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Anderson, Terry and the Olympic Ass-Kickin Team - more smooth jazz & sweet sweet jams [2011]
Pure Energie, jede Menge Spielfreude und straighter, ungezügelter Rock'n Roll-Spaß: Terry Anderson und sein großartiges Olympic Ass Kickin Team kommen mit ihrem dritten Studioalbum und machen sich auf, die 'Roadhouses' landauf und landab der USA "niederzubrennen". "What a blast"! Der dem erweiterten Dan Baird-/Georgia Satellites-Dunstkreis zuzurechnende Mann aus North Carolina bläst mit seiner Truppe erneut zur ultimativen Roots-/ Southern-/Boogie-and Guitar rockin' Volldampf-Rock'n Roll-Party. Knallige Bezüge zur Sixties Beat-Ära und zum englischen Pubrock sind genauso vorhanden, wie die zum dreckigen, rotzigen, southern-rooted Rock der Geaorgia Satellites & Konsorten. Dan Baird trifft Rockpile und Dave Edmunds, ebenso wie Big Star, die Rolling Stones und die Bottle Rockets auf die Repkacements und die Who treffen. So in etwa geht das ab! Verrückt, aber das Zeug läuft rund und rockt und rollt wie aus einem Guß. Anderson, von Hause aus ein wirklich famoser Drummer, Sänger und Songwriter (seine bekanntesten Songs sind sicher Georgia Satellites' Edel-Rocker "Battleship chains" und Dan Baird's berühmtes "I love you period") hat mit dem "OAK-Team" eine Schar ganz exzellenter Musiker um sich versammelt, die sich mit dem "alten Veteranen" geradezu blind verstehen. Neben Terry Anderson sind das der bärenstarke Gitarrist Dave Bartholomew, der die 6 Saiten seines Arbeitsgerätes nach allen Regeln der Kunst verbiegt und immer wieder fulminante, zündende Soli "abfeuert", Keyboarder Greg Rice und Bassmann Jack Cornell. Das Album steckt voller straighter, kompakter "Kracher", die einfach eine Menge Laune machen. Und klasse Melodien haben sie auch. Da kann man kaum still halten. Diese Burschen drehen ihre Amps richtig auf. Dreht Ihr Eure Lautstärke-Regler ebenso weit auf, und die Party nimmt hren Lauf. "You will have a really good time - guaranteed"! Nicht nur die Dan Baird-, Dave Edmunds-, und Yayhoos-Fans werden darauf richtig abfahren. Tolle "Mugge"!

Das komplette Tracklisting:

1.Too Much Information - 2:32
2. Gambled and Lost - 3:19
3. Enabler - 3:55
4. Spend the Night - 3:38
5. Ridin' Around - 2:32
6. 318 - 2:03
7. Time For You To Go - 4:31
8. Nervous Around Pretty Girls - 3:34
9. I'm Your Radio - 4:01
10. Not Turning Around - 4:17
11. Your Sweetness (Is My Weakness) - 4:10

Art-Nr.: 7647
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Too much information
Gambled and lost
Enabler
318
Time for you to go
Nervous around pretty girls
Your sweetness (is my weakness)

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Atkins, Rodney - it's america [2009]
"If you're going through hell", Rodney Atkins' Vorgänger-Album, war für den Mann aus Knoxville/Tennessee alles andere als ein "Gang durch die Hölle". Im Gegenteil: es war sein großer Durchbruch - mit insgesamt 4 aufeinander folgenden "Number One-Singles" in den Billboard Country Singles-Charts. Was für ein Erfolg! Nun liegt der Nachfolger vor, und er knüpft nahtlos an den großartigen Vorgänger an. Atkins’ große Stärke liegt darin, die von ihm und seinen Songwriter-Kollegen kreierten Songs sehr "alltagstauglich" zu präsentieren. Das führt zu einen enorm hohen Identifikationsgrad. Vor allem der sich in vielen Songs befindende, gesunde Positivismus überträgt sich unaufdringlich, nicht zu massiv, aber effektiv auf den Hörer. Auf "It’s America" präsentiert Atkins elf absolut traditionell verwurzelte, dennoch durchaus moderne, energiegeladene Stücke, die dank seiner kräftigen Vokalperformance (frappierend übrigens die Stimmähnlichkeit zu Tim McGraw) und den prächtigen Musikerleistungen (u.a. Lonnie Wilson, Larry Paxton, Bryan Sutton, Ted Hewitt - zusammen mit Atkins auch Produzent -, Troy Lancaster, Gordon Mote, Mike Johnson, Jonathan Yudkin, Larry Franklin) genauso negenemhm wie kompetent rüberkommen. Das hat zum Teil richtig Biss! Nach dem Ausklingen der letzten Fiddletöne beim wunderbar emotional dargebotenen Schlusslied des Albums, "The River Just Knows" (heulende Steel, schöne Piano-Tupfer, klasse Harmonies von Angela Hurt), verspürt man unweigerlich den Wunsch, diesen Burschen mal live zu erleben. Hauptursache dafür sind die große Anzahl von eingängigen St+cken, die geradezu zum Mitsingen animieren. Großartig beispielsweise das ein wenig an an Garth Brooks’ Gassenhauer "Friends In Low Places" erinnernde "15 Minutes" (toller Refrain mit den herrlichen Textzeilen: "I gave up smokin’, women, drinkin’ last night, these were the worst fiveteen minutes of my life"), das sicher während seiner Konzerten aus tausenden von biergeschwängerten Kehlen herausgegrölt werden wird. Weitere Beispiele dieser Art: Das prächtig tanzbare "Chasin’ Girls" (polternde Drums, wilde E-Gitarren-Fills, Fiddle, Orgel), das honkytonk-trächtige "Best Things" (surrende Fiddle, schöner Aufzählgesang, klasse E-Gitarre, prima Honky Tonk Pianogeklimper), "Friends With Tractors" (fröhlich musizierender, etwas grassig angehauchter Country ( schönes Banjo, Steel, Fiddle, starke Akustikgitarrenarbeit, toller Instrumentalausklang), "Simple Things" (rockig, in stadiontauglicher Brooks & Dunn-/Garth Brooks-Manier, cooler Gesang, klasse Steel-Fills)! Center-Song des Albums ist aber eindeutig das von den Hitlieferanten Angelo Petraglia und Brett James komponierte Titelstück "It’s America", das in einer Art "Bruce Springsteen goes Country" (der "Boss" wird auch textlich erwähnt), recht patriotisch angehaucht, von Amerikanern bevorzugte Alltags-Lebensweisen und für positiv befundene Dinge gesanglich anpreist. Der rhythmisch dahinpreschende, sehr motivierend wirkende Track zeichnet sich vor allem durch die vorzüglich gespielten Saiteninstrumente aus (klasse Electric-Slide-Riff, feines Banjo, knackige Akustikgitarrenarbeit, starkes E-Gitarren-Solo). Der Song befindet sich, wie wir meinen, vollkommen zu Recht, bereits im Anmarsch auf die Spitzenposition der Billboard County Singles-Charts. Aber auch sämtliche anderen Stücke, das sei klar betont, weisen durchgehend Hitambitionen auf (die spannende Frage dabei ist, ob der Vorgänger quantitativ hin Sachen Number-One-Hits noch mal getoppt werden kann). Wem ein Tim McGraw mittlerweile allzu sehr von seinen Roots in Richtung poppigere Gefilde abgerückt ist, der hat mit dem deutlich traditioneller verankerten, wesentlich agiler und "hungriger" wirkenden Rodney Atkins hier eine blendende Alternative. Aber nicht nur die - nein, Atkins ist eine Bereicherung für jeden Fan knackiger, echter, moderner Countrymusic. "It’s America" wird ganz sicher einer der Renner diese Jahres werden und bei den zu verteilenden Awards eine gewichtige Rolle mitsprechen. Prächtiger, knackiger, kraftvoller, überaus erfrischend in Szene gesetzter, sehr traditionell verwurzelter Country/New Country "at it's very best", der manchmal wie eine exzellente Mischung aus Tim McGraw, Travis Tritt, Trace Adkins, Garth Brooks, Toby Keith und Brooks & Dunn wirkt. Rodney Atkins ist in der Riege der Großen endgültig angekommen! Respekt! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Tell a Country Boy - 3:32   
2 Chasin' Girls - 3:29   
3 Got It Good - 3:33   
4 Best Things - 2:55   
5 Friends with Tractors - 3:32   
6 15 Minutes - 2:40   
7 Simple Things - 3:18   
8 It's America - 3:32   
9 Rockin' of the Cradle - 3:28   
10 When It's My Time - 3:36   
11 The River Just Knows - 3:39

