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Back Door Slam - roll away [2007]
Überragend! Ein "Killer"-Album! Packend! Die Musik der Siebziger ist "alive and well"! Es geht nicht anders, als zu Beginn unseres Reviews ein paar Presse-Zitate zu bringen, denn wer auch immer von der schreibenden Zunft einmal mit dieser Band konfrontiert wude, den scheint es, genau wie uns, "gepackt zu haben": "I heard the spirit of Jimi Hendrix" (Patrick McDonals/Seattle Times), "A red hot young trio, specializing in gritty blues-rock with unexpected conviction and authority for someone so young" (George Varga/San Diego Tribune), "This album is a grenade launcher; it's an incendiary device, it's a melodic, melancholy, effervescent cannon ball set of music" (Jason Hood/Time Out Music) usw.! Und Leute, bei dieser Truppe kann man schon ins Shcwärmen geraten: Die Rede ist von Back Door Slam, einem blutjungen Trio von der Isle Of Man um den famosen, gerade mal 20 Jahre alten Sänger und Gitarristen Davey Knowles (der Bursche klingt "like the precocious nephew of the late Stevie Ray Vaughan and Rory Gallagher"), das aber mit einer Klasse und Versiertheit aufspielt, als handele es sich um "alte Haudegen" aus den frühen Siebzigern mit zig Jahren Erfahrung auf dem Buckel! Das ist die eine Seite, die andere ist ihre zwanglose, jugendliche Unbekümmertheit, die das Material, obwohl so retro, in einer wunderbaren Frische erscheinen lässt. Musikalisch überaus ausgefuchst und kompetent, ja geradezu brilliant, haben sie sich dem klassischen Bluesrock jener goldenen Siebziger-Tage verschrieben und präsentieren mit "Roll away" ein mitreißendes Album mit deutlichen Referenzen an solche Größen wie Free, Bad Company, Led Zeppelin , Cream, Ten Years After, Peter Green's Fleetwood Mac, B.B.King, Howlin Wolf, Hendrix und Stevie Ray, ohne dabei ihre Eigenständigkeit je aus den Augen zu verlieren. Krachenden, kochenden, schnörkellosen, straighten Rockern und ungemein inspirierten Bluesnummern, steht die ein oder andere hinreißende, bluesige, auch mal mit einem dezenten Folk-Touch versehene, progressiv angehauchte Classic Rock-Ballade gegenüber. Klar im Mittelpunkt steht der bereits erwähnte Songwriter (bis auf ein ein grandioses, groovendes,"rollendes", dreckiges Cover von Blind Joe Reynolds' "Outside woman blues" stammen alle Songs aus seiner Feder), Sänger (tolle Stimme mit sehr viel Gefühl) und begnadete Gitarrist Davy Knowles, dem man bereits attestiert: "Hier wächst ein neuer 'guitar-hero' heran"! Seine voller Virtuosität und Vielseitigkeit steckenden Giatrrensoli sind ein wahrer Ohrenschmaus! Doch Knowles, und das macht eben eine solch klasse Band aus, weiß auch mit Drummer Ross Doyle und Bassmann Adam Jones eine bestechend gut arbeitende Rhythmusfraktion hinter sich, auf die er sich zu jeder Sekunde verlassen kann. Bärenstarkes Songmaterial! Sehr variabel arrangiert, hin und wieder schöne, viel Spannung aufbauende Wechsel zwischen "laut" und "leise"! Prächtige Melodik! Bluesige, dampfende Riffs im Geiste von Hendrix, glühende Gitarrelinien und -soli, wie auch die Spuren eines Alvin Lee, Stevie Ray Vaughan und jungen Clapton vereinen sich in dem von tollen Rhythmen und knisternder Spannung geprägten "driving" Bluesrocker "Come home", der den grandiosen Auftakt dieses Meisterwerks bildet. Man mag es kaum glauben, dass dies ein Song aus dem Jahre 2007 ist, so authentisch verwurzelt ist er in den Late-Sixties oder frühen Siebzigern. Und genaus dieser Eindruck zieht sich durch das gesamte Album! Es geht weiter mit dem famosen "Heavy on my mind", einem erdigen, straighten, klassischen Rocker, durch den sich Zeppelin-'sche Riffs, ein deutliches Cream-Flair und ein wunderbares Blues-Feeling ziehen, gewürzt mit einem wieselflinken, tierischen, fetten Gitarrensolo Knowles'! "Gotta leave" dann wiederum ist ein geradezu traumhafter, genauso entspannt und relaxt wirkender, wie inspirierter, von glühenden, ausgedehnten, variablen, glückseeligen Gitarrenläufen durchsetzter Slow-Blues und mit dem akustisch/elektrisch arrangierten, getragenen "Stay" gelingt ihnen eine, von einem schönen psychedelischen Retro-Progressive-Feeling durchzogene, mystisch und dramaturgisch anmutende, epische Seventies Ballade, die aus einer ganz frühen, gemeinsamen Session der Moody Blues und Led Zeppelin's entsprungen sein könnte. Brodelnde Grooves und Rhtyhmen bestimmen dann wieder das dreckig und satt rockende, mit fetten Gitarrenläufen garnierte "Too late", während man das phantastische "It'll all come around" wohl als eine der besten Bad Company-Nummern bezeichnen muß, die Paul Rodgers & Co. in ihrer Blütezeit nie geschrieben haben: Straight, simpel, knackig, rau, bluesig, melodisch, gespickt mit herrlich flinken, würzigen Gitarrenläufen! Wunderbar auch die herrlich ins Ohr gehende, leicht folkig angehauchte Retro-Classic Rock-Ballade "Too good for me", die mit ihren exzellenten Mandolinen- und Lap Steel-Fills (ebenfalls Davy Knowles) gar eine Brücke in zeitgemäße Roots-/Americana-Gefilde zu schlagen scheint! Den Abschluß des Albums bildet dann wieder ein richtiger Kracher, nämlich der kochende, mit tollem Gesang und fulminanten Gitarrenläufen aufwartende, drückende Bluesrocker "Real man"! Es ist alles gesagt zu Back Door Slam - nur noch so viel: Solche Bands sichern den Geist der Siebziger in der heutigen (Blues)Rockmusik! Noch einmal: Überragend!

Art-Nr.: 5087
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Come home
Heavy on my mind
Gotta leave
It'll all come around
Too good for me
Real man

