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Adams, Ryan - 29 [2005]
Er wird geliebt, er wird verehrt, und er wird gehasst - doch er ist ohne Zweifel einer der besten, charismatischsten und kreativsten, aber auch schillernsten Singer/Songwriter der Gegenwart! Man muß ihm sicher eine gewisse Genialität attestieren - und das solche Leute oft auch etwas "schwierig", kompliziert, unberechenbar und/oder "verrückt" sind, ist auch kein Geheimnis! So ist das auch bei Herrn Adams, aber vielleicht ist es gerade das, was ihn, neben seiner exorbitanten musikalischen Fähigkeiten, so interessant, so faszinierend macht! Was hat sich dieser Bursche im Jahre 2005 profliert! Was bescherte er den Fans dieses Jahr für einen immensen Output seines schier unerschöpflichen Repertoires! Mit "29" legt er nach "Cold roses" und "Jacksonville City nights" nun sein bereits drittes Album innerhalb der letzten acht Monate vor, und einmal mehr ist es ein klasse Teil geworden! "29" hat er im Gegensatz zu den beiden Vorgängern ohne die "Cardinals" eingespielt. Dafür vereint es ihn wieder, wie bei seinen früheren Solowerken, mit seinem alten Produzenten und Freund Ethan Johns, der zudem eine ganze Reihe von Instrumenten bedient! Weitestgehend ist es ein ruhiges, "stripped down" arrangiertes Album geworden, hauptsächlich bestimmt von akustischer Gitarre und Piano. Hin und wieder gesellen sich weitere, unaufdringliche Instrumente hinzu, wie beispielsweise bei dem überragenden, sehr entspannten, fast träumerischen, zuweilen etwas an einen akustischen Neil Young erinnernden, im traditionellen 3/4-Takt gespielten, knapp 8-minütigen "Strawberry wine" in Form einer wunderbaren Mandoline, oder mit einer, im übrigen vom Meister selbst bedienten Pedal Steel bei dem herrlichen Retro Country-Waltz "Carolina rain", das stark an alte Whiskeytown-Tage erinnert. Großartig beispielsweise auch das psychedelisch angehauchte "Nightbirds" und das nachdenkliche, fragile, mit Violinen und Piano verzierte "Blue sky Blues"! Lediglich auf zwei der nur neun neuen Songs (dennoch beträgt die Spielzeit immerhin 49 Minuten) wird mal ordentlich gerockt - aber das sind zwei richtig starke Nummern! Zum einen der Opener, der Titelsong "Twenty nine", ein schön dreckiger, mit tollen E-Gitarren garnierter, rauer Roots-Blues, der gegen Ende immer mehr an Fahrt gewinnt und sogar ein richtiges Boogie-Feeling aufbaut, und zum anderen das herrliche, regelrecht dramatisch wirkende, ebenfalls Gitarren-dominierte "The sadness", das sowohl ein dezent mexikanisches Flair, als auch ein ordentliches, nostalgisches "Spaghetti-Western"-Feeling in sich vereint! Ryan Adams komplettiert mit "29" seine Trilogie von überaus beeindruckenden Alben in 2005!

Art-Nr.: 3870
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Back Door Slam - roll away [2007]
Überragend! Ein "Killer"-Album! Packend! Die Musik der Siebziger ist "alive and well"! Es geht nicht anders, als zu Beginn unseres Reviews ein paar Presse-Zitate zu bringen, denn wer auch immer von der schreibenden Zunft einmal mit dieser Band konfrontiert wude, den scheint es, genau wie uns, "gepackt zu haben": "I heard the spirit of Jimi Hendrix" (Patrick McDonals/Seattle Times), "A red hot young trio, specializing in gritty blues-rock with unexpected conviction and authority for someone so young" (George Varga/San Diego Tribune), "This album is a grenade launcher; it's an incendiary device, it's a melodic, melancholy, effervescent cannon ball set of music" (Jason Hood/Time Out Music) usw.! Und Leute, bei dieser Truppe kann man schon ins Shcwärmen geraten: Die Rede ist von Back Door Slam, einem blutjungen Trio von der Isle Of Man um den famosen, gerade mal 20 Jahre alten Sänger und Gitarristen Davey Knowles (der Bursche klingt "like the precocious nephew of the late Stevie Ray Vaughan and Rory Gallagher"), das aber mit einer Klasse und Versiertheit aufspielt, als handele es sich um "alte Haudegen" aus den frühen Siebzigern mit zig Jahren Erfahrung auf dem Buckel! Das ist die eine Seite, die andere ist ihre zwanglose, jugendliche Unbekümmertheit, die das Material, obwohl so retro, in einer wunderbaren Frische erscheinen lässt. Musikalisch überaus ausgefuchst und kompetent, ja geradezu brilliant, haben sie sich dem klassischen Bluesrock jener goldenen Siebziger-Tage verschrieben und präsentieren mit "Roll away" ein mitreißendes Album mit deutlichen Referenzen an solche Größen wie Free, Bad Company, Led Zeppelin , Cream, Ten Years After, Peter Green's Fleetwood Mac, B.B.King, Howlin Wolf, Hendrix und Stevie Ray, ohne dabei ihre Eigenständigkeit je aus den Augen zu verlieren. Krachenden, kochenden, schnörkellosen, straighten Rockern und ungemein inspirierten Bluesnummern, steht die ein oder andere hinreißende, bluesige, auch mal mit einem dezenten Folk-Touch versehene, progressiv angehauchte Classic Rock-Ballade gegenüber. Klar im Mittelpunkt steht der bereits erwähnte Songwriter (bis auf ein ein grandioses, groovendes,"rollendes", dreckiges Cover von Blind Joe Reynolds' "Outside woman blues" stammen alle Songs aus seiner Feder), Sänger (tolle Stimme mit sehr viel Gefühl) und begnadete Gitarrist Davy Knowles, dem man bereits attestiert: "Hier wächst ein neuer 'guitar-hero' heran"! Seine voller Virtuosität und Vielseitigkeit steckenden Giatrrensoli sind ein wahrer Ohrenschmaus! Doch Knowles, und das macht eben eine solch klasse Band aus, weiß auch mit Drummer Ross Doyle und Bassmann Adam Jones eine bestechend gut arbeitende Rhythmusfraktion hinter sich, auf die er sich zu jeder Sekunde verlassen kann. Bärenstarkes Songmaterial! Sehr variabel arrangiert, hin und wieder schöne, viel Spannung aufbauende Wechsel zwischen "laut" und "leise"! Prächtige Melodik! Bluesige, dampfende Riffs im Geiste von Hendrix, glühende Gitarrelinien und -soli, wie auch die Spuren eines Alvin Lee, Stevie Ray Vaughan und jungen Clapton vereinen sich in dem von tollen Rhythmen und knisternder Spannung geprägten "driving" Bluesrocker "Come home", der den grandiosen Auftakt dieses Meisterwerks bildet. Man mag es kaum glauben, dass dies ein Song aus dem Jahre 2007 ist, so authentisch verwurzelt ist er in den Late-Sixties oder frühen Siebzigern. Und genaus dieser Eindruck zieht sich durch das gesamte Album! Es geht weiter mit dem famosen "Heavy on my mind", einem erdigen, straighten, klassischen Rocker, durch den sich Zeppelin-'sche Riffs, ein deutliches Cream-Flair und ein wunderbares Blues-Feeling ziehen, gewürzt mit einem wieselflinken, tierischen, fetten Gitarrensolo Knowles'! "Gotta leave" dann wiederum ist ein geradezu traumhafter, genauso entspannt und relaxt wirkender, wie inspirierter, von glühenden, ausgedehnten, variablen, glückseeligen Gitarrenläufen durchsetzter Slow-Blues und mit dem akustisch/elektrisch arrangierten, getragenen "Stay" gelingt ihnen eine, von einem schönen psychedelischen Retro-Progressive-Feeling durchzogene, mystisch und dramaturgisch anmutende, epische Seventies Ballade, die aus einer ganz frühen, gemeinsamen Session der Moody Blues und Led Zeppelin's entsprungen sein könnte. Brodelnde Grooves und Rhtyhmen bestimmen dann wieder das dreckig und satt rockende, mit fetten Gitarrenläufen garnierte "Too late", während man das phantastische "It'll all come around" wohl als eine der besten Bad Company-Nummern bezeichnen muß, die Paul Rodgers & Co. in ihrer Blütezeit nie geschrieben haben: Straight, simpel, knackig, rau, bluesig, melodisch, gespickt mit herrlich flinken, würzigen Gitarrenläufen! Wunderbar auch die herrlich ins Ohr gehende, leicht folkig angehauchte Retro-Classic Rock-Ballade "Too good for me", die mit ihren exzellenten Mandolinen- und Lap Steel-Fills (ebenfalls Davy Knowles) gar eine Brücke in zeitgemäße Roots-/Americana-Gefilde zu schlagen scheint! Den Abschluß des Albums bildet dann wieder ein richtiger Kracher, nämlich der kochende, mit tollem Gesang und fulminanten Gitarrenläufen aufwartende, drückende Bluesrocker "Real man"! Es ist alles gesagt zu Back Door Slam - nur noch so viel: Solche Bands sichern den Geist der Siebziger in der heutigen (Blues)Rockmusik! Noch einmal: Überragend!

