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Abbott Band, Josh - she's like texas [2010]
Ungemein frisch, schön knackig, locker, spritzig, aufgenommen in einem glasklaren, saftigen Sound: Die Josh Abbott Band mit einem herrlichen, traumhaft melodischen Countryrock-Juwel, das wie selbstverständlich die Trademarks der goldenen Countryrock-Tage der Siebziger (Poco, Eagles), traditionelle Countrywurzeln und die kernigen, würzigen Charakteristika der rockigen Texas/Oklahoma-Red Dirt-Bwegeung (ala Eli Young Band, Wade Bowen, Cross Canadian Ragweed, Randy Rogers Band) miteinander vereint. Countryrock lebt - und wie! Ein Konzertbesuch der Randy Rogers Band im "Blue Light", einem kultigen Club in seiner Heimatstadt Lubbock/Texas stellte 2004 so etwas die Initialzündung für Josh Abbott dar, seine musikalischen Talente zu seinem absoluten Lebensmittelpunkt zu machen. Deren Art zu spielen, ihre Bühnenpräsenz und Rogers’Gesang, sowie die Verbundenheit mit dem Publikum faszinierten und motivierten Abbott derartig, dass er sein Studium abbrach und fortan nur noch auf die Karte Musik setzte. "I think I can do that, too", lautete seine Maxime. Sechs Jahre später veröffentlicht er mit seiner Band, bestehend aus Preston Wait (Fiddle, Electric guitar), Edward Villaneva (Drums), Daniel Almodova (Bass) und Gabe Hanson (Electric guitar, baritone, harmonica) mit „She’s Like Texas“ seine bereits zweite CD, nachdem er zuvor schon mit seinem Debüt bei den Kritikern ("they rumble out like a Texas thunderstorm"; "honest songs about real-life emotions with strong harmonies and winsome melodic hooks") und den Radiostationen in und um Texas herum für mächtig Furore sorgte. Das musikalische Konzept von Josh Abbott orientiert sich naturgemäß durchaus an der Randy Rogers Band, wenngleich Abbott und seine Truppe mit diesem Album Rogers & Co. fast schon in den Schatten stellen. Wie bei Rogers spielen variabel eingesetzte Akustik/E-Gitarren (sehr stark Lead Gitarrist Gabe Hanson) und eine markante Fiddle (Preston Wait gleicht fast einem Pendant zu Brady Black) als essentieller Part neben Abbott's charismatischer gesanglicher Präsenz (tolle, überaus angenehme, typisch texanische Red Dirt-taugliche Stimme) die dominierende Rolle. Das Songmaterial ist ohne jede Ausnahme vom Allerfeinsten! Um zu erahnen, was das für die Zukunftsaussichten der Josh Abbott Band bedeuten könnte, braucht man kein Hellseher zu sein, sofern man die Erfolgsstory der Randy Rogers Band verfolgt hat. Für "She’s Like Texas" konnte man zudem den überaus erfolgreichen Produzenten Erik Herbst (u.a. Eli Young Band, Bois D’Arcs, Kyle Bennett Band, Macon Grayson) gewinnen, der den Sound der JAB in noch professionellere und, das meinen wir nur positiv, sehr radiokompatible Bahnen gelenkt hat, ohne dabei auf das nötige rootsige, ursprüngliche, erdige und würzige Ambiente zu verzichten. Damit scheinen die Weichen für den ganz großen überregionalen Wurf gestellt zu sein. Zu der großen Klasse des Albums tragen ohne Zweifel auch die klug ausgewählten Gastmusiker (u.a. Clay und Carla Corn, Gerald Jones und vor allem Virtuose Milo Deering mit seinem unwiederstehlichem Mandolinenspiel) bei, die allesamt bestens mit dem Quintett harmonieren. Dazu kommen wirklich gelungene Guestvocals, zum einen durch die exzellente Kacey Musgraves beim traumhaften Duett "Oh Tonight" (wie eine Session der Randy Rogers Band mit den Wreckers - Musgraves klingt wie Michelle Branch; toll hier auch das bereits erwähnte grandiose Mandolinengeklirre von Milo Deering), zum anderen im Trio mit den Abbott-Kumpeln Trent Willmon und Roger Creager, die sich beim lockeren, dezent grassig angehauchten "End Of A Dead Road" deutlich hörbar mit viel Freude die Gesangsbälle gegenseitig zuwerfen. Ganz stark dieser Song. Das an die Eli Young Band oder No Justice erinnernde, wunderbare "All Of Sudden" mit seinem nicht mehr aus den Ohren weichendem Refrain wurde schon im Vorfeld an die Radiostationen verschickt und erntete bereits höchste Chart-Ehren in den Texas Music-Charts. Die herrlich melodischen "The Walking Out" und "If You’re Leaving (I’m Coming Too)" gehen fliessend ineinander über und versprühen mit ihrem tollen E-Gitarrenrhythmus eine gewisse Heartland-Countryrock-Atmosphäre. Voller Hit-Potential stecken die flockigen "Fall In Love Again" und "She’s Like Texas", beide mit toller Mandolinenuntermalung, weiblichen Harmonies und Fiddle-Solo. "Brushy Creek" glänzt mit einem satten Hill Country-/Hillbilly-Flair, erzeugt durch Banjo und Fiddle, und erinnert mit seinen kernigen E-Gitarren-Riffs (inkl. großartigem Solo) sogar entfernt an eine countryeske Ausgabe von Lynyrd Skynyrd's "Swamp Music". Fröhlichen, knackigen Country mit einem Refrain zum Mitsingen bietet "I Just Wanna Love You". Beeindruckend hier das starke Baritone-E-Gitarren-Spiel von Gabe Hanson. Das Ende der Scheibe gehört dann dem Bandleader (fast) allein, der bei "Let My Tears Be Still" (es geht um einen kurz vor dem Tode stehenden, seine Lebensbilanz ziehenden Kriegsveteranen) zu den traurigen Pianoklängen von Gastmusiker Clay Corn eine emotionsgeladene, unter die Haut gehende Gesangsperformance abliefert und seine ganze vokale Klasse nochmals eindrucksvoll unter Beweis stellt. Josh Abbott und seine Band haben mit "She’s Like Texas" einen tollen Longplayer hingelegt, der nachhaltig die Prognose eines amerikanischen Kritikers untermauert, der sagt: "The next big thing out of this terrific Texas music scene"! Das unterschreiben wir blind! Die CD kommt in einem schönen, 2-fach aufklappbaren Digipack mit ausführlichem, 16-seitigem Booklet, inklusive aller Texte. Hier passt alles! Begeisternder (Red Dirt)-Countryrock, wie wir ihn aus Texas lieben! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Road Trippin - 3:10   
2 All of A Sudden - 3:02   
3 The Walking Out - :32   
4 If You're Leaving (I'm Coming Too) - 3:54   
5 Fall In Love Again - 3:37   
6 She's Like Texas - 3:55   
7 Brushy Creek - 3:22   
8 Oh, Tonight - 3:25   
9 Hot Water - 4:36   
10 I Just Wanna Love You - 3:09   
11 End Of A Dirt Road - 4:09   
12 Let My Tears Be Still - 4:38

Art-Nr.: 6833
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Road trippin
All of a sudden
If you're leaving (I'm coming too)
Brushy creek
Oh, tonight
Hot water
End of a dirt road

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Abbott Band, Josh - small town family dream [2012]
Die Josh Abbott Band macht konsequent dort weiter, wo sie vor zwei Jahren mit dem wunderbaren "She's like Texas" aufgehört hatte. Erneut präsentiert sie uns ein mit durchweg herrlichen, traumhaft melodischen Songs gespicktes Red Dirt Countryrock-Juwel, das, da braucht man wirklich kein Prophet zu sein, am Jahresende in den Rankings der besten und erfolgreichsten Red Dirt-Scheiben 2012 ein gewichtiges Wörtchen mitreden wird. Frisch, knackig, voller Spielfreude und mit exquisiter Musikalität gelingt der Truppe eine Art Konzeptalbum, das das einfache Leben der einfachen Leute in den "small towns" von Texas zum Thema hat. Dabei geht die musikalische Bandbreite von knackigem Countryrock über Americana, Roots, bis hin zu purem Texas-Country. Die Spuren reichen von Steve Earle über Terry Allen (von ihm covert die Band hier mit "FFA" und "Flatland Farmer" zwei ineinander überlaufende Countrysongs), Poco, eine texanische Ausgabe von Tom Petty & the Heartbreaker bis hin zu George Strait, alles ungemein eingängig verschmolzen zu diesem einzigartigen Red Dirt-Sound im Fahrwasser von der Randy Rogers Band, Wade Bowen, der Kyle Bennett Band und der Eli Young Band. Der Eröffnungstrack "Idalou", Josh Abbott's Heimatstadt, beginnt direkt mit einer kraftvollen Instrumentaluntermalung zu Abbot's typischem, leicht genäselten, wunderbar "warmen", angenehmen Gesang, wobei das klirrende Banjo (so ein bisschen Keith Urban-Style) besonders Spaß bereitet. Im Refrain packt Josh aus gegebenem Grund seine gesamte Emotionalität hinein. Die starke E-Gitarren/Fiddle-Kombi im Soloteil und das wieder Urbaneske Banjobreak komplettieren diesen herrlichen, melodischen Auftakt. Der Kraftpegel bleibt auch beim folgenden "I’ll Sing About Mine (The Tractor Song)" auf hohem Level. Der Song stammt aus der Feder des kurzzeitigen The Band Of Heathens-Mitglied Brian Keane (aus seinem auch in unserem Programm befindlichen Album "90 Miles An Hour"), das textlich gegen die oberflächliche und teilweise zu wenig authentische Musik in Nashville Spitzen "schießt". Abbot's Version kommt genau so kräftig wie Keane's, aber dank integrierter Fiddle und Banjo deutlich countrylastiger. Welches Standing Abbott in der Red Dirt Szene besitzt, sieht man vor allem an der prominenten Liste seiner Co-Writer (u.a. Radney Foster, Jay Clementi, Adam Hood, Brandon Rhyder ,Django Walker) und auch an der Gastpräsenz von Pat Green, der mit ihm ein tolles Duett bei der Hymne "My Texas" abliefert, das schon in den Texas Charts ordentlich abgeräumt hat. Das wieder voller (angenehmer) Emotionalität (Powerrefrain) strotzende "Touch" (klasse wieder die auch schon auf Josh's letzter Scheibe mitwirkende Kacey Musgrave, die hier gleich auf fünf Tracks ihre wunderbaren Hamonies einbringt, abenso das filigrane Fiddlespiel Preston Wait's am Ende des Songs) wurde zur aktuellen Single auserkoren und dürfte erneut gute Chancen auf viel Airplay und Chartpräsenz haben. In eine ähnliche Kerbe schlägt das folgende "She Will Be Free" (grandiose Doppel-E-Gitarre/Gypsy-mäßige Fiddle-Kombi als Solo-Teil). Ungewohnt rockig dann "Hotty Toddy", das schon fast in Rolling Stones-Richtung geht. Klasse hier das "Gimme 3 Steps" (Lynyrd Skynyrd)-verdächtige E-Gitarren-Solo. "Dallas Love" ist das Pendant zu "Oh Tonight" vom Vorgängeralbum, wo Abott und Musgrave liebespaarartig zu klirrenden Mandolinen- (wieder von Milo Deering) und Fiddle-Klängen gesangstechnisch harmonieren. Ein echter Ohrwurm! "Hell Gates On Fire" ist den Opfern der gefürchteten texanischen Waldbrände gewidmet. Der mit einer gut passenden Dramatik gespielte Song drückt sowohl Mitgefühl als auch Mut, sich gegen das Schicksal aufzubäumen, aus. Abbott wirkt hier wie viele Musiker nicht aufgesetzt, sondern absolut ehrlich und authentisch (im beigefügten Steck-Booklett, mit allen Texten, des Digipaks wird auch für eine, sich mit dieser Sache auseinandersetztenden Hilfsorganisation hingewiesen). Bei den beiden Abschlusstracks ("Rain Finally Coming Down" und dem Titelstück "Small Town Family Town") kommt, nachdem, wie oben bereits angeführt, das vorangegangene Gros der CD ein Plädoyer für die texanischen "Simple- und Workingmens" beinhaltete, nun der Familienvater wie du, ich und Josh Abbott an die Reihe und somit schließt sich der Kreis dieses in sich stimmigen und musikalisch unglaublich versierten Werkes. Man kann nur hoffen, dass dieser Josh Abbott und seine hochklassige Band, bestehend aus Austin Davis, Preston Wait, Ed Villanueva, Caleb Keeter und James Hertless, sich den Fängen der kommerziellen Begehrlichkeiten noch eine Weile entziehen und uns weiter mit dieser wunderbaren Musik erfreuen können. Angesichts solcher Leistungen ist ein Weg wie der Randy Rogers Band, Eli Young Band oder Wade Bowen allerdings so gut wie vorprogrammiert. Produziert hat erneut Erik Herbst! Diese Band gehört endgültig zu den Besten, die die Red Dirt-Szene zu bieten hat. Herrlich! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Idalou (4.48)
2. I ll Sing About Mine (4.16)
3. Touch (3.28)
4. She Will Be Free (4.17)
5. Hotty Toddy (3.51)
6. FFA (1.01)
7. Flatland Farmer (3.37)
8. My Texas (feat. Pat Green) (3.11)
9. Dallas Love (3.42)
10. Hell s Gates On Fire (4.15)
11. Rain Finally Coming Down (3.41)
12. Small Town Family Dream (4.29)

