Artikel 1 bis 15 von 53 gefundenen...

[1-15] [16-30] [31-45] [46-60]

 
Back Door Slam - roll away [2007]
Überragend! Ein "Killer"-Album! Packend! Die Musik der Siebziger ist "alive and well"! Es geht nicht anders, als zu Beginn unseres Reviews ein paar Presse-Zitate zu bringen, denn wer auch immer von der schreibenden Zunft einmal mit dieser Band konfrontiert wude, den scheint es, genau wie uns, "gepackt zu haben": "I heard the spirit of Jimi Hendrix" (Patrick McDonals/Seattle Times), "A red hot young trio, specializing in gritty blues-rock with unexpected conviction and authority for someone so young" (George Varga/San Diego Tribune), "This album is a grenade launcher; it's an incendiary device, it's a melodic, melancholy, effervescent cannon ball set of music" (Jason Hood/Time Out Music) usw.! Und Leute, bei dieser Truppe kann man schon ins Shcwärmen geraten: Die Rede ist von Back Door Slam, einem blutjungen Trio von der Isle Of Man um den famosen, gerade mal 20 Jahre alten Sänger und Gitarristen Davey Knowles (der Bursche klingt "like the precocious nephew of the late Stevie Ray Vaughan and Rory Gallagher"), das aber mit einer Klasse und Versiertheit aufspielt, als handele es sich um "alte Haudegen" aus den frühen Siebzigern mit zig Jahren Erfahrung auf dem Buckel! Das ist die eine Seite, die andere ist ihre zwanglose, jugendliche Unbekümmertheit, die das Material, obwohl so retro, in einer wunderbaren Frische erscheinen lässt. Musikalisch überaus ausgefuchst und kompetent, ja geradezu brilliant, haben sie sich dem klassischen Bluesrock jener goldenen Siebziger-Tage verschrieben und präsentieren mit "Roll away" ein mitreißendes Album mit deutlichen Referenzen an solche Größen wie Free, Bad Company, Led Zeppelin , Cream, Ten Years After, Peter Green's Fleetwood Mac, B.B.King, Howlin Wolf, Hendrix und Stevie Ray, ohne dabei ihre Eigenständigkeit je aus den Augen zu verlieren. Krachenden, kochenden, schnörkellosen, straighten Rockern und ungemein inspirierten Bluesnummern, steht die ein oder andere hinreißende, bluesige, auch mal mit einem dezenten Folk-Touch versehene, progressiv angehauchte Classic Rock-Ballade gegenüber. Klar im Mittelpunkt steht der bereits erwähnte Songwriter (bis auf ein ein grandioses, groovendes,"rollendes", dreckiges Cover von Blind Joe Reynolds' "Outside woman blues" stammen alle Songs aus seiner Feder), Sänger (tolle Stimme mit sehr viel Gefühl) und begnadete Gitarrist Davy Knowles, dem man bereits attestiert: "Hier wächst ein neuer 'guitar-hero' heran"! Seine voller Virtuosität und Vielseitigkeit steckenden Giatrrensoli sind ein wahrer Ohrenschmaus! Doch Knowles, und das macht eben eine solch klasse Band aus, weiß auch mit Drummer Ross Doyle und Bassmann Adam Jones eine bestechend gut arbeitende Rhythmusfraktion hinter sich, auf die er sich zu jeder Sekunde verlassen kann. Bärenstarkes Songmaterial! Sehr variabel arrangiert, hin und wieder schöne, viel Spannung aufbauende Wechsel zwischen "laut" und "leise"! Prächtige Melodik! Bluesige, dampfende Riffs im Geiste von Hendrix, glühende Gitarrelinien und -soli, wie auch die Spuren eines Alvin Lee, Stevie Ray Vaughan und jungen Clapton vereinen sich in dem von tollen Rhythmen und knisternder Spannung geprägten "driving" Bluesrocker "Come home", der den grandiosen Auftakt dieses Meisterwerks bildet. Man mag es kaum glauben, dass dies ein Song aus dem Jahre 2007 ist, so authentisch verwurzelt ist er in den Late-Sixties oder frühen Siebzigern. Und genaus dieser Eindruck zieht sich durch das gesamte Album! Es geht weiter mit dem famosen "Heavy on my mind", einem erdigen, straighten, klassischen Rocker, durch den sich Zeppelin-'sche Riffs, ein deutliches Cream-Flair und ein wunderbares Blues-Feeling ziehen, gewürzt mit einem wieselflinken, tierischen, fetten Gitarrensolo Knowles'! "Gotta leave" dann wiederum ist ein geradezu traumhafter, genauso entspannt und relaxt wirkender, wie inspirierter, von glühenden, ausgedehnten, variablen, glückseeligen Gitarrenläufen durchsetzter Slow-Blues und mit dem akustisch/elektrisch arrangierten, getragenen "Stay" gelingt ihnen eine, von einem schönen psychedelischen Retro-Progressive-Feeling durchzogene, mystisch und dramaturgisch anmutende, epische Seventies Ballade, die aus einer ganz frühen, gemeinsamen Session der Moody Blues und Led Zeppelin's entsprungen sein könnte. Brodelnde Grooves und Rhtyhmen bestimmen dann wieder das dreckig und satt rockende, mit fetten Gitarrenläufen garnierte "Too late", während man das phantastische "It'll all come around" wohl als eine der besten Bad Company-Nummern bezeichnen muß, die Paul Rodgers & Co. in ihrer Blütezeit nie geschrieben haben: Straight, simpel, knackig, rau, bluesig, melodisch, gespickt mit herrlich flinken, würzigen Gitarrenläufen! Wunderbar auch die herrlich ins Ohr gehende, leicht folkig angehauchte Retro-Classic Rock-Ballade "Too good for me", die mit ihren exzellenten Mandolinen- und Lap Steel-Fills (ebenfalls Davy Knowles) gar eine Brücke in zeitgemäße Roots-/Americana-Gefilde zu schlagen scheint! Den Abschluß des Albums bildet dann wieder ein richtiger Kracher, nämlich der kochende, mit tollem Gesang und fulminanten Gitarrenläufen aufwartende, drückende Bluesrocker "Real man"! Es ist alles gesagt zu Back Door Slam - nur noch so viel: Solche Bands sichern den Geist der Siebziger in der heutigen (Blues)Rockmusik! Noch einmal: Überragend!

Art-Nr.: 5087
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Come home
Heavy on my mind
Gotta leave
It'll all come around
Too good for me
Real man

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Black Crowes, The - warpaint [2008]
Das lang erwartete neue Studioalbum! Mit Luther Dickinson von den North Mississippi Allstars als zweitem Gitarristen. Die Black Crowes mit einem kleinen Meisterwerk dreckiger Retro Rock-Musik voller inspirierter, intensiver Songs, die die Robinson-Brüder genußvoll und mit viel Seele aus einem schwülen und würzigen Gebräu diversester Roots-, Southern-, Blues-, Psychedelic-, Americana-, und Jam-Zutaten anrühren. Hat das einen "Spirit"! Phantastisch! Die Truppe ist in einer famosen Verfassung!

Art-Nr.: 5497
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Blackfoot - train train ~ live ~ cd & dvd [2007]
Live CD + DVD-Set! "Train, Train" - oh ja, dieser "Southern Rock-Zug" ist nicht aufzuhalten - er rollt und rollt und rollt...! Die "alten" Hard-/Boogie-/Southern Rock-Recken sind ja nun schon seit einiger Zeit wieder aktiv, doch wie gut die "Herren" tatsächlich drauf sind, das ist jetzt auf der brandneuen Live-CD(DVD-Kombination zu erleben! Großartig! 3 Gitarren, Bass, Drums - und der "Tornado" bricht los! Okay, Rickey Medlocke ist nicht dabei, doch nachhaltig vermisst wird er nicht wirklich. Sänger/Gitarrist Bobby Barth und Jay Johnson (ebenfalls Gitarre und Gesang) erledigen einen exzellenten Job! Vor einer Wand von Marshall-Türmen entfachen Blackfoot in ihrer Quintett-Besetzung (neben Barth und Johnson sind noch die Gründungsmitglieder Charlie Hargrett-Gitarre und Greg T. Walker-Bass, sowie der neue Drummer Michael Sollars mit an Bord) ein geradezu monströses, fulminantes, vor Dynamik, Spiellaune und Energie nur so strotzendes, wie geschmiert abgehendes 3-Gitarren Southern Rock-Feuerwek, bei dem die große Begeisterung und Freude, mit der die Akteure ganz offensichtlich am Werk sind, sofort überschwappt! Ob Klasiker wie "Train, Train", "Left turn on a red light", "Fox chase", "Rollin' and tumblin'", Shorty Medlocke's "Railroad man", das Free-Cover "Wishing well" oder "Fly away" - einfach klasse, mit welcher Power und Frische die Songs von der Bühne herunterfegen! Beim 11 1/2-minütigen "Highway song" schließlich (grandiose Gitarrenschlacht, inklusive einiger großartiger Triple Lead-Licks) kocht die Stimmung vollends über! Mitgeschnitten wurde das Konzert übrigens, wie auch die kürzlich erschienene Molly Hatchet CD/DVD-Kombination "Flirtin' with disaster live" im "vornehmen" und renommierten Mountain Arts Center von Prestonsburg/Kentucky, das im Allgemeinen eher als Veranstaltungsort für klassische Konzerte dient. Tolle Show!

