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Anastasio, Trey - plasma [2003]
2 CD-Set! Interessante Doppel Live-CD des Phish-Gitarristen und Sängers Trey Anastasio, aufgenommen während seiner US-Tour zwischen Juni und November 2002 bei 9 verschiedenen Shows! Eine abgefahrene Jam-Fusion-Orgie seiner 9-köpfigen Band, weitgehend im wahren Big Band-Sound mit einer frenetischen Bläser-Sektion aus 5 Leuten. Dabei vermischen sie im großen Stil Jazziges, Latin-mäßiges, mächtig Funkiges, Souliges, Rockiges, Samba-mäßiges, Reggae, Swingendes und Groovendes zu ausgedehnten Jam-Ausflügen, bei denen natürlich auch Anastasio's außergewöhnliches Gitarrenspiel gut zur Geltung kommt. Gute Percussion! Viele lange Stücke! Allein 2 Tracks gehen um die 22 Minuten! Enthält unter anderem 7 bislang völlig unveröffentlichte Stücke, 3 Phish-Tracks und ein gelungenes Cover von Bob Marley's "Small axe"! Fast 130 Minuten Spielzeit! Prima Sound!

Art-Nr.: 1934
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 25,90

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Ashton, Gwyn - prohibition [2006]
Gnadenlos starke neue Scheibe des australischen Gitarren-"Monsters" Gwyn Ashton, der mit "Prohibition" sein bis dato vielleicht bestes Werk vorlegt! Bärenstarker, raubeiniger Bluesrock, voller Dreck, Würze und Stil! Prachtvolles Songmaterial, das seine immense Vielseitigkeit von Einflüssen (Stevie Ray Vaughan, Rory Gallagher, Mississippi-Blues, Texas-Blues, Seventies British-Blues, Classic Boogie-Blues-Rock) voller elektrisierender Emotionen unter einen Hut bringt! Unglaublich direkt aufgenommen, baut diese Musik mächtig Druck auf und geht direkt in die Knochen! Jede Menge raue, kochende Slide-Läufe, aber auch fulminante, powernde und sehr virtuose, zuweilen sogar herrlichen Southern-Charme verbreitende E-Gitarren-Soli sorgen für ein dermaßen intensives Saiten-Feuerwerk, wie man es in einer solchen Inbrunst und Klasse wahrlich nicht "an jeder Straßenecke" geboten bekommt! "Every element of the blues is encapsulated here and played with amazing dexterity and power. Old Strats, Teles, National resonators, Fender tweed amps, fuzz boxes and his ancient Echoplex are driven to the extreme, guaranteed to satisfy the most discriminating taste in guitar-led blues", schreibt das Label zu "Prohibition" und bringt damit diese vielschichtige, massive und ungemein dominante Gitarren-Präsenz des Meisters hervorragend zum Ausdruck! Fast überflüssig zu erwähnen, daß Gwyn's Gesangsleistungen (rau, dreckig, intensiv, klar, sympathisch und melodisch zugleich) hinter seinen Gitarrenfähigkeiten kaum zurückstehen! Dazu hat der Bursche wieder einmal fantastische Mitstreiter an Bord, wie u.a. Ted McKenna (Ian Gillan, Alex Harvey, Rory Gallagher) an den Drums, Chris Glen am Bass und Don Airey (heute Deep Purple) an den Keyboards! Es passt einfach alles! 58 1/2 Minuten "rougher", krachender Gitarren Blues-Rock'n Roll liegen vor uns, aber schon diese "Granate" zum Auftakt mit dem Titel "Ball & chain" bringt den geneigten Fan ob seiner Würze, seiner unwiderstehlichen Slide-Vehemenz, einfach seiner ganzen Klasse, schier um den Verstand: Ein prächtiger, aus großartigen Drums- und Bass-Rhythmen angetriebener "Blues-Motor" als herrlich groovende Basis, in die sich nach ca. 30 Sekunden eine ungemein massive, laute und dreckige Slide-Gitarre regelrecht "hineinsägt", um mit ihrer gnadenloser Kraft, ihrer Schwüle und ihrer knorrigen Härte diesem famosen, "roughen" Swamp-Blues-Groove-Rock-Hammer ihren unbarmherzigen Stempel aufzudrücken. Dazu Ashton's bärenstarke, klare, raue, dreckige "Röhre" und als Ergänzung im Hintergrund zuweilen eine bestens integrierte Bluesharp! Selten hört man eine dermaßen intensive und "monströs brüllende" Slide, und dennoch bleibt der Song nicht nur in den Knochen stecken, sondern auch auf angenehmste Weise in den Gehörgängen hängen! Welch ein Knüller! Weiter geht's mit "Ain't my style", einem exzellenten, durchaus melodischen, dennoch voller Ecken und Kanten steckenden, rohen Shuffle-Boogie-Bluesrocker, der einmal mehr mit grandiosen Gitarrenläufen aufwartet, gefolgt von dem klassischen, sehr dynamischen Uptempo-Bluesrocker "Get up, get over it", dessen gewaltige, vielschichteige Gitarren-Dominanz (neben der kochenden Slide sorgen Baritone-Klänge gar für ein gewisses Sixties Surf-Flair) den Genre-Liebhaber erneut in einen berauschenden Taumel der musikalische Freude stürzt. Ein ganz dezenter Bo Diddley-Rhythmus in Verbindung mit schön dreckigen Southern-Swamp-Blues-Indikatoren bestimmen das Geschehen des wieder prächtig groovenden Titelsongs "Prohibition"! Klasse Bluesharp, roher, verzerrter Gesang, krachendes Schlagzeug, treibender Bass und "thunderous" Slide bilden eine ebenso elektrisierende wie raue, aber durchaus eingängige Einheit. Hat mächtig Biß! Das anschließende "The road is my religion", eine sehr melodische, voller Roots- und Classic Southern Rock-Flair steckende "On The Road"-Ballade, beschreibt in beeindruckender und geradezu photographisch authentischer Weise das Leben unterwegs. Eine quasi autobiographische Preisung des Musikerlebens und des Tourings, das nicht nur für Gwyn Ashton das tägliche Lebenselexier bedeutet. Grandiose, fette, glühende Lead Gitarre mit viel Southern-Charme! Irre stark! Genau wie die beherzte Coverversion des Rory Gallagher-Klassikers "Secret agent", der von einem fulminanten Gitarren-Donnerwetter geprägte Retro-Bluesrocker "Come on/Don't walk, run", die zweite herrliche, mit schönen Acoustic-Riffs und toller Piano-Untermalung beginnende, im Verlauf sich aber immer elektrischer und kraftvoller entwickelnde, mit würzigen E-Gitarren-Läufen durchzogene Bluesrock-Ballade "Castaway", der straighte, direkte und krachende, von AC/DC-like Riffs gesteuerte Blues-/Rock-Boogie-Feger "Back to you", bis hin zu der seeligen Stevie Ray Vaughan-Verbeugung "Rest in paradise (for Stevie)" zum Ausklang dieses Pracht-Werkes! Abschließendes Fazit, kurz und bündig: Das Teil ist ein Hammer!!!

Art-Nr.: 4076
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ball & chain
Ain't my style
Prohibition
The road is my religion
Come on/Don't walk,run!
Back to you