Art-Nr.: 7774
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Idalou
I'll sing about mine
Hotty Toddy
Flatland farmer
My Texas
Hell's gates on fire
Small town family dream

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Blindside Blues Band - live at the crossroads ~ cd & dvd-set [2012]
CD & DVD-Set! Yeah! Ein Fest für die Gitarren-Enthusiasten! Michael Onesko und seine Blindside Blues Band live auf CD und vor allem auf DVD! Sind die Burschen stark! Der Gig vom 22.10. 2010 im Rahmen des Crossroads-Festivals in der Bonner Harmonie wurde vom Rockpalast-Team des WDR mitgeschnitten und gefilmt, und ist jetzt über das U.S.-Hauslabel der Band als CD- & DVD-Set erschienen. Jeweils knapp 80 Minuten geht hier vollends die Gitarren-Post ab! Ein sau rockiger, aber sehr Blues-orientierter, bärenstarke Auftritt der Truppe. 2 gnadenlos gut aufspielende Gitarristen, und eine ebenso fulminant agierende Rhythmus-Truppe - die Bonner Harmonie kocht! Der Auftritt zeigt eindrucksvoll wie gut die Band live ist. Leidenschaftlich, fingerfertig, hungrig und ausgelassen, mit viel Herz für diesen Volldampf-Bluesrock geht es zur Sache! Das ist ein fettes, Heavy Bluesrock-Gitarren-Gewitter voller "Wucht", aber auch voller musikalischer Finessen und übnerragender, ausgedehnter Soli und Saitenschlachten. Das sind fantastische Musiker! Sie Setlist ist hoch interessant und enthält auch seltenere Titel, wie zum Beispiel den Monster-Bluesrocker "Renegade" aus dem 1993iger Debut der Blindside Blues Band. Der Sound ist exzellent, die Bildqualität der DVD ebenso! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar! Die ultimative BBB "Live guitar attack"-Vollbedienung!

Die komplette Setlist (CD & DVD identisch; DVD mit Bonus-Footage):

1. Let The Blues Do The Healing (4.50)
2. Crying Shame (8.01)
3. Night Train (5.31)
4. Raised On Rock (5.20)
5. Born With The Blues (5.32)
6. Renegade (4.19)
7. Hot Shot (4.19)
8. Smokehouse Shuffle (4.46)
9. Bad Luck (5.59)
10. Crossroads (4.41)
11. Climb The Sky (5.08))
12. Mojo Highway (5.42)
13. Ramblin' On My Mind (10.38)

Art-Nr.: 7760
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Crying shame
Night train
Born with the blues
Renegade
Smokehouse shuffle
Climb the sky
Ramblin' on my mind

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Bonamassa, Joe - driving towards the daylight [2012]
Der Mann ist einfach nicht aufzuhalten. Er ist der Superstar des "jungen" Bluesrocks, jetzt schon eine lebende Gitarrenlegende - und das mit erst 34 Jahren. Neben seinen vielen Sideprojekten (u. a. Black Country Communion) bringt Bonamassa in schöner Regelmässigkeit jedes Jahr ein neues, eigenes Album auf den Markt. Jedes Mal befürchtet man, dass doch irgendwann einmal vielleicht ein kleiner Einbruch oder Stillstand kommen könnte, doch weit gefehlt. Auch bei dieser Schlagzahl liefert der New Yorker ein Monsteralbum nach dem nächsten ab - auch "Driving towards the daylight" macht da keine Ausnahme. Im Gegenteil: Es ist wieder einmal ein neues Highlight in seiner noch jungen, aber schon so wahnsinnig erfolgreichen Karriere. Fantastischer, elektrischer Bluesrock mit genau der richtigen Balance zwischen klassischen Blues- und Rock-Traditionen, wunderbar aufbereitet zwischen retro und modern. Grandioses, prächtig hängen bleibendes und melodisches Songmaterial mit 5 neuen, exzellenten Eigenkompositionen und ein paar liebevoll ausgewählten Coverversionen von u. a. Robert Johnson's "Stones in my passway", Tom Waits' "New coat of paint" und Jimmy Barnes' "Too much ain't enough love", bei dem der Australier als Gastsänger mit von der Partie ist. Joe Bonamassa's Gitarrenspiel ist wieder einmal schlicht atemberaubend. Mal rockig, hart und wuchtig, mal herrlich gefühlvoll und emotional, mal rasend schnell und "volle Kanne voraus", dann wieder in einem ganz edlen, gepflegten Ambiente getragener Behaglichkeit. Und gesangstechnisch war er nie besser. Der Sound ist mächtig fett! Wie gesagt, auch mit "Driving towards the daylight" liefert Joe Bonamassa wieder ein absolutes Meisterwerk zeitgenössischen Gitarren-Bluesrocks ab. Auf einen "Ausrutscher" des Gitarren-Irrwischs wartet man weiterhin vergeblich. Genial!

Aus der amerikanischen Original-Produktbeschreibung:

Recorded at Studio At The Palms in Las Vegas, NV, The Village Recorder in Los Angeles, CA and The Cave in Malibu, CA, Driving Towards The Daylight is a balanced back-to-basics album that highlights Bonamassa s signature style of roots blues with rock-and-roll guts, while honoring the traditions of the original blues musicians. We ve taken some really traditional old blues songs the Howlin Wolf song Who s Been Talkin ? and the Robert Johnson song Stones In My Passway, and we ve tried to imagine how they would do them in a rock context, said Shirley. It s a very exciting return to the blues in a very visceral way. It s vibrant and it s gutsy and it s really, really rugged.
To challenge Joe and move him out of his comfort zone, a unique group of musicians was gathered including Aerosmith guitarist Brad Whitford (guitar), Blondie Chaplan (guitar), Anton Fig (drums and percussion), Arlan Schierbaum (keyboard), Michael Rhodes (bass), Carmine Rojas (bass), Jeff Bova and The Bovaland Brass, Pat Thrall (guitar), and Brad s son Harrison Whitford (guitar).
The album features five Bonamassa-penned originals including the bruising opener Dislocated Boy, the road warrior title track (and first single) Driving Towards The Daylight, I Got All You Need, Heavenly Soul, and Somewhere Trouble Don t Go. Other tracks include Bonamassa s versions of Tom Waits New Coat Of Paint, Lonely Town Lonely Street, by Bill Withers (Lean On Me, Ain t No Sunshine) and A Place In My Heart by Bernie Marsden of White Snake (Here I Go Again). On the album closer, Australian rock singer Jimmy Barnes sings lead vocals on his 1987 hit "Too Much Ain't Enough Love."

