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Halfway To Hazard - same [2007]
Halfway To Hazard sind ein super-starkes, neues New Country-Duo, das zunächst (im Jahre 2006) die Fans als Support der gigantischen "Soul2Soul"-Tour von Tim McGraw und Faith Hill mit ihren prächtigen Performances (glänzender Gesang, großartiges Gitarrenspiel) begeisterte. Hill und McGraw waren dermaßen angetan von den Beiden, dass es nicht lange dauerte, bis die entsprechenden "Fäden" gezogen waren. Mittlerweile besitzen sie einen Major-Deal und präsentieren nun mit der gleichnamigen CD ihr Debütalbum - eine bärenstarke, kraftvolle, knackige, "Rock-influenced" New Country-Scheibe voller Dynamik und Frische, folgerichtig produziert von Tim McGraw und Byron Gallimore. Sämtlichen bis dato erworbenen Vorschusslorbeeren werden sie nicht nur voll und ganz gerecht, sie übertreffen sie noch! Halfway To Hazard sind David Tolliver und Chad Warrix, zwei langjährige Freunde, die beide aus zwei unterschiedlichen kleinen Nestern in der Umgebung von Hazard, Kentucky stammen. Immer wieder trafen sie sich "auf halbem Weg" nach Hazard, wenn sie auszogen, dort ihre Freizeit zu verbringen und die vielen Live-Clubs zu besuchen. Seit frühester Jugend waren sie Musik-verrückt und spielten in diversen Bands. Unabhängig voneinander gingen beide Ende der Neunziger nach Nashville, trafen sich dort wieder und begannen gemeinsam durch die örtlichen Country- und Rock-Clubs zu tingeln. Ihre großartigen Auftrutte erzeugten in der Szene schnell eine erhöhte Aufmerksamkeit - bis sie schließlich für die oben erwähnte "Soul2Soul"-Tour des Superstar-Ehepaares McGraw/Hill verpflichtet wurden. Beide verfügen über hervorragende Stimmen (dennoch übernimmt David zumeist den Lead-Gesang), spielen, wie bereits erwähnt, klasse Gitarre, haben auf ihrer ersten Scheibe (bis auf zwei Ausnahmen) sämtliche Songs mit diversen, arrivierten Co-Autoren (z. B. Bobby Pinson, Anthony Smith, Rivers Rutherford) selbst komponiert und genießen die natürlich major-übliche, prominente Unterstützung der ersten Nashville Studio-Riege (u.a. Tom Bukovac, Dan Dugmore, Greg Morrow, Shannon Forrest, Tony Harrell, Jonathan Yudkin, Glenn Worf). Das Ergebnis ist einfach klasse! Toller, knackiger New Country mit rockig betonter Note und großartigen Melodien. Los geht’s mit dem furiosen "Countrified", einer "Hammer-Nummer" aus der Feder von Jeffrey Steele und Kip Raines, den Steele auch vor geraumer Zeit für sein eigenes Album "Outlaw" als Opener verwendete. "Wüste" Slide-Attacken, ein ähnlich rotzfrecher Gesang, so wie ein ordentlich abgehendes, "modernes", forsches Arrangement messen sich problemlos auf Augenhöhe mit dem starken Steele-Original. Ein Klasse-Auftakt! Die folgenden Songs verlaufen in den Strophen meist zunächst etwas entspannter, nehmen dann mit dem Refrains, in denen Tolliver und Warrix so richtig aus sich herausgehen, mächtig Fahrt auf. Gespickt sind sie mit vielen kleinen instrumentellen Feinheiten (schöne Steel, würzige E-Gitarre, Orgel, Fiddle), die von den Studiokönnern (überragend E-Gitarrist Tom Bukovac) sehr wirkungsvoll eingebracht werden. So wird beispielsweise die wunderbare, schwungvolle Single "Daisy" von einer tollen Banjo-Begleitung geprägt. Aufgrund der Songstrukturen und hohen Stimmvariabilität der beiden Protagonisten assoziiert man im weiteren Verlauf vom Flair her diverse Kollegen, die von Keith Urban (bei "Cold"), über Montgomery Gentry (bei "I’m Tired"), Forty5South (bei "Devil And The Cross") bis hin zu Billy Ray Cyrus (beim etwas moderater gehaltenen "Die By My Own Hand") oder auch dem Pep von Sugarland reichen. Southern-Countryrock pur gibt es dann beim herzhaften "Country 'Til The Day We Die"! Hier fallen spontan Songs wie Jason Aldean's "Hicktown" oder Chris Cagle’s "Country By The Grace Of God" als Vergleichsmuster ein. Dazu gibt es tolle Lead-Vocals, irgendwo in der Mitte zwischen Johnny Van Zant und Jeffrey Steele, die von sogenannten Crowd-Gesängen unterstützt werden. Skynyrd-mäßig gar das folgende "Got Back Up", ein starker "Southern-Stampfer" mit prächtiger E-Gitarre, Orgel und dezenten Fiddle-Einsätzen. Beim emotionalen "Burn It Down" setzt die glänzend aufgelegte Background-Sängerin Joanna Cotton weitere southern-typische Akzente. Noch eine ganz starke Nummer! Auffallend ist, dass die Jungs auch in ihren Texten zuweilen bemüht sind, sich wohltuend vom großen Teil der Szene abzuheben. Dies gipfelt beispielsweise beim rockigen Country Abschluß-Feger "Welcome to Nashville" in der schonungslosen Abrechnung mit den Gesetzmäßigkeiten rund um "Music City", mit denen sie sich allerdings wohl oder übel in Zukunft ebenfalls arrangieren werden müssen. So kann man den beiden nur wünschen, dass sie, trotz des zu erwartenden Erfolgsdrucks, weiterhin ihren Maximen treu bleiben. Mit den Produzenten Tim McGraw und Byron Gallimore, die die Leine bisher äußerst locker gelassen haben, scheint sich das Paar jedenfalls optimal zu ergänzen. David Tolliver und Chad Warrix, alias Halfway To Hazard, werden ihren Weg gehen, da sind wir sicher! Herzerfrischender, knackiger, satter, angerockter New Country voller großartiger Melodik auf der Höhe der Zeit! Tolles Album! Sehr starke Konkurrenz für die bisher den Ton angebenden Duos wie Brooks & Dunn, Sugarland oder Montgomery Gentry, wie auch für die gesamte Nashville New Country-Klientel im Allgemeinen! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5202
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

