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Aldean, Jason - same [2005]
Die "jungen Wilden" machen ordentlich Dampf in Nashville! Erst Keith Anderson, dann Bobby Pinson, Big & Rich sowieso, und jetzt Jason Aldean! Macht das Laune! Tolles Debut des 28-jährigen "Georgia-Boys" (Aldean ist in Macon geboren und aufgewachsen), der schon früh durch seinen Vater die Liebe zur Countrymusic entdeckte. George Strait, Hank jr., und Alabama zählt er zu seinen größten Einflüssen, doch auch Mellencamp hat er offenbar hin und wieder gehört. Nach jahrelangem Touring mit diversen Bands durch die Clubs zwischen Georgia, Florida und Tennessee brachte ihm schließlich ein Showcase in Nashville's "Wildhorse Saloon" Anfang 2004 das verdiente Signing mit dem unabhängigen "Broken Bow"-Label ein. Und das Resultat seines Erstlings kann sich wahrhaft sehen, bzw. hören lassen: Durchweg knackiger, irgendwie unbeschwerter, aber gleichzeitig höchst kompetenter und professioneller, viel Energie versprühender, "rowdy- rockin'" Country/New Country auf traditioneller Basis, dennoch absolut zeitgemäß und "modern" in Szene gesetzt. Diese Art der Countrymusic, die es tatsächlich zu schaffen scheint, eine Brücke zur jungen Generation zu schlagen, ist in Nashville zur Zeit mega angesagt. Und sie macht richtig Spaß! Aldean's Musik läßt nicht nur Parallelen zu den bereits oben erwähnten Big & Rich (deren John Rich hat übrigens 5 der 11 Songs mitkomponiert, davon einen zusammen mit Big Kenny), Bobby Pinson & Co erkennen, sondern auch die Fans von Toby Keith, David Lee Murphy, Brooks & Dunn, Gary Allan und Gretchen Wilson dürften viel Freude daran haben. Satte Gitarren, Fiddle, Steel, forsche Drums, eine prächtige Songauswahl, tolle Melodien und Jason's großartiger Gesang bestimmen das Geschehen! Das Album startet dann auch gleich mit einem absoluten Knüller: "Hicktown" heißt die Nummer, die ein U.S.-Kritiker kürzlich als "a celebration of rowdy fun on small town Friday nights" bezeichnete, und die bereits verdientermaßen schnurstracks auf dem Weg Richtung Spitze der Billboard Country-Singles-Charts ist! Ein dynamisches Intro aus treibender Bass-Drum, energischer Baritone-Gitarre und "zwirbelnder" Fiddle, ein cooles "Are you like the way that sounds?" (ja, und ob wir das mögen!!!), und schon sind wir mitten in einer knackigen, "wilden", jungen, angerockten Hi-Energy New Country-Nummer, die das Zeug hat, zu einem absoluten Party-Knüller der diesjährigen "Redneck Nashville Barbecue-Saison" werden zu können. Große Klasse! Hat Druck und geht gut in die Beine! Dieser Song würde auch prima zu Gretchen Wilson passen! (Sehr schön im übrigen: die CD enthält auch das komplette, sehr gelungene Video zu "Hicktown"!) Mit dem folgenden "Amarillo sky" erleben wir dann den nächsten "Hit": Prächtiger, von klasse Fiddles, großartiger Steelguitar und satten E-Gitarren dominierter, traditionell verwurzelter, toller Midtempo-Country, wieder schön knackig umgesetzt! Aldean's Stimme kommt prima rüber! Zudem lebt das Stück neben seiner spürbaren Power von einer wunderbaren Melodie! Ähnlich verhält es sich bei "Why", einer herrlichen, kraftvollen New Country Power-Ballade mit rockigen Gitarren. Ebenfalls balladesk bleibt es bei dem wunderbaren, kräftigen, sehr melodischen "Even if I wanted to", mit seinem tollen Sound aus feiner Fiddle, sowie transparenten Acoustic-, Electric-, Slide,- und Steel-Gitarren. Wow, und anschließend hören wir mit dem mitreißenden, bärenstarken "Lonesome U.S.A." noch so eine, voller powerndem Drive steckende, knackige Uptempo Countryrock-Nummer, die nur so vor diesem gewissen, zwanglosen, so herrlichen "Young, Wild & Free"-Spirit strotzt! Geht gut ab, hat eine klasse Melodie, eine traditionelle Basis, besticht mit rotzigen E-Gitarren, und läßt wahrlich nichts anbrennen! Klasse Mucke für alle Honky Tonks und Roafhouses zwischen Georgia, Texas und Tennessee! Sehr stark auch die inspirierte Ballade "Asphalt cowboy" (dieses Stück hat auch Blake Shelton schon einmal aufgenommen) mit ihren tollen Gitarren und der wunderbaren Steel (Aldean erinnert hier, auch stimmlich, etwas an Gary Allan), der knackige, melodische Midtempo-Countryrocker "I'm just a man", usw., usw.! Eine erstklassige CD! Jason Aldean reiht sich nahtlos in die Riege der großartigen Newcomer dieses Jahres ein. Diese Burschen bringen viel frischen Wind nach Nashville! So macht Countrymusic Laune ohne Ende...

Art-Nr.: 3504
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hicktown
Amarillo sky
Why
Lonesome U.S.A.
Asphalt cowboy

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Allan, Gary - tough all over [2005]
Neue CD von Gary Allan - und wieder ist es, das war auch gar nicht anders zu erwarten, ein tolles Teil geworden! Der Mann aus dem Süden Californiens zählt sicher zu einem der interessantesten New Country-Vertreter im heutigen Nashville, denn wie kaum ein anderer ist er in der Lage eine absolut authentische, in besten musikalischen Fundamenten verankerte Brücke zwischen den typischen Attributen des Nashville Mainstream Countrys und wunderbar rootsig wirkenden, staubigen Fragmenten der Americana-/Alternate Country-Bewegung zu schlagen. Das klingt ungemein cool, modern, peppig, deutlich traditionell verwurzelt und immer zu 100% country! Gary Allan's Musik ist einzigartig! Sein Gesang ist einfach herrlich! Ob knackig, rockig, oder mit seinen hinreißenden Balladen - er schafft es einfach locker, seine Zuhörer mit seiner unverwechselbaren, wunderbaren, lässigen, sowohl kraftvollen, ein gewisses Macho-Image verkörpenden, gleichzietig aber auch so warm und angenehm sanft rüber kommenden, zuweilen leicht angerauten, ausdrucksstarken, sexy Stimme in seinen Bann zu schlagen. In manchen Nuancen erinnert seine Art zu singen gar ein wenig an den legendären Gene Clark von den Byrds. Allein schon dadurch entsteht eine gewisse, teils Gänsehaut erzeugende, Retro-Roots-Countryrock-Stimmung. Aber, und da wiederholen wir uns gerne, Allan ist durch und durch Nashville-tauglich! Dazu ist das Songmaterial allererste Sahne! Die Stücke wirken trocken, dennoch sehr frisch und klar, sind durchzogen von wunderbaren Melodien und völlig frei von irgendwelchen Pop-Aufgüssen. Knackiges Schlagzeug, tolle E-Gitarren, transparente Acoustic-Gitarren, wundervolle Steel-Passagen, dezente Orgel-Ergänzungen, und auch mal eine klasse Baritone-Guitar bestimmen überwiegend das Geschehen. "Tough all over" startet mit dem Titelstück, einem von treibenden Bass-Rhythmen und dynamischen Drums angetriebenen, eine ordentliche Power ausstrahlenden, saustarken, voller Roots-/Alternate Country-Flair steckenden, straighten Countryrocker! Staubig, durchzogen mit leicht bluesiger Mundharmonika und satten E-Gitarren-Riffs, bringt Allan viel Würze in diese Nummer! Tolle E-Gitarren, klasse Steelguitar-Tupfer, eine dezent eingesetzte Fiddle, knackige Drums, ein gewisses Western-Flair, und eine von Gary's großartiger, leicht kratziger, warmer, aber dennoch so toughen Tenor-Stimme wundervoll vorgetragene Melodie sind die Eckpfeiler der traumhaften Ballade "Best I ever had", die bereits hoch, und zwar weiterhin mit dem Pfeil in Richtung Spitze, in den Billboard Country Singles-Charts eingestiegen ist. Mit staub-trockenen, viel Wüsten-/Ghost Town-Flair verbreitenden Acoustic Gitarren, ergänzt durch eine wunderbare Steel, und einem herrlich groovenden Rhythmus gelingt Gary Allan mit der fantastischen Midtempo-Nummer "I just got back from hell" anschließend die nahezu perfekte, bereits angesprochene Synthese zwischen Nashville Radio-Country und rootsigem Americana-Country. Tolle Melodie! Klasse auch dieses gewisse Texas-/Southern-Feeling! Sehr stark auch die knackige, melodische, mit feiner Baritone-Gitarre angereicherte Midtempo-Countrynummer "Ring", die wieder ein wenig southern klingende, trockene, von klasse E-Gitarren-Riffs und toller Steel geprägte Country-/Countryrock-Ballade "Promise is broken", der großartige, Johnny Cash gewidmete, fast schon etwas mystisch klingende, wieder schön erdige, flott groovende Outlaw-Country-/Honky Tonk-Knüller "Nickajack cave", im übrigen komponiert von Allan's Lieblings-Songwriter Jamie O'Hara, die satte, von einem kräftigen Southern Rock-Flair durchzogene (im Text finden beispielsweise Lynyrd Skynyrd ihre Erwähnung) durchzogene Countryrock-Ballade "He can't quit her" mit ihrer kräftigen Lead-Gitarre, die Herz zerreißende, lupenreine, Fiddle- und Steel-getränkte, herrlich melodische Country-Ballade "Puttin' memories away", das wie Öl runter gehende, knackig flotte, nicht mehr aus dem Ohr weichen wollende, lässige "No damn good" mit den tollen Gitarren, der Fiddel und der schönen Steel, usw., usw.! Hervorzuheben ist auch die prächtig abgestimmte, exakt auf den Punkt gebrachte, hervorragende Produktion von Mark Wright und Gary Allan selbst! Unter den Musikern: John Willis (Acoustic guitar), Brent Rowan (Electric guitar), Michael Rhodes (Bass), Chad Cromwell (Drums), Robby Turner (Steel) usw.! Gary Allan und seine Crew in großer Form!

