gast: Kid Rock!), die feine, lockere, mit schöner Percussion und lässigen Gitarrenspielereien getränkte, melodische Midtempo-Nummer "Let go", der schnelle, fast ein wenig punkige, mit einem fetten Gitarrensolo gewürzte, permanent unter Starkstrom stehende Boogie-Rocker "Ain't selling out", die herrliche, von einem gewissen Seventies "Bad Company"-Classic Rock-Flair umhüllte, melodische Ballade "Believe" (eines der beiden Stücke mit Noah Hunt als Sänger), und das kochende, voller klassischer Seventies Heavy-Riffs steckende Instrumental "A little bit more", bei dem Kenny an den 6 Saiten nochmals alle Register zieht! Okay, hätte Noah Hunt auf allen Tracks gesungen, wäre das sicher besser rübergekommen, doch man solte Kenny's Gesang durchaus eine Chance geben. So schlecht ist er nun auch wieder nicht. Und ansonsten ist es einfach ein klasse, fett rockendes Album, das Spaß macht!

Art-Nr.: 2811
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Silvertide - show & tell [2004]
Eine wahre Wonne, eine solch junge Band mit einer dermaßen starken, mächtig dampfenden Retro-Mucke zu hören! Klassischer Riff-Rock ist nicht unterzukriegen, solange sich solch hochtalentierte "Rotzlöffel", wie dieses bärenstarke Quintett aus Philadelphia/PA einer Musik hingeben, deren Wurzeln in Zeiten liegen, als sie noch nicht mal "geplant", geschweige denn geboren waren. Dennoch agieren "Silvertride" (die Burschen sind gerade mal Anfang 20) bereits außerordentlich professionell, musikalisch sehr kompetent und ausgereift, und beackern voller jugendlichem, wildem Charme, roh, rau, laut, dreckig, herrlich rotzig und unbekümmert, mit viel Power die Schnittstellen solcher Bands wie Black Crowes, Aerosmith, Van Halen, Sammy Hagar, Pat Travers, Faces und Led Zeppelin - alles eingepackt in einem beeindruckenden, versierten, klassischen Retro-Riff-Gewitter! Zuweilen sind soagr dezente Southernrock-Einflüsse nicht zu leugnen. Hier werden die Gitarrenbretter mächtig bearbeitet! Ihr "bluesy, gritty" Sound ist fei von modernen Alternate Rock-Einflüssen und orientiert sich ausschließlich an klassischen 70iger "riff-driven" Klängen. Hier geht's immer straight nach vorne (wir hören lediglich zwei Balladen, aber auch die sind schön dreckig) und ordentlich zur Sache! Zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug und ein ausgezeichneter, scheinbar deutlich von Chris Robinson, Steven Tyler, Sammy Hagar und auch Robert Plant beeinflußter Sänger zeigen so manch altem Hasen, wo's lang geht! Walt Lefty's Stimme ist sehr intensiv und klingt, ähnlich wie bei Joe Bonamassa und Konsorten, deutlich älter, als der Bursche ist. Die Riffs rocken krachend und "dirty", der Bass treibt pumpend nach vorne, der Drummer bearbeitet sein Schlagwerk mit viel Biß, und alles hat ordentlich Druck! Trotz des kochenden, rauen und dynamisch rockenden Sounds, stecken alle Tracks voller gelungener Strukturen und überzeugen mit einer hervorragenden Melodik! Hin und wieder klingen sie auch mal wie eine deutlich härtere, dreckigere und verschärfte Ausgabe von Sister Hazel! Trotz des kompakten Bandsounds hören wir immer wieder wie kurze Orkane hereinbrechende, explodierende, fett kochende Gitarrensoli, bei denen Lead-Gitarrist Nick Perri die 6 Saiten ordentlich traktiert. Hat gut Feuer! Voller Power und Würze, mit krachenden Drums, kratzigen, rasanten, dreckigen Riffs und mit viel Elan legen sie los. Stürmische Gitarren, intensiver Gesang und eine klasse Melodie prägen den rohen, großartig arrangierten, kernigen Retro-Riff-Rocker "Ain't comin' home", der wie eine Synthese aus den Black Crowes und Aerosmith aus den Boxen bläst. Sofort drängen sich einem Gedanken wie "wow, was für eine "geile" Truppe... - wenn das so witer geht, mein lieber Mann, dann wird's 'ne morz Scheibe" auf - und Leute, es geht so weiter! Die Jungs halten das Niveau ohne Ausfälle bis zum Ende durch! So zum Beispiel bei dem an Bad Company, Free und wieder an die Black Crowes erinnernden, rotzigen, trockenen "Devil's daughter", inklusive tollem Gitarrensolo mit Twin-Sounds und quirligen, elektrisierenden, satten Läufen. Treibender Bass, wuchtige Drums und mächtig dampfende Riffs bestimmen das drückende, bärenstarke "S.F.C."! Die brodelnden Gitarren erzeugen ein deftiges Getöse, doch die Melodie bleibt niemals auf der Strecke. Genauso wie bei dem herrlichen, erdigen, satten, aber gut ins Ohr gehenden "California rain"! Wie eine dynamische, rasante Bluesrock-Ausgabe von Led Zeppelin, garniert mit leichten Southernrock-Einflüssen, fegen sie bei der abgehenden Hammer-Nummer "Mary Jayne" los, wieder mit glühenden Gitarrenläufen und intensivem Gesang! Herrlich retro! Etwas Erholung bringt die sehr melodische, aber immer noch knackige Ballade "Heartstrong", ehe es bei "To see where I hide" wieder gewaltig kocht! Eine durch und durch furiose, bärenstarke CD, die einfach nur Laune macht! Hier geht's nur um eins: Abrocken! Das wird die Luftgitarren-Freaks genauso begeistern, wie die Riff-Trocken-Rocker! Erstklassiger, direkter, druckvoller, kochender, straighter Classic Retro-Gitarren-Rock voller Feuer! Dreckig, rau, hart und sehr lebendig!