Art-Nr.: 5087
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Come home
Heavy on my mind
Gotta leave
It'll all come around
Too good for me
Real man

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Bellamy Brothers - angels and outlaws vol. 1 [2005]
Endlich ein brandneues Werk der Bellamy Brothers! Doch eigentlich ist es gar kein "richtiges" Bellamys-Album, sondern vielmehr "a Star-studded tribute, featuring Country Music's Top-Artists performing the Bellamy's most recognizable hits"! "Angels & outlaws Vol. 1" ist also eine Huldigung einiger der größren Countrystars an eines der erfolgreichsten Country-Duos der Country-Geschichte! Und liebe Bellamy Brothers- und Country-Fans: Es ist ein klasse Tribute geworden! Künstler wie beispielsweise Alan Jackson, Montgomery Gentry, Tanya Tucker, Willie Nelson, George Jones, Pat Green oder Dolly Parton haben zusammen mit den Bellamy Brothers einige derer größten Hits neu aufgenommen, wobei diese Gäste weitgehend den Lead-Gesang übernommen haben und den Tracks somit deutlich ihren eigenen Stempel aufdrücken. David und Howard Bellamy halten sich überwiegend im Hintergrund, steuern lediglich kürzere Lead-Passagen oder nur Background-Gesang bei. Herausgekommen sind überaus gelungene Neuaufnahmen (den alten "Schinken" wird richtig neues Leben eingehaucht) von Bellamy-Evergreens im zeitgemäßen, dennoch lupenreinen Country-/New Country-Sound! Allein wenn die ersten Töne des Eröffnungsstückes aus den Lautsprechern drängen, haben die Bellamys eigentlich schon gewonnen und sich wieder die Herzen der Countryfreunde erobert. Es handelt sich dabei um eine neue, wirklich traumhafte Version von "You ain't just whistlin' dixie", die einfach runter geht wie Öl! Lead-Gesang: Mr. ALAN JACKSON! Das Stück ist nun praktisch eine Alan Jackson-Nummer mit lediglich gelegentlichen Gesangseinlagen der Bellamy Brothers in dessen typischem, traditionellem Stil! Herrlicher Midtempo-Country mit tollen Gitarren, wunderbarer Steelguitar und frischer Mundharmonika, produziert, wie alle Alan Jackson-Sachen, von Keith Stegall! Weiter geht's mit, unter anderem, einer klasse, schön flockigen, aber dennoch knackigen Neuauflage von "Old hippie" mit MONTGOMERY GENTRY (schönes Outlaw-Flair), einer äußerst interessanten Version von "If I said you had a beautiful body" mit DOLLY PARTON, dem knackigen "Redneck girl" mit PAT GREEN, "Dancin' cowboys" mit TRINI TRIGGS, "Guardian angel" mit WILLIE NELSON, "Reggae cowboy" mit TANYA TUCKER und DAVID ALLAN COE, "Kids of the baby boom" mit CHARLIE DANIELS und BOBBY BARE, oder "Alligator alley" mit JOHN ANDERSON! Die lebende Legende GEORGE JONES präsentiert eine starke Version von "Sugar Daddy", die großartigen CHRIS HILLMAN und HERB PEDERSEN sind ebenfalls mit von der Partie und stimmen zusammen mit RHONDA VINCENT eine glänzende, neue Version von "Crazy from the heart" an, mit tollem Banjo und herrlicher Mandoline, in allerbester Desert Rose Band-Manier, und sogar der unsterbliche Evergreen "Let your love flow" bekommt mit HAL KETCHUM und LISA BROKOP neuen Glanz. Das Album heißt ja "Angels & outlaws Vol. 1"... - sollte also irgendwann ein zweiter Teil folgen, und sollte der zudem entsprechend gelungen sein wie dieser erste, dann dürfen sich die Fans jetzt schon darauf freuen...

Art-Nr.: 3097
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Black Stone Cherry - same [2006]
Yeah! Auch das ist der Süden! "Turn it loud"! Anschnallen - genießen! Mit, im wahrsten Sinne des Wortes, voller Wucht blasen Black Stone Cherry, ein Haufen langhaariger, blutjunger Rotzlöffel (zwischen 20 und 23 Jahren alt) aus dem kleinen Städtchen Edmonton in South Central Kentucky (auch Heimat der Kentucky Headhunters, was aber nicht die einzige Gemeinsamkeit ist - dazu später mehr) zum massiven Angriff auf die Rock-Welt, und wer von ihren gewaltigen Gitarren-Attacken, den monströsen Riff-Salven und den knochenharten Rhythmen getroffen wird, bleibt nicht etwa benommen liegen, sondern findet sich in einem geradezu aufputschenden, die Sinne "alkoholisierenden", lauten Rock'n Roll-Rausch wieder, der das pure Adrenalin freisetzt! Was für Glücksgefühle! Sie selbst nennen ihre Musik schlicht "Southern Rock for a modern audience", was es sicher irgendwie trifft, aber einer doch weitreichenderen Speziifizierung bedarf. Vor allen Dingen sind die Vier hart! Angesiedelt irgendwo zwischen Metal und Southern Rock liegen ihre Roots sowohl im Retro-Sound der Siebziger, als auch in neuzeitlicheren Gefilden der Post-Grunge-Ära! Da hinterlassen Bands wie AC/DC, Led Zeppelin, Aerosmith, Metallica oder gar Godsmack und Alice In Chains ihre Spuren, genauso wie die Black Crowes und Lynyrd Skynyrd! Alles passt prächtig zusammen. Mit all diesen Einflüssen generieren Black Stone Cherry eine Musik, die irgendwie neu, und doch wieder klassich klingt, aber eben, und das beeindruckt sehr, mit eindeutiger Eigen-Identifikation! Ungeheuer variabel, und für einen solch jungen Haufen extrem abgebrüht, ausgereift und technisch versiert, nennen wir diese grandiose Power-Mucke einfach mal "American Hard Rock with a metal edge, but southern to the core"! Ja, das ist es! Die Band, alles, wie gesagt, verdammt starke Musiker, besteht aus den beiden großartigen Lead-Gitarristen Ben Wills und Chris Robertson, letzterer auch ein ganz hervorragender Sänger (Shouter), dem Bassisten Jon Lawhon, sowie dem brillanten Drummer John Fred Young! Und da haben wir sie wieder, die eingangs bereits erwähnte Verbindung zu den Kentucky Headhunters, denn John Fred ist der Sohnemann von KHH-Gitarrist und Gründungsmitglied Richard Young, der zudem das Album co-produzierte! Die Truppe spielt mit unbändiger Kraft und entwickelt einen gewaltigen Druck! Donnernde, manchmal wie ein Maschinengewehr-Feuer hernieder prasselnde Riffs treffen auf mitreißende, glühende und kochende, voll im Southern Rock verwurzelte, massive, regelrecht stürmische Lead-Gitarrenläufe (teilweise großartige Double-Leads) und perfekt strukturierte, bestens hängen bleibende Songs, die trotz der Härte nie auch nur ansatzweise zum Chaos tendieren, sondern deren Melodik ausgezeichnet gefällt! Eine sehr saubere, klare, knackige Produktion und, trotz der Lautstärke, ein wunderbar transparenter Klang begeistern auf der ganzen Linie! Mächtiger, klassischer Schwermetall-Rock, fast schon dramaturgisch arrangiert, donnert uns zu Start der Scheibe mit dem von unbändigen Power-Riffs und einer gewaltigen Schlagzeug-Kanonade gekennzeichneten, großartigen Opener "Rain wizard" entgegen, dessen mächtiges Gitarrengerüst einen sofort packt! Tolle Songstruktur, die klasse hängen bleibt! Ja, auch das Songwriting-Talent dieser "Jungspunde" ist einfach erstaunlich! Ohne Luft zu holen, geht es "volle Kanne" und mit salvenartigen Riffs weiter: "Backwoods gold" heißt die "Mördernummer", deren Starkstrom-Gitarren und Chris Robertson's prächtiger, ordentlich "röhrender" Gesang sich zu einer hervorragenden Melodie verschmelzen. Hier hört man sie richtig raus, ihre Herkunfts-bedingten Sounthern-Anlagen, ihre familiären Wurzeln, die sie, wie gesagt aber auch zu keiner Zeit leugnen, und die einen entscheidenden Indikator ihrer Musik darstellen. Tierisch, diese glühenden Gitarrenläufe! Und sie werden von Song zu Song stärker. Bis zum Ende, man glaubt es kaum, scheinen sie sich stetig zu steigern. Das zeigt, wie varaibel sie sind, welche Spannung sie bewahren, und bedeutet schlichtweg kenerlei Ausfälle auf der Scheibe! "Lonely train" ist ein Song, "that cuts to the bone": Riffige, "head-bangin'" Heavy-Boogie-Rhythmen, ein mächtiger Druck, und abermals eine prima hängen bleibende Melodik treffen auf voll satte Gitarrenläufe, die ein loderndes Southern-Feuer entflammen. Saustark! Der gelungene Tempowechsel in der Mitte mit einer kurzen, etwas langsameren Phase sorgt für zusätzliche Spannung, ehe die "Gitarren Riff-Hölle" wieder losbricht! Mit "Maybe someday" folgt ein traumhafter Hardrocker mit tollen Twin-Licks! Was für eine Power! Die Black Crowes treffen auf Led Zeppelin und Metallica treffen auf eine verschärfte Blackfoot/Hatchet-Ausgabe, alles in einem Song. Ein fulminantes, durchaus ins Ohr gehendes Feuerwerk - natürlich nicht unbdingt für Zartbesaitete! "When the weight comes down", im Anschluß daran, ist ein höllischer, voller Southern Rock-Feeling steckender, straighter Rock-Kracher, dessen parmenent mit vollem Volumen rockender Gitarren-Mantel und die kochenden Soli einem fast den Atem rauben. Wow, hat das Biß! So geht das stetig bis zum Ende weiter! Die Gitarristen rocken sich die Seele aus dem Leib, Frontmann Robertson singt und grölt "wie ein Großer" und Bassist und Drummer pumpen und "dreschen" sich in meisterhafter Manier in einen wahren Power-Rausch! Einen kleinen Gang zurück, ohne daß es jedoch allzu "leise" wird, schalten sie lediglich bei dem lockeren, balladesken Finalstück "Rollin' on", das allerdings eine absolute Hammer-Nummer darstellt: Eine wunderbare Melodie, herrliche Twin-Leads, gar ein dezenter Country-, dazu ein massiver Southern-Touch, glühende, flinke Gitarrensoli, viel "Saft" - all das demonstriert in beeindruckender Manier, wie eine junge, unverbrauchte, aber schon erstaunlich ausgereifte und variable, "wilde" Truppe namens Black Stone Cherry klassisch fundamentierten, im Süden verwurzelten, modernen, amerikansichen Gitarren Hard-Rock'n Roll zu spielen gedenkt - ehrlich, packend, laut, begeisternd! "This album captures the kinetic energy and force of the band's straight-ahead, in-your-face Rock & Roll and it is proof that the guys are true southern originals." Wie gesagt, die Scheibe ist 'ne Wucht!