Art-Nr.: 3609
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Anderson, Kasey - the reckoning [2007]
Im Jahre 2004 sorgte der junge, damals gerade mal 24-jährige, aus Bellingham/Washington stammende Singer/Songwriter Kasey Anderson mit seinem fulminanten Debut "Dead roses" in der Roots-/Americana-/Alternate Country-Szene für geradezu überschwengliche Kritiken und Statements. Jetzt kommt mit "The reckoning" der Nachfolger - und der Bursche bestätigt die damalige, famose Leistung nicht nur, nein, er legt noch einen drauf! Abermals erstklassig und knochentrocken produziert von dem grandiosen Eric "Roscoe" Ambel (langjähriger Gitarrist u.a. der kultigen Del-Lords, von Steve Earle's Dukes und The Yayhoos), der selbstverständlich hier auch die Masse der Gitarrenparts übernommen hat, begeistert Anderson mit einer noch reiferen, noch vielseitigeren und ausgebuffteren Scheibe, deren 10 herausragende neue Songs eindrucksvoll und ohne Ausnahme das ungeheure Potenzial dieses Riesentalents unterstreichen. Das ist geradezu meisterhafte, mit einem herrlich rauen, ursprünglichen Flair behaftete, ausgewogen zwischen dampfenden, straighten Hi-Energy Guitar-driven Roots-Rockern und teils ein wenig psychedelisch angehauchten, folkigen Alternate Country-/Singer-Songwriter-Balladen hin und her balancierende Americana-Musik mit großer Tiefe und Spannung, die einen von der ersten bis zur letzten Sekunde fesselt. Spuren von Steve Earle, Chris Knight, Ryan Adams, bei so manchem Rocker auch von John Mellencamp sind unverlennbar. Sogar der zuletzt wieder in bestechender Form in Erscheinung getretene Will Hoge dient als Vergleichsgröße. Kasey Anderson (ausdrucksstarke, herlich angeraute, staubige Stimme) ist ein brillanter Songwriter und Storyteller, der jederzeit in der Lage ist, die Spannung seiner Lyriks auf beeindruckende Art und Weise mit packenden, auch bei den Balladen überaus würzigen, dreckigen, zwanglosen und sehr melodischen Roots(rock)-Arrangements zu veredeln. Völlig zu Recht schwärmt das US Genre-Vorzeigenblatt "No Depression" von einem begnadeten Songwriter "with a real melodic gift" und "darkly rich songs". Nach der ungemein "roughen", aufwühlenden, dreckigen, von kratzigen und verzerrten, massiven E-Gitarren (Neil Young & Crazy Horse lassen grüßen), hintergründigem Piano-Geklimper und düsterem Sprech-Gesang geprägten, sehr dramaturgisch in Szene gesetzten Eröffnungs-Rootsballade "The reckoning", feuert Anderson mit dem abgehenden, knackigen, herrlich melodischen Rootsrock-Kracher "Last thin line" dann eine voller Dynamik und Midwestern-Flair steckende Volldampf-Nummer hinterher, die in bester Mellencamp-/Chris Knight-/Eric Ambel-/Yayhoos-Tradition aus den Lautsprechern bläst. Große Klasse! Nun "brennt" die Hütte, der Motor scheint wie geschmiert zu laufen, doch Anderson schaltet sofort wieder einen Gang zurück und "zwingt" sein Publikum regelrecht zum "Zuhören"! Doch dieser Tempowechsel passt hervorragend ins Bild! Auf dem Programm steht die entspannte, erdige, wunderbare Roots-/Storytelling-Ballade "Don't look back" (tolle Melodie, starke Gitarrenbegleitung von Ambel), die für knisternde Spannung sorgt. Klasse "Reibeisen"-Stimme von Anderson! Anschließend lässt er's wieder krachen: Zunächst mit dem rotzigen, kernigen, von straightem Drumming und prächtigen Acoustic-/E-Gitarren-Riffs angetriebenen, genauso melodischen wie trockenen Roots-/Americana-Rocker "Long way home", und dann mit dem von dreckigen E-Gitarrenläufen bestimmten, einen ordentlichen Drive aufnehmenden, großartigen Rock'n Roll-Feger "Hometown boys", den auch Dan Baird, Ambel und The Yayhoos nicht besser hätten rasuhauen könnten. Im vorgenannten Stil geht's auf gleichbleibend hohem Niveau bis zum Ende der Scheibe, zwischen Balladen und Rockern wechselnd, weiter, sodass schließlich knapp 47 Minuten allerbester, staubig dreckiger, roher Roots-(Alternate Country-/Americana-Mucke zu Buche stehen, die einen Musiker präsentieren, der auf dem besten Weg ist einer der ganz Großen seiner Zunft zu werden. Hier noch ein paar Zitate der euphorischen US-Presse, die das deutlich unterstreichen: "Anderson's doleful Americana is the melancholy sound of gravel roads and broken-down love" (San Francisco Examiner); "These songs are skilfully heartfelt classics that can rock us as well as bring us tumbling down to earth with a heartbroken thud" (Alt. Country Tab); "Blessed with a deft feel for the poetric parable and a hardscrabble, old soul voice, Mr. Anderson's talent lies in his recognition of the power of the slow burn" (Augusta Chronicle); "The folk-based melodies are solidly arranged, you could teach a songwriting class with it" (nochmals "No Depression")... - all dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

Art-Nr.: 5459
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The reckoning
Last thin line
Don't look back
Long way home
Hometown boys
You don't live here anymore

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Ashton, Gwyn - prohibition [2006]
Gnadenlos starke neue Scheibe des australischen Gitarren-"Monsters" Gwyn Ashton, der mit "Prohibition" sein bis dato vielleicht bestes Werk vorlegt! Bärenstarker, raubeiniger Bluesrock, voller Dreck, Würze und Stil! Prachtvolles Songmaterial, das seine immense Vielseitigkeit von Einflüssen (Stevie Ray Vaughan, Rory Gallagher, Mississippi-Blues, Texas-Blues, Seventies British-Blues, Classic Boogie-Blues-Rock) voller elektrisierender Emotionen unter einen Hut bringt! Unglaublich direkt aufgenommen, baut diese Musik mächtig Druck auf und geht direkt in die Knochen! Jede Menge raue, kochende Slide-Läufe, aber auch fulminante, powernde und sehr virtuose, zuweilen sogar herrlichen Southern-Charme verbreitende E-Gitarren-Soli sorgen für ein dermaßen intensives Saiten-Feuerwerk, wie man es in einer solchen Inbrunst und Klasse wahrlich nicht "an jeder Straßenecke" geboten bekommt! "Every element of the blues is encapsulated here and played with amazing dexterity and power. Old Strats, Teles, National resonators, Fender tweed amps, fuzz boxes and his ancient Echoplex are driven to the extreme, guaranteed to satisfy the most discriminating taste in guitar-led blues", schreibt das Label zu "Prohibition" und bringt damit diese vielschichtige, massive und ungemein dominante Gitarren-Präsenz des Meisters hervorragend zum Ausdruck! Fast überflüssig zu erwähnen, daß Gwyn's Gesangsleistungen (rau, dreckig, intensiv, klar, sympathisch und melodisch zugleich) hinter seinen Gitarrenfähigkeiten kaum zurückstehen! Dazu hat der Bursche wieder einmal fantastische Mitstreiter an Bord, wie u.a. Ted McKenna (Ian Gillan, Alex Harvey, Rory Gallagher) an den Drums, Chris Glen am Bass und Don Airey (heute Deep Purple) an den Keyboards! Es passt einfach alles! 58 1/2 Minuten "rougher", krachender Gitarren Blues-Rock'n Roll liegen vor uns, aber schon diese "Granate" zum Auftakt mit dem Titel "Ball & chain" bringt den geneigten Fan ob seiner Würze, seiner unwiderstehlichen Slide-Vehemenz, einfach seiner ganzen Klasse, schier um den Verstand: Ein prächtiger, aus großartigen Drums- und Bass-Rhythmen angetriebener "Blues-Motor" als herrlich groovende Basis, in die sich nach ca. 30 Sekunden eine ungemein massive, laute und dreckige Slide-Gitarre regelrecht "hineinsägt", um mit ihrer gnadenloser Kraft, ihrer Schwüle und ihrer knorrigen Härte diesem famosen, "roughen" Swamp-Blues-Groove-Rock-Hammer ihren unbarmherzigen Stempel aufzudrücken. Dazu Ashton's bärenstarke, klare, raue, dreckige "Röhre" und als Ergänzung im Hintergrund zuweilen eine bestens integrierte Bluesharp! Selten hört man eine dermaßen intensive und "monströs brüllende" Slide, und dennoch bleibt der Song nicht nur in den Knochen stecken, sondern auch auf angenehmste Weise in den Gehörgängen hängen! Welch ein Knüller! Weiter geht's mit "Ain't my style", einem exzellenten, durchaus melodischen, dennoch voller Ecken und Kanten steckenden, rohen Shuffle-Boogie-Bluesrocker, der einmal mehr mit grandiosen Gitarrenläufen aufwartet, gefolgt von dem klassischen, sehr dynamischen Uptempo-Bluesrocker "Get up, get over it", dessen gewaltige, vielschichteige Gitarren-Dominanz (neben der kochenden Slide sorgen Baritone-Klänge gar für ein gewisses Sixties Surf-Flair) den Genre-Liebhaber erneut in einen berauschenden Taumel der musikalische Freude stürzt. Ein ganz dezenter Bo Diddley-Rhythmus in Verbindung mit schön dreckigen Southern-Swamp-Blues-Indikatoren bestimmen das Geschehen des wieder prächtig groovenden Titelsongs "Prohibition"! Klasse Bluesharp, roher, verzerrter Gesang, krachendes Schlagzeug, treibender Bass und "thunderous" Slide bilden eine ebenso elektrisierende wie raue, aber durchaus eingängige Einheit. Hat mächtig Biß! Das anschließende "The road is my religion", eine sehr melodische, voller Roots- und Classic Southern Rock-Flair steckende "On The Road"-Ballade, beschreibt in beeindruckender und geradezu photographisch authentischer Weise das Leben unterwegs. Eine quasi autobiographische Preisung des Musikerlebens und des Tourings, das nicht nur für Gwyn Ashton das tägliche Lebenselexier bedeutet. Grandiose, fette, glühende Lead Gitarre mit viel Southern-Charme! Irre stark! Genau wie die beherzte Coverversion des Rory Gallagher-Klassikers "Secret agent", der von einem fulminanten Gitarren-Donnerwetter geprägte Retro-Bluesrocker "Come on/Don't walk, run", die zweite herrliche, mit schönen Acoustic-Riffs und toller Piano-Untermalung beginnende, im Verlauf sich aber immer elektrischer und kraftvoller entwickelnde, mit würzigen E-Gitarren-Läufen durchzogene Bluesrock-Ballade "Castaway", der straighte, direkte und krachende, von AC/DC-like Riffs gesteuerte Blues-/Rock-Boogie-Feger "Back to you", bis hin zu der seeligen Stevie Ray Vaughan-Verbeugung "Rest in paradise (for Stevie)" zum Ausklang dieses Pracht-Werkes! Abschließendes Fazit, kurz und bündig: Das Teil ist ein Hammer!!!

