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38 Special - a wild-eyed christmas night [2001]
Nun ja, letztes Jahr Skynyrd, dieses Jahr 38 Special! Es weihnachtet im amerikanischen Süden! Nun wird der geneigte Southernrock-Fan und 38 Special-Anhänger sicher wieder sehr skeptisch an die Sache herangehen. Das ist zum Teil auch berechtigt, doch man darf eines nicht vergessen: es ist halt ein Weihnachts-Album! So zollen auch 38 Special musikalisch diesem Fest Tribut. Da darf man mit keinem epochalen neuen Meisterwerk rechnen, sondern muß seine Erwartungen etwas herunterschrauben. Und siehe da, mit ein wenig Toleranz wird man zu der Erkenntnis kommen: "ist ja gar nicht sooo übel"! Natürlich gibt es auch ein paar triefende und kitschige "Schmonzetten", doch die Jungs verzichten dabei zum Glück auf überladene Streichorchester. Und man glaubt es kaum: dann wird auch mal ordentlich gerockt! Donie van Zant, Don Barnes & Kollegen lassen's auch zu Weihnachten mal richtig krachen! Produktion und Sound sind schön satt! Man hört die typischen 38 Special-Gitarren. Musikalisch bewegen sich 38 Special mittlerweile wieder in etwa da, wo sie sich in den Achtzigern während ihrer erfolgreichsten Phase befanden. Satter, southern-eingefarbter Rock/Rock-Pop mit Mainstream-Charakter ala "Wild-eyed southern boys"! Die Verwandschaft beim Albumtitel paßt schon! Los geht die Weihnachtsfeier mit einer poppig, rockigen Version des "Jingle bell rock", über die Ballade "Here comes Santa Claus" und ihre Version vom "Little drummer boy". Doch dann kommt die erste Eigenkomposition und gleich wird's besser! "Hallelujah, it's Christmas" ist ein richtig guter, losgehender, sehr melodiöser Rocker mit feinen Gitarren und Power in bestem "Caught up in you"-Stil. Nach einer weiteren Schnulze setzen sie gar mit dem Titelstück noch einen drauf. Rotierende, treibende Drums, erst trockenes E-Piano, dann schönes Boogie-Geklimper, röhrende Slidegitarre, satte E-Gitarre, viel Drive und ordentliches Southernflair. Eines der besten 38 Special-Stücke seit ewigen Zeiten. Das ist wirklich eine "Wild-eyed Christmas"-Party im Southern-Style. Das weckt berechtigte Hoffnungen auf gutes Material eines möglicherweise bald kommenden "normalen" neuen Studioalbums. Neben weiteren weihnachtlichen Balladen, liefern sie dann mit "Santa Claus is back in town" auch noch einen gefühlvollen, fetten Bluesrock-Titel ab. Leider bleibt uns aber auch die "O holy night" nicht erspart! Das Bemühen eine wilde Weihnacht zu feiern ist immer spürbar. Also, es ist Weihnachten im Süden - und auch im Süden gibt's Clichès. Diesem Anlaß angemessen sei das erlaubt, und unter diesem Aspekt betrachtet ist das Album okay!

Art-Nr.: 1341
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Black Crowes, The - freak 'n' roll... into the fog ~ live 2005 [2006]
2 CD-Set! Jetzt endlich auch auf CD (vor einem halben Jahr bereits als DVD erschienen): Bärenstarker Konzertmitschnitt der Black Crowes von ihrer vielumjubelten Reunion-Tour! Aufgenommen wurde das Spektakel im Rahmen von 5 Konzerten zwischen dem 5. und 10. August 2005 im altehrwürdigen Fillmore West von San Francisco/California! Als sich die Black Crowes im April 2005 in der Besetzung Chris Robinson (Gesang, Harmonica), Rich Robinson (Gitarre), Marc Ford (Gitarre), Eddie Hawrysch (Keyboards), Sven Pipien (Bass) und Steve Gorman (Drums) wieder "zusammenrauften" und zu den ersten Konzerten aufbrachen, ahnte man zunächst noch nicht, was da auf einen zukommen würde: Die Tour schlug ein wie eine Bombe! Es waren die wohl besten Black Crowes, die es je gab! Und die Tournee-Daten wurde pausenlos um neue Termine ergänzt! Band und Fans hatten gleichermaßen Spaß und es entwickelte sich eine Tour, die die Black Crowes, sowohl bei den Kritikern, als auch bei ihren Anhängern auf ein neues "All Time High" hievte - völlig zu Recht! Die Setlists waren abwechslungsreich wie nie! Jeden Abend andere Stücke, davon etliches unveröffentlicht und jede Menge höchst interessanter Coverversionen! Kochernder Rock'n Roll, und mittendrin jeweils ein kurzer Acoustic-Set! Spielfreude pur! Dreckiger, bluesiger, jammiger, southern-fueled Rock mit einer Power und Energie, daß man das "Knistern" und den "Druck" ihrer Performance noch im Musikzimmer spürt! Das Tracklisting: 1) (Only) Halfway To Everywhere, 2) Sting Me, 3) No Speak No Slave, 4) Soul Singing, 5) Welcome To The Goodtimes, 6) Jealous Again, 7) Space Captain, 8) My Morning Song, 9) Sunday Night Buttermilk Waltz, 10) Cursed Diamond, 11) She Talks To Angels, 12) Wiser Time, 13) Non Fiction, 14) Seeing Things, 15) Hard To Handle, 16) Let Me Share The Ride, 17) Mellow Down Easy, 18) Remedy, 19) The Night They Drove Ol’ Dixie Down (was für eine herrliche, rockige Coverversion dieses Klassikers)! Spielzeit: 135 Minuten! Sound: 1A!

Art-Nr.: 4463
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Buffett, Jimmy - live at wrigley field ~ 2 dvd-set [2006]
2 DVD-Set! Das "Labor Day Weekend" 2005 im legendären Stadion der "Chicago Cubs", dem Wrigley Field: Auf der Bühne stehen Jimmy Buffett und seine famose, 13-köpfige Coral Reefer Band (plus Tänzerinnen) und verwandeln die Arena zusammen mit Zigtausenden von Fans in ein riesiges, wunderbares, sonniges (das Wetter spielt auch noch mit), froh gelauntes Karibik-Hawaiian-Country-/Pop-/Rock-/Calypso-/Coconut Party-Areal! Was für eine Stimmung bei Publikum und Musikern. Sie stecken sich gegenseitig an, und es überträgt sich bis in unser Fernseh-Zimmer! Tolle Veröffentlichung dieses Events auf der nun vorliegenden Live Doppel-DVD! Wir sehen eine komplette Show mit 28 Songs und einer Gesamtspielzeit von rund 2 Stunden und 45 Minuten! Buffett gibt sich sehr kommunikativ und unterhaltsam. Zu fast jedem Song hat er etwas zu erzählen, macht Späßchen mit dem Publikum. Die Band (u.a. mit Mac McAnally, Doyle Grisham, Mike Utley und dem großartigen Gitarrist Peter Mayer - zudem als "special guest" Billy Payne von Little Feat) zeigt sich in blendender Verfassung! Die Chemie zwischen den Musikern untereinander und dem Publikum stimmt einfach, das kommt hundertprozentig rüber! Neben vielen Hits, wie "Changes in lattitudes, changes in attitudes", "Come Monday", "Last mango from Paris", "License to chill", "It's 5 O'clock somewhere" (sein gemeinsamer Hit mit Alan Jackson), "Volcano", "Cheesburger in paradise", "Son of a son of a sailor", "Fins" und natürlich "Margaritaville", präsentiert er auch seltenere Titel wie Hank Williams' "Hey good lookin'", "Woman going crazy on Caroline Street", Van Morrison's "Brown eyed girl", "Banana republics", "Why don't we get drunk", "Southern cross", Jerry Garcia's "Scarlet begonias", Arlo Guthrie's "City of New Orleans", und viele mehr! Zudem gibt's noch einiges an Bonusmaterial, wie beispielsweise den Film "Backstage with Jimmy" und zwei Songs vom anderen Tag der Show! Eine davon ist eine großartige Coverversion von Bruce Springsteen's "Glory days"! Herrlich, daß Jimmy Buffett endlich einmal eine seiner Shows komplett auf DVD gebannt hat und uns damit auch visuell die Stimmung seiner unverwechselbaren, von solch einem wundervollen, lebensfrohen Karibik-Flair beschwingten Konzerte mit nach Hause bringt! Schönes Digipack mit 12-seitigem Booklet! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Player abspielbar!

