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Aldean, Jason - wide open [2009]
Jason Aldean geht konsequent seinen Weg weiter und liefert auch mit seinem dritten Album eine prächtige Leistung ab. Erneut erfreut er die Countrywelt mit seiner frechen, verwegenen, rotzigen Art und untermauert damit seinen Status als einer wegweisenden, modernen "jungen Wilden" Nashville's. Der aus Macon/Georgia stammende Aldean lässt eine Menge rockige Töne in seine Musik einfliessen, dennoch ist sie immer durch und durch "country", verweigert sich weitestgehend allzu poppigen Einflüssen. Bezeichnend dafür ist beispielsweise sein aktueller "Smash"-Hit "She's country" (ist bereits unter den Top 5 der Billboard Country Singles-Charts, mit weiterem Drang nach oben), eine auf powernden, harten, gar AC/DC-kompatiblen E-Gitarren-Riffs basierende Nummer, die trotz dieses Fundamentes allerdings ein überaus authentischer, hervorragend umgesetzter, erdiger, junger, zwar fetter, aber lupenreiner Country-Kracher ist. Das ist klasse, das ist modern, das ist erfrischend! Als Gegenpol beinhaltet das Album auch ein paar, von tollen Melodien geprägte, wunderbare Balladen, die zumeist entspannt beginnen, im Verlauf des Songs aber immer mehr an Kraft gewinnen. Stellvertretend dafür sei das phantastische "Don't give up on me" erwähnt, das mit tollen, transparenten Gitarrenlinien überzeugt, gepaart mit schönen Steelguitar-Fills, und im zweiten Drittel mit einem erdigen, kurzen E-Gitarren-Solo überzeugt. So gibt es eine starke, abwechslungsreiche Mischung aus Songs über "small-town girls with big-city dreams", das raue Leben auf dem Lande und ein Stück über einen "Big green tractor" (feines Southernflair). Klasse beispielsweise auch das fetzige, mit satten E-Gitarren, flirrender Fiddle und schönen Steel-Klängen gefüllte "Crazy town", eine countryrockig stampfende Hommage an Nashville, und die wunderschöne, rebellische Ballade "On my highway"! Aber, wie gesagt, das gesamte Songmaterial ist klasse! Moderner, authentischer, immer ein wenig Redneck-/Southern-behafteter New Country, mal mit "Dampf", mal gefühlvoll, tough, kernig, ehrlich, jung, frisch! Was schon für Jason's Debut im Jahre 2005 galt, gilt auch noch zwei Alben und 4 Jahre später: So macht Countrymusic Laune ohne Ende...

Das komplette Tracklisting:

1 Wide Open - 4:00   
2 This I Gotta See - 3:57   
3 Fast - 4:14   
4 Crazy Town - 3:03   
5 Don't Give Up on Me - 3:40   
6 She's Country - 3:40   
7 On My Highway - 3:47   
8 Keep the Girl - 4:30   
9 Big Green Tractor - 3:24   
10 The Truth - 3:58   
11 Love Was Easy - 3:34

Art-Nr.: 6337
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Wide open
Fast
Crazy town
Don't give up on me
She's country
Big green tractor

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Allen, Jeff - raised on gettin' by [2009]
Stark! Dynamischer, ungemein knackiger, ja schon fetziger, noch von jeglicherr "Nashville-Politur" befreiter, herrlich zwangloser, Energie geladener, rockin' Country/New Country voller "Schmackes", der sowohl die Traditionalisten, als auch die "jungen Wilden" des Genres vollends begeistern wird! Und wo kommt so ein Kerl her? Natürlich aus Texas! Jeff Allen stammt aus einer musikbegeisterten Familie, aus Canton/TX. Mit 15 Jahren brachte er sich das Gitarre spielen selbst bei. Von dort an verfolgte er stetig sein Ziel, einmal als Musiker auf der Bühne zu stehen und die Leute zu begeistern "In ten years, I’d love to still be on tour full-time and have a few songs on the radio. I just want to make a living writing and playing the music I love", war seine damalige Intension. Der Erfolg gibt ihm recht. Bereits ohne Album gelang es ihm, im Vorprogramm von solch klangvollen Namen wie u.a. Emerson Drive, Reba McEntire, Randy Travis, Vince Gill, Little Big Town und Big & Rich aufzutreten. Mit seinem nun vorliegenden, prächtigen, bei dem kleinen Independent Label Savvy Recordings erschienenen Debüt "Raised On Gettin’ By, das er zur Zeit in ganz Texas promoted, dürfte er seinem Lebenstraum nun ein ganzes Stück näher gekommen sein. Ein tolles Teil , das noch voller spürbarem Idealismus und Elan steckt, und frei von allen Zwängen, munter und ungeschliffen drauflos rockt, dabei aber zu keiner Zeit die "real Country"-Pfade verlässt.. Die musikalische Performance ist einfach klasse. Allen hat eine tolle Country-Stimme, die aber auch hervorragend für rockige Sachen geeignet ist. Er und die hervorragenden Musiker sind prächtig aufeinander abgestimmt. Manchmal köännte man meinen, Allen spielt einen wunderbar "rotzigen" Mix aus den Elementen solcher Leute wie Brooks & Dunn, Eric Church, Jake Owen, aber auch Gary Allan und Brad Paisley, vermischt mit dem Texas-Flair solcher "Lonestar"-Ikonen wie Pat Green und Jack Ingram, und seinen eigenen Ideen. Und alles passt klasse zusammen! Allen hat acht von zwölf Stücken selbst komponiert und präsentiert sich als ein mit bereits allen (New Country-)Wassern gewaschener, aber gleichzeitig noch sehr hungriger, junger Musiker. Die Songs (produziert von Kevin Savigar und Brian Kolb), zumwiest umgeben von einem Gewand aus satten Gitarren, überzeugen auf ganzer Linie. Bereits das zum Einstieg gebrachte, sehr traditionell fundamentierte, großartige "Watching You", mit herrlich lässigem Gesang Allen's, quietschender Fiddle und exzellenter Gitarrenarbeit, rockt in allerbester Brooks & Dunn-Manier, ebenso wie das baumstarke, kraftvolle und dynamische Titelstück "Raised On Getting By" (krachende, rhythmische Drums, schön integrierte Orgel-Klänge, "saftige" E-Gitarren, tolle Melodie)! Ein echter Knaller! Bei den balladeskeren, immer och ungemein kraftvollen Stücken, wie zum Beispiel der Killer-Nummer "Can’t Trust Myself" (fetziges, zündendes E-Gitarren-Solo, großartige Steelguitar-Unterstützung, wundervolle Melodie) und solch klasse Nummern wie "Anyway", "You’ve Gotta Stop This" und "Still Gonna Wait For You", bewegt sich Allen in geschmackvollen Sphären zwischen Gary Allan, Brian McComas und dem jungen Keith Urban zu seiner weniger Mainstream-orientierten The Ranch-Zeit. Das mächtig rockende, riffige, kernige "Mighty Mississippi" und auch "Hurt Me" werden dann mit einem ordentlichen Schuß Southern Rock-Groove serviert. Für den Gute Laune-Pegel seiner Live-Konzerte dürften "Drive Me To Drink" und "Honkytonk Saturday Night" (mit fettem E-Gitarren-Solo und großartigem, hintergründigem Saloon Piano-Geklimper) das richtige Elixier sein. Hier geht mächtig die (traditionelle) Post ab, und auch die Besucher der texanischen Roadhouses und Honky Tonks landauf, landab, dürften hier ausgelassen in Stimmung kommen. Gleiches gilt ebenfalls für das abschließende, etwas spirituelle "Me And Jesus", ein alter Tom T. Hall-Song, den Jeff seinem verstorbenen Großvater widmet. Kommt in einer tollen, lockeren, dennoch durchaus knackigen, grassig angehauchten, traditionellen Version mit klasse Fiddle-, Mandolinen- und Banjo-Klängen, sowie fulminantem, quick lebendigem E-Gitarren-Picking..Ein wenig schade, dass die wirklich stark aufspielenden Musiker, die einen tollen Job erledigen, im recht spärlichen 1-Blatt-"Booklet" nicht aufgeführt wurden. Dies bleibt allerdings der einzige, kleine Wermutstropfen und muß bei der Klasse dieses Albums einfach in den Hintergrund geschoben werden. "Raised On Gettin’ By" zeigt mit Jegff Allen einen jungen, bislang nahezu unbekannten (New)Country-Musiker, in dem eine Menge beeindruckendes Potential zu stecken scheint. Dieses Debut ist jedenfalls ein "Hit"! Die Urbans, Brooks & Dunns und Paisleys dieser Welt haben auch irgendwann mal "klein" angefangen, um eines Tages den verdienten Ruhm zu ernten. Jeff Allen hat ohne Zweifel das Zeug dazu, es ihnen nachzumachen. Der erste Schritt ist getan! Eine ganz starke Vorstellung des jungen Texaners! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Watching You (3.25)
2 Can’t Trust Myself (4.15)
3 Raised On Getting By (3.05)
4 Anyway (3.36)
5 Drive Me To Drink (3.20)
6 You’ve Gotta Stop This (3.18)
7 Mighty Mississippi (2.34)
8 Still Gonna Wait For You (3.49)
9 Running Out Of Ways (3.31)
10 Honkytonk Saturday Night (3.24)
11 Hurt Me (3.20)
12 Me And Jesus (3.20)