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Atlanta Rhythm Section - anthology - greatest & latest [2007]
Da werden die vielen Anhänger der kultigen Southern Rocker hellhörig: Jawohl, die Atlanta Rhythm Section meldet sich zurück, und zwar mit einem neuen Album. Am Start ist die aktuelle Besetzung der Band um den neuen Sänger Andy Anderson, den eingefleischte Kenner allerdings bereits seit den Neunzigern kennen dürften, denn schon damals tauchte er immer wieder mal im Line-Up der Truppe auf. Der Albumtitel "Anthology - Latest & greatest" dürfte zunächst für etwas Irritation sorgen, da er natürlich ein weiters "Greatest hits"-Album suggestiert, doch das ist es nicht. Was ARS hier vorlegen, ist ein reines Cover-Album, das etwa zur einen Hälfte aus vollkommen neu eingespieltem, alten ARS-Songs besteht, zur anderen aus ihren Versionen bekannter Klassiker diverser, seelenverwandter Rock-Größen. Zum einen werden mit "So Into You", "Spooky", "I’m Not Gonna Let It Bother Me Tonight", "The Ballad Of Louis Malone" und dem gelungenen "Sleep With One Eye Open" (ein Song , der bislang nie veröffentlicht wurde, mit rootsig-psychedelischem, aber typisch, melodischem ARS-Flair) einige markante Tracks/-Hits aus vergangenen Zeiten aufpoöiert. Die Besetzung mit Dean Daughtry (Keyboards, Drums) als einzigem Original-Mitglied, dem bereits erwähnten Ronnie Hammond-Ersatz Andy Anderson (Vocals) und David Anderson (Guitars, Bass, Drums) erscheint zwar recht minimalistisch, der einzigartig anmutende Keyboard- und Gitarren-lastige, typische ARS-Sound wurde aber sehr authentisch (vor allem Barry Bailey’s damaliges Les Paul-Spiel wird von David Anderson sehr gut weiterentwickelt) und durchaus zeitgemäß klingend eingefangen. Klasse besonders das relaxt groovende "Spooky" mit gleich drei eingebundenen, fetten E-Gitarren-Passagen. Zum anderen hat die Band ein paar hochkarätige Rock-Klassiker (u. a. "Hold On Loosely" von 38 Special, "The Boys Are Back In Town" von Thin Lizzy, "Love Hurts", vor allem bekannt durch Nazareth, oder auch "Help Is On The Way" der australischen Little River Band) eingespielt und versucht, diesen Songs eigenen Stempel aufzudrücken, was ihr prima gelingt. Stark auch die Fassungen von weiteren Stücken wie Lynyrd Skynyrd's/J.J.Cale's "Call Me The Breeze" in einer ordentlich abgehenden Version mit tollem Gitarren-Drive, die sich durchaus mit der Skynyrd'schen messen kann, dem Bachman Turner Overdrive-Klassiker "Takin’ Care Of Business", der Anderson’s rauem Stimmorgan mit seinem Blues-Rock-Ambiente sehr entgegenkommt, oder das furios dargebotene ZZ-Top-Mini-Medley "Sharp Dressed Man“/“Gimme All Your Lovin’", das durch Daughtry’s klasse Orgel- und Honkytonk-Piano-Spiel zusätzlich aufgepeppt wird. Am Ende gibt es als Bonus noch zwei Live-Tracks ("Imaginary Lover" und "Champagne Jam"), eingespielt in der aktuellen Live-besetzung (Dean Daughtry, Steve Stone, Andy Anderson, Justin Seeker, Jim Keeling, Alan Accardi) mit bewährter Routine und in gewohnter Atlanta Rhythm Section-Qualität. Vielleicht wäre ein Album mit komplett neuem Material wünschenswerter gewesen, aber immerhin: Einfach schön mal wieder etwas „Neues“ von den Burschen zu hören! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4959
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Bentley, Dierks - long trip alone [2006]
Vor 3 Jahren, anläßlich seines klasse Debuts, prophezeiten wir bereits große Taten und Erfolge dieses exzellenten, in Phoenix/Arizona aufgewachsenen, mittlerweile in Nashville residierenden, jungen New Country Singer-Songwriters! Heute, zwei Platin-Alben später, jede Menge Hits in der Tasche und inzwischen ehrenvolles Mitglied der "Grand Ole Opry", beglückt uns ein sich noch immer stetig steigernder und weiter entwickelnder Dierks Bentley mit einem geradezu meisterhaften dritten Werk, "Long trip alone", das man mit Fug und Recht als absolutes Musterbeispiel dafür bezeichnen darf, wie moderne und zeitgemäße Country-/New Country-Musik heute klingen sollte: In der Basis voller klassischer Traditionen, variabel, abwechslungsreich, spritzig, erfrischend, mit viel Seele, dabei durchzogen von einer leicht rootsigen Würze, in einem satt produzierten, vorwiegend Gitarren orientiertem, exakt auf den Punkt gebrachten, knackigen Sound (erneut Brett Beavers), und, sowohl textlich als auch musikalisch, authentisch bis ins Mark! Ehrlich, handgemacht, frei von übermäßigen, aufgesetzte Clichés, gleichzeitig mit allen Zutaten versehen, die der Begriff "Countrymusic" als Identifikationsmerkmale benötigt! Überaus beeindruckend! Insgesamt ist die neue CD vielleicht ein klein wenig erdiger und rauer als die beiden Vorgänger, doch das wirkt mit dieser exzellenten Mischung aus jugendlicher Unbekümmertheit und professioneller Musikalität sehr sehr angnehm: Schön rockig, wenn es erforderlich erscheint, aber auch durchsetzt mit allerdings sehr knackigen Balladen; vor einer kräftigen Rhythmussektion instrumentiert mit jeder Menge satter E-Gitarren, genauso wie mit erfrischender Steelguitar, Fiddle, Mandoline und Banjo; klug und ausgewogen balancierend zwischen klassicher Honky Tonk-Tradition, toughem Outlaw-Flair, lässigen Countryrock-Strömungen und auch einem dezenten, würzigen Texas "Red Dirt"-Feeling. Nicht von ungefaähr zählt Cody Canada (Cross Canadian Ragweed) nicht nur zu Dierks' besten, persönlichen Freunden, sondern outete sich auch als einer seiner größten Bewunder, als er ihn kürzlich in einem Interview als so etwas wie einen Referenzkünstler der neuen, jungen Country-Generation in Nashville bezeichnete. In der Tat, und das beweist das Album eindeutig, gilt Bentley als so etwas wie der Wegbereiter der jungen Wilden wie beispielsweise Jason Aldean, Eric Church oder auch den gerade in Nashville richtig Fuß zu fassen beginnenden Jack Ingram! Immer durch und durch Country, glaubt man in jedem Song den Hauch des amerikanischen Westens/Südwestens zu spüren. Los geht's mit der ersten Single (ist bereits schnurstracks auf dem Weg Richtung Nr.1 der Billboard Country-Singles-Charts), "Every mile a memory", einer geradezu traumhaften, ungemein kraftvoll und satt in Szene gesetzten, mit saftigen E-Gitarren gewürzten und von herrlichen, klaren Steelguitar-Linien durchzogenen, leicht "angerockten" Country-Ballade, die gleich zu Beginn für einen absoluten Höhepunkt sorgt. Welch eine großartige Melodie, welch ein authentishcen Country-Flair! Ein prächtiger Start eines herrlichen Country-/New Country-Trips durch 10 weitere, brillante Nummern, denn es gibt partout keinen Ausfall. Ob der riffige, dynamische, voller "Red Dirt"- und Outlaw-Flair steckende, mit einem feinen Banjo-Drive untermalte und mit tollen Gitarren-/Fiddle-Passagen gespickte Countryrocker "Can't live it down", die wundervoll melodische, von schöner Steelguitar und Fiddle bestimmte, erfrischende Countryballade "Long trip alone" (gewinnt im Verlauf ordentlich an Power mittels toller E-Gitarren-Riffs), das trockene, honky-tonkige, ein starkes Outlaw-Feeling verbreitende "That don't make it easy loving me", die knackige, wie ein toller Roadtrip durch den staubigen Westen anmutende, mit würzigen E-Gitarren instrumentierte Ballade "Soon as you can", der straighte Texas-Countryrocker "Trying to stop your leaving" (wäre auch einem Jack Ingram wie auf den Leib geschrieben), die mit toller Mandoline und Steelguitar ausgestattete Midtempo-Nummer "Hope for me yet", der schwungvolle, staubige, von klasse Banjo- und E-Gitarren-Dynamik herrlich nach vorn getriebenen, aber dennoch lockeren "Red Dirt"-Countryrocker "Free and easy (down the road I go)", der in einer kurzen Textpassage gar eine kleine Widmung an seine Kumpels von Cross Canadian Ragweed enthält ("Ragweed's rockin' on the radio, free and easy down the road I go"..., singt er dort), bis hin zu dem großartigen, bluegrassigen Finalstück "Prodigal son's prayer", das er zusammen mit den Grascals vorträgt! Sämtliche Songs, auch das ist bemerkenswert, haben Dierks Bentley und sein Produzent Brett Beavers gemeinsam komponiert, unterstützt von weitereren, namhaften Songwritern wie beispielsweise Steve Bogard oder Tony Martin! Ein meisterhaftes Album, das ein beachtenswertes Ausrufezeichen in der heutigen Countrylandschaft Nashville's hinterläßt! Authentische, aber wunderbar würzige, ehrliche, erfrischende, moderne Country-/New Country-Mucke durch und durch! Tut das gut! Freuen wir uns jetzt schon auf die für nächstes Jahr angekündigte Live -DVD...!