Art-Nr.: 4363
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 25,90

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Cash, Johnny - man in black: live in denmark 1971 ~ dvd [2006]
35 Jahre nachdem es stattgefunden hat, erscheint einmal mehr ein historisches, für Johnny Cash-Fans unverzichtbares Live-Dokument auf DVD! Großartig! Mit der hochkarätigen Band seiner eigenen U.S.-Fernsehshow "Johnny Cash", tourte er 1971, es war eine absolute Hochphase seiner außergewöhnlichen Karriere, auch durch Europa. Mit an Bord waren ebenso Carl Perkins, die Statler Brothers, June Carter und die Carter-Family (Mother Maybelle, Helen & Anita)! Während dieser Tour machte der ganze Tross u.a. Station in einem dänischen Fernsehstudio um für das dortige TV eine knapp einstündige Live-Performance aufzunehmen - und die gibt es jetzt auf dieser hervorragenden DVD! Stilgerecht mit Holz dekoriert, vor einer absolut überschaubaren Anzahl von Zuschauer, glänzten Johnny Cash und seine Band, inklusive der genannten Gäste, mit einem wunderbaren Konzert purer, mit den typischen Rockabilly-Anleihen und spirituellen Momenten angereicherter, feinster Country & Western-Musik! Das Track-Listing: 1.A Boy Names Sue, 2.Sunday Mornin' Comin' Down, 3.I Walk the Line, 4.Blue Suede Shoes (Carl Perkins), 5.Matchbox (Carl Perkins), 6.Me and Bobby McGee, 7.Guess Things Happen That Way, 8.Bed of Roses (Statler Brothers), 9.Flowers on the Wall (Statler Brothers), 10.Folsom Prison Blues, 11.Darlin' Companion (mit June Carter), 12.If I Were a Carpenter (mit June Carter), 13.Help Me Make It Through the Night, 14.Man in Black, 15.Introduction to the Carter Family, 16.A Song to Mama (Carter Family), 17.No Need to Worry (Johnny, Carter Family & Statlers), 18.Rock of Ages (Johnny, Carter Family & Statlers), 19.Children, Go Where I Send Thee (Johnny, Carl Perkins, Carter Family & Statlers)! Die Bild- und Klangqualität ist in Anbetracht des Alters der Aufnahme hervorragend! Johnny Cash live in der Blüte seiner Karriere - klasse! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar!

Art-Nr.: 4381
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 17,90

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Deadstring Brothers - starving winter report [2006]
Bisher hat man Detroit eigentlich immer mit dem Geräusch von röhrenden Motoren oder ziemlich lauter Rock-Musik in Verbindung gebracht. Seit 2001 hat sich dort allerdings eine Band formiert, die in der Americana-/Rootsrock-Szene für immer mehr Furore zu sorgen beginnt: Die Deadstring Brothers, bestehend aus Bandlleader und Songschreiber Kurt Marschke (Lead vocals, guitars, dobro & mandolin), E. Travis Harrett (Drums), Philip Skarich (Bass), Ross Westerbur (Piano, organ) und der hervorragenden Background-Sängerin Masha Marjieh (Harmony vocals, Percussion). So beurteilte das in amerikanischen Szenekreisen hoch angesehene "Paste"- Magazine ihre Debütwerk von 2003 als eine der besten Roots-Rock-CDs des Jahres. Mittlerweile haben sie mit ihrer Nachfolgescheibe "Starving Winter Report" sogar nochmal ordentlich nachgelegt. Den Deadstring Brothers ist ein kleines Meisterwerk mit zehn wunderbar ineinander greifenden Songs auf einem erstaunlich hohem Niveau gelungen. Nicht nur wegen der Stimmähnlichkeit des Sängers Kurt Marschke zu Mick Jagger wird die Band häufig mit den Rolling Stones zu ihren "Exile On Main Street"-Zeiten verglichen. Das passt schon, doch es ist weit mehr. Wohl niemand zuvor hat die Ruppigkeit der damaligen Stones-Ära mit der Country-Mentalität eines Gram parsons besser verbunden als die Deadstring Brothers. Ein wenig Flair von "The Band" oder gar Ryan Adams runden die Sache ab. Schon der Opener "Sacred Heart" hat den berühmten, Stones-trächtigen Sound mit unterschwelligem Honkytonk-Feeling, der am besten in Whiskey getränkter Luft und Nikotin verräuchter Atmosphäre genossen werden kann. Tolle Gitarrenriffs, eine klasse melodie, geht die Nummer prima ab! Hat vielleicht entfernt soagr etwas von Dan Baird und seinen Georgia Satellites! Ganz große Klasse sind auch die beiden einzigen balladesken Stücke des Albums, "Lights Go Out" (mit typischem Barroom-Flair) und das überragende, emotional kraftvolle "Blindfolded" mit ganz ausgezeichneten Vokalleistungen von Marschke und den schönen Harmoniegesängen von Mascha Marjieh. Die starken Pedal Steel-Einlagen von Gastmusiker Dale Dorsey vermitteln dabei eine äußerst angenehme Retro Countryrock-/Alternate Country-Note. Ganz überragend, trotz der allseits dominanten (aber keineswegs aufdringlichen) Präsenz des Bandchefs, ist Keyboarder Ross Westerbur (fast schon so etwas wie der heimliche "Star" des Albums), der mit unnachahmlichen und immer genau passenden Piano- und Orgeleinsätzen (teilweise sogar im Wechsel) dem eh schon erstklassigen Songmaterial das endgültige "gewisse Etwas" verpasst. Herrlich sein oft klimperndes Piano! "Toe The Line" und "Lonely Days" umgibt wieder ein Hauch von countryrockigem Retro-Flair, "Get Up Jake" (ein Cover von Robbie Robertson) und "All Over Now" huldigen in partytauglicher Weise einmal mehr die Stones, "’Til The Bleeding Stops" hat gar durchaus Southern-lastige Momente. Der einzige etwas aus dem Rahmen fallende, aber ebenfalls traumhaft gelungene Song, ist das großartige "Moonlight Only Knows", bei dem vollkommen akustisch, mit einem feinen Bluegrass-Flair musiziert wird: Kratzige Akustikgitarre, tolle Percussion-Arbeit, Mandoline, Dobro und eine, wiederum sehr starke, Gastvorstellung von David Mosher an der Fiddle, inklusive eines schönen Solos - Allternate Country-/Americana-Musik vom Feinsten! Das Album ist zudem noch ein echter "Grower". Je öfter man es hört, desto besser kommt es einem bei jedem weiteren Male vor - die Musik wächst! Ein absolutes Indiz für die hohe Qualität dieser Mucke! Diese höchst talentierte Gruppe hat sich dank intensiven Tourings in den Staaten, und auch in Europa (England, Niederlande), bereits einen prächtigen Namen in Insiderkreisen erarbeitet. Fest steht, dass "Starving Winter Report" in positiver Hinsicht dazu beitragen wird, dass sich ihr Bekanntheitsgrad in Zukunft noch erheblich steigern wird. Mit den Deadstring Brothers wächst etwas Großes im Americana-/Rootsrock-/Alternate Countryrock-Bereich heran. Ganz hervorragende Leistung! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4136
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Sacred heart
Toe the line
Get up Jake
Blindfolded
All over now