Art-Nr.: 6515
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Watching you
Can't trust myself
Raised on getting by
Anyway
Mighty Mississippi
Honky Tonk Satirday Night
Me and Jesus

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Amazing Rhythm Aces, The - midnight communion [2008]
Herrlich! Als wäre die Zeit seit ihrem 1975iger Debut "Stacked deck" stehen geblieben: Die legendären Amazing Rhythm Aces um ihren begnadeten Songwriter und Sänger Russell Smith (sein faszinierender, unverwechselbarer Gesang bedeutet noch immer pures Gänsehaut-Feeling) sind mit einem neuen, wundervollen Studioalbum zurück und versetzen ihre Anhänger mit dieser Meisterleistung in einen Zustand vollkommener Glückseeligkeit.. War "Nothing but the blues" aus dem Jahre 2003 noch sehr Blues-orientiert, so hören wir auf "Midnight communion" wieder die mehr Country-orientierteren Aces. Doch so "country" die Basis hier auch ist, mit ungebrochener Inspiration und jeder Menge "Spirit" verarbeiten sie erneut alle typischen Merkmale, die ihre Musik seit rund 35 Jahren so unwiderstehlich macht. Voller Eleganz und wunderbar locker sprudelt ihr beseelter, von Smith's hinreißendem Gesang geprägter, einzigartiger, mit diesem unverkennbaren Memphis-/Muscle Shoals-Feeling ausgestatteter Retro-Countryrock voller Roots-, Blues-, Soul und Southern-Einflüsse aus den Lautsprechern, weshalb sie, durchaus berechtigt, oft auch zu dem erweiterten "Dunstkreis" der Southern Rock-Szene gerechnet werden. Alles ist wunderbar harmonisch und melodisch. Zur aktuellen Besetzung der Aces (sie nennen sich bei diesem Album übrigens Russell Smith and The Amazing Rhythm Aces, was noch einmal deutlich unterstreicht, wer der absolute Kopf der Band ist und wer den Laden mit seinem ganzen Idealismus zusammenhält) gehören neben Smith noch Original Ur-Gestein Billy Earheart (Orgel), sowie Drummer Mark Horn, Bassist Lorne Rall und Gitarrist Kevin Holly - allesamt Meister ihres Fachs! Einzelne Stücke hervorzuheben macht igendwie wenig Sinn. Ob beispielsweise der wunderbar melodische Honky Tonker "Midnight communion" mit seinem lockeren Rhythmus, dem feinen E-Gitarren-Picking und exquisiten Piano-Spiel, die von glasklaren Acoustic Gitarren und herrlichen Steelguitar-Linien (Gast: Wayne Bridge) geprägte, reine, traditionelle Countrynummer "I got a real George Jones", der erdige, rootsige, Blues- und Riff-betonte Countryrocker "I'm a dog" (würzige E-Gitarre, dreckige Bluesharp, klasse E-Piano), der flotte, flüssige, mit schönen Gitarren- und Dobro-Einsätzen geführte Country-Heuler "We're in the same boat", die wunderschöne, soulig bluesige Ballade "Randolph's General Store" mit ihren erneut sehr klaren, transparenten Acoustic Gitarren und dem prächtigen Hammond Orgel-Background, der dampfende, von fetten E-Gitarren und glühender Slide dominierte Southern-Countryrocker "What I was born to do", an dem sicher auch die Kentucky Headhunters ihre helle Freude hätten, der flockige, sich unwiderstehlich in unsere Gehörgänge bohrende, lockere, rootsige Country-Stomper "That's not my problem anymore", oder der traumhaft melodische, knackige, an goldene Byrds-Tage erinnernde, von Russel Smith und den Jungs geradezu brillant performte, ungemein frisch rüberkommende Retro-Countryrocker "Let it burn" - das Songmaterial ist einfach wunderbar! Die Amazing Rhythm Aces sind über all die Jahre ihren Roots treu geblieben. Auch als die Kommerz-orientierte Label-Industrie sich ihrer abgewandt hat, sind sie weiter ihren Weg gegangen. Sie lieben die Musik, die sie machen und würden sich nie verbiegen lassen - und das lieben die Fans an ihnen. Die Amazing Rhythm Aces sind eine Institution in der amerikanischen Roots-Musik - und sie haben bis heute nichts von ihrer Faszination verloren! Wir verneigen uns tief vor dieser Truppe und danken für ein weiteres, famoses Album!

Art-Nr.: 5733
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Midnight communion
I'm a dog
I've got a real George Jones
That's not my problem anymore
What I was born to do
Let it burn

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Atkins, Rodney - it's america [2009]
"If you're going through hell", Rodney Atkins' Vorgänger-Album, war für den Mann aus Knoxville/Tennessee alles andere als ein "Gang durch die Hölle". Im Gegenteil: es war sein großer Durchbruch - mit insgesamt 4 aufeinander folgenden "Number One-Singles" in den Billboard Country Singles-Charts. Was für ein Erfolg! Nun liegt der Nachfolger vor, und er knüpft nahtlos an den großartigen Vorgänger an. Atkins’ große Stärke liegt darin, die von ihm und seinen Songwriter-Kollegen kreierten Songs sehr "alltagstauglich" zu präsentieren. Das führt zu einen enorm hohen Identifikationsgrad. Vor allem der sich in vielen Songs befindende, gesunde Positivismus überträgt sich unaufdringlich, nicht zu massiv, aber effektiv auf den Hörer. Auf "It’s America" präsentiert Atkins elf absolut traditionell verwurzelte, dennoch durchaus moderne, energiegeladene Stücke, die dank seiner kräftigen Vokalperformance (frappierend übrigens die Stimmähnlichkeit zu Tim McGraw) und den prächtigen Musikerleistungen (u.a. Lonnie Wilson, Larry Paxton, Bryan Sutton, Ted Hewitt - zusammen mit Atkins auch Produzent -, Troy Lancaster, Gordon Mote, Mike Johnson, Jonathan Yudkin, Larry Franklin) genauso negenemhm wie kompetent rüberkommen. Das hat zum Teil richtig Biss! Nach dem Ausklingen der letzten Fiddletöne beim wunderbar emotional dargebotenen Schlusslied des Albums, "The River Just Knows" (heulende Steel, schöne Piano-Tupfer, klasse Harmonies von Angela Hurt), verspürt man unweigerlich den Wunsch, diesen Burschen mal live zu erleben. Hauptursache dafür sind die große Anzahl von eingängigen St+cken, die geradezu zum Mitsingen animieren. Großartig beispielsweise das ein wenig an an Garth Brooks’ Gassenhauer "Friends In Low Places" erinnernde "15 Minutes" (toller Refrain mit den herrlichen Textzeilen: "I gave up smokin’, women, drinkin’ last night, these were the worst fiveteen minutes of my life"), das sicher während seiner Konzerten aus tausenden von biergeschwängerten Kehlen herausgegrölt werden wird. Weitere Beispiele dieser Art: Das prächtig tanzbare "Chasin’ Girls" (polternde Drums, wilde E-Gitarren-Fills, Fiddle, Orgel), das honkytonk-trächtige "Best Things" (surrende Fiddle, schöner Aufzählgesang, klasse E-Gitarre, prima Honky Tonk Pianogeklimper), "Friends With Tractors" (fröhlich musizierender, etwas grassig angehauchter Country ( schönes Banjo, Steel, Fiddle, starke Akustikgitarrenarbeit, toller Instrumentalausklang), "Simple Things" (rockig, in stadiontauglicher Brooks & Dunn-/Garth Brooks-Manier, cooler Gesang, klasse Steel-Fills)! Center-Song des Albums ist aber eindeutig das von den Hitlieferanten Angelo Petraglia und Brett James komponierte Titelstück "It’s America", das in einer Art "Bruce Springsteen goes Country" (der "Boss" wird auch textlich erwähnt), recht patriotisch angehaucht, von Amerikanern bevorzugte Alltags-Lebensweisen und für positiv befundene Dinge gesanglich anpreist. Der rhythmisch dahinpreschende, sehr motivierend wirkende Track zeichnet sich vor allem durch die vorzüglich gespielten Saiteninstrumente aus (klasse Electric-Slide-Riff, feines Banjo, knackige Akustikgitarrenarbeit, starkes E-Gitarren-Solo). Der Song befindet sich, wie wir meinen, vollkommen zu Recht, bereits im Anmarsch auf die Spitzenposition der Billboard County Singles-Charts. Aber auch sämtliche anderen Stücke, das sei klar betont, weisen durchgehend Hitambitionen auf (die spannende Frage dabei ist, ob der Vorgänger quantitativ hin Sachen Number-One-Hits noch mal getoppt werden kann). Wem ein Tim McGraw mittlerweile allzu sehr von seinen Roots in Richtung poppigere Gefilde abgerückt ist, der hat mit dem deutlich traditioneller verankerten, wesentlich agiler und "hungriger" wirkenden Rodney Atkins hier eine blendende Alternative. Aber nicht nur die - nein, Atkins ist eine Bereicherung für jeden Fan knackiger, echter, moderner Countrymusic. "It’s America" wird ganz sicher einer der Renner diese Jahres werden und bei den zu verteilenden Awards eine gewichtige Rolle mitsprechen. Prächtiger, knackiger, kraftvoller, überaus erfrischend in Szene gesetzter, sehr traditionell verwurzelter Country/New Country "at it's very best", der manchmal wie eine exzellente Mischung aus Tim McGraw, Travis Tritt, Trace Adkins, Garth Brooks, Toby Keith und Brooks & Dunn wirkt. Rodney Atkins ist in der Riege der Großen endgültig angekommen! Respekt! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Tell a Country Boy - 3:32   
2 Chasin' Girls - 3:29   
3 Got It Good - 3:33   
4 Best Things - 2:55   
5 Friends with Tractors - 3:32   
6 15 Minutes - 2:40   
7 Simple Things - 3:18   
8 It's America - 3:32   
9 Rockin' of the Cradle - 3:28   
10 When It's My Time - 3:36   
11 The River Just Knows - 3:39

