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Back Door Slam - roll away [2007]
Überragend! Ein "Killer"-Album! Packend! Die Musik der Siebziger ist "alive and well"! Es geht nicht anders, als zu Beginn unseres Reviews ein paar Presse-Zitate zu bringen, denn wer auch immer von der schreibenden Zunft einmal mit dieser Band konfrontiert wude, den scheint es, genau wie uns, "gepackt zu haben": "I heard the spirit of Jimi Hendrix" (Patrick McDonals/Seattle Times), "A red hot young trio, specializing in gritty blues-rock with unexpected conviction and authority for someone so young" (George Varga/San Diego Tribune), "This album is a grenade launcher; it's an incendiary device, it's a melodic, melancholy, effervescent cannon ball set of music" (Jason Hood/Time Out Music) usw.! Und Leute, bei dieser Truppe kann man schon ins Shcwärmen geraten: Die Rede ist von Back Door Slam, einem blutjungen Trio von der Isle Of Man um den famosen, gerade mal 20 Jahre alten Sänger und Gitarristen Davey Knowles (der Bursche klingt "like the precocious nephew of the late Stevie Ray Vaughan and Rory Gallagher"), das aber mit einer Klasse und Versiertheit aufspielt, als handele es sich um "alte Haudegen" aus den frühen Siebzigern mit zig Jahren Erfahrung auf dem Buckel! Das ist die eine Seite, die andere ist ihre zwanglose, jugendliche Unbekümmertheit, die das Material, obwohl so retro, in einer wunderbaren Frische erscheinen lässt. Musikalisch überaus ausgefuchst und kompetent, ja geradezu brilliant, haben sie sich dem klassischen Bluesrock jener goldenen Siebziger-Tage verschrieben und präsentieren mit "Roll away" ein mitreißendes Album mit deutlichen Referenzen an solche Größen wie Free, Bad Company, Led Zeppelin , Cream, Ten Years After, Peter Green's Fleetwood Mac, B.B.King, Howlin Wolf, Hendrix und Stevie Ray, ohne dabei ihre Eigenständigkeit je aus den Augen zu verlieren. Krachenden, kochenden, schnörkellosen, straighten Rockern und ungemein inspirierten Bluesnummern, steht die ein oder andere hinreißende, bluesige, auch mal mit einem dezenten Folk-Touch versehene, progressiv angehauchte Classic Rock-Ballade gegenüber. Klar im Mittelpunkt steht der bereits erwähnte Songwriter (bis auf ein ein grandioses, groovendes,"rollendes", dreckiges Cover von Blind Joe Reynolds' "Outside woman blues" stammen alle Songs aus seiner Feder), Sänger (tolle Stimme mit sehr viel Gefühl) und begnadete Gitarrist Davy Knowles, dem man bereits attestiert: "Hier wächst ein neuer 'guitar-hero' heran"! Seine voller Virtuosität und Vielseitigkeit steckenden Giatrrensoli sind ein wahrer Ohrenschmaus! Doch Knowles, und das macht eben eine solch klasse Band aus, weiß auch mit Drummer Ross Doyle und Bassmann Adam Jones eine bestechend gut arbeitende Rhythmusfraktion hinter sich, auf die er sich zu jeder Sekunde verlassen kann. Bärenstarkes Songmaterial! Sehr variabel arrangiert, hin und wieder schöne, viel Spannung aufbauende Wechsel zwischen "laut" und "leise"! Prächtige Melodik! Bluesige, dampfende Riffs im Geiste von Hendrix, glühende Gitarrelinien und -soli, wie auch die Spuren eines Alvin Lee, Stevie Ray Vaughan und jungen Clapton vereinen sich in dem von tollen Rhythmen und knisternder Spannung geprägten "driving" Bluesrocker "Come home", der den grandiosen Auftakt dieses Meisterwerks bildet. Man mag es kaum glauben, dass dies ein Song aus dem Jahre 2007 ist, so authentisch verwurzelt ist er in den Late-Sixties oder frühen Siebzigern. Und genaus dieser Eindruck zieht sich durch das gesamte Album! Es geht weiter mit dem famosen "Heavy on my mind", einem erdigen, straighten, klassischen Rocker, durch den sich Zeppelin-'sche Riffs, ein deutliches Cream-Flair und ein wunderbares Blues-Feeling ziehen, gewürzt mit einem wieselflinken, tierischen, fetten Gitarrensolo Knowles'! "Gotta leave" dann wiederum ist ein geradezu traumhafter, genauso entspannt und relaxt wirkender, wie inspirierter, von glühenden, ausgedehnten, variablen, glückseeligen Gitarrenläufen durchsetzter Slow-Blues und mit dem akustisch/elektrisch arrangierten, getragenen "Stay" gelingt ihnen eine, von einem schönen psychedelischen Retro-Progressive-Feeling durchzogene, mystisch und dramaturgisch anmutende, epische Seventies Ballade, die aus einer ganz frühen, gemeinsamen Session der Moody Blues und Led Zeppelin's entsprungen sein könnte. Brodelnde Grooves und Rhtyhmen bestimmen dann wieder das dreckig und satt rockende, mit fetten Gitarrenläufen garnierte "Too late", während man das phantastische "It'll all come around" wohl als eine der besten Bad Company-Nummern bezeichnen muß, die Paul Rodgers & Co. in ihrer Blütezeit nie geschrieben haben: Straight, simpel, knackig, rau, bluesig, melodisch, gespickt mit herrlich flinken, würzigen Gitarrenläufen! Wunderbar auch die herrlich ins Ohr gehende, leicht folkig angehauchte Retro-Classic Rock-Ballade "Too good for me", die mit ihren exzellenten Mandolinen- und Lap Steel-Fills (ebenfalls Davy Knowles) gar eine Brücke in zeitgemäße Roots-/Americana-Gefilde zu schlagen scheint! Den Abschluß des Albums bildet dann wieder ein richtiger Kracher, nämlich der kochende, mit tollem Gesang und fulminanten Gitarrenläufen aufwartende, drückende Bluesrocker "Real man"! Es ist alles gesagt zu Back Door Slam - nur noch so viel: Solche Bands sichern den Geist der Siebziger in der heutigen (Blues)Rockmusik! Noch einmal: Überragend!

Art-Nr.: 5087
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Come home
Heavy on my mind
Gotta leave
It'll all come around
Too good for me
Real man

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Big Head Todd And The Monsters - crimes of passion [2004]
Zwei Jahre nach dem wuchtigen "Riviera" legen Big Head Todd and the Monsters mit "Crime of passion" ihr neues Wek vor - ein ebenso interessantes, wie gelungenes Album. Wieder sehr inspiriert, öffnen sie hier ihre musikalischen Grenzen weiter, als sie es jemals zuvor getan haben. Selbstverständlich gibt es auch wieder den ein oder anderen der üblichen krachenden, kantigen und rauen Gitarrenrocker, doch Todd Park Mohr und seine Freunde schalten insgesamt nicht nur ein/zwei Gänge zurück, sondern begeben sich auch immer wieder auf anderes Terrain. So hört man Einflüsse von klassischer Singer/Songwriter-Musik, des Soul, des Jazz, des Alternate-Industrial Rocks, sogar mal leicht psychedelisch angehauchte oder spacige Momente, vor allen Dingen aber des Blues und Bluesrocks. Das wirkt vielleicht im ersten Moment etwas ungewohnt, doch es steht der Band sehr gut zu Gesicht und unterstreicht die musikalischen Fähigkeiten dieses Colorado-Trios nachhaltig. Alles in allem wirkt das ALbum sehr viel ruhiger, als die früheren Werke, ohne das dabei die Kraft und Energie, vor allen Dingen aber das Herz und das Gefühl, auf der Strecke bleiben. Die Jungs beweisen, wie kompetent und geschickt sie auch mit entspannteren Tönen umgehen können und hinterlassen dabei einen oftmals unwiderstehlichen Groove. Doch dafür sind sie ja bekannt. Im Sound hat man ein paar mehr Keyboards integriert, doch Todd's Gitarrensoli gibt's natürlich auch. Unter die Kategorie "typisch dampfende, powernde Big Head Todd-Kracher" fallen das riffige, schwüle, mit klasse Gitarrenläufen angereicherte "Conquistador" und das fetzige "Love transmission", der elektrisierende, robuste Opener "Dirty juice" ist ein dem Titel entsprechendes, herrlich dreckiges, brodelndes Bluesrock-Gebräu, während das ruhige, melodische "Beauty queen" einen in all seiner Lässigkeit und Entspanntheit, mit seinen wunderbaren lässigen Gitarrenriffs und dem filigranen Solo, in einem unwiderstehlichen Groove dahingleiten läßt. Da werden sogar Erinnerungen an die Young Rascals wach. "Angela Dangerlove" ist eine großartige, ganz dezent psychedelisch inspirierte, voller Siebziger-Westcoast-Flair umhüllte Rock-Ballade, "ICU in everything" ist eine groovige "Big Head Todd goes R & B and Soul"-Erfahrung, das mit akustischen Gitarren, einer dezent im Hintergrund agierenden E-Gitarre und Mundharmonika sparsam instrumentierte "Peacemaker's Blues" steckt voller Dylan-Inspiration, bei dem entspannten "Lost child astronaut" kann man leicht spacige Töne ausmachen und "Come on" ist ein lauter "kalter" Industrial-Rocker. Big Head Todd and the Monsters integrieren auf "Crimes of passion" eine Menge neuer Sounds in ihre Musik, doch es passt gut zusammen und stellt die musikalischen Roots der Band keineswegs in Frage. Klasse!

