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38 Special - a wild-eyed christmas night [2001]
Nun ja, letztes Jahr Skynyrd, dieses Jahr 38 Special! Es weihnachtet im amerikanischen Süden! Nun wird der geneigte Southernrock-Fan und 38 Special-Anhänger sicher wieder sehr skeptisch an die Sache herangehen. Das ist zum Teil auch berechtigt, doch man darf eines nicht vergessen: es ist halt ein Weihnachts-Album! So zollen auch 38 Special musikalisch diesem Fest Tribut. Da darf man mit keinem epochalen neuen Meisterwerk rechnen, sondern muß seine Erwartungen etwas herunterschrauben. Und siehe da, mit ein wenig Toleranz wird man zu der Erkenntnis kommen: "ist ja gar nicht sooo übel"! Natürlich gibt es auch ein paar triefende und kitschige "Schmonzetten", doch die Jungs verzichten dabei zum Glück auf überladene Streichorchester. Und man glaubt es kaum: dann wird auch mal ordentlich gerockt! Donie van Zant, Don Barnes & Kollegen lassen's auch zu Weihnachten mal richtig krachen! Produktion und Sound sind schön satt! Man hört die typischen 38 Special-Gitarren. Musikalisch bewegen sich 38 Special mittlerweile wieder in etwa da, wo sie sich in den Achtzigern während ihrer erfolgreichsten Phase befanden. Satter, southern-eingefarbter Rock/Rock-Pop mit Mainstream-Charakter ala "Wild-eyed southern boys"! Die Verwandschaft beim Albumtitel paßt schon! Los geht die Weihnachtsfeier mit einer poppig, rockigen Version des "Jingle bell rock", über die Ballade "Here comes Santa Claus" und ihre Version vom "Little drummer boy". Doch dann kommt die erste Eigenkomposition und gleich wird's besser! "Hallelujah, it's Christmas" ist ein richtig guter, losgehender, sehr melodiöser Rocker mit feinen Gitarren und Power in bestem "Caught up in you"-Stil. Nach einer weiteren Schnulze setzen sie gar mit dem Titelstück noch einen drauf. Rotierende, treibende Drums, erst trockenes E-Piano, dann schönes Boogie-Geklimper, röhrende Slidegitarre, satte E-Gitarre, viel Drive und ordentliches Southernflair. Eines der besten 38 Special-Stücke seit ewigen Zeiten. Das ist wirklich eine "Wild-eyed Christmas"-Party im Southern-Style. Das weckt berechtigte Hoffnungen auf gutes Material eines möglicherweise bald kommenden "normalen" neuen Studioalbums. Neben weiteren weihnachtlichen Balladen, liefern sie dann mit "Santa Claus is back in town" auch noch einen gefühlvollen, fetten Bluesrock-Titel ab. Leider bleibt uns aber auch die "O holy night" nicht erspart! Das Bemühen eine wilde Weihnacht zu feiern ist immer spürbar. Also, es ist Weihnachten im Süden - und auch im Süden gibt's Clichès. Diesem Anlaß angemessen sei das erlaubt, und unter diesem Aspekt betrachtet ist das Album okay!

Art-Nr.: 1341
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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38 Special - anthology [2001]
2 CD-Set! Sehr umfangreiche, längst überfällige, Compilation der Southernrocker, die 38 Special's gesamte Karriere vom ersten Album 1977 bis heute umfaßt. Knapp 150 Minuten Musik, 34 Songs von vier verschiedenen Labels! Enthalten sind natürlich sowohl alle Hits, sowie die vermeintlich wichtigsten Tracks der verschiedenen Alben, als auch Soundtrack-Titel, wie "Teacher, Teacher", "Back to paradise" von dem "Flashback"-Album und das rare, bislang nur als Single B-Seite von "You keep running away" erhältliche "Prisoners of Rock & Roll". Sehr ausführliche Linernotes!

Art-Nr.: 1342
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 22,90

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38 Special - wild-eyed southern boys [1981]
Eines der ganz starken Alben, zudem auch eines der erfolgreichsten, der 1975 in Jacksonville/Florida gegründeten Southernrock-Band um Donnie van Zant, dem jüngeren Bruder von Lynyrd Skynyrd's legendärem Frontmann Ronnie van Zant - jetzt zum überaus günstigen "nice price" erneut zu haben! 38 Special balancierten auf dem ursprünglich 1981 veröffentlichten Werk geschickt und gekonnt auf dem schmalen Grat zwischen kommerziell tauglichen Songs und dem in ihren Adern fließenden Southern-Blut! Die Folge: Gleichermaßen erfolgreiche wie gute Songs! So wurde das Titelstück, "Wild-eyed Southern Boys" beispielsweise zu einem regelrechten Synonym für die Band, teilweise sogar zum "geflügelten Wort" für Southernrock-Fans im Allgemeinen. Weitere starke Nummern sind der bis dato erfolgreichste Singlehit "Hold on loosely", das raue "First time around", die fette Ballade "Fantasy girl" oder das kraftvolle "Bring it on"! Digitally mastered! Wer das Teil noch nicht auf CD hat, jetzt ist die Zeit gekommen...

Das komplette Tracklisting:

1 Hold on Loosely - 4:39   
2 First Time Around - 3:59   
3 Wild-Eyed Southern Boys - 4:18   
4 Back Alley Sally - 3:11   
5 Fantasy Girl - 4:06   
6 Hittin' and Runnin' - 4:55   
7 Honky Tonk Dancer - 4:59   
8 Throw Out the Line - 3:45   
9 Bring It On - 5:38

Art-Nr.: 4587
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

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Allman Brothers Band, The - stand back: the anthology [2004]
2 CD-Set! Die Allman Brothers gelten unbestritten als die Pioniere des Southern Rocks, ohne deren Eindluß sich diese Musik wohl hätte nie so entwickeln können, wie sie es tat. Zum einen erlebt dieses Genre momentan eine Art Re-Vitalisierung, zum anderen, auch das bestätigt diese These, agieren die Allman Brothers zur Zeit so lebendig und frisch, wie schon lange nicht mehr. Ein passender Zeitpunkt also für die Veröffentllichung einer neuen Anthology, und zwar der ersten, die ihre komplette, 35-jährige, alle Labels umfassende Karriere abhandelt, vom 1969iger Debut bis zum aktuellen Studiowerk "Hittin' the note"! Die erste CD handelt die frühen Jahre, bis 1972 ab, die zweite CD den Rest bis zur Gegenwart! Sehr gut ausgewählte Titelauswahl von insgesamt 32 Songs mit einer Spielzeit von deutlich über 2 1/2 Stunden! Ein Auszug der Tracklist: "It's not my cross to bear", "Trouble no more", "Dreams", "Revival", "Midnight rider", "Hoochie Coochie man", Melissa", "Stand back", "Blue sky", "Wasted words", "Ramblin' man", "Southbound", "Can't lose what you never had", "Crazy love", "Hell & high water", "Seven turns", "End of the line", "High cost of low living" und viele andere! Alle Songs sind "newly remastered"! Enthält ein 24-seitiges Booklet mit interessanten Liner-Notes zur Band-Geschichte von Scott Schinder! Klasse Teil! Für die Fans sowieso Pflicht, und für die, die es noch werden wollen gibt es keinen idealeren Einstieg!