Art-Nr.: 6312
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 6,90

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Bennett Band, Kyle - grey sunrise [2009]
Das grandiose Debutalbum der in Fort Worth/Texas ansässigen Kyle Bennett Band avancierte im Jahre 2005 zu einem regelrechten "Juwel" in der "Red Dirt"-Countryrock-Szene, ebenso wie zu einem kultigen Geheimtipp unter den "Countryrock-tauglichen" Southern Rock-Fans! Ganze vier Jahre mussten wir warten, bis der Nachfolger kommt, doch nun liegt ihr Zweitwerk "Grey sunrise" vor - und das Genre hat allen Grund zum Feiern. Sie haben sich nochmal selbst übertroffen und die Messlatte ihres Erstlings noch höher gelegt. Was für ein herrliches Album! Countryrock (bringen wir es mal auf einen Nenner und bezeichnen es als Countryrock, doch das Spektrum ist sehr sehr vielseitig und Genre-übergreifend - dazu später mehr) soll tot sein? Niemals! Solange solche Bands wie die Kyle Bennett Band am Start sind, wirkt diese musikalische Spezies auch heute noch lebendiger und frischer denn je. Mit fantastischem Songmaterial und exquistiter musikalischer Leistung prescht die Kyle Bennett Band in der "Red Dirt"-Szene nach vorn und ist drauf und dran solch etablierten Größen wie Cross Canadian Ragweed, Stoney LaRue, Reckless Kelly, der Eli Young Band, Wade Bowen & Co. den Rang abzulaufen. Diese Musik symbolisiert Freiheit, Zwanglosigkeit, Frische, ist der pure amerikanische Countryrock-Traum! Gehen wir nochmal näher auf die Bezeichnug Countryrock ein: Das ist unterm Strich schon korrekt, doch detailliert betrachtet trifft die Kyle Bennett Band nahezu perfekt die Schnittmenge rauer Texas "Red Dirt"-Helden wie die bereits erwähnten Cross Candian Ragweed und Reckless Kelly, Nashville-kompatiblem New Country zwischen solchen, durchaus traditionell fundamentierten Größrn wie Brad Paisley und Travis Tritt, würzigem Outlaw-Country ala Waylon Jennings, klassischem Siebziger-fundamentiertem Countryrock der Sorte Eagles/Poco, wie auch, und das wird immer wieder deutlich, den kernigen, lupenreinen Southern Rock-Anlagen solcher Bands wie den Outlaws, der Henry Paul Band und Lynyrd Skynyrd. Wie selbstverständlich vereint die Truppe all das in ihrem wundervollen, von einem ganz großartigen, saftigen, satten und transparenten Gitarrensound geprägten (die Truppe agiert mit zwei exzellenten E-Giatrristen, dazu spielt Bennet noch Acoustic Gitarre), unwiderstehlichen, eigenen Songmaterial und ist damit nicht nur auf jedem dieser Terrains zu Hause, sondern vereint auch deren Anhänger zu einer begeisternden, gemeinsamen Fangemeinde! Die Kyle Bennet Band spielt, auch bei den lockeren, wie Öl runtergehenden Songs und bei den Balladen, immer knackig,"saftig" und voller Energie. Dazu gehen die Songs einfach wunderbar ins Ohr! Es geht gleich mit einer absoluten "Killernummer" los: "Time to switch to whiskey" ist ein fuminant abgehender, zwischen Southern Rock- und Outlaw-Strömungen angesiedelter, wundervoller Countryrock-Heuler voller Roadhouse-/Honky Tonk-/Boogie-Flair. Welch eine Dynamik! Angetrieben von einem knackig nach vorn gehenden Drumming, dominieren satte E-Gitarren das Geschehen, unterstützt von einer quiligen Steelguitar im Hintergrund. Der großartige Lead Gitarrist John Seidler brilliert mit kernigen, flinken Läufen, die viel Southern-Esprit versprühen. Und Bennett singt fantastisch! Ein prächtiger Auftakt, doch die Scheibe lässt während ihrer 13 Songs (gut 50 Minuten) zu keiner Phase nach. Nach dem melodischen, knackigen Roots-/Americana-/Red Dirt-Countryrocker "Should've listened" (in der Art der letzten Sachen der Eli Young Band) und dem von starker Lead Gitarren-Arbeit (tolles Solo) und feinen Mandolinen-/Steelguitar-Fills geprägten Texas Outlaw-Countryrocker "The road", folgt ein knallharter, kochender, von rauen, fetten E Gitarren-Riffs dominierter, astreiner, klassischer Southern Rocker in bester Lynyrd Skynyrd-Tradition. Doch "Blackbird" ist von einer Güte, die Skynyrd schon länger nicht mehr hinbekommen haben. Auch 38 Special, die Outlaws, mit Abstrichen Molly Hatchet und die in der Southern-Szene aktuell so angesagten Rebel Pride dienen als Vergleichsgröße. Saustark! Im Anschluß daran erleben wir dann das herrlich lockere, flockige, wie Öl runtergehende, dennoch knackige, erfrischende Countryrock-Stück "Grey sunrise" (hat sowohl Eagles-, Restless Heart- als auch Outlaws-Flair), bei dem jedem Genre-Liebhaber das Herz aufblühen wird. Tolle Gitarre, lockere, lässige Dynamik, schöne Steel- und Mandolinen-Ergänzungen, eine traumhafte Melodie - einfach wundervoll! Dach auf, und mit dem Cabrio entlang der endlosen Highways Amerikas cruisen - das passt! Das nachfolgende "Crescendo" ist eine hinreißend melodische New Country-, Countryrock-pop-Ballade, umgeben von ungemein transparenten, klaren Gitarren. Da kann man schon mal Gänsehaut bekommen. Klasse hier die Kombination aus E-Gitarren, Acoustic Gitarre, Steelguitar und unaufdringlicher Orgel. Matchbox 20 zu deren Anfangszeiten (wenn sie eine "Red Dirt"-Band gewesen wären), aber auch Sister Hazel. BlackHawk und die Eli Young Band kommen einem hier in den Sinn. Und mit dem herrlichen "When the lights go down" steht schon der nächste Traum-Countryrocker in den Starlöchern. Präzise, knackig, frisch, mit tollen, saftigen Gitarren und ungemein melodischen Strukturen ziehen die Jungs ihre Kreise. Blühender Countryrock von zeitloser Güte! Nach dem rootsigen "Devils on my trail" (satter Countryrock mit Outlaw- und Southern-Feeling zwischen Poco, Cross Canadian Ragweed, Waylon Jennings und der Eli Young Band), feuert die Truppe mit dem grandiosen "Empty barrels" nochmal einen krachenden Southern Rocker aus allen ihr zur Verfügung stehenden Rohren ab. Dreckige, raue, harte Riffs, donnernde Drums, eine morz Power - und trotzdem eine klasse Melodie. Das Quintett spielt auf, als wollten sie Cross Canadian Ragweed mit geballter Kraft an die Wand drücken. Produziert und mit einem tollen Sound versehen hat das Werk, wie schon das Debut, wieder Erik Herbst! Der Kyle Bennett Band ist mit "Grey sunrise" ein absolutes "Sahneteil" des Gitarren orientierten Countryrocks gelungen - ohne jeden Fehl und Tadel! Schon nach gut einem Drittel des Jahres 2009 ein Album, das in den Jahresend-Abrechnungen der Sektionen "Countryrock-Album des Jahres" und "Red Dirt-Album des Jahres" zweifelsfrei ein gewichtiges Wörtchen mitreden wird! Meisterlich!

