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Buffett, Jimmy - far side of the world [2002]
Was hat der Mann für eine Karriere auf dem Buckel! "Far side of the world" ist bereits sein 33. Album! Und es ist sein anspruchsvollstes seit langem! Wieder umgeben von den fantastischen Musikern der Coral Reefer Band, begibt sich Buffett diesmal auf eine sehr nachdenkliche Reise an die "andere", entfernte Seite der Welt. Natürlich ist seine Musik immer noch karibisch angehaucht, doch die Texte handeln nicht, wie zuletzt sehr oft, nur von "tropischem Shangri-la" oder von Bier, Burger und Bikini Strings, sondern er hinterfragt die Dinge des Lebens, den Sinn von Liebe und Sehnsucht, denkt sogar über den Ruhestand nach, um dann trotzig "I wanna be the last man standing" zu singen und macht sich Sorgen über die gefährdeten Paradise dieser Welt. Musikalisch ist es ein großartiges Singer/Songwriter-Album geworden, das nicht den puren "Fun" versprüht, aber dennoch locker, flockig und melodiös rüberkommt. Die Arrangements sind sehr abwechslungsreich. Wir hören natürlich wieder die unverwechselbaren Steel-Drums, aber auch hin und wieder durchaus zur Musik passende und keineswegs störende Bläser-Einlagen,. sowie sehr viel Steel-Guitar! Country-Einflüsse sind ebenfalls wieder etwas deutlicher spürbar. Es werden Erinnerungen an Alben wie "Living and dying in 3/4 time", "Changes in latitudes, changes in attitudes" oder "Riddles in the sand" wach, in deren Zeiten solche Songs wie "Come Monday" entstanden. Höhepunkte sind das wunderbare Eröffnungsstück "Blue guitar" mit seinem herrlichen Rhythmus, der tollen Steel und einer gelungenen Karibik/Country-Synthese, das großartige "Mademoiselle (Voulez Vous Danser), ein mit feinem Akkordeon und wieder einer schönen Steel begleitetes Singer/Songwriter-Stück in bester James Taylor-Tradition, der Hugh Prestwood-Song "Savannah take you well", die Neubearbeitung des Bruce Cockburn-Tracks "All the ways I want you" mit seiner herrlichen Melodie und der Instrumentierung aus tollen Gitarren, Steel, Akkordeon und Steel-Drums. Ebenso gelungen ist der funkige Rocker "Last man standing" in allerbester Little Feat-Manier, bei dem Slide-Gitarren-Held Sonny Landreth als Gast seine Ausnahmequalitäten unter Beweis stellt. Sonny läßt die Slide ein weiteres Mal auf dem von ihm selbst komponierten Track "Uss zydecolsmobil", einem gut losgehenden Cajun-Rocker voller Drive, heulen, ehe Buffett zum Ausklang des Albums wieder ruhigere Töne anschlägt. Produziert hat Produzenten-Legende Russ Titelman! Ein wirklich sehr ansprechendes Debut von Jimmy Buffett auf seinem neuen, eigenen Label "Mailboat Records"!

Art-Nr.: 1061
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,87

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Carolina Rain - weather the storm [2006]
Der gute Clint Black scheint doch ein prima Händchen für neue, vielversprechende Künstler zu haben. Nach Little Big Town, die ja mit ihrem aktuellen Album "The road to here" und Singles wie "Boomtown" und "Bring it on home" mittlerweile große Erfolge feiern, veröffentlicht er auf seinem Label "Equity" nun das sehr schöne Debut des Nashville-Trios Carolina Rain, die seinerzeit sogar der erste Act überhaupt waren, den Black für sein Label verpflichtete. Carolina Rain, deren größtes Potential in den wunderbaren, 3-stimmigen Gesangs-Harmonien besteht, gründeten sich 1999 in Nashville, als Lead Sänger, Gitarrist und Haupt-Songwriter Rhean Boyer, Banjo-Picker Marvin Evatt und Madolinenspieler Jeremy Baxter (beide auch Harmonie-Gesang) erstmals zusammen auftraten. An den Instrumenten, die die Bandmitglieder spielen, läßt sich sofort erkennen, wo die Roots der Burschen liegen, nämlich im Bluegrass- und auch im Gospel-Bereich. Dennoch ist ihr feines Album "Weather the storm" alles andere als ein Bluegrass-Album geworden. Klar, die akustische Basis der Truppe ist deutlich erkennbar, doch was die Jungs zusammen mit einigen Begleitmusikern der ersten Nashville Session-Liga (u.a. J.T. Corenflos und Kenny Greenberg - E-Gitarre, Dan Dugmore - Steelguitar, Larry Paxton - Bass und Greg Morrow - Drums) abliefern, ist schlichtweg feinster, sehr sauber und klar produzierter (Clint Black und Carolina Rain), durchaus knackiger, aber völlig unaufgeregter, entspannter Nashville Mainstream-Country/Country-Pop, der ohne Frage das Zeug hat, ebenfalls große Chart-Erfolge erzielen zu können. Die akustischen Anteile der Instrumentierung mit ihren frischen Gitarren-, Mandolinen- und Banjo-Klängen bilden ein sehr ausgewogenes Verhältnis mit den nicht allzu aufdringlichen, wenn vorhanden, aber durchaus würzigen, elektrischen Parts von E-Gitarre und einem recht rhythmischen Background aus knackigen Drums. Markenzeichen der Band aber sind die bereits erwähnten, alles miteinander verbindenden, prächtigen Gesangs-Harmonien der Drei, sowie die überaus gelungenen, flockig lockeren Melodien. Reminiszensen an Restless Heart, manchmal sogar die Eagles sind erkennbar, aber auch Bands wie Diamond Rio oder Rascal Flatts entsprechen der Zielgruppe von Carolina Rain. Höhepunkte des Albums sind u.a. die herrliche Eröffnungsnummer, die der Band auch ihren Namen gab (wunderbar frisches Appalachian-Flair, klasse semi-akustische Instrumentierung aus Acoustic Gitarre, Banjo, Mandoline, zurückhaltender Steelguitar und würzigen E-Gitarren-Licks), das poppige, Banjo-driven "Get outta my way", das voller sonnigem Westcoast Country-Feeling steckende, harmonisch flüssige "Isn't she", die feine, mehrstimmige Ballade "How it should be", die lockere, erfrischende, klare, sehr melodische Acoustic Country-Pop-Nummer "The man I've been looking for", das mit einem soliden "Drum-/Bass-Backbone" und einem dezent funkigen "Kick" versehene "I ain't scared", oder auch das exquisite, ruhige "Who needs the sun", dessen Vokal-Harmonien eine dermaßen sonnige Ausstrahlung besitzen, daß einem fast sogar die Beach Boys einfallen könnten. Nahezu sämtliche Stücke befinden sich in einem lockeren Midtempo-Bereich, hin und wieder gibt's auch mal eine Ballade. Abgehendes Tempo sucht man vergebens! Melodischer, absolut Chart-tauglicher, von tollem Harmoniegesang geprägter New Country/Country-Pop, der in seinem gelungenen semi-akustischen Gewand eine großa Anhängerschaft finden sollte. Well done, boys!

