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Bellamy Brothers - angels and outlaws vol. 1 [2005]
Endlich ein brandneues Werk der Bellamy Brothers! Doch eigentlich ist es gar kein "richtiges" Bellamys-Album, sondern vielmehr "a Star-studded tribute, featuring Country Music's Top-Artists performing the Bellamy's most recognizable hits"! "Angels & outlaws Vol. 1" ist also eine Huldigung einiger der größren Countrystars an eines der erfolgreichsten Country-Duos der Country-Geschichte! Und liebe Bellamy Brothers- und Country-Fans: Es ist ein klasse Tribute geworden! Künstler wie beispielsweise Alan Jackson, Montgomery Gentry, Tanya Tucker, Willie Nelson, George Jones, Pat Green oder Dolly Parton haben zusammen mit den Bellamy Brothers einige derer größten Hits neu aufgenommen, wobei diese Gäste weitgehend den Lead-Gesang übernommen haben und den Tracks somit deutlich ihren eigenen Stempel aufdrücken. David und Howard Bellamy halten sich überwiegend im Hintergrund, steuern lediglich kürzere Lead-Passagen oder nur Background-Gesang bei. Herausgekommen sind überaus gelungene Neuaufnahmen (den alten "Schinken" wird richtig neues Leben eingehaucht) von Bellamy-Evergreens im zeitgemäßen, dennoch lupenreinen Country-/New Country-Sound! Allein wenn die ersten Töne des Eröffnungsstückes aus den Lautsprechern drängen, haben die Bellamys eigentlich schon gewonnen und sich wieder die Herzen der Countryfreunde erobert. Es handelt sich dabei um eine neue, wirklich traumhafte Version von "You ain't just whistlin' dixie", die einfach runter geht wie Öl! Lead-Gesang: Mr. ALAN JACKSON! Das Stück ist nun praktisch eine Alan Jackson-Nummer mit lediglich gelegentlichen Gesangseinlagen der Bellamy Brothers in dessen typischem, traditionellem Stil! Herrlicher Midtempo-Country mit tollen Gitarren, wunderbarer Steelguitar und frischer Mundharmonika, produziert, wie alle Alan Jackson-Sachen, von Keith Stegall! Weiter geht's mit, unter anderem, einer klasse, schön flockigen, aber dennoch knackigen Neuauflage von "Old hippie" mit MONTGOMERY GENTRY (schönes Outlaw-Flair), einer äußerst interessanten Version von "If I said you had a beautiful body" mit DOLLY PARTON, dem knackigen "Redneck girl" mit PAT GREEN, "Dancin' cowboys" mit TRINI TRIGGS, "Guardian angel" mit WILLIE NELSON, "Reggae cowboy" mit TANYA TUCKER und DAVID ALLAN COE, "Kids of the baby boom" mit CHARLIE DANIELS und BOBBY BARE, oder "Alligator alley" mit JOHN ANDERSON! Die lebende Legende GEORGE JONES präsentiert eine starke Version von "Sugar Daddy", die großartigen CHRIS HILLMAN und HERB PEDERSEN sind ebenfalls mit von der Partie und stimmen zusammen mit RHONDA VINCENT eine glänzende, neue Version von "Crazy from the heart" an, mit tollem Banjo und herrlicher Mandoline, in allerbester Desert Rose Band-Manier, und sogar der unsterbliche Evergreen "Let your love flow" bekommt mit HAL KETCHUM und LISA BROKOP neuen Glanz. Das Album heißt ja "Angels & outlaws Vol. 1"... - sollte also irgendwann ein zweiter Teil folgen, und sollte der zudem entsprechend gelungen sein wie dieser erste, dann dürfen sich die Fans jetzt schon darauf freuen...

Art-Nr.: 3097
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Cash, Johnny - love, god, murder [2000]
3CD-Box! Limited edition! 3, vom Meister persönlich nach den Themen "Love", "God", "Murder" zusammengestellte Sampler aus seinen frühen Werken im Digipack als exklusives, limitiertes Box-Set! Zu jeder CD gibt es kompetente Liner-Notes. Zu "Love" von June Carter Cash, zu "God" von U2's Bono und zu "Murder" von Kult-Trash-Regisseur Quentin Tarantino! Die Box enthält "a sheet of temporary tattoos".

Art-Nr.: 1442
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 35,90

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Crowell, Rodney - the outsider [2005]
Seit dem großartigen "Houston kid" von vor 4 Jahren und dem fast noch stärkeren, von Kritikern und Fans, vollkommen zu Recht, hoch gelobten 2003er Werk "Fates right hand", führt Rodney Crowell's Weg immer weiter weg vom Nashville Mainstream-Country in Richtung Americana, Rootsrock und trockenem Alternate Country. Auf dieser Route geht er konsequent weiter und legt sich selbst mit dem brillanten "The outseider" die Meßlatte für kommende Werke noch einmal ein Stückchen höher - ein famoses Album! Wer ihn bei seinem letzten Europa-Gastspiel im Frühjahr 2004 (Deutschland war dabei leider einmal wieder außen vor, doch bei dem renommierten "Blue Highways"-Festival in Utrecht/Holland legte er einen begeisternden Auftritt hin), erleben durfte, konnte sich bereits von seiner derzeitigen, grandiosen Verfassung überzeugen. Aber war das eigentlich jemals anders? Crowell war und ist immer ein Garant für höchste Qualität! Rootsig, staubig, trocken und rockiger als je zuvor geht die Reise auf "The outsider" durch 11 durchweg hochklassige, absolut niveauvolle und engagierte Americana-, Roots, Singer/Songwriter-, Alternnate Country-Nummern, die den Texaner in seinen hervorragenden Texten zeitkritischer und "rebellischer" zeigen, als man das bisher von ihm kannte. Einmal mehr bestätigt er auf beeindruckende Weise seine außergewöhnlichen Songwriter-Qualitäten (11 Eigenkompositionen und ein fantastisches Cover von Bob Dylan's "Shelter from the storm", inklusive einer großartigen Emmylou Harris als Duett-Partnerin), wie auch die Gabe, diese Stücke dann voller Ausstrahlung, Hingabe und Herz zu interpretieren. Das pendelt zwischen Energie geladenen, rasanten, kantigen und rauen Uptempo-Rockern, nachdenklichen Storytelling-Songs, rootsigen Americana-Nummern und "dirty-rooted" Alternate Country-Rock hin und her, und wird von Crowell dabei zu jeder Zeit in seine, für ihn typischen, durchdachten Arrangements und äußerst angenehmen, gut hängen bleibenden Melodien gepackt. Aporpos "hängen bleiben": Die Lieder, und auch das ist ein deutliches Indiz für das hohe Niveau, nisten sich sofort im Gedächtnis ein, bauen aber auch nach mehrmaligem Hören noch immer eine immense, ständig neue Nuancen entdeckenden, Spannung auf, sodaß die Aufmerksamkeit nie nachläßt. Begleitet wird er von einer wirklich imposanten Liste von Musikern! U.a.: Will Kimbrough, Pat Buchanan, Steuart Smith, J.T.Corenflos, Richard Bennett, Jerry McPherson (alle Gitarre), Michael Rhodes (Bass), Chad Cromwell, Greg Morrow, Eddie Bayers (Drums), John Hobbs (Keyboards), Jonathan Yudkin (Fiddle), sowie Emmylou Harris, John Prine, Buddy & Julie Miller, Jedd Hughes, Beth Nielsen Chapman, John David Souther, u.s.w. als Background Sänger/Innen). Und Crowell legt los wie ein Wirbelwind! Der Opener "Say you love me" ist ein abgehender, dreckiger, kantiger und riffiger, dabei aber sehr melodischer, mit einem tollen Beat ausgestatteter Roots-/Americana-/Alternate Country-Rocker, der voller aufmunternder Emotionen steckt. Dynamisch, druckvoll, bärenstark! Tolle E-Gitarren von Pat Buchanan und Will Kimbrough, wobei letzt genannter mit einem prachtvollen, würzigen, regelrecht rotzigen Solo, eindrucksvoll seine bemerkenswerte Klasse demonstriert! Ähnlich rockig geht es weiter! "The obscenity prayer" knallt riffig, eckig und voller Power aus den Lautsprechern, daß es nur so staubt! Es folgen die dezent funkige, sehr groovige, drückende Midtempo-Nummer "The outsieder", die floote Americana-Nummer "Dancin' circles round the sun", inklusive feinem Lead Gitarren-Spiel seines alten Kumpels und jetzigen Eagles-Gitarristen Steuart Smith, sowie der wunderbare, mit einem typischen Crowell-Rhythmus und einer großartigen Melodie versehene Roots-/Countryrocker "Beautiful despair", dessen dezent eingesetzte, klassisch anmutenden Geigen in Verbindung mit parallel gespielten E-Gitarren für einen herrlichen, abwechslungsreichen Farbtupfer sorgen. Ungemein stark auch der kraftvolle, knackige Roots-/Americana-Rocker "Don't get me started" mit seinen treibenden Riffs und Basslinien, der tollen Mandoline zu Beginn und den satten E-Gitarren, das ruhige, berührende, mit nachdenklich "gesprochenen" Worten von Emmylou Harris und John Prine garnierte, sowie von wundervollem Harmonie-Gesang geprägte "Ignorance is the enemy", ebenso wie das traumhafte, von einer tollen Melodie durchzogene, lockere, mit feinsten Acoustic- und E-Gitarren begleitete, viel Frische versprühende Americana-/Alternate Country-Stück "Glasgow girl"! Was steckt in diesem Rodney Crowell noch für ein Feuer! Lassen wir uns packen von diesen Songs, diesen Botschaften, diesen Arrangements und Melodien! Das ist, auf die Sekunde genau, exakt 50 Minuten lang, die hohe, absolut den Nerv der Zeit treffende, Rootsrock-/Americana-/Alternate Country-Schule, von einem der profiliertesten Songwriter und Interpreten des Genres. Kommt in einem schönen Digiüack!