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Hough, Julianne - same [2008]
Prima Debut der knapp 20-jährigen, aus Salt Lake City stammenden, bildhübschen Blondine, die bislang vor allem damit beschäftigt war ihre Karriere als professionelle Tänzerin voranzutreiben. Große Lorbeeren erntete sie diesbezüglich bereits, nachdem sie in den USA nun schon zweimal den medienträchtigen "Dancing with the stars"-Wettbewerb gewonnen hat, was ihr jede Menge TV-Auftritte und Kontakte zu wichtigen Persönlichkeiten der Branche bescherte. So fungierte sie kürzlich unter anderem als Co-Choreographin eines Musikvideos der Pop-Ikone Gwen Stefani. Alles weitere ging wie von selbst. Die Tür zur Musikkarriere steht ihr offen. Julianne Hough, die schon immer ein Faible für die Countrymusic hatte, probiert es also genau in diesem Bereich, und es scheint, als sei das genau das richtige für sie. Rein äußerlich, wie auch musikalisch und stimmlich ein wenig an Faith Hill erinnernd, beschreitet sie in etwa das Terrain moderner Mainstream Country-/Contemporary Country-/Country-Pop-Kolleginnen wie Carrie Underwood, Taylor Swift oder Kellie Pickler - und das gelingt ihr vorzüglich. Julianne, im Sommer 2008 übrigens mit Brad Paisley als dessen Support Act auf US-Tournee, verfügt über eine phantastische, klare, kräftige Stimme, die sie äußerst variabel und mit genauso viel Gefühl wie Intensität einsetzt. Was dieses Persönchen zuweilen aus ihrem Organ herausholt, ist beachtlich. Das geschickt ausgewählte, sehr gut verdauliche und eingängige, von renommierten Nashville-Songwritern wie beispielsweise Craig Wiseman, Hillary Lindsey, Jim Collins, David Malloy (der auch produzierte) und Rebecca Lynn Howard verfasste Songmaterial ist überwiegend knackig und schön "saftig" in Szene gesetzt. Vielschichtige Gitarren aller Art, auch mal ein schön fettes E-Gitarren-Solo, hervorragend integrierte Keyboards und vereinzelte, ein feines Countryflair verbreitende Fiddle-, Banjo- und Steelguitar-Klänge bestimmen das Geschehen. Die Sound ist satt, aber nie zu überladen! Es versteht sich von selbst, dass zur musikalischen Unterstützung Hough's die erste Garde von Nashville's "Studio-Mafia" angetreten ist. Zu den Höhepunkten zählen unter anderem der erfrischende, von wunderbar sommerlicher Rhythmik mit klasse Percussion, schönen Gitarren und dezenten Fiddle- und Steel-Fills geprägte Opener "That song in my head" (würziges E-Gitarren-Solo), der großartig ins Ohr gehende Midtempo-"Sing along"-Country-Pop-Song "You you you" mit seiner schönen E-Gitarren- und Fiddle-Begleitung (unterstützt von feinen Mandolinen-Klängen), die flotte, sehr knackige, melodische New Country Uptempo-Nummer "My Hallelujah song", die von herrlicher Steelguitar und klasse Gitarren begleitete, kraftvolle Pracht-Ballade "Jimmy Ray McGee", oder auch das leicht "angerockte", poppige, in bester Shania Twain-Manier vorgetragene, dynamische "Hello"! Das Album steckt voller potenzieller Hits, die das Zeug dazu haben die Charts in Nashville zu stürmen. Ein Tanz-Star ist Julianne bereits - und die Chancen auch ein Country(pop)star zu werden stehen mit diesem gelungenen Debut wahrlich nicht schlecht. Die Voraussetzungen dazu hat sie ohne jede Frage!

Art-Nr.: 5732
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Infamous Stringdusters - things that fly [2010]
Was für großartige Musiker! Newgrass, Bluegrass, Acoustic Country, Jamgrass, Acoustic Americana - wie immer man es bezeichnen mag - in jedem Fall legen die Infamous Stringdusters aus Nashville mit "Things that fly" ein fantastisches, drittes Album vor. Ein amerikanischer Kritiker bezeichnet sie als "The Seldom Scene of the new decade", AMG sagt "they balance a fluency in old-timey bluegrass with indie jamgrass sensibilities" und das renommierte "No Depression"-Magazin attestiert "There’s a power to this sextet’s progressive acoustic and bluegrass sounds that leans into the listener like a poke in the chest". Recht haben sie alle, doch es unterstreicht nur annähernd die aussergewöhnlichen Fähigkeiten dieses exzellenten Sextetts, deren Vielseitigkeit, musikalische Abenteuerlust und Kreativität keine Grenzen zu kennen scheint. Und dennoch bleibt alles durchdacht, wird immenser Wert auf das Songwriting und Melodik gelegt. Die Stringdusters (Travis Book - Bass, Jesse Cobb - Mandoline, Andy Falco -Gitarre und Keyboards, Jeremy Garrett - Fiddle, Andy Hall - Dobro, Chris Pandolfi - Banjo) sind eine Art "Supergroup" von jungen Bluegrass-Virtuosen, die alle schon große Erfahrung in den Bands solcher Musiker wie beispielsweise Earl Scruggs, Bobby Osborne oder Dolly Parton gesammelt haben. Seit ihrer Gründung sind Fans und Kritiker gleichermassen begeistert, was sich auch bereits in überaus bedeutungsvollen Auszeichnungen niederschlug (u.a. 3 Awards von der "International Bluegrass Music Association"). Die Band gilt einerseits als sehr traditionell verwurzelt, andererseits als überaus innovativ und progressiv. Die Basis ist klassischer Bluegrass, doch ihre Musik offenbart immer mal wieder einen Draht zum Roots- und Americana-Terrain, ebenso wie zur Philossophie großer Rock- und Jam-Bands, was vor allen Dingen bei ihren famosen und gefeierten Live-Shows deutlich wird. Doch auch im Studio ist dieses Feeling und dieser Spirit greifbar. Bestes Beispiel dafür ist eine grandiose Coverversion von U2's "In God's country" (aus derem essentiellen "Joshua tree"-Album), dessen Seele sie überaus authentisch in ihre vollkommen eigenständige Bluegrass-Version transportieren, wobei sie traditionelle Banjo-, Mandolinen- und Dobro-Klänge mit einem leicht psychedelischen Flair verbinden. Höchst interessant beispielsweise auch, wenn ein mit klassischen Bluegrass-Instrumenten vorgetragener Song plötzlich durch den Klang einer wundervollen Hammond Orgel in nicht unbedingt zu erwartende Sphären eintaucht, wie bei der ruhigen, entspannten, hinreissenden "Grass-Folk-Americana-Rock"-Nummer "All the same". Herrlich! Überhaupt überzeugt die Truppe mit ganz wunderbaren Melodien. Doch nicht nur das, sie strotzen nur so vor Frische und Vitalität, ohne dabei je in einen Geschwindigkeitsrausch zu verfallen. Alles wirkt ungemein kraftvoll, voller Energie, voller Spielfreude, aber eben auch bestens strukturiert. Messerscharfe und glasklar abgestimmte Instrumentierung ist genauso selbstverständlich wie ihre ebenso starken gesanglichen Fähigkeiten (man verfügt über 3 hervorragende Lead-Sänger). Eingespielt wurde das Album übrigens in Dave Matthews' "Haunted Hollow Studios" in Charlottesville, Virginia. Produziert hat ein wahrer Zauberer an den Reglern, nämlich Gary Paczosa (u.a. Nickel Creek, Dixie Chicks, Tim O'Brien). Zu den weiteren Highlights eines von vorn bis hinten hochklassigen Albums zählen beispielsweise das famose "You can't stop the changes" (im Grunde eine total traditionelle Bluegrass-/Acoustic Country-Nummer in einem klasse Midtempo, die aber durch geschicktes Einstreuen einiger progressiver, retro-poppiger-Tupfer in einem ungemein modernen, jungen Licht erstrahlt - tolle Dobro-/Fiddle-/Mandolinen-Gitarren-Begleitung, saustarkes Mandolinen- und Gitarrensolo im Break), das mit einer wundervollen Melodie ins Ohr fliessende "It'll be alright" (warm, locker, flockig, frisch, lebendig, ausgestattet mit einer ungemein harmonischen Instrumentierung aus Banjo, Fiddle, Gitarre, Dobro und Mandoline), die in einem geradezu epischen, psychedelischen Finale endende, großartige Newgrass-/Folk-Ballade "Masquerade", oder auch die herrliche Bluegrass-/Classic Acoustic Country-Nummer "17 cents", bei der Gaststar Dierks Bentley zusammen mit "Stringduster" Jeremy Garrett zum Duett antritt. Einfach wunderbar! "Things that fly" untermauert eindrucksvoll, dass die Infamous Stringdusters zum absolut Besten zählen, was die amerikanische Bluegrass-/Acoustic Country-/Acoustic Americana-Szene im Moment zu bieten hat. Akustische Musik, wie sie spannender kaum präsentiert werden kann. Meisterlich! Abschließend ein weiteres Zitat eines U.S.-Fans, dem nichts mehr hinzuzufügen ist: "This is wonderful, rich new bluegrass which is true to its roots but fresh and vital. Really fantastic".