Art-Nr.: 4333
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Lonely train
Maybe someday
When the weight comes down
Shapes of things
Violator girl
Rollin' on

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Blue Rodeo - are you ready [2005]
Sie feiern in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bandjubiläum, und da lassen sie sich mit ihrem zehnten Studioalbum nun wirklich nicht lumpen! Kanada's Vorzeige-Rootsrock/-pop-, Americana-, Alternate Countryrock-Band Blue Rodeo legen nach dem etwas verkorksten und allzu experimentellen 2002er-Werk "Palace of gold" nun mit dem fantastischen "Are you ready" wieder einen, dem Anlaß entsprechenden, standesgemäßen Genre-"Ober-Knüller" vor, der sämtliche Blue Rodeo-typischen Tugenden und Attribute, die wir so sehr lieben, vorzüglich in sich vereint. So gut haben wir sie schon lange nicht mehr gehört! Schon das ungemein freundlich gestaltete Cover, das einen von in saftigem Grün leuchtenden Büschen und Bäumen umsäumten Weg in Richtung "Blue Mountains" zeigt, vermittelt eine tiefe, ungetrübte Frische, Natürlichkeit und unberührte Reinheit, so wie es die gesamte Musik auf diesem großartigen Album eben auch tut. Klar, sauber, weich und sehr harmonisch, durchzogen von unwiderstehlich schönen, zuweilen regelrecht Gänsehaut erzeugenden Melodien, fließen diese lockeren, flockigen Songs in unsere Gehörgänge und hinterlassen ein "sonniges" Gefühl der Glückseligkeit. Doch wenn es sein muß, können Blue Rodeo auch mal richtig kantig und dreckig rocken. Vielleicht könnte man sie im weitesten Sinne als so etwas wie die kanadischen Jayhawks bezeichnen, wobei sie über die Jahre hinweg in einzigartiger Weise jedoch einen ganz eigenen Stil entwickelten, der sowohl Elemente solcher Künstler wie The Band, Gram Parsons, der Nitty Gritty Dirt Band, Poco, New Riders Of The Purple Sage und in Ansätzen auch von country-orientierten Grateful Dead enthält, als auch mal einen dezenten britischen Akzent verarbeitet. Sogar ihrer leicht jammigen, psychedelischen Hippie-Ader lassen sie zuweilen freien Lauf, wie bei dem genialen, etwas bluesigen, einerseits völlig entspannten, dann aber auch mal kräftig zupackenden, schwebenden, mit starken Bläsern angereicherten, über 6-minütigen "Tired of pretending". Doch alles ist sauber strukturiert, besticht durch diese klaren Konturen und erfüllt uns mit einer einzigartigen Melodik! Insgesamt betont "Are you ready" jedoch wieder sehr viel deutlicher die Countryrock-Seite der Band als dies zuletzt der Fall war - und das ist gut so, denn dort liegen die größten Stärken von Blue Rodeo. Was strahlen diese Songs und die herrlichen Gesänge von Jim Cuddy und Greg Keelor für eine Wärme und Harmonie aus! Doch das Album beginnt zunächst mit zwei verhältnismäßig fetzigen, rauen, großartigen Rootsrock-Nummern, bei denen, vor allem durch die knackigen, an die Sixties-angelehnten Beat-Rhythmen, ein dezentes, britisches Flair auszumachen ist. Das ist zuerst das froh gelaunte "Can't help wondering why", gefolgt von dem rotzigen, gar mit einem leichten Retro-Rockabilly-Einschlag versehenen, dynamischen, eckigen, aber von einer tollen Melodie bestimmten Titelstück "Are you ready", gespickt mit dreckigen, lauten Lead-Gitarren! Stark! Und dann folgt die erste dieser ganz wundervollen, unwiderstehlichen, wohligen, so weich dahin fließenden, traumhaft melodischen Americana-/Countryrock-pop-Songs, wie man sie in dieser Klarheit und Frische wohl nur von Blue Roedeo zu hören bekommt. Hinreißend! "Rena" heißt diese wundervolle Huldigung Jim Cuddy's an seine Frau, in der man die ganze Wärme und Nähe spürt, die Mr. und Mrs. Cuddy verbindet. Leicht an Grateful Dead erinnernde Gitarren-Licks, ein glasklarer Sound, tolle Mundharmonika-Fills ala Nitty Gritty Dirt Band, ein herrlicher Twang, dieser flockige Rhythmus... - alles fließt vollkommen locker in unsere sowohl kritischen als auch verwöhnten Roots-/Americana-/Countryrock-Ohren und hinterläßt dort eine tiefe Furche beeindruckender Countryrock-Harmonien, die einen nicht mehr los lassen! Und es geht so weiter: Mit "Up on that cloud" folgt die nächste "Killer"-Nummer! Herrlicher, flotter, klarer, lockerer, von toller Mandoline und transparenten, sauberen E-Gitarren dominierter, lässiger Retro-Countryrock, der einmal mehr eine immense Frische ausstrahlt. Was soll man zu den folgenden Songs noch ausführen? Ob die wunderschöne, mit sauberen Acoustic- und E-Gitarren instrumentierte, Retro Countryrock-Nummer "I will", das mystische, etwas psychedelisch veranlagte, mit einem keltischen Einschlag versehene, folkige "Phaedra's meadow" (Gast an "Tin Whistle" und "Uilleann Pipes" ist Chieftain's Paddy Malone), der flockige Country-/Rootsrocker "Runaway train", das wundervoll melodische, wieder von einer herrlichen Gitarren-Reinheit umgebene, frische "Stuck on you", oder der wunderschöne, flockige Countryrocker "Finger lakes" mit den feinen Steelguitar-Klängen - die Jungs leisten sich nicht die Spur eines Aussetzers! Im Diskussionsforum der Band-Homepage wird sehr viel über das Album kommuniziert, wobei besonders auffällig ist, daß, wenn es um die Frage der Lieblingssongs des Album geht, die Fans sehr unterschiedlicher Auffassung sind. Es werden immer wieder andere Titel zu den Favoriten erkoren, was ein eindeutiger Beweis für die ausgewogene Qualität und das durchweg hohe Niveau von "Are you ready" ist. Für uns hat die Scheibe ganz einfach 12 Lieblings-Songs - klare Sache! Ein bärenstarkes Teil! Blue Rodeo präsentieren sich zu ihrem 20-jährigen Bestehen in einer Traum-Verfassung! Möge dies noch lange anhalten...