Art-Nr.: 2799
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Devil's daughter
SFC
California rain
Mary Jayne

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Smith, Mindy - one moment more [2004]
Die Kritiker in den USA sind aus dem Häuschen, die Presse schwärmt von ihr in vollen Zügen, die Musikerkollegen sind voll des Lobes, und auch beim Publikum scheint sie ganz groß einzuschlagen - die junge, bezaubernde, in Smithtown, Long Island aufgewachsene und jetzt in Nashville lebende Singer/Songwriterin Mindy Smith! Kein Wunder, denn ihr hinreißendes Debut "One moment more" ist schlichtweg ein Traum! Eine Menge Aufmerksamkeit und regelrechte Begeisterungsbekundungen erntete Mindy vor einigen Monaten mit ihrem Beitrag zu dem Dolly Parton-Tribute "Just because I'm a woman", zu dem sie eine herzerfrischende, so herrlich "neu" wirkende Version von "Jolene" beisteuerte, zu der Dolly Parton selbst sagt: "Jolene has been done many times by many artists, including me, but Mindy's version is my favorite". Wenn das kein Kompliment ist! Dieses "Jolene" (u.a. mit Sonny Landreth an der Gitarre) ist hier übrigens auch als "hidden track" vertreten. Doch das ist nur das "Tüpfelchen auf dem i", denn erst die 11 restlichen Tracks des Albums, allesamt aus der Feder von Mindy selbst, zeigen nachhaltig, mit welch einer Ausnahmekünstlerin wir es hier zu tun haben. Bestechend schöne, zumeist entspannende, gefühlvolle Songs voller faszinierender Melodien, die genauso geschickt wie selbstverständlich die Grenzen zwischen Roots, Acoustic Country, Folk, Country, Country-Folk-Rock, Alternate Country und Americana ineinander fließen lassen. Und diese Stimme: Unverbraucht, rein, ungemein frisch (wie übrigens die gesamte Musik), glasklar, kräftig! Fragile, gebrechliche Momente vereinigt sie problemlos mit energischen! Grob könnte man Mindy Smith in der Mitte zwischen Lucy Kaplansky, Nanci Griffith, Emmylou Harris, Patty Griffin, Julie Miller, Tift Merritt, Emmylou Harris und Alison Krauss sehen, doch sie hat ihren ganz eigenen, unwiderstehlichen Stil längst gefunden, mit dem sie in dem erlauchten Kreis der oben genannten Damen nicht nur mithalten kann, sondern ihn prächtig ergänzt! Ihre wundervollen Lieder sind, wie sie selbst unterstreicht, allesamt sehr persönlich und autobiographisch - wirken damit ausgesprochen ehrlich. Zudem hat Produzent Steve Buckingham völlig auf aufgesetzten Schnickschnack verzichtet und alles klar und sauber auf den Punkt gebracht. Toller Sound! Es braucht eigentlich nur ein paar Sekunden, nachdem man die CD gestartet hat, und schon ist man in dieser Musik gefangen. Das Eröffnungsstück "Come to Jesus" beweist dies eindrucksvoll! Was für eine herrliche, schön angerockte Roots-, Folk-, Country-, Americana-Nummer, umgeben mit einem Hauch von Julie Miller. Prächtiger, sehr intelligent gespannter Bogen zwischen sehr ruhigen, zarten Passagen und satten, rockigen, rauen E-(Slide)-Gitarren-Läufen in der Mitte, eingebettet in eine tolle Melodie. Ein super Auftakt, dem bis zum Ende ein Highlight nach dem nächsten folgt. Zum Beispiel das wunderbar relaxte, flockige, geschmeidig dahin gleitende "Falling" mit seiner tollen Acoustic Gitarren-/Mandolinen-Begleitung, der schönen Melodie und diesem "laß die Sonne in dein Herz"-Gesang, die elegante, folkige Ballade "Raggedy Ann", das flotte, recht knackige, wieder mit einer traumhaften Melodie ausgestattete, countryrockige, frische "Fighting for it all" mit seinem tollen E-Gitarren-Break, der klare, voller transparenter Gitarren gespickte Country-3/4-Takter "Train song", das lässige "It's amazing", bis hin zu dem faszinierenden, nur aus sparsamer Acoustic Gitarre und Violinen instrumentierten, herrlichen Titelstück "One moment more". Ein von vorn bis hinten hochklassiges Album, bei dem Mindy natürlich auch auf eine Anzahl hochkarätiger Musiker zurückgreifen kann. Mit dabei sind u.a.: Bryan Sutton: acoustic guitar, Kenny Vaughan: electric guitar, Will Kimbrough: electric guitar, Dan Dugmore: steel, Glenn Worf: bass, Paul Griffith: drums, usw.! Der Hype, der um Mindy Smith jetzt möglicherweise entstehen wird, ist in ihrem Fall voll und ganz gerechtfertigt. Sie hat das Zeug und das Charisma eine ganz Große zu werden. Roots/Folk/Country/Americana voller Substanz, Gefühl, Seele und Frische, dessen traumhafte Melodien und dessen himmlischer Gesang den puren Genuß bedeuten. Brillant! Das ist sie, die hohe Schule der Singer/Songwriter-Kunst. Dem Zauber dieser Songs kann man sich einfach nicht entziehen!

