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Allen, Jeff - raised on gettin' by [2009]
Stark! Dynamischer, ungemein knackiger, ja schon fetziger, noch von jeglicherr "Nashville-Politur" befreiter, herrlich zwangloser, Energie geladener, rockin' Country/New Country voller "Schmackes", der sowohl die Traditionalisten, als auch die "jungen Wilden" des Genres vollends begeistern wird! Und wo kommt so ein Kerl her? Natürlich aus Texas! Jeff Allen stammt aus einer musikbegeisterten Familie, aus Canton/TX. Mit 15 Jahren brachte er sich das Gitarre spielen selbst bei. Von dort an verfolgte er stetig sein Ziel, einmal als Musiker auf der Bühne zu stehen und die Leute zu begeistern "In ten years, I’d love to still be on tour full-time and have a few songs on the radio. I just want to make a living writing and playing the music I love", war seine damalige Intension. Der Erfolg gibt ihm recht. Bereits ohne Album gelang es ihm, im Vorprogramm von solch klangvollen Namen wie u.a. Emerson Drive, Reba McEntire, Randy Travis, Vince Gill, Little Big Town und Big & Rich aufzutreten. Mit seinem nun vorliegenden, prächtigen, bei dem kleinen Independent Label Savvy Recordings erschienenen Debüt "Raised On Gettin’ By, das er zur Zeit in ganz Texas promoted, dürfte er seinem Lebenstraum nun ein ganzes Stück näher gekommen sein. Ein tolles Teil , das noch voller spürbarem Idealismus und Elan steckt, und frei von allen Zwängen, munter und ungeschliffen drauflos rockt, dabei aber zu keiner Zeit die "real Country"-Pfade verlässt.. Die musikalische Performance ist einfach klasse. Allen hat eine tolle Country-Stimme, die aber auch hervorragend für rockige Sachen geeignet ist. Er und die hervorragenden Musiker sind prächtig aufeinander abgestimmt. Manchmal köännte man meinen, Allen spielt einen wunderbar "rotzigen" Mix aus den Elementen solcher Leute wie Brooks & Dunn, Eric Church, Jake Owen, aber auch Gary Allan und Brad Paisley, vermischt mit dem Texas-Flair solcher "Lonestar"-Ikonen wie Pat Green und Jack Ingram, und seinen eigenen Ideen. Und alles passt klasse zusammen! Allen hat acht von zwölf Stücken selbst komponiert und präsentiert sich als ein mit bereits allen (New Country-)Wassern gewaschener, aber gleichzeitig noch sehr hungriger, junger Musiker. Die Songs (produziert von Kevin Savigar und Brian Kolb), zumwiest umgeben von einem Gewand aus satten Gitarren, überzeugen auf ganzer Linie. Bereits das zum Einstieg gebrachte, sehr traditionell fundamentierte, großartige "Watching You", mit herrlich lässigem Gesang Allen's, quietschender Fiddle und exzellenter Gitarrenarbeit, rockt in allerbester Brooks & Dunn-Manier, ebenso wie das baumstarke, kraftvolle und dynamische Titelstück "Raised On Getting By" (krachende, rhythmische Drums, schön integrierte Orgel-Klänge, "saftige" E-Gitarren, tolle Melodie)! Ein echter Knaller! Bei den balladeskeren, immer och ungemein kraftvollen Stücken, wie zum Beispiel der Killer-Nummer "Can’t Trust Myself" (fetziges, zündendes E-Gitarren-Solo, großartige Steelguitar-Unterstützung, wundervolle Melodie) und solch klasse Nummern wie "Anyway", "You’ve Gotta Stop This" und "Still Gonna Wait For You", bewegt sich Allen in geschmackvollen Sphären zwischen Gary Allan, Brian McComas und dem jungen Keith Urban zu seiner weniger Mainstream-orientierten The Ranch-Zeit. Das mächtig rockende, riffige, kernige "Mighty Mississippi" und auch "Hurt Me" werden dann mit einem ordentlichen Schuß Southern Rock-Groove serviert. Für den Gute Laune-Pegel seiner Live-Konzerte dürften "Drive Me To Drink" und "Honkytonk Saturday Night" (mit fettem E-Gitarren-Solo und großartigem, hintergründigem Saloon Piano-Geklimper) das richtige Elixier sein. Hier geht mächtig die (traditionelle) Post ab, und auch die Besucher der texanischen Roadhouses und Honky Tonks landauf, landab, dürften hier ausgelassen in Stimmung kommen. Gleiches gilt ebenfalls für das abschließende, etwas spirituelle "Me And Jesus", ein alter Tom T. Hall-Song, den Jeff seinem verstorbenen Großvater widmet. Kommt in einer tollen, lockeren, dennoch durchaus knackigen, grassig angehauchten, traditionellen Version mit klasse Fiddle-, Mandolinen- und Banjo-Klängen, sowie fulminantem, quick lebendigem E-Gitarren-Picking..Ein wenig schade, dass die wirklich stark aufspielenden Musiker, die einen tollen Job erledigen, im recht spärlichen 1-Blatt-"Booklet" nicht aufgeführt wurden. Dies bleibt allerdings der einzige, kleine Wermutstropfen und muß bei der Klasse dieses Albums einfach in den Hintergrund geschoben werden. "Raised On Gettin’ By" zeigt mit Jegff Allen einen jungen, bislang nahezu unbekannten (New)Country-Musiker, in dem eine Menge beeindruckendes Potential zu stecken scheint. Dieses Debut ist jedenfalls ein "Hit"! Die Urbans, Brooks & Dunns und Paisleys dieser Welt haben auch irgendwann mal "klein" angefangen, um eines Tages den verdienten Ruhm zu ernten. Jeff Allen hat ohne Zweifel das Zeug dazu, es ihnen nachzumachen. Der erste Schritt ist getan! Eine ganz starke Vorstellung des jungen Texaners! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Watching You (3.25)
2 Can’t Trust Myself (4.15)
3 Raised On Getting By (3.05)
4 Anyway (3.36)
5 Drive Me To Drink (3.20)
6 You’ve Gotta Stop This (3.18)
7 Mighty Mississippi (2.34)
8 Still Gonna Wait For You (3.49)
9 Running Out Of Ways (3.31)
10 Honkytonk Saturday Night (3.24)
11 Hurt Me (3.20)
12 Me And Jesus (3.20)

Art-Nr.: 6515
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Watching you
Can't trust myself
Raised on getting by
Anyway
Mighty Mississippi
Honky Tonk Satirday Night
Me and Jesus

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Allman Brothers Band, The - seven turns [1990]
Review von AMG:

The Allman Brothers Band's comeback album, and their best blues-based outing since Idlewild South that restored a lot of their reputation. With Tom Dowd running the session, and the group free to make the music they wanted to, they ended up producing this bold, rock-hard album, made up mostly of songs by Dickey Betts (with contributions by new keyboardman Johnny Neel and lead guitarist Warren Haynes), almost every one of them a winner. Apart from the rippling opening number, "Good Clean Fun," which he co-authored, Gregg Allman's contribution is limited to singing and the organ, but the band seem more confident than ever, ripping through numbers like "Low Down Dirty Mean," "Shine It On," and "Let Me Ride" like they were inventing blues-rock here, and the Ornette Coleman-inspired "True Gravity" is their best instrumental since "Jessica." ~ Bruce Eder, Rovi

Die komplette Tracklist:

1 Good Clean Fun - 5:09   
2 Let Me Ride - 4:36   
3 Low Down Dirty Mean - 5:30   
4 Shine It On - 4:51   
5 Loaded Dice - 3:29   
6 Seven Turns - 5:05   
7 Gambler's Roll - 6:44   
8 True Gravity - 7:58   
9 It Ain't over Yet - 4:54

