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Back Door Slam - roll away [2007]
Überragend! Ein "Killer"-Album! Packend! Die Musik der Siebziger ist "alive and well"! Es geht nicht anders, als zu Beginn unseres Reviews ein paar Presse-Zitate zu bringen, denn wer auch immer von der schreibenden Zunft einmal mit dieser Band konfrontiert wude, den scheint es, genau wie uns, "gepackt zu haben": "I heard the spirit of Jimi Hendrix" (Patrick McDonals/Seattle Times), "A red hot young trio, specializing in gritty blues-rock with unexpected conviction and authority for someone so young" (George Varga/San Diego Tribune), "This album is a grenade launcher; it's an incendiary device, it's a melodic, melancholy, effervescent cannon ball set of music" (Jason Hood/Time Out Music) usw.! Und Leute, bei dieser Truppe kann man schon ins Shcwärmen geraten: Die Rede ist von Back Door Slam, einem blutjungen Trio von der Isle Of Man um den famosen, gerade mal 20 Jahre alten Sänger und Gitarristen Davey Knowles (der Bursche klingt "like the precocious nephew of the late Stevie Ray Vaughan and Rory Gallagher"), das aber mit einer Klasse und Versiertheit aufspielt, als handele es sich um "alte Haudegen" aus den frühen Siebzigern mit zig Jahren Erfahrung auf dem Buckel! Das ist die eine Seite, die andere ist ihre zwanglose, jugendliche Unbekümmertheit, die das Material, obwohl so retro, in einer wunderbaren Frische erscheinen lässt. Musikalisch überaus ausgefuchst und kompetent, ja geradezu brilliant, haben sie sich dem klassischen Bluesrock jener goldenen Siebziger-Tage verschrieben und präsentieren mit "Roll away" ein mitreißendes Album mit deutlichen Referenzen an solche Größen wie Free, Bad Company, Led Zeppelin , Cream, Ten Years After, Peter Green's Fleetwood Mac, B.B.King, Howlin Wolf, Hendrix und Stevie Ray, ohne dabei ihre Eigenständigkeit je aus den Augen zu verlieren. Krachenden, kochenden, schnörkellosen, straighten Rockern und ungemein inspirierten Bluesnummern, steht die ein oder andere hinreißende, bluesige, auch mal mit einem dezenten Folk-Touch versehene, progressiv angehauchte Classic Rock-Ballade gegenüber. Klar im Mittelpunkt steht der bereits erwähnte Songwriter (bis auf ein ein grandioses, groovendes,"rollendes", dreckiges Cover von Blind Joe Reynolds' "Outside woman blues" stammen alle Songs aus seiner Feder), Sänger (tolle Stimme mit sehr viel Gefühl) und begnadete Gitarrist Davy Knowles, dem man bereits attestiert: "Hier wächst ein neuer 'guitar-hero' heran"! Seine voller Virtuosität und Vielseitigkeit steckenden Giatrrensoli sind ein wahrer Ohrenschmaus! Doch Knowles, und das macht eben eine solch klasse Band aus, weiß auch mit Drummer Ross Doyle und Bassmann Adam Jones eine bestechend gut arbeitende Rhythmusfraktion hinter sich, auf die er sich zu jeder Sekunde verlassen kann. Bärenstarkes Songmaterial! Sehr variabel arrangiert, hin und wieder schöne, viel Spannung aufbauende Wechsel zwischen "laut" und "leise"! Prächtige Melodik! Bluesige, dampfende Riffs im Geiste von Hendrix, glühende Gitarrelinien und -soli, wie auch die Spuren eines Alvin Lee, Stevie Ray Vaughan und jungen Clapton vereinen sich in dem von tollen Rhythmen und knisternder Spannung geprägten "driving" Bluesrocker "Come home", der den grandiosen Auftakt dieses Meisterwerks bildet. Man mag es kaum glauben, dass dies ein Song aus dem Jahre 2007 ist, so authentisch verwurzelt ist er in den Late-Sixties oder frühen Siebzigern. Und genaus dieser Eindruck zieht sich durch das gesamte Album! Es geht weiter mit dem famosen "Heavy on my mind", einem erdigen, straighten, klassischen Rocker, durch den sich Zeppelin-'sche Riffs, ein deutliches Cream-Flair und ein wunderbares Blues-Feeling ziehen, gewürzt mit einem wieselflinken, tierischen, fetten Gitarrensolo Knowles'! "Gotta leave" dann wiederum ist ein geradezu traumhafter, genauso entspannt und relaxt wirkender, wie inspirierter, von glühenden, ausgedehnten, variablen, glückseeligen Gitarrenläufen durchsetzter Slow-Blues und mit dem akustisch/elektrisch arrangierten, getragenen "Stay" gelingt ihnen eine, von einem schönen psychedelischen Retro-Progressive-Feeling durchzogene, mystisch und dramaturgisch anmutende, epische Seventies Ballade, die aus einer ganz frühen, gemeinsamen Session der Moody Blues und Led Zeppelin's entsprungen sein könnte. Brodelnde Grooves und Rhtyhmen bestimmen dann wieder das dreckig und satt rockende, mit fetten Gitarrenläufen garnierte "Too late", während man das phantastische "It'll all come around" wohl als eine der besten Bad Company-Nummern bezeichnen muß, die Paul Rodgers & Co. in ihrer Blütezeit nie geschrieben haben: Straight, simpel, knackig, rau, bluesig, melodisch, gespickt mit herrlich flinken, würzigen Gitarrenläufen! Wunderbar auch die herrlich ins Ohr gehende, leicht folkig angehauchte Retro-Classic Rock-Ballade "Too good for me", die mit ihren exzellenten Mandolinen- und Lap Steel-Fills (ebenfalls Davy Knowles) gar eine Brücke in zeitgemäße Roots-/Americana-Gefilde zu schlagen scheint! Den Abschluß des Albums bildet dann wieder ein richtiger Kracher, nämlich der kochende, mit tollem Gesang und fulminanten Gitarrenläufen aufwartende, drückende Bluesrocker "Real man"! Es ist alles gesagt zu Back Door Slam - nur noch so viel: Solche Bands sichern den Geist der Siebziger in der heutigen (Blues)Rockmusik! Noch einmal: Überragend!

Art-Nr.: 5087
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Come home
Heavy on my mind
Gotta leave
It'll all come around
Too good for me
Real man

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Browne, Jann - buckin' around ~ a tribute to the legendary buck owens [2007]
"She's a shining link in the Southern California roots tradition", heißt es in ihrer Biographie! Viele Countryfreunde werden sich sicher noch an Jann Browne erinnern, die im Jahre 1991 mit einem tollen Country-Album ("Tell me why") für Furore sorgte, zwei Top 20-Hits landete und eine Nominierung der "Academy Of Country Music" als "female vocalist of the year" einheimste. Dennoch ließ das Major-Label sie damals fallen, auch weil Jann Browne immer ihrer Linie treu blieb und sich trendigen Nashville Pop-Strömungen stets verweigerte. Das machte sie aber unter den Fans nur noch beliebter, auch in Europa, wo sie immer wieder umjubelte Auftritte feierte. Nun beglückt sie die Countrywelt mit einem neuen Album reinster Countrymusic, einem wunderbaren Tribute an den legendäre Buck Owens! 12 Country-Perlen des großen Buck hat sie sich ausgesucht und mit ein paar exzellenten Musikern (u.a. Steelguitar-Veteran Jay Dee Maness, Bill Bryson am Bass, Scott Joss aus der Band von Dwight Yoakam und Merle Haggard an der Fiddle, Gitarrist Duane Jarvis, usw.) bravourös eingespielt. Kurioserweise sind sowohl Buck Owens (in Sherman/Texas) als auch Jann Browne (in Anderson/Indiana) nicht in Californien geboren, dennoch sind beide vom Herzen "Californians to the core"! Kaum jemand hat den californischen Bakersfield Country so populär gemacht wie Buck Owens. Und kaum jemand hätte ihm zu Ehren seine Songs so covern können wie Jann Browne, die mit seiner Musik aufgewachsen ist und ihn von frühester Jugend an verehrte. Wohl deshalb ist dieses Album so ausgesprochen gut gelungen, wirkt so authentisch und durch und durch überzeugend. Jann's leicht heisere, rootsige, großartige Stimme passt bestens zu diesen erfrischend dargebotenen Country-Evergreens. "She sings from the heart", umschreibt es ein amerikanischer Journalist. Recht hat er! Das ist "true honky-tonkin', cheatin' Countrymusic", vollkommen traditionell, rein, "pure, simpel and to the point"! Feines E-Gitarren-Picking, heulende Steelguitars, mal eine verträumte Fiddle^, traditionelle Honky Tonk-Rhythmen überall! Egal ob das "sonnige", flotte, gut tanzbare, in einem tollen E-Gitarren-/Steelguitar-Gewand präsentierte "Love's gonna live here" (ein ganz bedeutender Song in der frühen Entwicklung von Jann Browne, denn es war der erste, den sie auf der Gitarre zu spielen lernte), der von markanten Tempowechsel bestimmte Honky Tonker "Before you go" (wundervolles Steel-Geheule in den langsamen Passagen), die herzzerreißende Ballade "Play together again, again", der unvergessene Bakersfield Country-Feger "I don't care" (klasse E-Gitarren-Picking), "Hot dog" im Rocjabilly-Gewand oder die Steeguitar-getränkte, balladeske Honky Tonk-Nummer "Sweethearts in heaven" mit schönen, "bittersüßen" Harmoniegesängen von Iris DeMent und Joy Lynn White - Buck Owens wäre mächtig stolz auf diese Aufnahmen, könnte er sie noch hören! (Aber vielleicht kann er's ja...) Ein großartiges Tribute an einen großen Country-Musiker und eine tolle Sache für die Liebhaber unverfälschter, pur traditioneller, klassischer Countrymusic! Kleiner Gag: Die CD sieht aus wie eine Vinyl-Platte, vollkommen schwarz! Ein kleines Manko muß man dennoch erwähnen: Das Album ist mit knapp 28 Minuten Gesamtspielzeit nicht gerade eines der länsgten. Doch die "pure" Countryfans sollten darüber hinwegsehen, denn ansonsten gibt's partout nichts zu mäkeln! Ein wirklich feines Teil!