Art-Nr.: 4526
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Blue Dogs - live at workplay [2006]
Wem die großartige Live-DVD der Blue Dogs, eingespielt im House of Blues (übrigens im Vorprogramm von Edwin McCain), doch ein wenig zu kurz geraten war, der (und natürlich auch alle anderen) darf und wird sich nun mit der neuen, fantastischen Live-Scheibe über reichhaltigen Nachschlag von der aktuellen "Halos and good buys"-Tour freuen. Wunderbares Konzert der Truppe aus Charleston/South Carolina, bestehend aus den Gründungsmitgliedern Bobby Houck (Lead Vocals, Acoustic guitar) und Hank Futch (Bass, lead vocals, acoustic guitar), sowie den ebenfalls schon recht lange zum Line-Up zählenden Greg Walker (Drums, percussion) und David Stewart (Electric Guitar), aufgenommen am 21. Januar 2005 im Workplay Theatre von Birmingham/Alabama, die die Genre-Fans mit ihrem exzellenten, spieltechnisch brillanten, dabei genauso knackig wie entspannt und locker rüberkommenden, herrlichen Rootsrock-/Americana-Rock/Countryrock-Auftritt wieder einmal vollends begeistern. Unglaublich gut produzierter, trockener, sauberer Sound! Eindrucksvoll erbringen sie wieder einmal den Beweis, zu welch herausragenden Leistungen sie auch auf der Bühne in der Lage sind. Siebzehn, durchweg großartige Songs (über 70 Minuten Spielzeit), wobei die Zeit wie im Fluge zu vergehen scheint! Den Auftakt bilden die beiden auch schon auf der DVD vertretenden Nummern "Cosmic Cowboy" (schöner Countryrock-Twang-Song mit dezentem Southern-Flair, erinnert zuweilen gar etwas an die frühen Outlwas) und "The Way Back! (rhythmisches Sprechgesangstück mit Endloscharakter). Einen Hauch texanischer Note versprüht im Anschluss das starke "Sister" (irgendwo zwischen Django Walker und Pat Green). Danach wird eine wunderbar melodischer Rootsrock-(Pop)-Abschnitt eingeläutet (herausragend, wie die Blue Dogs in der Lage sind radiofreundliche Melodienbögen und erdioge Rootsrock-Ursprünglichkeit zu vereinen), wobei mit dem flotten, flockigen, countryrockigen "Missed It By A Mile" (klasse Akusik-/E-Gitarren-Schlagabtausch) und "I’m All About You" zwei bisher unveröffentlichte Stücke Einzug erhalten. Ab dem wunderschönen "Half Of My Mistakes" (geschrieben von Bobby Houck zusammen mit Radney Foster; Bobby tritt nicht nur hier, neben seinen immensen Fähigkeiten als Songwriter und Sänger, den Beweis an, welch starker Akustikgitarrist er ist), vom grandiosen "Halos And Good Buys"-Album, folgt eine vier Songs umfassende, akustische Solo-Einlage der beiden Gründungsmitglieder, wobei Hank Futch mit drei recht traditionell anmutenden, textlich amüsanten Country-Liedern den Schwerpunkt bildet. Auch danach jagt weiterhin ein Knaller den anderen: Das countryfizierte Paradestück der Band "Make Your Mama Proud" mit seinen wunderbaren, melodischen Tempobreaks (tolle Gesangsleistung von Bobby), das grandiose Lyle-Lovett-Cover "LA County" von dessen legendärem 88iger "Pontiac"-Album (wieder herrliches Texas-Flair“), "Isabelle" (bärenstarke Duo-Vorstellung der Gitarristen Houck und Stewart), das leicht poppige "Sweet Love", und zu guter Letzt eine gut fünf-minütige, saustarke, knackige Version der von Cary Hudson und Laurie Stirratt gechriebenen Blue-Mountain-Nummer "Blue Canoe", die zudem den Hang der Blue Dogs zum Southern Rock, wen wundert dies bei ihrer Herkunft, eindrucksvoll demonstriert (traumhafte Mischung aus countryorientierterem Allman Brother-mäßigem und flottem Marshall-Tucker-inspiriertem Sound, mit furiosem Gitarrenfinish)! Bobby Houck's Stimme klingt stark wie nie, die restlichen Bandmitglieder harmonieren gewohnt mit blindem Verständnis. David Stewart’s auf den Punkt gebrachten Stratocaster-Demonstrationen suchen ihresgleichen. Dreckiger, kraftvoller, aber immer wundervoll melodischer Rootsrock, dezentes Southern- und Texas-Flair, sowie schöne Country-Songs werden zu einer abwechslungsreichen und äußerst hingebungsvollen, sympathischen Performance vereint. Ein tolles, überaus niveauvolles, handwerklich perfektes Live-Album mit allen Finessen, Genre-übergreifend, für die Fans ein Muß und darüber hinaus kompatibel für jeden, der sich einmal an die beschriebenen Stilarten herantrauen möchte. Die Blue Dogs in Bestform! Die Vorfreude auf einen hoffentlich bald folgendes Studio-Meisterwerk steigt immens. Kommt im Digi-Pack mit eingelegtem, vierseitigem Booklet, das alle wichtigen Infos enthält! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4250
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Missed it by a mile
My forever you
LA County
Isabelle
Blue canoe

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Buffett, Jimmy - live at wrigley field ~ 2 dvd-set [2006]
2 DVD-Set! Das "Labor Day Weekend" 2005 im legendären Stadion der "Chicago Cubs", dem Wrigley Field: Auf der Bühne stehen Jimmy Buffett und seine famose, 13-köpfige Coral Reefer Band (plus Tänzerinnen) und verwandeln die Arena zusammen mit Zigtausenden von Fans in ein riesiges, wunderbares, sonniges (das Wetter spielt auch noch mit), froh gelauntes Karibik-Hawaiian-Country-/Pop-/Rock-/Calypso-/Coconut Party-Areal! Was für eine Stimmung bei Publikum und Musikern. Sie stecken sich gegenseitig an, und es überträgt sich bis in unser Fernseh-Zimmer! Tolle Veröffentlichung dieses Events auf der nun vorliegenden Live Doppel-DVD! Wir sehen eine komplette Show mit 28 Songs und einer Gesamtspielzeit von rund 2 Stunden und 45 Minuten! Buffett gibt sich sehr kommunikativ und unterhaltsam. Zu fast jedem Song hat er etwas zu erzählen, macht Späßchen mit dem Publikum. Die Band (u.a. mit Mac McAnally, Doyle Grisham, Mike Utley und dem großartigen Gitarrist Peter Mayer - zudem als "special guest" Billy Payne von Little Feat) zeigt sich in blendender Verfassung! Die Chemie zwischen den Musikern untereinander und dem Publikum stimmt einfach, das kommt hundertprozentig rüber! Neben vielen Hits, wie "Changes in lattitudes, changes in attitudes", "Come Monday", "Last mango from Paris", "License to chill", "It's 5 O'clock somewhere" (sein gemeinsamer Hit mit Alan Jackson), "Volcano", "Cheesburger in paradise", "Son of a son of a sailor", "Fins" und natürlich "Margaritaville", präsentiert er auch seltenere Titel wie Hank Williams' "Hey good lookin'", "Woman going crazy on Caroline Street", Van Morrison's "Brown eyed girl", "Banana republics", "Why don't we get drunk", "Southern cross", Jerry Garcia's "Scarlet begonias", Arlo Guthrie's "City of New Orleans", und viele mehr! Zudem gibt's noch einiges an Bonusmaterial, wie beispielsweise den Film "Backstage with Jimmy" und zwei Songs vom anderen Tag der Show! Eine davon ist eine großartige Coverversion von Bruce Springsteen's "Glory days"! Herrlich, daß Jimmy Buffett endlich einmal eine seiner Shows komplett auf DVD gebannt hat und uns damit auch visuell die Stimmung seiner unverwechselbaren, von solch einem wundervollen, lebensfrohen Karibik-Flair beschwingten Konzerte mit nach Hause bringt! Schönes Digipack mit 12-seitigem Booklet! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Player abspielbar!