Art-Nr.: 2272
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Falling
Fighting for it all
Train song
One moment more

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Steepwater Band, The - dharmakaya [2004]
Irre! Was hören wir denn da?.., sind das die Black Crowes?..., oder die Screamin' Cheetah Wheelies, die North Mississippi Allstars?..., oder gar eine härtere Ausgabe der Allman Brothers?..- nichts von alledem, es ist die famose Steepwater Band, ein Quartett aus Chicago, dessen musikalisches Herz allerdings tief im amerikanischen Süden verwurzelt ist! In ihrem ganz eigenen Sound, in dem sie neben den besten Elementen der oben genannten Bands auch klassische Strukturen von Größen, wie Led Zeppelin, Free, Johnny Winter oder auch Gov't Mule verarbeiten, liefern sie mit "Dharmakaya" ein herausragendes, mörderisch losgehendes, mächtig brodelndes und groovendes, waschechtes, sehr ausgereiftes Hard-Southern-/Blues-Rock-Album ab, das man jetzt schon zu den absoluten Genre-Highlights des Jahres 2004 zählen muß! Alle vier sind ganz excellente Musiker! In nur 10 Tagen haben sie dieses Album eingespielt und dabei ihre ganze Live-Energie ins Studio übertragen. Vor einem mitreißend groovenden Background entwickeln die beiden Sänger und Lead-Gitarristen Jeff Massey und Michael Connelly, der zudem auch ein tierischer Harp-Spieler ist, eine permanent am Sidepunkt angesiedelte, kochende Kombination aus grandiosen (Slide)Gitarrenläufen, die sich zuweilen in regelrechten Lead-, Slide-, oder Slide/Harp-Schlachten entladen. Da brennt die Luft! Sie bestechen sowohl mit ausgesprochener Virtuosität und Spielfreude, als auch mit immenser Energie, Power und sehr viel Intensität und Inspiration! Guter Druck! "Gettin' by" heißt die furiose Eröffnungs-Nummer, ein Slide-getränkter, scheinbar aus einer Session der Screamin' Cheetah Wheelies mit den Black Crowes stammender Rocker, dessen prächtiges Arrangement die "hard driving synthesis of gutsy hard rock, gritty Delta Blues and soulful backwoods boogie", wie sie ihre Musik selbst bezeichnen, gleich hundertprozentig widerspiegelt. Fantastische Gitarrenlicks voller Feuer, toller Gesang, pulsierende Basslinien, großartiges Drumming, und im Break ein herrlich dreckiges Harp-Solo, welches dann einem rasanten Ritt auf der Slide-Gitarre Platz macht! Wie unter Strom stehende Basstöne eröffnen den anschließenden, mächtig kochenden Uptempo Southern-/Bluesrocker "Dead horse", dessen klasse Gesangslinien permanent von einer parallel agierenden, glühenden Slidegitarre begleitet werden. Saustark! Was für ein brodelnder Groove und was für ein prachtvolles, schier die Saiten entflammendes Gitarrensolo! Ordentlich Pfeffer steckt auch in dem großartigen, etwas an die North Mississippi Allstars erinnernden Southern-Slideguitar-Boogie/ Bluesrocker "Back to the bottle", der mit einem fantastischen, höllischen Double Lead Slide-Sound, inklusive genialer Soli, aufwartet. Das Titelstück "Dharmakaya" dagegen ist ein herrlich melodischer, voller Allman Brothers-Flair steckender, lupenreiner Southern-Jam-Rocker, dessen weicher, schön flockiger Rhythmus von erdigen Southern E-Gitarren durchzogen wird. Das über 2-minütige Gitarren-Jamming in der Mitte des Songs zeigt einmal mehr, welch handwerklich kompetente Musiker hier am Werk sind. Große Klasse! Nach der einzigen Coverversion des Albums, der Paul Rodgers/Paul Kossoff-Nummer "Oh I wept", hören wir mit "Jammin' down southern" einen wunderbar dreckigen, whiskeygetränkten Southern-Blues-Boogie voller Drive, rasanten Harp und wilden Slide-Einlagen, ehe sie sich dem großartigen, pulsierenden, Black Crowes-verwandten Retro-Rocker "Black cats path" mit seinen fiebrigen E-Gitarren-Passagen hingeben. Ausfälle sucht man auf diesem Album vergebens! Hier ist eine junge, hungrige Band am Werk, die so manchem "alten Hasen" zeigt, wo's lang geht. Excellente Spieltechnik, Ispiration, Herz und Seele, paaren sich mit geballter Energie und Kraft um in einem kleinen Meisterwerk zu resultieren. Dieses würzige, feurige Southern-/Blues-/Rock'n Roll-Gebräu macht süchtig! Garantiert!