Art-Nr.: 6312
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Big & Rich - between raising hell and amazing grace [2007]
Es kommt wieder Leben in die Bude! Big & Rich, diese so herrlich verrückten "modern rockin' cowboys" sind zurück mit Album Nr. 3 - und es ist ein klasse Werk geworden. Waren viele doch etwas enttäuscht von dem allzu schnell dem starken, super-erfolgreichen Mega-Debut "Horse of a different color" hinterher geworfenen Nachfolger "Comin' to your city", so folgt nun wieder eine deutliche Steigerung. Ja, vielleicht hören wir auf dem neuen Album sogar das bis dato beste Songmaterial der beiden überhaupt! Die Inspiration ist zurück! Frisch und innovativ, scheinbar endlos viele gute Songs im Kopf, rufen sie ihr immenses Potenzial ab, mit dem sie in der Lage sind, die ganze "junge und freche" Countrynation mitzureißen. Big & Rich gehören ohne jeden Zweifel zu den besten und angesagtesten Acts, die das moderne Nashville zu bieten hat. Der Albumtitel des neuen Werkes sagt eigentlich eine Menge über die Art der Countrymusic aus, die die beiden so berühmt gemacht hat: "Between raising hell"...(zwischen"höllischen", verrückten, "bad-ass" Countryrockern...) ..."and amazing grace" (...und überaus konservativ verwurzelten, traditionsbewußten "Pure Country"-Klängen) - ein schmaler Grat, den sie zielsicher treffen wie kein anderer! Dabei sind sie, dies ist ebenso bemerkenswert wie beeindruckend und ein weiteres Indiz für ihre große Klasse und Authentizität, immer glaubwürdig! So besticht das Album mit großer Abwechslung und schlägt eine spannungsgeladene Brücke zwischen satten, voller Southern-Würze steckenden, Gitarren-betonten Countryrockern, zeitgemäßem, poppigen New Country, ein paar großartigen Balladen und modernem, "durchgeknalltem", Party-tauglichem "Hip-Country"! Wie gesagt, das Songmaterial war nie besser! Überragend beispielsweise die traumhafte, durchaus knackige, aber auch flüssige und rootsige, von einem hinreißenden, voller Soul steckenden Southern-Groove getragene New Country-Ballade "Lost in this moment" mit ihren tollen E-Gitarren, den prächtigen Steelguitar-Linien und den angenehm ergänzten Piano-/Orgel-Klängen (welch eine wunderbare Melodie), oder das sich direkt anschließende Titelstück "Between raising hell and amazing grace", ein herrlicher Midetempo New Country-Song, ebenfalls von einer großartigen Melodie gekennzeichnet und mit schön knackigen E-Gitarren, Orgel und zwirbelnder Fiddle in Szene gesetzt. Stark aber auch das wunderschöne, etwas poppige, gar an einen auf Countrypfaden wandelnden Springsteen erinnernde "Faster than angels fly", die moderne, textlich sehr ansprechende, von einem opulenten Piano-/Geigen-Gewand getragene Roots-/Country-/Pop-Ballade "When the devil gets the best of me", der von einem verrückten Intro ala "Save a horse (ride a cowboy)" eingeleitete, satt rockende,von kochenden Riffs nach vorn gepeitschte, toll gesungene New Country-Kracher "Radio" (feine Fiddle, fette E-Gitarren), das herrliche, Mandolinen-getränkte "You never stop loving somebody", oder der fetzige, aber sehr "sonnige", abgefahrene, überaus fröhliche, Party-taugliche, frische Country-Reggae "Please man" (featuring Wyclef Jean)! Besonders erwähnenswert ist noch eine Coverversion des alten Rock-Klassikers "You shook me all night long" der Hardrocker von AC/DC, den sie allerdings vollkommen entfremden und zu einem lupenreinen, zwar knackigen, aber völlig traditionellen, die Linedancer zur Hochform auflaufen lassenden, puren texanischen Roadhouse Honky Tonker umfunktionieren. Große Klasse! Schön auch das umfangreiche, 20-seitige, alle Texte umfassende Booklet! John Rich & Big Kenny kriegen nach dem leichten Durchhänger beim vorigen Album wieder locker die Kurve und präsentieren sich mit "Between raising hell and amazing grace" wieder in absoluter Höchstform! So wollen wir euch hören, Jungs! "Ride on, cowboys"...

Art-Nr.: 4956
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Big House - never ending train [2009]
Welch eine Überraschung! Und was für eine feine! Die Country-, Roots-, und Americana-Freunde dürfen sich gleichermassen freuen: Big House, dieses großartige Sextett aus Bakersfied/California um Frontmann Monty Byrom hat sich in Original-Besetzung reformiert und liefert mit ihrem vierten Album "Never ending train" ein kleines Meisterwerk ab. Zwölf Jahre nachdem sie mit ihrem über MCA veröffentlichten Debutalbum in Nashville wie der Blitz einschlugen (das Werk erreichte damals mit über 500.000 verkauften Exemplaren immerhin Gold-Status) und mit der Single "Cold outside" einen Riesen-Hit landeten, sind sie mit ihrem unverwechselbaren "Soulful Country" wieder da! Nachdem die Band seinerzeit zunächst diesen großen Erfolg feierte, stellte sich schnell Ernüchterung ein. Das Label und das kommerzielle Musikgeschäft Nashvilles versuchte die Truppe in ein massenkompatibles Korsett zu stecken, was der Band total gegen den Strich ging. Da man aber noch einen Vertrag für ein zweites Album besaß, entstand mit dem Nachfolgewerk "Travelin' kind" 1998 eine recht schnell dahin geklatschte, aber gar nicht mal so schlechte Synthese aus den Vorstellungen der Band und der Labelbosse, die natürlich vollkommen floppte. Frustriert trennten sich Big House von MCA, fanden0 nach einigen Besetzungswechseln aber recht schnell wieder ein Zuhause beim unabhängigen "Dead Reckoning"-Label, über das man dann im Jahre 2000 das von Kritikern und Fans gleichermassen hoch gelobte "Woodstock nation" veröffentlichte. Aber auch dieses Werk brachte die Band auf der Karriereleiter nicht wirklich weiter und so beschloss man kurz danach das Kapitel Big House erst einmal ad acta zu legen. Doch dann trommelten Monty Byrom und Gitarrist David Neuhauser im Frühling 2007 aus Anlass des 10-jährigen Veröffentlichungs-Jubiläums ihres Debuts ihre alten Kameraden für eine einmalige Reunion-Show in Bakersfield, wo einst alles begann, wieder zusammen, und es wurde eine "magical night", wie die Jungs heute bekennen. Das Feuer, die Lust war wieder da! Die Chemie stimmte sofort wieder und schnell wurde allen klar, das dies kein einmaliges Zusammentreffen sein würde. Der Idealismus und das "sich nicht verbiegen lassen" hatten gesiegt - das Resultat ist das wunderbare, neue Album "Never ending train"! Herrlich! Big House spielen einen unverwechselbaren Countryrock auf einem rootsigen Fundament, der auf faszinierende Art und Weise klassische, sonnige Westcoast-Trademarks mit einem Schuß Memphis-Soul, einem schönen Southern-/Swamp-Feeling, etwas Blues und viel ursprünglicher Country-Tradition vereint. Genau das ist es, was sie nicht nur für die Country-, sondern auch für die Roots-/Americana-Gemeinde so interessant macht. Die Musik von Big House mit anderen Bands zu vergleichen ist gar nicht so einfach, doch wenn man die markantesten Zutaten der frühen Eagles (auch Big House bestechen zuweilen mit prächtigen Harmoniegesängen), der Nitty Gritty Dirt Band, The Amazing Rhythm Aces und der Tractors mit etwas Memphis-/Stax-Soul der Marke Otis Redding vermischt, kommt es vielleeicht in etwa hin. Big House, durchweg fantastische Musiker, spielen nie hart, sondern vielmehr locker und entspannt. Dennoch strahlt ihre Musik eine wunderbare, unterschwellige Schwüle, Hitze und Energie aus. Bestimmt wird das Geschehen vorwiegend von drei exzellent aufeinander abgestimmten, fein akzuentierten Gitarren (toll beispielsweise die großartigen, würzigen Slide-Einlagen von Neuhauser), gepaart mit dem feinen, ungemein frisch und rein wirkenden Mundharmonika-Spiel von Sonny California, großartig integrierten Pinao-, Wurlitzer-, und Orgel-Fills, sowie einer hinreißend groovenden Rhythmus-Sektion. Sänger Monty Byrom hat zudem nichts von dem Charisma seiner unvergleichlichen Stimme eingebüsst. Das komplette Songmateriual (großartige Melodien) weist nicht die Spur einer Schwäche auf, der Sound ist exzellent! Stellvertretend für alle 14 Songs seien solche Knüller wie das traumhaft schöne, von glasklarer Mundharmonika, ebenso reiner Acoustic Gitarre, herrlichen Baritone- und E-Gitarren-Klängen bestimmte, locker sprudelnde, sich unweigerlich in den Gehörgängen festsetzende, seelige "The highway is my home", der prächtige, voller Southern-/Memphis-Flair steckende, flotte Roadhouse-Stomper "She's got the magic", der erdige Honky Tonk Country-Blues "Guitars & whiskey" (klasse Orgel-Tupfer, feine Mundharmonika-Einlagen, tierisches Slide Gitarren-Spiel), das mit viel Soul- und Gospel-Esprit versehene, wunderbar melodische "Ease me down", der flockige Countryrocker "Hey Jenny", der urige, rootsige, von einem klasse Swamp-Groove getragene, sumpfige Cajun-Shuffle "Louisiana in the rain", der von großartigen Harmonies geprägte und mit tollen Gitarren gespickte, soulige Midtempo-Countryrocker "Losing my angels" (erinnert im Refrain an "Seven bridges road" von den Eagles), und die herrlich locker dahin fließende, von wunderbaren, jammigen Gitarrenläufen bestimmte (als Gast dabei: Lee Roy Parnell an der Slide), über 7-minütige Coverversion des Traditionals "I know you rider"! Das Album vertreibt die Band ausschließlich selbst, unterwirft sich also nicht im Geringsten irgendwelchen Einflüssen von aussen. Vielleicht ist gerade das ein zusätzliches Indiz für diese famose Leistung! Big House sind mit einem tollen, neuen Album zurück und blühen auf, als hätte es niemals eine Auszeit gegeben. "Soulful Countryrock" vom Allerfeinsten!