Art-Nr.: 4363
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 25,90

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Clyne, Roger And The Peacemakers - live at billy bob's texas [2005]
Zieht eure Sombreros auf, Leute, es wird heiß im Billy Bob's/Texas! Die grandiosen Roger Clyne & the Peacemakers aus Tempe/Arizona entern die Bühne, verwandeln "the world's largest Honky Tonk" in ein Tollhaus und nehmen uns mit auf eine feurige, temperamentvolle, gut 72-minütige Rock'n Roll-Reise "through dusty border towns, high seas, and the hot, dry Sonoran Desert"! Wie keine andere Band verstehen es Clyne (ex-Kopf der großartigen Refreshments) und seine Freunde die musikalischen Grenzen des amerikanischen Südwestens und Mexikos zu verbinden, was in einem packenden, mitreißenden und einzigartigen, knochentrockenen "Mexican flavored Gitarren Southwestern Border-Rootsrock" mündet, wie man ihn in einer solchen Intensität und mit einer solchen Authentizität, Originalität und Geradlinigkeit wohl nirgends mehr wiederfindet. Viel Dynamik, eine morz Energie, kernige, satte Gitarren (an der Lead-Gitarre, der hervorragende Steve Larson, einst bei den Rootsrockern von Dead Hot Workshop aktiv), dynamisches, knackiges Schlagzeug (P.H. Naffah, ebenfalls ex Refreshments) und Clyne's toller, Wüstenstaub- und Tequila-resistenter, intensiver Gesang, bestimmen die Szenerie und bringen das Billy Bob's an jenem 11. März 2005 regelrecht zum Brodeln. Es herrscht eine ausgelassene Stimmung! Das Publikum ist voll dabei! Herrlich beispielsweise, wie man bei dem alten Refreshments-Hit "Banditos" (und nicht nur den kennt im Billy Bob's offenbar jeder) lauthals mitgrölt und die Band zusätzlich nach vorne treibt. Und die läßt sich das gerne gefallen. Die Peacemakers gehen voll aus sich raus! Das großartige Songmaterial besteht aus einer gepflegten Mischung ihrer letzten Alben (allen voran dem grandiosen, von den Kritikern in den Himmel gelobten, aktuellen Werk "Americano") und ein paar früheren Refreshments-Krachern! Und live hat das alles noch mehr Drive als im Studio! So hören wir beispielsweise tolle Versionen von dem knackigen, einerseits locker wirkendenm, aber dennoch ungemein würzigen Mexican-Arizona-Desert-Rocker "Counterclockwise", dem bereits erwähnten "Banditos" mit seiner glühenden, dreckigen, southern-flavored Lead-Gitarre, dem abgehenden, aber wunderbar im Ohr hängen bleibenden, aufheizenden, feurigen Roots-Gitarrenrocker "Bury my heart at the trailer park", dem Country angehauchten, wieder das Publikum voll mitziehenden, voller klasse Tempowechsel steckenden, Mexico-Border-Rootsrocker "Little hungover you" (gibt es am Ende der CD noch als Bonustrack in einer Studio Honky Tonk-Version), der wundervollen, mexikanisch angehauchten, melodischen Gitarren-Americana-Roots-Ballade "Switchblade", dem tollen, mit einem großartigen, rhythmischen Schlagzeug-Intro startenden Arizona-Boogie-Rock'n Roller "Blue collar suicide", inklusive toller Twin-Leads, dem lockeren, melodischen, dezent Raggae-rhythmischen "Wanted", dem voller Drive steckenden, heißen "Girly", wie auch der herrlichen Roots-Ballade "Buffalo"! Selbstverständlich spielen sie auch eine bärige Fassung des fantastischen "Ghost Town-/Outlaw"-Rockers "Americano", vollgepackt mit satten Gitarren und einem mystischen, mexikanischen Desperado-Flair. Die Burschen spielen bis zu 200 Gigs im Jahr, das hört man einfach. Hier steht eine Truppe auf der Bühne die sich blind versteht, die eingespielt ist und dennoch unbekümmert, zwanglos, ja rotzig, rau, dreckig und voller Spontanität agiert. Toll! Roger Clyne & the Peacemakers mit einer fulminanten Southwestern Border Rootsrock-Party! Tequila, Senoritas, Pesos, Pistols & Rock'n Roll! Im Billy Bob's geht's hoch her!

Art-Nr.: 3458
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Counterclockwise
Banditos
Wanted
Girly
Buffalo

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Confederate Railroad - unleashed [2001]
Neues Label und endlich ein komplett neues Album. Lange haben die Fans darauf gewartet... - und?... - es hat sich gelohnt! Confederate Railroad aus Georgia, stolze Söhne des amerikanischen Südens, erfreuen uns mit einer klasse CD. Die Mischung aus "high-energy honky-tonk rockers and sensitive ballads" stimmt! Ihre Zeit der Radio-Superhits, wie sie sie in der ersten Hälfte der neunziger Jahre hatten, und Millionenverkäufe scheint infolge der poppigen Nashville-Trends und aktuellen Vorlieben der Radiostationen vorbei, doch das tut der Klasse ihrer Musik keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil! Das Songmaterial und musikalische Fundament ist im Gegensatz zu früher deutlich ansprechender und ausgereifter geworden. Sie haben sich sehr zum Vorteil weiterentwickelt und sind mittlerweile sicher auf dem höchsten Niveau ihrer bisherigen Karriere angelangt. 10 hervorragende New Country-, Countryrock-, Honky-Tonk-,Outlaw-Songs im satten Sound, verpackt in ausgezeichneten Arrangements. Und über allem schwebt eine gewaltige Brise Southern-Flair! So geht es dann auch gleich los: Der Opener "Still one outlaw left", ein Southern-Outlaw-Countryrocker, überzeugt mit fetten "loud and rowdy" Gitarrenriffs und dickem Gitarrensolo. Es folgt mit "What brothers do" (Gast. David Allen Coe) die erste Single, ein herrliches Midtempo-New Country-Stück in einem gefälligen Rhythmus, sehr melodiös, begleitet von einer feinen Steel. "She treats her body like a temple" macht dann wieder Country-Boogie-Dampf, wobei Country-Legende George Jones als Duett-Gast ordentlich mit auf's Gaspedal drückt. Es folgen weitere knackige Countrysongs mit Southern-Feeling, ein paar herrliche, gediegene, fein instrumentierte New Country-Balladen, etwas Roadhouse-Country und mit "The R-word" nochmal ein starker Countryrocker mit echtem "Southern pride"-Hymnen-Potential. Vielleicht ein wenig mit Charlie Daniels' "Devil went down to Georgia" vergleichbar, nicht ganz so wilder Fiddle, aber Elan und einprägsamer Melodie. Confederate Railroad sind wieder da! Sehr erfreulich! "Unleashed" kann sich wirklich sehen und hören lassen!