Art-Nr.: 2483
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 22,90

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Bellamy Brothers - angels and outlaws vol. 1 [2005]
Endlich ein brandneues Werk der Bellamy Brothers! Doch eigentlich ist es gar kein "richtiges" Bellamys-Album, sondern vielmehr "a Star-studded tribute, featuring Country Music's Top-Artists performing the Bellamy's most recognizable hits"! "Angels & outlaws Vol. 1" ist also eine Huldigung einiger der größren Countrystars an eines der erfolgreichsten Country-Duos der Country-Geschichte! Und liebe Bellamy Brothers- und Country-Fans: Es ist ein klasse Tribute geworden! Künstler wie beispielsweise Alan Jackson, Montgomery Gentry, Tanya Tucker, Willie Nelson, George Jones, Pat Green oder Dolly Parton haben zusammen mit den Bellamy Brothers einige derer größten Hits neu aufgenommen, wobei diese Gäste weitgehend den Lead-Gesang übernommen haben und den Tracks somit deutlich ihren eigenen Stempel aufdrücken. David und Howard Bellamy halten sich überwiegend im Hintergrund, steuern lediglich kürzere Lead-Passagen oder nur Background-Gesang bei. Herausgekommen sind überaus gelungene Neuaufnahmen (den alten "Schinken" wird richtig neues Leben eingehaucht) von Bellamy-Evergreens im zeitgemäßen, dennoch lupenreinen Country-/New Country-Sound! Allein wenn die ersten Töne des Eröffnungsstückes aus den Lautsprechern drängen, haben die Bellamys eigentlich schon gewonnen und sich wieder die Herzen der Countryfreunde erobert. Es handelt sich dabei um eine neue, wirklich traumhafte Version von "You ain't just whistlin' dixie", die einfach runter geht wie Öl! Lead-Gesang: Mr. ALAN JACKSON! Das Stück ist nun praktisch eine Alan Jackson-Nummer mit lediglich gelegentlichen Gesangseinlagen der Bellamy Brothers in dessen typischem, traditionellem Stil! Herrlicher Midtempo-Country mit tollen Gitarren, wunderbarer Steelguitar und frischer Mundharmonika, produziert, wie alle Alan Jackson-Sachen, von Keith Stegall! Weiter geht's mit, unter anderem, einer klasse, schön flockigen, aber dennoch knackigen Neuauflage von "Old hippie" mit MONTGOMERY GENTRY (schönes Outlaw-Flair), einer äußerst interessanten Version von "If I said you had a beautiful body" mit DOLLY PARTON, dem knackigen "Redneck girl" mit PAT GREEN, "Dancin' cowboys" mit TRINI TRIGGS, "Guardian angel" mit WILLIE NELSON, "Reggae cowboy" mit TANYA TUCKER und DAVID ALLAN COE, "Kids of the baby boom" mit CHARLIE DANIELS und BOBBY BARE, oder "Alligator alley" mit JOHN ANDERSON! Die lebende Legende GEORGE JONES präsentiert eine starke Version von "Sugar Daddy", die großartigen CHRIS HILLMAN und HERB PEDERSEN sind ebenfalls mit von der Partie und stimmen zusammen mit RHONDA VINCENT eine glänzende, neue Version von "Crazy from the heart" an, mit tollem Banjo und herrlicher Mandoline, in allerbester Desert Rose Band-Manier, und sogar der unsterbliche Evergreen "Let your love flow" bekommt mit HAL KETCHUM und LISA BROKOP neuen Glanz. Das Album heißt ja "Angels & outlaws Vol. 1"... - sollte also irgendwann ein zweiter Teil folgen, und sollte der zudem entsprechend gelungen sein wie dieser erste, dann dürfen sich die Fans jetzt schon darauf freuen...

Art-Nr.: 3097
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Bishop Black - same [2009]
Mit großer Freude erleben wir im Moment so etwas wie eine kleine Renaissance des Southern Rocks. Und es sind nicht die großen und arrivierten Bands des Genres, die sich dabei hervortun, sondern eher Formationen, die bisher aufgrund ihrer noch jungen Vergangenheit eher weniger in Erscheinung traten (Rebel Pride, Blackberry Smoke), mittlerweile dank bärenstarker Veröffentlichungen dafür umso gewaltiger, oder aber richtige Newcomer wie zuletzt beispielsweise The Last Straw, die Holman Autry Band, Silver Travis und Preacher Stone, die unmittelbar mit furiosen Debütalben von sich Reden machen. Zu letztgenannter Sorte ist auch das junge, aus Alabama stammende, seit 2007 bestehende, hervorragende Quintett Bishop Black (benannt nach der schwarzen Schachfigur) zu zählen, deren prächtiges, gleichnamiges erstes Album ebenfalls als überaus eindrucksvolles Indiz für die wunderbare neue Frische und das neue Leben der Southern Rock-Szene gewertet werden muß. Ist das herrlich, wenn sich solch hoch talentierte junge Bands dieser Musik verschreiben und darin ihre Roots ausleben. Keine Frage, die Rockmusik des Südens lebt. Bishop Black spielen einen sehr gefällgen, schön "saftigen" Southern Rock mit einem Hauch von Countryrock und Blues, kraftvoll, mit Biss, aber auch voller toller, sich unwiderstehlich in die Gehörgänge grabender Melodien (geht teilweise runter wie Öl), eingebettet in einen klasse Gitarrensound. Nicht nur die Southern Rock-Freunde werden ihre helle Freude haben, auch die "Red Dirt"-Gemeinde kann jubeln. Denn zwischen Lynyrd Skynyrd, Blackberry Smoke und Cross Canadian Ragweed tummelt sich genüsslich die Musik von Bishop Black, wie gesagt, auch mal mit einem leichten Blues-, Soul,- und/oder Funk-Touch. Das Teil ist sehr knackig und fett produziert worden von Steve Lowery, und zwar in den Birdland Studios von Muscle Shoals, Alabama (da klingelt’s doch direkt in den Ohren eines jeden Southern-Fans). Und kein geringeres Blatt als das legendäre "Rolling Stone Magazine" resümierte schlicht und ergreifend über das erste Album: "Bishop Black is the return of of the Muscle Shoals Sound". Na wenn das mal nicht gewaltige Vorschusslorbeeren sind! Und in der Tat knüpfen Bishop Black (bestehend aus Jeremy Braswell - Vocals, Harmonica; Preston Grammer - Guitar, Vocals; Pat Sowell - Guitar, Bass, Vocals; Cory Sowell - Bass und Steve White - Drums) da an, wo Lynyrd Skynyrd einst den Grundstein für ihre spätere Popularität legten. Der saustarke Opener "Long Road To Bama" enthält somit auch deutliche Bezüge und musikalische Parallelen zu Skynyrds größtem Hit "Sweet Home Alabama", ist aber längst nicht so trivial abgekupfert, wie es Kid Rock vor kurzem mit seinem "All Summer Long" (allerdings mit großem Erfolg) praktizierte. Nein, dieser Song steckt darüber hinaus voller frischem Wind und eigenenr Identität. Er groovt melodisch, fett und swampig, mit einem leicht differenzierten Ableger des legendären Ed-King-Riff und einer zusätzlichen, glühenden Slidegitarre (inkl. Solo), unterlegt von feinen Orgelklängen. Für die zeigt sich (ähnlich wie Chuck Leavell bei der Holman Autry Band) Tastenlegende Clayton Ivey (u.a. Wilson Pickett, Diana Ross, Rod Stewart, Bob Seger, Lionel Ritchie, Brooks & Dunn, Aretha Franklin, Roy Orbison) als einziger Gastmusiker verantwortlich, der sich mittels Piano, B3-Organ und Wurlitzer immer wieder gekonnt einbringt. Das folgende "Lawyers, Guns & Money" (Warren Zevon) ist eine von zwei Coverversionen (dazu kommt noch das funkig-bluesig stampfende "Mississippi" - mit schön quäkiger Bluesharp, aus der Feder von Mofro-Kopf JJ Grey - einer Soul/Funk/R&B/Blues/Southern Rock Band aus Florida). welche als ein ungemein frisches, fettes, modernes Update des alten Zevon-Origimals daher kommt, mit einen sehr viel Rhythmik und Dynamik. Einfach großartig! Bei dem starken "Long Way" geht es ebenfalls mit viel Southern-Drive nach vorn. Lynyrd Skynyrd meets The Black Crowes zu ihren "Shake Your Moneymaker"-Tagen. Rockige Gitarren, aggressiver Gesang, Harp-Fills, Orgel-"Gurgeln", satter Groove, klasse E-Gitarren-Solo, Herz was willst du mehr? Überhaupt ist bei Bishop Black gerade die Rhythmusfraktion ein echtes Highlight, die immer wieder für eine fett groovende Untermalung sorgt, besonders Steve White erzeugt mit seinen deftig polternden Schlagzeugeinlagen sehr viel musikalisches Volumen. Ganz besonders atmosphärisch gelungen ist das von Preston Grammer besungene "Shine On", das ganz dezent an "Green Grass & High Tides" von den Outlaws erinnert, allerdings etwas bluesiger dargeboten und ohne die schnellen Passagen und die abschliessende Gitarrenschlacht. Allerdings gibt's auch hier sehr wohl ein exzellentes E-Gitarren-Solo voller meoldischem Southern-Spirit. "Run To Tennesse" (herrliches Tucker-mäßiges Twinspiel am Ende) und "Southern Hospitality" (mit einem Hauch von "Red Dirt", Richtung Cross Canadian Ragweed) bestechen vor allem durch die geschickten Tempovariationen zwischen Strophen und Refrain, wobei auch die Harmoniegesänge von Braswell, Grammer und Pat Sowell nicht von schlechten Eltern sind. Beide Stücke sind southern-typisch gitarrenbetont, bekommen aber durch Braswells filigrane Harpeinlagen ein weiteres Markenzeichen. Balladesk und sehr melodisch geht es bei "Down Again" zu, stark hier das tolle Les Paul-E-Gitarren-Solo. Bei "Brother Locklayer" bieten Bishop Black nochmal deftige Kost im Stile der Allman Brothers oder, zumindestens in Ansätzen, Gov’t Mule. Wieder stehen ein fetter Groove, klasse Gitarren, Orgel und Harp im Mittelpunkt, dazu kommt ein swampig,bluesig, funkiger Touch. Das abschließende "Time" fällt etwas aus dem Rahmen, was aber keineswegs negativ gemeint ist. Vornehmlich mit einer Akustikgitarre begleitet, erinnert es ein wenig an "The Seasons" vom einst erst nach dem Skynyrd-Flugzeugabsturz veröffentlichten Erstwerk "The First... And The Last". Wenn jetzt an dieser Stelle noch eine Gitarrenhymne käme,... nicht auszudenken! Insgesamt ist Bishop Black mit ihrem Debüt ein großartiger Einstieg in die Southern-Szene gelungen. Diese junge Band verfügt offensichtlich über ein beachtliches, kreatives und musikalisches Potential. Damit wird man sich verdientermassen viel Respekt und Anerkennung in der Szene holen. Gratulation zu einer tollen Leistung! Wir freuen uns jetzt schon auf die weitere Entwicklung der Jungs... (Daniel Daus)