Das komplette Tracklisting:

1 The Highway Is My Home (3.58)
2 She's Got the Magic (3.09)
3 Guitars & Whiskey (2.56)
4 Never Ending Train (3.49)
5 Ease Me Down (4.05)
6 Hey Jenny (4.02)
7 So Far Away From Now (4.04)
8 Louisiana in the Rain (4.36)
9 Real Good Time (3.05)
10 Losing My Angels (3.47)
11 Somebody to Love (3.26)
12 Alone in L.A. (4.04)
13 I Know You Rider (7.41)
14 Honky Tonk With You (3.20)

Art-Nr.: 6343
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The highway is my home
Guitars & whiskey
Ease me down
Louisiana in the rain
Real good time
Losing my angels
I know you rider

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BlackHawk - spirit dancer [2002]
BlackHawk sind zurück und liefern mit "Spirit dancer" das vielleicht beste Album ihrer bisherigen Karriere ab! Und noch etwas: Es wird sowohl die New Country/Countryrock-Begeisterten als auch die Southernrock-Fraktion in höchst erfreulichem Maß ansprechen. Klasse! Nach dem Tod ihres Gründungsmitgliedes Van Stephenson (starb im April 2001 an Krebs), sowie diversen Irrungen und Wirrungen mit ihrer Plattenfirma, was schließlich in einem Wechsel zu "Columbia" endete, war das nicht unbedingt zu erwarten. Doch irgendwie, nachdem man mit Gitarrist Chris Anderson, Bassist Randy Threet und Drummer Mike Radovsky 3 neue Musiker in die Band integrierte, ging offenbar ein gewaltiger Ruck durch die Jungs. Henry Paul und Dave Robbins besannen sich ihrer Roots und spielten ein Album voll von knackigem, vollsoundigem, inspiriertem Countryrock ein, dessen durchaus vorhandenes Retrofeeling eine immense Frischzellenkur erfahren hat. Und noch etwas wird deutlicher, als je zuvor: BlackHawks Kopf Henry Paul, eine Galeonsfigur aus heroischen Southernrock-Tagen (ex-Outlaws, ex-Henry Paul Band) hat zwei Herzen in seiner Brust - eines schöägt für den Country(rock), das andere noch immer, davon wird er wohl nie loskommen, für den Southernrock, für seine "Brothers of the southland", wie eine fantastische Southern-Countryrock-Nummer des Albums betitelt ist. Darin geht es um den Southern-Mythos, um Schicksale des Southernrock, um gefallene Weggefährten aus glorreichen Tagen. In Gänsehaut erzeugenden Textfragmenten erweckt er die Geister der Marshall Tucker Band (die Cadwells), von Lynyrd Skynyrd und der Allman Brothers. "Down the dusty roads of Caroline, the TUCKER Boys were friends of mine, they echoed through the lonely pines, running down the road. And the day the CALDWELLS died, before the rugged cross we cried, and boys from deep inside, said you gotta carry on and on. And we are brothers of the southland, singers in the same band"... heißt es da zum Beispiel. Sogar sein altes Album "Grey ghost" aus besten Henry Paul Band-Tagen findet im übertragenen Sinn Erwähnung, als er singt "the day the FREEBIRD died, before the rugged cross we cried, the GREY GHOST he rides, said you gotta carry on and on"...! Das hat schon was und könnte mit seinen herrlichen E-Gitarren und der tollen Melodie schon fast zu einer neuen Southern-Hymne werden. Interessant auch, daß man für 3 Stücke den ex-Henry Paul Band-Gitarrist Billy Crane (Crain) ins Studio geholt hat. Doch das gesamte Songmaterial ist top! Die satte, elektrische Musik wird immer wieder mit feinen akustischen Instrumenten, wie Mandoline, Fiddle, Akkordeon usw. angereichert. Dazu ist Henry Paul's Gesang ein Fest für die Ohren - unwiderstehlich, manchmal mit wunderschönen Harmonien. Eine tolle Melodie jagt die nächste. Das Album startet mit der kraftvollen Countryrock-Ballade "One love", eingebettet in eine herrliche Melodie mit toller Mandoline, wunderschönem Akkordeon und vollmundiger E-Gitarren-Basis. "One night in New Orleans" ist eine gut rockende Cajun/Country-Nummer mit viel Bayou-Flair, während "Days in America" wieder ein sehr southern-inspirierter Countryrocker ist. Feine Gitarrensoli inbegriffen! Das Titelstück "Spirit dancer" ist eine spirituelle, aber wunderbare Ballade, eine Dankeshommage an den verstorbenen Van Stephenson, mit gefühlvollen Textpassagen. "Gloryland" rockt wieder und nach weiteren starken Country- und New Country-Tracks kommt zum Abschluß nochmal eine Traumnummer! "Leavin' the land of the broken hearted" ist eine herrliche, melodische, knackige Countryrock-Nummer mit Southernflair, schönem Klavier, dezenter Orgel und feinen "southern" klingenden (Slide)Gitarren. Henry Paul, Dave Robbins & Co.: wir gratulieren! Frischer Country/New Country/Countryrock mit herrlichem, im musikalischen Blut liegendem Southernfeeling! Starkes Teil!

Das komplette Tracklisting:

1. One Love - 3:18
2. One Night in New Orleans - 3:39
3. Days of America - 2:58
4. Spirit Dancer - 4:31
5. I Will - 3:29
6. Brothers of the Southland - 4:47
7. Gloryland - 3:51
8. Forgiveness - 3:03
9. Faith Is the Light - 3:50
10. I'll Always Love You - 3:49
11. Leavin' the Land of the Broken Hearted - 4:06

Art-Nr.: 1038
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

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BoDeans - love & hope & sex & dreams ~ collector's edition w. live dvd [2009]
CD & DVD Collector's Deluxe Edition mit 6 fantastischen Bonustracks und einer klasse Live-DVD! 1986 veröffentlichten die BoDeans aus Milwaukee um die beiden begnadeten Songwirter und Sänger Sam Llamas und Kurt Neumann ihr fulminantes Debut, das ihnen zum einen vom renommierten "Rolling Stone" die Auszeichnung "Best new band" einbrachte, und das zum anderen in der Rootsrock-Szene auch heute noch als ein Album von unverminderter Frische und zeitloser Qualität gefeiert wird. Ihre traumhaften Melodien, ihre "shimmering guitars", ihre tollen Harmonien, das Gespür für genauso simple wie raffinierte Songs, dieser unterschwellige "Western Twang" in den Gitarren, wie auch das zuweilen versteckt und ganz dezent eingebrachte "Neo-Rockabilly"-Flair, als auch hin und wieder ein Latino-Touch machten ihren Sound unverwechselbar. Daran hat sich bis heute nichts geändert, wie das im letzten Jahr erschienene "Still" eindrucksvoll untermauert. 23 Jahre nach der Veröffentlichung ihres prächtigen Debuts erscheint nun über Rhino diese noch prächtigere, opulente Deluxe-Edition für Sammler - und Leute, das Teil ist jeden Cent des Erwerbspreises wert. Der Inhalt: 1.) Das Original-Album, im übrigen produziert von niemand geringerem als T-Bone Burnett, in einem remasterten, exzellenten Sound; 2.) Sechs ausnahmslos erstklassige Bonustracks, 5 davon sind aus den seinerzeitigen Sessions entstandene Demos (ein Song besser als der andere, man fragt sich, warum sind diese tollen Nummern bislang auf noch keinem BoDeans-Album erschienen), die allerdings in 2008 soundtechnisch "restauriert" und auf den aktuellsten Stand der Soundtechnik gebracht wurden, der 6. neue Track, das traumhaft melodische "Janey" (locker, flockig, umgarnt von herrlichen Gitarren - lässt das Herz eines jeden BoDeans-Fans höher schlagen) wurde gar erst im Jahre 2008 vollkommen neu eingespielt; und 3.) Eine großartige Live-DVD (auch die enthält wieder jede Menge bis dato unveröffentlichte Songs) eines raren, ganz frühen, gut 60-minütigen Konzertes der jungen BoDeans vom 15.7.1985 im First Avenue von Minneapolis/M, mitgeschnitten und gefilmt also vor der Veröffentlichung ihres Debut-Albums, das bis zum Jahre 2006 quasi "unentdeckt" in den "First Avenue"-Archiven schlummerte (zeigt die Jungs herrlich unverbraucht und unbekümmert, aber schon mit dem Potenzial, das ihnen nachher solch ein immenses Standing in der Szene einbrachte - nicht ultra-professionell mit x "High Definition"-Kameras gefilmt, aber für die damalige Zeit absolut in Ordnung, sowohl vom Bild, als auch von Sound)! Dazu gibt's eine feine, 3-fach aufklappbare, dicke Digipack-Verpackung, inkl. eines 24-seitigen Booklets mit vielen Informationen und Photos, sowie klasse Liner-Notes von Dave Marsh. Eine exzellente, neue, extrem erweiterte Ausgabe eines exzellenten, zeitlosen Rootsrock/-pop-Albums, das auch nach 23 Jahren noch nichts von seinem Reiz verloren hat. Im Gegenteil!

Die DVD ist code free und somit auf jedem DVD-Player abspielbar!