Art-Nr.: 1459
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Corbett, John - same [2006]
Das Musiker auch mal ins Schauspielfach "reinriechen", hat man ja schon öfters zur Kenntnis genommen. Im umgekehrten Falle stellt sich die Sache eher seltener dar, und war eigentlich in den wenigen Fällen zumeist eher von Peinlichkeit gekennzeichnet. Den absoluten Gegenbeweis dieser These liefert John Corbett, u. a. bekannt aus der TV-Serie "Sex and the City" oder dem Kino-Hit "My Big Fat Greek Wedding". Laut eigener Aussage dient ihm die Schauspielerei, trotz seiner Popularität, nur zur finanziellen Absicherung, die wahre Passion aber liegt und lag immer in der Musik! Das kaufen wir ihm bedenkenlos ab, denn auf seinem Debut hinterläßt er wahrlich einen nachhaltigen Eindruck! Starker, erstklassiger, kraftvoller New Country/Countryrock voller rootsigem Charme, ausgestattet mit einer gepflegten Prise Southern-Flair (enthält u. a. eine von eine von ex-Marshall Tucker-Gitarrist George McCorkle co-komponierte Nummer, bei der dieser auch Gitarre spielt), unbeschwert, ehrlich, authentisch, frei von jeglichen "glamourösen" und aufgesetzten Hollywood-Attitüden! Schon als junger Bursche bekam Corbett dank seines Onkels, der in Wheeling, West-Virginia, am Ohio-River einen kleinen Club in der Nähe der berühmten Capitol Music Hall besaß, Kontakt zu berühmten Musikern, die nach ihren Auftritten des öfteren dort einkehrten, ihr Bierchen tranken, und dann noch zum Teil mit der Hausband jammten. Die anstehenden Reinigungsarbeiten am Ruhetag des Clubs nutzte John meist, um sich selbst hinter’s Mikro zu stellen. Es folgten erste Erfahrungen in High School Bands und bei Auftritten auf Schul- und Haus-Parties. 1986 zieht Corbett nach Kalifornien und lernt dort den jungen Gitarristen Tara Novick, Bandleader einer in Los Angeles recht bekannten Truppe namens "The Voodoo Boys" kennen. Beide beschließen gemeinsam zu musizieren. Nachdem John seine erste große Rolle in der TV-Show "Northern Exposure" ergattert hatte, gelang es ihm, den Sende-Direktor der beliebten Talk-Show "The Tonight Show" ohne jegliche musikalische Präferenz, geschweige denn einem Platten-Deal, für einen Auftritt zu gewinnen. Danach unterhielt er ein gutes Jahrzehnt in Seattle einen eigenen Musik-Club, in dem er auch selbst sporadisch auftrat. Der Kontakt zu Novick hielt weiter an. Dieser stellte nach einer CMT-Award-Verleihung, für die Corbett als Präsentator geladen war, übrigens sein erster Besuch in Nashville, die notwendigen Kontakte zu Songwritern und Label-Agenten her. Letztendlich entschloss sich Corbett für sein Debütwerk aber doch, aus Gründen der Unabhängigkeit und größeren Flexibilität, ein eigenes Label zu gründen. Und er hat auch direkt Nägel mit Köpfen gemacht. Exzellente Songschreiber sorgten für ebenso exzellente Songs (Jon Randall, Gary Nicholson, Mark Selby, Hal Ketchum, Elton John-Spezie Bernie Taupin, Rivers Rutherford etc.), allseits bekannte Klasse-Musiker wie Mike Brignardello, Mike Rojas, J. T. Corenflos, Pat Buchanan, Kenny Vaughn, Mike Johnson, Aubrey Haynie usw. für die entsprechende instrumentelle Umsetzung. Und wer kann schon von sich behaupten auf dem Cover-Foto von Bo Derek abgelichtet worden zu sein? Wie dem auch sei, Corbett macht auf jeden Fall mit seiner warmen, leicht angerauten Baritone-Stimme eine prächtige "Figur"! Im einzelnen: "Bottle Of Whiskey", der großartige Opener, startet direkt im Stil von Travis Tritt in allerbester Southern-Country-Rock-Manier, gewürzt mit klasse Orgel-, Piano- Fiddle- und Steel-Passagen, sowie mit messerscharfer E-Gitarren-Arbeit. Das melodische "Good To Go" (tolle weibliche Harmonies von Sara Buxton) und das temperamtvolle, voller Power steckende, funkig-soulig angehauchte "Revival" (klasse Dobro, wieder tolle Buxton-Backs, starker Instrumentalausklang), sowie die erste, gefühlvolle, von einer wunderbaren Melodie begleitete Country-Ballade "Wichita" (glänzend klares Piano von Mike Rojas, viel Steel, schönes E-Gitarren-Solo) beweisen, dass John Corbett stimmlich problemlos jedes Tempo gehen kann - und das mit Bravour! Weitere Höhepunkte von insgesamt zwölf Stücken ohne jeden Durchhänger: Das grandios gebrachte, trockene "Simple Man" aus der Feder von Darrell Scott und Hal Ketchum, mit wunderbarer Harmonika-Vorstellung von Wet Willie-Chef Jimmy Hall, sowie fulminanten Harmonika-/Dobro-/Piano-/E-Gitarren-Duellen, die Slide-getränkte, roughe, bluesig-rootsige Ballade "Back Door To My Heart" (wieder ein großartiges, würziges E-Gitarren-Solo), der flotte, astreine New Country-"Hit" "Waiting on a heartache", das bereits von IronHorse auf ihrem Zweitwerk, allerdings etwas rockiger interpretierte "Best Move", hier in der eher melodischen, schön knackigen Southern-Country-Rock-Variante. Wie bereits erwähnt: Ex-Marshall Tucker Band-Gitarrist Geroge McCorkle hat den Song mitkomponiert und bedient hier auch die unverkennbare, absolut southern-typische E-Gitarre (schönes Twin-Spiel aus Steelguitar und E-Gitarre). Das abschließende Stück "Last Stand" kennt man auch in der Fassung von Willie Nelson, im Duett mit Kid Rock. John’s sehr emotionale Version mit viel Slide und dezenten Streicher-Einlagen, steht dieser allerdings in nichts nach. Ein wirklich beeindruckendes Debüt von John Corbett! Kein Wunder, dass er bei Bands wie ZZ Top, Charlie Daniels, Buck Owens oder Asleep At The Wheel bereits als gern gesehener Supporter gebucht wurde. Bei weiteren Klasse-CDs wie dieser, oder vielleicht sogar jetzt schon, ist der Weg Corbett’s zum gefragten Headliner wohl unweigerlich vorprogrammiert. Covergestaltung übrigens im schönen, reich bebilderten Digi-Pack! Produziert haben Freund Tara Novick und D. Scott Miller. Also John, vergiss Hollywood, Deine wahre Zukunft liegt eindeutig in Nashville! Ein tolles Album, das mächtig Spaß macht! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4114
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Bottle of whiskey
Wichita
Back door to my heart
Best move
Waiting on a heartache

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Cross Canadian Ragweed - back to tulsa: live and loud at cain's ballroom ~ dvd [2006]
Parallele Veröffentlichung zue Doppel-CD! Brandneue, bärenstarke Live-DVD, aufgenommen in Tulsa während der aktuellen "Garage"-Tour, der mitreißenden "Red Dirt"-/Roots-/Countryrock-Formation, die das Genre referenziert, wie kaum eine andere Band! Die wohl perfekte Synthese, rauen, deftigen Countryrocks, dreckigen Gitarren Roots-/Americana-Rocks und Texas-Rocks. Nicht zu vergessen das immer wieder aufkommende, wunderbare Southern-Feeling, vor allen Dingen hervorgerufen durch die zündenden, kraftvollen und ausgedehnten, virtuosen, flammenden Gitarreneinlagen des grandiosen Saitenmeisters und Sängers Cody Canada! Leute, Cross Canadian Ragweed lassen's an diesem Abend richtig krachen! Live präsentieren sie sich noch rauer als im Studio, noch lauter, aggressiver und noch rockiger! Es staubt und raucht an allen Ecken und Enden! Erdig, "wild", ungewzungen, ehrlich! Das kommt filmtechnisch, genauso wie mit dem erstklassigen Sound vorzüglich rüber. Toll beispielsweise, wenn Cody Canada auf den Schulter eines finster drein schauenden, mächtigen Security-Hühnen (der Kerl hat Oberarme, wie Canada Oberschenkel...) sitzend, ein glühendes Gitarrensolo zu "Blues for you" intoniert)! Trotz alledem vergißt die Band auch live natürlich nicht, was sie im Studio auszeichnet: Traumhafte Songstrukturen, herrliche Melodien und flammende Soli! Eine fulminante Show frei nach dem Motto ihres Titels "Wanna Rock'n Roll" aus ihrem 2004er "Soul gravy"-Album, den sie hier in einer ausgelassenen 15-Minuten-Fassung präsentieren! Rund Die komplette Tracklist: "Late last night", "Fightin' for", "Don't need you", "Number", "Dimebag", "Final curtain", "Lonely girl", "Constantly", "Sister", "Anywhere but here", "Back around", "Cold hearted woman", "Blues for you", "Alabama", "Hammer down" und "Wanna Rock & Roll"! Damit enthält die DVD leider 8 Stücke weniger als die Doppel-CD, dennoch erscheint sie unverzichtbar! Es ist einfach eine Freude, diese Band einmal visuell live zu erleben. Und das die hierzulande mal auftauchen, ist eher unwahrscheinlich! Das Konzert dauert rund 86 Minuten, dazu gibt's noch Bonusmaterial in Form eines rund 30-minütigen "Backstage footage"-Films und Interviews! Die Jungs lassen im "Cain's Ballroom" richtig Dampf ab! Das Publikum ist aus dem Häuschen - wir ebenso! Was für ein Fest! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar!