Hier die Setlist:
Railroad Man
Wishing Well
T Got A Line On You
Baby Blue
Sunshine Again
Every Man Should Know
Fox Chase
Left Turn On A Red Light
On The Run
Guitar Solos (nicht auf der CD)
Rollin' And Tumblin'
Fly Away
Train, Train
Highway Song
Good Morning

Filmtechnisch und soundmäßig ist das Ganze im übrigen super in Szene gesetzt worden! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Player abspielbar!

Art-Nr.: 5046
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Bonamassa, Joe - sloe gin [2007]
Großartig! Beeindruckend! Erneut eine famose Leistung Bonamassa's! Das neue Studoalbum des Gitarrenartisten ist ein faszinierender, geradezu brillanter Balanceakt zwischen seeliger, filigran und ungemein inspirierter Acoustic Roots-Blues-Musik und knallhartem, kochendem Heavy-Bluesrock! Oft wechselt er auf wunderbare Weise innerhalb eines einzigen Stückes von herrlichen Acoustic-Passagen zu brodelndem, elektrischem "Rock-Gewitter"! Bonamassa wirkt reifer denn je! Obwohl diese akustisch orientierten Zwischenspiele in den Songs, wie auch die ein oder andere semi-akustisch dargebotene Nummer eine gewisse Experimentierfreude suggerieren, ist "Sloe gin" insgesamt ein vor Energie, Druck und Power nur so stotzendes, geradliniges, kochendes Bluesrock-Werk geworden, das einer deutlich bluesigeren Basis entspringt, als noch der letzjährige Vorgänger "You & me". Zudem verarbeitet Bonamassa eine große Anzahl klassischer Seventies Rock-Elemente, die zuweilen vor allen Dingen wie eine Synthese aus Led Zeppelin und Bad Company klingen. Nicht nur die grandiose Coverversion des Bad Company-Klassikers "Seagull", dessen eh schon zeitlosem Charakter Bonamassa noch einmal eine wunderbare Portion eigenständiger, "jungfräulicher" Frische einhaucht (vielschichtige Acoustic-/E-Gitarren-Begleitung, traumhaft knackiger "Full Band"-Refrain) ist ein Indiz dafür. Joe's atemberaubendes, variantenreiches Gitarrenspiel ist einmal mehr Weltklasse! Auch gesanglich war er nie besser! Prächtiges Songmaterial! Der brillante Opener "Ball been hammer" beispielsweise, eine Nummer des großartigen, 2005 verstorbenen Roots-Bluesers und Slidegitarristen Chris Whitley, wechselt in geradezu "aufregender" Art und Weise zwischen transparenter, filigraner, rootsiger Acoustic Gitarren-Begleitung und geradezu "bedrohlich" anmutenden, stark an Led Zeppelin erinnernden, massiven, lauten Rock-Passagen mit hämmernden Drums und einem ordentlichen "Kashmir"-lähnlichen, psychedelischen Feeling hin und her. Danach gleich die nächste "Killer"-Nummer: Das famose "One of these days" ist ein brodelnder, dreckiger Hi-Energy Retro Blues-/Bluesrock-Stomper mit leichtem Swamp-Flair, eine wahrhaft grandiose Komposition von Bonamassa und dem legendären Ten Years After-Kopf Alvin Lee! Überaus druckvoller, fetter Rhythmus, kochende Riffs, raue Percussion, glühende Slide-Licks und ein fulminantes, ausgedehntes Gitarrensolo des Meisters sorgen für knisternde Blues(rock)-Spannung! Hat diese Nummer Feuer, Intensität und "Spirit"! Irre stark! Wie auch der beinharte, majestätische mit massiven E-Gitarren (inklusive glühender Slide-Passagen) und psychedelischem Acoustic-/E-Gitarrenspiel ausgestattete Kracher "Dirt in my pocket", eine jener packenden Nummern, die tatsächlich aus einer imaginären Led Zeppelin/Bad Copmapny-Session entsprungen sein könnte (Bonamassa's Organ zeigt hier eine erstaunliche Ähnlichkeit zu Paul Rodgers), die dezent in R & B-Bluesgefilde abdriftende, etwas ruhigere, dennoch durchaus kraftvolle, von wunderbaren Gitarrenspielereien begleitete, sehr melodische, 8-minütige Blues-Ballade "Sloe gin" (traumhaftes, über 3-minütiges E-Gitarren-Solo), die prächtige, authentische, voller mitreißender Gitarrenläufe steckende Blues-Boogie-Version von John Mayall's "Another kind of love", die herrlich melodische, lockere Roots-/Blues-Nummer "Around the bend" mit ihrer exzellenten, entspannten Acoustic Gitarren-Begleitung, in die sich im Verlauf des Stückes wundervolle, dezente Electric Slide-Linien "hineinschleichen", der großartige, abermals von klasse E-Gitarrenläufen begleitete Slow-Blues "Black night", der swampige, akustische Hill Country Blues-Stomper "Jelly Roll", usw.! Es ist irgendwie kaum zu glauben wie er das hinbekommt, doch der Mann schüttelt ein Meisterwerk nach dem nächsten aus dem Ärmel! "Sloe gin" jedenfalls ist erneut ein Knüller! Der Bursche legt die Messlatte für seine Nachfolgealben immer höher! Prächtig, sehr satt und "saftig" produziert von Kevin Shirley!

Art-Nr.: 5150
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
One of these days
Seagull
Dirt in my pocket
Sloe gin
Another kind of love
Around the bend

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Collins, Stacie - the lucky spot [2007]
Was dieser "alte Knochen" Dan Baird auch produziert, es hat einfach Hand und Fuß! Jetzt hat er mit Stacie Collins erneut ein ganz "heißes Eisen" an der Angel, deren bärenstarkes zweites Album "The lucky spot" nicht nur bei der typischen Baird-/Homemade Sin- und Georgia Satellites-Fraktion einschlagen sollte, sondern auch bei den Freunden dreckiger und staubiger, unbeschwert losrockender Southern-/Roots-/Americana-/Alternate Country-Mucke! Die großartige Singer-Songwriterin Stacie Colliens (geboren in Muskogee/Oklahoma, aufgewachsen in Bakersfield und L.A., heute in Nashville lebend) ist ein Riesentalent in der Szene, deren Zusammentreffen mit Baird geradezu ein Glücksfall für beide ist. Es scheint, als habe man sich gesucht und gefunden, denn die musikalische Philosophie der beiden kommt in der Musik geradezu ideal rüber. Neben ihrer vorzüglichen, sympathischen, kraftvollen Stimme und ihrem großen kompositorischen Talent, ist Collins auch eine phantastische Mundharmonikaspielerin. Seit frühesten Kindstagen beeinflusst von den musikalischen Stilen der jeweilegen Gegenden, in denen sie lebte, entstand eine tiefe Liebe zur Countrymusic ala Merle Haggard oder Buck Owens, baute sich in ihren Teenager-Tagen eine enge Beziehung zur L.A./Westcoast-Rockszene auf, entdeckte sie, vor allem durch ihren Vater, aber auch ihre Leidenschaft sowohl für den Southern Rock als auch für den Chicago Blues-Sound solcher Größen wie Little Walter oder James Cotton. Eine genauso verrückte wie faszinierende Konstellation, doch all diese Einflüsse hat sie nahezu perfekt in den Songs von "The lucky spot" unter einen Hut gebracht. Dabei ist ein grandioses Ergebinis herausgekommen, dem Dan Baird darüber hinaus deutlich seinen Stempel aufdrückt. Seine Handschrift ist unüberhörbar, doch es passt einfach perfekt zu Collins' packendem Stilmix. Baird hat nicht nur produziert, er spielt natürlich auch mit (Gitarren, Bass, Percussion, Background Gesang) und hat auch gleich noch seinen "Spezi" Ken McMahan mitgebracht, der die Lead- und Slide Gitarren-Parts übernommen hat. Resultat: Ein prächtig groovendes, kerniges, feuriges, dreckiges, riffiges Americana-/Alternate Country-/Blues-/Southern-/Roots-Rock'n Roll-Gebräu, gespickt mit satten, würzigen, vielschichtigen E-Gitarren, Stacie's bluesigem, wunderbaren Harpspiel und darüber hinaus lebend von den großartigen Melodien und Strukturen der Songs! Das Zeug bleibt prima hängen! Weitere hochkarätige Musiker neben Baird und McMahan: Paul Griffith (u.a. Alison Moorer, John Prine), Gatte Allen Collins am Bass, Jack Irwin (Orgel, Piano) und Eric "EBO" Borash aus der Band von Radney Foster an der Lap Steel und E-Gitarre! Die Truppe hat das Material vorwiegend live im Studio eingespielt und erreicht damit einen herrlich zwanglosen, erdigen, authentischen, rauen, ehrlichen Sound. Große Klasse! Los geht's mit dem kochenden, von Collins und Baird gemeinsam komponierten Rootsrocker "It ain't love", gleich einer absoluten "Hammer"-Nummer, eingepackt in allerbeste, typische, Dan Baird-/Georgia Satellites-/Yayhoos-like Riffs! Toller Groove, fette Gitarren, dazu Stacie's " dreckiges, "heißes" Bluesharp-Spiel und eine klasse Melodie! Viel Southern-Würze! Starkes E-Gitarren-Solo von Ken McMahan im Break! Ähnlich dampfend, doch deutlich Country-orientierter rockt das anschließende "Long gone"! Ein dynamischer, Energie geladener Roots-/Country-/Roadhouse-Boogie, der tierisch in die Beine geht. Erneut prächtiges Kombinationsspiel von Baird's und McMahan's glühenden Gitarren und Stacie's bluesiger Harp! Dann das Titelstück "Lucky spot": Welch ein herrlich melodischer, von vielschichtigen, transparenten E-Gitarren geprägter, knackiger, dennoch locker rüber kommender, aber voller "Pfeffer" steckender, southern-fueled, honky-tonkin' Roots-/Countryrocker! Großartiges Slide-Spiel von McMahan! Anschließend wird das Tempo erstmals ein wenig zurückgenommen, was jedoch nicht bedeutet, daß es hier weniger erdig und würzig zugeht. Das wunderbare "Sorryville" steht auf dem Programm, eine staubige, mit dezentem Borderflair ausgestattete, seelige, von exzellenten Gitarren begleitete Roots-/Americana-/Blues-Ballade, vorgetragen voller Seele und Inspiration. Und es geht auf diesem Level weiter! Stacie Collins packt eine klasse Nummer nach der nächsten aus. Ob der rohe, bluesig groovende Midtempo-Shuffle "Show your Mama" mit seinen fetten Gitarrenriffs und den dampfenden Harp-Sequenzen, der abgehende, viel Southern-Flair versprühende Volldampf Roots-/Country-Rock'n Roller "Baby sister" mit seinen Reminiszensen an die Georgia Satellites aber auch an eine junge, frech rockende Carlene Carter, das prächtig tanzbare, voller Rockabilly-Feeling steckende, mit tollen Gitarren garnierte, schwungvolle "Ramblin'", die feine Roots-Ballade "Do you miss her" oder der abschließende, brodelnde, von kochenden Riffs und einem morz Harp-Feuer geprägte Southern-/Blues-/Rootsrocker "Top of that mountain" - das Album macht einfach von vorn bis hinten tierisch Laune! Stacie Collins selbst bechreibt das Werk als "a southern rockin', harp howlin', twang bangin' record" - wir attestieren zudem: "It's a Guitar-driven, Blues-stompin', dusty Roots-rockin', Country-tonkin' blast" - und damit sind noch einmal alle Elemente genannt, die Stacie so bravourös mit ihrem "Mentor" Dan Baird auf diesem einfach durch und durch "geilen" Album vereint! "It's a killer"!