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Blue Rodeo - are you ready [2005]
Sie feiern in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bandjubiläum, und da lassen sie sich mit ihrem zehnten Studioalbum nun wirklich nicht lumpen! Kanada's Vorzeige-Rootsrock/-pop-, Americana-, Alternate Countryrock-Band Blue Rodeo legen nach dem etwas verkorksten und allzu experimentellen 2002er-Werk "Palace of gold" nun mit dem fantastischen "Are you ready" wieder einen, dem Anlaß entsprechenden, standesgemäßen Genre-"Ober-Knüller" vor, der sämtliche Blue Rodeo-typischen Tugenden und Attribute, die wir so sehr lieben, vorzüglich in sich vereint. So gut haben wir sie schon lange nicht mehr gehört! Schon das ungemein freundlich gestaltete Cover, das einen von in saftigem Grün leuchtenden Büschen und Bäumen umsäumten Weg in Richtung "Blue Mountains" zeigt, vermittelt eine tiefe, ungetrübte Frische, Natürlichkeit und unberührte Reinheit, so wie es die gesamte Musik auf diesem großartigen Album eben auch tut. Klar, sauber, weich und sehr harmonisch, durchzogen von unwiderstehlich schönen, zuweilen regelrecht Gänsehaut erzeugenden Melodien, fließen diese lockeren, flockigen Songs in unsere Gehörgänge und hinterlassen ein "sonniges" Gefühl der Glückseligkeit. Doch wenn es sein muß, können Blue Rodeo auch mal richtig kantig und dreckig rocken. Vielleicht könnte man sie im weitesten Sinne als so etwas wie die kanadischen Jayhawks bezeichnen, wobei sie über die Jahre hinweg in einzigartiger Weise jedoch einen ganz eigenen Stil entwickelten, der sowohl Elemente solcher Künstler wie The Band, Gram Parsons, der Nitty Gritty Dirt Band, Poco, New Riders Of The Purple Sage und in Ansätzen auch von country-orientierten Grateful Dead enthält, als auch mal einen dezenten britischen Akzent verarbeitet. Sogar ihrer leicht jammigen, psychedelischen Hippie-Ader lassen sie zuweilen freien Lauf, wie bei dem genialen, etwas bluesigen, einerseits völlig entspannten, dann aber auch mal kräftig zupackenden, schwebenden, mit starken Bläsern angereicherten, über 6-minütigen "Tired of pretending". Doch alles ist sauber strukturiert, besticht durch diese klaren Konturen und erfüllt uns mit einer einzigartigen Melodik! Insgesamt betont "Are you ready" jedoch wieder sehr viel deutlicher die Countryrock-Seite der Band als dies zuletzt der Fall war - und das ist gut so, denn dort liegen die größten Stärken von Blue Rodeo. Was strahlen diese Songs und die herrlichen Gesänge von Jim Cuddy und Greg Keelor für eine Wärme und Harmonie aus! Doch das Album beginnt zunächst mit zwei verhältnismäßig fetzigen, rauen, großartigen Rootsrock-Nummern, bei denen, vor allem durch die knackigen, an die Sixties-angelehnten Beat-Rhythmen, ein dezentes, britisches Flair auszumachen ist. Das ist zuerst das froh gelaunte "Can't help wondering why", gefolgt von dem rotzigen, gar mit einem leichten Retro-Rockabilly-Einschlag versehenen, dynamischen, eckigen, aber von einer tollen Melodie bestimmten Titelstück "Are you ready", gespickt mit dreckigen, lauten Lead-Gitarren! Stark! Und dann folgt die erste dieser ganz wundervollen, unwiderstehlichen, wohligen, so weich dahin fließenden, traumhaft melodischen Americana-/Countryrock-pop-Songs, wie man sie in dieser Klarheit und Frische wohl nur von Blue Roedeo zu hören bekommt. Hinreißend! "Rena" heißt diese wundervolle Huldigung Jim Cuddy's an seine Frau, in der man die ganze Wärme und Nähe spürt, die Mr. und Mrs. Cuddy verbindet. Leicht an Grateful Dead erinnernde Gitarren-Licks, ein glasklarer Sound, tolle Mundharmonika-Fills ala Nitty Gritty Dirt Band, ein herrlicher Twang, dieser flockige Rhythmus... - alles fließt vollkommen locker in unsere sowohl kritischen als auch verwöhnten Roots-/Americana-/Countryrock-Ohren und hinterläßt dort eine tiefe Furche beeindruckender Countryrock-Harmonien, die einen nicht mehr los lassen! Und es geht so weiter: Mit "Up on that cloud" folgt die nächste "Killer"-Nummer! Herrlicher, flotter, klarer, lockerer, von toller Mandoline und transparenten, sauberen E-Gitarren dominierter, lässiger Retro-Countryrock, der einmal mehr eine immense Frische ausstrahlt. Was soll man zu den folgenden Songs noch ausführen? Ob die wunderschöne, mit sauberen Acoustic- und E-Gitarren instrumentierte, Retro Countryrock-Nummer "I will", das mystische, etwas psychedelisch veranlagte, mit einem keltischen Einschlag versehene, folkige "Phaedra's meadow" (Gast an "Tin Whistle" und "Uilleann Pipes" ist Chieftain's Paddy Malone), der flockige Country-/Rootsrocker "Runaway train", das wundervoll melodische, wieder von einer herrlichen Gitarren-Reinheit umgebene, frische "Stuck on you", oder der wunderschöne, flockige Countryrocker "Finger lakes" mit den feinen Steelguitar-Klängen - die Jungs leisten sich nicht die Spur eines Aussetzers! Im Diskussionsforum der Band-Homepage wird sehr viel über das Album kommuniziert, wobei besonders auffällig ist, daß, wenn es um die Frage der Lieblingssongs des Album geht, die Fans sehr unterschiedlicher Auffassung sind. Es werden immer wieder andere Titel zu den Favoriten erkoren, was ein eindeutiger Beweis für die ausgewogene Qualität und das durchweg hohe Niveau von "Are you ready" ist. Für uns hat die Scheibe ganz einfach 12 Lieblings-Songs - klare Sache! Ein bärenstarkes Teil! Blue Rodeo präsentieren sich zu ihrem 20-jährigen Bestehen in einer Traum-Verfassung! Möge dies noch lange anhalten...

Art-Nr.: 3569
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Are you ready
Rena
Up on that cloud
Finger lakes
Tired of pretending

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Brooks & Dunn - cowboy town [2007]
"Möge ihnen diese Klasse nie abhanden kommen", wünschten wir ihnen am Ende unseres Reviews zum großartigen "Hillbilly deluxe"-Album, das mittlerweile zum best verkauftesten Brooks & Dunn-Album der letzten 10 Jahre avancierte. Nun, zwei Jahre später, liegt der heiß erwartete Nachfolger "Cowboy town" in unserem CD-Spieler - und was sollen wir sagen?.. - Jawohl! Und wie sie ihre Klasse beibehalten... - einfach phantastisch! Das Werk ist erneut eine dermaßen starke Vorstellung der Beiden, dass man seinen Cowboyhut, in Verbindung mit einer respektvollen Verbeugung, schon mal in höchster Anerkennung ziehen darf. Erfrischend, lebendig, voller jederzeit rüberkommender Lust ihr temperamentvolles New Country-Feuer aus sich rauszulassen, präsentieren sie sich in herausragender Verfassung - und das nach den gigantischen Erfolgen der Vergangenheit. Man ruht sich nicht aus, sondern bricht auf zu neuen Höchstleistungen. "Cowboy town" ist sowohl sehr abwechslungsreich, als auch äußerst "rockig" ausgefallen. "Smoking guitars and pounding drums" bilden weitgehend den Rahmen der überaus satten Arrangements. Teilsweise spürt man ein feines Southern(rock)-Flair! Herrliche, fette E-Gitarren dominieren die mit viel "Schmackes" ausgestatteten Songs, garniert mit wohl dosierten Piano-/Orgel-Klängen, Fiddles und Steelguitars. Das ist zeitlos, das ist modern, das ist traditionell, das rockt, das hat Pep, das ist die pure "Wild West Outlaw-Power" - und bei alledem ist es immer "real Country"! Irre, wie selbstverständlich sie immer wieder "ihren Draht" zu außergewöhnlich starkem Songmaterial finden, sei es selbst komponiert, oder von anderen Songwritern zur Verfügung gestellt. Es passt einfach alles, schwache Songs sind komplette Fehlanzeige! Eine traumhafte, fett rollende Hammond Orgel bildet das Intro zu der mitreißenden Eröffnungsnummer "Cowboy town", dem Titelstück! 20 Sekunden später setzen "krachende" Drums, treibende Bassläufe, powernde E-Gitarrenriffs und satte, würzige, mächtig Staub aufwirbelnde Lead Gitarren ein, Ronnie Dunn's unwiderstehlichher Gesang kommt hinzu, eine tolle Melodie... - wie aus einem Guß schraubt sich dieser knackige, erdige, eine Menge Southern-Esprit versprühende (starke Slide) Countryrocker in unsere Gehörgänge! Man kann diesem einzigartigen Brooks & Dunn'schen "Wild West-Feeling" in keinster Weise widerstehen! Willkommen in "Cowboy town", wo ein simples und raues Leben, "bibles and beer", böse Jungs und leichte Mädchen, "trucks and saddles", herber Whsikey und dreckige Boots an der Tagesordnung sind, wo aber das Wort eine Mannes mehr zählt als alles andere! Ein "Killer"-Auftakt! Der nächste Hit (im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Nummer ist in hastigen Schritten auf dem Weg an die Spitze der Charts) folgt auf dem Fuße: Ähnlich gestickt wie der Opener, also mit viel "Saft" und in einem tollen Gitarrengewand, "fegt" das prachtvolle "Proud of the house we built" aus dem Lautsprechern und leitet uns genauso kernig wie melodisch zu dem folgenden, mit viel Fiddle, Steelguitar ind erstklassigem E-Gitarren-Picking ausgestatteten, lupenreinen. kraftvollen Honky Tonk-/Outlaw-/Redneck-Country-Heuler "Johnny Cash junkie (Buck Owens freak)" über, der nicht nur den im Songtitel genannten Legenden zur Ehre gereicht, sondern ein wunderbares Bekenntnis der Einflüsse und Countryroots Brooks & Dunn's im Allgemeinen darstellt. Exzellenten Midtempo New Country, absolut traditionell verwurzelt, aber in das typische, knackige Gewand der Beiden "gehüllt", hören wir mit dem großartigen "Cowgirls don't cry"! Eine tolle Melodie, klasse E-Gitarren, eine zwirbelnde Fiddle, und schöne Steelguitar-Klänge ergänzen sich in perfekter Harmonie zu Ronnie's großartigem Gesang! Eines der vielen weiteren Stücke des Albums mit dem Potenzial der nächste Nr.1-Hit des Duos zu werden! Dann scheint es, als rockten die Rolling Stones den Wilden Westen (fette Riffs, starkes Honky Tonk-Piano, glühende Southern-fueled Slide), so in etwa jedenfalls "bläst" "Put a girl in it" aus den Boxen, ehe mit dem anschließenden "Ballad of Jerry Jeff Walker" das erste von 3 Stücken folgt, bei denen Kix Brooks den Lead Gesang übernommen hat - ein großartiger, knackiger, von prächtigen Gitarren und Steel bestimmter Outlaw-/Honky Tonk-/Texas-Countryrocker, bei dem der gute alte Jerry Jeff Walker, legendäres, Stil-prägendes Country-/Countryrock-Aushängeschild der 70iger-Jahre Austin/Texas-Szene, in paar gelungene Duett-Gesangsparts übernommern hat. Große Klasse! Wie auch der überschäumende, einen mächtige Drive produzierende, rockin' Country-Boogie "Tequila", der coole, moderne Line Dance-Rocker "Drop in the bucket" (erinnert gar ein wenig an Big & Rich), der lustige, satte, riffige, zwischen kräftigen "Achy breaky heart"-like Rhythmen und "ballerndem" Georgia Satellites" Party Southern Rock hin und her schwankende "Chance of a lifetime" bis hin zu dem sehr schön entspannten, aber dennoch kraftvoll gesungenen Schlußtrack "God must be busy", der übrigens einzigen echten Ballade des Albums. Ansonsten geben Brooks & Dunn ihren "Gäulen" mächtig die Sporen und nehmen uns mit auf eine herrliche Reise in "ihre" Stadt "Cowboy town", wo einzig und allein ein Motto zählt: "Let's rock the Country"! Ein baumstarkes Album!