Art-Nr.: 2614
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Gettin' by
Dead horse
Back to the bottle
Dharmakaya
Jammin' down southern

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Tishamingo - wear n' tear [2005]
Ja, sie sind so etwas wie die "Leader" der neuen Southernrock-/Jamrock-Welle! Tishamingo zeigen eindrucksvoll, wie gesund die Southernrock-Traditionen doch noch sind! "Wear n' tear" ist der zweite "Hammer", den das ursprünglich aus Tallahassee/Florida stammende, mittlerweile aber in Athens/Georgia ansässige Quartett um die beiden großartigen Gitarristen Cameron Williams und Jess Franklin innerhalb nur eines Jahres vorlegt! Sensationell! Vor rund 12 Monaten katapultierten sie sich mit ihrem Debut wie ein regelrechter "Urknall" sowohl in die Herzen der Fans als auch die der Kritiker und Genre-Medien - und das in einer Art und Weise, wie es nur ganz wenigen Bands in der Vergangenheit gelungen war. Was soll man sagen, ihr zweites Album, für viele ein immens schwere Schritt, bestätigt diese ganze Euphorie, bzw. setzt fast noch einen drauf! "Wear n' tear" ist ein unwiderstehliches, begeisterndes, künstlerisch höchst qualitatives Gebräu aus Blues-based, in den swampy Wetlands von Northern Florida verwurzeltem Southern-Jam-Rock'n Roll voller Herz und Seele in Verbindung mit ausgeprägter Spielfreude. Das alles scheint sich irgendwo im Dunstkreis solcher Bands wie den Allman Brothers, Widespread Panic, Gov't Mule, Jupiter Coyote, Little Feat und auch der Marshall Tucker Band abzuspielen, wobei sich Tishamingo zwar mit den oben genannten Künstlern vergleichen, dabei aber alles andere als den Mangel an eigenen Ideen vermissen lassen. Ganz im Gegenteil: erst das eigene, hochklassige, voller die Spannung wahrender, kreativer und intelligenter (doch niemals wirrer) Strukturwechsel steckende Songmaterial in Verbindung mit den Elementen verschiedenster klassischer Southern- und Jamrock-Veteranen machen den magischen Reiz ihrer Musik aus. Vor einem wunderbaren, rhythmischen "Delta-Groove" verlieren sich die beiden Gitarristen immer wieder in ausgedehnten, kochenden Gitarrenläufen, zuweilen mit prachtvollem Double-Lead-Spiel und brodelnden, würzigen Slide-Passagen, die oftmals durch schöne Orgel-Zusätze ergänzt werden. Gesanglich ist das Ganze am Schnittpunkt Warren Haynes (Gov't Mule) / John Bell (Widespread Panic) angesiedelt! Alles wirkt sehr inspiriert! Los geht's mit dem dynamischen, voller Widespread Panic-Rhythmik steckenden und mit feinen, weichen Allmans-like Twin-Guitars beginnenden Southern-/Jam-Rocker "Wastin' time", dessen Groove einem durch den ganzen Körper zieht. Im Laufe des Songs entwickelt sich ein prächtiges, glühendes, schön schwüles Gitarrenfeuer in den verschiedensten Variationen zwischen brennender Slide und traumhaften Double-Leads! Der großartig integrierte Tempowechsel mit seinen fett rockenden, schwergängigen, Swamp-Blues-Riffs sorgt für zusätzlichen Reiz, ehe man wieder die ursprüngliche Fahrt aufnimmt! "Hillbilly wine" besticht einerseits mit einem gewissen Allman Brothers-/Gov't Mule-Flair, strahlt andererseits aber auch eine dezente Grateful Dead-Frische, wie auch ein leichtes Marshall Tucker Band-Feeling aus, um im Endeffekt doch wieder typisch nach Tishamingo zu klingen. Herrlich der Swamp-Groove und das rhythmische, von klasse Percussion, feinen Orgeltupfern und fetter Slidegitarre geprägte Jamming im Mittelteil! Anschließend covern sie in all ihrer Brillanz und mit viel Energie und Würze Lynyrd Skynyrd's "Poison whiskey" (fantastisch), um sich danach in dem wunderbar bluesigen, klaren, ungemein cool wirkenden, lässigen "Magic" zu verlieren, gefolgt von dem lockeren, irgendwo zwischen den Allmans und String Cheese Incident angesiedelten, von klasse Gitarren und prächtiger Percussion geprägten Instrumental "Rome"! Hey, und was ist das? Sind etwa Dickey Betts und Duane Allman wieder vereint? Natürlich spielt uns da die Fantasie einen Streich, doch das wundervolle "Billy", ein großartiger, flockiger, melodischer, Country-infizierter Southernrocker in bestem Allman Brothers-Stil, mit herrlichem, butterweichem Southern-Double-Lead-Spiel läßt uns einfach ein wenig träumen. Ganz stark auch das kantige, groovige, voller New Orleans-Funk steckende, jammige "Smoked mullet" mit seinen würzigen Gitarren, wie auch der schwer brodelnde Southern-Swamp-Blues "Worn out soles" oder das gleichermaßen Gov't Mule- und Marshall Tucker-Elemente vereinente "Ain't got time"! Sie werden in den USA als "The next big thing in Southern Rock" gehandelt, und diese Prophezeiung untermauern sie eindrucksvoll! Was werden wir, wenn sie so weiter machen, von denen noch alles hören. Man munkelt von einer anstehenden Europe-Tour in 2005, die sie auch nach Deutschland bringen soll. Wenn's doch wahr würde... - bis dahin, und natürlich darüber hinaus, genießen wir die Alben von Tishamingo und lassen sie in unseren CD-Spielern unaufhörlich ihre Runden drehem! Groovender Southern-/Swamp-/Jam-Rock mit dem Gütesiegel 1a! Fesselnd! Meisterlich!