Das komplette Tracklisting:

1 You Can't Stop the Changes - 3:55   
2 In God's Country - 2:52   
3 All the Same - 4:49   
4 Magic #9 - 3:25   
5 Those Who've Gone On - 3:13   
6 It'll Be Alright - 3:21   
7 Masquerade - 5:12   
8 Taking a Chance on the Truth - 3:28   
9 Toy Rockets - :47   
10 Love One Another - 4:01   
11 17 Cents - 2:40   
12 Not Tonight - 3:43   
13 The Deputy - 4:09

Art-Nr.: 6911
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
You can't stop the changes
In God's country
All the same
It'll be alright
Masquerade
17 cents

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Ingram, Jack - big dreams and high hopes [2009]
Der ja schon seit langen Jahren in Texas wie ein Star gefeierte, großartige, charismatische Singer/Songwriter Jack Ingram, mit "Wherever you are" und "Love you" bereits zwei "Number One-Singles" und der Academy of Country Music-Auszeichnung "2008 Top New Male Vocalist Of The Year" im Rücken, kommt mit einem neuen Album, dem nunmehr dritten für das "Big Machine"-Label des großen "Nashville-Gurus" Scott Barchetta. Es ist, wie von Ingram schon zu Independent-Zeiten gewohnt, wieder ein Pracht-Teil geworden. Das ist exzellenter, knackiger, teils schön rockiger New Country auf der Höhe der Zeit mit einem Jack Ingram in absoluter Top-Form! Die Songs klingen, das ist logisch, zwar mittlerweile etwas mehr nach Nashville, aber seine staubige und erdige, von unzähligen Live-Shows in allen nur erdenklichen Roadhouses, Honky Tonks und Dancehalls Texas' geprägten "Red Dirt"-/Singer/Songwriter-Wurzeln aus der Vergangenheit merkt man ihm noch immer deutlich an. Und das ist gut so! Das von vorn bis hinten erstklassige Songmaterial steckt voller Kraft, voller Druck, voller herrlich satter E-Gitarren und "pounding drums", aber auch, wie man das schon immer von ihm kennt, voller ganz wunderbarer Melodien, die sich tief in unseren Gehörgängen festsetzen. Das bedeutet, dass sowohl die Freunde des rockigen Nashville New Country, als auch die Liebhaber texanischer "Red Dirt"-Klänge, zum Beispiel ala Chris Knight, Radney Foster (der hat im übrigen 2 Tracks mitkomponiert und tritt bei einigen Nummern auch als Produzent in Erscheinung) und Wade Bowen, voll auf ihre Kosten kommen. Das komplette Album ist schlichtweg ein Hit! Apropos Hit: Der bärenstarke, von satten E-Gitarren-Riffs (inkl. eines flammenden Solos), feinen Mandolinen-Fills, sowie druckvollen, antreibenden Drums bestimmte, traumhaft melodische Countryrocker "Barefoot and crazy" ist Ingram's "latest and career fastest-chart-climbing song", der mit Riesen-Schritten Richtung Spitze der Billboard Country-Singles-Charts marschiert (vielleicht seine nächste Nummer 1). Zu recht, denn das "Ding" ist eine wahre, rockin' New Country-Pracht! Jack Ingram trifft auf seinem neuen Album mit geradezu traumwandlerischer Sicherheit den schmalen Grat zwischen nahezu sicherem kommerziellem Erfolg in Nashville und seinen unverbrauchten, texanischen "Red Dirt"- und Americana-behafteten Singer/Songwriter-Roots. Das gelingt nur ganz wenigen, exzellenten Musikern - eben Leuten, wie einem Jack Ingram! Der Mann weis ganz genau, was er will, verfügt über aussergewöhnliche musikalische Klasse, ist ein Perfektionist. So sollte "Big dreams" eigentlich, die Freigabe des Labels war erteilt, schon viel früher in diesem Jahr erscheinen, doch Ingram war nicht hundertprozentig zufrieden, bemängelte noch die ein oder andere Nuance und stoppte das Vorhaben. Es ging zurück ins Studio, einiges wurde nochmal nachgebessert und jetzt ist die Scheibe, mit dem vollen Segen des Protagonisten, endlich draussen. Gleich der Opener ist ein richtiger "Knaller": Klasse Drive, eine tolle Melodie, die sich voller Frische in unseren Ohren einnistet, dynamische, zündende Gitarren, herrliche Mandolinen-Ergänzungen, ein leichtes, unterschwelliges Keith Urban-Flair - "Free" ist einfach eine klasse New Country-Nummer. Mit dem knackigen, von starken E-Gitarren, großartiger Orgel-Begleitung und "heulenden" Steelguitar-Linien, die sich prächtig in das rockige Gesamtbild einfügen, geprägten "That's a man" legt Ingram auch schon den nächsten "Knüller" nach, der auch als eine kraftvolle "Red Dirt"-Ausgabe von Brooks & Dunn durchgehen würde. Absolut traditionsverwurzelter, ungemein knackiger, melodischer "real" New Country vom Allerfeinsten! Eher an frühere Tage erinnert dann die wunderschöne, genauso rootsig wie glasklar in Szene gesetzte Ballade "Seeing stars", für die Ingram die unwiderstehliche Patty Griffin als Duett-Partnerin gewinnen konnte. Sein großartiger "gritty, raw" Gesangstil verträgt sich hervorragend mit dem der "angelic-voiced" Patty Griffin. So reiht sich an großartiger Song an den anderen und das Niveau bleibt bis zum Ende gleichbleibend hoch. Erwähnenswert vielleicht noch die Neuaufnahme seines alten Fan Favorites "Barby doll", das er unter Zuhilfenahme des mächtig grölenden "The Little Big Lost Beat Up Ford Funky Times Freedom Choir's", bestehend aus "Vorsänger" Dierks Bentley, Little Big Town, The Lost Trailers, Randy Houser, James Otto, Jedd Hughes und Blu Sanders, zu einem zeitgemässen, Energie geladenen, ausgelassenen, Party-tauglichen Roadhouse-Feger aufpeppt, und die fantastische, autobiographisch ausgerichtete Ballade "Big dreams & high hopes" (das Titelstück), die nahezu ausschließlich von ihrer tollen Melodie und Ingram's makellosem, kraftvollem Gesang lebt. "I'm proud of this album like crazy," sagt Jack Ingram über sein neues Werk, und das darf er auch wirklich sein. Zuletzt spielte er eine ausgedehnte U.S.-Tour im Vorprogramm von Superstar Toby Keith. Wenn er diese Qualität hält, wird es nicht mehr lange dauern, bis er seine eigene, groß angelegte "Headliner"-Tour startet. Das neue Werk jedenfalls dürfte eine Menge dazu beitragen. Großer Applaus der New Country-Welt für ein ganz starkes "Big dreams & high hopes"-Album!

Das komplette Tracklisting:

1 Free - 3:06   
2 Barefoot and Crazy - 3:31   
3 That's a Man - 3:57   
4 Seeing Stars - 3:54   
5 Not Giving Up on Me - 4:01   
6 Barbie Doll - 3:56   
7 Big Dreams & High Hopes - 3:52   
8 Heartache - 4:27   
9 Man in Your Life - 3:35   
10 King of Wasted Time - 3:39   
11 In the Corner - 4:54

Art-Nr.: 6529
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Jackson, Alan - freight train [2010]
Nach exakt zwei Jahren nun des neue Album des Country-Superstars! Es ist wieder "pure Country" vom Allerfeinsten - in bekannter Alan Jackson Tradition, und doch so wunderbar erfrischend. Er ist und bleibt das Maß aller Dinge in Nashville's Traditionalisten-Riege. Klasse!