Art-Nr.: 4781
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Love's gonna live here
Before you go
Excuse me (I think I've got a heartache)
I don't care
Playgirl (Playboy)

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Edmondson, Bleu - lost boy [2007]
Bärenstarkes, drittes Studio-Album des grandiosen texanischen Singer-Songwriters Bleu Edmondson und seiner großartigen Band, das dieser Truppe nun endgültig die Aufmerksamkeit bescheren sollte, die ihr zusteht. "Bleu Edmondson doesn't sing rock and roll; on "Lost Boy" he bleeds it", feiert ein amerikanischer Journalist das neue Werk - und er hat recht. Ungemein authentisch, voller Charisma und mit einem ungeheuren Gespür für atmosphärisches, intelligentes und gleichzeitig eingängiges Songwriting gelingt Edmondson ein regelrechtes Roostrock-"Killer"-Album. Eigentlich ein "Junge" der schier unerschöpflichen texanischen "Red Dirt"-Szene, verwurzelt in den rootsigen Countryrock-Fundamenten zwischen Texas und Oklahoma, sticht Edmondson mit seinem unwiderstehlichen Stil genauso angenehm wie deutlich aus der Masse heraus, denn in seinen Stücken verarbeitet er zum einen eine ordentliche Prise Southern-Flair und zum anderen voller Stolz und deutlich hörbar die Einflüsse seines großen "Helden" Bruce Springsteen - eine tolle, packende Kombination! Das Resultat: Voller Energie und Power steckender, durchaus rauer, dabei aber traumhaft melodischer Texas "Red Dirt"-Rootsrock mit unterschwelligen Countryrock-Anlagen, massiv durchzogen von erdigen und straighten Heartland-/Midwestern-Rock-Trademarks (z.B. eines John Mellencamp) und der so typisch amerikanischen Songwriting-Philosophie eines jungen, "wilden" Springsteen! Edmondson's prächtige, durchaus etwas Southern-getränkte, raue, kraftvolle, mit viel Seele und Intensität behaftete, ausdrucksstarke Stimme und der dreckig rockige, viel texanischen Staub aufwirbelnde Gitarren-orientierte Sound der Band harmonieren geradezu perfekt mit der wunderbaren Melodik, die der Protagonist seinen Songs mitgegeben hat. Dazu erhöht sich der Spannungsbogen stetig durch die sehr abwechslungsreichen Arrangements! Der Bursche ist ein grandioser Songwriter mit der Fähigkeit knallenden, abgehenden Americana Rock'n Roll, aber auch umwerfende, so einzigartig rootsige, erdige, von einer gewissen "ungezügelten, wilden und verlorenen Romantik" geprägte, würzige Balladen zu zelebrieren. Immer wieder geht es in seinen Texten um die besagten "lost boys," "rejects," "sinners," "saints," "Southern sons" und "suicide girls" abseits der amerikanischen "Gewinner"-Gesellschaft. Musikalisch eingepackt ist das Ganze vorwiegend in satte E-Gitarren, immer mal wieder unterstützt von ausgewogen dosierten Piano- und Orgel-Einsätzen. Gleich zu Beginn des Albums gibt's mit "American saint" eine absolute "Hammer"-Nummer: Ein ruhiges Piano-Intro, langsam setzen die E-Gitarren ein, das Tempo zieht an, der Drummer erhöht die Schlagzahl, und schon sind wir mitten in einem unwiderstehlichen, satten American Rootsrock-Kracher, der alles, was zu einem "texanischen Springsteen" gehört, hergibt. Will einem nicht mehr aus den Ohren weichen! Einfach herrlich, diese raue, heisere Stimme, diese erdigen, würzigen Gitarren, dieser straighte Drive! Natürlich ist auch der typische "Red Dirt"-Dreck präsent! Und diese Melodie - welch eine faszinierende Kombination! Man bekommt regelrecht Gänsehaut! In ähnlichem Fahrwasser bewegt sich das anschließende "Last call"! Klasse Melodie, tolle Gitarren-Riffs (inklusive eines "brennenden", großartigen Solos), eine schöne Orgel im Hintergrund - rockt einfach wunderbar! Bleu Edmondson und "Red Dirt"-Countryrock-Kollege Wade Bowen sind die Komponisten der nächsten Knüller-Nummer: "Ressurection" (wird der ein oder andere auch von Wade Bowen's "Lost hotel"-Album kennen) ist eine exzellente, hier sehr würzig und "gritty" arrangierte, dabei wundervoll melodische, von fetten E-Gitarren umgarnte (tierisches Solo), pathetische, viel Southernrock-Flair versprühende, rootsige "Red Dirt"-/Heartland Rock-Ballade, die einen sofort in ihren Bann zieht. Eindrucksvoll, welch eine Authentizität und welch eine Ausstrahlung die Band versprüht! Auch bei dem folgenden, exzellenten "The echo (maybe tonight)" ist das nicht anders. Es handelt sich erneut um eine großartige Ballade, die zunächst recht verhalten beginnt, dann aber immer kraftvoller wird, um schließlich voller knisternder Spannung und Atmosphäre zwischen ruhigen und Energie geladenen Momenten hin und her zu pendeln. Auch hier wird neben den texanischen "Red Dirt"-Charakteristika wieder der Einfluß Springsteen's deutlich, insbesondere auch durch die wunderbaren Saxophon-Ergänzungen in der Art eines Clarence Clemons. Tolle Melodie! Volldampf voraus geht's dann wieder mit dem prächtigen Heartland-/Country-/Rootsrock-Knaller "Jesus is cryin'", vollgepackt mit fetten Gitarren und einer dezent im Hintergrund agierenden Geige. Balladesk rootsig wird's erneut beim starken "Back to you", wie auch beim anschließenden "Finger on the trigger", das mit seinen großartigen, würzigen Gitarrenlinien vor Southernrock-Flair (Lynyrd Skynyrd, The Marshall Tucker Band) nur so trieft, gleichzeitig aber auch von den "Red Dirt"-Spuren solcher Bands wie Cross Canadian Ragweed & Co. geprägt ist! So gibt sich Edmondson bis zum Ende des Albums nicht den Hauch einer Blöße! Was wir erleben, sind gut 48 Minuten genauso zeitlosen, wie aktuellen American Rootsrock der absoluten Spitzenklasse! Einfach famos! In Texas ist das Album bereits ein Top-Seller, nun muß "nur" noch der Rest der Welt diesen großartigen Burschen und dieses Pracht-Werk entdecken. Also, los geht's...

