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Baird, Rob - wrong side of the river [2016]
Drittes, wundervolles, ja geradezu umwerfendes Album des aus Memphis stammenden, heute aber in Texas lebenden Rob Baird. Welch eine Wonne! Hinreissender, genauso prächtig groovender, wie traumhaft melodischer Red Dirt Roots-, Americana- und Countryrock, der zu dem besten gehört, was das Genre zu bieten hat. Die Songs sind fantastisch! Vier Jahre war Rob Baird in sich gekehrt, um sich in seiner typischen Art mit aktuellen Dingen des Lebens wie Trubel, Ausdauer, Einsamkeit, Zurückweisung oder Depression thematisch in seinen neuen Songs auseinander zu setzen und betrieb damit auch ein wenig Selbstfindung in eigener Sache. "Wrong Side Of The River" heißt seine neue Scheibe und führt den Weg seiner beiden schon extrem starken Vorgänger konsequent fort. Das Album ist erneut ein zehn Stücke umfassendes, kleines Meisterwerk geworden, das einen von vorne bis hinten mit seiner Magie gefangen hält. Baird hat die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Scott Davis beendet und in Brian Douglas Philipps, einen neuen Multi-Instrumentalisten (guitars, keys, pedal steel, harmony vocals) als kongenialen Partner an seiner Seite gewonnen, der als Mitspieler, Songwriter und Produzent einen erheblichen Beitrag zu dem herausragenden Gesamtergebnis geleistet hat. Die Musikerriege wurde zu früher komplett ausgetauscht und bewegt sich diesmal mit Jacob Hilddebrand (guitars, banjo), Z Lynch (bass, harmony vocals), Fred Mandujano (drums, percussion) und Jamie Harris (harmony vocals) in einem recht überschaubaren, aber umso kompetenteren Rahmen. Beim Songwriting ist aus älteren Tagen nur Rick Brantley als Co-Writer bei einem bärenstarken "Oklahoma" übrig geblieben (unglaublich melodischer, dennoch herrlich "gritty" und mit einem von effektvollen Gitarren- und Keyboard-Klängen und einem tollen Drive nach vorn getriebener, flüssiger Red Dirt Country-/Americana-Rocker),ansonsten assistierten Douglas Philipps und Leute wie Ruston Kelly und Ben Danaher. Am typischen Rob Baird-Stil, einer dezent melancholisch und introvertiert klingenden Melange aus Country, Red Dirt, Americana und Roots Rock, wurde aber so gut wie nichts verändert. Gut so! Schon das Auftaktstück "Ain't Nobody Got A Hold On Me" (unterkühlte Retro Bariton-E-Gitarre, tolles Solo, hallende Orgel-Untermalung) mit seinen atmosphärischen Stimmungs- und Tempowechseln (starker Powerrefrain) lassen einen tief in Bairds Seelenleben eintauchen. Hat irgendwie den Vibe eines jungen Rodney Crowell. Ganz toller Song! Danach "bettelt" Rob in der mit wundervoller Steelguitar verzierten flockig, flotten Countryrocknummer "Mercy Me" hingebungsvoll um Verzeihung (tolles Steel-/Barotone Guitar-Zusammenspiel, traumhafte Melodie). Einer der wichtigsten Co-Writer dieses Albums ist der texanische Songwriter Mando Saenz. Der liefert in seiner unkonventionellen, rootsigen Manier die Ideen und Texte sowohl für das brillante, dezent Rockabilly-umwehte "Pocket Change" als auch für die edle, ruhige, staubige, dabei wunderschöne Americana-Ballade "Horses" (tolle Akustikgitarre). Zwei absolute Highlights! Herrlich auch die wunderbare, reduzierte Ballade "Run Of Good Luck", bei dem sich die Instrumente wie Piano, Steel und Akustikgitarre sehr erhaben miteinander verbinden. Großartig hier zudem der Baird assistierende, texanisch gefärbten Harmonie-Gesang von Jamie Harris. Der Titeltrack "Wrong Side Of The River" begeistert mit leicht psychedelischem Teint, in einem klasse, ein wenig an Jason Isbell erinnernden Rootsrock-Ambiente mit kernigen Gitarren und Robs exzellenter Gesangsleistung. Das eingängige, mit einem sehr melodischen Refrain ausgestattete "Mississippi Moon" wäre wohl eine potentielle Cover-Option für die Eli Young Band. Am Ende sinniert Baird voller Melancholie in "When I Go", was wohl passieren würde, wenn er fortgeht. Die dritte Fremdkomposition des Werkes "Cowboy Cliche" (Orgel, E-Gitarren-Fills, dezente Bläser), von dem bei Carnival Music unter Vertrag stehenden Songwriter Peter Hultquist, räumt mit Cowboy-Klischees auf und beendet sehr atmosphärisch und ruhig ein weiteres hervorragendes Baird-Exemplar. "Wrong Side Of The Rive“ ist eine erneute absolute Glanzleistung des Protagonisten. Möge Rob Baird sich vielleicht in seinem Gefühlsleben auf der f"alschen Seite des Flusses" wähnen, so hat er musikalisch längst den richtigen Weg eingeschlagen. Welch ein beeindruckendes Teil. (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Ain't Nobody Got a Hold on Me - 3:50
2. Mercy Me - 3:47
3. Pocket Change - 3:56
4. Run of Good Luck - 3:45
5. Wrong Side of the River - 4:28
6. Oklahoma - 3:38
7. Horses - 4:25
8. Mississippi Moon - 3:39
9. When I Go - 4:26
10. Cowboy Cliche - 4:48

Art-Nr.: 9179
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ain't nobody got a hold on me
Mercy me
Run of good luck
Wrong side of the river
Oklahoma
Horses
Mississippi moon