Die komplette Trackliste:

1 Long Road To Bama (3.33)
2 Lawyers, Guns & Money (3.25)
3 Long Way (4.28)
4 Shine On (5.30)
5 Run To Tennessee (3.36)
6 Southern Hospitality (4.06)
7 Down Again (4.13)
8 Mississippi (4.28)
9 Brother Locklayer (3.33)
10 Time (3.39)

Art-Nr.: 6513
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Long road to Bama
Long way
Shine on
Run to Tennessee
Southern hospitality
Brother Locklayer

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Black Crowes, The - croweology [2010]
2 CD-Set! Was für eine famose Leistung der Black Crowes! Neues Acoustic Doppel-Album der "Krähen", im übrigen erneut mit Luther Dickinson (North Mississippi Allstars) an Bord, zum Preis einer Einzel-CD! Dafür spielte die Truppe über 20 Songs ihres umfangreichen, phantastischen Repertoires noch einmal neu ein - wie gesagt, in akustischen Versionen. Doch was heisst hier akustisch: Sagen wir mal, die Basis ist eindeutig akustisch, aber das ist ein richtig kraftvolles, zündendes, ungemein engagiertes Werk geworden, bei dem die Rhythmus-Sektion aus Drums und elektrischem Bass einen wunderbar erdigen, rootsigen Groove vorgibt und auch mal eine dezente, dreckige, elektrische Lead-Gitarre zum Eisatz kommt. Eigentlich sind es also eher semi-akustische Arrangements, doch, und das ist das Entscheidende, sie unterscheiden sich deutlich von den bekannten Versionen. Es ist faszinierend, was die Band in der Lage ist, mit diesem Material noch einmal für einen Spannungsbogen aufzubauen. Der Funke springt sofort über. Tolle Jammings, tolle Grooves, großartige Melodien, ausgedehnte instrumentelle Breaks, Spielfreude, und viel, viel Seele und Inspiration. Enthält im übrigen eine klasse, bisher unveröffentlichte Coverversion von Gram Parsons' "She" und mit "Cold boy smile" auch ein vollkommen neues Stück. Einfach grandios! Ein zusätzliches Highlight ist die überragende Verpackung und Aufmachung des Albums. Die CDs kommen in einem wundervoll illustrierten, 4-fach aufklappbaren Digipack, bei dem sich, sobal man es auseinanderfaltet, in der Mitte ein Gebilde mit zwei am Lagerfeuer sitzenden, Mesch-gewordenen "Hippie-Krähen" erhebt (3 D-Gimmick-Cover), in der Art, wie bei der legendären, alten Jethro Tull-LP "Stand up". Klasse! So etwas Großartiges bekommt man bei einem Download eben nicht geboten. So etwas sollte Schule machen. Ein extrem reizvolles "Verpackungsplus" zu der eh schon genialen Musik. Tolle Sache für die Fans! Rundherum ein saustarkes Teil!

Kurz nach dem VÖ-Termin, am 13. August 2010, starten die Black Crowes in Milwaukee im übrigen ihre große U.S. "Say goodnight to the bad guys"-Tour, bei der sie jeweils einen 90-minütigen Acoustc-Set und einen 90-minütigen Electric-Set spielen werden. 20 Jahre sind es her, seitdem die Band ihr legendäres Album "Shake your money maker" veröffentlichte - und dieses neue Album und die anschliessende Tour sind eine Art Jubiläumsgeschenk der Band an die Fans. Danach ist erst einmal Schluß. Die Band wird sich nicht trennen, allerdings eine längere Auszeit nehmen. "Croweology" ist also so etwas wie ein "Abschiedsalbum" für eine längere Zeit... - aber das wird sicher nochmal ein Genuß für die Fans.

Aus dem Original-Text zur Produktbeschreibung":
The Black Crowes will release Croweology, its first double album of all acoustic material, on August 3. The release celebrates the 20th year anniversary of the Crowes’ 1990 debut Shake Your Money Maker. Following a tour in support of the album, the band has planned a lengthy hiatus. The members of the Black Crowes parted ways in 2001 and reunited in 2005.
“At this milestone in our career, I feel very fortunate that I have had the opportunity to spend my life making music,” Rich Robinson said in a statement. “It’s been 20 years since we started out on this journey. I would like to extend my deep gratitude to all of our fans who have been there with us along the way. We would not have gotten here without your support. Every night I stand on the stage I feel great pride and respect for what we share with our fans. After this tour we are going to take some much needed time to spend with our families. But for now, we are very much looking forward to a great year of touring. I look forward to seeing all your familiar faces again on the road. See you soon.”
After touring in 2009, The Black Crowes spent time at the Sunset Sound Studios in Los Angeles, recording over 20 songs from their 20-year history. The band arranged acoustic versions of many of their best-loved songs and the band’s catalogue picks."