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Gov't Mule - high & mighty [2006]
Schon im Vorfeld der Veröffentlichung des neuen Gov't Mule-Albums "High & mighty" hörte man über dieses Werk endlose Lobeshymnen und reihenweise Aussagen wie "bestes Gov't Mule-Album aller Zeiten". Klar, da wächst bei dem geneigten "Mule"-Fan die Spannung, denn man traut dieser Band bei jedem Release Großes zu. Doch es machten sich sicher auch vereinzelt Zweifel bezüglich solch vermeintlich übertriebener Anpreisungen breit. Das kann doch kaum möglich sein, wird vielleicht der ein oder andere gedacht haben, vor allem Dingen, wenn man die Masse der hochkarätigen Outputs aus der Vergangenheit der Band in Betracht zieht. Da fragt man sich schon mal, wie denn das alles noch zu toppen sein soll...! Alle Spekulationen haben ein Ende - und Leute, ob Ihr's glaubt oder nicht, es hat   funktioniert - die Band hat sich tatsächlich noch einmal selbst übertroffen! "High & mighty" ist schlichtweg ein Meisterwerk, ein Meilenstein zeitloser Rockmusik! Diesmal überwiegend aufgenommen in Willie Nelson's "Pedernales Studios" in Austin/Texas (lediglich 2 Tracks entstanden in den "Water Music Studios" von Hoboken/New Jersey) unter der produktionstechnischen Regie des alten Big Sugar-Kempen Gordie Johnson (in Zusammenarbeit mit Warren Haynes), entstand ein Album, das das musikalische Zusammenwirken in der Band, das blinde, grenzenlose Spielverständnis, ihren Spirit, ihre scheinbar unerschöpfliche Kreativität besser zum Ausdruck bringt als je zuvor! Das ist pure Magie! Trotz aller Härte und Intensität ist ein wunderbarer, fast schon warmer, atmosphärisch dichter, sehr kompakter Bandsound entstanden, dem Warren Haynes (sämtliche Songs stammen allein aus seiner Feder) mit seinem fantastischen Gesang, seinem "überirdischen" Gitarrenspiel, ja seiner ganzen Präsenz zwar nach wie vor die prägnantesten Indikatoren verleiht, der aber in dieser Quartettbesezung eine Fülle und Transparenz entwickelt, die man nicht mehr missen möchte. Vor allem Danny Louis an den Tasteninstrumenten ist die ideale Ergänzung! Insgesamt darf man "High & mighty" wohl auch als das bislang gefälligste und eingängigste Album Gov't Mule's bezeichnen. Nie wurde soviel Wert auf Melodik gelegt, was schlußendlich in einer hinreißenden Kombination aus vom Konsumenten jederzeit hervorragend zu verarbeitenden, handfesten, powernden, immens druckvollen, satten, sehr direkten (Retro)Rock-Strukturen und prächtigen Jammings aus herrlichen, ausgedehnten Instrumental-Passagen voller grandioser Gitarrensoli resultierte - alles gewürzt mit wohl dosierten Zutaten aus Southern, Soul, Gospel, Jazz, Psychedelic, sogar Reggae und vor allen Dingen dem Blues! Gleich zu Beginn des Albums glaubt man seinen Ohren nicht zu trauen! "Mr. High & Mighty" heißt der Opener, ein "Hammer", wie er im Buche steht, der mit Sicherheit einmal als einer der ganz großen Klassiker in die Historie der Band eingehen wird, ja eingehen muß! Krachende, fette Riffs und Drums brechen los wie bei einer verschärften Ausgabe der legendären Free, Bad Company, Led Zeppelin und Mountain zusammen, Haynes singt mit einer geradezu entfesselten Intensität, dazu ab der zweiten Strophe ein bravouröser Hammond-Background. ein dezentes Southern-Flair schleicht sich ein - und es rockt mit einer Kraft und Power, als gäbe es kein Morgen mehr! Irre stark! Klar, daß der Magier gleich ein paar furiose, weltmeisterliche, glühende Gitarrenläufe "aus dem Ärmel" zaubert - jammig, bluesig, umwerfend! Ein 5 1/2-Minuten-Auftakt, der den seeligen Mule-Fan gleich in einen traumatischen Zustand der Glückseeligkeit versetzt! Doch Leute, versprochen: Die kompletten, gut 72 Minuten dieses Albums halten dieses Niveau! Verrückt! Ob der gewaltig kochende, krachende Riff-Bluesrocker "Brand new angel" mit seinen elektrisierenden, dreckigen Keyboard-Ausflügen, den massiven, trockenen Rhythmen, und den Starkstrom-artigen (Wah Wah)Gitarren-Attacken, das dezent psychedelisch angehauchte, ungemein melodische, von toller Percussion begleitete "So weak, so strong", der überschäumende Volldampf-Southern-Boogie-Rocker "Streamline woman" mit seinem mächtigen Drive, das traumhafte "Child of the earth", das von einem prägnanten, überaus gelungenen Reggae-Rhythmus und einem famosen, leicht psychedelisch anmutendem Reggae-/Blues-Jamming bestimmte "Unring the bell" (klasse Riffs, tolle Hammond Orgel), die hinreißende, von viel Allman Brothers-Flair und einer ordentlichen Portion Southern-Gospel-Soul geprägte Ballade "Million miles from yesterday" (herrlich inspirierte, weiblicher Background-Gesang der sogenannten "Mighty Mighties" um die großartige Ruthie Foster), den kochenden Slide-getränkten, Zeppelin-lastigen Bluesrocker "Brighter days", usw., Warren Haynes, Matt Abts, Andy Hess und Danny Louis sind nicht zu bremsen! "Das jetzige Line-Up ist jede Sekunde das aufregendste Ensemble, mit dem ich jemals gearbeitet habe," sagt Warren Haynes - und das kommt zu "jeder Sekunde" rüber! Die Rock-Welt liegt Gov't Mule zu Füßen! Und warum das so ist, dafür gibt es, neben ihren unwiderstehlichen Live-Auftritten, kein besseres Argument als dieses neue Album! Harter, klassischer (Blues)Rock mit Referenz-Charakter! Fesselnd! Packend!

Art-Nr.: 4331
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Hootie & The Blowfish - live in charlston ~ the homegrown concert event [2006]
Parallele CD-Veröffentlichung zur gleichnamigen Live-DVD! Fantastisches Konzert vom 12. August 2005 aus dem "Family Circle Tennis Center" von Charleston/South Carolina! Ausführliche Besorechung ist nachzulesen bei der DVD!