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Big Something - same [2013]
"Big Something sound big" - und wie "big" die klingen! Diese 6-köpfige, vor allem in der Jamrock-Szene gewaltig auftrumpfende Truppe aus North Carolina ist etwas ganz besonderes, etwas wirklich eigenständiges und spezielles, vor allem aber etwas richtig, richtig "geiles" und musikalisch brillantes. Schon die Besetzung liest sich sehr interessant und verrät einiges. Big Something sind: Nick MacDaniels - lead vocals, guitars; Jesse Hensley - lead guitars, backing vocals; Casey Cranford - saxophones; Josh Kagel - keyboards, synthesizers, trumpet; Doug Marshall - bass und Ben Vinograd - drums. Das bedeutet, neben einer fantastisch agierenden Rhythmussektion aus Bass und Drums, dominiert ein ungemein fettes, mit einem wohl temperiert eingesetzten Hall unterlegtes, gewaltiges Soundgebilde aus gleichbedeutend markant eingesetzten Blasinstrumenten (vorwiegend Saxophon), Keyboards und Synthesizern, sowie grandiosen, satten E-Gitarren. Der ein oder andere mag ob dieser Konstellation zunächst etwas zurückhaltend reagieren, doch wie die Band diese verschiedenen Instrumente mteinander verbindet, was sie mit dieser Besetzung auf die Beine stellt, ist in höchstem Maße spannend. Schon nach wenigen Momenten des ersten Stückes ("The curse of Julia Brown" - ein von krachenden Gitarrenriffs geprägter, rauer, straighter Rocker mit prächtigen Synthesizer-, Saxophon-, und Gitarrenausflügen) stellt sich solch ein "Oooh"-Effekt ein, der einen unmittelbar aufhorchen lässt und der Band damit sofort einen hohen Zuhör-Fokus garantiert. Wow! Welch ein Sound! Einfach wunderbar! Das ist voller Originalität steckender, höchst frischer, powernder, kraftvoller Rock/Jamrock mit Einflüssen von Classic Rock, Progressive Rock, Funk, Jazz, Roots, Reggae und Psychedelic, bei dem sich pure Spielfreude, genügend Raum für augedehnte Jammings sowie großartige Songstrukturen und Melodien perfekt miteinander ergänzen. Jeder einzelne ist ein absolutes As an seinem Instrument und mit Nick MacDaniels verfügt die Band über den idealen Sänger für dieses voluminöse, großartige Soundgebräu. Das ist zum Teil kosmisch, schwebend, gleichzeitg aber genauso erdig und straight rockend. Herrlich beispielsweise das leicht pschedelische, sehr jammige, aber auch prächtig ins Ohr gehende, rhythmische "The glow" mit seinen halligen Bläsern, den epischen Keyboard-Klängen und dem dynamischen, geradezu mitreissenden Gitarrensolo vom Saitenmeister Jesse Hensley (hat durchaus etwas von gut abgehenden Pink Floyd), das rootsige, sehr melodische, mit einem Hauch von Reggae-Feeling aufwartende, wieder mit einem klasse Sax-Solo und einem super E-Gitarren-Solo gespickte "The undertow", das treibende, dynamisch nach vorn gehende "Vibrations", oder das von feinen Synthesizer-Kaskaden umgarnte, lockere, wieder mit prächtiger Lead-Gitarre (tolles Solo) verzierte "The moonshine". Nicht nur das legendäre Jamrock-Magazin "Relix" und auch das The Allman Brothers Band nahe stehende Webzine "Hittin' The Note" sind begeistert von dieser Band und ihrem Album - die komplette Jamrock-Szene feiert Big Something. "Big" sind auch die Spielzeit des Albums (12 Songs mit 76 1/2 Minuten), sowie das großartige, 16-seitige Booklet des feinen Digipacks, mit allen Texten und vielen, großartigen Illustrationen. Toll! "Big Something with a real Big Album"!

Das komplette Tracklisting:

1. The Curse of Julia Brown - 8:20
2. The Glow - 6:19
3. The Undertow - 6:15
4. My Volcano - 4:54
5. Illuminated - 5:25
6. Vibrations - 6:49
7. It Comes Around - 5:13
8. The Moonshine - 6:09
9. Good Man - 7:39
10. Jose's Pistola - 8:25
11. Ewi 4000 - 4:41
12. Bright Lights - 6:11

Art-Nr.: 8632
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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The curse of Julia Brown
The glow
The undertow
Illuminated
Vibrations
It comes around
The moonshine

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Brothers Keeper - todd meadows [2014]
Brothers Keeper sind eine exzellente, großartig aufspielende Rootsrock-/Americana-Rock-Formation voller Spirit, Soul und Southern-Flair, bestehend aus gestandenen Musikveteranen, die schon seit ewigen Jahren mit den unterschiedlichsten Bands in den Staaten zusammenarbeiten. Ihr Debutalbum "Todd Meadows" ist eine hinreissend starke Scheibe, in etwa auf der Schiene solcher Kollegen wie Truth & Salvage Co. Hard Working Americans, Little Feat, The Band und Konsorten, deren wunderbare Songs von vorn bis hinten begeistern. Tolle Grooves und Melodien, hier mal ein wenig Blues-Feeling, dort mal ein Hauch von Soul, ein Hauch von Country und jede Menge, prächtiger, Gitarren-orientierter Roots-/Americana-Rock'n Roll. Als Gäste mit dabei sind u. a. John Popper (Blues Traveler) mit seinem brillanten Mundharmonika-Spiel und als Lead-Sänger bei einem Track, sowie der begnadete Gitarrist und Multi-Instrumentalist Jono Manson. "This is a Rock n Roll outfit like you haven't seen in a long, long time", heisst es in einem begeisterten U.S.-Review! Man kann diese Begesiterung absolut nachvollziehen...