Art-Nr.: 4076
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ball & chain
Ain't my style
Prohibition
The road is my religion
Come on/Don't walk,run!
Back to you

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Bates, Jeff - leave the light on [2006]
Manche nennen ihn die Reinkarnation des legendären Conway Twitty, andere den Barry White der Countrymusic. Wie dem auch sei, fest steht, dass Jeff Bates sicherlich eine außergewöhnliche, Wärme-ausstrahlende Baritone-Stimme besitzt, deren Wirkung man sich kaum entziehen kann. Rein äußerlich wirkt er eigentlich eher wie einer der jungen Wilden, Marke Blake Shelton, Chris Cagle, Drew Womack etc., die auszogen, um Music City im Sturm zu erobern. Auch was seine Vergangenheit angeht, glaubt man kaum, was der Bursche schon so alles erlebt, bzw. auf dem Kerbholz hat. Als Kind zur Adoption freigegeben, mit 14 von der Schule geflogen, Militärdienst bei der Navy, Arbeit auf einer Öl-Plattform, erste musikalische Erfahrungen mittels einer Clubanstellung, Ehe, Umzug nach Nashville, erste Songwriteraktivitäten, Scheidung, nächste Ehe, Drogenkonsum, damit verbundene Diebstähle, schließlich Gefängnisaufenthalt. Dass Jeff Bates dennoch die Spur zurück ins Leben fand, verdankt er letztendlich den Herren Gene Watson, Tracy Lawrence und Kenny Beard. Die beiden erstgenannten Künstler entschlossen sich (mit Erfolg) Songs von Bates in ihr Programm zu nehmen, letztgenannter Produzent hielt ihm als Freund die Treue, vertraute seinem Songwriter-Talent, und verschaffte ihm einen Plattendeal bei RCA. Zur Recht, wie sein Debüt "Rainbow Man", das sich viele Monate in den Charts hielt, eindrucksvoll bewies. Nach einigem Hin und Her hat es nun endlich auch mit dem Nachfolger "Leave The Light On" geklappt, wieder eine Ansammlung äußerst gelungener, traditioneller, zeitloser Countrysongs! Anders wie beim Erstling (da hatte Jeff noch alle Stücke mit geschrieben), ist er diesmal nur bei einem Drittel der Songs kompositorisch involviert, wobei der Rest mit viel Fingerspitzengefühl ausgesucht wurde. Im Bereich der Begleitmusiker wurde das Licht alles andere als auf Sparflamme gehalten, d.h. Bates konnte so richtig aus dem Vollen schöpfen. Hier ist die Creme de là Creme der Nashville-Szene (u. a. Chad Cromwell, Billy Panda, David Grissom, Brent Mason, Joe Spivey, Tony Harrell, Dan Gugmore, Mike Johnson, Eric Darken) vertreten. Die CD startet mit der Singleauskoppelung von "Long Slow Kisses", das bereits auf dem Vorgänger enthalten war, und diesmal deutlich mehr Gesangsanteile enthält. Die Billy "Crash" Craddock-Cover-Version von "Rub It In" macht mit seinen Honkytonk-Anleihen (klasse Piano, schönes Slide-Solo) richtig Laune. Im weiteren Verlauf gibt es dann einen Mix aus sehr gemäßigtem Midtempo/Balladenanteil und einigen flotteren Nummern. Sämtliche Stücke sind durchweg in traditionellen Country-Bahnen angesiedelt. Sie sind dabei, nicht zuletzt durch Bates individuelle Stimme und die brillante musikalische Umsetzung, als absolut radiotauglich einzustufen, so daß der ein oder andere Hit schon dabei herausspringen sollte. Im Vordergrund immer das gut aufeinander abgestimmte Zusammenwirken von Steel-, E-Gitarre, Fiddle und Piano. Die ruhigen Sachen wie "No Shame", "Leave The Light On", "The Woman He Walked On", das autobiographische "One Second Chance", " I Can’t Write That" und "Mama Was A Lot Like Jesus" scheinen wie für Bate’s angerauht-warme Stimme geradezu prädestiniert zu sein und dürften in Conwy Twitty-mäßiger Art viele weibliche Herzen an angelehnter Männerschulter zum Schmelzen bringen. Für’s "starke" Geschlecht hält Jeff dann Songs wie "Hands On Man" (Billy Ray Cyrus-Charakter), "That’ll Get You Ten" (Mischung aus Montgomery Gentry und Trace Adkins mit viel Outlaw-Flair), das zunächst als Single und Albumtitel geplante (und danach wieder verworfene) "Good People" (schöner Countryheuler mit ausgiebigen Steelpassagen), oder der "Mitgröler" "What I Know" (mit eingeblendeten Live-Passagen) bereit, die nicht nur in Bierlaune die Stimmung der Zuhörerschaft heben dürften. "Leave The Light On" ist insgesamt wieder ein blitzsauberes, kräftiges, traditionell gehaltenes Werk, das sicherlich seinen Weg in die Charts finden wird. Nicht nur eingefleischten Bates-Fans, sondern eigentlich auch allen Liebhabern traditioneller Country-Komponenten im Allgemeinen ist diese Scheibe wärmstens zu empfehlen. Keine Frage, in Nashville wird das Licht für Jeff Bates weiterhin an bleiben! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4100
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Bellwether - seven and six [2004]
Nach rund dreijähriger Studioabstinenz und diversen Sideprojekten kehrt dieses einzigartige Quartett aus Minneapolis um den charismatischen Sänger Eric Luoma mit einem neuerlichen Traum-Album zurück auf die Roots-/Americana-Rock-Pop-Bühne und versetzt Amerika's Genre-Kritiker, wie auch die Fans mit "Seven and six" in schieres Verzücken. Die Songs strahlen erneut eine unvergleichliche, folkig melancholische Ruhe aus und bestechen mit faszinierenden, klaren, engelhaften Melodien - fragil, zerbrechlich, von unvergleichlicher Schönheit und Anmut! Dennoch verkörpern sie das Roots-/Americana-Terrain so authentisch, wie nur ganz wenige. Trotz der ungemein klaren Soundkaskaden spürt man zu jeder Zeit diesen herrlich rootsigen, rauen Charme. Ihre Musik ist einerseits sehr einfach gestrickt, doch übt sie in ihrer verbreitenden Ruhe gleichzeitig, vor allem durch die abwechslungsreichen und filigranen Arrangements, auf den Zuhörer einen unwiderstehlichen Reiz aus. Knisternde Spannung wabert aus den Lautsprechern! Trotz der minimalistischen Instrumentierung hat man nie das Gefühl irgend etwas zu vermissen. Zumeist agiert man auf einer ruhigen, akustischen Basis, in die hin und wieder elektrische Instrumente wie E-Gitarre und Orgel integriert werden. Und zwischendurch wird's sogar mal richtig rotzig und dreckig, wie bei der effektvollen, rau rockenden, kratzigen Midtempo Rootsnummer "St, Helena"! Den Auftakt des Albums bildet jedoch das hinreißende "Half life"! Wie ein sprudelndes, kristallklares, gerade frisch aus einer jungfräulich unberühreten Quelle musikalischer Reinheit entsprungenes Bächlein fließt dieses wundervolle Lied aus den Lautsprechern und erfüllt den Raum mit der erhabenen Schönheit traumhafter Bellwether Americana-Klänge! Man bekommt Gänsehaut! Was man doch mit "simplen" Acoustic Gitarren, einem dezenten Hall, einer rootsigen Mundharmonika, einer herrlichen Melodie und einem völlig unaufdringlichen Piano für eine Faszination ausüben kann. Großartig! Weiter geht's mit der lockeren, bestechend schönen Rootsnummer "Miss you twice", geprägt von Eric Luoma's tollem Gesang und leicht sphärischen E-Gitarrenklängen. Herrlich auch die etwas schwebend wirkende, charmant raue, aber auch fragile Americana-Ballade "Willing to trade", der flotte, flockige, für Bellwether-Verhältnisse richtig kräftige, an der Schnittstelle Jayhawks/R.E.M./Counting Crows angesiedelte Roots-Pop-Rocker "This time" mit seinem lässigen Drumming, den transparenten E-Gitarren und der tollen Melodie, das anmutige, sich unwiderstehlich in die Gehörgänge einschleichende, wohlige "Catalina" (tolle Gitarren, tolle Keyboards, toller Gesang!), ebenso wie das genauso ruhige, wie rau rootsige und schöne "Favorite worry"! Insgesamt, will man sie überhaupt mit irgendwelchen Kollegen vergleichen, erinnern sie vielleicht etwas an eine extreme Ruhe ausstrahlende, melancholische, klare Jayhawks oder Son Volt, doch ihr Sound ist einfach unvergleichlich. Diese Songs fangen den Zuhörer ein und lassen ihn vor Anmut erstarren. Faszinierend!