Art-Nr.: 4399
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Hootie & The Blowfish - looking for lucky [2005]
Respekt, Respekt! Solch eine Leistung von Hootie & The Blowfish... - wer hätte das gedacht? Sie stehen wieder voll im Saft! Besser hat man sie, und daran gibt es keinen Zweifel, seit "Cracked rear view" nicht mehr gehört! Vielleicht liegt es daran, daß sie mittlerweile ihren Major-Deal los sind. Manchmal tut das ja den Bands richtig gut, wofür Hootie & The Blowfish offenbar ein Musterbeispiel sind. Es scheint, als sei ihnen dadurch eine enorme Last genommen worden. Die tollen Songs sprudeln plötzlich wieder nur so aus ihnen raus! Der Zwang, mit Gewalt wieder einen Hit landen zu müssen, der Druck der Plattenfirma, irgedwie wieder in die Nähe dieses "außerirdischen" Erfolges ihres Erstlings gelangen zu müssen, hat sie in den letzten Jahren einfach gehemmt und in ihrem Schaffen eingeengt. Was heraus kam, war höchstens Mittelmaß! Und nun ist alles wie weggeblasen! Ohne Zwang, scheinbar völlig unbeschwert und frei, präsentieren sie sich urplötzlich wieder in bestechender Form! Die neue Plattenfirma läßt sie ihr Ding machen, und sie danken es allen mit einem ganz wunderbaren Album! "Looking for lucky" knüpft einerseits nahtlos an ihr bereits erwähntes 1994iger Debut an, andererseits zeigt es die Band rootsiger als je zuvor. Die Tendenz geht klar in Richtung Rootsrock/-pop, Americana und Countryrock (sogar ein gewisses Bluegrass-Feeling lassen sie bei zwei/drei Nummern aufkommen), was den Jungs außerordentlich gut zu Gesicht steht. Verdeutlicht wird dies durch eine ganze Anzahl von prominenten Co-Writern dieser Genres, wie z.B. Radney Foster, Matraca Berg, Walter Salas Humara oder Cowboy Mouth's Paul Sanchez, aber auch durch musikalische Gäste, wie z. B. Sam Bush! Die Songs sind wie aus einem Guß! Toller, frischer, sehr kompakter, satter Sound aus transparenten Gitarren, immer mal wieder durch unaufdringliche Keyboards, ein Akordeon oder glasklare Mandolinenklänge ergänzt! Dazu Darius Rucker's traumhafter Gesang, der nie besser war als heute, und diese einzigartigen, eingängigen Melodien! Nehmen wir beispielsweise den knackigen, flockig flotten, sich unwiderstehlich in die Gehörgänge schleichenden Roots-Pop-Rocker "State your peace" mit seiner wunderbaren, zum Cabrio-Cruisen einladenden Frische (sogar dezente Twin-Gitarren sind im Mittelteil zu hören), das fantastische, rootsige "The killing stone", bei dem man neben der großartigen Melodie ein paar knarzige, durchaus raue, Neil Young-like Gitarrenlicks vernimmt (Background Gesang: Matraca Berg), die herrlich schwungvolle Roots-Pop-Nummer "Get out of my mind", der Gitarren orientierte Americana-Rocker "Another year's gone by" (co-written by Radney Foster), das so wunderbar sommerlich klingende, frische, von toller Mandoline begleitete, lockere "Can I see you", das traumhaft melodische, dezent spirituell angehauchte "One love", den fantastischen, jede Menge "New School"-Bluegrass-Flair verbreitenden, mit tollem mehrstimmigem Gesang vorgetragenen Countryrocker "Leaving" (mit Sam Bush an der Mandoline und Fiddle, soiwe John Cowan's Background-Stimme sind hier die halben, ehemaligen New Grass Revival am Start), die großartige Americana-Ballade "Autumn Jones", oder den abschließenden, groovigen Americana-/Alternate Country-Waltz "Waltz into me" (wieder mit Sam Bush) - die Scheibe überzeugt von vorn bis hinten! Hootie & The Blowfish sind endlich wieder sie selbst: Eine hoch talentierte, das natürliche Gespür für wundervolle Melodien in sich vereinende, äußerst sympathische Rootsrock-/pop-Formation, die jederzeit in der Lage ist, mit ihren herrlichen, lockeren, Americana-/Countryrock-lastigen Songs für wohlige Gänsehaut zu sorgen. "Looking for lucky" wischt mit einem Streich alle Zweifel irgendwelcher Kritiker, ob die Band überhaupt noch eine Zukunft habe, vehement vom Tisch! Ganz im Gegenteil: Hootie & The Blowfish zeigen sich lebendiger denn je! Ganz große Leistung!

Art-Nr.: 3524
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
State your peace
The killing stone
Get out of my mind
One love
Leaving

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Los Lonely Boys - sacred [2006]
Beeindruckend! Der nächste Streich der Garzas! Dampfender, voller Seele steckender, temperamentvoller Texas Blues-/Roots-/Groove-Rock, der einem das Blut in den Adern zum Kochen bringt! Sie machen exakt da weiter, wo sie mit ihrem Debut aufgehört haben, halten dieses Niveau mit geradezu beängstigender Souveränität, ja steigern sich fast noch einmal! Ihre Fans, und die, die sie jetzt hoffentlich endlich entdecken werden, werden rundum begeistert sein! Wie keine andere Band weit und breit, vereinen die Los Lonely Boys (Henry Garza: Gitarre, Harmonica, Gesang; Jojo Garza: Bass, Piano, Gesang; Ringo Garza: Drums, Gesang) Elemente von Roots und Tex-Mex, über Southern, Country, Latin, Soul, hin zu Jam, Groove, Blues und Rock, würzen das Ganze mit einer ordentlich "scharfen", ihren mexikansichen Wurzeln entsprechenden, Portion "Pfeffer", und fabrizieren damit ein dermaßen feuriges Menü, daß einem schon ein bißchen "heiß" werden kann! Ganz groß! Weiteres Plus: Die Songs stecken trotz aller Würze voller großartiger Melodien! "Mit "Heaven" aus ihrem 2004er-Debut-Album hatten sie einen "Monster"-Hit, der einen Grammy gewann. Auch das neue Album steckt wieder voller Nummern, die nicht nur die Veranlagung für ausgedehnte Live-Jammings haben, sondern auch voller radiotauglichem Hit-Potential stecken. Diesen schmalen Grat treffen die Los Lonely Boys perfekt! Die musikalische Qualität ist wieder bestechend! Henry Garza's Gitarrenkünste sind der Hammer. Sein großes Vorbild, Stevie Ray Vaughan, wäre sicher begeistert, ihn zu hören! Das amerikanische "Guitar World Magazine" wählte ihn dementsprechend völlig verdient zum "Breakthrough artist of the year 2005! Klasse auch diese unglaubliche Rhythmik, die die anderen beiden Garzas fabrizieren. Da kann man gar nicht ruhig bleiben. Dazu hören wir allerbeste Gesangsharmonien! Ein paar Highlights dieses großartigen Werkes: "My way", der Opener - ein massiver, kochender, von mächtigen Stevie Ray-like Riffs dominierter, dynamischer Groove-Shuffle-Bluesrocker mit dezentem Latino-Feuer und ein paar satten, das Feuer noch mal zusätzlich anheizenden, gut hinein passenden Bläsersätzen und einem höllischen, furiosen Gitarrensolo von Henry; "Órale" - von einer feinen Melodie und einem gepflegten, würzigen Mexican-Flair geprägter, wieder auf einem herrlichen Groove basierender Texas-Rootsrock mit toller Percussion, klasse Orgel-Ergänzungen (Mike Finnegan) und ungemein virtuosen, glühenden Gitarrenlinien; "Diamonds" - traumhafte Allman Brothers-like Twin-Leads erzeugen eine wunderbare Synthese aus groovigem Texas Border-Rock und einem tollen, lockeren Southern-Flair, dazu eine großartige Melodie und wieder ein wunderbar spielfreudiges Gitarrensolo von Henry; "Oye Mamacita" - brodelnder Texas Bluesrock voller Biß, mit einem feurigen Border-Feeling, viel Jam-Veranlagung und kochenden Wah Wah-Ritten; "I never met a woman" - ein herrlicher,entspannter, dennoch sehr würziger, mexikanisch angehauchter Slow-Blues mit großartiger Rhythmik und tollen Gitarrenlinien; "Outlaws" - ein von Hendrix-like Gitarrenlicks eingeleiteter, bestens dem Songtitel entsprechender, satter Outlaw-Roots-Southern-Country-Rocker (Gäste hier: ihr Mentor Willie Nelson, der sie schon vor langer Zeit als Texas' beste neue Band bezeichnete und Wet Willie's Jimmy Hall an der Harmonica), wie ihn die gestandenen Southernrocker der ersten Kategorie oder die Texas Red Dirt-Countryrockelite auch nicht besser hinbekommt (im Gegenteil); usw., usw.! Was für eine Musikalität! Mit diesem famosen Album werden sie ihr ohnehin schon ungewöhnlich hohes Standing, das sie gleichermaßen bei Fans, Kritikern und Msuikerkollegen einnehmen, noch einmal nachhaltig fundamentieren! Packender, kochender, jammiger, aber durchaus melodischer und auch Radio-tauglicher (zumindestens in den Staaten) "Tejano"-Blues-/Roots-/Groove-Rock in einer Einzigartigkeit, die nur die Los Lonely Boys fertigbringen! Wenn da nicht, und das tut der Popularität unserer geliebten rootsigen, bluesigen, jammigen Musik so gut, nicht der nächste Grammy rausspringt...