Das komplette Tracklisting:

1. Dislocated Boy - 6:38
2. Stones In My Passway - 3:57
3. Driving Towards the Daylight - 4:50
4. Who's Been Talking? - 3:28
5. I Got All You Need - 3:03
6. A Place In My Heart - 6:47
7. Lonely Town Lonely Street - 7:07
8. Heavenly Soul - 5:55
9. New Coat of Paint - 4:06
10. Somewhere Trouble Don't Go - 4:58
11. Too Much Ain't Enough Love - 5:35

Art-Nr.: 7793
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

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Brian Band, Kenneth - welcome to alabama [2011]
"Welcome to the finest in pure Southern Rock! Welcome to Alabama! Welcome to the fabulous Kenneth Brian Band!" Ist das herrlich! Voller lebendigem Spirit und natürlicher Authentizität transportiert die in Nashville/Tennessee ansässige Truppe um den in Florida aufgewachsenen, grandiosen Sänger, Songwriter und Lead Gitarristen Kenneth Brian, ihre unwiderstehliche, ganz tief in der goldenen Ära des Southern Rocks verwurzelte Musik in die heutige Zeit. "'Welcome To Alabama' shines like a beacon for those who fear that Southern Culture is all but lost, and proves that it isn’t lost at all", heisst es dazu treffend in einem U.S.-Review. In der Tat ist die Kenneth Brian Band genau eine dieser Bands, die diese Musik auch in der heutigen Zeit für immer am Leben erhalten. Kenneth Brian (lead vocals, lead guitar), Travis Stephens (rhythm guitar, background vocals), Zach Graham (bass) und Dickey Rryor (drums) haben die Ideologie und Philosophie solcher unumstösslichen Größen wie The Allman Brothers Band, die frühen Lynyrd Skynyrd, The Marshall Tucker Band, Wet Willie und Konsorten in ihrer musikalischen Seele verinnerlicht und treten auf vollkommen natürliche Weise ihr Erbe an. Sie tun dies einerseits sehr ambitioniert, andererseits ungemein locker und ehrlich. Dies ist genau die richtige Mischung aus Rock-, Blues-, Gospel-, und Country-Einflüssen, die auch damals, in den Siebzigern, den Southern Rock entstehen ließen. So passt es, dass sich einer der ganz großen Persönlichkeiten und Pioniere der Southern Rock-Bewegung der Band annahm und dieses wunderbare Album produzierte: Johnny Sandlin! Sandlin spielte einst mit Duane und Gregg Allman bei Hour Glass, wurde dann Vize-Präsident des legandären Southern Rock-Labels "Capricorn Records" und arbeitete als Produzent und Engineer mit unsagbar vielen Künstlern wie den Allman Brothers, Marshall Tucker, Wet Willie, Bonnie Bramlett, Delbert McClinton, Widespread Panic, Derek Trucks, der Nitty Gritty Dirt Band, um nur einige aufzuzählen, zusammen. Und Sandlin hat es meisterhaft fertiggebracht, "Welcome to Alabama" in einem wundervollen, Siebziger-mässigen, Vinyl-kompatiblen, schön warmen, aber mit allen Ecken und Kanten belassenen, dennoch sehr harmonischen, "geschmeidigen" Retro-Capricorn-Sound erscheinen zu lassen, was die Authentizität dieser Musik zusätzlich untermauert. Das Songmaterial ist erste Sahne: "Gritty", erdig, melodisch und hervorragend hängen bleibend. Brian, der ein toller Sänger ist und mit bärenstarkem Gitarrenspiel aufwartet (tolle, genauso melodische, wie satte und zündende Soli), kann sich auf eine ebenso starke Rhythmusfraktion verlassen. "Masterful song-crafting, blistering guitar work, spot-on harmonies, and a take-no-prisoners rhythm section", heisst es dazu in einem U.S.-Review, "Kenneth is really unbelievable as a guitar player - he's a real shit-kicking gunslinger with great chops" in einem anderen. Es passt einfach alles zusammen. Stellvertretend für ein Album ohne jede Schwäche seien zum Beispiel solche Killer-Nummern wie der großartige Opener "Something better", ein mit "early Skynyrd"-Riffs getränkter, rauer Saouthern Rocker mit einem feurigen Gitarrensolo im Break, das traumhaft melodische, flockige, von herrlichen, saftigen, eingängigen und locker gespielten Southern-Gitarren geprägte "Texas by tonight", das grandiose Titelstück "Welcome to Alabama", eine mitreissende, seelige, klassische Southern Rock-Hymne, die vollkommen natürlich Spuren nahezu aller frühen Southern Rock-Helden (The Allman Brothers Band, The Winters Brothers Band, The Marshall Tucker Band, Charlie Daniels Band, Lynyrd Skynyrd...) miteinander vereint, das von einem klasse Retro-/Outlaw-Countryrock-Feeling durchzogene"Holdin' on" mit seiner tollen Melodie und den hinreissenden Gitarrelinien, sowie der dreckige, von erdigen Gitarrenm, aber auch wunderbar melodischen Harmonies durchzogene "Neil Young goes South"-Rocker "Tonight we ride" erwähnt. Ganz stark auch die einzige Coverversion des Albums, Dickey Betts' "Nothing you can do", bei dem die legendäre Bonnie Bramlett mit von der Partie ist. Überhaupt sind ein paar namhafte Gäste mit am Start, die ebenfalls unterstreichen, mit was für einer bärenstarken Musik wir es hier zu tun haben: Randall Bramblett (keyboards), Jason Isbell (slide guitar), Charlie Daniels' Bassmann Charlie Hayward, und noch ein paar mehr. Alles in allem ein durch und durch grandioses Teil! "'Welcome to Alabama' is a classic Southern Rock masterpiece"! Jawohl, dieser Aussage schliessen wir uns vorbehaltlos an. "Welcome to Alabama" ist die pure Southern Rock-Freude!

Das komplette Tracklisting:

1. Something Better - 3:59
2. Texas By Tonight - 4:13
3. Welcome To Alabama - 4:26
4. Last Call - 3:28
5. Holdin On - 3:25
6. Tonight We Ride - 4:46
7. Nothin You Can Do - 3:34
8. Prayer For Love - 4:29
9. The Fall - 6:09
10. Cry To the Dark - 5:08

Art-Nr.: 7615
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Something better
Texas by tonight
Welcome to Alabama
Holdin' on
Tonight we ride
Prayer for love
The fall

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Davis, Moot - man about town [2012]
Moot Davis ist einer dieser herausragenden Country-Künstler, die schon seit Jahren so etwas wie ein ewiger Geheimtipp sind. Abseits von Nashville's kommerzieller Erfolgsspur gelingt dem Mann aus Trenton/New Jersey ein überragendes Album nach dem nächsten, ohne dass die Majorlabels ernsthafte Notiz von ihm nehmen. Das ist ob der Stärke seiner Musik völlig unverständlich. Doch die schreibende Zunft, die Experten und vor allen Dingen die Fans traditionsbewusster Countrymusic registrieren Davis' Veröffentlichungen um so mehr. Man ist sich einig: Dieser Bursche ist ein absoluter Könner seiner Zunft. "Man about town", sein neues Album, belegt dies auf eindrucksvollste Art und Weise. Ein geradezu meisterliches Werk erstklassiger, ja faszinierender und spannender, lupenreiner Honky Tonk- und Countrymusic, wie man sie wirklich nicht "an jeder Straßenecke" geboten bekommt. Dabei war es nach seinem letzten Werk von 2007 lange unklar, ob jemals noch ein weiteres Album von Moot Davis das Licht der Welt erblicken würde. Desillusioniert und ausgebrannt von jahrelangem, exzessivem Touring und der schlechten Behandlung seines alten Labels, verordnete er sich eine längere Auszeit, während der er nach Neuseeland ging und dort als Bühnenschauspieler arbeitete. Doch im Verlauf dieser Zeit entdeckte er seine Liebe zur Musik neu und ging zurück in die USA, diesmal nach Austin. Dort begann er wieder mit dem Songwriting und gründete schließlich sein eigenes Label "Highway Kind Music", auf dem nun "Man about town" erschien, das allerdings ausschließlich in Nashville mit einer Reihe ganz exzellenter Musiker aufgenommen wurde. Das waren: Paul Martin am Bass, Chris Scruggs an der Pedal Steel und Gitarre, George Bradfute an der Slide Gitarre, Hank Singer an der Fiddle und vor allen Dingen die beiden "Fabulous Superlatives" aus Marty Stuart's Band, Harry Stinson an den Drums und der grandiose Kanny Vaughan an der E-Gitarre, der das Album auch produzierte. Eine exzellente Mannschaft und ein wunderbarer Sänger und vorzüglicher Songwriter an der Front ergeben dieses großartige Album. Der Mann hat den Honky Tonk einfach im Blut. Geschickt versteht es Davis ursprüngliche Old School-Einflüsse eines Hank Williams oder Johnny Cash mit neo-traditionellen Elementen solcher Kollegen wie Dwight Yoakam oder Raul Malo's The Mavericks zu verknüpfen und schafft damit einen herrlich erfrischenden Sound. Auch gesanglich liegt Moot mit seiner "twangy" Stimme irgendwo zwischen Malo, Yoakam und Chris Isaak. Vor allem die Nähe zu Dwight Yoakam wird gleich bei dem Eröffnungsstück unmittelbar deutlich. "Rags to rhinestones" ist ein prächtiger, astreiner Honky Tonker mit toller Pedal Steel- und Fiddle-Begleitung. Oder das flotte, dynamische, mit einem unterschwelligen Rockabilly-Touch ausgestattete "Rocket", das wie eine Mischung aus The Mavericks zu ihren besten Zeiten und einem Dwight Yoakam in Hochform kommt. Starke Baritone E-Gitarre, Steelguitar und transparente Acoustic Gitarre bilden eine harmonische Begleitung zu Davis' fabelhaftem Gesang. Kenny Vaughan spielt meisterhaft. Aber der Protagonist schafft es auch bei einigen Stücken seinen Honky Tonk mit einem erdigen, durchaus rockigen, rootsigen Americana-Ambiente zu verknüpfen, wie zum Beispiel bei dem wunderbar "gritty und rough" präsentierten "Queensbury rules", einem starken, honky-tonkigen Countryrocker mit zünftigen E- und Slide-Gitarren. Dann wird's wieder ganz anders bei dem traumhaften "How long", das von einem klassischen, Johnny Cash-mässigen, "Shuffling Train-Track"-Rhythmus getragen wird. Hört sich an, als sei es einer imaginären Session von Cash und Yoakam entsprungen. Kenny Vaughan spielt eine hinreissende Baritone-Gitarre (klasse Solo), die von Hank Singer's sägender Fiddle adäquat unterstützt wird. Saustark! Diese Einstufung gilt auch uneingeschränkt für das traumhaft melodische, flockige, knackige, von einem herrlich erfrischenden California-Feeling geprägte "Fade to gold", das von wunderschönen, transparenten Gitarren und Pedal Steel begelitet wird. Hat etwas von einem auf Country fixierten Chris Isaak. Geradezu cineastisch dramaturgisch zieht Davis das baumstarke, 7 Minuten lange "Black and white picture" auf, eine wundervolle "Murder-Ballad", angesiedelt im musikalischen Grenzgebiet von Californien und Mexiko. Tolles Zusammenspiel von E-Gitarre, akustischen Gitarren und Pedal Steel! Bei dem flotten, Mavericks-nahen Honky Tonker "Crazy in love with you" singt übrigens die bezaubernde Elizabeth Cook die Duett-Stimme. So reiht sich ein tolles Stück an das nächste, bis das Album mit dem grandiosen Titelstück "Man about town" genauso erstklassig endet, wie es 47 Minuten zuvor begonnen hat. Diese herrlich melodische Ballade trägt Davis mit unglaublich viel Charisma vor, lediglich begleitet von einer akustischen Rhythmusgitarre und einer großartig harmonierenden Electric Slide. Es ist das bravouröse Ende erines famosen Countryalbums. Tut das gut, dass es solche Künstler wie Moot Davis gibt, die ausschließlich ihrem eigenen musikalischen Instinkt folgen, sich nicht, auch wenn es manchmal schwer fällt, entmutigen lassen und ihr Ding am Ende konsequent durchziehen. Eine meisterliche Vorstellung!