Das komplette Tracklisting:

CD:
1 She's a Runaway - 3:38   
2 Fadeaway - 4:27   
3 Still the Night - 4:01   
4 Rickshaw Riding - 4:56   
5 Angels - 3:33   
6 Misery - 4:39   
7 The Strangest Kind - 3:45   
8 Say You Will - 4:06   
9 Ultimately Fine - 2:17   
10 That's All - 3:26   
11 Lookin' for Me Somewhere - 3:06   
12 Try and Try - 2:31   
13 Sail Away - 4:25   
14 Amen - 3:31   
15 Small Town Ways - 2:22   
16 Janey - 3:57   
17 Turn Your Radio On - 1:34   

DVD:
1 Small Town Ways
2 The Strangest Kind
3 Oh Stella
4 Don't You Just Know
5 Rickshaw Riding
6 Still the Night
7 Amen
8 Janey
9 Be My Girl
10 Say You Will
11 Heart of America
12 Misery
13 Not So Long Ago
14 She's a Runaway
15 Try and Try
16 Celia
17 Home Again

Art-Nr.: 6277
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 25,90

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Bonamassa, Joe - blues deluxe [2003]
"Blues deluxe" ein Albumtitel, dem man erstmal gerecht werden muß! Meistert er diesen Anspruch? Und wie er ihn meistert - auf beängstigend starke Art und Weise! Drittes Album dieses grandiosen Gitarren-Wunderknaben, der mit seinen schier wahnwitzigen Gitarrenritten die Blues- und Bluesrock-Welt, sowie die Enthusiasten elektrisierender, endloser, kochender Soli auf den 6 Saiten, einmal mehr in Verzückung versetzen dürfte. Nach zwei klassischen Bluesrock-Alben, bei denen der Rock ein leichtes Übergewicht gegenüber dem Blues hatte, ist es diesmal genau umgekehrt. 2003 wurde zum "Jahr des Blues" erklärt, zu dem der am 8. Mai 1977 geborene Bonamassa (an diesem Tag wurde der große Robert Johnson 66 Jahre alt) mit diesem fantastischen Album seinen ultimativen Beitrag gibt. "Blues deluxe" ist eine Hommage an die Großen des Blues, an all die Bluesveteranen, die ihn beeinflußt und geprägt haben. Angefangen von B.B. King, der ihn seinerzeit im Alter von 12 Jahren entdeckte, über John Lee Hooker, Elmore James, Albert Collins, bis hin zu besagtem Robert Johnson. Mit begnadeten Coverversionen und einigen eigenen Songs verneigt er sich vor seinen Vorbildern. Dabei ist er auf dem Weg sebst einer der ganz Großen zu werden. Wieder mit seiner, aus den beiden Vorgängeralben und der Live-DVD bekannten, großartigen Band um Eric Czar am Bass und Kenny Kramme am Schlagzeug im Rücken, und den beiden zusätzlichen Musikern Benny Harrison (Hammond B3) und Jon Paris (Harmonica), spielt Bonamassa den Blues mit einer unglaublichen Authentizität, Intensität und Leidenschaft, aber auch voller Gefühl. Obwohl der Blues eindeutig dominiert, wird natürlich auch gewaltig gerockt. Bonamassa's Art den Blues zu spielen, ist immer rockig. "Pure Blues" hin, "Pure Blues" her - die rockige Note ist immer vorhanden - er kann gar nicht anders! Und Leute, wie das an manchen Stellen rockt und dampft - "irre"! Apropos "irre": Bonamassa's Gitarrenspiel ist ein purer "Höllenritt" auf den 6 Saiten. Mal erzeugt er ganz klare und messerscharfe Läufe, dann maltretiert er sein Instrument zu wilden, brodelnden und glühenden Slide-Orgien, um sich anschließend wieder in ganz gefühlvollen Spielereien zu verlieren, ehe er einmal mehr in ekstatischen Bluesrock-Soli regelrecht explodiert. Und mit welch einer Virtuosität, Gewandheit und Fingerfertigkeit das geschieht - atembaraubend! Zuweilen scheint er über sein "Brett" zu fliegen. Dazu seine rauhe, kehlige Stimme - es paßt einfach alles! Los geht's mit einer großartigen Coverversion von B.B.King's "You upset me Baby", gefolgt von einer Wahnsinns-Version des John Lee Hooker-Klassikers "Burning hell"! Da stockt einem der Atem! Ein flammender, elektrisierender, unaufhörlich abgehender, fast 7-minütiger Boogie-Blues-Rock-Kracher, vollgestopft mit einem fulminanten Slide-Feuerwerk, dem eine dreckige Bluesharp noch die richtige Würze gibt. Wow, das dampft! Anschließend das Titelstück, eine herrliche alte, von Rod Stewart (als der noch mit Jeff Beck zusammenspielte) geschriebene Blues-Nummer. Recht ruhig beginnend, mit klar abgegrenzten, flinken Gitarrenläufen, äußerst intensivem, gefühlvollen Gesang, spielt sich Bonamassa im Zentrum des Stücks mit schier endlos wirkenden Soli in ein regelrechtes Rock-Gewitter, ehe das Ganze wieder in den Slow-Blues-Rhythmus zurückfällt. Was für eine Gitarrenarbeit. Ob der kraftvolle, riffige, leicht country-fried funky wirkende Rocker "Man of many worlds", das akustische "Woke up dreaming", bei dem er ein atemberaubend schnelles Delta-inspired Acoustic-Picking demonstriert, der dampfende, swampige Shuffle-Boogie-Blues "Wild about you, Baby", der groovende T-Bone Walker-Slow-Blues "Long distance blues", wieder mit grandiosen, quirligen, zwischendrin ungemein rockigen, Gitarrenläufen, oder der trocken qualmende, mit glühender, röhrender Slide-Gitarre und drückender Harp gespickte Blues-Rocker "Walking Blues", ein Robert Johnson-Klassiker, von dem ZZ Top nur träumen können, das sie so etwas nochmal hinkriegen... - alles Nummern, die einem in Mark und Knochen gehen. Joe Bonamassa ist bereits mit seinen 25 Jahren eine Institution in Sachen Blues/Bluesrock, die seinesgleichen sucht! 51 1/2 Minuten "Blues deluxe" des Gitarren-Magiers - im wahrsten Sinne des Wortes! Ein absolutes Highlight des "Year of Blues"!

Art-Nr.: 2050
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Burning hell
Wild about you, Baby
Long distance blues

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Bowen, Wade & West 84 - the blue light ~ live [2003]
Samstag, 16. November 2002! Das "Blue Light", draußen in Lubbock/Texas - einer dieser so voller Atmosphäre steckemdem, typischen texanischen Live-Clubs! Das Publikum hat nach einer arbeitsreichen Woche wohl schon das ein oder andere Bier intus - die Stimmung ist gut! Schließlich ist man in freudiger Erwartung des Live-Auftrittes einer der in ihrer Heimat besten und angesagtesten, neuen Roots-/Americana-/Countryrock-Bands. Das Licht geht aus - es ist soweit. Wade Bowen & West 84 betreten die Bühne! Und was dann kommt, ist die pure Countryrock-Freude! 2 Gitarren, Bass und Schlagzeug - mehr brauchen die Vier nicht, um diesen Laden mit ihrer unbekümmertenm Art, ihrer Spielfreude, ihrem Drive, und vor allem auch ihrem Können "heiß" zu spielen. Countryrock is still alive! Ist das großartig! 14 Songs dieses Abends hat man nun auf einer knapp 63 Minuten dauernden CD veröffentlicht. All ihr Roots-/Americana-/Alternate Country-/Countryrockfreunde, ihr Fans der Musik von Cross Canadian Ragweed, Django Walker, Joe Ely, Great Divide, Mike McClure oder Chris Knight: Das Teil ist ein Knüller! Im vergangenen Jahr schlugen sie mit ihrem famosen "Try not to listen"-Studioalbum bei den Genre-Fans wie eine Bombe ein. Völlig zu recht! Aber auch live halten sie, was das Studiowerk verspricht. Nein, mehr: Sie untermauern es eindrucksvoll! Wade Bowen & West 84 sind eine prächtige Live-Band! Ihr herrlich unverbrauchter, ungeschliffener Countryrock voller zwangloser Spielfreude reißt alle mit. Sie gehen schön rockig und kräftig zu Werke, gleichzeitig aber auch wunderbar flüssig und flockig. Wade Bowen hat ein Händchen für Songs, die runtergehen, wie Öl. Zumeist gibt es schmissige Uptempo-Nummern, alle mit wunderbaren Melodien versehen, durch die sich ein satter Klangteppich aus dominanten Gitarren zieht, wobei vor allen Dingen der excellente Lead-Gitarrist Matt Miller mit einigen herausragenden, knackigen und fulminanten E-Gitarrensoli für Furore sorgt. Sogar ein dezentes Southernrock-Flair ist zuweilen spürbar. Der Sound ist roh, aber klasse! Pure live, eben! Die urige Atmosphäre diese kleinen Schuppens wird hervorragend auf den Zuhörer übertragen. Es scheint, man sei mitten drin! Kommen wir zur Setlist, denn die ist hochinteressant! Natürlich spielen sie einige wunderbare Versionen von Stücken ihres "Try not to listen"-Albums, wie das Titelstück, die großartige Ballade "Why can't you love me", das riffige. dynamische "Walkin' shoes" oder den Rocking Roadhouse Country-Heuler "Keep hangin' on". Aber es gibt auch Songs von ihrem ersten Album, ganz neues Material und einige bärenstarke Coverversionen. "What's up" ruft Wade Bowen ins Mikro und los geht's mit einem herrlichen, ungemein flüssigen und knackigen Countryrocker par excellénce! "Get away" heißt diese Nummer, mit ihrer tollen Melodie, den kernigen Riffs, ihrem staubig, dreckigen Feeling, der fetten E-Gitarre und Wade's wunderbarem, rootsigen und lässig rotzigen Gesang, der für diese Musik geradezu prädestiniert ist. Erinnerungen an allerbeste, klassische Countryrock-Tage werden wach. Der Song bringt Band und Publikum gleich richtig in Fahrt. Weiter machen sie mit einer prächtigen, wieder prima ins Ohr gehenden Countryrock-Midtempo-Nummer, dem vom ersten Album stammenden "Tired of being alone", durchzogen von herzhafter Lead-E-Gitarren-Begleitung. Dann ein brandneuer Song: "Starting right now" heißt das Stück - und wow: wieder eine Hammer-Nummer! Satter, fetter, herrlich dynamischer Uptempo-Countryrock mit einer vorzüglichen Melodie und einem glühenden, rasanten, virtuosen, schön "fleischigem" Gitarrensolo. Großartig auch das balladesk beginnende "Mystery of a woman", das sogar voller Southernrock-Flair steckt. Gitarrist Matt Miller spielt sich nach einem Tempowechsel in der Mitte des Songs in einen wahren "Free- bird"-ähnlichen Rausch! Hervorragend auch das bluesige, dreckige "Doug's song". Noch ein Wort zu den Coverversionen: Da hören wir zum einen eine tolle, entspannte, sehr retro wirkende Version von Jay Farrar's/Sin Volt's "Windfall", wieder mit prima E-Gitarre, und zum anderen spielen die Jungs eine grandiose, knackige Version von Ryan Adams' "16 days", das auf der CD hinter dem letzten Stück als "hidden track" zu finden ist. Das Album bietet keinerlei Schwächen. Von vorn bis hinten ist das lebendiger, unbekümmerter Americana-/Roots-/Alternate Country-/Countryrock aus Texas, wie ihn nur eine Band spielen kann, die das Countryrock-Herz auf dem rechten Fleck trägt. Und das tun die Jungs - gar keine Frage! Legt die CD in den Player und laßt Euch einfangen von dieser herrlichen Clubatmosphäre. Laßt Euch von dem Gefühl überkommen, als wärt ihr in jener November "Saturday night" im "Blue Light" dabei gewesen, bei dieser begeisternden Countryrock-Party...