Das komplette Tracklisting:

Disc 1
1. Jealous Again (5.13)
2. Share The Ride (3.58)
3. Remedy (5.33)
4. Nonfiction (7.53)
5. Hotel Illness (3.38)
6. Soul Singing (4.15)
7. Ballad In Urgency (9.16)
8. Wiser Time (9.33)
9. Cold Boy Smile (Unreleased) (5.35)
10. Under A Mountain (4.43)

Disc 2
1. She Talk s To Angels (6.16)
2. My Morning Song (6.13)
3. Downtown Money Waster (4.17)
4. Good Friday (5.42)
5. Thorn In My Pride (9.35)
6. Welcome To The Goodtimes (4.01)
7. Girl From A Pawnshop (7.08)
8. Sister Luck (5.58)
9. She (Unreleased) (5.31)
10. Bad Luck Blue Eyes Goodbye (7.07)

Art-Nr.: 6990
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Blue Dogs - live at workplay [2006]
Wem die großartige Live-DVD der Blue Dogs, eingespielt im House of Blues (übrigens im Vorprogramm von Edwin McCain), doch ein wenig zu kurz geraten war, der (und natürlich auch alle anderen) darf und wird sich nun mit der neuen, fantastischen Live-Scheibe über reichhaltigen Nachschlag von der aktuellen "Halos and good buys"-Tour freuen. Wunderbares Konzert der Truppe aus Charleston/South Carolina, bestehend aus den Gründungsmitgliedern Bobby Houck (Lead Vocals, Acoustic guitar) und Hank Futch (Bass, lead vocals, acoustic guitar), sowie den ebenfalls schon recht lange zum Line-Up zählenden Greg Walker (Drums, percussion) und David Stewart (Electric Guitar), aufgenommen am 21. Januar 2005 im Workplay Theatre von Birmingham/Alabama, die die Genre-Fans mit ihrem exzellenten, spieltechnisch brillanten, dabei genauso knackig wie entspannt und locker rüberkommenden, herrlichen Rootsrock-/Americana-Rock/Countryrock-Auftritt wieder einmal vollends begeistern. Unglaublich gut produzierter, trockener, sauberer Sound! Eindrucksvoll erbringen sie wieder einmal den Beweis, zu welch herausragenden Leistungen sie auch auf der Bühne in der Lage sind. Siebzehn, durchweg großartige Songs (über 70 Minuten Spielzeit), wobei die Zeit wie im Fluge zu vergehen scheint! Den Auftakt bilden die beiden auch schon auf der DVD vertretenden Nummern "Cosmic Cowboy" (schöner Countryrock-Twang-Song mit dezentem Southern-Flair, erinnert zuweilen gar etwas an die frühen Outlwas) und "The Way Back! (rhythmisches Sprechgesangstück mit Endloscharakter). Einen Hauch texanischer Note versprüht im Anschluss das starke "Sister" (irgendwo zwischen Django Walker und Pat Green). Danach wird eine wunderbar melodischer Rootsrock-(Pop)-Abschnitt eingeläutet (herausragend, wie die Blue Dogs in der Lage sind radiofreundliche Melodienbögen und erdioge Rootsrock-Ursprünglichkeit zu vereinen), wobei mit dem flotten, flockigen, countryrockigen "Missed It By A Mile" (klasse Akusik-/E-Gitarren-Schlagabtausch) und "I’m All About You" zwei bisher unveröffentlichte Stücke Einzug erhalten. Ab dem wunderschönen "Half Of My Mistakes" (geschrieben von Bobby Houck zusammen mit Radney Foster; Bobby tritt nicht nur hier, neben seinen immensen Fähigkeiten als Songwriter und Sänger, den Beweis an, welch starker Akustikgitarrist er ist), vom grandiosen "Halos And Good Buys"-Album, folgt eine vier Songs umfassende, akustische Solo-Einlage der beiden Gründungsmitglieder, wobei Hank Futch mit drei recht traditionell anmutenden, textlich amüsanten Country-Liedern den Schwerpunkt bildet. Auch danach jagt weiterhin ein Knaller den anderen: Das countryfizierte Paradestück der Band "Make Your Mama Proud" mit seinen wunderbaren, melodischen Tempobreaks (tolle Gesangsleistung von Bobby), das grandiose Lyle-Lovett-Cover "LA County" von dessen legendärem 88iger "Pontiac"-Album (wieder herrliches Texas-Flair“), "Isabelle" (bärenstarke Duo-Vorstellung der Gitarristen Houck und Stewart), das leicht poppige "Sweet Love", und zu guter Letzt eine gut fünf-minütige, saustarke, knackige Version der von Cary Hudson und Laurie Stirratt gechriebenen Blue-Mountain-Nummer "Blue Canoe", die zudem den Hang der Blue Dogs zum Southern Rock, wen wundert dies bei ihrer Herkunft, eindrucksvoll demonstriert (traumhafte Mischung aus countryorientierterem Allman Brother-mäßigem und flottem Marshall-Tucker-inspiriertem Sound, mit furiosem Gitarrenfinish)! Bobby Houck's Stimme klingt stark wie nie, die restlichen Bandmitglieder harmonieren gewohnt mit blindem Verständnis. David Stewart’s auf den Punkt gebrachten Stratocaster-Demonstrationen suchen ihresgleichen. Dreckiger, kraftvoller, aber immer wundervoll melodischer Rootsrock, dezentes Southern- und Texas-Flair, sowie schöne Country-Songs werden zu einer abwechslungsreichen und äußerst hingebungsvollen, sympathischen Performance vereint. Ein tolles, überaus niveauvolles, handwerklich perfektes Live-Album mit allen Finessen, Genre-übergreifend, für die Fans ein Muß und darüber hinaus kompatibel für jeden, der sich einmal an die beschriebenen Stilarten herantrauen möchte. Die Blue Dogs in Bestform! Die Vorfreude auf einen hoffentlich bald folgendes Studio-Meisterwerk steigt immens. Kommt im Digi-Pack mit eingelegtem, vierseitigem Booklet, das alle wichtigen Infos enthält! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4250
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Missed it by a mile
My forever you
LA County
Isabelle
Blue canoe

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Bonamassa, Joe - had to cry today [2004]
Atemberaubend! Blues-/Bluesrock-Gitarrenakrobat Joe Bonamassa eilt von Höhepunkt zu Höhepunkt! Die Stärken dieses Knaben scheinen unbegrenzt zu sein! Gerade mal ein Jahr nach dem grandiosen "Blues deluxe" läßt er mit "Had to cry today" den nächsten, absoluten Knüller folgen! Man hat ihm schon bei den vorigen Werken attestiert, das Steigerungen kaum noch möglich seien, doch dieser unglaubliche "Guitarslinger" belehrt uns einmal mehr eines besseren. Noch reifer geworden (vor allen Dingen in gesanglicher Hinsicht war seine Leistung nie besser) besticht Bonamassa auf 11 herausragenden, für ihn typischen, von elektrisierenden und enthusiastischen Gitarrenläufen geprägten Blues-/Bluesrock-Nummern, die einen nicht mehr loslassen! Geprägt von den Einflüssen seiner großen Vorbilder, wie B.B. King, John Lee Hooker, Albert Collins, Robert Johnson oder Stevie Ray Vaughan, bereichert er seinen Stil diesmal mit wunderbaren Chicago-, Delta-, und auch British-Blues-/Rock-Bezügen, ebenso wie mit dem aus früheren Werken schon bekannten Southern-Flair. Sogar ein paar Roots-/Americana- und Country-Einflüsse fehlen nicht (zuweilen hören wir faszinierendes Acoustic-Gitarren-Spiel), was die Platte insgesamt sehr abwechslungsreich macht. Auch die bisweilen eingesetzte Hammond-Orgel macht den Sound angenehm transparent. Ein Sound der auf den Punkt genau, knackig produziert ist (Bob Held), der mal kocht, mal brodelt, mal regelrecht explodiert, druckvoll und sehr intensiv ist, höllisch rockt, zuweilen aber auch mal Raum für ruhigere und entspanntere Momente läßt! Begleitet wird Bonamassa, wie schon bei seinen drei Vorgängeralben auch, von dem fantastischen Drummer Kenny Kramme und dem ebenso starken Bassisten Eric Czar! Los geht's mit dem satt und hart rockenden, powernden, sehr rhythmischen, von rauen, leicht Southern eingefärbten Riffs geprägten, groovenden Uptempo-Knüller "Never make your move too soon", dessen glühendes Gitarrensolo sowohl Musiker als auch Zuhörer schnell auf die richtige Betriebstemperatur bringen. Doch mit der nächsten Nummer, "Travellin' south", gehen die Jungs noch einen Schritt weiter. Jetzt ist der Sidepunkt erreicht! Vollgas bis zum Anschlag heißt die Devise! Ein überschäumender, southern-fried, von einem gewaltigen Slide-Gewitter geprägter Bluesrock-Boogie/Blues Rock'n Roller, der einen fast aus dem Musikzimmer bläst. Was Bonamassa auf der Slide abliefert, ist schichtweg Weltklasse! Der Mann ist ja nicht zu bremsen! "This one is best when played loud driving down the freeway", sagt er selbst über dieses Stück, das manche vieleicht noch von Albert Collins kennen. Anschließend der nächste Knüller, eine hinreißende, fast 7-minütige Version des Lowell Fulson Blues-Klassikers "Reconsider Baby"! Diese Midtempo-Nummer enthält ein fulminantes, rund 2 1/2 Minuten langes, messerscharfes, genauso virtuoses, wie energisches Gitarrensolo, das die Gitarrenfraktion wieder einmal in staunendes Entzücken versetzen dürfte. Wie koordiniert dieser Bursche nur seine Finger? Tolles Drumming und eine prächtige Melodie begleiten das wunderbar locker und lässig beginnende, schön southern- und countryinfizierte, mit transparenten Acoustic-Riffs ausgestattete "Around the bend", das sich, ohne die Lockerheit zu verlieren, von der Kraft her ständig steigert, bis hin zu einem ungemein fetten Gitarrensolo in der Mitte, um schließlich zum Ende hin wieder etwas bedächtiger auszuklingen. Tolles Arrangement! Mit dem Instrumental "Revenge of the 10 gallon hat", einem klasse, melodischen Countryrocker, zollt Joe Bonamassa solchen Gitarrengrößen wie Danny Gatton, James Burton und Clarence White Tribut, ehe er nach der frischen, mit herrlichen Gitarrenspielereien durchsetzten Ballade "When she dances" zum Titelstück "Had to cry today" ausholt: eine fulminante, 6 1/2-minütige, inspirierte, kochende Version der alten Blind Faith-Nummer, mit rauen Retro-Riffs und einem mörderischen Gitarrensolo! Da können Winwood und Clapton nur staunen! Swampig und akustisch beginnt das folgende "The river", ehe donnernde, laute Riffs einsetzen und das Ganze zu einem prachtvollen, krachenden, sehr southern geprägten, kantigen Bluesrocker mutieren lassen. Was für eine Kraft! Eine dreckige Bluesharp und ein qualmendes Slide-Solo tun ein übriges. Hier brennt die Luft! Wie gesagt, der Spielfreude, der Klasse und Virtuosität dieses Joe Bonamassa scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein! "Had to cry today" ist erneut ein absolutes Meisterwerk geworden, nicht mehr und nicht weniger! Begeisternder, leidenschaftlicher Bluesrock eines jetzt schon ganz Großen seiner Zunft!!