Art-Nr.: 5155
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
It ain't love
Lucky spot
Sorryville
Ramblin'
Do you miss her
Top of that mountain

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Cross Canadian Ragweed - live and loud at the wormy dog saloon [2000]
Wir konnten gar nicht anders! Nach dem fantastischen Erfolg ihres Meisterwerkes "Highway 377" (vielleicht das Genre Top-Album des Jahres 2001) mußten wir nun auch das Vorgänger-Werk aus dem Jahr 2000 "Live and loud at the Wormy Dog Saloon" herbeischaffen. Auch das ist ein tolles Teil! Der Wormy Dog Saloon in Stillwater, Oklahoma ist ein bekannter Genre-Schuppen und die Stamm-Location von Cross Canadinan Ragweed, in der sie regelmäßig spielen. Hier treffen sie sich alle, die Freizeit-Cowboys und Rootsrock-Fans um nach gestreßten Arbeitstagen ordentlich einen zu heben und mit ihren musikalischen Helden dem Alltag zu entfliehen. Einen dieser tollen Auftritte haben Cross Canadian Ragweed auf diesem klasse Live-Album verewigt. Was soll man sagen: das macht einfach Spaß! Wesentlich roher als auf "Highway 377", derber, ungeschliffener, völlig unbekümmert, frech und rotzig, rocken und "poltern" sie sich durch einen fast 62-minütigen Set. Spaß und Freude pur! Sofort kommt bei dem Zuhörer das Gefühl auf, er sei inmitten dieser "Wormy Dog"-Gemeinde, mittten drin in dieser Party! Herrlich intime Atmosphäre! An der Musik und dem Sound ist wirklich nichts "geschraubt". Alles ist pur live, wie es tatsächlich war! Und die Setlist hat es in sich. Lediglich einen Track davon finden wir auf einem der beiden Studioalben der Band wieder, nämlich "Bang your head" auf "Highway 377", das es hier in einer klasse frühen Live-Fassung gibt. Der Rest besteht aus eigenen Stücken der Band, die auf Studioalben unveröffentlicht sind und aus hochinteressanten Coverversionen. So beginnt der "Wormy Dog"-Abend mit einer herrlich abgehenden Version von Jerry Reed's "Amos Moses", bei dem der Laden gleich richtig in Schwung kommt. Zu den anderen Covers zählt eine abgefahrene Version von Neil Young's "Hey, hey, my, my" und Bob Dylan's "Rainy day woman". Es ist schwer, andere Titel hervorzuheben, da einfach der ganze Gig klasse ist. "The President Song" ist bester Countryrock mit interessantem Text, "Headed south" bietet derben Blues-/Bluesrock mit "Southern/Louisiana"-Würze und flinken Gitarrensoli, "Workin' on ok" ist fetziger Countryrock, bei "Boys from Oklahoma", einem urigen Texas Honky Tonk-/Countryrock ist das komplette, bestimmt schon leicht angeheiterte Publikum, mit von der Partie, und zum Finale gibt es mit "Nowhere, Texas" noch mal einen Hochgeschwindigkeits-Heuler mit rasanten Gitarren und dem Band-Intro! Ein kühles Blondes aus dem Kühlschrank, CD in den Player, das Holzfäller-Hemd übergestreift, die verschiedenen Körperteile im Takt der Musik mitgehen lassen - und schon ist man mittendrin, im Wormy Dog Saloon in Stillwater, Oklahoma! Ein Trip, der richtig Laune macht! Nichts für Country-Puristen, denn hier gibt es eine richtige, rockige Sause! Erdig und roh! Klasse!

Art-Nr.: 1089
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Amos Moses
Down at the harbor