Das komplette Tracklisting:

1 Time to Switch to Whiskey - 3:33   
2 Should've Listened - 3:37   
3 The Road - 3:28   
4 Blackbird - 3:36   
5 Grey Sunrise - 3:58   
6 Crescendo - 3:43   
7 When the Lights Go Down - 4:04   
8 Devil's on My Trail - 3:45   
9 Empty Barrels - 4:33   
10 One Light Town - 4:08   
11 Jimmy & Josie - 3:20   
12 Still in Love with You - 4:05   
13 Everything to Lose - 4:33

Art-Nr.: 6351
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Time to switch to whiskey
Blackbird
Grey sunrise
Crescendo
When the lights go down
Empty barrels

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Bonamassa, Joe - live from the royal albert hall ~ 2 dvd-set [2009]
2 DVD-Set! Der Bluesrock-Gitarrenzauberer und seine Band mit einem Wahnsinns-Konzert!

Offizielle Erklärung zur Veröffentlichung der Doppel-DVD:

Als Joe Bonamassa am 04. Mai 2009 die Bühne der erwürdigen Londoner Royal Albert Hall betrat, erfüllte er sich damit einen lang gehegten Traum.
Vor ausverkauftem Haus debütierte der amerikanische Bluesrocker mit seinem aktuellen Album ‚The Ballad Of John Henry’.
Zu seinem Auftritt in der wohl prestigeträchtigsten Konzerthalle der Welt sagt Bonamassa: ‚Es hat 20 Jahre gedauert um bis hierher zu kommen. Ich habe mich in meinem ganzen Leben noch nie so geehrt gefühlt. Das war für mich das Größte.’
Die zwei Dekaden, die er anspricht, begannen im Alter von 12 Jahren, als er für die Blues Ikone B.B. King 20 Konzerte eröffnen durfte. King’s Kommentar zu Joes Gitarrenkünsten war damals: „Das Potential dieses Jungen ist einfach unglaublich.“ Seither hat Joe Bonamassa sieben Studioalben veröffentlicht und gibt pro Jahr an die 200 Konzerte. Beim Konzert in der Royal Albert Hall hatte Bonamassa noch die große Ehre bei einem Stück von Gitarrenlegende Eric Clapton begleitet zu werden. Die Londoner Zeitung ‚The Times’ zitierte ‚searing excellence and showmanship’ und Planet Rock schrieb, ‘The sight of two of the world’s best guitarists trading solos was more than a little thrilling.’

Diese Doppel-DVD beinhaltet das komplette Konzert, gefilmt mit 12 High Definition Kameras und einen exzellenten 5.1 Surround Sound, der von Kevin Shirley produziert wurde. Das Bonusmaterial wartet unter anderem mit einem exklusiven Bonamassa Interview auf.

‚Joe Bonamassa ist ein ganz Großer‘ sagt Shirley, ‚überall auf der Welt erntet er Awards und ist auf den Titelseiten der Magazine zu finden. Trotz der Ablehnung, seine Alben bei einem Majorlabel zu veröffentlichen, wächst seine Anhängerschaft stetig. Dies hat er vor allem seinen ergebenen Fans zu verdanken. Aber das Mainstream Publikum ist noch nicht ganz auf ihn aufmerksam geworden. Das wird sich hoffentlich mit dieser unglaublichen Performance ändern. Joe stand mit einer sensationellen Band auf der Bühne und ein weiterer Höhepunkt war der Gastauftritt von Eric Clapton. Regie führten die bahnbrechenden Filmemacher Sam Dunn und Scot McFadyen. Dieses Konzert wird in dem Genre einen neuen Maßstab setzten.’

Die komplette Setlist:

DVD 1:
1 Django
2 The Ballad Of John Henry
3 So It's Like That
4 Last Kiss
5 So Many Roads
6 Stop!
7 Further On Up The Road (with Eric Clapton)
8 High Water Everywhere
9 Sloe Gin

DVD 2:
1 Lonesome Road Blues
2 Happier Times
3 Your Funeral My Trial
4 Blues Deluxe
5 Story Of A Quarryman
6 The Great Flood
7 Just Got Paid
8 Mountain Time
9 Asking Around For You

Art-Nr.: 6564
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 21,90

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Brody, Dean - same [2009]
Großartiger, überwiegend selbst komponierter, natürlicher, herrlich erfrischend und modern eingespielter, dennoch durch und durch traditioneller Country/New Country, der den angesagten Neo-Traditionalisten Nashvilles, wie Brad Paisley, Rodney Atkins & Co mächtig Konkurrenz machen könnte. Für den in Jaffry, am Rande der kanadischen Rocky Mountains aufgewachsenen Dean Brody erwies sich der Weg nach Nashville recht steinig. Man kann schon fast sagen, die große Karriere schien schon abgeharkt, bevor sie richtig begann, denn Brody mußte musikalisch wie auch persönlich immer wieder herbe Rückschläge einstecken. Brody brachte sich mit 14 Jahren selber das Gitarre spielen bei und begann, naturgemäß zunächst in Kanada, die ersten Gehversuche in Richtung musikalischer Karriere. 2004 beschloss er schließlich sein Glück in Nashville zu versuchen. Er ergatterte auch einen Job bei einer Plattenfirma und erhielt einen Veröffentlichungskontrakt, der aber ohne in die Tat umgesetzt zu werden, wieder gecancelt wurde. Zudem wurde seine Aufenthaltsgenehmigung in den Staaten nicht verlängert. Brody kehrte frustriert zurück nach Kanada und war kurz davor, für einen Job in einer Kohlenmine anzuheuern, schließlich musste er seine Familie ernähren. Just an dem Tag, wo er seinem Bekannten Matt Rovey, vornehmlich bekannt als Zuarbeiter des bekannten Alan Jackson-, George Jones-Produzenten Keith Stegall, die für ihn frustrierenden Nachrichten telefonisch überbringen wollte, klingelte dieser bei ihm durch und verkündete die frohe Botschaft, dass Stegall ihm einen Plattendeal beim arrivierten Broken Bow Records-Label (u.a. Jason Aldean, Randy Owen) besorgt hatte. So zog Brody erneut mit seiner Familie nach Nashville. Doch auch hier wieder der persönliche Rückschlag: Brody erlitt einen schweren Wasserski-Unfall, der eine schwierige Gesichtsoperation zur Folge hatte. Mittlerweile jedoch sind die Wunden verheilt und Dean hat sein fast ausnahmslos selbst komponiertes Debütalbum eingespielt. Und das sorgt mittlerweile nicht erst seit der erfolgreichen Singlevorveröffentlichung "Brothers" (klasse, traditioneller, textlich emotionaler Midtempo-Country mit Steel-, Fiddle- und Baritone-E-Gitarren-Einlagen Marke Alan Jackson/Garth Brooks) für Furore. Brody hat sich in der Darbietungsweise des Albums der großen Neotraditionalisten verschrieben. Er punktet mit einer sehr angenehm ins Ohr gehenden Stimme (von Dierks Bentley über Vince Gill bis zu Brad Paisley), sehr natur- ("This Old Raft") und werteverbundenen Texten ("Old Joe Riley"), ohne dabei aber zu sehr ins Pathetische abzudriften. Die Songs sind neben den klasse Gesangsleistungen auch instrumentell absolut hochwertig von einem Starensemble umgesetzt (mit dabei u.a. Lonnie Wilson, Eddie Bayers, Bruce Watkins, Brent Mason, Kenny Greenberg, Philip Moore, Jim Brown, Stuart Duncan, Paul Franklin). Das Album eröffnet mit den zwei recht flotten, knackigen, gut in die Beine gehenden Gute Laune-Songs "Undon" und "Dirt Roads Scholar", deren klasse Gitarrenuntermalungen immer wieder durch exzellente Steel- und Fiddle-Einlagen ergänzt werden. Das Dean auch im Balladenbereich bewandert ist, beweist er beim schwerelos wirkenden Lovesong "Gravity", der ein wenig an Lonestar erinnert. Herrlich vor allem das wunderbar entspannt dahin fließende "Lazy days" mit seinen toll eingestreuten Dobro-Fills, wobei Text-Thematik und Instrumentelles harmonisch ineinander verschmelzen. Klasse! Gleiches gilt für das dezent grassige "This Old Raft" (erinnert ein wenig an die großen Nashville-Erfolge der Nitty Gritty Dirt Band), bei dem Brodys Gesang, ähnlich einem Vince Gill, unglaublich warm und angenehm rüberkommt, und am Ende Fiddle, E-Gitarre und Dobro zu einem aufeinanderfolgenden Finish ansetzten. Das atmosphärisch, Western-style angehauchte "Cattleman’s Gun" wird mitreißend, in typischer Garth Brooks-Dramaturgie in tiefer gelegter Stimmlage dargeboten (Dobro, schönes "Orgel-Gurgeln", Windpfeifen am Ende). Die feine Ballade "Up On The Moon" (mit frischem Mandolinengezirpe, Piano- u. E-Gitarren-Fills, Steeljammern und emotional heulende Fiddle) schießt ein komplett in sich stimmiges Album prima ab, das bei Produzent und Stegall-Spezi Matt Rovey absolut in den richtigen Händen lag. Dean Brody’s Debüt bereichert die Szene der modernen Traditionalisten Marke Alan Jackson, George Strait, Garth Brooks, Dierks Bentley, Brad Paisley, Craig Morgan,Vince Gill, Jason aldean, Rodney Atkins, und wie sie alle heißen, um ein weiteres belebendes und hochwertiges Element. Der Bursche macht einen klasse Job! Die Countryfreunde werden viel Freude mit ihm haben. Die CD kommt in einem schönen in feiner, matter Optik gehaltenen Digipack mit eingeschobenem Booklet, inkl. aller Infos und Texte. Debüt perfekt gelungen! (Daniel Daus)