Art-Nr.: 3569
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Are you ready
Rena
Up on that cloud
Finger lakes
Tired of pretending

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Bonamassa, Joe - a new day yesterday ~ live [2004]
Joe’s grandioses Abschlusskonzert einer 60 Gigs umfassenden Tour in Ft. Wayne, Indiana vom 21.12. 2001 jetzt auf CD! Gab es auch schon mal als Bonus-DVD zu der mittlerweile nicht mehr erhältlichen, limitierten Ausgabe seines zweiten Albums "So, it's like that"! Nicht nur in den Staaten, sondern auch dank fleißigen Studioschaffens und regelmäßiger Präsenz in Europa, hat sich Joe Bonamassa mit seinen Spielgefährten Kenny Kramme (Drums) und Eric Czar (Bass) zu einem überaus beliebten Act in der globalen Blues-Rock-Szene gemausert. Kräfteraubende Shows für Band und Zuschauer auf technisch allerhöchstem Niveau sind dabei das Erfolgsrezept. Ein wohl dosierter Mix aus traditionellen Coverversionen, die aber oftmals dank fetter, groovender, jamartig ausgedehnter Gitarrenarrangements kaum wiederzuerkennen sind, und modern gehaltener Eigenkompositionen, lässt sowohl das Herz altgedienter Bluesfreunde, als auch das des hinterher rückenden Nachwuchses höher schlagen. Bonamassa und Co. betreiben Akkordarbeit im wahrsten Sinne des Wortes. Dieses Werk transportiert die völlig unverkrampfte, nicht von Starallüren geprägte Atmosphäre bestens herüber. Vom Intro, einer slidegetränkten Gitarrenorgie, geht es über Interpretationen von Rory Gallagher ("Cradle Rock"), Clapton ("Steppin’ Out"), Jeff Beck ("Rice Pudding"), Jethro Tull ("A New Day Yesterday") und Free ("Walk In My Shadow") bis zum abschließenden "Don’t Burn Down That Bridge" (mit dezentem Cream-Charakter) richtig zur Sache. Die Hütte kocht! Joe’s strapaziöses Behandeln von Plektron und Saiten seines Arbeitsgerätes, Kenny’s Trommelwirbel im Hintergrund und Eric’s knackig pulsierender Bass setzen Maßstäbe in Sachen Blues-Rock-Trio. Selbst bei ezwas ruhigeren Nummern wie "Miss You, Hate You, "Colour & Shape" oder dem leicht an "Stormy Monday Blues" erinnernden "If Heartaches Were Nickels", hat das Publikum aufgrund eingepasster, intensiver Instrumentalpassagen, kaum Zeit zum Durchatmen. Begeisterte "Joe-Joe-Joe"-Rufe des enthusiastischen Publikums sind der verdiente Lohn für ein beispielloses Blues-Rock-Spektakel, gespickt mit filigranster Gitarrenkunst. "A New Day Yesterday Live" heißt knappe 72 Minuten Mitfiebern bei "Smokin’ Joe", wie er leibt und lebt. (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3117
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Bonamassa, Joe - sloe gin [2007]
Großartig! Beeindruckend! Erneut eine famose Leistung Bonamassa's! Das neue Studoalbum des Gitarrenartisten ist ein faszinierender, geradezu brillanter Balanceakt zwischen seeliger, filigran und ungemein inspirierter Acoustic Roots-Blues-Musik und knallhartem, kochendem Heavy-Bluesrock! Oft wechselt er auf wunderbare Weise innerhalb eines einzigen Stückes von herrlichen Acoustic-Passagen zu brodelndem, elektrischem "Rock-Gewitter"! Bonamassa wirkt reifer denn je! Obwohl diese akustisch orientierten Zwischenspiele in den Songs, wie auch die ein oder andere semi-akustisch dargebotene Nummer eine gewisse Experimentierfreude suggerieren, ist "Sloe gin" insgesamt ein vor Energie, Druck und Power nur so stotzendes, geradliniges, kochendes Bluesrock-Werk geworden, das einer deutlich bluesigeren Basis entspringt, als noch der letzjährige Vorgänger "You & me". Zudem verarbeitet Bonamassa eine große Anzahl klassischer Seventies Rock-Elemente, die zuweilen vor allen Dingen wie eine Synthese aus Led Zeppelin und Bad Company klingen. Nicht nur die grandiose Coverversion des Bad Company-Klassikers "Seagull", dessen eh schon zeitlosem Charakter Bonamassa noch einmal eine wunderbare Portion eigenständiger, "jungfräulicher" Frische einhaucht (vielschichtige Acoustic-/E-Gitarren-Begleitung, traumhaft knackiger "Full Band"-Refrain) ist ein Indiz dafür. Joe's atemberaubendes, variantenreiches Gitarrenspiel ist einmal mehr Weltklasse! Auch gesanglich war er nie besser! Prächtiges Songmaterial! Der brillante Opener "Ball been hammer" beispielsweise, eine Nummer des großartigen, 2005 verstorbenen Roots-Bluesers und Slidegitarristen Chris Whitley, wechselt in geradezu "aufregender" Art und Weise zwischen transparenter, filigraner, rootsiger Acoustic Gitarren-Begleitung und geradezu "bedrohlich" anmutenden, stark an Led Zeppelin erinnernden, massiven, lauten Rock-Passagen mit hämmernden Drums und einem ordentlichen "Kashmir"-lähnlichen, psychedelischen Feeling hin und her. Danach gleich die nächste "Killer"-Nummer: Das famose "One of these days" ist ein brodelnder, dreckiger Hi-Energy Retro Blues-/Bluesrock-Stomper mit leichtem Swamp-Flair, eine wahrhaft grandiose Komposition von Bonamassa und dem legendären Ten Years After-Kopf Alvin Lee! Überaus druckvoller, fetter Rhythmus, kochende Riffs, raue Percussion, glühende Slide-Licks und ein fulminantes, ausgedehntes Gitarrensolo des Meisters sorgen für knisternde Blues(rock)-Spannung! Hat diese Nummer Feuer, Intensität und "Spirit"! Irre stark! Wie auch der beinharte, majestätische mit massiven E-Gitarren (inklusive glühender Slide-Passagen) und psychedelischem Acoustic-/E-Gitarrenspiel ausgestattete Kracher "Dirt in my pocket", eine jener packenden Nummern, die tatsächlich aus einer imaginären Led Zeppelin/Bad Copmapny-Session entsprungen sein könnte (Bonamassa's Organ zeigt hier eine erstaunliche Ähnlichkeit zu Paul Rodgers), die dezent in R & B-Bluesgefilde abdriftende, etwas ruhigere, dennoch durchaus kraftvolle, von wunderbaren Gitarrenspielereien begleitete, sehr melodische, 8-minütige Blues-Ballade "Sloe gin" (traumhaftes, über 3-minütiges E-Gitarren-Solo), die prächtige, authentische, voller mitreißender Gitarrenläufe steckende Blues-Boogie-Version von John Mayall's "Another kind of love", die herrlich melodische, lockere Roots-/Blues-Nummer "Around the bend" mit ihrer exzellenten, entspannten Acoustic Gitarren-Begleitung, in die sich im Verlauf des Stückes wundervolle, dezente Electric Slide-Linien "hineinschleichen", der großartige, abermals von klasse E-Gitarrenläufen begleitete Slow-Blues "Black night", der swampige, akustische Hill Country Blues-Stomper "Jelly Roll", usw.! Es ist irgendwie kaum zu glauben wie er das hinbekommt, doch der Mann schüttelt ein Meisterwerk nach dem nächsten aus dem Ärmel! "Sloe gin" jedenfalls ist erneut ein Knüller! Der Bursche legt die Messlatte für seine Nachfolgealben immer höher! Prächtig, sehr satt und "saftig" produziert von Kevin Shirley!

Art-Nr.: 5150
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
One of these days
Seagull
Dirt in my pocket
Sloe gin
Another kind of love
Around the bend