Das komplette Tracklisting:

1. Chamberlain - 3.52
2. Keep On Burning - 3.25
3. If Only For A While - 4.01
4. Days Go By - 3.59
5. Kind Of Like A Joke - 3.19
6. Cold Rain - 5.29
7. Why Do You Fall - 4.32
8. Nothing To Do - 3.37
9. Bring The Man Down - 3.06
10. Still Missing You - 4.19
11. Along The Way - 3.42
12. The Weight - 6.15

Art-Nr.: 8760
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Chamberlain
Keep on burning
Days go by
Kind of like a joke
Why do you fall
Nothing to do
Bring the man down

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Buck 69 - no medicine like the blues [2013]
Großartige Blues-/Bluesrock-Formation aus Toledo/Ohio um den exzellenten Sänger und Songwriter Tom Clawson und den herausragenden Lead-Gitarristen John Sevilla, der bei einigen Tracks auch durch den nicht minder starken Sohn Clawson's, Alex Clawson, ersetzt wird. Die Truppe, die zumeist als Septett in Erscheinung tritt, spielt eine exquisite Mischung aus wunderbar bluesigen Titeln voller natürlichem, ehrlichem Blues-Feeling und knackigen, kraftvollen Rockern - alle ausgelegt auf Clawson's prächtigen Gesang und die grandiose Lead Gitarren-Arbeit der beteiligten "Gitarreros". Clawson jr. ,und vor allem John Sevilla sind wahre Meister ihres Fachs, die immer wieder mit tighten Riffs und baumstarken Soli brillieren. Nimmt man allein mal das lnapp 9-minütige Titelstück des Albums, "No medicine like the Blues". Die Nummer beginnt als überaus gefühlvoller Slow Blues mit schöner Piano-Untermalung, feinen Gitarrenläufen und Clawson's klasse Gesang, ehe nach gut 4 Minuten ein harmonischer aber markanter Tempowechsel ensetzt, der nun einen richtig flotten Uptempo-Groove vorgibt. Von nun an hat John Sevilla seinen Auftritt und begeistert mit einem hinreissenden, rund 4-minütigen Gitarrensolo voller Inspiration, Virtuosität und Melodik, das irgendwo zwischen Santana und Joe Bonamassa anzusiedeln ist. Toll! Überhaupt bleibt das Songmaterial von vorn bis hinten prächtig hängen. Zwei der insgesamt 16 Songs werden von der Sängerin Candice Coleman Lange vorgetragen, die ebenfalls eine klasse Stimme hat. Gast an der Orgel ist auf einem Stück iex-The Allman Brothers Band-Spezi Johnny Neel. Die Band selbst umschreibt ihre Musik so: "It’s like Kenny Wayne Sheppard meeting Jonny Lang in a Juke Joint to talk about Eric Clapton." Daran sieht man schon, dass die Gitarren die zentrale Rolle spielen. Ein hervorragendes, knapp 70-minütiges Blues-/Bluesrock-Hörvergnügen. Diese Medizin nehmen wir gerne...

Das komplette Tracklisting:

1. These Blues - 3:28
2. Ugly Teacher Blues - 4:13
3. Dead End Road - 4:02
4. No Medicine Like the Blues - 8:51
5. That's Life - 4:53
6. Without My Baby - 3:58
7. Love Ain't Easy - 4:03
8. Just an Old Blues Man - 3:54
9. Tell Me Why - 3:54
10. Hard Times - 4:52
11. Carry On - 3:55
12. I Pray for Me - 4:09
13. Don't Shave My Beard When I Die - 3:39
14. Soakin' Up the Blues - 2:49
15. My Car - 3:59
16. All Night Long - 3:59

Art-Nr.: 8501
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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These Blues
Dead end road
No medicine like the Blues
Love ain't easy
Tell me why
My car
All night long

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Buffalo Killers - ohio grass [2013]
Das Cover verrät schon, wo die Reise lang geht. Hier lebt die Hippie-Kultur auf, die Sixties, die Psychedelic Rock-Ära. Genau das, gepaart mit einer ordentlichen Portion Blues, Hard Rock und Power Pop, ist in etwa die "Spielwiese" der großartigen Buffalo Killers aus Cincinnati/Ohio, die nun mit dem packenden "Ohio grass", ihr bereits fünftes Album präsentieren. Gegründet im Jahre 2006 von den Brüdern Andrew Gabbard (guitar, vocals) und Zachary Gabbard (bass, vocals), dritter Mann im Bunde ist Drummer Joseph Sebaali, erhaschte die Truppe sofort mit dem im gleichen Jahr veröffentlichten Debut und ihrem erdigen, kraftvollen Mix aus wuchtigem Rock, Psychedlic, straightem Boogie, Blues, Southern-/Swamp-Roots und "Canyon Harmonies" eine geradezu enthusiastische Aufmerksamkeit, gleichemassen bei der schreibenden Zunft, den Fans und den Musikerkollegen. Vor allem Chris Robinson (The Black Crowes) outete sich als beinarter Fan und verpflichtete die Truppe prompt als Support für eine ausgedehnte Tour der "Krähen". Das passt schon, denn in der Tat hört man bei den Buffalo Killers durchaus Spuren der Black Crowes, aber auch solcher Legenden wie Mountain, The James Gang, Blue Cheer, Cream, der Rolling Stones, sogar der Beatles (das erhabene "Some other kind" klingt fast wie ein vergessenes "White Album"-Outtake), Neil Young's Crazy Horse, Grateful Dead, oder, um mal einen moderneren Act zu nennen, der Black Keys. Doch, wie gesagt, das sind nur Spuren, Einflüsse, die die Buffalo Killers auf einzigartige Art und Weise zu ihrem eigenen Sound verarbeiten. Der ist einerseits immens rau, dreckig und laut, voller "prügelnder" Riffs und Grooves, andererseits aber auch mal lässig, locker, durchzogen von einer gewissen Westcoast-Fische und geprägt von einer harmonischen Melodik. Und immer "wabert" diese wundervolle Retro Sixties-/Early Seventies-Pschedelic-Feeling durch die Songs - einfach herrlich. Dazu passt, dass die Musik zu "Ohio grass" (erschien schon mal als limitierte 6 Song-EP auf grünem Vinyl anlässlich des "Record Store Days" im Frühjahr 2013 und ist jetzt endlich auf CD erhältlich - erweitert um einen weiteren Studio- und 3 Live-Tracks) analog aufgenommen wurde, was den Sound noch mehr "atmen" lässt. Eröffnet wird das Album mit dem furiosen "Baptized". Monströs heulende und kratzende E-Gitarren ziehen sich durch diesen richtig harten Classic-Rocker, der mit einem wunderbaren, jammigen Psychedelic-/Hippie-Flair und einem mitreissenden, scharfem Groove aufwartet. Das dampft schon mal ordentlich! Straighte, fast ein wenig an Led Zeppelin erinnernde, klare, kraftvolle Riffs, ein tierischer, polternder Backbeat, ein allgegenwärtiges Heavy Sixties-Psychedelic-Feeling und eine klasse Melodie prägen das großartige "Nothing can bring me down", das durchaus auch seinen Platz im Repertoire von Big Star hätte. Und weiter geht's im rauen Gewand: Ein jammiger Starkstrom Gitarrensound und ein wunderbar swampiger, bluesiger Groove sind die Eckpfeiler des prächtigen Hardrockers "Grow your own". Genial, wie sich in dieses deftige Psychedelic-Gebräu mit den glühenden E-Gitarrenlinien und dieser rauen Basis im Verlauf des Songs ein paar ganz entspannte, glasklare Acoustc Gitarrenlicks mischen, die das Ganze wunderbar auflockern. Raffiniert, hochklassig, "geil"! Einen lässigen Reggae-Touch bietet das herrliche "Golden eagle", das mit tollen Gitarrenlinien aufwartet Die Melodie und das Feeling dieser Nummer sind geradezu hypnotisch, das schier endlose, jammige Gitarrensolo zum Finales ist ein Traum. "Hold you me" ist ein bluesiger, geradkiniger, toller Retro-Rocker, der mit einigen Anleihen an die gute, alte James Gang aufwartet. Auch der starke Gesang ist nicht so weit weg von dem des jungen Joe Walsh. Enthält zudem ebenfalls ein "affenstarkes" Gitarrensolo. Lässigen, flockigen, großartigen Sixties-/Seventies-influenced Power Pop bietet das exzellente "Good feeling" und die restliche 3 Tracks des Albums sind Live Mitschnitte aus Konzerten vom April 2013 ("Jon Jacob", "Hey girl") und Februar 2011 ("Move on"), alles belassen in einem unverfälschten Sound ohne Overdubs. "Ohio grass" ist ein prächtiges Album einer baumstarken Truppe, deren Fanbase wächst und wächst und wächst. The Buffalo Killer rock! Saustark! Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Streich dieser abgefahrenen Hippie-Truppe...

