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American Minor - same [2005]
Jawohl, handfester, handgemachter, klassischer, ordentlich dampfender, von fetten Gitarren umgebener Retro-Hard-Riff-Rock, durchzogen von dem Geist des "hard-edged Blues-Boogie of the '70s", ist niemals unterzukriegen, solange sich solche hervorragenden, jungen Bands wie das bärenstarke Quintett American Minor aus dem Kanawha River Valley von Southern West Virginia dieser Musik annehmen! Herrlich! Schon die Cover-Photos der 5 langhaarigen Typen lassen vermuten, daß es sich hier vielleicht gar nicht um eine Band des 21. Jahrhunderts handelt, sondern eher um ein paar Grass rauchende Hippies der Spät-Sechziger oder Früh-Siebziger, die den glorreichen Rock'n Roll einer Epoche praktizieren, als Bands wie Humble Pie, Bad Company, die Rolling Stones, AC/DC, Lynyrd Skynyrd, Foghat & Co. die Szene regierten. Auch Parallelen zu den Black Crowes, der Steepwater Band, Aerosmith oder jüngst Kings Of Leon und Silvertide, sind nicht von der Hand zu weisen! American Minor, alles erstklassige Musiker, (2 großartige Gitarristen, Bass, Drums und mit Robert McCutcheon ein toller, intensiver, inbrünstiger, "soulful" Lead-Sänger - dazu als Gast auf vielen Stücken der Wallflowers-Keyboarder Rami Jafee)) gehen hart, sehr kraftvoll, mit viel Dampf und Druck an die Arbeit, spielen herrlich dreckig, rau, unbekümmert und schön rotzig, wirken dabei aber gleichzeitig bereits überaus kompetent und ausgereift! Auch die vom Tempo her eher balladeskeren Stücke strotzen nur so vor rauem "Dreck" und "Schmackes"! Die Gitarrenbretter werden ordentlich bearbeitet! Dabei bestechen sie mit starkem Songwriting und trotz aller Kraft mit gut hängen bleibenden, prächtigen Strukturen und Melodien! Und der Charme des Südens ist immer spürbar! Immer wieder gibt's brodelnde, "bluesy" Gitarrenritte, wobei die beiden Gitarristen bestens miteinander harmonieren. Es ist schon erstaunlich mit welcher Authentizität sich solche jungen Bands wie American Minor (und sie sind ein Musterbeispiel für diese Entwicklung) dieser, so tief in den Siebzigern fundamentierten Musik hingeben, ihren Spirit bewahren, und diesem wunderbaren Retro-Feeling eine natürliche Portion rotziger Frische verpassen, sodaß es auch in der heutigen Zeit absolut salonfähig ist und sogar immer neue Freunde gewinnt! Los geht's mit dem dynamisch rockenden, von kernigen Riffs geprägten, straighten, astreinen "Walk on", durchzogen von powernden, glühenden Gitarren-Licks! Großartiges Parallel-Gitarrenspiel zu dem starken Lead-Gesang und prächtige, kleine Twin-Passagen während des kurzen, kochenden Solos sorgen für ordentlich Feuer! Hat ein dezentes Southern-Flair! Es folgt mit "Break" eine absolute "Killer"-Nummer: Exzellenter, southern-fueled, von fulminanten, fleischigen Gitarrenriffs geprägter, rotzig, dreckig dargebotener, fetter, klassischer, aber ungemein zeitgemäßer Rock, der trotz der "saftigen" Power mit seiner wunderbaren Melodie einfach runter geht wie Öl! Hervorragend integriert ist hier eine zurückhaltende, äußerst angenehme Orgeluntermalung des bereits erwähnten Rami Jafee! Und so folgt ein Highlight dem nächsten: Zum Beispiel das groovende, wieder schön rotzige, sowohl ein leichtes Jam-, als auch ein unaufdringliches, schönes "Hardrock-Retro-Psychedelic"-Feeling verbreitende, von feurigen Gitarrenläufen gezierte, druckvolle, an die Black Crowes erinnernde, fantastische "Cheaters & Non-Believers", das dreckige, bluesige, southern-rooted "Mr. Queen", das wunderbare, etwas funkig angehauchte, wieder schön raue, von massiv rockenden Gitarren durchzogene "Don't jump the gun", das harte, kantige, fette, riffige, bluesige, einmal mehr von einer leichten Southern-Brise durchwehte, Black Crowes meets Bad Company-like "Buffalo creek", usw, uws., bis hin zum finalen, leicht psychedelischen, Hippie-mäßigen "Sleepwalker"! Kein Zweifel, American Minor halten ihr hohes Niveau von vorn bis hinten durch, genauso wie wie ihre intensive Kraft! "Geiler", harter "Kick-Ass"-, "In Your Face"-Classic Retro-Gitarren-Rock mit dezentem Southern-Feeling, genauso dreckig, rotzig und roh, wie professionell, melodisch, lebendig und frisch, von dem man niemals genug bekommen kann!

Art-Nr.: 3840
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Walk on
Break
Don't jump the gun
Buffalo Creek
Change

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Black Stone Cherry - same [2006]
Yeah! Auch das ist der Süden! "Turn it loud"! Anschnallen - genießen! Mit, im wahrsten Sinne des Wortes, voller Wucht blasen Black Stone Cherry, ein Haufen langhaariger, blutjunger Rotzlöffel (zwischen 20 und 23 Jahren alt) aus dem kleinen Städtchen Edmonton in South Central Kentucky (auch Heimat der Kentucky Headhunters, was aber nicht die einzige Gemeinsamkeit ist - dazu später mehr) zum massiven Angriff auf die Rock-Welt, und wer von ihren gewaltigen Gitarren-Attacken, den monströsen Riff-Salven und den knochenharten Rhythmen getroffen wird, bleibt nicht etwa benommen liegen, sondern findet sich in einem geradezu aufputschenden, die Sinne "alkoholisierenden", lauten Rock'n Roll-Rausch wieder, der das pure Adrenalin freisetzt! Was für Glücksgefühle! Sie selbst nennen ihre Musik schlicht "Southern Rock for a modern audience", was es sicher irgendwie trifft, aber einer doch weitreichenderen Speziifizierung bedarf. Vor allen Dingen sind die Vier hart! Angesiedelt irgendwo zwischen Metal und Southern Rock liegen ihre Roots sowohl im Retro-Sound der Siebziger, als auch in neuzeitlicheren Gefilden der Post-Grunge-Ära! Da hinterlassen Bands wie AC/DC, Led Zeppelin, Aerosmith, Metallica oder gar Godsmack und Alice In Chains ihre Spuren, genauso wie die Black Crowes und Lynyrd Skynyrd! Alles passt prächtig zusammen. Mit all diesen Einflüssen generieren Black Stone Cherry eine Musik, die irgendwie neu, und doch wieder klassich klingt, aber eben, und das beeindruckt sehr, mit eindeutiger Eigen-Identifikation! Ungeheuer variabel, und für einen solch jungen Haufen extrem abgebrüht, ausgereift und technisch versiert, nennen wir diese grandiose Power-Mucke einfach mal "American Hard Rock with a metal edge, but southern to the core"! Ja, das ist es! Die Band, alles, wie gesagt, verdammt starke Musiker, besteht aus den beiden großartigen Lead-Gitarristen Ben Wills und Chris Robertson, letzterer auch ein ganz hervorragender Sänger (Shouter), dem Bassisten Jon Lawhon, sowie dem brillanten Drummer John Fred Young! Und da haben wir sie wieder, die eingangs bereits erwähnte Verbindung zu den Kentucky Headhunters, denn John Fred ist der Sohnemann von KHH-Gitarrist und Gründungsmitglied Richard Young, der zudem das Album co-produzierte! Die Truppe spielt mit unbändiger Kraft und entwickelt einen gewaltigen Druck! Donnernde, manchmal wie ein Maschinengewehr-Feuer hernieder prasselnde Riffs treffen auf mitreißende, glühende und kochende, voll im Southern Rock verwurzelte, massive, regelrecht stürmische Lead-Gitarrenläufe (teilweise großartige Double-Leads) und perfekt strukturierte, bestens hängen bleibende Songs, die trotz der Härte nie auch nur ansatzweise zum Chaos tendieren, sondern deren Melodik ausgezeichnet gefällt! Eine sehr saubere, klare, knackige Produktion und, trotz der Lautstärke, ein wunderbar transparenter Klang begeistern auf der ganzen Linie! Mächtiger, klassischer Schwermetall-Rock, fast schon dramaturgisch arrangiert, donnert uns zu Start der Scheibe mit dem von unbändigen Power-Riffs und einer gewaltigen Schlagzeug-Kanonade gekennzeichneten, großartigen Opener "Rain wizard" entgegen, dessen mächtiges Gitarrengerüst einen sofort packt! Tolle Songstruktur, die klasse hängen bleibt! Ja, auch das Songwriting-Talent dieser "Jungspunde" ist einfach erstaunlich! Ohne Luft zu holen, geht es "volle Kanne" und mit salvenartigen Riffs weiter: "Backwoods gold" heißt die "Mördernummer", deren Starkstrom-Gitarren und Chris Robertson's prächtiger, ordentlich "röhrender" Gesang sich zu einer hervorragenden Melodie verschmelzen. Hier hört man sie richtig raus, ihre Herkunfts-bedingten Sounthern-Anlagen, ihre familiären Wurzeln, die sie, wie gesagt aber auch zu keiner Zeit leugnen, und die einen entscheidenden Indikator ihrer Musik darstellen. Tierisch, diese glühenden Gitarrenläufe! Und sie werden von Song zu Song stärker. Bis zum Ende, man glaubt es kaum, scheinen sie sich stetig zu steigern. Das zeigt, wie varaibel sie sind, welche Spannung sie bewahren, und bedeutet schlichtweg kenerlei Ausfälle auf der Scheibe! "Lonely train" ist ein Song, "that cuts to the bone": Riffige, "head-bangin'" Heavy-Boogie-Rhythmen, ein mächtiger Druck, und abermals eine prima hängen bleibende Melodik treffen auf voll satte Gitarrenläufe, die ein loderndes Southern-Feuer entflammen. Saustark! Der gelungene Tempowechsel in der Mitte mit einer kurzen, etwas langsameren Phase sorgt für zusätzliche Spannung, ehe die "Gitarren Riff-Hölle" wieder losbricht! Mit "Maybe someday" folgt ein traumhafter Hardrocker mit tollen Twin-Licks! Was für eine Power! Die Black Crowes treffen auf Led Zeppelin und Metallica treffen auf eine verschärfte Blackfoot/Hatchet-Ausgabe, alles in einem Song. Ein fulminantes, durchaus ins Ohr gehendes Feuerwerk - natürlich nicht unbdingt für Zartbesaitete! "When the weight comes down", im Anschluß daran, ist ein höllischer, voller Southern Rock-Feeling steckender, straighter Rock-Kracher, dessen parmenent mit vollem Volumen rockender Gitarren-Mantel und die kochenden Soli einem fast den Atem rauben. Wow, hat das Biß! So geht das stetig bis zum Ende weiter! Die Gitarristen rocken sich die Seele aus dem Leib, Frontmann Robertson singt und grölt "wie ein Großer" und Bassist und Drummer pumpen und "dreschen" sich in meisterhafter Manier in einen wahren Power-Rausch! Einen kleinen Gang zurück, ohne daß es jedoch allzu "leise" wird, schalten sie lediglich bei dem lockeren, balladesken Finalstück "Rollin' on", das allerdings eine absolute Hammer-Nummer darstellt: Eine wunderbare Melodie, herrliche Twin-Leads, gar ein dezenter Country-, dazu ein massiver Southern-Touch, glühende, flinke Gitarrensoli, viel "Saft" - all das demonstriert in beeindruckender Manier, wie eine junge, unverbrauchte, aber schon erstaunlich ausgereifte und variable, "wilde" Truppe namens Black Stone Cherry klassisch fundamentierten, im Süden verwurzelten, modernen, amerikansichen Gitarren Hard-Rock'n Roll zu spielen gedenkt - ehrlich, packend, laut, begeisternd! "This album captures the kinetic energy and force of the band's straight-ahead, in-your-face Rock & Roll and it is proof that the guys are true southern originals." Wie gesagt, die Scheibe ist 'ne Wucht!