Das komplette Tracklisting:

1. Rags To Rhinestones 3:03
2. Day The World Shook My Hand 2:48
3. Rocket 3:22
4. Fade To Gold 4:10
5. Queensbury Rules 2:49
6. Crazy In Love With You 3:04
7. How Long 3:29
8. Black & White Picture 7:02
9. Rust 3:55
10. Only You 2:34
11. Memory Lane 4:30
12. Everybody's Gal 3:19
13. Man About Town 2:57

Art-Nr.: 7711
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Rags to rhinestones
Rocket
Fade to gold
Queensbury rules
How long
Black & white picture
Memory lane

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Indigenous - indigenous ~ featuring mato nanji [2012]
"Mato Nanji's always provided the heartbeat of the band Indigenous - along with the warm dusty voice and the soaring, spirited guitar fireworks that have earned the group from South Dakota's Nakota Nation a place among roots and blues rock's elite". Ja, Indigenous sind allein Mato Nanji's "Baby" und mit ihrem neuen Album gelingt der in Roots- und Bluesrock-Kreisen so gefeierten Band erneut ein Meilenstein ihrer bisherigen Karriere. Nach den feinen "Acoustic sessions" aus dem Jahre 2010 kehren Gitarrenhexer Mato (zudem ein vorzüglicher Sänger und Songwriter), sein Cousin, der exzellente Percussionspieler "American Horse", beide dem Stamm der Nakota-/Sioux-Indianer angehörend, mit ihren Freunden Jeff Martin (drums), Steve Evans (bass) und Jesse Bradman (organ) zu dem von der Band so geschätzten, fetten, druckvollen und teilweise auch schön jammigen, zündenden Bluesrock zurück, der zuweilen auch von einem schönen Roots-Feeling durchzogen ist. Mato Nanji's atemberaubendes, nicht selten an Stevie Ray Vaughan erinnerndes Gitarrenspiel (andere Einflüsse sind solche Gitarristen und Musiker wie Johnny Winter, Jimi Hendrix, R. L. Burnside und Jr. Kimbrough) kommt mit mehr Spirit und Feeling als je zuvor. Die Soli sind begnadet. Klasse auch die immer wieder wahrzunehmende, toll abgestimmte Orgel-Untermalung, die den Sound von Mato's meisterlichem Gitarrenspiel noch fetter werden lässt. Die Songs haben ordentlich Power, die Balance zwischen furiosen Uptempo-Nummern und zwei/drei rootsigen, traumhaften Balladen stimmt, und die Melodien sind vorzüglich. Das Album ist ungemein rockig, hat aber auch einen seeligen Blues. Es passt einfach alles! Los geht's mit dem tierisch groovenden, kraftvollen, von mächtigen E-Gitarren bestimmten Bluesrocker "Free yourself, free your mind", dem man ein leichtes Shuffle-Feeling anmerkt. Kerniges Drumming und herrliche, jammige Percussion unterstützen das packende Gutarrenspiel von Mato und Jonny Lang. Jawohl, der einstige "Wunderknabe" des Blues ist als Gast bei diesem Stück dabei und kehrt hier in beeindruckender Art und Weise zu den erdigen Bluesrock-Roots seiner Anfangstage zurück. Die beiden liefern sich prächtige Gitarrenduelle und wechseln sich auch beim Lead-Gesang ab. Gleich zu Anfang ein absoluter Volltreffer! Und es geht ohne einen einzigen schwachen Song bis zum Ende mit viel Abwechslung weiter. Ob beispielsweise der hammerstarke Bluesrock-Boogie "Everywhere I go" (tolle Melodie, guter Druck, baumstarke Lead Gitarre, schöne Orgel), das donnernde, von wuchtiger "Native Percussion" begleitete "Someone like you" (raue, dreckige, harte Gitarrenriffs, furioses Solo), die hinreissend schöne, erdige, dabei aber traumhaft melodische, rootsige Southern-/ Slow Blues-Ballade "Wake up" (hat ein herrliches Southern-Feeling,, als sei sie aus einer gemeinsamen Session der The Allman Brothers Band, Gov't Mule's und Stevie Ray Vaughan's hervor gegangen, Mato's ausgedehnte Gitarrenausflüge und -linien sind von beeindruckender Brillanz, schöne Orgel- und Percussion-Begleitung), oder der krachende, ordentlich abgehende Blues Rock'n Roller "By my side" (geht fett in die Beine, klasse Melodie, lichterloh brennende Gitarrensoli) - ein Highlight jagt das nächste. Dazu ist das Album mit satten 70 1/2 Minuten prall gefüllt. Und, wie gesagt, Ausfälle sucht man vergebens. Mato Nanji's Indigenous mit einem neuen "Killer"-Teil!

Das komplette Tracklisting:

1.   Free Yourself, Free Your Mind - 5:06
2.   Everywhere I Go - 5:22
3.   Jealousy - 5:59
4.   Someone Like You - 5:30
5.   I Was Wrong to Leave You - 6:35
6.   No Matter What It Takes - 4:05
7.   Storm - 4:25
8.   Find My Way - 5:54
9.   All Those Lies - 5:34
10. The Way I Feel - 5:09
11. Wake Up - 6:23
12. By My Side - 3:46
13. When Tomorrow Comes - 6:33

Art-Nr.: 7789
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Free yourself, free your mind
Everywhere I go
Someone like you
I was wrong to leave you
Find my way
The way I feel
Wake up
By my side

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James, Casey - same [2012]
Großartiges Newcomer-Debüt! Wenn heutzutage noch wirklich etwas auf das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zutrifft, dann ist es zweifelsfrei das schier unglaubliche Reservoir an Musiktalenten. Der Aus Fort Worth, stammende 29-jährige Texaner Casey James (mit seiner Lockenmatte so ein wenig ein Dierks Bentley-Typ) ist wieder so ein passendes Paradebeispiel. Wie üblich, aus einer musikbegeisterten Familie entsprungen (beide Eltern sind Musiker, mit seinem Bruder spielte in einer Band), lernte er bereits mit 13 Jahren das Gitarre spielen. Blues Rock Gitarristen wie Doyle Bramlett II oder Stevie Ray Vaughan bis zu den alten Meistern wie Albert Collins & Co. hatten es dem jungen Burschen angetan, hinzu kamen aber auch Bands wie Lynyrd Skynyrd und Pearl Jam. Amüsanter Weise, ohne die Sendung "American Idol" jemals zuvor verfolgt zu haben, wurde ihm die Bewerbung seitens seiner Mutter nahegelegt und letztendlich auch in die Tat umgesetzt. Casey James belegte schließlich, trotz eines zwischenzeitlichen, ernsten Motorradunfalls, einen hervorragenden dritten Platz in der neunten Staffel des Contests und befindet sich von nun an in bester Gesellschaft mit Interpreten wie Carrie Underwood, Bo Bice, Scotty McCreery oder Lauren Alaina. Sony Music Nashville CEO Gary Overton war absolut begeistert von den Liveauftritten (vor allem sein Gitarrenspiel hatte es ihm angetan) und verpflichtete ihn für das Sony-Unterlabel BNA Records. Aber nicht nur das. Für Major-Companies recht ungewöhnlich, gewährte er ihm auch genügend Zeit, sowohl für die behutsame Genesung angesichts des o.a. Unfalls, als auch im Hinblick auf Caseys kompositorische Fähigkeiten für die Entwicklung der entsprechenden Songs. Zu guter Letzt ließ man den Burschen neben dem Gesang auch den überwiegenden Teil der Akustik- und E-Gitarrenparts (dazu auch noch Dobro) selbst übernehmen und involvierte ihn direkt auch gleich noch bei der Produktion (zusammen mit Chris Lindsey, ein Track mit Aimee Mayo). Den ihm gewährten Vertrauensvorschuss zahlt Casey dann auch mit einer mehr als beeindruckenden Leistung zurück. Neun der insgesamt elf Stücke stammen aus seiner Feder, wobei ihm u.a. namhafte Schreiber der Szene wie Scooter Caruso, die Warren Brüder, Brice Long, Terry McBride, Brett James oder David Lee Murphy mit sicherem Gespür zur Seite standen. Der exklusive Musikerkreis mit z.T. Leuten wie Pat Buchanan, Ilya Toshinsky, Jimmy Lee Sloas, Shannon Forrest, Tony Harrell und Dan Dugmore schnürrte das Paket fest und machte es schließlich endgültig zum "sicheren Ding". Herausgekommen ist, wie es auch für ein Debütwerk im New County-Bereich zunächst sinnvoll ist, ein Gesamtüberblick über die Fähigkeiten des Protagonisten. So wird das gesamte Spektrum von Ballade, über Mid- bis Uptempo, von countrylastigen, bis zu rockigen, hier sogar auch bluesig und soulig angehauchten Stücken abgedeckt und das natürlich knackig, kurzweilig und perfekt aufeinander abgestimmt. Als Einstieg gibt es mit "The Good Life" ein, wie der Titel es schon andeutet, flockiges, erstklassiges, knackiges und melodisches Gute Laune-Stück, mit einem klug eingestreuten Tempobreak und einem schönen E-Gitarren-Solo. "Crying On A Suitcase", ebenfalls sehr eingängig (vor allem der Refrain), wechselt lediglich ein wenig die Stimmung (aufgrund der textlichen Thematik, es geht um Abschied in einer Liebesbeziehung), glänzt aber mit hervorragender Hintergrund-Slidearbeit und zwei schönen E-Gitarren-Solopassagen. Die bereits im letzten Jahr vorab ausgekoppelte, jetzt aber in den Billboard-Charts erst richtig in Fahrt kommende Single "Lets Don't Call It A Night" offeriert zum einen James‘ klare Blues- und Soul-Tauglichkeit, dient zum anderen aber auch als eindrucksvoller Beweis dafür, wie schön sich diese Stilart mit New Country vermischen lässt. Hier kam eine tolle, atmosphärische Ballade im Stile von James Otto heraus (klasse E-Gitarren-/Steelguitar-Solo-Kombination, plus 2. E-Gitarren-Soli gegen Ende). In eine ähnliche Kerbe schlägt auch "Love The Way You Miss Me" (Clapton-mässige Note). Das "real" Countryherz schlägt schließlich bei "Drive" ganz hoch. Eine Kooperation mit den Warren Brothers, wobei sich Dobro (starkes Spiel von Casey) und E-Gitarre eine heiße Wettfahrt liefern. Cooler Song! Balladenfreunden dürften die herrlich instrumentierten Nummern "Undone" (Akkordeon, Pianotupfer) und "So Sweet" (Powerrefrain, angenehme Orgel) wohlige Momente bereiten. Einfach schön und absolut kitschfrei. Im hinteren Bereich der CD wird dann das Tempo schön gleichmäßig angezogen. "She’s Money" (schwungvoller Groove, tolles an die Doobie Brothers erinnerndes rollendes E-Gitarren-Führungs-Lick, fulminante E-Gitarren-Passagen), "Tough Love" (swampig, viel Slide, Orgel, Handschrift von Mitkomponisten David Lee Murphy ist deutlich erkennbar) und das flott dahinpolternde "Workin On It" (satte Drums von Shannon Forrest, Southern Rock E-Gitarren-Solo) bilden dabei ein mehr als eindrucksvolles und unterhaltsames Trio. Als Finale entschied sich Casey dann für eine ruhige, recht melancholische, hoch melodische Nummer. "Miss Your Fire" würde hierbei auch einem John Mayer gut zu Gesicht stehen. Ein leises, zunächst sanftes (einem Wasserrauschen gleichkommendes Akustikgitarrenspiel als Untermalung), sich langsam steigerndes Stück mit hohem Wohlfühlfaktor. Ein wunderbarer Abschluss. Casey James beeindruckt auf seinem vielschichtigen Debüt mit gesanglichen, spieltechnischen und auch kompositorischen Qualitäten auf ungemein hohem Niveau. Fans von "jungen Wilden" wie Bucky Covington, Frankie Ballard, besagtem Dierks Bentley, Lee Brice aber auch von Musikern wie Keith Urban, James Otto, Travis Tritt oder Luke Bryan sollten hier die Antennen ausfahren. Es lohnt sich! Der Bursche ist richtig gut! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. The Good Life - 3:30
2. Crying on a Suitcase - 3:42
3. Let's Don't Call It a Night - 3:26
4. Drive - 3:32
5. Love the Way You Miss Me - 3:39
6. Undone - 3:25
7. So Sweet - 3:31
8. She's Money - 4:03
9. Tough Love - 3:30
10. Workin' on It - 3:22
11. Miss Your Fire - 3:38