Art-Nr.: 3461
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Fairchild, Shelly - ride [2005]
Nashville's Mädels sind wieder eine Macht! Schon lange nicht mehr war weiblicher Country so präsent wie in diesen Tagen! Gut so! Noch bedeutender ist jedoch die Tatsache, daß sich die "neue" Damenbewegung wieder klipp und klar zum Country bekennt, statt sich mit überzogenen, oft allzu bombastischen Pop-Strömungen zu beschäftigen. "Back to the roots" und dennoch modern, heißt die Devise! Neuestes Paradebeispiel dynamischer Nashville-Frauenpower ist die äußerst attraktive Shelly Fairchild mit ihrem überragenden Debut "Ride"! Fantastische, sehr frische, gleichzeitig duckvolle, von der Southern-Schwüle des Mississippi Deltas durchsetzte, wunderbar melodische New Country-/Countrymusic mit durchaus traditioneller Basis, immer leicht angerockt und mit einem dezent rootsigen Touch versehen. Herzhafte E-Gitarren vereinen sich mit herrlichen Acoustic Gitarren, Dobros, Mandolinen, Fiddles, Steelguitars und einer immer knackigen Rhythmussektion. Das hat richtig Würze! Dazu besitzt Shelly eine ganz wunderbare, ungemein kraftvolle, voller Energie steckende, klare Stimme, fast wie eine powernde Kombination von Trisha Yearwood, Pam Tillis und Patty Loveless, aber mit dem Feuer ihres "Mississippi-Delta"-Blutes. Das Shelly Fairchild sich selbst voller Bescheidenheit als ein "simple, small-town Misssissippi girl" charakterisiert, spricht für ihren Charme. Immerhin hat sie es sofort geschafft, ist aber auch kein Wunder bei ihrer Klasse, direkt für ihre erste CD einen Major-Label-Deal zu ergattern, von den etablierten Songwritern der Szene sofort mit vollstem Vertrauen und dementsprechend gutem Songmaterial bedacht zu werden, ganz zu schweigen von den vielen in das Werk involvierten erstklassigen Musikern. Diese Entwicklung kommt allerdings auch nicht ganz zufällig. Shelly stammt aus einer musikbegeisterten Familie. Bereits in der High School sammelte sie erste Bühnenerfahrungen,
gefolgt von Anstellungen im Theater, sowie in großen Musicals, was letztendlich in einer fundierten Ausbildung ihrer Stimme mündete. Auch großes kompositorisches Talent darf man Mrs. Fairchild attestieren, was sie bei vier der insgesamt elf Songs dieses Silberlings eindrucksvoll beweist. Durchaus interessant vielleicht auch, daß die berühmte Motorrad-Marke Harley Davidson sie mittlerweile als Werbeträgerin an sich gebunden hat, was absolut nachbollziehbar ist. Mit ein wenig Verzögerung ist ihr großartiger Erstling (die Veröffentlichung wurde mehrere Male verschoben) mit dem zum gerade geschilderten Sachverhalt passenden Titel "Ride" nun endlich erhältlich. Schon ab der ersten Note des mit einer sexy-bluesigen Stimme vorgetragenen Openers "Kiss Me" spürt man förmlich, wie es in diesem feurigen schwarzhaarigen Vulkan brodeln muß, bis er letztendlich seine heiße Song-Lava eruptionsartig in die musikalische New-Country-Landschaft ablassen kann. Eine glühende, voller Southern Soul steckende, unter die Haut gehende, angerockte Ballade mit tollem Banjo- und Dobro-Picking, aber auch schön satten E-Gitarren und einer wunderbaren Melodie. Ein klasse Sound! Ihre Produzenten, Country-Veteran Buddy Cannon (Kenny Chesney, Reba McEntire, George Jones) sowie Kenny Greenberg (Edwin McCain, Allison Moorer, The Mavericks), im übrigen einer der gefragtesten Studio-Gitarristen der Szene und hier natürlich mit an Bord, haben ein sehr atmosphärisches, lockeres, und doch ungemein knackig abgemischtes Gesamtwerk hinbekommen. Man spürt oft die heiße, schwüle Luft des Mississippi-Deltas durch die Songs strömen. Sehr stark sind beispielsweise die temporeichen Stücke wie "Ready To Fall" (ein klasse New Country-Rocker) oder ihre
erste Single "You Don’t Lie Here Anymore" (voller Biker-Flair steckender Counmtryrock mit frischer Mandoline und herzhaften E-Gitarren), wo Shelly mit einer rotzfrechen "Röhre", sehr angenehm eine Art zurückhaltende Aggressivität versprüht. Toll! Herausragend auch ihr "dreckiger" Vortrag bei "Down Into The Muddy Water" mit glühender Slide, rockigen Rhythmusgitarren, Honkytonk-Piano, fetzigen Drums und fetten, aber nie nervenden Bläsereinsätzen, sowie einem filigranen Greenberg-E-Gitarren-Solo. Genial auch dieser locker, flockige Southern-Honkytonk-Blues "I’m Goin’ Back", ein rhythmischer Footstomper mit herrlichen Harmonika-Fills. Das sie es auch etwas ruhiger beherrscht, zeigen solch brillante Stücke wie die zweite Single "Tiny Town" (wunderbar melodischer, sehr satt instrumentierter New Country mit toller Steel, Fiddle, fetter E-Gitarre und kraftvollem Rhythmus), "Eight Crazy Hours" oder "Fear Of Flying" (herrlich frische, kraftvolle Country-Ballade im 3/4-Takt), wobei ihre innere Power dennoch stets gewahrt bleibt. Ein Vulkan eben! An den sinnbildlichen Vergleich anknüpfend, kann man nur auf viele weitere musikalische Nachbeben dieses Niveaus hoffen! Dafür: Good luck, Shelly! Dein Debut jedenfalls ist ein Knüller! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3250
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Goodwin, Carly - same [2004]
Wunderschöne, reine Countrymusic! Wir hatten es ja an anderer Stelle bereits erwähnt: Das ablaufende Jahr 2004 bescherte uns eine stattliche Anzahl ungemein vielversprechender, neuer Country-Talente, vor allen Dingen bei den "Mädels"! Diesem Trend folgend setzt die hübsche Carly Goodwin mit ihrem herrlichen Debut-Album nun nochmal ein vakantes Ausrufezeichen! So muß "pure female Country" einfach klingen! Schon im zarten Alter von 7 Jahren wurde das früh erkannte Talent der in Glens Falls/New York geborenen und in Los Angeles aufgewachsenen Carly durch professionellen Gesangsunterricht gefördert. Von da an trat sie immer wieder bei öffentlichen Veranstaltungen auf und entwickelte sich schnell zu einer viel beachteten Performerin. Früh entdeckte sie ihre Liebe zur Countrymusic! Sie selbst bezeichnet ihre Einflüsse als sehr weitreichend und nennt solch illustre Künstler wie die Beatles, die Eagles, Bonnie Raitt, Sheryl Crow, wie auch Patty Loveless, Garth Brooks, Trisha Yearwood und die Dixie Chicks als diejenigen, die sie am meisten beeindrucken. Über die Stationen Utah, Montana und Michigan landete Carly schließlich vor rund 2 Jahren in Nashville, wo sie ein Freund ihrer Großeltern mit mehreren etablierten Songwriter-Größen bekannt machte. Einer davon war der in der Szene höchst beliebte und geschätzte "alte Hase" Carl Jackson, der von ihr schlichtweg begeistert war und sofort mit ihr zusammenarbeiten wollte. Gesagt, getan! Jackson produzierte nicht nur Carly's hinreißendes Debut, er tritt auch als Musiker und Songwriter in Erscheinung! Was wir hören sind anspruchsvolle, frische, unverfälschte, von einer unwiderstehlichen Melodik und Lockerheit geprägte, mit einem gewissen Appalachian-/Mountain-Feeling versehene, wundervolle, pure Countrysongs, eingepackt in einem großartigen, semi-akustischen Full Band-Arrangement, die zuweilen etwas an die aktuelle Patty Loveless oder an eine sehr traditionell ausgerichtete Sara Evans (wie zu Zeiten deren ersten Albums) erinnern. Neben der Basis aus knackigen Drums und Bass bestimmen Dobros, Banjos, Steelguitars, Fiddles und Akustik Gitarren das Geschehen, immer mal wieder ergänzt durch ein feines Piano oder recht unaufdringlich agierende E-Gitarren - alles dargeboten von ausgezeichneten Musikern, wie z.B. Randy Kohrs (Dobro), Mike Johnson (Steel), Chris Wood (Drums), Catherine Marx (Piano), Aubrey Haney (Fiddle), Jeff King (E-Gitarre), usw. - und eben Carl Jackson (Akustik Gitarre, Banjo, Background Gesang)! Carly erfährt in den USA, vor allem auch unter den Musikerkollegen, bereits eine große Anerkennung. Das demonstrieren nicht nur die beiden klasse Duette mit Willie Nelson, mit dem sie dessen Klassiker "Crazy" in einer äußerst gelungenen Neufassung präsentiert, und ex-Nash Rambler Jon Randall bei der lupenreinen Honky Tonk-Nummer "Until then"! Das Album startet mit dem flotten, von großartigem Banjo und Dobro dominierten "Just another mountain" und läßt anschließend gleich einen richtigen Knüller folgen. "New night dawning" besticht durch eine wunderbare Frische, dieses bereits angesprochene Mountain-Flair und eine schier traumhafte Melodie. Was für eine feine, lockere, flotte "Pure Country"-Nummer! Tolle, dezent grassige Instrumentierung mit schöner Fiddle, Dobro und klasse Akustik-Gitarren - dazu Carly's herrlicher Gesang! "Beautiful way" ertönt in bester Patty Loveless, bzw. traditonell orientierter Martina McBride-Manier - knackig, frisch, mit feiner Baritone-E-Gitarre, toller Steel und wieder einer großartigen Melodie! Sehr stark auch der traditionelle, Steelguitar-getränkte Waltz "Was it as hard to be together", eine Carl Jackson/Rebecca Lynn Howard-Nummer (erinnert gar ein wenig an die frühen Tage von Emmylou Harris), das locker flockige, wie ais einer reinen, klaren Bergquelle entsprungenes Bächlein aus den Lautsprechern fließende "High on a mountain", das sehr knackige, mit einem guten Drive und klasse E-Gitarren-Picking ala früher Hot Band oder Vince Gill/Rodney Crowell versehene, traditionelle Uptempo-Stück "Destination heartache", das von herrlicher Steel dominierte, pure, wunderschöne "Still too blue" oder auch die prächtige Country-Ballade "Baby come back home"! Carly Goodwin liefert gleich mit ihrem ersten Album ein kleines Country-Meisterwerk ab, und das ohne Major-Label. Wünschen wir ihr den best möglichen Erfolg, denn genau das ist der musikalische Rahmen, den Nashville bräuchte um wieder in traditionellere Bahnen zurück zu finden, ohne dabei auf einen gewissen Pep verzichten zu müssen. Excellent, Carly, ein super Debut!