Art-Nr.: 5420
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
American saint
Ressurection
The echo (maybe tonight)
Jesus is cryin'
Finger on the trigger
You call it trouble

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Ellis, Tinsley - moment of truth [2007]
"A Southern Bluesrocker with monstrous guitar chops - feral, incendiary and fiery", verspricht der Sticker auf der CD-Hülle. Was sollen wir sagen?..., es passt! Erstes neues Studioalbum des großartigen Bluesrock-Veteranen aus Atlanta/Georgia seit 3 Jahren - und es ist ein klasse Teil geworden! Tinsley Ellis gilt schon seit Jahren in der Szene als äußerst versierter "high-voltage Blues guitarist", der des öfteren gern auch mal mit Stevie Ray Vaughan verglichen wird. Doch seine Einflüsse sind wesentlich weitreichender, gehen von den frühen britischen Blues-Größen wie John Mayall oder Peter Green, über klassische Blues-orientierte Rockbands wie Cream und die Rolling Stones, bis hin zu Freddie King und B.B.King. Sein neues, großartiges Album "Moment of truth" zeigt von vorn bis hinten, warum Ellis, sowohl bei den Fans als auch bei den "Kritikern", so beliebt und anerkannt ist. Ein paar Schlagworte dazu: Virtuose, messerscharfe, auf den Punkt gebrachte, fette Lead Gitarre überall, klasse Gesang, hervoragendes Songmaterial, Biß, Feuer, ausgezeichnete Melodien, ein astreiner Groove, saftiger, satter Sound, und selbstverständlich eine klasse Begleitband! Ellis' Bluesrock verdient die Bezeichnung "Blues" vor dem Wort "Rock" tatsächlich, denn auf eine klassisch, bluesige Basis legt er großen Wert! Viele der Tracks bewegen sich im Midtempo- oder im Blues-Balladen-Bereich, dennoch versprühen sie eine ungeheure Power und Kraft, vor allem wegen der stets "lauten", sehr satt und durchaus würzig, dreckig gespielten Gitarrenlinien. Das hat eine hohe Intensität! Tinsley ist spürbar mit Leib und Seele bei seiner Musik! Sehr angenehm wirken die in den Songs immer wieder unaufdringlich eingebauten Orgel-Untermalungen, die die deutliche Gitarren-Dominanz des Meisters hervorragend ergänzen. Zu den Highlights eines durchweg starken Albums zählen beispielsweise der von herrlichen Cream-like Licks geprägte Retro-Bluesrocker "Say too much" mit seinen kraftvollen Gitarrenlinien, der dynamische, straighte, riffige, gut gelaunte Rock'n Roller "Someday", der wunderbar groovige, dabei kochende, Wah Wah-Gitarren-getränkte Midtempo-Bluesrocker "Get to the bottom", der gefühlvolle, aber mit intensiven Gitarrenlinien präparierte Slow-Blues "You're gonna thank me" (klasse Percussion-Background, wunderbare Orgel-Untermalung), der kernige und prächtig ins Ohr gehende Stones-like Seventies-Rocker "Tell the truth" (Background-Gesang: Michelle Malone), die großartige, überaus melodische, aber sehr knackig gespielte Bluesrock-Ballade "Too much of everything" mit dem gepflegten Orgel-Hintergrund und den famosen, wunderbar harmonisch rüberkommenden Wah Wah-Spielereien (inklusive exzellenter Soli), der kochende Blues-Boogie "Bringin' home the bacon", der von einem herrlichen Bass-Groove zurückhaltend nach vorn getriebene, klassische Rockin' Blues "Freeway soul" mit seiner gelungenen Melodik und den messerscharfen, aber locker gespielten Gitarrenläufen, die "rollicking" Coverversion von Sam & Dave's "I take what I want", oder auch der dampfende, Slide-getränkte Rock-Kracher "Stare at the sun"! Tinsley Ellis erldigt seinen Job nicht nur mit Bravour, sondern auch mit viel Herz und Seele! Ein Könner! "Moment of truth" ist ein weiteres, prächtiges Werk in der langen Reihe bisheriger, erfolgreicher und viel beachteter Veröffentlichungen dieses "earthy and dedicated, roots rocking blues journeyman". Top!

Art-Nr.: 5060
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Somebody
Get to the bottom
Tell the truth
Too much of everything
Freeway soul
Stare at the sun

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Gill Band, Cody - boxcars [2007]
Tolles Debüt einer weiteren, ganz hervorragenden, jungen "Red Dirt"-Band aus Stephenville/Texas, produziert von Mike McClure in den berühmten Cedar Creek Studios in Austin! Herrliche, rootsige Red Dirt-/Americana-/Countryrock-Musik, durchzogen von wunderbaren Melodien, locker, knackig, staubig, nie hektisch, erdig, würzig, angeraut, und sich doch so flüssig und geschmeidig ihren unaufhaltsamen Weg in unsere solch wunderbare Klänge begeisternd aufnehmenden Ohren bahnend! Ja, dieser Mike McClure, eine der zentralen Figuren der "Red Dirt"-Bewegung, hat sich in den letzten Jahren mit viel Gespür, neben seiner erfolgreichen Tätigkeit mit The Great Divide und der Mike McClure Band, einen großen Namen als Förderer und Produzent für die vielen großartigen, jungen Talente der Szene gemacht. Cross Canadian Ragweed, und aus der jüngeren Vergangenheit Darren Kozelsky und die Tyler McCumber Band sind nur einige der grandiosen Acts, die er produktionstechnisch betreut. Und in diese Reihe kann sich die Cody Gill Band mit Glanz und Glorie einreihen, denn sie bewegen sich kompetent und selbstbewusst, neben den bereits erwähnten Kollegen, im Fahrwasser solcher Bands wie Wade Bowen, Buster Jiggs, Micky and The Motorcars, der Eli Young Band, Stoney LaRue und vor allem eben der Mike McClure Band, ohne dabei jedoch wie eine "hausbackene" Kopie zu klingen. Im Gegnteil, das Potenzial dieser Truppe scheint immens hoch zu sein! Bandleader Cody Gill (Lead Vocals, Rhythm Guitar) hatte nach längerem Suchen mit Richie Petronis (Drums) und den Hooper-Brüdern Caleb (Bass, Harmony Vocals) und Zack (Lead Guitar) irgendwannm endlich die für ihn als Frontmann richtige Formation gefunden. Aus zunächst sporadischen Gigs wurde sehr schnell eine feste lokale Live-Größe, und so war ihr CD-Debüt nun die längst fällige, logische Konsequenz. Das prachtvolle Werk beinhaltet 13 Songs, von denen zwölf selbst komponiert sind, eins von dem befreundeten Musiker Cary Swinney. Auffällig, dass sämtliche Stücke immer nur von einer Person allein kreiert wurden, sich alle Musiker aber mindestens einmal eingebracht haben, wobei den Löwenanteil natürlich von Cody geschrieben wurde. Zur musikalischen Umsetzung stellte McClure, neben sich selbst (Guitars, Piano), noch vier weitere exzellente, sehr namhafte Ergänzungsmusiker zur Seite (die texanische Steeguitar-Legende Lloyd Maines, Tastenkünstler Rylie Osborne, Backgroundsängerin Amanda Brown und Harmonikaspieler Jake Akins), die hervorragend mit dem Sound des Quartetts harmonieren. Vom eröffnenden locker, flockig aber knackig und würzig dahingroovenden, traumhaft melodischen "Repeat" mit seinem markantem E-Riff und den herrlichen Lead Gitarren-Linien bis zum abschließenden, southern-rockigen "Buckle Bunny" (mit dezentem "Gimme Three Steps"-Skynyrd-Flair) werden alle Register der "Red-Dirt"-/Roots-/Countryrock-Schiene gezogen. Markant dabei Gill's großartige, angeraute, aber überaus angenehme Stimme, die der von Mike McClure zum Teil frappierend ähnelt (man könnte fast meinen, die beiden seien Brüder - im Sinne der musikalischen Seelenverwandschaft sind sie das ja auch...)! Zack Hoopers E-Gitarren-Riffs und -Soli (in jedem Lied) weisen einige Parallelen zur Eli Young Band auf. Einzelne Stücke herauszuheben fällt sehr schwer, weil es keinen einzigen Aussetzer gibt und ein durchgehend hoher Level gefahren wird. Nicht zuletzt auch ein Verdienst der bereits erwähnten Gastmusiker, die mit ihrem exzellenten Können glänzende Akzente setzen: Akins brilliert bei "Can’t Let Her Go", einem Stück, das an eine Mischung aus Randy Rogers Band und The Marshall Tucker Band erinnert, mit quäkigen Harp-Einlagen, Maines hat bei der tollen Country-/Countryrock-Nummern "Beacon In The Night" (fast wie eine texanische Antwort auf "Tequila Sunrise" von den Eagles) und "Drink Tonight" am Dobro und an der Steel Gitarre seine filigranen Auftritte, Osborne verleiht dem rockigen "Love Is Never Caged" mit fulminantem Orgel-Spiel ordentlich Volumen, während Amanda Brown bei diversen Tracks mit vornehmer Zurückhaltung punktgenau mit Gill’s Gesang harmoniert. Erwähnenswert auch das fette und oftmals gut heraushörbare Bass-Spiel von Caleb Hooper. Der bullig und ehrgeizig wirkende Bandleader Cody Gill erweist sich nicht nur äußerlich (sieht fast aus wie eine Kreuzung aus Randy Rogers und Stoney LaRue) als Energiebündel. Fazit: Die äußerst talentierte Cody Gill Band liefert mit ihrem Debüt "Boxcars" erdige, rootsige und staubige "Red Dirt"-/Americana-/Countryrock-Mucke von höchster Qualität ab, wie sie in ihrer Melodik, Eingängigkeit und Faszination eben nur im Raum Texas/Oklahoma zu finden ist. Das nächste "ganz heiße Eisen" der Szene! Einfach klasse! Weiter so, Jungs! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5057
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Repeat
Can't let her go
Beacon in the night
My place
In the middle
Drink tonight