Die komplette Songliste:

1 Hard Hat and a Hammer - 2:50   
2 Every Now and Then - 3:49   
3 After 17 - 3:52   
4 It's Just That Way - 3:26   
5 Freight Train - 4:41   
6 Taillights Blue - 3:47   
7 I Could Get Used to This Lovin' Thing - 3:21   
8 Till the End - 3:04   
9 That's Where I Belong - 3:51   
10 Big Green Eyes - 3:30   
11 True Love Is a Golden Ring - 3:35   
12 The Best Keeps Getting Better - 3:44

Art-Nr.: 6842
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Kozelsky, Darren - let your mind fly [2006]
Die Anhänger des "Red Dirt-Music-Movements" dürfen sich freuen, mit Newcomer Darren Kozelsky ist eine weitere, hoch talenierte Attraktion am Start, die die "Texas Music-Charts" bereits ordentlich durcheinander wirbelt. Wir freuen uns jedenfalls sehr, Darren's Debüt von 2006, "Let Your Mind Fly", endlich präsentieren zu können - es lohnt sich ungemein! Kozelski spielt eine herrlich knackige, erfrischende und in einem schön "saftigen" Sound (vorwiegend Gitarren) arrangierte, sehr melodische New Country-Musik, die zum einen durchaus traditionelle Basiselemente aufweist, auf der anderen Seite aber durch diese typische "Red Dirt"-Mentalität bestimmt wird, wie man sie eben nur aus der Gegend um Texas und Oklahoma her kennt. Man wähnt sich irgednwo an der Schnittstelle zwischen The Great Divide, deren einstiger Kopf Mike McClure (jetzt Mike McClure Band) das Werk prächtig produzierte, und Leuten wie Dierks Bentley, Blake Shelton, Pat Green oder einem frühen, noch Country-orientierterem Chris Knight als heute. McClure ist im übrigen weit über seine Produzentenfunktion hinaus an dem Werk beteilgt, so beim Songwriting (6 Lieder stammen aus seiner Feder, bzw. hat er mitkomponiert), wie auch mit seinem vorzüglichen Gitarrenspiel und Background-Gesang! Dazu gesellt sich an Musikern nahezu alles, was in Texas Rang und Namen hat, wie z. B. Steelguitar-Guru Lloyd Maines (auch am Dobro), Tom Skinner am Bass, Eric Hansen am Schlagzeug, Reckless Kelly-Member Cody Braun (Harmonica, Fiddle), Riley Osbourne (Piano, B3-Organ), Gitarrero Travis Linville und mit Amanda Braun und Jamie Wilson zwei richtig starke Sängerinnen, die bei etlichen Stücken wunderbare Harmony Vocals einfließen lassen. Weitere "Prominenz" begegnet einem sogar beim "Engineering" mit den Größen Adam Odor und John Silva, abgemischt und gemastered hat kein geringerer als Joe Hardy (u. a. Laidlaw / ZZ Top)! Alles praktisch Traumvoraussetzungen für ein großartiges Album - und der Debutant nutzt seine Chance ohne jeden Abstrich! Kozelsky erledigt seinen Gesangsjob mit beeindruckender Ruhe und Abgeklärtheit. Seine kraftvolle Stimmlage im überaus angenehmen Baritonbereich passt vorzüglich zu den entworfenen Songstrukturen. Bei drei Stücken, die mit zu den Highlights des Albums gezählt werden dürfen, hat er zudem selbst kompositorisch Hand angelegt: "Messed Up In Love" ein lockerer, aber sehr knackiger, bestens zum Cabrio-Cruisen geeigneter Countryrocker mit tollem Akustik-/E-Gitarren-Rhytmus, satten E-Gitarren-Fills, schönen, weiblichen Harmonies und einem starken E-Solo am Ende, das Steel-getränkte "Loving You" im Stile der Django Walker Band und mit "Why Do I Dream" eine emotionale, relaxte und supermelodische Ballade die gar an Nashville-Leute der Marke Trace Adkins zu erinnern scheinen. Vorzüglich dabei das Harmonieren von Steelguitar und Piano. Klasse! Der blonde Sänger mit Surferstatur gibt bei allen Tracks einfach eine äußerst gute Figur ab. Sehr stark natürlich auch die Nummern, die Mike McClure sehr abwechslungsreich hat einfließen lassen: So zum Beispiel der traumhafte Opener "Cool Grass" in seinem tollen Country &Western-Flair (wimmernde Steelguitar, herrliche Melodie), das stark an The Great Divide erinnernde "Name On Her Wing, das von Lloyd Maines mit seinem Dobro blendend akzentuierte "Other Side Of Morning", das furiose, southern-rockige, mit Haudegen Tom Skinner ausgeklügelte "Down Into Black", bei dem man sich wahrer Slide-Attacken erwehren muss (absolutes Highlight), oder die mit dezent mexikanischem Touch versehenen "Love Lays Before You" und "Standing In A Moment" (wobei einem sogar Namen wie Blake Shelton als Vergleichsgröß einfallen). Dazu gibt es mit der Neuauflage des alten Merle-Haggard-Klassikers "Running Kind" (der Refrain bohrt sich regelrecht im Ohr fest) und dem voller Westcoast-Feeling steckenden "Restless Spirits" (Darren singt hier wie der junge Glenn Frey) aus der Feder von Red-Dirt-Recke Bob Childers noch ein wenig hochklassiges "Nostalgie-Feeling". Am Ende ertönt als Zusatz-Bonbon noch ein trockener, acoustic-based "Hidden-Track", der eindeutig Kozelsky's Ambitionen im Singer/Songwriter-Bereich untermauert. Fazit: "Let your mind fly" ist einfach ein klasse Album geworden, das durchweg großartigen, abwechslungsreichen, knackigen und erfrischenden "Red Dirt"-New Country bietet, dem man sich kaum entziehen kann. Und so liess letztlich kein Geringerer als Wade Bowen angesichts dieses Debüts seiner Begeisterung freien Lauf, indem er feststellte: "Darren has one of the best debut albums of any artist I have heard from in this scene. His powerful voice and remarkable character will take him extremely far. I see and hear a person determined to achieve success and I have no doubt he will”. Von unserer Seite her ebenfalls klar unterschrieben! Ein toller Bursche, dieser Kozelsky! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4755
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Cool grass
Messed up in love
Mind over matter
Down into black
Restless spirits
Standing in a moment

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Lambert, Miranda - revolution [2009]
Miranda Lambert knüpft, ohne auch nur den kleinsten Hauch einer Schwäche, an die Top-Leistungen ihrer beiden vergangenen Alben an. Sie ist das beste, was Nashville in der jüngeren Vergangenheit in Sachen weiblicher Countrymusic passieren konnte. Fast könnte man den Albumtitel wörtlich nehmen, scheint es doch so, als wolle sie die Musik der Countrydamen in Nashville tatsächlich "revolutinieren". Wie dem auch sei, das Album ist in jedem Fall ein absolutes "Knüller"-Teil. Besser, erfrischender, abwechslungsreicher, peppiger und kompetenter kann man junge, knackige, kraftvolle, mal richtig rotzig freche, dann wieder ungemein gefühlvolle, von herrlichen Melodien durchzogene, auf fantastisches Songmaterial aufbauende (Miranda hat erneut nahezu alle Songs selbst komponiert), moderne, und doch so traditionell verankerte Countrymusic nicht präsentieren. Überaus beeindruckend!

Das komplette Tracklisting:

1 White Liar - 4:48   
2 Only Prettier - 3:09   
3 Dead Flowers - 4:01   
4 Me and Your Cigarettes - 2:24   
5 Maintain the Pain - 2:17   
6 Airstream Song - 2:48   
7 Makin' Plans - 3:49   
8 Time to Get a Gun - 3:55   
9 Somewhere Trouble Don't Go - 3:23   
10 The House That Built Me - 3:56   
11 Love Song - 2:49   
12 Heart Like Mine - 2:58   
13 Sin for a Sin - 3:28   
14 That's the Way That the World Goes 'Round - 3:27   
15 Virginia Bluebell - 3:46

Art-Nr.: 6566
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Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Lambert, Miranda - revolution: live by candlelight [2010]
Sehr schöne Live-DVD der zur Zeit überaus erfolgreichen Miranda Lambert. Aufgenommen bei behaglichem Kerzenlicht in einer sehr intimen Studioatmosphäre in Nashville, präsentiert sie, nur begleitet von ihrem Gitarristen Scotty Wray und Bassist Adon Bubock, 5 Songs von ihrem großartigen "Revolution"-Album und eine Nummer von "Kerosene" - und zwar alle in einem wundervollen. akustischen Gewand. Toll, wie entspannt solche Heuler wie beispielsweise "White liar" klingen können. Sehr schön auch die kleinen Geschichtchen, die sie zu jedem Song zu erzählen hat. Eine großartige Perfromance! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Player abspielbar!

