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One Hand Free - quadraphonic [2008]
Vor rund 4 Jahren preschten sie in die Blues-/Southern-/Jam-Rock Welt mit ihrem exzellenten Debut, jetzt legen sie sogar noch eine Schippe drauf! "One Hand Free manifest all the glory and magic of home grown, hand crafted, undistilled Rock'n Roll", heißt es in einem U.S.-Statement, die Band selbst bezeichnet ihren großartigen musikalischen Extrakt als “a hot slab of unrepentant Rock and Roll right between the ears” und wir nennen es einfach "good old Seventies-based Classic Rock'n Roll", durchweht von einer gehörigen Brise Southern Rock und Southern-Soul, mit bluesigen Tendenzen, viel Jamrock-Flair und einem mächtigen, teils ordentlich funkigen Groove! Aber welche Bezeichnung man auch wählt, sie treffen zum einen alle zu, und zum anderen kommt man im Fazit immer auf den selben, gemeinsamen Nenner: Diese Mucke "kocht", diese Mucke ist eine musikalische Meisterleistung, diese Mucke katapultiert One Hand Free endgültig in die ersten Liga solcher Genre-Kollegen wie Gov't Mule & Co.! Dabei geht das Quartett aus Portsmouth/New Hampshire äußerst intensiv und druckvoll zu Werke. Eine gewaltige Rhythmus-Basis aus fetten, antreibenden Basslines und variablem, energischem, punktgenauem, kraftvollem Schlagzeugspiel (Geoff Taylor und Kelly Bower), sowie das brillante Zusammenspiel des vorzüglichen Lead-Gitarristen Josh DiJoseph (besticht mit einigen "Wahnsinns"-Läufen) und Keyboarder Andrew Blowden (zumeist mit einem mächtig "rollenden" Hammond Orgel-Teppich, aber auch erstklassigen E-Piano-Einsätzen) bestimmen das Geschehen der durchweg erstklassigen 8 neuen Songs mit knapp 39 Minuten Gesamtspielzeit. Sehr varaible Arrangements voller Tempo- und Strukturwechsel belegen die große Vielfalt der Truppe, deren musikalische Kompetenz über jeden Zweifel erhaben ist. Die Band selbst sieht sich beeinflusst von solch unterschiedlichen Künstlern wie Steely Dan, Stevie Wonder, Mountain und The Allman Brothers Band. Keine Frage, die Spuren dieser Größen lassen sich in geschickt miteinander verflochtenen Indikatoren in der Musik von One Hand Free eindeutig nachweisen, doch genauso belegbar erscheint ihre Nähe zu beispielsweise den Screamin' Cheetah Wheelies, The Steepwater Band und vor allen Dingen zu Gov't Mule! Eine weitere Trumpfkarte der Truppe ist die voller "Soul" steckende Lead-Stimme von Andrew Blowden. Steigen wir also mal ein, ins "heiße", solch eine mächtige Energie ausstrahlende Geschehen: Kochende Riffs, Licks und Gitarrenlinien, ein gewaltiger, brodelnder Funk-Groove, ein schönes, unterschwelliges Blues-Feeling und Andrew Blowden's fleischiger Orgelteppich bestimmen den voller "Pfeffer", Ideenreichtum und ausgeprägter Improvisationsfreude steckenden Opener "King by now", der mit einer morz Power aus den Boxen "dröhnt". Saustark! Vor allem DiJoseph's tierisches Gitarrensolo im jammigen Mittelteil ist das "pure Feuer"! Ähnlich veranlagt, von tollen Gitarrensounds, abermals einem klasse Groove und vielen kleinen "progressiven" Veränderungen der Songlinien bestimmt, machen sie mit dem über 6-minütigen, fulminanten, eine knisternde, schwüle Spannung aufbauenden "Majesty" weiter, einer dem Titel entsprechend wahrlich majestätischen Nummer voller Southern-/Jam-Flair! Viel Biß, packendes E-Gitarren-/Orgel-Zusammenspiel voller Virtuosität und große Musikalität hinterlassen einen tiefen Eindruck! Etwas lockerer, aber nicht minder kraftvoll, präsentieren sich die Jungs bei dem anschließenden, eingängigen Southern-/Jam-/Groove-Rocker "Heavy hands", ehe die Southern Rock-Charakteristika bei der "schweren", seeligen, herrlich bluesigen Ballade "Lucky" noch einmal deutlich zulegen. Was für eine fette Orgel (dazu ein paar klasse E-Piano-Einsätze), was für eine massive, würzig dreckige Gitarrenarbeit - zwei tolle Soli (ein wunderbar lockeres, gefolgt von einem glühenden, lodernden Slide-Ritt) inklusive! Und mit dem grandiosen, mächtigen Blues-/Southern-/Jam-Rocker "Dig" legen sie gleich noch eine "Monster"-Nummer an der Schnittstelle The Steepwater Band / Tishamingo / Old Union / Gov't Mule nach (gespickt mit glühenden Gitarrenläufen und satten Orgelpassagen), die das eingangs beschriebene Credo der Band noch einmal nachhaltig untermauert. Zum Abschluß des Reviews noch ein paar weitere U.S.-Zitate: "To rock is truth, to roll is pure" heißt es im Promo-Text der Band und wie gehaltvoll und "ehrlich" One Hand Fre's Musik ist, belegt ein Kritiker mit den Worten "Rock'n Roll - they sweat it, pump it, grind it, grunt it, strut it, flaunt it, beg it, whisper it, shout it, believe it and preach it"! Großartig! Diese Band hat ein gewaltiges Potenzial!

Art-Nr.: 5462
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 11,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
King by now
Majesty
Heavy hands
Lucky
Dig