Art-Nr.: 7232
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

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Ashton, Gwyn - two-man blues army [2009]
Der Albumtitel ist Programm: Das australische "Gitarren-Monster" Gwyn Ashton und sein kongenialer Partner, Drummer Dave Small, blasen zur ultimativen Attacke! Nur zu zweit rühren die beiden ein gnadenloses, mächtug Druck aufbauendes, raubeiniges, direkt ins Blut gehendes, intensives, krachendes Blues-/Bluesrock-Gebräu an, das seine Wirkung wahrlich nicht verfehlt. Es ist wie eine hypnotische, musikalische Droge! Rau, dreckig, laut, robust und wild gehen die beiden zu Werke, und dennoch steckt das vorzügliche Songmaterial voller großartiger Strukturen. Vor allem aber wird es umgesetzt von zwei herausragenden Musikern, zwei exzellenten Handwerkern. Gwyn Ashton ist ein mit allen Wassern gewaschener Gitarrist, ein wahrer Teufel an den 6 Saiten, der jedes noch so verrückte Riff, jede noch so abgefahrene Hookline, jeden noch so magischen Trick beherrscht wie aus dem "Eff-Eff". Dieser Bursche kennt mit seiner massiven Gitarren-Präsenz keinerlei Verwandten, ebenso wie Schlagwerker Dave Small, der sich die Seele aus dem Leib trommelt. Und sie haben stets das gewisse Blues-Feeling, den Spirit und das Feuer, das es braucht, um den Zuhörer gnadenlos in ihren Bann zu ziehen. Ashton dreht zuweilen auf, als wolle er sein Instrument bei voll aufgedrehten Amps ungespitzt in den Boden rammen. Alles virbriert, die Gitarre "brüllt" regelrecht. Pure Elektrizität! Dennoch bleibt das Zeug prima hängen, geht hin und wieder gar richtig ins Ohr. "Melodische" Refrains treffen auf wahnwitzige, die Saiten nach allen Regeln der Kunst verbiegende Gitarrensoli. Mississippi Swamp-Blues, Southern Blues, Texas-Blues, Seventies British-Blues, Classic Boogie-Blues-Rock - sie haben alles drauf! Nach dem fulminanten Instrumental-Opener "Meltdown at the hoo", einem tierischen, "high-octane" Texas-Bluesrocker, der gleich wie ein alles aus dem Weg räumender Orkan aus den Lautsprechern bläst, folgt das raue, Riff-betonte, großartige "Break", ein prächtiger, druckvoller Bluesrock-Kracher mit einem tollen Groove und erstklassigen Gitarrenlinien. Bleibt bestens hängen! Spuren der Stones treffen auf Stevie Ray Vaughan und Hendrix, ohne das Ashton auch nur im geringsten seine eigene Identität verliert. Seine alle Dämme brechenden Soli erwecken den Eindruck eines direkt aus Eurer Garage startenden Düsenjets. Was für ein massiver, kontrollierter Gitarren-Lärm! Baumstark! Relativ lässig und locker, aber dennoch sehr kraftvoll und ausgestattet mit herrlich swampiger Slide rocken die beiden anschließend durch den wunderbaren "Million Dollar Blues". Wirkt wieder sehr rau und ungezwungen, aber auch durchaus eingängig. Es folgt eine überaus inspirierte Fassung von Robert Johnson's "Cross Road Blues" mit geradezu hypnotischen, sumpfigen Gitarrenlinien und ultra-dreckigem Gesang. Packend! Wie auch das verrückte "Mad dog", ein höllischer, derber Voll-Tempo Swamp-Blues-Boogie, bei dem sich die beiden in einen wahren Rausch zu spielen scheinen. Hier geht wirklich die Post ab. Ashton's Finger müssen bluten. Irre! Dieser sowohl den Musikern als auch dem Zuhörer alles abverlangende "Overdrive" wird mit dem folgenden, großartigen "All over now" ein wenig heruntergefahren, wenngleich hier noch immer eine ordentliche Power freigesetzt wird. Das ist feinster, erdiger Retro Blues-/Bluesrock, der während der Strophen und des Refrains prima ins Ohr geht, mit Ashton's Gitarrensolo aber wieder eine tiefe, raue und laute Furche durch die vermeintliche Harmonie zieht. So geht das mit einer tollen Nummer nach der anderen weiter, ohne das die beiden ihr sehr hohes Niveau einbüßen. Völlig "abgefahren" beispielsweise noch der jammige Slow-Blues "Ain't nobody's fool", bei dem Ashton geschickt zwischen ganz leisen und gewaltig laut scheppernden Phasen hin und her balanciert und seinem Instrument die verrücktesten Töne und Laute entlockt, ohne dabei jedoch auch nur eine Sekunde lang den roten Faden zu verlieren. Diese "Two-man Blues Army" hat eingestöpselt und "schießt aus allen Rohren". Bärenstarker, fulminanter Blues/Bluesrock - unbehandelt, wild, durch und durch ehrlich - mit der Spontanität und Energie einer Live-Performance. Was die beiden zelebrieren, ist im wahrsten Sinne des Wortes, eine Wucht!

Das komplette Tracklisting:

1. Meltdown at the hoo 2:28   
2. Break 4:23   
3. Million dollar Blues 5:26   
4. Cross road Blues 5:34   
5. Mad dog 3:28   
6. All over now 3:31   
7. Outside woman Blues 4:20   
8. Junior got a blade 3:50   
9. False accusations 2:46   
10. Ain't nobody's fool 7:04   
11. One way ticket to the Blues 8:30   
12. Million dollar Blues (Radio Edit) 3:14

Art-Nr.: 6472
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Break
Million dollar blues
Mad dog
All over now
Outside woman blues
Ain't nobody's fool

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Assembly Of Dust - some assembly required [2009]
Assembly Of Dust, jenes exzellente, im Jahre 2002 von dem einstigen Strangefolk-Frontmann Reid Genauer gegründete Quartett aus New York, das seit seinem Erscheinen im Jamrock-Circuit, eine stetig steigende Fanschar hinter sich weiss und in der Szene immer mehr Ansehen erlangt, legt nun mit "Some Assembly Reqired" sein neues Studioalbum vor - und es ist ein ebenso besonderes wie starkes. Alle 12 Tracks, im übrigen samt und sonders von Genauer komponiert (4 davon zusammen mit dem Keyboarder Nate Wilson), zeichnen sich dadurch aus, dass sie, neben der eh schon hervorragenden Umsetzung der Band, jeweils durch einen weiteren hochkarätigen musikalischen Gast massgeblich mitgestaltet werden. Leute wie beispielsweise David Grisman, Richie Havens, Mike Gordon (Phish), Grace Potter (Grace Potter and the Nocturnals), Bela Fleck, Jerry Douglas oder Al Schnier (Moe.) bereichern AOD's so wunderbaren, aus feinsten Zutaten von Folk, Americana, Countryrock, Bluegrass, Roots, Blues und Rock generierten Jam-Sound mit ihrer ganzen künstlerischen und instrumentellen Klasse. Alles klingt einerseits schön retro und andererseits ungemein zeitgemäß. Deutliche Spuren und Einflüsse solcher Leute wie Grateful Dead, String Cheese Incident, The Band, Neil Young, Railroad Earth, Moe. und Little Feat sind wahrnehmbar, doch Assembly Of Dust verschmelzen all dies zu ihrem ganz eigenen, stets eine gewisse Lockerheit, elegante Leichtigkeit und unbeschwerte Frische ausweisenden, sehr melodischen musikalischen Gebilde, dass auf ausgezeichnetem Songwriting basiert. Zudem zieht durch die Musik fast immer ein leichter "haunting Southern vibe", der so etwas wie "an old South of days gone by" und "a South of pickin' on porches, classic literature and strong whiskey" suggeriert. Highlights, eines allerdings durch und durch großartigen Werkes, sind beispieldsweise solche Nummern wie der fantastische Opener "All that I am now", ein einerseits lockerer, anererseits kraftvoll "galoppierender", melodischer Rootsrocker, umsäumt von schönen transparenten Gitarren mit einem leicht psychedelischen Touch (zieht einen Bogen von den legendären Byrds bis hin zu My Morning Jacket), der satte, riffige, sehr kernige Rocker "Pedal down" mit einem leichten "The Beatles go South"-Flair, der wunderbar rootsige Americana-/Folk-Jamrocker "Cold coffee", verfeinert mit exzellenten Mandolinen-Zusätzen von David Grisman (tolle Melodie, und ein herrlicher, markanter, genau die Schnittstelle von Neil Young und The Band treffender Rhythmus), der frische, melodische, folkige, von Banjo-Wizard Bela Fleck (klasse Solo) unterstützte Country-/Roostrocker "Edges", der wunderbar flüssig daher kommt (erinnert in seiner Rhythmik zuweilen an Sachen von Mark Knopfler), das ähnlich gelagerte, Country-infizierte "Leadbelly" mit Jerry Douglas' herausragender Dobro- und Pedal Steel-Arbeit, oder auch der großartige, kraftvolle Southern Rocker "High brow" mit seinen Reminiszensen an The Band, The Marshall Tucker Band, Lynyrd Skynyrd und My Morning Jacket (Genauer's Gesang erinnert mit seinem leicht psychedelischen Hall ein wenig an MMJ's Jim James), inklusive eines fetten, kochenden E-Gitarren-Solos von Moe.'s Al Schnier. 54 1/2 Minuten lang prächtiges, neues Material von Assembly Of Dust! Die Rootsrock-/Jamrock-Freunde mit Bezügen irgedwelcher Art zu den genannten Referez-Künstlern werden ihre Freude haben...