Art-Nr.: 4333
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Lonely train
Maybe someday
When the weight comes down
Shapes of things
Violator girl
Rollin' on

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Cross Canadian Ragweed - back to tulsa: live and loud at cain's ballroom [2006]
2 CD-Set! Brandneue, bärenstarke Live Doppel-CD, aufgenommen in Tulsa während der aktuellen "Garage"-Tour, der mitreißenden "Red Dirt"-/Roots-/Countryrock-Formation, die das Genre referenziert, wie kaum eine andere Band! Die wohl perfekte Synthese, rauen, deftigen Countryrocks, dreckigen Gitarren Roots-/Americana-Rocks und Texas-Rocks. Nicht zu vergessen das immer wieder aufkommende, wunderbare Southern-Feeling, vor allen Dingen hervorgerufen durch die zündenden, kraftvollen und ausgedehnten, virtuosen, flammenden Gitarreneinlagen des grandiosen Saitenmeisters und Sängers Cody Canada! Leute, Cross Canadian Ragweed lassen's an diesem Abend richtig krachen! Live präsentieren sie sich noch rauer als im Studio, noch lauter, aggressiver und noch rockiger! Es staubt und raucht an allen Ecken und Enden! Erdig, "wild", ungewzungen, ehrlich! Toll beispielsweise, wenn Cody Canada auf den Schulter eines finster drein schauenden, mächtigen Security-Hühnen (der Kerl hat Oberarme, wie Canada Oberschenkel...) sitzend, ein glühendes Gitarrensolo zu "Blues for you" intoniert)! Trotz alledem vergißt die Band auch live natürlich nicht, was sie im Studio auszeichnet: Traumhafte Songstrukturen, herrliche Melodien und flammende Soli! Eine fulminante Show frei nach dem Motto ihres Titels "Wanna Rock'n Roll" aus ihrem 2004er "Soul gravy"-Album, den sie hier in einer ausgelassenen 15-Minuten-Fassung präsentieren! Rund 132 Minuten Spielzeit, 24 Songs, darunter 6 Tracks, die es bislang von Cross Canadian Ragweed noch nicht zu hören gab (beispielsweise ein Cover von Neil Young's "The neddle and the damage done")! Die komplette Tracklist: "Dimebag", "Number", "Lonely girl", "Late last night", "Final curtain", "Sister", "Constantly", "Don't need you", "Fightin' for", "When it all goes down" (Duett mit Wade Bowen), "Anywhere but here", "Daddy's at home", "The needle and the damage done" (acoustic), "When will it end" (Duett mit Stoney LaRue), "Back around", "Brooklyn kid", "Cold hearted woman", "Jimmy and Annie", "Wanna Rock & Roll", "17", "Hammer down", "Alabama", "Blues for you" und ein prächtiges Cover von Robert Earl Keen's "Lonely feeling" (eine 8-minütige, wunderbare, melodische, southern-fueled "Red Dirt"-/Outlaw-Countryrock-Ballade mit sägenden, glühenden, dreckigen Lead-Gitarren-Parts)! Zum Ende gibt's als "hidden track" noch eine lustige "Acoustic Picking"-Fassung von "Take me back to Tulsa"! Die Jungs lassen im "Cain's Ballroom" richtig Dampf ab! Das Publikum ist aus dem Häuschen - wir ebenso! Was für ein Fest!