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Parlor Mob, The - and you were a crow [2008]
Es ist einfach wunderbar, wenn junge Bands ihr Herz und ihre Seele dem klassische Rock'n Roll der Siebziger verschrieben haben und die Tradition ihrer musikalischen Väter voller Idealismus, voller Authentizität, aber auch mit der nötigen Portion frischem Wind in die heutige Zeit transportieren. The Parlor Mob, ein großartiges Quintett aus Red Banks/New Jersey tun dies mit Glanz und Glorie. Mark Melicia (Gesang), Dave Rosen und Paul Ritchie (jeweils Gitarre), Nick Villapiano (Bass) und Drummer Sam Bey gelingt mit "And you were a crow" ein exzellentes Debut allerbester Guitar-driven Seventies Retro Classic Rock-Mucke voller Hard Rock-, Blues-, Progressive-, und Boogie-Bezüge im Fahrwasser solch junger Kollegen wie Wolfmother, The Answer oder Rose Hill Drive, deren durchweg erstklassiges Songmaterial in den Einflüssen solcher Klassiker wie Deep Purple, Uriah Heep, Captain Beyond, ZZ Top und vor allen Dingen Led Zeppelin fundamentiert ist. Krachende, straighte Riffs, massive E-Gitarren (bei dem ein oder anderen Stück ergänzt von unaufdringlichen, aber effizienten Keyboard-Klängen), hervorragend hängen bleibende, kraftvolle Hooklines, eine druckvolle Power, jede Menge Dynamik, prächtige Grooves und inspirierter Lead-Gesang (emotional, intensiv, manchmal geht Mark Melicia geradezu "sirenenhaft röhrend" aus sich heraus - erinnert zuweilen ein wenig an Rush's Geddy Lee) bestimmen das Geschehen. Dabei schaftt es die Band in beeindruckender Art und Weise musikalische Klasse (kein Zweifel, die Jungs verstehen in Handwerk) mit jugendlicher, rotzfrecher Unbekümmertheit zu vereinen. Das kompakte, sehr direkte und straighte, aber immer mal wieder durch intelligente, raffinierte Breaks und Rhythmen geschickt aufgepeppte Songmaterial kommt weitestgehend ohne ausufernde Instrumentalschlachten aus, was aber keineswegs die zwanglose Spielfreude und schon gar nicht die Power und Energie der Truppe schmälert - im Gegenteil, die ist stets präsent. So startet das Album auch gleich mit dem fulminanten, großartigen Boogie-Kracher "Hard times" volles Rohr durch, dem man einen gewisse ZZ Top-Groove deutlich anmerkt. Massive Gitarrenriffs fliegen einem um die Ohren, ein powernder Drive, großartiger Led Zeppelin-inspirierter Gesang - die Band legt los, als gäbe es kein Morgen! Und mit dem kochenden, erneut Vollgas gebenden "Dead wrong" legen sie sofort noch einen mit entsprechend hoher Schlagzahl drauf. Welch eine Power, welch ein abgehender, "fauchender" Retro-Fetzer! Das Rock'n Roll-Fieber steigt! Dann das bärenstarke "Everything you're breathing for": Wunderbar melodische Gitarrenlinien, eine hinreißende Hookline und ein betörender Groove erzeugen eine herrlich trockene, dreckige Atmosphäre und ein unwiderstehliches Retro-Feeling. Ein famoser Rock-Song, der voller Spannung zwischen zurückhaltenden Momenten und krachenden Attacken hin und her schwankt und sich dabei tief in unseren Gehörgängen einnistet. Ein satter Gitarrenmantel wird von dezenten Keyboard-Klängen unterstützt. Der klasse Rhyhmuswechsel im Break besticht mit einem starken, kurzen, wieselflinken Twin Gitarren-Solo. Viel Led Zeppelin-Flair, doch auch eine leichte Southern-Brise ist spürbar. Nach dem nächsten, klasse, straighten Riff-Knaller ("The kids") zeigt die Band bei dem langsameren, von einem gewissen Progressive-Touch durchzogenen, großartigen "When I was an orphan" schließlich, wie gekonnt sie auch akustische Gitarren in ihrer Musik zu integrieren in der Lage ist. Gewinnt im Verlauf der Zeit stetig an Power. Eine klasse Nummer! Weitere, hervorragende Losgeh-Nummern voller Boogie- und Riff-Vehemenz hören wir mit dem fulminanten "Carnival of crows", dem dampfenden "Real hard headed" und dem von einem saustarken, sehr raffinierten Rhythmus bestimmten "Bullet" (voller Deep Purple-Mark III-inspirierter Riffs), das sich fast wie eine Mischung aus Free, Humble Pie und Led Zeppelin aus den Lautsprechern drückt, während mit dem leicht folkig angehauchten "Can't keep no good boy down" und dem fast schon ein wenig episch daher kommenden, starken, 8 1/2-minütigen "Tide of tears" zwar nicht die Kraft und Energie, aber doch das Gaspedal zugunsten eines balladeskeren Flairs ein wenig zurückgenommen wird. Doch was die Band auch anpackt, es hat Hand und Fuß! "The Parlor Mob consider themselves to be very simply a rock and roll band" - und geanau das demonstrieren sie eindrucksvoll mit Spielwitz und großem musikalischen Talent. Eine tolle Truppe mit einem sehr starken Debut, das schon jetzt Lust auf mehr macht! Das Feuer der goldenen Siebziger Rock'n Roll-Ära brennt in solchen Bands wie The Parlor Mob weiter. Möge es nie erlöschen...

Art-Nr.: 5711
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hard times
Everything you're breathing for
When I was an orphan
Carnival of crows
Real hard headed
Tide of tears

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Phish - vegas ' 96 ~ limited edition box-set ~ 3 cds & dvd [2007]
Achtung: Weitere neue Phish Live-Veröffentlichungen eingetroffen! Siehe im Programm unter Phish!

3 CD + 1 DVD Box-Set! Limited Edition! Wow, welch ein Festtag für die Phishheads! Limitierte, prachtvoll aufgemachte Box ihrer legendären Show vom 6. Dezember 1996 aus dem Aladdin Theatre in Las Vegas! Es war damals die letzte Show einer 35 Konzerte umfassenden Herbst-Tournee kreuz und quer durch die USA, und es war die erste einer Reihe von wunderbaren "off-the-wall, humorous and irreverent Vegas appearances", die noch folgen sollten. Bei dem ein oder anderen Stück mit einigen interessanten Gästen auf der Bühne, wie zum Beispiel Les Claypool, Larry Lalonde, John McEuen und den lustigen "Four Elvis Impersonators", teils in "schrägen" Kostümen, lieferte die Band eine phantastische, "verrückte", ungemein spielfreudige Show ab, die nun endlich ihren Veröffentlichungsweg auf diese grandiose Box fand. Enthalten sind 3 DVDs mit dem kompletten Konzert (weit über 3 Stunden) sowie eine exklusive Live-DVD mit rund 110 ausgewählten Minuten dieser Pracht-Performance! Dazu eine hervorragende Aufmachung: Jede der CDs kommt in einer klasse Digipack-Verpackung, dazu gibt's ein dick-seitiges, kleines, 40 Seiten umfassendes Photobuch der Show, die bereits erwähnte DVD - und alles steckt in einem feinen, mit edlem Prägedruck ausgestatteten Papp-Schuber! Tolles Teil! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Player abspielbar!

Die komplette Setlist:

Disc 1:
1 Wilson - 6:22   
2 Peaches en Regalia - 3:10   
3 Poor Heart - 3:18   
4 2001 - 9:27   
5 Llama - 5:26   
6 You Enjoy Myself - 26:00   
7 Cars Trucks Buses - 4:09   
8 Down with Disease - 11:04   
9 Frankenstein - 4:55   

Disc 2:
1 Julius - 9:34   
2 Sparkle - 3:37   
3 Mike's Song - 10:53   
4 Simple - 18:33   
5 Harry Hood - 15:40   
6 Weekapaug Groove - 11:35   
7 Sweet Adeline - 1:54   
8 Good Times Bad Times - 7:18   

Disc 3:
1 Harpua - 4:03   
2 Wildwood Weed - 2:43   
3 Harpua - 4:21   
4 I Want to Be a Cowboy's Sweetheart - 2:17   
5 Harpua - 1:55   
6 Suspicious Minds - 4:28   
7 Harpua - 8:47   
8 Suzy Greenberg - 6:52   
9 Susie Q - 2:47   

DVD:
1 2001
2 Llama
3 Mike's Song
4 Simple
5 Harry Hood
6 Weekapaug Groove
7 Harpua
8 Wildwood Weed
9 Harpua
10 I Want to Be a Cowboy's Sweetheart
11 Harpua
12 Suspicious Minds
13 Harpua
14 Suzy Greenberg
15 Susie Q

