Artikel 1 bis 15 von 40 gefundenen...

[1-15] [16-30] [31-45]

 
Aldean, Jason - relentless [2007]
Ganz starkes, sattes, knackiges, zweites Album von einem der Vorzeige-Künstler aus Nashville's neuer, verwegener, junger, "wilder" New Country-Garde! Sein Debüt von 2005 ist seit zwei Jahren ein ununterbrochener Dauerbrenner in den Charts, wurde längst mit Platin ausgezeichnet und brachte Jason Aldean 2006 den Titel des "Top Male New Vocalist" der "Academy of Country Music" ein. Ein absoluter Senkrechtstart für einen Newcomer! Das Independent Label Broken Bow Records (u. a. auch Label von Craig Morgan) hat sich mit viel Umsicht und Gespür einen ganz dicken Fisch an Land gezogen. Solch ein unerwarteter, spektakulärer Erfolg bringt natürlich eine Menge Vorteile mit sich, birgt aber auch gewisse Risiken für ein Nachfolge-Album. Zum einen hat man es zwar deutlich leichter, beispielsweise an vielversprechende Songs heranzukommen, zum anderen aber ist der Erfolgsdruck enorm hoch. Um es vorwegzunehmen, Jason Aldean hat das alles kalt gelassen und mit "Relentless"ein Album nachgeschoben, das den schon großartigen Vogänger glatt noch einmal toppt! Keine Frage, auch diesmal wird er, verdientermaßen, wieder ordentlich abräumen. Was bringt diese knackig, rockige, durchaus auf traditionellen Roots basierende, von einer leichten Southern-Brise (das hat der aus Georgia stammende Bursche einfach im Blut) durchzogene, kraftvolle New Country-Mucke für einen Schwung in die Bude Nashville's! Richtigerweise hat man sich schwerpunktmäßig auch für das neue Werk am Grundkonzept des Vorgängers orientiert, wenngliech das Songmaterial fast noch stärker geworden ist. Von den Musikern, über den Produzenten, bis zur Covergestaltung wurde nur wenig verändert, lediglich bei den Songwritern wurde etwas mehr in die Breite variiert (hier ist jetzt neben den etablierten Schreibern vom Vorgänger zusätzlich fast alles am Start, was Rang und Namen in der Szene hat). Jason taucht diesmal nicht in den Songwriter-Credits auf (beim Debüt hatte er noch drei Stücke mitkomponiert) und darf sich damit voll und ganz auf seinen großartigen Gesang konzentrieren. Der klasse Opener "Johnny Cash" lehnt sich in seiner kräftig country-rockigen Art (dezenter Redneck-Einschlag) deutlich an Aldean's erste Hitsingle "Hicktown" an, der prominente Titel dürfte sein Übriges zum Gelingen beitragen. Ein starker Auftakt, der direkt in die Vollen geht. Geschrieben übrigens von John Rich (Big & Rich), Vickey MyGhee und Rodney Clawson, die auch Jason's ersten Nr.1-Hit "Why" konzipiert hatten. Im weiteren Verlauf wurde eine erstklassige Mischung aus kräftigen, atmosphärischen Balladen ("Laughed Until We Cried", "Who’s Kissing You Tonight", "Back In This Cigarette"), melodischen Midtempo-Songs ("Do You Wish It Was Me" - mit toller Baritone-Gitarre -, "My Memory Ain’t What It Used To Be") und knackigen New Country-Nummern ("I Use What I Got", "Relentless") zusammengestellt, die praktisch alle das Potenzial künftiger Chartbreaker haben. Das ist es, was die "toughen" Cowgirls and Cowboys von heute hören wollen! Weitere Highlights sind das herrlich kernige, dezent bluesige, aber trotzdem sehr melodisch dargebotene "No" (starke E-Gitarren), die traumhafte, kraftvolle Ballade "Grown Woman" mit der ebenfalls zur Zeit mächtig angesagten Miranda Lambert als Zweitstimme, der flotte Honky Tonk-Feger "I Break Everything I Touch", ein David Lee Murphy-Song, oder das abschließende, wunderbar southern-lastige, von feiner Slide-Gitarre begleitete"„Not Every Man Lives", das scheinbar seine Inspiration bei legendären Bands wie den Rolling Stones oder Lynyrd Skynyrd gefunden hat. Ein ganz starkes Finish. Klasse vor allem immer wieder die starke E-Gitarren-Arbeit von Big & Rich Haus- und Hof-Gitarrist Adam Shoenfeld (neben Kurt Allison), der in jedem Song seine brillant und technisch anspruchsvoll gespielten Soli vom Stapel lässt. Fazit: Jason Aldean ist mit dem oft so brisanten Zweitwerk "Relentless" (= unbarmherzig) und seinem "Amped-up contemporary Country with Southern Rock and Honky-Tonk influences"-New Country-Sound ein weiteres Meisterstück gelungen, das erneut Hits am Fließband abwerfen und der etablierten Konkurrenz heftig "Dampf unterm Hintern" machen wird. Einfach "unbarmherzig stark", dieser Jason Aldean! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4955
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Johnny Cash
Do you wish it was me
No
Grown woman
I break everything I touch
Not every man lives

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Aldean, Jason - wide open [2009]
Jason Aldean geht konsequent seinen Weg weiter und liefert auch mit seinem dritten Album eine prächtige Leistung ab. Erneut erfreut er die Countrywelt mit seiner frechen, verwegenen, rotzigen Art und untermauert damit seinen Status als einer wegweisenden, modernen "jungen Wilden" Nashville's. Der aus Macon/Georgia stammende Aldean lässt eine Menge rockige Töne in seine Musik einfliessen, dennoch ist sie immer durch und durch "country", verweigert sich weitestgehend allzu poppigen Einflüssen. Bezeichnend dafür ist beispielsweise sein aktueller "Smash"-Hit "She's country" (ist bereits unter den Top 5 der Billboard Country Singles-Charts, mit weiterem Drang nach oben), eine auf powernden, harten, gar AC/DC-kompatiblen E-Gitarren-Riffs basierende Nummer, die trotz dieses Fundamentes allerdings ein überaus authentischer, hervorragend umgesetzter, erdiger, junger, zwar fetter, aber lupenreiner Country-Kracher ist. Das ist klasse, das ist modern, das ist erfrischend! Als Gegenpol beinhaltet das Album auch ein paar, von tollen Melodien geprägte, wunderbare Balladen, die zumeist entspannt beginnen, im Verlauf des Songs aber immer mehr an Kraft gewinnen. Stellvertretend dafür sei das phantastische "Don't give up on me" erwähnt, das mit tollen, transparenten Gitarrenlinien überzeugt, gepaart mit schönen Steelguitar-Fills, und im zweiten Drittel mit einem erdigen, kurzen E-Gitarren-Solo überzeugt. So gibt es eine starke, abwechslungsreiche Mischung aus Songs über "small-town girls with big-city dreams", das raue Leben auf dem Lande und ein Stück über einen "Big green tractor" (feines Southernflair). Klasse beispielsweise auch das fetzige, mit satten E-Gitarren, flirrender Fiddle und schönen Steel-Klängen gefüllte "Crazy town", eine countryrockig stampfende Hommage an Nashville, und die wunderschöne, rebellische Ballade "On my highway"! Aber, wie gesagt, das gesamte Songmaterial ist klasse! Moderner, authentischer, immer ein wenig Redneck-/Southern-behafteter New Country, mal mit "Dampf", mal gefühlvoll, tough, kernig, ehrlich, jung, frisch! Was schon für Jason's Debut im Jahre 2005 galt, gilt auch noch zwei Alben und 4 Jahre später: So macht Countrymusic Laune ohne Ende...