Art-Nr.: 2258
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

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Big Head Todd And The Monsters - riviera [2002]
Fast 5 Jahre sind seit ihrem letzten Studioalbum vergangen, doch jetzt sind Big Head Todd and the Monsters, dieses grandiose Power-Roots/Gitarrenrock-Trio aus Colorado, endlich wieder da. Und wie sie zurück sind: mit voller Wucht, kraftvoller und besser denn je! Pure Energie, gewaltige und krachende Gitarrenriffs, treibender Rhythmus, dazu diese nahezu geniale Gitarrenarbeit von Todd Park Mohr - da staubt es aus den Boxen! Doch Todd Park Mohr ist nicht nur ein begnadeter Gitarrist, sondern auch ein ebenso großartiger Songschreiber und Sänger, dessen erdiges Organ sich ehrlich und gefühlvoll in diese Songs voller strotzender Kraft und Power, die zudem allesamt sehr harmonisch und melodisch strukturiert sind, wunderbar eingliedert. Und seine beiden Mitstreiter Rob Squires (bass) und Brian Nevin (drums) haben den Rhythmus im Blut! Da paßt alles zusammen! Laut, rockig, dreckig und direkt! Todd Park Mohr läßt seine Gitarre jaulen, sägen, röhren, heulen, dann spielt er wieder filigran, beglückt uns mit betörenden Soli und gewaltigen Riffs, um es im nächsten Moment auch mal wieder gediegen und wohlklingend angehen zu lassen. Doch immer ist diese unbändige Kraft in der Musik zu spüren. So müssen E-Gitarren klingen! Das sind elektrische Gitarren, die das Wort "elektrisch" auch verdienen. Man hat stets das Gefühl, Instrument und Spieler stehen permanent unter Strom. Einzelne Tracks hervorzuheben wäre Unsinn, denn das Album ist von vorn bis hinten eine Rock'n Roll-Granate, wie an einem Strich! Dennoch ein paar Beispiele: es beginnt mit dem aufregenden "Julianna"! Mit voller Power und Energie ertönen die ersten Riffs. Großartige Gitarren überall! Dazu ein treibender Midtempo-Rhythmus und eine klasse Melodie! Vielleicht muß man sich vorstellen, daß Mitglieder der Cliquen von Tom Petty's Heartbreakers, John Mellencamp, den Black Crowes und der Dave Matthews Band eine Jam-Session spielen, bei der es ordentlich rockt. "Freedom fighter" ist klassischer Rock, immer modern, voller Kraft, beißenden Bässen, super Gitarren und wieder einer starken Melodie. "Again and again" ist herrlich dynamisch, mit verzückten Gitarren, feiner Percussion und einem Groove, daß sogar richtiges Jam-Feeling aufkommt. Ein anderer schneller und kochender Rocker mit tollem melodischem Gesang und einem gigantischen Drive, sowie einenm irre fetten Gitarrensound ist "Secret mission", während es beim Titelstück "Riviera" ein klein wenig ruhiger zugeht! Wie gesagt, ein Album ohne Ausfälle! Big Head Todd und seine Kumpels haben eingestöpselt! Elektrisierender, pulsierender, rootsiger Gitarrenrock - brodelnd und groovend, ohne Kompromisse! Ein packendes Album!

Art-Nr.: 1026
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Blindside Blues Band - keepers of the flame [2008]
Ein wahrer Gitarren-Orkan der Mannen um "Killer-Gitarrist" Michael Onesko erschüttert die Welt des Classic Power-/Heavy Bluesrocks! Welch eine Wucht! Die californische Blindside Blues Band zelebriert schon seit Jahren ("Keepers of the flame" ist bereits ihr sechstes Album) eine von den Kritikern begesiternd gefeierte, inbrünstige und laute, von einem gewaltigen Gitarren-Bombardement bestimmte, Seventies-orientierte Classic Rock-/Bluesrock-Mischung (die Betonung liegt auf "Rock"), die voller loderndem Feuer (der Album-Tritel passt einfach) und ausgelassener Spielfreude klar und deutlich im Fahrwasser solcher Legenden wie Montrose, Cream, Deep Purple, Mountain, Pat Travers, Rory Gallagher, Jimi Hendrix, Robin Trower & Co. angesiedelt ist (jüngere Beispiele wären vielleicht auch Joe Bonamassa und Philip Sayce) - und sie machen das in einer Klasse und in einer Qualität, die man gar nicht hoch genug bewerten kann. Das sind echte Profis (Onesko ist ein alter Genre-Hase, der schon jahrelang mit Leuten wie Mike Varney, Aynsley Dunbar, Rick Derringer, Glenn Hughes, Leslie West und vielen anderen zusammengearbeitet hat), die mit Herz und Seele ihrer Leidenschaft fröhnen. Zusammen mit dem zweiten Lead-Gitarristen Scott Johnson brennt Onesko ein Feuerwerk ab, das das Wort "Gitarrenschlacht" wahrhaftig verdient. Immer wieder liefern sich die beiden ellenlange, wirbelnde Duelle, peitschen sich gegenseitig zu neuen Höchstleistungen an, die schließlich in einem massiven, geradezu monströsen Gitarren-Donnerwetter münden. Die vielen längeren Stücke lassen den beiden dafür jede Menge Freiraum. Dabei entwickelt die gesamte Band eine ungeheure Dynamik, die durch die ebenso starke Rhythmusfraktion permanent forciert wird. "Keepers of the flame" besteht aus 77 Minuten Volldampf-Power. Das sind 8 exzellente Eigenkompositionen, vorwiegend von Onesko geschrieben, 3 grandiose Coverversionen und einer 13-minütigen "hidden" Instrumental Gitarren-Salve! Von den Eigenkompositionen irgendwelche Tracks hervorzuheben, wäre den anderen gegenüber nicht gerechtfertigt. Ob beispielsweise das mächtig rockende Titelstück "Keepers of the flame", das von glühenden Gitarenlinien durchzogene "Sonic love" oder das von überfallartigen Gitarrenattacken geprägte "Bad luck" - Onesko und seine Freunde lassen uns kaum Zeit zum Luftholen. Eingehen muß man kurz auf die 3 Coverversionen, denn ob sie sich Deep Purple's "Maybe I'm a Leo" (durch die Eingliederung von 2 weiteren Gastgitarristen wird hier aus sage und schreibe 4 "Rohren" geschossen), Robin Trwoer's "Hannah" (Gast-Gesang von Davey Pattison aus dem Trower-Clan), oder den Uriah Heep-Klassiker "I wanna be free" vornehmen - es hat den Anschein als wollten sie mit ihrer Power die Originale "ungespitzt in den Boden rammen"! Irre! "Keepers of the flame", in übrigen aufgenommen in den renommierten californischen Prairie Sun Studios nahe San Francisco, ist "a powerful, heavy, mindblowing, in-your-face, dual six-string assault", dessen Folge wohl erst einmal die totale Erschöpfung von Mensch und Material sein dürfte. Egal, es macht mächtig Laune! "Keep the Rock alive", heißt es auf der Rückseite des Covers, ein Credo, dem sich die Blindside Blues Band mit Leib und Seele verschrieben hat!