Art-Nr.: 4342
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Marshall Tucker Band, The - live on long island, 04-18-80 [2006]
2 CD-Set! Signifikante, offizielle Erstveröffentlichung des letzten Konzertes der Southern Rock-Pioniere in ihrer Original-Besetzung - und zwar komplett, in voller Länge! "On the night of April 18, 1980, The Marshall Tucker Band roared into Long Island, New York, and delivered a smoldering set before a wildly enthusiastic crowd". Mit diesen Worten beginnt Barry Alfonso seine Linernotes im 12-seitigen Booklet dieser großartigen Doppel-CD! Ja, es war in der Tat ein prächtiges Konzert mit der ganzen Magie, die die legendären Live-Sets der Tucker-Boys auszeichnete: Doug Gray's einzigartiger Gesang, Toy Caldwell's unwiderstehliche Gitarren-Ausflüge, immer im einträchtigen Zusammenspiel mit dem zweiten Gitarristen George McCorkle, dem unverkennbaren Groove, den Tommy Caldwell am Bass und Paul Riddle an den Drums entfachten, und Jerry Eubanks' sporadische Sax- und Flute-Ergänzungen! Jammiger, so wunderbar County-, Blues,- und Jazz-Elemente verschmelzender Southern Rock, dessen Anziehungskraft noch heute ungebrochen ist! Doch dann war alles vorbei! Das Konzert war zu Ende, und von da an sollte nichts mehr so sein, wie es einmal war! Nur 10 Tage später erlag Bassist Tommy Caldwell seinen schweren, aus einem tragischen Autounfall resultierenden, Verletzungen - die Band hatte ihren "heimlichen Leader" verloren! Zwar brach die Marshall Tucker Band nicht auseunander, man entschloß sich weiterzumachen, doch die "guten alten Zeiten" schienen ein für allemal vorbei zu sein! Niemand konnte das vorher erahnen, doch plötzlich hate jenes Konzert vom 18. April 1980 historische Bedeutung erlangt! Die Band präsentierte sich gut gelaunt, in bester Stimmung und in bester Spielfreude! Es war die Tour zum Album "Tenth", sodaß es eine sehr abwechslungsreiche Setlist aus gerade aktuellen Tracks und jeder Menge Klassiker gab. Auffällig ist, daß gerade die Tracks des in Fankreisen nicht allzu hoch bewerteten Albums "Tenth" live wesentlich spritziger und kraftvoller gespielt wurden, und damit den Studioversionen weit voraus waren. In ca.108 1/2 Minuten Spielzeit präsentieren die Jungs folgende Songs: "Running like the wind" (sehr starke, fast 10-minütige Version mit großartigem, sehr improvisationsfreudigem Gitarren-/Flöten-Jamming), "Last of the singing cowboys", "It takes time" (weitaus dynamischer als die Studio-Fassung, tolle feurige, wieselflinke Gitarrenritte von Toy Caldwell), "Cattle drive" (auch hier wesentlich mehr Power als im Studio), "See you one more time" (herrlich melodischer Southern-Countryrock, aber auch etwas "rougher" als im Studio), "Sing my blues" (klasse Boogie-Feeling), "Take the highway", "Heard it in a love song", "Fire on the mountain" (herrlich), "In my own way" (locker, flockig, tolle Melodie, wundervolle Lead-Gitarre), "Desert skies", "24 hours at a time" (15-Minuten-Fassung), "Can't you see", "Searchin' for a rainbow" (6 1/2 Minuten-Version) und "This 'ol cowboy"! Klasse! Viele Bands des Southern Rocks wurden während ihrer Karrieren immer wieder von harten Schicksalsschlägen getroffen, so auch die Marshall Tucker Band! In deren Historie, vielleicht sogar in der des gesamten Southern Rocks, muß man dieses finale Konzert wohl zu den bewegendsten Momenten überhaupt zählen! "Finally, everyone can experience this electrifying, bittersweet night, the last glorious glimpse of the original Marshall Tucker Band." Mit diesen Worten beendet Barry Alfonso seine Linernotes - und besser kann man es nicht ausdrücken!