Art-Nr.: 4467
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Carolina rain
Isn't she
Dealin'
How it should be
The man I've been looking for

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Chesney, Kenny - live: live those songs again [2006]
Kenny Chesney zählt schon seit geraumer Zeit zu den unbestrittenen Superstars der New Country-Szene. Er ist mit Charisma ausgestattet, hat ein Händchen für die zu ihm passenden Songs, und ist wegen seiner energiegeladenen Live Shows ein Entertainer, der es, ähnlich wie Garth Brooks zu seinen Glanzzeiten, versteht, die Massen in seinen Bann zu ziehen. Nach seinem zuletzt wieder prächtig eingeschlagenem Studio-Album "The Road And The Radio" hat sich Kenny nun zu einem Live-Album entschlossen, das seine letzten Karriere-Jahre in den fast immer prall gefüllten Arenen (hier an fünf verschiedenen Orten: Knoxville, Pittsburgh, Nassau, Nashville und Los Angeles) reflektiert. Ein echtes, typisch amerikanisches Stadion-Konzert-Spektakel, das in seiner Emotionalität unweigerlich Reminiszenzen an Garth Brooks legendäres "Double-Live"-Werk aufkommen lässt. Ein enthusiastisches Publikum, das vor, teilweise während und nach jedem Stück in euphorischem Gekreische ausbricht und jede Gelegenheit nutzt, wohl bekannte Textpassagen im Kollektiv mitzsingen, sobald der Meister die Gelegenheit dazu nur im Ansatz offenbart. Natürlich versteht es Chesney exzellent, genau die Lieder zu performen, die für solche Anlässe wie gemacht sind, doch das sind sehr viele seines Repertoires. So reihen sich vom einleitenden Song "Live Those Songs" bis zum abschließenden Powerstück "She Thinks My Tractor’s Sexy", ein prächtig mitsingbarer Hit nach dem anderen aneinander, wobei der (im positiven Sinne) sehr routiniert wirkende Kenny immer wieder geschickt zwischen den Temperamenten der einzelnen Lieder variiert. Verlassen kann er sich dabei auf eine furios aufspielende Begleitband, in der der sehr starke Drummer Sean Paddock (äußerst kraftvoll) und der filigrane Lead-Gitarrist Clayton Mitchell (viele southern-inspirierte Soli) immer wieder den Ton angeben. Bis zum ersten Durchatmer "What I Need To Know" (wunderschöne, melodische Country-Ballade, inkl. Bandvorstellung) geht es zunächst mit fünf New-Country-/Arena-Rockern in die Vollen (u. a. "Young", "Beer In Mexico", "Keg In The Closet"), welche die Massen zurecht in Wallung treiben und diese wohl nur in amerikanischen Arenen aufkommende Gänsehaut-Atmosphäre auslösen. Klasse auch das unweigerlich Urlaubsstimmung auslösende "When The Sun Goes Down" mit herrlichen, karibisch anmutenden Steel-Drums, ebenfalls dargeboten, wie schon seinerzeit in der Studiofassung, im Duett mit "Spaßkanone" Uncle Kracker. Weiterer Höhepunkt sind das Midtempostück "Anything But Mine" mit seiner schönen Akustikgitarren-Untermalung, den angenehmen Orgelparts und den großartigen Southern-E-Gitarren-Passagen des bereits erwähnten Clayton Mitchell, sowie die tolle Gute Laune-Nummer "How Forever Feels" (klasse Drum-/Bass Intro, knackiges Piano, feine Steel und Fiddle-Fills). Kenny Chesney ist es auf seinen Live-Album prächtig gelungen eine Energie geladene Synthese aus Arena-Rock und New Country (wobei die Basis, so kraftvoll und rockig die Performance auch sein mag, von Chesney's Anlagen und seiner Art des Auftretens her immer eindeutig "country" ist) zu schaffen und einen tollen musikalischen Einblick in die wohl entscheidende Phase seiner Laufbahn zu gewähren. Die CD kommt mit einem richtig dicken, 24-seitigen, reichhaltig bebildertem Booklet, in dem Kenny mittels diverser Statements viele ihn bewegende, detaillierte Eindrücke vermittelt und sich bei all seinen Förderern, Fans und Bekannten ausgiebig bedankt. Schade eigentlich nur, dass in der heutigen Zeit nicht so etwas direkt auch als DVD auf den Markt gebracht wird, aber vielleicht kommt das ja eines Tages. Bis es soweit ist, ist diese Kenny Chesney-Live-CD aber in jedem Fall ein "Muß"! Jawohl, lasst uns diese tollen Songs noch einmal erleben. Klasse Live-Stoff, nicht nur für New Country- und Chesney-Anhänger! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4468
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Gill, Vince - these days [2006]
4 CD Box-Set! Ausschließlich neues Material! Genial! Ist es Mut, Abenteuerlust, ist es Experimentierfreude oder einfach nur das Resultat eines nie versiegenden Quells endloser Ideen und guter Songs? Wohl von allem etwas und noch viel mehr! Egal, in jedem Fall ist es so etwas wie Vince Gill's "Masterpiece", das grandiose Output eines der ganz Großen Nashville's, eines der ganz Großen des Country, New Country, der alles erreicht hat, was es zu erreichen gibt und nun, ausgestattet mit allen Freiheiten und ohne jeden kommerziellen Hintergedanken seiner Kreativität freien Lauf läßt! 4 CDs, 43 brandneue Songs, die die ganze Tiefe von Gill's fantastischer Songwriter-Kunst widergeben (nicht ein einziger Song, den er nicht geschrieben, bzw. mitgeschrieben hat), sein unglaubliches Gitarrenspiel demonstrieren, einen außergewöhnlichen Sänger mit einer phänomenalen Stimme und einem unvergleichlichen Wiedererkennungswert, wie er einem selten begegnet, offereieren, die eine Persönlichkeit voller musikalischer Ästhetik zeigen, die zu leiner Zeit ihrer Karriere ihre multidimensionalen, voller variabler Interessen steckenden musikalischen Vorstellungen vernachlässigt hat, aber auch nie ihre Roots - und die sind eindeutig "country"! "These days" ist ein sehr exquisites, opulentes, prima aufgemachtes 4 CD-Set zu einem überaus attraktiven Preis (schöner Zug des Labels)! In einem Papp-Schuber stecken ein gewaltiges, dickes, 66-seitiges, mit allen Songtexten ausgestattetes Booklet, sowie 4, mit sehr schönen, der jeweiligen Thematik entsprechenden Covern versehenen Digipack-CDs, die alle ein bestimmtes Motto zum Inhalt haben. CD 1 nennt sich "Workin' on a big chill" und ist "The Rockin' Record", vollgepackt mit 10 starken, knackigen New Country-/Countryrock-Songs, teils mit bluesigen und schön rootsigen Ansätzen, gespickt mit rollen E-Gitarrenläufen und einigen bärenstarken Soli vom Meister, CD 2 ist "The Groovy Record" mit dem Titel "The reason why", mit 13 wunderbaren, von großartigen Melodien gekennzeichneten, teilweise recht poppigen, aber niemals unangenehm aufgesetzt wirkenden Balladen, CD 3 heißt "Some things never get old" mit der Bezeichnung "The Country & Western Record", mit 10 absolut traditionellen, puren, vollkomen reinen, unverfälschten Countrysongs in bester George Jones-/Merle Haggard-Manier, und die CD 4, mit dem Titel "Little brother", ist "The Acoustic Record", die, das sind die Roots von Vince, einen erstklassigen Mix von 10 Bluegrass Nummern und lupenreinen, äußerst frischen, glasklaren, Bluegrass-flavoured Acoustic Country-Songs zum Inhalt haben! Jede einzelne CDs steckt voller herrlicher Songperlen, wie beispielsweise das dezent bluesige, mit würzigen E-Gitarren durchzogene, drückende "Cowboy up" (mit Gretchen Wilson als Gast) von der "Rockin' Record", die wundervoll melodische, schön flockige, entspannte und sehr frische Ballade "No easy way", von der "Groovy Record", die Steelguitar-getränkte, lupenreine Honky Tonk-/Barroom-/Traditional Country-Nummer "Out of my mind" (mit Patty Loveless als Gast), oder der herrliche, von tollem Dobrospiel (Jerry Douglas) und großartiger Mandoline geprägte Acoustic Country-Waltz "A river like you", mit Tochter Jenny Gill als Gast! Apropos Gäste: Jede Menge Freunde und Wegbereiter seiner langen und erfolgreichen Karriere haben ihn mit gesanglichen Duett-/ bzw. Background-Auftritten unterstützt, als da wären Emmylou Harris, Rodney Crowell, Patty Loveless, Alison Krauss, Gretchen Wilson, Bekka Bramlett, Bonnie Raitt, Phil Everly, Sheryl Crow, LeAnn Rimes, Trisha Yearwood, Amy Grant, Katrina Elam, Del McCoury, Guy Clark, usw.! Welch eine CD-Box! Ein absoluter Meilenstein in der Karriere von Vince Gill!