Das komplette Tracklisting:

1 Wide Open - 4:00   
2 This I Gotta See - 3:57   
3 Fast - 4:14   
4 Crazy Town - 3:03   
5 Don't Give Up on Me - 3:40   
6 She's Country - 3:40   
7 On My Highway - 3:47   
8 Keep the Girl - 4:30   
9 Big Green Tractor - 3:24   
10 The Truth - 3:58   
11 Love Was Easy - 3:34

Art-Nr.: 6337
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Wide open
Fast
Crazy town
Don't give up on me
She's country
Big green tractor

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Allan, Gary - greatest hits [2007]
Nach nunmehr 6 vorangegangenen, sehr erfolgreichen Alben und zahlreichen großen Hits ist es auch für Gary Allan an der Zeit seinen ersten "Greatest Hits"-Überblick zu veröffentlichen. Tolle Sache, denn die CD bietet, neben zwei überaus starken, brandneuen, exklusiv für dieses Album eingespielten Tracks, eine wirklich sehr repräsentativ und geschickt ausgesuchte Auswahl an 13 großartigen Nummern, die Gary's unwiderstehlichen, von seiner faszinierenden "Whiskey-soaked"-Stimme getragenen New Country-Stil bestens identifizieren und reflektieren, nämlich die kluge Vermischung traditionell veruwrzelter Honky Tonk-Traditionen, radiofreundlichen Nashville-Countrys, californischen Bakersfield-Feelings und dezent rootsig veranlagtem Retro California Country-Flair, bei dem einem vereinzelt sogar Gene Clark und die guten alten Byrds in Erinnerung kommen. Darunter befinden sich solche Knüller wie "Smoke rings in the dark" (hinreißender, ein leicht nostalgisches Ghost Town-/Western-Flair aufweisender, von einer traumhaften Melodie durchzogener Westcoast-Country), die phantastische Ballade "Best I ever had", "Man to man" (ein von Jamie O'Hara komponiertes, hypnotisch schönes, Gänsehaut erzeugendes Midtempo New Country-Stück mit toller Steelguitar und herrlichem Percussion-Groove), das flott rockende "Man to me", die beiden Number Ones ""Nothing but the radio" und "Tough little boys", usw.! Ist das alles schon klasse, so liegt der besondere Reiz zusätzlich in den schon erwähnten, neuen Stücken, zwei äußerst knackigen, rockigen New Country-Perlen, die fast schon allein eine Kaufempfehlung rechtfertigen. Das ist zum einen der herrlich melodische, schön saftig in Szene gesetzte, viel Drive aufbauende, von fetten E-Gitarren und powernden Drums angetriebene New Countryrocker "Right where I need to be" (starkes Steelguitar-Spiel von Dan Dugmore), zudem bereits auf dem Weg in die Charts-Spitze, und zum anderen der jede Menge gute Laune verbreitende, satte, erneut eine Menge Power und viel "jungen", ausgelassenen, "wilden" Charme ausstrahlende, honky tonkin' und rockin', ordentlich Staub aufwirbelnde Country-Knaller "As the crow flies" (im übrigen eine Nummer von Dwight Yoakam-Sideman Keith Gattis), der von klimpernden Paino-Klängen und massiven Gitarreneinlagen durchtränkt ist. Für Neueinsteiger gilt: "Wenn nicht jetzt, wann dann", für die Fans ist es einfach eine wirklich toll zusammengestellte Compilation mit zwei herausragenden neuen Stücken! Wie auch immer man es betrachtet, in jedem Fall eine überaus beeindruckende und lohnenswerte Angelegenheit!

Art-Nr.: 4757
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Bentley, Dierks - live & loud at the fillmore ~ dvd [2007]
Drei mega-erfolreiche Alben (zwei davon bereits mit Platin-Status), mit dem aktuellen Werk "Long Trip Alone" und den bislang daraus ausgekoppelten Singles selbstverständlich auch wieder Dauergast in den Billboard-Charts - umso erfeulicher also, daß die bereits im Beileger der letzten CD angekündigte Live-DVD nun auf dem Markt ist. Ein tolles Konzert! Knackig, erfrischend, dynamisch, handwerklich perfekt umgesetzt - Bentley und seine ausgezeichnete Band präsentieren ihr prächtiges, genauso traditionell verwurzeltes wie zeitgemäßes New Country-Repertoire mit viel Elan und der entsprechenden Würze, die ein solches Live-Erlebnis benötigt, damit der Funke auch richtig überspringt. Und er springt über! Kein Wunder, denn Bentley liebt es live zu spielen. Mit fast dreihundert Konzerten im Jahr zählt er zu den absoluten "Tour"-Junkies der Country-Szene. Das hier in brillantem Dolby 5.1 Surround Sound mitgeschnittene Event fand am 10. Juni 2006 während der "Locked and loaded"-Tour im imposanten, prall gefüllten Fillmore Auditorium von Denver/Colorado statt. Wie schon auf dem aktuellen Album gelingt Bentley auch live mühelos der Spagat zwischen klassichen Honky Tonk-Traditionen, toughem Outlaw-Flair, jugendlicher Frische, lässigen Countryrock-Strömungen und einem beherzten Texas-Feeling. Seine ihn begleitenden Musiker beherrschen ihr Handwerk meisterlich. Ganz hervorragend beispielsweise immer wieder das glänzende Zusammenspiel von Gitarrist Rod Janzen und dem überragend agierenden Steeler Tim Sergent. Doch der von den "Massen" umschwärmter Star ist natürlich jederzeit Dierks Bentley selbst (wirkt rein äußerlich wie eine Mischung aus Billy Currington und Keith Urban), der sich schweißtreibend durch das 20 Stücke (inkl. Zugaben) unfassende Programm singt und spielt (Akustik- und Rhythmus-E-Gitarre). Trotz einer übermächtig wirkenden Schar weiblicher junger Fans, die den Protagonisten geradezu zu vergöttern scheinen, läuft die Veranstaltung dank Bentleys sympathischer, allürenfreier, publikumsnaher Art jederzeit in einem klar auf die Musik fokussierten Rahmen ab, auch wenn er das "Bad in der Menge" sichtlich genießt. Nach einem kurzem Instrumental-Intro (schön hier das rockige E-Riff von Janzen) legt Dierks direkt mit seinem Hit " A Lot Of Leavin’ Left To Do" los und erreicht mit dem Dancehall-tauglichen Heuler "Domestic, Light And Cold" ein erstes Stimmungshoch. "Forget About You" mit schönem Heartland-Flair, "Free And Easy (Down The Road I Go)", der flockig knackige Countryrocker vom aktuellen Album mit klasse Banjo-Spiel des vielseitigen Tim Sergent, sowie der schöne, trockene Countryblues "Settle For A Slowdown" mit herrlichen Telecaster-/Baritone-Einlagen stellen schnell die hohe instrumentelle Qualität der gesamten Truppe unter Beweis, die durch die für den Rhythmus-Background verantwortlichen Steve Misamore (Drums) und Robbie Harrington (Bass) vervollständigt wird. Das großartige "Every Mile A Memory", die erste Single von "A Long Trip Alone" (am Ende u. a. beim Bonus-Material auch als Videoclip beigefügt) bildet dann noch einen Farbtupfer, bevor mit "Good Man Like" und "My Last Name" ein lupenreines, akustisches und viel umjubeltes Bluegrass-Intermezzo eingestreut wird (Janzen an der Mandoline, Sergent am Banjo, Harrington am Upright-Bass). Auch das ein Indiz für die Wandlungsfähigkeit und das große Können aller beteiligten Musiker. Der Sidepunkt der Stimmung wird allerdings bei "Come A Little Closer" (Mädelschwarm Bentley lässt sich wie einst Garth Brooks auf dem Rücken durchs Publikum tragen) und dem saustarken "What Was I Thinkin’" (mit deftigem Instrumentalabschluss, Sergent diesmal mit glänzender Dobrovorstellung) zum Ende des Hauptprogramms erreicht. In der Zugabe gibt's dann u.a. noch die berühmte Rodney Crowell-Nummer "Ain't Livin' Long Like This" und den Johnny Cash-Klassiker "Folsom Prison Blues" zu bewundern, die auf seinen Studioalben natürlich nicht zu finden sind. Eine klasse Show! Als Bonusmaterial erhält man dann neben den bereits erwähnten Videoclip noch eine Photogallerie und einen feinen "Behind the scenes, Footage of Dierks on Tour"-Film. Dierks Bentley ist einer der wohl wichtigsten Vertreter der neuen, jungen Country-/New Country-Generation, der für seine langwierige, akribische Arbeit mit vielen Auszeichnungen und Erfolgen schon jetzt zu Recht belohnt wurde. Auch dieses tolle DVD-Live-Dokument wird seine Stellung in Nashville, und vielleicht sogar darüber hinaus, weiter manifestieren. Die DVD ist "code-free" und somit auf jedem DVD-Player abgespielbar! (Daniel Daus)