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Grateful Dead - three from the vault [2007]
2 CD-Set! Ein weiteres, historisch überaus bedeutsames Konzert aus dem schier unerschöpflichen Fundus großer Grateful Dead-Auftritte erblickt nun endlich "offiziell das Licht der Welt", und zwar eines auf das die Deadheads schon lange gewartet haben. Rund 15 Jahre nach "Two from the vaults", der damals zweiten Veröffentlichung aus den Archiven der "Multitrack Master Tapes", und dem ursprünglich geplanten VÖ-Termin, erscheint nun die phantastische Show vom 19. Februar 1971 aus dem wundervollen Capitol Theatre von Port Chester/NY, die Grateful Dead-Soundman Dan Healy seinerzeit für den finalen, ditten Teil der "Vaults"-Serie auswählte. Grateful Dead befanden sich damals, nach ersten kommerziellen Erfolgen mit "Workingman's Dead" und "American beauty", in einem frühen, überragenden Kreativitäts-Hoch! Die 71iger "Port Chester"-Konzerte gelten noch heute zu den gepriesendsten der Band aus dieser Phase. So spielte man während dieser Show beispielsweise erst zum zweiten Mal überhaupt die heutigen Klassiker "Bertha" und "Playing in the band" (den Abend zuvor, am 18.2.1971, gab's an gleicher Stelle die Premiere), letzteres in einer prächtigen, noch recht ungeschliffenen, ursprünglichen Version, die aber schon damals jene Magie ausstrahlte, die dieser Song noch heute auf das Publikum ausübt. "Bird song" und "Deal" hatten an diesem Abend gar ihre Uraufführung. Auch darüber hinaus erleben wir ein höchst interessante Tracklist! Großartiges, komplettes Konzert (gut 140 Minuten)! Hier noch ein kleiner Auszug aus einem Kommentar der Verantwortlichen zur Veröffentlichung: "Three From the Vault was originally set to come out in the spring of 1993, sometime around the 20th anniversary of Pigpen’s death. Nearly 15 years later it still stands as a fine tribute to him, and as a document of this band beyond description in a time of triumph and transition." Noch eines: Der Sound ist, vor allem gemessen an der damaligen Zeit und Aufnahmetechnik, einfach grandios! Das 12-seitige Booklet im schönen Digipack enthält "a lively historical essay by Gary Lambert, notes from mastering engineer Joe Gastwirt and a number of rare photos". Unverzichtbar für alle Anhänger dieser unvergessenen Jamrock-Veteranen!

Die komplette Setlist:

Disc One:
Two Ditties, The Merry-Go-Round Broke Down, Spring Song (1.19)
Truckin’ (8.09)
Loser (6.23)
Cumberland Blues (4.58)
It Hurts Me Too (6.10)
Bertha 5.21)
Playing in the Band (5.14)
Dark Hollow (3.15)
Smokestack Lightning (14.42)
China Cat Sunflower (3.24)
I Know You Rider (7.02)

Disc Two:
Greatest Story Ever Told (4.22)
Johnny B. Goode (3.26)
Bird Song (7.04)
Easy Wind (8.17)
Deal (4.22)
That's It For The Other One, Cryptical Envelopment, Drums, The Other One (16.09)
Wharf Rat (9.08)
Good Lovin' (18.43)
Casey Jones (5.00)

Art-Nr.: 5044
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 22,90

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Jennings, Waylon & The Waymore Blues Band - never say die- the final concert film ~ 2 cds & 1 dvd [2007]
2 CDs & 1 DVD-Live-Set! Opulent vom Inhalt, klasse in der Aufmachung: Im edlen 4-fach aufklappbaren Digipack, inklusive 12-seitigem, informativem und mit vielen schönen Bildern austegstattetem Booklet, erscheint nun ein prall gefülltes Set (2 CDs & 1 DVD) der beiden letzten großen Live-Konzerte des legendären "Ramblin' man" vom 5. und 6. Januar aus dem berühmten Ryman-Auditorium von Nashville/Tennesse in einem großartigen remasterten Sound! Die CDs (es gab von diesen Shows im Jahre 2000 schon einmal eine "Kurzversion", bestehend aus einer CD) beinhalten 22 Tracks, die DVD (hiermit erstmals veröffentlicht), im übrigen filmtechnisch hervorragend und ohne jeden Makel in Szene gesetzt (dazu im glasklaren Stereo, Dolby 5.1 Surround-Sound), zeigt ebenfalls diese komplette Setlist (Spielzeit rund 98 Minuten), plus einen hoch interessanten, 30-minütigen "Behind the scenes"-Film zu den Aufnahmen der Shows mit raren Interviews und Statements von Waylon selbst, wie auch einzelnen Band-Mitgliedern. Das große "Waylon"-Emblem im Hintergrund, betraten der "Country-Outlaw" Waylon Jennings und seine 11-köpfige Waymore Blues Band, von der Jennings sagte "this is the band I always wanted" (u.a. mit Reggie Young - Gitarre, Richie AAlbright - Drums, Robby Turner - Steel, Jenny Lynn - Fiddle, Jim Horn - Sax & Flute) die historische Bühne des alt-ehrwürdigen Ryman-Auditoriums um eine wunderbare Songtliste zu präsentieren. "Never say die", Tony Joe White's "Trouble man", "Help me make it through the night", "Havin' a good time", zwei Hit-Medleys mit "Good hearted woman", "Mamas don't let your babys grow up to be cowboys", "Amanda" und "A couple more years", "Drift away", klasse Versionen von The Band's "The weight" oder The Marshall Tucker Band's "Can't you see", dazu ein paar hoch-karätige Gäste auf der Bühne (Travis Tritt ist bei "I've always been crazy" der Duett-Partner, Montgomery Gentry unterstützen ihn bei "I'm a ramblin' man", John Anderson bei "Waymore's blues" und Ehefrau Jessi Colter ist ebenfalls bei 4 Songs mit an Bord) sind nur einige der Highlights. Obwohl Jennings an diesen Abenden bereits zu krank war die Shows im Stehen zu präsentieren ( er sitzt die ganze Zeit auf einem Stuhl/Hocker), zeigt er sich bei allerbester Laune, kommuniziert ausgiebig mit dem Publikum, hat viel zu seinen Liedern und seinen Musikern zu erzählen und ist hervorragend bei Stimme. So entwickelt sich ein wirklich großartiges, lebendiges Konzert.

