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Anderson, John - bigger hands [2009]
Der allerorten so geschätzte Country-Veteran, "rowdy" Honky Tonk-Outlaw und einstige Wegbereiter der Neo Traditionalisten-Szene in den Achtzigern und frühen Neunzigern, John Anderson, lässt zwei Jahre nach seiner großartigen "Easy money"-Veröffentlchung mit "Bigger hands" ein weiteres Glanzlicht folgen. Das neue Album bringt ihn nach vielen Jahren wieder mit seinem alten Produzenten James Stroud zusammen, mit dem er in der letzten Dekade des vergangenen Jahrhunderts solche Alben wie beispielsweise "Senminole wind" oder "Money in the bank" veröffentlichte, die zahllose Hits wie "Straight Tequila night" oder "I wish I could ever been there" abwarfen. Und es scheint, als sei die Zeit stehen geblieben, denn Anderson knüpft nahtlos an diese Ära an. Dabei sprüht er nur so vor Frische und musikalischem Tatendrang. Sämtliche Songs hat er mitkomponiert, in Ko-Operation mit solch namhaften Schreibern wie Dean Dillon, Billy Joe Walker, Shawn Camp, Lionel Delmore oder John Rich. Dabei sind ihm mit Songs wie "Hawaia in Hawaii" (tolles Steel-Gewand, lockerer, sehr schnell vertraut wirkender Rhythmus, schöne Gitarren-Licks), "Cold coffe and hot beer" oder dem urigen Roadhouse-Feger "Bar room country" einige der vielleicht besten Honky Tonk-Nummern seiner gesamten Karriere gelungen. Überhaupt ist das Album sehr traditionell fundamentiert und wird damit alle Country-Puristen begeistern. Dennoch schafft Anderson auch problemlos die Brücke zum durchaus modernen und sehr knackigen New Country. Bestes Beispiel dafür ist der bravouröse Opener "How can I be so thirsty", ein prächtiger, gut abgehender, knackiger, voller dynamischer E-Gitarren, zwirbelnder Fiddle und klimperndem Honky Tonk-Piano steckender, herrlich ins Ohr gehender, rollender "I had too much to drink last night" New Country-Knaller, der mit Sicherheit auch die Tänzer unter den Cowboys mobilisieren dürfte. Toll auch die wunderbare Liebesballade "The greatest story never told", die brillante, flotte New Country-Nummer "Shuttin' Detroit down" (komponiert zusammen mit Big & Rich's John Rich, der den Song schon zu einem Riesenhit auf seinem "Son of a preacher man"-Werk machte), der kochende Countryrocker "Shorty's long gone" oder das von schöner Baritone-Gitarre, Dobro- Mandolinen- und Steelguitar-Fills bestimmte, sehr traditionelle, lockere "What used to turn me on". Das Album ist durch und durch eine geschlossene, runde Sache, mit der der Mann aus Apopka/Florida eindrucksvoll untermauert, dass mit ihm wieder (oder noch) voll und ganz zu rechnen ist. Hut ab! John Anderson in seinem zweiten oder dritten Frühling! Zeitlose, großartige Countrymusic voller starker Songs, Tradition und Flair, die richtig Freude macht!

Die komplette Tracklist:

1 How Can I Be So Thirsty - 2:33   
2 Better News - 3:17   
3 Hawaia in Hawaii - 3:46   
4 The Greatest Story Never Told - 3:19   
5 Shuttin' Detroit Down - 4:15   
6 Cold Coffee and Hot Beer - 3:09   
7 Bar Room Country - 3:22   
8 Missing Her Again - 3:20   
9 Shorty's Long Gone - 4:08   
10 What Used to Turn Me On - 3:12   
11 Fade Out - 3:27   
12 Bigger Hands - 4:28

Art-Nr.: 6445
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
How can I be so thirsty
Hawaia in Hawaii
Shuttin' Detroit down
Bar room country
What used to turn me on
Fade out

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Anderson, Kasey - the reckoning [2007]
Im Jahre 2004 sorgte der junge, damals gerade mal 24-jährige, aus Bellingham/Washington stammende Singer/Songwriter Kasey Anderson mit seinem fulminanten Debut "Dead roses" in der Roots-/Americana-/Alternate Country-Szene für geradezu überschwengliche Kritiken und Statements. Jetzt kommt mit "The reckoning" der Nachfolger - und der Bursche bestätigt die damalige, famose Leistung nicht nur, nein, er legt noch einen drauf! Abermals erstklassig und knochentrocken produziert von dem grandiosen Eric "Roscoe" Ambel (langjähriger Gitarrist u.a. der kultigen Del-Lords, von Steve Earle's Dukes und The Yayhoos), der selbstverständlich hier auch die Masse der Gitarrenparts übernommen hat, begeistert Anderson mit einer noch reiferen, noch vielseitigeren und ausgebuffteren Scheibe, deren 10 herausragende neue Songs eindrucksvoll und ohne Ausnahme das ungeheure Potenzial dieses Riesentalents unterstreichen. Das ist geradezu meisterhafte, mit einem herrlich rauen, ursprünglichen Flair behaftete, ausgewogen zwischen dampfenden, straighten Hi-Energy Guitar-driven Roots-Rockern und teils ein wenig psychedelisch angehauchten, folkigen Alternate Country-/Singer-Songwriter-Balladen hin und her balancierende Americana-Musik mit großer Tiefe und Spannung, die einen von der ersten bis zur letzten Sekunde fesselt. Spuren von Steve Earle, Chris Knight, Ryan Adams, bei so manchem Rocker auch von John Mellencamp sind unverlennbar. Sogar der zuletzt wieder in bestechender Form in Erscheinung getretene Will Hoge dient als Vergleichsgröße. Kasey Anderson (ausdrucksstarke, herlich angeraute, staubige Stimme) ist ein brillanter Songwriter und Storyteller, der jederzeit in der Lage ist, die Spannung seiner Lyriks auf beeindruckende Art und Weise mit packenden, auch bei den Balladen überaus würzigen, dreckigen, zwanglosen und sehr melodischen Roots(rock)-Arrangements zu veredeln. Völlig zu Recht schwärmt das US Genre-Vorzeigenblatt "No Depression" von einem begnadeten Songwriter "with a real melodic gift" und "darkly rich songs". Nach der ungemein "roughen", aufwühlenden, dreckigen, von kratzigen und verzerrten, massiven E-Gitarren (Neil Young & Crazy Horse lassen grüßen), hintergründigem Piano-Geklimper und düsterem Sprech-Gesang geprägten, sehr dramaturgisch in Szene gesetzten Eröffnungs-Rootsballade "The reckoning", feuert Anderson mit dem abgehenden, knackigen, herrlich melodischen Rootsrock-Kracher "Last thin line" dann eine voller Dynamik und Midwestern-Flair steckende Volldampf-Nummer hinterher, die in bester Mellencamp-/Chris Knight-/Eric Ambel-/Yayhoos-Tradition aus den Lautsprechern bläst. Große Klasse! Nun "brennt" die Hütte, der Motor scheint wie geschmiert zu laufen, doch Anderson schaltet sofort wieder einen Gang zurück und "zwingt" sein Publikum regelrecht zum "Zuhören"! Doch dieser Tempowechsel passt hervorragend ins Bild! Auf dem Programm steht die entspannte, erdige, wunderbare Roots-/Storytelling-Ballade "Don't look back" (tolle Melodie, starke Gitarrenbegleitung von Ambel), die für knisternde Spannung sorgt. Klasse "Reibeisen"-Stimme von Anderson! Anschließend lässt er's wieder krachen: Zunächst mit dem rotzigen, kernigen, von straightem Drumming und prächtigen Acoustic-/E-Gitarren-Riffs angetriebenen, genauso melodischen wie trockenen Roots-/Americana-Rocker "Long way home", und dann mit dem von dreckigen E-Gitarrenläufen bestimmten, einen ordentlichen Drive aufnehmenden, großartigen Rock'n Roll-Feger "Hometown boys", den auch Dan Baird, Ambel und The Yayhoos nicht besser hätten rasuhauen könnten. Im vorgenannten Stil geht's auf gleichbleibend hohem Niveau bis zum Ende der Scheibe, zwischen Balladen und Rockern wechselnd, weiter, sodass schließlich knapp 47 Minuten allerbester, staubig dreckiger, roher Roots-(Alternate Country-/Americana-Mucke zu Buche stehen, die einen Musiker präsentieren, der auf dem besten Weg ist einer der ganz Großen seiner Zunft zu werden. Hier noch ein paar Zitate der euphorischen US-Presse, die das deutlich unterstreichen: "Anderson's doleful Americana is the melancholy sound of gravel roads and broken-down love" (San Francisco Examiner); "These songs are skilfully heartfelt classics that can rock us as well as bring us tumbling down to earth with a heartbroken thud" (Alt. Country Tab); "Blessed with a deft feel for the poetric parable and a hardscrabble, old soul voice, Mr. Anderson's talent lies in his recognition of the power of the slow burn" (Augusta Chronicle); "The folk-based melodies are solidly arranged, you could teach a songwriting class with it" (nochmals "No Depression")... - all dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