Hier nochmal die komplette Tracklist:
1.Lot of Leavin' Left to Do
2.Cab of My Truck
3.How Am I Doin'
4.Domestic, Light and Cold
5.Forget About You
6.Free and Easy (Down the Road I Go)
7.Settle for a Slowdown
8.Every Mile a Memory
9.Wish It Would Break
10.Can't Live It Down
11.Good Man Like Me
12.My Last Name
13.Long Trip Alone
14.My Love Will Follow You
15.So So Long
16.Come a Little Closer
17.What Was I Thinkin'
18.Ain't Livin' Long Like This
19.Where the Wind Don't Blow
20.Folsom Prison Blues
21.Bonus Material

Art-Nr.: 4810
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 16,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Big & Rich - between raising hell and amazing grace [2007]
Es kommt wieder Leben in die Bude! Big & Rich, diese so herrlich verrückten "modern rockin' cowboys" sind zurück mit Album Nr. 3 - und es ist ein klasse Werk geworden. Waren viele doch etwas enttäuscht von dem allzu schnell dem starken, super-erfolgreichen Mega-Debut "Horse of a different color" hinterher geworfenen Nachfolger "Comin' to your city", so folgt nun wieder eine deutliche Steigerung. Ja, vielleicht hören wir auf dem neuen Album sogar das bis dato beste Songmaterial der beiden überhaupt! Die Inspiration ist zurück! Frisch und innovativ, scheinbar endlos viele gute Songs im Kopf, rufen sie ihr immenses Potenzial ab, mit dem sie in der Lage sind, die ganze "junge und freche" Countrynation mitzureißen. Big & Rich gehören ohne jeden Zweifel zu den besten und angesagtesten Acts, die das moderne Nashville zu bieten hat. Der Albumtitel des neuen Werkes sagt eigentlich eine Menge über die Art der Countrymusic aus, die die beiden so berühmt gemacht hat: "Between raising hell"...(zwischen"höllischen", verrückten, "bad-ass" Countryrockern...) ..."and amazing grace" (...und überaus konservativ verwurzelten, traditionsbewußten "Pure Country"-Klängen) - ein schmaler Grat, den sie zielsicher treffen wie kein anderer! Dabei sind sie, dies ist ebenso bemerkenswert wie beeindruckend und ein weiteres Indiz für ihre große Klasse und Authentizität, immer glaubwürdig! So besticht das Album mit großer Abwechslung und schlägt eine spannungsgeladene Brücke zwischen satten, voller Southern-Würze steckenden, Gitarren-betonten Countryrockern, zeitgemäßem, poppigen New Country, ein paar großartigen Balladen und modernem, "durchgeknalltem", Party-tauglichem "Hip-Country"! Wie gesagt, das Songmaterial war nie besser! Überragend beispielsweise die traumhafte, durchaus knackige, aber auch flüssige und rootsige, von einem hinreißenden, voller Soul steckenden Southern-Groove getragene New Country-Ballade "Lost in this moment" mit ihren tollen E-Gitarren, den prächtigen Steelguitar-Linien und den angenehm ergänzten Piano-/Orgel-Klängen (welch eine wunderbare Melodie), oder das sich direkt anschließende Titelstück "Between raising hell and amazing grace", ein herrlicher Midetempo New Country-Song, ebenfalls von einer großartigen Melodie gekennzeichnet und mit schön knackigen E-Gitarren, Orgel und zwirbelnder Fiddle in Szene gesetzt. Stark aber auch das wunderschöne, etwas poppige, gar an einen auf Countrypfaden wandelnden Springsteen erinnernde "Faster than angels fly", die moderne, textlich sehr ansprechende, von einem opulenten Piano-/Geigen-Gewand getragene Roots-/Country-/Pop-Ballade "When the devil gets the best of me", der von einem verrückten Intro ala "Save a horse (ride a cowboy)" eingeleitete, satt rockende,von kochenden Riffs nach vorn gepeitschte, toll gesungene New Country-Kracher "Radio" (feine Fiddle, fette E-Gitarren), das herrliche, Mandolinen-getränkte "You never stop loving somebody", oder der fetzige, aber sehr "sonnige", abgefahrene, überaus fröhliche, Party-taugliche, frische Country-Reggae "Please man" (featuring Wyclef Jean)! Besonders erwähnenswert ist noch eine Coverversion des alten Rock-Klassikers "You shook me all night long" der Hardrocker von AC/DC, den sie allerdings vollkommen entfremden und zu einem lupenreinen, zwar knackigen, aber völlig traditionellen, die Linedancer zur Hochform auflaufen lassenden, puren texanischen Roadhouse Honky Tonker umfunktionieren. Große Klasse! Schön auch das umfangreiche, 20-seitige, alle Texte umfassende Booklet! John Rich & Big Kenny kriegen nach dem leichten Durchhänger beim vorigen Album wieder locker die Kurve und präsentieren sich mit "Between raising hell and amazing grace" wieder in absoluter Höchstform! So wollen wir euch hören, Jungs! "Ride on, cowboys"...

Art-Nr.: 4956
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Bois D'Arcs, The - same [2006]
Bois D'Arcs (ausgesprochen "b'o-dark") - ja was bedeutet das denn? 1.) "An ornamental, usually thorny, hard wood American tree". 2.) "A Country/Rock band from North Texas playing hard country music"! Alles klar? Namensherkunft und Stil dieser Band sind damit grob geklärt, doch von was für einer famosen Truppe hier die Rede ist, darauf muß einfach näher eingegangen werden! Das vorliegende Album, bereits ihr zweites, ist schlichtweg ein Knüller, die pure Countryrock-Wonne! The Bois D'Arcs, beheimatet "in the small North Texas German town of Muenster about 80 miles north of Dallas", um den goßartigen Sänger und Songwriter Shayne Wimmer (seine tolle, überaus angenehme Stimme bewegt sich irgendwo zwischen Cody Canada, Chris Knight, John Mellencamp und Darius Rucker von Hootie & The Blowfish) und dem hoch talentierten Gitarristen Chris Stewart zelebriert eine höchst kompetente, einfach ansteckende und begeisternde, einen nicht mehr los lassende Mischung aus, wie sie es selbst bezeichnen, Alternate Country, Rootsrock und Americana, was wir aber voller Genuß unter dem Begriff "Red Dirt"-Countryrock, und zwar der allerbesten Sorte, zusammenfassen wollen! Erstklassig produziert von Erik Herbst (u.a. Eli Young Band) und mit fantastischem Songmaterial im Rücken, spielen sie völlig unbeschwert, sehr flüssig, schwungvoll und voller Frische auf, mit Melodien die sich unwiderstehlich in unseren Gehörgängen festsetzen. Damit bewegen sie sich klar auf der Schiene solcher Kollegen wie der Kyle Bennett Band, Reckless Kelly, Cross Canadian Ragweed, einem Chris Knight in Bestform, Wade Bowen, No Justice oder durchaus auch auf den Spuren der Eagles. Doch, aufgewachsen mit der Musik von Willie Nelson, Waylon Jennings, David Allan Coe und der Grundlage ihrer musikalischen Anfangssporen, die sie sich in diversen lokalen, texanischen Rockbands verdient haben, entwickeln sie schnell eine eigene Identität und Klasse, die sie mit den oben genannten Bands der Szene nicht nur mithalten, sondern an vorderster Front mitmischen lässt. Die Arrangements sind überaus Gitarren orientiert. Phantastisch, wie der rootsig, staubig fundamentierte Sound immer wieder von frischen, sauberen Acoustc-Riffs durchzogen ist, dabei das großartige Lead Gitarren-Spiel von Chris Stewart aber ungemein würzig und "dreckig" klingt. Genau so geht's auch los: Frische, dynamische Acoustic-Gitarren, ein würziger, rootsiger, satter E-Gitarren Akkord, die knackige Rhythmussektion setzt ein, parallel dazu prächtige, raue, kernige, aber wunderbar flüssig gespielte Lead Gitarren-Linien, ein schöner Drive und eine sich unnachgiebig in unsere Ohrmuscheln schraubende, herrliche Melodie - mit dem tollen "Dead & gone" hat die Reise in die unwiderstehlichen Landschaften des Countryrocks der Bois D'Arcs begonnen und wird von ihrer Faszination auch bis zum letzten Stück der Scheibe nichts mehr einbüßen. Es gibt einfach keinen Ausfall. Ein Album wie aus einem Guß! Von ähnlichem Kaliber wie die erste, ist auch die zweite Nummer, der schwungvolle, wie Öl runtergehende, wundervoll melodische Countryrocker "Sick of it all". Die Acoustic-Riffs klingen schön "sonnig", erinnern damit fast ein wenig an die Eagles, der großartige Gesang ist leicht angeraut, aber überaus eingängig und harmonisch, und die rootsigen E-Gitarren stecken voller feuriger, dreckiger "Red Dirt"-Würze. Alles zusammen ergötzt unsere verwöhnten Countryrock-Sinne zur vollsten Zufriedenheit! Weiter geht's mit dem starken, voller Outlaw-Flair steckenden Roadhouse-/Honky Tonk-Heuler "Wasted", der eine ordentliche Menge traditionelles Countryfeeling versprüht, dennoch den rockigen Charakter nicht vermissen lässt (feine Steelguitar-Ergänzungen und tolle "Red Dirt"-/Southern-fueled Electric Leads bilden eine prächtige Einheit), gefolgt von dem erneut sehr flotten, melodischen, von quirliggen E-Gitarren und erfrischendem Schwung geprägten "Fell all right"! Die erste von ein paar traumhaft schönen, die Balance zwischen angenehm und harmonisch ins Ohr eindringender Melodik und erdig rootsigem Texas-Staub exakt austaxierenden Balladen folgt mit dem anschließenden "Better off tonight". Dann das exzellente "Backroads of Texas", eine von tollen Mandolinen-, Banjo-, und Dobroklängen unterstützte, genauso trocken wie flüssig und melodisch aus den Lautsprechern schwingende Alternate Country-/Americana-Nummer, wie sie ein Chris Knight in Hochform auch nicht besser hinbekommen könnte! Einfach toll! Wie auch der herrliche, durchaus Nashville-kompatible Honky Tonker "Take me as I am" mit seinen klasse Country-E Gitarren-Licks und den schönen Steelguitar-Tupfern, die kraftvolle, wunderschöne Americana-/Countryrock-Ballade "I'll be the one" mit ihrem satten, kernigen und spielfreudigen E-Gitarren-Solo, oder auch der abschließende, dreckige, raue, riffige "Red Dirt"-Rootsrock-/Countryrock-Kracher "The day", der nochmal ordentlich Dampf ablässt! Was uns die Bois D'Arcs hier offerieren, ist ein absolutes Countryrock-Vergnügen durch und durch! Beeindruckend, wie es solche Bands immer wieder schaffen, dieses unwiderstehliche "Red Dirt"-Flair in unsere heimischen Musikzimmer zu transportieren oder uns bei der täglichen "Stop & Go"-Fahrt zum dristen Arbeitsplatz vom Cruisen über die endlosen, staubigen Pisten zwischen Texas und Oklahoma träumen zu lassen. Nirgendwo in der Musiklandschaft wird heutzutage solch wunderbarer Countryrock produziert wie eben in dieser Gegend um Texas und Oklahoma. Und die Bois D'Arcs sind ganz vorn mit dabei, ja werden vielleicht sogar das nächste ganz große Aushängeschild der dortigen Szene werden. Vielleicht sind sie es ja schon... - in unserem Herzen auf jeden Fall! Superb!