Art-Nr.: 5475
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Keepers of the flame
Sonic love
Lonesome road
Back stabber
I wanna be free
Bad luck

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Bonamassa, Joe - sloe gin [2007]
Großartig! Beeindruckend! Erneut eine famose Leistung Bonamassa's! Das neue Studoalbum des Gitarrenartisten ist ein faszinierender, geradezu brillanter Balanceakt zwischen seeliger, filigran und ungemein inspirierter Acoustic Roots-Blues-Musik und knallhartem, kochendem Heavy-Bluesrock! Oft wechselt er auf wunderbare Weise innerhalb eines einzigen Stückes von herrlichen Acoustic-Passagen zu brodelndem, elektrischem "Rock-Gewitter"! Bonamassa wirkt reifer denn je! Obwohl diese akustisch orientierten Zwischenspiele in den Songs, wie auch die ein oder andere semi-akustisch dargebotene Nummer eine gewisse Experimentierfreude suggerieren, ist "Sloe gin" insgesamt ein vor Energie, Druck und Power nur so stotzendes, geradliniges, kochendes Bluesrock-Werk geworden, das einer deutlich bluesigeren Basis entspringt, als noch der letzjährige Vorgänger "You & me". Zudem verarbeitet Bonamassa eine große Anzahl klassischer Seventies Rock-Elemente, die zuweilen vor allen Dingen wie eine Synthese aus Led Zeppelin und Bad Company klingen. Nicht nur die grandiose Coverversion des Bad Company-Klassikers "Seagull", dessen eh schon zeitlosem Charakter Bonamassa noch einmal eine wunderbare Portion eigenständiger, "jungfräulicher" Frische einhaucht (vielschichtige Acoustic-/E-Gitarren-Begleitung, traumhaft knackiger "Full Band"-Refrain) ist ein Indiz dafür. Joe's atemberaubendes, variantenreiches Gitarrenspiel ist einmal mehr Weltklasse! Auch gesanglich war er nie besser! Prächtiges Songmaterial! Der brillante Opener "Ball been hammer" beispielsweise, eine Nummer des großartigen, 2005 verstorbenen Roots-Bluesers und Slidegitarristen Chris Whitley, wechselt in geradezu "aufregender" Art und Weise zwischen transparenter, filigraner, rootsiger Acoustic Gitarren-Begleitung und geradezu "bedrohlich" anmutenden, stark an Led Zeppelin erinnernden, massiven, lauten Rock-Passagen mit hämmernden Drums und einem ordentlichen "Kashmir"-lähnlichen, psychedelischen Feeling hin und her. Danach gleich die nächste "Killer"-Nummer: Das famose "One of these days" ist ein brodelnder, dreckiger Hi-Energy Retro Blues-/Bluesrock-Stomper mit leichtem Swamp-Flair, eine wahrhaft grandiose Komposition von Bonamassa und dem legendären Ten Years After-Kopf Alvin Lee! Überaus druckvoller, fetter Rhythmus, kochende Riffs, raue Percussion, glühende Slide-Licks und ein fulminantes, ausgedehntes Gitarrensolo des Meisters sorgen für knisternde Blues(rock)-Spannung! Hat diese Nummer Feuer, Intensität und "Spirit"! Irre stark! Wie auch der beinharte, majestätische mit massiven E-Gitarren (inklusive glühender Slide-Passagen) und psychedelischem Acoustic-/E-Gitarrenspiel ausgestattete Kracher "Dirt in my pocket", eine jener packenden Nummern, die tatsächlich aus einer imaginären Led Zeppelin/Bad Copmapny-Session entsprungen sein könnte (Bonamassa's Organ zeigt hier eine erstaunliche Ähnlichkeit zu Paul Rodgers), die dezent in R & B-Bluesgefilde abdriftende, etwas ruhigere, dennoch durchaus kraftvolle, von wunderbaren Gitarrenspielereien begleitete, sehr melodische, 8-minütige Blues-Ballade "Sloe gin" (traumhaftes, über 3-minütiges E-Gitarren-Solo), die prächtige, authentische, voller mitreißender Gitarrenläufe steckende Blues-Boogie-Version von John Mayall's "Another kind of love", die herrlich melodische, lockere Roots-/Blues-Nummer "Around the bend" mit ihrer exzellenten, entspannten Acoustic Gitarren-Begleitung, in die sich im Verlauf des Stückes wundervolle, dezente Electric Slide-Linien "hineinschleichen", der großartige, abermals von klasse E-Gitarrenläufen begleitete Slow-Blues "Black night", der swampige, akustische Hill Country Blues-Stomper "Jelly Roll", usw.! Es ist irgendwie kaum zu glauben wie er das hinbekommt, doch der Mann schüttelt ein Meisterwerk nach dem nächsten aus dem Ärmel! "Sloe gin" jedenfalls ist erneut ein Knüller! Der Bursche legt die Messlatte für seine Nachfolgealben immer höher! Prächtig, sehr satt und "saftig" produziert von Kevin Shirley!

Art-Nr.: 5150
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
One of these days
Seagull
Dirt in my pocket
Sloe gin
Another kind of love
Around the bend

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Braxton Bragg - same [2008]
In der Gegend von Portland/Oregon beheimatet, doch tief verwurzelt im Süden: Braxton Bragg haben sich dem "good 'ol Southern Rock" verschrieben, den sie voller Unbekümmertheit, mit herzerfrischender Lockerheit, viel Elan, Spielfreude und einer gesunden Portion Selbstvertrauen in die eigene musikalische Kompetenz präsentieren. Das macht richtig Laune! Braxton Bragg (Mark Elmer: Lead vocals, guitar - Billy McMullen: Lead guitar, vocals - Jeff Munn: Bass, vocals - Chris McMullen: Drums, vocals), da machen sie auch gar keinen Hehl draus, bedienen sich in ihrer Musik vieler durchaus vertrauter Trademarks der klassichen Southern Rock-Zunft (vor allem Lynyrd Skynyrd und The Outlaws), doch sie tun dies genauso professionell wie erfrischend und verpassen ihren Songs dadurch einen herrlich unbeschwerten, "jungen" Anstrich. Das hervorragende Songmaterial ist locker, flüssig und melodisch, verfügt dabei aber durchweg über die notwendige Würze. Die Arrangements werden bestimmt durch das exzellente Zusammenspiel der beiden Gitarristen, wobei Gastmusiker Ken Brewer mit vereinzelten, sehr effektiven Orgel- und Piano-Ergänzungen für zusätzliches Soundvolumen sorgt. Auffallend und markant aber ist die großartige Arbeit des Lead-Gitarristen Billy McMullen, der mit seinem quirligen, sehr fingerfertigen Spiel immer wieder an Hughie Thomasson von den Outlaws erinnert. Zahlreiche, flotte, sehr lockere, aber zündende, quick-lebendige, aus dem Handgelenk gespielte Soli verdeutlichen dies auf eindrucksvolle Art und Weise. Hervorragend beispielsweise das prächtige "Lonesome road" gespickt mit herrlichen Riffs und Licks, die in allerbester "Sweet home Alabama"-Tradition aus den Lautsprechern fließen, das mit einem klasse Countryrock-Touch versehene, "ILIKDILKIR" (lustiger Titel), das prächtig groovende, von bluesigen und funkigen Riffs getragene "Howl", der tierisch fette, gut abgehende Rock'n Roller "Sweaty things" mit seinen fulminanten Gitarrenläufen oder auch der gar einen gewissen "The Eagles goes South"-Touch aufweisende, lockere, aber knackige, 6-minütige Southern-/Countryrocker "Coal black heart" ("Already gone" lässt entfernt grüßen)! Neben den bereits erwähnten "Main-Einflüssen" von Lynyrd Skynyrd und den Outlaws gibt's natürlich auch Bezüge zu The Marshall Tucker Band (deren Country-orientiertere Titel), aus jüngeren Zeiten auch zu Hurry Sundown, wie auch mal zu den Rolling Stones oder gar John Fogerty! Dennoch klingen Braxton Bragg zu jeder Zeit "southern"! Sticht dem Betrachter der CD schon das "pikante" Frontcover des Albums direkt ins Auge, so klann sich ohne jeden Zweifel auch der musikalische Inhalt des Werkes "sehen", bzw. hören lassen: Schwungvoller, lockerer, von quick-lebendigen Gitarrenlinien bestimmter Southern Rock "with a fresh attitude"! Klasse!