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Cagle, Chris - anywhere but here [2005]
"Anywhere But Here" heißt Chris Cagle’s neues Album, sein mittlerweile Drittes, seit er 2001 mit seinem Debüt "Play It Loud" die Country-/New Country-Szene
in Nashville "heimsuchte"! Seine Ausbildung an der klassischen Gitarre in frühester Jugend brach er einst frustriert ab, lernte Piano-Spielen, bekam Jahre später an den 6 Saiten dann aber doch noch die Kurve, nachdem er eine E-Gitarre geschenkt bekam. Wie viele der meisten Solo-Performer war sein Gang nach Nashville zunächst nicht auf Rosen gebettet. Die Wende kam er erst durch das Kennenlernen von Donna Duarte, die Cagle mit Produzent und Virgin Records Nashville Präsident Scott Hendricks (Trace Adkins) zusammenbrachte. Der wiederum erkannte Cagle’s Potential und vermittelte ihn zum Major-Label Capital Records, das Chris seitdem betreut. Der Titel des neuen Werkes entspricht, bildhaft gesehen, im Prinzip auch dem, was einen auf der CD erwartet. Neuerungen darf man überall suchen, aber nicht hier bei Chris Cagle. Warum auch? Seine musikalische Rezeptur kommt beim Großteil der New Country-Gemeinde bestens an! Wie auf seinen beiden anderen Alben, vor allem dem Vorgänger, gibt es jede Menge melodische New Country-Musik, mal leicht poppig (aber immer country-rooted) und mal im balladesken Gewand, sowie, konträr dazu, einige Songs, bei denen richtig die Post ab geht, und die als nicht wegzudenkendes Stilmittel zu Eckpfeilern von Cagle’s energiegeladenen Live-Shows geworden sind. Produziert hat, wie auf den anderen beiden Silberlingen auch, wieder Robert Wright, der zudem einen Teil der Instrumente bedient. Auch beim Songwriting vertraute Chris wieder auf die Zusammenarbeit mit seinem Partner Monty Powell, diesmal allerdings nicht in so hohem Maße wie beim Zweitwerk. Vier Songs, ein gutes Drittel, aus der Feder der beiden, that’s it! Den Rest bilden Fremdkompositionen, die aber dem Hauptakteur auf den Leib geschnitten sind, wobei der in letzter Zeit sehr umtriebig agierende Brett James mit drei Songs explizit hervorzuheben ist. Eine Coverversion gibt es zudem zu bewundern, und zwar die von Bon Jovi’s altem Klassiker "Wanted Dead Or Alive", wobei es immer wieder ein Genuss ist, wenn die Studioasse Nashville’s mit ihrem filigranen Können andeuten, was man aus solchen Songs herausholen kann. Starke Nummer mit genialem, sauberem Akustikgitarrenspiel von John Willis und fetten, schwerem E-Gitarren-Solo! Der absolute Höhepunkt allerdings ist der Opener "You Might Want To Think About It". Da geht es direkt im Stil von "Country By The Grace Of God" oder "The Chicks Dig It" in die Vollen! Herrliche, leicht Southern-inspirierte Power, diese Cagle-typische, funkige Würze, die aufheulenden Fiddle-Fills, eine prima Orgel, sowie ein klasse E-Gitarren-Solo hinterher! Stark! Der dritte Reißer auf dem Album des bekennenden Lynyrd Skynyrd-Fans ("Free Bird" war sein erster Song, den er auf einem Instrument spielen lernte) heißt "Hey Ya’ll", auf dem seine Lieblingsband auch eine kleine Widmung im Refrain erhält. Knackiges Drum-Intro, dann ein den Song begleitendes E-Riff, das sich verdächtig an AC/DC anlehnt, knackige Fiddleparts sowie Party- und Live-tauglicher Text zum Mitgrölen! Der komplette Rest bewegt sich im sehr radiofreundlichen Balladen- oder Midtempobereich. So auch die ausgekoppelte Single "Miss Me Baby", die recht bedächtig anfängt, dann aber durch Cagle’s sich emotional steigernde Gesangs-Performance, dem Streicherarrangement (verantwortlich Jonathan Yudkin) und den dezenten Synthie-Loops zunehmend an Substanz gewinnt. All diese Songs bestechen durch ihre guten Melodien und die vielen kleinen, eingestreuten Instrumentalfinessen (Fiddle, Mandoline, Akustik-, E-Gitarren, glasklares Piano, schöne Organ-Fills und zum Teil auch Steel-Passagen). Im Prinzip kann man, ohne Gefahr zu laufen "sich in die Nesseln zu setzen", behaupten, dass der, dem Chris Cagle’s gleichnamig benanntes Vorwerk gut gefiel, auch hier wieder bedenkenlos
zugreifen kann. Und für die anderen gilte es, ihn zu entdecken! Ein bunt bebildertes Booklet mit allen Texten ist auch dabei! Und so schließen wir uns dem auf dem Rücken seines schwarzen T-Shirt aufgedruckten Slogan einvernehmlich an (siehe Back-Cover), auf dem es heißt: "Freedom, Peace, Love, Rock’N’ Roll", und addieren einfach noch "New Country" hinzu! Prima Job, Mr. Cagle! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3610
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Clyne, Roger And The Peacemakers - live at billy bob's texas [2005]
Zieht eure Sombreros auf, Leute, es wird heiß im Billy Bob's/Texas! Die grandiosen Roger Clyne & the Peacemakers aus Tempe/Arizona entern die Bühne, verwandeln "the world's largest Honky Tonk" in ein Tollhaus und nehmen uns mit auf eine feurige, temperamentvolle, gut 72-minütige Rock'n Roll-Reise "through dusty border towns, high seas, and the hot, dry Sonoran Desert"! Wie keine andere Band verstehen es Clyne (ex-Kopf der großartigen Refreshments) und seine Freunde die musikalischen Grenzen des amerikanischen Südwestens und Mexikos zu verbinden, was in einem packenden, mitreißenden und einzigartigen, knochentrockenen "Mexican flavored Gitarren Southwestern Border-Rootsrock" mündet, wie man ihn in einer solchen Intensität und mit einer solchen Authentizität, Originalität und Geradlinigkeit wohl nirgends mehr wiederfindet. Viel Dynamik, eine morz Energie, kernige, satte Gitarren (an der Lead-Gitarre, der hervorragende Steve Larson, einst bei den Rootsrockern von Dead Hot Workshop aktiv), dynamisches, knackiges Schlagzeug (P.H. Naffah, ebenfalls ex Refreshments) und Clyne's toller, Wüstenstaub- und Tequila-resistenter, intensiver Gesang, bestimmen die Szenerie und bringen das Billy Bob's an jenem 11. März 2005 regelrecht zum Brodeln. Es herrscht eine ausgelassene Stimmung! Das Publikum ist voll dabei! Herrlich beispielsweise, wie man bei dem alten Refreshments-Hit "Banditos" (und nicht nur den kennt im Billy Bob's offenbar jeder) lauthals mitgrölt und die Band zusätzlich nach vorne treibt. Und die läßt sich das gerne gefallen. Die Peacemakers gehen voll aus sich raus! Das großartige Songmaterial besteht aus einer gepflegten Mischung ihrer letzten Alben (allen voran dem grandiosen, von den Kritikern in den Himmel gelobten, aktuellen Werk "Americano") und ein paar früheren Refreshments-Krachern! Und live hat das alles noch mehr Drive als im Studio! So hören wir beispielsweise tolle Versionen von dem knackigen, einerseits locker wirkendenm, aber dennoch ungemein würzigen Mexican-Arizona-Desert-Rocker "Counterclockwise", dem bereits erwähnten "Banditos" mit seiner glühenden, dreckigen, southern-flavored Lead-Gitarre, dem abgehenden, aber wunderbar im Ohr hängen bleibenden, aufheizenden, feurigen Roots-Gitarrenrocker "Bury my heart at the trailer park", dem Country angehauchten, wieder das Publikum voll mitziehenden, voller klasse Tempowechsel steckenden, Mexico-Border-Rootsrocker "Little hungover you" (gibt es am Ende der CD noch als Bonustrack in einer Studio Honky Tonk-Version), der wundervollen, mexikanisch angehauchten, melodischen Gitarren-Americana-Roots-Ballade "Switchblade", dem tollen, mit einem großartigen, rhythmischen Schlagzeug-Intro startenden Arizona-Boogie-Rock'n Roller "Blue collar suicide", inklusive toller Twin-Leads, dem lockeren, melodischen, dezent Raggae-rhythmischen "Wanted", dem voller Drive steckenden, heißen "Girly", wie auch der herrlichen Roots-Ballade "Buffalo"! Selbstverständlich spielen sie auch eine bärige Fassung des fantastischen "Ghost Town-/Outlaw"-Rockers "Americano", vollgepackt mit satten Gitarren und einem mystischen, mexikanischen Desperado-Flair. Die Burschen spielen bis zu 200 Gigs im Jahr, das hört man einfach. Hier steht eine Truppe auf der Bühne die sich blind versteht, die eingespielt ist und dennoch unbekümmert, zwanglos, ja rotzig, rau, dreckig und voller Spontanität agiert. Toll! Roger Clyne & the Peacemakers mit einer fulminanten Southwestern Border Rootsrock-Party! Tequila, Senoritas, Pesos, Pistols & Rock'n Roll! Im Billy Bob's geht's hoch her!

Art-Nr.: 3458
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Counterclockwise
Banditos
Wanted
Girly
Buffalo

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Copperhead - live & lost [2002]
Wieder lieferbar! Sehr, sehr lange vergriffen, haben wir von diesem prächtigen Album noch einmal einige Exemplare ergattern können. Rar! Wer zuerst kommt...