Das komplette Tracklisting:

1. All That I Am Now (3.38) - feat. Richie Havens
2. Pedal Down (3.50) - feat. Zach and Andrew Gabbard (Buffalo Killers)
3. Cold Coffee (3.41) - feat. David Grisman
4. Arc of the Sun (5.13) - feat. Mike Gordon (Phish)
5. The Second Song (4.11) - feat. Keller Williams
6. Light Blue Lover (5.03) - feat. Grace Potter and Tony Rice
7. Edges (4.52) - feat. Béla Fleck
8. Leadbelly (4.17) - feat. Jerry Douglas
9. Borrowed Feet (3.40) - feat. John Scofield
10. Revelry (4.41) - feat. Martin Sexton and Tony Rice
11. Straight (3.38) - feat. Theresa Andersson
12. High Brow (4.23) - feat. Al Schnier (Moe.)
13. You Lay The Dust (3.19) - feat. Jeff Pevar

Art-Nr.: 6479
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 11,90

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All that I am now
Pedal down
Cold coffee
Edges
Leadbelly
high brow

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Blindside Blues Band - smokehouse sessions [2009]
Michael Onesko's Gitarren-Armada erschüttert die Blues-Welt! Was für eine Wucht! Während ihrer grandiosen "Smokehouse sessions" haben sich die Vier (2 Gitarristen, Bass, Drums) von der Blindside Blues Band dieses Mal ein paar absolute Blues-Klassiker vorgenommern und covern die, neben drei Eigenkompositionen, in unnachahmlicher, packender Art und Weise. Gingen die letzten Alben mehr in Richtung Gitarren "Heavy"-Rock, so rockt es hier nicht minder heftig, aber der Blues steht klar im Fokus! Dreckig, laut, mit einem mächtigen Gitarrenvolumen und bärenstarken Soli nehmen sich Onesko und seine Freunde einen Song nach dem nächsten vor, rocken das "Smokehouse" in Grund und Boden, um gegen Ende für ein klein wenig Entspannung zu sorgen, indem sie Robert Johnson's "Crossroads" in einer akustischen, aber Energie-geladenen Version bringen und das Album mit einem traumhaften Cover von Peter Green's "Albatross" ausklingen lassen. Ansonsten raucht es, was das Zeug hält! So mancher Song wurde schon bis zum Umfallen gecovert, doch bei Onesko und seiner "Gang" klingt das Zeug so gnadenlos gut, dass so manches Original davor "in die Knie geht". Was beispielsweise in "Little red rooster" für eine Wucht und monströse Power steckt, ist pures Dynamit! Was für ein gewaltiger Gitarren-Orkan! Dazu eine Rhythm-Section, die einen mächtig groovende Grundlage bildet. Herausragend: Drummer Emery Ceo! Die "Smokehouse sessions" dampfen im wahrsten Sinne des Wortes! Welch ein Feuer! Ein bärenstarkes Teil der Blindside Blues Band! Die Heavy Blues- und Gitarren-Enthusiasten werden begeistert sein!

Hier noch der in einer wunderbar "blumigen" Wortwahl asugedrückte, englische Orginal-text des Labels zur Veröffentlichung dieses prächtigen Albums:
"Mike Onesko and the Blindside Blues Band's excellent "Tribute to the Blues" featuring 10 ass-kickin' tracks (65 minutes) of smokin', killer, down-home, raw, bluesy heavy guitar jams done up BBB-style that will rock your damn blues away. "Smokehouse Sessions" is a solid mix of way-kool "covers" & "originals" that hit hard and deliver the "Blues" message. Most of the tracks/jams are recorded live in the studio to keep it REAL. Highly recommended to fans of bad-ass, killer hard rockin' blues guitar riffage. Wave your blues guitar freak flag high with BBB on the low-down and dirty "Smokehouse Sessions" disc."

Das komplette Tracklisting:

1. Little Red Rooster (7.41)
2. Rock Me Baby (4.16)
3. Dirty Double Dealer (4.17)
4. Sweet Little Angel (6.24)
5. Ramblin' On My Mind (6.46)
6. Hoochie Coochie Man (10.29)
7. Same Old Situation (4.58)
8. Who Knows Jam (7.57)
9. Crossroads 69 (8.09)
10. Albatross (4.05)

Art-Nr.: 6331
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Little red rooster
Rock me Baby
Dirty double dealer
Ramblin' on my mind
Same old situation

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Buster Jiggs - heartache jubilee [2009]
Buster Jiggs sind zurück! Und wie! Mit ihrem neuen Album "Heartache Jubilee" präsentieren sie ihren so wunderbar lockeren und so herrlich melodischen Countryrock schwungvoller, spielfreudiger und knackiger denn je. Es ist eine Wonne! Bereits im Jahre 2005 hatten wir anlässlich ihres starken Debüts von einem neuen, hell leuchtenden Sterne am texanischen Countryrock-Himmel berichtet, doch dann wurde es erst einmal recht still um die Band aus Hondo/Texas, nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass man mit dem klasse Sänger Will Dodson und dem guten Lead-Gitarristen Brett Kastner (beide aus familiären Gründen) zwei nicht unerhebliche Verluste zu beklagen hatte. Doch nicht nur wir hatten schon beim Erstling das gesangstechnische Potential der Rhythmus-Gitarristin Kristin Muennink erkannt, die ohne jeden Zweifel schon immer das Zeug dazu hatte auch als Lead-Sängerin in der ersten Reihe zu stehen. Keine Frage, ihre grosse Zeit in der Band ist nun gekommen. So macht Bassist Cody Scherer keinen Hehl daraus, dass Kristin, nachdem man diverse vermeintliche Frontmänner vergeblich getestet hatte, die hunderprozentig richtige ist und der Band einen echten Motivationsschub voller Innovation und Drive in eine neue, richtige Richtung geben würde. Und das tut sie überaus eindrucksvoll! Kristin hatte beim Vorgänger schon den Löwenanteil des Songwritings übernommen, wie gesagt, die komplette Gitarrenrhythmusarbeit übernommen und mit hervorragenden Harmoniegesängen ihr vokales Talent unterstrichen. "Heartache Jubilee" verdeutlicht nun nachhaltig, über welch großartige, sehr prägnante Frontqualitäten Muennink verfügt. Ihre Stimme ist auf den knackigen, melodiebetonten Sound der Band hervorragend abgestimmt. Auch die zweite Neubesetzung eines vakanten Postens war ein absoluter Volltreffer! Lead-Gitarrist Heath Childs ist ein Könner ersten Grades, der dem ausgeschiedenen Brett Keltner in wirklich nichts nachsteht. Saitentechnisch agiert er sogar noch ein Stück variabler, streut immer wieder prächtige Soli ein und singt zudem klasse Harmonies. Mit der renomierten Smith Entertainment Group haben Buster Jiggs (der Name stammt übrigens aus einem Gedicht des Western-Poeten Gail Gardner, "The Sierry Petes - or Tying a Knot In The Devil’s Tail", und so ist auch ein rotes, mit einer Gitarre bestücktes, grinsendes Teufelchen mit einem Knoten im Schwanz zum Logo der Band geworden) jetzt auch ein starkes Label im Rücken. Für die Produktion wurde, wie auch schon beim Erstling, mit Joseph Deeb, dem Gitarristen von Micky and The Motorcars, wieder prominente Unterstützung gewonnen, der auch ein paar starke Slide- und Acoustic-Parts übernahm. Sämtliche Songs bestechen durch ihre quicklebendige und instrumentell hochwertige Einspielung. Ihre mit Ohrwurmqualitäten bestückten Melodien verströmen jede Menge positive Energie. Bassist Cody Scherer und Drummer Scott Muennink (Kristin's Ehemann) verrichten eine knackige Rhythmusarbeit, Kristin, Deeb und Childs ergänzen sich hervorragend in den untermalenden Gitarrenläufen und bereiten Childs immer wieder Raum für tolle, wunderbar ins Ohr gehende, aber auch mal sehr erdige, auf den Punkt gebrachte Lead-Gitarren-Passagen. Gastmusiker Mark Hallman bringt sich sehr sparsam mit einigen, den Songstrukturen angepassten Orgel-Parts ein (hervorragend vor allem bei der hinreissend schönen Countryrock-Ballade "Pretty White Wings", die neben ihrer wundervollen Melodie auch mit einem traumhaften E-Gitarren-Solo aufwartet). Über allem schwebt dann noch die erstaunlich angenehme Stimme Kristin Muennink's (vielleicht wie eine Mischung aus Patty Loveless, Fleetwood Mac’s Christine McVie und Sugarland's Jennifer Nettles), die bereits einen hochcharismatischen Eindruck hinterlässt. Mit ihr ist man, was den Gesang betrifft, in der männerdominierten Red-Dirt-/Americana-/Countryrock-Szene, darüber hinaus regelrecht in eine Nische gestoßen, denn allzu oft warten solche Künstler nicht mit weiblichem Lead-Gesang auf. Vom flockigen, lockeren, großartigen Opener "She’s Gonna Break Your Heart" (zwei starke E-Gitarren-Passagen), über das stampfende "Once Again" (klasse E-Gitarren- und Slidekombinationen), dem bereits erwähnten Ohrwurm "Pretty White Wings", dem rockigen Roots-//Red Dirt-Knaller "Madhouse" (herrlich angriffslustiger Gesang Muennink's, fettes, dreckiges E-Gitarren-Solo) und den countrylastigen "Heart Of Mine" (Marshall Tucker-Flair) und "Down Country Lovin’ (beide prima tanzbar, mit wunderbar knackigen E-Baritone-Gitarrenklängen und flotter Rhythmusarbeit) lässt das komplette Werk keine Wünsche offen. Extrem hoher Melodie- und Gute Laune-Faktor garantiert. Kein schwacher Song! Wundervoller, sich nachhaltig in den Gehörgängen festsetzender, unbeschwerter, Gitarren orientierter, "Red Dirt"-angehauchter Countryrock, wie er in solch einer Spielfreude, Selbstverständlichkeit und Natürlichkeit eben nur in Texas entstehen kann. Auch die goldenen Countryrock-Tage aus den Siebzigern kommen einem in Erinnerung. Große Klasse! Buster Jiggs mit Kristin Muennink an der Front, dieses "Experiment" geht bei "Heartbache Jubilee" voll auf! Fortsetzung in jedem Fall Pflicht! Die CD kommt in einem schlichten, aber von den Mueninks sehr geschmackvoll gestalteten Digi-Pack. Erneut "teuflisch guter Stoff"! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 She's Gonna Break Your Heart - 3:18   
2 Addicted to You - 3:16   
3 Ain't It Sweet - 3:31   
4 Once Again - 3:35   
5 You Don't Have to Be Lonely - 3:38   
6 Pretty White Wings - 4:17   
7 Heart of Mine - 3:33   
8 When I'm Dreamin' - 3:33   
9 Madhouse - 3:05   
10 Everything You Need - 3:38   
11 Down Country Lovin' - 3:09