Art-Nr.: 5206
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

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Carter, Deana - the chain [2007]
Deana Carter, Tochter des berühmten Gitarristen Jeff Carter jr., die nach einigen privaten und beruflichen Turbolenzen mittlerweile bei Vanguard Records eine feste Heimat gefunden hat, beglückt uns mit einem neuen Album, das aus reinen Covernummern besteht, die es aber nicht nur aufgrund einer äußerst prominenten Besetzung allesamt in sich haben. Das Werk ist ihrem Vater gewidmet, der ja in seiner langen Karriere mit fast allen Größen des amerikanischen Country (u.a. Willie Nelson, Dolly Parton, Kris Kristofferson, Waylon Jennings), Rock- und Pop-Business (Roy Orbison, Dr. Hook, Bob Dylan, Neil Young etc.) zusammengearbeitet hat. Das interessante an der Geschichte ist, das es Deana gelungen ist, für die ausgewählten Klassiker (an denen ihr Vater damals im Original beteiligt war) viele der alten Recken oder zum Teil schon deren Nachfahren für ihre neuen Interpretationen zu gewinnen, wobei ihr Daddy natürlich bei der Gitarrenarbeit ebenfalls stark eingebunden wurde. Zum anderen wurden die Stücke durch eine eigenwillige, moderne Einspielung (zum Teil mit einigen wohl dosierten technischen Effekten) und eine sehr knackige Produktion aufgepeppt, und erhalten obendrein durch Deana's nicht alltägliche Stimme einen besonderen Reiz. So stechen neben einigen Songs, die von Deana allein am Mikro mit einigen auserwählten Musikern (Kyle Woodring, Glenn Worf, Jeff Carter, Andrea Zonn und die exzellenten Randy Leago und Dan Dugmore) performt werden (u.a. "Crying" von Roy Orbison, "Lay Lady Lay" von Bob Dylan, "TheWeight" von The Band oder "Old Man" von Neil Young) besonders eine ganze Reihe von Duetten hervor. Mit Jessi Colter ("I’m Not Lisa") und Dolly Parton ("Love Is Like A Butterfly") wird sich schon fast in elfenartiger Manier harmonisch ineinandergreifend durch die Lieder gesungen. Bei Sachen, die sie mit gestandenen Ikonen der Countryszene, wie Kris Kristofferson ("Help Me Make It Through The Night"), Willie Nelson ("On The Road Again") und George Jones ("He Thinks I Still Care") vorträgt, bildet ihr hell klingendes
Stimmorgan ein interessanten Counterpart. Klasse auch die von John Anderson stammende und zusammen mit ihm gesungene Fassung von "Swinging", die bluesig in Verbindung mit countrytypischen Honkytonkpiano und starken Harmonies cool und rhythmisch abrockt. Bei "Good Hearted Woman" springt Shooter Jennings für seinen verschiedenen Vater Waylon in fast ebenbürtiger Art in die Bresche. Das wohl markanteste Stück des Albums ist der Simon & Garfunkel-Welthit "The Boxer", bei dem einst Vater Jeff gitarrentechnisch mitwirkte. Paul Simon spielte nun den Ball zurück, zupfte diesmal hier die Akustik-Gitarre und brachte direkt Sohnemann Harper mit ins Boot, der sowohl die E-Gitarre übernimmt, wie auch mit fast heiser wirkender Stimme ein interessantes Doppel mit Deana bildet. Eine schöne Akkordeon-ähnliche Synthie-Einlage und feine Steelguitar-Parts von Dan Dugmore verleihen dem Stück zusätzliches Flair. Insgesamt hat Deana Carter mit "The Chain" eine Kette von unvergessenen, großen Klassikern in einem sehr gelungenen "Modern Country-Pop"-Gewand aneinander gereiht, denen, auch Dank der starken Musiker und dem wunderbar knackig produzierten Sound (die Produktion hat Deana höchst selbst übernommen), auf angenehme Weise neues Leben eingehaucht wird! Prima Idee, prima umgesetzt! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5296
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Cross Canadian Ragweed - mission california [2007]
Das neue Studioalbum der auch in Southern Rock-Kreisen so beliebten Vorzeige-"Red Dirt"-Countryrocker aus Oklahoma ist da - und es erfüllt wirklich alle noch so hohen Erwartungen. Diese Truppe wird einfach nicht "müde" ihren "Hunger" auf so herrlich dreckigen, aber melodischen, von glühenden Gitarren durchzogenen Roots-/Countryrock zu stillen - und die Fans können nicht genug davon bekommen! Erneut ein Knüller!