Art-Nr.: 2993
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Half life
Miss you twice
This time
Catalina
Favorite worry

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Bentley, Dierks - long trip alone ~ limited edition mit bonus dvd [2006]
Limitierte Deluxe-Ausgabe im Digipack mit zusätzlicher DVD! Vor 3 Jahren, anläßlich seines klasse Debuts, prophezeiten wir bereits große Taten und Erfolge dieses exzellenten, in Phoenix/Arizona aufgewachsenen, mittlerweile in Nashville residierenden, jungen New Country Singer-Songwriters! Heute, zwei Platin-Alben später, jede Menge Hits in der Tasche und inzwischen ehrenvolles Mitglied der "Grand Ole Opry", beglückt uns ein sich noch immer stetig steigernder und weiter entwickelnder Dierks Bentley mit einem geradezu meisterhaften dritten Werk, "Long trip alone", das man mit Fug und Recht als absolutes Musterbeispiel dafür bezeichnen darf, wie moderne und zeitgemäße Country-/New Country-Musik heute klingen sollte: In der Basis voller klassischer Traditionen, variabel, abwechslungsreich, spritzig, erfrischend, mit viel Seele, dabei durchzogen von einer leicht rootsigen Würze, in einem satt produzierten, vorwiegend Gitarren orientiertem, exakt auf den Punkt gebrachten, knackigen Sound (erneut Brett Beavers), und, sowohl textlich als auch musikalisch, authentisch bis ins Mark! Ehrlich, handgemacht, frei von übermäßigen, aufgesetzte Clichés, gleichzeitig mit allen Zutaten versehen, die der Begriff "Countrymusic" als Identifikationsmerkmale benötigt! Überaus beeindruckend! Insgesamt ist die neue CD vielleicht ein klein wenig erdiger und rauer als die beiden Vorgänger, doch das wirkt mit dieser exzellenten Mischung aus jugendlicher Unbekümmertheit und professioneller Musikalität sehr sehr angnehm: Schön rockig, wenn es erforderlich erscheint, aber auch durchsetzt mit allerdings sehr knackigen Balladen; vor einer kräftigen Rhythmussektion instrumentiert mit jeder Menge satter E-Gitarren, genauso wie mit erfrischender Steelguitar, Fiddle, Mandoline und Banjo; klug und ausgewogen balancierend zwischen klassicher Honky Tonk-Tradition, toughem Outlaw-Flair, lässigen Countryrock-Strömungen und auch einem dezenten, würzigen Texas "Red Dirt"-Feeling. Nicht von ungefaähr zählt Cody Canada (Cross Canadian Ragweed) nicht nur zu Dierks' besten, persönlichen Freunden, sondern outete sich auch als einer seiner größten Bewunder, als er ihn kürzlich in einem Interview als so etwas wie einen Referenzkünstler der neuen, jungen Country-Generation in Nashville bezeichnete. In der Tat, und das beweist das Album eindeutig, gilt Bentley als so etwas wie der Wegbereiter der jungen Wilden wie beispielsweise Jason Aldean, Eric Church oder auch den gerade in Nashville richtig Fuß zu fassen beginnenden Jack Ingram! Immer durch und durch Country, glaubt man in jedem Song den Hauch des amerikanischen Westens/Südwestens zu spüren. Los geht's mit der ersten Single (ist bereits schnurstracks auf dem Weg Richtung Nr.1 der Billboard Country-Singles-Charts), "Every mile a memory", einer geradezu traumhaften, ungemein kraftvoll und satt in Szene gesetzten, mit saftigen E-Gitarren gewürzten und von herrlichen, klaren Steelguitar-Linien durchzogenen, leicht "angerockten" Country-Ballade, die gleich zu Beginn für einen absoluten Höhepunkt sorgt. Welch eine großartige Melodie, welch ein authentishcen Country-Flair! Ein prächtiger Start eines herrlichen Country-/New Country-Trips durch 10 weitere, brillante Nummern, denn es gibt partout keinen Ausfall. Ob der riffige, dynamische, voller "Red Dirt"- und Outlaw-Flair steckende, mit einem feinen Banjo-Drive untermalte und mit tollen Gitarren-/Fiddle-Passagen gespickte Countryrocker "Can't live it down", die wundervoll melodische, von schöner Steelguitar und Fiddle bestimmte, erfrischende Countryballade "Long trip alone" (gewinnt im Verlauf ordentlich an Power mittels toller E-Gitarren-Riffs), das trockene, honky-tonkige, ein starkes Outlaw-Feeling verbreitende "That don't make it easy loving me", die knackige, wie ein toller Roadtrip durch den staubigen Westen anmutende, mit würzigen E-Gitarren instrumentierte Ballade "Soon as you can", der straighte Texas-Countryrocker "Trying to stop your leaving" (wäre auch einem Jack Ingram wie auf den Leib geschrieben), die mit toller Mandoline und Steelguitar ausgestattete Midtempo-Nummer "Hope for me yet", der schwungvolle, staubige, von klasse Banjo- und E-Gitarren-Dynamik herrlich nach vorn getriebenen, aber dennoch lockeren "Red Dirt"-Countryrocker "Free and easy (down the road I go)", der in einer kurzen Textpassage gar eine kleine Widmung an seine Kumpels von Cross Canadian Ragweed enthält ("Ragweed's rockin' on the radio, free and easy down the road I go"..., singt er dort), bis hin zu dem großartigen, bluegrassigen Finalstück "Prodigal son's prayer", das er zusammen mit den Grascals vorträgt! Sämtliche Songs, auch das ist bemerkenswert, haben Dierks Bentley und sein Produzent Brett Beavers gemeinsam komponiert, unterstützt von weitereren, namhaften Songwritern wie beispielsweise Steve Bogard oder Tony Martin! Ein meisterhaftes Album, das ein beachtenswertes Ausrufezeichen in der heutigen Countrylandschaft Nashville's hinterläßt! Authentische, aber wunderbar würzige, ehrliche, erfrischende, moderne Country-/New Country-Mucke durch und durch! Tut das gut! Freuen wir uns jetzt schon auf die für nächstes Jahr angekündigte Live -DVD...! Die hier angebotene limitierte "Deluxe Edition" kommt in einem edlen Digipack mit einer zusätzlichen DVD als Inhalt! Darauf sind zu finden: Die beiden offiziellen Video-Clips zu dem brandneuen Hit "Every mile a memory" und der Nummer 1, "Settle for a slowdown", aus seinem vorigen Album "Modern day drifter", ein kurzes Filmchen über seine "Introduction into the Grand Ole Opry" (mit Marty Stuart) und einen zusätzlichen, nicht auf der "normalen" CD befindlichen Audio-Bonustrack, "I don't believe you've met my baby", ein starkes Bluegrass-Duett mit Harvey Allen! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Player abspielbar!