Art-Nr.: 5459
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The reckoning
Last thin line
Don't look back
Long way home
Hometown boys
You don't live here anymore

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BlackHawk - spirit dancer [2002]
BlackHawk sind zurück und liefern mit "Spirit dancer" das vielleicht beste Album ihrer bisherigen Karriere ab! Und noch etwas: Es wird sowohl die New Country/Countryrock-Begeisterten als auch die Southernrock-Fraktion in höchst erfreulichem Maß ansprechen. Klasse! Nach dem Tod ihres Gründungsmitgliedes Van Stephenson (starb im April 2001 an Krebs), sowie diversen Irrungen und Wirrungen mit ihrer Plattenfirma, was schließlich in einem Wechsel zu "Columbia" endete, war das nicht unbedingt zu erwarten. Doch irgendwie, nachdem man mit Gitarrist Chris Anderson, Bassist Randy Threet und Drummer Mike Radovsky 3 neue Musiker in die Band integrierte, ging offenbar ein gewaltiger Ruck durch die Jungs. Henry Paul und Dave Robbins besannen sich ihrer Roots und spielten ein Album voll von knackigem, vollsoundigem, inspiriertem Countryrock ein, dessen durchaus vorhandenes Retrofeeling eine immense Frischzellenkur erfahren hat. Und noch etwas wird deutlicher, als je zuvor: BlackHawks Kopf Henry Paul, eine Galeonsfigur aus heroischen Southernrock-Tagen (ex-Outlaws, ex-Henry Paul Band) hat zwei Herzen in seiner Brust - eines schöägt für den Country(rock), das andere noch immer, davon wird er wohl nie loskommen, für den Southernrock, für seine "Brothers of the southland", wie eine fantastische Southern-Countryrock-Nummer des Albums betitelt ist. Darin geht es um den Southern-Mythos, um Schicksale des Southernrock, um gefallene Weggefährten aus glorreichen Tagen. In Gänsehaut erzeugenden Textfragmenten erweckt er die Geister der Marshall Tucker Band (die Cadwells), von Lynyrd Skynyrd und der Allman Brothers. "Down the dusty roads of Caroline, the TUCKER Boys were friends of mine, they echoed through the lonely pines, running down the road. And the day the CALDWELLS died, before the rugged cross we cried, and boys from deep inside, said you gotta carry on and on. And we are brothers of the southland, singers in the same band"... heißt es da zum Beispiel. Sogar sein altes Album "Grey ghost" aus besten Henry Paul Band-Tagen findet im übertragenen Sinn Erwähnung, als er singt "the day the FREEBIRD died, before the rugged cross we cried, the GREY GHOST he rides, said you gotta carry on and on"...! Das hat schon was und könnte mit seinen herrlichen E-Gitarren und der tollen Melodie schon fast zu einer neuen Southern-Hymne werden. Interessant auch, daß man für 3 Stücke den ex-Henry Paul Band-Gitarrist Billy Crane (Crain) ins Studio geholt hat. Doch das gesamte Songmaterial ist top! Die satte, elektrische Musik wird immer wieder mit feinen akustischen Instrumenten, wie Mandoline, Fiddle, Akkordeon usw. angereichert. Dazu ist Henry Paul's Gesang ein Fest für die Ohren - unwiderstehlich, manchmal mit wunderschönen Harmonien. Eine tolle Melodie jagt die nächste. Das Album startet mit der kraftvollen Countryrock-Ballade "One love", eingebettet in eine herrliche Melodie mit toller Mandoline, wunderschönem Akkordeon und vollmundiger E-Gitarren-Basis. "One night in New Orleans" ist eine gut rockende Cajun/Country-Nummer mit viel Bayou-Flair, während "Days in America" wieder ein sehr southern-inspirierter Countryrocker ist. Feine Gitarrensoli inbegriffen! Das Titelstück "Spirit dancer" ist eine spirituelle, aber wunderbare Ballade, eine Dankeshommage an den verstorbenen Van Stephenson, mit gefühlvollen Textpassagen. "Gloryland" rockt wieder und nach weiteren starken Country- und New Country-Tracks kommt zum Abschluß nochmal eine Traumnummer! "Leavin' the land of the broken hearted" ist eine herrliche, melodische, knackige Countryrock-Nummer mit Southernflair, schönem Klavier, dezenter Orgel und feinen "southern" klingenden (Slide)Gitarren. Henry Paul, Dave Robbins & Co.: wir gratulieren! Frischer Country/New Country/Countryrock mit herrlichem, im musikalischen Blut liegendem Southernfeeling! Starkes Teil!

Das komplette Tracklisting:

1. One Love - 3:18
2. One Night in New Orleans - 3:39
3. Days of America - 2:58
4. Spirit Dancer - 4:31
5. I Will - 3:29
6. Brothers of the Southland - 4:47
7. Gloryland - 3:51
8. Forgiveness - 3:03
9. Faith Is the Light - 3:50
10. I'll Always Love You - 3:49
11. Leavin' the Land of the Broken Hearted - 4:06

Art-Nr.: 1038
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

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Blindside Blues Band - keepers of the flame [2008]
Ein wahrer Gitarren-Orkan der Mannen um "Killer-Gitarrist" Michael Onesko erschüttert die Welt des Classic Power-/Heavy Bluesrocks! Welch eine Wucht! Die californische Blindside Blues Band zelebriert schon seit Jahren ("Keepers of the flame" ist bereits ihr sechstes Album) eine von den Kritikern begesiternd gefeierte, inbrünstige und laute, von einem gewaltigen Gitarren-Bombardement bestimmte, Seventies-orientierte Classic Rock-/Bluesrock-Mischung (die Betonung liegt auf "Rock"), die voller loderndem Feuer (der Album-Tritel passt einfach) und ausgelassener Spielfreude klar und deutlich im Fahrwasser solcher Legenden wie Montrose, Cream, Deep Purple, Mountain, Pat Travers, Rory Gallagher, Jimi Hendrix, Robin Trower & Co. angesiedelt ist (jüngere Beispiele wären vielleicht auch Joe Bonamassa und Philip Sayce) - und sie machen das in einer Klasse und in einer Qualität, die man gar nicht hoch genug bewerten kann. Das sind echte Profis (Onesko ist ein alter Genre-Hase, der schon jahrelang mit Leuten wie Mike Varney, Aynsley Dunbar, Rick Derringer, Glenn Hughes, Leslie West und vielen anderen zusammengearbeitet hat), die mit Herz und Seele ihrer Leidenschaft fröhnen. Zusammen mit dem zweiten Lead-Gitarristen Scott Johnson brennt Onesko ein Feuerwerk ab, das das Wort "Gitarrenschlacht" wahrhaftig verdient. Immer wieder liefern sich die beiden ellenlange, wirbelnde Duelle, peitschen sich gegenseitig zu neuen Höchstleistungen an, die schließlich in einem massiven, geradezu monströsen Gitarren-Donnerwetter münden. Die vielen längeren Stücke lassen den beiden dafür jede Menge Freiraum. Dabei entwickelt die gesamte Band eine ungeheure Dynamik, die durch die ebenso starke Rhythmusfraktion permanent forciert wird. "Keepers of the flame" besteht aus 77 Minuten Volldampf-Power. Das sind 8 exzellente Eigenkompositionen, vorwiegend von Onesko geschrieben, 3 grandiose Coverversionen und einer 13-minütigen "hidden" Instrumental Gitarren-Salve! Von den Eigenkompositionen irgendwelche Tracks hervorzuheben, wäre den anderen gegenüber nicht gerechtfertigt. Ob beispielsweise das mächtig rockende Titelstück "Keepers of the flame", das von glühenden Gitarenlinien durchzogene "Sonic love" oder das von überfallartigen Gitarrenattacken geprägte "Bad luck" - Onesko und seine Freunde lassen uns kaum Zeit zum Luftholen. Eingehen muß man kurz auf die 3 Coverversionen, denn ob sie sich Deep Purple's "Maybe I'm a Leo" (durch die Eingliederung von 2 weiteren Gastgitarristen wird hier aus sage und schreibe 4 "Rohren" geschossen), Robin Trwoer's "Hannah" (Gast-Gesang von Davey Pattison aus dem Trower-Clan), oder den Uriah Heep-Klassiker "I wanna be free" vornehmen - es hat den Anschein als wollten sie mit ihrer Power die Originale "ungespitzt in den Boden rammen"! Irre! "Keepers of the flame", in übrigen aufgenommen in den renommierten californischen Prairie Sun Studios nahe San Francisco, ist "a powerful, heavy, mindblowing, in-your-face, dual six-string assault", dessen Folge wohl erst einmal die totale Erschöpfung von Mensch und Material sein dürfte. Egal, es macht mächtig Laune! "Keep the Rock alive", heißt es auf der Rückseite des Covers, ein Credo, dem sich die Blindside Blues Band mit Leib und Seele verschrieben hat!