Art-Nr.: 4529
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 29,90

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Jackson, Alan - like red on a rose [2006]
Eigentlich wollte sich Alan Jackson mit seinem neuen Werk den schon lange gehegten Wunsch eines Bluegrass-Albums erfüllen. Zumindestens für diese Aufnahmen beschloß er, sich vorübergehend von seinem Stamm-Produzenten Keith Stegall zu trennen (er betont jedoch eindeutig, daß künftige Zusammenarbeiten mit Stegall wieder jederzeit möglich sind) und "heuerte" dafür die wunderbare Alison Krauss an. Die beiden feilten, suchten Songs aus, machten sich ewige Zeiten lang Gedanken um die neue Scheibe, bis schließlich ein Album herauskam, das alles andere als ein Bluegrass-Album, aber dennoch etwas ganz Besonderes wurde: Eine herrliche, überaus intime, einfühlsame Ansammlung von 13 wundervollen Liebesliedern und Blues-getränkten Country-Balladen, die Alan Jackson zu absoluter Höchstform auflaufen lassen. Damit ist "Like red on a rose", nach dem Gospel-Werk "Precious memories", bereits das zweite Werk, das Jackson in 2006 veröffentlichte - und wieder zeigt es einen Country-Star, der voller Überzeugung bereit ist, einmal die üblichen Pfade zu verlassen und in beeindruckender Art und Weise seiner musikalischen Kreativität freien Lauf zu lassen. Erst solche Werke etablieren einen Star auch als einen großen Künstler - und das gelingt dem gefeierten Traditionalisten hier mit Nachdruck! Die Songs sind allesamt ruhig und bedächtig, Uptempo-Nummern sucht man vollkommen vergebens! Doch alle Balladen, obwohl sie sehr oft den Blues haben, werden immer vollkommen "country" interpretiert! Alan Jackson singt einfach großartig, voller Gefühl und überaus inspiriert. Die Arrangements, allesamt mit kompletter Band eingespielt, sind zumeist sehr sparsam und unaufdringlich gehalten, haben aber auch ihre durchaus knackigen Momente. Sie werden immer wieder bestimmt von sehr variantenreichem Piano-Spiel (Gordon J. Mote und Jimmy Cox), überaus sauberen und klaren Acoustic Gitarren (Ron Block von Alison Krauss' Union Station) und den traumhaften, unwiderstehlichen, rootsig angerauten, würzigen Lap Steel-Einsätzen des großen Jerry Douglas, dem damit eine zentrale Rolle unter den Instrumental-Solisten zuteil wird. Was entsteht, ist ein phantastisches, intimes, zuweilen gar besinnliches, entspanntes Country-Blues-Feeling voller Authentizität und Hingabe. Die weiteren, hochkarätigen Musiker: Alison Krauss (Fiddle), Viktor Krauss (Bass - im übrigen Alison's Bruder), Kenny Vaughan (E-Gitarre), der großartige, legendäre Soul-, Funk- und R & B-Drummer Bernard Purdie, der in den Sechzigern, Siebzigern und Achtziger mit Leuten wie James Brown, Louis Armstrong, Aretha Franklin und Dizzy Gillespie, um nur einige zu nennen, im Studio und auf Tour war, u.s.w.! Die Background-Stimmen gehören u.a. Sam Bush, Alison Krauss, Dan Tyminski, Cheryl White, Suzanne Cox und Lee Ann Womack! Wunderschönes Piano-Spiel dominiert das langsame, einfühlsame Eröffnungsstück "Anywhere on earth you are", welches zudem durch zurückhaltende Steel-/ und Acoustic Guitar-Einsätze, aber auch mal durch eine "versteckte" Fiddle verfeinert wird. Es folgt der sehr emotionale und gefühlvolle Roots-Country-Blues "Good imitation of the blues", dessen bedächtige Basis aus großartigem "Barroom-Swing-Piano"-Spiel mit einer überaus würzigen, erdigen, angerauten Lap Steel-/E-Gitarren angereichert wird, was zusammen mit Jackson's gewohnt sauberem, prächtigem Country-Gesang eine hinreißende Kombination ergibt. Das Titelstück "Like red on a rose" ist abermals eine wunderschöne, bluesige Ballade, erneut sehr ruhig dargeboten, dann aber herzhaft gewürzt mit einer durchaus kräftigen Lap Steel - dazu eine tolle Melodie! Etwas funky, soulig groovend wird's beim starken, etwas knackigeren, rhythmischen "Nobody said that it would be easy", während das melodische "Don't change on me" einen dezent spirituellen Charakter aufweist. Sehr schön auch die ruhige, bluesige Country Waltz-Ballade "As lovely as you" (da erinnert man sich gar ein wenig an Don Williams), sowie das durchaus wieder knackige, von tollen Twin E-Gitarren eingeleitete, voller "Soul" steckende "A woman's love"! Neben einer Coverversion von Leon Russell's "Bluebird" enthält das Album zudem eine traumhaft schöne, geradezu Gänsehaut erzeugende Version des alten Herb Pedersen-Klassikers "Wait a minute", herrlich von Jackson vorgetragen auf der Basis eines tollen Drummings von Purdie und durchzogen von meisterhaften Lap Steel-Linien Jerry Douglas'! Welch ein großartiges, gefühlvolles Album von Alan Jackson! Einfach nur zuhören und genießen! Und mit jedem Zuhören "wächst" das Album weiter - auch ein Beweis für die außergewöhnliche Qualität dieser Musik! Unvergänglich, zeitlos, schön!

Art-Nr.: 4441
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Jennings, Waylon - nashville rebel [2006]
4 CD-Box-Set! Prachtvoll aufgemachte, opulente 4 CD-Box im "Longform"-Format mit herrlich edlem Prägedruck! Enthält neben den 4 CDs ein fantastisches, "fettes" 142-seitiges Booklet (eigentlich muß man das schon als Buch bezeichnen) mit Unmengen von Fotos und Informationen aus der Karriere dieses so bedeutenden Mannes des Outlaw-Countrys! Es ist die erste, vollkommen Label-übergreifende Compilation überhaupt unter den vielen Sampler-Veröffentlichungen von Jennings. 92 Songs, viele Hits, viele seltenere, aber sehr wichtige Titel, einige Raritäten, manche davon bislang unveröffentlicht (enthält unter anderem ein bis dato noch nie veröffentlichtes Duett mit Johnny Cash, und jede Menge Duette mit Willie Nelson, Johnny Cash, Hank jr., Jessi Colter, u.s.w.! Betrachtet werden die Jahre 1958- 2005! Sämtliche Tracks sind "brilliantly remastered"! Rund 4 1/2 Stunden Spielzeit! "The Original Outlaw Finally Gets His Due!" Eine essentielle Box mit keinerlei unwichtigem Füllmaterial eines der ganz großen Musiker Amerikas! Grandios!