Art-Nr.: 4571
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 12,90

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Cyrus, Billy Ray - wanna be your joe [2006]
Nach dreijähriger Auszeit, die unter anderem mit recht erfolgreicher Schauspieltätigkeit überbrückt wurde, hat Billy Ray Cyrus musikalisch nun endlich wieder richtig Feuer gefangen und die Fans, deren Liebe zwischen traditionell fundamentiertem, aber auch modernem New Country und fetten southern-würzigen Countryrockern hin und her pendelt, dürfen sich die Hände reiben: Sie erleben einen Billy Ray Cyrus, dem es gelingt, seine ohnehin schon beeindruckenden Werke von 2003 "Time Flies" und "The Other Side" sogar noch einmal zu toppen. Das Cyrus-typische Grundrezept aus wohltuenden, zum Teil mit emotionalem Teint behafteten Balladen, melodischen, flotten Midtemposongs und einigen kraftvollen, stampfenden Rockern mit den schon erwähnten Southern- und Honkytonk-Attitüden ist dabei erhalten geblieben. Unglaublich gute Instrumentalisten (herausragend vor allem die Gitarren-Spieler Terry Shelton, Brent Mason und Pat Buchanan), kleinere, musikalische Experimente, wie das Einbinden von dezenten Saxophon-Parts (glänzend hier Max Abrams), sowie Kombinationsgesang mit legendären Größen wie George Jones und Loretta Lynn ("Country Music Has The Blues"; schöner, stampfender, traditioneller Country-Blues) oder mit seiner Tochter Miley (bei "Stand", einem geradlinigen, melodischen Rocker), sorgen noch mal für das Tüpfelchen ‚on top’. Die Produktion, für die sich Billy mit diversen Co-Produzenten verantwortlich zeigt, ist wunderbar knackig, klar und sehr modern gehalten. Apropos modern: Bei "I Want My Mullet Back" (starker, fett Gitarren-lastiger Countryrocker mit viel Southern-Flair) wird der legendären 80iger-Frisur (vorne kurz, mit langer Hintermatte), die einem mittlerweile modischen Haarschnitt gewichen ist, humorvoll hinterhergetrauert. Seine eigentliche Kraft für dieses Album scheint Billy Ray im übrigen aus der Trauer um seinen Vater zu schöpfen, der im Februar dieses Jahres an Krebs verstorben ist. So ist es keine Überraschung, daß er ihm dieses Album in großer Dankbarkeit widmet, insbesondere aber den Song "Hey Daddy". Doch auch Rennfahrer-Legende Dale Earnhardt und Billy Ray's musikalischer Held, Lynyrd Skynyrd's Ronnie Van Zant werden bei "The Man" (Akustikgitarren-, Mandolinen-,Steel-betonter Midtemposong) und "The Freebird Fell" mit emotional berührenden Texten gewürdigt. Gerade das zweitgenannte Stück (übrigens eine Gemeinschafts-Komposition von Cyrus und den ex-Lynyrd Skynyrd-Mitgliedern Ed King und Artimus Pyle) ist eines der absoluten Highlight dieses Werkes. Ein lang gezogenes E-Gitarren-Riff, klasse Akustikgitarre, ein sehr emotionales Organ von Billy Ray, sowie herrliche, weibliche Backgrounds im Refrain erzeugen eine dieser mitreißenden, country-infizierten Southern-Hymnen, wie man sie leider viel zu selten zu hören bekommt. Und wenn die Nashville-E-Gitarren-Asse Brent Mason und Pat Buchanan dann so richtig Southern-typisch in die Saiten greifen, läuft einem auch nach so vielen Jahren noch ein Gänsehaut-erzeugender Schauer den Rücken herunter. Der Song ist ein klares Muss für jeden Südstaaten-Fan! Aber auch "Ole What’s Your Name" besitzt mit seinem straighten Rhythmus (Kuhglocken-mäßiges Klackern im Drumming, klasse hier Greg Morrow) und seinen Skynyrd-typischen E-Riffs enormes Spaßpotential für diese Klientel, wie auch für die Freunde des angerockten New Countrys der Sorte Van Zant oder Montgomery Gentry. Das partytaugliche "Lonely Wins" mit seinem stampfenden Slide-Rhythmus und den forschen Saxophon-Einlagen dürfte selbst so manchen Tanzmuffel aufs Parkett treiben. Natürlich präsentiert Cyrus auch seine sanftere Seite. So fließt uns das wunderbare, etwas poppige (wirkt hier überaus angenehm) Titelstück "Wanna be your Joe" bei exzellenter Instrumentierung (tolle Gitarren von Terry Shelton und brillantes Lap Steel-Spiel von Dan Dugmore) und einer tollen Melodie völlig locker und flockig ins Ohr, "Wouldn’t Be Me" kommt bluesig balladesk rüber (klasse hier die integrierten Sax-Fills und ein tolles E-Gitarren-Solo) und bei "How’ve Ya Been" handelt es sich um einen nachdenklichen Love-Song (Slide/Steel/Piano) ohne jeglichen Kitsch-Faktor. Beim Bonustrack "A Pain In The Gas" gibt sich Billy zum Abschluss im Stil eines "Straßenmusikers". Dabei demonstriert er gekonnt seine Qualitäten an der Akustikgitarre und gibt sogar noch eine kleine Pfeif-Einlage zum Besten. Das 20-seitige Booklet enthält im übrigen sämtlich Texte der ausnahmslos von Cyrus komponierten, bzw. co-komponierten Songs! Der Mann ist in einer blendenden Verfassung und scheint, obwohl ihm der große kommerzielle Erfolg der frühen "Achy breaky heart"-Tage schon länger versagt bleibt, immer besser zu werden. Eine absolute Top-Leistung, Mr. Cyrus! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4287
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Davis, Jon Christopher - same [2006]
Das nächste texanische Juwel in unserem Programm! Jon Christopher Davis heißt der großartige Singer/Songwriter, der uns nun mit seinem ersten Album, einer hervorragenden Gratwanderung zwischen Americana, rootsigem Countryrock, Alternate Country und einer gewissen Heartland-Würze beglückt. Davis stammt aus Bonham, TX, hat aber viele Jahre in Nashville gelebt und bereits für einige arrivierte Labels/Musiker gearbeitet, bzw. Songs geschrieben (u. a. für Dolly Parton, Hal Ketchum, Tammy Cochran, Sherrie Austin, Billy Ray Cyrus). Der Erfolg in Sachen eigener Sanges-Karriere fiel bislang unverständlicherweise aber dem Rasterverfahren der Entscheidungsträger (Labels) zum Opfer. Das er es jedoch richtig "drauf hat", wie man so schön sagt, beweist er auf seinem "Palo Duro Records" (u. a. auch die Heimat von The Delrailers, Morrison-Williams) in wirklich glänzender Manier. Alle 13 Stücke (inkl. eines Hidden-Tracks, der aber sofort nach Ende des letzten Stückes anfängt, "If I Could Only Fly"), stammen dabei aus seiner Feder, komponiert zum Teil mit prominenten Co-Autoren wie Radney Foster, Stan Lynch (Tom Petty & The Heartbreakers) und Rodney Crowell. Bei den Instrumenten (er selbst beherrscht Gitarre, Bass, Piano, Harmonika, Drums und diverse Percussionteile) gelang es Davis sowohl gute texanische, wie auch einige der allseits bekannten, großartigen Nashville-Studiomusiker zu verpflichten. Herausgekommen ist eine erstklassige Mischung von schnörkellosen Alternate Country-, Roots-, Americana-, Westcoast-, Heartland- und Southern-Elementen in Kombination mit sehr sympathischen und teilweise humorvollen Texten. Davis Gesang ist typisch texanisch und geht sehr angenehm ins Ohr. Als Vergleichgrößen fallen einem unweigerlich Interpreten wie Pat Green oder Jack Ingram ("You Gotta Love Someone" - der countyrockende Opener, mit herrlich treibendem E-Gitarren-, und Akustik Gitarren-Rhythmus, sowie schönen Mundharmonika-Fills), Radney Foster ("Cosmic Joke" - sehr relaxtes, rootsiges Stück mit humorvollem Text, klasse Fiddle-/Banjo-Break), Steve Earle ("Love Had Something Else In Mind" - tolle Baritone E-Gitarre), The Eagles ("Misfit Town" - mit Steelguitar-Begleitung, feinen Harmoniegesängen), The Warren Brothers ("Lone star Attitude" - rotzig frecher Gesang, durchaus traditionell verwurzelter Country-/Partysong zum Mitgrölen, mit starkem Honkytonk-Piano und tollem E-Gitarren-/Steel-Wecheselspiel im Break), John Mellencamp ("Round Here" - voller Heartland Rock-Flair), oder auch Tom Petty ("The Bottom Line" - dezente Fiddle, Orgel, Steelguitar, staubtrockene Banjo-Untermalung vom stark aufspielenden Jack Sizemore) ein. Die Spuren der angeführten Künstler finden sich allerdings auch in den anderen Stücken in diversen Kombinationen wieder. Weitere Highlights: Die wunderschöne, von einer herrlichen Melodie geprägte, entspannte Retro-Countryrock-Ballade "She Don’t Know She’s Lonely" (tolle Steel- und E-Gitarren-Fills, brillantes E-Gitarren-Solo von Mark Metker), der eindeutig Rodney Crowell (hier auch Co-Writer) seinen Stempel aufdrückt; "One Place I’ve Never Been“ ist ein furioser, dampfender, funkiger Southern-Rocker (klasse E-Gitarren-Solo, kreischende Harps); "Two Story Town" entwickelt sich aus balladeskem Gesang mit Pianobegleitung zu einem herrlich frisch instrumentierten Midtempo-Ohrwurm (wohlige Mandolinenbegleitung); "Baby Looks Good On You" ist bluesiger Rots-/Alternate Country mit starker Dobro-/Mandolinen-Verschachtelung! Die Songs fliegen förmlich an einem vorüber, erst durch den recht introvertiert wirkenden Hidden-Track kommt man von einer Woge der Begeisterung wieder etwas herunter. Das Debüt von Jon Christopher Davis bietet alles was das Americana-/ Alternate Country(rock)-/ Roots-/ Heartland-Herz begehrt. Dazu schafft er es mit Bravour, die komplette Geschichte sowohl im Texas-, als auch im Nashville-kompatiblen Rahmen zu gestalten. Zum Abschluss noch ein paar Kommentare seiner bereits erwähnten Co-Writer, die ebenfalls in Begeisterung schwelgen und deren Wort durchaus Gewicht hat: "It is as if Don Henley, Elvis Presley and The Everly Brothers met late night at a Texas Roadhouse parking lot and beat the crap out of each other and what came out was Jon Christopher Davis. He brains, hips and harmonies" - Stan Lynch; "If you crave a singer who can play, a player who can write and a writer who can sing, Jon Christopher Davis is your man" - Rodney Crowell; "Jon Christopher Davis is a triple threat. He plays guitar great, sings like a bird and writes from the heart" - Radney Foster. Dem können wir uns guten Gewissens anschließen. Klasse Mann, klasse Scheibe! Feine Aufmachung im schön fotografiertem Klapp-Digi-Pack! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4568
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
You gotta love someone
She don't know she's lonely
Love had something else in mind
Lone star attitude
Round here
One place I've never been

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Earle, Steve - live at montreux 2005 [2006]
Großartiger Mitschnitt eines triumphalen Solo-Auftritts (Earle allein auf der Bühne, ohne die Dukes, nur mit seiner Acoustic Gitarre, seiner Mandoline und seiner Harmonica ausgestattet) aus dem Stravinsky Auditorium während des Montreux Jazz Festivals vom Juli 2005! Es ist faszinierend mit welcher Ausstrahlung der Meister seine Songs rüber bringt, er die Zuhörer in seinen Bann zieht! Alles klingt, obwohl "nur" solo dargeboten, ungemein transparent, wunderbar strukturiert, melodisch und dreckig zugleich (wie man das eben von Earle erwartet), abwechslungsreich, überaus unterhaltsam - schlichtweg packend! Die Songs verlieren aber auch gar nichts von ihrer Spannung! In Gegenteil, es ist faszinierend, sie auch einmal in diesem Gewand zu hören! Das Material zieht sich, wenngleich die meisten der 14 Tracks (56 1/2 Minuten Spielzeit) aus seinem aktuellen Album "The revolution starts now" stammen im Prinzip durch seine gesamte Karriere, wobei ein paar recht seltene Titel auf dem Programm stehen, was einen zusätzlichen Reiz ausübt (beispielsweise eine fantastische Version von "Ellis unit one" aus dem "Dead man walking"-Soundtrack)! Ein paar herausragende Beispiele des Sets sind das wunderbar melodische "Jerusalem", mit dem das Konzert beginnt, der herrlich dynamisch und sehr rhythmisch angestimmte, genauso frisch wie dreckig und rotzig rüber kommende Fan-Favorite "The devil's right hand", das nachdenkliche "Rich man's war", die beiden, etwas düsteren, schwermütigen, sehr persönlichen Songs vom "I feel alright"-Album, "South Nashville Blues" und "CCKMP (Cocaine Cannot Kill My Pain)", das seinerzeit das Comeback-Album nach seinem Drogen-Entzug darstellte (seine Einleitung der Songs mit den Worten "Welcome to my nightmare" sagt alles...), die beiden Mandolinen-geprägten "Dixieland" (wunderbar rhythmisch, melodisch) und "The mountain" von dem 1999iger Album, das er damals gemeinsam mit Bluegrass-Maestro Del McCoury einspielte, das akustisch noch emotionaler rüber kommende, "rockige" "The revolution starts now", das Calypso-mäßige "Condi Condi", das auch akustisch überragende, nichts von seiner Energie einbüßende "Copperhead road", wie auch das bewegende "Christmas in Washington"! Was für eine Bühnen-Präsenz! Charismatisch! Auch als DVD erhältlich!