Art-Nr.: 5216
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Deadstring Brothers - silver mountain [2007]
Zwei Jahre nach dem hervorragenden "Starving winter report" legt diese großartige Rootsrock-Formation aus Detroit einen noch stärkeren Nachfolger vor! Vollgepackt mit Anleihen an die "rootsigen" Stones zu "Exile on Main Street"-Zeiten, riffig bis zum Abwinken, voller herrlicher Gitarren, dreckig, staubig, teils mit einem feinen Southern-Charme, aber auch mit wunderbaren Alternate Country-Bezügen, rockt sich die Truppe durch 11 prächtige Songs! Mittlerweile zum Sextett angewachsen, besticht die Band mit einem schön trockenen, herrlich "rotzigen", satten Sound, der vor alen Dingen von den beiden ausgezeichneten Gitarristen Kurt Marschke (er ist der klare "Kopf" der Band - Sänger, Songwriter, Produzent) und Spencer Cullum (auch Dobro, Pedal Steel, Lap Steel), sowie den prächtigen Piano- und Orgel-Klängen des Keyboarders Patrick Kenneally betstimmt wird. Im Gegensatz zum Vorgänger tritt zudem die einstige Background-Sängerin Masha Marjieh deutlich mehr in den Vordergrund und übernimmt bei gut der Hälfte der Songs mit ihrer prächtigen, rootsig-bluesigen, heißblütigen Stimme den Lead-Gesang (teils im Duett mit Marschke), was der Scheibe umgemein gut tut und der Musik noch mehr "Pfeffer" verleiht! Während die erste Hälfte des Albums weitestgehend von straighten, krachenden, konpromißlosen Rockern geprägt ist (sieht man mal von der traumhaften Ballade "If you want me to" ab), fröhnt die Truppe im zweiten Abschnitt häufig ihren Americana-/Alternate Country-Vorlieben. Somit bildet man auf wunderbare Weise einen "knisternden" Spannungsbogen, der neben der großen Nähe zu den Rolling Stones, von den Faces über The Black Crowes und die Drive-By Truckers, bis zu The Band und Gram Parsons reicht! Und das Zeug bleibt prächtig hängen! Los geht's mit dem vorzüglichen, Energie-geladenen Knaller "Ain't no hidin' love"! Dreckige, kantige Stones-Riffs und ein großartiger Groove (wunderbar unterstützt von einer "rollenden" Orgel-Untermalung) münden in einem Retro-Rootsrocker ohne jeden Schnörkel, der sofort "kickt"! Großartiger, bluesiger, souliger Gesang von Masha! Die bereits zitierten Faces und Black Crowes hinterlassen ihre Spuren bei dem folgenden, kochenden "Heavy load" (klasse Wurlitzer-Untergrund, rotzige Riffs, exzellentes Lead Gitarren-Spiel - hat mächtig "Biß" und "Feuer"), während mit dem anschließenden, schon erwähnten "If you want me to" nun eine hinrei0ende Rootsrock-Ballade ansteht. Und selbst die erinnert an die Rolling Stones! Sachen wie zum Beispiel "Moonlight mile" kommen einem in den Sinn. Was für eine wunderbare Melodie, dazu ein großartiges Acoustic Gitarren-/Hammond Orgel-/Piano-Gewand, immer wieder durchsetzt von würzigen Slide-Licks. Starkes E-Gitarren-Solo im Break! Eine Pracht-Nummer! Es folgt mit dem mächtig Staub aufwirbelnden "Queen of the scene" ein furioser, gewaltig abgehender, Slide- und Piano-getränkter Honky Tonk-/Americana-/Rootsrock-Kracher, irgendwo an der Schnittstelle zwischen den Stones, den Black Crowes und Dan Baird, ehe mit dem famosen"Tennessee sure enough" ein purer, swampiger, rootsiger Blues-/Southernrocker auf dem Programm steht, der gar den North Mississippi Allstars zu höchster Ehre gereicht! Spencer Cullum's grandiose Lap-Steel (Slide) bildet ein glühendes Parallel-Duett zu Masha's "heißem" Gesang! Von den Country-orientierteren Titeln begeistern beispielsweise die exzellente, melodische Ballade "Silver mountain", mit ihrer feinen "Saloon"-Piano-/Mandolinen-/Geigen-/Pedal Steel-Instrumentierung, der ungemein lockere Retro-Countryrocker "You look like the devil" mit seinem schönen Hank Williams-Flair, oder auch die stark an The Band erinnernde, wunderbare, "waltzing" Americana-/Alternate Country-Ballade "The light shines within", die, vor allem hevorgerufen durch das traumhafte Mundharmonika-Spiel von Gast Mickey Raphael (Willie Nelson Band) ein unterschwelliges "Western"-Feeling erzeugt! Zwischedrin wird's dann nochmal richtig "schwül", wenn die Band den brodelnden Acoustic Delta-Blues-/Swamp-Rocker "Rollin' blues" anstimmt! Mit diesem, ihrem mittlerweile dritten Album, etablieren sich die Deadstring Brothers endgültig in der Spitze der aktuellen Rootsrock-/Americana Rock-Szene! Sehr starker Stoff!

Art-Nr.: 5325
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ain't no hidin' love
Heavy load
If you want me to
Queen of thre scene
Tennessee sure enough
The light shines within

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Edmondson, Bleu - lost boy [2007]
Bärenstarkes, drittes Studio-Album des grandiosen texanischen Singer-Songwriters Bleu Edmondson und seiner großartigen Band, das dieser Truppe nun endgültig die Aufmerksamkeit bescheren sollte, die ihr zusteht. "Bleu Edmondson doesn't sing rock and roll; on "Lost Boy" he bleeds it", feiert ein amerikanischer Journalist das neue Werk - und er hat recht. Ungemein authentisch, voller Charisma und mit einem ungeheuren Gespür für atmosphärisches, intelligentes und gleichzeitig eingängiges Songwriting gelingt Edmondson ein regelrechtes Roostrock-"Killer"-Album. Eigentlich ein "Junge" der schier unerschöpflichen texanischen "Red Dirt"-Szene, verwurzelt in den rootsigen Countryrock-Fundamenten zwischen Texas und Oklahoma, sticht Edmondson mit seinem unwiderstehlichen Stil genauso angenehm wie deutlich aus der Masse heraus, denn in seinen Stücken verarbeitet er zum einen eine ordentliche Prise Southern-Flair und zum anderen voller Stolz und deutlich hörbar die Einflüsse seines großen "Helden" Bruce Springsteen - eine tolle, packende Kombination! Das Resultat: Voller Energie und Power steckender, durchaus rauer, dabei aber traumhaft melodischer Texas "Red Dirt"-Rootsrock mit unterschwelligen Countryrock-Anlagen, massiv durchzogen von erdigen und straighten Heartland-/Midwestern-Rock-Trademarks (z.B. eines John Mellencamp) und der so typisch amerikanischen Songwriting-Philosophie eines jungen, "wilden" Springsteen! Edmondson's prächtige, durchaus etwas Southern-getränkte, raue, kraftvolle, mit viel Seele und Intensität behaftete, ausdrucksstarke Stimme und der dreckig rockige, viel texanischen Staub aufwirbelnde Gitarren-orientierte Sound der Band harmonieren geradezu perfekt mit der wunderbaren Melodik, die der Protagonist seinen Songs mitgegeben hat. Dazu erhöht sich der Spannungsbogen stetig durch die sehr abwechslungsreichen Arrangements! Der Bursche ist ein grandioser Songwriter mit der Fähigkeit knallenden, abgehenden Americana Rock'n Roll, aber auch umwerfende, so einzigartig rootsige, erdige, von einer gewissen "ungezügelten, wilden und verlorenen Romantik" geprägte, würzige Balladen zu zelebrieren. Immer wieder geht es in seinen Texten um die besagten "lost boys," "rejects," "sinners," "saints," "Southern sons" und "suicide girls" abseits der amerikanischen "Gewinner"-Gesellschaft. Musikalisch eingepackt ist das Ganze vorwiegend in satte E-Gitarren, immer mal wieder unterstützt von ausgewogen dosierten Piano- und Orgel-Einsätzen. Gleich zu Beginn des Albums gibt's mit "American saint" eine absolute "Hammer"-Nummer: Ein ruhiges Piano-Intro, langsam setzen die E-Gitarren ein, das Tempo zieht an, der Drummer erhöht die Schlagzahl, und schon sind wir mitten in einem unwiderstehlichen, satten American Rootsrock-Kracher, der alles, was zu einem "texanischen Springsteen" gehört, hergibt. Will einem nicht mehr aus den Ohren weichen! Einfach herrlich, diese raue, heisere Stimme, diese erdigen, würzigen Gitarren, dieser straighte Drive! Natürlich ist auch der typische "Red Dirt"-Dreck präsent! Und diese Melodie - welch eine faszinierende Kombination! Man bekommt regelrecht Gänsehaut! In ähnlichem Fahrwasser bewegt sich das anschließende "Last call"! Klasse Melodie, tolle Gitarren-Riffs (inklusive eines "brennenden", großartigen Solos), eine schöne Orgel im Hintergrund - rockt einfach wunderbar! Bleu Edmondson und "Red Dirt"-Countryrock-Kollege Wade Bowen sind die Komponisten der nächsten Knüller-Nummer: "Ressurection" (wird der ein oder andere auch von Wade Bowen's "Lost hotel"-Album kennen) ist eine exzellente, hier sehr würzig und "gritty" arrangierte, dabei wundervoll melodische, von fetten E-Gitarren umgarnte (tierisches Solo), pathetische, viel Southernrock-Flair versprühende, rootsige "Red Dirt"-/Heartland Rock-Ballade, die einen sofort in ihren Bann zieht. Eindrucksvoll, welch eine Authentizität und welch eine Ausstrahlung die Band versprüht! Auch bei dem folgenden, exzellenten "The echo (maybe tonight)" ist das nicht anders. Es handelt sich erneut um eine großartige Ballade, die zunächst recht verhalten beginnt, dann aber immer kraftvoller wird, um schließlich voller knisternder Spannung und Atmosphäre zwischen ruhigen und Energie geladenen Momenten hin und her zu pendeln. Auch hier wird neben den texanischen "Red Dirt"-Charakteristika wieder der Einfluß Springsteen's deutlich, insbesondere auch durch die wunderbaren Saxophon-Ergänzungen in der Art eines Clarence Clemons. Tolle Melodie! Volldampf voraus geht's dann wieder mit dem prächtigen Heartland-/Country-/Rootsrock-Knaller "Jesus is cryin'", vollgepackt mit fetten Gitarren und einer dezent im Hintergrund agierenden Geige. Balladesk rootsig wird's erneut beim starken "Back to you", wie auch beim anschließenden "Finger on the trigger", das mit seinen großartigen, würzigen Gitarrenlinien vor Southernrock-Flair (Lynyrd Skynyrd, The Marshall Tucker Band) nur so trieft, gleichzeitig aber auch von den "Red Dirt"-Spuren solcher Bands wie Cross Canadian Ragweed & Co. geprägt ist! So gibt sich Edmondson bis zum Ende des Albums nicht den Hauch einer Blöße! Was wir erleben, sind gut 48 Minuten genauso zeitlosen, wie aktuellen American Rootsrock der absoluten Spitzenklasse! Einfach famos! In Texas ist das Album bereits ein Top-Seller, nun muß "nur" noch der Rest der Welt diesen großartigen Burschen und dieses Pracht-Werk entdecken. Also, los geht's...

