Artikel 1 bis 14 von 14 gefundenen...

[1-15]

 
Adams, Ryan - jacksonville city nights [2005]
Ryan Adams und seine neue Band "The Cardinals" mit ihrem zweiten Album in diesem Jahr! "Jacksonville City Nights" ist der nahezu perfekte Nachfolger zu "Cold roses", mit dem dieser einzigartige Musiker erneut sein ganzes Charisma untermauert. Noch mehr als auf seinem Vorgänger, geht es in die Vergangenheit, Richtung Whiskeytown zurück, und zwar zu deren Country-Roots, genauso wie zu den guten alten Tagen der Flying Burrito Brothers. Mit diesem sehr traditionell verwurzelten "Old School"- Honky Tonk-Country-Flavour, das sich konsequent durch dieses Album von der ersten bis zur letzten Minute zieht, klingt Adams wie ein voller Emotionen steckender Jünger von Gram Parsons oder Faron Young, wobei er seine diesen Ikonen nahe stehende Musik mit einer unwahrscheinlichen Authentizität rüber bringt. Auch die Texte sind rein "country"! Da setckt viel Herz und Seele drin! Einzigartiges Songwriting, eine voller Ausstrahlung steckende, exzellente Performance, und die wunderbaren Musiker der "Cardinals" mit ihren zwanglosen, relaxten Arrangements aus Acoustic Gitarren, Fiddle, Honky Tonk-Piano und fast immer präsenter, heulender Steelguitar bilden eine herrliche Einheit. Und dieses "echte" Retro-Feeling... - großartig! Ob der schöne, Steelguitar- und Piano-getränkte Countryrocker "A kiss before I go", der klingt als stamme er aus einem unentdeckten Fundus des großen Gram Parsons, der wunderbare Waltz "The end", die faszinierende, ein gewisses Blues-/Jazz-Flair ausstrahlende, mit einer tollen Melodie versehene, ruhige Ballade "Dear John", im übrigen mit Norah Jones als Gesangs-Duettpartnerin und am Piano, der flotte Retro-Countryrocker "The hardest part", der Americana-/Honky Tonk-Stomper "Trains", der herzzerreißende, traditionelle "old-fashioned" Waltz "PA", wieder mit schönem Piano und toller Steelguitar, oder auch das aus alten Whiskeytown-Tagen stammende, 1997 von Adams und Caitlin Cary geschriebene, honky-tonkige, Burritoesque "My heart is broken" - die Songs bringen uns zurück in die Pioniertage des entspannten Countryrocks! Wie macht dieser Ryan Adams das nur. Ewig aktiv, pausenlos am Songs schreiben und dann noch diese Kreativität, diese Identifikation mit der Musik und diese Ausdrucksstärke. Erneut eine Großtat!

Art-Nr.: 3650
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Barefoot Servants - 2 [2005]
"Rock'n Roll will never die", rief einst ein gewisser Neil Young in die Welt hinaus - und er wird für immer recht behalten, solange solche Bands wie die Barefoot Servants der klassischen Rockmusik immer wieder neues Leben einhauchen. "The 'Barefoot Servants 2 - CD' is like a shoot od fresh blood", bringt es ein begeisterter U.S.-Fan auf den Punkt. Es wird immer wieder leichtfertig von sogenannten "Alben des Jahres" gesprochen, doch diese CD wird in einem solchen Ranking für 2005 auf jeden Fall ein gewichtiges Wörtchen mitreden! "Barefoot Servants, Barefoot Servants..., hmm, da gab's doch mal eine 'Supergroup' gleichen Namens Mitte der Neunziger, die seinerzeit mit einem gewaltig dampfenden Rock-/Bluesrock-/Rootsrock-Album für mächtig Furore sorgten", wird sich vielleicht mancher dunkel erinnern - und jawohl, um genau diese Barefoot Servants handelt es sich! Sie sind wieder da! 1993 aus "Spaß an der Freud'" von vier gestandenen Rock-Veteranen ins Leben gerufen, nämlich den beiden Gitarristen Jon Butcher (bekannt als Frontmann der Hardrocker von Jon Butcher Axis) und Ben Schultz, Drummer Ray Brinker und dem berühmten Weltklasse-Bassisten Leland Sklar (u.a. Jackson Browne, James Taylor, Crosby Stills & Nash, Bonnie Raitt, Lyle Lovett, Don Henley und Phil Collins), verlor man sich nach einem von Fans und Kritikern gleichermaßen umjubelten, fulminanten Debut von 1994 und einer kurzen Tour infolge der vielen anderen musikalischen Verpflichtungen schnell wieder aus den Augen. 2004 trafen sich Jon, Ben und Lee erneut, nahmen den neuen Drummer Neal Wilkinson mit ins Boot, und beschlossen spontan dieses großartige Projekt von damals neu aufleben zu lassen. Und hier ist sie nun, die zweite Platte - 11 Jahre nach dem Debut! Das Resultat: Genauso ein Knüller wie damals! Voller Intensität steckender, ungemein vielseitiger, die pure Power ausstrahlender, geschickt die Brücke zwischen Retro und zeitgemäßer Aktualität schlagender, kochender "American Guitar Roots-Rock", -bluesig, rau, dreckig, druckvoll-, etwa zur Häfte "volle Kanne" krachend elektrisch in Szene gesetzt, und zur anderen Hälfte semi-akustisch, wobei auch dort jederzeit eine voller dichter Schwüle steckende, pure Energie durchdringt! Hier sind fantastische, über jeden Zweifel erhabene Profis am Werk, die sich in diesem mitreißenden Sideprojekt voller Hingabe verwirklichen und ihren ureigenen Rock-Instinkten freien Lauf lassen. Spaß, Spielfreude und ein hohes musikalisches Niveau stehen in einem homogenen, sehr beeindruckenden Einklang! Faszinierend Jon Butcher's dreckiger, heiserer, offenbar sehr Alkohol-resistenter, intensiver, kraftvoller Gesang, dazu sein Hendrix-beeinflußtes E-Gitarrenspiel, die ungemein vielseitigen Instrumental-Beiträge des zweiten Gitarristen Ben Schultz, das prächtige, variable Drumming von Neal Wilkinson und Lee Sklar's unwiderstehliche Bassläufe! Und trotz der rauen, schwülen und dreckig rootsigen Note glänzen die Songs mit durchwg straken Strukturen und abslout hängen bleibender Melodik! Man spürt entfernte Einflüsse von Led Zeppelin, den Faces, von Rod Stewart's früher Folkrock-/Blues-Phase, Crazy Horse, Hendrix, ein gewisses Westcoast-Flair, bis hin zu zeitgemäßen Roots-/Americana-Klängen und swampig anmutendem Delta-Feeling! Ein paar Songbeispiele eines Albums ohne jede Schwachstelle: Mächtig Drive, jede Menge Power und eine wunderbarer "Mitgröl-Chorus" zeichnen den ungemein dynamischen und knalligen Opener "Pharaoh's house" aus, der gleich ordentlich Stimmung in die Bude bringt. Ein richtiger Rock'n Roll-Heuler mit morz Gas gebenden Drums, satten E-Gitarren-Riffs und -Hooklines, einer klasse Melodie und glühenden Bassläufen! Weiter geht es mit dem herrlichen, melodischen, semi-akustischen, sehr intensiv gesungenen "I don't care at all", einem, eine spürbare "Hitze" ausstrahlenden, dennoch irgendwie lockeren Rootsrocker mit dezent folkig anmutendem Blues-Flair! Tolles Arrangement aus Acoustic- und Electric-Gitarren in Verbindung mit einer großartig eingesetzten Mundharmonika! Brillant auch der folgende, sehr trockene, sparsam instrumentierte, durchaus ruhige, dennoch wieder eine ungeheure Intensität ausstrahlende, wunderbare Westcoast-/Roots-/Bluesrocker "Crazy". Einfach herrlich die Addition einer würzigen, leise im Hintergrund agierenden, elektrischen Slide-Gitarre zu der staubigen Acoustic-Basis, womit ein verdammt bluesiges Feeling erzeugt wird. Großartige Percussion und eine klasse Melodie kommen hinzu! Ganz stark auch der, erneut auf einer akustischen Basis aufgebaute, trockene Midtempo-Rootsrocker "Take my breath away" mit seiner drückend schwülen Atmosphäre, den dezenten E-Gitarren-Fills, dem klasse Drumming, der starken Harp und der wunderbaren Melodie. Klingt dreckig, rau, bluesig, rootsig, und doch so herrlich ins Ohr gehend! Weitere Knüller sind der dampfende, mit klassischen Retro-Riffs und wildem, glühendem E-Gitarren-Georgel verzierte Power-Rocker "When the day comes", der flotte, roughe, semi-akustisch/-elektrisch instrumentierte Roots-/Classic-Rocker "Rude boy", die wundervolle, akustische, staubige Roots-Ballade "Bells of St. Mary's" mit ihrem herrlichen Dobro-Spiel, das dynamische, ein wenig an alte "Rod Stewart-Maggie May"-Tage erinnernde "Brown Penny", der riffige, melodische, von glühenden E-Gitarren angetriebene Rocker "Dog days", wie auch der gewaltig laute, von einer mächtigen E-Gitarren-Dröhnung eingeleitete, fette, "ass-kicking" Heavy-Bluesrocker "Crack the sky", dessen gewaltige Power eine Brücke von Hendrix über Led Zeppelin bis zu den heutigen Gov't Mule zu schlagen scheint. Die Gitarren machen einen morz Spektakel und Lee Sklar rockt am Bass als gäbe es kein Halten mehr! Die "alten Säcke" der Barefoot Servants erteilen so manchem jungen "Heißsporn" einmal mehr eine gehörige Lehrstunde in Sachen purer, zeitloser Roots-/Blues-/Rock-Intensität - wie eine "heilende" Injektion in manchmal allzu monotone, ausgelatschte Rock'n Roll-Stagnation! Mögen sie noch lange solchen Spaß an ihrer Musik haben! Ein Bomben-Teil!