Art-Nr.: 6590
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
She's gonna break your heart
Addicted to you
Once again
Pretty white wings
Heart of mine
Madhouse

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Cash, Rosanne - the list [2009]
Das neue Album von Rosanne Cash ist einmal mehr eine wundervolle Hommage an ihren Vater, den großen Johnny Cash. Im Jahre 1973, Rosanne hatte zu dieser Zeit mit Countrymusic weniger am Hut und orientierte sich mehr an den Beatles und der südcalifornischen Rock- und Pop-Szene, gab Johnny ihr, quasi aus "erzieherischen Gründen", eine Liste mit den seiner Meinung nach 100 essentiellen Country-Klassikern und empfahl ihr, diese zu lernen und zu spielen. In der Tat war dies ein ausschlaggebender Moment in der Entwicklung Rosanne's, der ihr die Countrymusic wieder deutlich mehr ins Bewusstsein rückte. Was bekanntermassen folgte, war auch für Johnny's Tochter eine mit vielen Hits gepflasterte, große Country-Karriere. Von dieser "historischen" Liste präsentiert Rosanne nun auf ihrem neuen Werk eine wundervolle Auswahl von 12 Songs, die sie voller Herzblut zu Ehren ihres Vaters aufgenommen hat. Sie interpretiert diese Nummern, alles absolute Country-Klassiker, nicht in der Art eines typischen Traditionalisten, sondern drückt ihnen ihren ganz eigenen Stempel auf. Das heisst, sie verpackt diese Songs in ein großartiges, voller Inspiration steckendes Contemporary Roots-, Alternate Country-, Americana-Format, weit weg von Nashville's Mainstream. Das ist im weitesten Sinne vergleichbar mit den jüngeren Arbeiten einer Emmylou Harris. Unter den Songs befinden sich solch unvergessene Evergreens und Klassiker wie beispielsweise Merle Haggard's "Silver wings", Jimmy Rodgers' "Miss the Mississippi and you", Hank Williams' "Take these chains from my heart", Hank Snow's "I'm movin' on", Bob Dylan's "Girl from the north country", Harlan Howard's "Heartaches by the number" und A.P.Carter's "Bury me under the weeping willow" - vieles also auch, was schon ihr Vater irgendwann eimal aufgenommen hat. Massgebend beteiligt an den schönen, gediegenen Arrangements war, neben Rosanne, vorwiegend ihr Ehemann John Leventhal, der auch wieder den Löwenanteil an Instrumenten bediente und das Album exzellent produzierte. Großartig auch die prominente Unterstützung von dem ein oder anderen Gesangspartner, wie zum Beispiel Wilco's Jeff Tweedy bei dem nicht unter zu kriegenden Klassiker "Long black veil" oder Bruce Springsteen's bei dem herrlichen "Sea of heartbreak". Erneut ein ganz feines Album von Rosanne Cash!

Die komplette Songliste:

1 Miss the Mississippi and You - 3:12   
2 Motherless Children - 3:06   
3 Sea of Heartbreak (feat. Bruce Springsteen) - 3:06   
4 Take These Chains from My Heart - 3:32   
5 I'm Movin' On - 3:45   
6 Heartaches by the Number (feat. Elvis Costello) - 3:21   
7 500 Miles - 3:04   
8 Long Black Veil (feat. Jeff Tweedy) - 3:10   
9 She's Got You - 3:07   
10 Girl from the North Country - 3:32   
11 Silver Wings (feat. Rufus Wainright) - 3:45   
12 Bury Me Under the Weeping Willow - 3:33

Art-Nr.: 6584
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Donahew Band, Casey - moving on [2009]
Prächtiger "Red Dirt"-Countryrock voller Leidenschaft, herrlicher Melodien, würziger Instrumentierung und mit einem ungemein erfrischend klingendem Sound. Die aus Burleson/Texas stammende Casey Donahew Band gilt, obwohl sie bereits schon drei CDs veröffentlicht hat, in hiesigen Red-Dirt-Kreisen noch immer als so etwas wie ein gut behütetes Geheimnis der Szene. Das muß sich, und wird sich sicher auch, mit ihrem von Erik Herbst (u.a. Eli Young Band, Macon Greyson, Kyle Bennett Band) hervorragend produziertem, vierten Werk "Moving On" schlagartig ändern. Die Scheibe ist ein Knüller und meistert den gar nicht so einfachen Spagat zwischen radiofreundlicher Melodik und anspruchsvoller, überaus kompetenter instrumenteller Umsetzung, genau wie auch den zwischen erdigem, unbekümmertem, rootsigen Texas Roots-Staub und traditionell verwurzelter Nashville-Kompatibilität als wäre es das natürlichste von der Welt. Das ist richtig klasse! Leader der Band ist, wie der Name es schon vorgibt, Casey Donahew, der als Sänger, Gitarrist und Songschreiber klar den Takt vor gibt. Begleitet wird er von Steve Stone (Bass), Donte “Taz“ Gates (Drums), Josh Moore (Fiddle) und John “JZ” Zaskoda (Electric guitars), alles großartige Musiker. Gemanagt wird das Quintett von Casey’s Frau, Melinda. Laut eigener Aussage bezeichnet die Band ihren Stil als "Pure Texas Country" und sieht sich beeinflusst von Interpreten wie Pat Green, Cross Canadian Ragweed, Jack Ingram und Robert Earl Keen, wobei hier aber auch Acts wie No Justice, die Randy Rogers Band, die Eli Young Band, Wade Bowen, die Tommy Gallagher Band oder Zack Walther and The Cronkites genannt werden können. Dieses "Pure Texas Country", wie sie ihre Musik nennen, muß man allerdings schon um das Wörtchen "Rock" ergänzen, denn die Casey Donahew Band weist wirklich alle Mermale einer klassischen Countryrock-Formation auf und lässt durchaus auch Erinnerungen an die goldenen Tage des "vintage Countryrocks" der Siebziger aufkommen. Zudem gilt die Trupper als heiß begehrter Live-Act, die das Publikum mit langen, ausgedehnten Sets und unbändiger Energie (in ihrer Live-Präsenz vergleicht man sie sogar mit der Power Springsteen's) mitreisst. Los geht's mit der ersten Single des Albums, dem beeindruckenden, dynamischen, lockeren, aber sehr knackigen Countryrocker "Ramblin' kind", der nicht nur aufgrund des Songtitels unterschwellige Parallelen zu Dickey Betts' "Ramblin' Man", bzw. der "Brothers and sisters"-Ära der Allman Brothers aufweist. Dazu kommen natürlich die typischen, unwiderstehlichen "Red Dirt"-Anlagen, wie man sie so eben nur in Texas spielt. Beinhaltet zwei exzellente, jeweils wechselnde Solo-Passagen zwischen Fiffle und elektrischer Lead Gitarre (zunächst heulende Fiddle/E-Gitarren-Solo dann in umgekehrter Reihenfolge E-Solo mit anschließendem Fiddle-Konter), wobei die flinken Finger von Gitarrist John Zaskoda in einer Würze ind Lockerheit über die Saiten gleiten wie einst bei Dickey Betts oder Hughie Thomasson (The Outlaws). Der Song ist ein richtiger Leckerbissen für die Countryrock- und "Red Dirt"-Enthusiasten. Wenn das kein Riesen-Hit in den Texas Music-Charts wird...! Auch im weiteren Verlauf strotzt die CD geradezu vor erfrischend gutem, voller toller Melodien bestücktem, tollem Songmaterial: Herrlich beispielsweise die beiden super melodischen "Next Time" (mit southern-typischem E-Gitarren-Spiel) und "Breaks My Heart" (mit Steel, Fiddle und schönem E-Gitarren-Solo), das flockige "California" (starker "Red Dirt"-Countryrock mit einem Hauch von Westcoast), das rootsig stampfende, grandiose, gitarrenbetonte "Nowhere Fast" , das im Fahrwasser von Cross Canadian Ragweed befindliche, rockige "Burn This House Down" (feines Southern-Flair, starke Drums), oder die mit wohl dosierten Streicherpassagen verzierte Ballade "Angel", welche allesamt auf Grund ihrer Eingängigkeit wohl kaum von den Radiostationen ignoriert werden dürften. Die Band hat natürlich, wie in Red Dirt-Kreisen üblich, das gesamte Material selbst komponiert und in Eigenregie eingespielt, wobei allerdings auch einige wenige, auserwählte Gastmusiker Akzente setzen. Hier drückt besonders der agile Multiinstrumentalist Milo Deering mit Pedal Steel (stark u.a. bei der famosen, recht traditionell in Szene gesetzten, flockigen, lupenreinen New Country-Nummer "Strong Enough" mit ihrer frappierenden Nähe zu der nicht unter zu krigenden, gerade wieder mit einem glänzenden Album aufwartenden Nitty Gritty Dirt Band), Mandoline (das wunderbare "Let Me Love You") und Dobro ("Break Me Down") seinen markanten Stempel auf. Am Ende geht mit dem Titelstück "Moving On" (inkl. eines klasse Hiddentracks, der nach etwas 5.14 Minuten einsetzt) noch mal so richtig die Post ab. Der ein wenig an Charlie Daniels' "Trudy" erinnernde, als traditioneller Countrystomper in Cross Canadian Ragweed-Manier abgewandelte Song (Donahew's frecher Gesang im Stile von Cody Canada ist klasse), besticht durch seine klug ineinander verschachtelten Tempovariationen und seine instrumentellen Finessen (schön klimperndes Piano, wiehernde Fiddle, starkes E-Gitarren-Solo, prima Orgel) und dürfte einen atmosphärischen Vorgeschmack auf Casey Donahew's kommendes Live-Programm abgeben. "Moving On" von der Casey Donahew Band bietet insgesamt eigentlich alles, was eine starke "Red-Dirt"-Countryrock-Scheibe ausmacht. Ein hohes Maß an Kreativität und eine hervorragende Instrumentierung als Bestandteil authentischer, abwechslungsreicher und eingängiger Songs für das gesamte Spektrum der Klientel - und das noch ohne jede Schwachstelle. Eines der vielleicht besten "Red-Dirt"-Countryrock-Veröffentlichungen des Jahres 2009! Wir sagen respektvoll: "So kann's weitergehen", Jungs! "Move On, Casey Donahew Band"! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Ramblin' Kind - 3:33   
2 Next Time - 3:31   
3 Breaks My Heart - 3:52   
4 California - 3:27   
5 Nowhere Fast - 3:32   
6 Let Me Love You - 3:48   
7 Burn This House Down - 3:58   
8 Break Me Down - 3:50   
9 Strong Enough - 3:27   
10 Broken - 3:32   
11 Angel - 4:31   
12 Moving On - 9:59 (incl. hidden track)