Das komplette Tracklisting:

1. Baptized - 3:06
2. Nothing Can Bring Me Down - 3:11
3. Grow Your Own - 3:50
4. Golden Eagle - 5:15
5. Hold You Me - 4:37
6. Some Other Kind - 3:02
7. Good Feeling [Bonus Track] - 3:41
8. Jon Jacob [Live Bonus Track] - 3:02
9. Hey Girl [Live Bonus Track] - 4:25
10. Move On [Live Bonus Track] - 3:41

Art-Nr.: 8332
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Baptized
Nothing can bring me down
Crow your own
Golden eagle
Hold you me
Good feeling
Move on

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Curfman, Shannon - what you're getting into [2010]
Viele Bluesrock- und Gitarrenfreunde werden sich erinnern: "Loud Guitars, Big Suspicions" heisst das sensationelle Debut, mit der sich 1999 die damals erst 14-jährige Gitarristin, Sängerin und Songwriterin Shannon Curfman in die Blues-, Roots-, und Gitarrenrock-Szene katapultierte. Die ganze Welt feierte die aus Fargo, North Dakota stammende Teenagerin, wie den aus dem gleichen Ort kommenden Jonny Lang, als das neue weibliche Wunderkind des Bluesrocks. Heute, elf Jahre später, Curfman wird in 5 Monaten 25, legt sie ihr neues Album "What you're getting into" vor - und wieder wird sie von der Musikpresse und den Fans gleichermassen bejubelt. "Smokin' hot", "Phenomenal all the way through", "Barn burnin' blistering Blues'n Twang" oder "This young lady can rock the blues with her vocals and guitar work, and is second to none", sind nur einige der unzähligen anerkennenden Zitate über Shannon und ihr neues Album. Absolut nachvollziehbar, denn Shannon ist in der Tat eine erneute Meisterleistung gelungen. Was wir hören, ist erstklassig in Szene gesetzter, fetter, dampfender Blues-based Rock und. Rockin' Blues mit klassischen Wurzeln, aber ungemein zeitgemäss und durchaus modern umgesetzt. Fleischige, laute Gitarrenriffs, glühende, furiose Soli und großartige Grooves bestimmen das Geschehen. Da ist richtig Feuer im Gebälk! Shannon Curfman ist gereift, als Persönlichkeit, wie auch als Gitarristin (immer wieder streut sie vorzügliche, raue, majestätische, handwerklich überaus bemerkenswerte Soli ein) und als Sängerin (ihre, voller Intensität steckende, kraftvolle "Röhre" ist wie gemacht für den Blues und den Rock), doch ihre jugendliche Leidenschaft ist geblieben. Ihre Einflüsse reichen von Robert Johnson, Jimi Hendrix, Buddy Guy, Stevie Ray Vaughan, Bonnie Raitt, Sheryl Crow und Led Zeppelin, bis hin zur jungen Bluesrock-Generation der Marke Joe Bonamassa & Co.. Und genau jener, zur Zeit (völlig zu Recht) gewaltig abgefeierte Bluesrock-Held Joe Bonamassa ließ es sich nicht nehmen, die junge Dame bei deren großartiger, druckvoller Coverversion von Eric Clapton's "The core", sowohl gesanglich im Duett, als auch gitarrentechnisch (brillantes, wieselflinkes, furioses Solo) zu unterstützen. Starke Sache! Neben zwei weiteren Coverversionen, einer tierischen Fassung von Peter Green's "Oh well", das sie voller Inbrunst vorträgt und mit rauen Gitarrenritten würzt, sowie Brian May's (Queen) "Dragon attack", aus dem sie einen drückenden Gitarren-Bluesrocker macht, hat Curfmann alle weiteren Nummern zusammen mit diversen Co-Autoren selbst komponiert. Das Songmaterial besticht durch Kompaktheit, straighte, direkte Riffs, mächtige Gitarrenwände und viel Power. Die immer wieder eingestreuten Soli sind einfach klasse und zeigen das ganze Talent dieses "female guitarslingers". Klasse auch das teils hervorragende, viel Dampf produzierende Slide-Gitarrenspiel. Los geht's mit dem starken, kochenden, lauten und straighten Bluesrock-Kracher "What you're getting into", der eingepackt ist in massive, fette E-Gitarren-Riffs und glühende Slides. Das kernige Solo im Break bedeutet pures Gitarrenfeuer. Bleibt, wie das gesamte Songmaterial, prima hängen. Eine grollende Hammond Orgel im Hintergrund, effektvoll eingesetzte E-Gitarren, ein funky groovender, swampiger Southern-fueled Rhythmus, in der Mitte ein fettes, heisses E-Gitarren-Solo, viel Biss, erstklassiger, intensiver Gesang - das sind die Zutaten des anschliessenden, mit viel Schärfe gewürzten, brodelnden Blues-/Groove-Rockers "Free your mind" - und so folgt eine klasse Nummer der nächsten. Beste Beispiele: Das fetzig rockende "All I have" mit seinem melodischen Refrain, das die Swamps des Südens mit der schwüler Slide-Gitarre ordentlich aufwühlende "Heaven is in your mind" , das einerseits lockere, andererseits sehr intensive, rhythmische, wieder ein wenig Southern-Esprit verbreitende "Curios", oder der das Album abschliessende Volldampf-Bluesrocker "Strange"! "Loud Guitars, Big Suspicions" war gestern, "What you're getting into" ist heute - und wieder ist das Ergebnis "top-shelf"! Gratulation an Shannon Curfman zu diesem tollen Album! "That girl keeps rockin' the Blues"... - Yeah!