Art-Nr.: 3630
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Pharaoh's house
Crazy
When the day comes
Take my breath away
Bells of St Mary's
Crack the sky

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Black, Clint - drinkin' songs and other logic [2005]
Purer, klassischer Traditional Country ohne jeden Schnörkel, frei von jeglichen "Mode-Trends"! Sagte man Clint Black in der jüngeren Vergangenheit schon mal einen leichten Durchhänger nach, so ist festzustellen, daß er dieses "Tief" (wenn es denn je eins war...) mit seinem neuen Album "Drinkin' songs and other logic" endgültig überwundern hat. 16 Jahre ist es her: Viele erinnern sich sicher noch an Black's großartiges Erstlings-Werk "Killin' time" mit Hits wie z.B. "A better man". Wie ein Blitz schlug er damals in der seinerzeit aktuellen Riege der sogenannten Neo-Traditionalisten ein. Es war der Beginn einer Serie von erstklassigen Alben und jeder Menge toller, überaus erfolgreicher Country-Hits! Die Fans der traditionellen Countrymusic lagen ihm zu Füßen. Genau dort ist er jetzt wieder angelangt. "Drinkin' songs and other logic" erscheint einem fast wie der direkte Nachfolger zu seinem damaligen Debut. 12 neue Songs, davon 8 geschrieben mit seinem alten Weggefährten Hayden Nicholas, 3 von Black allein, und einer zusammen mit Tim Nichols, hat er mit seiner eigenen, langjährigen Band (im übrigen sind das weitgehend die gleichen Bandmitglieder, die er auch schon vor 16 Jahren im Schlepptau hatte), ohne die allgemein übliche Nashville Studio-Clique, eingespielt und beschert den Fans lupenreiner, purer, klassischer Honky Tonk Country-Musik damit einen Leckerbissen nach dem nächsten. Akustische Gitarren, elektrisches Country-Picking, Fiddles und Steelguitars beherrschen die Szenerie und thematisch geht es, dem Albumtitel entsprechend, um solch typische, clichéhafte, aber immer wieder gern gehörte, klassiche Themen wie "Memories", "Cowboys", "Heartaches", "Honky Tonks", "Bars", Jukeboxes", "Bottles" und "drinkin'"... - "pure and simple" Country eben! Los geht's mit dem Titelstück, einer flotten, honky-tonkin' Roadhouse Country-Nummer mit toller, prägnanter Country E-Gitarre, inklusive eines prächtigen Lead-Spiels von Gast-Gitarrist Steve Wariner, gefolgt von dem als lupenreiner Waltz beginnenden, sich dann aber zu einem klassischen "cheatin'" Honky Tonker mit dezentem Texas Swing-Flair entwickelnden "Heartaches", bestehend aus einem feinen Fiddle-/Gitarren-/Steel-Kombinationsspiel. "Code of the west" ist eine, die typische Western-Romantik ala John Wayne behandelnde, viel Wild West"-Flair austrahlende Country-Nummer, während "Rainbow in the rain" wunderbar knackig, flott, melodisch und sehr traditionell, umgeben von einem feinen Gewand aus Fiddle, Steel, Gitarre und Piano, aus den Lautsprechern "reitet". So geht das weiter! Ob das schöne Fiddle-driven "Undercover cowboy", das jede Menge Outlaw-Flair ausstrahlende, recht knackige "Too much Rock", der mit feiner Baritone Gitarre und schöner Steel begleitete Barrom Countrysong "A big one" das Johnny Cash-like "Thinkin' of you" oder der abschließende, deftige Roadhouse Honky Tonker "Longnecks & rednecks" - die Traditionalisten werden an dem gesamten Album ihre helle Freude haben. Clint Black ist zurück und wieder ganz der alte!

Art-Nr.: 3602
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Drinkin' songs & other logic
Heartaches
Code of the west
Rainbow in the rain
Thinkin' of you

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Crow, Sheryl - wildflower [2005]
CD + DVD! Lang erwartetes neues Album der so überaus geschätzten und erfolgreichen Singer-/Songwriterin! Sheryl Crow zeigt sich auf "Wildflower" von einer nicht so rockigen Seite, wie gewoht. Eine gewisse Lockerheit, natürliche Frische, viel Ruhe, zuweilen vielleicht sogar eine gewisse Sentimentalität, aber auch viel Liebes- und Lebensglück durchstreifen die 11 neuen, oft mit dezenten Streichern, aber auch wunderbaren, vielschichtigen Gitarren verzierten Songs, die vom Tempo her zumeist im Midtempo- oder Balladen-Bereich liegen. Mit dem funkigen, viel Gute Laune verbreitenden "Lifetimes" und dem dynamischen, flotten, von einer prima Melodie geprägten, vollkommen Sheryl Crow-typischen "Live it up" gibt es quasi nur zwei fetzigere Titel. Auch einen leicht britischen Touch scheint man an der ein oder anderen Stelle wahrzunehmen, wie beispielsweise bei dem entspannten, irgendwie "Sixties"-mäßig verspielten, von einer sehr nach George Harrison klingenden Gitarre begleiteten "Where has all the love gone". Das Songwriting ist durchweg gewohnt stark! Klasse beispielsweise der schöne Opener "I know why" mit seinem transparenten Gitarren-Arrangement und der rootsigen Lead-Gitarre in der Mitte, das sehr melodische, durchaus knackige "Good is good", das von einem gewissen "World-Flavour" umhüllte "Chances are", das zarte, fast fragile, akustische "Wildflower", oder das knackige, frische, entspannte "Letter to God"! Ein sehr schönes, genußvolles Album! Der "Hit" dieser "Deluxe Edition" ist allerdings die beigefügte Bonus-DVD! Wir hören und sehen noch einmal wunderbare, sehr ruhig und inspiriert vorgetragene Altenativ-Acoustic-Performances (aufgenommen im Studio) von sieben dieser neuen Songs des Albums, die in diesen Versionen fast noch eindringlicher auf einen wirken, als durch die "normalen" Studio-Originale. Dabei tritt Sheryl entweder solo auf oder wird lediglich von John Shanks an der Acoustic Gitarre begleitet. Klasse! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar! Kommt in einem feinen Digipack!