Art-Nr.: 4512
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 48,90

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Jones, George - george jones & friends ~ god's country ~ cd + dvd [2006]
CD + DVD! Großartiges Projekt, dessen Titel zwar zunächst etwas anderes vermuten lässt, als das, was es tatsächlich ist, aber das vollgepackt ist mit prächtiger, lupenreiner, traditioneller Countrymusic! Nein, es handelt weder um ein neues George Jones-, oder George Jones plus Duettpartner-Album, denn Mr. Jones ist lediglich mit einem neuen Track und bei einem Duett selbst vertreten, noch um ein Werk voller spiritueller Gospels. Vielmehr ist es ein neues, überaus gelungenes "Various Artists"-Tribute an einen der größten Country-Ikonen aller Zeiten, und wenn man das Werk würdevoll "God's Country" betitelt, so bezieht man sich nicht nur auf das hervorragende Titelstück, sondern meint im übertragenen Sinne mit größter Verehrung die Songs des "Country-Gottes" George Jones! Die lebende Legende wurde kürzlich 75 Jahre alt, was einige renommierte Traditionalisten auf den Plan rief ihm zu Ehren ein paar seiner größten und wichtigsten Songs in ihren eigenen Versionen neu einzuspielen, ihn selbst dabei aber auch vereinzelt mit einzubeziehen. So startet das Album mit dem bereits erwähnten Titelsong "God's country", einem prachtvollen, sehr knackigen und riffigen Honky Tonker, den George Jones höchst selbst eingespielt hat. Es ist die erste neue Nummer von Jones seit einigen Jahren und zeigt in in bestechender Verfassung! Respekt, Mr. Jones! Darüber hinaus enthält das Album 9 weitere großartige Jones-Nummern, interpretiert von folgenden, in der Szene äußerst beliebten Interpreten: Vince Gill mit "She thinks I still care" (herrlicher Steelguitar-Fiddle-getränkter Barroom-/Honky Tonk-Weeper), Mark Chesnutt mit "Walk through the world with me" (gefühlvolle Ballade), Tanya Tucker mit "Window up above" (sehr knackig mit satten Gitarren), Pam Tillis mit "Take me", Joe Diffie mit "White lightning" (fetziger Roadhouse Honky-Tonker), Sammy Kershaw mit "He stopped loving her today", Joe Diffie im Duett mit Newcomerin Shonna Faegan und dem legendären George-/Tammy-Klassiker "Golden rings", Tracy Lawrence mit "The one I loved back then (Corvette song)" und Garth Brooks zusammen mit George Jones und dem flotten, prächtig tanzbaren Western-Feger "Beer run" (der einzige nicht neu eingespielte Song - gab's schon mal auf Brooks' Album "Scarecrow")! Allen beteiligten Künstlern gelingen erstklassige Versionen dieser Lieder, die das Beste in ihnen zum Vorschein bringen, das sie in puncto "Traditional Country" zu bieten haben! Zudem enthält das Album noch eine zusätzliche DVD mit einer sehr gelungenen filmischen Dokumentation zu den Aufnahmen dieses Tributes. Zu sehen sind viele der Aktiven, auch George Jones, bei der Studioarbeit und mit kleinen Statements zu dem Projekt. Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar! Dieses Package ist eine wirklich prima Angelegenheit für alle Liebhaber des "Pure Country"!

Art-Nr.: 4573
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Lantana - unbridled [2006]
Lantana sind ein überaus vielversprechendes, sehr talentiertes, texanisches Damen-Trio, das sich mit seinem von einem schönen, staubigen Border-Flair tangierten, traditionell verwurzelten, aber dennoch absolut zeitgemäßen, astreinen Texas-Country anschickt, auch über die Grenzen des Lonestar-States hinaus, in der Welt des Country Fuß zu fassen. Ob sie dabei mit der selben Robustheit und Anpassungsfähigkeit ausgestattet sind, wie man es der Blume (dem Wandelröschen) nachsagt, nach der sich die drei bezaubernden Ladies benannt haben, um in diesem hart umkämpften Business auf Dauer erfolgreich arbeiten zu können, wird wohl erst die Zukunft zeigen. Doch die Chancen stehen sehr gut, denn mit ihrem klasse Debütalbum "Unbridled" ist in jedem Fall ein Anfang in die richtige Richtung gelungen. Biz Haddock und Karol Ann DeLong, beide aus Texas stammend, sowie die aus Kanada zugezogene Dalene Richelle können sich dabei auf eine fundierte musikalische Ausbildung seit frühester Kindheit stützen. Unter die Fittiche genommen wurden sie vom erfahrenen Musiker, Songwriter und Produzenten Bill Green, mittlerweile auch Inhaber des BGM-Labels ist, das Lantana’s Erstling nun veröffentlichte. Ein Album, das sich wirklich sehen lassen kann! Man bewegt sich überwiegend im traditionellen, allerdings eindeutig texanisch verwurzelten Country-Bereich, wirkt dabei dennoch modern. Die Musik klingt trocken und frisch zugleich, entwickelt in Ansätzen gar hin und wieder mal Berührungspunkte zum Bluegrass, und balanciert gleichzeitig zwischen staubigem Americana-Flair und melodischer Nashville Kompatibilität. Auch bluesige, funkige, poppige und swingende Ansätze sind zuweilen spürbar. Es passt alles prima zusammen. Zumeist recht knackig arrangiert, hören wir eine gelungene Mischung aus flotten und balladeskeren Stücken. Klasse (Harmonie)Gesang der Mädels! Unweigerlich ist man geneigt einen Vergleich mit SheDaisy oder den Dixie Chicks zu ziehen, doch, auch wenn dies nicht ganz von der Hand zu weisen ist, Lantana klingen wesentlich Roots-fundierter, bei weitem nicht so mainstreamig und durchaus etwas "kantiger". Unbekümmerter Texas Country eben! Die großartigen Begleitmusiker stammen allesamt aus dem schier unerschöpflichen Fundus texanischer Szene-Cracks, wie unter anderem auch Bobby Flores (Gitarre, Fiddle, Mandoline) und Tommy Detamore (Dobro, Lap Steel). Den Auftakt des Werkes macht die erste Single der Band, "Country As A City Girl Can Be". Ein dezent poppig angehauchter, dennoch traditioneller, melodischer, schwungvoller Song, der alles beinhaltet, was das Countryherz begehrt: Sirenenartige Fiddle, feine Mandolinen-Tupfer, schönes Honkytonk-Piano und die passenden Steelguitar-Fills! "I Ain’t No Jailer" ist ein wunderbar groovender Country-Blues mit tollem Wechselspiel zwischen Akustikgitarre und Dobro, sowie einer kurzen Banjopassage. Bei Stücken wie "You Know How It Is" oder "Give" erinnern die Harmoniegesänge der Drei sehr an die der bereits erwähnten SheDaisy. Stark auch das von einem grassigen Feeling und viel Schwung geprägte "The Juice Ain't Worth The Squeeze" (einzige Eigenkomposition der Drei, was auf eine Menge durchaus vorhandenes Songwriting-Potential schließen läßt), dem man gar ein typisches Waylon-like Outlaw-Flair nicht absprechen kann, der herrlich melodische, prächtig tanzbare (klasse "Futter" für die Linedancer) Honky Tonk-/ Roadhouse- Country-Feger "Savin' It Up For Saturday Night" mit seinem klasse Fiddle-/Steel-/Gitarren-Zusammenspiel und die traditionelle, knackige Redneck Countrynummer "What Turns Me On", bei der Parallelen zu Gretchen Wilson festzustellen sind! Als kleines Schmankerl gibt es zudem eine absolut gelungene Countryversion (mit Banjo, Fiddle und würziger Electric Slide/Lap Steel)) des alten REO Speedwagon-Rock-Klassikers "Roll With The Changes". Die partytaugliche Countryrock-Nummer "Feel Like Rockin’" am Ende der CD, mit klasse Harmonikaspiel von "Label-Boss" und Produzent Bill Green und typischem Honkytonk-Klavier, dürfte vor allem bei ihren Live-Gigs prima ankommen. Ein frischer Abschluss eines durch und durch gelungenen, interessanten und abwechslungsreichen Albums. Alle Texte der Tracks und ein paar nett anzuschauenden Aufnahmen der Protagonistinnen im 8-seitigen Klapp-Booklet runden das Ganze ab! Glückwunsch Mädels, ein prima Debut! Der Name passt schon... - wie eure pflanzlichen Namensgeber seid ihr ein willkommener, absolut bereichernder, bunter Farbtupfer in der großen Countrylandschaft rund um Texas. (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4483
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Country as a city girl can be
The juice ain't worth the squeeze
You know how it is
Roll with the changes
Savin' it up for Saturday night
What turns me on