Art-Nr.: 2664
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Travellin' south
Reconsider Baby
The river

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Chesney, Kenny - be as you are (songs from an old blue chair) [2005]
"A Kenny Chesney album like no other", heßt es auf dem Sticker zu Kenny's neuem Longplayer! In der Tat ist er mit seinen letzten Werken nur ansatzweise vergleichbar. Doch das macht gar nichts, denn "Be as you are" zeigt einen ganz wunderbaren Kenny Chesney mit großartigen, sehr persönlichen Songs - mit herrlicher, entspannter Countrymusic, die die andere "Welt" des Superstars zum Thema haben: Palmen, blauer Himmel, endlose Strände, Boote, der Ozean! "I have always been drawn to the ocean", erklärt Kenny Chesney in einem im Cover abgedruckten Statement seine Beziehung zum Meer, was er dann musikalisch äußerst gelungen und sehr beeindruckend umsetzt. Das ist nicht unbedingt der so mega-erfolgreiche, ohne Frage auch sehr gut gemachte, New Country-Pop-/Rock, mit dem er in den vergangenen Jahren viele Millionen Alben verkauft hat, sondern Kenny geht hier neue Wege und gewährt mit diesem wunderschönen, recht ruhigen Album einen intimen Einblick in sein Herz und seine Seele, indem er uns (im übertragenen Sinne) am Ozeanstrand in seinem "Old Blue Chair" sitzend, die ein oder andere persönliche Anekdote erzählt. Diese Geschichten verpackt er in ein ungemein frisch wirkendes, entspanntes musikalisches Gewand voller prächtiger Melodien. Wie eine perfekte Mischung aus Jimmy Buffett und James Taylor, zu der man die nötige Portion Country-Tradition addiert, und zu der Kenny seine eigenen Songwriter-Ideen (er hat sämtliche Songs selbst komponiert, einige mit Co-Autoren!) und seine unverwechselbare, großartige Stimme liefert. Es entsteht eine herrlich relaxte Atmosphäre! Dabei erscheint es überflüssig einzelne Lieder herauszuheben, denn das gesamte Album ist gleichbleibend stark. Ob "Old blue chair", "Be as you are", "Island boy", "Something sexy about the rain" oder das traumhafte, flockige "French kissing life", alle überzeugen sie voll und ganz in einem kristallklaren, lockeren Midtempo- oder Balladen-Gewand mit einer von spürbarer Ozeanfrische durchzogenen Instrumentierung aus transparenten Acoustic Gitarren, hin und wieder mal einem Piano, zurückhaltenden E-Gitarren, Mundharmonika und lockerer Percussion, inklusive Steeldrums! Dieser beruhigende Groove und diese wunderbaren Melodien fließen leicht und locker aus den Lautsprechern. Einzig etwas schwungvoller fällt der prächtige, viel Gute Laune verbreitende und zum Tanzen am Urlaubsstrand einladende Karibik-Reggae-Countrysong "Guitars and Tiki Bars" aus! Dennoch wirkt diese Musik niemals schmalzig! Das sind schlichtweg sehr schöne, lockere Countrysongs, textlich und musikalisch im "Ocean-Flair" gehalten! Auch damit werden seine vielen Fans hundertprozentig zufrieden sein! Zählt zu dem besten, was Mr. Chesney bis heute zustande gebracht hat! Hut ab, Kenny!

Art-Nr.: 3017
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Cross Canadian Ragweed - highway 377 [2001]
Eine 53-minütige Demonstration pur, wie schnörkelloser Countryrock zu klingen hat. Vielleicht sind Cross Canadian Ragweed aus Texas um den excellenten Sänger und fantastischen Gitarrist Cody Canada so etwas wie die Neuerfinder oder Wiederbeleber des klassischen Countryrocks. Jedenfalls brennen sie auf ihrem dritten Album ein musikalisches Feuerwerk ab, wie es lange nicht mehr zu hören war. Vielleicht wäre der Begiff Roots-/Country-/Americana-Rock noch besser. Sie sagen über ihre Musik "call it Rootsrock, Americana, Alt.Country, Red Dirt, Texas Music or Hick Rock - whatever label you put on ist, Cross Canadian Ragweed is doing it". Egal, wir bleiben beim Oberbegriff "Countryrock"! Dazu kommt noch eine ordentliche Portion Southernrock-Feeling! Die Musik dürfte der absolute Hit für Freunde von Buddy Miller bis Steve Earle, auch von der Nitty Gritty Dirt Band bis zu den (rockigen) Eagles oder von Montgomery Gentry bis zu den Kentucky Headhunters sein. Fantastisches Songmaterial, herrliche Melodien, mächtig Drive, großartige, variantenreiche Gitarrenarbeit (Cody Canada's Einflüsse gehen Albert Lee über Brent Mason, Stevie Ray Vaughan, Dickey Betts bis zu Neil Yung), und ein Sond, der amerikanischer kaum klingen kann. Ab dem ersten Ton hat man das Gefühl, die Weiten des amerikanischen Westens und Südens seien einem vor Augen. Der Opener "Look at me" bringt einen mit seinem frischen Rhythmus sofort in Fahrt, "42 wheels" klingt nach "Allman Brothers go Country", frisch, wie ein morgendlicher Ausritt, "One of these days" bietet großartiges, flinkes ,E-Gitarren-Picking, "Back around" ist ein Midtempo-Countryrocker mit wunderschöner Meodie aber gleichzeitig einer ultra-dreckigen, verzerrten E-Gitarre ala Neil Young, "Bang my head" ist ein fetziger Countryrocker mit einer mächtigen Temposteigerung und "Highway 777" ein mystisches, an Charlie Daniels erinnerndes, southern-eingefärbtes Stück mit dreckiger Slide im Hintergrund, das von dem schweren Unfall Canada's auf diesem Highway erzählt, was nachher zum Albumtitel führte. So geht es weiter. Die CD (enthält übrigens einen hidden track nach Song 12) hat keine schwache Minute. Melodien, tolle Riffs, klasse Stories, herrliche Gitarren, excellente Musikalität der Vier, Spielfreude, Frische und Dynamik machen das Album zu einem echten Knüller. Wir können nur sagen: "Respekt und Hut ab"! "May the fire never die"! Nein, Jungs, laßt es nicht sterben. Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Werk! Saustark!