Das komplette Tracklisting:

1 What You're Getting Into - 3:25   
2 Free Your Mind - 3:04   
3 The Core - 6:21   
4 Heaven is In Your Mind - 3:28   
5 All I Have - 3:54   
6 Curious - 3:36   
7 Oh Well - 5:10   
8 What Would Mama Say - 3:26   
9 Dragon Attack - 3:37   
10 Strange - 4:53

Art-Nr.: 6805
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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What you're getting into
Free your mind
The core
Heaven is in your mind
All I have
Strange

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Curry, Matthew & The Fury - electric religion [2013]
Wow! Was für ein Talent! Blutjung (der Bursche ist zum Zeitpunkt der Aufnahmen dieses Albums gerade mal 18 Jahre alt), aber ausgestattet mit einer Spielkunst, einer Ausdrucksstärke, einem Charisma und einer Reife, die weit über seinem Alter liegt. "He has a natural feel on the guitar, as if he was born with a guitar in his hands",sagt die Chicagoer Blues-Legende Ronnie Baker Brooks.und auch Joe Bonamassa bekennt sich als Fan und bemerkt voller Anerkennung in seine Richtung: "Keep up the great playing". Die Rede ist von dem fantastisch aufspielenden Matthew Curry aus dem U.S.-Bundesstaat Illinois, der nicht nur ein begnadeter Gitarrenzauberer, sondern auch ein exzellenter Sänger mit einer schön erdigen, angerauten, "soulful" Stimme ist. Er und seine großartige Band "The Fury" präsentieren mit "Electric religion" bereits ihr zweites Album, eine bärenstarke, satt soundende Bluesrock-Scheibe mit einem Touch von Southern-, Roots- und Classic American Rock-Einflüssen, die von vorn bis hinten begeistert. Matthew Curry & The Fury (neben Curry sind das Erik Nelson an den Keyboards, Jaff Paxton am Bass und Greg Neville am Schlagzeug) legen ungemein viel Wert auf das Songwriting, was der Truppe geradezu herausragend gelungen ist. Die Stücke sind exzellent konzipiert und stecken voller prächtiger Melodien. Dennoch bietet das Material stets genügend Freiraum für den Protagonisten, sich mit brillanten Soli adäquat in Szene zu setzen, was aber nicht nur für ihn, sondern auch für seine kongenialen Mitstreiter gilt. Vor allem Keyboarder Erik Nelson besticht, je nach Thematik, mit fantastischen Orgel- und/oder Piano-Einlagen, die sich glänzend mit Curry's sattem Gitarrensound verbinden. Ja, wenngleich "Meister" Curry sicher die zentrale Rolle spielt, ist "Electric religion" ein richtiges Bandalbim geworden, was man zu jeder Minute spürt. Auch das ist ein zusätzlicher Indikator für die hohe Qualität dieser Band und ihrer Musik. Dennoch muss man abermals Curry's vorzügliches Spiel erwähnen, denn er agiert schon in seinen jungen Jahren, ähnlich wie es einem jungen Joe Bonamassa vergönnt war, auf Augenhöhe mit den ganz Großen der Zunft. Sein Gitarrensound ist, da wiederholern wir uns gerne, immer herrlich fett, auch wenn er seine Läufe mal schön quirlig und locker spielt. Die Einflüsse und Spuren, die zweifelsohne wahrzunehmen sind, gehen von Stevie Ray Vaughan, über Eric Clapton und Cream, Led Zeppelin, The Allman Brothers Band, Chris Duarte, bis hin zu Kenny Wayne Shepherd und wie sie alle heissen. Dennoch erkennt man sofort Curry's eigene Identität, seine eigene Art all diese Einflüsse zu seinem eigenen Stil miteinander zu verschmelzen. Los geht's mit einem großartigen, treibenden, dabei sehr melodischen, voller lässiger Gitarrenläufe steckenden Bluesrocker. Wunderbar die schöne Orgel, die hinter Curry's glänzendem Lead Gitarren-Spiel liegt. Klasse auch der mehrstimmige Refrain und die gesunde Portion Southernflair, die diese Nummer versprüht. Diesen klasse "southern blues rock swagger" fühlen wir auch bei den folgenden "Set me free" und "Six string broken heart", wobei es sich bei letzterem um eine gradezu traumhaft melodische Ballade handelt. Satte Gitarrenläufe überall, ergänzt von vorzügliechem Klavierspiel Nelson's. Toller Gesang von Curry! Das anschließende "Put one over" ist ein klassischer "hard driving Texas Bluesrock-Boogie" in besten SRV-Stil. Ein voluminöser Orgel-/Gitarrensound bestimmt das Geschehen, gipfelnd in einem brillanten Orgel-/Gitarrensolo-Duell im Instrumentalbreak. Hammerstark! Wie auch der "knallende", fetzige Bluesrocker "Hundred dollar friend" mit seinem tighten Rhythmus und dreckig, erdigen Arrangement. Wirkt wie einer der besten Songs die ZZ Top nie geschrieben haben. Irre starke Gitarrenläufe, unterlegt mit einem klasse Orgelteppich sorgen für den puren Bluesrock-Genuß! "JMH" ist ein flammendes, fettes, melodisches Hendrix-Tribute, während die Band mit "Bad bad day" einen phänomenalen Slow Blues hinlegt. Wir erleben wundervolle, hoch emotionale Gitarrenläufe von Curry, unterstützt von herrlichen Orgel- und Piano-Passagen. Die komplette Band legt ungemein viel Gefühli in diese Nummer. Man ist regelrecht gefangen in dieser exzellenten Performance. Ganz stark auch noch der wunderbar flüssige, lockere, großartig ins Ohr gehende, bluesige, southern-rooted Rocker "Louanna" mit seinen lässigen, vollendet in die Melodie eingebundenen, vorzüglichen Gitarrensoli. Matthew Curry & The Fury legen ein baumstarkes Album hin, das in der Bluesrock-Szene sicher für jede Menge Aufmerksamkeit sorgen wird. Auch Blues-Veteran Tommy Castro bekennt sich längst als Curry-Fan. Der junge Saitenzauberer und seine Band "are the real deal" - und sie sind auf dem Weg sich ganz nach oben zu spielen. Einfach großartig!