Art-Nr.: 5475
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Keepers of the flame
Sonic love
Lonesome road
Back stabber
I wanna be free
Bad luck

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Brew, The - the third floor [2011]
Das bärenstarke, britische Power-Trio "The Brew" rührt mit dem Nachfolger zu dem fantastischen "A million dead stars" aus dem Jahre 2010 wahrhaftig wieder ein mächtig kochendes und an drückender Intensität kaum zu überbietendes Gebräu aus hinreissendem, Seventies-based Old School Classic Rock und tierischem Gitarren-Bluesrock an. Die Truppe ist fast noch besser und homogener geworden, als sie es eh schon war. Das ist sicher ein Resultat ihres ausgeprägten Tourings. Die packenden Shows der Burschen sind immer ein absolutes Highlight, denn Leidenschaft und Hingabe paaren sich mit unbändiger Energie, ausgelassener Spielfreude und exzellenten, handwerklichen Fähigkeiten. Vor allem der blutjunge, gerade mal 22-jährige, saustarke Sänger und Gitarrenhexer Jason Barwick ist ein kleiner "Wunderknabe" seiner Zunft. Live gibt er wie ein "Fkummi" über die Bühne springend alles und zollt seinen großen Helden Jimmy Page, Pete Townshend und Jimi Hendrix in wahrlich beeindruckender Art und Weise Tribut, aber auch im Studio lässt er's gewaltig "krachen". Ein "Mörder-Album" mit grandios und erfrischend in die heutige Zeit transportierten Spuren von Led Zeppelin, Cream, The Who, Jimi Hendrix, über frühe Pink Floyd, bis hin moderneren Acts wie beispielsweise Wolfmother oder zuletzt die Rival Sons. The Brew gehören zu den wohl stärksten Classic Retro Rock-Formationen der Gegenwart. Vor vierzig Jahren hätten sie wahrscheinlich einen ähnlichen Status wie die oben genannten Legenden erreicht. Was für ein "geiles" Gebräu!

Das komplette Tracklisting:

1.   Sirens Of War (3.21)
2.   Six Dead (3.49)
3.   Reached The Sky (4.22)
4.   See You Once Again (3.34)
5.   Master And The Puppeteer (4.18)
6.   The Third Floor (4.28)
7.   Piper Of Greed (3.10)
8.   Crimson Crystal Raindrops (4.44)
9.   Hard Times (2.36)
10. Immogen Molly (3.26)
11. Let it back (8.47)

Art-Nr.: 7518
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Sirens of war
Six dead
Reached the sky
The third floor
Piper of greed
Crimson crystal raindrops
Imogen Molly

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Bruce, Jack & Robin Trower - seven moons [2008]
Musikgeschichte wiederholt sich! Wenn das mal nicht eine kleine Sensation ist! Nach 1981 und 1982, also nach über 25 Jahren, sind die zwei "Altmeister des Bluesrocks", ex-Cream Held Jack Bruce und Gitarrenzauberer Robin Trower, wieder im Studio zusammengekommen um, unterstützt von Gary Husband am Schlagzeug, ein gemeinsames, neues Album in typischer Trio-Besetzung einzuspielen. Herausgekommen ist ein, überwiegend live und analog eingespieltes (prächtiger "alter" Sound voller "Retro-Wärme") Seventies Heavy-Bluesrock-Werk mit vielen Reminiszensen an Cream und Hendrix! Was anderes war auch gar nicht zu erwarten! Trower's fleischiger, mit vielen Wah Wahs getränkter, mächtiger Gitarrensound und die großartige Rhythmusarbeit von Bruce und Husband charakterisieren die Songs, die teilweise einen leichten Psychedelic-Touch aufweisen. Vom Tempo her ist das Material weitestgehend nicht sonderlich forsch. Zumeist bestimmen von Trower's "schweren" Gitarren dominierte Balladen das Geschehen! Hervorragend beispielsweise das "schwebende" "Distant places of the heart", das Titelstück "Seven moons", wie auch das von tollen Soli geprägte "Perfect place". Nur ab und zu geben die Herren ein wenig mehr Gas, wie zum Beispiel bei dem schön eingängigen "So far to yesterday" und "The last door"! Ein sehr ordentliches neues Wek, zumal Bruce's gute Stimme und Trower's erstklassiges Gitarrenspiel noch immer nichts von ihrer Magie verloren haben. Ein gemeinsames Album dieser beiden ist immer "something special" - auch heute noch!

Art-Nr.: 5458
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Distant places of the heart
So far to yesterday
Perfect place
Bad case of celebrity
Come to me

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Buddaheads - wish i had everything i want [2011]
4 lange Jahre sind seit dem fantastischen "Raw" vergangen. Doch das Warten hat sich mehr als gelohnt. Der begnadete Bluesrock Gitarrenmagier Alan "B.B.Chung King" Mirikitani und seine exzellenten Buddaheads legen mit "Wish I had everything I want" endlich ihr neues Album vor - abermals nicht mehr und nicht weniger als eine über satte 71 Minuten andauernde, kleine Meisterleistung. Zu den typischen, dampfenden, brodelnden Bluesrock-Krachern und herrlichen Slow Blues-Nummern gesellen sich diesmal noch eine Reihe traumhaft melodischer, lockerer, von tollen Gitarrenlinien und einer wunderbar flockigen California-Fische durchzogener Rootsrock-Nummern, was dem Album extrem gut tut. Das bringt noch mehr Abwechslung und demonstriert eindrucksvoll, das Mirikitani und seine Kumpels auch auf diesem Terrain zu einer absoluten Ausnahme-Band zählen. Die Songs bleiben prächtig hängen und gehen besser ins Ohr als je zuvor. Und dieser Gitarrenzauber: Einfach grandios!

Das komplette Tracklisting:

1. 123 Old John (4.28)
2. Blink Of An Eye (4.53)
3. Goin' Out Of My Mind (5.04)
4. Tattoo Girl (3.27)
5. Mountain Of Blues (7.13)
6. This Love Of Mine (4.54)
7. Head First Into The Wall (3.31)
8. You And Me (4.32)
9. No Part Of It (4.02)
10. She'll Never Know (5.02)
11. Jack Of All Trades (3.27)
12. Evil (5.30)
13. Trailer Queen (4.33)
14. Wish I Had Everything I Want (5.24)
15. Psychedelic Highway (5.30)

Art-Nr.: 7444
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

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123 Old John
Tattoo girl
Mountain of Blues
This love of mine
Evil
Trailer queen
Wish I had everything I want

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Carter, Carlene - stronger [2008]
Wow, was für ein Comeback! Ein tolles Country-, Countryrock-Album, mit dem Carlene Carter bei etlichen Songs so nahe an den Einflüssen Johnny Cashs ist, wie nie zuvor, und etlichen Nummern, die abgehen, wie man es aus ihren früheren Tagen kennt. Sehr, sehr stark!