Art-Nr.: 1970
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Get away
Starting right now
Windfall
Mystery of a woman
Just for fun

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Brian Band, Kenneth - welcome to alabama [2011]
"Welcome to the finest in pure Southern Rock! Welcome to Alabama! Welcome to the fabulous Kenneth Brian Band!" Ist das herrlich! Voller lebendigem Spirit und natürlicher Authentizität transportiert die in Nashville/Tennessee ansässige Truppe um den in Florida aufgewachsenen, grandiosen Sänger, Songwriter und Lead Gitarristen Kenneth Brian, ihre unwiderstehliche, ganz tief in der goldenen Ära des Southern Rocks verwurzelte Musik in die heutige Zeit. "'Welcome To Alabama' shines like a beacon for those who fear that Southern Culture is all but lost, and proves that it isn’t lost at all", heisst es dazu treffend in einem U.S.-Review. In der Tat ist die Kenneth Brian Band genau eine dieser Bands, die diese Musik auch in der heutigen Zeit für immer am Leben erhalten. Kenneth Brian (lead vocals, lead guitar), Travis Stephens (rhythm guitar, background vocals), Zach Graham (bass) und Dickey Rryor (drums) haben die Ideologie und Philosophie solcher unumstösslichen Größen wie The Allman Brothers Band, die frühen Lynyrd Skynyrd, The Marshall Tucker Band, Wet Willie und Konsorten in ihrer musikalischen Seele verinnerlicht und treten auf vollkommen natürliche Weise ihr Erbe an. Sie tun dies einerseits sehr ambitioniert, andererseits ungemein locker und ehrlich. Dies ist genau die richtige Mischung aus Rock-, Blues-, Gospel-, und Country-Einflüssen, die auch damals, in den Siebzigern, den Southern Rock entstehen ließen. So passt es, dass sich einer der ganz großen Persönlichkeiten und Pioniere der Southern Rock-Bewegung der Band annahm und dieses wunderbare Album produzierte: Johnny Sandlin! Sandlin spielte einst mit Duane und Gregg Allman bei Hour Glass, wurde dann Vize-Präsident des legandären Southern Rock-Labels "Capricorn Records" und arbeitete als Produzent und Engineer mit unsagbar vielen Künstlern wie den Allman Brothers, Marshall Tucker, Wet Willie, Bonnie Bramlett, Delbert McClinton, Widespread Panic, Derek Trucks, der Nitty Gritty Dirt Band, um nur einige aufzuzählen, zusammen. Und Sandlin hat es meisterhaft fertiggebracht, "Welcome to Alabama" in einem wundervollen, Siebziger-mässigen, Vinyl-kompatiblen, schön warmen, aber mit allen Ecken und Kanten belassenen, dennoch sehr harmonischen, "geschmeidigen" Retro-Capricorn-Sound erscheinen zu lassen, was die Authentizität dieser Musik zusätzlich untermauert. Das Songmaterial ist erste Sahne: "Gritty", erdig, melodisch und hervorragend hängen bleibend. Brian, der ein toller Sänger ist und mit bärenstarkem Gitarrenspiel aufwartet (tolle, genauso melodische, wie satte und zündende Soli), kann sich auf eine ebenso starke Rhythmusfraktion verlassen. "Masterful song-crafting, blistering guitar work, spot-on harmonies, and a take-no-prisoners rhythm section", heisst es dazu in einem U.S.-Review, "Kenneth is really unbelievable as a guitar player - he's a real shit-kicking gunslinger with great chops" in einem anderen. Es passt einfach alles zusammen. Stellvertretend für ein Album ohne jede Schwäche seien zum Beispiel solche Killer-Nummern wie der großartige Opener "Something better", ein mit "early Skynyrd"-Riffs getränkter, rauer Saouthern Rocker mit einem feurigen Gitarrensolo im Break, das traumhaft melodische, flockige, von herrlichen, saftigen, eingängigen und locker gespielten Southern-Gitarren geprägte "Texas by tonight", das grandiose Titelstück "Welcome to Alabama", eine mitreissende, seelige, klassische Southern Rock-Hymne, die vollkommen natürlich Spuren nahezu aller frühen Southern Rock-Helden (The Allman Brothers Band, The Winters Brothers Band, The Marshall Tucker Band, Charlie Daniels Band, Lynyrd Skynyrd...) miteinander vereint, das von einem klasse Retro-/Outlaw-Countryrock-Feeling durchzogene"Holdin' on" mit seiner tollen Melodie und den hinreissenden Gitarrelinien, sowie der dreckige, von erdigen Gitarrenm, aber auch wunderbar melodischen Harmonies durchzogene "Neil Young goes South"-Rocker "Tonight we ride" erwähnt. Ganz stark auch die einzige Coverversion des Albums, Dickey Betts' "Nothing you can do", bei dem die legendäre Bonnie Bramlett mit von der Partie ist. Überhaupt sind ein paar namhafte Gäste mit am Start, die ebenfalls unterstreichen, mit was für einer bärenstarken Musik wir es hier zu tun haben: Randall Bramblett (keyboards), Jason Isbell (slide guitar), Charlie Daniels' Bassmann Charlie Hayward, und noch ein paar mehr. Alles in allem ein durch und durch grandioses Teil! "'Welcome to Alabama' is a classic Southern Rock masterpiece"! Jawohl, dieser Aussage schliessen wir uns vorbehaltlos an. "Welcome to Alabama" ist die pure Southern Rock-Freude!

Das komplette Tracklisting:

1. Something Better - 3:59
2. Texas By Tonight - 4:13
3. Welcome To Alabama - 4:26
4. Last Call - 3:28
5. Holdin On - 3:25
6. Tonight We Ride - 4:46
7. Nothin You Can Do - 3:34
8. Prayer For Love - 4:29
9. The Fall - 6:09
10. Cry To the Dark - 5:08

Art-Nr.: 7615
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Something better
Texas by tonight
Welcome to Alabama
Holdin' on
Tonight we ride
Prayer for love
The fall

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Church, Eric - carolina [2009]
Knackiger, frischer, voller Energie steckender, satter New Country von Eric Church, der mit seinem zweiten Album konsequent die Linie des Debuts fortsetzt und auf dem besten Weg ist, sich nachhaltig in der vordersten Riege der jungen Nashville-Wilden zu etablieren. Klasse Vorstellung!

Das komplette Tracklisting:

1 Ain't Killed Me Yet - 3:22   
2 Lotta Boot Left to Fill - 3:24   
3 Young and Wild - 3:15   
4 Where She Told Me to Go - 4:48   
5 Longer Gone - 3:08   
6 Love Your Love the Most - 2:50   
7 Smoke a Little Smoke - 3:11   
8 Without You Here - 2:42   
9 You Make It Look So Easy - 4:15   
10 Carolina - 4:39   
11 Hell on the Heart - 2:44   
12 Those I've Loved - 5:03