Art-Nr.: 5397
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 39,90

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Shaver - the earth rolls on [2001]
Power und Gefühl satt! Ein kleines Meisterwerk! Billy Joe Shaver in absoluter Bestform. Doch welch eine Tragik. Verkörpert das Album für Billy Joe eine Art Wiederkehr zu alten Bestleistungen, so ist es für seinen Sohn Eddy wie eine Grabschrift. Er verstarb am 31.12.2000, kurz nach den Album-Sessions, an einer Überdosis. Dieses vorliegende letzte gemeinsame Werk der beiden ist wohl das musikalisch beste, was Vater und Sohn Shaver zustande gebracht haben, läßt aber auch erahnen, was da noch hätte folgen können. Sie treiben sich gegenseitig zu Höchstleistungen an. Billy Joe's coole, kratzige Stimme, Eddy's tolle, elektrifizierende Gitarrenarbeit (beim 6-minütigen Finalsong, dem Titelstück, brennt er ein geradezu unglaubliches, grandioses E-Gitarren/Slide-Feuerwerk ab), bestes Songmaterial - alles mündet in feinstem texanische Outlaw-Country. Ihre Musik beinhaltet sowohl Honky Tonk, Roadhouse-Country, den Blues, sogar mal ein wenig Southern-Feeling, puren Countryrock, als auch die Vermittlung dieses so typischen "Rambling-Feelings" der Rastlosigkeit, der unendlichen Weiten und der Einsamkeit. 14 klasse Songs ohne jeden Ausfall. Unter den Musikern:Garry Tallent (Springsteen) am Bass sowie Wilco's Jay Bennett an den Tasten und Ken Coomer an den Drums. Ein Knüller für alle Country-/Countryrock-Outlaws!

Art-Nr.: 1323
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Snowblynd - dirty water [2007]
Ein "y" im Bandnamen - was soll das wohl demonstrieren? Klar, eine deutliche Seelenverwandschaft zu Lynyrd Skynyrd! Snowblynd, eine 5-köpfige, ganz groß aufspielende Truppe aus Columbus/Ohio, bedienen sich voller Stolz dieses äußerlichen Merkmals. Doch wenn das bei einer Band legitim erscheint, dann sicher bei Snowblynd - für die ist das eine spürbare Herzensangelegenheit! Diese bislang völlig unbekannte Truppe (das MUSS sich jetzt ändern!!!) hat sich voller Hingabe dem musikalischen Mythos des amerikanischen Südens verschrieben, und das, trotz aller Spuren klassischer Southern Rock-Helden, in einer Power, einer Frische, Authentizität und absolut eigenen Identität, dass es eine wahre Freude ist! Der "Bärchen Records Award for Best New Southern Rock Band of 2007" ist vergeben! Das ist der "Hammer"! Snowblynd selbst bezeichnen ihre Musik als "Motor City Dixie", was ihrer musikalischen Vorliebe, sowohl für die goldene Ära der klassischen Detroit-, als auch Southern Rock'n Roll-Bewegung Ausdruck verleihen soll, die sie auch heute noch als "still fresh and just as powerful as ever" bezeichnen! Keine Frage, diese Musik hat nichts von ihrer Stärke und Anziehungskraft verloren, solange solche Bands wie Snowblynd "die (Gitarren)Äxte schwingen"! Herrlich, wie fett und mit welch einer Power sie zu Werke gehen! Dreckig, sehr druckvoll, hart, dabei ungemein melodisch - und wundervoll "southern"! Elemente von Lynyrd Skynyrd, 38 Special, Molly Hatchet, Doc Holliday, The Black Crowes, aber auch von aktuelleren Bands wie Black Label Society, sogar mal dezent Kid Rock oder Big Engine, sowie jede Menge eigene Zutaten ergeben den packenden, prickelnden Mix von Snowblynd! Die Produktion ist großartig, der fette Sound über jeden Zweifel erhaben, das Songmaterial ausnahmslos erstklassig (Tracks wie beispielsweise "The ride" haben das Zeug zum regelrechten Southern Rock-Klassiker), die Musiker exzellent! Die Gitarren strotzen nur so vor Kraft und Saft, die Rhyhmusfraktion entfacht einen mächtigen Druck und der ungemein starke Sänger Brad Williams findet exakt die richtige Schnittstelle zwischen sofort hängen bleibender Melodik und powernder Intensität! Immer wieder spielen sich die beiden ausgezeichneten Gitarristen Ryan Smith und Gregory Wyld mit traumwandlerischer Sicherheit "die Bälle", sprich die Licks, Riffs und Soli zu. Der Gitarren-Motor läuft wie geölt! Gnadenlos, mit unbändiger, fett im "elektrischen Saft" angerührter Power, starten sie ihre Attacken und bringen unser (Southern) Rock'n Roll-Herz zum Vibrieren! Das macht einfach tierisch Laune und animiert uns die Luftgitarre rasuzuholen, um die Truppe "im Geiste" mit vollem Körpereinsatz zu unterstützen. Erst beim letzten Stück, der wunderschönen, nur von der akustischen Gitarre begleiteten Ballade "One time ain't enough" stöpselt die Band aus und nimmt "den Strom" aus Ihrer Musik, was allerdings der Qualität nicht im mindesten schadet - im Gegenteil: Es demonstriert noch einmal ihren Mut zur Abwechslung und ihre ganze Klasse. Denn auch diese Nummer, mit ihrer herrlichen "Southern-Breeze", ist eine wahre Wonne. Doch zu Anfang des Albums raucht's an allen Ecken und Enden. Kratzige, mächtige Riffs, eine röhrende Slide und ein ordentlich "Gummi" gebender Drive lassen schon mit den Eröffnungskracher "Blood, guts and gasoline" (schon der Titel verspricht, wo's lang geht...) den Snowblynd-Motor heiß laufen. Kein Zweifel, diese Band hat Feuer! Was für ein Auftakt! Und von nun an folgt ein "Knaller" dem nächsten, hangelt sich die Truppe von "Southern Rock-Hit" zu "Southern Rock Hit"! Welch eine Kontinuität auf gleichbleibend hohem Niveau! Respekt! Nächster, eindrucksvoller Beweis dieser Einschätzung folgt mit dem anschließenden, genauso melodischen, wie dreckigen und saftigen, lupenreinen, straighten, "gritty" Lousiana Swamp-Southernrocker "Dirty water"! Großartiger Gesang, satte, sehr transparente, massive Gitarren überall, inklusive eines prächtigen, glühenden Solos! Ein wunderbarer Southernrocker, der so manch etablierte Band des Genres in Ehrfurcht erstarren lassen sollte. Erneut etwas swampig kommt dann das balladeske, abermals sehr melodische, aber nicht minder kraftvolle "Carry on", bei dem Snowblynd scheinbar exakt den Schnittpunkt zwischen Lynyrd Skynyrd und The Black Crowes treffen. Die mächtigen Gitarren werden hier, und das peppt den Sound zusätzlich auf, von einer unauffällig im Hintergrund agierenden Hammond-Orgel unterstützt. Natürlich gibt's auch hier wierder die herrlichen, feurigen Lead Gitarren zu bewundern. Dann das bereits erwähnte "The ride": Rau, abermals nicht sonderlich schnell, dafür aber umso inspirierter, authentischer und intensiver, beglücken sie uns mit einem "Killer"-Southernrocker, der sofort mitten ins Herz trifft. Wunderbar! Das ist klassischer Southern Rock, wie man ihn heute spielen muß! Enthält ein tierisches, brennendes, wechselseitiges Gitarrensolo! Und so fahren sie fort: Glühende Slides rühren das kochende "Lust 'n' liquor" an (das Tempo zieht wieder an), die Black Crowes lassen erneut bei dem bluesigen, swampigen "Little Miss Misery" grüßen, 38 Special hinterlassen ihre Spuren bei dem starken "Cryin' shame", "One time ain't enough" besticht mit einer morz Power und brodelnden "Heavy" Skynyrd'schen "Gimme three steps"-like Riffs, usw., usw.! Das sind insgesamt gut 45 Minuten pures Southern Rock-Vergnügen ohne jeden Durchhänger! Das Booklet enthält im übrigen alle Songtexte! Diese Truppe steht voll im "Southern Rock-Saft"! Das Genre lebt! Begeisternd!