Die komplette Setlist (CDs / DVD identisch):
Never Say Die
Medley: Good Hearted Woman / Mamas Don't Let Your Babies Grow Up To Be Cowboys
Trouble Man
Medley: Amanda / A Couple More Years
Waymore's Blues (Special Guest Appearance By John Anderson)
It's The World's Gone Crazy (Cotillion)
Love's The Only Chain (Special Guest Appearance By Jessi Colter)
I'm Not Lisa (Special Guest Appearance By Jessi Colter)
Storms Never Last (Special Guest Appearance By Jessi Colter)
Suspicious Minds (Special Guest Appearance By Jessi Colter)
Closing In On The Fire
I'm A Ramblin' Man (Special Guest Appearance By Montgomery Gentry)
Help Me Make It Through The Night
Havin' A Good Time
Shakin' The Blues
Nothing Catches Jesus By Surprise
Never Been To Spain
Drift Away
I've Always Been Crazy (Special Guest Appearance By Travis Tritt)
Goin' Down Rockin'
The Weight
Can't You See

Ein wirklich historisches Ereignes (Waylon Jennings verstarb bekanntermassen rund 2 Jahre später, am 13. Februar 2002), eines der ganz Großen der Countrymusic, wunderbar festgehalten in diesem tollen Package! "It's Waylon's triumphant last hurrah"!

Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar!

Art-Nr.: 5115
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 26,90

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Marshall Tucker Band, The - the next adventure [2007]
Die Marshall Tucker Band lässt mit ihrem neuen Studioalbum (selbst bei der Covergestaltung) den Spirit der frühen "Capricorn years" wieder aufleben! Überzeugte die Band vor 3 Jahren mit "Beyond the horizon" schon mit einer überraschend starken Vorstellung, so ist die Leistung diesmal glatt noch einen "Tick" stärker! Wieder mit Original-Sänger Doug Gray (hat das Album diesmal auch produziert) und den beiden Gitarristen Chris Hicks und Stuart Swanlund als Kern der Band (weiter sind dabei Pat Ellwood am Bass, Barry Borden an den Drums, David Muse an Flöte und Saxophon, sowie diverse Gäste - u.a. Paul Hornsby, Melvin Seals von der einstigen Jerry Garcia Band und das frühere MTB-/Toy Caldwell Band-Mitglied Tony Heatherly) erinnern die neuen Songs immer wieder an die guten alten Zeiten von "Searchin' for a rainbow", "A new life", "Long hard ride" oder "Running like the wind". Auch Bezüge zu der frühen Charlie Daniels Band, mit der die "Tucker-Boys" schon immer eine innige Freundschaft verband, sind spürbar, vor allem in Richtung solcher Songs wie "Long haired country boy". Weitestgehend sehr entspanntes, relaxtes Material, was allerdings nicht heißt, daß es hier an Spielfreude mangelt. Überhaupt nicht! Die Band wirkt voll auf der Höhe, inspiriert und frisch wie schon lange nicht mehr. Sie besinnen sich auf ihre Roots, bewahren ihre typischen Charakteristika und schaffen es damit auch rund 35 Jahre nach ihrem Debut noch immer diesen unvergleichlichen Sound zu kreieren, der sie einst zu einer absoluten Institution des Southern Rock hat werden lassen! Das wirkt alles andere als "angestaubt"! Immer wieder weht durch die Songs ein feines, überaus angenehmes Countryflair. Doch auch ihre typischen, Roots-, Blues- und Jam-Elemente sind vertreten, die von früher bekannte Jazz-Exkursionen fehlen jedoch fast vollständig. Ein paar flotte Nummern, viele Midtempo-Tracks und die ein oder andere Ballade ergeben eine wirklich hervorragende, ausgewogene Songauswahl, die von den "Credits" her schon an die guten alten Zeiten erinnert. Immerhin hat an drei der neuen Songs Original-Mitglied George McCorkle mitgewirkt (ob der vielleicht bald wieder bei der Band einsteigt?...), ein Song stammt gar noch aus der Feder des legendären Gitarristen Toy Caldwell! Hier ein paar der Highlights: "The guitar playing man" (flockiger, lockerer Rhythmus mit schöner Acoustic-Lead Gitarre, dezenten Flöten-Ergänzungen, klasse Steelguitar-Fills und einem wunderbaren "Mexican-Flair"); "Come runnin' like a friend" (starke Southern-/Countryrock-Ballade mit klasse E-Gitarren-Hooks, im Hintergrund agierender Hammond-Orgel, einer unaufdringlichen Fiddle und passenden Steelguitar-Klängen); "Travelin' man" (ein baumstarker, glühender, swampiger, funkiger, drückend groovender Southern Rocker mit toller Bluesharp, fetter Slide-Gitarre, inklusive eines großartigen Solos, und einem exzellenten Lead-Vokalisten Chris Hicks, "who sings his heart out on this one"); "I love you that way" (grandiose, ungemein gefühlvolle, rootsige, wunderbar ins Ohr gehende Southern-/Blues-Countryrock-Ballade, vorgetragen im Duett Lead-Gesang zwischen Chris Hicks und der mit einer tollen Stimme gesegneten Tochter von Doug Gray, Gabrielle Gray); "Cold steel" (flotter,sehr starker, Charlie Daniels-mäßiger, klassicher, countryinfizierter Southern Rocker mit exzellenten E-Gitarren-Läufen und prima Gesang von Doug Gray); "A sad cowboy song" (wunderbarer Southern-/Country-Waltz in einem klasse Steelguitar-/Acoustic Gitarren-/E-Gitarren-/Mundharmonika-Gewand); "Crossroad" (starke Twin-Gitarren, ein leicht funkiger Groove, der sich zu einer typischen "Tucker-Jam" entwickelt); oder auch "Jesus never had a motorcycle" (astreine, kraftvolle Southern Rock-Ballade mit einem satten E-Gitarren-Finish)! Das "nächste Abenteuer" der Marshall Tucker Band hat begonnen, doch es ist eines, das die vielen Fans dieser Southern Rock-Legende absolut zufriedenstellen dürfte. Schließen wir uns als Resümee den im Booklet nachzulesenden Worten des "Gritz"-Herausgebers Michael Buffalo Smith an: "It's The Marshall Tucker Band, American by birth and Southern by the grace of God"! Prima Leistung, Jungs!

Art-Nr.: 4987
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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McCain, Edwin - messenger [1999]


Art-Nr.: 1250
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

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North Mississippi Allstars - keep on marchin' ~ live ~ dvd [2007]
Was für ein mitreißender, herrlich dreckiger, kochender Hill Country-/Delta-/Southern-/Blues-/Jam-/Rock' Roll-Ritt! Hingebungsvolles, überwältigendes Konzert der North Mississippi Allstars (Luther Dickinson - Gitarre, Gesang; Cody Dicckinson - Drums, Percussion, Keyboard; Chris Chew - Bass, Background Gesang) vom 11. November.2005 aus dem "Higher Ground" in Burlington/Vermont (die "Electric blue watermelon"-Tour war gerade angelaufen) - filmtechnisch und soundmäßig brillant festgehalten für diese phantastische Live-DVD! Es ist geradezu einzigartig, mit welcher Inspiration und mit welch einer überragenden musikalischen Kompetenz die Dickinson-Brüder ursprüngliche Hill Country-/Mississippi-Blues-Roots der Ära Junior Kimbrough und R.L.Burnside mit klassischen Southern-/Jam-Rock-Einflüssen von den Allman Brothers bis hin zu Little Feat verbinden, und dies mittels ihres untriebigen Rock'n Roll-Feelings zu einem einzigartigen, ausschließlich ihnen zuzuordnenden, überaus zeitgemäßen, Bonnaroo-tauglichen, an allen Ecken und Enden brodelnden, "New Hippie"-/Voodoo-/ Southern-Blues-Rock'n Roll-Jam-Gemisch anrühren, dessen magische Essenz einen einfach nicht mehr los lässt! Die Drei sind perfekt aufeinander abgestimmt, verstehen sich blind! Gegenseitig treibt man sich zu absoluten Höchstleistungen an. Cody, ein genialer Drummer und Chris Chew mit seinem unglaublichen Gespür für die richtigen Basslines sorgen für einen treibenden, sowohl geschmeidigen als auch funkigen, sich in den Weiten unendlicher Rhythmik verlierenden Groove, den Luther mit seinem rotzigen, sehr variablen Gesang und seinem Wahnsinns-Gitarrenspiel geradezu perfekt ergänzt. Live hat das Ganze noch mehr Biß und Würze als im Studio! Sehr kernig, viel Energie, eine gewisse rohe Ursprünglichkeit, ausgelassene Spielfreude, Vielseitigkeit, besagter unwiderstehlicher Groove, das herrliche Jam-Flair, die in den Genen der Truppe verwurzelten Blues- und Southern-Roots und dieses Hill Country-/Delta-/Rock'n Roll-Feeling - all das übt auf das Publikum eine noch gößere Anziehungskraft aus! Die Inspiration schwappt einfach über! Man denke nur an den drückenden, packenden Southern-Blues-Boogie "Mississippi boll weevil", mit dem die Show eröffnet wird, das famose "Hurry up sunshine", bei dem Luther's grandioses Gitarrenspiel fast ein wenig an Dickey Betts zu erinnern scheint und Cody neben seinem Drumming an den Tasten noch für einen tollen Hammond-Background sorgt, das krachende "Bang Bang Lulu", der "Killer"-Southern-Groove-Blues-Boogie "Mean 'ol wind dies down" mit den irren Gesangs-/Slide-Parallel-Passagen von Luther, das 19 Minuten währende, vor Spielwitz nur so sprühende, von prächtigen Jammings geprägte Medley aus "Georgia women", "Po blck Maddie" und "Skinny woman", bei dem sich glühendes Southern-Feuer, Slide-getränkter Blues-Boogie, herrlicher Swamp-Groove, klasse Funk-Rhythmen und ein gewisses psychedeliches Flair prachtvoll ergänzen (Luther Dickinson glänzt hier mit minutenlangen, ausgedehnten Gitarren-Attacken, treilweise mit bravousöser Slide, Cody spielt ein kurzes Drums-Solo), die verrückte Pyschedelic-/Funk-/Southern-/Instrumental-/Jam-Orgie "Psychedelic sex machine", bei der Luther plötzlich am Schlagzeug sitzt und Cody mit der Bearbeitung eines elektrisch verstäkten Waschbretts für ein gewaltiges, dreckiges Klang-Spektakel sorgt, den traumhaft melodischen Southerm-/Rootsrocker "Moonshine", den mit fetten Gitarrenritten garnierten, intensiven Hill Country-/Southern-Blues "No mo", u.s.w. - die North Mississippi Allstars liefern ein beeindruckendes Zeugnis ihres musikalischen Vermögens ab! Grandios!