Art-Nr.: 4527
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 22,90

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Black Stone Cherry - same [2006]
Yeah! Auch das ist der Süden! "Turn it loud"! Anschnallen - genießen! Mit, im wahrsten Sinne des Wortes, voller Wucht blasen Black Stone Cherry, ein Haufen langhaariger, blutjunger Rotzlöffel (zwischen 20 und 23 Jahren alt) aus dem kleinen Städtchen Edmonton in South Central Kentucky (auch Heimat der Kentucky Headhunters, was aber nicht die einzige Gemeinsamkeit ist - dazu später mehr) zum massiven Angriff auf die Rock-Welt, und wer von ihren gewaltigen Gitarren-Attacken, den monströsen Riff-Salven und den knochenharten Rhythmen getroffen wird, bleibt nicht etwa benommen liegen, sondern findet sich in einem geradezu aufputschenden, die Sinne "alkoholisierenden", lauten Rock'n Roll-Rausch wieder, der das pure Adrenalin freisetzt! Was für Glücksgefühle! Sie selbst nennen ihre Musik schlicht "Southern Rock for a modern audience", was es sicher irgendwie trifft, aber einer doch weitreichenderen Speziifizierung bedarf. Vor allen Dingen sind die Vier hart! Angesiedelt irgendwo zwischen Metal und Southern Rock liegen ihre Roots sowohl im Retro-Sound der Siebziger, als auch in neuzeitlicheren Gefilden der Post-Grunge-Ära! Da hinterlassen Bands wie AC/DC, Led Zeppelin, Aerosmith, Metallica oder gar Godsmack und Alice In Chains ihre Spuren, genauso wie die Black Crowes und Lynyrd Skynyrd! Alles passt prächtig zusammen. Mit all diesen Einflüssen generieren Black Stone Cherry eine Musik, die irgendwie neu, und doch wieder klassich klingt, aber eben, und das beeindruckt sehr, mit eindeutiger Eigen-Identifikation! Ungeheuer variabel, und für einen solch jungen Haufen extrem abgebrüht, ausgereift und technisch versiert, nennen wir diese grandiose Power-Mucke einfach mal "American Hard Rock with a metal edge, but southern to the core"! Ja, das ist es! Die Band, alles, wie gesagt, verdammt starke Musiker, besteht aus den beiden großartigen Lead-Gitarristen Ben Wills und Chris Robertson, letzterer auch ein ganz hervorragender Sänger (Shouter), dem Bassisten Jon Lawhon, sowie dem brillanten Drummer John Fred Young! Und da haben wir sie wieder, die eingangs bereits erwähnte Verbindung zu den Kentucky Headhunters, denn John Fred ist der Sohnemann von KHH-Gitarrist und Gründungsmitglied Richard Young, der zudem das Album co-produzierte! Die Truppe spielt mit unbändiger Kraft und entwickelt einen gewaltigen Druck! Donnernde, manchmal wie ein Maschinengewehr-Feuer hernieder prasselnde Riffs treffen auf mitreißende, glühende und kochende, voll im Southern Rock verwurzelte, massive, regelrecht stürmische Lead-Gitarrenläufe (teilweise großartige Double-Leads) und perfekt strukturierte, bestens hängen bleibende Songs, die trotz der Härte nie auch nur ansatzweise zum Chaos tendieren, sondern deren Melodik ausgezeichnet gefällt! Eine sehr saubere, klare, knackige Produktion und, trotz der Lautstärke, ein wunderbar transparenter Klang begeistern auf der ganzen Linie! Mächtiger, klassischer Schwermetall-Rock, fast schon dramaturgisch arrangiert, donnert uns zu Start der Scheibe mit dem von unbändigen Power-Riffs und einer gewaltigen Schlagzeug-Kanonade gekennzeichneten, großartigen Opener "Rain wizard" entgegen, dessen mächtiges Gitarrengerüst einen sofort packt! Tolle Songstruktur, die klasse hängen bleibt! Ja, auch das Songwriting-Talent dieser "Jungspunde" ist einfach erstaunlich! Ohne Luft zu holen, geht es "volle Kanne" und mit salvenartigen Riffs weiter: "Backwoods gold" heißt die "Mördernummer", deren Starkstrom-Gitarren und Chris Robertson's prächtiger, ordentlich "röhrender" Gesang sich zu einer hervorragenden Melodie verschmelzen. Hier hört man sie richtig raus, ihre Herkunfts-bedingten Sounthern-Anlagen, ihre familiären Wurzeln, die sie, wie gesagt aber auch zu keiner Zeit leugnen, und die einen entscheidenden Indikator ihrer Musik darstellen. Tierisch, diese glühenden Gitarrenläufe! Und sie werden von Song zu Song stärker. Bis zum Ende, man glaubt es kaum, scheinen sie sich stetig zu steigern. Das zeigt, wie varaibel sie sind, welche Spannung sie bewahren, und bedeutet schlichtweg kenerlei Ausfälle auf der Scheibe! "Lonely train" ist ein Song, "that cuts to the bone": Riffige, "head-bangin'" Heavy-Boogie-Rhythmen, ein mächtiger Druck, und abermals eine prima hängen bleibende Melodik treffen auf voll satte Gitarrenläufe, die ein loderndes Southern-Feuer entflammen. Saustark! Der gelungene Tempowechsel in der Mitte mit einer kurzen, etwas langsameren Phase sorgt für zusätzliche Spannung, ehe die "Gitarren Riff-Hölle" wieder losbricht! Mit "Maybe someday" folgt ein traumhafter Hardrocker mit tollen Twin-Licks! Was für eine Power! Die Black Crowes treffen auf Led Zeppelin und Metallica treffen auf eine verschärfte Blackfoot/Hatchet-Ausgabe, alles in einem Song. Ein fulminantes, durchaus ins Ohr gehendes Feuerwerk - natürlich nicht unbdingt für Zartbesaitete! "When the weight comes down", im Anschluß daran, ist ein höllischer, voller Southern Rock-Feeling steckender, straighter Rock-Kracher, dessen parmenent mit vollem Volumen rockender Gitarren-Mantel und die kochenden Soli einem fast den Atem rauben. Wow, hat das Biß! So geht das stetig bis zum Ende weiter! Die Gitarristen rocken sich die Seele aus dem Leib, Frontmann Robertson singt und grölt "wie ein Großer" und Bassist und Drummer pumpen und "dreschen" sich in meisterhafter Manier in einen wahren Power-Rausch! Einen kleinen Gang zurück, ohne daß es jedoch allzu "leise" wird, schalten sie lediglich bei dem lockeren, balladesken Finalstück "Rollin' on", das allerdings eine absolute Hammer-Nummer darstellt: Eine wunderbare Melodie, herrliche Twin-Leads, gar ein dezenter Country-, dazu ein massiver Southern-Touch, glühende, flinke Gitarrensoli, viel "Saft" - all das demonstriert in beeindruckender Manier, wie eine junge, unverbrauchte, aber schon erstaunlich ausgereifte und variable, "wilde" Truppe namens Black Stone Cherry klassisch fundamentierten, im Süden verwurzelten, modernen, amerikansichen Gitarren Hard-Rock'n Roll zu spielen gedenkt - ehrlich, packend, laut, begeisternd! "This album captures the kinetic energy and force of the band's straight-ahead, in-your-face Rock & Roll and it is proof that the guys are true southern originals." Wie gesagt, die Scheibe ist 'ne Wucht!

Art-Nr.: 4333
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Lonely train
Maybe someday
When the weight comes down
Shapes of things
Violator girl
Rollin' on

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Blue Dogs - live at workplay [2006]
Wem die großartige Live-DVD der Blue Dogs, eingespielt im House of Blues (übrigens im Vorprogramm von Edwin McCain), doch ein wenig zu kurz geraten war, der (und natürlich auch alle anderen) darf und wird sich nun mit der neuen, fantastischen Live-Scheibe über reichhaltigen Nachschlag von der aktuellen "Halos and good buys"-Tour freuen. Wunderbares Konzert der Truppe aus Charleston/South Carolina, bestehend aus den Gründungsmitgliedern Bobby Houck (Lead Vocals, Acoustic guitar) und Hank Futch (Bass, lead vocals, acoustic guitar), sowie den ebenfalls schon recht lange zum Line-Up zählenden Greg Walker (Drums, percussion) und David Stewart (Electric Guitar), aufgenommen am 21. Januar 2005 im Workplay Theatre von Birmingham/Alabama, die die Genre-Fans mit ihrem exzellenten, spieltechnisch brillanten, dabei genauso knackig wie entspannt und locker rüberkommenden, herrlichen Rootsrock-/Americana-Rock/Countryrock-Auftritt wieder einmal vollends begeistern. Unglaublich gut produzierter, trockener, sauberer Sound! Eindrucksvoll erbringen sie wieder einmal den Beweis, zu welch herausragenden Leistungen sie auch auf der Bühne in der Lage sind. Siebzehn, durchweg großartige Songs (über 70 Minuten Spielzeit), wobei die Zeit wie im Fluge zu vergehen scheint! Den Auftakt bilden die beiden auch schon auf der DVD vertretenden Nummern "Cosmic Cowboy" (schöner Countryrock-Twang-Song mit dezentem Southern-Flair, erinnert zuweilen gar etwas an die frühen Outlwas) und "The Way Back! (rhythmisches Sprechgesangstück mit Endloscharakter). Einen Hauch texanischer Note versprüht im Anschluss das starke "Sister" (irgendwo zwischen Django Walker und Pat Green). Danach wird eine wunderbar melodischer Rootsrock-(Pop)-Abschnitt eingeläutet (herausragend, wie die Blue Dogs in der Lage sind radiofreundliche Melodienbögen und erdioge Rootsrock-Ursprünglichkeit zu vereinen), wobei mit dem flotten, flockigen, countryrockigen "Missed It By A Mile" (klasse Akusik-/E-Gitarren-Schlagabtausch) und "I’m All About You" zwei bisher unveröffentlichte Stücke Einzug erhalten. Ab dem wunderschönen "Half Of My Mistakes" (geschrieben von Bobby Houck zusammen mit Radney Foster; Bobby tritt nicht nur hier, neben seinen immensen Fähigkeiten als Songwriter und Sänger, den Beweis an, welch starker Akustikgitarrist er ist), vom grandiosen "Halos And Good Buys"-Album, folgt eine vier Songs umfassende, akustische Solo-Einlage der beiden Gründungsmitglieder, wobei Hank Futch mit drei recht traditionell anmutenden, textlich amüsanten Country-Liedern den Schwerpunkt bildet. Auch danach jagt weiterhin ein Knaller den anderen: Das countryfizierte Paradestück der Band "Make Your Mama Proud" mit seinen wunderbaren, melodischen Tempobreaks (tolle Gesangsleistung von Bobby), das grandiose Lyle-Lovett-Cover "LA County" von dessen legendärem 88iger "Pontiac"-Album (wieder herrliches Texas-Flair“), "Isabelle" (bärenstarke Duo-Vorstellung der Gitarristen Houck und Stewart), das leicht poppige "Sweet Love", und zu guter Letzt eine gut fünf-minütige, saustarke, knackige Version der von Cary Hudson und Laurie Stirratt gechriebenen Blue-Mountain-Nummer "Blue Canoe", die zudem den Hang der Blue Dogs zum Southern Rock, wen wundert dies bei ihrer Herkunft, eindrucksvoll demonstriert (traumhafte Mischung aus countryorientierterem Allman Brother-mäßigem und flottem Marshall-Tucker-inspiriertem Sound, mit furiosem Gitarrenfinish)! Bobby Houck's Stimme klingt stark wie nie, die restlichen Bandmitglieder harmonieren gewohnt mit blindem Verständnis. David Stewart’s auf den Punkt gebrachten Stratocaster-Demonstrationen suchen ihresgleichen. Dreckiger, kraftvoller, aber immer wundervoll melodischer Rootsrock, dezentes Southern- und Texas-Flair, sowie schöne Country-Songs werden zu einer abwechslungsreichen und äußerst hingebungsvollen, sympathischen Performance vereint. Ein tolles, überaus niveauvolles, handwerklich perfektes Live-Album mit allen Finessen, Genre-übergreifend, für die Fans ein Muß und darüber hinaus kompatibel für jeden, der sich einmal an die beschriebenen Stilarten herantrauen möchte. Die Blue Dogs in Bestform! Die Vorfreude auf einen hoffentlich bald folgendes Studio-Meisterwerk steigt immens. Kommt im Digi-Pack mit eingelegtem, vierseitigem Booklet, das alle wichtigen Infos enthält! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4250
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Missed it by a mile
My forever you
LA County
Isabelle
Blue canoe