Art-Nr.: 5449
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Dirty water
Carry on
The ride
Lust 'n' liquor
The mask
One time ain't enough

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StoneRider - three legs of trouble [2008]
Der dreckige, bluesige Seventies Retro Gitarren-Riff-Rock'n Roll lebt! Und mit welch einer Vehemenz und Vitalität! Neustes, überaus beeindruckendes Beispiel dafür ist das junge, großartige Quartett StoneRider aus Atlanta /Georgia! Zwei hervorragende Gitarristen, einer davon zudem ein exzellenter Sänger mit herrlich rotziger, "shoutender" Röhre, Bass, Drums - das ist das schlichte Equipment, das StoneRider benötigen um los zu rocken wie die Hölle! Voller Inbrunst verarbeiten sie ihre Herkunft aus dem Süden der USA und Ihre Vergangenheit in der Hardcore Metal-Band "Fight Paris" zu einem vor Power, Spielfreude, Druck und Kompetenz nur so strotzenden, esplosiven "straight-forward, bluesy, rootsy, Southern-fried, retro-fitted" Hard Rock-Gebräu, dessen massive Twin Gitarren-Front, bebende Riffs und tosende Soli einem nur so um die Ohren fliegen, dass es die wahre Freude ist. Die Spuren ihre scheinbaren Einflüsse sind umfangreich. Das geht von Lynyrd Skynyrd zu Blackfoot, von Jimmy Hendrix zu Led Zeppelin, von AC/DC zu ZZ Top, von Foghat zu Cry Of Love, von den Four Horsemen zu The Black Crowes, von Free zu Aerosmith... - und damit befinden sie sich in bester Gesellschaft solcher jungen "Retro-Wilden" wie Black Stone Cherry, Silvertide, American Minor, The Answer, Rose Hill Drive, Dirty Sweet und Co. - wobei StoneRider zu den "heftigeren" Vertretern dieser Bewegung gehören. Peitschende Gitarren überall, pulsierende, antreibende Riff-und Rhythmusarbeit, immer wieder glühende, wirbelnde, geradezu unter Strom stehende, fette Soli von Lead Gitarrist und Sänger Matt Tanner, klasse Songmaterial und überaus kompetente Musiker lassen mächtig Dampf ab. Erholsame Balladen gibt's keine - die Devise heißt: "Plug it in and Rock it out loud"! Einzelne Stücke hervorzuheben macht wenig Sinn, da die Truppe ihre Linie wie "am Strich" durchzieht und dabei keine Kompromisse eingeht. Ob beispielsweise der von einem zwirbelnden und wirbelnden Gitarrensturm dominierte, Energie-geladene Opener "Rush hour, Baby", das dreckig rockende, massive "Back from the dead", der von gewaltigen Wah Wah-Läufen durchzogene, straighte, bluesy Heavy Riff-Rock-Kracher "Ramble down" (prima Southern-Flair), das zündende, AC/DC-like "Wild child", das durch Monster-Riffs nach vorn gepeitschte und von tierischen, kochenden Gitarrensoli bestimmte "Lynyrd Skynyrd meets AC/DC meets ZZ Top"-like "Bad lovin' (never felt so good)", oder der fulminant durchstartende, Southern-fueled "Killer"-Boogie "Shut my mouth" - es kocht, dampft und rockt an allen Ecken und Enden. Enthält zudem ein klasse Coverversion von Nazareth's "Hair of the dog"! Diese Band und diese Mucke haben richtig Feuer! Sehr starke Scheibe, die tierisch Laune macht!

Art-Nr.: 5509
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Rush hour, Baby
Ramble down
Wild child
Bad lovin' (never felt so good)
Shut my mouth