Art-Nr.: 5495
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The bitter end
Why be blue
To change your heart
On to you
Break my little heart in two
Light of your love

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Church, Eric - caught in the act ~ live [2013]
Das wird nicht nur die Fans von Eric Church freuen: Mit "Cought in the act" veröffenlicht der Mann aus Granite Falls, North Carolina ein prächtiges, 17 Songs umfassendes, über satte 75 Minuten langes Live-Album seiner 2012er U.S.-Tour, mitgeschnitten im Oktober des vergangenen Jahres im Tivoli Theatre von Chattanooga, Tennessee. Es passt einfach, dass Church mit einem Live-Album kommt, denn er ist hinlänglich bekannt für seine fulminanten, Energie geladenen Shows. So ist er beispielsweise der einzige Künstler aus dem Country-Genre, den die New York Times in einem Ranking der besten Konzerte des Jahre 2012 aufführt. Und so geht es auch bei dieser hier aufgenommenen "Tivoli"-Show "heiss" her. Gleich zu Anfang des Auftrittes begrüßt Eric die enthusiastisch mitgehende Meute mit den Worten "Hi, you guys really have a good time tonight" und verspricht ihnen eine ganz besondere, alles andere als alltägliche Show. Und dann legen er und seine 5-köpfige Band los: Unbändige Power, viel rauer und lauter als auf den Studioalben, voller Dynamik und in blendender Spiellaune geht es durch ein zumeist mächtig rockendes Programm mit jeder Menge Hits. Ob "How 'bout you", "Smoke a little smoke", "Homeboy", "Drink in my hand", oder das opulente, auf 9 Minuten ausgedehnte "Springsteen" (saustark und sehr emotional die in dieses Stück eingebaute, hervorragend vorgetragene Strophe von "Born to run"), die Truppe hat ganz offensichtlich ihren Spaß auf der Bühne und lässt es ordentlich "krachen". Vor allem die beiden E-Gitarristen, angetrieben von einer mächtig Druck ausübenden Rhythmusfraktion, geben richtig Gas. Aber es gibt auch ein paar ruhigere Songs. Alles in allem ist "Caught in the act" ein vorzügliches Abbild von Eric Church's großartigen Konzerten, ein richtig fettes, powerndes, klasse New Country-/Countryrock-Spektakel. "Pure Energy"!

Die komplette Setlist:

1. Before She Does - 3:43
2. How 'Bout You - 4:22
3. Drink In My Hand - 4:53
4. Over When It's Over - 2:59
5. I'm Gettin' Stoned - 4:19
6. Creepin' - 4:47
7. Keep On - 2:49
8. Hungover & Hard Up - 3:33
9. Sinners Like Me - 3:48
10. Country Music Jesus - 3:49
11. Pledge Allegiance To the Hag - 4:55
12. Jack Daniels - 4:31
13. Homeboy - 4:42
14. Lotta Boot Left To Fill - 4:21
15. Smoke a Little Smoke - 4:58
16. These Boots - 4:01
17. Springsteen - 9:05

Art-Nr.: 8123
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Coyote Kings - feelin' lucky [2007]
"Rockin' Blues & Bluesy Rock - smokin' hot!" Ein wunderbares Zitat bezüglich der Musik der im US-Bundesstaat Washington beheimateten Coyote Kings, doch es beschreibt nur ansatzweise die famose Leistung, die diese großartige Truppe aus gestandenen Blues- und Rock-Veteranen des amerikanischen Nordwestens auf ihrem bärenstarken Album "Feelin' lucky" abliefert. Höchst professionell, aber völlig zwanglos, unbekümmert und "ehrlich bis auf die Knochen", ausgestattet mit einer außergewöhnlichen, über jeden Zweifel erhabenen Musikalität und Spielfreude, zelebrieren sie den Bluesrock in einer Stilvielfalt, die wirklich ihresgleichen sucht. Vom Blues zum Classic Rock, vom Swamp-Blues zum Texas-Blues, von Stax-Volt zum Memphis-Blues, vom Soul zum Rock'n Roll, von Chicago nach Austin, von New Orleans zur Westküste, von ZZ Top zu Stevie Ray Vaughan, von Albert King zu BB King, von den Rolling Stones zu Buddy Guy, und, und, und, reicht ihr Spektrum, ohne sich dabei auch nur im geringsten zu verstricken, gar zu verkrampfen oder die einheitliche Linie zu verlieren. Nein, das ist purer Idealismus, jede Menge Ideenreichtum, gepaart mit großem Können, das sich in einem Extrakt ergiesst, der nur ein Etikett zulässt: The Coyoyte Kings! Die tragenden Säulen der Band sind Robin Barnett (Lead Gesang, Bass, Gitarre), Curtis "Rocket" Johnson (Drums, Gesang) und "Mondo" Mike Cook (Lead Gitarre, Bass)! Was die Drei, unterstützt von dem ein oder anderen Gastmusiker, live und im Studio fabrizieren wird in einem U.S.-Pressezitat folgendermaßen dargestellt: "What sets Coyote Kings apart from other Blues ~ Bluesrock artists? First and foremost, incredible hook oriented songs that still retain the heart and soul of Blues and Roots, the kind you’re still humming when you get home from the show… fueled by not one, but two jaw-dropping guitarists, burning up the stage like a Northwest wildfire… built around a world-class drummer, movin’ and groovin’ everyone near enough to feel it… and finally, a thundering, rock-solid bass, that makes each Coyote Kings song register a 9.4 on the Richter scale." Sehr "blumig", aber dennoch treffend beschrieben. In der Tat ist das Songmaterial, so vielseitig es auch ist, durchweg vom Allerfensten. Die Rhythmustruppe unterlegt das Ganze mit einem großartigen Groove und die beiden Gitarristen überzeugen auf der ganzem Linie mit saustarken Läufen und Duellen. Vor allem "Mondo Mike" ist ein "Killer"-Gitarrist. Was dieser Bursche für endlose, kochende, zündende, aber auch variable Licks und Soli hinlegt, dürfte so manch etabliertem Kollegen ein ehrfurchtsvolles Staunen abringen. Der spielt den ein oder anderen der "berühmten" Zunft locker an die Wand - gar keine Frage! Zusätzliche Würze in die feurigen Gitarren-Arrangements bringen vereinzelte Einsätze von Orgel, Mundharmonika und auch mal einem hervorragend integrierten Saxophon. Dazu ist Robin Barrett ein erstklassiger Sänger, der jederzeit in der Lage ist, seine Stimme den jeweiligen musikalischen Gegebenheiten emotional anzupassen. Mit dem schon etwas "bedrohlich" anmutenden, mächtig kochenden, harten, muskulösen, von einem gewaltigen Groove unterlegten und einer heiß dampfenden "Riff-Tour de force" angetriebenen "bad ass" Power Boogie-/Bluesrocker "Backbone shaker" (kommt fast wie eine Mischung aus ZZ Top und Stevie Ray) beginnen die Coyote Kings ihre fast 62-minütige, fantastische Reise in die Welt des "Rockin' Blues"! Irre, welch eine Energie die Truppe hier freisetzt. Klasse auch die dezenten Harp-/Orgel-Einsätze von Gastmusiker Jim Johnson. Doch was die beiden Gitarristen im Break dieser Nummer abziehen (zwei aufeinander folgende "Hammer"-Soli von fast 2 Minuten Spieldauer, erst von "Mondo Mike" mit einem gnadenlos fetten E-Gitarren-Ausflug, dann Barnett mit einem glühenden Slide-Ritt) ist einfach nur "geil"! Brillanter Hi-Energy Retro Boogie-/Bluesrock, der durch Mark und Bein geht! Dann etwas ganz anderes: Mit "She got the motion" hören wir eine wunderbar lockere, dennoch sehr kaftvolle, froh gelaunte, rhythmische, gut tanzbare, melodische Blues-Rumba, natürlich erneut gespickt mit exzellenten Gitarrenausflügen des Meisters "Mondo-Mike"! Herrlich! Die nächste Station der "Kings" sind die Bayous und eine brodelnde Voodoo-Küche in New Orleans. "Gris Gris" ist ein bärenstarker, voller hinreißender "Creole Vodoo"-Magie steckender Southern-/Swamp-Rocker mit einem packenden Groove, einer prächtigen Melodik und abermals die Swamps geradezu zum Überlaufen bringenden Gitarrenläufen. Hat irgendwie auch etwas von den Buddaheads, doch die Coyote Kings stehen in puncto Spielkultur und Energie der Truppe um Alan Mirikitani in nichts nach! Eine grandiose Nummer! Der goldenen "Stax-Volt"-Ära zollen sie mit dem herrlich rhythmischen "Same old game" Tribut, an das sich nahtlos das traumhaft schöne "Sweet soul music" anknüpft, ein, der Titel sagt es schon, im lockeren Midtempo-Bereich gehaltener, wunderbar melodischer Soul-Blues mit einer faszinierenden Kombination aus exquisitem E-Gitarren- (starkes, würziges Solo) und magischem Saxophon-Spiel. Herrlicher "blue-eyed Soul" für gedämpftes Licht und ein "knisterndes" Tänzchen zu Zweit! So geht die Reise bis zum Ende voller Spannung auf gleichbleibend hohem Niveau weiter. Kaum zwei Songs, die auf diesem Album identisch klingen. Dennoch, ob der fette, von "screaming guitars" und "driving bass lines" angetriebene, fette Bluesrocker "Trouble", der überaus dreckige, raue, stampfende Slow-Blues "Baptize me", die swingende Uptempo Chicago Blues-Jam "I gotta know", die entspannte Ballade "Down with the blues" oder das straight rockende, Stones-lastige "You got it" - alles kommt wie aus einem Guß! Toller satter Sound, eine großartige Produktion, exzellente Musiker, prächtige Songs, viel Abwechslung - "Feelin' lucky" bietet variantenreichen Bluesrock von ganz großer Qualität! "Great grooves, smokin' hot hooks, fine lyrics and blistering guitars make up songs that get stuck in your head"! Und ob wir uns mit diesem Album "glücklich fühlen"...