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Deadline Friday - days gone [2007]
Meisterhaft! Zweites, hinreißendes Album der mit grandioser Musikalität gesegneten Truppe aus San Diego/California, die sich nun endgültig und mit großem, von einer tiefen, mächtig Respekt zollenden Verneigung begleitendem Nachdruck in der Riege der ganz großen, dem Southern Rock so nahestehenden Jamrock-Bands wie The Allman Brothers, Widespread Panic, Gov't Mule und vor allem Tishamingo etablieren. Doch was heißt "etablieren" - nein, Deadline Friday bereichen die momentan eh schon so lebendige Szene mit ihrem unglaublichen musikalischen Potential wie kaum ein anderer Act. Denn neben den Elementen der zuvor genannten Kollegen verfügen die Jungs, abseits aller Jam- und Spielfreude, gleichzeitig über die Gabe großartig strukturierte Songs schreiben zu können und sind somit in der eine enge, vollkommen natürliche Verbindung zwischen zwanglosen, unbeschwerten Instrumentalausflügen und kompakter, genauso intelligenter, wie eingängiger Songqualität zu schaffen. Pure, klassische Southern Rock-Trademarks treffen dabei auf erfrischendes, sonnendurchflutetes Westcoast-Feeling, höllische, brodelnde und drückende Grooves voller funkiger Rhythmik paaren sich mit tollen Melodien und lange, tierische, teilweise mächtig glühende Gitarrensoli der beiden großartigen, über jeden Zweifel erhabenen Gitarristen Jim Diez und Mike Spurgat ergänzen sich mit exzellentem Lead-Gesang mit zuweilen beseelten an besten CSN&Y- oder Poco-Tage erinnernden Harmonies (die Band verfügt über drei großartige Sänger)! Weitestgehend werden die Arrangements durch die bravouröse Gitarrenarbeit der beiden eben erwähnten Gitarren-Könner bestimmt. Immer wieder setzen sie zu virtuosen, voller Spielwitz steckenden, aber immer auf den Punkt gebrachten, kochenden, mit herrlicher Southern-Würze garnierten Ausflügen und Lead-Attacken an. Das hat richtig Biß, doch sie können auf der anderen Seite auch vollkommen locker spielen, wie beispielsweise bei dem prächtigen, flockigen, mit toller Percussion unterlegten, dennoch würzigen Instrumental "F#U", bei dem sich die großen Allman Brothers gerne mal ein paar clevere Anregungen für kommende Jammings abholen dürfen. Was für Gitarrenläufe! Was für ein wunderbar lockeres, unbeschwertes Feeling! Aber steigen wir mal am Anfang dieses gut 63-minütigen Pracht-Werkes ein: Erdige Gitarrenlicks, funkige, tierische Grooves und Keyboard-Linien, dazu schwüle, glühende Lead Gitarren und toller Lead Gesang sind die Markenzeichen des genialen, einen markanten, unterschwelligen Druck erzeugenden, "heißen" Southern-/Groove-/Jam-Rockers "Outta line", dessen muikalische Nähe zu Gov't Mule oder Tishamingo sich mehr als sehen (hören) lassen kann. Da dürfen die Kollegen gerne schon mal voller Anerkennung zu Deadline Friday rüberschielen. Tolle Melodie, klasse Gesangsharmonien im Refrain! Das brodelnde, ja "fiebrige" Gitarrensoli im Verlauf des Songs steckt volle Swamp-Flair! Packend! Ein "Killer"-Auftakt! Und es geht so weiter: Auch das bärenstarke "Broken man" groovt, funkt, rockt und jammt, was das Zeug hält: Großartige Gitarrenlinien und -soli der beiden Meister fließen voller Transparenz ineinander und lassen ein tolles Southern-/Jam-Feeling entstehen. Anschließend, mit dem wunderbaren "I resign", fällt der Druck erstmal ab und es wird herrlich locker. Frische, klare Acoustic-Gitarren, glasklare, prägnante Jerry Garcia-like Steelguitar-Klänge (Gast: John McBride) und ein "luftiges" Southern California Retro-Countryrock-Feeling lassen Erinnerungen an die guten alten New Riders Of The Purple Tage wach werden, ehe mit "Get out" ein erneut von leicht funkigen Rhythmen eingeleiteter, harter, mit satten, kochenden, massiven Riffs und furiosen, fetten Gitarrenritten gespickter, brodelnder Southernrocker folgt, der mit seiner unwiderstehlichen Spielfreude, dem starken Gesang und dem von virtuoser Instrumentenbeherrschung aller Beteiligten geprägten Jam-Feeling, wie eine unnachahmliche, californische Ausgabe von Tishamingo oder Gov't Mule daherkommt. Saustark! So jagt ein weiterer Knüller den nächsten: Zum Beispiel das leicht psychedelisch angehauchte, von tollen Wah Wah-Gitarren begleitete "Spout", das völlig entspannte, ruhige, sonnige, leicht Country-infizierte, semi-akutische "Backyard moon" (glasklare, transparente, herrliche Gitarrenklänge, tolle Gesangsharmonien), der traumhafte, viel Allmans-Flair, aber auch ein feines Westcoast-Feeling versprühende Southern-Blues "St. Cecilia" (herrliche Gitarrenläufe, wieder schöner Harmoniegesang), oder das überragende, 7 1/2-minütige Titelstück "Days gone", ein exzellent zwischen sonnigem California-Jamrock, leichtem Countryrock-Touch, "verlorenem" Desert-Feeling und herrlichen Southern Rock-Tugenden hin und her pendelnder, ungemein locker dahinfließender, gleichzeitig aber sehr würziger, knackiger Rootsrocker mit einer großartigen Melodie und ausgedehnten, genauso flockigen wie glühenden, ungemein spielfreudigen Gitarrenausflügen! Eine Traum-Nummer! Stark im übrigen auch die kochende, riffige Coverversion des Rolling Stones-Klassiker "Loving cup", der sich prächtig in das Gesamtbild einfügt! "Days gone" ist, wir erwähnten es bereits zu Anfang, ein Meisterwerk geworden! Besser kann man Schlagworte wie "Spielfreude","Groove", "Southernrock", "Jamrock", "Westcoast-Flair", Frische, "Druck", "Lockerheit", "Songqualität" usw. musikalisch kaum miteinander verbinden. Nach diesem Album geht für die Genre-Fans an Deadline Friday jedenfalls kein Weg mehr vorbei! Phantastisch!

Art-Nr.: 4915
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Outta line
Broken man
Get out
Days gone
Backyard moon
St. Cecilia

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Deadstring Brothers - silver mountain [2007]
Zwei Jahre nach dem hervorragenden "Starving winter report" legt diese großartige Rootsrock-Formation aus Detroit einen noch stärkeren Nachfolger vor! Vollgepackt mit Anleihen an die "rootsigen" Stones zu "Exile on Main Street"-Zeiten, riffig bis zum Abwinken, voller herrlicher Gitarren, dreckig, staubig, teils mit einem feinen Southern-Charme, aber auch mit wunderbaren Alternate Country-Bezügen, rockt sich die Truppe durch 11 prächtige Songs! Mittlerweile zum Sextett angewachsen, besticht die Band mit einem schön trockenen, herrlich "rotzigen", satten Sound, der vor alen Dingen von den beiden ausgezeichneten Gitarristen Kurt Marschke (er ist der klare "Kopf" der Band - Sänger, Songwriter, Produzent) und Spencer Cullum (auch Dobro, Pedal Steel, Lap Steel), sowie den prächtigen Piano- und Orgel-Klängen des Keyboarders Patrick Kenneally betstimmt wird. Im Gegensatz zum Vorgänger tritt zudem die einstige Background-Sängerin Masha Marjieh deutlich mehr in den Vordergrund und übernimmt bei gut der Hälfte der Songs mit ihrer prächtigen, rootsig-bluesigen, heißblütigen Stimme den Lead-Gesang (teils im Duett mit Marschke), was der Scheibe umgemein gut tut und der Musik noch mehr "Pfeffer" verleiht! Während die erste Hälfte des Albums weitestgehend von straighten, krachenden, konpromißlosen Rockern geprägt ist (sieht man mal von der traumhaften Ballade "If you want me to" ab), fröhnt die Truppe im zweiten Abschnitt häufig ihren Americana-/Alternate Country-Vorlieben. Somit bildet man auf wunderbare Weise einen "knisternden" Spannungsbogen, der neben der großen Nähe zu den Rolling Stones, von den Faces über The Black Crowes und die Drive-By Truckers, bis zu The Band und Gram Parsons reicht! Und das Zeug bleibt prächtig hängen! Los geht's mit dem vorzüglichen, Energie-geladenen Knaller "Ain't no hidin' love"! Dreckige, kantige Stones-Riffs und ein großartiger Groove (wunderbar unterstützt von einer "rollenden" Orgel-Untermalung) münden in einem Retro-Rootsrocker ohne jeden Schnörkel, der sofort "kickt"! Großartiger, bluesiger, souliger Gesang von Masha! Die bereits zitierten Faces und Black Crowes hinterlassen ihre Spuren bei dem folgenden, kochenden "Heavy load" (klasse Wurlitzer-Untergrund, rotzige Riffs, exzellentes Lead Gitarren-Spiel - hat mächtig "Biß" und "Feuer"), während mit dem anschließenden, schon erwähnten "If you want me to" nun eine hinrei0ende Rootsrock-Ballade ansteht. Und selbst die erinnert an die Rolling Stones! Sachen wie zum Beispiel "Moonlight mile" kommen einem in den Sinn. Was für eine wunderbare Melodie, dazu ein großartiges Acoustic Gitarren-/Hammond Orgel-/Piano-Gewand, immer wieder durchsetzt von würzigen Slide-Licks. Starkes E-Gitarren-Solo im Break! Eine Pracht-Nummer! Es folgt mit dem mächtig Staub aufwirbelnden "Queen of the scene" ein furioser, gewaltig abgehender, Slide- und Piano-getränkter Honky Tonk-/Americana-/Rootsrock-Kracher, irgendwo an der Schnittstelle zwischen den Stones, den Black Crowes und Dan Baird, ehe mit dem famosen"Tennessee sure enough" ein purer, swampiger, rootsiger Blues-/Southernrocker auf dem Programm steht, der gar den North Mississippi Allstars zu höchster Ehre gereicht! Spencer Cullum's grandiose Lap-Steel (Slide) bildet ein glühendes Parallel-Duett zu Masha's "heißem" Gesang! Von den Country-orientierteren Titeln begeistern beispielsweise die exzellente, melodische Ballade "Silver mountain", mit ihrer feinen "Saloon"-Piano-/Mandolinen-/Geigen-/Pedal Steel-Instrumentierung, der ungemein lockere Retro-Countryrocker "You look like the devil" mit seinem schönen Hank Williams-Flair, oder auch die stark an The Band erinnernde, wunderbare, "waltzing" Americana-/Alternate Country-Ballade "The light shines within", die, vor allem hevorgerufen durch das traumhafte Mundharmonika-Spiel von Gast Mickey Raphael (Willie Nelson Band) ein unterschwelliges "Western"-Feeling erzeugt! Zwischedrin wird's dann nochmal richtig "schwül", wenn die Band den brodelnden Acoustic Delta-Blues-/Swamp-Rocker "Rollin' blues" anstimmt! Mit diesem, ihrem mittlerweile dritten Album, etablieren sich die Deadstring Brothers endgültig in der Spitze der aktuellen Rootsrock-/Americana Rock-Szene! Sehr starker Stoff!