Art-Nr.: 4572
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 16,90

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Cross Canadian Ragweed - same ~ the purple album [2002]
Es gibt keinen Zweifel mehr: das Quartett aus Oklahoma um den begnadeten Songwriter, Sänger und fulminanten Gitarristen Cody Canada sind DIE neue Institution in Sachen Countryrock/Roots-/Americana-Rock! Begeisternd! Aber der Reihe nach: nach ihrem fantastischen "Highway 377" und diversen Live-Veröffentlichungen haben die Jungs tatsächlich einen Major-Deal bei Universal bekommen. Es scheint, die Major-Labels sind doch noch nicht so "eingefahren", wenn sie solche Bands zeichnen - da gratulieren wir dem Label, genauso wie unseren "Helden" von CCR! Und noch etwas ist bemerkenswert: Man hat nicht versucht die Musik von Cross Canadian Ragweed in irgend einer Weise "glatt zu bügeln", nein, ganz im Gegenteil! Sie hatten offenbar alle Freiheiten und haben sie genutzt! Zielsicher spielen sie ihr "Ding"! Und wie! Noch rauher, noch kraftvoller und noch dynamischer brennen sie ein gigantisches Countryrock/Americana-Rock-Feuerwerk ab, das einen schier umhaut! 12 neue Studiotracks in gut 58 Minuten1 Das "Purple"-Album (der "Zweitname" des Albums entspricht übrigens der Lieblingsfarbe der 9-jährigen "Mandi" Ragsdale, Schwester von Drummer Randy Ragsdale, die bei einem Autounfall ums Leben kam, und die so etwas wie der Liebling der Band war) strotzt voller Spielfreude, ist randvoll mit einer Songperle nach der nächsten. Wo zaubert Cody Canada nur diese Songs her? Druck, Dynamik, fantastischer Gesang und Wahnsinns-Gitarrenläufe paaren sich mit herrlichen Melodien, die sich in den Gehörgängen einnisten. "Highway 377" war schon rockig, doch hier werden noch ein paar "Kohlen" draufgelegt. Zuweilen hören wir auch eine Menge Southernrock-Flair, nicht zuletzt durch Canada's rohes, dampfendes Gitarrenspiel. Das Album hat nicht die Spur einer Schwäche, immer wieder steckt diese großartige Musik voller geschickter, unerwarteter Wendungen, voller angenehmer kleiner Überreaschungen. Rollendes, knackiges, treibendes Schlagzeug, eine energische "One, two - one, two, three, four"-Vorgabe, fetzige, satte E-Gitarren, rockige rootsige Riffs. In diesen vollen Sound hinein ertönt Canada's tolle Stimme mit den Worten "Hometown in my rearview, that truck ain't got enough gas", doch es dauert überhaupt nicht lange, bis der Motor auf Hochtouren läuft. Schon sind wir mitten in "Anywhere but here", der ersten, so wunderbar melodischen, rootsigen Countryrock-Nummer, mit excellenten Gitarrenspielereien im Break. Schon sind wir von CCR gefesselt! Hier treffen sich das erste Mal rootsiger Dreck, eine fantastische Melodie und pure Schönheit. "17" ist dann klassicher Countryrock, einfach traumhaft melodisch, mit herrlichem Gitarrensolo. Dezent folkig ertönt "Brooklyn kid", das Protrait über einen Deadhead in New York, ehe das krachende, fulminante "Don't need you" ertönt! Volldampf pur mit qualmenden Gitarren,von Wah-Wah-Spielereien, bis zu derben Verzerrungen läßt Canada die Saiten glühen. Jason & the Scorchers scheinen auf die Kentucky Headhunters zu treffen. "Walls of huntsville" kommt sehr southern-infiziert daher, mit viel Gas und wiederum glühenden Gitarrenläufen. Sehr dynamische und dreckige Gitarrensoli, aber wieder eine tolle Melodie. Hat etwas von Skynyrd's "Call me the breeze"-Flair! "Broken" ist ein Traum von einer Countryrock-Ballade. Wunderbare Akustik-Gitarren treffen auf ebenso schöne elektrische Gitarren. Es folgen der flotte Countryrocker "Constantly", die Bluesrock/Southernrock/Heartland-Rock-Granate "Suicide blues" (was für verrückte Gitarren), das schöne "Other side" usw.! Phänomenale Songs einer bärenstarken Band! Produziert hat übrigens "Great Divide"-Kopf Mike McClure. Lehnt euch zurück, ein kühles Bier, legt die CD rein und fangt an zu träumen - von endlos langen Highways durch das staubige Oklahoma, einem Harley-Ritt durch Texas, oder einem dieser urigen Roadhouse-Schuppen, auf dessen Bühne jetzt vielleicht Cross Canadian Ragweed rocken - und ihr mittendrin in der Meute. Americana-Feeling pur! Nichts für Countrypuristen, aber eine Offenbarung für die Countryrock-Gemeinde, für die Roots- und Americana-Rocker, und bestimmt auch für den ein oder anderen Countryrock liebenden Southen-Freak. "This act's Major-label debut is a hell of a ride", schreibt der US-Billboard. Unbestritten! Wird bei der Wahl zum "Album des Jahres" eine ganz entscheidende Rolle mitspielen...

Art-Nr.: 1091
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

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Cross Canadian Ragweed - soul gravy [2004]
Das Aushängeschild des Texas "Red Dirt"-Countryrocks ist zurück - und zwar mit einem neuerlichen, absoluten "Killer"-Album! Rund zwei Jahre nach ihrem fantastischen Major-Debut (zuvor gab's ja einige herausragende Indie-Veröffentlichungen), macht das Quartett um den begnadeten Sänger, Gitarrist und Songwriter Cody Canada exakt da weiter, wo es mit "Purple" (bzw. "same") aufgehört hat. Sie lassen in ihrer Qualität aber auch wirklich keinen Deut nach, ganz im Gegenteil. Auch wenn das kaum möglich scheint, doch die Songs erscheinen einem noch ausgereifter, noch stärker und straighter, als auf dem Vorgänger. Wieder hat man Ihnen vom Label alle Freiheiten gelassen, ihren ungeschliffenen, so spielfreudigen "Geradeaus"-Countryrock so zu präsentieren, wie er ursprünglich ist, hat auf übermäßiges "Glattbügeln" des Sounds verzichtet. Das kommt wunderbar rüber! Vielleicht noch etwas rockiger und rauer als bisher, brennen sie voller Energie, Kraft und Dynamik ihr begeisterndes Countryrock-/Americana- Rock-Feuerwerk ab. Dabei strotzen die Songs vor prächtigen Melodien, gehen unwiderstehlich ins Ohr, ohne das rohe, staubige und dreckige Flair je zu verlieren. Vor allem Cody Canada's großartiges, sattes, glühendes, oftmals sehr Southern-inspiriertes Lead-Gitarrenspiel (was brennt der Bursche für klasse Soli ab) birgt diesen "Dreck", doch wie kaum eine andere Band vermag Cross Canadian Ragweed diese rootsige Ursprünglichkeit mit flüssiger, harmonischer Melodik und purer Frische zu vereinen. Oftmals, wie gesagt, weht durch die Songs eine ganz gediegene Southern-Prise, was das Material für die dem knackigen, Gitarren orientierten Countryrock nicht abgeneigten Fans des Southernrock-Genres ebenfalls hochinteressant machen dürfte. Aber auch in diesen Kreisen hat die Band ja längst einen prächtigen Namen. 13 neue, bärenstarke Songs und als "hidden track" eine geniale, fett rockende Coverversion von Ted Nugent's "Stranglehold" machen "Soul gravy" zu einem rund 57-minütigen Meisterwerk ohne jegliche Schwachstellen! Ein paar Beispiele: Los geht es mit dem herrlichen, voller Highway-Groove steckenden, Midtempo-Countryrocker "Numbers", gefolgt von dem mit Southern-Riffs gespickten, wunderbar melodischen, aber dennoch kernig rotzigen, rockin' New Country-Song "Again", von dessen fetten, "southern-fried Lead Guitar-Licks" man einfach gefangen sein muß und denen man sich nicht entziehen kann. "Lonely girl" ist ein ungemein lockerer, flockiger Countryrocker, frisch und staubig zugleich. Großartiger Gesang (Canada's Stimme ist einfach ein Countryrock-/Roots-Hit) und eine prächtige Melodie paaren sich einmal mehr mit rostig und rau klingender Lead-Gitarre, inklusive einem tollen Solo! Herrlich auch die traumhafte, ungemein frisch wirkende, von einem breiten, transparenten Gitarrensound geprägte, knackige New Country-Ballade "Sick and tired" (Backing vocals: Lee Ann Womack), oder der von glühenden Gitarrenläufen begleitete, southern-inspirierte "Skynyrd-esque" Countryrocker "Cold hearted woman". Richtig die Post ab geht dann bei dem fulminanten Uptempo-Ritt "Hammer down", der gewaltig abrockt, ohne auch hier die Melodie außen vor zu lassen. Da kochen die Honky Tonks und Texas-Roadhouses endgültig über! Das pure Gitarren-Feuer! Toll! Akustisch geht es bei dem wunderschönen "Flowers" und dem leicht grassigen "Down" zu, während "Pay" ein leicht balladeskes Texas New Country-Stück in bester "17"-Tradition darstellt, und sie es bei der fulminanten, von mächtiger Gitarrenpower getragenen Ray Wylie Hubbard-Nummer "Wanna Rock & Roll" noch mal richtig krachen, brodeln und kochen lassen. "Soul gravy" kommt wie aus einem Guß! Welch ein Texas-Countryrock-Feeling! Was für stake Songs! Noch etwas ist bemerkenswert an diesem ursprünglich aus Yukon/Oklahoma stammenden Quartett: Die Vier kennen sich schon aus dem Kindergarten, sind praktisch seit ihrem ganzen Leben dick miteinander befreundet. "That's the soul of this band, the friendship between us", sagt Cody Canada! Und das merkt man einfach! Sie verstehen sich privat, wie musikalisch (CCR sind ja im übrigen auch für ihr ausgedehntes Touring bekannt) einfach blind. Alles geht wie von selbst! Die US-Kritiker sind einmal mehr begeistert, und wir sind es auch! "Ass-kicking" Roots-/Americana-/"Red Dirt"-Countryrock in Vollendung!