Art-Nr.: 6605
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ramblin' kind
Next Time
Breaks my heart
Let me love you
Burn this house down
Strong enough
Broken

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Drive-By Truckers - american band [2016]
Die Drive-By Truckers in absoluter Bestform! Über "American Band" sagt "NPR Music" euphorisch "one of the nation's best bands has made what very well might be its greatest album". Tatsache ist, das die so überaus hoch geschätzte Neo Southern Rock-/Rootsrock-Truppe aus Athens/Georgia mit einem herausragend guten Werk am Start ist, das nur so vor prächtigem Songmaterial strotzt, für das ausschließlich die beiden Strategen Patterson Hood und Mike Cooley verantwortlich zeichnen. Trotz der natürlichen, von den Fans so geliebten DBT-Rauheit und der vorwiegend sehr provokanten und (politisch) engagierten Texte sind die Stücke frisch, melodisch und eingängig wie selten zuvor, was eine geniale Kombination ist. Tracks wie das hinreissende, von toller Piano-Begleitung bestimmte "Once they banned imagine", der von dreckigen Riffs und prächtigen, saftigen, sehr melodischen, markanten Lead Gitarren-Licks durchzogene Opener "Ramon Casiano", das geniale, lockere, nachdenklich und atmosphärisch in Szene gesetzte, dabei von einer wunderbaren Melodie bestimmte "Guns of Umpqua", das knackige, mit schön halligen, satten Gitarren inszenierte "Filthy and fried", sowie der von einem zwar simplen Rhythmus, dabei aber famosen, sehr variablen und prächtig im Ohr hängen bleibenden E-Gitarren-Linien bestimmte Roots-/Alternate Countryrocker "What it means" gehören vielleicht zu den Highlights des kompletten bisherigen Drive-By Truckers Repertoires überhaupt. Und das will bei dem grandiosen, bisherigen Output der Band wirklich etwas heißen. Produziert hat ihr "alter" Wegbegleiter David Barbe. Eine saustarke Vorstellung der "Truckers"!

Das komplette Tracklisting:

1. Ramon Casiano - 3:57
2. Darkened Flags On The Cusp Of Dawn - 2:42
3. Surrender Under Protest - 3:51
4. Guns Of Umpqua - 3:51
5. Filthy And Fried - 3:38
6. Sun Don't Shine - 3:24
7. Kinky Hypocrite - 3:13
8. Ever South - 5:44
9. What It Means - 6:25
10. Once They Banned Imagine - 4:11
11. Baggage - 5:45

Art-Nr.: 9285
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Drive-By Truckers - the big to-do [2010]
Mit neuem Label im Rücken zieht Athen's grandiose "hard" New Southern Rock-/Rootsrock-Band The Drive-By Truckers wieder alle Register ihres scheinbar unerschöpflichen Potenzials. "The Big To-Do", ihr nunmehr achtes Studioalbum, ist, wie schon so oft zuvor, erneut so etwas wie ein kleiner Geniestreich der Truppe um Patterson Hood, ein ungemein inspiriertes, ambitioniertes und auch textlich sehr engagiertes, offenes Werk über die wahre, teils verlogene und "schmutzige" Realität des "post-millenium" Amerikas. Musikalisch gehen die "Truckers" sehr rockig, rau und durchaus laut zu Werke. Die drei Gitarren von Patterson Hood, Mike Cooley und John Neff machen ordentlich Radau und scheppern in prächtiger Neil Young-/Crazy Horse-tauglicher Manier aus den Lautsprecher-Boxen. Die Nähe zu ihren früheren Werken, vor allem "Decoration day" und "Southern Rock opera", ist wieder gegeben, was gleichzietig bedeutet, dass auch ihr ursprünglicher, typischer "New Southern Rock-Esprit" wieder deutlicher ausgeprägt ist. Das Songmaterial ist exzellent, wirkt ungezwungen, herrlich "frei", zwanglos und ungeschliffen in Szene gesetzt. Es sind ihnen wieder ein paar Songperlen gelungen, die einen einfach nur begeistern. Beispielsweise der laute, riffige, Gitarren-dominierte Neo Southern Rocker "Daddy learned to fly", das raue, von kratzigen Crazy Horse-like Gitarren durchzogene "This fucking job" über einen Familienvater , der seinen Job verliert und nicht weiss, wie er seine Familie durchbringen soll, der fetzige, aber sehr eingängige, von Mike Cooley vorgetragene, Southern-inspired Rootsrocker "Birthday boy", der dreckige Honky Tonk-/Roadhouse-Rocker "Get downtown" mit exzellentem Lead Gitarren-Spiel Cooley's, oder der wunderbare Country-infizierte, durchaus melodische, Energie-geladene Roots-/Jam-Rocker "Santa Fe" (verfügt in der Tat über viel Freiraum für ausgeprägte Live-Jams) mit seinem leicht psychedelisch anmutendem, erdigem, rauem Kombinationsspiel aus Lead- und Pedal Steel Guitar. Die Truppe ist in beeindruckender Verfassung (aber wann war sie das nicht?...)! Kommt in schöner Vinyl Replik-Verpackung mit üppigem, 24-setigem Booklet, inklusiver aller Texte. Tolles Teil! AMG's Mark Deming sagt dazu: "The Drive-By Truckers have been the best and smartest hard rock band in America for a while now, but with 'The Big To-Do' they also confirm they're one of the bravest, and they've created a triumphant album out of songs in which folks are forced to look failure square in the eye"! Das unterschreiben wir ohne jeden Einwand!

Das komplette Tracklisting:

1 Daddy Learned to Fly - 4:43   
2 The Fourth Night of My Drinking - 4:45   
3 Birthday Boy - 3:35   
4 Drag the Lake Charlie - 3:16   
5 The Wig He Made Her Wear - 5:47   
6 You Got Another - 5:17   
7 This F***ing Job - 4:58   
8 Get Downtown - 3:12   
9 After the Scene Dies - 4:06   
10 (It's Gonna Be) I Told You So - 2:03   
11 Santa Fe - 3:26   
12 The Flying Wallendas - 5:16   
13 Eyes Like Glue - 3:15

Art-Nr.: 6838
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Daddy learned to fly
Birthday boy
This f***ing job
Get downtown
After the scene dies
Santa Fe