Art-Nr.: 5325
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ain't no hidin' love
Heavy load
If you want me to
Queen of thre scene
Tennessee sure enough
The light shines within

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Deadstring Brothers - starving winter report [2006]
Bisher hat man Detroit eigentlich immer mit dem Geräusch von röhrenden Motoren oder ziemlich lauter Rock-Musik in Verbindung gebracht. Seit 2001 hat sich dort allerdings eine Band formiert, die in der Americana-/Rootsrock-Szene für immer mehr Furore zu sorgen beginnt: Die Deadstring Brothers, bestehend aus Bandlleader und Songschreiber Kurt Marschke (Lead vocals, guitars, dobro & mandolin), E. Travis Harrett (Drums), Philip Skarich (Bass), Ross Westerbur (Piano, organ) und der hervorragenden Background-Sängerin Masha Marjieh (Harmony vocals, Percussion). So beurteilte das in amerikanischen Szenekreisen hoch angesehene "Paste"- Magazine ihre Debütwerk von 2003 als eine der besten Roots-Rock-CDs des Jahres. Mittlerweile haben sie mit ihrer Nachfolgescheibe "Starving Winter Report" sogar nochmal ordentlich nachgelegt. Den Deadstring Brothers ist ein kleines Meisterwerk mit zehn wunderbar ineinander greifenden Songs auf einem erstaunlich hohem Niveau gelungen. Nicht nur wegen der Stimmähnlichkeit des Sängers Kurt Marschke zu Mick Jagger wird die Band häufig mit den Rolling Stones zu ihren "Exile On Main Street"-Zeiten verglichen. Das passt schon, doch es ist weit mehr. Wohl niemand zuvor hat die Ruppigkeit der damaligen Stones-Ära mit der Country-Mentalität eines Gram parsons besser verbunden als die Deadstring Brothers. Ein wenig Flair von "The Band" oder gar Ryan Adams runden die Sache ab. Schon der Opener "Sacred Heart" hat den berühmten, Stones-trächtigen Sound mit unterschwelligem Honkytonk-Feeling, der am besten in Whiskey getränkter Luft und Nikotin verräuchter Atmosphäre genossen werden kann. Tolle Gitarrenriffs, eine klasse melodie, geht die Nummer prima ab! Hat vielleicht entfernt soagr etwas von Dan Baird und seinen Georgia Satellites! Ganz große Klasse sind auch die beiden einzigen balladesken Stücke des Albums, "Lights Go Out" (mit typischem Barroom-Flair) und das überragende, emotional kraftvolle "Blindfolded" mit ganz ausgezeichneten Vokalleistungen von Marschke und den schönen Harmoniegesängen von Mascha Marjieh. Die starken Pedal Steel-Einlagen von Gastmusiker Dale Dorsey vermitteln dabei eine äußerst angenehme Retro Countryrock-/Alternate Country-Note. Ganz überragend, trotz der allseits dominanten (aber keineswegs aufdringlichen) Präsenz des Bandchefs, ist Keyboarder Ross Westerbur (fast schon so etwas wie der heimliche "Star" des Albums), der mit unnachahmlichen und immer genau passenden Piano- und Orgeleinsätzen (teilweise sogar im Wechsel) dem eh schon erstklassigen Songmaterial das endgültige "gewisse Etwas" verpasst. Herrlich sein oft klimperndes Piano! "Toe The Line" und "Lonely Days" umgibt wieder ein Hauch von countryrockigem Retro-Flair, "Get Up Jake" (ein Cover von Robbie Robertson) und "All Over Now" huldigen in partytauglicher Weise einmal mehr die Stones, "’Til The Bleeding Stops" hat gar durchaus Southern-lastige Momente. Der einzige etwas aus dem Rahmen fallende, aber ebenfalls traumhaft gelungene Song, ist das großartige "Moonlight Only Knows", bei dem vollkommen akustisch, mit einem feinen Bluegrass-Flair musiziert wird: Kratzige Akustikgitarre, tolle Percussion-Arbeit, Mandoline, Dobro und eine, wiederum sehr starke, Gastvorstellung von David Mosher an der Fiddle, inklusive eines schönen Solos - Allternate Country-/Americana-Musik vom Feinsten! Das Album ist zudem noch ein echter "Grower". Je öfter man es hört, desto besser kommt es einem bei jedem weiteren Male vor - die Musik wächst! Ein absolutes Indiz für die hohe Qualität dieser Mucke! Diese höchst talentierte Gruppe hat sich dank intensiven Tourings in den Staaten, und auch in Europa (England, Niederlande), bereits einen prächtigen Namen in Insiderkreisen erarbeitet. Fest steht, dass "Starving Winter Report" in positiver Hinsicht dazu beitragen wird, dass sich ihr Bekanntheitsgrad in Zukunft noch erheblich steigern wird. Mit den Deadstring Brothers wächst etwas Großes im Americana-/Rootsrock-/Alternate Countryrock-Bereich heran. Ganz hervorragende Leistung! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4136
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Sacred heart
Toe the line
Get up Jake
Blindfolded
All over now

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Delta Moon - clear blue flame [2007]
Die Deltas brodeln wieder! Auch auf ihrem brandneuen Werk "Clear blue flame" präsentieren Atlanta/Georgia's Delta Moon um die beiden herausragenden Slide-Gitarristen Tom Gray und Mark Johnson wieder ihren unwiderstehlichen, unvergleichlichen,, herrlichen Louisiana-/Delta-/Roots-/Southern-/Swamp-/Blues-Rock auf allerhöchstem Niveau. Nach dem Ausstieg der erst vor zwei Jahren neu verpflichteten Sängerin Kristin Markiton hat nun ausschließlich Tom Gray den Lead-Gesang übernommen, was alles andere als ein Nachteil ist und das Gesamtbild noch erdiger, rauer, authentischer und würziger erscheinen lässt. Gesegnet mit der Gabe außergewöhnlicher Musikalität und dem Talent großartige Songs verfassen zu können, führen uns Gray (seine raue, scheinbar Whiskey-gegerbte Stimme strahlt eine ungeheure Sympathie aus) und Johnson mit traumwandlerischer Slide-Virtuosität auf einen hinreißenden Trip durch die schwülen Deltas des Südens! Elemente, die wir auch von Bands wie Little Feat, The Radiators, den North Mississippi Allstars, zuweilen sogar von den Allman Brothers oder auch von Sonny Landreth kennen, vermischen sie mit all ihrer eigenen künstlerischen Kreativität, ihrem Können, ihrer Erfahrung, ihrer Inspiration und ihrer nie verlorenen, unbekümmerten Spielfreude zu diesem unverkennbaren, magischen Southern-/Swamp-/Blues-/Roots-Gebräu, das eben nur ein Etikett zulässt: Delta Moon! In diesen Songs steckt jede Menge Feuer, sehr viel Würze, ein traumhafter Groove, sie brodeln an allen Ecken und Enden, sind erdig, dreckig, rau, und doch "rollen" sie gleichzeitig wunderbar locker, angenehm und voller Harmonie in unsere Ohren und in unsere Herzen. Und wirklich jede dieser Nummern ist mit diesen bestechenden Bottleneck-/Slide-Läufen veredelt. Mit dem herrlichen Midtempo Roots-/Swamp-/Blues-Rocker "Clear blue flame" geht das Album gleich standesgemäß los. Welch ein unwiderstehlicher, sumpfiger Groove. Tolle Acoustic Guitar- und glühende Slide-Licks ergänzen sich geradezu traumhaft. Klasse Melodie! Als träfen Little Feat auf die Radiators, das Ganze etwas rootsiger arrangiert, rau, von einer "dichten Schwüle" durchsetzt und sich überaus angenehm seinen Weg in tiefste Gerhörgänge "grabend"! Dazu in der Mitte ein prachtvolles Slide-Solo an der Schnittstelle Sonny Landreth/David Lindley (zu frühen Jackson Browne-Zeiten). Wunderbar! Wie auch der folgende, sehr knackige, exakt auf den Punkt gebrachte Mississippi-/Delta/Blues-Rocker "Blind spot" mit seinem tollen Rhythmus (starkes Drumming) und den kochenden Slides! Ja, und dann kommt im wahsten Sinne des Wortes ein "Mega-Hit": Cyndi Lauper's Klassiker "Money changes everything" aus ihrrem 1983iger-Album "She's so unusual" steht auf dem Programm! Doch was wir hier hören, kann man schon fast als so etwas wie das "Original" bezeichnen, denn was sicher nur ganz wenige wissen: Dieser Song stammt aus der Feder von Delta Moon's Tom Gray! Er hat ihn in jungen Jahren, bereits 1978 komponiert, und die Nummer klingt hier in ihrer sehr "Hill-Country"-inspirierten, erdigen, dynamischen Version als sei sie direkt in den Bayous des Südens geschrieben worden. So folgt eine Pracht-Nummer der nächsten: Beispielsweise der lupenreine, Slide-getränkte Delta-Blues "Trouble in the home" mit seinen genialen Bottleneck-Ausflügen, der dynamische Roots-/Swamp-/Groove-Rocker "Jessie Mae" mit seiner bluesigen Basis und den großartig miteinander spielenden Double Slide-Leads, das brodelnde "Life's a song", das voller rootsigem Americana-Flair steckende auf feinem Mandolinen-/Electric Slide-Spiel basierende "Stranger in my hometown", oder der mit kochenden Double-Slides gespickte "Killer"-Roots-/Southern-/Blues-/Swamp-Rocker "Lap dog"! Die "Clear blue flame" von Delta Moon brennt! Und wie! Eine traumhafte, groovige, rootsige und bluesige, musikalische (Slide)Reise in die Sümpfe des Südens!