Auch Copperhead (nicht zu verwechseln mit der legendären 1970iger-Westcoast-Truppe um John Cipollina) sind, obwohl weitgehend unbekannt und mittlerweile nicht mehr existent, eine dieser fast vergessenen, aber kultigen Bands, deren Name immer wieder durch die Köpfe der vielen Southern Rock-Liebhaber geistert, wobei ihnen ein verdammt guter Ruf voraus eilt! In der Tat muß man das großartige Quintett um "Shouter" und Gitarrist Neil Carswell aus North Carilina zu den besten Southern Rock-Acts zählen, die aus den Neunziger Jahren hervorgegangen sind! Musikalisch eindrucksvoll und überaus kompetent folgen Copperhead den klassichen Pfaden solcher Bands wie Molly Hatchet, Lynyrd Skynyrd, 38 Special, Doc Holliday, Blackfoot & Co., streuen eine paar gepflegte, geschickt portionierte Heavy-Zutaten ein, und begeistern so mit einem astreinen "Southern Rock with a metal edge", druckvoll, hart, straight, voll sprühender Energie, Spielwitz und prächtiger, rauer, kochender Gitarren-Dominanz! Die leider viel zu magere Ausbeute ihre hervorragenden Musik beschränkt sich auf lediglich zwei Longplayer - und was steckte in dieser Band für für ein immenses Potential! Das erste Album (sie hatten sogar einen Major-Deal bei "Mercury"), längst vergriffen, brachte ihnen mit ihrer Debut-Single "Long way from home", die zum "Main-Song" des gar nicht so unbekannten Hollywood-Streifens "Harley Davidson and the Marlboro Man" avancierte, immerhin einen Achtungserfolg ein, doch ein Folge-Album sollte nicht mehr erscheinen. Das Label feuerte die Truppe, doch musikalisch blieben Neil Carswell und seine Freunde ihrer Linie treu! Im Jahre 2002 schließlich veröffentlichte man im Eigenvertrieb das Album "Live & lost" mit insgesamt 4 Live-Stücken und 8 bis dato unveröffentlichten Studiotracks, das zunächst nur überaus schwer, dann lange Zeit wieder gar nicht erhältlich war und zuweilen nur als CD-R angeboten wurde. Jetzt endlich, und das wird die Southern Rock-Fraktion sicher richtig freuen, können wir den "echten" Silberling anbieten! Leute, das Teil ist ein Kracher! Allerbester Heavy Southern Rock, klassisch und zeitgemäß zugleich, produziert vom legendären Genre-Ass Rodney Mills! Carswell's hervorragende "Rock-Shouter"-Qualitäten, mit denen er so manch großen Namen in seine Schranken verweist, durch die Songs jagende, fulminante, feurige und überaus fette Gitarrenritte (Lead-Gitarrero John Byrd weiß, wie man das "Brett" bearbeitet), zuweilen von schweren, powernden Riffs geprägte Rhythmus-Arbeit, und trotz des Heavy-Ambientes prima hängen bleibende, klasse strukturierte Songs mit ausgezeichneter Melodik - dies sind die Eckdaten dieser tollen Mucke! Nach dem sehr starken, nur 2.45 Minuten kurzen, aber umso fulminanteren, von fetten Metal-Riffs geprägten und in bluesigen Slide-Läufen getränkten, mächtig rockenden Instrumental "Stricken", das das Album eröffnet, brennen die Jungs mit dem grandiosen, harten, gewaltig dampfenden "Get out of my way" gleich noch so ein donnerndes, in die Knochen gehendes, Southern-/Hardrock-Feuerwerk ab, das mitten ins Herz der Fans trifft. Eine unwiderstehliche Wand aus harten, dreckigen Power-Riffs, pulsierenden Rhythmen, glühenden, fleischigen Gitarrensoli, großartig entegrierter, satter Hammond-Orgel und Neil's röhrendem Organ bricht über uns hinein. Headbangende Luftgitarren-Freaks werden ebenso begeistert sein, wie die beinharten Southern Rock-Enthusiasten! Nach diesem tollen Auftakt folgen die vier, ebenso starken, Live-Tracks! Da haben wir zunächst das hart, aber dennoch irgendwie locker und sehr melodisch rockende "Hard livin'" mit seinen tollen Slide-Läufen, dann den wunderbaren, puren, 38 Special-like, wieder gut ins Ohr gehenden, mit schön transparenten, satten Gitarren ausgestatteten Southern Rocker "Born loser", inclusive quirliger, kraftvoller Gitarrenläufe, das mit klasse Twin-Gitarren eingeleitete, gut abgehende "Whiskey", und schließlich das riffige, fette "Keepin' on"! Zurück beim Studiomaterial, beglückt uns die Band nun mit zwei fantastischen Coverversionen! Zuerst eine ungemein starke, sehr melodische, gut rockende, mit jeder Menge Southern-Flair angereicherte Fassung des alten Dobie Grey-Klassikers "Drift away" (u.a. seinerzeit auch gespielt von Steppenwolf), und als zweites eine tierisch kochende, packende Version der ZZ Top-Nummer "Whiskey'n Mama" (hier nur "Whiskey Mama" betitelt)! Auch die restlichen vier Eigenkompositionen haben es in sich! Zum Beispiel der mächtig kochende, southern-metallische Riff-Kracher "Raging fire", mit seinen mitreißenden, dynamischen Gitarrenläufen im Break, oder die etwas entspanntere, mit schöner Acoustic-Slide beginnende, im Verlauf aber immer rockiger werdende, herrlich melodische, von wunderbaren, "weichen" Southern-E-Gitarren umgebene Traum-Ballade "I'll get by"! Die Neunziger Jahre galten als alles andere, als eine Hochzeit des Southern Rocks, doch Copperhead bewiesen überaus eindrucksvoll, daß es auch in dieser Zeit Bands gab, die die Fahne des Südens uneigennützig hoch hielten. Klasse! Großartiger "Whiskey-drenched Southern Heavy Rock'n Roll from the heart"!

Das komplette Tracklisting:

1. Stricken - 2:47
2. Get Out Of My Way - 3:10
3. Hard Living (Live) - 3:41
4. Born Loser (Live) - 3:52
5. Whiskey (Live) - 5:44
6. Keepin' On (Live) - 5:08
7. Drift Away - 5:22
8. Whiskey Mama - 3:11
9. Raging Fire - 4:32
10. I'll Get By - 4:10
11. Free Man - 4:46
12. Voices In The Night - 4:30

Art-Nr.: 3861
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Get out of my way
Born loser
Whiskey
Raging fire
I'll get by

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Crowell, Rodney - the outsider [2005]
Seit dem großartigen "Houston kid" von vor 4 Jahren und dem fast noch stärkeren, von Kritikern und Fans, vollkommen zu Recht, hoch gelobten 2003er Werk "Fates right hand", führt Rodney Crowell's Weg immer weiter weg vom Nashville Mainstream-Country in Richtung Americana, Rootsrock und trockenem Alternate Country. Auf dieser Route geht er konsequent weiter und legt sich selbst mit dem brillanten "The outseider" die Meßlatte für kommende Werke noch einmal ein Stückchen höher - ein famoses Album! Wer ihn bei seinem letzten Europa-Gastspiel im Frühjahr 2004 (Deutschland war dabei leider einmal wieder außen vor, doch bei dem renommierten "Blue Highways"-Festival in Utrecht/Holland legte er einen begeisternden Auftritt hin), erleben durfte, konnte sich bereits von seiner derzeitigen, grandiosen Verfassung überzeugen. Aber war das eigentlich jemals anders? Crowell war und ist immer ein Garant für höchste Qualität! Rootsig, staubig, trocken und rockiger als je zuvor geht die Reise auf "The outsider" durch 11 durchweg hochklassige, absolut niveauvolle und engagierte Americana-, Roots, Singer/Songwriter-, Alternnate Country-Nummern, die den Texaner in seinen hervorragenden Texten zeitkritischer und "rebellischer" zeigen, als man das bisher von ihm kannte. Einmal mehr bestätigt er auf beeindruckende Weise seine außergewöhnlichen Songwriter-Qualitäten (11 Eigenkompositionen und ein fantastisches Cover von Bob Dylan's "Shelter from the storm", inklusive einer großartigen Emmylou Harris als Duett-Partnerin), wie auch die Gabe, diese Stücke dann voller Ausstrahlung, Hingabe und Herz zu interpretieren. Das pendelt zwischen Energie geladenen, rasanten, kantigen und rauen Uptempo-Rockern, nachdenklichen Storytelling-Songs, rootsigen Americana-Nummern und "dirty-rooted" Alternate Country-Rock hin und her, und wird von Crowell dabei zu jeder Zeit in seine, für ihn typischen, durchdachten Arrangements und äußerst angenehmen, gut hängen bleibenden Melodien gepackt. Aporpos "hängen bleiben": Die Lieder, und auch das ist ein deutliches Indiz für das hohe Niveau, nisten sich sofort im Gedächtnis ein, bauen aber auch nach mehrmaligem Hören noch immer eine immense, ständig neue Nuancen entdeckenden, Spannung auf, sodaß die Aufmerksamkeit nie nachläßt. Begleitet wird er von einer wirklich imposanten Liste von Musikern! U.a.: Will Kimbrough, Pat Buchanan, Steuart Smith, J.T.Corenflos, Richard Bennett, Jerry McPherson (alle Gitarre), Michael Rhodes (Bass), Chad Cromwell, Greg Morrow, Eddie Bayers (Drums), John Hobbs (Keyboards), Jonathan Yudkin (Fiddle), sowie Emmylou Harris, John Prine, Buddy & Julie Miller, Jedd Hughes, Beth Nielsen Chapman, John David Souther, u.s.w. als Background Sänger/Innen). Und Crowell legt los wie ein Wirbelwind! Der Opener "Say you love me" ist ein abgehender, dreckiger, kantiger und riffiger, dabei aber sehr melodischer, mit einem tollen Beat ausgestatteter Roots-/Americana-/Alternate Country-Rocker, der voller aufmunternder Emotionen steckt. Dynamisch, druckvoll, bärenstark! Tolle E-Gitarren von Pat Buchanan und Will Kimbrough, wobei letzt genannter mit einem prachtvollen, würzigen, regelrecht rotzigen Solo, eindrucksvoll seine bemerkenswerte Klasse demonstriert! Ähnlich rockig geht es weiter! "The obscenity prayer" knallt riffig, eckig und voller Power aus den Lautsprechern, daß es nur so staubt! Es folgen die dezent funkige, sehr groovige, drückende Midtempo-Nummer "The outsieder", die floote Americana-Nummer "Dancin' circles round the sun", inklusive feinem Lead Gitarren-Spiel seines alten Kumpels und jetzigen Eagles-Gitarristen Steuart Smith, sowie der wunderbare, mit einem typischen Crowell-Rhythmus und einer großartigen Melodie versehene Roots-/Countryrocker "Beautiful despair", dessen dezent eingesetzte, klassisch anmutenden Geigen in Verbindung mit parallel gespielten E-Gitarren für einen herrlichen, abwechslungsreichen Farbtupfer sorgen. Ungemein stark auch der kraftvolle, knackige Roots-/Americana-Rocker "Don't get me started" mit seinen treibenden Riffs und Basslinien, der tollen Mandoline zu Beginn und den satten E-Gitarren, das ruhige, berührende, mit nachdenklich "gesprochenen" Worten von Emmylou Harris und John Prine garnierte, sowie von wundervollem Harmonie-Gesang geprägte "Ignorance is the enemy", ebenso wie das traumhafte, von einer tollen Melodie durchzogene, lockere, mit feinsten Acoustic- und E-Gitarren begleitete, viel Frische versprühende Americana-/Alternate Country-Stück "Glasgow girl"! Was steckt in diesem Rodney Crowell noch für ein Feuer! Lassen wir uns packen von diesen Songs, diesen Botschaften, diesen Arrangements und Melodien! Das ist, auf die Sekunde genau, exakt 50 Minuten lang, die hohe, absolut den Nerv der Zeit treffende, Rootsrock-/Americana-/Alternate Country-Schule, von einem der profiliertesten Songwriter und Interpreten des Genres. Kommt in einem schönen Digiüack!