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Bonamassa, Joe - you & me [2006]
Bluesrock-Sensation Joe Bonamassa mit dem nächsten "big point" (so jedenfalls würde man es im Sport nennen), seiner noch so jungen, aber nun richtig in Schwung gekommenen Karriere. Nur wenige Wochen nach der Veröffentlichung seiner Rockpalast Live-DVD begeistert dieser begnadete, atemberaubende "Gitarrengott" mit einer sehr emotionalen und vielseitigen Scheibe allerbester "heavy music played in a blues style", wie er den musikalischen Inhalt des Albums selbst in einem kurzen, im, übrigens sehr schön gestalteten, vielfach aufklappbaren Cover-Booklet zu "You & me" abgedruckten Statement beschreibt. Das Material ist sehr kraftvoll, intensiv und steckt wieder voller Power und Seele! Also durchaus "heavy", aber keinesfalls "schnell", sondern voller vieler, fetter, muskulöser, von grandiosen, ungemein virtuosen und spielfreudigen Gitarrenläufen durchzogener, Midtempo-/Slow-Blues-Rockern, deren Fundament diesmal sehr bluesig ist. Hat gewaltig Druck und ist doch wunderbar eingängig! Gesanglich wird der Bursche immer stärker! Es scheint zuweilen, als wehe durch die Songs ein dezentes Led Zeppelin Blues-Flair, was sicher nicht nur allein daran liegt, daß er mit "Tea for one " u. a. einen Page/Plant-Titel covert (eine mächtige 9 1/2-Minuten-Fassung mit dezenten, nicht störenden Streichern im Background) und das Jason Bonham diesmal an der "Schießbude" (gnadenlos trocken und hart) sitzt, sondern daß die Blueswurzeln dieser legendären Truppe eh zu den Basis-Einflüssen des guten Joe zählen. Auch sonst greift Bonamassa, diesmal in Quartett-Besetzung agierend, auf andere Musiker, als seine bisherige Standard-Begleitung zurück. Am Bass tritt Carmine Rojas an, die Tasteninstrumente, die den Sound mit feinen Klavier- und Orgel-Klängen deutlich varaibler gestalten, bedient Rick Melick. Doch Bonamassa's leidenschaftliches Gitarrenspiel ist einmal mehr kaum in Wirte zu fassen. Mal rau, mal ungemein quirlig und flink, mal mit dem puren Slide-Feuer, kochend, brodelnd, mal mit fast schon ein wenig psychedelisch anmutenden Sound-Kaskaden überraschend um anschließend wieder in einem fulminanten, sich vermeintlich Knoten in die Finger spielenden "Monster"-Solo zu explodieren, direkt, gefühlvoll, dampfend... - er reizt alles aus! Und er hat es einfach drauf, was immer er anpackt! Das Songmaterial, zum Teil eigene Songs, zum Teil ausgesuchte Covers, ist vorzüglich! Los geht's mit der packenden, von krachendem Bonham-Drumming direkt in Mark und Bein gehämmerten Charley Patton-Nummer "High water everywhere", einem bärenstarken Heavy-Blues voller kochender Riffs und vehementer, wirbelnder Gitarreneinlagen, worauf die Jungs mit "Bridge to better days" gleich noch eine Nummer vom gleichen Kaliber folgen lassen. Krachender, rockin' Blues mit tollen Piano-Ergänzungen, einem rauen, trockenen Charme, einer klasse Melodie, und einem wieder einmal von mächtiger Power angetriebenen Gitarrensolo, das einem schier die Sinne zu rauben scheint! Dann zwei großartige Balladen: Zunächst das mit ergänzenden Streichern ausgefüllte, satte "Asking around for you", natürlich wieder von tollen Gitarrenläufen des Meisters durchzogen, und dann das einfach traumhafte, rockige, druckvolle, gut 7-minütige "So many roads", dessen Rhythmusbasis von einem wunderbaren Retro-Led Zeppelin-Blues-Flair geprägt ist. Eine herrliche Melodie trifft auf intensive, wirbelnde, aber völlig locker aus dem Handgelenk gespielte, ellenlange, glühende Gitarresoli, die jedes Blues(rock)-Herz höher schlagen lassen! Grandios! Seine ganze Vielseitigkeit demonstriert Bonamassa zudem auf zwei rein akustisch gespielten Nummern, u.a. dem großartigen Ry Cooder-Song "Tamp 'em up solid", wie auch auf dem herrlichen Instrumental "Django"! Ungemein stark auch der fett swingende und mächtig rockende Groove-Blues "I don't believe", das prächtige Sonny Boy Williamson-Cover "Your funeral and my trial", sowie der etwas an die frühen ZZ Top erinnernde, Boogie-mäßige, riffig groovende, das Album nach gut 50 famosen Minuten schließende Bluesrocker "Torn down"! Produziert hat das Werk diesmal Kevin Shirley, u.a. bekannt für seine Arbeiten mit Aerosmith, Joe Satriani, den Black Crowes und unzähligen mehr! Joe Bonamassa geht weiter seinen Weg! Album für Album hinterläßt dieser Mann in der Bluesrock-Welt immer tiefere Eindrücke, die sein ohnehin schon außergewöhnliches Standing in der Szene immer weiter manifestieren! So ist das auch mit "You & me" und ein Ende scheint noch lange nicht in Sicht...

Art-Nr.: 4000
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

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High water everywhere
Bridge to better days
So many roads
Your funeral and my trial
Torn down

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Bowen, Wade - same [2014]
Herrlich! Wade Bowen zeigt sich auf seinem neuen, "self-titled" Album in absoluter Höchstform! Was dieser aus Waco, Texas stammende Red Dirt-/Roots-/Countryrock-Singer/Songwriter auch kreiert, es gelingt immer. Aber was er jetzt auf seinem, zwölf wunderbare Stücke umfassenden, neuen Werk abliefert, ist schon mehr als allererste Sahne. Nach zuletzt kleineren Flirts mit dem Nashville-Genre und dem Vertrag bei BNA Records (nun übergegangen in Columbia Nashville), ist der beliebte Musiker mittlerweile wieder in Eigenregie tätig. Der Qualität tut dies jedoch keinen Abbruch, ganz im Gegenteil, Wade sprüht nur so vor Energie, Frische und Ideen, wirkt im wahrsten Sinne des Wortes regelrecht befreit. Und wer hier irgendwo den "Spartrumpf" vermutet, befindet sich ebenfalls auf dem Holzweg. Das Album ist von der Produktion (Justin Niebank), den Co-Writern und Komponisten neben Bowen (u. a. Rodney Clawson, Jedd Hughes, Jeremy Spillman, Scooter Carusoe, Travis Meadows, Ashley Ray, Lori McKenna, Rob Dipiero, Dylan Altman), den herausragenden Musikern (Fred Eltringham, Tony Lucido, Trigger Hippy-Gitarrist Tom Bukovac, der ehemalige Black Crowes-Gitarrist Audley Freed, Tim Lauer, Russ Pahl, Jonathan Lawson, Justin Niebank, Wes Hightower) und den klangvollen Gästen wie Vince Gill, Sarah Buxton, Will Hoge, Sean McConnell, Randy Rogers und Schwager Cody Canada, auf einem absoluten Top-Major-Niveau angesiedelt. Was diese ganze Mannschaft an fantastischem Songmaterial, grandiosen Melodien und vorzüglichen Arrangements, an erfrischendem, locker rockendem, von diesem unwiderstehlichen Red Dirt-Feeling durchzogenen Americana-/Countryrock auf den Punkt bringt, löst schlichtweg Begeisterung aus. Die CD startet mit sofort der ersten Single "When I Woke Up Today", einem überaus dynamischen, knackigen, herrlich eingängig melodisch dahinfließenden Rocker, dessen Einflüsse von klassischem Reckless Kelly-Sound bis hin zu Tom Petty reichen. Man ist sofort gefangen von den tollen Gitarren, dieser Melodik und dieser zwanglosen Frische. Das ist zeitloser Texas-Countryrock von höchster Qualität. Wird ganz sicher ein Riesen-Hit in den Texas Music Charts. Es schließt sich das ebenfalls wunderbar melodische, lockere, mit schönen E-Gitarren (ganz feines Kurz-Solo) bestückte "Sun Shines On A Dreamer" aus der Feder von Jedd Hughes an. Beeindruckend! Und es geht mit einem Highlight nach dem nächsten weiter. Es folgen die herrlich melancholische Ballade "My California" mit hinreißenden Harmoniegesängen von Sarah Buxton, das brillant dahinfließende, mit einem schönen Southern Soul-Vibe versehene "Watch Her Drive" (grandiose Southern-E-Gitarren-Passage am Ende) und das entspannte "Hungover" (Piano-/Steel-/Fiddle-Tupfer). Bei dem nächsten, potentiellen Texas-Chart-Hit "West Texas Rain" gibt sich der große Vince Gill mit seinem unverwechselbaren Harmoniegesang die Ehre und beim flotten Roots-Rocker "When It‘s Reckless" ist die Handschrift von Will Hoge unverkennbar (er ist zudem mit schönen mit Harmonies vertreten). „Long Enough To Be A Memory“ (schöne Tempowechsel, dezente Heartland Rock-Note), die Harp-verzierte Südstaaten-Ballade "Sweet Leona" (erinnert weitläufig an Dickey Betts‘ "Mr. Blues Man"), oder das schwungvoll Latino-durchtränkte "Welcome Mat" (Santana-angelehnte E-Gitarrentöne) sind dann Vorboten für das launige Southern Rock-Feier-Stück "Honky Tonk Road" (natürlich mit Honky Tonk-Piano, tolle Twin Lead-Riffs, 2 kernige E-Gitarren-Soli), bei dem sich Wade, Randy Rogers, Cody Canada und Sean McConnell gesangstechnisch die Klinke in die Hand geben. Auch höchst hitverdächtig. Auf dem längsten Stück zum Ausklang des Werkes (über sechs Minuten) zeigt Bowen eindrucksvoll, wie man eine gefrierende Psychedelic-Atmosphäre erzeugen kann, auch ohne übermäßig die Nervenstränge seiner Audienz zu strapazieren: Mit "I’m Gonna Go" verabschiedet Wade den Hörer nochmals mit einem Klassestück, das einen restlos gefangen nimmt. Wade Bowen macht mit seinem neuen Album allerbeste Werbung in eigener Sache. Ein Werk auf dem absoluten Höhepunkt seiner Schaffenskünste. Ganz große Red Dirt-/Countryrock-Schule! Einfach toll! Ein Meilenstein in 2014! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. When I Woke Up Today - 3.22
2. Sun Shines On A Dreamer - 4.13
3. My California - 4.45
4. Watch Her Drive - 6.25
5. Hungover - 4.33
6. West Texas Rain - 4.15
7. When It's Reckless - 3.13
8. Long Enough To Be A Memory - 4.30
9. Sweet Leona - 4.21
10. Welcome Mat - 3.26
11. Honky Tonk Road - 3.44
12. I'm Gonna Go - 6.04