Die Songs:

1 White Liar - 4:40   
2 Dead Flowers - 5:06   
3 The House That Built Me - 5:22   
4 Love Song - 3:53   
5 Heart Like Mine - 3:41   
6 Love is Looking For You - 4:25

Art-Nr.: 7142
Gruppe: Musik || Sparte: Country
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Love And Theft - world wide open [2009]
Drei in Nashville ansässige junge Männer, Brian Bandas, Eric Gunderson und Stephen Barker Liles, bilden das hoch talentierte Country-Trio Love And Theft, das in den Staaten in der jüngeren Vergangenheit vor allen Dingen durch ihre großartigen Live-Shows im Vorprogramm von Taylor Swift, mit der sie kreuz und quer duch die Lande zogen, auf sich aufmerksam machte. Ganze Scharen von Fans waren die Folge, die den jungen Burschen fast mehr zujubelten als der total angesagten, jungen Countrypop-Queen. Hört man ihr Debut, weis man warum: Prima Songmaterial (sämtliche Songs sind von mindestens einem der Gruppenmitglieder mitkomponiert worden), ihre vorzüglichen Lead-Stimmen (jeder übernimmt mal den Lead-Gesang) und vor allen Dingen der prächtige, immer wieder zentral eingesetzte, Harmonie-Gesang aller drei sind ihre großen Trümpfe. Vom musikalischen her geht's klar in Richtung modernem, angesagtem und zeitgemäßem Nashville New Country/Country-Pop auf der Schiene Little Big Town, Rascal Flatts, Gloriana, Lady Antebellum & Co., wobei die Countryinstrumentierung mit u.a. Fiddle, Steel, Banjo und Mandoline doch recht deutlich zum Vorschein kommt und die Bezüge zu den Traditionen klassischer Harmoniegesangs-Ikonen wie Crosby, Stills, Nash & Young oder den Eagles in den "Chorusses" stets präsent sind. Das Material besteht aus einer ausgewogenen Mischung von knackigen Uptempo-Nummern, feinen Midtempo-Tracks und der ein oder anderen schönen Ballade. Die Songs stecken voller eingängiger Melodien, vor allem auch in den Refrains, sind von leicht verdaulicher, sehr angenehmer Konsistenz und versprühen ein leichtes, sonniges, schön locker flockiges Westcoast-Flair. Da sollte der ein oder andere Hit schon abfallen, wie ja auch mit der Debutsingle ""Runaway" bereits geschehen, die in den Billboard-Charts sehr ordentlich unterwegs ist. "World wide open" ist ein prima Debut! Und wer weiss, vielleicht steht ihnen mit diesem Debut ja tatsächlich die weite (Erfolgs)Welt des New Country-Pops offen...

Das komplette Tracklisting:

1 World Wide Open - 3:27   
2 Runaway - 3:50   
3 Dancing in Circles - 3:07   
4 It's Up to You - 3:19   
5 You to Miss - 4:04   
6 Can't Go Back - 3:31   
7 Don't Wake Me - 3:23   
8 Freedom - 3:36   
9 Slow Down - 3:37   
10 Me Without You - 3:41   
11 Drowning - 4:22

Art-Nr.: 6530
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Runaway
Dancing in circles
It's up to you
Can't go back
Freedom

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Loveless, Patty - mountain soul II [2009]
Mit "Mountain soul II" kommt der lang erwartete, legitime Nachfolger zu Patty Loveless' hoch angesehenem, großartigem 2001er Bluegrass-Werk "Mountain soul" - und wieder liefert die aus Pikeville/Kentucky stammende, fantastische Sängerin ein famoses Werk ab. Das ist genaus die Musik, mit der Patty aufgewachsen ist: Inspirierter, wunderschöner "Acoustic Country/Bluegrass from the heart", der Loveless' ganz natürliche Kentucky-Roots "like a breath of fresh air" rüberbringt. Ihre kristallklare, kraftvolle, reine Country-Stimme und die Bluegrass-Arrangements bilden eine geradezu traumhafte Synthese. Zudem ist das Songmaterial (neben einer Eigenkomposition von Patty mit Gatte Emory Gordy jr., der natürlich auch wieder produzierte, finden sich herrliche Songs von u.a. Harlan Howard, Susanna Clark & Rodney Crowell, Tony Arata, Karen Staley, Jon Randall und Barbara Keith) von Allerfeinsten und die begleitenden Musiker (u.a. Rob Ickes, Bryan Sutton, Carl Jackson, Mike Auldridge, Stuart Duncan, Al Perkins, Del McCoury, Ronnie McCoury, Emory Gordy jr., Rebecca Lynn Howard, Deanie Richardson) sind absolute Weltklasse. Die Musik ist durch und durch traditionell. Liebhaber akustischer, reiner Countrymusic werden genauso begeistert sein, wie die Anhänger des Bluegrass, wenngleich sich Loveless zu keiner Minute, und das ist auch gut so, in "überdrehten" Highspeed-Nummern verliert. Zumeist ist ein ruhiges, entspanntes Ambiente angesagt und die vereinzelten, flotten Nummern bestechen ebenfalls mit einer wunderbaren Lockerheit. Herrliche Bajos, Fiddles, Dobros, Mandolinen und akustische Gitarren bestimmen die Szenerie, zu denen sich auch mal eine im Hintergrund fast verlorene E-Gitarre, und/oder eine wimmernde Steel gesellen. Gesanglich wird Patty unterstützt von solchen Hochkarätern wie Jon Randall, Vince Gill, Rebecca Lynn Howard, Ronnie McCoury und der großen Emmylou Harris. Ein absoluter Traum beispielsweise ist die hinreissend schöne, melodische, das Album abschliessende Ballade "Diamond in my crown" (geschrieben von Emmylou Harris und Paul Kennerley), die Patty zusammen mit Emmylou vorträgt, lediglich begleitet von einem einsamen Harmonium. Welch eine gesangliche Bravourleistung, was für eine Melodie, welch eine Ausstrahlung. Das bedeutet Gänsehaut pur! "Mountain soul II" ist ein wunderschönes Album geworden und unterstreicht einmal mehr auf beeindruckende Art und Weise die ganze Klasse und das immense Standing von Patty Loveless in der gesamten Countryszene. Eine großartige Künstlerin mit einer weiteren, gar nicht hoch genug zu würdigenden, grandiosen Leistung!

Die komplette Songliste:

1 Busted - 3:25   
2 Fools Thin Air - 3:24   
3 A Handful of Dust - 3:05   
4 Half Over You - 3:25   
5 Prisoner's Tears - 3:56   
6 Working on a Building - 2:52   
7 Friends in Gloryland - 1:25   
8 (We Are All) Children of Abraham - 2:24   
9 Big Chance - 2:53   
10 When the Last Curtain Falls - 3:49   
11 Blue Memories - 2:47   
12 You Burned the Bridge - 4:19   
13 Bramble and the Rose - 2:54   
14 Feelings of Love - 3:15   
15 Diamond in My Crown - 2:45

Art-Nr.: 6565
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Fools thin air
A handful of dust
Prisoner's tears
Big chance
You burned the bridge
Diamond in my crown

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Manassas - pieces [2009]
Wieder einmal eine sehr schöne, und wie bei diesem Label üblich, liebevoll aufgemachte Veröffentlichung von "Rhino": Diesmal ist man die Archive von Stephen Stills und seiner 1971 gegründeten, allerdings nicht allzu lang lebigen Formation Manassas (mit u.a. Chris Hillman und Al Perkins) durchgegangen. Herausgekommen ist das feine, historisch wertvolle "Pieces" mit rarem und bislang unveröffentlichtem Material. Tolle Sache!