Art-Nr.: 4290
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Five Horse Johnson - the mystery spot [2006]
Jaaaauuu!!! Five Horse Johnson melden sich mit dem nächsten "Paukenschlag" zurück! Saustark! Nie klangen sie so "southern", nie waren sie bluesiger, nie waren sie besser! Immer noch beinhart, "volle Pulle" und jeder Lautsprecher-Box die Grenzen ihrer Belastbarkeit aufzeigend, feuern uns die Burschen aus Toledo/Ohio wieder einmal eine 12 Songs umfassende, an Intensitär kaum zu überbietende Rock'n Roll-Salve um die Ohren, doch sie haben, und das bekommt ihrer Musik vorzüglich, ihre allzu brachialen Stoner Rock-Neigungen der Vergangenheit nahezu komplett über Bord geworfen! "The mystery spot" bietet nichta anderes als laute, ungemein dreckige, urgewaltige, scharf gewürzte, massive Southernrock-/Boogie-/Bluesrock-Wucht der allerbesten Sorte -ehrlich, geradeaus, deftig, bärenstark! "Hard Liquor, Blues based, kick-ass American Boogie and Rock with the spirit of the South", dieses Zitat aus unserem Review zum ebenfalls starken Vorgänger "The last men on earth" umschreibt die aktuelle Musik von Five Horse Johnson besser denn je! Die Songs sind sehr kompakt und bestechen durch ein ausgezeichnetes Songwriting! Die Stücke bleiben trotz ihrer Massivität und Intensität prächtig hängen und bringen die Hütte einfach zum Kochen! Preschende, fulminante Gitarren-Orgien, immer wieder ergänzt mit einer herrlich dreckigen Bluesharp-Einlagen, mächtig Drive produzierendes Drumming, pulsierende Bassläufe und der raue, Whiskey-resistende Gesangsstil lassen immer wieder Reminiszensen an die frühen ZZ Top, an die Four Horsemen, aber auch an die frühen Aerosmith, Captain Beefheart, Blackfoot oder gar Howlin' Wolf aufkommen. Und doch gibt es kaum ein vergleichbares Feuerwerk, wie das dieser Truppe! Sie sind nicht nur roh, wild und laut, sondern verfügen zudem über eine jederzeit spürbare, ausgeprägte musikalische Kompetenz und spielerische Klasse! Dreckige, shuffelige, massive Blues-Boogie-Rhythmen und -Licks bohren sich gleich bei der ersten Hammer-Nummer, dem Titelstück "The mystery spot", gnadenlos und ohne jede Chance zur Gegenwehr in Mark und Bein des Zuhörers! Wie aus einem Guß nagelt uns dieser mächtig brodelnde Gitarren-/Harp-Wall an die Wand! Und Gitarrist Brad Coffin fegt mit einem dermaßen glühenden Giatrrensolo durch den Song, daß einem Hören und Sehen vergeht! Irre, man ist quasi schon nach dem ersten Stück "erledigt", doch jetzt geht's erst richtig los! In bester, dreckiger Art der frühen ZZ Top begegnen sie uns mit dem rauen, direkten, mächtig dampfenden Riff-Bluesrocker "Ten-cent dynamite", der seinem Namen wahrlich alle Ehre macht. Welch eine Power! Dennoch, durch all dieses "Gitarren-Dynamit" zieht sich eine gut hängen bleibende Melodik! Es folgt der von einem gewaltigen Slide-Gewitter und peitschenden Basslinien bis an den Sidepunkt nach vorn getriebene Kracher "Call me down", während zumindestens die wunderbar swampige, von schwüler Acoustc-Slide begleitete Einleitung zu "Of ditch diggers and drowning men" für kurzzeitige Erholung sorgt, ehe auch bei diesem Stück nach ca. einer Minute ein mitreißender, lupenreiner Southernrock-"Thunderstorm" losbricht, dem nichts stand zu halten scheint. Enthält ein großartiges, furioses Slide-Solo! Überragend auch der Vollgas-Southern-Boogie-Blues-Hammer "Feed that train", ein wahrer, von tollem, röhrendem Gesang und stürmischen Gitarren-/Harp-Attacken begleiteter, gnadenloser "Höllenritt" (wer bei dieser Mucke nicht mit den entsprechenden Körperteilen mitrockt, wer da nicht aus sich raus geht, der ist definitiv nicht mehr therapierbar...), sowie der herrliche, einmal mehr an ZZ Top erinnernde, massive, von einem fetten Gitarren Riff-Wall und erneut einer dreckigen Harp getragene, intensive Bluesrock-Fetzer "Keep your prize"! Five Horse Johnson lassen nichts anbrennen und hinterlassen einen stärkeren Eindruck als je zuvor! Das ist der Southern-verwurzelte, straighte, "rattenscharfe", harte "ass-kickin'" Rock-/Blues-/Boogie-Dreck aus dem die Träume sind! Großartig! Und vergeßt nicht, um die Freude zu vollenden und die Nachbarn zu verjagen, den Lautstärkeregler in die richtige Position zu bringen...

Art-Nr.: 4049
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The mystery spot
Ten-cent dynamite
Of ditch diggers and drowning men
Feed that train
Keep your prize

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Foster, Radney - this world we live in [2006]
Vier Jahre sind bereits wieder ins Land gezogen, seitdem uns die eine Hälfte des einst in Nashville so erfolgreichen Duos Foster & Lloyd mit dem tollen "Another Way To Go" so begeistert hatte. Untätig war ein Mann dieses musikalischen Formates in der jüngeren Vergangenheit allerdings nicht. So produzierte er beispielsweise die Randy Rodgers Band, schrieb Songs für Größen wie u. a. Keith Urban, die Dixie Chicks oder Kenny Chesney, und, und, und! Hier ist sie nun endlich, die neue, einmal mehr ganz hervorragende Scheibe des ohne Zweifel zu den besten texanischen Songwritern zählenden Radney Foster: Wunderbarer, rootsiger Texas-Country/Alternate Country/Countryrock/Americana vom Allerfeinsten mit einem tollen, schön trockenen, auf den Punkt genau produzierten, angerauten, "gritty" Sound! Zehn neue Stücke, alle aus seiner Feder, zum Teil in Kooperation mit exzellenten Co-Writern, wie Blue Dogs-Frontmann Bobby Houck, Jack Ingram oder Darrell Brown, mit dem er sich auch die Produktionsarbeit teilte. Bediente er sich bei seiner letzten Scheibe noch einer Menge Begleitmusiker aus dem schier unerschöpflichen "Nashville-Pool", so versammelte er diesmal eine tolle, namhafte Band langjähriger Freunde um sich, wie Drummer Charlie Drayton und
den "alten" Westcoast-Haudegen Waddy Wachtel (Linda Ronstadt; Warren Zevon, James Taylor, John David Souther, Ronin, Bob Dylan) an der E-Gitarre (beide haben schon auf Keith Richard’s Solo-Alben zusammen gearbeitet), Session Bass-Veteran Bob Glaub (u.a. Jackson Browne) und dem Keyboarder Rami Jaffe, vielen sicher nicht nur als Mitglied der Wallflowers ein Begriff. Mit an Bord sind auch wieder der starke Slide-Gitarrist Mike McAdam und ein weiterer Klassemann an der E-Gitarre, Adam Shoenveld, der etatmäßig bei Big & Rich die Saiten bedient. Und um es nochmal klar herauszustellen: Radney Foster ist schlichtweg wieder ein Sahneteil gelungen. Dem leicht Stones-infizierten, Slide-angerockten, rootsigen, trockenen "Drunk On Love" folgt mit "Sweet And Wild" ein wunderbar melodischer Americana-Midtemposong. Bei beiden Songs glänzt neben der starken instrumentellen Umsetzung Sarah Buxton mit ihrer klasse Stimme im Background, die gegen Ende der Stücke mit in den Vordergrund tritt. Die Ballade "The Kindness Of Strangers" lebt von Foster’s starker Akustikgitarrenarbeit, toller atmosphärischer Cello-Untermalung und einem bewegend geschriebenem und gesungenem Text. Ganz große Klasse! Der anschließende, exzellente, forsche Retro Country-Rocker "Big Idea" (erinnert stark an alte Foster & Lloyd-Hits) reißt einen regelrecht aus der poetischen Welt des Vorsongs, und bildet den gelungenen Vorläufer zum Center-Song des Gesamtalbum’s, "Half Of My Mistakes". Was für eine herrliche Melodie! Auch hier wieder ein toller Text, der Menschen dazu ermutigt, viele Dinge im Leben einfach zu riskieren, auch wenn mal etwas schief laufen sollte. Der Lerneffekt und viele positive Dinge, die sich trotzdem daraus entwickeln, sind laut Foster nicht zu unterschätzen. Den gleichen Song hat vor geraumer Zeit fast ebenso gut Jace Everett auf seinem Erstling, allerdings etwas mainstreamiger, interpretiert. Bei Radney Foster wirkt das Stück etwas kantiger, zurückhaltender und einen Schuss introvertierter. Starke Slide-Arbeit hier vom bereits erwähnten Mike McAdam. "New Zip Code" (mehr balladesk) und "Prove Me Right" (wäre auch durchaus von der Randy Rogers Band oder Chris Knight coverbar) liefern wieder etwas leichter verdauliche, überaus melodische Gute Laune-Kost, letzteres in durchaus Nashville-kompatibler, radiotauglicher, wenn auch leicht rootsiger Country-Manier, voller Hooklines, die ein wenig an Radney’s Frühwerke erinnern. Stark hier die angenehmen Fiddle-Fills. Eine weitere "Killer"-Ballade folgt mit "Fools That Dream". Im Background diesmal die zauberhafte Kim Richey, die auch beim Vorgänger schon ihre Stimme zur Verfügung gestellt hat. Zum Abschluss folgt dann noch mal ein herrlich locker dahinfließender, super-melodischer Alternate Country-/Roots-/Americana-Song, den Foster zusammen mit Jack Ingram komponiert hat. Neben dem eingängigen Rhythmus und den lässigen Drums stechen hier die immer wieder eingestreuten und punktgenauen Stratocaster- und Slide-Fills im harmonischen Wechselspiel heraus. Klasse Orgelarbeit auch vom Rami Jaffe. Das Stück hält einen noch Minuten nach Ende der CD regelrecht gefangen. Ein würdiger Abschluss eines wieder einmal großen Albums! "This World We Live In" etabliert und festigt Radney Foster's Platz in die Riege der heutigen, wichtigen, ganz großen texanischen Singer-Songwriter im Country-/Americana-Bereich nachhaltig. Durch und durch beeindruckende und fesselnde Musik! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4063
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Big idea
New zip code
Prove me right
Fools that dream
Never gonna fly