Art-Nr.: 1088
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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42 miles
Long way home

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Daniels Band, Charlie - deuces [2007]
Ein gutes Vierteljahr nach "Live from Iraq" ist die Charlie Daniels Band schon wieder mit einem neuen Album am Start - und Leute, dieses Teil hat es wahrhaft in sich! Das ist eine extrem starke Vorstellung! Für "Deuces", der Titel lässt es bereits vermuten, haben sich der gute alte Charlie und seine Jungs eine hochkarätige Schar seelenverwandter Duettpartner ins Studio geholt, um sich gemeinsam mit ihnen der Neueinspielung einiger ausgesuchter und hoch interessanter Coverversionen, früherer Charlie Daniels-Klassiker und auch neuer Stücke zu widmen. Und das ist ihnen einfach in bestechender Art und Weise mit einem prachtvollen Spagat zwischen lupenreinem, voller Pfeffer steckendem Southern Rock, fettem Countryrock und zwei/drei bluegrassigen Exkursionen gelungen! Dabei sind die teilweise sehr berühmten Songs der "fremden" Interpreten nicht "einfach nur" gecovert, nein die Charlie Daniels Band und ihre Gäste drücken diesen Neu-Interpretationen nachhaltig ihren ganz eigenen Stempel auf, gestalten sie komplett um und hauchen ihnen damit vollkommen neues Leben ein. Nehmen wir zum Beispiel den legendären Ray Charles-Klassiker "What'd I say" (der Album-Opener), aus dem die Charlie Daniels Band und Travis Tritt einen bärenstarken, fulminanten, mächtig brodelnden, waschechten Swamp-/Southern-/Blues-/Groove-Rocker der allerersten Güte zaubern, der den goldenen Zeiten der früheren CDB in nichts nachsteht. Prächtige, kochende Slide- und glühende E-Gitarren, southern-soulige, weibliche Background Vocals, wunderbar rhythmisches Drumming und erstklassige Orgel-/Piano-Fills sorgen in großartigem Zusammenspiel für die nötige Würze. Nicht viel anders verhält es sich beim folgenden "Signed, sealed, delivered, I'm yours". Auch aus diesem berühmten Stevie Wonder-Hit bastelt die CDB, diesmal zusammen mit dem seeligen, röhrenden Organ Bonnie Bramlett's, eine tolle, von glühenden Gitarren und klimperndem Piano durchzogene, kernige, brennende Classic Southern Rock-Nummer voller "Soul"! Dann der nächste "Knaller": "Jackson", jener alte von so vielen Künstlern gecoverte Evergreen (u.a. Nancy Sinatra & Lee Hazelwood, Johnny Cash...), eingespielt zusammen mit "Redneck woman" Gretchen Wilson steht auf dem Programm! Wow, und was rockt diese Nummer plötzlich! Herrliche Dual Lead-Guitars, ein pochender, straighter Rhythmus, dreckige Southern-/Swamp-Riffs, hervorragende Gesangsleistungen vom alten Charlie und Gretchen, pure Emotion und Authentizität - ein feuriges, saustarkes "blue-collar" Hi-Energy Southern-/Countryrock-Juwel par excellénce! Respekt, Respekt! Im Anschluß daran hören wir eine klasse Fassung des ewig jungen Robbie Robertson-/The Band-Klassikers "The night they drove old dixie down", vorgetragen im Duett mit dem unverwechselbaren Vince Gill, ehe erstmals die bluegrassige, reine Countryseite des Charlie Daniels zum Vorschein kommt. Bob Dylan's "Maggie's farm" wird interpretiert, und zwar in einer mitreißenden, Banjo-driven Uptempo-Version! Mit dabei: die Scruggs-Familie um Randy, Gary und dem legendären Banjo-Picker Earl Scruggs. Darüber hinaus ergänzt Charlie die Nummer mit glänzenden Fiddle-Passagen! Und weil's so schön ist, schiebt man gleich mit der wunderbaren Dolly Parton-Nummer "Daddy's old fiddle" noch einen Song gleichen Kalibers hinterher, natürlich vorgetragen im Duett mit Dolly! Starkes, locker nach vorn gehendes Drumming, großartige Fiddle- und Banjo-bestimmte Squaredance-Atmosphäre! Es folgen jede Menge weiterer, wirklich erstklassiger Duette (u.a. eine feine Version von "Like a rolling stone" mit Hootie & the Blowfish's Darius Rucker als Partner, ein phantastisches Remake des alten Charlie Daniels Band-Klassikers "Long haired country boy", eingespielt zusammen mit Brooks & Dunn in allerbester Southern Rock-Manier, inklusive wunderbarer Slide- und E-Gitarren-Passagen in Verbindung mit Taz DiGregorio's vorzüglicher Hammond Orgel, oder der gut abgehende Southern-/Countryrock-Feger "Drinkin' my baby goodbye" zusammen mit Montgomery Gentry), ehe zum Abschluß des Albums noch ein absolutes Highlight für die puren Southern Rock-/Jamrock-/Gitarren-Liebhaber auf dem Programm steht. Country Neo-Traditionalist Brad Paisley, bekanntermaßen ein grandioser Gitarren-Virtuose, und Charlie Daniels haben mit dem Instrumental "Jammin' for Stevie" eine grandiose Hommage an Stevie Ray Vaughan komponiert und zusammen mit Stevie Ray's Original Rhythmus-Fraktion "Double Trouble" (Chris Layton -Drums, Tommy Shannon - Bass) eingespielt. Hier gibt's alles, was das Southern-Herz begehrt. Eine geradezu traumhafte Demonstration lockeren, melodischen, flüssig vor sich hin fließenden Twin Guitar-/ Dual Lead Guitar-Spiels, bei dem einem nahezu alle Größen des Genres von Duane Allman bis Dickey Betts oder Toy Caldwell bis Stevie Ray in den Sinn kommen. Brad Paisley und Charlie Daniels mit einem 6-minütigen Southern Rock-Gitarren-Genuß, der allein schon den Erwerb dieses Albums lohnt! Von vorn bis hinten ein bärenstarkes Werk der Charlie Daniels Band und ihrer Freunde, das gut 55 Minuten lang fetten Southern Rock, kernigen Countryrock und ein paar großartige bluegrassige Einlagen bietet, die einen schlichtweg begeistern! Charlie rocks - auch im "hohen" Alter! Hut ab!