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Suhler, Jim & Monkey Beat - tijuana bible [2007]
Meisterhafte, texanische Gitarren-/Roots-/Bluesrock-Musik in Vollendung! Was für ein grandioses Album! Der begnadete Gitarrenhexer aus Dallas/Texas und seine famose Combo "Monkey Beat" zählen seit mehr als 15 Jahren zu dem Besten, was die Texas Bluesrock-Szene zu bieten hat. Vielen ist Suhler sicher auch als Lead-Gitarrist von George Thorogood's Destroyers ein Degriff (er spielt dort seit 1999), doch vor allem mit seiner eigenen Band hat er sich weltweit unter den Kennern der Szene eine Menge Anerkennung erspielt und eine riesige, loyale Fangemeinde aufgebaut. Warum das so ist, beweist voller Nachdruck das neue, mitreißende Werk "Tijuana bible", das erste mit "Monkey Best" seit rund sechs Jahren! Jim Suhler, diesbezüglich bereits mit Auszeichnungen überhäuft und Dauergast in diversen "Top Guitarists"-Listen, gilt als einer der virtuosesten, vielseitigsten und angesehensten "Gitarreros" des texanischen Bluesrocks. Seine Einflüsse reichen von Freddie King, Johnny Winter, Stevie Ray Vaughan und Rory Gallagher, über AC/DC und ZZ Top, bis hin zu J.J.Cale und The Allman Brothers Band! Das lässt schon vermuten wie vielfältig die Elemente sind, die Suhler zu seinen eigenen Indikatoren vereint. All das, seine überragenden Fähigkeiten als Gitarrist, die Gabe wirklich phantastische Songs zu schreiben und sein hervorragendes Gesangstalent sind das Fundament einer spannungsgeladenen Brücke zwischen krachenden Riff-Rockern, brodelnden Texas-Shuffles, traditionellem, emotionalem Retro Slow-Blues, dreckigem Roots-Rock'n Roll, schwülem Swamp-Blues, groovendem Southern-Blues, straighten, klassischen Bluesrockern, knackigen Boogies und countryfiziertem Roots-/Blues-/Rock - alles garniert mit herrlichen, von einer immensen Fingerfertigkeit geprägten, genauso lockeren, wie fulminanten und powernden Lead Gitarren-Soli und explosiven, glühenden, "dirty" Slide-Attacken! Doch noch etwas sticht als überaus bemerkenswert hervor: Dieses großartige, abwechslungsreiche Songmaterial besticht mit zum Teil traumhafter Melodik, schraubt sich wohlwollend in unsere verwöhnten Roots-/Blues-/Rock-Ohren und hinterlässt damit einen tiefen Eindruck! Toll! Prächtige, dreckige, rootsige, kratzige Riffs und ein hinreißender, rollender rockin' Texas-Groove bilden die Basis des grandiosen Eröffnungs-Bluesrockers "Tijuana bible"! Gleich eine Nummer, die einen nicht mehr loslässt! Tolles, ein im Hintergrund zu erahnendes, unterschwelliges Border-Flair und messerscharfe, feurige Gitarrensoli vom Meister! Als wäre es Magie, fängt man unweigerlich an rhythmisch mitzuwippen! Genial! Wie auch der folgende, von glühenden Slide-Läufen (teilweise tolle Slide-/Gesang-Parallelarbeit) und forschem Drumming angetriebene, raue Bluesrock-Boogie "Devil in me"! Dann die erste von 3 glänzend integrierten Coverversionen (die 13 übrigen Tracks stammen aus Suhler's Feder): Elvin Bishop's gefühlvoller, klassischer Retro Slow-Blues "Drunken hearted boy" in einer wunderbar inspirierten Fassung, begleitet von einem großartigen Slide-Solo des Original-Autors Elvin Bishop "himself"! Die beiden übrigen Coverversionen sind zum einen ein knochentrockener, straighter, krachender Power-Riff-Ritt des alten AC/DC-Klassikers "Up to my neck in you" (fettes, wie geschmiert abgehendes Gitarrensolo) und zum anderen ein gewaltiges Remake von Rory Gallagher's "I could've had religion", vollgepackt mit furiosen Slide-Läufen und einer starken Bluesharp! Doch zurück zu den brillanten Suhler-Nummern: Umwerfend stark beispielsweise auch der unwiderstehlich melodische, von saftigen, vielschichtigen E-Gitarren und Slides umgebene, herrlich ins Ohr gehende, fette Midtempo Retro-(Blues)Rocker "Long hot summer", der sowohl auf den Spuren solcher Bands wie Free und Bad Company wandelt, aber auch ein tolles, rootsiges Southern Rock-/Swamp-Feeling vorweisen kann. Herausragend das brodelnde Slide-Solo vom Protagonisten! So folgt ein "Killer"-Track dem nächsten: Ob das dynamisch abgehende "Black sky" mit seinem markanten Bass-/Drums-Drive, der klasse Melodie und den furiosen Gitarrenläufen, die geradezu traumhaft melodische, von wundervollen, genauso lockeren, wie kraftvollen, transparenten Gitarrenlinien bestimmte Bluesrock-Ballade "Deep water lullaby", zu der Gastgitarrist Joe Bonamassa ein exzellentes Solo beisteuert (feine Acoustic Gitarren-/Piano-Fills; schöner, dezenter Hall in der Stimme Suhler's), der brillante, mit unaufdringlichen Bläser-Fills, glühender Slide und exzellenter Background-Hammond Orgel instrumentierte Retro Pyschedelic-Bluesrocker "Years of tears" (was für eine prima Melodie, welch ein starkes, ausgedehntes Slide-Solo), der dreckige, schön funky groovende Southern-/Swamp-Blues "Po' lightnin'" mit seinen sumpfigen Slide-Läufen (Background-Gesang: Wet Willie's Jimmy Hall), der furiose, abgehende Blues-/Southern-/Boogie-/Roots-Rock'n Roller "Border Rock", usw., usw.! Es ist schon fast "beängstigend", auf welch hohem Niveau Jim Suhler und seine phantastische Crew ihr Ding durchziehen! Es gibt nicht den Hauch einer Schwächephase - und das bei einer satten Spielzeit von über 71 Minuten und 16 Songs! Produziert haben übrigens Jim Suhler selbst und Tom Hambridge! Toller, exakt auf den Punkt gebrachter, knackiger, würziger Sound! Gitarren-Enthusiasten, Rootsrock-Fans, Bluesrock-Fanatiker: "This album is a pure killer"! Ihr werdet dieses Album feieren- wir jedenfalls tun es! Begeisternd!

Art-Nr.: 4980
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Tijuana bible
Devil in me
Long hot summer
Deep water lullaby
Po' lightnin'
Border Rock

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Sullins, Chad & The Last Call Coalition - incommunicado [2012]
Stillwater/Oklahoma ist die Heimat der "Red Dirt Rocker" von Chad Sullins und seiner Band The Last Call Coalition. Und das Stillwater eine Hochburg der nach wie vor voll im Saft stehenden, immer wieder neue, fantastische Bands hervorbringenden Red Dirt-Bewegung ist, ist hinlänglich bekannt. Singer/Songwriter Chad Sullins und seine Kunpels sind der beste Beweis dafür. Das Quartett gilt als "one of the hottest new Red Dirt-acts" - und zwar vollkommen zu Recht. Ihr neuestes Werk "Incommunicado" ist ein vorzüglicher Beleg für die großartige Musik, die uns immer wieder aus dem Gebiet Texas/Oklahoma erreicht - es ist ein Pracht-Album! "It's one of the toughest albums to classify the red dirt scene", schwärmt ein amerikanischer Journalist. Das passt, denn den Burschen gelingt eine tolle Gratwanderung zwischen dampfendem Rock, Blues, Southern Rock, Roots, Americana und Country, den man geradezu beispielhaft unter dem Label "Red Dirt Rock" zusammenfassen kann. Oftmals rockt es laut und rau, vollgepackt mit fetten Gitarren (dazu passt das Zitat eines weiteren U.S.-Reviewers, der sagt "they are more grounded in ZZ Top than George Jones), dann wieder hören wir herrliche Americana/Alternate Country-Nummern, alles umgesetzt mit wunderbaren Strukturen und Melodien, aber auch voller ausgelassener Spielfreude. Die Musiker sind klasse. Vor allem Lead Gitarrist Josh Rutz erfreut uns mit seinem großartigen Spiel und einigen inspirierten, zündenden und glühenden Soli. Am ehesten wird die Band mit den unvergessenen Cross Canadian Ragweed und der Mike McClure Band verglichen, doch Cody Canada's neue Truppe The Departed passt ebenso als Bezugsgröße wie in einigen anderen Momenten auch beispielsweise No Justice, The Pear Ratz oder The Damn Quails. Die Band klingt herrlich unverbraucht und rockt frei von der Leber los. Wie bei dem fulminanten "Scratch", einem krachenden, straighten, Blues-fueled Texas Rocker, gespickt mit dreckigen, rauen Riffs und feurigen E-Gitarren-Läufen. Bleibt dennoch aufgrund seiner exzellenten Melodik bestens hängen. Hat ein wunderbares "rambling" Southern-Feeling. Frontmann Chad Sullins singt klasse. Seine Stimme passt zu den kernigen Rockern ebenso wie zu den ruhigeren, country-flavoured Titeln. Ordentlich zur Sache geht's auch bei dem dampfenden Texas-Boogie "Straight to hell" (klasse Outlaw-Flair), der abrockt, was das Zeug hät. Wie auch der deftige, raue Roadhouse Volldampf-Knaller "Thank God for Jack Daniels", bei dem nach einem ruhigen Acoustic-Intro plötzlich die "Hölle" losbricht. Hier fließt der Whiskey nicht nur textlich in Strömen, sondern sicher auch bei den entsprechenden Live-Auftritten der Band, die mit solchen Songs so manchen Honky Tonk-Schuppen in Texas und Oklahoma in "Schutt und Asche" legen wird. Macht tierisch Laune und der Spaß, den die Jungs dabei haben, kommt wunderbar rüber. Das obligatorische, glühende Gitarrensolo von Gitarrero Jush Rutz fehlt natürlich auch nicht. "This one kicks ass". Aber es geht auch deutlich ruhiger - und wie! "Paris" beispielsweise ist eine von wundervollen, vielschichtigen, reichhaltigen Gitarren (akustische Gitarre, E-Gitarre, Pedal Steel - im übrigen gespielt von Ryan Engleman von den Turnpike Troubadours) umgebene, traumhaft melodische, voller Southern-Flair steckende Americana-, Roots-, Countryrock-Ballade (The Marshall Tucker Band meets The Departed), die eindrucksvoll die vielseitigen Fähigkeiten der Band demonstriert. Klasse auch hier wieder das gefühlvoll, aber erdig eingestreute E-Gitarrensolo. Ein exzellente, in sich stimmiger Gegenpol zu den fetzigen Rockern, wie auch das wunderschöne, vollkommen akustisch dargebotene "10 one 10". Fetten Electric Southern Rock gibt's dann wieder mit dem saustarken "Full throttle". Welche Ecke des Red Dirt-Terrains die Truppe auch "beackert", sie macht es einfach großartig. "Incommunicado" ist eine tolle Scheibe einer tollen Band. Das Genre ist um eine echte Attraktion reicher. "These guys will rock your red dirt ass"....