Art-Nr.: 6295
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Clark Band, Brandon - tall [2008]
"Oklahoma Beer Joint Music"! Die nächste, richtig "geile" Truppe aus dem "Red Dirt"-Umfeld des Arreals Texas/Oklahoma mit einem "Mörder"-Album! Schon der Blick auf das Backcover weckt gewisse Erwartungen und scheint zu vermitteln, was einen dann auch tatsächlich bei dem klasse Debüt der Brandon Clark Band erwartet: Energie geladener, von satten Gitarren bestimmter, voller Southern Rock-Esprit steckender, unbekümmerter, losgelassener, erdiger, hard-drivin' "Red Dirt"-(Country)Rock vom Allerfeinsten, wobei einem die sicher prickelnde Live-Atmosphäre einer BCB-Show bereits am geistigen Auge vorüber zieht. Auf dem "Live-Foto" sieht man Drummer Heath Jacobsen im Hintergrund, den mächtig cool wirkenden Bassisten Darren Lightfoot und Bandleader Brandon Clark lässig "in Action" mit ihren Cowboyhüten und ihren Gitarren, während der hoch talentiert und prächtig aufspielende Leadgitarrist Dave Duval ekstatisch in "Hendrix-Manier" seine Klampfe hinterm Kopf bearbeitet. Es handelt sich bei "Tall" allerdings keineswegs um eine Live-CD, sondern um ein reines Studioalbum. Aber, und das kommt phantastisch rüber, vermittelt auch der Studiosound durch seine Ursprünglichkeit und den Verzicht auf überproduzierten Firlefanz, eine überaus authentische Live-Atmosphäre. Diese Truppe spielt direkt, unbekümmert und frei von der Leber weg. Und die Songs bleiben prächtig hängen! Alle beteiligten Musiker stammen aus Tulsa, Oklahoma, spielten dort in diversen regionalen Bands, bis schließlich der ideale Zeitpunkt zum Start der Brandon Clark Band gekommen war. 2007 hat man bereits über 250 Shows zusammen abgewickelt und ist auch laufenden Jahr wieder ohne Ende auf Tour (u.a. mit Interpreten wie Jason Boland & The Stragglers, Roger Clyne & The Peacemakers, The Derailers, No Justice, Eli Young Band, Bleu Edmonson, Billy Joe Shaver). Mit ihrem herrlichen, so ungemein dynamisch vorgetragenen, zwischen Rock, Country und Southern Rock angesiedelten, "roughen", aber absolut melodischen Sound scheint es so, als lägen ihre größten Einflüsse irgendwo an einem Schnittpunkt von Cross Canadian Ragweed und den Outlaws (mit einem Schuß Lynyrd Skynyrd). Damit beackern sie in etwa das Terrain solcher Kollegen wie der Ryan Bales Band, der Tyler McCumber Band, Back Porch Mary und wie sie alle heißen. Schön auch ihre eingangs bereits erwähnte Eigen-Charakterisierung "Oklahoma Beer Joint Music", die den damit unterschwellig suggerierten hohen Spaßfaktor hervorragend zum Ausdruck bringt. Los geht’s mit dem satt groovenden, herrlich melodischen, schwungvollen "Writing On The Wall", eine "Hammer"-Nummer, die mit ihren beiden fulminanten, beherzt und flink in Szene gesetzten E-Gitarren-Soli im Mittel- und Endteil jede Menge Southern Rock-Nähe versprüht. Da kommen einem unweigerlich Hughie Thomasson's Outlaws in den Sinn. Die folgenden "Try A Little Loneliness" und das forsch galoppierende "Another Bottle" bestechen durch pulsierende Countryrock-Atmosphäre (tolle E-Gitarren-Läufe), wobei man Einflüsse großer Country-Outlaws wie Cash und Jennings, aber auch solcher Bands wie Molly Hatchet, Cross Canadian Ragweed oder The Bottle Rocktes geschickt zu einem spannungsgeladenen und harmonischen Ganzen in Einklang bringt. Bis auf einen wurden sämtliche Songs übrigens von Darren Lightfoot und Brandon Clark zusammen, oder von einem der beiden alleine komponiert. Zwei etwas gemäßigtere Tracks (das southern-mäßige, starke "She’s Got No Wings" und "Wandering Eyes") haben höchstens Verschnaufpausen-Charakter, denn beim kompletten Rest regieren dann wieder pure Spielfreude, und es wird ordentlich Gas gegeben. Die immer wieder stampfende Countryrocker mit den fetten E-Gitarren-Passagen, dabei extrem melodisch und oft mit humorvollen Texten ausgestattet, machen richtig Laune. Man merkt zu jeder Zeit deutlich, über welches Potenzial die Band verfügt und dass sie möglicherweise eine "rosige" Zukunft vor sich hat - und das sie ein echter Live-Abräumer sind. "This Hangover Ain’t Over" (ein furioser "Red Dirt"-Roadhouse-/Honky Tonk-/Country-Rock'n Roll-Heuler), "Along For The Ride" (dezent blues-rockig), "18 wheeler" (kraftvoller Trucker-Rock) und "So Far Gone" ("Red Dirt"-mäßig Richtung Cross Canadian Ragweed, Stoney LaRue) beweisen, dass das Quartett äußerst variabel agieren kann. Selbst der alte Dylan-Song "Wagon Wheel" (mit tollem southern-rockin' Outlaws-Flair) wurde zu einer richtigen Gute Laune-/Mitgröl-Nummer umgemünzt. Am Ende gibt es mit "After The Sun Goes Down" schließlich noch ein fettes Southern Rock-Stück, das wie aus einer Session von Cross Canadian Ragweed und Lynyrd Skynyrd stammend daher poltert (klasse ein sich immer wieder steigerndes "Gimme Three Steps"-E-Riff, pumpender Bass, knochentrockenes Drumming). Ein toller Abschluß eines durchweg tollen Albums! Ein kleines Manko ist die etwas spartanische Verpackung der CD im einfachen Papp-Sleeve in alter LP Cover-Optik, doch das muss im Hinblick auf die tolle Musik einfach als zweitrangig eingestuft werden. Mit diesem Quartett hat die southern orientierte Coutryrock-/"Red Dirt"-Szene ihren nächsten Rohdiamanten im Rennen! Und der wird gewaltig "funkeln"! "Tall" - ein bärenstarkes Debüt der Brandon Clark Band! (Daniel Daus)

Die Trackliste:

1. Writing on The Wall (4.05)
2. Try A Little Loneliness (4.41)
3. Another Bottle (3.58)
4. She’s Got No Wings (4.18)
5. This Hangover Ain’t Over (4.00)
6. Along For A Ride (4.39)
7. 18 Wheeler (4.16)
8. Wandering Eyes (3.30)
9. Wagon Wheel (4.15)
10. So far Gone (4.00)
11. After The Sun Goes Down (3.43)

Art-Nr.: 6021
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Writing on the wall
Another bottle
She's got no wings
18 wheeler
Wagon wheel
After the sun goes down

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Cold Truth - do whatcha do [2009]
Nein, die gute alte Rockmusik ist noch lange nicht am Ende! Verdammt lange 6 Jahre hat es gedauert, doch jetzt legt das großartige Quartett aus Nashville, das uns 2003 mit seinem prächtigen Debut so begeisterte, endlich nach. Und wie! Straighter, 70s-based Classic Guitar Riff-Rock in seiner reinsten Form: Ehrlich, schnörkellos, geradeaus! Wo Cold Truth heute weitermachen, haben Paul Rodgers und Bad Company in ihren besten Tagen aufgehört! 2 Gitarren, Bass, Schlagzeug und einen exzellenten Sänger (Thane Shearon's tolles Organ und seine Art zu singen liegen exakt an der Schnittstelle zwischen David Coverdale und Paul Rodgers, mit leichter Tendenz zu letzterem), mehr braucht's nicht um das Rock'n Roll-Feuer zu entflammen. Und bei Cold Truth brennt es lichterloh! Seit vielen Jahren schon spielen die Jungs in unveränderter Besetzung zusammen. In ihrer Heimat gelten sie schon fast als so etwas wie Rock-Veteranen, mit einer riesigen Fangemeinde im Rücken. Die Songs sind durchaus hart, immer straight und tight, gleichzeitig aber gekennzeichnet von einer hervorragenden Melodik. Das ist klassischer Rock in seiner reinsten Form - simpel (im absolut positivsten Sinn), druckvoll, direkt auf den Punkt gebracht, ohne jeglichen aufgesetzten Firlefanz, vollgepackt mit tierischen Riffs und fetten Gitarren (immer wieder gibt's glühende, versierte Soli des großartigen Lead-Gitarristen Kurt Menck), eingängig, inspiriert, einfach herrlich! Gleich der Opener "Cold as hell" lässt die goldenen Bad Company-Zeiten aus der Ära ihrer ersten Alben wieder aufleben, ohne das Cold Truth auch nur ansatzweise wie eine "Kopie" der alten Helden um Paul Rodgers, Simon Kirke & Co. klingen. Vielmehr scheinen sie konsequent und voller natürlicher, zwangloser Selbstverständlichkeit deren musikalische Philosophie unter Einbringung ihrer unbestrittenen musikalischen Fähigkeiten und mit dem Händchen für die richtigen Songs gekonnt in die heutige Zeit zu transportieren. Das funktioniert einfach prächtig! Kantige, krachende Riffs, erdige, sehr würzige, fette E-Gitarren-Hooklines, ein tolles Lead-Solo und Shearon's seeliger Gesang. Die pure Rock-Freude! Weiter geht's mit dem dynamisch abgehenden, tollen "Diesel", einem kochenden "Highway-Burner", der wie ein fetziger "Bad Company goes Southern"-Kracher aus den Boxen fegt. Hat auch etwas von Jacksonville's Big Engine und Sammy Hagar! Dampfende E-Gitarren, ein straighter Rock-Riff-Boogie-Rhythmus, toller Gesang! So geht das munter weiter. Ob das von herrlichen, glühenden Slidelinien (Gastgitarrist Ed King) durchzogene "If that ain't enough" (das ist so eine Nummer, wie sie Paul Rodgers heute gerne noch schreiben würde), das von prächtigen Hooklines geprägte, voll im Saft stehende, prächtige "Set me free", der von einer wundervollen Melodie und einem ebenso schönen Refrain geprägte Midtempo Melodic-(Hard)Rocker "Peace with me" (hätten Whitesnake diese Nummer in ihrer Hoch-Phase komponiert - es wäre wahrscheinlich ein Monster-Hit für Coverdale's Truppe geworden), bis hin zu der exzellenten Rock-Ballade "Light my way" (auch die klingt typisch Bad Company), die das Album nach knapp 55 Minuten genauso stark beschließt wie es begonnen hatte. Schon beim Debut hatten wir betont, dass sich diese Truppe offenbar einen Dreck um irgendwelche Trends schert. Das bestätigt sich hier eindrucksvoll. Cold Truth zelebrieren zeitlose Rock-Musik ohne jeden Schnörkel. Das hat Substanz, große Klasse und macht noch mehr Laune! 2003 gab's von uns für das Debut die "volle Punktzahl" - das gleiche gilt uneingeschränkt auch für "Do whatcha do"! "Long live Rock'n Roll"...