Die komplette Songliste:

1 Undone - 3:23   
2 Dirt Road Scholar - 3:07   
3 Gravity - 3:56   
4 This Ain't the Same Town (That I Painted Red) - 3:11   
5 Lazy Days - 4:07   
6 Brothers - 4:58   
7 Old Joe Riley - 3:03   
8 This Old Raft - 3:50   
9 Back in Style - 3:37   
10 Cattleman's Gua - 4:09   
11 Up on the Moon - 3:58

Art-Nr.: 6374
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Undone
Dirt roads scholar
Lazy days
Old Joe Riley
This old raft
Up on the moon

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Carroll, Jason Michael - growing up is getting old [2009]
Jason Michael Carroll feierte mit seinem überragenden Debut "Waitin' in the country" vor 2 Jahren einen überaus erfolgreichen Einstieg in Nashville. Hitsingles wie "Alyssa lies" und "Livin' our love song" fanden großen Anklang im Lager der Fans traditioneller und gleichzeitig auf der Höhe der Zeit produzierter Countrymusic. Nun kommt der Nachfolger, mit dem der junge Mann aus North Carolina gekonnt den 2007 eingeschlagenen Weg fortsetzt. Das Songmaterial ist eine ausgewogene Mischung aus knackigen Uptempo-Nummern und hervorragenden, oftmals auch recht kraftvollen Balladen. Doch egal, was er darbietet, es ist immer durch und durch Country. Schöne Melodien, typische Country-Instrumentierung (vorwiegend aus Gitarren) und Carroll's prächtige, tiefe Bariton-Stimme (traut man diesem langhaarigen "Sonnyboy"-Jüngling eigentlich gar nicht zu) bestimmen das Geschehen. Er ist einfach ein klasse Sänger! Zu den Highlights des Albums gehören solch starke Nummern wie der so wunderbar erfrischende, von einem herrlich lockeren, aber knackig nach vorn gehenden Drive bestimmte Opener "Happened on a Saturday night (Suzie Q)" mit seinem tollen Drumming, den feinen Gitarren (hervorragendes, würziges E-Gitarren-Solo inklusive), sowie der schönen Fiddle- und Steel-Begleitung, die moderne, kräftige, dennoch vollkommen traditionell fundamentierte, sehr melodische, reine Country-Ballade "Where I'm from" (schöne Banjo-Untermalung, klasse Steelguitar im Hintergrund, erdige E-Gitarren-Fills), das aus ähnlichem Holz geschnitzte, wunderbare Titelstück "Growing up is getting old", oder auch der temperamentvolle, mit viel Southern-Flair gespickte, satte Roadhouse-Knaller "Barn burner", der in seiner Struktur an die fetzigen Sachen eines Jason Aldean erinnert. Jason Michael Carroll ist ein prima zweites Album gelungen, mit dem er den Erfolg seines Erstlings sicher problemlos wiederholen kann. Produziert hat erneut Don Gehman! Gut gemacht, Jason!

Das komplette Tracklisting:

1 Happened on a Saturday Night (Suzie Q) - 3:23   
2 Let Me Go - 4:00   
3 Where I'm From - 4:36   
4 Tears - 4:31   
5 Growing Up Is Getting Old - 3:09   
6 That's All I Know - 3:42   
7 We Threw It All Away - 3:51   
8 Sorry Don't Matter - 3:29   
9 Barn Burner - 3:17   
10 Hurry Home - 4:02

Art-Nr.: 6372
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Cash, Rosanne - the list [2009]
Das neue Album von Rosanne Cash ist einmal mehr eine wundervolle Hommage an ihren Vater, den großen Johnny Cash. Im Jahre 1973, Rosanne hatte zu dieser Zeit mit Countrymusic weniger am Hut und orientierte sich mehr an den Beatles und der südcalifornischen Rock- und Pop-Szene, gab Johnny ihr, quasi aus "erzieherischen Gründen", eine Liste mit den seiner Meinung nach 100 essentiellen Country-Klassikern und empfahl ihr, diese zu lernen und zu spielen. In der Tat war dies ein ausschlaggebender Moment in der Entwicklung Rosanne's, der ihr die Countrymusic wieder deutlich mehr ins Bewusstsein rückte. Was bekanntermassen folgte, war auch für Johnny's Tochter eine mit vielen Hits gepflasterte, große Country-Karriere. Von dieser "historischen" Liste präsentiert Rosanne nun auf ihrem neuen Werk eine wundervolle Auswahl von 12 Songs, die sie voller Herzblut zu Ehren ihres Vaters aufgenommen hat. Sie interpretiert diese Nummern, alles absolute Country-Klassiker, nicht in der Art eines typischen Traditionalisten, sondern drückt ihnen ihren ganz eigenen Stempel auf. Das heisst, sie verpackt diese Songs in ein großartiges, voller Inspiration steckendes Contemporary Roots-, Alternate Country-, Americana-Format, weit weg von Nashville's Mainstream. Das ist im weitesten Sinne vergleichbar mit den jüngeren Arbeiten einer Emmylou Harris. Unter den Songs befinden sich solch unvergessene Evergreens und Klassiker wie beispielsweise Merle Haggard's "Silver wings", Jimmy Rodgers' "Miss the Mississippi and you", Hank Williams' "Take these chains from my heart", Hank Snow's "I'm movin' on", Bob Dylan's "Girl from the north country", Harlan Howard's "Heartaches by the number" und A.P.Carter's "Bury me under the weeping willow" - vieles also auch, was schon ihr Vater irgendwann eimal aufgenommen hat. Massgebend beteiligt an den schönen, gediegenen Arrangements war, neben Rosanne, vorwiegend ihr Ehemann John Leventhal, der auch wieder den Löwenanteil an Instrumenten bediente und das Album exzellent produzierte. Großartig auch die prominente Unterstützung von dem ein oder anderen Gesangspartner, wie zum Beispiel Wilco's Jeff Tweedy bei dem nicht unter zu kriegenden Klassiker "Long black veil" oder Bruce Springsteen's bei dem herrlichen "Sea of heartbreak". Erneut ein ganz feines Album von Rosanne Cash!

Die komplette Songliste:

1 Miss the Mississippi and You - 3:12   
2 Motherless Children - 3:06   
3 Sea of Heartbreak (feat. Bruce Springsteen) - 3:06   
4 Take These Chains from My Heart - 3:32   
5 I'm Movin' On - 3:45   
6 Heartaches by the Number (feat. Elvis Costello) - 3:21   
7 500 Miles - 3:04   
8 Long Black Veil (feat. Jeff Tweedy) - 3:10   
9 She's Got You - 3:07   
10 Girl from the North Country - 3:32   
11 Silver Wings (feat. Rufus Wainright) - 3:45   
12 Bury Me Under the Weeping Willow - 3:33