Art-Nr.: 5656
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Lonesome road
ILIKDILIKIR
Never run and hide
Coal black heart
Howl
Sweaty things

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Clyne, Roger And The Peacemakers - live at billy bob's texas [2005]
Zieht eure Sombreros auf, Leute, es wird heiß im Billy Bob's/Texas! Die grandiosen Roger Clyne & the Peacemakers aus Tempe/Arizona entern die Bühne, verwandeln "the world's largest Honky Tonk" in ein Tollhaus und nehmen uns mit auf eine feurige, temperamentvolle, gut 72-minütige Rock'n Roll-Reise "through dusty border towns, high seas, and the hot, dry Sonoran Desert"! Wie keine andere Band verstehen es Clyne (ex-Kopf der großartigen Refreshments) und seine Freunde die musikalischen Grenzen des amerikanischen Südwestens und Mexikos zu verbinden, was in einem packenden, mitreißenden und einzigartigen, knochentrockenen "Mexican flavored Gitarren Southwestern Border-Rootsrock" mündet, wie man ihn in einer solchen Intensität und mit einer solchen Authentizität, Originalität und Geradlinigkeit wohl nirgends mehr wiederfindet. Viel Dynamik, eine morz Energie, kernige, satte Gitarren (an der Lead-Gitarre, der hervorragende Steve Larson, einst bei den Rootsrockern von Dead Hot Workshop aktiv), dynamisches, knackiges Schlagzeug (P.H. Naffah, ebenfalls ex Refreshments) und Clyne's toller, Wüstenstaub- und Tequila-resistenter, intensiver Gesang, bestimmen die Szenerie und bringen das Billy Bob's an jenem 11. März 2005 regelrecht zum Brodeln. Es herrscht eine ausgelassene Stimmung! Das Publikum ist voll dabei! Herrlich beispielsweise, wie man bei dem alten Refreshments-Hit "Banditos" (und nicht nur den kennt im Billy Bob's offenbar jeder) lauthals mitgrölt und die Band zusätzlich nach vorne treibt. Und die läßt sich das gerne gefallen. Die Peacemakers gehen voll aus sich raus! Das großartige Songmaterial besteht aus einer gepflegten Mischung ihrer letzten Alben (allen voran dem grandiosen, von den Kritikern in den Himmel gelobten, aktuellen Werk "Americano") und ein paar früheren Refreshments-Krachern! Und live hat das alles noch mehr Drive als im Studio! So hören wir beispielsweise tolle Versionen von dem knackigen, einerseits locker wirkendenm, aber dennoch ungemein würzigen Mexican-Arizona-Desert-Rocker "Counterclockwise", dem bereits erwähnten "Banditos" mit seiner glühenden, dreckigen, southern-flavored Lead-Gitarre, dem abgehenden, aber wunderbar im Ohr hängen bleibenden, aufheizenden, feurigen Roots-Gitarrenrocker "Bury my heart at the trailer park", dem Country angehauchten, wieder das Publikum voll mitziehenden, voller klasse Tempowechsel steckenden, Mexico-Border-Rootsrocker "Little hungover you" (gibt es am Ende der CD noch als Bonustrack in einer Studio Honky Tonk-Version), der wundervollen, mexikanisch angehauchten, melodischen Gitarren-Americana-Roots-Ballade "Switchblade", dem tollen, mit einem großartigen, rhythmischen Schlagzeug-Intro startenden Arizona-Boogie-Rock'n Roller "Blue collar suicide", inklusive toller Twin-Leads, dem lockeren, melodischen, dezent Raggae-rhythmischen "Wanted", dem voller Drive steckenden, heißen "Girly", wie auch der herrlichen Roots-Ballade "Buffalo"! Selbstverständlich spielen sie auch eine bärige Fassung des fantastischen "Ghost Town-/Outlaw"-Rockers "Americano", vollgepackt mit satten Gitarren und einem mystischen, mexikanischen Desperado-Flair. Die Burschen spielen bis zu 200 Gigs im Jahr, das hört man einfach. Hier steht eine Truppe auf der Bühne die sich blind versteht, die eingespielt ist und dennoch unbekümmert, zwanglos, ja rotzig, rau, dreckig und voller Spontanität agiert. Toll! Roger Clyne & the Peacemakers mit einer fulminanten Southwestern Border Rootsrock-Party! Tequila, Senoritas, Pesos, Pistols & Rock'n Roll! Im Billy Bob's geht's hoch her!

Art-Nr.: 3458
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Counterclockwise
Banditos
Wanted
Girly
Buffalo

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Clyne, Roger And The Peacemakers - turbo ocho ~ incl. bonus dvd [2008]
CD + DVD-Set! Mitreißend, heiß, rhythmisch, melodisch, stark! Der "Circus Mexicus" rollt an! Roger Clyne & the Peacemakers aus Tempe/Arizona mit ihrem nächsten Meisterstück dieses unwiderstehlichen, scharf gewürzten, Mexican-flavoured Southwestern Rootsrocks, der auf so unnachahmliche Weise die brütende Hitze der Wüste Arizona's, das markige Temperament feurigen Tequila's und die lockere, so viel gute Laune auslösende Ozeanfrische der "Sea of Cortez" reflektiert, denn genau dort (at Rocky Point/Mexiko) hatten sich Clyne (ex-Refreshments) und seine Freunde samt Crew in einem Aufnahmestudio mit herrlichem Meeresblick eingenistet um das großartige "Turbo Ocho" einzuspielen. Welch eine Umgebung, welch eine Inspiratiuon, welch ein tolles Album und welch ein interessantes "Reality-Experiment", das die Band mit den Aufnahme dazu vollzog. An 8 Tagen wurden 8 Songs eingespielt und die Aufnahmesession dazu wurden live im Internet übertragen. Eine tolle Reality-Aufnahmesessions-Show", die einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der Aufnahmen zu "Turbo ocho" erlaubt, mit all ihren "Ecken und Kanten", vom Beginn der Songs bis zur endgültigen Fassung, die schließlich ihren Weg aufs Album fand. Tolle Idee, die von den Fans (und die Peacemakers habe in ihre Heimat eine riesige Fanbase) begeisternd angenommen wurde. Noch besser: Die beigefügte Bonus-DVD enthält in einer Länge von über 2 1/2 Stunden Ausschnitte der live übeertragenen Sessions und lässt somit nun auch den Erwerber des Albums recht ausführlich an den Studioaktivitäten rund um "Turbo ocho" teilhaben. Klasse Sache, denn die Peacemakers sind eine wirklich starke Band (immer gut aufgelegt, exzellente Musiker, tolles Feeling, sehr professionell, prächtiges Live-Flair auch im Studio) und "Turbo ocho" ist ein Pracht-Album geworden. Es gibt kaum eine Band, die diesen feurigen, Outlaw- and Mexican-inspired Arizona-/Southwestern Rootsrock, "that flashes with Mariachi horns, Heartland twang and ample guitar muscle" so transparent, inspiriert, authentisch und in wunderbare Melodien gefasst spielt, wie dies Truppe aus Tempe! Neben den 8 Songs der bereits beschriebenen "Reality Recording Sessions" enthält das Album noch 3 weitere Tracks! Los geht's mit dem ungemein flockigen, lockeren, dennoch äußerst knackigen, kraftvollen, frischen, sonnigen, die pure mexikanische Urlaubsstimmung und Rock'n Roll Strand-Fiesta vermiitelnden, melodischen "I speak your language", vollgepackt mit schmissigen Gitarrenriffs und -linien. Die Jungs versprühen eine Menge gute Laune. Die Nummer geht runter wie Öl und steckt dennoc voller mexikanischem Feuer. Einfach herrlich! Ein mittelamerikanisch anmutender Percussion-Rhythmus, satte E-Gitarren, toller Gesang voller Feeling, vereinzelt, aber sehr effektiv eingesetzte Mariachi-Bläser und Flamenco-mäßige Gitarren in Verbindung mit "mediterranem Rock'n Roll-Flair" bilden das Gerüst des anschließenden, würzigen. temperamentvollen Border-Rootsrockers "State of the art"! Geht prima in die Beine, inspiriert aber auch zur Cabriofahrt durch Kakteen-gesäumte und Sonnen-durchflutete Landschaften Arizonas und Mexikos, und übt mit seiner klasse Melodie eine hohe Anziehungskraft auf unsere musikalischen Sinne aus. Nicht anders ist das bei dem wunderbar relaxten, ruhigen, mit feiner Steelguitar angereicherten, lockeren "Summer number 39"! Was für großartige, straighte, harte Heartland-Riffrocker die Truppe zudem drauf hat, beweist sie unter anderem mit dem fetzigen Roots-Kracher "I know you know" (klingt zuweilen wie eine verschärfte, Chilli-gewürzte Ausgabe von Big Head Todd & the Monsters, dabei überaus melodisch), dem mit starker Harmonika eingeleiteten und von massiven E-Gitarren-Riffs und krachenden Drums angetriebenen Knaller "Mercy" (geht klasse ins Ohr), dem auf den Punkt rockenden "I do" und dem scharfen, rhythmischen Mexican-Roostrocker "Manana" (genialer Groove)! "Turbo ocho" besticht einfach durchweg mit makellosem Songmaterial. Roger Clyne und seinen Peacemakers ist auch mit ihrem bereits sechsten Studioalbum wieder ein ganz großer Wurf gelungen. Der Sommer kann kommen: Mexiko, Tacos, Hot Dogs, Tequila, Senoritas und Rock'n Roll - die Peacemakers laden zur "Feasta Mexicana" des Jahres! Großartige Digipack-Aufmachung mit tollem 28-seitigem Booklet! Die gut 2 1/2-stündige DVD mit der Chronologie der Aufnahmesessions ist "code free" und somit auf jedem DVD-Player abspielbar!