Das komplette Tracklisting:

1. Intro - 1:06
2. Scratch - 5:23
3. Straight To Hell - 3:32
4. Thank God For Jack Daniels - 4:19
5. Paris - 5:39
6. Only Girl - 4:26
7. Full Throttle - 3:59
8. August Sun - 4:43
9. 10 One 10 - 3:36
10. Dance With the Gypsies (Backporch Style) - 4:27
11. Oklahoma Moon - 6:21

Art-Nr.: 8017
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Scratch
Straight to hell
Thank God for Jack Daniels
Paris
Full throttle
10 one 10
Oklahoma moon

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Too Slim and The Taildraggers - tales of sin & redemption [2003]
Was gibt es doch für grandiose Bands!

Gitarren-Enthusiasten, Southern Rocker, Swamp-Rocker, Roots-Rocker und all ihr ewig hungrigen Bluesrock-Begeisterten: "This Band knocks you down"!!!

Die Rede ist von Too Slim and The Taildraggers aus Spokane im US-Bundesstaat Washington um den begnadeten Gitarren-Hexer (maßgeblich u.a. beeinflusst von Duane Allman) und charismatischen Sänger Tim "Too Slim" Langford, gegründet bereits im Jahre 1986! Zu Hause mit Awards regelrecht überhäuft, bereits etliche Alben auf dem Buckel, sind sie bei uns (bis jetzt) nahezu im Verborgenen geblieben. Das muß und wird sich ändern!

Aus Anlass der brandneuen Veröffentlichung "Free your mind" haben wir die 3 letzten Studioalben dieser famosen Truppe organisiert - eines stärker als das andere! Drei "Killer"-Alben eines absoluten Juwels der Southern- und Roots-based Bluesrock-Szene.

Nicht nur die Anhänger solcher Kollegen wie Stevie Ray Vaughan, Indigenous, Lynyrd Skynyrd, Gov't Mule, North Mississippi Allstars, ZZ Top, Sonny Landreth, Robert Johnson, Johnny Winter, aber auch von John Fogerty, einem dreckigen Tom Petty und John Mellencamp werden aus dem Häuschen sein... - ""Straight Whiskey Blues with Southern Rock Beer Chaser"... - was für ein kochendes, brodelndes Gitarren-Fest!

Das komplette Tracklisting:

1 Walk on Water (4.32)
2 Brown Bottle Rock (3.35)
3 Oven Burnin' Woman (3.58)
4 Mississippi Moon (5.18)
5 Wish I was Fishin' (6.26)
6 Soul Perspective (4.25)
7 Some Kinda' Momma (3.33)
8 Broad Minded (5.07)
9 Missed That Train (4.30)
10 Flatblack Flathead (4.35)
11 Too Cool (5.53)

Art-Nr.: 6288
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Walk on water
Brown Bottle Rock
Oven burnin' woman
Mississippi moon
Broad minded
Flatback flathead

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Van Zant - my kind of country [2007]
Sehr starker Nachfolger der Van Zant-Brüder Donnie und Johnny! Nach ihrem überaus erfolgreichen und von Gold-Status belohntem Nashville-Debüt "Get Right With The Man" aus dem Jahre 2005 legen die beiden Sänger von Lynyrd Skynyrd und 38 Special ihren bereits heiß erwarteten zweiten Longplayer in diesem Sektor nach. Nachdem es in kreativer Hinsicht bei ihrem Stammbands in den letzten Jahren ziemlich mau aussah, scheint sich ihr gemeinsames Country-Projekt immer mehr zum ersten Standbein für die beiden zu entwickeln. Und sie fühlen sich in der Nische des southern-rockigen (New-)Country offenbar pudelwohl. Dies überträgt sich auch deutlich spürbar auf die Atmosphäre ihres neuen Werkes "My Kind Of Country", denn das Teil ist, wenngleich noch einen Hauch mehr "country" als der Vorgänger, tatsächlich noch einmal einen Tick frischer, reifer und besser geworden als der Vorgänger! Großes Komplimant dafür! Die einstigen, immer mal wieder auftauchenden gesundheitlichen Probleme bezüglich ihrer Stimmen scheinen wie weggeblasen und man freut sich, dass gerade der zuvor ein wenig zurückhaltender agierende Donnie diesmal nahezu ebenbürtig mitmischt. Und so prescht dieser beim kräftigen Opener "Train" direkt wie in alten, allerbesten 38.Special-Tagen voran. Ein toller Southern –Rocker, mit allem was das Herz begehrt: Kerniger Gesang, aggressiver Refrain, fette Slide-Riffs, Mundorgel, glühende E-Gitarren/-Soli, weibliche "Oohoohs", dazu eine wenig aufdringliche Fiddle. Der Song stampft wie eine Dampflok, die sich unbarmherzig durch die unendlichen Weiten des Westens und des Südens vorankämpft. Ein toller Auftakt. Mit "These Colors Don’t Run" folgt anschließend ein erster "echter" Countrysong, ein wenig patriotisch eingefärbt, in der Tradition von Hank Williams jr. oder Montgomery Gentry. "Goes Down Easy" verbreitet danach gute Laune pur. Unterschwelliges, ganz dezentes Tex-Mex-Flair im Gesang, klasse Mundhamonika-Begleitung von Pat Buchanan (übrigens ist wieder fast die gleiche Musiker-Mannschaft wie beim Vorgänger an Bord) und der sich sofort in den Gehörgang bohrende Refrain laden zum munteren Mitsingen, "Mitkreischen" und Mitgrölen ein. Das Lied stammt übrigens aus der Feder der angesagten Künstler und Songwriter Tom Hambridge, David Lee Murphy und Gary Nicholson. Etwas ruhiger wird es dann bei "That Scares Me", vielleicht so etwas wie das Pendant zu "Help Somebody" aus dem vorigen Album. Eine Genre-typische Nummer, die Johnny Van Zant's weich- kratziger Stimme geradezu auf den Leib geschrieben ist. Sehr entspannt, garniert mit dezenten Steel-, Orgel, und E-Gitarren-Fills, sowie einem feinen Slide-Solo. Ähnliches gilt für "The Hardest Thing", durch das zudem noch ein gewisses Heartland-Flair weht. Der großartige Titelsong verbindet dann wieder besten Southern-Rock und New-Country mit treibenden Grooves zu einer explosiven Mischung! "It’s Only Money" erinnert mit seinen Honkytonk-Elementen (herrlicher Gesang von Donnie) stark an den uralten 38 Special-Track "Money Honey". Kuhglocken, bestechende Piano/Orgel-Arbeit von Reese Wynans, weibliche "Backs" und filigranes Stratocaster-Spiel lassen alte Southern-Glanzzeiten wieder aufleben. In bester Lynyrd Skynyrd-Tradition schallt dann das straight southern-rockige "We Can’t Do It Alone" aus den Boxen: Fette E-Gitarren-Riffs, schöne Dual Guitar-Passage, starke weibliche Background-Gesänge! Lediglich das geschickt eingeflochtene Dobro stellt einen wunderbar "duftenden" Bezug zum Country her. Gesang hier natürlich von Johnny Van Zant! Bei "Friend" kommt dann der bei uns einen sehr guten Ruf genießende Jeffrey Steele kompositorisch mit ins Spiel. Das Stück trägt seine offensichtliche Handschrift und weist ein wenig Reminiszenzen an dessen "Twenty Years Ago" auf. Sehr eingängigen, fluffigen New-Country der Marke Alabama bekommt man bei "It’s All About You" geboten. Der Song besticht durch seine schöne Melodie und sprühende Leichtigkeit. Das Finalstück des Albums ist dann noch mal ein absolutes Highlight: "Headed South" wurde geschrieben von den Van Zant-Brüdern und den Warren Brothers (letztgenannte haben ja in den vergangenen Jahren kompositorisch immer mal wieder sporadisch im Van Zant-Umfeld mitgewirkt, z. B. bei Skynyrds "Red, White & Blue"-Ballade). Der von Donnie gesungene Song präsentiert sich schwül bluesig und geht in Richtung von 38. Special's einstmaligen "Homeless Guitar". Herrliche Gitarren, starkes E-Piano und klasse Orgel dürften bei Southern-Freunden lang vermisste Glücksgefühle wiede raufleben lassen. Ein echter Southern-Knüller am Schlus, der das Leben "on the road" zum Thema hat. Den Van Zant-Brüdern ist mit "My Kind Of Country" erneut ein Klasse-Album gelungen, das, wie gesagt, noch eine Spur homogener und ausgereifter wirkt als das vorige Material, und darüber hinaus vor allem von den starken, frischen Gesangleistungen des Brüderpaares, sowie den bravourösen Leistungen der exzellenten Musiker lebt. Produziert hat wieder Mark Wright, diesmal allerdings zusammen Justin Niebank. Wir ziehen den "Hi-Roller" vor dieser Leistung und attestieren, dass uns die Southern-Variante des Van Zant'schen Country von einer solchen Qualität für immer willkommen sein wird. Weiter so, Jungs! "This kind of country rocks"! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5212
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 10,90