Art-Nr.: 5089
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Clear blue flame
Trouble in the home
Jessie Mae
Life's a song
Stranger in my hometown
Lap dog

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Duarte Group, Chris - blue velocity [2007]
Unglaublich, was dieser "Hexer" aus seiner "Strat" für eine Power herauskitzelt! Die Chris Duarte Group mit enem vor Kraft, Biß, Feuer, Intensität und Dreck, aber auch vor Gefühl und Inspiration nur so strotzenden Bluesrock "Hammer"-Album, das den Gitarren-Enthusiasten schier den Atem raubt! Grandios! "Blue velocity" ist bereits das fünfte Album des aus San Antonio/Texas stammenden, mittlerweile allerdings in Atlanta/Georgia lebenden Mannes - und es ist, bei all den starken Vorgängern kaum zu glauben, der Aufbruch Duarte's in eine neue musikalische Dimension! Mit einer bärenstarken Rhythmustruppe im Rücken (Dustin Sargent am Bass und Damien Lewis an den Drums) besticht der auch in Southern Rock-Kreisen ungemein beliebte Sänger und Songwriter mit durch und durch packendem Songmaterial, das einen von der ersten bis zur letzten Sekunde unwiderstehlich in seinen Bann zieht. Okay, extrem starkes Songmaterial, klasse Sänger - die Basis für ein tolles Album ist also schon mal gegeben - doch was der Mann dazu auf seiner Gitarre veranstaltet, ist einfach der sprichwörtliche "Wahnsinn" und macht das Werk zu einer absoluten "Monster"-Scheibe! Die Saiten glühen, kochen, dampfen! Dabei setzt er eine gewaltige Energie frei, rührt mit seinen ellenlangen, ausgedehnten Soli im Dreck, spielt roh, rau, "heavy" und laut, "hobelt", kratzt und läßt sein Instrument heulen wie eine Meute angriffslustiger Wölfe. Doch niemals geht das Gefühl verloren, schon gar nicht die Transparenz! Voller Virtuosität fegt er über die Saiten, spielt quirlig, durchdacht, verliert sich zu keiner Minute in chaotischen Orgien, bleibt immer eingängig und agiert mit exorbitant hoher technischer Brillanz. Ein wahrer Meister eben, der, wie es scheint diverse Elemente solch großer Kollegen wie Stevie Ray Vaughan (mit dem wird er am meisten verglichen), Johnny Winter, Jimi Hendrix, Eric Johnson, Joe Bonamassa und Warren Haynes problemlos zu seinem ganz eigenen Stil vereint. Die vielen langen Stücke (zweimal um die 7 Minuten, einmal über 8, einmal über 9, einmal über 13 Minuten) bieten jede Menge Gelegenheit Duarte's außergewöhnliches Können in fulminanten Soli zu demonstrieren. Insgesamt dauert die Reise über 74 satte Minuten lang! Ein herrlicher, drückend dreckiger Midtempo-Groove mit starken, fast wie eine hintergründige Orgel klingenden Gitarrenlicks zieht sich durch den jede Menge Southern-Esprit versprühenden, rauen, rockigen Eröffnungs-Blues "Amy Lee" mit seinem feinen, melodischen Refrain. Gleich bei diesem ersten Stück läßt Duarte, neben seiner klasse Gesangsleistung, die "Gitarrenmuskeln" spielen: Mitreißende, kernige Soli und explosive Lead Gitarren-Exkursionen versprühen das pure Bluesrock-Feuer! Man ist gefangen und "berauscht" - und das wird sich bis zum Ende nicht mehr ändern! Flott, dynamisch, irgedwie sogar locker, dennoch "heiß" und voller Power rockt sich die Band anschließend durch den famosen, "rollenden", von leicht funkigen Riffs angetriebenen, einen tollen Texas-/Blues-/Boogie-Drive aufbauenden Knaller "Do it again", natürlich erneut ausgestattet mit diesen kochenden, wieselflinken, dreckigen Gitarrenläufen. Nach dem ebenso starken, über 7-minütigen, swingenden Shuffle-/Boogie-Bluesrocker "Hard mind" (Duarte fliegt nur so über die Saiten, lässt es mächtig glühen, verliert aber nie seine hervorragend strukturierte, prima hängen bleibende Linie), steht ein sensationell starker, zwischen Emotion und alle Dämme brechender Power hin und her schwankender, über 13-minütiger (Heavy)Bluesrock"Killer" auf dem Programm, der fast schon allein die "Kohle" für dieses Album wert ist: "Something wicked" heißt die Nummer, die sich ungemein schwergängig und massiv aus den Lautsprechern windet und unsere musikalischen Sinne unbarmherzig fesselt. Bärenstarker Gesang und ellenlange, nicht enden wollende, aus der puren Glut entspringende Gitarrenläufe rufen eine gewaltige Power ab! Nach dem Stück liegt man mit staunendem Gesicht und offenem Mund geschafft in seinem Musiksessel, doch eine Verschnaufpause gibt's nicht, der nächste Knüller wartet schon: Mit "I'll never know" (krachender Uptempo-Bluesrock, melodisch und kraftvoll) bedient sich Chris Duarte, neben dem später folgenden, southern-rockigen, riffigen "Out in the rain", der ersten von zwei Coverversionen seiner japanischen Freunde von Savoy Truffle (befinden sich beide auf deren Album "Roadhouse boogie"), die er beide mitreißend interpretiert. Ebenso packend kommt er mit dem gigantischen, "brennenden" (Heavy)Slow-Blues "Sun Prairie Blues" (eine Hommage an die californischen Sun Prairie Studios von Cotati, in denen das Album eingespielt wurde), dem straighten Rocker "Never gonna change" oder der mit einem elektrisierenden Hendrix-Flair ausgestatteten, wunderbaren, melodischen Bluesrock-Ballade "R U 4 Real?" rüber! "Intensive High-Energy Bluesrock for the 21st century, that leaves you breathless"! Es ist alles gesagt! Jetzt heißt es nur noch: Genießt diese Werk und "play it loud"!

Art-Nr.: 5129
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Amy Lee
Do it again
Something wicked
I'll never know
R U 4 real?
Out in the rain