Art-Nr.: 3024
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Wastin' time
Hillbilly wine
Billy
Worn out soles
Ain't got time

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Tow Truck Tom & The Roadside Wrecks - sophomore slump [2002]
Das Southernrock-Genre ist nicht klein zu kriegen! Ein erneuter Beweis dafür, der richtig Freude macht: Tow Truck Tom & the Roadside Wrecks! Zusammengefunden hat sich dieses Sexztett 1998 in einem kleinen Nest namens Rothsay in Minnesota, etwa 200 Meilen südlich der kanadischen Grenze. Doch was sie spielen ist Rockmusik, deren Roots tief im Süden der USA verankert sind. In ihrer Heimat gehören sie längst zu den "hardest working bands on the road", die mit ihren energiegeladenen Shows die Fans rund um Minnesota begeistern. "High energy guitar work, chest pounding bass, on fire-drums and seasoned vocals", beschreiben sie ihre Kombination of straight ahead Rock, Roots, Blues und Southern-Rock, wobei die Southern-Elemente eindeutig dominieren. Tolle Songs, großartig strukturiert und exzellent arrangiert, dazu klasse Melodien, ein starker Sänger und 3 Gitarristen, die mit herrlichem Zusammen- und Wechselspiel sowie fulminanten Soli glänzen - schon haben wir die volle Tow Truck Tom-Dosis! Ganz klar, das wir viele Einflüsse der Southern-Heroen wie Marshall Tucker Band, Charlie Daniels, Skynyrd, der Outlaws und auch Molly Hatchet hören, doch sie vereinen diese Elemente sehr geschickt zu ihrem ganz eigenen Stil unbekümmerten, sehr frischen Southernrocks. Der gute Gesang und der vielschichtige breite Gitarrensound beherrschen die Szenerie. Immer wieder vermitteln sie uns, vor allem bei den ausgedehnten Gitarrensoli, die Lust am Jammen, was sie bei ihren Live-Shows sicher voll und ganz auskosten werden. Das 11 Songs umfassende, gut 54-minütige Werk beginnt mit dem großartigen "Legacy"! Eine lockere, saubere, glasklare Akustik-Gitarre macht den Anfang, ebenso klarer, ruhiger Gesang setzt ein. Es entsteht ein leicht "schwebendes Ghost town-Feeling", dann kommen Schlagzeug und Bass hinzu, die Dynamik wird gesteigert, herrliche Southern E-Gitarren setzen ein, der Gesang wird kräftiger, die Spannung steigt permanent, ebenso die Geschwindigkeit, bis wir uns am Ende in einer treibenden fulminanten Gitarrenorgie befinden. Die Outlaws und Skynyrd lassen grüßen. Traumhafte Southern Twin-Gitarren bilden das Intro zu dem herrlichen "Dawn breaks", ein klasse Midtempo-Track, der sich in die Gehörgänge einnistet. Tolle Gitarren bestimmen diesen Song. Rockige Riffs und weiche Gitarrenlinien, fast wie bei Dickey Betts, treffen hier aufeinander. Am Ende erfreuen wir uns an einem beeindruckenden Twin-Solo! Nach dem riffigen, Hatchet-angelehnten Rocker "Middle of nowhere", dem mitreißenden, stark gesungenen "Turn towards tomorrow" und dem mit klasse Wah-Wah-Gitarren eingeleiteten, harten "Shake me, break me", folgt mit dem 6 1/2 -minütigen "When the wave hits the shore" eine dieser wunderbaren Southernrock-Balladen. Tolle Akustik- und E-Gitarren-Riffs bilden die rhythmische Grundlage, und eine herrliche Slide durchzieht diesen Song. Mal hören wir feinstes Twin-Spiel, dann wieder Slide- /E-Gitarren-Wechselspiel. Im Mittelteil ziehen sie für ein beißendes Gitarrensolo das Tempo kurzzeitig an. Usw. usw.! Fazit: Rundum bestens gelungener, unbekümmerter, gefälliger, frischer Southernrock/Rock der einfach Spaß macht! Das Booklet ist recht einfach, besteht nur aus einem Blatt. Doch das verzeihen wir locker, denn auf die Musik kommt es an! Und die stimmt! Ein klasse Album!