Art-Nr.: 3651
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Delta Moon - howlin' [2005]
Der Süden und die Deltas brodeln! Delta Moon, dieses grandiose Quintett aus Atlanta/Georgia, deren Markenzeichen das fantastische Zusammenspiel zweier überragender Slide-Gitarristen ist, sind nach ihrem letzjährigen, großartigen "Goin' down south" mit einem neuen, abermals mitreißenden Album zurück. "Howlin'" läßt euch die Schwüle der Swamps regelrecht fühlen! Auf ungeheurer musikalischer Klasse basierender Louisiana-/Delta-/Roots-/Southern-/Swamp-/Blues-Rock, nicht unbedingt wie ein permanent laut krachendes Vollgas-Gewitter zelebriert, der einen aber, dennoch sehr kraftvoll dargeboten und durchaus mit einer ordentlichen Portion Druck ausgestattet, umso mehr mit seinen Emotionen, seiner Intensität, der Spielfreude, seiner Seele, seiner jederzeit spürbaren, drückenden Bayou-Schwüle, dem tiefen, herrlichen Southern-Groove und seinen ergreifenden Slide-Gitarren fasziniert. Dabei kommt eine Authentizität rüber, wie es nur ganz wenigen Bands gelingt! Delta Moon haben seit "Goin down south" in ihrem Line-Up zwei Umbesetzungen vorgenommen. Neben den beiden genialen Slide-Gitarristen Mark Johnson und Tom Gray (auch ein hervorragender Sänger und exzellenter Songwriter), Drummer Scott Callison, sind nun der neue Bassist Phil Skipper und die neue Sängerin Kristin Markiton mit an Bord, doch das tut der musikalischen Effizienz beileibe keinen Abbruch - ganz im Gegenteil! Kristin's Stimme (sie teilt sich den Lead-Gesang mit Tom Gray in etwa halbe/halbe, wie es auch die ausgestiegene Gina Leigh tat) hat noch mehr Biß, noch mehr Kraft und mehr Blues als die ihrer Vorgängerin, was dem Gesamtsound richtig gut bekommt. Und was die beiden Gitarristen ihren Instrumenten für herrliche Slide-/ Lap Steel- und Bottleneck-Läufe entlocken, mal etwas lässiger, entspannter, dann wieder voller kochender Intensität und mit begnadetem Twin- und Wechselspiel, ist einfach vom Allerfeinsten! Manchmal hat man das Gefühl als wäre Sonny Landreth bei Little Feat eingestiegen, aber auch dezente Elemente der North Mississippi Allstars oder Radiators sind zu erahnen. Das Songmaterial ist von vorn bis hinten erste Sahne! Das Album startet mit dem herrlichen, von einem unwiderstehlichen Bass- und Drums-Groove getragenen, lässigen wie kraftvoll brodelnden, puren Delta-/Southern-/Bluesrocker "You don't have to go", bei dem man sich, ohne es überhaupt wahrzunehmen, bereits nach Sekunden automatisch beim freudigen, rhythmischen, Takt-kompatiblen Finger-Schnippen, Kopfwackeln oder Beinwippen erwischt. Welch ein wunderbaarer Groove und welch ein hinreißendes Southern-/Swamp-Feeling! Die traumhaft eingesetzten, feurigen, elektrischen Slide-Gitarren, im Break mit fantastischem Twin-Spiel, in Kombination mit Kristin's seeligem, gefühlvollem und kräftigem Blues-Gesang machen den Genuß perfekt! Großartige Acoustic-Slide, teilweise ähnlich einem Dobro klingend, im Zusammenspiel mit swampiger Electric-Slide bilden den Rahmen des wundervollen, melodischen, groovigen, mit einem feinen Little Feat-Flair ausgestatteten Roots-/Delta-/Southern-Rockers "Higher ground", dem zusätzlich ein dezentes, prächtig dazu passendes Country-Blues-Feeling attestiert werden muß. Tom Gray singt herrlich erdig, rau und "Whiskey-proofed", aber mit so viel Gefühl und Sympathie! Tolle Lead Acoustic-Gitarre! Nach dem knackigen, dynamischen, flotten, cool aber sehr emotional gesungenen (Kristin), "southern-drenched" Rootsrocker "Must be lonely" mit seiner klasse Melodie und dem tollen Bottleneck-Solo, folgt mit "Midnight train" eine Nummer, bei der der Songtitel wie die sprichwörtliche Faust auf's Auge paßt. Dieses, mit herrlich sumpfigen Slide-Gitarren (akustisch und elektrisch) und einem prächtig "marschierenden" Drums-Groove ausgetattete Stück "fährt" wie ein, sich auf einer gediegenen, am besten nie enden wollenden Reise durch die Bayous Lousiana's befindender "Blues-Boogie-Train" durch euer Musikzimmer. Einfach klasse! Wie auch der lockere, aber "heiße", von tollen Slide-Soli durchzogene, groovig bluesige Roots-Southern-Rocker "Put your arms around me", der tief im Mississippi Hill Country verwurzelte, semi-akustische Southern-Roots-Country-Blues "Low country boil", der ungemein knackige, straighte, erdige, schön dreckig vorgetragene, mit einer tollen Melodie und glühenden Slides ausgestattete Delta-Rocker "Officer", der groovig jammige, mit einer dezenten Portion Memphis-Soul ausgestattete Ritt auf dem "Blue highway", oder der sehr intensive, mit kraftvollem, emotionalem Parallel-Gesang von Kristin und Tom interpretierte, in schwülen Slide-Gitarren getränkte, jammige Retro Southern-Blues-Rocker "Let tomorrow be"! Nicht nur das in Fankreisen sehr angesehene, vom Allman Brothers-Management herausgegebene "Hittin' The Note"-Magazin findet die Musik von Delta Moon "at once exciting and sincere" - auch wir sind restlos begeistert! "Howlin'" entführt den Zuhörer auf eine unwiderstehliche, rootsige, bluesige Reise durch die Swamps des amerikanischen Südens - bärenstark!

Art-Nr.: 3684
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
You don't have to go
Must be lonely
Midnight train
Officer
Let tomorrow be

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Evans, Sara - real fine place [2005]
Klasse! Auch Sara Evans schließt sich dem gegenwärtigen, so erfreulichen Trend unter Nashville's Country-Damen an und verläßt mit ihrem neuen Album weitgehend die allzu poppigen Pfade ihrer jüngeren Vergangenheit um zu guter alter "down home country music" zurückzukehren! "Real fine place" ist eine großartige CD geworden, schön frisch, zumeist herrlich knackig, mal schwungvoll, mal locker, dann wieder gefühlvoll und balladesk, mal äußerst traditionell, dann wieder modern, peppig und auch ganz dezent poppig! Im Kern eines jeden Songs dominiert jedoch eindeutig Sara's Country-Seele! Das ist auch geut so, denn mit ihrer "Farmerstochter-Vergangenheit" hat die in der Nähe von New Franklin/Missouri aufgewachsene Künstlerin die Country-Roots einfach im Blut! Durchweg starkes Songmaterial, die gewohnt große Schaar erstklassiger Nashville Studio-Cracks, wie auch, und das ist eine sehr liebevolle Hommage an ihre Familie, die Background Gesangs-Einsätze eines Großteils des Evans-Clans (Mutter, Vater, Bruder und 3 Schwestern) bei einer Vielzahl der Songs, ergeben somit ein äußerst homogenes Album, das den vollen New Country-Genuß auf einem richtig hohen Level garantiert. Gleich der erste Titel macht mächtig Laune: Eine klasse Melodie und die Dynamik eines dezenten Squaredance-Flairs ziehen sich durch das wunderbare, absolut traditionelle, dennoch sehr peppige, leicht grassige Fiddle- und Banjo-driven "Coalmine", das eine Menge Frische und Fröhlichkeit verbreitet und die Country-Puristen sofort ordentlich in Schwung bringen dürfte. Sara läßt von Anfang an keinen Zweifel daran, das ihr mit dem neuen Album eine prima Verbindung zwischen Tradition und Moderne gelungen ist. Das beweist auch das zweite Stück, der herrlich flotte, von Radney Foster und George Ducas geschriebene, knackige New Country-Knüller "A real fine place to start", der einem nicht mehr aus dem Ohr gehen will! Verbreitet erneut, in seiner satten Instrumentierung aus transparenten Gitarren (inklusive feiner Electric Lead-Läufe im Mittelteil), schöner Steelguitar und im Hintergrund agierender Orgel, eine wunderbare Frische. Völlig verdient, daß Sara damit mal wieder einen Riesen-Hit gelandet hat (war gerade für zwei Wochen in Folge Nr. 1 der Billboard Country-Singles-Charts)! Klasse auch die wunderbare, reinrassige, aber dennoch knackig dargebotene Ballade "Cheatin'" mit der feinen Begleitung von Fiddle, Gitarre und Steel, das etwas poppige, aber dennoch klar Country-verwurzelte "New hometown", das orchestrale, ihren Kindern gewidmete "You'll always be my baby", das keltisch folkloristisch angehauchte "Supernatural", das herrliche, von Sheryl Crow und John Shanks komponierte, angerockte, sehr knackige und melodische, moderne New Country-Stück "Roll me back in time" in seinem breiten, vollen Gitarrensound und dem kratzigen E-Gitarren-Solo, der leicht rootsig, Americana-mäßige, von Lori McKenna komponierte, sehr melodische, balladeske "Bible song", die traumhaft schöne, autobiografische, knackige Midtempo-Country-Nummer "Missing Missouri", oder der fetzige Party-Heuler "Momma's night out"! Sara Evans beglückt die Country-Gemeinde mit ihrem wohl besten Album seit dem 1997iger Debut "Three chords and the truth". Gratulation, Sara!