Die komplette Setlist (gut 110 Minuten Spielzeit):
1. Mississippi Boll Weevil
2. Run On
3. Teasin' Brown
4. Hurry Up Sunrise
5.Mean 'Ol Wind Died Down
6. Bang Bang Lulu
7. Shake 'Em On Down
8. Goin' Down South
9. Ship
10. Moonshine
11. Georgia Women, Po Black Maddie, Skinny Woman
12. Psychedelic Sex Machine
13. No Mo
14. Stompin' My Foot
15. Write Me A Few Little Lines
16. Po Boy (Long Way From Home)
17. Snake Drive
18. Horseshoe
19. Freedom Highway

Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Player abspielbar!

Art-Nr.: 5047
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 17,90

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Olson, Mark - the salvation blues [2007]
Limited, first-edition hardcover version! Ein in jeder Hinsicht großartiges Album des in der Roots-/Alternate Country-/Americana-Szene so verehrten (nicht wenige sehen seine Einfluß für diese Musik als ähnlich bedeutungsvoll an, wie den eines Jay Farrar oder Ryan Adams), ex Jayhawks Co-Gründers, -Songwriters und -Sängers Mark Olson, sein eigentlich erstes, wirkliches Solo-Album (zählt man mal die "Creekdippers"-Sachen nicht als solche) nach dem Jayhawks-Ausstieg vor 12 Jahren überhaupt. In den letzten zwei Jahren, er hat eine wirklich schwere Zeit mit vielen persönlichen Niederlagen hinter sich, reiste Olson durch viele Länder dieser Welt und versuchte seinen Schmerz und seine Hoffnung in neuen Liedern zu reflektieren. Herausgekommen ist ein herrliches Album mit 11 wundervollen Alternate Country-/Roots-/Americana-Songs, deren Texte zwar weitgehend "den Blues" haben, deren Arrangements aber über eine wunderbar positive, "helle" und vor allen Dingen locker flockige Ausstrahlung verfügen. Nie war Olson näher an der Musik seiner früheren Jayhawks als jetzt. Kaum verwunderlich und für die vielen Fans dieser kultigen Truppe eine tolle Sache, daß sein früherer Kollege Gary Louris, nach Olson's Ausstieg alleiniger Jayhawks-"Kopf", bei 3 Stücken den Background-Gesang beisteuert und somit, wie auch durch die Songstrrukturen im Allgemeinen, die guten alten Zeiten dieser tollen Band wieder aufleben lässt. Wunderbare Gitarren, feinste Steelguitar-Ergänzungen, mal ein paar dezente Mandolinen-, Dobro- oder Fiddle-Klänge und unaufdringliche Keyboards fließen genüßlich und, trotz eines unwiderstehlichen Roots-Charmes, mit einer unvergleichlichen Reinheit durch die lockeren Americana-Rhythmen aus Drums und Bass. Alles ist sehr entspannt. Lange nicht mehr hat Olson solch großartige Songs und Melodien kreiert. Die Sache wird umso perfekter durch die Schar exzellenter L.A.-Musiker, die ihn voller Brillanz unterstützen: Zum Beispiel Greg Leisz (u.a. Dave Alvin, Lucinda Williams), Tony Gilkyson (u.a. Lone Justice und X), Zac Rae (u.a. Alanis Morissette und Fiona Apple), der großartige Drummer Kevin Jarvis und viele mehr! Herrlich, dieses zudem jederzeit spürbare, entspannte Westcoast-Feeling! Toller, sehr transparenter, klarer Sound, produziert von Ben Vaughn! Es ist weitestgehend unnötig irgedwelche Songs besonders hervorzuheben, denn das komplette Album verzaubert mit all seiner Wonne unsere sensiblen Americana-Sinne. Warm und wohlig fließen diese wunderbaren Melodien in unsere Ohren. Ob beispielsweise der von herrlichen Gitarren und Steel-Fills geprägte, einer traumhaften neuen Jayhawks-Nummer gleichkommende Roots-/Americana-Rocker "Clifton bridge", das flockige, von feinen E-Gitarrenlinien und schönen Acoustic Gitarren-/Mandolinen-Riffs bestimmte, lockere Alternate Country-Stück "Poor Michael's boat" oder das hinreißende, lockere, voller Westcoast-Feeling steckende, klare "Keith", usw.,usw. - alles ist einfach wunderbar! Weiteres Bonbon: Die jetzt lieferbare Erstauflage kommt in einer überaus edlen, exklusiven, wunderbaren Verpackung in Form eines kleinen Buches (enthält selbstverständlich alle Texte), inklusive eines Einbandes! Toll! Jayhawks-Anhänger und Freunde feinster entspannter, lockerer, melodischer Americana-Klänge dürfen sich über ein neues, absolutes Genre-Highlight freuen! Ganz großer Wurf von Mark Olson!

Art-Nr.: 5003
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Clifton bridge
Poor Michael's boat
National express
Keith
Look into the night