Hier der offizielle Text von "Rhino" zur Veröffentlichung:

Stephen Stills has influenced generations with his powerful voice, songwriting artistry, and passionate guitar playing, both as a solo artist and as a member of Buffalo Springfield, Crosby, Stills, Nash and Young, and Manassas. Rhino reveals a snapshots of Stills' early days with the release of Manassas PIECES, a 15-song collection of unreleased recordings from sessions for both of the band’s albums. After recording his second solo album, Stills formed Manassas in 1971 with a talented group of musicians that included Chris Hillman, a former member of the Byrds and The Flying Burrito Brothers. Manassas released two albums, 1972's eponymous double-album debut and the 1973 follow-up, Down The Road. MANASSAS - PIECES features alternate versions of two songs from Down The Road: "Do You Remember The Americans" and "Lies" (featuring guitarist Joe Walsh). The collection also includes the legendary group's unreleased performances of "Sugar Babe" and "Word Game," a pair of songs Stills recorded in 1971 for his second solo album. The remaining tracks include "Like A Fox," a song recorded with blues guitarist Bonnie Raitt on background vocals and the Latin-tinged "Tan Sola Y Triste" (Spanish for 'So Alone and Sad').

Das komplette Tracklisting:

1 Witching Hour - 5:12   
2 Sugar Babe - 4:19   
3 Lies - 3:07   
4 My Love Is a Gentle Thing - 1:23   
5 Like a Fox - 2:58   
6 Word Game - 1:35   
7 Tan Sola y Triste - 1:23   
8 Fit to Be Tied - 3:49   
9 Love and Satisfy - 1:57   
10 High and Dry - 5:52   
11 Panhandle Rag - 1:57   
12 Uncle Pen - 1:52   
13 Do You Remember the Americans - 1:49   
14 Dim Lights, Thick Smoke (And Loud, Loud Music) - 2:16   
15 I Am My Brother - 3:24

Art-Nr.: 6582
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Marks, Miko - it feels good [2007]
Der Blick auf das Cover von Miko Marks' zweiter CD "It Feels Good" ist für den Countryfan vielleicht nicht gerade alltäglich: Eine afroamerikanische, hübsche, überaus sympathisch lächelnde, junge Dame mit hellem Stroh-Cowboyhut, einer gleichfarbigen Akustik-Gitarre in der Hand, vor karibisch anmutendem, türkis-farbigem Meereswasser! Doch wer hier spontan auf Karibik-Musik mit einem ordentlichen "Hula-Hula"-Flair spekuliert, ist komplett auf dem Holzweg! Nein, die aus Flint, Michigan stammende, hoch talentierte Sängerin und Songwriterin hat sich mit vollem Herzen, wie auch schon bei ihrem hoch gelobten Erstling (Nominierung zum "Female Vocalist of the Year" durch die "Indie-World Nashville"; Siegerin des "Best New Country Artist 2006"-Award, gewählt vom "New Music Weekly Magazine"; Gewinnerin des "Country Album of the Year" beim "Independent Music Award", mit u.a. Wynonna und Patty Loveless als Juroren) dem durchaus traditionell verwurzelten, sehr erfrischenden, sonnigen, Country und New Country verschrieben, den sie mit viel Hingabe, positiver Energie und jeder Menge "Soul" in der Stimme (der Vegleich zu Wynonna ist gar nicht fern...) sehr gekonnt präsentiert! Das Mädel hat zweifellos richtig Klasse! Die Produktion (verantwortlich dafür zeichnet der mit allen Wassern gewaschene Ron Cornelius, u.a. schon aktiv für Willie Nelson, Bob Dylan, Confederate Railroad...) ist glasklar, knackig und trotz der traditionellen Basis, absolut zeitgemäß und modern. Die Sings sind einfach grioßartig und stecken voller Hit-Potenziel! Unterstützt wird sie von einer ganzen Anzahl Musikern aus der Elite der Nashville Studio-Cracks, wie beispielsweise Buddy Hyatt (Keys), Jim Hyatt (Bass), Bruce Watson (Banjo), Jeff King, Brent Mason (Electric guitar), Paul Franklin (Steel guitar), Eddie Bayers, Wayne Killius (Drums), Larry Franklin (Fiddle) und Tammy Pierce (Background Vocals), die sich alle mächtig für die Newcomerin ins Zeug legen. Die Countryfreunde bekommen zehn wunderschön instrumentierte Tracks geboten, wobei zwei Klasse-Songs ("Broken Heart" - schöner, melodischer Midtempo New Country, mit dezent rauchiger Stimme dargeboten und das fantastische, frisch und fröhlich groovende, Westcoast-sonnige, wunderbar ins Ohr gehende "Double Dog Cheater") von Miko selbst komponiert wurden, was ihre Ambitionen als talentierte Songwriterin glänzend untermauert. Beim herrlichen Opener "It Feels Good" fühlt man sich, wie es der Titel so passend vermuten lässt, sofort pudelwohl. Der Song glänzt durch gut gelauntes Musizieren mit countrytypischer Untermalung durch Banjo- und E- und Akustikgitarren, schönen Mandolinenzupfern und einem prächtigen Fiddle-/E-Gitarren-Duell durch die Herren Paul Franklin und Brent Mason. Das garantiert oberste Spielklasse! "Locked & Loaded" verfügt sogar über ein dezentes Southern-Feeling. Miko erinnert mit frech-kratziger Stimme an Damen wie eine Dale Krantz, Bonnie Raiit & Co., klasse auch die Backs einer Tammy Pierce, die bei recht vielen Stücken mit toll harmonierenden "Ooohs" hervorragende Unterstützung gewährt. Am Ende des Liedes brilliert dann Jeff King mit filigranem Stratocaster-Spiel. Sehr stark auch die wundervolle, melodische, reine, glasklar instrumentierte Country-Ballade "9 years pushin' 30"! Ein weiterer Höhepunkt ist sicher auch das gut abgehende "The Son My Daddy Never Had", das recht soulig/bluesig, aber auch voller purer Country-Traditionen steckend, präsentiert wird. Das Stratocaster-Intro erinnert ein wenig an gute alte Diamond Rio-Darbietungen, beim Gesang röhrt Miko voller Inbrunst im Stile einer Wynonna, und verleiht dem Stück einen schön bissigen Touch. Als Zusatzbonbon gibt es eine herrlich eingepasste Dreier-Soli-Kombi aus Fiddle/Steel- und E-Gitarre. Nach zwei weiteren, sehr gelungenen Balladen bekommt man am Ende mit "So Much Love" noch einmal einen knackig liebevoll, in der Tradition vieler berühmter, weiblicher Country-Ikonen der Marke Dolly Parton, Tammy Wynette, Trisha Yearwood, etc. in Szene gesetzten, melodischen Midtempo-Countrysong geboten, wobei mit glasklarem Piano, "pfeifendemr" Orgel, Fiddle, Steel-, Akustik- und E-Gitarren nochmals alle "Branchen-üblichen" Register gezogen werden. Ein toller Abschluß! Mit “It Feels Good“ hat Miko Marks Ihre Leistung im Vergleich zum Debüt noch einmal stark verbessert. Das ist toller, ehrlich dargebotener Country/New Country, der geradezu dazu prädestiniert erscheint, mit Vehemenz in die Charts von Nashville einzudringen. Möge ihr das "Countryradio" die Chance dazu geben! Verdient hätte sie es und die Klasse dazu hat sie allemal! Um es mit dem Albumtitel auszudrücken: Fühlt sich wirklich gut an, diese tolle Musik von Miko Marks! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5605
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 5,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
It feels good
Locked & loaded
9 years pushin' 30
Double dog cheater
The son my daddy never had
That wall's too high to climb