Art-Nr.: 5461
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Backbone shaker
She got the motion
Gris Gris
Sweet Soul music
Trouble
Baptize me

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Cunningham, Austin - made to last [2009]
"Made to last" ("gemacht um zu verweilen, zu dauern, in Erinnerung zu bleiben") - welch ein passender Titel für dieses prächtige, neue Album des großartigen Singer-Songwriters und Gitarristen aus Garland/Texas mit zweitem Wohnsitz in Nashville/Tennessee. Knapp 50 Minuten dreckiger, erdiger, "rougher", kerniger, dynamischer Roots-, Americana-, Alternate Country-Rock voller Energie, Vitlität und Biß, wie man ihn besser kaum zelebrieren kann. Vielleicht hat der ein oder andere den Namen Austin Cunningham noch niemals gehört, vielleicht aber auch nur nicht registriert, denn der Bursche gehört zu den etabliertesten Songwritern von Nashville, bei dem sich die Country-Elite in den vergangenen Jahren zuhauf bediente. Leute wie beispielsweise Reba McEntire, Wynonna, Martina McBride, Faith Hill, Dolly Parton, Kathy Mattea, Tracy Byrd, Big & Rich, Hank Williams jr., Del McCoury und Chris Knight (um nur ein paar wenige zu nennen) haben seine Songs aufgenommen und damit große Erfolge erzielt. Doch wie das manchmal so ist, auch Songwriter sind zuweilen selbst phantastische Performer, mit einer ganz eigenen, "anderen" Identität, die sie dann mit ihren Alben und während ihrer Live-Shows voller Inbrunst und Leidenschaft ausleben. Cunningham macht genau das, und zieht, ähnlich wie Kollege Jeffrey Steele, "privat" sein ganz eigenes Ding durch, wobei er sich "einen Dreck" um modische Trends oder kommerzielle Ausrichtungen schert. Wie sagt er so schön: "I'm humbled and grateful to get to do what I love for a living". Er macht die Musik, die ihm Spaß macht, und das kommt rüber! Die Songs sind ungemein authentisch. Man spürt zu jeder Zeit den texanischen Staub, und die Bilder von den ausgetrockneten Pisten des amerikanischen Südwestens ziehen einem am geistigen Age vorbei. Dementsprechend "sandig" ist Austin's Stimme: Mit einem schönen Country-Vibe, aber geprägt von einer rauen, natürlichen Heiserkeit. Das Songmaterial ist meisterhaft! Cunningham erweckt die Geschichten, die er erzählt, regelrecht zum Leben. Und diese Melodien: Einfach herrlich, wie sie sich unnachahmlich ihren Weg in unsere Ohren und in unsere Herzen bahnen. Die musikalische Basis ist überwiegend schön rockig, sehr kraftvoll, vor allem aber rootsig, erdig und mit allen "ehrlichen, handgemachten Ecken und Kanten". Dadurch ergibt sich ein ungemein natürlicher Charme. Satte, kernige E-Gitarren bestimmen zumeist das Bild, unterstützt von einer "tighten" Rhythmus-Fraktion, tollen Grooves und/oder auch mal einer toll integrierten Orgel, Fiddle oder Pedal Steel. Und das Americana-Feeling, wie auch das Country-Ambiente (das Album hat auch seine traditionellen Momente) sind stets präsent. So ist das Ganze nicht nur ein aussergewöhnlich starkes Rootsrock-Album, sondern genauso gut eine wundervolle Americana- oder Alternate Country-/Countryrock-Scheibe. Auch mal ein schönes Southern- oder würziges Red Dirt-Feeling sind spürbar. Sucht man Vergleichsgrößen, so findet man in Austin's Musik Spuren von Joe Ely, Steve Earle, Buddy Miller, Billy Joe Shaver, John Mellencamp, John Hiatt, Walt Wilkins & the Mystiqueros, vor allem aber auch von Chris Knight und Dan Baird! Jawohl, der alte Georgia Satellites-Haudegen Dan Baird (aktuell: Dan Baird & Homemade Sin)! Denn der hat das Album, wie schon etliche Chris Knight-Sachen, auch produziert. Co-Produzent ist Ben Strano! Und die beiden sorgen für einen tollen, rootsigen Sound! Baird hinterlässt, ähnlich wie bei Knight, in der Musik eine deutliche Duftmarke. Unter den Begleitmusikern finden sich solch hervorragende Leute wie Mike Grando (Drums), Michael Webb (Keyboards, Mandoline), Tammy Rogers (Fiddle), Dan Dugmore (Pedal Steel) und natürlich Dan Baird (Gitarren). Los geht's mit dem bärenstarken, von prächtiger, würziger Lead-Gitarre und einem knackig flotten Rhythmus angetriebenen, wunderbar melodischen, herzhaften "kickin'" Rootsrocker "This town's on my nerves" (eine exzellente, illustrative Bestandsaufnahme über die Frustration und die Gedanken der "working country men and women" in den Zeiten von Finanzkrise und Arbeitsplatzverlusten), der einen unmittelbar packt und mit seinem tollen, rockigen Country- und Americana-Flair begeistert. Chris Knight lässt grüssen! Schon nach wenigen Minuten wird einem klar, dass bei diesem Album bis zum Ende nichts mehr schief gehen wird. Das trifft dann auch tatsächlich, denn es folgen Highlight auf Highlight. Ob der riffige Midtempo-Rootsrocker "Catherine" mit seiner klasse Melodie und der deutlichen Dan Baird-Handschrift, die wundervolle Roots-/Countryrock-Ballade "Made to last", die irgendwo zwischen Guy Clark, John Prine, Shaver und Chris Knight angesiedelt zu sein scheint, der klasse groovende, schwül drückende, southern-fueled Roots-/Countryrocker "Sad country song" in seinem dreckigen E-Gitarren-Gewand, der total traditionell verwurzelte, urige, kraftvolle, "barn-burning" Honky Tonk-/Country-Stampfer "Take me back to Ft. Worth" (tolle Fiddle- und Steelguitar-Ergänzungen), die wunderbare, ein wenig an die früheren Buddy Miller-Sachen erinnernde, sehr melodische Americana-/Alternate Country-Ballade "Go easy on yourself", die zwar raue, aber so durch und durch country-manifestierte Honky Tonk-Nummer "Don't distract me (when I'm drinkin'), die deutlich zeigt, dass in Cunningham auch ein Traditionalisten-Herz schlägt, der tierische, mächtig abgehende und dampfende, "whiskey-drenched", rockin' and rollin' Country-/Roadhouse-Boogie "Rock-n-Roll tattoo girl" mit seinen furiosen, rollenden Gitaren und dem starken Piano-Geklimper (welch ein Groove), oder aber der voller Southern Soul steckende, gut abgehende, schwungvolle Texas Country-/Gospel-Heuler "Try Jesus" - alles wahre Glanzstücke! Austin Cunningham "is a shining star from Texas", wie es ein amerikanischer Journalist einmal auf den Punkt brachte, "that light up the grateful hearts of his audience". Ohne Zweifel ein treffendes Statement über einen phantastischen, bislang ausserhalb seiner Songwriter-Verdienste viel zu wenig gewürdigten Musiker! Das muß sich ändern! "Made to last" ist ein "Killer"-Album!