Art-Nr.: 3631
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
James, Seth - that kind of man [2009]
Gleich eines vorne weg: "That kind of man", das neue Studioalbum des begnadeten Songwriters, Sängers und Gitarristen Seth James aus Austin/Texas löst kollektiven Jubel in der Roots-Szene aus und wird als eines der stärksten Alben des Rootsrock in die Annalen des Jahres 2009 eingehen. Ein fantastisches Werk! Doch was heisst Rootsrock? Man kann, ja muss es wohl als gemeinsamen Nenner unter diesem Oberbegriff kategorisieren, doch James' wundervolle Musik umgibt darüber hinaus eine magische Blues-Aura, genauso wie ein prächtiges Americana- und Countryrock-Feeling, eine Brise Soul, etwas Southern-Esprit und, seiner Herkunft entsprechend, zuweilen auch ein unterschwelliges, dezentes "Red Dirt"-Flair. Unglaublich gekonnt, als wäre es die natürlichste Sache der Welt, verarbeitet er all diese unterschiedlichen Einflüsse zu einer unvergleichlichen, unwiderstehlichen musikalischen Einheit, deren Faszination einen zutiefst beeindruckt und begeistert. Aufgewachsen auf der Ranch seiner Eltern in King County, nördlich von Abilene/Texas, hatte er die musikalischen Gene von Geburt an im Blut. Seth's Großvater war ein angesehener Honky Tonk-Pianospieler, der in den Vierzigern und Fünfzigern in nahezu allen Clubs des Lone Start States zu Hause war, und sein Vater war ein erfolgreicher Drummer, der in mehreren lokalen Bands spielte und die renommierte Schlagzeug-Schmiede "Slingerland" in ganz Texas vertrat und repräsentierte. Irgendwann in seinenr Jugend schenkte ihm sein Vater die erste Gitarre, eine "Gibson Southern Jumbo" und lehrte ihn "Sultans of swing" von den Dire Straits zu spielen. Die Liebe für das Gitarrespielen war vollends entbrannt und Seth trainierte sich selbst, allerdings mehr in eine bluesigere Richtung, wie ein Besessener, indem er die Musik solcher Leute wie beispielsweise Lightning Hopkins, Freddie King, Albert Collins, Doyle Bramhall, Stevie Ray Vaughan, Al Green und John Fogerty's Credence Clearwater Revival aufsog. 1996 hatte er seine erste Band und von da an ging's in und um Texas Schlag auf Schlag. Mit so unterschiedlichen Leuten wie Percy Sledge, Little Feat, Delbert McClinton und Billy Joe Shaver stand er auf der Bühne. Zudem spielte er als Lead Gitarrist in den Bands von Wade Bowen und Ray Wylie Hubbard. Nun liegt seine neue Studio-Scheibe vor, in der er einfach all das, was ihn in der Vergangenheit geprägt hat, einbringt, und zwar mittels hinreissender, wundervoller Songs. Zuweilen kommt es einem vor, als sei auch John Hiatt eines seiner ganz großen Vorbilder, denn auch dessen Spuren finden sich deutlich in James' Musik. Vor allem seine kraftvolle, charismatische Stimme hat etwas von Hiatt, aber auch von Bob Seger und von der Texas-Ikone Robert Earl Keen. James verarbeitet in seiner packenden, von mitreissenden Grooves und geradezu traumhaften Melodien bestimmten Musik alle nur erdenklichen Zutaten aus Rock, Soul, Country, Blues und Swamp zu einem mal mächtig brodelnden, dann auch wieder sehr gefühlsbetonten Roots-/Americana-Gebräu voller Seele und spürbarer Inspiration. Neben all den vielen bereits erwähnten Einflüssen findet man zudem Spuren solcher Kollegen wie Mark Selby, Chris Knight, The Band Of Heathens, Lee Roy Parnell, oder Dan Baird. Erdige, würzige Gitarrenriffs und prächtige Hooklines prägen die Songs, immer wieder in den Breaks unterbrochen von fabelhaft in Szene gesetzten zündenden Soli, zuweilen richtig fett, wobei sich alle beteiligten Gitarristen (neben James sind das noch der geniale Mike Henderson, Rob McNelly und J.T.Corenflos) gegenseitig in puncto Sielfreude und Melodik übertreffen. Dazu gesellen sich eine wunderbar groovende Rhythmus-Sektion (Craig Young - Bass, Shannon Forrest - Drums), sowie exzellend integrierte Piano-/Orgel- (Mike Rojas) und Steelguitar- (Dan Dugmore) Einsätze. Sehr kompakter, würziger, großartig produzierter Sound, der ein klasse Retro-Roots-Feeling ausstrahlt und gleichzeitig ungemein zeitgemäss klingt. Großartige Arbeit von den Produzenten Jay Knowles und Herb Tassin! Ein tierischer, schwüler, swampiger Juke Joint-Groove aus aufregender Percussion-Arbeit, sowie eine brodelnde Mixtur aus Orgel-/Klavier- und bissigen Gitarren-Licks begleiten den genauso flüssigen wie kochenden, Roots-/Blues-Boogie "Thing for you". Was für ein "scharfer" Auftakt! Tolle Meldoie! Irre starkes Gitarrensolo aus gegenseitig puschender Lead- und Slide-Gitarre! Wunderbar! Erneut eine traumhafte Melodie, bärenstarke, knackige Rhythmen, ein herrliches Roots-Feeling und Seth's prächtiger Gesang bestimmen den grandiosen Americana-/Countryrocker "Leaves of September". Gigantisch wie sich diese "Killer"-Nummer bis in die tiefsten Windungen unserer Gehörgänge schraubt. Tolle, ungemein fette, würzige, Gitarrenarbeit, dazu eine "rollende" Orgel im Hintergrund. Einfach klasse! Nun wartet James mit einem fantastischen, sehr kraftvollen, emotionalen Slow-Blues auf ("Cigarettes, anger and wine"), natürlich tief verwurzelt in den texanischen Roots. Kommt den Arbeiten von David Grissom's Storyville recht nahe. Satte Gitarren, inklusive eines vor Feuer nur so sprühenden Solos sind die adäquaten Begleiter. Super! Wie auch der großartige, von schönen akustischen und elektrischen Gitarren umgarnte, etwas ruhigere, dennoch knackige Midtempo Roots-/Countryrocker "Again". So schliesst sich ein Highlight dem nächsten an. Ob das wunderbar entspannte, mit feinen Gitarrenklängen aufwartende, lockere "Slow roll", das von einem tollen Muscle Schoals-Groove durchzogene, soulige "Ain't no problem son", der gut abgehende, rotzig riffig rockende Roadhouse-Knaller "Honky Tonk Saturday night", die melodische, flockige Americana-Nummer "If the world was mine", oder der voller Southern-Flair steckende, sofort an Dan Baird's Großtaten erinnernde Rootsrock-Kracher "Two for Tuesday" (kein Wunder, Baird hat's ja auch zusammen mit Warner E. Hodges und Tommy Womack geschrieben und zudem auf seinem aktuellen Dan Baird & Homemade Sin-Werk veröffentlicht), mit seinen fulminanten Gitarren und seiner tollen Melodie - alles gnadenlos starke Songs! "That kind of man" ist eines dieser Alben, denen man sich bedingungslos ergibt. Eine regelrechte Rootsrock-/Americana-Offenbarung mit einem Schuß Blues und Countryrock! Besser kann man das kaum machen! Seth James ist, auch wenn er vielleicht ein ewiger "Geheimtipp" bleiben wird, jetzt schon ein ganz Grosser! Wir wiederholen es gerne: Ein fantastisches Album!