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Los Lobos - the town and the city [2006]
East LA's Los Lobos mit einem neuen Meisterwerk! Dieser Band gehen die Ideen einfach nicht aus! Über 30 Jahre sind seit ihrer Gründung vergangen, doch auch nach so langer Zeit ist aber auch gar nichts von einem "Kreativitätsstau" der Herren Hidalgo, Rosas, Pérez, Lozano und Berlin zu spüren - im Gegenteil! "The town and the city" ist ein Album geworden, das erneut die außerordentlichen Fähigkeiten einer der besten Rootsrock-Bands Amerikas auf das Eindrucksvollste offenbart. Mit aller Freiheit und mit all dem Raum, der ihre Vielseitigkeit zuläßt, begeben sie sich auf eine unwiderstehliche musikalische Reise, die zwischen solchen Karrierehöhepunkten wie "How will the wolf survive?", "Kiko" und der Gegenwart hin und her zu pendeln scheint. Doch wie selbstverständlich basteln sie daraus eine vollkommen neue, untrennbare Einheit, deren Resultat schließlich erneut etwas ganz Besonderes zum Vorschein bringt! Die Power von beispielsweise "Good morning Aztlán" etwas zurückschraubend, erleben wir ein wunderbar entspanntes neues Album, das neben all seiner natürlichen Spielfreude nahezu perfekt die Schnittstelle zwischen "erdig" und "harmonisch" trifft. Der Sound ist sehr trocken, gleichzeitig aber ungemein warm und geschmeidig produziert worden. Subtile Klänge und eine herrlich vielschichtige Instrumentierung (David Hidalgo's Lead Gitarren-Spiel ist umwerfend, genauso wie sein unverkennbarer Gesang) bauen eine gleichzeitig entspannte, wie auch geradezu knisternde Spannung erzeugende, hypnotische und äußerst angenehme Atmosphäre aus fantastisch ineinander fließendem Picking, unaufdringlichen Keyboard-Tupfern, exzellenter Percussion und wunderbaren Melodien auf. Die Arrangements wirken experimentell und vertraut zugleich. Sie nehmen den Zuhörer gefangen und "zwingen" ihn regelrecht zuzuhören. Faszinierend! Bei alledem spürt man auch immer wieder den Hang der Musiker ihren instrumentellen Künsten freien Lauf zu lassen, was der Band auch in Jam-Kreisen ein hohes Standing einbrachte. Vielseitige, ruhige, gleichzeitig rootsig zerrige, wie auch überaus klare Gitarrenlinien ziehen sich durch den wundervollen Opener "The valley", gebettet auf einem schön relaxten, einen magisch anziehenden Groove aus trockener Percussion und tiefem Bass. Die über 54 Minuten währende Aneinanderreihung eines musikalischen Höhepunktes an den nächsten hat begonnen. Auch bei dem großartigen von mexikanischen Acoustic Gitarren begleiteten "Hold on" bildet ein herrlich trockener Percussion-Groove die Basis, ehe sie mit dem überragenden "The road to Gila Bend" einen absoluten Traum von einem erdigen Rootsrocker abliefern. Ein lässiger, schwungvoller Drive, sehr flüssiger Rhythmus, prächtige, schön raue, rotzige, verzerrte "rusty" E-Gitarren-Linien in bester Neil Young & Crazy Horse-Tradition, Hidalgo's fantastischer Gesang - alles verpackt und harmonisch miteinander verschmolzen zu einer hinreißenden Melodie. Bärenstark! Darüber hinaus bietet der Song ungemein viel Freiraum für lockere Jammings, was die Band live sicher, vor allem im Rahmen der Gitarrenparts, genüßlich ausnutzen wird. Mit "Chuco's cumbia" folgt der erste von drei spanisch gesungenen Mexican-/Latino-Nummern (klasse Percussion, starke, transparente Gitarren, zuweilen ein großartiges "Spaghetti Western"-Flair, sowie ein exzellentes, unaufdringliches Saxophon erzeugen die fiktive Vorstellung von rhythmisch und temperamentvoll tanzenden Senoritas in einer heißen, mexikanischen "Cantina"), ehe mit dem exquisiten "If you were only here tonight" eine erneut überaus melodische Ballade folgt, deren lässige, lockere E-Gitarren-Begleitung ebenso retro wie zeitgemäß klingt. Man glaubt Spuren der legendären Grateful Dead zu entdecken, genauso wie die solch junger Bands wie My Morning Jacket! Sehr stark auch der raue, würzige Roots-Blues "Two dogs and a bone", der mit toller Orgel, Piano und E-Gitarre garnierte, etwas nostalgisch anmutende, recht knackige Rootsrocker "Little things", der ein gewisses Psychedelic-Feeling mit sonniger, kalifornischer Frische und einer klasse Melodie vereint, das bluesige, dezent jazzig swingende, Finger schnippende "Free up", wie auch die grandiose, herrlich staubige, countrylastige Roots-/Americana-Nummer "The town"! All das bedeutet außergewöhnliche musikalische Klasse auf höchstem Niveau! Nach über 3 Dekaden setzen Los Lobos mit diesem Album das nächste Ausrufezeichen in ihrer vielseitigen Karriere und schaffen es noch immer sich weiterzuentwickeln. "An exciting and emotionally powerful experience that grows with each listen"! Wir erwähnten es bereits eingangs: Ein Meisterwerk! Kommt in einem feinen Digipack mit einem alle Texte umfassenden, 20-seitigen Booklet!

Art-Nr.: 4461
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Mavericks, The - gold [2006]
2 CD-Set! Ja das ist doch mal eine lohnenswerte "Best of"-Zusammenstellung dieser so überaus beliebten Band um den grandiosen Sänger Raul Malo, die auf so unwiderstehliche Weise traditionelle Countrymusic mit ebenso traditionellen Rockabilly-/Rock'n Roll-Anleihen vermischen. Zwei randvoll gefüllte CDs mit über 2 1/2 Stunden (!) Spielzeit und sage und schreibe 41 Songs durchleuchten die Karriere der Truppe von ihrem 1992iger "From hell to paradise"-Album, bis zu dem 1999 erschienenen "Super colossal smash hits of the 90's"! Enthalten sind sämtliche Hits und Highlights während dieser Phase, aber auch einige hoch interessante, seltenere Tracks, wie zum Beispiel "Blue moon" aus dem "Apollo 13"-Soundtrack, "Panatella", ein bis dato nur als Single-Rückseite, bzw. auf der Japan-Ausgabe des "Trampoline"-Albums erschienener Bonustrack, "She does", bislang nicht auf einem Album und nur außerhalb der USA als Single-Rückseite von "I've got this feeling" erschienen, "All I get", noch ein japanischer Bonustrack von "Trampoline", wie auch "Hot Burrito # 1" aus dem Gram Parsons Tribute-Album "Return of the grevous angel"! Dazu gibt's jeweils rund zwei Drittel des Inhalts der "normalen" Alben der Band zwischen 1992 und 1999! Abgerundet wird die Doppel-CD durch ein feines, 16-seitiges Booklet mit informativen Linernotes zur Bandgeschichte und zu den Songs. Für Fans ein prächtiger, umfassender Überblick; für Leute, die immer schon mal etwas von dieser Band haben wollten, die ultimative Compilation! Eine bessere Zusammenstellung aus den erfolgreichsten Jahren der Mavericks, plus einigem hochkarätigen Bonusmaterial, kann man nicht bekommen - und das im besten, remasterten Sound!!

Art-Nr.: 4389
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 21,90

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McEntire, Reba - paket: video gold I & video gold II ~ 2 dvds [2006]
2 DVDs! "Video Gold I" und "Video gold II" zum Paket-Sonderpreis! Die DVDs sind "code free" und somit auf jedem DVD-Player abspielbar! Insgesamt 36 Musikvideos der Country-Ikone! Details siehe unter dem jeweiligen Einzel-Artikel!