Art-Nr.: 8710
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
When I woke up today
My California
Watch her drive
When it's reckless
Long enough to be a memory
Sweet Leona
Honky Tonk road

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Bowen, Wade - the given [2012]
Red Dirt Vorzeige-Countryrocker/Texas Country-Artist Wade Bowen ist mit seinem vierten Studioalbum “The Given” (nebst zweier Live-Werke) erneut ein Meisterwerk gelungen. Er ist ein Künstler, dem es seit Anbeginn seiner Karriere gelungen ist, stetig sein Leistungsvermögen in behutsamen Schritten zu verbessern. Somit zeigt seine Formkurve auch weiterhin nach oben. Wade hat für seine neue CD einen (Major-) Labelwechsel vollzogen (jetzt bei BNA/Sony) und auch mit Justin Niebank (Bon Jovi, Kenny Chesney, Lonestar, Blackberry Smoke) einen neuen Produzenten angeheuert. Bei den zehn auserwählten Stücke zu "The Given" hatte Bowen laut eigener Aussage die Qual der Wahl, denn noch nie hatte er früher so viele Songs für ein Album im Vorfeld geschrieben. Der Opener „Saturday Night“ (wunderschöne, relaxte Melodie, erinnert ein wenig an "Lay It All On You" vom "Lost Hotel"-Album) hat als erste Single bereits die Top-Position der Texas Music-Charts erreicht (Billboard Country-Charts Platz 39). Wunderbar entspannt geht es mit "All That’s Left" weiter, einem Track, der mit dezenter Streicherbegleitung, Steel-Einlagen und einem atmosphärischen E-Gitarren-Solo klasse in Szene gesetzt ist. Überhaupt fällt auf, dass Wade auf diesem Silberling vermehrt die Steel-Gitarre zum Einsatz kommen lässt, vorzüglich bedient von einer der großen Koyphäen auf diesem Gebiet, Dan Dugmore. "A Battle Won" (Steel, E-Gitarren-Solo) oder "Patch Of Bad Weather" (schöne Slide-Begleitung, Piano, Orgel) bieten herrlichen, countryinfizierten Singer/Songwriter-Stoff im Stile von exzellenten Leuten wie Will Hoge oder Tom Petty mit intelligenten Texten. Großartig! Vor allem Wades rauchiger Gesang brilliert wieder einmal von vorn bis hinten. Zwei weitere Love-Songs (mit ein wenig "Cryin’ in My Beer"-Flair) folgen mit "On My Way To Wonderful" (melancholisch, verträumt) und "Say Anything" (emotionaler Refrain, wimmernde Steel-Gitarre). Das Zeug zu einer weiteren Nr. 1 hat "You Ain’t Got Me", ein erneut hochmelodischer und wahnsinnig atmosphärischer Track mit ganz starkem Refrain (wieder diese einnehmende Steelbegleitung, ganz starke E-Gutarren-Arbeit). Das ist Red Dirt-Musik am Rande der Perfektion! Auf dem überwiegend ruhig gehaltenen Silberling beweist Bowen bei "Beat Me Down", dass er es auch deftiger kann. Ein schöner, polternder Countryrocker (mit Southern-Flair), getrieben von sattem Drumming und toller Bariton-E-Gitarre, dazu Wades angrifflustiger Gesang. Geht richtig gut ab, die Nummer! Wer befürchtet hatte, dass Bowen zu stark von Nashville-Interessen beeinflusst werden könnte, bekommt mit der Auswahl beim Townes Van Tandt-Cover (einzige Fremdkomposition des Werkes) von Legende Guy Clark als Co-Sänger ad hoc den Gegenbeweis geliefert. Ein klares Bekenntnis zu seinen Texas-Wurzeln! Ein beeindruckendes Duett, das durch den unterschiedlichen Gesangscharakter der beiden Akteure einen besonderen Reiz entwickelt. Am Ende statuiert Wade dann nochmal ein großartiges Exempel seiner Sangeskunst beim sparsam instrumentierten und im Storytelling-Stil gebrachten "Before The Walls Were Blue" (genial hier Dugmores dezentes Dobrospiel, vorzüglich die weiblichen Harmoniegesänge von Jessica Murray). Eine Gänsehaut-Nummer zum Abschluss! Justin Niebank hat mit seiner transparenten Produktion die richtige Balance zur ruhigen Gesamtatmosphäre des Albums gefunden, die hochkarätigen Musiker, wie u. a. Shannon, Forrest, Greg Morrow, Tom Bukuvac, Jedd Hughes, Adam Shoenveld, Charlie Judge und Stuart Duncan (neben den bereits genannten) sorgten für die gewohnt exzellente, instrumentelle Umsetzung. Mit "The Given" serviert Wade Bowen seinen Fans ein weiteres starkes musikalisches "Stell-dich-ein" seines immensen Könnens. Wieder eine kleine, stetige Steigerung in seinem Schaffensspektrum und ein sehr gut gewählter Kompromiss zwischen Nashville-tauglichem New Country und seinen altbewährten Red Dirt-Roots. Möge er uns mit weiteren "Eingaben" dieser Art beglücken! Glänzende Vorstellung, Wade Bowen! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Saturday Night - 3:29
2. All That's Left - 3:44
3. A Battle Won - 3:39
4. Patch of Bad Weather - 3:39
5. On My Way To Wonderful - 4:15
6. Say Anything - 3:47
7. You Ain't Got Me - 4:18
8. Beat Me Down - 3:42
9. To Live is To Fly - 3:53
10. Before These Walls Were Blue - 3:34