Art-Nr.: 2952
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
New night dawning
Beautiful way
High on a mountain
Still too blue
Baby come back home

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Heatherly, Eric - the lower east side of life [2005]
Eric Heatherly träumte schon von frühester Kindheit an, einmal ein großer Musikstar zu werden. Mit Erhalt seiner ersten Gitarre begann der in Chattanooga/Tennesse geborene Junge schon fast fanatisch seine Fingerfertigkeit zu trainieren, vorzugsweise nach Noten seiner Lieblings-Interpreten wie Creedence Clearwater Revival, Johnny Cash, Conway Twitty oder Roy Orbinson. 1991 entschloß er sich im Country-Mekka sesshaft zu werden und kämpfte sich zunächst mit schlecht bezahlten Auftritten und Gelegenheitsjobs durchs Leben. Die großen Labels wurden erstmals im Jahre 1995 auf den jungen Singer/Songwriter aufmerksam, der mittlerweile eine Daueranstellung mit einem wöchentlichen Gig im berühmten "Tootsie’s Orchid Lounge Club" ergattert hatte. Doch zunächst ließ Heatherly von seiner Maxime, sich nicht "verbiegen" zu lassen, nicht ab. Er schlug ein Angebot von Shania Twain aus, sie auf ihrer Welttournee 1998 als Gitarrist zu begleiten. Mit der Verpflichtung durch Mercury Records schien dann 2000 mit dem Erscheinen seines Debütalbums "Swimming In Champagne" der Weg zum Durchbruch endgültig geebnet zu sein,
zumal das darauf enthaltene Remake von "Flowers On The Wall" als Top Ten-Hit einschlug. Doch dem Glauben, endlich am Ziel seiner Träume angelangt zu sein, folgte die Ernüchterung. Sowohl Mercury Records als auch DreamWorks, zu denen Heatherly gewechselt war, verhinderten nacheinander aus nicht nachvollziehbaren Gründen das Erscheinen seiner bereits fertig gestellten Folgewerke. Zum Glück hatte sich Eric zwischenzeitlich, eher rein zufällig, ein zweites Standbein geschaffen. Er produziert (auf die Idee kam er durch einen schweren Unfall, den er und seine seither wohlbehütete Fender Gitarre aber unversehrt überstanden) aus alten Autogurten aufwendig gestaltete Gitarren-Umhängegurte, die unter Musik-Kollegen einer reißenden Nachfrage (u. a. Kid Rock, Brian Setzer, Lenny Kravitz) ausgesetzt sind. So konnte er es sich erlauben ein eigenes Label zu gründen, womit die Barrieren in Sachen Neu-Veröffentlichungen nun endlich Schnee von gestern sind. Und so dürfen wir uns jetzt über sein sehr persönliches, neues Album "The Lower East Side Of Life" richtig freuen, denn Heatherly hat ganz hervorragende Arbeit geleistet. Knackiger, teilweise schön angerockter (-popter), wenn auch im Tempo oft gemäßigter, New Country in einem sehr modernen, zeitgemäßen Gewand, ohne dabei je in dem sonst zuweilen üblichen Nashville-Überproduktions-Bombast uzu versinken. Klasse! Kommt der Eröffnungstrack "Judging Beauty" mit seinen satten Stones-like Riffs noch recht fetzig aus den Boxen (der Stil erinnert ein wenig an die Warren Brothers), so werden im Verlauf der CD, bis auf zwei weitere Ausnahmen (das Titelstück und die Rockabilly-angehauchte Country-Uptemponummer "Way Down"), wie gesagt, zumeist ruhigere Töne angeschlagen. Dies allerdings alles in einem tollen musikalischen Gewand, wobei Heatherly textlich tiefe Einblicke in sein Gefühlsleben offenbart (z.B. "Job", "Ruin" oder "Whatever Happened ... To Me"). Natürlich rechnet er auch mit der Musikbranche ab, indem er die "Züchtung" von "großen Stars", die nicht mal einen Akkord spielen können, scharf kritisiert, und verarbeitet auch seine Erlebnisse mit den Majorlabels ("Who Needs Enemies With Family Like You"). Fast sämtliche sauber und glasklar dargebotenen Instrumente (Gitarren, Bass, Mandolinen, Drums, Keyboards, Harmonicas...) hat Eric selbst eingespielt, alle Lieder komponiert, gesungen und produziert, nur in Auszügen durften sein Toningenieur Jose Arbelaez und die Herren McHugh, Morrow und Darken Piano-, Schlagzeug- und Percussion-Dienste beifügen. Es scheint, Eric Heatherly habe, nicht nur seit der Geburt seiner Tochter, der im übrigen auch zwei Songs gewidmet sind, nun seinen inneren Frieden gefunden.und dies in kreative musikalische Energie auf einem beachtlichen Niveau umwandeln können. Respekt, Mr. Heatherly, ein klasse Album! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3247
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Hill, Faith - fireflies [2005]
In Sachen Faith Hill können wir mit zwei Nachrichten aufwarten: Einer Guten und noch einer Guten. Zum einen ist der weibliche Superstar (fünf Mehrfach-Platin-Alben, neun Nr. 1 Hits , mehrfache Grammy Gewinnerin) von ihrem Ausritt in bombastische Pop-Gefilde endlich wieder in heimatliche, "richtige" (New)Country-Gefilde zurückgekehrt, zum anderen ist ihr nach fast dreijähriger Pause mit ihrem sechsten Silberling "Fireflies" dabei auch noch eine solch starke Scheibe gelungen (vielleicht ist es sogar ihr bestes Album bis dato überhaupt), die zweifellos jede Menge Fans, die sich erbost von ihr abgewendet hatten, wieder zurück ins Boot holen wird. Produziert hat Faith einmal mehr mit Dann Huff, mit dabei am Mischpult aber auch der etatmäßige Weggefährte ihres Ehemanns Tim McGraw, Byron Gallimore! Beim Durchblättern des umfangreichen Bookletts (mit allen Texten) fällt sofort auf, dass Faith bei der Auswahl der vielen exzellenten Songschreiber (u.a. The Warren Brothers, Rivers Rutherford, Darrell Scott, Craig Wiseman) diesmal insbesondere auf zwei Komponisten gesetzt hat: Mit John Rich (Part des angesagten und im Moment mega erfolgreichen Duos Big & Rich) und der zierlichen Americana-Singer/Songwriterin Lori McKenna wurden fast die Hälfte der 14 neuen Stücke abgedeckt, die sich trotz ihrer unterschiedlichen Ansätze wunderbar ins Gesamtgefüge des Albums integrieren. Rich ist naturgemäß mehr für die lockere Gangart der Lieder verantwortlich, während McKenna der textlich anspruchsvolleren Note Genüge tut, aber auch erstaunlich schöne Melodien damit verbindet. Dazu sind sämtlich Songs, ob knackiger New Country oder traditionell verwurzelte, herrlich dahin fließende, entspannte Nummern in wunderbare, reine Arrangements verpackt. Das ist logischerweise nicht zuletzt ein Verdienst der, wie immer, überragend