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Gov't Mule - high & mighty [2006]
Schon im Vorfeld der Veröffentlichung des neuen Gov't Mule-Albums "High & mighty" hörte man über dieses Werk endlose Lobeshymnen und reihenweise Aussagen wie "bestes Gov't Mule-Album aller Zeiten". Klar, da wächst bei dem geneigten "Mule"-Fan die Spannung, denn man traut dieser Band bei jedem Release Großes zu. Doch es machten sich sicher auch vereinzelt Zweifel bezüglich solch vermeintlich übertriebener Anpreisungen breit. Das kann doch kaum möglich sein, wird vielleicht der ein oder andere gedacht haben, vor allem Dingen, wenn man die Masse der hochkarätigen Outputs aus der Vergangenheit der Band in Betracht zieht. Da fragt man sich schon mal, wie denn das alles noch zu toppen sein soll...! Alle Spekulationen haben ein Ende - und Leute, ob Ihr's glaubt oder nicht, es hat   funktioniert - die Band hat sich tatsächlich noch einmal selbst übertroffen! "High & mighty" ist schlichtweg ein Meisterwerk, ein Meilenstein zeitloser Rockmusik! Diesmal überwiegend aufgenommen in Willie Nelson's "Pedernales Studios" in Austin/Texas (lediglich 2 Tracks entstanden in den "Water Music Studios" von Hoboken/New Jersey) unter der produktionstechnischen Regie des alten Big Sugar-Kempen Gordie Johnson (in Zusammenarbeit mit Warren Haynes), entstand ein Album, das das musikalische Zusammenwirken in der Band, das blinde, grenzenlose Spielverständnis, ihren Spirit, ihre scheinbar unerschöpfliche Kreativität besser zum Ausdruck bringt als je zuvor! Das ist pure Magie! Trotz aller Härte und Intensität ist ein wunderbarer, fast schon warmer, atmosphärisch dichter, sehr kompakter Bandsound entstanden, dem Warren Haynes (sämtliche Songs stammen allein aus seiner Feder) mit seinem fantastischen Gesang, seinem "überirdischen" Gitarrenspiel, ja seiner ganzen Präsenz zwar nach wie vor die prägnantesten Indikatoren verleiht, der aber in dieser Quartettbesezung eine Fülle und Transparenz entwickelt, die man nicht mehr missen möchte. Vor allem Danny Louis an den Tasteninstrumenten ist die ideale Ergänzung! Insgesamt darf man "High & mighty" wohl auch als das bislang gefälligste und eingängigste Album Gov't Mule's bezeichnen. Nie wurde soviel Wert auf Melodik gelegt, was schlußendlich in einer hinreißenden Kombination aus vom Konsumenten jederzeit hervorragend zu verarbeitenden, handfesten, powernden, immens druckvollen, satten, sehr direkten (Retro)Rock-Strukturen und prächtigen Jammings aus herrlichen, ausgedehnten Instrumental-Passagen voller grandioser Gitarrensoli resultierte - alles gewürzt mit wohl dosierten Zutaten aus Southern, Soul, Gospel, Jazz, Psychedelic, sogar Reggae und vor allen Dingen dem Blues! Gleich zu Beginn des Albums glaubt man seinen Ohren nicht zu trauen! "Mr. High & Mighty" heißt der Opener, ein "Hammer", wie er im Buche steht, der mit Sicherheit einmal als einer der ganz großen Klassiker in die Historie der Band eingehen wird, ja eingehen muß! Krachende, fette Riffs und Drums brechen los wie bei einer verschärften Ausgabe der legendären Free, Bad Company, Led Zeppelin und Mountain zusammen, Haynes singt mit einer geradezu entfesselten Intensität, dazu ab der zweiten Strophe ein bravouröser Hammond-Background. ein dezentes Southern-Flair schleicht sich ein - und es rockt mit einer Kraft und Power, als gäbe es kein Morgen mehr! Irre stark! Klar, daß der Magier gleich ein paar furiose, weltmeisterliche, glühende Gitarrenläufe "aus dem Ärmel" zaubert - jammig, bluesig, umwerfend! Ein 5 1/2-Minuten-Auftakt, der den seeligen Mule-Fan gleich in einen traumatischen Zustand der Glückseeligkeit versetzt! Doch Leute, versprochen: Die kompletten, gut 72 Minuten dieses Albums halten dieses Niveau! Verrückt! Ob der gewaltig kochende, krachende Riff-Bluesrocker "Brand new angel" mit seinen elektrisierenden, dreckigen Keyboard-Ausflügen, den massiven, trockenen Rhythmen, und den Starkstrom-artigen (Wah Wah)Gitarren-Attacken, das dezent psychedelisch angehauchte, ungemein melodische, von toller Percussion begleitete "So weak, so strong", der überschäumende Volldampf-Southern-Boogie-Rocker "Streamline woman" mit seinem mächtigen Drive, das traumhafte "Child of the earth", das von einem prägnanten, überaus gelungenen Reggae-Rhythmus und einem famosen, leicht psychedelisch anmutendem Reggae-/Blues-Jamming bestimmte "Unring the bell" (klasse Riffs, tolle Hammond Orgel), die hinreißende, von viel Allman Brothers-Flair und einer ordentlichen Portion Southern-Gospel-Soul geprägte Ballade "Million miles from yesterday" (herrlich inspirierte, weiblicher Background-Gesang der sogenannten "Mighty Mighties" um die großartige Ruthie Foster), den kochenden Slide-getränkten, Zeppelin-lastigen Bluesrocker "Brighter days", usw., Warren Haynes, Matt Abts, Andy Hess und Danny Louis sind nicht zu bremsen! "Das jetzige Line-Up ist jede Sekunde das aufregendste Ensemble, mit dem ich jemals gearbeitet habe," sagt Warren Haynes - und das kommt zu "jeder Sekunde" rüber! Die Rock-Welt liegt Gov't Mule zu Füßen! Und warum das so ist, dafür gibt es, neben ihren unwiderstehlichen Live-Auftritten, kein besseres Argument als dieses neue Album! Harter, klassischer (Blues)Rock mit Referenz-Charakter! Fesselnd! Packend!

Art-Nr.: 4331
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 11,90

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Grushecky, Joe - a good life [2006]
"Solid and heartfelt rust belt rock & roll" vom Feinsten! Absolut starke neue Scheibe des Mannes aus Pittsburgh, seit ewigen Zeiten einer der besten Kumpels von Bruce Springsteen. Doch nicht nur privat ist dies eine innige Freundschaft, nein der "Boss" schätzt Grushecky auch musikalisch, obwohl diesem der große kommerzielle Durchbruch stets verwährt blieb, über alle Maßen. Seit zig Jahren schreibt man zusammen Songs, tritt immer wieder im Raum von Pittsburgh und New Jersey zusammen auf, schreibt gemeinsame Songs und musiziert zusammen, wann immer Zeit dazu ist. Das alles ist völlig logisch, denn Grushecky's Musik klingt schon seit den Anfängen mit den Iron City Houserockers Ende der Siebziger fast wie eine Zweitausgabe von Bruce Springsteen und der E-Street Band (oder soll man sagen die Musik Springsteen's klingt nach Grushecky?...) Die beiden geben sich wohl nichts in ihren Qualitäten, doch der "Boss" hat's eben geschafft. Doch Grushecky produziert immer wieder großartige Alben, und sein neues, "A good life", ist ganz sicher eines seiner besten! Ungemein knackiger, spritziger, erfrischender, viel Schwung und positive Stimmung verbreitender, auf prächtigem Songwriting basierender, satter, kraftvoller, das typische New Jersey-Flair, aber auch jede Menge rootsiges Heartland-Feeling ausstrahlender American Rock in allerbester Springsteen-Tradition (der "Boss" ist auf 4 Stücken mit am Start) voller klasse Melodien und straightem Drive! Geprägt ist das Material überwiegend von sehr transparenten, saftigen E-Gitarren. Keyboards hört man, und dann recht unaufdringlich, lediglich auf ein/zwei Songs! Ansonsten geben, auch bei den Balladen, die rockenden Gitarren den Ton an! Gleich zu Beginn knallt uns Grushecky eine herrlich krachende Version von "Code of silence" um die Ohren, das er vor einigen Jahren gemeinsam mit Bruce Springsteen schrieb, und für das der "Boss" in 2004 einen Grammy in der Kategorie "Best solo Rock performance" erhielt. Auch bei dieser Fassung ist Bruce dabei, spielt Lead Gitarre und teilt sich mit Joe den Gesang! Baut einen ordentlichen Druck auf und hat mächtig Power! Dazu wirkt die Nummer hier noch dreckiger! Das folgende "Is she's the one" ist ein traumhafter, knackiger, wunderbar schwungvoller, prächtig zum Mitsingen, -rocken, -wippen, -tanzen geeigneter, froh gelaunter Rocker, der auf wohl nahezu jedem E-Steet Band-Album eines Ehrenplatzes würdig wäre. Tolles Mundharmonika-Spiel von Grushecky, klasse Melodie - und Bruce ist abermals mit von der Partie! Die anschließende, großartige, genauso knackige, wie melodische Jersey-Rock-Ballade "Don't forget where you're coming from" verwöhnt uns mit einem tollen, satten E-Gitarren-Gewand, inklusive eines starken Solos von Grushecky, ehe mit dem Titelsong "A good life" noch so ein fröhlicher New Jersey-/Heartland-Rocker auf dem Programm steht. Geht sofort ins Ohr und bleibt prima hängen. Klasse Harmonie-Gesang von Springsteen. Man hat mal wieder den Eindruck, die E Street-Band habe den Song eingespielt. Klasse! So geht das munter weiter - das ganze Album macht richtig Spaß! Besonders erwähnenswert sind allerdings noch zwei herausragende Nummern, zum einen die 9 1/2-minütige, von einem mächtigen Gitarren-"Bombast" begleitete (enthält 3 ausgedehnte, fette Soli), epische Hymne "Safe at home" und der bewegende Bonustrack "Lake Pontchartrain", ein äußerst knackiger, von kantigem Drumming nach vorn getriebener, gleichzeitig sehr melodischer, mit rotzigen Riffs und tollem Harp-Spiel garnierter, prächtiger, dynamischer Rootsrocker - Grushecky's engagiertes Tribute an die Opfer des Hurricanes "Katrina"! Grushecky ist so etwas wie der "zweite Springsteen", was aber alles andere als negativ gemeint ist. Nicht umsonst gilt er, vor allen Dingen unter den "Hardcore Springsteen-Fans" als absolut anerkanntes Pendant zum "Boss", was sicher das größte Kompliment ist, welches ihm zuteil werden kann! Wahrlich ein klasse Album! Rock on, Joe!