Das komplette Tracklisting:

1 Thing for You - 3:58   
2 Leaves of September - 3:28   
3 Cigarettes, Anger and Wine - 3:56   
4 Again - 5:15   
5 All of You - 3:23   
6 Slow Roll - 3:45   
7 Ain't No Problem Son - 3:19   
8 Honky Tonk Saturday Night - 4:04   
9 It Ain't Me - 2:58   
10 If the World Was Mine - 3:30   
11 Two for Tuesdy - 5:25   
12 That Kind of Man - 3:33

Art-Nr.: 6560
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Thing for you
Leaves of September
Cigarettes, anger and wine
Slow roll
Ain't no problem son
Honky Tonk Saturday night
Two for Tuesday

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Lonestar - coming home [2005]
Sechstes Studio-Album von Lonestar! Und vielleicht sogar ihr Stärkstes! Glaubte man auf ihren ebenfalls durchaus guten letzten beiden CDs "I’m Already There" und "Let’s Be Us Again" aufgrund des immensen Erfolgsdruckes dennoch leichte Abnutzungs- bzw. Stagnationserscheinungen zu erkennen, belehren die Herren Richie Mc Donald, Keech Rainwater, Michael Britt und Dean Sams Fans und Kritiker mit "Coming Home" eines Besseren. Sicher auch ein Verdienst ihres neuen Produzenten Justin Niebank, dem es mit minimalistischer Methode gelungen ist, Lonestar wieder mehr zurück in Richtung ihrer Anfangsalben zu fokussieren, ohne dabei auch nur den Hauch ihres schon immer exsistierenden, modernen New Country-Flairs einzubüßen. Im Gegenteil, die Texaner wirken frischer denn je! Insgesamt waren sie nie knackiger, was bedeutet, daß die Uptempo-Nummern in der Überzahl sind. Wir erleben so viele "echte" Country-Bezüge, wie schon lange nicht mehr, tolles Songwriting mit namhaften Co-Autoren, wie z. B. Brett James (5x Richie, 1x Michael, 1x Dean), intelligent ausgewählte Fremdkompositionen (u. a. von Dean Maher, Tom Douglas), klasse instrumentelle Darbietung in Verbindung mit vielen Gastmusikern (u. a. Shannon Forrest, Michael Rhodes, Bryan Sutton, John Willis, Russ Pahl, Gordon Mote, Jonathan Yudkin, etc.) und mal wieder eine gesangstechnische Klasseleistung von Frontmann Richie McDonald, der einmal mehr alles aus seiner phantastisch wohlklingenden Stimme herausholt! Los geht’s mit der Singleauskoppelung "You’re Like Coming Home", bereits hoch in die Billboard-Singles-Charts eingestiegen ist. Eine knackig rhythmische Countrypopnummer mit toller Melodie, gewürzt mit Dobro, Mandoline und tollen Gitarren. Geht richtig gut ab und bringt Sonne in die Herzen! Prognose: Wird noch an der Spitzenposition der Charts kratzen! Direkt einen drauf setzt dann noch "Doghouse", das noch eine Spur rockiger rüber kommt. Fiddle, E-Gitarren, Dobro, kleine Soli und Gordon Mote’s Wah-Wah-Clavinet-Effekte sorgen für jede Menge Pep! Doch keine Lonestar-Platte kommt vollkommen ohne ihre berühmten Balladen aus! Während "I Am A Man" noch an der Grenze zum Midtempo liegt (sehr ausdrucksstarker Gesang Richies), folgt "I’ll Die Tryin'" (Fremdkomposition aus der Feder von Steve Bogard und Jeremy Stover) ganz dem Stil ihres einstigen Superhits "Amazed". Kein anderer kann im Country-Circuit romantische Herz-Schmerz-Liebeslieder wohl authentischer rüberbringen als Lonestar's Leadsänger. Ebenfalls ruhiger sind "I Never Needed You", wo Sara Evans die Harmonies beisteuert (erinnert an Tim McGraw/Faith Hill-Duette), und "I Just Want To Love You", ebenfalls ein echter "Schmachtfetzen", wie der Titel es schon vermuten lässt. Im Midtempobereich liegen Songs wie "Little Town", eine sympathische Hommage auf ein intaktes Kleinstadtleben, sowie das Steel-, Mandolinen- und Akkordeon- getränkte, sehr relaxt dahinfließende "Two Bottles Of Beer". Die Highlights stellen aber diesmal eindeutig die temporeicheren Stücke dar. "Wild", wie der Name es schon ausdrückt, ist 'ne richtig wilde Nummer, deren treibender Boogie-Rhythmus gar ein wenig an ZZ Top zur "Eliminator"-Phase zu erinnern scheint. "Noise" ist wieder ein flotter Countryrock/-pop-Song, der durch feine Tempowechsel und seine kraftvolle Performance besticht. Bleiben noch zwei eher traditionell ausgerichtete Lieder ("What’s Wrong With That" und "When I Go Home Again"), die aber richtig Laune machen. Heulende Fiddles, klasse E- Gitarren und Honkytonk-Piano sorgen für prächtige Country-Stimmung! Alles in allem eine gprima zusammengestellte, kurzweilige Mischung! Lonestar hat der frische Wind, den Justin Niebank der Truppe eingehaucht hat, spürbar gut getan. "Coming Home" ist ein Album, dass die Band in absoluter Bestform präsentiert! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3584
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 6,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
McMurtry, James - childish things [2005]
Der begnadete, texanische Singer/Songwriter James Lawrence McMurtry gilt als einer der ganz wenigen Songschmiede seiner Generation, dessen einzigartiges Material sowohl bei der Kritik, der Presse, als auch bei den vielen Liebhabern der Roots-/Americana-Szene einen ungemein guten Ruf genießt. Warum das so ist, untermauert er einmal mehr mit seinem meisterhaften, neuen Studioalbum "Childish things"! Geboren in Fort Worth, viele Jahre in Virgina verbracht, nach eigenen Aussagen in seiner Jugend am ehesten von Kris Kristofferson und The Band beeinflußt, begann McMurtry während seiner Studienzeit (Englisch / Spanisch) an der University of Arizona Mitte der Achtziger mit seinen ersten, viel beachteten Auftritten, sorgte beim berühmten "Kerriville Folk Festival " 1987 für Furore und ergatterte 1989 gar einen Major-Deal! Ab da folgten jede Menge großartiger Alben, und nach seiner viel umjubelten Live-CD vom April letzten Jahres, legt sich McMurtry die Meßlatte mit seinem neuen Studiowerk nochmal ein bißchen höher! Das ist große Singer/Songwriter-Kunst! Rau, dreckig, trocken und rockig, hören wir 12 exzellente, in bester, typisch texanischer Singer/Songwriter-Tradition verwurzelte Songs, die in ihren "gritty", staubigen Arrangements wunderbar an der Schnitstelle zwischen Rootsrock und Americana angesiedelt sind, wobei man Elemente eines Steve Earle oder Joe Ely genauso wahrzunehmen glaubt, wie die eines John Mellencamp oder den rauen Gitarren-Charme von Crazy Horse! Und doch klingt McMurtry wie kein anderer, allein schon durch seinen unvergleichlichen, so lässigen, tiefen, nasalen, von einem dezenten "Southern-Vibe" geprägten Gesang. Doch er hat seine Stärken keineswegs nur als Songwriter und Sänger, sondern gilt ebenso, und das wird zuweilen, völlig zu Unrecht, etwas in den Hintergrund gedrängt, als hervorragender Gitarrist. Begleitet wird er von seinen langjährigen Kumpanen, den "Heartless Bastards" (das sind die ausgezeichneten Ronnie Johnson am Bass und Daren Hess am Schlagzeug), sowie ein paar namhaften Gästen, allen voran Joe Ely (Duettpartner bei dem fetzigen Rootsrocker "Slew foot"), Bukka Allen an der Orgel und am Klavier, Warren Hood an der Fiddle und David Grissom an der Gitarre. Es ist schon bemerkenswert auf welch beeindruckende Weise er seine aus großartigen, teils bissigen Lyriks bestehenden Songs in, mal flüssige, mal kantige, immer schön staubig raue, zumeist von würzigen E-Gitarren dominierte Arrangements verpackt, die dann doch als sehr eingängig und mit prima Melodien versehen, prächtig hängen bleiben. Nach dem klasse Opener "See the elephant", ein von wunderbarem Gitarren-, Fiddle-, und Orgel-Zusammenspiel gekennzeichneter, balladesker Midtempo-Rootsrocker, hören wir das herrlich lockere, knackige, genauso dreckige, wie melodische Titelstück "Childish things"! Fantastisch! McMurtry's Gesang klingt so staubtrocken, wie die Gegend aus der diese Musik kommt! Nistet sich in den Ohren fest, wie etwa die Songs eines jungen Jackson Browne in Hochform, wenn er nicht aus Californien, sondern aus Texas käme, und etwas dreckigher agieren würde. Stark auch das herzhafte Gitarrensolo in der Mitte! So reiht sich eine hochkarätige Nummer an die nächste. Zum Beispiel die bärenstarke, hymnische, textlich ungemein engagierte, über 7-minütige, von einem gewissen Steve Earle-Flair gekennzeichnete Roots-Ballade "We can't make it here" mit ihren herzhaften "dirty electric guitars", dem groovenden Schlagzeug und der dezent eingesetzten Orgel, das wunderbare, rau rockende, twangige, von einem vielschichtigen Gitarrensound, inklusive Mandolinen, geprägte "Bad enough", das rhythmische "Restless", die großartige, lockere Alternate Country-/Americana-Nummer "Memorial day" mit ihren tollen Gitarren und der klasse Fiddle, der melodische, "roughe" Rootsrocker "Six year drought", der baumstarke, fetzige, riffige, kantige, "smokin'" Texas Countryrocker "Pocatello", wie auch die finale, exzellente akustische Ballade "Holiday"! Ein durch und durch starkes Rootsrock-/Americana-Album, mit dem James McMurtry nicht nur seine alten Fans einmal mehr vollends begeistern wird, sondern eine Menge neuer hinzugewinnen dürfte. Große Leistung!