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Ellis, Tinsley - midnight blue [2014]
Der aus Florida stammende und heute in Atlanta/Georgia residierende "Southern-Bluesman" Tinsley Ellis mit einem bravourösen, neuen Album! Nach seinem Instrumentalwerk "Get it" aus dem vergangenen Jahr singt der "Gitarrenmeister" nun auch wieder - und zwar klasse! Der von der schreibenden Zunft oft als "hard-rocking, high-voltage blues guitarist" bezeichnete Ellis wird immer wieder mit Stevie Ray Vaughan verglichen. Auch seine Nähe zum Southern Rock-Blues, wie ihn beispielsweise The Allman Brothers Band spielt, ist bekannt. Doch auch Texas-Veteranen wie Freddie King, Clarence "Gatemouth" Brown, der "soulful Blues" eines BB King und die britische Bluesrock-Invasion der späten Sechziger und frühen Siebziger (John Mayall, Cream, Peter Green) prägen seinen Stil, genau wie eine gepflegte Portion Memphis Soul. All das kommt auf "Mifnight blue" deutlich zum Vorschein. Der Meister verarbeitet seine Einflüsse in einem hinreissend starken, geradezu packenden Album voller erstklassiger Songs. Aufgenommen wurde das Material in Quartett-Besetzung, wofür Ellis eine auserwählte Studioformation erstklassiger Mitstreiter engagierte: Kevin McKendree (Delbert McClinton, Brian Setzer) an den Keyboards (McKendree's fantastisches Orgel- und Piano-Spiel ergänzt sich kongenial zu Ellis' zündenden, fetten, virtuosen Gitarrenläufen), Ted Pecchio (Tedeschi Trucks Band) am Bass und Lynn Williams (Delbert McClinton) an den Drums. Ja und das Gitarrenspiel des Protagonisten - was soll man dazu noch sagen? Es ist einfach nur klasse. Er spielt fett, rockig, aber auch mal voller Gefühl. Seine manchmal ausgedehnten Soli bleiben hervorragend hängen, denn was Ellis abliefert, ist kein "nevöses Gefrickel", sondern steckt voller Hngabe, voller Seele, voller Stuktur und Melodik - und voller Spielfreude. "Midnight blue" besticht mit Intensität, viel Herz und großer Vielfalt. Wie gesagt, alle Stilrichtungen, von denen sich Tinsley Ellis irgendwie beeinflusst fühlt, sind vertreten. Es geht von krachenden, knochenharten, donnernden Rockern ("If the river keeps rising" - beginnt noch recht ruhig mit der Begleitung von akustischer Gitarre, doch dann bricht alles los, laut, packend, straight, sehr melodisch, mit ultra fetten Gitarren), über flüssig rockende Boogies ("That's my story" - sehr kraftvoll, das über 3-minütige Gitarrenfinish am Ende ist ein Traum), jazzigen Bar-Blues mit dem Flair eines Ray Charles (fantastisches Feeling), kernigen Southern-/Delta-Blues ("It's not funny" - man riecht das Southern-Flair förmlich, tolle Slidegitarre, starke Piano-Fills, herrlicher Groove, erinnert an eine Mischung aus The Radiators, Sonny Landreth und Little Feat), furiose, klassische Bluesrocker ("Mouth turn dry" - was für ein satter, sich durch nichts aus der Bahn bringen lassender und wie "an einer Schnur" durch den Song ziehender "Geradeaus"-Rhythmus, zündende, fette Gitarrensoli), bis hin zu herrlichen Slow Blues-Nummern ("Kiss of death" - magisches Gitarrenspiel, pure Emotion). Großartig! Volle Punktzahl für "Midnight blue"! Erfreut Euch dran! Tinsley Ellis ist in seinem Element - und das "better than ever"...

Das komplette Tracklisting:

1. If the River Keeps Rising - 3.48
2. Mouth Turn Dry - 4.53
3. Surrender - 5.16
4. It's Not Funny - 4.20
5. See No Harm - 4.24
6. The Only Thing - 3.17
7. Peace and Love - 4.38
8. Harder to Find - 6.38
9. That's My Story - 6.39
10. Kiss of Death - 7.05

Art-Nr.: 8430
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The river keeps rising
Mouth turn dry
Surrender
It's not funny
Harder to find
That's my story
Kiss of death

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Ellis, Tinsley - moment of truth [2007]
"A Southern Bluesrocker with monstrous guitar chops - feral, incendiary and fiery", verspricht der Sticker auf der CD-Hülle. Was sollen wir sagen?..., es passt! Erstes neues Studioalbum des großartigen Bluesrock-Veteranen aus Atlanta/Georgia seit 3 Jahren - und es ist ein klasse Teil geworden! Tinsley Ellis gilt schon seit Jahren in der Szene als äußerst versierter "high-voltage Blues guitarist", der des öfteren gern auch mal mit Stevie Ray Vaughan verglichen wird. Doch seine Einflüsse sind wesentlich weitreichender, gehen von den frühen britischen Blues-Größen wie John Mayall oder Peter Green, über klassische Blues-orientierte Rockbands wie Cream und die Rolling Stones, bis hin zu Freddie King und B.B.King. Sein neues, großartiges Album "Moment of truth" zeigt von vorn bis hinten, warum Ellis, sowohl bei den Fans als auch bei den "Kritikern", so beliebt und anerkannt ist. Ein paar Schlagworte dazu: Virtuose, messerscharfe, auf den Punkt gebrachte, fette Lead Gitarre überall, klasse Gesang, hervoragendes Songmaterial, Biß, Feuer, ausgezeichnete Melodien, ein astreiner Groove, saftiger, satter Sound, und selbstverständlich eine klasse Begleitband! Ellis' Bluesrock verdient die Bezeichnung "Blues" vor dem Wort "Rock" tatsächlich, denn auf eine klassisch, bluesige Basis legt er großen Wert! Viele der Tracks bewegen sich im Midtempo- oder im Blues-Balladen-Bereich, dennoch versprühen sie eine ungeheure Power und Kraft, vor allem wegen der stets "lauten", sehr satt und durchaus würzig, dreckig gespielten Gitarrenlinien. Das hat eine hohe Intensität! Tinsley ist spürbar mit Leib und Seele bei seiner Musik! Sehr angenehm wirken die in den Songs immer wieder unaufdringlich eingebauten Orgel-Untermalungen, die die deutliche Gitarren-Dominanz des Meisters hervorragend ergänzen. Zu den Highlights eines durchweg starken Albums zählen beispielsweise der von herrlichen Cream-like Licks geprägte Retro-Bluesrocker "Say too much" mit seinen kraftvollen Gitarrenlinien, der dynamische, straighte, riffige, gut gelaunte Rock'n Roller "Someday", der wunderbar groovige, dabei kochende, Wah Wah-Gitarren-getränkte Midtempo-Bluesrocker "Get to the bottom", der gefühlvolle, aber mit intensiven Gitarrenlinien präparierte Slow-Blues "You're gonna thank me" (klasse Percussion-Background, wunderbare Orgel-Untermalung), der kernige und prächtig ins Ohr gehende Stones-like Seventies-Rocker "Tell the truth" (Background-Gesang: Michelle Malone), die großartige, überaus melodische, aber sehr knackig gespielte Bluesrock-Ballade "Too much of everything" mit dem gepflegten Orgel-Hintergrund und den famosen, wunderbar harmonisch rüberkommenden Wah Wah-Spielereien (inklusive exzellenter Soli), der kochende Blues-Boogie "Bringin' home the bacon", der von einem herrlichen Bass-Groove zurückhaltend nach vorn getriebene, klassische Rockin' Blues "Freeway soul" mit seiner gelungenen Melodik und den messerscharfen, aber locker gespielten Gitarrenläufen, die "rollicking" Coverversion von Sam & Dave's "I take what I want", oder auch der dampfende, Slide-getränkte Rock-Kracher "Stare at the sun"! Tinsley Ellis erldigt seinen Job nicht nur mit Bravour, sondern auch mit viel Herz und Seele! Ein Könner! "Moment of truth" ist ein weiteres, prächtiges Werk in der langen Reihe bisheriger, erfolgreicher und viel beachteter Veröffentlichungen dieses "earthy and dedicated, roots rocking blues journeyman". Top!

Art-Nr.: 5060
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Somebody
Get to the bottom
Tell the truth
Too much of everything
Freeway soul
Stare at the sun

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Ellis, Tinsley - speak no evil [2009]
Das renommierte, vor allem in Jam-Kreisen höchst angesehene Magazin "Relix" sagt über Tinsley Ellis' neues Album: "Powerful, spine-tingling guitar and gritty, soulful vocals - an inspired and passionate fusion of Blues and Southern Rock". Das ist kurz und knapp auf den Punkt gebracht, denn in der Tat ist "Speak no evil" ein tolles, voller Seele steckendes, knackiges Bluesrock-Album geworden. Der Mann aus Atlanta/Georgia, "a hard-rocking, high-voltage blues guitarist" (und was für ein großartiger), wird schon seit ewigen Jahren mit Stevie Ray Vaughan verglichen. Es trifft zwar zu, dass Ellis durchaus in seinem Stil Spuren vom unvergessenen Stevie Ray hinterlässt, doch er gilt als alles andere als einer, der sich ausschliesslich von dessen Spiel inspirieren lässt. Andere Texas-Grössen wie beispielsweise Freddie King oder Clarence "Gatemouth" Brown hinterlassen ebenso ihre Spuren wie der "soulful Blues" eines B.B.King oder auch die britische Bluesrock-Invasion der späten Sechziger in Form von Peter Green's Fleetwood Mac, John Mayall's Bluesbreakers, Cream und den Rolling Stones. All das verarbeitet Ellis zu seinem beeindruckenden, eigenen Stil, der immer durchsetzt ist mit diesem, seiner Heimat entsprechenden, vollkommen natürlich rüberkommenden Georgia-Southern-Vibe. Tinsley Ellis ist ein fantastischer, mit allen Wassern gewaschener Gitarrist, ein großartiger Songwriter und ein klasse Sänger. "Speak no evil" beeindruckt durchweg mit prächtigem Songmaterial voller hervorragender Strukturen. Das Material des neuen Albums offenbart, neben den Einflüssen der bereits erwähnten Künstler, zudem eine Tendenz in eine etwas Rock-orientiertere Richtung, ohne dabei je die Blues-Emotionen zu vernachlässigen. Viel Robin Trower-Flair ist spürbar, einige Wah Wah-Hooks inklusive, auch mal ein straightes Riff der Sorte Free oder Bad Company ist zu hören, ebenso wie Einflüsse von ZZ Top. Dabei geht Ellis kaum einmal "volles Rohr", sondern spielt zumeist in einem, allerdings durchaus "prickelnden" und vor allen Dingen kraftvollen Midtempo-Bereich mit ordentlich "Pfeffer in der Suppe" und jeder Menge zündender Gitarrenpower. Die wunderbaren Grooves und Rhythmen kommen klar und knackig produziert rüber, ebenso das prächtige, virtuose Gitarrenspiel des Meisters. In jedem Song steckt ein Solo, das seine bestechende Spielkunst demonstriert - variabel, locker, würzig, kochend, brodelnd, glühend, wie es das jeweilige Stimmungsbild verlangt. Dazu packt er seine Songs noch in eine klasse Melodik, Beste Beispiele für das hervorragende Material sind Stücke wie der von starken Wah-Wahs und einem lodernden Hendrix-Feuer begleitete, kraftvolle, melodische Bluesrocker "Sunlight of love", der dreckige, mit herrlicher, zurückhaltender Orgel-Untermalung inszenierte, voller zwirbelnder Gitarrenläufe steckende Midtempo-Blues "Speak no evil", das voller Robin Trower-Flair steckende "It takes what it takes", das allerdings zusätzlich mit feinen Twin-Riffs und einem hinreissenden, voller Southern-Esprit steckenden Gitarrensolo aufwartet, der swampige, schwerblütige, schwül groovende Rock-Blues "The other side", der ungemein melodische, sicher auch ein gewisses Clapton-Feeling nicht leugnende, von wunderbaren, ausgedehnten Gitarrenläufen begleitete, lockere, aber knackige Bluesrocker "Cold love, hot night", das etwas von Bad Company verspührende "Left of your mind", der kernige, von einem beinharten, tierischen ZZ Top-like Groove begleitete, fette, mit fulminanten Gitarren vollgepackte Bluesrocker "Grow a pair" oder das das Album schliessende, furiose Instrumental "Rockslide". Keine Frage, Tinsley Ellis hat, obwohl schon so lange im Geschäft, ein sehr starkes, überaus ambitioniertes Album abgeliefert. Der Mann ist noch immer hungrig. So etwas ist alles andere als alltäglich und darf als großes Kompliment gewertet werden. So ist's richtig, Mr. Ellis, weiter so! "Finest Bluesrock from Atlanta/Georgia"!