Art-Nr.: 6584
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Chesnutt, Mark - rollin' with the flow [2008]
Mark Chesnutt, der ohne Zweifel zu den belibtesten Traditionalisten der Countrymusic zählt, beglückt die Welt des Country mit einem neuen Album! Und wie immer, wenn Chesnutt die Veröffentlichung neuer Songs ankündigt, ist die Erwartungshaltung der Fans riesig - und wie immer werden die Fans in keinster Weise enttäuscht! Im Gegenteil: Es ist eine Wohltat zu beobachten mit welcher Kontinuität und Konsequenz Chesnutt seinen Weg abseits jeglicher "hipper" Trends fortsetzt. So auch auf "Rollin' with the flow", einem weiteren ganz wunderbaren Album allerbester, lupenreiner, schnörkelloser, honky-tonkin' "Pure Country Music" von zeitloser Qualität! Oftmals zieht sich durch die 12 neuen Songs ein herrliches Western-Flair. Zudem ist der Albumtitel Programm! Will heißen: Die Musik des Albums "rollt" weitestgehend sehr locker, mit einem äußerst angenehmen "flow" in die Ohren der dies wohlwollend genießenden Countryfreunde. Der Anteil von Balladen und flotteren Songs ist ausgewogen verteilt. Zu der letzteren Kategorie zählen beispielsweise die knackige, dennoch völlig lockere, mit einem unterschwelligen Cajun-Flair behaftete Dancehall Country-Nummer "Going on later on" mit ihrer feinen Melodie, dem tollen Saloon-/Honky Tonk-Piano, der zwirbelnden Fiddle und den großartigen Gitarrenlinien (Brent Mason), das mit viel Waylon Jennings-Flair ausgestattete "Live to be 100" (klasse Steelguitar von Paul Franklin, schöner Banjo-Background), die großartige, rhythmische und würzige Midtempo Honky Tonk-Nummer "(Come on in) The whiskey's fine" (starkes Steel-Solo in der Mitte), die wie ein Mix aus George Jones und Hank Williams jr. klingt, oder auch der erdige Honky Tonker "If the devil brought you roses", während unter den Balladen solch starke Nummern wie der prächtige, im mittleren Tempo präsentierte, lockere Opener "Things we do in Wichita" (wunderbare Gitarrenlicks), das romantische "When you love her like crazy" (feine Baritone-Gitarre, heulende Steelguitar), die traumhafte Honky Tonk-Ballade "She never got me over you" mit ihrem wunderschönen Gitarren-/Steelguitar- und Fiddle-Zusammenspiel (ein toll gelungenes Remake aus dem unvergessenen Fundus des großen Keith Whitley), oder die von einem herrlichen Western-Flair durchzogene, sehr melodische, erstklassig gelungene Neufassung des 1977iger Charlie Rich-Klassikers "Rollin' with the flow" zu finden sind. Mark Chesnutt selbst bezeichnet die Musik seines neuen Albums als ein Spiegelbild seiner selbst und äußert sich in Statements über das Werk sehr, sehr zufrieden. Völlig zu Recht, denn es ist ein weiteres, großartiges Bekenntnis zu klassischer Honky Tonk-Countrymusic! Klasse! Mark Chesnutt wie er leibt und lebt!

Art-Nr.: 5783
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Creager, Roger - here it is [2008]
Großartiger, abwechslungsreicher Texas Country vom Allerfeinsten - kernig, dynamisch, aber auch voller Herz und vor allen Dingen voller Seele! Seit vielen Jahren gehört Roger Creager bereits zu den arrivierten Stars der Texas Music-Scene. "For more than a decade, Roger Creager built a reputation on his distinctive brand of hard-core, rabble-rousing Texas Country music, on his rich, full-bodied voice that can carry a tune for miles, and on his exceptional ability to work thousands of Texans into a rabid frenzy with his voice and guitar", heißt es in einer Biographie über ihn. Das trifft den Kern seiner Musik hervorragend und umschreibt seine ganze, auf die Fans so anziehend wirkende Ausstrahlung. Creager ist ein Country-Musiker durch und durch. Der Mann aus Corpus Chriti hat neben mehreren Universitätsabschlüssen auch jahrelang auf einer Farm gearbeitet. Er weiß also, wovon er spricht (singt). Bereits im zarten Alter von sechs Jahren entdeckte Roger sein Herz für die Countrymusic und begann mit ersten Auftritten während seiner High School-Zeit. Dabei hörte er immer wieder solche Songs wie Guy Clark's "Desperadoes waiting for a train" oder Gary P. Nunn's "You ask me what I like around Texas", entwickelte ein gesteigertes Interesse für die Musik solcher Leute wie Jerry Jeff Walker, Willie Nelson, Waylon Jennings, Johnny Cash und Merle Haggard, zählt im weiteren Verlauf seinens Entwicklungsprozesses aber auch Kollegen wie Lyle Lovett und vor allen Dingen Robert Earl Keen, Pat Green, Cory Morrow und Jack Ingram zu seinen großen Einflüssen. Auch Leute wie Jason Boland & the Stragglers, Gary Allan oder die Randy Rogers Band sind hin und wieder als Vergleiche vertretbar. Roger Creager's großartige Countrymusic ist tief und deutlich in den texanischen Traditionen verwurzelt. Aber sie ist dabei stets staubig, "rowdy", unbekümmert und schön tough geblieben, vermittelt eher das Ambiente des etwas einfacheren, raueren Lebens außerhalb der glitzernden Großstädte. So hören wir viel Abwechslung. Das geht von bärenstarken Outlaw Country-Nummern über voller Drive anrollende und jede Menge des unwiderstehlichen "Red Dirt"-Flairs verbreitende "full-speed Gasoline-injected" Countryrock-Ritte, bis hin zu gefühlvollen, ein schönes "raue Schale, weiches Herz"-Feeling ausstrahlenden Balladen und derben, Party-tauglichen Roadhouse-Honky Tonkern. Sämtliche Songs stammen aus der Feder von Creager, oft zusammen mit solch renommierten Songwritern wie beispielsweise Trent Willmon, Paul Overstreet oder Radney Foster. Foster hat das Album zudem auch in Zusammenarbeit mit Lloyd Maines und Justin Tocket produziert. Und was konnte Creager zusammen mit seinen Produzenten für eine Riege erstklassiger Musiker um sich herum versammeln: Storyville's David Grissom, Kenny Vaughn, Eric Borash, Radney Foster (alle Gitarre), Lloyd Maines, Dan Dugmore (Pedal steel), Byron House (Bass), Chad Cromwell (Drums), Jonathan Yudkin (Fiddle, Mandoline), Allen Huff (Keyboards), u.s.w.! Los geht's mit dem starken "I love being lonesome", eine astreine, traditionelle Outlaw Country-Nummer mit dem typischen Waylon Jennings-Charme, wie es zuletzt beispielsweise auch dem bravourösen Jackson Taylor gelang. Ein herrlich würioges Gewand aus erdigen E-Gitarren trifft auf lockere Steelguitar-Linien und wunderbar eingebundene, sirenenartige Fiddle - dazu ein prima Melodie! Aber dann, dann brettert Roger richtig den Highway hinunter: "Driving home" macht seinem Namen alle Ehre. Ein rootsiger, von tierisch starkem Lap Steel-Spiel durchzogener und galoppierenden Drums nach vorn gepeitschter, brennender Countryrock-"Killer", der einem vor seinem geistigen Auge wie ein mächtig Staub aufwirbelnder, furioser Roadmovie vorbeizieht. Baumstark! Im Anschluß daran zeigt Creager seine gefühlvolle Seite: "I loved you when" (co-Writer: Paul Overstreet) ist eine wundervolle, hinreißend romantische, auch textlich von geradezu erhabener Schönheit geprägte, zielsicher die Balance zwischen rauer Natürlichkeit und prickelnder Sinnlichkeit auspendelnde Ballade mit großartiger Gitarren-/Fiddle- und Klavier-Begleitung sowie exzellentem Background-Gesang von Joanna Janet. Eine weitere, allerdings deutlich würzigere Ballade mit klasse E-Gitarre, Orgel, Piano und dezenten Mandolinen-Fills folgt mit dem voller "Red Dirt"-Flair steckenden "Tangle me in you". Apropos "Red Dirt": Die Trademarks dieses unwiderstehlichen "rockin' Texas Country-Sounds" treffen ebenso auf den erdigen, von satten, dreckigen, Stones-ähnlichen, straighten Riffs geprägten, dennoch total traditionellen "Beer-drinkin'" Barroom-Honky Tonker "I'm from the beer joint" zu. Mit Textzeilen wie "I'm from the beer joint, and that's where your money is blown, we got ice cold beer and red hot women, you ain't need to bring your own"..., kann man sich lebhaft vorstellen, was in den texanischen Honky Tonks bei den Cowboys zu diesem Heuler abgeht. Macht einfach nur tierisch Laune! Flotten, knackigen, mit feiner Steelguitar und klasse E-Gitarren (Slide) garnierten, erstklassigen, angerockten, melodischen New Country hören wir danach mit dem hervorragenden, schmissigen "A good day for sunsets". So zieht Creager unbeirrt und voller eigener Identität sein Ding bis zum Ende durch und besticht mit abwechslungsreichem, einzigartigem Country. Durch und durch voller texanischer Roots, aber durchaus auch kompatibel zu Nashville. Creager lebt seine Countrymusic und mit der Musik wiederum lebt er seinen Traum. Das spürt man, das kommt ungemein authentisch rüber! "He's a hard Country worker", sagte einmal ein US-Kritiker, und das ist ein Riesen-Kompliment! Ein tolles Album von Roger Creager, der damit seinen Status in Texas weiter festigen wird, vielleicht aber auch endlich außerhalb der Grenzen des "Lonestar-States" die längst verdiente Aufmerksamkeit erhält. "Great stuff"!