Art-Nr.: 7804
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

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Brown, Shannon - corn fed [2006]
Damen-Power an der New Country-Front! Shannon Brown wuchs in Spirit Lake, Iowa, einer wunderschönen, ländlichen Gegend auf, als Tochter musikbegeisterter Eltern, die in ihrer Heimatstadt und deren Umgebung auch einige Clubs besitzen. Ihr Vater, Gitarrist und Bandleader, entdeckte das Gesangstalent seiner Tochter erst im Alter von 17 Jahren, als sie an Karaoke-Abenden das Publikum regelmäßig in Hochstimmung versetzte. Fortan wurde an der Karriere Shannon’s fleißig gebastelt, teils mit über 180 Auftritten im Jahr. 1994 ging sie nach Nashville, sang bei Songwriter-Demos, und 1997 schien schon der große Durchbruch geschafft zu sein. Der bereits unterzeichnete Platten-Deal mit der RCA Label Group scheiterte jedoch an diversen Umstrukturierungsmaßnahmen. Der endgültige Start ihrer Karriere begann dann aber 2004, als sie und ihr Ehemann bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung mit John Rich, vom mittlerweile mega-angesagten Duo Big & Rich, zufällig an einem Tisch saßen. Die musikalische Chemie stimmte sofort, und man produzierte zusammen ein 3-Stücke-Demo, das Warner Brothers Chef Paul Worley unmittelbar zum Vertragsabschluss veranlasste. Kein schlechter Einstieg, direkt mit einem Major Label-Deal, aber zurecht, wie der Verlauf ihres großartigen Debütalbums verdeutlicht. Rein äußerlich, wie auch der Titel "Corn Fed" (Mais-genährt) wohl metaphorisch andeutet, verkörpert die hübsche Shannon Brown das naturverbundene Cowgirl, eine Art Terri Clark, nur ohne den obligatorischen Cowboyhut und in blond. Musikalisch, und das dürfte sicher auch ein Verdienst John Rich*s, der das Album produzierte, sein, bietet sie dank ihrer sehr variablen Stimme ein facettenreiches, modernes Werk, fernab allzu traditioneller Nashville-Standards, ohne aber je einen Zweifel aufkommen zu lassen, was der Hauptfokus ihrer Musik ist, nämlich ganz klar "Country"! An gut der Hälfte der Songs war sie selbst beim Songwriting beteiligt. Die beiden Eröffnungsstücke "Corn Fed" und "Big Man" tragen sofort die Handschrift von John Rich, der direkt den kraftvollen, rockig-hippen Sound, bespickt mit Effekten (u.a. sogar wiehernde Pferde), auf die Songs überträgt, wunderbar in Szene gesetzt mit Power-Drummer Brian Barnett, dem Klasse E-Gitarristen Adam Shoenveld und den beiden Star-Instrumentalisten Mike Johnson (Steel) und Jonathan Yudkin (Fiddle, Madoline, Banjo, Strings), die ja auch auf den Big & Rich-Werken bereits kräftig mitgemischt haben. Shannon überzeugt sofort mit ihrer leicht angerauten, kratzig-heiseren Stimme, die ein wenig Kolleginnen wie Shelly Fairchild, Gretchen Wilson oder auch Eve Selis zu ähneln scheint. Vereinzelt erinnert ihr Vibe zudem an eine energische Martina McBride! Das sehr melodische und textlich mit vielen prominenten Namen bestückte "High Horses" beinhaltet die Message, dass bei aller Konkurrenz im Business, man auch in Nashville in einem Boot sitzt, und von daher zusammenrücken sollte. Das Shannon auch im Balladenbereich den großen Damen ihrer Zunft, wie Faith Hill oder Martina McBride, in nichts nachsteht, beweist sie nicht nur bei "Turn To Me", einer richtigen Power-Ballade, bei der sie voluminös im Refrain zu glänzen weiß. Toller Song! Co-Writerin des Liedes ist übrigens Gretchen Wilson! Herrlich rhythmisch und recht poppig gut gelaunt geht’s bei "Can I Get An Amen" zu. Dann wieder so ein typisches Break der Marke Rich: "Good Ole Days" kommt als abgefahrene, funkige Nummer mit Discogroove daher, erzeugt aber durch eine heulende Steelgitarre ein Flair, als wenn ein weiblicher James Brown plötzlich die Countrymusik für sich entdeckt hätte. So ein richtig swingender Barroom-Retro-Heuler ist "I Love 'Em All", technisch prächtig mit Dobro, Fiddle und typischem Honkytonk-Piano umgesetzt. Faith Hill lässt wieder ein wenig bei "Why" (bombastische Ballade mit Streichern) und dem emotional poppigen, mit Mandolinen verzierten "Pearls" grüßen. Ein erneutes stilistisches Break könnte man mit "She Brings The Lightning Down" assoziieren, aber auch hier schafft es John Rich meisterhaft, bluesige Memphis-Atmosphäre und Countryklänge harmonisch miteinander zu vereinen. Den Abschluss bildet das autobiografische "Small Town Girl", das Shannon's ländliche Roots textlich wie auch instrumentell (klasse Mandoline und Dobro) entspannt reflektiert. "Corn Fed" ist eine insgesamt sehr abwechslungsreiche CD geworden. Shannon Brown besitzt nicht nur viel künstlerisches Potential, hier könnte ohne Übertreibung ein weiterer, großer weiblicher Top-Act vom Kaliber Shania Twain, Faith Hill, Gretchen Wilson oder Martina McBride in den Startlöchern stehen. Der Anfang ist mit einer Klasse-Leistung jedenfalls vollbracht! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4003
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Carter, Deana - the story of my life [2005]
Der berühmte Chicago Tribune charakterisiert Deana Carter wie folgt: "She is noted for her singular voice, which manages to be strong, soft and sultry at the same time". Welch wahre Worte! Denn auch nach ihrer Babypause, diversen privaten und beruflichen Turbulenzen (Scheidung und zwei Labelwechsel), hat die 39-jährige Tochter von Fred Carter jr., einem namhaften Session-Gitarristen, der mit berühmten Persönlichkeiten wie Elvis Presley, Simon & Garfunkel oder Roy Orbinson zusammenarbeitete, nichts von ihrer musikalischen Faszination verloren. Nein, im Gegenteil! Der Wechsel zu ihrem neuen Label hat ihr scheinbar ungeheure Motivation verliehen. Denn diesmal gibt es auf ihrem neuen Album "The Story Of My Life" fast eine "One-(Wo)Man-Deana-Carter-Show" vom Allerfeinsten. Sie hat sämtliche Songs geschrieben, singt, spielt diverse Instrumente und hat das Werk auch noch eigenständig produziert. Dazu hat sie ein paar wenige, auserwählte, mit ihr wunderbar harmonierende, Instrumentalisten (überragend Lead-Gitarrist Jeff Carter) mit ins Boot genommen. Was hat sich nun gegenüber ihrer Vorgänger-CD "I’m Just A Girl" von 2003 geändert, die trotz sehr ansprechender Leistung (sh. auch unter "Stöbern") mit nur 82.500 abgesetzten Exemplaren, nicht mehr an die Traum-Zahlen ihrer zwei ersten Alben anknüpfen konnte, obwohl ihr Debüt natürlich mit über drei Millionen verkaufter CDs einen nicht erwarteten, grandiosen (wahrscheinlich auch nicht zu wiederholenden) Erfolg gebracht hatte? Zum einen zeigt schon das Cover, dass Deana das äußerliche Image eines modelartigen
"Sunny-Girls" abgelegt hat. Vielmehr wirkt sie viel fraulicher und introvertierter, ja fast verträumt, wobei sicherlich auch die Geburt ihrer Tochter dabei eine wesentliche Rolle spielen dürfte. Auch ihre Musik kommt dementsprechend gereifter daher. Die Gute-Laune-Nummern und auch der Countrygehalt reduzieren sich auf die Single "One Day At A Time", ein locker, flockig ins Ohr gehender Midtempo-Song und "Getting Over You", ein rhythmischer Akustikpiano-getränkter Popsong mit leichtem Southern-Flair, auch dank Deana’s vorzüglich eingebrachtem Stratocaster-Spiel. So spielt sich das Ganze also weitgehend im nur noch dezent Country- und leicht Americana-infizierten, modernen Singer/Songwriter-Pop-Rock-Bereich ab (zuweilen liegt auch ein Vergleich zu Sheryl Crow nahe), das allerdings auf einem Top-Niveau mit tollen Songs, prima Melodien und viel musikalischer Kompetenz. So richtig die Post geht beim Opener "The Girl You Left Me For" ab, ein leocht psychedelisch angehauchtes Pop-Rock-Knaller, wo leichte Reminiszenzen in Richtung Avril Lavigne unweigerlich aufflackern. Der Rest sind relativ ruhig gehaltene, dennoch oft durchaus knackige, sich meist mit Beziehungsstress auseinandersetzende, nachdenkliche Nummern, die aber wunderschön instrumental in Szene gesetzt wurden und durch Deana’s zarte, fast verletzlich klingende Stimme voll zur Entfaltung kommen. Excellent dabei "Ordinary" (herrliche Hammondbegleitung, tolle Breaks, klasse Gitarre) und das bluesartige "Sunny Day" (schöne E-Fills, Solo und Abschlusspart durch Gitarrist Jeff Carter, im Stile von Peter Green). Insgesamt ein schönes, in sich schlüssiges Gesamtwerk, mit geschmackvoller Covergestaltung, die natürlich alle Texte beinhaltet. Deana Carter zeigt mit ihrem neuen Album einmal mehr, dass mit ihrem Namen weiterhin große Qualität verbunden ist, weshalb wohl auch eine, für ein Independent-Label ungewöhnliche, fast Major-mäßig, groß angelegte Promotionkampagne in den USA gestartet wurde. Ob sie verkaufstechnisch damit wieder an alte Erfolgstage anknüpft, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. Aus unserer Sicht spricht absolut nichts dagegen! Qualitätsmäßig jedenfalls präsentiert sie sich in blendender Verfassung! Und das ist das Wichtigste! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3095
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The girl you left me for
One day at a time
Ordinary
Atlanta & Birmingham
Sunny day

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Daniels Band, Charlie - live ~ dvd [2005]
Code free! Sie ist da - die lang ersehnte Live-DVD der Charlie Daniels Band! Wow, und das "Ding" rockt! Old Charlie und seine Truppe in begeisternder Verfassung! Die Charlie Daniels Band anno 2005: Das ist ein powernder, voll im Saft stehender, Energie geladener, von 3 fulminanten, kochenden Lead-Gitarren dominierter, unwiderstehlicher Southern Rock-Express, der die Southern Rock-Fraktion gleichermaßen in Erstaunen und Verzückung versetzen dürfte! Das sie (noch/wieder) so gut sind, überrascht, doch wir sehen, hören und vernehmen es mit höchster, voller Hochachtung gebührender, Zufriedenheit. Aufgenommen und mitgeschnitten am Unabhängigkeitstag (4. Juli) 2005 "on the Riverfront in Nashville/Tennessee" vor der imposanten Kulisse von mehr als 100.000 Menschen, stacheln sich die Jungs gegenseitig zu kaum für möglich gehaltenen Höchstleistungen an. Wir erinnern uns zurück an die letzten rockigen Sachen der Charlie Daniels Band, wie z.B. an das erstklassige 2000er Werk "Road dogs" oder die im darauffolgenden Jahr veröffentlichte Live-CD "The live record"! Dort in etwa knüpft man an, ja man legt sogar noch einen Zahn zu! Charlie, Taz DiGregorio (Keyboards), Charlie Hayward (Bass), Pat McDonald (Drums), die Background-Sängerin Carolyn Corlew und die beiden fantastischen Gitarreros Bruce Brown und Chris Wormer zünden ein wahres Southern Rock "Guitar Army"-Feuerwerk (jede Menge glanzvolle, satte, überschäumende Twin- und sogar Triple-Guitar-Passagen, mitreißende, wechselseitige Soli, glühende Slide-Läufe), und lassen die alten Klassiker in einer wunderbaren, voller Vitalität steckenden, neuen Frische erscheinen, daß man Gänsehaut bekommt. Zum Beispiel das zünftige, vor Kraft strotzende "El Toreador" mit seinem gewaltigen 3 Gitarren-Gewitter (die pure Southern-Power) und den prächtigen Soli, das groovende, rhythmische, dynamische "Trudy", das ungemein kraftvoll, voller Gitarren-"Thunder" in Szene gesetzte "The legend of Wooley Swamp", das kochende, abgehende, von brodelnden Slide-Läufen durchzogene, fette "The intimidator" (als wollten sie Molly Hatchet zu deren besten Zeiten an die Wand spielen), das herrliche, wieder mit toller Slide angereicherte, ewig jungfreuliche "Long haired country boy", usw.! Lediglich bei 3 Stücken holt Charlie die Fiedel raus, ohne das die Power der beiden anderen Gitarristen nachläßt: Bei der großartigen Fassung von "The south's gonna do it again", dem "Orange Blossom Special" und einer scharfen Version von "The devil went down to Georgia"! Die übrigen Tracks: "Simple man", "Freedom road" (ein brodelndes Instrumental), "In America", "Preachin' prayin' singin', "Heart of my heart", "William Tell overture" und als Bonustrack "Drinkin' my baby goodbye"! Zwischendurch gibt es kleine Statements von Charlie, doch nie während eines Songs - alles ist vollständig ausgespielt! Das Konzert hat eine Länge von knapp 80 Minuten! Weiteres Bonus-Material auf der DVD: "Behind the scenes-footage", einen, wie wir meinen überflüssigen, "pro-military"-Film über Charlie's Trip in den Irak und nach Südwest-Asien, eine sehr interessante, historische Einspielung von der 1975iger Volunteer Jam in Murfreesboro/Tennessee, sowie die beiden Musik-Videos zu "Keep the sunny side" und "Texas"! 5.1 Surround Sound! Fazit (Charlie's zuweilen in einigen Bildern betonte über-patriotische Einstellung lassen wir mal außen vor und konzentrieren uns ausschließlich auf die künstlerische Performance): Ein Hammer-Konzert! Ein klassicher Southern Rock-Event der absoluten Extra-Klasse! Die Charlie Daniels Band in super Form, voller "Saft", Kraft und Lebendigkeit! "Southern-rockin' guitars" zum Zunge schnalzen! Packend! Nie klangen die Live-Versionen dieser Songs besser... - und das Schönste: Die DVD ist "code free" und somit problemlos auf jedem DVD-Spieler abspielbar!

Art-Nr.: 3768
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 14,90

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