Das komplette Tracklisting:

1. Love Me Right - 4:05
2. Set Me Free - 4:07
3. Six String Broken Heart - 4:13
4. Put One Over - 3:50
5. Hundred Dollar Friend - 4:09
6. J.M.H. - 3:47
7. Genevieve - 4:20
8. Bad Bad Day - 6:36
9. Down the Line - 4:15
10. Louanna - 3:11

Art-Nr.: 8453
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Love me right
Six string broken heart
Put one over
Hundred dollar friend
JMH
Bad bad day
Louanna

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Curtis Band, Stoney - acid blues experience [2005]
Leute, legt die Sicherheitsgurte an! Ein gewaltiger Bluesrock-Orkan, ein mächtiges Gitarren-Inferno wird gleich über Euch herienbrechen! Die Stoney Curtis Band um das Gitarren-"Monster" Curtis Feliszak, ursprünglich aus Chicago, jetzt in Los Angeles ansässig, hat eingestöpselt! Was jetzt kommt, ist das pure Gewitter! Furiose, enthusiastische und massive rockin' Blues-/Bluesrock-Power voller Leidenschaft und Feuer, die einen bereits nach wenigen Minuten, nein Sekunden, nicht mehr los lässt! Dieser Stoney Curts Feliszak (klar, daß der mit solch einem Nachnamen seine Truppe nicht "Curtis Feliszak Band" nennt) ist ein "Irrer" an der Gitarre! Hauptsächlich beeinflußt von Robin Trower und Jimi Hendrix fasziniert er uns mit atemberaubenden, zündenden und Energie geladenen Gitarrenriffs und -soli, die kaum Zeit zum Luft holen bieten. Schon sehr geprägt von der Spielweise Trower's und Hendrix' kopiert er diese nicht einfach, sondern kreiert unter der Einbeziehung von Elementen weiterer Größen wie beispielsweise Johnny Winter, Albert Collins oder auch Stevie Ray Vaughan einen ganz eigenen, auf klassischem Retro-Bluesrock der Siebziger und späten Sechziger basierenden, jedoch absolut zeitgemäßen, "modernen", fulminanten und mitreißenden Stil! Es kocht und brodelt an allen Ecken und Enden! Massive, fast schon metallische Riffs, ungemein schnelle, glühende, fiebrig elektrisierende, endlose Läufe, mächtige Wah Wah-Explosionen, regelrechte Gitarren-Tornados, er hat es alles drauf! Joe Bonamassa, Eric Sardinas und wie ihr alle heißt, ihr dürft mit "Stoney" einen "Neuen" in euren Reihen begrüßen, zu dem ihr schon mal ehrfürchtig "hinüberschielen" dürft. Zudem besitzt dieser Bursche auch noch eine sehr starke, kräftige und engagierte Stimme. Klar, daß zu einem solch hochkarätigen musikalischen Output auch eine ebenso starke Bgletband gehört. Mit "extraordinaire" Bassmann Colby Smith und Charlie "Big Foot" Glover an den Drums weiß Curtis, daß er zwei Leute an seiner Seite hat, die hundertprozentig auf seinem Niveau agieren und mit denen er sich blind versteht. Ja, ja, die Stoney Curtis Band ist "nur" ein Trio, und doch klingt alles dermaßen massiv, voll und satt, daß man das kaum für möglich hält. Das permanent glühende Gitarren-Feuerwerk hört sich meistens an, als seien mindestens zwei "Gitarreros" am Werk. Curtis ist ja manchmal kaum zu bremsen, so vehement jagt er über die 6 Saiten! So auch bei dem grandiosen Eröffnungsstück "Last train to Chicago", einem dem Titel entsprechenden rollin' and rockin' Blues, der in der Tat unnachgiebig seinen Boogie-Weg zieht, wie ein schweres, nicht zu stoppendes, kollosales Stahroß! Treibendes, rollendes Drumming, ungemein muskulöse, satte Riffs, eine prima Melodie und dermaßen furiose, permanent den Sidepunkt erreichende Gitarrenläufe, daß man sofort spürt, wie engagiert sich die Musiker gegenseitig "anfeuern" und sich ständig zu höchster, musikalischer Power puschen! Wenn hier die Kohlen nicht glühen, wo dann? Weiter geht's mit dem herrlichen, krachenden, gut abgehenden, vor Kraft nur so strotzenden Bluesrocker "Evil woman", voller großartiger Rhythmen und Riffs, die klar an den schon genannte Robin Trower erinnern. Guter Drive, gute Melodie, kochende Wah Wah-Gitarre und wirbelnde, wieselflinke, fiebrig glühende Soli, bis die Finger bluten! Effektvolle Gitarren-Kaskaden, massive "Heavy"-Riffs und feurige, akrobatische Soli zieren das anschließende, heftig rockende, gut 7-minütige "Bullets", das wahrlich aus den Boxen knallt, als würden einem selbige in Sekundenabständen um die Ohren pfeifen. Verrückt, das monströse Gitarrensolo in der Mitte und dieser Mörder-Riffwall am Ende! Nach dem klasse Instrumental "Mulholland shuffle", einem brodelnden Shuffle-Blues, folgt mit dem fantastischen "Crashin' down like thunder" ein prachtvoller, glühender, rauer und durchaus laut gespielter, schwerer Slow-Blues, dessen regelrecht Funken sprühende Gitarrenläufe man schon fast als "halsbrecherisch" bezeichnen muß! So folgt ein Highlight dem nächsten! Ob der gefällige, satte Riff-Bluesrock-Groove-Knaller "Around the world", der knackige, klassische, durchaus wieder von einer starken Melodie durchzogene, fette (Blues)Rocker "Colors", der unweigerlich zum zuckenden Mitwippen und -rocken anspornt, genauso wie zum Luftgitarre spielen, oder die über 9-minütige, das Album abschließende, hammermäßige Bluesrock-Ballade "World without you", deren packende Gitarrensoli zum Ende noch mal alle Dämme brechen lassen - das komplette Album ist ein ewig loderndes, fast 69 Minuten andauerndes, prachtvolles Bluesrock-Feuerwerk! Produziert hat das Teil im übrigen eine andere Gitarren- und Produzenten-Ikone, nämlich Mike Varney, zuletzt auch für Leslie West's aktuelles Werk "Got blooze" verantwortlich. Nur am Rande: Vielleicht erinnern sich auch noch einige daran, daß Mike Varney u. a. an dem 94iger Album "Diablo canyon" von Hughie Thomasson's Outlaws beteiligt war - er steuerte z.. B. ein Gitarrensolo zu "Macon Blues" bei! Zurück zu "Acid blues experience": Wie heißt es so schön in einem U.S.Statement? "A powderkeg of a release that captures the fiery passion and intense energy of one of the hottest guitarist in the world today". Das unterschreiben wir zu hundert Prozent! Die Stoney Curtis Band "blows you away"!