Art-Nr.: 2279
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

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Crow Band, Bart - finally... [2006]
Ach, einfach herrlich! Und schon wieder diese jungen, unbekümmerten texanischen Burschen. Diesmal ist es die Bart Crow Band, die uns mit einem klasse Debüt beglückt, das seit Wochen die im Raum Texas/Oklahoma so bedeutungsvollen "Texas Music Charts" mächtig aufmischt. "Finally..." ist ein "Renner" in der "Red Dirt"-Szene. Die Fans, es werden offenbar jeden Tag mehr, lieben dieses Album - und hat man es einmal gehört, ist klar, warum! Erstaunlich, wie zwanglos, natürlich, ursprünglich und mit welcher Leichtigkeit diese Jungs trockene Rootsrock-Anlagen, klassiches Retro-Countryrock-Flair, Alternate Country, traditionelle Honky Tonk und Country-Elemente und dezente Southernrock-Spuren mit dieser wunderbaren texanischen "Red Dirt"-Würze zu einer harmonischen Einheit verschmelzen lassen. Man werfe ein paar Zutaten solcher Kollegen wie der Randy Rogers Band, Wade Bowen, Cross Canadian Ragweed, Buster Jiggs, aber auch von Waylon Jennings, Willie Nelson, Gram Parsons und gar den frühen The Outlaws in einen musikalischen Shaker, steut noch einen Prise unbeschwerten, "roughen" Charme hinein, schüttelt das Ganze kräftig durch, und schon hat man den wunderbar mundenden Cocktail namens Bart Crow Band, der im einzelnen aus folgenden, hervorragenden Instrumentalisten zusammengesetzt ist: Bart Crow (Rhythm Guitar, Lead Vocals), Charles Simons (Drums, Harmony Vocals), Paul Russell (Lead/Rhythm Guitars, Harmony Vocals), Ronny Luedtke (Bass), Aaron Wynne (Pedal Steel), Nick Worley (Fiddle) und Rocky Garza (Hammond B3-Organ). “We are a country band, but we’ll be what ever you want us to be. That’s the beauty of doing what we do, the music’s free to be anything that you want it to be, a unique blend of country & rock with a lot of heart & soul. I love the music and stories of my heroes, Ronnie Van Zant, Waylon Jennings, and Johnny Cash, and I just do my best to do what they did, be real…that’s all”, so umreisst der Bandleader die Musik seiner Truppe. Passt einwandfrei! Produzent Barry Saling hat, so scheint es, auf jede Art von technischer Bearbeitung verzichtet und sich rein auf das instrumentelle Können der Musiker verlassen. So wurde einen wunderbar ursprünglicher, erdiger und lebhaft wirkender Sound eingefangen. Man hat schon fast das Gefühl, die Jungs seien ins Studio gekommen um das zwölf Stücke (inkl. Hidden Track) umfassende Programm mal so eben live runterzuspulen. Wem also die Randy Rogers, Pat Greens und Jack Ingrams mittlerweile aufgrund ihres Vermarktungspotentials zu sehr von ihren Wurzeln entrückt sind (die dortige Fanbasis reagiert diesbezüglich zuweilen ja sehr sensibel), für den dürfte die Bart Crow Band genau die passende musikalische Ersatzdroge darstellen. Und so landete die Band, wie eingangs bereits erwähnt, auch prompt diesen Überraschungstreffer in den texanischen CD-Verkaufscharts. Die dort ansässigen Radiostationen spielen den Stoff rauf und runter. Zu recht, wie wir meinen, denn das ist einfach großartige Musik, die Laune macht. Los geht es mit dem starken "Nothing’s Wrong", ein locker mit Akustik- und E-Gitarren rhythmisch dahin groovender Roots-/Countryrocker, der an die Anfangszeiten der Randy Rogers Band erinnert. Alles richtig gemacht! Schon ist der Funke übergesprungen. Danach lässt die Truppe mit "Wear my Ring", "Driftin’ The Wind" und "All I Need" direkt drei weitere "Hits" am Stück folgen, wobei, bei unterschiedlichen Tempi, neben den starken Gitarren auch die Hammond B-3 Orgel und die vorzüglichen Harmoniegesänge mit in den Vordergrund treten. Nick Worley und Aaron Wynne haben schließlich in den traditionell ausgerichteten Country- und Countryrock-Nummern ihre starken Momente. Bei dem tollen "Rodeo Gypsy", dem lupenreinen Roadhuese Honky Tonk-Heuler "Quaters" und der prächtigen Ballade "Dog House Roses" gibt es jede Menge Steelguitar- und Fiddle-Einlagen zu bewundern. Dazu noch eine Prise Southern-Espirit der ganz frühen Outlaws (auch wegen der auf den Punkt gebrachten Harmoniegesänge). Mit viel mitfühlendem Humor charakterisiert das fetzige "Burnout" den tiefen Fall eines einstigen Rockstars (... "no more groupies"...,... "now it’s Karokee on a Friday night"..., lauten einige ernüchternde Textpassagen). Die tolle Southern-rooted Ballade "Lay It Down The Line" (dezente Orgel, schöne E-Gitarren-Fills, klasse E-Solo) und das Cross Canadian Ragweed-mäßige "Outlaw" (pumpender Bass, klasse Lead-Gitarre) beschließen dieses ausgezeichnete Album. Hut ab vor diesen Jungs! Man kann nur hoffen, dass es ihnen gelingt, diese Unbekümmertheit und Qualität auch für künftige Werke zu konservieren, doch da sind wir sehr guter Dinge. Die großen Labels haben ihre Fühler sicher schon ausgestreckt. Wir meinen jedenfalls, "Texas’ next rising star is born"! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4900
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Nothing's wrong
Wear my ring
Rodeo gypsy
Burnout
Dog house roses
Outlaw

