Fantastisches, neues Studio-Album der bravourösen "Red Dirt"-/Roots-/Countryrock Vorzeige-Formation Cross Canadian Ragweed, die auch unter den Southern Rock-Freunden ein, im übrigen völlig zu Recht, immens hohes Standing genießt! "Garage" bestätigt einmal mehr, und das so etwas von eindrucksvoll, daß das einst in Yukon/Oklahoma startende, mittlerweile aber in der Umgebung von New Braunfels/Texas residierende Quartett um den begnadeten Sänger, Songwriter und Gitarristen Cody Canada unbeirrt und konsequent seinen Weg geht und sich weiterhin nicht im geringsten verbiegen läßt! In einem Interview bezeichnete Canada, angesprochen auf Herkunft, Wohnsitz und die Art von Musik der Band, seine Truppe letztens als einen Haufen "OklaTexans", die nichts weiter als straighten "Texhoma Rock'n Roll" spielen. Eine großartige Bezeichnung, die zu so etwas wie einem Markenzeichen von Cross Canadian Ragweed werden könnte. Und was verbirgt sich hinter diesem "Texhoma Rock'n Roll"? Begeisternder, dynamischer, von satten Gitarren dominierter, ungemein knackiger, ja druckvoller, auf der einen Seite herrlich rotzig und dreckig wirkender, kantiger, zum anderen aber von herrlichen, sich tief in den Gehörgängen einnistenden Melodien durchzogener, unwiderstehlicher, zuweilen stark Southern-inspirierter "Red Dirt"-Roots-/Americana-/Countryrock ohne jeden Schnörkel! Angesprochen auf die Tatsache, "that to some people you aren't country enough and to others you are too rock'n'roll" entgegnet Canada etwas angenervt: "I'm tired of doing interviews where they go, well, you guys aren't that country. Well, no shit! We never claimed to be a country band". "But you are a band from the country" bleibt der Interviewer hartnäckig! "Yes, we are ountry boys playing Rock'n'Roll", bringt es Canada auf den Punkt! Mag sein, für manche nicht country genug, für andere zu rockig,... - aber genau das ist die richtige, die gesunde Synthese, die bei uns mitten ins Herz trifft und die wir hören wollen. Keine andere Band spielt diese Mucke besser als diese "OklaTexans"! Fast noch rockiger als in der Vergangenheit trennen sie sie nicht, sondern vereinen CCR mit "Garage" in bestechender Selbstverständlichkeit die Liebhaber des etwas deftigeren Countryrocks, des dreckigen Gitarren Roots-/Americana-Rocks, des Texas-Rocks und, nicht zu vergessen, jede Menge von Fans des Southern Rocks, in deren Kreisen sie sich, vor allen Dingen wegen ihrer zündenden, kraftvollen Gitarrenarbeit, besonders viel Kredit erspielt haben. Excellent dabei einmal mehr, welch traumhafte Songstrukturen und Melodien sie dabei aus dem Hut zaubern. Meisterlich! Den Rotz und den Dreck des texanischen Südens und den Staub Oklahomas komibinieren sie mit Gänsehaut erzeugender Melodik! Los geht's mit dem tollen, wunderbar riffigen, zwischen Stones-, Southern-, und Heartland-Feeling hin und her balancierenden, von Cody Canada und Mike McClure (Mike McClure Band/ex-Great Divide, zudem abermals Co-Produzent des Albms) geschriebenen, knackigen, von einem herrlich satten Gitarrensound geprägten Country-/Rootsrocker "Fightin' for", gefolgt von dem flotten, lockeren, wieder wundervoll ins Ohr gehenden Countryrocker "After all", in dessen Verlauf Canada erstmals zu einem prachtvollen Gitarrensolo ansetzt. Schon nach diesen ersten beiden Titeln ist man erstaunt und erfreut zugleich mit welcher Präzision und Kontinuität die Jungs das Niveau ihrer bisherigen Werke halten, ja sogar steigern! Toll! Wie bereits erwähnt, weht quasi durch das gesamte Album eine sich wundervoll "anfühlende" Southern-Brise, doch bei "Dimebag" spürt man erstmals überdeutlich Ragweed's Liebe und Bezug zum Southern Rock. Kraftvoll, knackig, ausgestattet mit satten Gitarren, lassen sie sogar ein gewisses Skynyrd-Feeling erahnen. Songstruktur und Melodie sind wieder erste Sahne und Canada brilliert mit einem glühenden Gitarrensolo im Break, wie es die Southern-Fraktion lieben wird. Es folgt mit derm traumhaft schönen Country-/Americana-lastigen, klaren, aber dennoch knackigen "Breakdown" eine der wenigen Balladen, ehe sie mit dem furiosen "Sister" den nächsten, fetten, von mächtig rockenden Gitarren dominierten southern-fueled Countryrocker vom Stapel lassen. So jagt ein Kracher den nächsten, ohne jeden Ausfall! Ob der von einer großartigen, wie eine E-Gitarre klingenden, elektrischen Sitar begleitete, trockene Texas-Roots-/Countryrocker "When it all goes down", das von einem gewissen Outlaw-Flair durchzogene "Final curtain", der prachtvolle Vollgas Roadhouse-Rock'n Roller "Late last night", der raue, von einem gut 2-minütigen, kochenden Gitarresolo gekennzeichnete, wieder sehr southern-lastige Rocker "Lighthouse keeper" oder der herrlich abgehende, knackige, mit feiner Mundharmonika und toller Baritone E-Gitarre instrumentierte, wunderbar melodische, von Cody Canada und Randy Rogers (Randy Rogers Band) geschriebene Countryrocker "This time around" - einfach mitreißend! Mitreißend ist auch die richtige Bezeichnung für die grandiose, brodelnde, richtig dreckige und gewaltig rockende Coverversion von Bo Diddley's "Who do you love", mit seinen schier überschäumenden Gitarren-Attacken! So gut haben wir diesen alten Blues-Boogie-"Schinken" selten gehört! Cross Canadian Ragweed haben mit "Garage" ein weuteres Ausrufezeichen in ihrer bislang stetig nach oben gehenden Kariere gesetzt! Macht bloß weiter so, Jungs! Essentieller, kraftvoller Gitarren-Roots-/"Red Dirt"-Countryrock mit viel Southernrock-Feeling, wie er wohl kaum zu toppen ist!
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