Die komplette Tracklist:

1 Cold as Hell (3.54)
2 Diesel (3.16)
3 If that ain't Enough (5.20)
4 Gimme Some (4.16)
5 Set Me Free (4.02)
6 Peace with Me (4.48)
7 Shakedown (3.52)
8 Together (4.30)
9 This Time (4.42)
10 Finding the Way (4.10)
11 Whisper to Me (3.48)
12 Payin Dues (2.59)
13 Light My Way (5.01)

Art-Nr.: 6214
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Diesel
If that ain't enough
Set me free
Peace with me
Together
Payin' dues
Light my way

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Cunningham, Austin - made to last [2009]
"Made to last" ("gemacht um zu verweilen, zu dauern, in Erinnerung zu bleiben") - welch ein passender Titel für dieses prächtige, neue Album des großartigen Singer-Songwriters und Gitarristen aus Garland/Texas mit zweitem Wohnsitz in Nashville/Tennessee. Knapp 50 Minuten dreckiger, erdiger, "rougher", kerniger, dynamischer Roots-, Americana-, Alternate Country-Rock voller Energie, Vitlität und Biß, wie man ihn besser kaum zelebrieren kann. Vielleicht hat der ein oder andere den Namen Austin Cunningham noch niemals gehört, vielleicht aber auch nur nicht registriert, denn der Bursche gehört zu den etabliertesten Songwritern von Nashville, bei dem sich die Country-Elite in den vergangenen Jahren zuhauf bediente. Leute wie beispielsweise Reba McEntire, Wynonna, Martina McBride, Faith Hill, Dolly Parton, Kathy Mattea, Tracy Byrd, Big & Rich, Hank Williams jr., Del McCoury und Chris Knight (um nur ein paar wenige zu nennen) haben seine Songs aufgenommen und damit große Erfolge erzielt. Doch wie das manchmal so ist, auch Songwriter sind zuweilen selbst phantastische Performer, mit einer ganz eigenen, "anderen" Identität, die sie dann mit ihren Alben und während ihrer Live-Shows voller Inbrunst und Leidenschaft ausleben. Cunningham macht genau das, und zieht, ähnlich wie Kollege Jeffrey Steele, "privat" sein ganz eigenes Ding durch, wobei er sich "einen Dreck" um modische Trends oder kommerzielle Ausrichtungen schert. Wie sagt er so schön: "I'm humbled and grateful to get to do what I love for a living". Er macht die Musik, die ihm Spaß macht, und das kommt rüber! Die Songs sind ungemein authentisch. Man spürt zu jeder Zeit den texanischen Staub, und die Bilder von den ausgetrockneten Pisten des amerikanischen Südwestens ziehen einem am geistigen Age vorbei. Dementsprechend "sandig" ist Austin's Stimme: Mit einem schönen Country-Vibe, aber geprägt von einer rauen, natürlichen Heiserkeit. Das Songmaterial ist meisterhaft! Cunningham erweckt die Geschichten, die er erzählt, regelrecht zum Leben. Und diese Melodien: Einfach herrlich, wie sie sich unnachahmlich ihren Weg in unsere Ohren und in unsere Herzen bahnen. Die musikalische Basis ist überwiegend schön rockig, sehr kraftvoll, vor allem aber rootsig, erdig und mit allen "ehrlichen, handgemachten Ecken und Kanten". Dadurch ergibt sich ein ungemein natürlicher Charme. Satte, kernige E-Gitarren bestimmen zumeist das Bild, unterstützt von einer "tighten" Rhythmus-Fraktion, tollen Grooves und/oder auch mal einer toll integrierten Orgel, Fiddle oder Pedal Steel. Und das Americana-Feeling, wie auch das Country-Ambiente (das Album hat auch seine traditionellen Momente) sind stets präsent. So ist das Ganze nicht nur ein aussergewöhnlich starkes Rootsrock-Album, sondern genauso gut eine wundervolle Americana- oder Alternate Country-/Countryrock-Scheibe. Auch mal ein schönes Southern- oder würziges Red Dirt-Feeling sind spürbar. Sucht man Vergleichsgrößen, so findet man in Austin's Musik Spuren von Joe Ely, Steve Earle, Buddy Miller, Billy Joe Shaver, John Mellencamp, John Hiatt, Walt Wilkins & the Mystiqueros, vor allem aber auch von Chris Knight und Dan Baird! Jawohl, der alte Georgia Satellites-Haudegen Dan Baird (aktuell: Dan Baird & Homemade Sin)! Denn der hat das Album, wie schon etliche Chris Knight-Sachen, auch produziert. Co-Produzent ist Ben Strano! Und die beiden sorgen für einen tollen, rootsigen Sound! Baird hinterlässt, ähnlich wie bei Knight, in der Musik eine deutliche Duftmarke. Unter den Begleitmusikern finden sich solch hervorragende Leute wie Mike Grando (Drums), Michael Webb (Keyboards, Mandoline), Tammy Rogers (Fiddle), Dan Dugmore (Pedal Steel) und natürlich Dan Baird (Gitarren). Los geht's mit dem bärenstarken, von prächtiger, würziger Lead-Gitarre und einem knackig flotten Rhythmus angetriebenen, wunderbar melodischen, herzhaften "kickin'" Rootsrocker "This town's on my nerves" (eine exzellente, illustrative Bestandsaufnahme über die Frustration und die Gedanken der "working country men and women" in den Zeiten von Finanzkrise und Arbeitsplatzverlusten), der einen unmittelbar packt und mit seinem tollen, rockigen Country- und Americana-Flair begeistert. Chris Knight lässt grüssen! Schon nach wenigen Minuten wird einem klar, dass bei diesem Album bis zum Ende nichts mehr schief gehen wird. Das trifft dann auch tatsächlich, denn es folgen Highlight auf Highlight. Ob der riffige Midtempo-Rootsrocker "Catherine" mit seiner klasse Melodie und der deutlichen Dan Baird-Handschrift, die wundervolle Roots-/Countryrock-Ballade "Made to last", die irgendwo zwischen Guy Clark, John Prine, Shaver und Chris Knight angesiedelt zu sein scheint, der klasse groovende, schwül drückende, southern-fueled Roots-/Countryrocker "Sad country song" in seinem dreckigen E-Gitarren-Gewand, der total traditionell verwurzelte, urige, kraftvolle, "barn-burning" Honky Tonk-/Country-Stampfer "Take me back to Ft. Worth" (tolle Fiddle- und Steelguitar-Ergänzungen), die wunderbare, ein wenig an die früheren Buddy Miller-Sachen erinnernde, sehr melodische Americana-/Alternate Country-Ballade "Go easy on yourself", die zwar raue, aber so durch und durch country-manifestierte Honky Tonk-Nummer "Don't distract me (when I'm drinkin'), die deutlich zeigt, dass in Cunningham auch ein Traditionalisten-Herz schlägt, der tierische, mächtig abgehende und dampfende, "whiskey-drenched", rockin' and rollin' Country-/Roadhouse-Boogie "Rock-n-Roll tattoo girl" mit seinen furiosen, rollenden Gitaren und dem starken Piano-Geklimper (welch ein Groove), oder aber der voller Southern Soul steckende, gut abgehende, schwungvolle Texas Country-/Gospel-Heuler "Try Jesus" - alles wahre Glanzstücke! Austin Cunningham "is a shining star from Texas", wie es ein amerikanischer Journalist einmal auf den Punkt brachte, "that light up the grateful hearts of his audience". Ohne Zweifel ein treffendes Statement über einen phantastischen, bislang ausserhalb seiner Songwriter-Verdienste viel zu wenig gewürdigten Musiker! Das muß sich ändern! "Made to last" ist ein "Killer"-Album!

Das komplette Tracklisting:

1 This Town's On My Nerves (3.40)
2 Catherine (4.03)
3 Made To Last (3.14)
4 Sad Country Song (3.39)
5 Take Me Back To Fort Worth (3.40)
6 Go Easy On Yourself (3.15)
7 Last Great DJ (4.03)
8 Don't Distract Me (When I'm Drinkin') (2.48)
9 Recipe For Disaster (3.35)
10 Further Down The Road (3.53)
11 My Last Tongue Lashin' (3.36)
12 Rock-n-Roll Tattoo Girl (5.48)
13 Try Jesus (3.57)

Art-Nr.: 6313
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
This town's on my nerves
Catherine
Sad country song
Take me back to Ft. Worth
Go easy on yourself
Don't distract me (when I'm drinkin')
Rock-n-Roll tattoo girl