Art-Nr.: 3461
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Drive-By Truckers - live at the 40 watt ~ the [2005]
Welcome to the dirty south! Ein Motto, wie es treffender nicht sein kann! Athens' bgenadete Rootsrock-/Southern-Truppe mit einem fulminanten Heimspiel - und das gibt's jetzt auf DVD! Die Fans dürfen jubeln! Aufgenommen am 27. und 28. August im legendären 40 Watts-Club von Athens/Georgia begeben sich Patterson Hood, Mike Cooley, Jason Isbell & Co.mit ihren lauten, satten, aus allen Ecken und Enden quietschenden, zirbenden, kratzenden, röhrenden und donnernden drei Gitarren auf einen voller Power, Energie und Hingabe steckenden, massiven, rohen, deftigen Ritt durch den dreckigen Süden! Die Drive-By Truckers zählen spätestens seit ihrem genialen Meisterwerk "Southern Rock Opera", im übrigen völlig zu recht, zu den absoluten Lieblingen und am meisten gewürdigten Bands, sowohl unter den Kritikern als uch unter den Genre-Fans. Alle nachfolgenden Alben wurden sogar von solch überaus kritischen Medien wie dem Rolling Stone als Meilensteine handgemachten, erdigen Rocks, als die Eckpfeiler der so genannten "New Southern Rock"-Bewegung gefeiert, obwohl die "Truckers" natürlich keine reine Southern Rock-Band im klassischen Sinne sind, sondern vielmehr eine mitreißende Synthese aus Southern-Elementen und erdigem, ungeschliffenem Gitarren-Rootsrock darstellen. Ihre Fangemeinde wächst pausenlos und in Windeseile! Live kommt die Truppe, auch das ist mittlerweile bei den Fans kein Geheimnis mehr, fast noch besser zur Geltung als bei ihren Studio-Aufnahmen! Die DVD zeigt auf beeindruckende Weise, warum das so ist! Hier steht eine Band auf der Bühne, die sich ihrer Musik schlichtweg hingibt, sie regelrecht lebt. Völlig zwanglos und unbeschwert gehen sie zu Werke. Rotzig, rau, voller zügelloser Spielfreude, rootsig, southern, jammig, dreckig und laut, aber nie konzeptlos, scheinen zuweil im 40 Watt alle Dämme zu brechen. Ihr über Jahre hinweg pausenloses und exzessives Touring macht sich spontan bemerkbar - sie verstehen sich blind! Immer wieder durchdringen bärige Gitarrensoli (die meistens spielt der großartige Jason Isbell) vor dem Hintergrund einer satten Gitarrenwand die Katakomben des 40 Watt, elektrisierendes Gitarrengewitter rauscht aus den Boxen! Das ist rootsiger Gitarrendreck voller Substanz und Seele! Die musikalische Reise startet mit einer von Jason Isbell's großartigem, rauem Slidespiel durchtränkten, tollen Version des rohen, riffigen Southernrockers "Where the devil don't stay" vom "Dirty South"-Album, die sofort zeigt, wie stark die natürliche Verbindung der Band zwischen Roots- und Southernrock ist. Im Verlauf der weiteren Setlist hören und sehen wir dann jede Menge weiterer Songs von "The dirty south", aber auch von den anderen Werken. Zum Beispiel "Tornadoes", "The day John Henry died", "Carl Perkins' cadillac", "The southern thing", "Decoration day", "Marry me", "Lookout mountain", "The living bubba", "Women without whiskey", "Careless", "People who dies" usw.! Eine rund 135-minütige, 22 Songs umfassende Show! Ein mitreißendes Konzert! Das ist der dreckige Süden, wie er leibt und lebt...! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar!

Art-Nr.: 3128
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 18,90

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Ellis, Tinsley - moment of truth [2007]
"A Southern Bluesrocker with monstrous guitar chops - feral, incendiary and fiery", verspricht der Sticker auf der CD-Hülle. Was sollen wir sagen?..., es passt! Erstes neues Studioalbum des großartigen Bluesrock-Veteranen aus Atlanta/Georgia seit 3 Jahren - und es ist ein klasse Teil geworden! Tinsley Ellis gilt schon seit Jahren in der Szene als äußerst versierter "high-voltage Blues guitarist", der des öfteren gern auch mal mit Stevie Ray Vaughan verglichen wird. Doch seine Einflüsse sind wesentlich weitreichender, gehen von den frühen britischen Blues-Größen wie John Mayall oder Peter Green, über klassische Blues-orientierte Rockbands wie Cream und die Rolling Stones, bis hin zu Freddie King und B.B.King. Sein neues, großartiges Album "Moment of truth" zeigt von vorn bis hinten, warum Ellis, sowohl bei den Fans als auch bei den "Kritikern", so beliebt und anerkannt ist. Ein paar Schlagworte dazu: Virtuose, messerscharfe, auf den Punkt gebrachte, fette Lead Gitarre überall, klasse Gesang, hervoragendes Songmaterial, Biß, Feuer, ausgezeichnete Melodien, ein astreiner Groove, saftiger, satter Sound, und selbstverständlich eine klasse Begleitband! Ellis' Bluesrock verdient die Bezeichnung "Blues" vor dem Wort "Rock" tatsächlich, denn auf eine klassisch, bluesige Basis legt er großen Wert! Viele der Tracks bewegen sich im Midtempo- oder im Blues-Balladen-Bereich, dennoch versprühen sie eine ungeheure Power und Kraft, vor allem wegen der stets "lauten", sehr satt und durchaus würzig, dreckig gespielten Gitarrenlinien. Das hat eine hohe Intensität! Tinsley ist spürbar mit Leib und Seele bei seiner Musik! Sehr angenehm wirken die in den Songs immer wieder unaufdringlich eingebauten Orgel-Untermalungen, die die deutliche Gitarren-Dominanz des Meisters hervorragend ergänzen. Zu den Highlights eines durchweg starken Albums zählen beispielsweise der von herrlichen Cream-like Licks geprägte Retro-Bluesrocker "Say too much" mit seinen kraftvollen Gitarrenlinien, der dynamische, straighte, riffige, gut gelaunte Rock'n Roller "Someday", der wunderbar groovige, dabei kochende, Wah Wah-Gitarren-getränkte Midtempo-Bluesrocker "Get to the bottom", der gefühlvolle, aber mit intensiven Gitarrenlinien präparierte Slow-Blues "You're gonna thank me" (klasse Percussion-Background, wunderbare Orgel-Untermalung), der kernige und prächtig ins Ohr gehende Stones-like Seventies-Rocker "Tell the truth" (Background-Gesang: Michelle Malone), die großartige, überaus melodische, aber sehr knackig gespielte Bluesrock-Ballade "Too much of everything" mit dem gepflegten Orgel-Hintergrund und den famosen, wunderbar harmonisch rüberkommenden Wah Wah-Spielereien (inklusive exzellenter Soli), der kochende Blues-Boogie "Bringin' home the bacon", der von einem herrlichen Bass-Groove zurückhaltend nach vorn getriebene, klassische Rockin' Blues "Freeway soul" mit seiner gelungenen Melodik und den messerscharfen, aber locker gespielten Gitarrenläufen, die "rollicking" Coverversion von Sam & Dave's "I take what I want", oder auch der dampfende, Slide-getränkte Rock-Kracher "Stare at the sun"! Tinsley Ellis erldigt seinen Job nicht nur mit Bravour, sondern auch mit viel Herz und Seele! Ein Könner! "Moment of truth" ist ein weiteres, prächtiges Werk in der langen Reihe bisheriger, erfolgreicher und viel beachteter Veröffentlichungen dieses "earthy and dedicated, roots rocking blues journeyman". Top!