agierenden Musiker. Bis in die kleinsten Ecken, und gleich mehrfach, ist jedes Instrument mit den absoluten Könnern des Genres besetzt worden. Wenn man sich allein die Liste der Background-Sängerinnen und -Sänger einmal anschaut, wird einem ganz flau im Magen: Vom Vulkan Bekka Bramlett, über Wes Hightower, Rhonda Vincent, Kelly Willis, Bret Warren, Perry Coleman, Lisa Cochran und einigen anderen, bis hin zu ihrem Gatten Tim McGraw reicht die Liste - alles absolute Hochkaräter. Letztgenannter "haucht" bei der romantischen, aber kraftvollen Ballade "Like We Never Loved Before" (aus der Feder von John Rich) so unnachahmlich dazwischen, dass dieser Song durchaus die Nachfolge des einst so erfolgreichen Duetts der beiden "It’s Your Love" antreten könnte. Als erste Single wurde jedoch "Mississippi Girl" ausgewählt, auf "Fireflies" nach dem, wie es der Titel schon verspricht, flockigen Sommersong "Sunshine and Summertime" (getragen von einem relaxten Banjospiel), der das Werk mit angenehmer Temperatur eröffnet, als zweiter Song platziert. "Mississippi Girl", ist ein knackiger, flotter Song mit leichtem Southern-Flair, durchsetzt von den schönen, rockigen Gitarrenriffs eines Tom Bukovacs, klasse Mandolinen-Begleitung von Darrell Scott, einem kleinen E- und Steel- Gitarren-Schlagabtausch der Herren Huff und Dugmore, dazu dezente Akkordeon-Untermalung von Tim Lauer! Das Stück hat bereits zurecht Platz vier der Country-Billboard-Charts mit Blick nach oben erklommen. Wird wohl Faith's nächste Nummer 1 werden! Die allerletzten Zweifel der Countrygemeinde, daß Faith wieder auf die richtigen Pfade zurückgefunden hat, dürfte dann das großartige "Dearly Beloved" vom Tisch wischen, wo richtig traditionell mit herzerfrischendem Gefiddel die Post abgeht, und so manche Squaredance-Truppe vor eine neue Aufgabe gestellt werden dürfte. Erwähnenswert, wie gesagt, aber auch die drei McKenna-Stücke "Stealing Kisses", der wunderbare Titeltrack "Fireflies" (mit toller Akustikgitarren- Mandolinen- und Dobroarbeit), sowie "If you Ask", die dem Gesamtwerk viel Tiefe vermitteln und Faith’s ganze Gesangsklasse offenbaren. Aufgepeppt wird die Geschichte dann mit tollen Gute-Laune-Nummern wie zum Beispiel "The Lucky One", geschrieben von den Warren Brothers, allerdings nicht zu verwechseln mit deren Stück "The Lucky", oder dem von einer kratzigen Mandoline geführten, leicht rootsigen "We’ve Got Nothing But Love To Prove", das sogar ein kleines überraschend angedeutetes Steel-Reggae-Break enthält, auch ein kleines Indiz für die spürbare Spielfreude der beteiligten Akteure. Auffällig ist, wie mit zunehmender Spieldauer solche den ursprünglichen Country-Traditionen zuzuordnenden, typischen Intrumente wie Mandoline, Dobro, Fiddle, Akkordeon neben den allseits brillant dargebotenen Akustik- und E-Gitarrenparts von Bukovac, Huff, Greenberg und Co. für immer mehr Akzente sorgen. Die mit gut 57 Minuten Spielzeit recht üppig ausgestatte CD lässt von vorn bis hinten keine Wünsche offen! Der "Back-To-The-Roots-Trip" der immer noch blendend aussehenden Faith Hill macht richtig Spaß! Das ist die Faith Hill, die die Countryfans hören wollen! Kompliment, Mrs.Hill, und die alten Sünden sind verziehen! Übrigens: Sollte in Europa wieder eine nachträglich poppig eingefärbte Extra-Ausgabe dieses Albums erscheinen, bei uns gibt's immer die Original US-Country-Ausgabe!! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3422
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Hobbs, Becky - songs from the road of life [2004]
"Oklahoma cowgirl" Becky Hobbs ist wieder da! Die auch in Europa äußerst beliebte "piano-pounding, whiskey-voiced" Honky Tonk-Sängerin, deren größter Hit "Jones on the jukebox" sicher noch zahlreichen Countryfreunden in den Ohren liegt, erfreut ihre vielen Fans auf dem sehr persönlichen, neuen Album "Songs from the road of life" einmal mehr mit 12 neuen Songs der ihr typischen, lupenreinen, viel Power versprühenden, traditionellen Honky Tonk-Roadhouse-Countrymusic, mit der sie sich auch in der Nashville-Szene einen so großen Namen machte. Ihre Songs wurden in der Vergangenheit (sie ist ja auch eine sehr talentierte, anerkannte Songwriterin) von vielen Music City-Größen, wie z. B. Conway Twitty, George Jones, Glen Campbell, Emmylou Harris, Janie Fricke, Ken Mellons, Lacy J. Dalton, John Anderson, usw..., aufgenommen. Unvergessen auch der Alabama-Klassiker "Angels among us", den sie ebenfalls mitkomponierte. "Beckaroo", wie sie liebevoll von ihren Freunden und Fans genannt wird, hat sich nie von modernen Strömungen leiten lassen, sondern blieb immer den ursprünglichen Country-Traditionen treu. So ist das auch auf ihrem neuen Album! Klassische Countrymusic mit viel Energie (auf der Bühne erlebt man sie als regelrechten "Wirbelwind", die bei ihren Piano-Einlagen gern schon mal ein "wildes" Jerry Lee Lewis-like Solo hinlegt) durch und durch! Aber auch die ein oder andere Ballade fehlt nicht! Los geht es jedoch standesgemäß mit dem fetzigen Piano-driven Roadhouse Honky Tonker "Woman gettin' older", der so manchen müden Cowboy und Trucker wieder auf Trab bringen dürfte - feine E-Gitarren mit anschließendem, dynamischem "Piano-Geklimper" inklusive! Danach hören wir, wie es der Titel "Another man in black" schon vermuten läßt, eine prima Hommage an den großen Johnny Cash, locker, traditionell, mit schöner Steelguitar und den typischen Cash-like Riffs ausgestattet. Zu den weiteren Höhepunkten zählen die romantische Ballade "Time stands still", das melodische, viel Frohsinn versprühende "No more war" (übrigens auch als Single ausgekoppelt), das mit einem flockigen Rhythmus versehene, mit feinem Akkordeon aufgepeppte, schöne "Vienna", der astreine, pure, klassische Honky Tonker "What are you doin' in my dreams" mit seinen gelungenen Fiddle- und Gitarren-Passagen, sowie die beiden powernden Honky Tonk-Countryrocker "Girls night in" und "Kiss my ashes"! Hardcore traditional Honky Tonk Countrymusic mit Herz - Becky Hobbs bleibt ihren Roots auch anno 2004 treu! Erwähnt sei hier auch das sehr gelungene, 16-seitige Booklet mit vielen schönen Fotos und allen Songtexten!