Art-Nr.: 7724
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The good life
Let's don't call it a night
Drive
Undone
miss your fire

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JB and the Moonshine Band - beer for breakfast [2012]
"They come from the piny woods of East Texas" und mischen gerade die Red Dirt-Szene, und nicht nur die, richtig auf. Zu recht! JB Patterson und seine exzellente Moonshine Band spielen einen beeindruckenden, wundervollen, kraftvollen, Gitarren-betonten Southern-rocking Red Dirt Country, bzw. Country-fried Southern Rock, dessen ausgeprägter, einfach nur schöner Melodik man sich nur schwer entziehen kann. Das hat richtig Substanz, das hat richtig Klasse! Gegründet von dem großartigen Songwriter, Gitarristen und fantastischen Lead Sänger JB Patterson ("Double wide dream", das Titelstück des aktuellen Albums der Casey Donahew Band ist beispielsweise Co-Komposition von Patterson), der seine Mitstreiter aus eigens inszenierten Rehearsals und Castings zusammenstellte, ging das Quartett, neben Patterson sind das Hayden McMullen (lead guitar), Chris Flores (bass) und Gabe Guevara (drums), mit einem alten, klapprigen Van und eigener P.A. auf Tour, um jede sich bietende Auftrittsmöglichkeit in den texanischen Bars und "beer joints" landauf landab zu nutzen. Man war überzeugt von seinen Fähigkeiten und wollte mit seinen Live-Auftritten unbedingt auf sich aufmerksam machen. Irgendwann werden uns schon die richtigen Leute sehen, dachte sich die Band, und genau das geschah auch. Im März 2010 sah der New Country-Rapper Colt Ford die Truppe und war, obwohl die Musik von JB and the Moonshine Band überhaupt keine Parallelen zu der von Ford aufweist, spontan begeistert von deren fettem Countrysound und Outlaw-Attitüde. Ein paar Monate später hatte die Band auf dem gleichen Label wie Ford ihren "Record Deal" und nun liegt mit dem prächtigen "Beer for brekfast" schon ihr zweites Album vor. Es ist eine jener großartigen Scheiben, die mit ihrer Energie, Dynamik und Songstärke sowohl die Liebhaber der texanischen Red Dirt-Bewegung, als auch die des rockigen Nashville-kompatiblen New Country und des countryorientierten Southern Rocks unter einen Hut bringen. Aufgenommen in Nashville und Texas, besticht das Album von vorn bis hinten mit erstklassigen Songs ohne jeden Ausfall. Es gibt flotten, rockigen Outlaw Country, eine Menge wunderschöner Balladen, die allesamt sehr kraftvoll und mit herrlichen Melodien in Szene gesetzt werden, und ein paar astreine, herzhafte Southern Rock-Nummern. Man kann Spuren von Leuten wie Waylon Jennings und Hank Williams Jr. ausmachen, genauso wie von Montgomery Gentry, der Eli Young Band, der Brandon Clark Band, von Flynnville Train oder Blackberry Smoke. All das vermischen Patterson und seine Freunde zu ihrer eigenen, großartigen Musik. Diese ist überaus Gitarren-orientiert, mit E-Gitarren voller Saft und Kraft überall. Unterstützt wird die Band bei einigen Tracks von dem bekannten Nashville-Fiddler Rob Hajacos und der Steelguitar-Ikone Mike Johnson. Alles bündelt sich in einem wunderbar vollen Sound. Ein weiteres Markenzeichen, das wir vereinzelt schon erwähnt haben, ist von besonderer Bedeutung: Trotz der nie fehlenden Würze in den Songs und der erdigen Outlaw-/Southern Rock-Mentalität werden die Songs von hinreissenden Melodien bestimmt, die nicht selten an die schon genannte Eli Young Band erinnern. Los geht's mit dem bärenstarken "Beer for breakfast", einem von stampfenden und gut Gas gebenden Drums nach vorn gepeitschten, erfrischend fröhlichen Fiddle- und Guitar-driven Roadhouse-/Outlaw Country-Feger, der einen sofort mitreißt. Hat einen tollen Drive und läßt die Stimmung bei den Live-Shows der Truppe in den texanischen Honky Tonks sicher überschwappen. "Geil"! "Edge of the road" hingegen ist eine dieser traumhaft melodischen Balladen. Vergleiche zur Eli Young Band, vor allen Dingen vor deren Nashville-Deal, sind unausweichlich. Der Sound ist kraftvoll und saftig, das Arrangement eine perfekte Verschmelzung texanischer Red Dirt-Anlagen und Nashville-tauglicher New Country-Charakteristika. Hat das Zeug zu einem Monster Radio-Hit, sowohl in Texas, als auch in den Nashville-Charts - und das meinen wir ausschließlich positiv. Ähnlich gelagert ist das ebenso schöne "Kiss me that way" und das hinreissende "Smith County Line", das gar ein wenig an Sister Hazel erinnert. Dann die Southern Rock-Seite der Band: "Hell to pay" wird von rauen Southern Riffs bestimmt, genauso wie von einem urigen Outlaw-Flair. Die Nummer lebt von spannenden Wechsel zwischen kochenden, Skynyrd-mässigen Riffs, die auch solchen jungen Southern Rock Bands wie Hogjaw und SwampDaWamp prächtig zu Gesicht stünden, und einem flotten, dynamischen Roadhouse-Drive. Kommt auf der Schiene der Großtaten solcher Kollegen wie Flynnville Train und Blackberry Smoke. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch das fulminante "Yes". Das ist von fetten, satten Gitarren bstimmter Hard Rock-Country/ Southern Rock-Country vom Feinsten. Hat ordentlich Power! Hier spürt man die nach eigenen Angaben vorhandenen Einflüsse von Metallica genauso wie die von Lynyrd Skynyrd und großer Country-Helden ala Waylon Jennings, Johnny Cash, Billy Joe Shaver & Co.. Eine Hammer-Nummer! Balladesk ist's dann wieder bei dem wundervoll melodischen " I don't care", das aber ebenso ein feines Southern-Feeling zu bieten hat, wie der lockere, von schönen Lynyrd Skynyrd- und The Marshall Tucker Band-mässigen Hooklines durchzogene Red Dirt-Countryrocker "Ride" mit seinen starken Gitarren (inkl. zündendem Solo) und seiner tollen Melodie. "Catchy melodies and rugged appeal" sind das Markenzeichen dieser hervorragenden Truppe. Und JB Patterson sagt: "We love what we do and we play by our own rules. We’re real, we’re raw, and we don’t feel there’s a need to apologize for it." Das kommt eindrucksvoll rüber! Ehrlichkeit und Leidenschaft, gepaart mit exzellenter Songqualität - JB and the Moonshine Band werden nicht nur Texas rocken...