Art-Nr.: 3468
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Last train to Chicago
Evil woman
Bullets
Crashin' down like thunder
Colors

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Curtis Band, Stoney - halo of dark matter [2013]
Zündender, famoser "Guitar Blues Rock'n Roll" voller Vitalität und Power! Gitarrenheld Curtis Feliszak, alias Curtis Srone, und seine kongenialen Freunde von der Stoney Curtis Band (Barry Barnes-bass, Jeff Tortora - drums, Michael Lardie - keyboards) machen mit ihrem neuen Studiowerk "Halo of dark matter", obwohl auch schon der Vorgänger "Cosmic Conn3ction" ein Knüller war, noch einmal einen großen Entwicklungsschritt nach vorn und bestechen mit einem wahren Feuerwerk an bärenstarken Songs. Ja, vor allem das Songmaterial ist noch besser geworden und bleibt einfach prächtig hängen. In den Anfängen seiner Karriere zuweilen etwas "überladen", wirken Curtis' Songs heute kompakt, teils wunderbar straight und direkt, bieten dann aber in den instrumentellen Breaks stets genug Raum zur Entfaltung des Protagonisten. Seine Gitarrenausflüge sind besser denn je, einfach fantastisch. Sie wirken nie überdreht, sondern passen sich, obwohl oft sehr lang und jammig, den Songstrukturen bestens an. Mal glühend, atemberaubend schnell, ästhetisch, dann wieder überaus emotional, filigran, immer technisch brillant, voller Biß, aber auch voller Seele. Dieser Bursche ist ein echter "guitar hero", einer der besten "guitarslinger" der heutigen Bluesrock-Szene. Seine Einflüsse reichen von Johnny Winter über Stevie Ray Vaughan, Jimi Hendrix, Cream, Led Zeppelin's Jimmy Page, Eric Clapton und Robin Trower, bis hin zu Muddy Waters, Buddy Guy und Howlin' Wolf, aber auch Neuzeit-Kollegen wie etwa Joe Bonamassa, Chris Duarte (Chris Duarte Band), Kenny Wayne Shepherd & Co. entsprechen seiner Liga. Der starke Acid-/Cosmic Blues-Spirit des letzten Albums ist weitestgehend zu Gunsten einer deutlich straighteren Vintage Seventies-Ausrichtung gewichen. Der geradlinige, durchaus harte Bluesrock dominiert. Los geht's mit dem straighten, fetzigen Bluesrock-Kracher "Pure greed", der sofort richtig "kickt". Kochende, simple (das meinen wir ausschließlich positiv), erdige Riffs, eine klasse Melodik und zwei fulminante, furiose Gitarrensoli des Meisters stimmen uns blendend auf die anstehende, über 76 Minuten andauernde, spannungsgeladene Reise durch die Landschaften des Curtis'schen Bluesrocks ein. Hier brennt nichts an. Von ähnlichem Kaliber ist der nachfolgende, baumstarke Power-Bluesrocker "Grifter", dessen deutliche Einflüsse von Led Zeppelin nicht zu leugnen sind. Dezent psychedelisch angehaucht und mit viel Seventies-Flair kommt das grandiose "Life in odd times". Stoney's klasse Gesang wirkt fast wie eine Synthese aus Ozzy Osbourne und David Gilmour, und musikalisch befinden wir uns entsprechend an der Schnittstelle zwischen Black Sabbath und Pink Floyd. Die Melodie ist einfach großartig und die langen, ausgedehnten, wirbelnden, jammigen Gitarrensoli haben ihr Fundament im Blues. Das furiose Saitenfinish am Ende des Stücks ist der Hammer. "You don't know what you're talking about" dagegen ist ein vollkommen schnörkelloser, straighter Boogie-Rocker, dessen Riffs und Hooklines gar an die Stones oder Dan Baird erinnern. Animiert zum Tanzen, Headbangen, Mitrocken, macht einfach tierisch Laune. Dann das über 10-minütige "Deja vu", ein hinreissend interpretierter Slow Blues, dessen ausgedehnte Gitarrenausflüge eine unglaubliche Magie ausstrahlen. Stoney spielt "göttlich". Die nächste, absolute "Killer-Nummer ist das Titelstück "Halo of dark matter". Was für ein grandioser, ungemein melodischer, harter, Blues-based Seventies Classic-Rocker! Toller Gesang, zündende Riffs, brennende Gitarrenläufe - da geht einem das Herz auf! Wie auch bei dem rauen, fetten Heavy-Bluesrocker "Hard livin'"! Die Stoney Curtis Band legt die Messlatte mit "Halo of dark matter" für kommende Veröffentlichungen verdammt hoch. Doch es gelingt der Band sich stetig zu steigern. Für heute jedenfalls muss man, möchte man es mal mit einem Rating ausdrücken, ohne jeden Zweifel "satte" 10 von 10 möglichen Punkten vergeben. Keine Frage: Dies ist das bisherige Meisterstück der Stoney Curtis Band!