Art-Nr.: 5691
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I speak your language
State of the art
Summer number 39
Mercy
I do
Manana

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Cummings, Albert - working man [2006]
Zündende, variable und satte Gitarrenläufe überall, ein toller Sänger, großartiges Songmaterial - mit "Working Blues" etabliert sich der sympathische, in Williamston/MA geborene, jetzt im U.S.Bundesstaat New England lebende Gitarrenvirtuose Albert Cummings endgültig in der ersten Riege der Bluesrock-Gitarrenzauberer - und das sicher nicht auf den hinteren Plätzen! Tolles Teil! Sehr oft, und sicher nicht ganz zu unrecht, mit dem großen Stevie Ray Vaughan verglichen, gelingt Cummings in Trio-Besetzung mit den beiden fantastischen Mitstreitern Dave Smith am Bass und Steve Potts am Schlagzeug ein herrliches, genauso geradliniges, wie abwechslungsreiches, kraftvolles, knackiges Bluesrock-Album, sowohl mit klassischen Retro(rock)-Anlagen, als auch mit dezenten, aber überaus angenehmen Roots-, zuweilen gar Countryrock-Bezügen. Das kommt nicht von ungefähr, denn Cummings erlernte bereits im jungen Alter von 12 Jahren das Banjospielen und sah seine Zukunft zunächst im Bluegrass-Metier. Im weiteren Verlauf seiner Jugend entdeckte er für sich jedoch die Musik eines gewissen Stevie Ray Vaughan, die ihn dermaßen packte, daß er fortan beschloß das Banjo in die elektrische Gitarre einzutauschen. Er lernte schnell, sein Gitarrenspiel entwickelte mehr und mehr eine Qualität die seinem großen Vorbild in nichts nachstand. Seine erste Band "Swamp Yankee" machte sich in den Neunzigern einen guten Namen im "Northeast Blues Circuit" und im Jahre 1999, für ihn ging ein Traum in Erfüllung, nahm er sogar ein viel beachtetes Album mit Stevie Ray's "Double Trouble" als Backing Band auf! Das jedoch ist Vergangenheit, jetzt liegt sein aktuelles Werk im CD-Spieler, und wir stellen fest, Cummings war nie besser als heute. Zudem sprüht seine neue, eingangs bereits erwähnte Rhythm Section nur so vor Spielfreude und Groove-Feeling, sodaß sich die alten "Double Trouble"-Jungs schon mal ehrfürchtig verbeugen dürften. Aufgenommen wurde das Album in den berühnten "Ardent"-Studios von Memphis/Tennessee unter der Regie von Produzenten-Ass Jim Gaines, der der Scheibe einen großartigen, exakt auf den Punkt gebrachten, knackig satten Sound verpasste. Auch ein gewisses Southern Soul-Feeliing, das diese Studios versprühen, ist durchaus spürbar. Die Songs bestechen durch erstklassige Strukturen und klasse Melodien, was allerdings den spiel- und improvisationsfreudigen, ausgedehnten Gitarrenausflügen des Meisters keinen Abbruch tut. Jeder Song steckt voller mitreißende Gitarrensoli, deren Funke sofort überspringt. Leidenschaftlich, virtuos, gefühlvoll, fett rockend, abwechslungsreich, filigran, kraftvoll - er hat alles drauf! Hat richtig Feuer! Das Album startet mit einer fantastischen, herrlich schwülen, drückenden, voller unterschwelligem Roots- und Countryflair steckenden, vor allen Dingen aber ordentlich groovenden, rhythmischen Bluesrock-Version von Merle Haggard's Country-Klassiker "Workin' Man Blues"! Tolle, leicht funkige Riffs und zwei ausgedehnte, ordentlich kochende und immens fingerfertig vorgetragene Gitarrensoli (letzteres mit klasse Wah Wah-Effekten) in bester Stevie Ray Vaughan-Maier sorgen für mächtig Dampf! Brillant! Dies ist jedoch die einzige Coverversion des Albums. Es folgen ausschließlich Eigenkompositionen von Cummings - doch die haben es nicht minder in sich. So beispielsweise der grandiose, riffige, "Texas Style"-rockin' Boogie-Blues "Say you love me" mit seiner tollen Melodie und den abermals sehr variablen, "fleischig" fetten Gitarrenläufen, die uns, mal lang gezogen, dann wieder überaus schnell gespielt, auf ganzer Linie begeistern. Der Bursche weiß, was er seinem "Brett" abverlangen kann. Das ist nicht wenig, doch Cummings kitzelt alles heraus! Starke Gesangsleistung obendrauf! Das folgende "I feel good" ist ein klasse, knackiger, nie überladener, straighter Midtempo-Bluesrocker mit einem dezenten Southern-Anstrich der Marke "Kentucky Headhunters going Blues", trockenes, dreckiges Gitarrensolo inklusive (die Finger des Meisters fliegen nur so über die Saiten)! Mit tollen Basslines und starken, würzigen Gitarrenläufen ausgestattet, begegnet uns im Anschluß daran der seelige Funk-Groove-Bluesrocker "Girls to shame", der sich im Verlauf der Zeit zu einem klassischen, herrlich nach vorne gehenden Boogie entwickelt, vollgepackt mit glühenden Soli! Nach dem wunderbaren Slow-Blues "Let me be" (in Cummings' filigranen und kraftvollen, sehr virtuosen Gitarrenläufen steckt ebenso viel Emotion, wie in seinem großartigen Gesang), folgt mit dem traumhaften, bluesigen, recht locker, aber überaus knackig und sehr melodisch in Szene gesetzten "Feeling end" gar eine "Hammer"-Nummer, die mit ihrem klassischen Retro-Flair sehr an die frühen Bad Company erinnert. Entwickelt einen prima Drive voller satter Riffs! Zudem erinnert Cummings' Art zu singen hier sehr an den famosen Paul Rodgers! Bärenstark! Wie auch der abgehende, swingende Roadhouse Blues-Boogie "Party right here" (da läßt gar Hank Williams jr. grüßen), das mächtig grovende, funkige, mit großartigen Wah Wah-Klängen versehene "I'm free", das entspannte "First day", der massive, schwerblütige, kochende, von elektrisierenden Starkstrom-Gitarren durchzogene, die pure Energie freisetzende Bluesrocker "Rumors", bis hin zu der traumhaft melodischen, von einem gewissen Americana-Feeling durchsetzten, wundervollen Ballade "Last dance", bei der er wie der männliche Gegenpart zu Bonnie Raitt in ihren besten Zeiten klingt! Die Gitarren- und Bluesrock-Freunde von den Buddaheads bis Stevie Ray Vaughan, von Scott Holt bis Mark Selby, von Walter Trout bis Chris Duarte, von Albert King bis Bonnie Raitt, usw., usw. werden an "Working man" ihre helle Freude haben! "Another blues guitar virtuoso" vom Allerfeinsten!