Das komplette Tracklisting:

1 Sunlight of Love - 4:15   
2 Slip and Fall - 3:59   
3 Speak No Evil - 5:08   
4 It Takes What It Takes - 6:00   
5 The Other Side - 4:14   
6 The Night Is Easy - 4:13   
7 Left of Your Mind - 3:44   
8 Cold Love, Hot Night - 4:19   
9 Amanda - 4:22   
10 Loving for Today - 6:02   
11 Grow a Pair - 4:30   
12 Rockslide - 3:47

Art-Nr.: 6603
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Sunlight of love
Speak no evil
It takes what it takes
The other side
Cold love, hot night
Grow a pair

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Hoge, Will - the wreckage [2009]
Baumstarkes, neues Album von Will Hoge! Roots-/Heartland-/Americana-Rock "with a southern croon" vom Allerfeinsten! Der in Nashville lebende, amerikanische Songwriter hatte ja bereits mit dem Vorgängerwerk "Draw The Curtains", wie auch mit seinen übrigen Veröffentlichungen schon ganz exzellente Kost serviert und ist von uns und den Kritikerscharen zurecht mit Lobeshymnen überschüttet worden. Also beste Vorraussetzungen, um sich mit einem weiteren Silberling in der ganz oberen Riege seiner amerikanischen Kollegen zu etablieren. Doch leider sollte zunächst ein persönlicher Schicksalsschlag Hoge übel mitspielen. Während der Aufnahmen zu seinem neuen Album fuhr Hoge nach getaner Arbeit abends mit seinem Roller nach Hause und wurde von einem Van, der seine Bahn kreuzte, "volle Kanne" erfasst. Schwer blutend, mit mehreren Knochenbrüchen und zeitweise erblindet musste sich Hoge einem mehrmonatigem Krankenhausaufenthalt unterziehen. Die Rehamaßnahmen dauern bis zum heutigen Tage an. Damit hatte es sich mit "The Wreckage" (der Titel entstand in Anlehnung an seinen Unfall) erst einmal erledigt. Die Arbeiten waren zu diesem Zeitpunkt gerade zur Hälfte abgeschlossen. Dieses Ereignes bescherte Hoge, laut eigener Aussage, eine vllkommen veränderte Lebenseinstellung. Es setzte ein regelrechter Lernprozess ein. Für ihn, der eigentlich in achtzehn Jahren keinen Tag ohne Musik verbracht hatte, lag jetzt der Fokus komplett auf der persönlichen Genesung und dem Wohlbefinden seiner Familie. Acht Monate nach dem Unfall jedoch ging es dann, mental gestärkt, endlich zurück ins Studio, um das begonnene Werk zu vollenden. Und es ist ein absoluter Knaller geworden. Im Vergleich zum erfolgreichen Vorgänger wurde zwar personell nur marginal geändert (Ken Croomer und Charlie Brosco, die auch das kürzlich erschienene, klasse Album der Southern Rocker SwamDaWamp produzierten, sassen erneut an den Reglern; die meisten Musiker, wie u.a. Pat Buchanan, Ban Baird, Ken Croomer, Tim Marks, sind abermals mit von der Partie), das Ergebnis aber gestaltet sich noch einen Tick stärker als zuletzt und dank Hoge's, aus besagten Gründen sehr emotionaler Hingabe, um ein Vielfaches intensiver. Das ist schon eine Pracht-Leistung, die er hier abliefert. Tolles Songmaterial, mit saftigen, Gitarren-orientierten Arrangements, zumeist voller Kraft und mit gutem Drive, unterbrochen von der ein oder anderen Ballade, alles ungemein melodisch. Das Album startet mit dem flockig, aber knackig instrumentierten "Hard To Love", ein Stück in bester Bob Seger-Tradition im gehobenen Midtempo, mit einer klasse Pianountermalung, toller Melodieführung und einem starken Bariton-E-Gitarren-Solo. Weiter geht es in deftiger John Mellencamp-Manier mit dem schroffen, geradlinigen, einen tollen Drive aufbauenden, gnadenlos starken Roots-Rocker "Long Gone" (fettes Drumming, kreischiges E-Gitarren-Solo), der einmal mehr die ungeheure Vielseitigkeit Hoge's beweist. Hier geht's richtig zur Sache! Im Titelsong "The Wreckage" entladen sich dann alle erlebten Geschehnisse auf beeindruckende Weise, ohne dabei textlich auf das Vorgefallene einzugehen. Selten hat man Hoge so intensiv, introvertiert, emotional und doch voller kühler Melancholie singen gehört (ein wenig an Radney Foster und Kevn Kinney erinnernd), wie bei diesem Track. Eine dumpfe Akustikgitarre, ein dezentes Piano und eine kalt hallende Steelgitarre erzeugen eine ganz besondere, regelrecht mitfühlende Atmosphäre. Das ist große und bewegend performte Musik. Mit "Favorite Waste Of Time", "Even If It Brakes Your Heart" (mit dezentem Petty'schen "Into The Great Wide Open"-Flair) und "Highway Wings" bewegt sich Will in luftig instrumentierten, genauso knackigen, wie melodischen, rootsigen Mellencamp-/Chris Knight-Gefilden. Das atmosphärische "What Could I Do" steckt wieder voller eigenwilliger Melancholie, die von Jen Gunderman beigesteuerten Mellotron-Töne erzeugen Gänsehaut. Zusammen mit der bezaubernden Ashley Monroe (singt im Stile einer jungen Dolly Parton) präsentiert Hoge im Duett bei der wundervollen Ballade "Goodnight / Goodbye" entspannte, sehr melodische, großartige (Alternate)Countrymusic. Sein alter Weggefährte Dan Baird zupft hier die High String Guitar. Diese etwas besinnlichere Phase wird dann mittels "Just Like Me", einem forschen Rootsrocker an der Schnittstelle zwischen Neil Young und John Mellencamp, wieder abgelöst. Klasse hier das psychedelisch angehauchte, raue E-Gitarren-Solo von Pat Buchanan. Nach dem entspannten, wunderschönen "Where Do We Go From Now", kommt das wieder voller Atmosphäre steckende, balladeske "Too Late Too Soon", eindrucksvoll mit Gitarren (Southern Rock-kompatibles E-Gitarren-Solo), dumpfen Cello- und Bläsertönen in Szene gesetzt, sogar mit ein wenig Black Crowes-Flair rüber. Ein hervorragendes Album-Finale! Eigentlich ist Will Hoge's neues Werk angesichts der Vorgeschichte als reinstes Wunder zu bezeichnen. Woher dieser Musiker, der scheinbar wirklich am Rande des Ablebens taumelte, innerhalb so kurzer Zeit wieder die Kraft und Ideen zu solch einem starken Album schöpfte, verdient höchste Anerkennung und uneingeschränkten Respekt. Will Hoge hat sich mit diesem Werk endgültig in die Regionen der hier beschriebenen Bezugsgrößen katapultiert. Dieser Singer/Songwriter kann dem Vergleich mit den Mellencamps, Pettys Chris nights, Bob Segers, Dan Baidrs & Co. locker standhalten. Wir ziehen den Hut vor dieser Leistung und wünschen Will Hoge, auch wenn es sich im Fall von "The Wreckage" (das Wrack) schon fast makaber anhört, für seine zukünftige Entwicklung musikalisch weiterhin "Hals- und Beinbruch". Aber es wird schwer, dieses Werk zu toppen. Die Messlatte liegt verdammt hoch. Exzellenter Rootsrock-/Heartland-Rock-/rockin' Americana-Stoff (roadside Americana with the glory of Rock'n Roll", wie es ein U.S.-Kritiker nennt) zum Genießen, aufgemacht im feinen Digipack inkl. eingelegtem Faltblatt mit allen Texten und Infos! Brillant! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Hard to Love - 3:23   
2 Long Gone - 2:51   
3 The Wreckage - 3:33   
4 Favorite Waste of Time - 3:11   
5 Even If It Breaks Your Heart - 3:43   
6 What Could I Do - 4:28   
7 Goodnight/Goodbye - 4:24   
8 Just Like Me - 3:28   
9 Highway Wings - 3:24   
10 Where Do We Go from Down - 3:45   
11 Too Late Too Soon - 4:03