Art-Nr.: 5420
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
American saint
Ressurection
The echo (maybe tonight)
Jesus is cryin'
Finger on the trigger
You call it trouble

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Fish, Samantha - runaway [2011]
Ein neuer Stern am Bluesrock-Himmel - und was für einer! Ist das Genre, vor allem auch das der "guitarslinger", zumeist eher den männlichen Kollegen vorbehalten, so geht hier eine junge Künstlerin ans Werk, die so manchem der etablierten Herren das Fürchten lehren dürfte. Das 22-jährige Multitalent Samantha Fish aus Kansas City im U. S. Bundesstaat Missouri. Die junge Dame ist eine famose Songwriterin, eine großartige, emotionale Sängerin und eine begnadete Gitarrsitin. Nicht ein Riff, nicht ein Lick, geschweige denn eines der zahlreichen, meisterhaften Soli (Ausnahme ist die zweite Gitarre von Mike Zito bei "Push comes to shove"), stammt von einem anderen Gitarristen. Alles, aber auch alles veranstaltet die Saitenzauberin höchst selbst. Diese junge Frau beherrscht ihr "Brett". "Runaway" ist das erste Album von Samantha - und es ist gleich ein absolutes Bluesrock Vorzeige-Werk geworden. Problemlos tritt sie in die Fußstapfen solcher Kollegen wie dem jungen Joe Bonamassa oder Kenny Wayne Shepherd, erinnert manchmal auch ein wenig an die frühe Susan Tedeschi, wenngleich sie stimmlich auf einer etwas anderen Ebene liegt. Samantha Fish gelingt eine nahezu perfekte Synthese zwischen lupenreinen Blues-Traditionen, Roots- und Classic Rock. Das geht von scharfkantigem, fettem, Riff-getriebenem Swamp-Blues wie dem kochenden Opener "Down in the swamp" (saustarkes Gitarrensolo), über mächtig Drive aufbauende Boogies wie dem abgehenden "Runaway" (wieder ein "heisses" Gitarrensolo), Wah Wah- und Slide getränkte, wie eine Lokomotive dampfende und groovende, massive Bluesrocker wie dem drückenden "Money to burn", Stones-kompatible Gitarrenrocker wie dem prächtigen "Push comes to shove" (der großartige Texaner Mike Zito, der das Album im übrigen auch erstklassig produzierte, steuert hier, wie gesagt, die zweite Gitarre bei und singt mit Samantha im Duett), bis hin zu solch "schwummrigem", jazzigem Bar Slow-Blues wie dem einfühlsamen "Feelin alright". Alle Songs stammen aus der Feder von Samantha, ausser der brillant in Szene gesetzten Coverversion von Tom Petty's "Louisiama rain" aus dessem legendären "Damn the torpedos"-Album (bringt sie herrlich rootsig). Das komplette Material besticht durch exzellente Songstrukturen und wunderbare Melodik. Und live ist diese Dame auch ein "Knaller". "Solch eine Leidenschaft habe ich zuletzt vor rund 30 Jahren bei Rory Gallagher gesehen", ließ sich unlängst ein begeisterter Fan entlocken. Wenn das mal kein Kompliment ist. Bärenstarkes Debut eine grandiosen Bluesrockerin, von der wir mit Sicherheit in Zukunft noch eine Menge hören werden.

Das komplette Tracklisting:

1. Down In The Swamp (4:13)
2. Runaway (6:12)
3. Today's My Day (3:44)
4. Money To Burn (5:53)
5. Leavin' Kind (3:57)
6. Otherside Of The Bottle (4:23)
7. Soft And Slow (3:53)
8. Push Comes To Shove (4:31)
9. Louisiana Rain (5:05)
10. Feelin' Alright (5:05)

Art-Nr.: 7372
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Down in the swamp
Runaway
Money to burn
Leavin' kind
Otherside of the bottle
Push comes to shove

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Foster, Radney - this world we live in [2006]
Vier Jahre sind bereits wieder ins Land gezogen, seitdem uns die eine Hälfte des einst in Nashville so erfolgreichen Duos Foster & Lloyd mit dem tollen "Another Way To Go" so begeistert hatte. Untätig war ein Mann dieses musikalischen Formates in der jüngeren Vergangenheit allerdings nicht. So produzierte er beispielsweise die Randy Rodgers Band, schrieb Songs für Größen wie u. a. Keith Urban, die Dixie Chicks oder Kenny Chesney, und, und, und! Hier ist sie nun endlich, die neue, einmal mehr ganz hervorragende Scheibe des ohne Zweifel zu den besten texanischen Songwritern zählenden Radney Foster: Wunderbarer, rootsiger Texas-Country/Alternate Country/Countryrock/Americana vom Allerfeinsten mit einem tollen, schön trockenen, auf den Punkt genau produzierten, angerauten, "gritty" Sound! Zehn neue Stücke, alle aus seiner Feder, zum Teil in Kooperation mit exzellenten Co-Writern, wie Blue Dogs-Frontmann Bobby Houck, Jack Ingram oder Darrell Brown, mit dem er sich auch die Produktionsarbeit teilte. Bediente er sich bei seiner letzten Scheibe noch einer Menge Begleitmusiker aus dem schier unerschöpflichen "Nashville-Pool", so versammelte er diesmal eine tolle, namhafte Band langjähriger Freunde um sich, wie Drummer Charlie Drayton und
den "alten" Westcoast-Haudegen Waddy Wachtel (Linda Ronstadt; Warren Zevon, James Taylor, John David Souther, Ronin, Bob Dylan) an der E-Gitarre (beide haben schon auf Keith Richard’s Solo-Alben zusammen gearbeitet), Session Bass-Veteran Bob Glaub (u.a. Jackson Browne) und dem Keyboarder Rami Jaffe, vielen sicher nicht nur als Mitglied der Wallflowers ein Begriff. Mit an Bord sind auch wieder der starke Slide-Gitarrist Mike McAdam und ein weiterer Klassemann an der E-Gitarre, Adam Shoenveld, der etatmäßig bei Big & Rich die Saiten bedient. Und um es nochmal klar herauszustellen: Radney Foster ist schlichtweg wieder ein Sahneteil gelungen. Dem leicht Stones-infizierten, Slide-angerockten, rootsigen, trockenen "Drunk On Love" folgt mit "Sweet And Wild" ein wunderbar melodischer Americana-Midtemposong. Bei beiden Songs glänzt neben der starken instrumentellen Umsetzung Sarah Buxton mit ihrer klasse Stimme im Background, die gegen Ende der Stücke mit in den Vordergrund tritt. Die Ballade "The Kindness Of Strangers" lebt von Foster’s starker Akustikgitarrenarbeit, toller atmosphärischer Cello-Untermalung und einem bewegend geschriebenem und gesungenem Text. Ganz große Klasse! Der anschließende, exzellente, forsche Retro Country-Rocker "Big Idea" (erinnert stark an alte Foster & Lloyd-Hits) reißt einen regelrecht aus der poetischen Welt des Vorsongs, und bildet den gelungenen Vorläufer zum Center-Song des Gesamtalbum’s, "Half Of My Mistakes". Was für eine herrliche Melodie! Auch hier wieder ein toller Text, der Menschen dazu ermutigt, viele Dinge im Leben einfach zu riskieren, auch wenn mal etwas schief laufen sollte. Der Lerneffekt und viele positive Dinge, die sich trotzdem daraus entwickeln, sind laut Foster nicht zu unterschätzen. Den gleichen Song hat vor geraumer Zeit fast ebenso gut Jace Everett auf seinem Erstling, allerdings etwas mainstreamiger, interpretiert. Bei Radney Foster wirkt das Stück etwas kantiger, zurückhaltender und einen Schuss introvertierter. Starke Slide-Arbeit hier vom bereits erwähnten Mike McAdam. "New Zip Code" (mehr balladesk) und "Prove Me Right" (wäre auch durchaus von der Randy Rogers Band oder Chris Knight coverbar) liefern wieder etwas leichter verdauliche, überaus melodische Gute Laune-Kost, letzteres in durchaus Nashville-kompatibler, radiotauglicher, wenn auch leicht rootsiger Country-Manier, voller Hooklines, die ein wenig an Radney’s Frühwerke erinnern. Stark hier die angenehmen Fiddle-Fills. Eine weitere "Killer"-Ballade folgt mit "Fools That Dream". Im Background diesmal die zauberhafte Kim Richey, die auch beim Vorgänger schon ihre Stimme zur Verfügung gestellt hat. Zum Abschluss folgt dann noch mal ein herrlich locker dahinfließender, super-melodischer Alternate Country-/Roots-/Americana-Song, den Foster zusammen mit Jack Ingram komponiert hat. Neben dem eingängigen Rhythmus und den lässigen Drums stechen hier die immer wieder eingestreuten und punktgenauen Stratocaster- und Slide-Fills im harmonischen Wechselspiel heraus. Klasse Orgelarbeit auch vom Rami Jaffe. Das Stück hält einen noch Minuten nach Ende der CD regelrecht gefangen. Ein würdiger Abschluss eines wieder einmal großen Albums! "This World We Live In" etabliert und festigt Radney Foster's Platz in die Riege der heutigen, wichtigen, ganz großen texanischen Singer-Songwriter im Country-/Americana-Bereich nachhaltig. Durch und durch beeindruckende und fesselnde Musik! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4063
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Big idea
New zip code
Prove me right
Fools that dream
Never gonna fly