Das komplette Tracklisting:
1 What'd I Say - 4:15 (mit Travis Tritt)
2 Signed Sealed Delived I'm Yours - 4:06 (mit Bonnie Bramlett)
3 Jackson - 4:23 (mit Gretchen Wilson)
4 The Night They Drove Old Dixie Down - 4:00 (mit Vince Gill)
5 Maggie's Farm - 3:50 (mit Earl, Gary und Randy Scruggs)
6 Daddy's Old Fiddle - 3:51 (mit Dolly Parton)
7 Like a Rolling Stone - 4:59 ( mit Darius Rucker)
8 Evangeline - 3:37 (mit The Del McCoury Band)
9 Let It Be Me - 3:59 (mit Brenda Lee)
10 Long Haired Country Boy - 4:20 (mit Brooks & Dunn)
11 God Save Us All from Religion - 3:50 (mit Marty Stuart)
12 Drinkin' My Baby Goodbye - 3:43 (mit Montgomery Gentry)
13 Jammin' for Stevie [Instrumental] - 6:05 (mit Brad Paisley)

Art-Nr.: 5313
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Delta Moon - clear blue flame [2007]
Die Deltas brodeln wieder! Auch auf ihrem brandneuen Werk "Clear blue flame" präsentieren Atlanta/Georgia's Delta Moon um die beiden herausragenden Slide-Gitarristen Tom Gray und Mark Johnson wieder ihren unwiderstehlichen, unvergleichlichen,, herrlichen Louisiana-/Delta-/Roots-/Southern-/Swamp-/Blues-Rock auf allerhöchstem Niveau. Nach dem Ausstieg der erst vor zwei Jahren neu verpflichteten Sängerin Kristin Markiton hat nun ausschließlich Tom Gray den Lead-Gesang übernommen, was alles andere als ein Nachteil ist und das Gesamtbild noch erdiger, rauer, authentischer und würziger erscheinen lässt. Gesegnet mit der Gabe außergewöhnlicher Musikalität und dem Talent großartige Songs verfassen zu können, führen uns Gray (seine raue, scheinbar Whiskey-gegerbte Stimme strahlt eine ungeheure Sympathie aus) und Johnson mit traumwandlerischer Slide-Virtuosität auf einen hinreißenden Trip durch die schwülen Deltas des Südens! Elemente, die wir auch von Bands wie Little Feat, The Radiators, den North Mississippi Allstars, zuweilen sogar von den Allman Brothers oder auch von Sonny Landreth kennen, vermischen sie mit all ihrer eigenen künstlerischen Kreativität, ihrem Können, ihrer Erfahrung, ihrer Inspiration und ihrer nie verlorenen, unbekümmerten Spielfreude zu diesem unverkennbaren, magischen Southern-/Swamp-/Blues-/Roots-Gebräu, das eben nur ein Etikett zulässt: Delta Moon! In diesen Songs steckt jede Menge Feuer, sehr viel Würze, ein traumhafter Groove, sie brodeln an allen Ecken und Enden, sind erdig, dreckig, rau, und doch "rollen" sie gleichzeitig wunderbar locker, angenehm und voller Harmonie in unsere Ohren und in unsere Herzen. Und wirklich jede dieser Nummern ist mit diesen bestechenden Bottleneck-/Slide-Läufen veredelt. Mit dem herrlichen Midtempo Roots-/Swamp-/Blues-Rocker "Clear blue flame" geht das Album gleich standesgemäß los. Welch ein unwiderstehlicher, sumpfiger Groove. Tolle Acoustic Guitar- und glühende Slide-Licks ergänzen sich geradezu traumhaft. Klasse Melodie! Als träfen Little Feat auf die Radiators, das Ganze etwas rootsiger arrangiert, rau, von einer "dichten Schwüle" durchsetzt und sich überaus angenehm seinen Weg in tiefste Gerhörgänge "grabend"! Dazu in der Mitte ein prachtvolles Slide-Solo an der Schnittstelle Sonny Landreth/David Lindley (zu frühen Jackson Browne-Zeiten). Wunderbar! Wie auch der folgende, sehr knackige, exakt auf den Punkt gebrachte Mississippi-/Delta/Blues-Rocker "Blind spot" mit seinem tollen Rhythmus (starkes Drumming) und den kochenden Slides! Ja, und dann kommt im wahsten Sinne des Wortes ein "Mega-Hit": Cyndi Lauper's Klassiker "Money changes everything" aus ihrrem 1983iger-Album "She's so unusual" steht auf dem Programm! Doch was wir hier hören, kann man schon fast als so etwas wie das "Original" bezeichnen, denn was sicher nur ganz wenige wissen: Dieser Song stammt aus der Feder von Delta Moon's Tom Gray! Er hat ihn in jungen Jahren, bereits 1978 komponiert, und die Nummer klingt hier in ihrer sehr "Hill-Country"-inspirierten, erdigen, dynamischen Version als sei sie direkt in den Bayous des Südens geschrieben worden. So folgt eine Pracht-Nummer der nächsten: Beispielsweise der lupenreine, Slide-getränkte Delta-Blues "Trouble in the home" mit seinen genialen Bottleneck-Ausflügen, der dynamische Roots-/Swamp-/Groove-Rocker "Jessie Mae" mit seiner bluesigen Basis und den großartig miteinander spielenden Double Slide-Leads, das brodelnde "Life's a song", das voller rootsigem Americana-Flair steckende auf feinem Mandolinen-/Electric Slide-Spiel basierende "Stranger in my hometown", oder der mit kochenden Double-Slides gespickte "Killer"-Roots-/Southern-/Blues-/Swamp-Rocker "Lap dog"! Die "Clear blue flame" von Delta Moon brennt! Und wie! Eine traumhafte, groovige, rootsige und bluesige, musikalische (Slide)Reise in die Sümpfe des Südens!

Art-Nr.: 5089
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Clear blue flame
Trouble in the home
Jessie Mae
Life's a song
Stranger in my hometown
Lap dog

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Dodd, Deryl - stronger proof [2004]
Respekt! "Stronger proof", das äußerst passend betitelte neue Album von Deryl Dodd, zeigt ihn nach einigen harten Lebensprüfungen wieder voll im Saft stehend, mit einem sehr starken Album allerbester, texanischer "Stone Country and Twangy Countryrock"-Musik! Einst, mit Beginn der 90iger Jahre, schien es so, als stünden Deryl Dodd in Nashville alle Türen offen. Er war Lead-Gitarrist in der Band von Martina McBride, spielte mit ihr im Vorprogramm von Garth Brooks, war Rhythmus-Gitarrist in der Band von Tracy Lawrence, arbeitete zusammen mit Leuten wie John Hiatt, Kevin Welch oder Radney Foster, erhielt von BMG einen Songwriter Publishing-Vertrag, schrieb eine Menge Songs, die von Nashville-Größen aufgenommen wurden und ergatterte schließlich auch hinsichtlich seiner Solokarriere einen eigenen Major-Deal! Doch glücklich wurde er mit alledem nicht! Trotz endlosen Tourings lief es ncht so, wie er es sich vorgestellt hatte. Sein Label beschnitt ihn mit fortschreitender Dauer arg in seiner musikalischen Kreativität, was ihm sichtlich zu schaffen machte. Frustriert und ausgebrannt schien seine Karriere zu enden, bevor sie richtig angefangen hatte. Zudem befiel ihm noch eine mysteriöse Nervenkrankheit. Aber Dodd gab nicht auf. Vor allem sein berühmter Landsmann, der schier unbezwingbare Radprofi Lance Armstrong, der den Krebs besiegt hatte, inspirierte ihn immer weiter zu kämpfen, genauso wie viele seiner engen Freunde, zu denen auch Tim McGraw zählt. Und er hat es geschafft! Er ging wieder auf Tour, veröffentlichte vor 2 Jahre sein klasse Comeback-Album "Pearl snaps", nochmal auf einem Unterlabel von Sony, und ist nun mit "Stronger proof" wieder endgültig bei einem unabhängigen Label, bei seinen Roots und in seiner texanischen Heimat angekommen. Das Album zeigt einen Deryl Dodd in Bestform! 9 neue Eigenkompositionen (zum Teil mit Co-Autoren geschrieben) und eine rockige, ordentlich dampfende Version von Kenny Rogers' "Love or something like it" ergeben ein prächtiges Album allerbester, knackiger, kraftvoller, satter, ehrlicher, handgemachter texanischer Country- /New Country-/ Countryrock-Musik, verwurzelt in den reinen, klassischen Country-Traditionen. Da hören wir mal ein gewisses Outlaw-Feeling, dann einen puren Honky Tonker, mal spürt man die Einflüsse eines Merle Haggard oder Buck Owens, und dann wird sogar mal eine Brücke geschlagen zu den glühenden Southernrock-Rhythmen ala Lynyrd Skynyrd! Das paßt alles prima zusammen, zumal auch der gewisse Texas "Red-Dirt"-Charme häufg spürbar ist! Aufgenommen hat Dodd das Album mit seiner langjährigen Tour-Band um den großartigen Gitarristen Steve Rhian, unterstützt von ein paar hochkarätigen Gästen, wie dem erstklaasigen Steeler Robby Turner, Glen Duncan an der Fiddle und Troy Lancaster (Rhythmus Gitarre). Klasse Instrumentierung, vorwiegend aus satten Gitarren, immer knackig, wobei sich die wunderbaren Steel-, Fiddle-, und Piano-Passagen immer wieder großartig in den transparenten Gesamtsound einfügen. Teilweise wird ordentlich gerockt! Den Anfang macht der wunderbar schwungvolle, voller Drive steckende, waschechte, traditionelle Shuffle-Roadhouse-Honky Tonker "Never again" mit seinen schönen Steel-, Fiddle und Gitarrenklängen. Paßt prächtig in jede Country-Jukebox! Das Titelstück "Stronger proof" bietet reinsten Barroom-/Honky Tonk-Country, einmal mehr mit toller Steelguitar und feiner Country E-Gitarre, in bester Buck Owens-Bakersfield-Tradition, während bei "Somethin' ain't always better" herrlich abgerockt wird. Satter, mit fetten E-Gitarrenriffs ausgestatteter, voller Southernrock-Flair steckender, kraftvoller Countryrock, sowohl geprägt von einer klasse Melodie, als auch von glühenden, fleischigen Sololäufen auf der E-Gitarre. Sehr stark auch die frische, melodische, von feiner Steel und schönen E-Gitarren begleitete New Country-Ballade "Outside lookin' in", die von quirliger Steel und ungemein flinkem E-Gitarren-Picking dominierte, flotte, wunderbar flockig lockere, ganz dezent swingende, reine Honky Tonk-Nummer "More of the same", die knackige, melodische New Country-Nummer "Livin' where you told me to go", das erneut sehr "southern" rockende, voller "loud guitars" steckende, fetzige "Let me be", wie auch der herrliche, traditionelle, frische, mit tollen Gitarren, Steel, Fiddle, Baritone Guitar und einer klasse Melodie ausgestattete Waltz "The crowd". Schade, das das Album mit gut 30 Minuten etwas kurz geraten ist, doch dafür gibt es musikalisch keinerlei Ausfälle. Songs und Interpretation sind erstklassig! Nach Jahren des Schmerzes, des Leids und des Kampfes ist Deryl Dodd dort angekommen, wo er musikalisch schon immer hinwollte. Das ist seine Art von Countrymusic, so wie er sie sich vorstellt und mit der er sich komplett identifiziert! Das kommt rüber! Respekt und Anerkennung!