Art-Nr.: 4751
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Dead & gone
Sick of it all
Backroads of Texas
Take me as I am
You'll feel better
The day

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Boland & The Stragglers, Jason - the bourbon legend [2006]
"This is the record we have always wanted to make,” sagt Jason Boland. “It is the right record at the right time and we really just let it flow.” Okay, ein solches Statement hört man von den Künstlern anläßlich einer Neurveröffentlichung des öftteren, doch im Falle der großartigen Truppe aus Oklahoma kommt der Stolz dieser Aussage, der Stolz auf die eigene Musik bezüglich des neuen Werkes prächtig rüber! "The Bourbon legend" ist ein klasse Album geworden! Jason Boland & the Stragglers" sind so etwas wie "modern day traditionalists" oder "modern day country outlaws"! In puncto Reife erneut einen Schritt nach vorn gemacht präsentieren sie uns eine Ansammlung elf erstklassiger, neuer Songs, die eine überaus talentierte, kompetente und exzellent aufeinander abgestimmte Band offenbaren, die mit ihrer ehrlichen, reinen, von einem feinen Twang durchzogenen Mischung aus traditionellem Honky Tonk, Texas "to the bone" Outlaw-Country, rootsigem "Red Dirt"-Countryrock-Flair und einem Hauch von Bakersfield-/Westcoast-Feeling auf der ganzen Linie überzeugen. Letzteres kommt nicht von ungefähr, denn mit dem "Grammy-Award"-Gewinner Pete Anderson, jahrelang u.a. Dwight Yoakam's Hausproduzent und Hausgitarrist, heuerten sie einen absoluten "Starproducer" an, der es schaffte, voller Authentizität diese "Lockerheit des Westens" mit der erdigen, texanischen Outlaw-Mentalität und reinsten Honky Tonk-/"Barroom"-Kulturen zu verbinden. Die Bandsound ist sehr kompakt, die Arrangements bestehen aus einer dichten, trockenen, erdigen, gleichzeitig aber sehr angenehmen, flüssigen, warmen Instrumentierung aus Gitarren, immer präsenter Pedal Steel, Fiddle und einem herzhaft groovenden Rhythmen. Es herrscht eine wunderbare, unterschwellige Live-Atmosphäre vor, die den Zuhörer trotz aller Studiozwänge wie selbsteverständlich das Gefühl vermittelt, mitten in einem urigen, verräucherten, "Bier und Whiskey"-getränktem Honky Tonk-Schuppen zu weilen, auf dessen Bühne gerade eine völlig zwanglos und unbekümmert aufspielende Country-Truppe namens Jason Boland & the Stragglers, in ihrer Musik aufgehend, das Publikum begeistert. Klasse Songmaterial, wobei Boland alle Songs selbst komponierte, zum Teil unter der Mitwirkung von Pete Anderson oder etablierten Texas "Red Dirt"-Helden wie Bob Childers oder Mike McClure! Los geht's mit dem flotten, flockigen, gleich hervorragend die Schnittstelle zwischen würzigen Texas-Roots und lockerem Bakersfield-Flair treffenden, von toller Steelguitar und feinen E-Gitarren dominierten, tollen Countryrocker "Last Country song", dessen lässiger Drive unweigerlich für gute Laune und freudigen Schwung sorgt. Starkes Steel-/E-Gitarren-Wechselspiel im Break! Es folgen der astreine, pure, sehr traditionelle "drinkin'" Barroom-Honky Tonker "The Bourbon legend", die in bestem Waylon Jennings-Stil gehaltene (auch David Allan Coe läßt grüßen), von kantigem, sehr starken E-Gitarren-Picking und einem prächtig tanzbaren Rhythmus geprägte Outlaw Country-Nummer "No one left to blame" (im übrigen die erste Single, die in der Texas-/Oklahoma-Region bereits für ordentlich Furore sorgt), der ein gewisses Johnny Cash-Flair ausstrahlende, entspannte Country-Waltz "Jesus and Ruger", ehe bei dem lockeren, erfrischenden, von tollen Gitarren, herrlichen Steelguitar-Läufen und dezenter Banjountermalung geprägten "Up and gone" erneut ein "sonniges" Westcoast Country-Feeling aufkommt. Enthält ein baumstarkes, herrlich "angerautes" Baritone E-Gitarren-Solo von Pete Anderson, der neben seiner Produzenten-Tätigkeit auch hin und wieder als Gastmusiker in Erscheinung tritt (spielt hier beispielsweise auch das Banjo). Klasse auch die rootsige, wieder mit tollen Steel-/E-Gitarren-Momenten verzierte Texas Border-Country-Nummer "Baby that's just me" oder der von klimperndem Piano, starkem Gitarrenpicking und wimmernder Steelguitar gekennzeichnete Honky Tonk-"Schwofer" "Can't tell if I drink"! So geht die Scheibe kontinuierlich mit großartigen Nummern weiter, bis sie schließlich mit dem sehr schönen, leicht rootsigen, melodischen, lockeren, entspannten "Everyday life" endet! In ihrer Heimat längst hoch angesehen, wird es Zeit, daß sie von einem breiteren Publikum, vielleicht sogar auch von Nashville, entdeckt werden und den Erfolg ernten, den sie längst verdienen. Der mit Dwight Yoakam wirklich viel erlebte und erfahrene (u.a. auch Buck Owens und Lucinda Williams) Produzent Pete Anderson sagt in einem Statement über das Album: “Working with Jason and his band on 'Bourbon Legend' was a dream situation.. Jason and I shared a clear vision to make a real modern-day country album – and I feel we accomplished just that. I’m proud of Jason and I’m proud to have worked with him on this record.”! Dem kann man sich nur anschließen! Bester, ehrlicher, traditionell verwurzelter, rootsiger (Outlaw)-Country, wie er (nicht nur) in den Honky Tonks von Texas und Oklahoma für Furore sogrt. Diese Band "hat's einfach drauf"!