Art-Nr.: 1350
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,87

In folgende Titel können Sie reinhören:
Dawn breaks
Middle of nowhere

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Tres Chicas - sweetwater [2004]
Die Tres Chicas aus North Carolina sind: Caitlin Cary (ex Mitglied von Ryan Adams' "Whiskeytown", und vor einem Jahr in Genrekreisen höchst erfolgreich mit ihrem zweiten, großartigen Soloalbum "I'm staying out"), Tonya Lamm (Gründungsmitglied der legendären Americana-/Roots-Damencombo "Hazeldine") und Lynn Blakey (charismatische Frontfrau und Sängerin der starken Roots-Pop-Rock-Band "Glory Fountain")! Wenn sich drei solch hoch talentierte Singer(Songwriterinnen zusammen tun, was kann man da erwarten? Jawohl ein ganz herrliches, mit großartigen Songs gefülltes und von wunderbaren Stimmen vorgetragenes Alternate Country- /Roots- /Americana-Album voller "sweet harmonies" und excellenter Melodien - und genau das ist es auch geworden! Die zumeist in einem feinen semi-akustisch/elektrischen Gewand präsentierten Songs wirken sehr entspannt und locker. Unterstützt werden die Mädels (Lamm und Blakey spielen neben dem Gesang noch Akustik Gitarre, Caitlin Cary die Fiddle) von einer kleinen, schön rootsigen, recht unaufdringlich agierenden, hervorragenden Band mit Produzent Chris Stamey (Bass, E-Gitarre), dem Keyboarder Jen Gunderman und Drummer Skillet Gilmore (ebenfalls ex "Whiskeytown" und jetz in der Band "Patty Hurst Shifter")! Der wunderbare Gesang und die leicht retro gehaltenen, aber sehr klaren Arrangements erzeugen durchweg eine wohltuende Frische. 7 der 10 Songs stammen aus der Feder der "Chicas", der Rest sind ausgezeichnete Coverversionen von Loretta Lynn's "Deep as your pocket" in einem schön rootsigen, knackigen, mit E-Gitarre getränkten Uptempo-Outfit mit wechselndem Lead-Gesang, George Jone's "Take the devil out of me" in einer flotten, lässigen, schön grassigen Acoustic-Version, und von Lucinda Williams' "Am I too blue", wundervoll entspannt vorgetragen und vollkommen akustisch instrumentiert mit Gitarren, Akkordeon, Mandoline, Fiddle und dezenter Percussion. Den Auftakt des Albums aber bildet das von Lynn Blakey komponierte Titelstück "Sweetwater", eine Traum-Nummer! Wundervolle, leicht folkige Midtempo- Roots-/Americana-Musik mit einem charmant "kantigen" Rhythmus, dezent kratziger E-Gitarre, einem ganz zurückhaltenden E-Piano, großartigem Fiddlespiel von Caitlin Cary und einer herrlichen Melodie. Großartig auch die wunderschöne, melodische, lässige Roots-Pop-Nummer "Heartbeat", das im 3/4-Takt gehaltene, von einem schönen Gitarren-/Fiddle-Zusammenspiel geprägte Americana-/Country-Stück "Foot of the bed" oder die tolle, schön frische, von Caitlin Cary gesungene Americana-/Alternate Country-Nummer "Desire" mit ihrer wunderbaren Melodie und einer E-Gitarre, die wie einer Steeguitar gespielt wird. Die "drei Hühner" überzeugen von vorn bis hinten auf der genzen Linie! Ein wunderbares, etwas folkiges, Roots- /Americana- /Alternate Country-Album voller Leichtigkeit und natürlicher Schönheit. Excellent!

Art-Nr.: 2549
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Sweetwater
Heartbeat
Foot of the bed
Desire

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Tritt, Travis - live & kickin' ~ dvd [2004]
Vor ein paar Wochen mit der Veröffentlichung seines großartigen neuen Albums "My honky tonk history" angekündigt - jetzt ist sie da, die Live-DVD! Travis Tritt live in concert, das ist ehrllicher, bodenständiger, handgemachter, straighter, sowohl von großer Energie und Kraft angetriebener, als auch voller Gefühl steckender Honky Tonkin' Southern rockin' New Country der absoluten Extraklasse! Aufgenommen im Jahre 2002 während seiner "Strong enough"-Tour im historischen Tivoli Theatre in Chatanooga/Tennessee (eine tolle Halle mit viel Esprit) beweist "Georgia son" Tritt mit seiner ausgezeichneten Band (alles großartige, bestens aufeinander eingespielte Musiker, insbesondere der sehr starke Lead-Gitarrist Wendell Cox, Drummer Dave Northrup und der fantastische Steel-Gitarrist Steve Sturm), welch ein klasse Live-Performer er ist. Das er das "Southern Rock-Herz" auf dem rechten Fleck trägt, kommt live fast noch mehr rüber, als bei seinen Studioalben. Er lebt das Outlaw-Image, und man kauft es ihm auch auf der Bühne ab! Die Chemie zwischen Band und Publikum stimmt, die Atmosphäre und Stimmung ist prächtig. Immer wieder geht Tritt während seines Auftritts auf die Örtlichkeit der Show (Chatanooga) ein, was den Zuhörern sichtlich gefällt! Die Setlist (19 Tracks) ist vom Feinsten! Dabei pendelt er ausgewogen zwischen seiner "rockin' side" und seinen so wunderbaren Balladen hin und her! Wie es sich gehört, geht es natürlich mit einer standesgemäß fetzigen, "rowdy" Outlaw-Southern-Country-Honky Tonk-Rock-Nummer los: "Put some drive in your country" bringt das Publikum in dieser "smokin' version" mit fetter Slidegitarre, inklusive eines großartigen, glühenden Solos, gleich ordentlich in Schwung, und mit dem schnellen, dynamischen, wieder voller Southernflair steckenden Honky Tonk Rock'n Roller "Time to get crazy" (klasse Fiddle, klimperndes Piano, zündende E-Gitarre und eine herrliche Steel bestimmen das Arrangement) setzt er sogar noch einen drauf! Dann mit "I'm gonna be somebody" die erste, dieser verhalten, aber voller Herz rockenden, wundervollen, inspirierten. Balladen! Tritt ist einfach ein klasse Sänger! Wieder sind die Southernroots spürbar! Toller Gitarrensound! Weiterhin sehen und hören wir starke Versionen von u. a. "Where corn don't grow" (locker, melodisch, mit toller Steelguitar), "Old habits", "Livin' on borrowed time", "Love of a woman", "Ten feet tall and bullet proof", "Country club", "It's a great day to be alive" (mit feinem Dobro), "Modern day Bonnie and Clyde" und zum Abschluß der Show eine gewaltig rockende, fast qualmende Coverversion des Atlanta Rhythm Section-Klassikers "Homesick", wie in ARA wahrscheinlich selbst nie besser gespielt haben. Das ist purer, klassicher Southernrock in Reinkultur! Etwa in der Mitte des Sets beweist Tritt seine ganze Klasse, auch als ausgezeichneter Acoustic-Gitarrist, bei einer 3 Songs umfassenden Acoustic-Performance - nur er und seine Gitarre auf der Bühne! Sehr stark! Er spielt dabei seinen Riesenhit "Anymore", "Country ain't country" und eine ganz hervorragende Version des Charlie Daniels-Klassikers "Long haired country boy", bislang auf keinem Triit-Album veröffentlicht. Eine tolles, rund 90-minütiges Konzert! Travis Tritt und seine Band in Bestform! Klasse gefilmt! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Player abspielbar!