Art-Nr.: 3032
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Woman gettin' older
Another man in black
No more war
What are you doin' in my dreams
Kiss my ashes

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Hot Apple Pie - same [2005]
Hot Apple Pie sind ein neu gegründetes, erstklassiges New Country-Quartett um den Ex-Little Texas-Keyboarder Brady Seals! Der hatte, ähnlich wie der zweite "Kopf" dieser einst sehr erfolgreichen Truppe, Tim Rushlow, in den letzten Jahren auf Solopfaden geweilt und auch diverse, weniger erfolgreiche Werke (u. a. "The Truth" und "Thompson Street") eingespielt, die aber eher der Rock-/Pop-Sparte zugeordnet werden müssen. Umso erfreulicher, daß sich Seals jetzt mit seiner neuen Band doch wieder, wie auch Rushlow, "reumütig" in ein Kollektiv zurückkehrt, das sich wieder eindeutig der Country-Schiene zuwendet. Gut so! Denn bei Hot Apple Pie, mit ihrer tollen, immer knackigen, frischen, sehr peppigen, exakt die Balance zwischen traditionellen Roots und modernem Countryrock-Sound treffenden Mixtur, stimmt das Konzept von vorn bis hinten. Zum einen die Band: Mit Mark "Sparky" Matejka (spielte schon für Charlie Daniels, The Kinleys, Sons Of The Desert) an den Gitarren und Banjo, sowie Drummer Trey Landry sind zwei hochgradig begabte Musiker an Bord, die Brady auch schon zu Solo-Zeiten unterstützten, hinzu stieß mit Keith Horne (Bass und Akustik Gitarre) ein weiterer, etablierter Könner (tourte u. a. mit Tanya Tucker, Waylon Jennings, Peter Frampton, Ricky Van Shelton, Trisha Yearwood und Lonestar), was natürlich die hohe musikalische Kompetenz schon erahnen läßt. Zudem fungieren als Gäste die
Steel-Koryphäen Paul Franklin und Dan Dugmore, sowie als Duett-Partner Willie Nelson bei dem astreinen Barroom-Heuler "Slowin’ Down To Fall". Zweitens die Songwriter: Seals stammt ja aus einem richtigen Musiker-Clan (Country-Star Dan Seals, Pop-Ikone Jimmy Seals von Seals & Crofts, die Komponisten Troy und Chuck und sogar Cousin T. J., alias Kizzy Plush)! Von letzterem erhielt er kompositorisch hier auch tatkräftige Unterstützung, ebenso wie von solch klangvollen Namen wie Rodney Crowell, Jeffrey Steele, Al Anderson oder Mike Reid! Drittens die Zusammenstellung des Songmaterials: Es gelang 13 wunderbar abwechslungsreiche, sehr melodische und im richtigen Rhythmus aufeinander abgestimmte Songs zu kreieren, auf dem die Band ihr versiertes Können vielfältig einbringen konnte. Viertens der Musikstil: Es wurde wieder auf die Karte New Country/Country-Rock gesetzt, eine Sparte in der sich alle Beteiligten spürbar wohl fühlen. Nicht selten wird man wieder an Little Texas erinnert, wie auch an knackige Restless Heart, zuweilen mit einem feinen Schuß Moderne ala Big & Rich! Macht einfach riesig Spaß den Jungs zuzuhören. Die CD startet gleich mit dem großartigen "Fun"-Stück "Hillbillies", wo in spaßiger Weise die Neigungen dieser Spezies besungen werden. Tolle, groovend funkige Note, nicht zuletzt durch einen klasse Upright Bass, southern-lastige Slide-Läufe, feine Twin-Einsätze und eine klasse "Hey-Hillbilly"-Mitgrölpassage am Ende. Wird sicherlich ein Live-Kracher! Nach der peppigen, mit tollen Gitarren und prächtuger Steel ausgestatteten, gut tanzbaren, melodischen New-Country-Uptemponummer "We’re Makin’ Up", ein wenig an Little-Texas-Zeiten erinnernd, folgt mit "California King" ein balladesker, autobiographisch zu sehender Song, der Seals' Solo-Jahre in Los Angeles beleuchtet ("I packed my guitar and hopped a train and made my escape, and I took only good memories with me.., this small town boy’s goin’ back to Tennessee, California king… just ain’t me"). Tolles Akustik-Intro, herrliche E-Gitarren-, Akkordeon- und Organ-Fills - ein packender Vortrag! Im Prinzip jagt ein Highlight das nächste! Sehr stark auch die mitreißende, schnell gespielte Coverversion von The Band's/Robbie Robertson's 35 Jahre altem "The Shape I’m In" im traditionellen, grassig rockigen Outlaw-Flair und mit herrlichen Instrumental-Gitarren-Schlagabtauschen (besonders imponierend das Akustik-Solo von Keith Horne), sowie einem bluesig integriertem Harmonika-untermalten Break. Ein southern-swampiger Rocker der Marke Jeffrey Steele/Anthony Smith mit knackigem Gitarrensound und schwülen Organ-Tupfern ist "Redneck Revolution". Die wunderbare Ballade "Annabelle (Arkansas Is Callin’ You)", aus der Feder von Brady und Rodney Crowell lädt dann mal zum Relaxen ein - eine sehr entspannte Nummer! Nach zwei weiteren, herrlich eingängigen New Country-Stücken bildet mit "All Together Now" nochmal ein echter Hit den Abschluss, der wieder jede Menge Leckerbissen enthält: Schönes Piano-Intro, dezentes Southern-Flair, tolle Harmoniegesänge, heulende Orgel, starkes E-Gitarren-Solo, inbrünstig gesungener Refrain mit Southern/Country-typischem Langziehen der Endsilben einer Zeile und ein Accapella-Break und Beatles-ähnlichem, "Hey Jude"-mäßigem "Na-Na-Na"-Finale! Ein Song mit Langzeitwirkung, genau richtig positioniert! Brady Seals Rückkehr zu seinen Wurzeln dürfte die richtige Entscheidung gewesen sein. Von Hot Apple Pie wird man wohl in Zukunft in dieser Konstellation noch einiges geboten bekommen. Fest steht: Das ist sicher die heißeste Apfeltorte, der bisher in Amerika produziert wurde. Starke CD! (Daniel Daus)!