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Paisley, Brad - 5th gear [2007]
Neues Album von Brad Paisley, "alte", das heißt gewohnte Qualität - und die ist beim "Savior of Countrymusic", wie ihn die amerikanische Presse einst nannte, bekanntermassen sehr hoch! Auch mit seinem mittlerweile fünften Werk zeigt der sympathische und äußerst beliebte Gitarrenhexer und Sänger mit der angenehmen Baritone-Stimme, wie traditionelle Countrymusic im heutigen, modernen Nashville zu klingen hat. Schon die Covergestaltung ist ein Traum: Ein langer, schnurgerader, endloser Highway zieht sich durch die staubigen Weiten des Landes, Paisley's Gitarre zeigt, einen Mittelstreifen der Fahrbahn ersetzend, die Richtung an, wo's lang geht (straight ahead), ein im Hintergrund fröhlich in der Mitte balancierender Cowboy (wohl Paisley) demonstriert unbeschwerte Freiheit (das halbe Gesichtsportrait des Künstlers im Vordergrund scheint dabei von eher untergeordneter Bedeutung), - glänzende Symbolik zu Brad Paisley's freier, losgelöster grenzenloser, reiner Countrymusic und seinen unglaublichen Gitarrenkünsten. Ein paar furiose Gitarrenspielereien und der Sound eines schnurrenden Automotors bilden den Auftakt des großartigen Openers "All I wanted was a car", eine knackige, dynamische New Country-Nummer, die sowohl durch viel Schwung, Frische, eine toll ins Ohr gehenden Melodie, als auch durch eine wunderbare Instrumentierung aus E-Gitarre, (famoses Solo von Paisley), Steelguitar, Fiddle und ein paar dezenten Pianoklängen besticht! Ein toller Auftakt, der eigentlich ein Hit werden muß! Das Potenzial höchste Regionen der Charts zu erklimmen haben allerdings fast alle Songs. Es folgen 15 weitere, erstklassige Countrynummern, mal flott und knackig, mal im lockeren Midtempo, mal mit viel Gefühl bei den zwischendurch eingestreuten Balladen, die immer "pure country", dabei aber absolut zeitgemäß und voller Pep in Szene gesetzt sind. Ob das gut gelaunte, herrlich traditionelle, gleichzeitig auf einem tollen, modernen Groove basierende, knackige, melodische, mit schöner Steel, einem klasse Banjo-Drive und halsbrecherischen E-Gitarren-Linien ausgestattete, gut tanzbare, honky-tonkige "Ticks", der flotte, mit einem interessanten, humorigen Text versehene Countryfeger "Online" (wieder in einem herrlichen Steel-/Fiddle-/E-Gitarren-Gewand), die lockere, pure Country-Ballade "Letter to me" (klasse Fiddle und Steelguitar), der lupenreine, knackige Countrywaltz "I'm still a guy", die sehr kraftvolle, melodische, traditionelle Country-Ballade "It did" mit den saftigen Gitarren, der furios abgehende, Banjo-driven Roadhouse-Heuler "Mr. Policeman" (enthält ein paar grandiose Soli des Meisters), die gefühlvolle, frische, reine Ballade "Oh love" (schöne Mandolinen- und Dobro-Klänge), die er im Duett zusammen mit Carrie Underwood vorträgt, der prachtvolle, die Linedancer auf den Plan rufende, viel Schwung aufnehmende, wunderbare Dancefloor-/Shuffle-/Honky Tonk Two-Stepper "Better than this", der astreine, zusammen mit den "New Kung Pao Buckaroos" (dahinter verbergen sich sein Freund Vince Gill, sowie seine "Heroes" Bill Anderson und Little Jimmy Dickens) interpretierte Honky Tonker "Bigger fish to fry" (klasse Fiddle, Steel und E-Gitarre), oder auch das furiose Instrumental "Throttleneck", der Mann trifft wie kaum ein anderer in Nashville, den "Zahn der (Country)Zeit und den Nerv des (Country)Publikums! Die Leistung von Brad Paisley stimmt von vorn bis hinten, und auch die "satte" Spielzeit von gut 67 1/2 Minuten, alles andere als selbstverständlich bei Country-Alben, passt sich nahtlos der hohen Qualität an. Großes Kompliment, Mr. Paisley!

Art-Nr.: 4988
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 10,90

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Red Dirt Rangers - ranger motel [2007]
Willkommen im "Ranger Motel"! Willkommen an einem Ort, der in einer wundervollen Atmosphäre die ganze Vielseitigkeit der so einzigartigen "Red Dirt"-Musik offeriert! Willkommen bei den Red Dirt Rangers! Seit rund 2 Jahrzehnten ist diese großartige Roots-/Country-/Alternate Country-/Countryrock-/Americana-Truppe aus Stillwater/Oklahoma nun schon "im Geschäft" und zählt damit zu den absoluten Pionieren des musikalischen "Red Dirt"-Phänomens, mit einem gewaltigen Einfluß auf die angesagten und aktuellen, jungen Künstler dieser Szene. Fragt man Leute wie Cross Canadian Ragweed, Mike McClure oder Jason Boland & The Stragglers nach maßgeblichen Größen der "Red Dirt"-Bewegung, so sind die "Rangers", neben Kollegen wie Jimmy LaFave oder Bob Childers, die erste Adresse, die genannt wird. Vollkommen zu Recht, wie ihr grandioses, neues Album beweist! "Ranger motel" bietet eine herrliche, "farbenfreudige" und jederzeit spannende, überaus abwechslungsreiche Entdeckungsreise entlang der musikalischen Pfade zwischen Oklahoma und Texas! Dabei begeistern diese stolzen "Okies" mit einer immensen Lockerheit und Spielfreude. Voller "Leichtigkeit", wenn nötig aber auch mit der richtigen Portion Energie, verschmelzen sie ihre Country-/Alternate Country-Roots mit einer vorzüglichen Dosis feinster Blues-/ Swing-/ Folk-/ TexMex-/ Jam- und Rock-Elemente und schlagen somit eine Brücke von Merle Haggard, der Nitty Gritty Dirt Band, über Bob Wills und Woody Guthrie, bis hin zu den Grateful Dead und dem Sir Douglas Quintet, bzw. den Texas Tornados! Großartiges Songmaterial! Klasse Musiker! Man merkt den Jungs ihrer abertausende Gigs, die sie auf dem Buckel haben, einfach an. Das ist blindes Spielverständnis! Der Sound ist schön retro und rootsig, besteht vorwiegend aus Gitarren, wird aber immer wieder vorzüglich um ideal integrierte Fiddle- /Mandolinen-/ Klavier-/ Akkordeon- oder Orgel-Klänge ergänzt. Vor allem die Orgel ist sehr markant, denn hier sitzt niemand geringeres als die ex-Sir Douglas-/Texas Tornados-Rock'n'Roll-/Tejano-Legende Augie Meyers an den Tasten. Sehr transparenter, wunderbar "rollender", flüssiger, die ganze Spielfreude vermittelnder, rootsig staubiger, von Produzent Steve Ripley (es-Frontmann der großartigen The Tractors - klar, daß auch deren Einflüsse spürbar sind), erstklassig in Szene gesetzter Sound! Den herrlichen Auftakt bildet das flotte, dynamische, genauso schwungvoll wie genüßlich durch die staubige "Red Dirt"-Countryrock-Landschaft rollende, eine wunderbar positive Ausstrahlung verbreitende "Red dirt roads"! Toll dabei die drei aufeinander folgenden, hervorragenden Solo-Einlagen von Piano, E-Gitarre und Fiddle! Geht runter wie Öl, ja verbreitet sogar ein wunderbar unbeschwertes Hippie-/Jam-Feeling! Es folgt das rootsige, leicht poppige, sehr eingängige, ein durch vor allem Augie Meyers' typische Orgelklänge bedingtes, schönes Sir Douglas Quintett-/TexMex-Feeling verbreitende, absolut Radio-taugliche Alternate Country-/Americana-Stück "Spice and sugar", ehe mit "Under the radar" ein richtig kraftvoller, auf einem dreckigen Southern-/Blues-/Rock-Groove basierender Rootsrocker mit rauer Bluesharp und würzigen Lead-Gitarren auf dem Programm steht. Dann ein wirklich traumhaftes Tribute an den großen Doug Sahm: "Psychedelic cowboy (Song for Sir Doug" heißt diese in typischer Sir Douglas-Hit-Manier rockende und rollende Nummer. Wunderbar entspannt, dennoch sehr schwungvoll, flüssig und fröhlich, überaus melodisch, mit klasse Gitarrenparts und dieser unvermeidlichen, typischen Orgel von Augie Meyers. Toll! Wie beispielsweise auch der von feinem Akkordeon und schönem Gitarren-Picking bestimmte, flotte, ausgelassene TexMex-/Country-Heuler "Lavena" (Lead-Gitarrist Ben Han ist ein Meister seines Fachs), die Mandolinen-getränkte Border Country-Nummer "This time", die sehr flotte, beschwingte, mit tollem Gitarren-Fiddle-Wechselspiel aufwartende Texas Roadhouse-Country-Nummer "Enjoy the ride", der herrliche Retro-(Alternate)Countryrocker "Midnight rain" mit seiner klasse Melodie und dem sonnigen Westcoast-Grateful Dead-Flair, bis hin zu der tollen Hommage an ihre Heimatstadt "Stillwater", einer exzellenten Red Dirt-/Roots-/Alternate Country-/Americana-Ballade mit schönen Madolinen, Augie's Orgel im Hintergrund und erdigem Lead Gitarren-Spiel! Eis Song bedarf noch einer besonderen Erwähnung, nämlich die über 7-minütige, hinreißende Coverversion des berühmten Rolling Stones-Klassikers "Wild horses"! Großartige Mandolinen-Begleitung, ein klasse Gewand aus akustischen und elektrischen Gitarren, eine wohlige Hammond-Orgel im Hintergrund, Steelguitar-Fills und ein tolles, von parallelen Steelklängen begleitetes E-Gitarren-Solo machen aus dem Song eine famose "Red Dirt"-/Americana-Ballade! Ein starkes Album, mit dem die Red Dirt Rangers ihrem immensen Standing, welches sie in der Szene genießen, einmal mehr voll und ganz gerecht werden. Eine sehr vitale, knapp 60-minütige Referenz an das, "what Red Dirt music is all about"! Nein, aus diesem "Motel" werden wir so schnell nicht auschecken...