Art-Nr.: 3613
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Childish things
Bad enough
Memorial day
Six year drought
Pocatello

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Molly Hatchet - live in hamburg ~ dvd + cd [2005]
DVD-/CD-Set! Was hat die Southern Rock-Fraktion darauf gewartet! Endlich ist sie da, die lang angekündigte Molly Hatchet-Live-DVD! Und das noch in einem opulenten DVD-/CD-Kombi-Paket! Respekt! Aufgenommen am 24. Juli 2004 bei den Hamburger Harley Days brennt die Band um Bobby Ingram ein gewaltiges Heavy Southern Rock-Feuerwerk mit allen Klassikern ab! Dem Anlaß entsprechend präsentiert man sich in einer prima Verfassung. Es paßt halt auch bestens: Harleys, Biker und Hatchet's Southern Rock, das gehört schon irgendwie zusammen! Bemwerkenswert ist, daß die Jungs schon an diesem Abend einige Titel ihres erst in diesem Jahr erschienenen neuen Werkes "Warriors of the rainbow bridge" spielten, was dem Ganzen eine noch größere Aktualität verleiht. Und live kommen die Fassungen solcher Tracks wie "The rainbow bridge" "Son of the south", "Gone in 60 seconds" oder "Moonlight dancin' on a bayou" noch dynamischer rüber als in der sterilen Studio-Atmosphäre. Ansonsten gibt es das Material, was der geneigte Molly Hatchet-Liebhaber einfach hören möchte! Hier die komplette Tracklist: 1. Intro 1:21, 2. Whiskey Man 3:45, 3. Bounty Hunter 4:02, 4. Gator Country 7:30, 5. Moonlight Dancin` on a Bayou 5:08, 6. Fall Of The Peacemakers 5:16, 7. Devil´s Canyon 6:06, 8. Drum Solo 3:47, 9. Beati ´ The Odds 4:03, 10. Son Of The South 4:57, 11. The Creeper 4:55, 12. The Rainbow Bridge 5:13, 13. Keyboard Solo 2:24, 14. Instrumental 2:45, 15. Guitar Solo 5:54, 16. Dreams I`ll Never See 8:02, 17. The Journey 9:24, 18. Gone In 60 Seconds 3:43, 19. Jukin´ City 1:39, 20. Flirtin´ With Disaster 6:41 ! Und weil's so schön ist, gibt's das gleiche Konzert auch noch als Bonus-CD (74 1/2 Minuten Spielzeit!) mit dazu - allerdings ohne die letzten 4 Titel. Die haben einfach nicht mehr draufgepaßt! Eine feine Idee, ein CD-/DVD-Paket in Kombination zu veröffentlichen! Sehr preiswert und absolut zur Nachahmung empfohlen! Die Fans werden es danken! "The south has risen again", heißt es auf dem Back-Cover.. - alles klar, Leute?!!

Art-Nr.: 3585
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 18,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Parnell, Lee Roy - tell the truth [2001]
Gitarrero Parnell, ein ebenso wunderbarer Sänger, wird noch immer in die Country-Riege plaziert. Doch immer mehr entfernt er sich davon und besinnt sich seiner Roots, dem Blues und Rhythm & Blues. So sind auf dem neuen Album nur noch wenige Countrymomente zu hören, was den Country-Puristen sicher ein paar Schwierigkeiten bereiten könnte. Aber wer dieser Musik offener gegenübersteht, bekommt hier ein absolutes Spitzen-Album mit einem Parnell, der nie besser in Form war, präsentiert. Das ist Blues/Bluesrock-Country oder Country-Blues/Bluesrock, wie immer man das bezeichnen mag, mit einer gehörigen Portion Boogie-Woogie, Soul und Southern-Soul. Dabei zeigt Parnell gesanglich und auch auf der Gitarre seine ganze Klasse. Herrliche Slide-Gitarren-Soli bis zum Abwinken. Aufgenommen ist das Ganze in den legendären Muscle Shoals-Studios, wo für ihn vor Jahren alles begann. Nach der Trennung von Arista Nashville spielt er nun völlig zwanglos "seine" Musik, was sich auch in dem Albumtitel "Tell the truth" widerspiegelt. "Croosin' over" beispielsweise ist ein treibender Roadhouse Blues/Bluesrock mit Ohrwurm-Charakter und Slide-Gitarren Spiel bis die Saiten glühen. "Breaking down slow", ein Duett mit der großartigen Bonnie Bramlett, ist eine wunderschöne, voller Leidenschaft gesungene, southern-soulige Blues-Ballade mit schönen, unaufdringlichen Bläsern, die Gänsehaut erzeugt. Mit einem weiteren Duettpartner, Delbert McClinton, gelingt ihm mit "South by southwest" ein rockiger, derber Texas-Blues erster Sahne, um auf dem gefühlvollen Titelstück "Tell the truth" wieder mit einer herrlichen Ballade und feinstem National-Stell-Slide-Spiel zu überzeugen. Ein weiteres Duett gibt es mit Keb' Mo' bei "I declare". Hin und wieder hört man auch einen Gospel- oder Jazz-Touch. Nicht nur etwas für Mark Selby oder Scott Holt-Fans. Gediegener "Sahne"-Rhythm & Blues (Rock) für Kenner! Musik, die einem unweigerlich ein Finger-Schnippen oder Fuß-Wippen entlockt. Herrlich!