Art-Nr.: 3423
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Kendall, Jeannie - all the girls i am [2005]
Zweites Solo-Projekt von Jeannie Kendall, den meisten Country-Experten sicher noch ein Begriff als Part des Vater/Tochter-Duos "The Kendalls", das mit "Heaven’s Just A Sin Away" wohl seinen größten Hit erzielte; ein Lied, das immerhin unter den 100 wohl besten, jemals geschriebenen Country-Songs gelistet wird. Nach dem tragischen Tod ihres Vaters Royce im Alter von nur 63 Jahren, brachte Jeannie ihr Debüt 2003 im Country-Bluegrass-Stil als reines Akustik-Album heraus und erntete dafür verdientermaßen hervorragende Kritiken von allen Seiten. Jeannie und ihre Produzenten Brien Fisher und Mike Stults entschieden sich beim jetzt vorliegenden, wieder sehr gelungenen Nachfolger "All The Girls I Am" allerdings für eine recht vielseitige Scheibe mit allem "Drum und Dran". Wobei man dem Independant Label "CbuJ Entertainment" eine erstaunliche Bereitschaft attestieren muss, in Sachen Personal, Technik und Gestaltung zu investieren.Unglaublich, welcher Aufwand hier betrieben wurde. Sehr interessant vor allem die im Booklet von Stults detailgetreue Wiedergabe der Entstehung dieser CD aus Sicht eines Co-Produzenten, wo zum Teil ziemlich aus dem Nähkästchen geplaudert wird. Nett gemacht! Ziel der neuen Scheibe war es allerdings auch, einmal phasenweise aus den traditionellen Bahnen auszubrechen, und die eine oder andere nicht unbedingt countrytypische Note einzuflechten, ohne insgesamt die Countryroots aufzugeben. So hat das eröffnende Titelstück durch ein hier als "Penny Whistle" bezeichnetes (Flöten-)Instrument, gespielt von Harmonika-Koryphäe Jim Hoke (laut Liner Notes rannte er, als er das Demo zu hören bekam, mal eben zwei Blocks nach Hause, holte die Flöte, und fügte nach Rückkehr ins Studio seine Ideen in den Song ein, und alle waren restlos begeistert) ein wunderbar keltisches Flair. Ein sehr atmosphärisches Stück, wobei sich Jeannie’s dünne, helle Stimme irgendwo zwischen Dolly Parton und Cyndi Lauper einzupendeln scheint. Komponiert übrigens von der australischen Opern Sängerin Amanda Colliver, die auch den Harmonie-Gesang beisteuerte. Oder "Keep Us Warm", das unter dem Motto "Country meets Melodic Pop-Rock" stehen könnte. Geschrieben und eingespielt von einem schwedischen Trio (Malmberg/Johansson/Axelsson), wobei Jeannie’s Gesang in Nashville aufgenommen und beifügt wurde. Die Bänder wanderten einige Male zwischen den Staaten und Europa hin und her. Stults bezifferte allein den Aufwand für die Abmischerei mit 80 Stunden Arbeit. Ein toller, moderner Song mit leichtem Stevie-Nicks-Flair und feinen E-Gitarren. "(Somewhere Between) Heaven & Mexiko", eigentlich für Interpreten wie Bobby Bare oder Mark Chesnutt gedacht, hatte laut Meinung der Macher, dann doch eher "Girl-Charakter", und gab Jeannie Gelegenheit sich mit einer zum Titel passenden spanischen Horn-Section auseinander zu setzen. Herausgekommen ist eine großartige, lupenreine, locker flockige und melosische Countrynummer voller herrlichem Tex-Mex-Feeling! Dann die wunderbare, entspannte und flüssige Country-Ballade "Wild honey" im semi-akustischen Gewand mit schönen Dobro-, Fiddle,- und Steel-Klängen! Also jede Menge "Spielereien", dennoch immer in sich geschlossen wirkend, ein toller, klarer Sound... - das heißt: Experiment eindrucksvoll gelungen! Die traditionelle Seite wurde aber, wie gesagt, nicht wirklich vernachlässigt. Dazu konnten sich jede Menge erstklassiger Instrumentalisten auf dem Werk austoben, wobei Sonny Garrish am Steel und Larry Beaird an der Akustik-Gitarre, Mandoline und Banjo zu den auffälligsten Akteuren zählen. Ein Genuß auch immer wieder den brillanten Brent Mason an der E-Gitarre zu hören, der bei Stücken, wie "Just A Memory" (eine Nummer vom Debütalbum, diesmal als "Electric Version") oder "It Always Rains" einmal mehr beweist, warum er in Nashville zu den absoluten "Giganten" der Gitarrenspieler gezählt wird. Sehr schön auch die Neueinspielung des Kendalls-Stückes "Make A Dance", bei dem die Harmonievocals ihres verstorbenen Vaters mit eingebracht wurden. Insgesamt ein tolles Jeannie Kendall-Album, das wunderbar den Bogen vom traditionellen Country zum modernen Country-Pop spannt, und sicher für Verfechter beider Ausrichtungen bestens geeignet sein dürfte. Und bei allen Mädels, die Jeannie laut Titel in sich vereint, ist eines sicher: Sie ist ein klasse singendes Girl! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3244
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
(Somewhere between) Heaven & Mexico
Wild honey
Keep us warm
Just a memory
It always rains