Art-Nr.: 4487
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Is she the one
Don't forget where you're coming from
A good life
The other shoe
Safe at home
Lake Pontchartrain

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Ingram, Jack - live ~ wherever you are [2006]
Nächste bärenstarke Live-Scheibe von Jack Ingram, inklusive eines bei der "CMT-Outlaws"-Show 2005 aufgenommenen "Bonus"-Tracks sowie zweier brandneuer Studio-Stücke! Auch für diese Live-Dokumentation wählte Jack wieder einen texanischen, musikgeschichtsträchtigen Ort, die Gruene-Hall in New Braunfels! Während 2003 auf seiner Tour im Billy Bob’s/Texas der Fokus naturgemäß noch auf dem Material des damals aktuellen Albums "Electric" und der anschließenden Nachschlag-EP "Extra Volts" lag, konzentriert sich der mittlerweile schon mit Kultstatus bedachte Songwriter diesmal mehr auf Stücke aus seiner 1999iger "Hey You"-Schaffensphase, für manchen Ingram-Fan vielleicht sein bislang bestes Stuodiowerk. Die hier vorliegende, neue CD beginnt mit einer kurzen, schlicht gesprochenen Einleitung ("Hello"), in der Jack kurz das Konzept des neuen Werkes in unnachahmlichem Texas-Slang vorstellt, und schließlich zunächst mit dem ersten, der beiden neuen Studio-Tracks "Wherever you are"! Wunderschön die eingängige, locker ins Ohr fließende Melodie, dazu Ingram’s sanft-kratzige Stimme und das knackige, kraftvolle Arrangement! Der Texaner hat ja auch schon in geraumer Vorzeit immer wieder versucht, Brücken nach Nashville zu schlagen, was bei diesem Stück nicht nur durch den Produktionsort und die beteiligten Musiker untermauert wird und auch hervorragend gelingt. Dieser absolut radiotaugliche Song überzeugt zudem durch das starke Gitarrenspiel von Troy Lancaster und seine allerdings sehr unauffällig orientalisch anmutenden, Sitar-Untermalungen. Es folgt der zentrale Live-Part des Albums mit 10 Stücken aus der Gruene Hall: Rootsig, ursprünglich, zwanglos, staubig, wunderschön Americana-countryrockig! Und er startet direkt mit einem "Hey-You"-Dreier-Pack "in die Vollen"! Die herrlich melodische Nummer "I Would", in der Art und Weise, wie auch die Randy Rogers Band ihre Fans immer wieder zu begeistern weiß, gefolgt vom rhythmischen Uptempostück "How Many Days", sowie das mit gepflegten Steve-Earle-/Buddy Miller-Flair umhaftete "Work This Out" reißen das Auditorium zu Begeisterungsstürmen hin. Natürlich hat Jack seine ihn traditionell begleitende "Beat-Up Ford" Band um sich versammelt, die technisch brillant, druckvoll und sehr harmonisch zu agieren weiß. Man hat zwischendurch immer wieder den Eindruck, dass Gitarrist Jens Pinkernell großen Gefallen an alten Creedence-Clearwater-Revival-E-Riffs zu haben scheint, die er beim einen oder andern Solo immer wieder mal sporadisch in leicht abgewandelter Form einbringt, was hervorragend zum meist erdigen, rauen Soundgewand der Stücke passt. Seiner Vorliebe für Waylon Jennings-Cover zollt Jack dann beim honkytonk-trächtigen "Only Daddy That’ll Walk The Line" Tribut, inklusive starke "Klimper"-Leistung am Piano von Keyboarder Bukka Allen. Die balladeske, traumaft schöne Americana-Nummer "Biloxi", der rockige Footstomper "Mustang Run" und der fröhliche Country-Gröler "Happy Happy (Country Country)" sind dann die prächtigen Vorboten für den Kracher des Abends ("Barbie Doll"), das selbst so einem Anheizer wie Dan Baird und seinen Georgia Satellites in nichts nachsteht. Starke Vokalleistung von Jack, knackiges Instrumentieren seiner Band (inkl. tollen. Piano- und E-Gitarren-Soli), sowie ein Schlagabtausch mit dem gesangsfesten (und wohl auch trinkfesten) Publikum treiben die Atmosphäre auf den Siedepunkt. "Goodnight Moon" lässt das stimmungsgeladene Konzert dann lässig ausklingen. Ein weiteres, bereits zu Anfang angedeutetes Live-Bonbon folgt mit "Never Knocked Me Down" von der erwähnten, 2005er "CMT-Outlaws"-Show, welches nochmals unterstreicht, dass die Verbindung Ingram-Nashville durchaus, sofern er seine Roots-/Americana-Wurzeln nicht verliert, auch zukünftig als durchaus reizvolle Angelegenheit zu betrachten sein könnte. Atemberaubend hier das Zusammenspiel mit den Nashville Studiomusikergrößen, wie u. a. Paul Franklin, Shannon Forrest und dem furios agierenden Gitarrenhero Brent Mason, die auch live zeigen, wo die obere Messlatte des Instrumental-Könnens zu liegen scheint. Herrlich mit Jack harmonierend auch Danielle Peck im Background. Auch der abschließende Studiotrack "Love You" hat es in sich, ja ist nochmal ein richtiger Knüller: Dreckiger, Stones-/Dan Baird-riffiger, ungemein satter, rauer Country-Honkytonk-Rock mit dem kraftvollem Drumming eines Tommy Harden, klasse Fiddle-Fills von Joe Spivey, schönen Steeleinlagen von Mike Johnson, dem feinen "Geklimper" eines Mike Rojas und dem erneut sehr starken, satten, würzigen E-Gitarren-Spiel von Troy Lancaster. Das treibt die Vorfreude auf Ingram’s nächsten, hoffentlich bald kommenden Geniestreich im Studio bereits jetzt schon in die Höhe! "Live-Wherever You Are" ist ein weiteres Paradestück von Jack Ingram in Sachen Alternate-Country/Americana/Roots-/Red-Dirt-/Countryrock, egal wo man sich gerade befindet, ob in New Braunfels, Nashville oder auch im heimischen Wohnzimmer! Ein furioser Jahresauftakt 2006! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3900
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I would
Work this out
Biloxi
Barbie doll
Love you