Art-Nr.: 4665
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 33,00

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Montgomery Gentry - some people change [2006]
"Some People Change" heißt das neue, starke Album der beiden Musiker aus Kentucky, ihr mittlerweile fünftes, wenn man mal ihr "Greatest Hits"-Werk aus dem letzten Jahr außen vor lässt. Hört ma sich die Scheibe an, so erkennt man a) schnell ihre Klasse und ist b) geneigt den Titel um den Zusatz "But Montgomery Gentry Don’t" zu ergänzen, was wir allerdings als klares Kompliment verstanden wissen wollen. Denn auch diesmal sind die Beiden weitestgehend dem Prinzip treu geblieben, das sie auf allen bisherigen Silberlingen durchgezogen haben und das sie zu einem der angesagtesten und erfolgreichsten Major-Acts in Nashville werden ließ, nämlich abwechslungsreicher, druckvoller, herrlich southern-inspirierter, knackiger New Country/ New Country-Rock der Extraklasse. Also wozu großartig rumexperimentieren, die beiden wissen schließlich ihre Stärken und die setzen sie einmal mehr ein. Ein mit Mark Wright, Rivers Rutherford und Jeffrey Steele überaus erfahrenes, zudem mit exzellenten Songwriterqualitäten ausgestattetes Produzententeam, viele weitere prominente Komponisten, ein Heer von Klasse-Musikern (so ziemlich alles, was in Nashville Rang und Namen hat), alles in exakter Kombination mit den beiden vokal unterschiedlichen Charakteren, lassen einmal mehr nichts anbrennen. Auffällig sicher, dass diesmal Jeffrey Steele, der ja gerade mit seinem Album "Hell On Wheels" für Furore sorgt, einen recht großen Einfluß auf Sound und Songmaterial des Duos hatte. Seine Handschrift ist bei Songs wie "Hey Country" (wieder so ein frecher Southern Countryrock-Song in einem "hippen" Styling mit toller, satter Double Leads-/Slide-Passage, harten, funky Basslines und starkem Banjo-Break; klasse hier der kurz eingebaute "Can’t You See"-Refrain in einem ganz anderem Gewand, mit dem Montgomery Gentry, wie es eigentlich schon Tradition ist, mal wieder eines ihrer großen Southernrock-Idole würdigen, diesmal eben The Marshall Tucker Band), "Your Tears Are Comin’" (klasse Coverversion der Steele-Nummer von dessem letzten, bereits erwähnten.Werk, etwa auf der gleiche Qualitätsstufe wie das Original), dem so traurigen, Piano-balladesken "Clouds", dem ganz starken "Twenty years ago" (ein großartiger, enmotionaler Song über die Versöhnung eines rebellischen Sohnes am Sterbebett seines hartnäckigen Vaters), und dem schwungvollen, knackigen Outlaw-/Redneck-Feger "What Do Ya Think About That" (klasse Mandolinen-/Wahbro-Kombination, filigrane Slide-Fills) überdeutlich zu spüren. Der Opener und gleichzeitig die erste Single, "Some People Change", kommt im Strophenbereich mit Eddie Montgomery's warmer Stimme zunächst sehr entspannt und melodisch daher, wird aber im Refrain durch Troy Gentry's Energie-geladenen Gesang stilvoll abgelöst. Dazu gibt es als "Farbtupfer" einen recht emotionalen, voller Southern Soul steckenden, gospelartigen Chorgesang am Ende. Das Stück befindet sich zu Recht bereits auf dem Vormarsch in den Charts. In etwa die gleiche Kerbe schlägt das glänzende "I’m A Lucky Man", das mit humorvollem Text recht stoisch von Montgomery dargeboten wird. Die wahre Freude aber ist es immer wieder, wenn Montgomery Gentry ihre knackige New Country-Mucke mit dem obligatorischen Southern-Rock-Flair überziehen, bei dem sich die beteiligten Gitarreros mit all ihrer unzweifelhaften Klasse dann richtig austoben dürfen. Beispiele dafür sind das bereits erwähnte "Hey Country", "Takes All Kinds" (mit sattem E-Slide-Führungsriff), "Redder Than That" (ein prächtiger Redneck Party-Heuler zum Mitgrölen), das leicht bluesige "A man's job", wie auch die herrliche Rock'n Roll Country-Nummer "If You Wanna Keep An Angel" mit wunderbarem, weiblichem Background-Gesang und großartigem Orgel-, Steel- und E-Gitarren-Zusammenspiel. Auch das abschließende "True Ride In The Fast Lane" enthält Southern-typische, Skynyrd'sche Gitarren-Elemente, Honkytonk-Piano und die typischen "Ooh-Ooh"-Harmonies. Ein Pianoausklang mit sattem Drums-Tusch beendet eine erneut bärenstarke Vorstellung des Duos. Vielleicht kann man das Album sogar nochmal als Steigerung zum Vorgänger bezeichnen! Wie dem auch sei, wer ihre bisherigen Werke mochte, wird auch von "Some People Change" begeistert sein, wer die Beiden noch nicht "ausprobiert" hat, für den wird's nun endgültig Zeit! Exzellente Vorstellung von Montgomery Gentry! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4531
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

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My Morning Jacket - okonokos ~ live [2006]
2 CD-Set! Eine der ambitioniertesten, talentiertesten und faszinierendsten, jungen U.S.-Bands der heutigen Zeit begeistern uns nach nunmehr 4 hervorragenden Studio-Alben mit einer geradezu famosen Live Doppel-CD! My Morning Jacket aus Louisville/Kentucky um den charismatischen Frontman, Sänger, Gitarrist und Songwriter Jim James, diese live immer so wunderbar ihre langen Mähnen schwingenden, unbekümmert wie hochklassig aufspielenden Burschen, im weitesten Sinne der Jamrock-Bewegung zuzuordnen, entfachen auf der Bühne die pure Magie! Einzigartiger, unwiderstehlicher "southern-tinged Rock'n Roll" mit traumwandlersich sicher zwischen Retro und Moderne hin und her balancierenden Roots- und Countryrock-Elementen, dessen epische Soundsphären von diesem herrlichen, den Stil der Band so unverwechselbar prägenden Sixties-/Seventies-/Hippie-/Psychedelic-Jam-Feeling durchzogen werden! Mal überaus kraftvoll, laut und dreckig rockend, aber auch mit ruhigen, bedächtigen Momenten, immer knackig und flüssig agierend, die ungezügelte Spielfreude im Blut, bestechen sie darüber hinaus mit einer unglaublichen Melodik. Die Bandbreite der Einflüsse scheint von Lynyrd Skynyrd bis zu den Flaming Lips, und von Gram Parsons bis zu Neil Young und Pink Floyd zu reichen. Eine "verrückte" Kombination, die sie aber voller Hingabe in eine nahezu vollendete Harmonie verwandeln, gleichzeitig aber immer wieder mit losgelösten Instrumental-Passagen/Jammings versehen. Man merkt sofort, was für eine grandiose Live-Band My Morning Jacket sind! Sie explodieren regelrecht auf der Bühne! Die 21 Songs umfassende Setlist von der aktuellen "Z"-Tour ertönt in einem prächtigen, vollmundigen, saftigen Sound aus vielschichtigen, mal filigran eingesetzten, aber überiwegend fett und satt rockenden, herrlichen, herzhaft würzigen E-Gitarren, verziert mit diesen "schwebenden", so markanten, doch niemals zu aufdringlichen Keyboard-Klängen. Dominiert wird das Ganze klar von den Gitarren, und natürlich von Jim James' unvergleichlichem, immer mit einem gewissen Hall unterlegtem, betörendem "howling falsetto"-Gesang, dessen Timbre zuweilen ein wenig an Neil Young erinnert. Großartig, wenn er neben den tollen Melodien, die er singt, mit seinen emotionalen Einsätzen, mal rotzig "kreischend", mal mit harmonischen "Oooohs" und "Aaaahs", mal mit sonstigen "Stimmgeräuschen", die ideale Ergänzung zu den instrumentalen Arrangements der Songs bildet. Es ist nahezu unmöglich einzelne Songs als etwas Besonderes herauszustellen, denn die komplette Setlist ist ein "Hammer"! Ob der von einem markanten Rhythmus aus kantigen Drums und großartigen Keyboard-Fills geprägte, leicht funkige, psychedelische Hippie-Jam-Rocker "Worldless chorus", das von satten E-Gitarren und tollem Drumming angetriebene, dynamische, rauhe, aber dennoch wieder überaus melodische, voller Southern-/Roots-Flair steckende "Gideon", der forsche, von tierischen Gitarrenschlachten geprägte, gleichzeitig sphärig, psychedelische, melodische "New Southern"-Rocker "One big holiday", die über 8-minütige, von James' hypnotischem Gesang eindrucksvoll dargebotene, fantastische Psychedelic-/Roots-/Jam-Ballade "I will sing you songs", deren epische Schönheit am Ende in rauhe, sägenden "Crazy Horse"-like E-Gitarren mündet, das flockige, melodische, wieder voller Southern-Flair steckende "Lowdown", das kochend rockende, von massive Gitarrenattacken geprägte "What a wonderful man", das rhythmische, leicht Reggae-mäßige "Off the record", die entspannte, mit Steeguitar-ähnlichen Klängen durchzogene Americana-/Retro-Country-Nummer "Golden", der über 11-minütige, gar mit einem Saxophon garnierte, jazzige Psychedelic-Jam-Rocker "Dondante", der mit feurigen Gitarren gewürzte, 9 1/2-minütige Southern-Roots-Blues "Run thru" (Jim James verausgabt sich hier völlig, dazu ein mächtig Fahrt aufnehmender Jam-Mittelteil mit einem fast die Bühne in "Schutt und Asche" legenden, verzerrten Gitarren-Gewitter), der rotzig dreckige, psychedelische Roots-/"New Southern"-Rocker "Lay low", oder das von den Fans so geliebte, fetzig flotte "Dancefloors" - die Band übertrifft sich fast selbst! Ansteckende Spielfreude, hypnotische Melodien, Virtuosität, Spielfreude, Ästhetik, Magie - My Morning Jacket mit einem brillanten Live-Event! Herrlich, welch eine Frische diese Band in die heutige Rockwelt einbringt! Leute, tut das gut! (Ab Ende Oktober übrigens auch als DVD erhältlich!)