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Lambert, Miranda - crazy ex-girlfriend [2007]
Wow, hat diese Frau Feuer! Ohne Zweifel, Miranda Lambert gehört zu den talentiertesten, besten, mit offenbar immensem Potential gesegneten, aufregendsten Country-Künstlerinnen, die in den letzten Jahren Nashville's Bühne betreten haben. War ihr 2003er Major Label-Debut "Kerosene" schon ein Knüller, so setzt sie mit ihrem neuen Werk "Crazy ex-girlfriend" glatt noch einen drauf und untermauert in beeindruckender Weise ihr Image als das "tough chick" der neuen Country-Generation. "These are hard-hitting Country songs delivered with a classic outlaw strut and a vicious modern punch", heißt es in einem US-Review. Ja, sie ist eine "junge Wilde", die Tradition und Moderne, rootsiges, rockiges Americana-Flair und pure Country-Klänge, klassisches Outlaw-Feeling und raue, rebellisch aufmüpfige Countryrock-Klänge unwiderstehlich miteinander verbindet. Bringt das Schwung in die manchmal so biedere Welt Nashville's! Ihre Begabung scheint grenzenlos, genau wie ihre Musik. Die temperamentvolle Texanerin ist eine tolle, mit einer klaren, kraftvollen Stimme ausgestattete Sängerin, aber sie ist auch eine Top-Songwriterin (lediglich 3 klug ausgewählte, für sie geradezu maßgeschneiderte, großartige Coverversionen stammen nicht aus ihrer Feder), der es mit Bravour gelingt tobende, mächtig abgehende, rotzige Uptempo-Countryrocker zu schreiben, ebenso wie einfühlsame, seelige, dennoch immer viel Energie ausstrahlende, lupenreine, traditionelle Country-Balladen. All das wird in abwechslungsreiche, genauso raffinierte, wie spannende, eingängige und melodische Arrangements verpackt, die Miss Lambert's brillante Gratwanderung zwischen peppigen, errfrischendem Nashville Country und rootsigem, trockenem Texas-Staub eindrucksvoll demonstrieren. Rockende E-Gitarren und fetzige Rhythmen sorgen auf der einen Seite für zügellose "Wild West Country Power", dem gegenüber stehen lockere, erfrischende Midtempo-Nummern und auch mal ein astreiner Steeguitar-getränkter Country-Waltz. Miranda's Stimme erinnert manchmal dezent an die von Natalie Maines (Dixie Chicks), dann scheint es, als fege sie voller Staub an den Sporen wie ein weiblicher Chris Knight über die "Texas-Plains", bei den traditionell ausgerichteten Songs widerrum sind Vergleiche zu Alison Moorer, Trisha Yearwood oder Patty Loveless legitim, aber auch als eine Art "neue Carlene Carter" geht sie durch, und das nicht nur aufgrund des letzten Songs auf dem Album, einer wirklich wundervollen Neu-Interpretation der traumhaften von Carlene Carter und Susanna Clark geschriebenen Country-Ballade "Easy from now on", die ja Emmylou Harris (im übrigen eine von Miranda's Heldinnen) einst zum "Quasi-Titelstück" ihres legendären "Quarter moon in a ten cent town"-Albums machte. Los geht's aber mit dem bärenstarken "Gunpowder & lead", einem mit swampigen Acoustic Gitarren, fetten Lead Guitar-Attacken und druckvollem Drumming ausgestatteten Power-Countryrocker, dessen furioser, viel Southern-Staub aufwirbelnder Ritt schließlich mit einem akustisch prächtig in Szene gesetzten, finalen Schuß aus einem "rauchenden Colt" abrupt endet. Toll! Ein großartiges Old Time-Feeling (starke Hank Williams-mäßige Hawaiian-Steelguitar), viel Tradition und ordentlich "dreckiger" Roots-Drive paaren sich bei dem dynamischen, roughen Honky Tonker "Dry town" (eine Nummer von Gillian Welch und David Rawlings), ehe herrlich transparente Acoustic Gitarren-Licks den traumhaft melodischen, knackigen, trockenen "Killer"-Countryrocker "Famous in a small town" einleiten. Hat diese Nummer Biß und Feuer! Viel Dynamik, tolle Gitarren, eine dezent eingesetzte Mandoline und eine feine Mundharmonika sorgen zusammen mit Miranda's leidenschaftlichem Gesang für die absolute "New Country-Gänsehaut"! Noch so ein tougher, rootsiger, wilder, dennoch durchau traditionell verwurzelter Country-Ritt folgt mit dem furiosen Titelstück "Crazy ex-girlfriend". Man hat den aufwirbelnden Staub regelrecht vor Augen. Peitschendes Drumming, eine "ausgetrocknete" Banjo-Untermalung, tierisches E-Gitarren-/Orgel-Zusammenspiel - Miranda rocks! Dann wird es etwas ruhiger: "Love letters" ist ein wunderschöner, purer Countrywaltz mit großartigem Honky Tonk-Klavier, heulenden Steelguitar-Einsätzen und einer Melodie, die abermals für Gänsehaut sorgt. Es folgt das erfrischende, lockere, mit zauberhaften, genauso vielfältigen wie transparenten Gitarren und einer klaren, reinen Mundharmonika instrumentierte Midtempo-Stück "Desperation", dann die in bestem Dixie Chicks-Stil präsentierten Ballade "More like her", ehe sie mit viel southern-rockin' Wüsten- und Ghost Town-Flair bei dem abgehenden "Down" (klasse E-Gitarren, bluesige Harp-Tupfer) wieder ordentlich Gas gibt. Sehr stark auch noch der riffige, knackige, satte, dabei herrlich melodische New Country-Knaller "Guilty in here", wie auch ihre tolle Interpretation der großartigen Patty Griffin-Nummer "Getting ready" (im Original auf Griffin's vorzüglichem "Children running through"-Album)! Welch immenses Standing Miranda Lambert bereits in Kollegen-Kreisen genießt, beweist sicher auch die große Schaar an außergewöhnlichen Musikern, die sie bei dem Album unterstützten, als da wären: Die großartige Gitarren-Armada mit Richard Bennett, Waddy Wachtel, Jay Joyce, Randy Scruggs und Mike Wrucke, Chad Cromwell an den Drums, der legendäre, in Southern- und Jam-Kreisen so angesehene Chuck Leavell an den Tasten, Glenn Worf am Bass, Russ Pahl an der Steel, Buddy Miller (Background Gesang), usw.! Die US-Presse feiert "Crazy ex-girlfriend" schon jetzt, wo erst ein Drittel des Jahres 2007 vorüber ist, als "one of the best albums of the year"! Dem schließen wir uns vorbehaltlos und mit allem Nachdruck an! Dieses Werk wird zu den besten Country-Scheiben 2007 zählen, da gibt es keinen Zweifel! Miranda Lambert hat mit dem für viele Künstler so schweren Nachfolger eines mega-erfolgreichen Debuts ihr Meisterstück gemacht! Ganz groß!

Art-Nr.: 4814
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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McBride, Martina - martina [2003]
Martina McBride: Über 11,5 Millionen verkaufter Platten in den USA, 6 Nr.1 Country-Singles-Hits, unzählige Top 10-Erfolge, in den letzten Jahren überhäuft mit Auszeichnungen - und immer hat sie es geschafft (was wirklich nur ganz wenigen gelingt) zielsicher und präzise den schmalen Grat zwischen modernem und angesagtem, kommerziellem Nashville Mainstream Country, höchst niveauvollem Songmaterial und sehr anspruchsvollem Gesangsvorträgen zu treffen. Nie rutscht sie in den allzu orientierungslosen "Nash-Vegas"-Kommerz ab! Auch mit dem neuen Album, dem ersten seit über 4 Jahren (die "Greatest Hits-Sammlung" einmal ausgenommen), gelingt ihr das auf beeindruckende Art und Weise. Kompliment! Frischer Country/Country-Pop/New Country at it's best! Insgesamt gibt es diesmal vielleicht ein paar mehr Balladen als üblich, doch natürlich hören wir auch einige wunderbar schwungvolle und knackige Titel. So rum Beispiel die Eröffnungsnummer "So magical"! Herrlicher, sehr positive rüberkommender, frischer, melodischer Uptempo New Country mit einer transparenten Instrumentierung aus Fiddles, Mandolinen, Steel und Gitarren. Ein typisches Martina-Stück, mit dem sie nahtlos an ihre ganz großen Erfolge anknüpft. Genauso, wie mit der großartigen Midtempo-Nummer "She's a butterfly". Wieder eine dieser tollen Melodien, wieder kommt diese Frische rüber! Einige kurze Streicher-Momente vertragen sich bestens mit den übrigen Instrumenten, wie Mandoline und Violine! Ja, und Martina's Stimme? Wie immer, einfach fantastisch! Klar, rein, sauber, und mit einer ungeheuren Power ausgestattet, trägt sie die Songs dennoch vor - nie zu überladen. Alles paßt prima! Toll, wie dieses Organ zum Beispiel bei einer Ballade, wie "How far", übrigens mitkomponiert von Jamie O'Neal, zur Geltung kommt. Prächtig gelungen ist auch die, bereits Richtung Charts-Spitze marschierende, erste Single "This one's for the girls", eine dezent rockende, flotte Uptempo New Country-Nummer mit schön knackigen E-Gitarren. Bei "Reluctant daughter" begibt sie sich sogar, und auch das gelingt ihr voll überzeugend, auf Acoustic Country-/ Bluegrass-Terrain. Eine wunderbarer, sehr traditioneller, entspannter Song mit tollem Akordeon, Fiddle und feinster Mandoline, gespielt von Ricky Skaggs, der darüber hinaus auch noch, genau wie Sharon White, im Background mitsingt. Interessant auch der Final-Track des Albums: eine Live-Version des Klasikers "Over the rainbow", bei dem Martina stimmlich nochmal alles gibt. "Martina" ist ein weiteres, großartiges Album in der Reihe der vielen, starken Veröffentlichungen, die uns diese Künstlerin in ihrer beeidruckenden Karriere schon beschert hat - ein weiteres, beachtliches Werk von einer der herausragenden Stimmen Nashville's, geschätzt von Fans und Musiker-Kollegen gleichermaßen.