Art-Nr.: 6567
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hard to love
Long gone
Favorite waste of time
Even if it breaks your heart
Goodnight / goodbye
Just like me

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James, Seth - that kind of man [2009]
Gleich eines vorne weg: "That kind of man", das neue Studioalbum des begnadeten Songwriters, Sängers und Gitarristen Seth James aus Austin/Texas löst kollektiven Jubel in der Roots-Szene aus und wird als eines der stärksten Alben des Rootsrock in die Annalen des Jahres 2009 eingehen. Ein fantastisches Werk! Doch was heisst Rootsrock? Man kann, ja muss es wohl als gemeinsamen Nenner unter diesem Oberbegriff kategorisieren, doch James' wundervolle Musik umgibt darüber hinaus eine magische Blues-Aura, genauso wie ein prächtiges Americana- und Countryrock-Feeling, eine Brise Soul, etwas Southern-Esprit und, seiner Herkunft entsprechend, zuweilen auch ein unterschwelliges, dezentes "Red Dirt"-Flair. Unglaublich gekonnt, als wäre es die natürlichste Sache der Welt, verarbeitet er all diese unterschiedlichen Einflüsse zu einer unvergleichlichen, unwiderstehlichen musikalischen Einheit, deren Faszination einen zutiefst beeindruckt und begeistert. Aufgewachsen auf der Ranch seiner Eltern in King County, nördlich von Abilene/Texas, hatte er die musikalischen Gene von Geburt an im Blut. Seth's Großvater war ein angesehener Honky Tonk-Pianospieler, der in den Vierzigern und Fünfzigern in nahezu allen Clubs des Lone Start States zu Hause war, und sein Vater war ein erfolgreicher Drummer, der in mehreren lokalen Bands spielte und die renommierte Schlagzeug-Schmiede "Slingerland" in ganz Texas vertrat und repräsentierte. Irgendwann in seinenr Jugend schenkte ihm sein Vater die erste Gitarre, eine "Gibson Southern Jumbo" und lehrte ihn "Sultans of swing" von den Dire Straits zu spielen. Die Liebe für das Gitarrespielen war vollends entbrannt und Seth trainierte sich selbst, allerdings mehr in eine bluesigere Richtung, wie ein Besessener, indem er die Musik solcher Leute wie beispielsweise Lightning Hopkins, Freddie King, Albert Collins, Doyle Bramhall, Stevie Ray Vaughan, Al Green und John Fogerty's Credence Clearwater Revival aufsog. 1996 hatte er seine erste Band und von da an ging's in und um Texas Schlag auf Schlag. Mit so unterschiedlichen Leuten wie Percy Sledge, Little Feat, Delbert McClinton und Billy Joe Shaver stand er auf der Bühne. Zudem spielte er als Lead Gitarrist in den Bands von Wade Bowen und Ray Wylie Hubbard. Nun liegt seine neue Studio-Scheibe vor, in der er einfach all das, was ihn in der Vergangenheit geprägt hat, einbringt, und zwar mittels hinreissender, wundervoller Songs. Zuweilen kommt es einem vor, als sei auch John Hiatt eines seiner ganz großen Vorbilder, denn auch dessen Spuren finden sich deutlich in James' Musik. Vor allem seine kraftvolle, charismatische Stimme hat etwas von Hiatt, aber auch von Bob Seger und von der Texas-Ikone Robert Earl Keen. James verarbeitet in seiner packenden, von mitreissenden Grooves und geradezu traumhaften Melodien bestimmten Musik alle nur erdenklichen Zutaten aus Rock, Soul, Country, Blues und Swamp zu einem mal mächtig brodelnden, dann auch wieder sehr gefühlsbetonten Roots-/Americana-Gebräu voller Seele und spürbarer Inspiration. Neben all den vielen bereits erwähnten Einflüssen findet man zudem Spuren solcher Kollegen wie Mark Selby, Chris Knight, The Band Of Heathens, Lee Roy Parnell, oder Dan Baird. Erdige, würzige Gitarrenriffs und prächtige Hooklines prägen die Songs, immer wieder in den Breaks unterbrochen von fabelhaft in Szene gesetzten zündenden Soli, zuweilen richtig fett, wobei sich alle beteiligten Gitarristen (neben James sind das noch der geniale Mike Henderson, Rob McNelly und J.T.Corenflos) gegenseitig in puncto Sielfreude und Melodik übertreffen. Dazu gesellen sich eine wunderbar groovende Rhythmus-Sektion (Craig Young - Bass, Shannon Forrest - Drums), sowie exzellend integrierte Piano-/Orgel- (Mike Rojas) und Steelguitar- (Dan Dugmore) Einsätze. Sehr kompakter, würziger, großartig produzierter Sound, der ein klasse Retro-Roots-Feeling ausstrahlt und gleichzeitig ungemein zeitgemäss klingt. Großartige Arbeit von den Produzenten Jay Knowles und Herb Tassin! Ein tierischer, schwüler, swampiger Juke Joint-Groove aus aufregender Percussion-Arbeit, sowie eine brodelnde Mixtur aus Orgel-/Klavier- und bissigen Gitarren-Licks begleiten den genauso flüssigen wie kochenden, Roots-/Blues-Boogie "Thing for you". Was für ein "scharfer" Auftakt! Tolle Meldoie! Irre starkes Gitarrensolo aus gegenseitig puschender Lead- und Slide-Gitarre! Wunderbar! Erneut eine traumhafte Melodie, bärenstarke, knackige Rhythmen, ein herrliches Roots-Feeling und Seth's prächtiger Gesang bestimmen den grandiosen Americana-/Countryrocker "Leaves of September". Gigantisch wie sich diese "Killer"-Nummer bis in die tiefsten Windungen unserer Gehörgänge schraubt. Tolle, ungemein fette, würzige, Gitarrenarbeit, dazu eine "rollende" Orgel im Hintergrund. Einfach klasse! Nun wartet James mit einem fantastischen, sehr kraftvollen, emotionalen Slow-Blues auf ("Cigarettes, anger and wine"), natürlich tief verwurzelt in den texanischen Roots. Kommt den Arbeiten von David Grissom's Storyville recht nahe. Satte Gitarren, inklusive eines vor Feuer nur so sprühenden Solos sind die adäquaten Begleiter. Super! Wie auch der großartige, von schönen akustischen und elektrischen Gitarren umgarnte, etwas ruhigere, dennoch knackige Midtempo Roots-/Countryrocker "Again". So schliesst sich ein Highlight dem nächsten an. Ob das wunderbar entspannte, mit feinen Gitarrenklängen aufwartende, lockere "Slow roll", das von einem tollen Muscle Schoals-Groove durchzogene, soulige "Ain't no problem son", der gut abgehende, rotzig riffig rockende Roadhouse-Knaller "Honky Tonk Saturday night", die melodische, flockige Americana-Nummer "If the world was mine", oder der voller Southern-Flair steckende, sofort an Dan Baird's Großtaten erinnernde Rootsrock-Kracher "Two for Tuesday" (kein Wunder, Baird hat's ja auch zusammen mit Warner E. Hodges und Tommy Womack geschrieben und zudem auf seinem aktuellen Dan Baird & Homemade Sin-Werk veröffentlicht), mit seinen fulminanten Gitarren und seiner tollen Melodie - alles gnadenlos starke Songs! "That kind of man" ist eines dieser Alben, denen man sich bedingungslos ergibt. Eine regelrechte Rootsrock-/Americana-Offenbarung mit einem Schuß Blues und Countryrock! Besser kann man das kaum machen! Seth James ist, auch wenn er vielleicht ein ewiger "Geheimtipp" bleiben wird, jetzt schon ein ganz Grosser! Wir wiederholen es gerne: Ein fantastisches Album!

Das komplette Tracklisting:

1 Thing for You - 3:58   
2 Leaves of September - 3:28   
3 Cigarettes, Anger and Wine - 3:56   
4 Again - 5:15   
5 All of You - 3:23   
6 Slow Roll - 3:45   
7 Ain't No Problem Son - 3:19   
8 Honky Tonk Saturday Night - 4:04   
9 It Ain't Me - 2:58   
10 If the World Was Mine - 3:30   
11 Two for Tuesdy - 5:25   
12 That Kind of Man - 3:33

Art-Nr.: 6560
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Thing for you
Leaves of September
Cigarettes, anger and wine
Slow roll
Ain't no problem son
Honky Tonk Saturday night
Two for Tuesday

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