Art-Nr.: 4639
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Last Country song
No one left to blame
Up and gone
Can't tell if I drink
Everyday life

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Carpenter, Mary Chapin - the calling [2007]
Großartiges neues Album von Mary Chapin Carpenter, die einst in Nashville mit ihren leicht folkig infiltrierten Countrysongs große Charterfolge feierte (ihr bekanntester ist sicher "Down at the Twist and Shout"), setzt den zuletzt eingeschlagenen Weg sich von dem damaligen "Mainstream" weitestgehend abzunabeln und mehr in Richtung Roots/Americana/Alternate Country zu orientieren, konsequent fort. Das erscheint durchaus logisch, denn im Grunde sah sie sich selbst immer als so etwas wie eine "literate acoustic singer-songwriterin". Dennoch braucht auch den "alten" Mary Chapin-Fans bei dem neuen Werk nicht Bange zu sein, denn nach wie vor finden sich genügend Spuren von Trademarks iihrer früheren Songs auch in den neuen Liedern. "The calling" beinhaltet 13 überaus ambitionierte, persönliche und kritisch engagierte Songs, deren elegante und exzellente Arrangements eine herausragende Singer-Songwriterin offenbaren, der es auf einer Ebene höchsten Niveaus gelingt ihren Hang zum Country mit ihrer Bestimmung zum folkigen, rootsigen Americana abseits der Radiostationen in beeindruckender Weise zu kombinieren. Und somit ist es wieder ein typisches Mary Chapin Carpenter-Album geworden. Ihre markante Alt-Stimme hat nichts von ihrer Faszination verloren. Schön knackige, von satten E-Gitarren und rockigen Rhythmen bestimmte Nummern und enspannte, teilweise filigran instrumentierte, wunderbare Balladen stehen sich in einem ausgewogenen Verhältnis gegenüber, alles in einer überaus angenehmen Melodik. Unter den Musikern befinden sich solche Könner wie die L.A. Schlagzeug-Legende Russell Kunkel (alle Tracks), Matt Rollings (Keyboards), Tom Bukovac (Electric Guitar), Dean Parks (Guitars), Glenn Worf (Bass) und ihr langjähriger Wegbegleiter John Jennings (Guitars)! Glasklare Acoustic Gitarren-Riffs und Piano-Klänge, sowie erfrischende, dezent hallige E-Gitarren-Licks bestimmen das leicht folkige, lockere, sehr melodisch in unsere Gehörgänge eintauchende, vortreffliche, von einem wohligen Midtempo geprägte Eröffnungsstück "The calling", während mit dem folgenden "We're all right" gleich ein ordentlich knackiger, riffiger Country-/Americana-Rocker folgt, der, erneut sehr melodisch, geradezu ein Musterbeispiel typischer, kraftvoller MCC-Upbeat-Nummern darstellt. Weitere Highlights sind beispielsweise das entspannte, besinnliche, semi-akustisch in Szene gesetzte "Twilight", die herrliche, sehr frische, von klaren, unaufdringlichen E-Gitarren-"Zupfern" und feinem Acoustic Gitarren-/Piano-Zusammenspiel dominierte Ballade "On and on it goes", der mit würzigen E-Gitarren garnierte, kräftige Roots-/Americana-/Countryrocker "Your life story", das textlich sehr engagierte, im übrigen den wegen ihrer politischen Standfestigkeit unter vielen Musikerkollegen hoch angesehenen Dixie Chicks gewidmete, knackig rockende "On with the song", die ruhige, Piano-getränkte Singer-Songwriter Ballade "Closer and closer apart", das melodisch dahin fließende "Here I am", usw., usw.! Von Album zu Album scheint Mary Chapin Carpenter ihren Ruf als eine der angesehensten Songwriterinnen des Genres weiter zu festigen. Mit "The calling" ist ihr das jedenfalls wieder einmal in beeinduckender Wesie gelungen. Große Klasse! Selbstverständlich enthält das 20-seitige Booklet sämtliche Songtexte!

Art-Nr.: 4756
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The calling
We're all right
On and on it goes
On with the song
Here I am

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Carroll, Jason Michael - growing up is getting old [2009]
Jason Michael Carroll feierte mit seinem überragenden Debut "Waitin' in the country" vor 2 Jahren einen überaus erfolgreichen Einstieg in Nashville. Hitsingles wie "Alyssa lies" und "Livin' our love song" fanden großen Anklang im Lager der Fans traditioneller und gleichzeitig auf der Höhe der Zeit produzierter Countrymusic. Nun kommt der Nachfolger, mit dem der junge Mann aus North Carolina gekonnt den 2007 eingeschlagenen Weg fortsetzt. Das Songmaterial ist eine ausgewogene Mischung aus knackigen Uptempo-Nummern und hervorragenden, oftmals auch recht kraftvollen Balladen. Doch egal, was er darbietet, es ist immer durch und durch Country. Schöne Melodien, typische Country-Instrumentierung (vorwiegend aus Gitarren) und Carroll's prächtige, tiefe Bariton-Stimme (traut man diesem langhaarigen "Sonnyboy"-Jüngling eigentlich gar nicht zu) bestimmen das Geschehen. Er ist einfach ein klasse Sänger! Zu den Highlights des Albums gehören solch starke Nummern wie der so wunderbar erfrischende, von einem herrlich lockeren, aber knackig nach vorn gehenden Drive bestimmte Opener "Happened on a Saturday night (Suzie Q)" mit seinem tollen Drumming, den feinen Gitarren (hervorragendes, würziges E-Gitarren-Solo inklusive), sowie der schönen Fiddle- und Steel-Begleitung, die moderne, kräftige, dennoch vollkommen traditionell fundamentierte, sehr melodische, reine Country-Ballade "Where I'm from" (schöne Banjo-Untermalung, klasse Steelguitar im Hintergrund, erdige E-Gitarren-Fills), das aus ähnlichem Holz geschnitzte, wunderbare Titelstück "Growing up is getting old", oder auch der temperamentvolle, mit viel Southern-Flair gespickte, satte Roadhouse-Knaller "Barn burner", der in seiner Struktur an die fetzigen Sachen eines Jason Aldean erinnert. Jason Michael Carroll ist ein prima zweites Album gelungen, mit dem er den Erfolg seines Erstlings sicher problemlos wiederholen kann. Produziert hat erneut Don Gehman! Gut gemacht, Jason!

Das komplette Tracklisting:

1 Happened on a Saturday Night (Suzie Q) - 3:23   
2 Let Me Go - 4:00   
3 Where I'm From - 4:36   
4 Tears - 4:31   
5 Growing Up Is Getting Old - 3:09   
6 That's All I Know - 3:42   
7 We Threw It All Away - 3:51   
8 Sorry Don't Matter - 3:29   
9 Barn Burner - 3:17   
10 Hurry Home - 4:02