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Davis, Jon Christopher - same [2006]
Das nächste texanische Juwel in unserem Programm! Jon Christopher Davis heißt der großartige Singer/Songwriter, der uns nun mit seinem ersten Album, einer hervorragenden Gratwanderung zwischen Americana, rootsigem Countryrock, Alternate Country und einer gewissen Heartland-Würze beglückt. Davis stammt aus Bonham, TX, hat aber viele Jahre in Nashville gelebt und bereits für einige arrivierte Labels/Musiker gearbeitet, bzw. Songs geschrieben (u. a. für Dolly Parton, Hal Ketchum, Tammy Cochran, Sherrie Austin, Billy Ray Cyrus). Der Erfolg in Sachen eigener Sanges-Karriere fiel bislang unverständlicherweise aber dem Rasterverfahren der Entscheidungsträger (Labels) zum Opfer. Das er es jedoch richtig "drauf hat", wie man so schön sagt, beweist er auf seinem "Palo Duro Records" (u. a. auch die Heimat von The Delrailers, Morrison-Williams) in wirklich glänzender Manier. Alle 13 Stücke (inkl. eines Hidden-Tracks, der aber sofort nach Ende des letzten Stückes anfängt, "If I Could Only Fly"), stammen dabei aus seiner Feder, komponiert zum Teil mit prominenten Co-Autoren wie Radney Foster, Stan Lynch (Tom Petty & The Heartbreakers) und Rodney Crowell. Bei den Instrumenten (er selbst beherrscht Gitarre, Bass, Piano, Harmonika, Drums und diverse Percussionteile) gelang es Davis sowohl gute texanische, wie auch einige der allseits bekannten, großartigen Nashville-Studiomusiker zu verpflichten. Herausgekommen ist eine erstklassige Mischung von schnörkellosen Alternate Country-, Roots-, Americana-, Westcoast-, Heartland- und Southern-Elementen in Kombination mit sehr sympathischen und teilweise humorvollen Texten. Davis Gesang ist typisch texanisch und geht sehr angenehm ins Ohr. Als Vergleichgrößen fallen einem unweigerlich Interpreten wie Pat Green oder Jack Ingram ("You Gotta Love Someone" - der countyrockende Opener, mit herrlich treibendem E-Gitarren-, und Akustik Gitarren-Rhythmus, sowie schönen Mundharmonika-Fills), Radney Foster ("Cosmic Joke" - sehr relaxtes, rootsiges Stück mit humorvollem Text, klasse Fiddle-/Banjo-Break), Steve Earle ("Love Had Something Else In Mind" - tolle Baritone E-Gitarre), The Eagles ("Misfit Town" - mit Steelguitar-Begleitung, feinen Harmoniegesängen), The Warren Brothers ("Lone star Attitude" - rotzig frecher Gesang, durchaus traditionell verwurzelter Country-/Partysong zum Mitgrölen, mit starkem Honkytonk-Piano und tollem E-Gitarren-/Steel-Wecheselspiel im Break), John Mellencamp ("Round Here" - voller Heartland Rock-Flair), oder auch Tom Petty ("The Bottom Line" - dezente Fiddle, Orgel, Steelguitar, staubtrockene Banjo-Untermalung vom stark aufspielenden Jack Sizemore) ein. Die Spuren der angeführten Künstler finden sich allerdings auch in den anderen Stücken in diversen Kombinationen wieder. Weitere Highlights: Die wunderschöne, von einer herrlichen Melodie geprägte, entspannte Retro-Countryrock-Ballade "She Don’t Know She’s Lonely" (tolle Steel- und E-Gitarren-Fills, brillantes E-Gitarren-Solo von Mark Metker), der eindeutig Rodney Crowell (hier auch Co-Writer) seinen Stempel aufdrückt; "One Place I’ve Never Been“ ist ein furioser, dampfender, funkiger Southern-Rocker (klasse E-Gitarren-Solo, kreischende Harps); "Two Story Town" entwickelt sich aus balladeskem Gesang mit Pianobegleitung zu einem herrlich frisch instrumentierten Midtempo-Ohrwurm (wohlige Mandolinenbegleitung); "Baby Looks Good On You" ist bluesiger Rots-/Alternate Country mit starker Dobro-/Mandolinen-Verschachtelung! Die Songs fliegen förmlich an einem vorüber, erst durch den recht introvertiert wirkenden Hidden-Track kommt man von einer Woge der Begeisterung wieder etwas herunter. Das Debüt von Jon Christopher Davis bietet alles was das Americana-/ Alternate Country(rock)-/ Roots-/ Heartland-Herz begehrt. Dazu schafft er es mit Bravour, die komplette Geschichte sowohl im Texas-, als auch im Nashville-kompatiblen Rahmen zu gestalten. Zum Abschluss noch ein paar Kommentare seiner bereits erwähnten Co-Writer, die ebenfalls in Begeisterung schwelgen und deren Wort durchaus Gewicht hat: "It is as if Don Henley, Elvis Presley and The Everly Brothers met late night at a Texas Roadhouse parking lot and beat the crap out of each other and what came out was Jon Christopher Davis. He brains, hips and harmonies" - Stan Lynch; "If you crave a singer who can play, a player who can write and a writer who can sing, Jon Christopher Davis is your man" - Rodney Crowell; "Jon Christopher Davis is a triple threat. He plays guitar great, sings like a bird and writes from the heart" - Radney Foster. Dem können wir uns guten Gewissens anschließen. Klasse Mann, klasse Scheibe! Feine Aufmachung im schön fotografiertem Klapp-Digi-Pack! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4568
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
You gotta love someone
She don't know she's lonely
Love had something else in mind
Lone star attitude
Round here
One place I've never been

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Derailers, The - soldiers of love [2006]
Austin's Derailers sind zurück mit einem klasse neuen Album! Besetzungsmäßig hat sich in der Zwischenzeit einiges getan (von der ehemaligen "Gründungs-Front-Doppelspitze" Tony Villanueva / Brian Hofeldt ist nur noch Hofeldt, der nun eindeutig die zentrale Figur ist, an Bord - dazu gesellen sich neben Ed Adkins am Bass noch die neuen Akteure Scott Matthews an den Drums , Sweet Basil McJagger am Piano und der Orgel sowie Chris Schlotzhauer an der Pedal Steel), doch sie spielen weiterhin unbeirrt ihre unvergleichliche, sehr traditionell verwurzelte, authentische Hillbilly-/ Honky-Tonk-/ Rockabilly-/ Country-Mucke, in der sie auf so großartige Art und Weise den Bakersfield-Sound, beispielsweise eines Buck Owens, ihre texanischen Roots und ein ordentliches Sixties-Rock'n Roll-Feeling miteinander vereinen. Ihre Einflüsse reichen, neben dem erwähnten Buck Owens, von George Jones über Charlie Rich, Roy Orbison, Elvis, den Beatles, bis hin zu Dave Alvin! Der legendäre Produzent Buzz Carson, aus dessen Feder das Ttelstück stammt (viele kennen davon vielleicht auch die Beatles-Version aus "Live at the BBC") und die Band gestalten den Sound sehr retro und rootsig, gehen kompromißlos ihren Weg und kümmern sich nicht im geringsten um irgendwelche Trends! Das ist purer, traditioneller Sixties-Rockabilly-infused Honky Tonk-Country durch und durch! Los geht's mit dem ungemein flotten, lockeren Dancefloor-Hillbilly-Roadhouse -Honky Tonker "Cold beer, hot women and cool country music", der genau das verspricht, was sein Titel schon erahnen läßt: Viel Drive, sehr traditionell, eine prima Melodie, tolle Begleitung aus forschem Drumming, klasse (Baritone)E-Gitarre, klimperndem Piano und wimmernder Steel - ideal für jede gut gelaunte, feucht-fröhliche Country-Fete! Feinsten, flotten, an der Schnittstelle zwischen Bakersfield und Texas angesiedelten, frischen, aber auch staubigen Traditional Country hören wir bei "She's a lot like Texas" (schöne Fiddle-/Steelguitar-Fills), ehe das bereits erwähnte Titelstück auf dem Programm steht, das auch bestens in das Repertoire der guten alten Mavericks passen würde. Weitere Höhepunkte: Der dreckige, bluesig rockige Riff-Rockabilly-Shuffle "Donna Sue Earline", das rau rockende und rollende "Hey, Valerie", die flotte Rockabilly-fueled Roots-Country-Nummer "Get 'er done", die herrliche, traumhaft melodische, von wundervoll transparenten Gitarren, heulender Steel und großartiger Baritone-Gitarre durchsetzte Country-Vorzeige-Ballade "Every time it rains", das knackige, Sixties-angehauchte "Everything I believe in", der exzellente, ultra-traditionelle, in bestem Retro-Johnny Cash-Ambiente gehaltene Country-Feger "An American man", oder der starke "Beer-drinkin'" Barroom-/Honky Tonk-Weeper "You're looking at the man"! Klasse Leistung von Frontmann Brian Hofeldt und seinen Kollegen! Die Band hat nichts von ihrer Vitalität verloren!

Art-Nr.: 4193
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Cold beer, hot women & cool country music
She's a lot like Texas
Hey, Valerie!
Get 'er done
Every time it rains
An American man

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