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McBride, Martina - eleven [2011]
Martina's elftes Album, schlicht "Eleven" betitelt, zeigt sie in bestechender Form. Es ist ihr erstes Album auf dem neuen Label "Republic Nashville", das sie als so etwas wie ein Neuanfang verstanden haben möchte. Das trifft insofern auch zu, als dass sie sich musikalisch mehr öffnet als je zuvor und mit einer spürbaren Frische und unerschütterlichen Inspiration an die Sache heran geht (das ist für einen Superstar mit solchen Erfolgen alles andere als selbstverständlich), auf der anderen Seite aber, und auch das ist ein riesen Kompliment, vom Songmaterial genau diese Qualität abliefert, die die Fans schon seit Jahren von ihr gewohnt sind. Martina McBride zählt zu den ganz großen Künstlern des Genres, die hier einen glanzvollen Bogen von ausgefeilter Contemporary Countrymusic über R & B, elegante Balladen, sogar mal etwas Funkiges, bis hin zu feinsten Adult Contemporary Pop/Rock spannt. Wundervoll! Martina McBride, diese begnadete Sängerin, in ihrem Element. Enthält im übrigen eine tolle Neueinspielung des von der "CMT Crossroads"-DVD bekannten, mit der Rockband Train performten Songs "Marry me". Auch hier ist Train's Pat Monahan als Duettpartner mit dabei. "Eleven" bedeutet nicht mehr und nicht weniger als ein neuer Meilenstein in Martina's glanzvoller Karriere.

Hier noch ein Original U.S.-Review:

Eleven is aptly titled: it's Martina McBride's 11th album, contains 11 songs, and is her debut for Republic Nashville. McBride co-wrote over half the album and co-produced it with Byron Gallimore. Her husband, John McBride, engineered, mixed, and offered excellent creative advice. "I'm Gonna Love You Through It," the album's well-known single, deals with surviving the ordeal of breast cancer. It's a socially conscious anthem of the type that McBride has recorded throughout her career, and although it's typically inspiring and beautifully performed, it doesn't really reflect the album as a whole; "One Night," the celebratory opening number with ringing electric guitars, fat drums, and her soaring voice, is a stellar pop/rock jaunt and offers a real clue. "Marry Me," a cover of a Train song, features their lead vocalist (and the song's author) Pat Monahan in a guest duet that shifts the song's meaning from a lone lover's question to a couple's affirmation. "Always Be This Way," with its acoustic guitars, Wurlitzer, and ukulele, has a reggae backbeat carrying an irresistible hook; its natural groove is tight. "Broken Umbrella" is retro, with a Wurlitzer, horns, and a hip, old-school drum sound; it could have been sung by Dusty Springfield. "You Can Get Your Lovin' Right Here" is a strutting, funky, sultry tune with horns and a beautiful B-3 line underscoring its nod to Southern soul inside a pop arrangement. "Watcha Gonna Do" feels like McBride is fronting with a country band backed by Booker T. & the MG's. Its midtempo, deeply emotional groove underscores the protagonist's independence and backbone in telling her lover to step up his game or leave. "Teenage Daughters," the second single, is a nod to contemporary country radio but cracks open and rocks hard from the middle on out. "Summer of Love" will appeal to country audiences, but it's actually a skillfully performed pop song. "When You Love a Sinner" is the only actual country song on the album; it acknowledges McBride's roots without nostalgia or pandering. "Long Distance Lullaby" is a gorgeously arranged, string-laden ballad about loneliness, experienced as physical distance between the road-traveling protagonist and her family. Eleven is an extremely classy record by a stellar vocalist and capable songwriter. It proves McBride has plenty to offer an entirely new audience, and showcases her transition from country singer to skillful performer of elegant, hooky, adult contemporary, pop/rock music. Eleven is a new beginning for, not a summation of, McBride's career. (Thom Jurek, AMG/Rovi)

Die komplette Tracklist:

1. One Night 4:15
2. Always Be This Way 3:26
3. I'm Gonna Love You Through It 3:49
4. Marry Me 3:46
5. Broken Umbrella 3:17
6. You Can Get Your Lovin' Right here 3:47
7. Whatcha Gonna Do 3:58
8. Teenage Daughters 4:08
9. Summer of Love 4:21
10. When You Love A Sinner 2:57
11. Long Distrance Lullaby 2:49

Art-Nr.: 7592
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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McClure Band, Mike - halfway out of the woods [2010]
Der (im absolut positiven Sinne) "verrückte" Mike McClure und seine grandiose Truppe, inkl. dem "heimlichen", vierten Bandmitglied, dem legendären Multi-Instrumentalisten und Produzenten Joe Hardy (u.a. ZZ Top, Georgia Satellites, Steve Earle), kommt mit seinem 3. Album in 14 Monaten - und es ist wieder ein absoluter Knaller! Was für eine Schlagzahl an Veröffentlichungen. Sollte auch nur im Ansatz der Verdacht aufkommen, McClure gingen irgendwann die Ideen aus, die zu einem kleinen muikalischen Durchhäger führen könnten - weit gefehlt! "Halfway out of the woods" besticht mit immenser Abwechslung. Die auch als Produzent immens gefragte "Red Dirt"-Institution (z. B. Cross Canadian Ragweed, Whiskey Myers, Willie Stradlin und zuletzt die saustarken Turnpike Troubadours) und seine Freunde, der famose Bassist Tom Skinner (besticht einmal mehr mit packenden, "thunderous Basslines") und der ebenso strake, teils so herrlich "krachend" agierende Drummer Eric Hansen) verdeutlichen in beeindruckender Art und Weise, was moderne "Red Dirt"-Magie bedeutet: Das ist packender, kraftvoller, eine immense Spannung aufbauender, überaus knackiger, satter und vielseitiger, rauer "Red Dirt" Rootsrock/Countryrock, intensiv, druckvoll und direkt vorgetragen, und dennonch von einer wunderbaren Lockerheit durchzogen. Jeder Song ist abermals geprägt von der bekannt faszinierenden, typischen McClure'schen Melodik und Mike's einzigartigem, unwiderstehlichen Gesang. Grundsätzlich schliesst das Album nahtlos an die beiden Vorgänger "Onion" und "Zero dark thirty" an, wobei die Songs hier insgesamt nicht ganz so gewaltig rocken. Dennoch spürt man die pulsirende, fetzige Energie, die die Mike McClure Band n jede Nummer steckt, aber eben, wie gesagt, zuweilen auch eine herrliche Lockerheit. Die Klasse der Songs ist durch und durch auf dem gleichen Niveau wie bei den beiden Vorgängern und auch den früheren Werken, fällt nicht im geringsten ab. Manche McClure-Fans behaupten gar, es sei das beste Album der Band seit "Foam". Wie dem auch sei, es gibt einfach keine Schwachstellen. Ein Album der Mike McClure Band ist eben immer spannend. Stellvertretend seien als Highlights beispielsweise der kraftvolle, knallige, satte, herrlich melodische Midtempo Roots-/Countryrocker "Ezekiel's wheel" (grandioser, elektrisierender Bass von Skinner, klasse Gitarrenarbeit von McClure und wunderbar groovende Percussion), der "heisse", etwas jazzig und bluesig angehauchte, swampige, southern-fried Rootsrocker "Bumming around" mit seinen prächtig integrierten Bläsersätzen und der großartigen, sumpfigen Slide (hat irgendwie etwas von einem texanischen Van Morrison), das locker und sehr melodisch dahin groovende, in einem tollen (Baritone)Gitarren-Gewand steckende "Everything you know" (ein Hauch von "Ghost Town"-Flair), der urige, mit exzellenter Mandolinen-/Dobro- und Akkordeon-Instrumentierung in Szene gesetzte Country-Stomper "Into the blue", oder auch das leicht psychedelisch angehauchte, satt rockende "Don't take it away" genannt. Die CD kommt diesmal in einem einfachen Papp-Sleeve in alter LP Cover-Optik. Ist sehr simpel und könnte sicher ein wenig aufwendiger gestaltet sein, doch das ist wirklich auch der einzige Kritikpunkt, den man anbringen könnte. Und der ist ob der grandiosen Musik klar zu vernachlässigen. Dieser allgegenwärtige "Red Dirt"-Stratege und seine Band sind nach wie vor in absoluter Bestform! Das nächste, bärenstarke Teil der Mike McClure Band!