Art-Nr.: 4402
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 24,90

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Potter, Grace and the Nocturnals - nothing but the water ~ limited edition mit bonus live dvd [2006]
Limited Edition mit Bonus Live-CD! Eine fantastische, neue Band sorgt momentan in den Staaten mit ihrem genauso unbekümmerten und zwanglosen, wie musikalisch überaus versierten, unwiderstehlichen, groovenden, "heißen" Roots-Blues-Mix für mächtig Furore! Nicht nur ihr prächtiges Debut-Album "Nothing but the water", sondern vor allem auch ihre grandiosen Live-Auftritte reißen die einschlägige Presse und Musikerkollegen zu Jubelstürmen hin! Ihre jetzt schon riesige Fanschar wächst in Windeseile, - viel umjubelte Auftritte als Support-Act für Bands wie die North Mississippi Allstars, Big Head Todd And The Monsters, die Derek Trucks Band, die Dave Matthews Band, Buddy Guy und viele andere verzückten die Fans, - ein großartiger Gig im Rahmen des diesjährigen Bonnaroo-Festivals sorgte für erneutes Aufsehen: Die Rede ist von Vermont's Grace Potter and the Nocturnals! Zentrale Figur und Frontfrau des Quartetts ist die erst 22-jährige Grace Potter, offenbar ein musikalisches Naturtalent! Was sie bereits drauf hat, ist alles andere als alltäglich: Eine ungemein starke Songwriterin, eine Virtuosin an der Hammond Orgel und am Piano, Gitarristin, eine überaus charismatische, genauso lockere wie professionelle, durchaus auch von einem gewissen Sex-Appeal begleitete Stage-Performance und eine Wahnsinns-Sängerin mit einer schier atemberaubenden Stimme (Röhre), die Vergleiche zu Aretha Franklin, Janis Joplin, auch Lucinda Williams, vor allem aber zu Susan Tedeschi und Bonnie Raitt unerläßlich macht. Vielleicht klingt ihr Organ auch wie eine Mischung der vorgenannten Hochkaräter, auf jeden Fall aber kann sie mit ihnen locker mithalten, ja stellt sie fast in den Schatten! Sie trifft auch live jeden Ton, und das bei einem unglaublich emotionalen, aus tiefster, inbrünstiger Seele "herausgedrückten", rauen, kraftvollen, dreckigen, aber auch absolut melodischen, schönen, wenn nötig sogar sehr weichen, warmherzigen Gesangsstil! Viel Gefühl und Spirit pur! Doch, und nur so kann es funktionieren, sie hat natürlich auch eine ebenso adäquate, kompetente Band im Rücken, über dessen großartigen Lead-Gitarristen Grace selbst in einem kürzlich geführten Interview euphorisch und stolz zugleich schwärmte: "Our guitarist Scott Tournet is the next Jimmy Page, you heard it here first". Aber auch Bassmann Bryan Dondero und Drummer Matt Burr verstehen ihr Handwerk - ohne jeden Zweifel! Neben den bereits genannten Künstlern auch beeinflußt von so unterschiedlichen alten und jungen Bands wie Led Zeppelin, The Band, Little Feat, JJ Cale, Tom Petty, Norah Jones, Wilco und My Morning Jacket gelingt ihnen eine wunderbare, voller Soul steckende, überaus inspirierte, viel Southern-Flair und Swamp-Feeling versprühende, teils auch dezent Funk-, Gospel- und Americana-tangierte, jammig veranlagte Groove-/Roots-/Blues-/Bluesrock-Musik, von der sofort eine unmittelbare Faszination ausgeht. Selten aggressiv rockend, zumindestens nicht bei den Studiostücken, herrscht eher eine vermeintlich entspannte, ja intime Atmosphäre. Dennoch versprüht die Band jede menge Energie, allein schon durch Potter's fulminanten Gesang! Dazu spürt man zu jeder Minute eine immense Spannung aufbauende, drückende unterschwellige Schwüle! Toller, kompakter Bandsound aus prächtigen Keyboards, exzellenter Percussion, erstklassigen Gitarreneinlagen und groovendem Bass! Starkes E-Piano, Dobro-ähnliche Acoustic-Gitarre, lässige. aber würzige Gitarren-Licks und Grace's inspirierter, herrlicher Gesang bestimmen das großartige, stark an Bonnie Raitt erinnernde Eröffnungsstück "Toothbrush and my table", für das sie sogar schon eine "Jammy"-Nominierung einheimsten. Trotz des relaxten Feelings spürt man sofort diese bereits erwähnte Schwüle und Energie. Klasse Percussion, herrlicher Groove! Etwas flotter, aber immer noch recht lässig, wird's bei dem auf einem tollen Hammond Orgel-Teppich "ausgelegten", von wunderbar würzigen E-Gitarren-Licks begleiteten, voller Southern Soul steckenden, bluesigen Rootsrocker "Some kind of ride". Grace's unwiderstehlicher Gesang, die wohlige Hammond Orgel im Background, wunderbar transparente E-Gitarren-Fills, eine zunächst voller Harmonie steckende Ruhe, die im Verlauf der Zeit jedoch durch ein knackig einsetzendes Schlagzeug eine gewisse Dynamik erfährt, wieder diese spürbare Inspiration, dieser "Soul" und eine traumhafte Melodie geleiten uns anschließend durch die hinreißende Roots-/Blues-Ballade´"Ragged company", gewürzt sowohl mit einem tollen Orgelsolo, als auch mit einem herrlich rootsigen E-Gitarrensolo! Bärenstark! Wie auch das semi-akustische, rootsige, bluesige, flotte "Left behind", der ruhige, aber drückende, viel Gospel-Feeling versprühende, funkig groovende Delta-Blues "Treat me right", das forsche, Slide-getränkte, swampig rockende und brodelnde "Sweet hands", der voller unterschwelliger Power steckende, toll groovende Americana-/Roots-/Bluesrocker "Joey", u.s.w., u.s.w., bis das Album schließlich mit dem famosen, sehr melodischen, voller Southern-/Gospel-Soul steckenden Blues-/Rootsrocker "Nothing but the water" endet, bei dem die Band nochmal ihr ganzes, großes Können offenbart, inklusive toller Orgel-Passagen und großartiger Lead Gitarren-Läufe! Als wenn das noch nicht alles wäre, wird bei dieser limitierten Ausgabe des Albums auch gleich noch eine grandiose, immerhin 36 Minuten lang laufende Live-DVD mit 5 Songs ihres großartigen Konzertes aus dem "Higher Ground Ballroom" in Burlington/Vermont vom 15. Oktober 2005 mitgeliefert. Und live rockt die Band noch deutlich feuriger! Grace's Stimme kommt hier fast noch besser, was nachhaltig beweist, welch begnadete Sängerin sie ist. Unglaublich, wie präzise, kraftvoll, gefühlvoll und dreckig zugleich sie ihre Vorträge bringt! Was für eine Ausstrahlung! Zudem spielt sie Keyboards, Acoustic Gitarre, Tambourine und bewegt sich, als habe sie schon zig Jahre Bühnenerfahrung! Zu hören und sehen (film- und sound-technisch toll in Szene gesetzt) gibt's 3 Songs des Albums ("Joey" - viel mehr Power, als die Studiofassung. die Band weitet den Song gekonnt auf eine Länge von 8 Minuten aus; "Left behind", ebenfalls mehr "Pfeffer" als im Studio; "Nothing but the water" - 10 Minuten-Fassung, zunächst Grace solo, nur mit dem Tambourine bewaffnet, voller Inbrunst und mit purer Magie singend, dann die Band einsetzend, mit herrlichem Groove und einem grandiosen Gitarrensolo des Meisters Scott Tournet), sowie zwei "neue" Stücke ("Here's to the meantime" - swampig, bluesig, rockig, mit glühender Bottleneck/Slide, schönen Acoustic-Riffs und einem guten Drive; "Over again" - bluesiger, dreckiger Rootsrocker mit klasse Hammond-Basis und ausgedehnten Neil Young-/Crazy Horse-like E-Gitarren-Läufen)! "One of the most soulful new bands around", attestiert die große Bonnie Raitt auf dem aufgeklebten Cover-Sticker! Uneingeschränkte Zustimmung! Was steckt in dieser Truppe für ein Potential. "Nothing but the water" ist sicher erst der Anfang! Feinster, jammiger, inspierierter Roots-Blues-Groove-Rock, der, ist man erstmal infiziert, einen nicht mehr loslässt! Die DVD ist im übrigen "code free" und läuft somit auf jedem DVD-Spieler!