Art-Nr.: 6372
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Carroll, Jason Michael - what color is your sky [2015]
Der Mann aus North Carolina, der uns vor 4 Jahren mit seinem Riesenhit "Alyssa Lies" begeisterte und der danach noch einige weitere Top 20-Hits folgen ließ, kommt mit einem wunderbaren, neuen Album. "What Color Is Your Sky" lautet der Titel und beinhaltet 15 brandneue Tracks, wobei die letzten drei Stücke "Here With Me", "Painting Pictures" und "Waste Their Life" (als Demo Version), allesamt in melodischem Midtempo gehalten, eigentlich nur für sein Live-Programm gedacht sind auf Wunsch seiner Fangemeinde noch als Bonus auf diesem Album mitberücksichtigt wurden. Eine schöne Geste. Carroll eröffnet sein mit recht schmalem Budget ausgestattetes und selbst produziertes Werk (er hat ja mittlerweile nur noch ein Independant-Label im Rücken, was sich aber absolut positiv auf seine Leistung ausgewirkt hat) mit dem herrlich flockigen, von Cowboylagerfeuerromantik umwehten "All I’m Drinking 'Bout", das man aufgrund des eingängigen Refrains und den folkig anmutenden ‘Whistles‘ (man ertappt sich nach einer gewissen Zeit förmlich beim Mitpfeifen) kaum noch aus dem Kopf bekommt. Ganz klasse hier auch, neben der schönen Fill-Arbeit mit Bariton-E-Gitarre, Piano- und Orgeltupfern, die plötzlich unvermittelt einsetzende E-Gitarrenpassage. Ein großartiger Auftakt. Die folgende Single "God Only Knows" erinnert vom Stil an Sachen von Jason Aldean, Brantley Gilbert & Co., ebenso wie auch später das heftig rockende "'Til The Speakers Blow" (ähnelt "My Kinda Party") und die Powerballade "We Ride", wobei immer wieder die tolle E-Gitarrenarbeit (inkl. starker Soli) zu überzeugen weiß. Das atmosphärische Titellied "What Color Is Your Sky" lässt ein wenig den New Country der 90er Jahre aufleben: ruhiger melodischer Strophengesang, der dann in einen harmoniegesungenen Refrain à la Diamond Rio oder Little Texas mündet. Auffallend auch, dass Jason Michael seine Vocals, die auf seinem letzten Silberling "Numbers" noch eher kräftiger/dominanter in Richtung Blake Shelton ausgelegt waren, ein wenig ‘weicher‘ in Sphären eines Tracy Lawrence und Konsorten ausgesteuert hat. Weitere Nummern mit 90er-Flair "Love Like July" (stadiontaugliches E-Gitarren-Solo) und "Civil War" (markante Pianountermalung). Ganz großes Kino ist das bestens zum Feiern geeignete, in "Take It Easy"-Manier fröhlich beschwingt dahinschunkelnde "Here‘s To", eine herrlich sympathische, zum Mitsingen geeignete Hommage an die angenehmen Sachen des Lebens wie das Biertrinken , schöne Frauen etc., die den anstrengenden Alltag mal für eine gewisse Zeit vergessen lassen. Schön authentisch hier die kurz simulierte ‘Crowd‘-Harmoniegesangs-Passage, die schon mal andeutet, wie es bei dem Song live zugehen wird. Ein echtes Stimmungshighlight und toller Ohrwurm zugleich! Das Schöne an der möglichen Eigenständigkeit im Independant-Bereich sind dann auch die Überraschungen und Freiheiten, die ein Künstler sich dann zwischendurch auch mal gönnen darf. So hätte es die tollen Knopfler-typischen Dire Straits Stratocaster-Einlagen bei "Does He Know" wie auch das fast schon im Southern Melodic Rock verwurzelte "Urgency" (Billy Crain-mäßiges Strat-Solo) auf einem Majorwerk wohl kaum gegeben. Die schöne Ballade "Blown Away" (dezenter "Free Bird"-Unterton bei den Keyboards) und das bardenhaft vorgetragene countryeske "Close Enough" (schön klare Akustikgitarre, Steel, Fiddle) runden ein äußerst unterhaltsames und abwechslungsreiches Werk ab, (Texte zu diesen 12 Liedern sind im Booklet enthalten), bevor die eingangs erwähnten Zusatztracks einsetzen. Auch wenn er seinen Major-Vertrag los ist, seine lockere Country-/New Country-Musik ist über jeden Zweifel erhaben und "better than ever". Herrliche, flockige Songs mit tollen Melodien, großartige Stimme und "not one bad song or any filler on this album", wie es ein begeisterter U.S.-Fan ausdrückt. Keine Ahnung, warum die Bosse der großen Labels diesen Burschen nicht mehr unter Vertrag haben, aber vielleicht ist das auch gut so. So kann er zwanglos spielen, was er will - und das macht sich auf positivste Art und Weise bemerkbar. Sehr starke Vorstellung! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. All I'm Drinking 'Bout - 4:16
2. God Only Knows - 3:52
3. What Color Is Your Sky - 3:32
4. Here's To - 3:45
5. Love Like July - 3:28
6. Does He Know - 3:40
7. Til the Speakers Blow - 3:44
8. Civil War - 3:25
9. Urgency - 3:24
10. Blown Away - 3:43
11. We Ride - 3:40
12. Close Enough - 3:10
13. Here with Me - 3:48
14. Painting Pictures - 3:49
15. Waste Their Life (Demo Version) - 3:52

Art-Nr.: 8863
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Daniels Band, Charlie - essential super hits ~ limited edition mit bonus dvd [2004]
Tolles neues Teil der Charlie Daniels Band! Achtung, nicht von dem albernen Albumtitel abschrecken lassen! Das ist zwar eine neue "Best of", aber was für eine! Das Besondere: Alle Tracks sind speziell für diese Zusammenstellung mit der aktuellen Besetzung der Band neu eingespielt worden. Das Resultat ist klasse! Die Charlie Daniels Band setzt den Trend ihrer letzten Alben fort und präsentiert sich weiterhin schön knackig, rockig und druckvoll. Southern Rock, wie ihn die Fans von "good ole" Charlie mögen! Auch den legendären Countryrock-Nummern hat er noch einmal frischen Wind eingehaucht! Wir hören jede Menge fette Southern Gitarren, lange Soli, herrliche Twin-Passagen, aber auch Charlie's Fiddle-Einlagen fehlen nicht, die er zum Teil in interessantem Parallelspiel mit der elektrischen Lead-Gitarre einsetzt. Doch nicht nur, daß es sich ausschließlich um Neuaufnahmen handelt ist erfreulich, auch die Titelauswahl kann sich wahrhaft sehen lassen! So dürfen sich die Fans unter anderem auf eine super Neuaufnahme des Klassikers "The south's gonna do it again" mit glühenden Gitarrensoli freuen (bei dieser Aufnahme ist als Gast Country Gitarren-Wizard Keith Urban mit einem Solo zu hören), wie auch auf eine großartige, Slide-getränkte, satte, neue Version von "Long haired country boy" (Gesangsgäste: Hal Ketchum und John Berry), auf das unvermeidliche "The devil went down to Georgia" in neuem Gewand, oder eine toll groovende, funkig, riffige Version von "Trudy"! Weitere Titel: "Still in Saigon" in einem von wunderbaren, satten Southern-Twin-Gitarren geprägten Sound mit feurigen Lead-Läufen, das gut abgehende, swingende "Texas" mit Gast Lee Roy Parnell an der Slide, das starke "Simple man" in einem aus Acoustic Slide und Electric Slide kombinierten, dezent swampigen Gewand, das drückende, brodelnde, wieder mit klasse Twin-Gitarren getränkte "The legend of Wooley Swamp", oder den prachtvollen, zusammen mit Travis Tritt eingespielten, knackigen Uptempo Southern-Country-Rocker "Southern boy" mit seiner starken Instrumentierung aus Fiddle, Honky Tonk Piano und würzigen E-Gitarren. Auch der Lynyrd Skynyrd-Hymne "Freebird" haben sie sich noch einmal angenommen und eine klasse neue 6 1/2-Minuten-Version eingespielt, dessen finales Instrumenatlgewitter aus den obligatorischen E-Gitarren und Charlie's wüster Fiddle besteht. Ebenfalls u.a. noch vertreten sind Neuaufnahmen von "In America", "Drinkin' my baby goodbye", "Uneasy rider" (in einer tollen, semi-akustischen Version) und das rare "This ain't no rag, it's a flag"! Die Charlie Daniels Band steht noch immer voll im Saft und poliert mit diesem Album (16 Tracks / 66 1/2 Minuten) einige ihrer legendären Klassiker, wie auch ein paar nicht unbedingt erwartete Stücke, noch einmal so auf, daß man resümieren muß: Nicht nur "The south has done it again", nein, die "Charlie Daniels Band has done it again" - und zwar äußerst beeindruckend! Und als ob das noch nicht genug wäre, gibt es das Album bis auf weiteres in limitierter Ausgabe auch noch mit eine Bonus DVD! Inhalt: 5 aktuell gedrehte Video-Clips von den Songs "Texas" (mit den Gästen Ray Benson von "Asleep At The Wheel" und Lee Roy Parnell an der Slide), "Long haired country boy" (in der Version vom Album mit Hal Ketchum und John Berry), "In America" (ein klasse Live-Mitschnitt), "Last fallen hero ( in einer Acoustic Live-Session) und "Southern boy" (mit Travis Tritt)! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar! Ist schon eine lobenswerte Geschichte, die Charlie Daniels seinen Fans mit diesem Teil beschert: Tolle, sehr gut ausgewählte Tracklist...- alles neu aufgenommen...- und oben drauf noch 'ne Bonus-DVD! Da kommt Freude auf!