Art-Nr.: 2832
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Stronger Proof
Somethin' ain't always better
Livin' where you told me to go
Let me be
The crowd

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Eli Young Band - live at the jolly fox [2006]
In unserem Review zur letzten, so großartigen Eli Young Band-Studioscheibe "Level" hatten wir unter anderem bereits auf ihre umtriebige Live-Tätigkeit mit bis zu fünf Gigs pro Woche hingewiesen. Ein wunderbares Zeugnis dessen liefern sie jetzt mit ihrer neuen CD "Live At The Jolly Fox" ab, mit der sie all die überaus positiven Eindrücke, die ihre Studioalben hinterlassen und die man über ihre Live-Auftritte hört, eindrucksvoll bestätigen. Ein sehr aktuelles Konzert, denn der hier mitgeschnittene Gig im "Jolly Fox"-Club von Huntsville/Texas ist gerade mal ein halbes Jahr her (4. Mai 2006). Frei nach dem Motto "Viel Training macht den Meister" erleben wir eine äußerst reife, homogene, blind eingespielte Band, mit Blu Sanders (Acoustic guitar/Background Vocals) und Allen Huff (Hammond B3 Organ/Keyboards) ergänzt um die zwei harmonisch eingebundene Gast-Musiker, die von der ersten bis zur letzten Minute ihrer zweiten Zugabe einen bärenstarken Eindruck hinterlässt. Dargeboten wurde quasi ein "Best-Of"-Potpourri ihrer beiden bisher relevanten Alben mit insgesamt 16 Stücken. Einfach herrlich, diesen höchst melodischen Songs, bestehend aus einer unwiderstehlichen Mixtur von würzigen Rootsrock-/-pop, Countryrock-, "Red-Dirt"-, Heartland-Rock und hitverdächtigen American Mainstream Rock-Elementen, beiwohnen zu dürfen. Ja man kann schon fast sagen, dass hier so etwas wie Neid aufkommt, solche hochtalentierten Bands nicht einmal in unseren Breitengraden in natura begrüßen zu dürfen - diese Chance geht sicher stark gegen Null. Es erscheint fast unfair aus dem Repertoire der hier dargebotenen Songs explizit einzelne herauszuheben, denn jedes Stück weiß für sich, auf seine Art und Weise zu glänzen. Mike Elis Stimme hat diese sanft kratzige, leicht durch die Nase gesungene, angenehme Ausstrahlung (erinnert zuweilen etwas an Sister Hazel's Ken Block), Basser Jon Jones und Drummer Chris Thompson sorgen für einen satten, kräftigen Rhythmus-Background, während es Lead-Gitarrist James Young und Keyboarder Allen Huff mit ihrem filigranen, auf den Punkt gebrachten Spiel vorbehalten bleibt, für die endgültige Veredelung der Stücke zu sorgen. "When You Come Down My Way" (Drum-Intro, rootsiges E-Gitarren-Riff, sehr melodisch, ausgedehntes E-Gitarren-Solo, dezente Orgel), "Level" (überaus kraftvoller, etwas psychedelischanmutender Rootsrock mit rauen E-Gitarren Verzerrungen wie es einst Peter Frampton praktizierte, toller Rhythmuswechsel), "So Close Now" (ein absoluter Ohrwurm der Marke Sister Hazel), "Highways And Broken Hearts" (viel kräftiger als in der Studioversion, herrlich "schmalzige" Country-/Americana-Ballade mit "Feuerzeuge anzünden"-Garantie, tolles southern-mäßiges E-Gitarren-Solo am Ende), das über sieben Minuten währende, fantastische "Small Town Kid" (inklusive Bandvorstellung, Publikum singt begeistert mit), oder das abschließende "Here’s To You" (rockiger Beginn, klasse Tempowechsel zwischen Strophen und Refrain, tolle E-Gitarren-Passagen) sind alleine schon "die halbe Miete" für diese großartige Live-Performance, finden aber mit sämtlichen Restsongs absolut adäquate Begleiter in einem hervorragend aufeinander abgestimmten Programm. Diese Band wird sicherlich in Zukunft zu den ganz Großen im texanischen Music-Circuit zählen. Mit Interpreten wie Cross Canadian Ragweed (auch wenn die Eli Young Band längst nicht so dreckig agiert) oder der Randy Rogers Band liegt man mittlerweile durchaus auf Augenhöhe. Also scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis ein Major-Label auch an die Tür der Eli Young Band klopfen wird. Mitproduziert (satter, sehr klarer Sound) hat übrigens, wie auch schon bei "Level", Eric Herbst! Als Vorgeschmack auf das nächste Studiowerk gibt es zum Abschluß der Scheibe noch einen brandneuen Studio-Track: "Lonely All The Time" aus der Feder von Reckless Kelly's Willy Braun, was dem Song naturgemäß unweigerlich einen gewissen RK-Countryrock-Touch auferlegt. Pumpender Bass zu Beginn, heulende Orgel, stampfendes Gitarrenspiel, tolle Tempobreaks, glänzende E-Gitarren-Läufe treiben die Vorfreude auf den nächsten Studio-Streich der Truppe in erwartungsvolle Höhen. Fazit. Eine tolle, über 73-minütige Live-CD (schade, das es nicht gleichzeitig auch noch eine DVD davon gibt), die in jeder Sammlung texanisch infizierter Rootsrock-/-pop-/Countryrock-Liebhaber ihren Platz finden sollte. Wie gesagt, diese Eli Young Band hat sicher eine große Zukunft vor sich! Großartig! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4632
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
That's the way
Drive away
When you come down my way
When we were innocent
Here's to you
Lonely all the time

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