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Hoge, Will - number seven [2011]
Der Singer/Songwriter aus Nashville mit einem meisterhaften, neuen Album. Will Hoge, der ja bei den Aufnahmen zu seinem letzten Werk "The Wreckage" nochmal so gerade "dem Tod von der Schüppe gesprungen" war (er wurde auf seinem Roller von einem Van angefahren und schwer verletzt) ist mittlerweile gesundheitlich wieder voll genesen und steht auch musikalisch "voll im Saft". Mit seinem schlicht "Numer Seven" betitelten, neuen Longplayer präsentiert er sich in blendender Verfassung, ja, man kann fast behaupten, auf dem Höhepunkt seiner musikalischen Schaffensphase. Erneut versteht er es wie kaum ein anderer Musiker der heutigen Zeit, unbequeme Wahrheiten in seine anspruchsvollen Texte einzubringen und mit der dazu passenden Musik stilvoll in Einklang zu bringen. Fast eine Art Bob Dylan der Neuzeit, nur mit einer anderen Stimme und seinen wunderbar melodischen Americana-Songs. Das Album beginnt in der Tradition seiner letzten Werke. "Fools Gonna Fly", ein Stück, in dem er dem guten Lyriker Shakespeare den Sinn für die Realität recht humorvoll abspricht, kommt in einer gediegenen Mischung aus Tom Petty- und Bob Seger-Einflüssen daher, wobei Hoge die beiden in kreativer Hinsicht längst ein- bzw. überholt hat. Klasse hier die Mundharmonika-, Slidegitarrenkombination (Hoge/Pat Buchanan) im Soloteil. "Too Old To Die Young" wurde mit dem dem Titel entsprechenden Elan kraftvoll umgesetzt. Klasse hier die surrenden Slidegitarren. Am stärksten erscheint Hoge auf diesem Longplayer, wenn er seinem Zorn über das heutige Amerika in Songs wie "Goddam California" (toller Steelguitar-getränkter Alternate Country, herrlich wie er im Refrain "...Goddam California, oh I miss my Tennessee..." förmlich herausfleht), "American Dream" (schonungslose Abrechnung mit den Zuständen seines Landes, dazu passend eine wunderbar traurig gespielte Steelgitarre) oder "The Illegal Line" (die Geschichte eines illegalen Einwanderes im Grenzgebiet Mexiko/Texas wird plakativ aufgearbeitet, stark hier die eine gewisse Dramatik einbringenden psychedlischen E-Gitarrenparts im Stile von Neil Young's Crazy Horse) seinen freien Lauf lässt. Grandios "Silver Chain" : Hier grummelt Hoge zunächst akustisch begleitet in grimmiger Dylan-Erzähl-Manier, schreit dann seine Gefühle in einem kräftigen Refrain regelrecht heraus (tolle E-Gitarrenarbeit von Kenny Vaughan). Roots Rock in Perfektion! Für die fröhlicheren Momente des Albums sorgen komischerweise Songs wie "Gone" oder "Nothing To Lose", obwohl sie thematisch (es geht um das Ende von Beziehungen) ebenfalls nicht gerade auf Frohsinn gepolt sind. Mit "No Man’s Land" haut Hoge dann sogar einen echten Mitgröl-Country-Gassenhauer raus, der am Ende passend mit ausgelassenen "Crowd"-Gesängen begleitet wird. Zum Schluss gibt es dann nochmals zwei Tracks zum "Zungeschnalzen". Zunächst die herrlich einfühlsame, pianounterlegte Ballade "Trying To Be A Man", die von Gastmusiker Vince Gill immer wieder mit filligraner Akustikgitarre ergänzt wird. Und ganz am Ende die voller Otis Redding-Flair befindliche, bluesig-soulige Nummer "When I Get My Wings" (zugleich auch erste Single). Toll hier die Bläsereinsätze in bester Memphis-Tradition und ein unwiederstehliches E-Gitarren-Solo von Kenny Greenberg, einem der Star-Gitarristen der Nashville-Szene. Musikalisch assistieren Hoge auf dieser von ihm selbst produzierten Scheibe seine Tourmusiker Adam Beard, Sigdur Birkis und Adam Ollendorf, aber auch Wegefährten früherer Tage wie Devin Mallone oder Ken Coomer und eine ganze Reihe von edlen Gitarristen wie die bereits genannten Pat Buchanan, Kenny Vaughan, Vince Gill, Kenny Greenberg, sowie Tom Bukovac oder der exzellente Keith Gatis. Dazu kommt ein wunderbar geschmackvoll schlicht in Rot, Weiß und Schwarz gestaltetes Digipack, dessen eingestecktes Booklett alle (lesenswerten) Texte beeinhaltet. Will Hoge's "Number Seven" ist somit erneut ein absoluter Garant für allerfeinsten Roots-/Heartland-/Alternate Country-/Americana-Rock geworden, zuweilen mit einem Hauch von Southern-Feeling! Bestnote dafür von uns! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Fool’s Gonna Fly (3.17)
2. Too Old To Die Young (2.57
3. Goddam California (3.18)
4. American Dream (4.18)
5. Gone (3.02)
6. The Illegal Line (3.55)
7. Silver Chain (3.09)
8. Nothing To Lose (2.32)
9. No Man’S Land (3.09)
10. Trying To Be a Man (3.59)
11. When I Get My Wings (3.47)

Art-Nr.: 7561
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Fool's gonna fly
Too old to die young
Goddam California
The illegal line
Silver chain
No man's land