Art-Nr.: 2639
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Gill Band, Cody - boxcars [2007]
Tolles Debüt einer weiteren, ganz hervorragenden, jungen "Red Dirt"-Band aus Stephenville/Texas, produziert von Mike McClure in den berühmten Cedar Creek Studios in Austin! Herrliche, rootsige Red Dirt-/Americana-/Countryrock-Musik, durchzogen von wunderbaren Melodien, locker, knackig, staubig, nie hektisch, erdig, würzig, angeraut, und sich doch so flüssig und geschmeidig ihren unaufhaltsamen Weg in unsere solch wunderbare Klänge begeisternd aufnehmenden Ohren bahnend! Ja, dieser Mike McClure, eine der zentralen Figuren der "Red Dirt"-Bewegung, hat sich in den letzten Jahren mit viel Gespür, neben seiner erfolgreichen Tätigkeit mit The Great Divide und der Mike McClure Band, einen großen Namen als Förderer und Produzent für die vielen großartigen, jungen Talente der Szene gemacht. Cross Canadian Ragweed, und aus der jüngeren Vergangenheit Darren Kozelsky und die Tyler McCumber Band sind nur einige der grandiosen Acts, die er produktionstechnisch betreut. Und in diese Reihe kann sich die Cody Gill Band mit Glanz und Glorie einreihen, denn sie bewegen sich kompetent und selbstbewusst, neben den bereits erwähnten Kollegen, im Fahrwasser solcher Bands wie Wade Bowen, Buster Jiggs, Micky and The Motorcars, der Eli Young Band, Stoney LaRue und vor allem eben der Mike McClure Band, ohne dabei jedoch wie eine "hausbackene" Kopie zu klingen. Im Gegnteil, das Potenzial dieser Truppe scheint immens hoch zu sein! Bandleader Cody Gill (Lead Vocals, Rhythm Guitar) hatte nach längerem Suchen mit Richie Petronis (Drums) und den Hooper-Brüdern Caleb (Bass, Harmony Vocals) und Zack (Lead Guitar) irgendwannm endlich die für ihn als Frontmann richtige Formation gefunden. Aus zunächst sporadischen Gigs wurde sehr schnell eine feste lokale Live-Größe, und so war ihr CD-Debüt nun die längst fällige, logische Konsequenz. Das prachtvolle Werk beinhaltet 13 Songs, von denen zwölf selbst komponiert sind, eins von dem befreundeten Musiker Cary Swinney. Auffällig, dass sämtliche Stücke immer nur von einer Person allein kreiert wurden, sich alle Musiker aber mindestens einmal eingebracht haben, wobei den Löwenanteil natürlich von Cody geschrieben wurde. Zur musikalischen Umsetzung stellte McClure, neben sich selbst (Guitars, Piano), noch vier weitere exzellente, sehr namhafte Ergänzungsmusiker zur Seite (die texanische Steeguitar-Legende Lloyd Maines, Tastenkünstler Rylie Osborne, Backgroundsängerin Amanda Brown und Harmonikaspieler Jake Akins), die hervorragend mit dem Sound des Quartetts harmonieren. Vom eröffnenden locker, flockig aber knackig und würzig dahingroovenden, traumhaft melodischen "Repeat" mit seinem markantem E-Riff und den herrlichen Lead Gitarren-Linien bis zum abschließenden, southern-rockigen "Buckle Bunny" (mit dezentem "Gimme Three Steps"-Skynyrd-Flair) werden alle Register der "Red-Dirt"-/Roots-/Countryrock-Schiene gezogen. Markant dabei Gill's großartige, angeraute, aber überaus angenehme Stimme, die der von Mike McClure zum Teil frappierend ähnelt (man könnte fast meinen, die beiden seien Brüder - im Sinne der musikalischen Seelenverwandschaft sind sie das ja auch...)! Zack Hoopers E-Gitarren-Riffs und -Soli (in jedem Lied) weisen einige Parallelen zur Eli Young Band auf. Einzelne Stücke herauszuheben fällt sehr schwer, weil es keinen einzigen Aussetzer gibt und ein durchgehend hoher Level gefahren wird. Nicht zuletzt auch ein Verdienst der bereits erwähnten Gastmusiker, die mit ihrem exzellenten Können glänzende Akzente setzen: Akins brilliert bei "Can’t Let Her Go", einem Stück, das an eine Mischung aus Randy Rogers Band und The Marshall Tucker Band erinnert, mit quäkigen Harp-Einlagen, Maines hat bei der tollen Country-/Countryrock-Nummern "Beacon In The Night" (fast wie eine texanische Antwort auf "Tequila Sunrise" von den Eagles) und "Drink Tonight" am Dobro und an der Steel Gitarre seine filigranen Auftritte, Osborne verleiht dem rockigen "Love Is Never Caged" mit fulminantem Orgel-Spiel ordentlich Volumen, während Amanda Brown bei diversen Tracks mit vornehmer Zurückhaltung punktgenau mit Gill’s Gesang harmoniert. Erwähnenswert auch das fette und oftmals gut heraushörbare Bass-Spiel von Caleb Hooper. Der bullig und ehrgeizig wirkende Bandleader Cody Gill erweist sich nicht nur äußerlich (sieht fast aus wie eine Kreuzung aus Randy Rogers und Stoney LaRue) als Energiebündel. Fazit: Die äußerst talentierte Cody Gill Band liefert mit ihrem Debüt "Boxcars" erdige, rootsige und staubige "Red Dirt"-/Americana-/Countryrock-Mucke von höchster Qualität ab, wie sie in ihrer Melodik, Eingängigkeit und Faszination eben nur im Raum Texas/Oklahoma zu finden ist. Das nächste "ganz heiße Eisen" der Szene! Einfach klasse! Weiter so, Jungs! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5057
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Repeat
Can't let her go
Beacon in the night
My place
In the middle
Drink tonight

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Gill, Vince - these days [2006]
4 CD Box-Set! Ausschließlich neues Material! Genial! Ist es Mut, Abenteuerlust, ist es Experimentierfreude oder einfach nur das Resultat eines nie versiegenden Quells endloser Ideen und guter Songs? Wohl von allem etwas und noch viel mehr! Egal, in jedem Fall ist es so etwas wie Vince Gill's "Masterpiece", das grandiose Output eines der ganz Großen Nashville's, eines der ganz Großen des Country, New Country, der alles erreicht hat, was es zu erreichen gibt und nun, ausgestattet mit allen Freiheiten und ohne jeden kommerziellen Hintergedanken seiner Kreativität freien Lauf läßt! 4 CDs, 43 brandneue Songs, die die ganze Tiefe von Gill's fantastischer Songwriter-Kunst widergeben (nicht ein einziger Song, den er nicht geschrieben, bzw. mitgeschrieben hat), sein unglaubliches Gitarrenspiel demonstrieren, einen außergewöhnlichen Sänger mit einer phänomenalen Stimme und einem unvergleichlichen Wiedererkennungswert, wie er einem selten begegnet, offereieren, die eine Persönlichkeit voller musikalischer Ästhetik zeigen, die zu leiner Zeit ihrer Karriere ihre multidimensionalen, voller variabler Interessen steckenden musikalischen Vorstellungen vernachlässigt hat, aber auch nie ihre Roots - und die sind eindeutig "country"! "These days" ist ein sehr exquisites, opulentes, prima aufgemachtes 4 CD-Set zu einem überaus attraktiven Preis (schöner Zug des Labels)! In einem Papp-Schuber stecken ein gewaltiges, dickes, 66-seitiges, mit allen Songtexten ausgestattetes Booklet, sowie 4, mit sehr schönen, der jeweiligen Thematik entsprechenden Covern versehenen Digipack-CDs, die alle ein bestimmtes Motto zum Inhalt haben. CD 1 nennt sich "Workin' on a big chill" und ist "The Rockin' Record", vollgepackt mit 10 starken, knackigen New Country-/Countryrock-Songs, teils mit bluesigen und schön rootsigen Ansätzen, gespickt mit rollen E-Gitarrenläufen und einigen bärenstarken Soli vom Meister, CD 2 ist "The Groovy Record" mit dem Titel "The reason why", mit 13 wunderbaren, von großartigen Melodien gekennzeichneten, teilweise recht poppigen, aber niemals unangenehm aufgesetzt wirkenden Balladen, CD 3 heißt "Some things never get old" mit der Bezeichnung "The Country & Western Record", mit 10 absolut traditionellen, puren, vollkomen reinen, unverfälschten Countrysongs in bester George Jones-/Merle Haggard-Manier, und die CD 4, mit dem Titel "Little brother", ist "The Acoustic Record", die, das sind die Roots von Vince, einen erstklassigen Mix von 10 Bluegrass Nummern und lupenreinen, äußerst frischen, glasklaren, Bluegrass-flavoured Acoustic Country-Songs zum Inhalt haben! Jede einzelne CDs steckt voller herrlicher Songperlen, wie beispielsweise das dezent bluesige, mit würzigen E-Gitarren durchzogene, drückende "Cowboy up" (mit Gretchen Wilson als Gast) von der "Rockin' Record", die wundervoll melodische, schön flockige, entspannte und sehr frische Ballade "No easy way", von der "Groovy Record", die Steelguitar-getränkte, lupenreine Honky Tonk-/Barroom-/Traditional Country-Nummer "Out of my mind" (mit Patty Loveless als Gast), oder der herrliche, von tollem Dobrospiel (Jerry Douglas) und großartiger Mandoline geprägte Acoustic Country-Waltz "A river like you", mit Tochter Jenny Gill als Gast! Apropos Gäste: Jede Menge Freunde und Wegbereiter seiner langen und erfolgreichen Karriere haben ihn mit gesanglichen Duett-/ bzw. Background-Auftritten unterstützt, als da wären Emmylou Harris, Rodney Crowell, Patty Loveless, Alison Krauss, Gretchen Wilson, Bekka Bramlett, Bonnie Raitt, Phil Everly, Sheryl Crow, LeAnn Rimes, Trisha Yearwood, Amy Grant, Katrina Elam, Del McCoury, Guy Clark, usw.! Welch eine CD-Box! Ein absoluter Meilenstein in der Karriere von Vince Gill!