Art-Nr.: 4365
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Workin' man blues
Say you love me
Feeling end
Rumors

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Daniels Band, Charlie - volunteer jam ~ live ~ dvd [2007]
Das ist Southern Rock-Geschichte pur! Der legendäre Film von 1976 über die zweite Volunteer Jam (1975 in Tennessee) der Charlie Daniels Band erscheint 30 Jahre nach seiner Uraufführung endlich auf DVD. Was für ein großartiger Konzertfilm! Mit dabei neben der Charlie Daniels Band (Besetzung neben Daniels: Joel "Taz" DiGregorio, Tom Crain, Don Murray, Fred Edwards und Charlie Hayward) sind The Marshall Tucker Band (in Original-Besetzung), Chuck Leavell, Dru Lombar (Grinderswitch), Dickey Betts, Wet Willie's Jimmy Hall usw.! Erstklassige Qualität! Ca. 123 Minuten Spielzeit! Hier das Tracklisting:
1. Whiskey
2. Birmingham Blues
3. Long Haired Country Boy
4. No Place To Go
5. Funky Junky
6. Texas
7. South's Gonna Do It Again
8. Orange Blossom Special
9. Twenty-Four Hours At A Time
10. The Thrill Is Gone
11 Jelly
12. Jelly Blues
13. Sweet Mama
14. Mountain Dew
15. aktuelles Interview mit Charlie Daniels
Ein historisches Juwel, auf das die Southern Rock-Welt so lange gewartet hat!
Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar!

Art-Nr.: 4918
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 16,90

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Drive-By Truckers - brighter than creation's dark [2008]
Die Drive-By Truckers brechen auf zu neuen Ufern - und zu neuen Höhen! Ganz großartiges neues Album der Truppe aus Athens/GA, die nach dem plötzlichen Ausstieg von Jason Isbell im vergangenen Jahr nun ein Werk vorlegen, wie es differenzierter kaum sein könnte. Doch welch ein starkes Teil ist "Brighter than creation's dark" geworden! Auf über 75 Minuten Spielzeit (19 Tracks) präsentiert die Band nach wie vor einige ihrer typischen, lauten, von sägenden Gitarren durchzogenen, krachenden New Southern Rock-Nummern, wie man sie aus den letzten Jahren kennt, doch bei einer stattlichen Anzahl von Songs schrauben sie die Lautstärke und das Tempo deutlich zurück und tummeln sich in all ihrer "roughen" Ursprünglichkeit und stets bewahrten Zwanglosigkeit (auch beim mittlerweile 8. Album spielt die Band so etwas von unverkrampft auf... - es ist eine wahre Wonne) in einem wunderbaren, teils herrlich "unwegsamen" Gefilde zwischen dreckigem Roots-/Americana-Stoff, zuweilen ungemein melodischen, lockeren Alternate Country-Nummern, Seventies-orientierten Countryrockern und prächtigen "No Depression"-Storytellern. Neben ihrer Nähe zum Southern Rock genossen sie auch im Americana-Lager schon immer einen großen Ruf, den sie mit dem neuen Werk vehement festigen werden. Großen Anteil daran hat ein alter Weggefährte der "Truckers", John Neff (u.a. ex Star Room Boys, Barbara Cue), jetzt (wieder) offizielles Mitglied der Band und seines Zeichens einer der brillantesten Pedal Steel Gitarristen des amerikanischen Südens, der immer wieder die permanent raue, von den erdigen E-Gitarren Patterson Hood's und Mike Cooley's bestimmte Basis vieler Balladen und Midtempo-Tracks mit dem hinreißenden, glasklaren Spiel seines Instrumentes in ein wundervolles, entspanntes Licht rückt. Prächtiges Songmaterial, das durch und durch, egal ob die "Truckers" gerade einen fulminanten Southern Rock-Kracher aus den Boxen drücken (beste Beispiele dazu sind beispielsweise das straighte "3 dinner down", das dezent bluesige, aber auch ein gewisses Lynyrd Skynyrd-Flair versprühende "Goode's field road" oder das "brachiale", von drei brüllenden Lead-Gitarren dominierte "The man I shot"), eine wundervolle Countrynummer aus dem Handgelenk schütteln (hinreißend beispielsweise das flockige, herrlich melodische, Steelguitar-getränkte "Lisa's birthday" mit deutlichen Gram Parsons-/New Riders Of The Purple Sage-Spuren), oder feinste, rau und staubig fundamentierte Americana-/Alternate Country-Stücke ("Daddy needs a drink", mit seinen Wurlitzer-Einsätzen und Steel-Tupfern ist einfach wunderbar) spielen, nie seinen Spannungsbogen verliert und auf den Zuhörer eine ungeheure Anziehungskraft ausübt. Sehr bemerkenswert und ein weiteres Indiz für die große Klasse der Band! Als überaus stark darf man auch die Leistung der diesmal weitaus mehr ins Rampenlicht gerückten Bassisten Shonna Tucker bezeichnen, die erstmals drei ganz hervorragende Tracks komponiert hat, zu denen sie auch den Lead-Gesang (stimmlich irgendwo zwischen Neko Case und Lucinda Williams liegend) beisteuert. Darunter der raue, Energie-geladene Rootsrocker "Home field advantage" und das seelige, ruhige, fast schon epische, von einer exzellenten Retro Psychedelic-Brise durchwehte Americana-Stück "The Purgatory line". Gast auf fast allen Stücken ist die "alte" Muscle Shoals-Legende Spponer Oldham, der mit seinen wohl dosierten Piano-/Orgel-Einsätzen für zusätzliche Würze sorgt. Die Drive-By Truckers, das wird sich wohl nie ändern, halten auch mit dem neuen Album, trotz, oder vielleicht auch gerade wegen des erweiterten musikalischen Spektrums, wie selbstverständlich ihr bekannt hohes Leistungsniveau. Tolle Digipack-Aufmachung (das Coverdesign stammt wieder von Grafiker Wes Freed) mit 24-seitigem Booklet, inklusive aller Songtexte! Wieder einmal ein kleines Meisterwerk, erneut produziert von David Barbe (u.a. Widespread Panic)!