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Knight, Chris - the trailer tapes [2007]
Es war der Sommer im Jahre 1996 als ein damals noch völlig unbekannter Singer/Songwriter namens Chris Knight in einem in der Gluthitze vor einer kleinen Minenstadt in Kentucky stehenden, einsamen Wohnwagen einige seiner zuvor geschriebenen Lieder aufnahm - nur er und seine akustische Gitarre. 2 Jahre später veröffentlichte er sein Major Label-Debut, auf das es immerhin zwei dieser Songs ("Something changed" und "House and 90 acres") schaften, und 3 weitere Pracht-Alben später gehört Chris Knight zu den nicht mehr wegzudenkenden Größen der Roots-/Alternate Country-/Americana-Bewegung! In der vergangenen Dekade entwickelten sich diese "sagenumwobenen" "Trailer-Sessions" unter den Fans als etwas ganz Besonderes und gewannen für Chris Knight auch immer mehr an Bedeutung, waren sie doch so etwas wie die Basis seiner späteren Karriere. "People have been talking about these tapes ever since I recorded them," sagt Chris Knight. "To me, they were rough and stark and I never thought they'd see the light of day." Doch nun ist es soweit: Knight hat sich endlich entschlossen 11 Songs dieser "Trailer Tapes" der Öffentlichkeit zugänglich zu machen - und er tat gut daran, zeigen sie doch voller Eindruck, welches Potential schon damals in diesem Mann steckte. Bis auf die eingangs erwähnten beiden Stücke, sind die Tracks bislang nie veröffentlicht worden. Das Material ist der Qualität seiner heutigen Songs in jeder Beziehung ebenbürdig! Einfach großartig! Produziert von Frank Liddell und Joe Hayden, gemastert von Ray Kennedy, bewahrt das Album all die Ursprünglichkeit und Authentizität dieser damaligen Aufnahmen. Was wir erleben, ist ein Musterbeispiel dafür, mit welcher Spontanität und Selbstverständlichkeit ein talentierter Songwriter in der Lage sein kann, nur mit seiner akustischen Gitarre "bewaffnet", eine immense Spannung aufzubauen und herrliche Melodien zu präsentieren - und Chris Knight ist einer der besten! Das ist erdige, raue, staubige, aber überaus melodische Acoustic Storytelling Roots-/Alternate Country-/Americana-Musik mit den obligatorischen Chris Knight'schen Heartland und Red Dirt-Spuren vom Allerfeinsten! So bekennt Chris Knight in einem Statement auf der Innenseite des Digipacks nun auch in aller Zufriedenheit: "It took a while, but I'm proud of this record"! Und wie stolz er daarauf sein kann! Sehr stark! Das Tracklisting: Backwater Blues/ Something Changed/Rita`s Only Fault/Spike Drivin` Blues/Move On/Hard Edges/Here Comes The Rain/Leaving Souvenirs/House And 90 Acres/If I Were You/My Only Prayer!

Art-Nr.: 4872
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Backwater blues
Rita's only fault
Spike drivin' blues
Hard edges
Leaving souvenirs

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Mountain - masters of war [2007]
Mountain, obwohl in ihrer Blütezeit gerade mal knapp 3 Jahre existent (gegründet 1969, trennte man sich 1972 schon wieder), gehören zweifelsfrei zu den wenigen, raren, ganz wichtigen Bands ihrer Zeit, die mit ihrem, von unverkennbaren Identitätsmerkmalen geprägten, massiven Power-Bluesrock die damalige und heutige Rockmusik nachhaltig prägten und beeinflussten. Ihr Platz in den Geschichtsbüchern ist ihnen sicher. Songs wie beispielsweise "Mississippi queen" "Nantucket sleighride" und "Theme from an imaginary western" sind unvergessene Meilensteine der Rockmusik! Nach dem Split der Band und vielen anderen Projekten der einzelnen Mitglieder fanden sich nach Leslie West und Corky Laing (Felix Pappalardi wurde 1983 von seiner Frau erschossen) immer wieder einmal zusammen, um unter dem Namen "Mountain" auf Tour zu gehen und das ein oder andere Werk einzuspielen. Auch heute noch sind sie stetig aktiv (Leslie West darüber hinaus mit seinen prächtigen Soloprojekten)! Nun liegt das brandneue Album vor - und was für eines! Irgendwann einmal in den letzten Jahren während der ausgeprägten Tour-Aktivitäten registrierte Leslie West Neil Young's Coverversion von Bib Dylan's "Blowin' in the wind", was ihn dazu veranlasste diesen Song in einer akutsischen Version in den Mountain-Shows zu integrieren. Der Gedanke, ein Tribute-Album, ausschließlich mit Dylan-Songs aufzunehmen, war geboren! Hier ist das Resultat - und "wow", es kann sich wahrlich sehen lassen. Elf ausgesuchte Dylan-Klassiker haben sich Leslie West (schon beim letztjährigen Soloalbum "Blue me" war es sehr auffällig: Der alte Haudegen ist prächtig bei Stimme, röhrt wie in allerbesten Tagen) und Corky Laing vorgenommen, um diesen Songs mit ihrer unverwechselbaren Eigen-Charakteristik den typischen Mountain-Stempel aufzudrücken. Das Material klingt nun fast, als stamme es aus Leslie West's Feder: Massiver, harter, lauter Heavy-Bluesrock voller massiver, fetter Gitarren-Vehemenz! Unterstützt werden sie dabei von ein paar hochkarätigen Gästen, wie beispielsweise Ozzy Osbourne, der sich mit Leslie West im Duett den Lead Gesang bei einer fulminanten, großartigen Version von "Masters of war" teilt, Blues-Gitarrenmeister Todd Wolfe auf 3 Stücken, sowie Gov't Mule's Saitenmagier Warren Haynes mit exzellenter Lead Gitarren-Arbeit bei "Serve someday" und "The times they are a-changing"! Ausgesprochen stark beispielsweise auch die satte Heavy-Version von "Blowin in the wind" mit den glühenden Gitarren, das wunderschöne "This heart of mine", ein kochendes "Subterranean homesick blues" und ein prachtvolles, lautes, krachendes, von psychedelischen Gitarren, massiven Riffs und donnernden Drums umgebenes, von Leslie West inbrünstig "geröhrtes" "Mr. Tambourine Man"! Sehr interessant auch "Like a rolling stone", das Corky Laing völlig alleine interpretiert, lediglich bestehend aus fulminantem Drumming und einer Art Sprechgesang! Dylan-Songs im "Mountain-style"! Tolle Idee, die diese Veteranen perfekt umgesetzt haben! Exzellenter, satter Sound - klasse produziert von West! Ein prächtiges Teil!

Das komplette Tracklisting:
1. Masters Of War - 4.38
2. Serve Somebody - 3:55   
3.   Blowin' in the Wind [Heavy] - 5:37   
4. Everything Is Broken - 4:09   
5. Highway 61 Revisited - 3:27   
6. This Heart of Mine - 3:56   
7. Subterranean Homesick Blues - 4:20   
8. The Times They Are A-Changin' - 4:59   
9. Seven Days - 3:29   
10. Mr. Tambourine Man - 5:31   
11. Like a Rolling Stone - 3:29   
12. Blowin' in the Wind [Acoustic] - 3:56

Art-Nr.: 5128
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Plant, Robert & Alison Krauss - raising sand [2007]
Die im Vorfeld so viel diskutierte Zusammenarbeit zwischen Led Zeppelin's Robert Plant und Bluegrass-Ikone Alison Krauss übertrifft die hohen Erwartungen sogar noch um einiges! Ein grandioses Album! Entspannte, ruhige Musik zwischen Folk, Country, Americana und dezenten Rock-Anleihen in unaufdringlichen Full Band-Arrangements von erhabener Schönheit. Die beiden singen traumhaft zusammen! Schöne Covergestaltung!