Art-Nr.: 4411
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Some kind of ride
Ragged company
Sweet hands
Joey
Nothing but the water

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Reckless Kelly - reckless kelly was here ~ live ~ 2 cds / 1 dvd [2006]
2 CDs +1 DVD! Opulentes 3er-Live Package (plus 2 neue Studio-Tracks) der famosen Texas "Red Dirt"/Country-/Roots-Vorzeigerocker! Begeisternd! Aufgenommen am 31.03.2006 in Marcia Ball's urigem, an diesem Abend selbstverständlich ausverkauftem Club "La Zona Rosa" in Austin/Texas, also vor heimischer Kulisse, laufen Willy und Cody Braun mit ihren Freunden zur absoluten Bestform auf und brennen ein geradezu unwiderstehliches "Red Dirt" Roots-/Americana-/Countryrock-Feuerwerk ab, daß jeden Genre-Fan mitreißen wird! Das ist mal wieder eines jener Live-Alben, von denen es nur ganz wenige gibt. Eines, auf dem alles stimmt, das tatsächlich in der Lage ist, diese einzigartige Live-Atmosphäre fesselnd und vollkommen authentisch bis ins heimische Musikzimmer zu transportieren. Das gilt gleichermaßen für die CDs als auch für die DVD! Alles kommt rüber: Die ganze Energie der Band, ihre unbestreitbare musikalische Klasse, das Feeling, die Ursprünglichkeit, Ehrlichkeit des Live-Sounds, diese wunderbaren Melodien, das ganze Feuer! Publikum und Band sind sofort voll da, bilden eine wunderbare Einheit - und man hat das Gefühl mittendrin zu sein! Herrlich! Satte, rootsige Gitarren (Lead-Gitarrist David Abeyta ist ein Meister seines Fachs), Willy's unverwechselbarer, staubiger Gesang, dazu Cody's großartige Fiddle-, Mandolinen-, und Hamonica-Ergänzungen, sowie der punktgenaue Backbeat von Drummer Jay Nazz und Bassmann Jimmy McFeeley sorgen, verbunden mit traumhafter Melodik, in dem Schuppen für richtig Dampf unddie pure Freude. Das Tracklisting (die CDs umfassen 16 Live-Nummern sowie zwei brandneue Studio-Tracks, die Live-DVD enthält 73 Minuten des Konzertes ohne jede Breaks, sowie einen 30-minütigen "Behind the scenes"-Film) setzt sich aus hervorragenden Live-Versionen von Nummern ihrer bisherigen 4 Studioalben, sowie ein paar erstklassiger Coverversionen zusammen. Los geht's beispielsweise mit einer fulminanten, abgehenden, Slideguitar-getränkten, rauen Fassung des prachtvollen Rootsrock-Krachers "Sixgun" vom "Wicked twisted road"-Album, bei dem sowohl die Band, als auch das Publikum in Windeseile ihre Betriebstemperatur erreichen, gefolgt von einer ebenso stark nach vorn rockenden, bis dato unveröffentlichten, großartigen Coverversion von Alejandro Escovedo's "Castanets" (toller Groove, starke Lead-Gitarre von Abeyta in Zusammenspiel mit Cody Braun's herrlicher elektrischer Mandoline, wunderbare Melodie), und dem traumhaften, voller lockerem Elan steckenden Roadhouse-/Honky Tonk-/Countryrocker "Motel Cowboy Show" mit tollen Gitarren, klasse Fiddle, erneut einer prächtigen Melodie und lässig Gas gebenden Drums! Es gibt partout keine schwachen Nummern, bzw. schwachen Momente während des Konzertes! Die weiteren Tracks: "I still do" (tolle Countrynummer von ihrem ersten Studioalbum "Milican"), "1952 Vincent Black Lightning" (wundervolles Richard Thompson-Cover, auch bis dato von Reckless Kelly nicht veröffentlicht), "Seven nights on Eire", "Break my heart tonight", "Nobody's girl", "Hey say no/Guacamole", "Vancouver" (irre starke Ballade, dezentes Southern-Flair), "Wiggles & ritalin" (bis dato unveröffentlicht), "Wild Western Windblown Band", "Babys gone Blues", "Wicked twisted road", "Crazy Eddie's last Hurrah" (inklusive sehr emotionaler Vorstellung der Bandmitglieder von Willy Braun - tolles Mitgrölen des Publikums), und schließlich "Revolution"! Ja genau, der Beatles-Klassiker, aus der sie eine Traum-Version basteln: Fette Bluesrock-Rhythmen mit dreckiger, feuriger Bluesgitarre bilden das dampfende 2 1/2-minütige Intro, um aus dieser Nummer schlöießlich eine fast 10-minütige Pracht-Fassung allerfeinsten, dezent bluesigen Texas-Gitarren-Rootsrocks zu zaubern! Groß! Die beiden neuen Studiotracks, die sie im übrigen auch live präsentieren, sind ebenfalls ein Hammer! Das ist zunächst der kräftige, voller saftiger E-Gitarren steckende, traumhaft melodische Midtempo-"Red Dirt"-Countryrocker "Break my heart tonight", gefolgt von dem mit viel Drive abrockenden Texas-Riff-Roots-Boogie-Country-Feger "Wiggles & ritalin" (klingt fast wie eine Texas-Ausgabe der Georgia Satellites)! Die Live-DVD ist von der Songauswahl völlig identisch, es fehlt (leider) nur das Beatles-Cover von "Revolution" (und natürlich die Studio-Tracks)! Auch filmtechnisch ist das Konzert ganz großartig in Szene gesetzt worden. Die Atmosphäre kommt herrlich rüber! Toller 5.1 Surround Sound! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar! Wow! Was für ein Live-Paket! Grandios! Ein Konzert wie aus einem Guß!

Art-Nr.: 4330
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 22,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Sixgun
Castanets
I still do
Crazy Eddie's last hurrah
Wiggles & ritalin