Das komplette Tracklisting:

1. Beer For Breakfast - 2:16
2. Kiss Me That Way - 3:55
3. No Better Than This - 2:57
4. Edge of the Road - 3:09
5. More Like My Dog - 3:53
6. Hell To Pay - 3:36
7. Smith County Line - 4:20
8. Ride - 3:37
9. The Only Drug - 3:16
10. Black and White - 3:57
11. I Don't Care - 4:48
12. Yes - 3:44
13. I'm Down [LEX Mix] - 3:09
14. Perfect Girl [Moonshine Mix] - 3:18

Art-Nr.: 7708
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Beer for nreakfast
Edge of the road
Hell to pay
Smith County Line
Ride
I don't care
Yes

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Jennings, Shooter - family man [2012]
Nach seinem recht schrägen und kontrovers beurteilten Konzeptalbum "Black Ribbons" kehrt Shooter Jennings mit dem großartigen "Family Man" zu eingängigerer Musik zurück und bewegt sich wieder mehr in Sphären seines starken Debütwerkes "Put The ‚O‘ Back In The Country", wenngleich das neue Werk zuweilen etwas lockerer und mit mehr semi-akustisch ausgerichteter Basis daher kommt. Doch es hat auch seine rockigen Momente. Shooter, bekannter weise ja Sprößling der berühmten, 2002 verstorbenen Countrygröße Waylon Jennings, hat es bisher wie kaum ein anderer Nachkomme in diesem Business geschafft, sich dem musikalischen Vermächtnis des Vaters, den an ihn herangetragenen Ansprüchen und dem damit verbundenen Druck einerseits zu stellen, sich ihm aber gleichzeitig auch geschickt zu entziehen. Er hat von Anfang an sein eigenes Ding durchgezogen und ist bei allem, was er bis zum heutigen Tage angepackt hat, ungemein authentisch geblieben. Er ist ein "echter" Country-Outlaw im Sinne seines Vaters, das hört man auch auf dem neuen Werk deutlich, doch er verbindet diese "Gene" wunderbar mit seiner eigenen musikalischen Philosophie. Auf seinem aktuellen Silberling "Family Man" rückt der seit 2009 mit der Schauspielerin Drea de Matteo (The Sopranos) verheiratete 33-jährige mit einem Großteil der Songs das Thema "Familie" stark in den Vordergrund. Und das äußerst abwechslungsreich und unterhaltsam, mit vielen Ecken und Kanten und auch einer gehörigen Portion Humor und Selbstironie (…"Another Thanksgiving on a rainy day / The whole house smells like a big ashtray / It be loud but that’s our way / We’re a family”…). Die CD, diesmal mit seiner neuen Begleitband "The Triple Crown" (Eric Deutsch, Jeff Hill, Chris Masterson, Eleanor Whitmore, Jon Graboff, Tony Leone, Mickey Raphael) eingespielt, beginnt mit dem zunächst in Erzählmanier recht verhalten startenden "The Real Me" (erinnert in den Strophen ein wenig an Charlie Daniels‘ "Long Haired Country Boy"), das dann aber im Refrain in Zungenbrecher- Manier ("…I’m a double-talkin’, chicken-lickin’, meaner-than-the-dickens, sick and wicked, hole-diggin’ son of a gun! …"), mit sehr starkem Gesang von Shooter, richtig Fahrt aufnimmt und mit zunehmender Zeit toll abgeht. Schöne Melodie, starkes Outlaw-Countryrock-Flair! Klasse hier auch die zündende Steel-/E-Gitarren-Solo-Kombination. Eine tolle Nummer. Mit dem leicht folkig angehauchten (dank schöner Mandoline) und vor allem im lockeren, flockigen, dennoch knackigen Refrain herrlich melodischen "The Long Road Ahead“ und dem fast ein wenig an "Lucille" angelehnten, dahin schwofenden "The Dead & The Dollar" (erste Single) geht es dann wunderbar eingängig weiter. Nach einem feinen A capella-Intro lässt Shooter jedoch beim folgenden "Manifesto No. 4" wieder einmal seiner Southern Rock-Passion freien Lauf: Großartiger, dreckiger, laut,"krawalliger" Gesang, sägende Fiddle, satte, raue E-Gitarren - Shooter lässt es ordentlich krachen. Zum Durchatmen darf man sich anschließend in The Marshall Tucker Band-ähnlichem Ambiente bei "Summer Dreams" entspannt zurücklehnen (klasse die voller Western-Flair weinende Mundharmonika von Mickey Raphael) und in Sonnenuntergangsphantasien schwelgen. Mit "Southern Family Anthem" gibt es einen weiteren, starken, kräftigeren southern-rockigen Song, der durch aggressiven Gesang und eine leicht psychedelische Note geprägt ist. Amüsant hier wieder die Zeile im Refrain: "… We maybe thrash, but we’re a family…"! "Daddy’s Hands" ist eine liebenswürdige Hommage an die letzten Lebensjahre seines Vaters Waylon Jennings (und auch des Schwiegervaters), als dieser bereits von seiner Krankheit gezeichnet war ("… Come on, Daddy, one more Christmas, it ain’t your time to go…"). Bei "Black Dog" kommen unweigerlich Reminiszenzen an Johnny Cash In den Sinn. Ein recht kühl, sparsam mit hervorstechender Akustikgitarre besungener Erzählsong, wie man sie vom Meister aus der Rick Rubin-Zeit kennt. Erzeugt regelrecht Gänsehaut. Mit "Family Tree" einem honkytonk-getränkten Barroom-Blues (starkes Piano von Erik Deutsch) und dem melodischen "Born Again" (großartige Backs von Eleanor Whitmore, aber wieder mit psychedelisch anmutenden Instrumentalausklang) beendet Shooter ein in sich wunderbar stimmiges, höchst authentisches, rootsiges Outlaw Country/Americana/Alternate Country/Countryrock-Album, das man mit Fug und Recht als eines seiner besten bezeichnen darf. "Family Man" ist prächtig gelungen und dürfte papa Waylon stolz von oben auf seinen Sohnemann herabblicken lassen. Das Album kommt in einem recht aufwendigen Klapp-DigiPak daher, in dem sich auch ein eingestecktes Faltposter befindet. Sehr starke Vorstellung, Shooter Jennings! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. The Real Me - 4:19
2. The Long Road Ahead - 3:58
3. The Deed & the Dollar - 4:01
4. Manifesto No. 4 - 3:11
5. Summer Dreams (Al's Song) - 3:11
6. Southern Family Anthem - 3:23
7. Daddy's Hands - 3:06
8. The Black Dog - 5:00
9. The Family Tree - 4:24
10. Born Again - 5:35

Art-Nr.: 7723
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The real me
The long road ahead
The deed & the dollar
Southern family anthem
The black dog
Born again

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King Band, Marcus - soul insight [2015]
Nachdem dieses großartige Album ursprünglich bereits 2014 erschienen und nur im Eigenvertrieb der Band erhältlich war (mittlerweile ist es vergriffen), hat sich nun Warren Haynes (Gov't Mule) entschlossen das Werk über sein eigenes "Evil Teen"-Label erneut zu veröffentlichen, um es auch einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Mr. Haynes ist ein ausgesprochener Fan des jungen Gitarrenhexers Marcus King und seiner Freunde, deshalb dieser Schritt. Und das ist gut so!

Geballte Bluesrock-Power eines blutjungen Gitarrenmagiers aus South Carolina! Wow! Der gerade mal 18-jährige Marcus King und seine Band veranlassen mit ihrem packenden Debutalbum "Soul insight" nicht nur das der The Allman Brothers Band nahe stehende Magazin "Hittin' The Note" zu einem begeisternden Review, sondern sorgen in der einschlägigen Szene, auch unter den etablierten Musikerkollegen, für jede Menge Aufmerksamkeit. Man ist sich einig: Dieser Bursche hat eine große Zukunft. Marcus bearbeitet die Gitarre quasi seitdem er laufen kann. Schon mit 2 Jahren hat ihn sich sein musikverrückter Vater Marvin King, ein lokal sehr bekannter, ewig tourender "veteran bluesman" auf dem "fret board" austoben lassen und im zarten Alter von 11 Jahren stand er bereits mit der Band seines "alten Herrn" auf der Bühne und begeisterte die Zuhörer mit seiner verblüffenten "Duane Allman meets Jimi Hendrix"-Virtuosität. Schon zu diesem Zeitpunkt stand fest, dass die Buesrock-Musik in all ihren Facetten seine Mission ist und sein Leben bestimmen wird. Duane Allman und Jimi Hendrix gehören zu seinen großen Helden, doch die Einflüsse gehen deutlich weiter. Künstler wie Miles Davis, The Meters, B.B. King, Johnny Winter und The Allman Brothers Band inspirierten ihn total. Funk, Psychedelic, Jazz, Southern Rock sowie jede Menge Improvisationsfreude mit längeren Jammings fanden fortan in seiner Musik Zugang. Und genau das alles ist auf dem fantastischen Debut der Marcus King Band in vollster Blüte zu bewundern. Obwohl auf dem Cover nur 3 Musiker abgebildet sind, agiert die Marcus King Band zu viert, und zwar mit dem Keyboarder Alex Abercrombie, Bassmann Anthony House und Drummer Jack Rysn - alles hervorragende Mitstreiter. Unterstützt wird die Band zudem bei ein paar Stücken durch einen zusätzlichen Percussionisten, sowie einen Saxophonisten (Harold Todd aus der Band von Lenny Kravitz bei 2 Tracks) und einen Trompeter (ebenfalls bei 2 Tracks). Doch der Star der Truppe ist ganz klar Frontmann Marcus King, ein klasse Sänger, Songwriter und eben ein "Monster-Gitarrist", der mit umwerfenden, feurigen, fingerfertigen Läufen und Soli brilliert, genauso wie mit jeder Menge Spielwitz. Los geht's mit dem wuchtigen, fetten, mächtig groovenden, von einer gehörigen Portion Siebziger Classic-Rock unterwanderten Bluesrocker "Always". Starker Gesang, ein hervorragend strukturiertes Arrangement und ein "bäriges", mit genauso glühenden, wie lässig zelebrierten Gitarrenläufen und einem wunderbaren, kleinen Schlagzeugsolo aufwartendes Instrumentalbreak bestimmen das Geschehen. Herrlich retro. Das folgende "Boone" beginnt recht verhalten, mit viel Southern-Soul und feinem akustischen (Slide)Gitarrenspiel, legt dann im Verlauf aber gewaltig zu und wird zu einem voller Energie steckenden Southern-fueled Bluesrocker mit einem klasse Orgel-Untergrund. Hier spürt man die Einflüsse der Allmans deutlich. Danach das furiose Instrumental "Fraudulant waffle", bei dem die Band und vor allem Protagonist Marcus King sich zum einen völlig gehen lassen und gleichzeotig alle künstlerichen Register ziehen. Was für ein Jamming! Das geht von großartigen Twin Guitar-Momenten über fulminantes Lead Gitarren-Spiel, angetrieben von üppiger Percussion, gespickt mit viel Jazz- (Miles Davis) und Latin- Spirit (Santana). Das ist die pure Improvisationsfreude! Klasse! Etwas zurückhaltender, dafür mit ungemein viel Seele und Inspiration agiert die Band bei dem wunderbaren, gepflegten, leicht jazzig angehauchten Blues "Everything", der mit einem feinen Orgel-Background, ein paar schönen Saxophon-Momenten und einem hinreissend fingerfertigen Gitarrensolo des jungen Gitarrenzauberers besticht. Die Nummer sprüht nur so vor Spielfreude und Spielkultur. Erinnert ein wenig an die Tedeschi Trucks Band. Es folgen weitere, hochkarätige Nummern wie etwa der schön groovende, mit feinem Southern-Esprit versehene Midtempo-Blues "Dyin'" (klasse strukturiert, kleines Saxophon-Intermezzo, ausgedehntes, ungemein virtuoses, fulminantes Gitarrensolo), das furiose, mit Wahnsinns-Gitarrenarbeit aufwartende, abermals sehr jammige Instrumental "Booty stank" und der lichterloh brennende, voller "wilder" Gitarrenläufe steckende Uptempo Bluesrock-Kracher "Keep moving". ehe das Album mit der wunderschönen, melodischen, semi-akustisch inszenierten Ballade "I won't be here", eingehüllt in ein edles Southern-Gewand, überaus entspannt ausklingt. Die Reminiszensen an große Southern-Balladen der The Allman Brothers Band sind nicht zu leugnen. Tolle Nummer zum Abschluß eines ungemein vielseitigen, vielschichtigen Albums. Marcus King und seine Kumpels mit einem furiosen, genauso inspirierten, wie ambitionierten, teils sehr jammigen Bluesrock-Ritt, der einen von vorn bis hinten in Atem hält. Was diese Jungspunde drauf haben, ist schlicht "der Knaller"! Ja, das ist sicher erst der Anfang für die Marcus King Band, aber der hat es wahrlich schon in sich. Die Reise in die höchsten Hemisphären des Bluesrock-Universums hat begonnen...