Art-Nr.: 5327
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Reckless Kelly - bulletproof [2008]
Das texanische "Red Dirt"-Aushängeschild Reckless Kelly mit einem neuen "Killer"-Album! Unglaublich angesichts der Tatsache solch grandioser Veröffentlichungen wie beispielsweise "Under the table & above the sun", "Wicked twisted road" oder dem phänomenalen Live-Output "Reckless Kelly was here" aus dem Jahre 2006, doch die Braun-Brüder (Willy mit seinem wunderbaren, einzigartigen, lässigen, staubigen Gesang und dem perfekten Rhythmus Gitarrenspiel, Cody mit seinen Fiddle-, Mandolinen- Harmonica-Fills und den prächtigen Harmonies) und ihre Freunde (der mit allen Wassern gewaschene Lead Gitarrist David Abeyta, sowie Drummer Jay Nazz und Bassist Jimmy McFeeley) setzen glatt noch einen oben drauf. Sie haben einfach ein Händchen für die richtigen Songs und Arrangements. Satte Gitarren überall, geradezu traumhafte Melodien, rotzige, prägnante Riffs, dieser mutreißende Texas "Red Dirt"-Charme, Elan, Spielfreude, Spritzigkeit, ein toller Sound - das ist die Formel, eine wunderbare "catchy" Knüller-Nummer nach der anderen aus dem Hut zu zaubern. Und genau das gelingt ihnen auf "Bulletproof" mit einer geradezu sensationellen Quote. Das sind vierzehn, neue rockin' Texas-"Red Dirt"-Roots- Americana-Alternate Country-"Hits" (in den texanischen "Red Dirt-Radiostations" werden diese Nummern pausenlos laufen und die eh schon riesige Fanschar der Band weiter vergrößern) ohne auch nur den Hauch einer Schwachstelle. Irre stark! "Bulletproof", bei solch einem Titel lässt sich das eigentlich schon vermuten, ist sehr rockig ausgefallen (gerade mal 2 bis3 Balladen sind zu finden - die aber ebenfalls extrem stark) und damit das bislang dynamischste und kernigste Werk der Band geworden. Voll im Saft stehende Gitarren und stets nach vorn rockende Roots-/Alternate Country-Fetzer bestimmen das Geschehen und schrauben sich mit ihrer unwiderstehlichen Melodik und ihrem staubigen, rauen "Red Dirt"-Feeling in unsere Ohren. David Abeyta setzt immer mal wieder zu prächtigen Gitarrenläufen an. Es passt einfach alles bei diesem Album! Mit einem herrlichen Drive und jeder Menge Dampf startet die Band auch sofort durch: "Ragged as the road" heißt der fulminante Opener, dessen wunderbarer Text im Refrain ("And I'm a-rollin', faster than a locomotive, tougher than the edge of the Rockies, hotter than a smokin' gun") nicht nur für diesen Titel Programm ist, sondern die Philosophie des gesamten Werkes widerspiegelt. Welch ein klasse, ständig durch das forcierende Drumming nach vorn gehender Rhythmus, was für eine hinreißende Melodie, welch ein fetter Gitarrensound! Dazu die dezente Mandoline im Hintergrund! Dynamischer "Red Dirt" Roots-/Countryrock, wobei die Betonung wirklich auf "Rock" liegt, in Vollendung! Nicht weniger kraftvoll geht's mit dem knackigen Midetmpo-Rootsrocker "You don't have to stay forever" weiter: Tolle Lead-Gitarre (bärenstarkes Solo von Abeyta) unterstützt von feinen Hammond Orgel-Klängen, ein ganz dezenter Psychedelic Countryrock-Touch, und wieder diese herrliche Melodie! Es folgt der dreckige, straighte Power Rootsrock-Riff-Knaller "Love in her eyes", dessen Gitarren erneut so wunderbar satt klingen und der sich neben all den anderen Reckless Kelly-Knüllern ebenfalls sein verdientes Plätzchen in den "musikalischen Schatzkammern" unseres Gehör-Labyrinthes findet. Ganz großartig auch der fetzige Roostrocker "American blood", der sich mit einem klasse, sehr engagierten Text der Problematik des Irak-Krieges und des oft so kaputt denkenden Bush-Regimes annimmt! Es erübrigt sich einfach auf weitere Nummern einzugehen. Wie gesagt, eine übertrifft die andere! Das Coverdesign zeigt den legendären australischen Gesetzlosen Ned Kelly vermeintlich "bulletproof" in seiner berühmten Rüstung während der entscheidenden Schießerei mit der Polizei. Doch wir Zuhörer und Fans dieser großartigen Texas "Red Dirt"-/Roots-/Alternate Country- und Americana-Rocker benötigen für deren famose Musik alles andere als einen kugelsicheren Schutz - im Gegenteil: Von einer Reckless Kelly-Salve lassen wir uns gerne "umhauen"! Bärenstark!

Art-Nr.: 5784
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Ragged as the road
Love in her eyes
American blood
How was California?
Mirage
Bulletproof

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Rimes, LeAnn - family [2007]
Ursprünglich plante LeAnn Rimes als Nachfolger ihres vor zwei Jahren veröffentlichten, großartigen Werkes "This woman", gleichzeitig ihre Rückkehr zur Countrymusic, auch in den USA wieder einmal ein Pop-Album zu präsentieren. "Whatever we wanna" war bereits eingespielt, erschien aber schlußendlich nur in Europa, da sich LeAnn entschied in Amerika erneut auf Material zurückzugreifen, das deutlich näher an ihren Country-Roots liegt! Kluge Entscheidung, denn was LeAnn mit "Family" gelungen ist, bedeutet nicht weniger als ein absoluter Meilenstein ihrer Karriere! Ein ganz großes Album und ein gigantischer Schritt in ihrer Weiterentwicklung, nicht als Sängerin, da ist sie unbestrittene Weltklasse, sondern als "wahre" Künstlerin! Der Grund dafür ist, das LeAnn auf "Family" erstmals Songs präsentiert (und das ausschließlich, sieht man mal von den beiden Bonustracks ab), die sie in Co-Operation mit anderen Songwritern selbst geschrieben hat. Das sie eine phänomenale Sängerin ist weiss man, doch welches beachtliche Potenzial in ihr auch als Songwriterin steckt überrascht schon ein wenig, denn das Material (12 Songs, ohne die beiden bereits erwähnten Bonustracks) bewegt sich von vorn bis hinten auf einem beängstigend hohen Niveau! Rimes tangiert darüber hinaus eine riesige Bandbreite von Musikstilen, die sie sehr gekonnt zu einem überaus homogenen, viel Kontinuität, aber auch viel Kreativität ausstrahlenden Gesamtwerk verknüpft. Was dabei herausgekommen ist, ist eine mitreißende, teils geradezu "explosive", temperamentvolle, würzige, heiße, kraftvolle Mischung aus Country, Roots, Americana, Blues, Pop und Rock, "auf den Punkt genau performt" und frei von jeglichen, aufgesetzten, glamourösen "Dance-Pop"-Spielereien. Und irgendwie mündet das Ganze immer wieder in ihren Countrywurzeln! Einfach klasse! Ein zurückhaltendes, semi-akustisches Intro eröffnet das Titelstück "Family", gefolgt von einer bereits eine unterschwellige Dynamik andeutenden Bass-Drum, übergehend in einen immer noch etwas abwartend wirkenden, bereits aber äußerst würzigen, bluesigen, leicht southern-swampigen Rhythmus, LeAnn's phantastischer, kraftvoller, intensiver, hier ebenfalls herrlich Blues-behafteter Gesang setzt ein - und plötzlich "explodiert" diese Nummer regelrecht, das Tempo wird schlagartig erhöht, fette E-Gitarren steigen ein - und "flugs" befinden wir uns mitten in einem fulminant abgehenden, prachtvollen Roots-/Americana-/Countryrocker - melodisch, eingängig, aber voller Feuer! LeAnn Rimes in absoluter Top-Form! Ein grandioser Auftakt des Albums und gleichzeitig der Beginn jeder Menge weitere Power-Nummern: Das wiederum sehr southern-bluesige, mit rootsiger, Dobro-ähnlicher Acoustic Gitarre, einem trockenen Banjo und erdigen E-Gitarren garnierte, dynamische "Nothing better to do" (klettert bereits in großen Schritten die Billboard Country Singles-Charts nach oben), der knackige, sehr kräftige, mit toller Steelguitar, satten E-Gitarren und einer prächtigen Melodie ausgestattete New Country-/Countryrock-Knüller "Good friend and a glass of wine" (strahlt erneut ein leicht rootsiges, aber auch sehr sonniges, fröhliches Ambiente aus), das ungemein straight nach vorn rockende, dabei wunderbar ins Ohr gehende, wieder voller satter E-Gitarren steckende "Something I can feel" (hat etwas von den aktuellen Sugarland-Sachen), wie auch das wunderbare, flotte, knackige von klaren, transparenten Gitarren und Steel bestimmte "Doesn't everybody", unterbrochen von den beiden herrlichen, kräftig und emotional, aber ohne jeden "aufgesetzten Schmalz" vorgetragenen Balladen "Fight" und "I want you with me" (sehr erfrischend, großartige Steelguitar, Mandoline, wunderbare Melodie)! So geht's mit einem Highlight nach dem nächsten weiter: Ob der voller Southern-Soul steckende, schön "dreckige", riffige Rootsrocker "Nothing wrong" (kernige Stones-Rhytmen, starke Orgel-/Slide-Begleitung), die rootsige, Americana-behaftete, großartige Country-Ballade "Pretty things" (feine Gitarren aller Art, dazu Steelguitar und schöne Keyboard-Ansätze), oder der starke, recht raue Delta-Countryrocker "Upper hand"... - schwache Songs sucht man vergebens! Im Anschluß an die 12 "Basistracks" des Albums gibt's als Bonus noch die beiden Duette mit Jon Bon Jovi, "Till we ain't strangers anymore" (von dessen "Lost highway"-Album) und Reba McEntire, "When you love someone like that" (aus Reba's "Duets"-Werk)! LeAnn Rimes bezeichnet ihr neues Album stolz als das für sie selbst vielleicht wichtigste ihrer bisherigen Karriere. Wir bezeichnen es schlichtweg als ihr stärkstes! Ungemein selbstbewußt, sehr gereift, auf einem neuen Höhepunkt ihrer Entwicklung angelangt - LeAnn Rimes ist endgültig erwachsen geworden! Eine große Künstlerin!

Art-Nr.: 5314
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

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