Art-Nr.: 5002
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Red dirt roads
Under the radar
Psychedelic cowboy (Song für Sir Doug)
Lavena
Midnight rain
Stillwater

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Robison, Bruce - It came from San Antonio [2007]
7-Track EP! Rund ein Jahr nach seinem großartigen "Eleven stories"-Album schiebt Bruce Robison mit dem nicht minder starken "It came from San Antonio" gleich nochmal eine "sieben neue Geschichten" umfassende Mini-CD (knapp 28 Minuten Spielzeit) hinterher! Obwohl der phantastische Singer/Songwriter (der amerikanische "Billboard" bezeichnet ihn als "one of the best of a new breed of singer-songwriters in Texas and beyond") zu den wohl einflußreichsten Figuren der heutigen Texas-Szene rund um Austin zählt, ist er vor allen Dingen als Komponist unzähliger Nummer 1- und Top 10-Hits für zahlreiche Nashville-Stars (u.a. für Tim McGraw, Faith Hill, George Strait, Garth Brooks, die Dixie Chicks, um nur einige zu nennen) ein Begriff. Zudem ist er der Schwager von Emily Robison (Dicie Chicks) und Ehemann der bezaubernden Kelly Willis - eine wahrhaft musikalische Bande! Auf seiner neuen EP verwöhnt uns Robison erneut mit einer tollen Ansammlung von sieben Songs, die exquisit zwischen rootsiger Texas Alternate Country-Musik und feinen Americana-Klängen hin und her pendeln. Alles klingt sehr entspannt und natürlich, in einer exzellenten "stripped-down, full-band"-Produktion! Zu den Höhepunkten zählen beispielsweise der fröhliche, flotte Alternate Country-Opener "It came from San Antonio" mit seinem leicht britischen Retro Pubrock-/Sixties-Flair (lustige Farfisa-Orgel) und der dezenten TexMex-Brise, die ruhige, sehr melodische, im 3/4-Takt vorgetragene Singer/Songwriter-/Country-Ballade "When it rains" in ihrem schönen Steelguitar-/Fiddle-/Acoustic Guitar-/Piano-Gewand, die staubige, lockere, floote, schön rootsige Alternate Country-Nummer "Lifeline" mit ihrer klasse Mandolinen-/E-Gitarren-Begleitung (feiner Background-Gesang von Gattin Kelly Willis), das gar an den jungen Jackson Browne erinnernde, wunderbare "Anywhere but here" und die zusammen mit Jack Ingram komponierte und mit Kelly Willis im Duett vorgetragene Ballade "What makes you cry"! Erneut eine eindrucksvolle Demonstration der vorzüglichen Eigenschaften eines der bedeutendsten Vertreter texanischer Singer/Songwriter-/Alternate Country-/Americana-Musik!

Das komplette Tracklisting:

1. It Came from San Antonio - 2:56
2. When It Rains - 5:02
3. Lifeline - 3:29
4. My Baby Now - 3:25
5. Anywhere But Here - 5:19
6. What Makes You Say - 3:51
7. 23 A - 3:40

Art-Nr.: 4990
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
It came from San Antonio
When it rains
Lifeline
Anywhere but here

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Willis, Kelly - translated from love [2007]
"Alternative Country's golden goddess" Kelly Willis, die Texanerin mit der großartigen, von einem so einzigartigen Wiedererkennungswert geprägten Stimme ist nach 5 Jahren endlich zurück um ihre große Anhängerschaft mit einem wunderbaren neuen Album zu beglücken. Erneut produziert von Chuck Prophet zeigt sich Willis auf "Translated from love" vielseitig, abwechslungsreich und "abenteuerlustig", ja geradezu "frech", wie nie zuvor. Sehr frisch und peppig verarbeitet sie zu ihren Countrywurzeln vielfältige und ausgewogen dosierte Bezüge zu trockenen, Americana- und Roots-Klängen, aber auch eine gesunde Portion nostalgischer, voller Sixties-Flair steckender Pop-/Rock-Anlagen, die eine ungemein positive Stimmung ausstrahlen. Trotz so mancher angerockter Hookline klingt das ganze Werk herrlich lässig, locker und unbekümmert. Über allem schwebt Kelly's charismatische Stimme, von der Produzent Chuck Prophet völlig zu Recht sagt: "She's one of those singers who can make a track come alive". Ja, diese Frau erweckt wohl jedes Lied zum Leben! Toller, tarnsparenter Sound aus vielseitigen Gitarren und exzellent ergänzten Keyboard-Klängen. Der Kern ihrer großartigen Begleitmusiker besteht neben Chuck Prophet an der Gitarre aus dem Saitenzauberer Greg Leisz (Gitarren, Steel, Lap Steel, Mandolin, Banjo), Michael Ramos (Keyboards), John Ludwick (Bass) und Marc Pisapia (Drums). Gatte Bruce Robison unterstützt sie zuweilen mit seinem feinen Background-Gesang! Gleich das erste Stück, "Nobody wants to go to the moon anymore", ist eine dieser umwerfenden Nummern, mit der Kelly Willis ihre Fans sofort wieder "um den Finger wickelt": Ein wunderbarer, flotter, recht knackiger, dynamischer Alternate-/New Country-Rocker, erfrischend dargeboten, mit einem unterschwelligen Eighties-Flair ausgestattet. Beispielsweise Carlene Carter's "Musical shapes"-Album fällt einem dazu als Vergleich ein. Klasse Auftakt! Und es geht so weiter: Ob die von herrlichen Acoustic-Gitarren und einem völlig lockeren Rhythmus geprägte Countrynummer "Sweet little one" (starkes, kurzes E-Gitarren-Solo von Prophet in der Mitte), die nostalgische, Sixties-rooted Pop-Nummer "Don't know why" (klasse Wurlitzer-/B3-Klänge), die grandiose, melodische, trockene und staubige, von feinem Banjo, Steelguitar und dezentem Piano begleitete, entspannte Americana-/Alternate Country-Nummer "Losing you", der knackige, ungemein fröhlich rüberkommende, zum Mitsingen animierende Sixties Roots-/Pop-Rocker "The more that I'm around you" mit seinen nostalgischen Harmonies, den würzigen E-Gitarren-Riffs und einem famosen, markant aufspielenden Moog-Synthesizer (eine Nummer von Jules Shear, mit dem Kelly Willis gemeinsam, wie auch mit Prophet, einige Stücke dieses Album komponiert hat), das exzellente, rootsige Texas Alternate Country-Stück "Sweet sundown" (klasse Mandoline von Greg Leisz), der wunderschöne, rootsige Americana-/Country-Waltz "Stone's throw away", oder das recht rau und rootsig rockende "I must be lucky" - all diese Songs sind geprägt von einer magischen Anziehungskraft! Erwähnenswert in diesem Zusammenhang sind noch zwei "abgefahrene", faszinierende Coverversionen: Zum einen nimmt sie sich den alten Siebziger-/David Bowie-/Iggy Pop-Klassiker "Success" vor, aus dem sie einen lustigen, fulminanten Rootsrocker mit "stonesey" Riffs und einem wunderbaren Sir Douglas-/Augie Meyers-mäßigen TexMex-Flair macht, und zum anderen hören wir eine tolle Fassung von Adam Green's ultra-coolem "Teddy boys", das wie eine froh gelaunte, von klasse Chuck Berry-Licks geprägte, genüßlich zwischen Nostalgie und Moderne hin und her balancierende Countryrock-/Rockabilly-Nummer aus den Lautsprecherboxen "rollt", abermals durchzogen von Michael Ramos' großartigem Retro Moog Synthesizer-Linien! 12 großartige Songs auf einem durch und durch großartigen Album, mit dem Kelly Willis ihren Ruf als eine der Königinnen des Alternate Country weiter manifestieren dürfte. Ganz starke Leistung, Kelly! Hoffentlich dauert's nicht wieder 5 Jahre bis zum nächsten Album...

Art-Nr.: 5043
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Nobody wants to go to the moon anymore
Sweet little one
Losing you
The more that I'm around you
Stone's throw away
I must be lucky

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