Art-Nr.: 1292
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,36

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Reckless Kelly - under the table & above the sun [2003]
Austin und seine Musiker! Es ist immer wieder faszinierend, welch großartige Bands sich aus dieser schier unerschöpflichen Austin-Szene herauskristallisieren und fortan zu den nicht mehr wegzudenkenden Eckpfeilern ihres entsprechenden Genres gehören. So ist das auch mit dem unter den Fans längst kultigen Quintett Reckless Kelly um die Gebrüder Cody und Willy Braun, die mit ihrem dritten Studioalbum "Under the table & above the moon" erneut ein absolutes Knüllerteil in Sachen Rootsrock/Americana-Rock/Alternate Country-Rock vorlegen. 3 Jahre in Folge gewannen sie, und das ist absolut nachvollziehbar, den "Best Roots Rock Band"-Award des renommierten Austin Chronicle! Waren die letzten Alben schon klasse, so etablieren sie sich mit ihrem neuen Werk endgültig in der Spitze des Genres. Zu dem erweiterten Dunstkreis solcher Künstler wie Cross Canadian Ragweed, Jack Ingram, Great Divide, Steve Earle, Buddy Miller, Robert Earl Keen und Radney Foster zählend verarbeiten sie in ihrer zündenden Rootsrock-/Alternate Country-Rock-Musik genau deren charakteristischen Merkmale mit ihren ganz eigenen Ideen, um somit den typischen Reckless Kelly-Sound zu kreieren. Ein herrlicher Sound, immer satt, von transparenten und vielschichtigen Gitarrenriffs und -soli begleitet, aber auch immer wieder einmal angereichert mit wunderbar dazupasenden Mandolinen oder unaufdringlicher Fiddle, sehr knackig und kraftvoll, staubig, auch roh, aber gleichzeitig von einer völlig unbeschwerten Lockerheit getragen. Dazu Willy Braun's warmer, aber auch irgendiwe rotzig wirkender Gesang, vom Timbre her irgendwo zwischen Steve Earle und Radney Foster liegend, und diese sich unwiderruflich in den Gehörgängen festsetzenden, fantastischen Melodien, die sich von vorn bis hinten unnachahmlich durch alle Songs ziehen. Beeindruckend dieses Songwriting, faszinierend mit welcher Leichtigkeit sie diese Melodien aus dem Ärmel zu schütteln scheinen, egal ob es sich um fetzige Uptempo-Rocker, herrliche Midtempo-Nummern oder wunderbare, satte, Balladen handelt. Und großartige Musiker sind es natürlich auch., allen voran Lead-Gitarrist David Abeyta! Flott, rockig, knackig und rootsig legen sie mit dem starken "Let's just fall" voller Drive los! Toller Gitarrensound, klasse Gesang, eine tolle Melodie und der immer spürbare Staub versetzen einen sofort in die richtige "Americana-Rock"-Stimmung. Genauso elanvoll und melodisch, geprägt von herrlichen Gitarren, geht es mir der astreinen Countryrock-Nummer "Nobody's girl" weiter, ehe sie mit dem überragenden "Desolation angels" einen Traum von einem balladesken Americana-Track präsentieren. Auf beeindruckende Weise kombinieren sie hier die Leichtigkeit von flockigen, lockeren Mandolinen, einer Fiddle und Acoustic Gitarren, inclusice Lead Acoustic im Mittelteil, mit herrlich melodischem, aber energischem Gesang und knackigen, vollen, satten Rhythmen aus Drums, Bass und Riffs von elektrischen Gitarren. Welch ein Genuß! Toll auch die lässige, semi-akustische Americana-Nummer "Everybody", der riffige Uptempo Roots-/Countryrocker "I saw it coming", das krachende "You don't want me around", oder das wunderschöne, trotz aller Einfachkeit aber auch von excellenter songschreiberischer Finesse geprägte, fantastische, countrylastige "Willamina", mit seinen effektvollen Gitarren. Ein absoluter "Hit" ist auch die von fetten E-Gitarren begleitete, mit feiner Mandoline angereicherte, wunderbar kraftvolle Roots-Vorzeige-Ballade "Vancouver", inklusive großartiger Slide-Gitarre, natürlich einer prächtigen Melodie und einer dezenten Prise Southern-Flair! "They're sounding like the catchiest bar band ever", heißt es in einem US-Review! Das kann man so stehen lassen! Aber Reckless Kelly ist noch viel mehr: Red Dirt Texas Roots Americana-/Alternate Country-Rock pur, voller musikalischer Kompetenz, Unbekümmertheit und Professionalität gleichermaßen! Ein herausragendes Album für die Fraktion von Buddy Miller, Steve Earle bis Cross Canadian Ragweed, Radney Foster, Jack Ingram, Chris Knight, und auch Uncle Tupelo, übrigens produziert von Ray Kennedy! Wir sind begeistert!

Art-Nr.: 1921
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Let's just fall
Vancouver
Willamina

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
String Cheese Incident - one step closer ~ limited edition mit bonus dvd [2005]
Limited Edition mit Bonus-DVD! Fünftes Studioalbum der großartigen Jamrock-Band aus Boulder/Colorado! "One step closer" ist der Titel dieses wunderbaren Werkes, das die Band in einem kleinen, privaten Studio in ihrer Heimatstadt zusammen mit Produzent Malcolm Burn (u.a. Bob Dylan, Emmylou Harris, Daniel Lanois) eingespielt hat, und mit dem sie in der Tat einen weiteren "Schritt näher" an die ganz Großen des Jamrock-Zirkus herankommt. String Cheese Incident lösen sich mit dem neuen Album wieder etwas von den allzu experimentierfreudigen, wenn auch musikalisch eindrucksvollen, "Eskapaden" ihres Vorgängers und liefern nunmehr ihr vielleicht Song orientiertestes Werk ab. Hier stehen die kompakten Songs mit zum Teil traumhaft schönen Melodien im Mittelpunkt, wenngleich in den Breaks die live, sicher auch bei den neuen Stücken, ausdehnend dargeboten Jammings immer zu erahnen sind. Gleichzeitig gehen SCI durchaus einmal mehr neue Wege, denn Produzent Malcolm Burn sorgt für ein leicht "schwebendes", zuweilen etwas psychedelisch angehauchtes, modernes Klangbild, das in der Kombination mit den natürlichen "Colorado Mountain-Sound"-Anlagen der Band in ganz wundervollen Songs mündet. Dazu tragen auch der ein oder andere Gast-Komponist bei. So gibt es zum Beispiel 3 Kollaborationen mit Country-/Alternate Country-Songwriter Jim Lauderdale, in der Szene ja bereits durch seine Zusammenarbeit mit Leftover Salmon und Donna The Buffalo durchaus bekannt und geschätzt. Über dem gesamten Album liegt zumeist eine sehr ruhige und entspannte Atmosphäre! Weitestgehend zielen die Songs in die Richtung der Americana-/Roots-/Jam-Schiene, immer mal wieder ergänzt durch einen gepflegten Grateful Dead-Touch, ein dezentes Little Feat-Flair, aber auch mal durch ein leicht britisch angehauchtes Pink Floyd-Feeling, das ja viele Jambands gerne in ihrem Sound unterbringen. So ist das auch bei dem exzellenten Eröffnungsstück "Give me the love", das mit seiner etwas psychedelischen Note und der tollen Melodie phasenweise gar ein wenig an U2 zu erinnern scheint. Moderne Keyboards treffen auf grassige Americana Acoustic-Instrumente! Dem folgenden, eher erdigen "Sometimes a river" könnte man sogar Radio-Potential attestieren. Wieder solch eine klasse Melodie begleitet diesen so wohltuende dahin fließenden, dennoch knackig groovenden Americana Rock-Song, ausgestattet mit tollem, im Hintergrund agierenden E-Piano und sehr frisch klingenden E-Gitarren-Licks. Ein richtiger "Roots-Jam-Hit"! Ein ungemein entspanntes, folkiges, ganz wundervolles Americana-Stück hören wir mit dem anschließenden, semi-akustisch instrumentierten "Big compromise", einem der drei mit Jim Lauderdale komponierten Songs. Herrliches Acoustic Mountain-Flair, dazu in der Mitte ein großartig integriertes Akkordeon, schönes Dobro, dezente Keyboards und lockere, großartige Percussion-Arbeit! Nach dem kräftigeren, funky und groovy rockenden "Grateful Dead meets Little Feat"-like "Until the music's over" folgt mit dem schwebenden "Silence in your head" erneut ein recht ruhiges, sehr schönes Stück, bei dem knackiges Schlagzeug und grassige Instrumente wie Mandoline auf ein leicht psychedelisches "Pink Floyd"-Flair treffen - alles verpackt in einer herrlichen Melodie. Sehr stark auch das knackig rockende, groovende, etwas southern-inspirierte "Drive", das voller Grateful Dead-Flair steckende "45th of November" (kein Wunder, der Co-Autor heißt Robert Hunter), die etwas experimentelle, von interessanten Keyboard-Spielereien begleitete World-Jam-Nummer "One step closer", der dreckige Funk-Swamp-Bluesrocker "Swampy waters", wie auch die traumhaft schöne, wunderbar entspannte und gleichzeitig luftig lockere, mit toller Mundharmonika und herrlicher Steelguitar ausgestattete, ungemein frisch und natürlich wirkende Countryrock-Nummer "Brand new start"! String Cheese Incident mit einem makellosen Album: melodisch, mit tollen Songs, wunderbaren Melodien, bravouröser musikalischer Leistung, kompakt und dennoch jamming! Im Studio waren sie wohl nie besser...! Bis auf weiteres gibt es das Album in limitierter Auflage, inklusive einer feinen Bonus-DVD! Die DVD enthält einen 30-minütigen Film mit dem Titel "The big compromise" über das "making of" von "One step closer", in dem wir jede Menge Studioaktivitäten und Statements von Bandmitgliedern und Crew sehen. Höchst interessant! Die DVD hat den Regionalcode 1 für Amerika, das heißt es ist ein entsprechend ausgerüsteter DVD-Spieler nötig!