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Widespread Panic - free somehow [2008]
Widespread Panic's zehntes Studioalbum (bei nunmehr insgesamt siebzehn Veröffentlichungen) ist zum einen ein sehr starkes und variantenreiches Werk geworden, zum anderen wartet es mit einigen prägnanten Neuerungen auf. Im Gegensatz zu früheren Alben sind die meisten Songs von "Free somehow" nicht "road-tested", das heißt, noch niemals live aufgeführt worden. Dies geschieht erstmalig im Zuge der anstehenden Gigs. Zudem ist es das erste Studioalbum mit dem neuen, legendären Gitarrist Jimmy Herring (wo hat der nicht schon überall gespielt..- The Allman Brothers Band, The Dead, Aquarium Rescue Unit, Phil Lesh & Friends sind nur einige Stationen), dessen Einflüsse und virtuoses, genauso kraftvolles, wie flüssiges Gitarrenspiel den Sound der Band doch recht deutlich prägen. So hört man beispielsweise mehr Grateful Dead-Flair als früher, ohne das die Southern-Roots entscheidend in den Hintergrund geraten. Auch eine gewisse psychedelische Retro-Note ist unverkennbar, genaus wie Reminiszensen an die späteren Led Zeppelin, beispielsweise zu deren "Physical graffiti"-Zeiten. Das Werk wirkt sehr gefällig, komplex, hat rockige und entspannte Momente, ist überaus vielseitig und "farbig"! Es ist funkig, groovig, southern, folkig, bluesig, jazzig, psychedelisch, melancholisch, rau, frisch - und dabei immer "true Panic"! Los geht's mit dem starken, flotten, gut abgehenden, lockeren, dabei durchaus kraftvollen, eingängigen Southern-fueled Jamrocker "Boom boom boom", vollgepackt mit würzigen Riffs, klimperndem Pianodrive, schöner Background-Hammond, lässigen E-Gitarrenlinien und einem herrlichen Percussion-Teppich. Durch das Stück zieht sich permanent, vor allem aber im Refrain richtig ausgeprägt, ein großartig integriertes Retro-/Psychedelic-/Hippie-Flair mit Reminiszensen an die alt-ehrwürdigen Jefferson Airplane oder gar an Quicksilver Messenger Service. Sehr interessante, starke Nummer! Neil Young & Crazy Horse fallen einem als Vergleichsgröße bei dem folgenden, ebenfalls gut nach vorn rockenden "Walk on the flood" ein. Jimmy Herring überzeugt mit klasse Gitarrenläufen auf der ganzen Linie. Das dezente Psychedelic-Feeling ist auch hier spürbar, wenngleich die Nummer straight rockt. Leicht funky und sehr groovy (erneut hören wir einen tollen Percussion-Rhythmus) kommt das anschließende "Angels on high"! Eine sehr lockere Performance mit leichtem Steely Dan-Touch und jazzigen Momenten. Die keinesfalls störenden Bläser sorgen für zusätzlichen Biß und vertragen sich bestens mit Herring's überaus virtuosen, quirligen Gitarren-Einlagen. Völlig unbeschwert fließt das jammige, ein feines, "schwebendes" Southernfeeling offenbarende "Three candles" aus den Lautsprechern, das nach und nach immer kraftvoller wird. Sehr kompakter Bandsound mit starkem, Allmans-mäßigem Gitarrensolo Herring's! Nach dem folkigen "Tickle the truth", dem entspannten, mit Steelguitar, Fiddle und einem prächtigen, akzentuierten, sauberen, erfrischend klaren Gitarrensolo angereicherten Titelstück "Free somehow" (eine klasse Mischung zwischen Grateful Dead und The Allman Brothers Band) und dem fett abrockenden, von dreckigen Riffs geprägten, rauen, bluesy Southern-/Psychedelich-/Jam-/Hardrocker "Flicker" (sicher die robusteste Nummer des Albums) folgt mit dem über 8-minütigen "Her dance needs no body" noch eine klasse, abgefahrene "Stoner-Odyssee" mit "rainy-day guitars, horns, sweeping percussion, and orchestrated strings"! Wird interessant werden, wie die Band diese Nummer live präsentieren wird. Produziert wurde das Album von Terry Manning (u.a. Led Zeppelin, Lenny Kravitz und ZZ Top) und Widespread Panic! Klasse Teil, das die Band in beeindruckender Weise auf einem sehr innovativen Weg zeigt, der Vergangenheit (Wurzeln) und Zukunft (Weiterentwicklung) vorzüglich miteinander vereint. Großes Kompliment!