Art-Nr.: 5471
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The righteous path
Daddy needs a drink
Self destructive zones
Home field advantage
Lisa's birthday
Goode's field road
A ghost to most

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Duarte Group, Chris - blue velocity [2007]
Unglaublich, was dieser "Hexer" aus seiner "Strat" für eine Power herauskitzelt! Die Chris Duarte Group mit enem vor Kraft, Biß, Feuer, Intensität und Dreck, aber auch vor Gefühl und Inspiration nur so strotzenden Bluesrock "Hammer"-Album, das den Gitarren-Enthusiasten schier den Atem raubt! Grandios! "Blue velocity" ist bereits das fünfte Album des aus San Antonio/Texas stammenden, mittlerweile allerdings in Atlanta/Georgia lebenden Mannes - und es ist, bei all den starken Vorgängern kaum zu glauben, der Aufbruch Duarte's in eine neue musikalische Dimension! Mit einer bärenstarken Rhythmustruppe im Rücken (Dustin Sargent am Bass und Damien Lewis an den Drums) besticht der auch in Southern Rock-Kreisen ungemein beliebte Sänger und Songwriter mit durch und durch packendem Songmaterial, das einen von der ersten bis zur letzten Sekunde unwiderstehlich in seinen Bann zieht. Okay, extrem starkes Songmaterial, klasse Sänger - die Basis für ein tolles Album ist also schon mal gegeben - doch was der Mann dazu auf seiner Gitarre veranstaltet, ist einfach der sprichwörtliche "Wahnsinn" und macht das Werk zu einer absoluten "Monster"-Scheibe! Die Saiten glühen, kochen, dampfen! Dabei setzt er eine gewaltige Energie frei, rührt mit seinen ellenlangen, ausgedehnten Soli im Dreck, spielt roh, rau, "heavy" und laut, "hobelt", kratzt und läßt sein Instrument heulen wie eine Meute angriffslustiger Wölfe. Doch niemals geht das Gefühl verloren, schon gar nicht die Transparenz! Voller Virtuosität fegt er über die Saiten, spielt quirlig, durchdacht, verliert sich zu keiner Minute in chaotischen Orgien, bleibt immer eingängig und agiert mit exorbitant hoher technischer Brillanz. Ein wahrer Meister eben, der, wie es scheint diverse Elemente solch großer Kollegen wie Stevie Ray Vaughan (mit dem wird er am meisten verglichen), Johnny Winter, Jimi Hendrix, Eric Johnson, Joe Bonamassa und Warren Haynes problemlos zu seinem ganz eigenen Stil vereint. Die vielen langen Stücke (zweimal um die 7 Minuten, einmal über 8, einmal über 9, einmal über 13 Minuten) bieten jede Menge Gelegenheit Duarte's außergewöhnliches Können in fulminanten Soli zu demonstrieren. Insgesamt dauert die Reise über 74 satte Minuten lang! Ein herrlicher, drückend dreckiger Midtempo-Groove mit starken, fast wie eine hintergründige Orgel klingenden Gitarrenlicks zieht sich durch den jede Menge Southern-Esprit versprühenden, rauen, rockigen Eröffnungs-Blues "Amy Lee" mit seinem feinen, melodischen Refrain. Gleich bei diesem ersten Stück läßt Duarte, neben seiner klasse Gesangsleistung, die "Gitarrenmuskeln" spielen: Mitreißende, kernige Soli und explosive Lead Gitarren-Exkursionen versprühen das pure Bluesrock-Feuer! Man ist gefangen und "berauscht" - und das wird sich bis zum Ende nicht mehr ändern! Flott, dynamisch, irgedwie sogar locker, dennoch "heiß" und voller Power rockt sich die Band anschließend durch den famosen, "rollenden", von leicht funkigen Riffs angetriebenen, einen tollen Texas-/Blues-/Boogie-Drive aufbauenden Knaller "Do it again", natürlich erneut ausgestattet mit diesen kochenden, wieselflinken, dreckigen Gitarrenläufen. Nach dem ebenso starken, über 7-minütigen, swingenden Shuffle-/Boogie-Bluesrocker "Hard mind" (Duarte fliegt nur so über die Saiten, lässt es mächtig glühen, verliert aber nie seine hervorragend strukturierte, prima hängen bleibende Linie), steht ein sensationell starker, zwischen Emotion und alle Dämme brechender Power hin und her schwankender, über 13-minütiger (Heavy)Bluesrock"Killer" auf dem Programm, der fast schon allein die "Kohle" für dieses Album wert ist: "Something wicked" heißt die Nummer, die sich ungemein schwergängig und massiv aus den Lautsprechern windet und unsere musikalischen Sinne unbarmherzig fesselt. Bärenstarker Gesang und ellenlange, nicht enden wollende, aus der puren Glut entspringende Gitarrenläufe rufen eine gewaltige Power ab! Nach dem Stück liegt man mit staunendem Gesicht und offenem Mund geschafft in seinem Musiksessel, doch eine Verschnaufpause gibt's nicht, der nächste Knüller wartet schon: Mit "I'll never know" (krachender Uptempo-Bluesrock, melodisch und kraftvoll) bedient sich Chris Duarte, neben dem später folgenden, southern-rockigen, riffigen "Out in the rain", der ersten von zwei Coverversionen seiner japanischen Freunde von Savoy Truffle (befinden sich beide auf deren Album "Roadhouse boogie"), die er beide mitreißend interpretiert. Ebenso packend kommt er mit dem gigantischen, "brennenden" (Heavy)Slow-Blues "Sun Prairie Blues" (eine Hommage an die californischen Sun Prairie Studios von Cotati, in denen das Album eingespielt wurde), dem straighten Rocker "Never gonna change" oder der mit einem elektrisierenden Hendrix-Flair ausgestatteten, wunderbaren, melodischen Bluesrock-Ballade "R U 4 Real?" rüber! "Intensive High-Energy Bluesrock for the 21st century, that leaves you breathless"! Es ist alles gesagt! Jetzt heißt es nur noch: Genießt diese Werk und "play it loud"!

Art-Nr.: 5129
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Amy Lee
Do it again
Something wicked
I'll never know
R U 4 real?
Out in the rain

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Erickson, Craig - big highway [2007]
Zwei der größten Gitarrengötter aller Zeiten, Stevie Ray Vaughan und Jimi Hendrix, gelten als seine maßgeblichen Einflußgeber. Doch längst zählt "Saitenmagier" Craig Erickson aus Cedar Rapids im US-Bundesstaat Iowa, wenngleich vielen Genre-Fans noch weitgehend unbekannt, selbst zu den ganz Arrivierten der Bluesrock-Szene, der seinerseits nun selbst vielen Musiker-Kollegen als mit überaus großem Respekt behaftetes Vorbild dient und somit ein immens hohes Standing in der Branche genießt. So ist der Mann aufgrund seiner vielfältigen Spielkunst beispielsweise Dauergast im renommierten amerikanischen "Guitar-Magazine". "Big highway" ist bereits das sechste Studioalbum dieses "Outstanding Blues-/Rock-Axeslingers", und es demonstriert voller Nachdruck, welch ein Klasse-Mann hier seine musikalische Visitenkarte aus den Lautsprechern "schleudert" - ein Pracht-Album! Erickson ist wahrhaft ein "Hexenmeister" an den 6 Saiten, der es zum einen versteht sich mit massiven, höllischen "heavy" Ausflügen vor seinen Helden zu verbeugen, zum anderen aber sowohl mit herrlich Southern-lastigen, feurigen Slide-Ritten, als auch mal mit etwas relaxteren, sehr virtuosen, "lässigen" Läufen zu brillieren. Vor allem aber legt er darüber hinaus großen Wert auf das Songmaterial und die Melodik, und ist zudem ein klasse Sänger. Das Material steckt neben allem Druck und Gitarrenfeuer voller eingängiger, gut hängen bleibender Strukturen. Ein großes Plus dieses phantastischen Musikers, dessem Songs zumeist vom Tempo her keine "Speed-Rekorde" brechen, was der kochenden, harten Blues-Basis jedoch keinen Abbruch tut. Los geht's mit dem von dampfenden und glühenden Lead-Attacken geprägten, jede Menge Boogie-Flair versprühenden, satten Uptempo-Bluesrocker "River keeps on rollin'", der, dem Songtitel entsprechend", nur so voller Drive über den"Highway des Südens" zu "rollen" scheint. Klasse Melodie, tierisches "Saiten-Gezerre" voller Würze und Feuer! Von ähnlichem Kaliber ist das folgende, starke, wieder von satten, eleganten Licks geprägte, fett rockende "Take me home", dessen feine Stevie Ray-Spuren den Song wunderbar veredeln. "Heiße" Soli, inklusive fulminanter, zum Teil regelrecht "fiebriger" Slide-Attacken lassen's ordentlich brodeln. Ein tolles Southern-Flair steckt in dem anschließenden, von saftigen Slide-Gitarren und fleischigen Riffs geprägten, tollen Retro-/Roots-/Blues-Rocker "Big highway", der in der zweiten Hälfte mittels eines klasse Tempowechsels noch einmal zusätzlich Fahrt aufnimmt, inklusive mächtiger Gitarren-(Wah-Wah)-Exkursionen. Etwas entspannter geht's dann bei dem großartigen, rootsigen "Matter of time" zu. Trotz der spürbaren Energie und des nach wie vor knackigen Charakters vermag Erickson allein durch den Einsatz einer transparenten Acoustic-Gitarre eine gewisse Lockerheit einfließen zu lassen, zu der die herrlich swampige Electric Slide einen prächtigen Gegenpart bildet. Hat irgendwie etwas von nicht so "wild aufgelegten" Black Crowes! Klasse! So geht das voller erstklassiger Nummern weiter, bis Erickson schließlich mit dem "verrückten" Höllen-Gitarren-Instrumental-Ritt "Stratus" dem legendären Gitarristen Tommy Bolin Tribut zollt. Das Album wird die Bluesrock-Fans von Jimi bis Stevie Ray, von Joe Bonamassa bis Robin Trower, von Indigenous bis zur Blindside Blues Band, aber durchaus auch die Liebhaber von Free bis zu Deep Purple begeistern. In einm Fazit seiner Plattenfirma heißt es: "With twin barrels burning and a six-string shotgun full of groove, take a ride with Craig Erickson down the 'Big Highway' of life". This is one outstanding bluesy heavy guitar trip you won’t soon forget." Damit ist wirklich alles gesagt! Ein toller, knapp 60-minütiger, kochender "Ritt", Mr. Erickson!!