Die Tracklist:

1 I Love Being Lonesome - 3:53   
2 Driving Home - 4:00   
3 I Loved You When - 4:28   
4 Tangle Me in You - 3:40   
5 I'm from the Beer Joint - 3:26   
6 A Good Day for Sunsets - 3:21   
7 She Chose You - 3:36   
8 Let's Run - 4:02   
9 Habit (Needle in My Arm) - 3:23   
10 I'm Missing You - 3:17   
11 The Man I Used to Be - 3:40   
12 My Ship Goes Down - 3:10   
13 Cowboys and Sailors - 3:43

Art-Nr.: 5967
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I love being lonesome
Driving home
I loved you when
I'm from the beer joint
Let's run
My ship goes down

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Donahew Band, Casey - moving on [2009]
Prächtiger "Red Dirt"-Countryrock voller Leidenschaft, herrlicher Melodien, würziger Instrumentierung und mit einem ungemein erfrischend klingendem Sound. Die aus Burleson/Texas stammende Casey Donahew Band gilt, obwohl sie bereits schon drei CDs veröffentlicht hat, in hiesigen Red-Dirt-Kreisen noch immer als so etwas wie ein gut behütetes Geheimnis der Szene. Das muß sich, und wird sich sicher auch, mit ihrem von Erik Herbst (u.a. Eli Young Band, Macon Greyson, Kyle Bennett Band) hervorragend produziertem, vierten Werk "Moving On" schlagartig ändern. Die Scheibe ist ein Knüller und meistert den gar nicht so einfachen Spagat zwischen radiofreundlicher Melodik und anspruchsvoller, überaus kompetenter instrumenteller Umsetzung, genau wie auch den zwischen erdigem, unbekümmertem, rootsigen Texas Roots-Staub und traditionell verwurzelter Nashville-Kompatibilität als wäre es das natürlichste von der Welt. Das ist richtig klasse! Leader der Band ist, wie der Name es schon vorgibt, Casey Donahew, der als Sänger, Gitarrist und Songschreiber klar den Takt vor gibt. Begleitet wird er von Steve Stone (Bass), Donte “Taz“ Gates (Drums), Josh Moore (Fiddle) und John “JZ” Zaskoda (Electric guitars), alles großartige Musiker. Gemanagt wird das Quintett von Casey’s Frau, Melinda. Laut eigener Aussage bezeichnet die Band ihren Stil als "Pure Texas Country" und sieht sich beeinflusst von Interpreten wie Pat Green, Cross Canadian Ragweed, Jack Ingram und Robert Earl Keen, wobei hier aber auch Acts wie No Justice, die Randy Rogers Band, die Eli Young Band, Wade Bowen, die Tommy Gallagher Band oder Zack Walther and The Cronkites genannt werden können. Dieses "Pure Texas Country", wie sie ihre Musik nennen, muß man allerdings schon um das Wörtchen "Rock" ergänzen, denn die Casey Donahew Band weist wirklich alle Mermale einer klassischen Countryrock-Formation auf und lässt durchaus auch Erinnerungen an die goldenen Tage des "vintage Countryrocks" der Siebziger aufkommen. Zudem gilt die Trupper als heiß begehrter Live-Act, die das Publikum mit langen, ausgedehnten Sets und unbändiger Energie (in ihrer Live-Präsenz vergleicht man sie sogar mit der Power Springsteen's) mitreisst. Los geht's mit der ersten Single des Albums, dem beeindruckenden, dynamischen, lockeren, aber sehr knackigen Countryrocker "Ramblin' kind", der nicht nur aufgrund des Songtitels unterschwellige Parallelen zu Dickey Betts' "Ramblin' Man", bzw. der "Brothers and sisters"-Ära der Allman Brothers aufweist. Dazu kommen natürlich die typischen, unwiderstehlichen "Red Dirt"-Anlagen, wie man sie so eben nur in Texas spielt. Beinhaltet zwei exzellente, jeweils wechselnde Solo-Passagen zwischen Fiffle und elektrischer Lead Gitarre (zunächst heulende Fiddle/E-Gitarren-Solo dann in umgekehrter Reihenfolge E-Solo mit anschließendem Fiddle-Konter), wobei die flinken Finger von Gitarrist John Zaskoda in einer Würze ind Lockerheit über die Saiten gleiten wie einst bei Dickey Betts oder Hughie Thomasson (The Outlaws). Der Song ist ein richtiger Leckerbissen für die Countryrock- und "Red Dirt"-Enthusiasten. Wenn das kein Riesen-Hit in den Texas Music-Charts wird...! Auch im weiteren Verlauf strotzt die CD geradezu vor erfrischend gutem, voller toller Melodien bestücktem, tollem Songmaterial: Herrlich beispielsweise die beiden super melodischen "Next Time" (mit southern-typischem E-Gitarren-Spiel) und "Breaks My Heart" (mit Steel, Fiddle und schönem E-Gitarren-Solo), das flockige "California" (starker "Red Dirt"-Countryrock mit einem Hauch von Westcoast), das rootsig stampfende, grandiose, gitarrenbetonte "Nowhere Fast" , das im Fahrwasser von Cross Canadian Ragweed befindliche, rockige "Burn This House Down" (feines Southern-Flair, starke Drums), oder die mit wohl dosierten Streicherpassagen verzierte Ballade "Angel", welche allesamt auf Grund ihrer Eingängigkeit wohl kaum von den Radiostationen ignoriert werden dürften. Die Band hat natürlich, wie in Red Dirt-Kreisen üblich, das gesamte Material selbst komponiert und in Eigenregie eingespielt, wobei allerdings auch einige wenige, auserwählte Gastmusiker Akzente setzen. Hier drückt besonders der agile Multiinstrumentalist Milo Deering mit Pedal Steel (stark u.a. bei der famosen, recht traditionell in Szene gesetzten, flockigen, lupenreinen New Country-Nummer "Strong Enough" mit ihrer frappierenden Nähe zu der nicht unter zu krigenden, gerade wieder mit einem glänzenden Album aufwartenden Nitty Gritty Dirt Band), Mandoline (das wunderbare "Let Me Love You") und Dobro ("Break Me Down") seinen markanten Stempel auf. Am Ende geht mit dem Titelstück "Moving On" (inkl. eines klasse Hiddentracks, der nach etwas 5.14 Minuten einsetzt) noch mal so richtig die Post ab. Der ein wenig an Charlie Daniels' "Trudy" erinnernde, als traditioneller Countrystomper in Cross Canadian Ragweed-Manier abgewandelte Song (Donahew's frecher Gesang im Stile von Cody Canada ist klasse), besticht durch seine klug ineinander verschachtelten Tempovariationen und seine instrumentellen Finessen (schön klimperndes Piano, wiehernde Fiddle, starkes E-Gitarren-Solo, prima Orgel) und dürfte einen atmosphärischen Vorgeschmack auf Casey Donahew's kommendes Live-Programm abgeben. "Moving On" von der Casey Donahew Band bietet insgesamt eigentlich alles, was eine starke "Red-Dirt"-Countryrock-Scheibe ausmacht. Ein hohes Maß an Kreativität und eine hervorragende Instrumentierung als Bestandteil authentischer, abwechslungsreicher und eingängiger Songs für das gesamte Spektrum der Klientel - und das noch ohne jede Schwachstelle. Eines der vielleicht besten "Red-Dirt"-Countryrock-Veröffentlichungen des Jahres 2009! Wir sagen respektvoll: "So kann's weitergehen", Jungs! "Move On, Casey Donahew Band"! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Ramblin' Kind - 3:33   
2 Next Time - 3:31   
3 Breaks My Heart - 3:52   
4 California - 3:27   
5 Nowhere Fast - 3:32   
6 Let Me Love You - 3:48   
7 Burn This House Down - 3:58   
8 Break Me Down - 3:50   
9 Strong Enough - 3:27   
10 Broken - 3:32   
11 Angel - 4:31   
12 Moving On - 9:59 (incl. hidden track)

Art-Nr.: 6605
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ramblin' kind
Next Time
Breaks my heart
Let me love you
Burn this house down
Strong enough
Broken

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Fogerty, John - comin' down the road ~ the concert at royal albert hall~ dvd [2009]
24. Juni 2008! John Fogerty kehrt nach über 37 Jahren in die alt ehrwürdige Royal Albert Hall von London zurück und spielt mit seiner grandiosen Band ein absolut mitreissendes Konzert! Die Power und Energie, die die Truppe ausstrahlt ist geradezu greifbar! Spielfreude pur! Miit u.a 3 Gitarristen und dem famosen Drummer Kenny Aronoff blasen John Fogerty & Co. zum Rock'n Roll-Frontalangriff auf die Herzen des Publikums und erobern es im Sturm. Die alten Credence-Hits, jede Menge Material seiner Solo-Album, zum Beispiel von "Revival", aber auch bereits ein toller Ausblick auf das country-orientierte "Blue Ridge Rangers rides again"-Projekt zeigen Fogerty in der Live-Form seines Lebens. Enthält zudem das bislang unveröffentlichte, brandneue Stück "Comin' down the road", ein Wahnsinns-Knaller in allerbester alter Credence Clearwater Revival-Manier! Besgeisternd! Die DVD (gut 100 Minuten Spielzeit) ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar!