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Flynnville Train - same [2007]
Als "straight rockin' and hard hitting Country" charakterisieren sie Ihre Musik in ihrer Band-Biographie, sie gelten bereits als einer der besten Countryrock Live-Acts des Mittel- und Südwestens der USA, Marty Stuart sagte unlängst über sie "They are the real deal! Mark my word, the world will hear about them", Toby Keith hat sie für sein "Show Dog Nashville"-Label unter Vertrag genommen und wir bezeichnen sie einfach mal als eine der besten und vielversprechendsten Southern Country Rock-Bands, die uns in den letzten Jahren begegnet ist: Die Rede ist vom bärenstarken Quintett Flynnville Train aus Kentucky, die mit ihrem, zum Teil übrigens von Kentucky Headhunters-Gitarrist Richard Young produzierten Major-Debut auf "Show Dog" gleich eine absolute "Killer"-Scheibe voller Southern Rock-Feuer abliefern! The Kentucky Headhunters treffen auf Dan Baird's Georgia Satellites und George Jones, so in etwa könnte man sich ihre fulminante Mucke vorstellen! Als wir vor einiger Zeit bereits ihr 2003 im Eigenvertrieb erschienenes Debut in unserem Programm anboten (5 Tracks davon sind auch auf dem nun erhältlichen Major-Debut enthalten), hatte bis zu diesem Zeitpunkt wohl kaum jemand der erlauchten New Country-/ Southern-/ und Countryrock-Gemeinde Notiz von dieser "geilen" Truppe genommen, doch das Teil schlug bei unseren Kunden ein wie eine Bombe. Inzwischen ist die Scheibe längst ausverkauft und partout nicht mehr zu bekommen, doch, wie gesagt, die verdiente Major-Veröffentlichung ist nun endlich da und Flynnville Train sind auf dem Sprung die Countryrock-Welt Nashville's gewaltig aufzumischen. Vor rund 2 Jahren wurde Toby Keith durch die "Booking Agency" der Kentucky Headhunters, gleichzeitig auch Keith's Agentur, ein Demo von Flynnville Train "zugespielt", anschließend erlebte er die Band live. Völlig aus dem Häuschen, noch "im Taumel der Begeisterung", nahm er sie sofort für sein Label unter Vertrag. Was sollen wir sagen? Der Mann hat das richtige Händchen und vor allen Dingen einen klasse Geschmack! Flynnville Train, daher auch der Name, werden "angeführt" durch die Brüder Brian (ein toller Sänger mit einer großartigen, klaren, sehr kraftvollen Stimme) und Brent Flynn (exzellenter Lead-Gitarrist und Background-Sänger)! Weiterhin an Bord: Jeremy Patterson (Zweiter Gitarrist), Wes Robinson, mittlerweile ersetzt durch Tim Beeler (Bass) und Tommy Bales (Drums) - alles erstklassige Musiker, die ihr Handwerk wahrlich verstehen! Ihre vorwiegend von einem herzerfrischenden Drive angetriebene, durch ein immenses Southern Rock-Flair gekennzeichnete, knackige, satte, "saftige" honky-tonkin' New Country/Countryrock-Musik wird vorwiegend von einem fetten Gitarrensound, straighten Rhythmen, dem bereits erwähnten, hervorragenden Gesang und sich geradezu in den Gehörgängen festbeißenden, wunderbaren Melodien geprägt! Manchmal wird das Ganze noch durch feine Fiddle-/Steelguitar-/ oder klimpernde Piano-Ergänzungen aufgelockert. Rockiger "Grit" und rootsige Ursprünglichkeit treffen auf herrlich klare, Nashville-Countrylinien! Das erinnert immer wieder an die frühen Kentucky Headhunters (mit denen sie im übrigen sehr gut begreundet sind), als diese seinerzeit in Nashville mit ihrem geradlinig rockenden, aber dennoch sehr traditionell verwurzelten, southern-fueled Countrysound für Furore sorgten. Also hinein ins pure Vergnügen: Los geht's mit dem furiosen, mächtig Dampf und Stimmung machenden, klasse rockin' Honky Tonk-/Roadhouse-/Party-/Country-Kracher "Last good time", der gleich mit jeder Menge Headhunter'scher und Georgia Satellite'scher Southern Rock-Würze die straighte Marschrichtung der Truppe vorgibt, dabei aber jederzeit klar und deutlich auf traditionell verwurzelten Countrypfaden bleibt. Toller Auftakt, wie sich's gehört, im Break mit einem glühenden, satten Gitarrensolo! Fette E-Gitarren bestimmen auch die anschließende, sehr melodische Hi-Energy Southern-/Countryrock-Ballade "Nowhere than somewhere" (klasse Lead-Gitarren), ehe mit dem bravourösen, fett und riffig rockenden, dabei prächtig ins Ohr gehenden, voller einzigartigem Twang steckenden, southern-rooted Countryrock-Hammer "Truck stop in the sky" der "Flynnville Train" endgültig "auf Betriebstemperatur" ist. Die Nummer dürfte, in allerbester KHH-Manier, alle Cowboys, Trucker und Biker sämtlicher entlegener Roadhouses entlang der staubigen Pisten des Südwestens der USA in absolute Hochstimmung versetzen. Da geht die Post ab! Toller Gesang, satte Gitarren, klasse Solo, krachende Rhythmen und eine prächtige Melodie bilden eine vorzügliche Einheit, die den schmalen Grat zwischen rauer, wilder, ungezügelter Freiheit und eingängiger Harmonie perfekt trifft. Saustark! Und sie legen in puncto Power gleich noch ein paar Kohlen nach: "Tequila Sheila" rockt mit "Killer"-Riffs und verbreitet erneut jede Menge gute Honky Tonk-Laune! Hier können sich alle "Tequila-drinkin'" Cowboys auf der Tanzfläche mal so richtig austoben und nach Herzenslust "abrocken"! Die Nähe zu den Kentucky Headhunters ist erneut frappierend. Klasse E-Gitarren-Solo! Es folgen eine herrliche Fiddle- und Steel-getränkte Coverversion des Beatles-Klassikers "Baby's in black", sowie der kochende, Slide-dominierte (starkes Solo) Southern-/Country-Rocker "Tell Mama" und die bärenstarke, massive Southerrock-Ballade "Redneck side of me", die, vollgepackt mit ordentlich Dampf produzierenden Electric-/Slide-guitars (tolles "screaming" Solo inklusive mit klasse Double Lead-Ansätzen), exakt an der Schnittstelle zwischen Lynyrd Skynyrd, Van Zant und Montgomery Gentry zu liegen scheint. Dann eine absolute Knüller-Nummer, die als mächtiger "Abräumer" bei ihren Live-Shows gilt: "High on the mountain" ist ein gnadenlos starker, voller Appalachian-Feeling steckender Country-fueled Southern-Rock-Stomper mit tollen, vielschichtigen E-Gitarren. Wow, was versprüht dieser Song für eine Country-Frische, ein Southern Rock-Flair und eine Power gleichermaßen! Dazu diese Traum-Melodie und der großartige Harmonie-Gesang! Irre stark! Es folgt noch der klasse "Blue collar"-Redneck-/Honky Tonk-Countryrocker "Red nekkid", ehe dieses famose Album mit einer überschäumenden, gnadenlos abgehenden Version von Jimmy C. Clark's Honky Tonk-/Rock'n Roll-/Party-Heuler "Honky Tonk jail" (hämmernde Piano-Attacken, glühende Slidguitar und fulminante E-Gitarren) genauso großartig endet, wie es 10 Stücke zuvor begonnen hatte. Spielfreude, eine immense Frische, erstklassige musikalische Kompetenz - die "Flynns" und ihre Freunde fegen voller Elan in die manchmal viel zu lethargische Country-/Southern-Countryrock-Welt und blasen zum Sturm auf Nashville! Das ist mitreißender, völlig freier, zwangloser, dennoch ungeheuer ausgereifter, hochgradig beeindruckender, mächtig Laune machender honky-tonkin', southern-rooted Country-Rock, "that kicks your ass"! Wir sind begeistert! "Flynnville Train is on the roll"....

Art-Nr.: 5184
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Fogerty, John - revival [2007]
John Fogerty's neues Album ist eine geradezu traumhafte Hommage an vergangene, goldene Creedence Clearwater Revival-Tage! Genau so würde diese legendäre Band wohl heute klingen! Nach nur wenigen Sekunden, die man von den neuen Stücken gehört hat, kommen einem die alten CCR-Hits in den Sinn. Einfach herrlich! Ein Album, das die Fogerty-/CCR-Anhänger begeistern wird!

Art-Nr.: 5265
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Gill Band, Cody - boxcars [2007]
Tolles Debüt einer weiteren, ganz hervorragenden, jungen "Red Dirt"-Band aus Stephenville/Texas, produziert von Mike McClure in den berühmten Cedar Creek Studios in Austin! Herrliche, rootsige Red Dirt-/Americana-/Countryrock-Musik, durchzogen von wunderbaren Melodien, locker, knackig, staubig, nie hektisch, erdig, würzig, angeraut, und sich doch so flüssig und geschmeidig ihren unaufhaltsamen Weg in unsere solch wunderbare Klänge begeisternd aufnehmenden Ohren bahnend! Ja, dieser Mike McClure, eine der zentralen Figuren der "Red Dirt"-Bewegung, hat sich in den letzten Jahren mit viel Gespür, neben seiner erfolgreichen Tätigkeit mit The Great Divide und der Mike McClure Band, einen großen Namen als Förderer und Produzent für die vielen großartigen, jungen Talente der Szene gemacht. Cross Canadian Ragweed, und aus der jüngeren Vergangenheit Darren Kozelsky und die Tyler McCumber Band sind nur einige der grandiosen Acts, die er produktionstechnisch betreut. Und in diese Reihe kann sich die Cody Gill Band mit Glanz und Glorie einreihen, denn sie bewegen sich kompetent und selbstbewusst, neben den bereits erwähnten Kollegen, im Fahrwasser solcher Bands wie Wade Bowen, Buster Jiggs, Micky and The Motorcars, der Eli Young Band, Stoney LaRue und vor allem eben der Mike McClure Band, ohne dabei jedoch wie eine "hausbackene" Kopie zu klingen. Im Gegnteil, das Potenzial dieser Truppe scheint immens hoch zu sein! Bandleader Cody Gill (Lead Vocals, Rhythm Guitar) hatte nach längerem Suchen mit Richie Petronis (Drums) und den Hooper-Brüdern Caleb (Bass, Harmony Vocals) und Zack (Lead Guitar) irgendwannm endlich die für ihn als Frontmann richtige Formation gefunden. Aus zunächst sporadischen Gigs wurde sehr schnell eine feste lokale Live-Größe, und so war ihr CD-Debüt nun die längst fällige, logische Konsequenz. Das prachtvolle Werk beinhaltet 13 Songs, von denen zwölf selbst komponiert sind, eins von dem befreundeten Musiker Cary Swinney. Auffällig, dass sämtliche Stücke immer nur von einer Person allein kreiert wurden, sich alle Musiker aber mindestens einmal eingebracht haben, wobei den Löwenanteil natürlich von Cody geschrieben wurde. Zur musikalischen Umsetzung stellte McClure, neben sich selbst (Guitars, Piano), noch vier weitere exzellente, sehr namhafte Ergänzungsmusiker zur Seite (die texanische Steeguitar-Legende Lloyd Maines, Tastenkünstler Rylie Osborne, Backgroundsängerin Amanda Brown und Harmonikaspieler Jake Akins), die hervorragend mit dem Sound des Quartetts harmonieren. Vom eröffnenden locker, flockig aber knackig und würzig dahingroovenden, traumhaft melodischen "Repeat" mit seinem markantem E-Riff und den herrlichen Lead Gitarren-Linien bis zum abschließenden, southern-rockigen "Buckle Bunny" (mit dezentem "Gimme Three Steps"-Skynyrd-Flair) werden alle Register der "Red-Dirt"-/Roots-/Countryrock-Schiene gezogen. Markant dabei Gill's großartige, angeraute, aber überaus angenehme Stimme, die der von Mike McClure zum Teil frappierend ähnelt (man könnte fast meinen, die beiden seien Brüder - im Sinne der musikalischen Seelenverwandschaft sind sie das ja auch...)! Zack Hoopers E-Gitarren-Riffs und -Soli (in jedem Lied) weisen einige Parallelen zur Eli Young Band auf. Einzelne Stücke herauszuheben fällt sehr schwer, weil es keinen einzigen Aussetzer gibt und ein durchgehend hoher Level gefahren wird. Nicht zuletzt auch ein Verdienst der bereits erwähnten Gastmusiker, die mit ihrem exzellenten Können glänzende Akzente setzen: Akins brilliert bei "Can’t Let Her Go", einem Stück, das an eine Mischung aus Randy Rogers Band und The Marshall Tucker Band erinnert, mit quäkigen Harp-Einlagen, Maines hat bei der tollen Country-/Countryrock-Nummern "Beacon In The Night" (fast wie eine texanische Antwort auf "Tequila Sunrise" von den Eagles) und "Drink Tonight" am Dobro und an der Steel Gitarre seine filigranen Auftritte, Osborne verleiht dem rockigen "Love Is Never Caged" mit fulminantem Orgel-Spiel ordentlich Volumen, während Amanda Brown bei diversen Tracks mit vornehmer Zurückhaltung punktgenau mit Gill’s Gesang harmoniert. Erwähnenswert auch das fette und oftmals gut heraushörbare Bass-Spiel von Caleb Hooper. Der bullig und ehrgeizig wirkende Bandleader Cody Gill erweist sich nicht nur äußerlich (sieht fast aus wie eine Kreuzung aus Randy Rogers und Stoney LaRue) als Energiebündel. Fazit: Die äußerst talentierte Cody Gill Band liefert mit ihrem Debüt "Boxcars" erdige, rootsige und staubige "Red Dirt"-/Americana-/Countryrock-Mucke von höchster Qualität ab, wie sie in ihrer Melodik, Eingängigkeit und Faszination eben nur im Raum Texas/Oklahoma zu finden ist. Das nächste "ganz heiße Eisen" der Szene! Einfach klasse! Weiter so, Jungs! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5057
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Repeat
Can't let her go
Beacon in the night
My place
In the middle
Drink tonight