Das komplette Tracklisting:

1 This Town's On My Nerves (3.40)
2 Catherine (4.03)
3 Made To Last (3.14)
4 Sad Country Song (3.39)
5 Take Me Back To Fort Worth (3.40)
6 Go Easy On Yourself (3.15)
7 Last Great DJ (4.03)
8 Don't Distract Me (When I'm Drinkin') (2.48)
9 Recipe For Disaster (3.35)
10 Further Down The Road (3.53)
11 My Last Tongue Lashin' (3.36)
12 Rock-n-Roll Tattoo Girl (5.48)
13 Try Jesus (3.57)

Art-Nr.: 6313
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
This town's on my nerves
Catherine
Sad country song
Take me back to Ft. Worth
Go easy on yourself
Don't distract me (when I'm drinkin')
Rock-n-Roll tattoo girl

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Drive-By Truckers - brighter than creation's dark [2008]
Die Drive-By Truckers brechen auf zu neuen Ufern - und zu neuen Höhen! Ganz großartiges neues Album der Truppe aus Athens/GA, die nach dem plötzlichen Ausstieg von Jason Isbell im vergangenen Jahr nun ein Werk vorlegen, wie es differenzierter kaum sein könnte. Doch welch ein starkes Teil ist "Brighter than creation's dark" geworden! Auf über 75 Minuten Spielzeit (19 Tracks) präsentiert die Band nach wie vor einige ihrer typischen, lauten, von sägenden Gitarren durchzogenen, krachenden New Southern Rock-Nummern, wie man sie aus den letzten Jahren kennt, doch bei einer stattlichen Anzahl von Songs schrauben sie die Lautstärke und das Tempo deutlich zurück und tummeln sich in all ihrer "roughen" Ursprünglichkeit und stets bewahrten Zwanglosigkeit (auch beim mittlerweile 8. Album spielt die Band so etwas von unverkrampft auf... - es ist eine wahre Wonne) in einem wunderbaren, teils herrlich "unwegsamen" Gefilde zwischen dreckigem Roots-/Americana-Stoff, zuweilen ungemein melodischen, lockeren Alternate Country-Nummern, Seventies-orientierten Countryrockern und prächtigen "No Depression"-Storytellern. Neben ihrer Nähe zum Southern Rock genossen sie auch im Americana-Lager schon immer einen großen Ruf, den sie mit dem neuen Werk vehement festigen werden. Großen Anteil daran hat ein alter Weggefährte der "Truckers", John Neff (u.a. ex Star Room Boys, Barbara Cue), jetzt (wieder) offizielles Mitglied der Band und seines Zeichens einer der brillantesten Pedal Steel Gitarristen des amerikanischen Südens, der immer wieder die permanent raue, von den erdigen E-Gitarren Patterson Hood's und Mike Cooley's bestimmte Basis vieler Balladen und Midtempo-Tracks mit dem hinreißenden, glasklaren Spiel seines Instrumentes in ein wundervolles, entspanntes Licht rückt. Prächtiges Songmaterial, das durch und durch, egal ob die "Truckers" gerade einen fulminanten Southern Rock-Kracher aus den Boxen drücken (beste Beispiele dazu sind beispielsweise das straighte "3 dinner down", das dezent bluesige, aber auch ein gewisses Lynyrd Skynyrd-Flair versprühende "Goode's field road" oder das "brachiale", von drei brüllenden Lead-Gitarren dominierte "The man I shot"), eine wundervolle Countrynummer aus dem Handgelenk schütteln (hinreißend beispielsweise das flockige, herrlich melodische, Steelguitar-getränkte "Lisa's birthday" mit deutlichen Gram Parsons-/New Riders Of The Purple Sage-Spuren), oder feinste, rau und staubig fundamentierte Americana-/Alternate Country-Stücke ("Daddy needs a drink", mit seinen Wurlitzer-Einsätzen und Steel-Tupfern ist einfach wunderbar) spielen, nie seinen Spannungsbogen verliert und auf den Zuhörer eine ungeheure Anziehungskraft ausübt. Sehr bemerkenswert und ein weiteres Indiz für die große Klasse der Band! Als überaus stark darf man auch die Leistung der diesmal weitaus mehr ins Rampenlicht gerückten Bassisten Shonna Tucker bezeichnen, die erstmals drei ganz hervorragende Tracks komponiert hat, zu denen sie auch den Lead-Gesang (stimmlich irgendwo zwischen Neko Case und Lucinda Williams liegend) beisteuert. Darunter der raue, Energie-geladene Rootsrocker "Home field advantage" und das seelige, ruhige, fast schon epische, von einer exzellenten Retro Psychedelic-Brise durchwehte Americana-Stück "The Purgatory line". Gast auf fast allen Stücken ist die "alte" Muscle Shoals-Legende Spponer Oldham, der mit seinen wohl dosierten Piano-/Orgel-Einsätzen für zusätzliche Würze sorgt. Die Drive-By Truckers, das wird sich wohl nie ändern, halten auch mit dem neuen Album, trotz, oder vielleicht auch gerade wegen des erweiterten musikalischen Spektrums, wie selbstverständlich ihr bekannt hohes Leistungsniveau. Tolle Digipack-Aufmachung (das Coverdesign stammt wieder von Grafiker Wes Freed) mit 24-seitigem Booklet, inklusive aller Songtexte! Wieder einmal ein kleines Meisterwerk, erneut produziert von David Barbe (u.a. Widespread Panic)!

Art-Nr.: 5471
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The righteous path
Daddy needs a drink
Self destructive zones
Home field advantage
Lisa's birthday
Goode's field road
A ghost to most

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Drive-By Truckers - go-go boots [2011]
Die Kreativität und das Potenzial dieser Band scheint unerschöpflich zu sein - und ihre musikalische Stärke unerschütterlich. Nach nur knapp einem Jahr kommen die Drive-By Truckers aus Athens/Georgia bereits mit ihrem Nachfolger zu dem krachenden "The Big To-Do" und begeistern ihre Fans und die Fachwelt mit einem weiteren meisterlichen Album, das sich allerdings, bei kompletter Beibehaltung der gewohnten Drive-By Truckers-Indikatoren, in etwas ruhigerem Fahrwasser als der Vorgänger bewegt. Erneut produziert von ihrem langjährigen Haus und Hof-Produzenten David Barbe entstanden die Aufnahmen im vergangenen Jahr während der "Big To-Do"-Sessions, als die Truppe rund 40 Songs einspielte, deren erste, härtere "Charge" dann auf dem letztjährigen "straightforward rock album" erschien, wie die Band selbst "The Big To-Do" bezeichnete. Die zweite "Charge" erblickt nun auf "Go-Go-boots" das Licht der Rock'n Roll-Welt und umfasst die eher weniger "krachenden" Nummern, ohne, und das sei deutlich gesagt, dass dies ein kraftloses Album wäre. Ganz und gar nicht, es wird gut gerockt, dreckig, rau, ehrlich, erdig und ungezwungen, eben in allerbester, authentischer Drive-By Truckers-Tradition. Dennoch wendet man sich diesmal wieder etwas mehr den Alternate Country- und Americana-Roots zu und streut vor allen Dingen eine gewaltige Portion southern-fried "Muscle Shoals"-Soul ein, wie er zwischen Memphis/Tennessee und Sheffield/Alabama zu Hause ist. Dadurch entsteht ein unwiderstehliches Retro-Feeling, dass die Drive-By Truckers eindrucksvoll mit ihrer bekannt dreckigen Alternate Country-/Roots-/New Southern Rock-Mentalität kombinieren. Songs und Songwriting sind von großer Klasse. Funkige Rhythmen, kernige Southern-Riffs, laid-back Countryrock und sogar mal eine ganz traditionelle Countrynummer (Mike Cooley's "The weakest man" erinnert klar an den guten alten Johnny Cash), sowie viel Souliges wird traumwandlerisch sicher und völlig ungezwungen miteinander verschmolzen. Grandios beispielsweise der lockere, flotte Retro-Rootsrocker "I do believe", das ungemein rau interpretierte, dreckige, viel "Muscle Shoals"-Feeling verbreitende, stampfende "Go-go boots" (tierische, trockene Slidegitarre), der melodische, von Shonna Tucker vorgetragene Countryrocker "Dancin' Ricky", die wunderbar soulige, inspirierte Interpretation der Eddie Hinton-Nummer "Everybody needs love" (starke Dobro-Einlagen), das erneut soulige, ein wenig psychedelisch angehauchte, sehr jammig rüberkommende, lockere "Used to be a cop", oder die balladeske, aber sehr kernige und würzige Southern Rock-Nummer "Mercy buckets" (starkes, deftiges E-Gitarren-Arrangement). Die Drive-By Truckers hangeln sich Album um Album zum nächsten Karriere-Höhepunkt - mit "Go-Go-boots" ist das nicht anders. Die 66 1/2 Minuten dieses Albums zeigen Patterson Hood (guitars, vocals), Mike Cooley (guitars, banjo, vocals), Eric Neff (guitars, pedal steel, dobro), Shonna Tucker (bass, vocals), Jay Gonzalez (keyboards) und Brad Morgan (drums) abermals in bestechender Verfassung. Das Teil kommt übrigens in einem schönen Digipack mit fettem, reich bebilderten und alle Texte enthaltendem, 24-seitigem Booklet.