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Knight, Chris - enough rope [2006]
"This record rocks a little harder", sagt Chris Knight über sein neues Werk, was zweifellos stimmt und was wir wohlwollend zur Kenntnis nehmen. Aber, und das ist das entscheidende: "Enough rope" zeigt den bgnadeten Singer/Singwriter aus dem entlegenen 200-Seelen Minen-Kaff Slaughters in Kentucky, wo er mit seiner Frau, seinen Kindern und "40 wooden acres" lebt, auf dem absoluten Zenit seines bisherigen Schaffens! Die Scheibe ist ein absoluter Knüller und auf dem besten Wege ein Meilenstein des Genres zu werden! Schlichtweg mitreißender, einen von der ersten bis zur letzten Sekunde nicht mehr los lassender, voller rauem Texas- und Heartland-Flair steckender, Gitarren dominierter Americana-/ Alternate Country-/ Rootsrock, dessen Charakteristika kurz und treffend mit folgenden, durchaus gegensätzlichen, sich aber in jeder Hinsicht vertragenden Schlagworten und Elementen beschreiben lassen: packend, erdig, emotional, kraftvoll, kantig, roh, dreckig, frisch, flüssig, harmonisch und traumhaft melodisch! Wie eine Mischung aus Steve Earle, John Mellencamp, John Hiatt und Lucinda Williams gelingt Knight der nahezu perfekte Spagat zwischen dreckigem Heartland-/Rootsrock und texanischem Americana/Alternate Country. Was für ein Sonmgwriting! Was wir hören, sind 13 wundervolle kleine "Blue collar"-Road-Trips, Dramen und Rock'n Roll-Storys "for the working people, their feelings and their land"! Herrliche Melodien mit wundervollen Arrangements aus harmonisch ineinander greifenden Instrumentallinien schrauben sich in unsere Ohren, auf der anderen Seite aber befällt einen immer wieder dieses Gefühl auch eine gewisse Portion trockenen Staub schlucken zu müssen. Eine großartige Kombination! Die Rhythmen sind, wie gesagt, zumeist ordentlich rockig. Vorangetrieben von oft puschendem Drumming dominieren vorwiegend alle Sorten von Gitarren: klasse Acoustic Riffs, raue, massive E-Gitarren, countryfizierte Baritone-Klänge, mächtig kochende und glühende Slide-Läufe, schöne Pedal Steel - einfach alles! Daziwschen immer mal wieder die unaufdringlichen Klänge einer Fiddle, einer Hammond Orgel, oder auch eines Banjos! Unter den beteiligten Musikern sind solch herausragende Artisten wie Kenny Greenberg, Pat Buchanan, Richard Bennett (E-Gitarre), Dan Dugmore (Steel, Lap Steel, Slide). Michael Rhodes (Bass), Greg Morrow (Drums), usw.! Produziert hat Gary Nicholson! Gleich das erste Stück, "Jack Blue", ist eine absolute Killer-Nummer: Wie eine faszinierende Synthese aus Steve Earle und John Mellencamp, dazu würzig raue Linien einer herrlich rootsig gespielten Lap-Slide Gitarre, zwischendrin scheinen unsere begeistert lauschenden Ohren gar einen dezent nach Johnny Cash klingenden Countryrhythmus zu erhaschen, prächtiger Drive, knackiges, trockenes Drumming, eine tolle Melodie - phänomenaler Americana-/Country-/Rootsrock der süchtig macht! Locker und flüssig sprudelt uns das folgende, wunderbare "Cry lonely" entgegen, eine, ein gewisses Western-/Wüsten-Flair, gleichzeitig aber auch sehr viel Frische versprühende, entspannte, dennoch knackig gespielte, twangy Country(rock)-Nummer mit einem dezenten Nashville-Feeling! Hat, so scheint es, irgendwie etwas von Gary Allan! Eine großartige Melodie paart sich mit feinen Steelguitar-Linien und sehr transparenten, vielschichtigen Gitarren! Ähnlich gelagert ist auch die klasse Midtempo-Nummer "Saved by love", ehe es Chris mit dem bärenstarken "River road" richtig krachen läßt. Diese Nummer "choogles like some bastard child of John Fogerty", heißt es dazu in einem US-Review- und das trifft es exakt! Ein ultra-dreckiger, von kantigem Drumming angetriebener, voller Power steckender, swampiger Uptempo Rootsrocker, der wie ein mächtig Staub aufwirbelnder Wüstensturm aus den Lautsprechern fegt! Ein sprödes, im Hintergrund agierendes Banjo und eine großartige Fiddle (Tammy Rogers-King), in Verbindung mit klasse Gitarrenriffs kennzeichnen die exzellente, deutlich an Steve Earle erinnernde Alternate Country-Nummer "Rural route", während wir mit dem folgenden "Dirt" bereits auf die nächste "Über-Nummer" zusteuern: Eine fast schon dramaturgisch und mit deutlichen Worten erzählte Story über den Abriß von "Grandpa's farm", um auf diesem gelobten Land "another stinking factory" zu erstellen. Das Ganze wird dargeboten in traumhaft arrangierter, dreckiger Rootsmucke aus glühender Electric Slide, rotziger Baritone E-Gitarre, feinen Acoustic-Riffs, überaus knackigen Drums, einer wiederum prächtigen Melodie und Knight's ungemein engagiertem, angerautem, erdigem Gesang! So geht das weiter, Highlight für Highlight! Ob der krachende, massive Rootsrock-Feger "Up from the hill" mit seinem tierischen Gitarren-Gewitter (klasse, wenn Knight ruft: "Rock & Roll driving wheel, down from the valley and up on the hill"...), der von hinreißender Steelguitar durchzogene und von wunderbaren Gitarren begleitete, rootsige, herrlich melodische Alternate Country-/Americana-Rocker "Old man", bis hin zu der finalen, semi-akustischen Singer/Songwriter-Ballade "Enough rope" - dem Mann gehen diese fantastischen Songs einfach nicht aus! Es gibt bislang nicht ein einziges schwaches Album von Chris Knight, doch mit "Enough rope" (das Booklet enthält alle Texte) setzt er nochmal einen drauf! Damit ist ihm ohne Zweifel sein bisheriges Meisterstück gelungen! Heartland-/Roots-/Alternate Country-/Americana-Rock mit Referenz-Charakter! Der Magie dieser Musik kann man sich zu keiner Sekunde entziehen! Brillant!

Art-Nr.: 4249
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Jack Blue
Cry lonely
River road
Dirt
Old man
To get back home

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Laidlaw - the foam box sessions [2006]
Yep! Da lacht das (Southern)Rock'n Roll-Herz! Die unter den Southern Rock-Freunden (viele zählen die Band sogar zum erweiterten Southern Rock-"Dunstkreis"), wie auch unter den Kennern erstklassiger, straighter, Gitarren dominierter American Rock-/Hardrock-Musik gleichermaßen hoch im Kurs stehemden Laidlaw, um den vorzüglichen Gitarristen und Songwriter Craig DeFalco, melden sich in der Szene mit einem "Paukenschlag" von Album (ihr drittes bis dato) mehr als eindrucksvoll zurück! Das Teil ist ein schlichtweg ein Knüller! Und das, obwohl sie mit dem dritten Album nicht nur den dritten Sänger präsentieren (doch was hat dieser Robbie Locke für eine großartige, erdige, fette Rock-Röhre), sondern "Leader" DeFalco seit dem letzten, ebenfalls sehr starken Album, auch die komplette Restmannschaft ausgetauscht hat. Neu an Bord des mittlerweile in Houston/Texas ansässigen Quintetts sind nun noch der zweite Gitarrist Brian Huffman (spielt so ziemlich alles, was 6 Saiten hat), Bassmann Eric Jarvis (der zwischendurch auch als dritter (!) Slidegitarrist in Erscheinung tritt) und Drummer Greg Hokanson - allesamt Meister ihres Fachs! Unglaublich, wie und wo Defalco stets solch exzellente Musiker für seine Truppe zusammentrommelt! Wie dem auch sei, es tut der Entwicklung und vor allen Dingen der Klasse der Band keinen Abbruch - im Gegenteil! Sie präsentieren sich in grandioser Verfassung! Härter, rauer und auch in Puncto Kraft im Vergleich zum Vorgänger von 2003 noch eine Schippe nachlegend, geht die Grundtendenz eher wieder zu den Roots des ersten Albums "First big picnic", wobei man stets, und auch das ist ein Markenzeichen von Laidlow, viel Wert auf eine hervorragende Melodik legt! In der Basis beeinflußt von Bands wie Lynyrd Skynyrd, Molly Hatchet, ZZ Top, Led Zeppelin und Bad Company (zuweilen finden sich auch Spuren straighter Klänge solcher Kollegen wie den Black Crowes oder den Screaming Cheetah Wheelies, läßt man mal deren Jam-Neigungen außen vor) entwickeln sie einen ungemein muskulösen, fleischigen, wunderbar direkt und erdig in Szene gesetzten, massiven und druckvollen Sound, der von Starproduzent Joe Hardy (u.a. ZZ Top, Steve Earle) perfekt auf den Punkt gebracht wurde. Kraftvolles, schön "krachendes" Drumming, antreibende Basslinien und die allgegenwärtigen massiven Riffs und kochenden, glühenden Läufe der beiden Gitarreros "knallen", im vollen "Rock-Saft" stehend, nur so aus den Lautsprecherboxen, daß es die helle Freude ist! Nach einem kurzen Intro (Radiosender-Durchlauf mit News) startet das Album mit dem flammenden Eröffnungs-Kracher "Revolution is coming", der wie eine, von einer klasse Melodie durchsetzten Kombination aus Led Zeppelin- und Black Crowes-Tugenden auf den begeisterten Zuhörer losbricht. Donnernder, prachtvoller, textlich sehr engagierter, Southern-fueled Riff-Hardrock mit "schneidenden", fetten Gitarrenlicks und viel Biß! Der gelungene Tempowechsel gegen Ende des Stückes intesiviert noch einmal den Drive und die eh schon mächtige Power! Große Klasse! Wie auch der herrliche, von swampiger Acoustic Slide und gut Gas gebenden Drums stilecht eingeleitete, fulminante, satte Southern-Heartland-Rocker "Let your love light shine", der einerseits vor Kraft nur so strotzt, andererseits aber runter geht wie Öl! Schon in den Textzeilen attestieren sie ihre allseits bekannte Liebe zu Lynyrd Skynyrd mit Textzeilen wie "I got Skynyrd on the radio, playing my favorite song", doch die gesamte Nummer demonstriert nachhaltig, warum die Band in Southern-Kreisen so geschätzt wird. Ein tolles Arrangement, eine großartige Melodie und ein prachtvolles, kochendes Gitarrensolo im Break lassen die Herzen der Fans höher schlagen. Apropos Lynyrd Skynyrd: Präsentierte Gitarrist Craig DeFalco auf dem vorangegangenen Album durch die Aneinanderreihung jeder Menge Skynyrd-Songtitel noch eine Hommage an Ronnie van Zant und seine Freunde, so tut er gleiches diesmal mit einem ebenso gelungenen Tribut an Led Zeppelin! "Swan song" heißt die Nummer, deren Text ausschließlich aus Zeppelin-Titeln zusammengebastelt wurde. Kommt in einem tollen, massiven Gewand aus typischen Zeppelin-Riffs und -Linien, wie man sie in etwa zur "Houses of the holy"-Phase gehört hat! Voller Kraft und kerniger Riffs, mit einem ordentlichen Druck dahinter, feuern sie uns anschließend das großartige, massive "War machine" entgegen (tolle Wah Wah-Klänge im Hintergrund), das genauso satt und "saftig" klingt, wie die beiden wunderbaren, herrlich ins Ohr gehenden, straighten Riff-/Rock-Knaller "Sunshine woman" und das nicht minder abgehende "Nascar superstar"! Wie es der Titel schon vermuten läßt: Hier läuft der Motor auf Hochtouren und der "Asphalt glüht"! Tolle Slide-Gitarren, klasse Southern Rock-Feeling! Eine absolute "Hammer"-Nummer hören wir mit dem bärenstarken "Austin City Wendy": Krachender, herrlich Blues-getränkter (tolle Bluesharp), mit ungemein satten Riffs, treibendem Bass und donnernden Drums ausgestatteter, rauer, aber melodischer Power Southern-Rock voller Groove, pulsierender Schwüle und grandiosen, glühenden Twin-Slideguitar-Läufen, daß es nur so kocht! Super! Aus ähnlichem Holz besteht das nicht minder starke, druckvolle "Down so long" mit seiner abermals hervorragenden Melodie, den dreckigen Wah Wah-Riffs und seinem überaus abwechslungsreichen Arrangement. Lediglich zwei Nummern kommen etwas balladesker, ohne jedoch an entscheidender Power einzubüßen: Der wunderschöne, entspannt flockige, sich nachhaltig in den Gehörgängen festsetzende Melodic Hardrocker "Are you living your dream" mit seinem klasse Gitarrensolo in der Mitte und das gefühlvolle "A little time", mit dem sie dieses exzellente Album abschließen! Verrückt, auch Laidlaw zählen zu den Bands, bei denen man sich immer wieder kopfschüttelnd wundert, daß die großen Plattenbosse noch nicht auf sie aufmerksam geworden sind. Statt dessen "tüftelt" vor allen Dingen Craig DeFalco weiterhin eher im "Rock'n Roll-Niemandsland" an der Karriere seines Kindes "Laidlaw", vertreiben sie ihre famosen Alben weiterhin höchst selbst - und das, wo sie mit einer solchen Klasse und Professionalität auftreten, die so manchem etablierten Act deutlich in seine Schranken verweist! Uns kann's egal sein, wir freuen uns immer wieder über jeden neuen Knüller, den uns die Jungs präsentieren. Und wir erwähnten es bereits eingangs: Ein "Knüller" ist "The Foam Box Sessions" ohne "Wenn und Aber"! Voll im Saft stehender, fetter Southern-rooted Hardrock vom Allerfeinsten! Play it loud!