Art-Nr.: 4490
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 19,90

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Osborne, Joan - pretty little stranger [2006]
Wunderbar! "This is my kind of Country- and Americana-record", sagt sie selbst über ihr neues, kleines Meisterwerk! Was hat Joan Osborne, diese ungemein vielseitige Singer/Songwriterin nicht schon alles gemacht: Den meisten sicher hauptsächlich in Erinnerung mit ihrem Pop-/Poprock-Album "Relish" und dem Mega-Hit "One of us", einem der größten Hits der Mitt-Neunziger überhaupt (Segen und Fluch zugleich für Osborne), nahm sie Soul- und R & B-Musik auf, präsentierte Jazziges, sang mit Stevie Wonder und den Funk Brothers, spielte Blues, trat als Produzentin in Erscheinung (zum Beispiel für die Holmes Brothers), spielte mit Grateful Dead und tourte im Sommer 2006 mit Phil Lesh & Friends als Lead-Sängerin durch die Staaten um nicht zuletzt mit ihrem inspirierten Vortrag der unzähligen Dead-Klassiker auch die Deadheads und die Jamrock-Gemeinde restlos zu überzeugen. Diese Künstlerin genießt unterdessen einen gewaltigen Ruf in der Szene, und nun liefert sie mit dem überragenden, neuen Album "Pretty little stranger" auch noch ihre Americana-Reifeprüfung ab! Das Teil ist schlichtweg ein Knüller, das in all seinem Abwechslungsreichtum, seiner umwerfenden Songqualität, den exzellenten Musikern und seiner seeligen Gesangs-Performance das Ausnahmetalent einer ganz großen Singer/Songwriterin offenbart. Obwohl man während der ganzen Scheibe ein gewisses "Laid-back"-Feeling spürt, wirkt die Musik gleichzeitig durchaus knackig, vor allen Dingen aber voller Leidenschaft, voller Ausstrahlung und voller Autherntizität. Osborne ist in der Lage auf ganz natürliche Weise ihre große Vielseitigkeit in die Americana-/Country-Basis zu integrieren. So reicht das Repertoire von knackigen Countryrockern, über, von herrlichem Gospel- und Southern-Flair durchzogene, funky Grooves, bis hin zu sonnigem Westcoast-Feeling, lupenreinen, sehr traditionell verwurzelten Countrynummern, bluesigen Momenten, Folkigem und trockenem Roots-Staub! Zuweilen scheint es, als schlage sie eine Brücke moderner Americana-Musik, wie sie beispielsweise Rosanne Cash zuletzt präsentierte, zu den Höhepunkten in der Karriere der großen Linda Ronstadt - und es gelingt ihr auf höchstem Niveau! Dazu bestechen die Songs mit einer immer wieder Gänsehaut erzeugenden Melodik! Neben Osborne's faszinierender Stimme und ihrem hochklassigen Gesang bilden die beteiligten, exzellenten Musiker (und was sind das für erlauchte Künstler), die ideale und perfekte Ergänzung, und verschmelzen ihre außergewöhnlichen Qualitäten mit dem großartigen Songmaterial (6 Eigen-/6 ausgesuchte Fremdkompositionen) zu von umwerfender Schönheit und viel "Seele" geprägten Arrangements! Mit an Bord sind u.a.: Eddie Bayers (Drums), Michael Rhodes (Bass), Steve Gibson (E-Gitarre), Bryan Sutton (Acoustic guitar), John Hobbs (Keyboards), Paul Franklin (Pedal Steel), Dan Dugmore (Lap Steel), Sonny Landreth (Slide guitar), Alison Krauss, Dan Tyminski, Rodney Crowell, Vince Gill (harmony vocals), usw.! Toller, ungemein sauberer, klarer Sound, punktgenau produziert von Steve Buckingham! Ein schön knackiger, flockiger Midtempo-Rhythmus bildet die Grundlage des prächtigen Countryrockers "Pretty little stranger", dem Titelstück also, das die Scheibe gleich in all ihrer Herrlichkeit eröffnet! Man ist sofort von dieser großartigen Musik verzaubert! Eine Traum-Nummer zu Beginn eines Traum-Albums! Exzellente, transparente Gitarren (inklusive toller Baritone-Klänge), kraftvoller, klarer Gesang, feine, unaufdringliche Piano- und Orgel-Klänge und eine hinreißende Melodie bohren sich unwiderstehlich in die tiefsten Katakomben unserer Ohrmuscheln. Dann Joan Osborne's fantastische Coverversion der Jarry Garcia/Robert Hunter-Nummer "Brokedown palace", aus der sie eine tolle Americana-Fassung voller Southern-/Gospel-Soul zaubert! Was für ein herrlicher Groove - entspannt, inspiriert, voller Gefühl, mit feinsten Gitarren und exzellenter Orgel-Untermalung! Es folgen der starke, trockene, von bluesigen Grooves getragene Roots-/Americana-Rocker "Who divided" und die grandiose, entspannte, vor Southern-Soul nur so triefende Americana-/Alternate Country-Ballade "Holy waters" (tolle Acoustc-/Electric-/Steel-Guitar-Begleitung, schöne Harmonies von Alison Krauss, eine herrliche Melodie), ehe sie mit dem fantastischen, genauso knackig, entspannt, wie rein und rootsig präsentierten "What you are" einen der tollen Songs der großartigen Patty Griffin vorträgt: Das ist wunderschöne, von einem dezenten, sehr angenehmen Pop-Feeling durchzogene, rootsige Americana-Musik mit einer großartigen Melodie und toller Gitarren-/Orgel-Begleitung, schließlich gipfelnd in einem starken, rauen Lap Steel-Solo des Nashville-Cracks Dan Dugmore, der ja vor zig Jahren bereits in der Band von Linda Ronstadt spielte. Wie sich der Kreis zu schließen scheint! Nach dem semi-akustischen "Shake the devil" (klasse Banjo), folgen mit Kris Kristofferson's "Please don't tell me how the story ends" (wundervolles Honky Tonk-/"Lonesome"-Feeling, schöne Gitarren, klasse Piano, traumhafte Pedal Steel - sowohl Linda Ronstadt, als auch Tammy Wynette kommen einem sofort in Erinnerung) und "Time won't tell" (geschrieben von Beth Nielsen Chapman und Harlan Howard - eine glasklar vorgetragene, herrliche Ballade - Background Gesang: Vince Gill) zwei astreine, ganz traditionelle, pure Countrynummern, ehe bluesige und funkige Grooves den famosen, swampigen, voller Southern-Flair steckenden Rootsrocker "Dead roses" einleiten, der gar ein wenig an Bonnie Raitt und Little Feat erinnert. Gitarren-Magier Sonny Landreth würzt diese Nummer mit einer prächtigen, feurigen Slide-Einlage! So geht das Album ohne jede Schwachstelle weiter, bis es schließlich mit dem schönen von Rodney Crowell, zusammen mit Roy Orbison und Will Jennings komponierten "When the blue hour comes" ebenso faszinierend endet, wie es vor gut 51 Minuten begonnen hatte! Herrlich! Joan Osborne's triumphaler Einzug in die Roots-/Americana-/Alternate Country-Welt!