Das komplette Tracklisting:

1   I Do Believe - 3:31   
2   Go-Go Boots - 5:36   
3   Dancin' Ricky - 3:26   
4   Cartoon Gold - 3:13   
5   Ray's Automatic Weapon - 4:25   
6   Everybody Needs Love - 4:35   
7   Assholes - 4:39   
8   The Weakest Man - 3:19   
9   Used To Be a Cop - 7:03   
10 The Fireplace Poker - 8:14   
11 Where's Eddie - 3:01   
12 The Thanksgiving Filter - 5:34   
13 Pulaski - 4:24   
14 Mercy Buckets - 5:24

Art-Nr.: 7272
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I do believe
Go-Go boots
Dancin' Ricky
Everybody needs love
The weakest man
Used to be a cop
Mercy buckets

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Grissom, David - 10.000 feet [2009]
Nach dem 2007er "Loud music" kommt mit "10.000 feet" nun das zweite Soloalbum des texanischen Meistergitarristen - und wie der Vorgänger ist auch das ein "Killer-Teil" geworden. David Grissom ist ohne Zweifel ein "Superstar" unter den Gitarristen, genauso zuhause im Rock, Rootsrock, Americana, Country, Heartland Rock, wie auch im Blues und Bluesrock. Die Liste der Leute, für die er im Studio die Saiten zupft und "verbiegt" ist schier endlos. Untwerwegs auf den Bühnen dieser Welt war er als festes Mitglied der Touring-Bands von Joe Ely, John Mellencamp, Robben Ford und den Dixie Chicks, ebenso spielte er live bereits für The Allman Brothers Band, Buddy Guy, Chris Issak, John Mayall, Montgomery Gentry, Martina Mcbride, um nur einige zu nennen. Zudem war er, zusammen mit der Double Trouble-Rhythmusfraktion Tommy Shannon und Chris Layton zentrales Mitglied des kultigen Texas Roots-/Bluesrock-Outfits Storyville, die sich zwischenzeitlich nun endgültig getrennt haben, wie wir von David Grissom persönlich erfuhren. Sehr schade, doch Gott sei Dank lebt auch Storyville's musikalische Philosophie in so manchem Song von David's Soloalben weiter. Neben der Tatsache, dass Grissom zu den anerkanntesten und renommiertesten Gitarristen unserer Tage zu zählen ist (die verschiedensten Gitarren-Magazine widmen sich immer wieder seinem Saitenzauber, zudem veröffentlichte er kürzlich erst ein Gitarrenlehrbuch für "Blues- and Rock-Soloing"), gilt er auch als höchst talentierter Songwriter, dessen Songs u.a. schon von Montgomery Gentry, John Mayall, Trisha Yearwood, Webb Wilder und vielen mehr aufgenommen wurden. Und wie beim Vorgänger, lässt er auch beim neuen Album wieder all seinen musikalischen Vorlieben freien Lauf. Sowohl die Gitarren-Enthusiasten, die Freunde brodelnden Texas-Bluesrocks, als auch die Gemeinde des dreckigen texanischen Roots-/Americana-/Country-Rocks kommen voll auf ihre Kosten. 12 Pracht-Nummern, davon 3 großartige Instrumentals voller "trademark guitar wizardry", offereiren einen David Grissom in absoluter Höchstform. Die Songs bleiben klasse hängen, stecken voller toller Melodien und großartiger Hooklines, strotzen nur so vor "Saft" und vereinen texanische Bluesrock-Grooves und rootsige Countryrock-Hooks (wobei die Betonung stets auf "Rock" liegt) zu einer untrennbaren Einheit. Elemente eines Tom Hambridge, Dan Baird, eines rockigen Chris Knight, John Mellencamp, von Storyville, Stevie Ray Vaughan und Double Trouble vereint er voller Selbstverständlichkeit zu einer nie den roten Faden verlierenden, ungemein gefälligen Mischung. Apropos Double Trouble: Unter den Begleitmusikern ist deren Drummer Chris Layton (Kumpel aus unvergessenen Storyville-Zeiten) genauso mit von der Partie, vie Schlagzeug-Hexer Kenny Aronoff, mit dem Grissom schon zu Mellencamp-Zeiten zusammenspielte (die beiden teilen sich die Arbeit an den Schlaginstrumenten), Scott Nelson am Bass und Michael Ramos an den Keyboards. Kochende, von fetten E-Gitarren intonierte, bluesige Riffs preschen los, ein treibender Backbeat setzt ein, großartige, würzige Lead Gitarren-Linien kommen hinzu - und schon sind wir mitten drin, in dem herrlich dynamischen Opener "Keep a rollin' on"! Die Nummer macht ihrem Titel alle Ehre! Ein packender, beherzter Blues-based Rootsrocker mit einer klasse Melodie und einem voller Variabilität und Klangvielfalt steckenden, satten Gitarrenmantel. Grissom gibt ordentlich Gas, und es macht mächtig Laune! Ähnlich veranlagt ist das folgende Titelstück "10.000 feet", das zunächst etwas verhaltener beginnt, sich zum Ende hin aber mit prächtigen Gitarrenläufen verabschiedet. Der wunderbare Refrain will einem nicht mehr aus den Ohren gehen. Überhaupt bleibt auch diese Nummer klasse hängen und vereint Melodik, rockige Gitarrenpower und rootsig dreckige Würze in einer Art und Weise, die eichtig "kickt". Toll! Dann das andere Gesicht von David Grissom, und trotzdem passt auch diese Nummer "wie eine Eins" in das Gesamtkonzept dieses großartigen Albums. It's Bluestime! "Sqwawk" ist ein tierisches, schwerblütiges, drückend schwüles, genial groovendes Blues(rock)-Instrumental in allerbester Stevie Ray Vaughan-Manier. Was der Meister hier für kochende Gitarrenausflüge aus dem Ärmel schüttelt und was er dabei für einen "Spirit" verbreitet, ist unwiderstehlich. Das anschließende "Ain't no game at all" ist wieder solch ein starker, knackig rockender, riffiger Roots-Knaller (würde auch exzellent in das Repertoire eines Tom Hambridge passen), ehe die traumhaft melodische, von wundervollen Gitarrenklängen begleitete, abermals schön knackige, im texanischen "Red Dirt"-Staub scharrende Ballade "Take me back to Texas" auf dem Programm steht. Schönes Heartland-Flair! Was für ein Fest für unsere ewig hungrigen Roots-/Americana-/Countryrock-Ohren! So geht das munter weiter.Grissom gibt sich während der gesamten, gut 55 Minuten nicht den Hauch einer Blöße. Ob das von schönen Hammond Orgel-Fills unterstützte, pure Blues-Instrumental "Butterbean Friday", der von dampfenden Bluesriffs angetriebene Roots-Kracher "Gone and lonesome", der wunderbar swingende, lässig groovende, von fantastischem Gitarrenspiel geprägte, instrumentale Blues-Boogie "Dover soul", der furiose, von einem ungemein starken, zunächst ganz lockeren, flüssigen, dann dreckig erdigen Gitarrensolo unterbrochene Roadhouse-/Countryrock-Feger "True love don't work that way", bis zu der das Album schließenden, wunderschönen, entspannten, nur von akustischen Gitarren und Fiddle begleiteten, Country-inspirierten Fassung des Storyville-Klassikers "Good day for the Blues" (prima Background-Gesang von Carolyn Wonderland) - das Material ist "erste Sahne"! "10.000 feet" strahlt ungemein viel Spielfreude, ungemein viel Spaß am eigenen Tun aus. Man merkt, wieviel "Bock" Grissom auf diese Musik hat - und diese Natürlichkeit, diese Zwanglosigkeit kommt herrlich authentisch rüber. Der Mann ist so etwas von "im Geschäft" - und dennoch veröffentlicht er "seine" Musik, die ihm einfach Spaß macht, ohne jede Labelzwänge im Eigenvertrieb. Ist das sympathisch, ist das klasse! "One of the greatest guitarists of our time" mit einem weiteren, erstklassigen "True Texas Guitar Blues-/Roots-/Americana-Rock"-Werk, das mitten ins Herz trifft. Baumstark! Kommt in einer schmalen, aufklappbaren Digipack Vinyl-Replik-Verpackung!