Art-Nr.: 5491
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Wiggins Band, Scott - burn [2007]
Die sehr junge, aber bereits überaus professionell und reif agierende, texanische Scott Wiggins Band aus dem Raum Corpus Christi/San Antonio spielt sich mit ihrem bereits zweiten Album "Burn" in beeindruckender Art und Weise in die Riege solch gestandenener "Red Dirt"-Acts wie Cross Canadian Ragweed, der Britt Lloyd Band, der Eli Young Band, Bart Crow Band & Co.! Intensives Touring beschert der Band in ihrer Heimat bereits eine große Anhängerschaft. Kein Wunder, denn was das Quartett abliefert, ist herrlich unbeschwerter, kraftvoller, Texas-"Red Dirt"-Roots-/Americana-/Countryrock mit einem genußvollen Schuß Southern-Feeling, wie er im Lonestar-State so unnachahmlich praktiziert wird. Sehr stark! Scott, ein großartiger Sänger mit einer für diese Art von Musik geradezu prädestinierten Stimme, hat alle zehn Tracks komponiert, lediglich einmal stand ihm sein langjähriger Freund und Bandmitbegründer John Diaz zur Seite. An den Reglerknöpfen wurde die Band diesmal in Form von Gitarrist/Songwriter Keith Davis und Grammy-Gewinner Adam J. Odor von zwei echten texanischen "Schwergewichten" unterstützt. Die zehn Stücke von "Burn", überwiegend sehr kräftig in Szene gesetzt, bestechen mit einem großartigen, sehr satten Gitarren-Arrangement. Dazu kommen ganz wunderbare Melodien, denen allesamt, ohne offensichtliche Anbiederungsversuche (die "Ecken und Kanten" bleiben trotz der herrlichen Melodik gewahrt) eine gewisse Radiotauglichkeit attestiert werden kann. Sämtliche Stücke bewegen sich im Drei- bis Vier-Minutenbereich, rocken teils recht kompromisslos, straight und sehr rhythmisch geradeaus, lassen aber auch ab und zu mal Luft zum Durchatmen, wobei dann ein entspanntes "Border-/Countryrock-Flair" (z. B. "Long run") mit dezentem Retro-Touch versprüht wird. Beindruckend für einen noch so jungen Frontmann wie Scott Wiggins, ist neben seinen zweifelsfreien kompositorischen Fähigkeiten, wie bereits erwähnt, auch die schon erstaunlich variabel und reif eingesetzte, Stimme . Bei den angesprochenen flockigeren Sachen wie "Lonely’s Holding Me", "Long Run" oder "Perfect Way To Fall" (alle mit schöner Baritone-E-Gitarre bestückt) blinzelt neben dem typischen "Red Dirt"-Flair sogar ab und zu ein unterschwelliges, Elvis-ähnliches Nostalgie-Feeling durch (Scott ist seit frühester Kindheit ein glühender Elvis-Verehrer), bei den fett rockenden Nummern, wie "Side Of Me" , "When She’s Lonely" oder "Addictions" staubt's dann in Richtung Cross Canadian Ragweed. Das Fundament bildet die glänzende Rhythmus-Fraktion, bestehend aus Drummer John Diaz (knackiges, kraftvolles Spiel), Gitarrist Ricky Diaz (nicht verwandt mit John), sowie der wunderbar dynamische Basslinien abliefernde Ryan Fedako. Herrlich auch immer wieder die glühende, auf den Punkt gebrachte Lead-Gitarre von Gitarrist Austin Gilliam, die dem Ganzen zum Teil einen schönen Southern-Rock-Anstrich verpasst. Einzelne Stücke ganz explizit als Highlight herauszuheben, würde jedem einzelnen Song nicht gerecht werden. Durchweg sehr starker Stoff für Freunde der bereits erwähnten Interpreten, aber auch die Ryan Bales Band, Rich O'Toole, die Tyler McCumber Band etc. sind adäquate Vergleichsgrößen. "Burn" - das "Red Dirt"-Feuer der Scott Wiggins Band brennt! Und zwar lichterloh! (Daniel Daus / J.T.)

Art-Nr.: 5442
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Was it worth it
Side of me
Lonely is holding me
There goes the world
Long run
Addictions

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Yayhoos, The - fear not the obvious [2001]
Irre! Was ist das denn? Was haben wir denn da? Eine Georgia Satellites-Reunion? Nein, es geht noch einen Schritt weiter. Die Yayhoos möchten wir mal als neue Genre-Supergroup bezeichnen. Sie sind völlig spontan entstanden; vier Freunde, die Spaß daran hatten, einfach mal bei einem Festival in Austin zusammen zu spielen und dabei den Zuhören schier den Atem raubten. Gott sei Dank war's das nicht, sondern die Jungs entschlossen sich ins Studio zu gehen und "Fear not the obvious" einzuspielen. Und jetzt kommt's, die vier Freunde sind: Dan Baird, ex-Frontmann der legendären Georgia Satellites, Keith Christopher, ein Multi-Instrumentalist (spielt alles, von Gitarre bis Schlagzeug), der Dan auch schon auf dessen Solo-Alben unter die Arme griff, Terry Anderson, einer von Dan Baird's besten Freunden, Autor von "Battleship chains", hat gerade mit "I'll drink to that" auch ein klasse Solo-Album veröffentlicht, und last but not least, Mr. Eric "Roscoe" Ambel, Genre-Supergitarrist und Produzenten-Guru, ex-Del-Lords, zuletzt Tour-Lead-Gitarrist von Steve Earle's Dukes! Was hat der nicht schon alles produziert. Was für Namen! Oft geht ein Zusammenschluß von solch hochkarätigen Leuten daneben und verläuft sich in der Sterillität. Nicht hier! Ganz im Gegenteil! Was die für ein Feuerwerk abbrennen, ist einfach klasse! 46 1/2 Minuten atemberaubender, dreckiger und lauter Geradeaus-Rock mit extrem hohem Spaßfaktor ohne Kompromisse und ohne Gnade! Gitarren satt! Southern-Elemente und Blues-Einflüsse sind spürbar. Die Jungs lassen unglaublich viel Dampf aus den Boxen dröhnen. Schön rotzig und prollig, aber immer melodiös! Was für Songs! Dan Baird gibt gesanglich alles, auch "Roscoe" Ambel und Terry Anderson übernehmen bei dem ein oder anderen Stück die Lead vocals, die Gitarren schaben, röhren, jaulen, sägen, die Drums treiben und die Produktion (natürlich Eric Ambel) ist so auf den Punkt gebracht, als würden die Jungs hinter eurer Anlage stehen und im Wohnzimmer rocken. Wahrscheinlich waren die nach jeder Studiosession zu diesem Album naßgeschwitzt. Enthält im übrigen die abgefahrene Studioversion von dem Abba-Cover "Dancing queen", das manche schon von Baird's aktuellem Live-Album kennen. Die Georgia Satellites gibt's nicht mehr, es leben die Yayhoos! Ein fulminantes Album!

Art-Nr.: 1394
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Get right with Jesus
Oh Chicago
All dressed up

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