Das komplette Tracklisting:

1. Always - 4.12
2. Boone - 5.30
3. Fraudulent Waffle - 5.21
4. Honey - 4.19
5. Dave's Apparition (Interlude) - 2.17
6. Everything - 4.48
7. No Decency - 4.42
8. Dying - 5.49
9. Booty Stank - 4.24
10. Opie - 5.09
11. Keep Moving - 5.00
12. I Won't Be Here - 4.37

Art-Nr.: 8951
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Always
Boone
Fraudulant waffle
Everything
Dyin'
Keep moving
I won't be here

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McClure, Mike - fifty billion [2011]
Dieser aus Tecumseh, Oklahoma stammende Mike McClure ist schon der Wahnsinn! Ein echter Tausendsassa der Red Dirt-Szene. Ob als emsiger Produzent/Studiomusiker bei vielen Interpreten des Genres (u. a. Cross Canadian Ragweed, Tommy Gallagher Band), Mitspieler bei diversen Live-Acts, Gründer und Frontmann von solch großartigen Bands wie The Great Divide, der Mike McClure Band oder auch ganz solo, mittlerweile sogar Mitinhaber eines eigenen Labels (598 Recordings), dieser Mike McClure ist, wenn es um Red Dirt geht, rastlos und omnipräsent (ob die ungewöhnliche Covergestaltung auch noch auf eine weitere Passion Mikes, der Schmetterlingskunde, hindeutet, bleibt ungeklärt...). Das Erstaunliche dabei: Überall, wo er seine Finger im Spiel hat, kann man sich zum einen auf aussergewöhnliche, musikalische Qualität verlassen, zum anderen darf man sich auf (positive) Überraschungen gefasst machen. So liefert auch sein neues Solo-Werk "Fifty Billion" erneut baumstarke Kost und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Hierzu hat er sich wieder mit seinem Spezi (ZZ Top-Produzent) Joe Hardy zusammengetan, der natürlich produziert und mit Mike sämtliche Kompostionen (alle aus der Feder von McClure) fast im Alleingang (lediglich bei Fiddle, Horns, Conga und Backs gab es partielle Unterstützung) mit diversesten Intrumenten eingespielt hat. Ja, beim Hören der ganzen Feinheiten, kann man gedanklich förmlich nachvollziehen, wie die beiden im Studio stundenlang herumgetestet, -experimentiert und jedes Songsdetail bis ins Kleinste "ausklamüsert" haben. Anders als bei den Scheiben, die McClure selbst produziert, und bei denen immer auch ein gewisser kommerzieller Nutzen nicht aus dem Auge verloren wird, gilt für seine eigenen Platten wohl eher das Motto "twice as different, half as popular". "Fifty Billion" bietet eine enorme Bandbreite an Stilen und Stimmungen (das reicht von wunderschönem, semi-akustischem Alternate Country bis zu knochentrockenem, riffigem Rootsrock, von staubigem Americana bis zu Bläser-geschwängertem Southern-Funk, oder von herrlichen Klangspielereien umgebenem, ungemein melodischem Countryrock bis hin zu punkigem Volldampf-Rock), die aber letztendlich doch alle in einer wunderbaren Harmonie und dem Oberbegriff "Red Dirt-Rootsmusic" wie selbstverständlich zusammenfinden. Der eröffnende Titelsong, kommt zunächst einmal im enspannten, leichten Country-/Americana-Ambiente mit sehr schöner Melodie sowie etwas sonnigem Eagles-Feeling daher. Dieser "Wohlfühl-Song" wird dann aber sofort jäh von einem deftigen, aber nicht minder starkem Rootsrocker ("Black Diamond") abgelöst, beo dem McClure mit zwei quirligen E-Gitarren-Solo-Passagen brilliert. Beim folgenden "Horsehoe" gibt’s direkt den nächsten Stimmungswechsel: Wundervoller Slow-Countryrock mit fast hawaianisch anmutender Steelgitarre und einem überraschenden Fiddle-Solo. "Almost Here / Almost Gone" liefert einen kleinen Vorgeschmack auf die wohl kommende The Great Divide-Reunion (in 2012 soll es ja einige Konzerte geben), ein typischer Track in der Tradition ihres einstigen Song-Repertoires. Das sich anschließende "Distractions" erinnert ein wenig an Lieder von Stoney LaRues letztem "Velvet"-Album mit recht introvertiertem Charakter, wo verschrobene E-Gitarren ein fast psychedelisches/hypnotisches Ambiente erzeugen. "Old Crow" gibt sich dann wieder herrlich fröhlich. Ein kleiner hübscher, folkig/grassiger Country-Stomper mit Banjo, Dobro und Mandoline verziert, der zum Tanzen animiert und jede Menge Gute Laune verbreitet. Bei "Hell And Highwater" hingegen fährt McClure wieder ein "schweres Geschütz" auf. Nach einem ruhigen, mit Akustikstreicheleinheiten unterlegten Gesangsintro und dezenten weiblichen "Uuhuuh"-Harmonies geht die Nummer in einen heissen, drückenden, souligen Memphis Funk-Blues mit fetter Hornsection und gospeligen weiblichen "Backs" über. Man hat teilweise das Gefühl, McClure singt gegen eine ganze Big Band an. Wuchtig, aber großartig! Toll, wie sich die Bläser mit dem akzentuierten Mandolinenspiel vertragen. Und mitten in den Bläser-Part stösst der Meister dann noch mit einem bärenstarken E-Gitarrensolo vor. Das hat was! Die prompte Gelegenheit zur Erholung folgt mit "The Other Side Of Midnight" auf dem Fuße, das fast wie ein Wiegelied mit viel Gefühl zelebriert wird. Schön hier vor allem die spanische Akustikgitarre. Dieses typische "Borderline-Flair", wie es Charlie Daniels oft in seinen Southern Rock-Stücken verarbeitet hat, umgibt auch das voller Pathos umwobene "Outlaws Prayer" (starke Twin-Leads). Am Ende versetzt McClure seine Hörerschaft dann endgültig ins Staunen. "Little Birdie" fängt zunächst mit Akustikgitarren-untermaltem Erzählgesang ganz simpel und harmlos an, wechselt dann aber plötzlich in einen überschwenglichen, mächtig abgehenden Gitarren-betonten, punkigen Rootsrocker mit Stadion-kompatiblen und Party-tauglichen "Ooohooh"-Mitgröl-Passagen, um dann so einfach und ruhig wie zu Anfang wieder abzuschließen. Ein selbst für McClure-Verhältnisse ungewöhlicher "Abflug". Mike McClure ist sich mit seinem neuen Silberling "Fifty Billion" wieder treu geblieben: Saustark auch wieder sein Gesang! Ist einfach wieder ein klasse Teil geworden, wie man es von ihm nicht anders erwartet. Keine "einfache" Kost, trotzdem zumeist überaus melodisch, immer den Hörer fordernd, mutig, oft so genial wie extravagant, dann wieder schön einfach, durchgehend toll instrumentiert. Gratulation und grössten Respekt dafür, "Mr. Red Dirt"! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Fifty Billion 3:39
2. Black Diamond 4:23
3. Horseshoe 3:15
4. Almost Here/ Almost Gone 2:44
5. Distractions 4:27
6. Old Crow 2:20
7. Hell And Highwater 4:06
8. Other Side of Midnight 4:30
9. Outlaw's Prayer 3:05
10. Little Birdie 2:01

Art-Nr.: 7649
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Fifty billion
Black diamond
Horseshoe
Old crow
Hell and highwater
Other side of midnight
Outlaw's prayer