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Ellis, Tinsley - moment of truth [2007]
"A Southern Bluesrocker with monstrous guitar chops - feral, incendiary and fiery", verspricht der Sticker auf der CD-Hülle. Was sollen wir sagen?..., es passt! Erstes neues Studioalbum des großartigen Bluesrock-Veteranen aus Atlanta/Georgia seit 3 Jahren - und es ist ein klasse Teil geworden! Tinsley Ellis gilt schon seit Jahren in der Szene als äußerst versierter "high-voltage Blues guitarist", der des öfteren gern auch mal mit Stevie Ray Vaughan verglichen wird. Doch seine Einflüsse sind wesentlich weitreichender, gehen von den frühen britischen Blues-Größen wie John Mayall oder Peter Green, über klassische Blues-orientierte Rockbands wie Cream und die Rolling Stones, bis hin zu Freddie King und B.B.King. Sein neues, großartiges Album "Moment of truth" zeigt von vorn bis hinten, warum Ellis, sowohl bei den Fans als auch bei den "Kritikern", so beliebt und anerkannt ist. Ein paar Schlagworte dazu: Virtuose, messerscharfe, auf den Punkt gebrachte, fette Lead Gitarre überall, klasse Gesang, hervoragendes Songmaterial, Biß, Feuer, ausgezeichnete Melodien, ein astreiner Groove, saftiger, satter Sound, und selbstverständlich eine klasse Begleitband! Ellis' Bluesrock verdient die Bezeichnung "Blues" vor dem Wort "Rock" tatsächlich, denn auf eine klassisch, bluesige Basis legt er großen Wert! Viele der Tracks bewegen sich im Midtempo- oder im Blues-Balladen-Bereich, dennoch versprühen sie eine ungeheure Power und Kraft, vor allem wegen der stets "lauten", sehr satt und durchaus würzig, dreckig gespielten Gitarrenlinien. Das hat eine hohe Intensität! Tinsley ist spürbar mit Leib und Seele bei seiner Musik! Sehr angenehm wirken die in den Songs immer wieder unaufdringlich eingebauten Orgel-Untermalungen, die die deutliche Gitarren-Dominanz des Meisters hervorragend ergänzen. Zu den Highlights eines durchweg starken Albums zählen beispielsweise der von herrlichen Cream-like Licks geprägte Retro-Bluesrocker "Say too much" mit seinen kraftvollen Gitarrenlinien, der dynamische, straighte, riffige, gut gelaunte Rock'n Roller "Someday", der wunderbar groovige, dabei kochende, Wah Wah-Gitarren-getränkte Midtempo-Bluesrocker "Get to the bottom", der gefühlvolle, aber mit intensiven Gitarrenlinien präparierte Slow-Blues "You're gonna thank me" (klasse Percussion-Background, wunderbare Orgel-Untermalung), der kernige und prächtig ins Ohr gehende Stones-like Seventies-Rocker "Tell the truth" (Background-Gesang: Michelle Malone), die großartige, überaus melodische, aber sehr knackig gespielte Bluesrock-Ballade "Too much of everything" mit dem gepflegten Orgel-Hintergrund und den famosen, wunderbar harmonisch rüberkommenden Wah Wah-Spielereien (inklusive exzellenter Soli), der kochende Blues-Boogie "Bringin' home the bacon", der von einem herrlichen Bass-Groove zurückhaltend nach vorn getriebene, klassische Rockin' Blues "Freeway soul" mit seiner gelungenen Melodik und den messerscharfen, aber locker gespielten Gitarrenläufen, die "rollicking" Coverversion von Sam & Dave's "I take what I want", oder auch der dampfende, Slide-getränkte Rock-Kracher "Stare at the sun"! Tinsley Ellis erldigt seinen Job nicht nur mit Bravour, sondern auch mit viel Herz und Seele! Ein Könner! "Moment of truth" ist ein weiteres, prächtiges Werk in der langen Reihe bisheriger, erfolgreicher und viel beachteter Veröffentlichungen dieses "earthy and dedicated, roots rocking blues journeyman". Top!

Art-Nr.: 5060
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Somebody
Get to the bottom
Tell the truth
Too much of everything
Freeway soul
Stare at the sun

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Gill Band, Cody - king of your hometown [2009]
Die "Red Dirt"-Countryrock-Jungs der Cody Gill Band aus Stephenville/Texas hatten uns ja mit ihrem hervorragenden Debüt "Boxcars" vor geraumer Zeit zu Begeisterungsstürmen hingerissen, jetzt legen sie mit "King Of Your Hometown" nach. Um es vorwegzunehmen, auch diesmal ist ihnen wieder ein ganz hervorragendes Werk gelungen. Die jungen Burschen scheinen eine gehörige Portion Selbstbewusstsein mitzubringen. Hatte man beim Debüt noch richtigerweise das Unterfangen in erfahrene Hände vergeben (so wurde es von "Mr. Red Dirt" persönlich, Mike McClure, produziert und von teilweise etablierten Musikern wie Lloyd Maines und Riley Osborne begleitet), so hat man das Projekt diesmal fast im Alleingang (inkl. der Produktion) durchgezogen. Beim Szene-Label "Smith Entertainment" scheint man schon jetzt blindes Vertrauen in die Jungs zu setzen, was sich in der Nachbetrachtung dieses starken Albums auch eindeutig als richtig erweist. Die Cody Gill Band spielt wunderbar melodischen, lockeren, erfrischenden, das typische "Red Dirt"-Flair beinhaltenden, aber sicher auch die Fraktion alter Eagles- oder Poco-Klänge in Verzückung bringenden Americana/Countryrock/-pop, der hin und wieder mal von einer feinen Southern-Brise durchzogen wird. Die Eli Young Band, Wade Bowen, Rich O'Toole, No Justice & Co. kommen als Vergleichsgrössen in Betracht. Marginale Änderungen gab es in der Bandbesetzung. Ritchie Petronis, der bei einem Stück als Co-Writer fungierte, wurde gegen Jarrod Baker am Schlagzeug ausgetauscht. Ansonsten wurde, wie gehabt, das nahezu komplette Songrepertoire wieder selbst komponiert. Lediglich zwei Stücke, u.a. das abschließende und recht trocken abgehende "Movin’ On" (klasse Southern Rock-Flair, erinnert an eine Mischung aus Cross Canadian Ragweed und The Great Divide), welches vom der Band sehr nahe stehenden Marshall Owens geschrieben wurde, sind Fremd-Kompositionen. Im Vergleich zum Vorgänger wurde der Einstieg diesmal besonders melodisch gehalten. Mit "Consider", "Threw Me Away" (Songwriter Jeremy Harlow) und dem fantastischen Titelstück "King Of Your Hometown" gibt es zum Auftakt gleich drei absolute Ohrwürmer am Stück, wobei letztgenanntes Lied, das dürfte jetzt schon sicher sein, sich zu einem Dauerbrenner in den Texas Music Charts entwickeln wird. Einfach herrlich, dieser Song. Mit dieser Nummer im CD-Player des Autos ist man im kommenden Sommer ganz sicher der "König seiner Heimatstadt"! Das sich die Burschen immer wieder gerne zu Ausflügen Richtung Southern Rock hinreißen lassen, hatten sie auf "Boxcars" bereits zur Genüge dargelegt. Hier liefern sie bei "Crazy" die erste Kostprobe ab. Ein Skynyrd-typisches E-Gitarren-Führungsriff (der emsige Gitarrist Zack Hooper, eigentlich aus der Jazz-Szene entstammend, beherrscht auch das große Southern Rock-Einmaleins), Kuhglocken-Drums und pumpender Bass des wieder sehr auffällig agierenden Caleb Hooper zeigen, dass der Vierer es auch in diesem Genre drauf hat. Cody Gill erinnert von der Stimme her immer wieder etwas an seinen Mentor Mike McClure. "18 In Mexico" kommt so ähnlich wie die "Red Dirt"-Variante von Tim McGraw's "Seventeen" daher und geht wunderbar "fluffig" ins Ohr. "Heart In The Middle" umschmeichelt erneut den melodiesüchtigen Hörer mit einem fast schon an einstige, goldene Seventies Countryrock-Tage aufkeimenden Retroflair, natürlich auf bestehender "Red Dirt"-Grundlage. "Crumble" wurde dagegen sehr atmosphärisch von Cody Gill in Szene gesetzt. Zu Donnergrollen und Regengüssen im Hintergrund pendelt das Stück zwischen balladesker Strophe und powerndem Refrain, abgerundet durch ein starkes E-Gitarren-Solo. Mit dem flotten und sehr peppigen "Roadsigns" gibt es den zweiten Abstecher in Southern Rock-Gefilde. Der sich gut einführende Jarrod Baker setzt mit fettem Drumming Akzente, eine herrliche Rhythmik und ein typisches Gitarrensolo wird die Fans dieser Musikrichtung zweifellos sehr erfreuen. Das von Cody Gill komponierte "Jack Of Hearts" weist schön rootsige Züge auf (Richtung Neal Casal). Gill wir hier von der wunderbare Harmonies beisteuernden Stacey Sliger vokal unterstützt. Fazit: Die Cody Gill Band hat mit ihrem zweiten Werk "King Of Your Hometown" ihren Status als eine rasant Richtung Spitze stürmende Red Dirt-Band noch einmal gefestigt. Die Truppe ist sehr gut aufgestellt und besitzt vom Talent her eindeutig das Zeug, Interpreten wie der Randy Rogers Band, Pat Green, Wade Bowen, der Eli Young Band und Cross Canadian Ragweed ins überregionale Majorlabel-Lager zu folgen. Cody Gill und seine Mannen stehen aus unserer Sicht kurz vor dem großen Durchbruch! Klasse! (Daniel Daus)

Die komplette Tracklist:

1 Consider - 2:55   
2 Threw Me Away - 3:48   
3 King of Your Hometown - 4:07   
4 Crazy - 3:01   
5 Special - 2:55   
6 18 in Mexico - 3:58   
7 Heart in the Middle - 4:14   
8 Crumble - 4:38   
9 Roadsigns - 3:40   
10 Jack of Hearts - 3:55   
11 Movin' On - 4:14

Art-Nr.: 6272
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Consider
Threw me away
King of your hometown
18 in Mexico
Heart in the middle
Roadsigns

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