Art-Nr.: 4606
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Pretty little stranger
Brokedown palace
Who divided
What you are
Please don't tell me how the story ends
Dead roses

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Owen, Jake - easy does it [2009]
"Easy does it".. - na ja, so einfach ist das meistens gar nicht, nach einem vielversprechenden Debut den entsprechenden Nachfolger hinzulegen, doch Jake Owen hat das mit Bravour gemeistert. Mehr noch, er hat seinen eh schon starken Erstling "Startin' with me" noch mal klar getoppt! Was wir hier hören, ist erfischender, inspirierter, voller Energie und Feuer steckender, moderner, traditionsbewusster New Country, dessen hohes Niveau dem manchmal etwas kränkelnden Nashville eine regelrechte musikalische Vitaminspritze beschert. Der aus Vero Beach in Florida stammende junge Mann, der aufgrund eines Sportunfalls eine einst geplante Karriere als Golfer schon früh ad acta legen musste, entwickelte bereits in seiner Jugend eine große Liebe zu der Musik solcher Leute wie Merle Haggard, Waylon Jennings, Vern Gosdin und Keith Whitley. Musikalisch sehr ambitioniert brachte sich der gut aussehende und mit einer großartigen, einfühlsamen Baritone-Stimme ausgestattete Bursche selbst das Gitarre spielen bei und begann eines Tages in den Campus Bars und lokalen Clubs Countrysongs zu covern, um sich damit ein paar Dollar zu verdienen. Die Reaktionen waren so überwältigend, dass sie Owen dazu motivierten, endgültig den musikalischen Weg als seine "Berufung" einzuschlagen. Er ging nach Nashville, begann eigene Songs zu schreiben, traf irgendwann den bekannten Produzenten Jimmy Ritchey (u.a. Clay Walker und Mark Chesnutt), freundete sich mit ihm an und ergatterte schließlich 2006 seinen Major-Deal. Das erste Album brachte ihm immerhin zwei Top 10-Singles (u.a. "Yee Haw") und einen Top 15-Hit ein, doch mit seinem neuen Werk, da sind wir uns sicher, wird er nun richtig durchstarten. Nahezu jeder Song hat das Zeug zum Chartbreaker. Das Material wirkt ungemein knackig, auch die Balladen. Vorwiegend umgeben von vielschichtigen, transparenten Gitarren gibt es auch mal etwas rockigere Klänge, doch die Roots von Owen liegen eindeutig im "real Country" - und das spürt man zu jeder Minute des Albums! Im weitesten Sinne bewegt er sich irgendwo in der Schnittmenge zwischen Dierks Bentley, Montgomery Gentry und Brad Pasiley. Ein langes, rund 1-minütiges Intro aus fast schon "bedrohlich" anmutenden Gitarren-, Keyboard- und Percussion-Klängen bildet den Auftakt zu der traumhaften Eröffnungsnummer "Tell me", die so stark ist, dass sie schon fast allein den Erwerb dieses, wie gsagt allerdings durchweg erstklassigen Albums, rechtfertigt. Ein wunderbar schwungvoller, frischer, herrlich knackiger, rockiger New Country-Song mit klaren traditionellen Wurzeln und jeder Menge staubigem Southern-, Wüsten-, Ghost Town-Flair. Was für eine großartige Melodie! Owen's toller Gesang und die exzellent ineinander verschmolzene Instrumentierung aus toller Baritone-Gitarre, kernigen E-Gitarren (würziges, sehr lebendiges Solo inklusive) und hinreißenden Steelguitar-Linien bilden eine sehr harmonische, prächtig "im Saft stehende" Einheit, die geradezu Gänsehaut auslöst. Besser kann man modernen, authentischen New Country kaum spielen. Großen Anteil daran haben natürlich auch die begnadeten Begleitmusiker, die Owen an seiner Seite hat. Zum Beispiel den phänomenalen Drummer Kenny Aronoff (u.a. John Fogerty, John Mellencamp, Willie Nelson), die Gitarrenartisten Brent Mason und David Grissom (u.a. Joe Ely, Dixie Chicks, John Mellencamp, Storyville), Steelguitar-As Paul Franklin, Gordon Mote an den Keyboards, B. James Lowry an der akustischen Gitarre, u.s.w.! Großartig! Sehr kraftvoll geht es mit dem starken, abermals voller Southernflair steckenden Countryrocker "Eight second ride" weiter. Flankiert von satten, southern-fueled Double Lead E-Gitarren präsentiert Owen diesen "young and wild countryboy"-Feger mit deutlichen Reminiszensen an die Charlie Daniels Band, Hank Williams jr. und Montgomery Gentry. Wesentlich lockerer und entspannter geht es dann bei dem sommerlichen, flockigen Titelstück "Easy does it" zu, das in seiner musikalischen Philosophie und mit seinem lässigen Westcoast-Feeling gar an die guten, alten Eagles zu erinnern scheint (wobei Owen stimmlich natürlich näher an einem Alan Jackson liegt). Toller Rhythmus, schöne Gitarren und sehr klare Steelguitar-Linien bestimmen das Geschehen. Eine wunderschöne, relaxte, sonnige Countrynummer! Die folgende, kräftige, mit einer feinen Portion Southern Soul durchzogene, melodische, von schönen Gitarren, Steel und bluesigen E-Piano-Klängen begleitete Ballade "Don't think I can't love you" ist die erste Single des Albums und bereits in den Top 10 der Billboard Country Singles Charts unterwegs, mit deutlichem Pfeil nach oben! Und genau das ist es, was Jake Owen mit seinem neuen Album gelingen könnte: Sich in der Spitze von Nashville's Top Country-Leuten zu etablieren. Verdient hätte er es allemal und die Klasse dazu hat er sowieso. Auch die übrigen Songs der CD sind ausnahmslos klasse. Folgerichtiges Fazit: "Easy does it" von Jake Owen ist ein absolutes New Country-Highlight geworden, an dem sich viele folgende Veröffentlichungen des noch jungen Countryjahres 2009 werden messen müssen. Die Latte liegt ziemlich hoch! Beeindruckend!

Die komplette Songliste:

1 Tell Me - 4:38   
2 Eight Second Ride - 3:07   
3 Easy Does It - 3:35   
4 Don't Think I Can't Love You - 3:05   
5 Cherry on Top - 3:37   
6 Who Said Whiskey (Was Meant to Drink a Woman Away) - 3:27   
7 Green Bananas - 3:20   
8 Anything for You - 3:52   
9 Every Reason I Go Back - 3:34   
10 Nothin' Grows in Shadows - 5:01

Art-Nr.: 6232
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

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