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Seger, Bob - face the promise [2006]
Die Normal-Ausgabe kurzzeitig zum attraktiven Sonderpreis: 11 Jahre nach seinem doch etwas uninspirierten "It's a mystery" meldet sich Bob Sger mit einem Paukenschlag zurück! Wow! Hut ab, das ist der mit Abstand beste Seger, den wir seit über 20 Jahren gehört haben. "Face the promise" knüpft nahezu nahtlos an seine Hochphase von Mitte der Siebziger bis Mitte der Achtziger (zwischen "Night moves" und "Like a rock") an, ja strotzt nur so vor Frische und Spritzigkeit! Das hätte man ihm kaum zugetraut! Alles, was ihn je auszeichnete, ist vorhanden: Satte, krachende Heartland-Rocker, wunderbare Balladen, flockige Songs mit viel Westcoast-Feeling, herrliche Melodien und sogar ein paar energische, forsche Rocker voller Southern-Flair! Es packt einen wieder, das alte Bob Seger-Fieber! Bestimmt wird der überaus "saftige" und kraftvolle Sound (exzellente Produktion von Seger selbst) vorwiegend von einer Vielzahl massiver, fetter Gitarren, die von dynamischem Schalgzeug- und Bass-Spiel nach vorn getrieben werden, hin und wieder unterstützt von unaufdringlichen Keyboard-Einsätzen. Manchmal werden die massiven Riffs von 3 E-Gitarren und mehr "geschlagen"! Einfach klasse! Dazu beißen sich diese wunderbaren Melodien wieder in den Gehörgängen fest, wie dies auch schon zu seinen besten Zeiten der Fall war. Bis auf zwei Stücke, die Seger in seinem eigenen Studio zu Hause in Michigan aufnahm, wurde das Material in Nashville mit einer Vielzahl der dort ansässigen, hochkarätigen Session-Cracks (u.a. J.T.Corenflos, Brent Rowan, Kenny Greenberg, Marlin Young - alle E-Gitarre, Glenn Worf, Michael Rhodes - alle Bass, Eddie Bayers, Paul Leim, Shane Brewster - alle Drums, u.s.w.) eingespielt! Und das Album beginnt gleich mit einem richtigen, standesgemäßen Knüller: "Wreck this heart" heißt die Nummer, ein krachender, dabei herrlich melodischer, powernder Heartland Vorzeige-Rocker voller fetter, massiver Gitarrenriffs, einem kochenden Solo und prächtig integrierter, "souliger", weiblicher Harmony Vocals (u.a. Little Feat's Shaun Murphy), durchweht von einem dezenten Southern-Flair! Dampft prächtig! Danach ist "sonniges", flockiges Westcoast-Feeling angesagt: In bester "Against the wind"-Tradition fließt uns das exzellente "Wait for me" entgegen. Dann der Titelsong "Face the promise", ein kantiger, bluesiger, voller southern-mäßigem Boogie-Drive steckender Rock-Knaller mit ungemein fetten E-Gitarren-Riffs, prächtig antreibendem Drumming und glühendem Gitarrensolo (bei der Nummer sind sage und schreibe 5 E-Gitarren im Einsatz!), gefolgt von dem nächsten, knackigen, wunderbar melodischen Heartland Rocker "No matter who you are". So hangelt sich Seger tatsächlich von einem Höhepunkt zum nächsten! Besonders erwähnenswert ist vielleicht noch der fetzige, von Vince Gill (alle anderen Songs stammen aus der Feder von Seger) komponierte, fetzige, "heiße", honky-tonkin' Countryrocker "Real mean bottle", ein klasse Duett mit Kid Rock, dessen Hang zu southern-fueled Countryrock ja hinlänglich bekannt ist. Die beiden ergänzen sich prima. Der Song wirkt richtig roh und dreckig (kochende Gitarren), besticht dabei aber wieder mit einer tollen Melodie! Klasse auch das bluesige, rootsige "Won't stop", wie auch die vorwiegend akustisch, dennoch mit viel Energie instrumentierte Country-orientierte Ballade "The answer's in the question", ein schönes Duett mit der großartigen Patty Loveless! Was Bob Seger auf diesem Album auch anpackt, es gelingt ihm eindrucksvoll! Die Erwartungen seiner Anhängerschaft werden nach 11 Jahren Wartezeit voll und ganz erfüllt - nein, sie werden übertroffen! Bob Sger ist wieder da - und wie!

Art-Nr.: 4451
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Various Artists - the pilgrim ~ a celebration of kris kristofferson [2006]
Kris Kristofferson gehört ohne Zweifel zu den wichtigsten Songwritern Amerikas, auch wenn er sich infolge seines großen Hangs zur Schauspielrei der Musik eigentlich viel zu selten widmet. Was hat dieser Mann nicht alles für großartige Lieder geschrieben. Er zählte zu den bedeutendsten Künstlern der 70iger Jahre-Outlaw-Bewegung, die eine so fundamentale Beziehung zwischen erdiger, traditioneller Countrymusic, trockenem, gefühlsechtem, zuweilen nachdenklichem Storytelling und einem dezenten Rock-Ansatz zelebrierte. Nicht nur Janis Joplin's Version seines weltberühmten "Me and Bobby McGee" ist unvergessen. Unzählige Künstler coverten seine Songs und fühlen sich noch immer von ihm nachhaltig beeinflußt. Am 22. Juni 2006 wurde Kristofferson 70 Jahre alt! Ein prächtiger Anlaß für eine höchst interessante Anzahl von zur Zeit sehr erfolgreichen und bedeutenden Interpreten des Country- und Americana-Genres diesen großen Künstler mit einm Tribute-Album zu ehren - und es ist ein wunderbares Teil geworden! Mit über 73 Minuten Spielzeit bis zum Anschlag mit großartiger Musik vollgepackt, hören wir exzellente Versionen von besipielsweise: EMMYLOU HARRIS - "The pilgrim" (eine wundervolle, entspannte Acoustic-Version, eingeleitet von Worten Kristofferson's selbst, die um 1970 aufgenommen wurden, in einem herrlichen Gewand aus Mandoline und Acoustic Gitarren. Mit dabei sind Sam Bush, Jon Randall, Byron House und Randy Scruggs! Erinnert an Emmylou's Tage mit den Nash Rambler's oder an "Roses in the snow"-Zeiten), TODD SNIDER - "Maybe you heard" (sehr rootsig, staubig und entspannt, klasse Zusammenspiel der von Lloyd Green gespielten Steelguitar und der akustischen Gitarre, dazu ein par raue E-Gitarrenansätze im Hintergrund), ROSANNE CASH - "Lovin' her was easier" (eine traumhaft schöne, erfrischende Version, die Rosanne's zur Zeit meisterliche Verfassung nachhaltig bestätigt, tolle Melodie, großartige Gitarrenarbeit von John Leventhal), RODNEY CROWELL - "Come sundown" (so "country" haben wir Crowell schon lange nicht mehr gehört - ein purer, lupenreiner, total traditioneller Honky Tonker mit klassischer Steel, klimperndem Piano und toller E-Gitarre), MARSHALL CHAPMAN - "Jesus was a capricorn" (flott, rootsig, staubig, honky-tonkig, bluesig), SHOOTER JENNINGS - "The silver tongued devil and I" (großartiger, Waylon-like, etwas bluesiger Outlaw-Country mit schönen Dobro- und E-Gitarren-Klängen), GRETCHEN WILSON - "Sunday morning comin' down" (wundervolle, sehr authentische Version dieses grandiosen Songs, sehr gefühlvoll, ruhig, dezent bluesig), BRUCE ROBISON & KELLY WILLIS - "Help me make it through the night" (lockerer, traditioneller, herrlich vorgetragener Country mit leichtem Americana-Touch), usw.! Die weiteren Interpreten und Songs sind: MARTA GÓMEZ - "The circle", LLOYD COLE & JILL SOBULE - "For the good times", PATTY GRIFFIN & CHARANGA CAKEWALK - "Sandinista", RUSSELL CROWE - "Darby's castle", BRIAN McKNIGHT - "Me and Bobby McGee", RANDY SCRUGGS - "Smile at me again", JESSI COLTER - "The captive", SHAWN CAMP - "Why me", WILLIE NELSON - "The legend" und zum Schluß noch ein bislang unveröffentlichtes Demo von KRIS KRISTOFFERSON selbst, aufgenommen etwa 1970 mit dem Titel "Please don't tell me how the story ends"! Eine prächtig gelungene Huldigung, bei denen die Künstler in beeindruckender Weise den Spagat zwischen der Philosophie Kristofferson's und ihrer eigenen schaffen, ohne dabei ihr eigenes Ego zu sehr in den Vordergrund zu schieben. Der "Star" dieses Tributes sind die Songs Kristofferson's! Tolle Aufmachung mit einem überaus informativen, richtig fetten, 36-seitigen (!) Booklet in einem klasse Schuber!

Art-Nr.: 4309
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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