Das komplette Tracklisting:

1. Hide From the Sun 3:01
2. Ezekiel's Wheel 3:29   
3. Bumming Around 4:14
4. I'd Have to be Crazy 3:27   
5. Everything You Know 3:44
6. Love is Revenge 4:12
7. Into the Blue 3:08
8. I Know Who I Am 4:26
9. Halfway Out 3:34
10. Don't Take it Away 4:10

Art-Nr.: 7146
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ezekiel's wheel
Bumming around
Everything you know
Love is revenge
Into the blue
Halfway out

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McClure Band, Mike - onion [2009]
Wahnsinn! Schon wieder ein neues Mike McClure-Teil, wird der ein oder andere vielleicht etwas vorschnell urteilen. Doch Leute, davon kann man ja gar nicht genug bekommen. McClure (Gitarre, Gesang) und seine beiden Mitstreiter Eric Hansen (Drums) und Tom Skinner (Bass) rocken sich in einen neuen "Red Dirt-Rausch", in ein neues "All Time High"! "Onion" ist eine "Granate", ein "Kracher", ein "Killer"-Album! Das neue Werk bedeutet die nunmehr bereits dritte Zusammenarbeit mit dem legendären Produzenten Joe Hardy (u.a. ZZ Top) und kommt von seiner musikalischen Konsistenz wohl dem 2006 erschienenen "Foam" am nächsten. Das heisst, es rockt gewaltig! Fett, vor Kraft nur so strotzend, voller Dynamik, Intensität und Wucht "jagt" uns die Mike McClure Band einen famosen Track nach dem anderen um die Ohren, um uns gleichzietig mit geardezu faszinierender Melodik in ihren Bann zu ziehen und nicht mehr loszulassen. Wuchtige, voluminöse, powernde Drums, regelrecht unter Starkstrom stehende, vibrierende Basslinien und ganze Ladungen glühender, massiver E-Gitarren-Riffs, -Licks, und -Läufe paaren sich mit hinreißenden Melodien. Auffällig ist die begnadete Bass-Arbeit von Tom Skinner, der mit seinem genauso variablen wie mächtigen, elektrisierenden, prägnanten Spiel in eine neue Dimension vorzustossen scheint, die wahrlich nicht alltäglich ist. Aber auch Drummer Eric Hansen spielt wie der Teufel, und McClure ist eh ein Genie. Der charismatische, mit einer so unverwechselbaren, großartigen, etwas heiseren, staubigen Stimme gesegnete Singer/Songwriter, Gitarrist, ex-Frontmann und Kopf der Oklahoma-Countryrock-Truppe "The Great Divide", einigen vielleicht "lediglich" als Produzent der "Red Dirt"-Vorzeige-Formation Cross Canadian Ragweed und vieler anderer Genre-Kollegen wie Whiskey Myers, Tyler McCumber Band, Willie Stradlin, der Tommy Gallagher Band und vielen mehr bekannt, zeigt hier erneut auf beeindruckende Art und Weise, dass ihm offensichtlich die Ideen niemals ausgehen. Sein Songwriting und die musikalische Umsetzung ist pure Magie. Laute, fast schon mit einem gewissen "Hardrock-Approach" ausgestattete, druckvolle Rocker, die richtig die Muskeln spielen lassen, dabei aber, wie gesagt, von einer wundervollen Melodik gekennzeichnet sind, werden immer mal wieder von einem tollen, knackigen, klassischen Countryrocker unterbrochen, der ebenfalls unwiderstehlich in unseren Gehörgängen versinkt. Wie ein krachender, laut hallender Donner knallt uns Eric Hansen's Schlagzeug entgegen, begleitet von kompromisslosen, dreckigen, straighten, "in your face"-Gitarrenriffs - das ist die wuchtige Eröffnung des grandiosen Openers "Crash land". Nach ein paar prägnanten "Schlägen" setzt auch schon Mike McClure mit seinem unwiderstehlichen Gesang ein und verwandelt, angetrieben von dem höllischen Bass-Spiel Tom Skinner's, diese Nummer gleichzeitig in einen geradezu traumhaft melodischen "Red Dirt"-/Roots-Rocker. Tolle Harmonie-Gesänge (auch bei den meisten anderen Tracks) im Refrain, glühende Gitarren überall. Ein Hammer-Auftakt, der uns in Ehrfurcht erstarren lässt und ein packender Beweis dafür, warum McClure als so etwas wie der "godfather" der jungen, modernen "Red Dirt"-Bewegung in Texas und Oklahoma gilt. Nachfolgend gibt's ein weiteres Highlight nach dem nächsten! Beispielsweise der von fetten E-Gitarren umsäumte, riffige "Red Dirt"-Knaller "Perfect night", der wunderschöne, von vielschichtigen Gitarren und feiner Orgeluntermalung bestimmte, satte Countryrocker "Gonna be hard" (eine herrliche Verbindung von den alten, klassischen Retro-Anlagen der Byrds bis hin zur modernen "Red Dirt"-Philosophie), das brachial rockende, fast schon punkige, mächtig abgehende "Deviants", der knackige, wieder so wunderbar melodische Countryrocker "Find it in you", der knochige, harte, erneut ungemein viel Energie freisetzende, von purer Gitarren-Glut bestimmte (hört sich an, als wären 3 Gitarristen am Werk), bluesige, toll groovende Texas-/Southern-Rocker "Light on my hands" (würde auch prächtig ins Repertoire von Gov't Mule passen - tolles Gitarrensolo am Schluß, mit krachendem, abruptem Ende), der furiose, wie eine Mischung aus Cross Canadian Ragweed und The Great Divide dahin fegende, southern- und country-infizierte Roots-/Americana-/"Red Dirt"-Rocker "The funeral", oder die großartige, etwas lockerere Countryrock-Nummer "Warm inside", die McClur im Duett mit Steve Ripley (The Tractors) vorträgt. Gitarren-Rocker, Southern Rocker, Rootsrocker, Americana Rocker und Countryrocker - niemand kann sich dieserm gnadenlos starken Teil entziehen. "Onion" ist "hard-rocking" Texas "Red Dirt"-Stoff, der bei so manchem Konsumeten gar wundersame Dinge zu bewirken scheint. So berichten texanische Fans von mysteriösen Geschehnissen rund um den Genuss von "Onion": "I know this sounds crazy. I am a bald man. I listened to 'Onion' last night and woke up with a head full of hair" berichtet einer. Ein anderer behauptet: "My wife is 92 years old and last night she listened to 'Onion'. Now she is pregnant with twins". Verrückt! Doch wie dem auch sei, die Magie von "Onion" steht ausser Zweifel. Diese "Zwiebel" hat die Wirkung einer Droge!

Das komplette Tracklisting:

1. Crash Land (4.21)
2. Perfect Night (3.06)
3. Gonna Be Hard (3.24)
4. Deviants (2.56)
5. Find It In You (3.34)
6. Light on my Hands (3.31)
7. Nowhere Woman (3.37)
8. Pumped Up Charlie (3.27)
9. Warm Inside (5.00)
10. The Funeral (3.56)
11. Highways (3.12)

Art-Nr.: 6527
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Crash land
Gonna be hard
Find it in you
Light on my hands
Pumped up Charlie
Warm inside
The funeral

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