Art-Nr.: 4529
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 29,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Griffin, Patty - children running through [2007]
Wundervolles, neues Album der einst aus der Boston/Cambridge-Folkszene hevorgegangenen, faszinierenden Singer/Songwriterin, die mittlerweile zu den wohl bedeutendsten, angesagtesten und vor allen Dingen besten Vertreterinnen der aktuellen Americana-Landschaft gehört. Kolleginnen und Ikonen wie Emmylou Harris, Julie Miller, Lucinda Williams, Gillian Welch and andere schauen zu ihr auf und zählen zu ihren besten Freundinnen. Sie diente in der jüngeren Vergangenheit mit ihren großartigen Kompositionen immer wieder als "Hit-Fabrik" für jede Menge Künstler aus dem Americana- und Country-Bereich, auch für die Nashville-Elite. Doch nichts geht über ihre eigenen Interpretationen ihrer eigenen Stücke! "Children running through" bietet ein Dutzend brandneue Griffin-Songs, alle geprägt von der puren Faszination ihrer Songwriterkunst und ihrer natürlichen, glasklaren, kraftvollen, "bluesy-sultry" Stimme! Mal spröde und staubtrocken, dann wieder von exquisiter Schönheit geprägt, fragil und "porentief" rein, erleben wir herrliche Americana-Songs, deren Grundlagen genüßlich zwischen Folk, Blues, Roots und Country hin und her balancieren. Die zumeist recht sparsam instrumentierten Arrangements haben eine akustische Basis, immer wieder mal mit E-Gitarre und Drums würzig ergänzt. Aber auch forsche, rockige Momente fehlen nicht! Zu den Höhepunkten zählen u.a. das bluesige, raue, dezent jazzige, kantige "Stay on the ride", der traumhaft schöne, reine, akustische Country-Waltz "Trapeze" mit Emmylou Harris als Background-Sängerin, der dynamische, dreckige Roots-/Countryrocker "Getting ready", die nostalgische, von einer herrlichen Melodie durchzogene Americana-Nummer "Heavenly day", das folkige, kräftige "No bad news", die exzellente Piano- und Violinen-getränkte Ballade "Up to the mountain (MLK song)" usw., usw.! Große Singer/Songwriter-Kunst!

Art-Nr.: 4726
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Little fire

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Herndon, Ty - right about now [2007]
Mit seiner CD "Steam" schien Ty Herndon 1999 ohne Zweifel auf dem Höhepunkt seiner Karriere angelangt zu sein. Major Deal, ein durchgehend gelungener Silberling mit ebenso guten Songs, u. a. der im wahrsten Sinne des Wortes "heiße" Titletrack, Ohrwürmer wie "Putting The Brakes On Time", „"In A New York Second" oder der Cocker'sche Superhit "You Can Leave Your Hat On", mit dem der smarte Entertainer vor allem die weibliche Klientel seiner immens gewachsenen Fangemeinde bei Live-Events regelmäßig zum Raserei brachte. Trotzdem wurde es anschließend recht still um Herndon. Ein "Greatest Hits"-Album und eine Weihnachtsscheibe waren dann doch ein eher dürftiger Arbeitsnachweis für die letzten Jahre. Dass der talentierte Sänger jedoch gelernt hat nicht nur im musikalischen Umfeld aufzustehen (er war auch schon mal wegen Drogendelikten hinter Gittern), beweist er jetzt mit seinem neuen, brandaktuellen Werk "Right About Now". Auch hier lief es im Vorfeld zunächst alles andere als glatt. Die Scheibe wurde mehrfach terminiert, gecancelt und wieder verschoben. Mittlerweile ist aber alles "in trockenen Tüchern" und mit dem neuem "Titan/Pyramid"-Label, den Produzenten Darrell Brown, Jonathan Yudkin (!) und Dennis Matkosky sowie zahlreichen Elite-Musikern (mit dabei u.a. J. T. Corenflos, Bruce Gaitsch, Dan Dugmore, Kenny Greenberg, Greg Morrow) und Songwritern (u. a. Radney Foster, Keith Urban), wurde für Ty eine ideale Arbeitsgrundlage geschaffen. Der bedankt sich mit elf tadellosen Stücken und einer gesangstechnischen Bestleistung. Vorwiegend handelt es sich um recht emotional besungene Lovesongs aus dem Mainstream Country/Country-Pop-Bereich, wobei der "Schmalzfaktor" allerdings in einem erträglichen Rahmen gehalten wurde. "Someday Soon" startet direkt mit dieser unnachahmlichen, texanisch angehauchten Relaxtheit, bei der die Handschrift von Radney Foster markant hervortritt: Entspannt lässiger Groove, erzeugt durch Akustik- und Baritone-E-Gitarren, dazu Steel-, Piano-, und Orgel-Fills, ganz dezente Harmoniegesänge und ein kurzes Slide-Solo. "In The Arms Of The One Who Loves Me" und "You Still Own Me" sind gespickt mit Country-typischen Instrumenten wie Mandoline, Banjo und Steel, wobei Herndon stimmtechnisch zuweilen etwas an ex-Sons Of The Desert-Frontmann Drew Womack angelehnt zu sein scheint. Bei dem zweitgenannten Lied "blinzeln" im Refrain auch dezent Rascal Flatts durch. Während des Titelsongs "Right About Now" (Co-Autor ist Michael Peterson) sieht man sich geistig im gemütlichen Sessel einer Hotel-Lobby mit einem Whiskey-Glas in der Hand sitzen und den entspannten Klängen eines Trios (Sänger, Pianospieler und Baritone-Gitarrist) lauschen. Ty glänzt hier mit enormer Stimmvariation. "Hide", "We Are" und "There Will Be a Better Day" sind allesamt weitere, recht ruhig gehaltene, balladeske Tracks, die dann zwischendurch immer wieder von lebhafteren New-Country-Geschichten wie den funkig/poppig anmutenden Stücken "Love Revival" und dem kräftigen "Mercy Line", oder durch das poppige "If I Could Only Have Her Love Back" unterbrochen werden. Das einstige Temperament des Künstlers ist diesmal vielleicht etwas im Hintergrund geblieben. Das Album wirkt eher nachdenklich, was auf einen stattgefundenen Reifeprozess hinzudeuten scheint. Stimmlich ist Ty Herndon in Bestform, der musikalische Rahmen dazu absolut passend gewählt. Eine gelungene Rückmeldung zur rechten Zeit! Ty Herndon is back! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4530
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


|| Weiter