Art-Nr.: 2808
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 17,90

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Trooper, Greg - floating [2003]
Wenn man das recht umfangreiche, mit allen Texten ausgestattete Booklet von Greg Trooper's neuem Album aufschlägt, so stößt man erst einmal auf eine ausführliche Einleitung, geschrieben von niemand Geringerem als Steve Earle, der sich in diesem Essay über die außergewöhnlichen Singer-Songwriter-Qualitäten des über die Umwege Kansas und Austin jetzt in Nashville gelandeten Mannes aus Little Silver/New Jersey ausläßt. Nicht nur Steve Earle zählt sich zu den großen Fans von Greg Trooper. Lange schon gilt der bereits auf eine rund 17-jährige Aufnahmekarriere zurückblickende Singer-Songwriter als einer der Anerkanntesten des Roots-/Americana-Genres, dessen Songs bereits von Leuten wie Robert Earl keen, Billy Bragg, Vince Gill oder eben Steve Earle aufgenommen wurden. Zu seinen wichtigsten Einflüssen zählt er Künstler wie Johnny Cash, Bob Dylan, Townes van Zandt, Van Morrison oder Steve Goodman. "Floating" ist Greg Trooper's emotionalste und ambitionierste Veröffentlichung bislang. Ein großartiges Album feinster Songs, zuweilen recht rockig intoniert, dann wieder im semi-akustischen Gewand, mal folkig, mal sehr country-orientiert, aber immer ungemein rootsig. Die Basis des Albums ist mit seiner Band im Studio live eingespielt worden. Den Sound hat man anschließend weitgehend in seinem Ursprung belassen, sodaß dieses Live-Feeling in einer sehr charmant wirkenden, intimen Atmosphäre, verbunden mit einem herrlich rohen und rauhen Flair, prächtig rüberkommt. Greg Trooper gehört zu den musikalischen Erzählern, die Wert darauf legen, daß die Zuhörer sie auch problemlos verstehen. So sind seine wunderbaren Texte auch nicht vollgepackt mit literarischen Feinheiten, sondern geprägt von der einfachen Sprache - mit möglichst wenig Worten möglichst viel zu sagen. Auch auf die musikalische Ausrichtung trifft das zu. Reichhaltig instrumentiert, ist der Sound aber gleichzeitig, als sei durch eine Art Filter alles Überflüssige sofort abgestoßen worden, auf das Pure und Wesentliche beschränkt. So sagt er auch selbst über "Floating": "I hope this album shows that I've learned how to say more by not trying to say so much". Eröffnet wird der Reigen mit dem großartigen, rockigen Midtempo-Americana-Track "The road so long", der, ausgestattet mit einer samtweichen Hammond-Basis, mit schönen E-Gitarren, groovendem E-Piano und einem extrem rootsigen Drumming gleich auf der ganzen Linie überzeugt. Greg Trooper's Stimme ist nicht aufpeitschend, sondern eher angenehm ruhig, aber dennoch kräftig, mit einem rootsigen Akzent, der irgendwo zwischen Jersey und dem staubigen Texas zu liegen scheint. Herrlich melodisch und wunderbar entspannt geht es mit der prächtigen Alternate Country-/Countryrock-Nummer "When my tears break through" weiter, die in allerbester Buddy Miller-Tradition aus den Lautsprechern tönt. Buddy selbst spielt übrigens bei diesem Track Gitarre und singt im Background! Klasse auch die flotte, akustische Country/Singer-Songwriter-Nummer "Lucky that way" in ihrem dezent grassigen Flair, begleitet von großartiger Mandoline, Fiddle und dezenter, staubtrockener Percussion. Oder das federleichte Titelstück "Floating", dessen akustische Basis mit einer sehr angenehmen, dezent halligen, zurückhaltend eingesetzten E-Gitarre angereichert ist - einfach klasse! Der pure Roots Rock'n Roller kommt dann bei "Hummingbird" zum Vorschein, das tolle "From only you" wird von schönen Mandolinen und einem feinen Akkordeon begleitet, und über das excellente "Muhammad Ali (the meaning of Christmas)" sagt Steve Earle: "Last year I taped a TV-Show with Troop and some other songwriters sitting around in a circle singing songs, and Troop played Muhammad Ali - and I immediately went home and learn it!" Ein sehr starkes Roots-/Americana-/Singer-Songwriter-Album eines Künstlers der zu den Interessantesten der Szene gezählt werden muß. Verantwortlich für die klasse Produktion zeichnet Phil Madeira, der auch Gitarre spielt und einige Keyboard-Parts übernommen hat. Congratulation Troop! Spitze!