Das komplette Tracklisting:

1. So Magical - 3:51
2. She's a Butterfly - 3:59
3. City of Love - 2:59
4. This One's for the Girls - 4:03
5. How Far - 3:55
6. Reluctant Daughter - 2:35
7. Wearing White - 2:50
8. When You Love Me - 4:30
9. In My Daughter's Eyes - 3:13
10. Learning to Fall - 3:55
11. God's Will - 5:49
12. Over the Rainbow (Live) - 3:34

Art-Nr.: 2071
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 6,90

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Messina, Jo Dee - delicious surprise [2005]
Curb Records ist in der New Country-Szene eines der Label, die den meisten Aufwand für ihre unter Vertrag stehenden Performer betreibt. Um in den Genuß dieser Vergünstigungen zu kommen, muß in der Regel allerdings seitens des Künstlers im Vorfeld beständige und erfolgreiche Arbeit geleistet worden sein. Diese Attribute kann Jo Dee Messina mit gutem Gewissen für sich beanspruchen. Nach ihrem 2003 erschienen "Greatest-Hits"-Album, das sich monatelang, auch aufgrund vier toller neuer Bonustracks, in den Charts hielt, hat die Wartezeit nun ein Ende. Mit "Delicious Surprise" präsentiert der 34-jährige Rotschopf sein fünftes Werk. Und das ist wieder mal hervorragend gelungen! Sämtliche Songs sind der temperamentvollen, Energie geladenen Sängerin regelrecht auf den Leib geschrieben, wobei sie zu einem Drittel der Kompositionen selbst beigetragen hat. Wie anfangs erwähnt hat Curb Records frei nach dem Motto "Hier wird nicht gekleckert, hier wird geklotzt" ein sicher außergewöhnliches Budget für diese Produktion angesetzt. Die Reglerknöpfe übernahmen neben Jo Dee, wie sich bereits früher andeutete, klingende Namen wie Byron Gallimore, Tim McGraw und Mark Bright. Bei den Songwritern kann man sich an den allseits bekannten Hitgaranten wie u. a. Chris Farren, George Teren, Tom Shapiro, Joe Diffie, Anthony Smith, Mark Selby, Katrina Elam, Hillary Lindsey, Troy Verges oder Brett James erfreuen, in Sachen Musiker ist die lange Liste der erstklassigen Leute noch erheblich länger. Jede Position ist an den genretypischen Instrumenten mindestens zweifach besetzt. Zudem wurde noch ein aufwendiges, sehr professionelles Fotoshooting integriert, wobei das Faltplan-artige, neunseitige Cover, dass zudem alle wichtigen Infos enthält, auf der Rückseite zu einem Poster (Jo Dee in einer Flicken-Lederhose mit E-Gitarre, ein wirklich tolles Bild) aufgeklappt werden kann. Die männliche Klientel darf sich sogar freuen, Jo Dee auch mal bauchfrei betrachten (Backcover) zu können. Achja, und das wichtigste, die Musik paßt natürlich auch. Knackig, satter, moderner New Country-Pop, der voll im Safr steht! Jo Dee, wie man sie kennt und liebt! Schon der Opener "Not Going Down", eine äußerst frische, Energie geladene Nummer mit knackigen Drums, schönen Backgrounds und dezenten Orgeltönen, präsentiert die Messina wie eh und je. Man spürt förmlich, wie "heiß" sie auf dieses Album war - übrigens ihr "Ehrlichstes" laut eigener Aussage in den Credits. "Delicious Surprise (I Believe It)" hat, wie auch die erste Single "My Give A Damn’s Busted" versprüht sogar leichtes Southern-Flair. Beide Nummern rocken richtig klasse, mit kratzigen Fiddels, klasse Dobro-Passagen und dezentem, aber gutem E-Gitarrenspiel. Die genannte erste Single erinnert in Auszügen, bei zum Teil eingefügten Sprechpassagen, etwas an eine Shania Twain. Das Stück hat in den Billboard-Carts bereits Platz 5 erklommen, mit Pfeil nach oben, und das Album wird, da muß man kein Prophet sein, in Kürze nachziehen. Sehr schön auch die aus Jo Dee’s alleiniger Feder stammende, kraftvolle Ballade "It Gets Better", fernab jeden Kitsches, dank toller Instrumentierung mit Mandoline, Dobro und Steel-Gitarre.
Überhaupt sind diese ganzen erlesenen Instrumentaldarbietungen der Könner wie Brent Mason, Tom Bukovac, Bryan Sutton, Dan Dugmore, Faul Franklin oder Russ Pahl, u.s.w. neben dem temperamentvollen Gesang der Hauptakteurin das Salz in der Suppe. Die Produktion, sowie der Sound sind als überaus knackig und klar zu bewerten. Jo Dee Messina hat sich mit "Delicious Surprise" eindrucksvoll in Nashville zurückgemeldet. (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3150
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Morgan, Craig - my kind of livin' [2005]
Craig Morgan galt bisher in der New Country-Gilde eher als Geheimtipp. Mit seinem neuen Album "My Kind Of Livin'", dem Dritten, (Debüt 2000, danach "Almost Home" 2003) dürfte sich der Sachverhalt allerdings grundlegend ändern. In Co-Produktion mit Phil O’Donnell, mit dem er auch den Großteil der Stücke zusammen geschrieben hat, ist ihm ein Werk gelungen, das sich sehr geschickt im Rahmen der traditionell ausgerichteten Künstler des Genres bewegt, und dabei schön knackig und abwechslungsreich, zwischen klasse Uptempo-Nummern und wunderbaren Balladen hin und her pendelnd, eingespielt wurde, sodass es sich nicht nur in Amerika, sondern auch in der hiesigen Szene zum Selbstläufer entwickeln könnte. In den Billboard-Country-Charts ist die Single "That’s What I Love About Sunday" bereits wie eine Bombe eingeschlagen und hat im Steilflug Platz 2 erobert, wobei derzeit nur noch Josh Gracin’s Überraschungsnummer "Nothin To Lose" (sh. unter Stöbern) den Weg auf den Thron blockiert. Eine wirklich herrliche Midtempo-Ballade! Tolle Melodie, wunderbare Akustikgitarren, zarte Hammond-Tupfer, Piano, Dobro, Mandoline, dezente E-Gitarren-Fills, Fiddle, Banjo, im Prinzip alles, was das Countryherz begehrt. Klasse! Auch im weiteren Verlauf, ob bei den folgenden Balladen oder den auch immer wieder treffsicher eingesetzten Uptempo- oder Honkytonknummern, werden die angeführten Instrumente reichhaltig eingesetzt. "I’m Country", ein feuriger, Genre-typischer Countryrocker, mit dem "berühmten" Pianogeklimper und kurzem Fiddel-/E-Gitarren-Schlagabtausch, geht in Richtung Montgomery Gentry, und "Redneck Yacht Club", ein prächtiger Partykracher zum Mitsingen, mit starkem Banjointro, heulenden Fiddeln und Steelgitarren, klasse integriertem E-Gitarren-Solo, gefallen hierbei besonders. Schön auch die immer wieder eingestreuten, warmhwerzigen Balladen! Und das der äußerlich relativ Cowboy-untypisch wirkende, in Tennessee geborene, Craig Morgan auch einen Faible für seine Southern-Roots zu haben scheint, bekennt er beim abschließenden, fetzigen "In My Neighborhood". Da heißt es: "You might hear the church bells playin’ 'Sweet Home Alabama', cuz the preacher loves rock and roll, that’s how you know, you’re in my neighborhood”…! Klasse Stoff für Liebhaber von Künstlern wie Garth Brooks, Tracy Lawrence, Buddy Jewell, John Michael Montgomery, Brad Paisely oder Dierks Bentley. Prognose: Nicht nur die Single, sondern auch das Album wird ein Renner! Starke Leistung Craig Morgan! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3127
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 11,90

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Myles, Heather - rum & rodeo [2005]
Feine "Best of"-Zusammenstellung der californischen Honky Tonk-Queen ihrer ersten beiden auf "Hightone" erschienenen Alben. Enthalten sind 8 Titel vom ursprünglich 1992 veröffentlichten "Just like old times" (u.a. der wunderbare Countryrocker "Changes" mit seiner klasse Melodie und den tollen E-Gitarren, die wunderbare, Steel-getränkte Honky Tonk-Ballade "Rum & Rodeo", das flockige "The other side of town", wie auch das fröhlich flotte "Lovin' the bottle"), sowie 5 Songs aus "Untamed" (mittlerweile sehr rar) aus dem Jahre 1995 (u.a., das herrlich frische, abgehende "And it hurts" mit seinem tollen Drive und die klasse "Old School"-Ballade "Beggin' to you)! Alle Tracks wurden remastered. Darüber hinaus gibt es eine bislang unveröffentlichte Nummer, nämlich den rauschenden Honk Tonk-/Dancehall-Feger "Read you all wrong" aus den "Just like old times"-Sessions! Unter den Musikern befinden sich so illustre Namen wie Buddy Miller, Dusty Wakeman, Jeff Donovan, Greg Leisz, Skip Edwards, Donald Lindley, Rick Shea, Bob Glaub...usw.! Für viele zählten diese Alben von Heather Myles zu dem Besten, was es in puncto weiblicher, purer Honky Tonk-Musik in den Neunzigern gegeben hat.

Art-Nr.: 3049
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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