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Great Caesar's Ghost - means to an end [2008]
"One of the most talented jam bands to recently emerge on the scene!" Saustarke Jamrock-Truppe mit vielen Southern-/Roots-/Jazz-/Psychedelic-/ u. Blues-Bezügen, die auch gerne mal Material von The Allman Brothers Band, Grateful Dead und alten Bluesgrößen covert, um diesen Songs ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Das renommierte Allman Brothers-Fanzine "Hittin' The Note" ist bereits voll des Lobes und "pusht" die Truppe gewaltig - vollkommen zu Recht, wie wir finden! Und wenn diese "Allmans-Bibel" der Meinung ist, dass Great Caesar's Ghost die Allman Brothers-Nummern in einer Art und Weise covern, dass sie nehezu genauso interessant sind, wie die Origenale ("there are not many bands talented enough to cover Allman Brothers songs much less make them interesting compared to the originals. But this band does and really caught our attention. Now they have come out with a new CD of 5 originals and 5 covers that is their best effort yet"), dann muß einfach etwas dran sein! Great Caesar's Ghost kommen aus Long Island /New York, doch sie klingen, als wären sie in den Südstaaten beheimatet. Old Union, Tishamingo, New Monsoon und Widespread Panic sind alles Kollegen, die in etwa auf einer Wellenlänge mit den "Ghosts" liegen, doch auch Einflüsse von Pink Floyd und diversen Blueslegenden wie Johnny Winter, dessen "Mean town blues" sie hier hervorragend covern, oder Stevie Ray Vaughan sind deutlich spürbar, verbunden mit der Lockerheit und den Jam-Neigungen von Grateful Dead und vor allem aber auch dem Southern Rock-Flair von The Allman Brothers Band. Aus all diesen Zutaten braut sich das Sextett seinen ganz eigenständigen, unverkennbaren Stil zusammen, der ihnen diese immense Aufmerksamkeit in der Szene verschafft. Und die Fanbase wächst stetig! Das ist kein Wunder bei solch großartigem Songmaterial und solch exzellenten, mit großer Virtuosität gesegneten Musikern! Vornehmlich bestimmt wird der Sound durch das exquisite Zusammenspiel der beiden Top-Gitarristen Ray Penney und Larry Schmid, gleichzeitig auch ein klasse Sänger, dessen Stimme (Vibe) zuweilen so etwas wie ein "Pink Floyd/David Gilmour in the South"-Appeal aufweist. Dazu gesellen sich die ausgeklügelten Orgel- und Piano-Passagen des hervorragenden Keyboarders Keith Hill, sowie, und das macht die Sache auf eine äußerst angenehme Art und Weise zusätzlich spannend, das sehr reizvolle und bestens integrierte Saxophon- und Flötenspiel von Mario Cruz. Bassist Larry Hunter und der großartige Drummer Ed DiCapua sorgen für eine herrlich groovende Basis, die zuweilen durch einen zweiten Percussionisten (Shawn Murray) verfeinert wird. Wie gesagt, es handelt sich bei den Leuten von GCG ausschließlich um mit aussergewöhnlichem Talent gesegnete Musiker, die sich durch ihr ausgedehntes Touring zudem blind verstehen. Einen gewissen Live-Charme haben sie hervorragend ins Studio transportiert. Die Musik hat Feuer, strahlt aber auch eine zwanglose Lockerheit und Leichtigkeit aus. Trotz aller Jam-Neigungen legt die Band ungeheuren Wert auf das Songmaterial und gewisse Strukturen, was sie hervorragend umsetzen. Das Zeug bleibt prima hängen, besticht zum Teil mit einer wunderbaren Melodik. Trotzdem bleiben die Freiräume für ausgedehnte Improvisationen und Soli (die Gitarrenläufe sind von Allerfeinsten), bei denen die Musiker ihre ganzes Klasse demonstrieren können, erhalten. Ein herrlicher Percussion-Groove und dreckige, würzige Gitarren-Riffs und -Licks begleiten den prächtigen Opener "Let it go", ein toller, Southern-fueled Jamrocker, dessen starke Saxophon-Fills für zusätzliches Feuer sorgen. Dezentes Psychedelic-Feeling! Was für ein starker Auftakt mit tollem Zusammenspiel der beiden Gitarristen und dem Saxophonist Mario Cruz! Doch mit dem wundervollen, ungemein melodischen und lockeren "Coming home" setzen sie gar noch einen drauf! Großartig, wie sich diese mit viel The Allman Brothers Band-/Dickey Betts-Flair und Retro Countryrock-Feeling ala The Marshall Tucker Band ausgestattete Nummer in unsere Ohren schleicht. Starkes Slide-Gitarrenspiel, tolle Percussion-Basis - und gegen Ende noch ein grandioses, rootsig würziges, locker aus dem Handgelenk gespieltes Gitarrensolo von Penney! Erste Sahne! Jazzig und psychedelisch, voller Seventies-Spirit und schönem "early Pink Floyd"-Flair präsentiert sich die Truppe bei dem starken, 7-minütigen "Me and bird"! "Schwebender" Gesang, klasse Slide-Nuancen, hervorragend passende Saxophon-Ergänzungen, ein prima Refrain und viel Jam-Groove bilden eine großartige Einheit! Dreckige, bluesige Southern Rock-Riffs ziehen sich durch das anschließende, locker groovende, dennoch sehr würzige "These blues", ausgestattet mit glühenden Slide-Linien und viel Spielraum für ausgedehnte Gitarren-Jammings, die man live sicher hingebungsvoll auslebt. Einen Studio-Vorgeschmack darauf bietet das fette Wah Wah-Solo am Ende des Stückes! Saustark! Nach einer exzellenten, gut 7-minütigen Instrumental-Version von Jeff Beck's "Definitely maybe" mit faszinierendem Twin Gitarren-/Saxophon-Zusammenspiel, einer wunderbar entspannten, melodischen Fassung des Jackson Browne-Klassikers "These days" und dem locker groovenden, herrlichen Allmans-/Dickey Betts-like Southern-/Jamrocker "Seeds and stems" (feine Twin-Licks, glühendes Gitarren-Solo), setzen sie zu einer hinreißenden 12 Minuten-Version des Grateful Dead-Klasskers "Bertha" an, der dem Original in nichts nachsteht, ja es vielleicht sogar in den Schatten stellt! Voller Hingabe machen sie aus dem Stück einen vollkommen lockeren, lupenreinen Southern Rocker mit traumhaften Gitarrenlinien (irgendwo zwischen Dickey Betts und Toy Caldwell) und dem klasse Flötenspiel, der The Allman Brothers Band und The Marshall Tucker Band weit näher ist, als den Grateful Dead! Famos! Den Abschluß des Albums bildet schließlich eine klasse Fassung von "Les Brers In A Minor" (Allman Brothers)! Great Caesar's Ghost mit einem famosen Werk auf dem Weg in die "belle etage" der (Southern)Jamrock-Szene! Das "Hittin' The Note"-Fanzine und all die anderen grandiosen Reviews aus den Staaten irren nicht - diese erstklassige Truppe wird uns noch viel Freude bereiten!

Art-Nr.: 5759
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Let it go
Coming home
These blues
Seeds and stems
Bertha
Mean town blues

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


|| Weiter