Art-Nr.: 1919
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
When my tears break through
December skies
Muhammad Ali

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Trooper, Greg - straight down rain [2001]
Mehr als nur respektiert von Kollegen und Fans gilt Greg Trooper als einer der angesehensten Roots/Americana-Singer/Songwriter in den Staaten. Dies bestätigt er mit seinem neuen Album nicht nur eindrucksvoll, sondern festigt seine Position in der 1.Liga moderner US-Songpoeten, die sowohl textlich, als auch musikalisch noch eine Menge zu sagen haben. 12 hervorragende Songs mit "mitten aus dem Leben" gegriffenen Geschichten und musikalischen Arrangements, die einfach klasse sind. Mit seiner leicht rauhen, aber immer sehr angenehmen Stimme präsentiert er seine Musik zumeist sehr knackig, rockig, auch mal "dreckig", oder mal mit einen echten Honky Tonk Song (das großartige "Real like that" mit Julie Miller), aber immer kompakt, mit gut zu identifizierenden Melodien und einem "staubigen", aber "vollem" Sound. Mit dafür verantwortlicht ist Gitarrist und Produzent Phil Madeira. Ohnehin gibt es einige sehr schöne Gitarrenbreaks. Musik zwischen Rock, Americana, Folk und Alternate Country - zwischen Earle, Mellencamp, einem modernen Dylan, einer männlichen Mary Chapin Carpenter, John Prine, Buddy Miller und Tom Petty! Neben der schon erwähnten Julie Miller sind u. a. dabei: Steve Fishell, Bill Lloyd, Maura O'Connell, Fats Kaplan usw.! "He's an everyman Rootsrocker"! Stimmt! Und zwar ein richtig guter!

Art-Nr.: 1355
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,84

In folgende Titel können Sie reinhören:
You love your broken heart
Sometimes it takes a hurricane

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Urban, Keith - be here [2004]
Über 2 Millionen Exemplare hat der in Nashville lebende, gebürtige Australier Keith Urban von seinem letzten Album "Golden road" alleine in den USA abgesetzt. Nun liegt mit "Be here" der Nachfolger vor und Keith hat alle Chancen mit diesem wirklich prächtigen, vor gut gelaunten Rhythmen, knackigem Drive und herrlichen Melodien nur so strotzenden Album, diesen Erfolg noch einmal zu überbieten. Dieses Werk wird ihn, im übrigen völlig zu recht, endgültig in der Riege der mit Superstar-Status behafteten "jungen Country-Wilden" etablieren. Wie kaum anderer vereint er gutes Songwriting, bzw. einen excellenten Riecher für die richtige Songauswahl, mit einer großartigen, kräftigen Stimme, jugendlicher Power, gutem Aussehen, charismatischer Bühnenpräsenz und außergewöhnlichen Fähigkeiten auf den 6 Saiten! Urban, ein mit einer mitreißenden Technik ausgestatteter, begnadeter Gitarrenspieler zählt zur neuen Garde von Nashville's Gitarrenzauberern, die in ihren Songs so manches atemberaubende Solo einbauen. Zum Großteil besteht das Material aus wunderbar melodischem, frischem, rhythmischem "Good time New Country" mit knackigen Uptempo-Nummern, doch zwischendurch gelingt ihm immer mal wieder der Einbau einer gepflegten, rührenden Ballade, wie auch die Brücke zu etwas trockeneren, leicht rootsigen Americana-/Alternate Country-Tupfern. Natürlich hören wir auch poppige Elemente, doch die wirken keinesfalls überzogen, sondern dienen als belebendes Element. Die Basis ist immer die Countrymusic, und zwar voller Schwung, oft gut tanzbar und äußerst peppig! Eines der besten Beispiele dafür ist die Eröffnungsnummer "Days go by"! Was für ein Hit gleich zu Anfang! Ein überaus knackiger, satter, rockiger Uptempo New Country-Kracher mit einem tollen Schlagzeug-Drive, prachtvollen Mandolinen-Riffs, kräftiger E-Gitarre und einer großartigen Melodie! Hält sich seit Wochen auf Nummer 1 der Billboard-Country-Singles-Charts! Toll! Ebenso viel gute Laune verbreitet der anschließende, herrliche "footstompin'" New Country-"Feger" "Better life" mit seinem saftigen Sound aus frischen Banjoklängen und satten E-Gitarren, inklusive einem glühenden Solo von Keith! Bringt mit Sicherheit jede Countryfete ordentlich auf Touren! Einen Gang zurück schaltet Urban bei dem anschließenden Rodney Crowell-Stück "Making memories of us", was aber nicht heißt, daß dieser Song auch nur ansatzweise weniger reizvoll wäre. Ganz und gar nicht! Einfach schön, diese wunderbar entspannte, mit einem dezenten Americana-Touch versehene Ballade! Danach wird's wieder knackig und man kann bei der schwungvollen, leicht angerockten, astreinen Countrynummer "God's been good to me" ausgelassen das Tanzbein schwingen. Großartig wieder die Melodie und die gelungene Kombination aus Banjo und satten E-Gitarrenklängen! Klasse auch das lockere, poppige, im Midtempo gehaltene "The hard way", das schwungvolle "You're my better half", die wunderbar melodische, von satten Gitarren begleitete Countryrock-Ballade "Nobody drinks alone", das Elton John-Cover "Country comfort", der trockene abgehende New Countryrocker "Live to love another day" und das traumhaft schöne, frische "These are the days". Ein starkes Album, vollgepackt mit potentiellen Hits! "Be here" ist ein Paradebeispiel dafür, wie knackiger, gut gelaunter, moderner, peppiger Mainstream-New Country anno 2004 aus Nashville zu klingen hat!

Das komplette Tracklisting:

1. Days Go By - 3:44
2. Better Life - 4:43
3. Making Memories Of Us - 4:11
4. God's Been Good To Me - 3:37
5. The Hard Way - 4:37
6. You're My Better Half - 4:12
7. I Could Fly - 5:20
8. Tonight I Wanna Cry - 4:19
9. She's Gotta Be - 4:52
10. Nobody Drinks Alone - 5:21
11. Country Comfort - 4:23
12. Live To Love Another Day - 3:29
13. These Are The Days - 2:49

Art-Nr.: 2699
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

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