Art-Nr.: 4247
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Let your love light shine
War machine
Austin City Wendy
Nascar superstar
Are you living your dream
Down so long

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Los Lonely Boys - sacred [2006]
Beeindruckend! Der nächste Streich der Garzas! Dampfender, voller Seele steckender, temperamentvoller Texas Blues-/Roots-/Groove-Rock, der einem das Blut in den Adern zum Kochen bringt! Sie machen exakt da weiter, wo sie mit ihrem Debut aufgehört haben, halten dieses Niveau mit geradezu beängstigender Souveränität, ja steigern sich fast noch einmal! Ihre Fans, und die, die sie jetzt hoffentlich endlich entdecken werden, werden rundum begeistert sein! Wie keine andere Band weit und breit, vereinen die Los Lonely Boys (Henry Garza: Gitarre, Harmonica, Gesang; Jojo Garza: Bass, Piano, Gesang; Ringo Garza: Drums, Gesang) Elemente von Roots und Tex-Mex, über Southern, Country, Latin, Soul, hin zu Jam, Groove, Blues und Rock, würzen das Ganze mit einer ordentlich "scharfen", ihren mexikansichen Wurzeln entsprechenden, Portion "Pfeffer", und fabrizieren damit ein dermaßen feuriges Menü, daß einem schon ein bißchen "heiß" werden kann! Ganz groß! Weiteres Plus: Die Songs stecken trotz aller Würze voller großartiger Melodien! "Mit "Heaven" aus ihrem 2004er-Debut-Album hatten sie einen "Monster"-Hit, der einen Grammy gewann. Auch das neue Album steckt wieder voller Nummern, die nicht nur die Veranlagung für ausgedehnte Live-Jammings haben, sondern auch voller radiotauglichem Hit-Potential stecken. Diesen schmalen Grat treffen die Los Lonely Boys perfekt! Die musikalische Qualität ist wieder bestechend! Henry Garza's Gitarrenkünste sind der Hammer. Sein großes Vorbild, Stevie Ray Vaughan, wäre sicher begeistert, ihn zu hören! Das amerikanische "Guitar World Magazine" wählte ihn dementsprechend völlig verdient zum "Breakthrough artist of the year 2005! Klasse auch diese unglaubliche Rhythmik, die die anderen beiden Garzas fabrizieren. Da kann man gar nicht ruhig bleiben. Dazu hören wir allerbeste Gesangsharmonien! Ein paar Highlights dieses großartigen Werkes: "My way", der Opener - ein massiver, kochender, von mächtigen Stevie Ray-like Riffs dominierter, dynamischer Groove-Shuffle-Bluesrocker mit dezentem Latino-Feuer und ein paar satten, das Feuer noch mal zusätzlich anheizenden, gut hinein passenden Bläsersätzen und einem höllischen, furiosen Gitarrensolo von Henry; "Órale" - von einer feinen Melodie und einem gepflegten, würzigen Mexican-Flair geprägter, wieder auf einem herrlichen Groove basierender Texas-Rootsrock mit toller Percussion, klasse Orgel-Ergänzungen (Mike Finnegan) und ungemein virtuosen, glühenden Gitarrenlinien; "Diamonds" - traumhafte Allman Brothers-like Twin-Leads erzeugen eine wunderbare Synthese aus groovigem Texas Border-Rock und einem tollen, lockeren Southern-Flair, dazu eine großartige Melodie und wieder ein wunderbar spielfreudiges Gitarrensolo von Henry; "Oye Mamacita" - brodelnder Texas Bluesrock voller Biß, mit einem feurigen Border-Feeling, viel Jam-Veranlagung und kochenden Wah Wah-Ritten; "I never met a woman" - ein herrlicher,entspannter, dennoch sehr würziger, mexikanisch angehauchter Slow-Blues mit großartiger Rhythmik und tollen Gitarrenlinien; "Outlaws" - ein von Hendrix-like Gitarrenlicks eingeleiteter, bestens dem Songtitel entsprechender, satter Outlaw-Roots-Southern-Country-Rocker (Gäste hier: ihr Mentor Willie Nelson, der sie schon vor langer Zeit als Texas' beste neue Band bezeichnete und Wet Willie's Jimmy Hall an der Harmonica), wie ihn die gestandenen Southernrocker der ersten Kategorie oder die Texas Red Dirt-Countryrockelite auch nicht besser hinbekommt (im Gegenteil); usw., usw.! Was für eine Musikalität! Mit diesem famosen Album werden sie ihr ohnehin schon ungewöhnlich hohes Standing, das sie gleichermaßen bei Fans, Kritikern und Msuikerkollegen einnehmen, noch einmal nachhaltig fundamentieren! Packender, kochender, jammiger, aber durchaus melodischer und auch Radio-tauglicher (zumindestens in den Staaten) "Tejano"-Blues-/Roots-/Groove-Rock in einer Einzigartigkeit, die nur die Los Lonely Boys fertigbringen! Wenn da nicht, und das tut der Popularität unserer geliebten rootsigen, bluesigen, jammigen Musik so gut, nicht der nächste Grammy rausspringt...

Art-Nr.: 4342
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Miller Band, Steve - fly like an eagle ~ 30th anniversary special limited edition [2006]
Special limited 30th anniversary edition CD/DVD-Set! Überaus edel aufgemachte und vom Inhalt her sehr üppige Jubiläums-Ausgabe zum 30-jährigen Jubiläum dieses legendären Rock-Klassikers aus dem Jahre 1976! Inhalt: Zunächst gibt's das "normale" Album in einem fantastischen, remasterten Sound (so gut hat das Teil wirklich noch nie geklungen),dazu 3 bislang unveröffentlichte Bonus-Tracks (eine interessante, völlig anders klingende, sehr frühe 1973iger Version von "Fly like an eagle", eine etwas zurückhaltendere, ruhigere, starke Fassung von "Rock'n me", sowie eine herrliche Kombination aus "Take the money and run" und "The joker", aus der Steve Miller einen vollkommen neue, lustige Kreation mit dem Titel "Take the koker and run" geschaffen hat)! Dann die DVD - und die ist der Hammer! Ein in der aktuellen Besetzung der Steve Miller Band (Norton Buffalo - harmonica, percussion, vocals; Joseph Wooten - leyboards; Gordy Knudtson - Drums; Kenny Lee Lewis - guitar, Billy Peterson - bass) mitgeschnittenes, grandioses Live-Konzert vom Oktober 2005 aus dem Shoreline Amphitheatre von Mountain View in der Nähe von San Francisco/California! Nicht nur, dass sich die Band auch heute noch (und mit dieser Besetzung) in allerbester Verfassung präsentiert und einen ungemein variablen Set, sowohl gespickt mit Hits, als auch auch mit seltenen, den Roots von Steve sehr nahe kommenden Blues-Nummern (z.B. eine starke Fassung von Freddie King's "I'm tore down") präsentiert, nein, man hat auch gleich noch ein paar hochkarätige Gäste mit an Bord, die das Konzert nachhaltig mitgestalten und es zu etwas ganz Besonderem werden lassen: George Thorogood und Gitarren-Magier Joe Satriani sind bei etlichen Stücken dabei! Ein absoluter Höhepunkt der Show ist beispielsweise die grandiose, 20-minütige Version von "Fly like an eagle" voller ellenlager, bärenstarker, wechselseitiger Gitarrenausflüge Miller's und vor allem Joe Satriani's! Die komplette Setlist des Konzertes: 1. Swingtown, 2. Fine True Love, 3. Abracadabra, 4. Dance Dance Dance, 5. Wild Mountain Honey, 6. Nature Boy, 7. Mercury Blues, 8. The Stake, 9. Shu ba da du ma ma ma ma, 10. I Love The Life I Live, I Live The Life I Love, 11. Got Love If You Want It, 12. Gangster of Love, 13. All Your Love (I Miss Loving), 14. I'm Tore Down, 15. Slow Blues, 16. Crossroads, 17. Fly Like An Eagle, 18. Take the Money and Run, 19. Rock'n Me, 20. Jungle Love, 21. The Joker, 22. Serenade! Als Bonus gibt es noch einen halbstündigen Dokumentarfilm über Steve Miller mit Interviews und historischen Filmausschnitten! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar! Prachtvolle Aufmachung im 3-fach Digipack mit goldener Prägeschrift und einem 16-seitigen Booklet! Tolles Jubiläums-Package eines großen Rock-Klassikers!

Art-Nr.: 4320
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 22,90

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