Die komplette Setlist:

1 Comin' Down the Road
2 Born on the Bayou
3 Lookin' Out My Backdoor
4 Rambunctious Boy
5 Don't You Wish It Was True
6 My Toot Toot
7 Commotion
8 Creedence Song   
9 Ramble Tamble
10 Gunslinger
11 I Will Walk With You
12 Somebody Help Me
13 Broken Down Cowboy
14 Keep on Chooglin'
15 Southern Streamline
16 Blue Ridge Mountain Blues
17 Almost Saturday Night
18 Rock and Roll Girls
19 Down on the Corner
20 Hey Tonight
21 Up Around the Bend   
22 Old Man Down the Road
23 Fortunate Son
24 Travelin' Band   
25 Rockin' All Over the World
26 Proud Mary

Art-Nr.: 6680
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 15,90

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Gloriana - same [2009]
Ausgezeichnetes, vor zwei Jahren in Nashville gegründetes Quartett aus zwei Mädels (Rachel Reinert und Cheyenne Kimball) und zwei Jungs (die beiden Brüder Tim und Mike Gossin), die mit viel Frische und Dynamik exakt den jungen, modernen Country Pop-Sound repräsentieren, der heute in Nashville total angesagt ist. Und das machen sie richtig gut! Kein Wunder also, dass die Debutsingle "Wild at heart" bereits sehr ordentlich in den Charts unterwegs ist, mit klarer Tendenz nach oben. Die Songs stecken samt und sonders voller Hit-Potenzial und sind zumeist, von ein paar wenigen, allerdings überaus gelungenen Balladen abgesehen, ungemein knackig, voller Drive und Power in Szene gesetzt. Zudem sind sie sehr melodisch. Die Musik ist ein gelungenes "Crossover" zwischen mit countrytypischen Instrumenten (Fiddle, Steelguitar, Manoline) durchsetzten Arrangements und rock-poppigem Top 40-Appeal. Das größte Potenzial der Band ist ihr herausragender Gesang (der Lead-Gesang ist teils männlich, teils weiblich), vor allem aber die exzellenten "4-Part Harmonies", die spontan Vergleiche zu den Eagles oder Fleetwood Mac aufkommen lassen. Letztere sind dabei durchaus auch musikalisch eine Referenzgröße, doch im Kern zielt man klar auf die Klientel solcher Kolleginnen und Kollegen wie beispielsweise, Taylor Swift, Kellie Pickler, Lady Antebellum, Little Big Town, mit Abstrichen auch Keith Urban u.s.w.! Unterstützt werden Gloriana, wie sollte es anders sein, von einigen Hochkarätern der "Nashville Studio-Mafia", wie Tom Bukovac, Tim Pierce, Dan Dugmore, Bryan Sutton, Aubrey Haynie und dem grandiosen Drummer Kenny Aronoff. Wie gesagt, Gloriana machen einen klasse Job. Wem der moderne, poppige, mit viel rockiger Dynamik ausgestattete Nashville New Country-Sound gefällt, der wird sehr schnell ein Fan dieses hoch talentierten Vierers werden. Ihre Musik macht einfach Laune. Und sie werden ihren Weg in den Charts machen...

Das komplette Tracklisting:

1 How Far Do You Wanna Go? - 3:49   
2 Wild at Heart - 3:41   
3 The Way It Goes - 3:14   
4 Lead Me On - 4:05   
5 If You're Leavin' - 2:39   
6 You Said - 2:43   
7 Cry on Command - 3:57   
8 Over Me Now? - 3:00   
9 Come and Save Me - 3:35   
10 Even If I Wanted To - 3:54   
11 All the Things That Mean the Most - 3:52   
12 Change Your Mind - 3:45   
13 Time to Let Me Go - 5:02

Art-Nr.: 6495
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Johnson, Jamey - that lonesome song [2008]
Großartiges, neues, überaus persönliches Album (sein zweites nach dem ebenfalls sehr starken "The dollar" aus dem Jahre 2006) des "CMA & ACM Award Winning" Songwriters, der vor allem mit Hits für George Strait und Trace Adkins von sich reden machte. Wunderbare, überaus authentische, traditionelle "real Countrymusic", vorwiegend in einem recht entspannden, dennoch durchaus würzigen, balladesken Rahmen vorgetragen. Johnson verfügt über eine klasse Baritone-Stimme mit einem gewissen "Southern-/Outlaw-drawl", die geradezu perfekt zu den teils recht schicksalsträchtigen Geschichten passt, die er in seiner exzellenten Musik zu erzählen hat. Schon der Beginn des Albums hat wenig mit den heutzutage in Nashville typischen Countrymerkmalen gemeinsam. Man hört das Geräusch von Johnson's Schritten und irgend jemand sagt zu ihm: "Mr. Johnson, Sie sind ein freier Mann und können tun, was immer Sie wollen. Aber machen Sie bloß keinen Ärger mehr". Diese dargestellte, vermeintliche Gefängnis-Entlassung symbolisiert so etwas wie die "Handschellen" des Lebens, die schwierigen Zeiten, die der ex-Marine in den letzten Monaten durchmachen mußte: Verlust des Label-Vertrages, nachdem "The dollar" nach Meinung der Plattenfirma nicht das erhoffte Ergebnis einbrachte, anschlließende Trennung und Scheidung von seiner Ehefrau, Alkoholprobleme! Es brauchte knapp zwei Jahre, bis sich Johnson berappelte und mit neuen Songs aufhorchen ließ. Einen neuen Major-Vertrag bei "Mercury" in der Tasche, arbeitet Johnson nun die Vergangenheit mittels seinens neuen, hervorragenden Werkes "That lonesome song" auf und erhält dazu von seinem Label, was äußerst bemerkenswert ist, alle nur erdenklichen Freiheiten, dies nach seinen eigenen Vorstellungen zu tun. Wie gesagt, das Album ist alles andere als "hip" oder typisch "Nashville-trendy". Nein, Johnson liebt das Traditionelle, das Urige, das Storytelling - und vielleicht ist es gerade das, was nun doch zu den ersten Erfolgen führt. Die herrliche, voller Southern-Flair steckende Ballade "In color" hat die Top 30 der Charts geentert und marschiert kontinuierlich Richtung obere Regionen. Großartig! Ein Indiz, das auch "echte" Countrymusic nicht chancenlos in Nashville ist. "That lonesome song", wie gesagt, vorwiegend im Midtempo- und Balladen-Bereich angesiedelt (Ausnahmen sind das lockere, wunderbare, lässig und staubig vor sich hin groovende "Place out on the ocean" mit seinem klasse E-Gitarren-Picking und dem feinen, machmal gar an Russell Smith und die Amazing Rhythm Aces erinnernden Southern-Country-Feeling, sowie das an den typischen Outlaw-Country der "Honky Tonk Heroes" erinnernde "Women") ist vollgepackt mit großartigen, nachdenklichen, textlich exzellent in Szene gesetzten Geschichten über tragische Schicksale, Trennungen, Drogen und Einsamkeit, die Johnson zuweilen recht ähnlich dem jungen Kris Kristofferson vorträgt (z.B. "High cost of living" - wenn er hier Passagen singt wie "the high cost of living ain't nothing like the cost of living high" und "my wife was my best friend, but I traded that for cocaine and a whore", so ist das alles andere als glamouröser Nashville-Stoff), mit reinen, erdigen, wundervollen, Steelguitar-getränkten Balladen (z.B. das herrliche "Angel") und prächtigem, voller Waylon-Flair steckendem, reinem Outlaw-Country (z.B. "The door is always open" - ein prächtiges Remake dieses tollen Waylon Jennings-/Dickey Lee-Klassikers). Das letzte der 14 großartigen Lieder des Albums (üppige 56 1/2 Minuten Spielzeit) hat den Titel "Between Jenninmgs and Jones" - und genau das in etwa ist auch die Richtung, der man Jamey Johnson's Musik zuordnen muß. Eben irgendwo zwischen Waylon Jennings und George Jones - dazu noch die Inspiration eines Kris Kristofferson und sein im Blut liegendes Southern-Flair! Ein prächtiges, sehr niveauvolles Album, das sich wohlwollend von Nashville's "Standard-Ware" abhebt. Geradezu ein Glücksgriff für die heutige Countrymusic!

Die Tracklist:

1 Released - 0:38   
2 High Cost of Living - 5:45   
3 Angel - 4:28   
4 Place out on the Ocean - 4:02   
5 Mowin' Down the Roses - 4:21   
6 The Door Is Always Open - 3:35   
7 Mary Go Round - 4:52   
8 In Color - 4:50   
9 The Last Cowboy - 4:16   
10 That Lonesome Song - 4:01   
11 Dreaming My Dreams - 4:12   
12 Women - 3:27   
13 Stars in Alabama - 3:45   
14 Between Jennings and Jones - 4:11

Art-Nr.: 5924
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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