Art-Nr.: 3404
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Give me the love
Sometimes a river
Big compromise
Drive
Brand new start

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Urban, Keith - livin' right now ~ live ~ dvd [2005]
Keith Urban jetzt live auf DVD! Nach den ganzen Studio-Erfolgsalben der letzten Jahre hat der australische New Country-Superstar dem digitalen Zahn der Zeit Tribut gezollt und ist nun endlich für jedermann auch im Wohnzimmer live auf der Bühne zu bewundern. Gefilmt wurde im denkwürdigen Wiltern Theatre von Los Angeles der letzten Station seiner abgelaufenen, aktuellen US-Tournee. Herausgekommen ist ein überwältigendes Dokument, das das längst vermutete Können des sympathischen Mädchenschwarms auch live noch einmal nachhaltig untermauert. Urban ist ein großartiger Gitarrist, ein talentierter Songwriter, ein wunderbarer Sänger und ein hervorragender Entertainer, der trotz seiner offensichtlichen Klasse auf übertriebene Selbstdarstellung verzichtet, und vor allem die Leistungen seiner ebenfalls starken Mitmusiker zu keinem Zeitpunkt in den Hintergrund stellt. Und der es natürlich auch glänzend versteht, das Publikum in seinen Bann zu ziehen - alles ohne große Effekthascherei! Eine relativ schlichte, aber recht geräumige Bühne in einem wunderschönen Theater mit steil nach oben heraufgehenden Sitzplätzen (auf denen es allerdings kaum einen der Anwesenden gehalten hat), im Hintergrund nur das Monkey-Logo auf einem Bühnenvorhang dem Zeichen von Keith’s Online-Community. Keith im schlichten T-Shirt mit Jeans und darunter verborgenen Cowboystiefeln. Auch der Rest des Line-Ups in legerer Kleidung. Es zählt halt nur die musikalische Qualität. Und dieser dynamische Set hat es einfach in sich! Nach kurzem Akustik-Intro fegt er direkt mit den beiden flotten, knackigen New Country(rock)-Nummern "Days Go By" und "Better Life" los, quasi der identische Auftakt wie bei seinem so erfolgreichen letzten Album "Be Here". Mit "Raining On Sunday" folgt die erste, dieser "Killer"-Balladen. Starkes Telecaster-Solo am Anfang, nach der offiziellen Begrüßung des Publikums, eine herrliche Melodie, plus einem weiteren, filigranen E-Gitarren-Solo! Bei "You Won" zeigt erstmals Multi-Instrumentlist Chad Jeffers seine Qualitäten beim Dobro-Gegenspiel zu Urban’s flotten, würzigen Gitarreneinlagen. "Blacktop" erweist sich dann als erste "richtige" Countrynummer, wieder mit wohl dosierten Dobro-Ergänzungen und orientalisch anmutendem Gitarrenflair. Keith genießt zum erstenmal das Bad in der Menge. Publikumsnah zeigt er sich auch, als er eine "kusswillige" junge Dame auf die Bühne bittet, nachdem er aber vorher höflicherweise nachfragte, ob dieser "Kuß" nicht doch eher für ihren Partner bestimmt sei. Zu dem Zeitpunkt war ein sich über fünf Lieder erstreckender Akustik-Set im Gange, wobei ein Duett mit der vokal glänzend aufgelegten Katrina Elam und die tollen Balladen "Grace Of God" und "You’ll Think Of Me" herausragen. Country der Extraklasse auch bei Dave Dundas’ aufgepeppter Oldie-Klamotte "Jeans On", brillantes Dobro-Solo wieder von Chad Jeffers! Elektrisch und recht rockig wird es dann wieder ab "She’s Gotta Be", wobei der bis dahin fulminante E-Gitarren-Rhythmusarbeit abliefernde Chris Rodriguez ein ausgedehntes Telecaster-Solo zum Besten geben darf. Das Urban in allen Rocksparten spielend leicht zurecht kommen würde, untermauert er bei "You Look Good In My Shirt". Eine Southern--lastige Rock-Performance der Güteklasse A, wobei Keith seine Riffs (Mischung aus Stones und Skynyrd) mit der Leichtigkeit des Seins vom Stapel lässt und sich vor lauter Freude mit dem zweiten Gitarristen auf dem Bühnenboden wälzt. Macht richtig Laune, zu sehen, wie Urban und die Band das Publikum immer weiter in Stimmung bringen, ja wirkt regelrecht ansteckend! Der Tom-Petty-Klassiker "Free Fallin’“ enthält u. a. ein tolles Organ-B3-Intro vom ansonsten eher dezent agierendenen Pianisten Steve King und einen ungemein unterhaltsamen Gesangs-Schlag-Abtausch mit dem in allen Belangen textsicheren Publikum, wobei ständige Einblendungen junger hübscher Damen einen Rückschluss auf eine hohe Frauenquote im Publikum zulassen. "Somebody Like You" fetzt dann wieder richtig los, tolle Banjo-Fills und Keith’s Rückkoppelungseffekte inbegriffen. Nach einem Urban-Solovortrag am Piano, der recht traditionell angehauchten Nummer "Who Wouldn’t Wanna Be Me" mit viel Mandoline und Banjo, geht mit "These Are The Days", diesmal dezent auf Bluegrass getrimmt, ein bärenstarker Gig zu Ende, der keinen Wunsch offen lässt. Großartige Leistung von Urban & Co.! Wer Karten für seine vier anstehenden bereits ausverkauften Konzerte in Deutschland besitzt, darf sich glücklich schätzen. Dieses Werk ist das beste Beispiel! Keith at his very best! Und nicht genug damit: Es gibt noch weitere Bonbons auf dieser DVD: Zunächst drei Songs vom Soundcheck, die nicht im Konzert gebracht werden. Keith zweimal solo, nur mit Akustik-Gitarre "You're not alone tonight" und "Don't shut me out) und einmal mit Band (""Homespin love" aus alten Zeiten mit seiner ehemaligen Band "The Ranch"), dann noch eine Bildergalerie und zu guter letzt gar noch einen brandneuen, bislang unveröffentlichten Song, diesen allerdings lediglich im Audio-Format. "Most People I Know (Think I’m Crazy)" ist ein recht rockiges, knackiges Stück mit Siebziger Flair, mit Beatlesquen Harmonies und nach The Who klingendem Pianospiel, sowie einem ausgiebigem, leicht psychedelisch anmutendem, fulminanten, kernigen E-Gitarren-Solo gegen Ende. Klasse! Wie die komplette DVD! "Livin’ Right Now" zeigt einmal mehr, warum Keith Urban aus dem Reigen der Großen in Nashville nicht mehr wegzudenken ist. Gratulation! Ein tolles, rund 100-minütiges Konzert! Enthält ein feines, 3-fach aufklappbares Booklet mit einigen schönen Fotos! Die DVD, im exzellenten Dolby 5.1 Surround-Sound, ist "code free" und somit auf jedem Player abspielbar. (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3652
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 19,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!