Das komplette Tracklisting:

1 Keep a Rollin' On (4.46)
2 10,000 Feet (4.47)
3 Sqwawk (5.37)
4 Ain't No Game At All (4.02)
5 Take Me Back to Texas (4.12)
6 Butterbean Friday (5.35)
7 Jet Trails in the Sky (3.25)
8 Gone and Lonesome (5.04)
9 Dover Soul (4.14)
10 Ain't No Other Way (4.52)
11 True Love Don't Work That Way (4.13)
12 Good Day for the Blues (4.59)

Art-Nr.: 6271
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Keep a rollin' on
10.000 feet
Sqwawk
Take me back to Texas
Gone and lonesome
Dover soul
True love don't work that way

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Grissom, David - loud music [2007]
Oh ja, das war längst überfällig - ein Soloalbum dieses überragenden Gitarristen aus Texas! Und das Ding ist ein "Killer-Teil" geworden, das sowohl die Gitarren-Enthusiasten, die Texas Bluesrock-Freaks, als auch die Freunde des dreckigen texanischen Roots-/Americana-Rocks in seinen Bann ziehen dürfte. David Grissom - ein paar Eckdaten: Gründungsmitglied, Songwriter und Lead-Gitarrist der kultigen Texas Bluesrock-/Roots-Formation Storyville, langjähriges Mitglied der (Touring)Bands von Robben Ford, Joe Ely, John Mellencamp und aktuell den Dixie Chicks, zudem unterwegs mit Leuten wie u.a. John Mayall, Buddy Guy, The Allman Brothers Band, Chris Isaak, Montgomery Gentry und Martina McBride, mitwirkender Studio-Gitarrist auf Hunderten von Alben zwischen Blues, Rock und Country, immer wieder "featured artist" verschiedenster Gitarren-Magazine wie "Guitar Player" oder "Guitar world", Herausgeber von Lehrbüchern für Gitarristen, aktuell das hoch gelobte Werk "A guide to Blues/Rock Soloing", usw.... - der Mann zählt ohne Frage zu den anerkanntesten, renommiertesten und besten Gitarristen unserer Tage. "One of the great guitar players of all time", wie viele sagen! Grissom, ein Texaner mit Leib und Seele, was sich auch in seiner Musik ausdrückt, lässt auf "Loud music" (nur im Eigenvertrieb von Grissom selbst erschienen) all seinen musikalischen Vorlieben freien Lauf, und das auf einem verdammt hohen Niveau und mit einer so etwas von starken Songauswahl (ausschließlich Eigenkompositionen), daß einem das Herz aufgeht. 11 Pracht-Nummern, teilweise herrlich melodisch, mit einer Bandbreite von kochenden, fetten Bluesrockern, dreckigen, rotzigen, brodelnden, ordentlich abgehenden Roots-Rock'n Rollern, herzhaften Americana-/AlternateCountryrockern, rasanten Boogies und ein paar fulminanten "smokin'" Gitarren-Instrumentals! Dabei geht er, mit zwei/drei Ausnahmen, überwiegend sehr staight, druckvoll und rhythmisch zu Werke. Auffällig: Grissom ist, und das war den Fans bislang kaum bewusst, zudem ein klasse Sänger! Doch was uns der Mann an abwechslungsreichen, vielseitigen und virtuosen Riffs, Licks und Soli "um die Ohren wirft", ist einfach wunderbar! Der großartige, instrumentale Opener "Lonesome Dave" ist dann auch gleich ein kochender Shuffle-/Boogie-Bluesrocker mit genauso viel Dynamik wie Dampf und "extended mind-blowing guitar work" des Meisters (beste Stevie Ray Vaughan-Tradition), daß man sich umgehend ehrfurchtsvoll vor dieser Leistung verneigen möchte. Was für ein "Saitenslinger"! Ohne die Power des ersten Stücks auch nur annähernd zurückzufahren, mit einem ordentlichen Drive, und dennoch irgendwie locker, geht es mit dem fulminanten Roadhouse Roots Rock'n Roller "Loud music" weiter, der wohl jeden texanischen Honky Tonk-Schuppen zum Bersten bringen dürfte. Dreckig, bluesig, überschäumende, abgehende, raue Gitarrenläufe in allen nur erdenklichen Variationen (teilweise hat man den Eindruck, hier treiben sich 3 Gitarristen zu gegenseitigen Höchstleistungen an) und ein schönes, unterschwelliges Countryflair sorgen für mächtig Zündstoff und eine Bomben-Stimmung! Dazu besticht die Nummer durch eine herrliche Melodie und Grissom zeigt erstmals, welch klasse Sänger er ist. Saustark! Es folgen zwei weitere Instrumentals: Zunächst die mit feinen Melodienbögen (wunderbare Slide) und einem tollen Groove (Chris Layton aus Stevie Ray Vaughan's berühmter Double Trouble-Rhythmusfraktion mit exzellenter Bedienung der Schlaginstrumente) aufwartende, von bluesigen Riffs begleitete Americana-Nummer "Wide lode", und danach der fette, von einer ultra-dreckigen Bluesharp (Gary Primich) unterstützte, schwere Bluesrocker "Hi-Tex" (irre Harp-/Gitarren-Duelle)! Anschließend haut Grissom mit dem pochenden, massiven, bärenstarken Power-/Roots-/Southern-/Texas-/Riff-Rock-Kracher "Saké and venom" erneut so eine Nummer raus, die einen, ausgestattet mit einer super Melodie, mitreißenden Gitarrenlicks und einem hämmernden Rhythmus, geradezu gnadenlos an die Wand nagelt! Klingt das fett! Prima Gesang! Aber er kann's natürlich auch ein wenig filigraner, wie er eindrucksvoll bei der entspannten, sehr schönen, den texanischen Staub spührenden Americana-Ballade "Nothin' makes a man" (dezentes "Red Dirt"-Flair) und dem traumhaft melodischen, lockeren Alternate Countryrocker "Midnight drive" unter Beweis stellt. Überaus stark auch der von glühenden, würzigen Soli durchzogene Midtempo-Rootsrocker "Whiskey cryin'", der überschäumende Instrumental Volldampf-Boogie "Boots likes to boogie" mit grandiosen E-Gitarren-/Pedal Stel-Duellen (Lloyd Maines) und das etwas düstere, wieder mit faszinierenden Gitarrenläufen getränkte, groovige Bluesrock-Instrumental "Lucy G"! Fazit kurz und knapp: Ein Riesen-Gitarrist, ein Riesen-Musiker, ein Riesen-Album! "True Texas Guitar Blues-/Roots-/Americana-Rock" vom Allerfeinsten!

Art-Nr.: 5451
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Lonesome Dave
Loud music
Wide lode
Hi-Tex
Saké and venom
Whiskey cryin'

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