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McCoy, Neal - XII [2012]
Lange war es ruhig um den großartigen "Real Country"-Performer Neal McCoy aus Jacksonville/Texas, der uns einst mit so tollen Hits wie "Wink", "No doubt about it" oder "The city that put the Country back in me" begeisterte. Jetzt meldet er sich mit einem neuen, 12 Songs umfassenden, schlicht "Twelve" betitelten Album zurück und beweist überaus eindrucksvoll, dass er noch "voll im Saft" steht. Und wie! Das Teil ist einfach klasse! Erfrischende Country-/New Country-Musik voller Abwechslungsreichtum, geschickt zwischen purer Country-Tradition und modernem "Young Country" hin und her balancierend, aber immer frei von "gekünstelten" Pop-Momenten. Es ist eben "Real Country". McCoy's "Comeback"-Album ist unter der tatkräftigen Mithilfe des eng mit ihm befreundeten Country Star-Ehepaares Blake Shelton und Miranda Lambert, zusammen mit Brent Rowan entstanden, die das Album nicht nur im 3er-Verbund exzellent produzierten, sondern den Protagonisten auch bei der Songauswahl gezielt unterstützten. Und die ist von vorn bis hinten vorzüglich. Nehmen wir beispielsweise den wundervollen Opener "A-OK", ein knackiger, durchaus traditionell fundamentierter, dennoch überaus zeitgemäss umgesetzter New Country Midtempo-Hit, der eine herrliche Frische vermittelt. Das ist fröhlich, da kommt jede Menge gute Laune auf. Die Melodie geht sofort ins Ohr und der schöne "Sing along"-Refrain lässt einen nicht mehr los. Eine fabelhafte Nummer, die an so manchem tristen Tag für Sonne im Herzen sorgt und McCoy's so fantastisch gelungenen Neustart perfekt repräsentiert. So geht das munter weiter, mit prächtigem, knackigem New Country ("Real good, feel good"), fetzigem, Gitarren-betontem Countryrock ("Lucky enough"), der ein oder anderen, wunderschönen Ballade (z. B. "Judge a man by the woman"), purem, klassischem, "Beer drinking" Neo Honky Tonk ("That's just how she gets"), Bob Wills-beeinflusstem Barroom-Swing ("Mouth" - übrigens mitkonmponiert von Jamey Johnson), bis hin zu fröhlichem, von einem leichten Mariachi-Flair und viel sonnigem "Ocean-Feeling"durchzogenem Tex Mex-Country ("Borderline crazy" - klingt, als sei es in einer gemeinsamen Session von Kenny Chesney, Jimmy Buffett und The Mavericks entstanden). Neal McCoy hat zur Umsetzung die 1A-Garde von Nashville's Studio-Cracks wie zum Beispiel Brent Rowan, David Grissom (electric guitars), Dan Dugmore (steel, lap steel), Mac McAnally (acoustic guitar), Michael Rhodes (bass), Michael Rojas (piano), Aubrey Haynie (fiddle), Greg Morrow (drums), u.v.m., mit an Bord. Blake Shelton und Miranda Lambert helfen natütlich auch aus, mit akustischer Gitarre und wunderbarem Background-Gesang. Neal McCoy mit einem tollen Album, voll auf der Schiene solcher Leute wie Blake Shelton, Dierks Bentlrey, Jake Owen, Brad Paisley, Luke Bryan, Montgomery Gentry, Toby Keith, Tracy Lawrence, und wie sie alle heissen. Aber auch der ein oder andere George Strait-Fan kommt sicher prima damit klar. Frisch, locker, knackig, mit tollem Songmaterial und absolut auf der Höhe der Zeit! Neal McCoy ist wieder voll da!

Das komplette Tracklisting:

1. A-Ok - 2:56
2. Real Good Feel Good - 4:05
3. Judge a Man By the Woman - 3:59
4. Mouth - 3:16
5. Shotgun Rider - 3:01
6. That's You - 3:25
7. Crazy Women - 3:35
8. Lucky Enough - 3:33
9. Every Fire - 3:40
10. That's Just How She Gets - 2:58
11. Borderline Crazy - 3:18
12. Van Gogh - 3:56

Art-Nr.: 7725
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
A-Ok
Shotgun rider
That's you
Lucky enough
Every fire
Borderline crazy

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Moore, Kip - up all night [2012]
Großartiges Debut des Mannes aus Tifton, Georgia, der mit seiner ersten Single "Somethin' `Bout A Truck" gerade die Top 10 (zur Zeit Platz 9) der Billboard Country Singles-Charts entert. Knackige New Country-Musik mit einem dezenten Heartland-Flair. Kip Moore führte lange Zeit ein rastloses Leben als "Hallodri", ausgestattet mit Intelligenz und einigen diversen Talenten (er war sowohl ein guter Basketball- und auch ein prima Golfspieler, lernte dazu frühzeitig Gitarre spielen und trat mit lokalen Bands auf). Nach seiner Graduierung zog es ihn so gut wie mittellos zunächst nach Hawaii, um neben ein paar Gelegenheitsjobs, dem leichten Leben, der Sonne und dem Surfboard fahren zu fröhnen. Irgendwann überredete ihn ein Freund, es doch noch mal mit der Musik zu versuchen. Kip gab nach und wiederum nur mit einem alten Nissan und einer Gitarre "bewaffnet", begab er sich 2004 nach Nashville. Er begann bei Songwriter-Sessions die relevanten Kniffe zu studieren und für seine eigenen Ideen zu nutzen. Damit erreichte er nach und nach eine erhöhte Aufmerksamkeit bei den für das Business maßgeblichen Leuten. Moore's entscheidender Schritt nach vorne kam, als er für das erfolgreiche Debüt des Duos Thompson Square mit "All the Way" and "Let's Fight" gleich zwei Stücke beisteuerte. Als eigenständiger Musiker wurde er von Kreativ-Scout Marc Dennis, der den Kontakt zu MCA Nashville besorgte, entdeckt. MCA stellte Kip den erfahrenen Hitschreiber Brett James als Produzent an die Seite (James hat hier auch zwei Stücke mitkreiert und singt im Background mit) und ließ ihm bei der Wahl seiner Mitschreiber weitestgehend freie Hand. Gentleman-like bedankte sich Keifer Thompson für Moore's Hilfe und diente diesmal zu Kip's Opener "Drive Me Crazy", einem flotten New Country-Feger mit allen genretypischen Zutaten (inkl. Steel-Fills und zweier kurzer E-Gitarren-Soli) als Co-Songwriter. "Beer Money" folgt als tanzbarer Gute-Laune-Countryrock wie es auch zuweilen bei Billy Ray Cyrus der Fall ist. Als Center des Albums steht natürlich die o.a. Single "Somethin' `Bout A Truck", ein wirklich cooler, lässiger, saustarker Track (toller Gesang von Kip) mit herrlicher Instrumentierung (grandiose Slidearbeit), einem klasse Groove, Tempo- und Stimmungwechseln, sowie amüsantem Text (alle Songtexte sind übrigens im beigefügten Booklet enthalten). Hier passt alles zusammen, deshalb nicht ohne Grund auf der Erfolgsspur. Geschrieben wurde die Nummer von Kip zusammen mit Dan Couch, der mit "Reckless (Still Growin’ Up)", neben zwei weiteren Songs, noch einen richtigen Kracher dieses Werkes ablieferte: Wieder ein Track mit einem relaxten Groove und lustigem Text, der so ein wenig Moore's unkonventionelles Vorleben reflektiert („... we took our breaks on the boat docks and I got fired for smokin’ pot...”). Das Stück würde auch ganz gut zu Kenny Chesney's Repertoire passen. Bei diversen Liedern wie "Crazy One More Time", "Hey Pretty Girl", "Up All Night" (erinnert stark an Keith Urban, mit Brett James als Co-Autor) beweist Moore dann auch seine Tauglichkeit im gemäßigten, bzw. Balladenbereich, immer mit einer schönen Heartland-Brise und vermeidet so jegliches Abdriften in allzu poppige Gefilde. Ganz stark der Abschluss mit dem dezent, melancholischen Slide-getränkten "Fly Again" (tolles, "quietschendes" Slide-Solo) und der zweiten Brett James Co-Operation "Faith When I Fall" (ruhiges Akustikintro, bedächtiges E-Gitarrenspiel, hymnischer Refrain, E-Gitarren-Solo), die ebenfalls erhebliches Hitpotential aufweist. So kommt auch der für das Music Row Magazin schreibende, anerkannte Journalist und Historiker Robert K. Oermann zu einem Fazit voll des Lobes: "For years, I have been searching for the missing link between blue-collar rock and country music. "This year, I think I have heard it. His name is Kip Moore. There is fiery, urgent intensity in his voice. His lyrics vibrate with conviction and true grit. The melodies have gripping, heart-in-throat passion. And the roaring, propulsive performances on his debut album sound like signposts on the highway to some Southern-fried Born to Run. Dare I say it? This man just might be the hillbilly Springsteen." Diesem beeindruckenden Statement schließen wir uns mit gutem Gewissen an. Kip Moore sorgt mit seinem Debüt "Up All Night" für jede Menge frischen Wind in Nashville's New Country-Szene. Gut so! Sehr starkes Debut! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Drive Me Crazy 4:04
2. Beer Money 3:38
3. Somethin' 'Bout A Truck 3:33
4. Everything But You 3:56
5. Crazy One More Time 4:25
6. Where You Are Tonight 4:16
7. Hey Pretty Girl 3:35
8. Reckless (Still Growin' Up) 4:36
9. Up All Night 4:27
10. Fly Again 4:18
11. Faith When I Fall 4:41

Art-Nr.: 7767
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

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My Dynamite - same [2012]
"Rock'n Roll will never die"! Grandioses, junges Quintett aus Melbourne (Australien) mit einem geradezu überragenden Debut! Tief verwurzelt in den Siebzigern und mit einem Hauch von Southern Rock spielen sie genauso unbekümmert, dreckig und ungeschliffen auf, wie The Black Crowes zu ihren Anfangszeiten - voller Energie, dynamisch, erdig, kraftvoll, dabei aber auch ungemein frisch und voller Leidenschaft. Das Songmaterial ist saustark - ohne jeden Ausfall! Trotz des rauen Feelings und trotz der Kraft klingt die Band zuweilen auch herrlich locker und sehr, sehr melodisch. Die Songs bleiben prächtig hängen, der Funke springt sofort über. 2 tolle Lead Gitarristen, die sich ständig gegenseitig "anstacheln", eine tighte, großartige Rhytmussektion und ein fantastischer Sänger, der sich nicht im Geringsten hinter Chris Robinson zu verstecken braucht. Die Band hat alles, was es für klassische, unverfälschte (Gitarren) Rockmusik mit ein wenig Bluesrock- und Southern Rock-Flair braucht. Klasse auch der zeitweise wunderbar ausgerollte Orgelteppich, der den straighten Gitarrensound erstklassig ergänzt. Neben The Black Crowes, die in der Musik von My Dynamite, obwohl die Australier eine ganz klare, eigene Identität haben, stets ihre Spuren hinterlassen, hört man auch noch Einflüsse der Rolling Stones, der Faces und von Humble Pie. Das ist erfrischender, zeitgemässer, purer Old School Guitar Boogie Rock'n Roll der Güteklasse A! Solche Bands braucht die globale Rock-Welt, dann braucht einem wirklich nicht bange um unsere geliebte Musik zu sein. Das Zeug rockt und rollt aus unseren Lautsprechern wie ein "freight train" durch den amerikanischen Süden! Eine wahre Pracht!

Das komplette Tracklisting:

1. Take It Or Leave It (4.11)
2. Inside Out (4.22)
3. If We're Livin' (3.20)
4. Dirty Game (3.20)
5. Watch Yourself Grow (4.38)
6. Raise Your Glasse (4.41)
7. Singing Stormy Weather (4.23)
8. Big Attraction (5.10)
9. All That She Brings (4.34)
10. Fork In Your Tongue (3.23)

Art-Nr.: 7754
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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