Art-Nr.: 5060
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Somebody
Get to the bottom
Tell the truth
Too much of everything
Freeway soul
Stare at the sun

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Erika Jo - same [2005]
Debütalbum der Gewinnerin der dritten "Nashville Star"-Staffel! Erika Jo Heriges (so der vollständige Name) ist die erste weibliche Siegerin des Contests (zuvor gewannen Buddy Jewell und George Canyon), doch als reiner Zufall kann dieser Erfolg der gerade mal 18 Lenze zählenden jungen Texanerin wohl kaum abgetan werden, wie ihre erste CD auch eindeutig beweist. Das Mädel war schon Jahre zuvor mit ihrem Vater und seiner Country Cover Band durch den Süden, Mittelwesten und den Osten der Staaten gereist und hatte fortwährend Gesangspraxis gesammelt. Die damit verbundene Lockerheit und Live-Erfahrung, aber auch eine gewisse Bodenständigkeit (sie wohnt auch nach dem grandiosen Erfolg weiter bei ihren Eltern), ein gewisses Maß an Vernunft ("Schule war immer Plan A, Musik Plan B"), und natürlich ihre kräftige, klare Stimme dürften den Ausschlag für die ihr entgegengebrachte Sympathie ihrer amerikanischen Mitbürger gegeben haben. Neben dem Gewinn eines Chevy Silverado Pickups hat Erika nun auch den von Kindheit an erträumten Platten-Deal (und zwar mit "Universal South") in der Tasche. Um den optimalen "Erika-Jo-Effekt" zu erzielen, tischte das Label erst mal dick auf und stellten der jungen Künstlerin folgrichtig bei ihrem Einstieg ein klangvolles und erfahrenes Team an Produzenten (Tim DuBois, Rick Giles, Steve Mandile und Tony Brown), Musikern (u. a. Eddie Bayers, Brent Mason, Paul Franklin, Steve Nathan, Aubrey Haynie) und Songwritern (u. a. Monty Criswell, Aimee Mayo, Tony Martin, Tom Shapiro, Mark Nesler, Katrina Elam) zur Seite.
Auffällig, wie zurückhaltend sich gerade die Instrumentalisten im Hintergrund bewegen, trotz Einstreuung vieler kleiner New Country-typischer Feinheiten. Man bietet dem Nashville-Sternchen die optimale Entfaltungsmöglichkeit für ihre vokale Stärke. Die Stücke sind ein bunter Mix aus flotteren Nummern und traditionelleren Sachen, sowie einigen balladesken Heartbreak-Songs. Die erste Single "I Break Things" ist eine Fiddle-getränkte Uptempo-Nummer mit knackiger Drum-Unterlegung und dezentem Honkytonk, sowie klasse E-Gitarren-Solo von Brent Mason. "Who You Are", "Strong Tonight" oder "Going ‘Til You’re Gone" haben alle poppig-rhythmischen Charakter und wurden mit gut aufeinander abgestimmten Harmony-Vocals aufgepeppt. Schön auch das mit einem bluesigem Piano, Mandolinen-Fills, Slide-Guitar-Solo und zarten Orgel-Tupfern bestückte "Good Day For Goodbye". "There Are No Accidents", "Go", "They Say Love Is Blind" oder das abschließende 70er-Stück "I’m Not Lisa" aus der Feder von Jessi Colter sind ganz auf Erika’s kräftigen Gesang zugeschnitten, die dann auch voluminös in den Refrains aus sich herausgeht. Alles in allem ein äußerst gelungener Start für so ein junges Mädchen wie Erika Jo, das sowohl Country-Ikonen wie Reba McEntire (übrigens ihr großes Vorbild) oder Dolly Parton, als auch modernen Interpretinnen wie Jo Dee Messina oder Jessica Andrews ihren Tribut zollt. Hier könnte durchaus eine zweite Lee Ann Rimes heranwachsen! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3371
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 6,90

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Forty5South - we're country so we can [2005]
Bereits das zweite, tolle New Country-/Country-/Countryrock-Independent-Album einer Band von fünf jungen Burschen, die sich nach dem Highway benannt haben, der mitten durch ihre Heimatstadt Jackson, Tennessee verläuft, diesmal produziert von einem der schillerndsten Rocksänger der 80er Jahre, Bret Michaels, Frontmann von Poison, deren Hits wie "Every Rose Has Ist Thorn" oder "Somethin’ To Believe In" sicher noch vielen geläufig sein dürften! "Unser größter Fan von Anfang an, war die Polizei" konstatieren die Jungs um Ashley Bowers, Sänger und Komponist fast aller Lieder. "Wir probten anfangs im Wohnzimmer
meiner Junggesellenbude 6-7 Nächte in der Woche durch, so dass wir nach einer gewissen Zeit mit allen Gesetzeshütern per Du waren". Der Grund, warum man sich für Countrymusic entschieden hatte, ist relativ einfach. In Jackson gab es keine Band, die sich diesem Genre verschrieben hatte. Ihre musikalischen Einflüsse umreißen Forty5South aber eher weitläufig, von B. B. King, Kenny Chesney bis zu Guns’N’Roses. Dank ihrer packenden Live-Shows haben sie sich sehr schnell einen Namen gemacht, und so wurden sie beispielsweise bereits 2003 vom "Armed Forces Entertainment" für 28 Gigs, innerhalb von 40 Tagen, als Performer für die amerikanischen Übersee-Truppen quer durch Asien gebucht. Ein regelrechter "On-The Road-Crash-Kurs" für eine so relativ junge Combo. Aber die Jungs stecken voller Energie und meisterten die Aufgabe mit Bravour. Auch bei ihrem aktuellen Werk "We're Country So We Can" gelang es, sicher auch ein Verdienst von Bret Michaels, diese Energie mit ins Studio zu übertragen, denn Michaels sorgte für einen wirklich dynamischen, frischen und modernen Sound, hauptsächlich
basierend auf knackigen Drumlinien und präzise gespielten Gitarrenläufen. Allerdings wurden jede Menge country-typische Elemente wie Banjo, Fiddle, Steel oder Mandoline in die relativ kurz gehaltenen Songs (nur einer überschreitet vier Minuten) sehr feinfühlig und filigran integriert, wobei einige bekannte Gastmusiker wie Larry Franklin, Glen Duncan oder Dan Dugmore Glanzlichter setzen. Alle Songs sind überaus melodisch und haben dank ihres hohen Wiedererkennungswertes durchweg Single-Charakter, so dass es ungemein schwer fällt überhaupt einen explizit herauszuheben. Plattenfirma und Band entschieden sich bezüglich der ersten Single jedenfalls für das abschließende, gleichnamige Titelstück, einen leicht southern-infizierten Countrysong mit kratzigen E-Gitarren, tollen Dobro-Fills und einem herrlichen Telecaster-Solo, dazu ein dezent Hip-Hop-verdächtiges, kurzes Sprechgesangsbreak, das aber überhaupt nicht stört, und "Mr. Poison" sogar zum Gastauftritt im dazu produzierten Video animierte. Herrlich auch die Honkytonk-Nummer "Li’l Red Riding Hood", mit viel Banjo, Steel und Fiddle, die aber diesmal ohne das ansonsten typische Piano-Geklimper auskommt. Der Kracher des Albums aber ohne Zweifel "Smoke If You Got Them" eine Southern-infizierte Nummer
mit einem stampfenden, genretypischen Gitarrenriff, heulender Orgel und klimperndem Klavier. Erinnert ein wenig an Chris Cagle’s "The Chicks Dig It", am Ende mit einem atmosphärischen Orgel/Piano-Finish. Die restlichen Uptemponummern und die zwei, drei eingepassten, knackigen Balladen gehen runter wie Öl. Man sieht mit dem geistigen Auge die Jungs an einem sonnigen Abend mit einem riesigen, offenen Oldtimer-Cabrio an einer Eisdiele in Jackson vorfahren, die Mädels einladen, danach den 45-South runterbrettern, um dann mit ihren Songs und diversen Six-Packs irgendwo an einem abgelegenen Seeufer Party zu machen. Peppige Musik mit hohem Spaßfaktor für Freunde von den jungen New Country-Acts der Marke Warren Brothers, Hilljack, Rascal Flatts, Blue County, Emerson Drive oder aber auch zum Teil vom bereits erwähnten Chris Cagle! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3331
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The stuff I grew up on
I've been there too
Li'l red riding hood
Taste of class
We're country so we can

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