Art-Nr.: 4927
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
River keeps on rollin'
Take me home
Big highway
In the sky
Midnight light
Driverless train
Blue horizon

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Gales, Eric - the story of my life [2008]
Jedes Jahr ein Album - mangelnde Aktivität kann man Eric Gales sicher nicht vorwerfen. Das Erfreuliche: Die Qualität leidet nicht im Geringsten an der hohen "Schlagzahl" - im Gegenteil! Das neue Werk des aus Memphis stammenden Gitarrenhexers ist ein wahrhaft prächtiges Bluesrock-Werk geworden, dessen "Feuer" lichterloh brennt. Klar, auch hier liegen wieder die Vergleiche zum großen Jimi Hendrix nahe, nicht nur aufgrund seines phänomenalen linkshändigen Gitarrenspiels, doch nie war sein Spiel variabler, vielseitiger und mit Spuren durchtränkt, die durchaus auch Parallelen zu Blues- und Rock-Größen wie Albert King. B.B. King. Stevie Ray Vaughan, Howlin' Wolf. Johnny Winter, Eric Johnson, Joe Bonamassa, ZZ Top, Led Zeppelin, und und und aufweisen. Und noch etwas: Auch sein Songmaterial war nie besser! Natürlich ist auch "The story of my life" vollgepackt mit geballter (Heavy)Power und "aufgedrehten" Gitarrenausflügen, doch Gales versteht es geschickt, zwischendurch immer mal wieder eine Gang zurückzuschalten. Das kommt verdammt gut, zumal er dabei nichts von seiner Energie verliert und den Spannungsbogen des Gesamtwerkes deutlich erhöht. Mächtig nach vorn gehende Kracher wie der fette Opener "Save yourself" (toller Drive, straighte, krachende Riffs, furioses Solo mit zünftigem Wah-Wah-Spiel), der saustarke, sehr an ZZ Top erinnernde Boogie "Cut and run", oder das gnadenlos rockende "Bringin' the hammer down" werden klug "unterwandert" von geradezu lockeren (dennoch natürlich kraftvollen) und manchmal auch "soulig" groovenden Nummern wie dem wunderbaren, lässigen Shuffle-Bluesrocker "I ain't no shrink" (eingängig, tolle, satte, würzige Gitarrenlinien), dem knackigen, melodischen "The story of my life", dem seeligen, klassischen Retro Gitarren-Blues "Layin' down the blues", oder dem phantastischen, sich herrlich in die Gehörgänge bohrenden, satten, aber irgendwie auch ungemein flockigen, von traumhaft flüssigen, versierten, dennoch sehr würzigen, flammenden Gitarrenläufen durchzogenen "Gypsy"! Und diese Gitarrenausflüge: Gales ist ein wahrer "Hexer" an den sechs Saiten! Produziert hat das Teil erneut Mike Varney! 74 1/2 Minuten sprühender Gitarrenzauber und hard rockin' Blues der Extraklasse eines in Top-Form aufspielenden Eric Gales! Schönes Digipack!

Art-Nr.: 5664
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Save yourself
I ain't no shrink
Layin' down the blues
Very educated
Cut and run
Gypsy

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Gomes, Anthony - live [2008]
Anthony Gomes, aus Toronto/Kanada stammend, gehört schon seit Jahren zu den ganz heiß gehandelten "jungen Wilden" des kanadischen und amerikanischen Bluesrock-Circuits - völlig zu Recht. 2 Jahre nach dem großartigen "Music is the medicine" kommt er mit seinem ersten Live-Album - und hier ist der vitale "guitarslinger" und mit einer ordentlichen Röhre ausgestattete Sänger erst richtig in seinem Element. Die Luft brennt am 27. Februar 2007 im kleinen "Triple Door"-Club von Seattle, an dem die Aufnahmen mitgeschnitten wurden, denn Gomes und seine Mannen entfachen ein dynamisches und explosive Feuerwerk, das sowohl der Band als auch dem Publikum eine Menge Freude bereitet. Das ist deutlich spürbar. Der Bursche ist ein hervorragender Entertainer, der das Publikum prima in seine Show involviert. Der Sound ist druckvoll und dicht, die Atmosphäre kommt bestens rüber. Klar ist, das Gomes mit seiner starken Stimme und vor allen Dingen seinem heißen, "wilden", glühendem, von großen Fähigkeiten geprägten Gitarrenspiel im Mittelpunkt des Geschehens steht, doch niemals, und das kommt richtig gut, allzu dominant. Vielmehr werden seine 3 Mitstreiter Todd Hamric (Orgel, Piano), Denis Palatin (Drums) und Biscuit Miller (Bass) nahezu gleichberechtigt eingebunden, was einen sehr kompakten Bandsound ergibt. Hamric's klasse Orgel- und Klavierarbeit verleiht den ausgelassenen Gitarrenexkursionen von Gomes zusätzliche Fülle und die Rhythmusfraktion sorgt für einen exzellenten, teils schön funkigen, überaus rhythmischen Groove, der jederzeit dazu beiträgt, die Temperatur in dem Schuppen weiter anzuheizen. Das Material des gut 61-minütigen Mitschnitts stammt neben insgesamt 5 Songs aus "Music is the medicine" (diese allerdings erhalten durch ihre dampfenden Instrumentalpassagen, bei denen sich neben Gomes auch alle anderen Bandmitglieder ordentlich austoben dürfen, und die ausgedehnte Performance ein völlig neues Gesicht), auch aus einigen Songs aus Gomes' früheren Werken und einer starken Coverversion des Led Zeppelin-Klassikers "Heartbreaker"! Eine erstklassige Rock-/Funk-/Groove-/Blues-/Power-Show voller Drive und aufgeheizter Spielfreude. Ein Mitarbeiter, dessen Zitat im Innenteil des Booklets abgedruckt ist, schreibt über den Besuch dieses Konzertes: "The place was packed, they came from all around, there was a buzz in the air, the lights went down, Gomes came out, and he was the Sh*t. He could play guitar like there was no tomorrow. When he started to sing, I was floored". Na dann, lass es krachen, Anthony...

Die komplette Tracklist:
1. Countdown - 0:15   
2. Up 2 Zero - 3:31   
3. Bluebird - 7:44   
4. Heartbreaker - 5:30   
5. Prelude in Blues - 1:50   
6. When the Right Woman Does You Wrong - 8:29   
7. Falling - 3:32   
8. War on War - 7:04   
9. Won't Let You Down - 6:45   
10. Music Is the Medicine - 6:15   
11. Wings of a Song - 5:40   
12. Testify - 4:38

Art-Nr.: 5553
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Up 2 zero
When the right woman does you wrong
War on war
Wings of a song
Testify

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