Das komplette Tracklisting:

1. Pure Greed - 6:09
2. Grifter - 5:24
3. Life in Odd Times - 7:57
4. I Can't Live My Life This Way - 4:31
5. You Don't Know What You're Talking About - 5:42
6. Deja Vu - 10:46
7. Drivin' All Night - 5:19
8. Halo of Dark Matter - 6:07
9. Ice Cold Beer - 5:30
10. Hard Livin' - 7:23
11. 7 Wonders of My World - 5:02
12. In the Shadows - 6:44

Art-Nr.: 8345
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Pure greed
Grifter
Life in odd times
You don't know what you're talking about
Deja vu
Halo of dark matter
Hard livin'

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David Hidalgo, Mato Nanji, Luther Dickinson - 3 skulls and the truth [2012]
Wow, was für eine Kooperation, was für eine "Supergroup"! Die Bezeichnung "Supergroup" ist ja oft so ein abgenutzter Marketingausdruck, um irgendeinen seelenlosen Zusammenschluß von bekannten Musikern zu pushen, doch hier ist das etwas ganz anderes. Hier steht dieser Begriff darüber hinaus für exorbitant hohe Qualität und ein "Hammer"-Album. Er passt also! 3 hoch geschätzte Ikonen des Blues-, Southern-, und Jamrocks, 3 großartige Sänger und noch bessere "guitar heros" der heutigen Zeit sind, nachdem sie während der "Experience Hendrix Tour" zu Ehren des legendären Gitarrenhelden Jimi Hendrix gemeinsam spielten und spontan dieses Projekt planten, zusammen ins Studio gegangen, um ihre musikalischen Intensionen und ihr aussergewöhnliches Talent miteinander zu kombinieren. Und Leute, das Resultat kann sich so etwas von hören lassen - wie gesagt: "Hammer"! Die "3 skulls" sind der charismatische Los Lobos-Gitarrist und -Sänger David Hidalgo, die Institurtion der grandiosen "Native Americans"-Formation Indigenous, Mato Nanji, sowie der phänomenale, in der Szene momentan algegenwärtige Frontmann und "guitarslinger" der North Mississippi Allstars, dem zur Zeit neben Gov't Mules's Warren Haynes vielleicht "hardest working guitarist" des Rock'n Rolls (u.a. The Black Crowes und zuletzt die exzellenten Missing Cats). Die Drei bringen sich zu gleichen Teilen in dieses tolle Projekt ein und haben mit "3 skulls and the truth" ein ungemein authentisches, sehr ambitioniertes, bärenstarkes, raues, erdiges, Energie geladenes, dreckiges, "southern-fueled" Bluesrock-Album eingespielt, das bestimmt wird von der genialen Gitarrenarbeit und dem vorzüglichen Gesang der 3 Protagonisten. Klar, dass solche Saitenkünstler auch eine adäquat starke Rhythmus-Sektion benötigen, was die Herren Steve Evans am Bass und Jeff Martin an den Drums in bravouröser Manier erledigen. Besonders beeindruckend ist, dass auf dem Album nicht einfach lieblos ein paar Songs hintereinander gepackt wurden, bei denen jeweils einer der drei "Stars" im Mittelpunkt steht, sondern das es sich wirklich um ein gemeinsames Projekt der Drei mit Herz und Seele handelt. Auf jedem Track sind alle Drei gemeinsam zu hören, fast immer mit abwechselndem Lead Gesang, tollen Harmoniegesängen und mit ihrer "flammenden" Gutarrenarbeit. Und so kommen die Gitarren-Enthusiasten und Fans dieser "Saitenhexer" voll auf ihre Kosten. Immer wieder hören wir innerhalb der Stücke ausgedehnte, packende, wechselseitige Soli, bei dem sich die Drei gegenseitig antreiben und aus ihren Instrumenten rausholen, was rauszuholen ist. Da kocht die Hütte! Ja, jeder stellt sich in den Dienst der Sache und so ist das ein richtiges Bandprojekt geworden. Nehmen wir beispielsweise mal den bärenstarken Opener "Have my way with you", ein herrlicher, voller Southern Rock-Flavour steckender, rauer Bluesrock-Stomper, der fast klingt, als könnte er ein vergessenes Juwel aus ZZ Top's "Tres hombres"-Sessions in den frühen Siebzigern sein. Das Intro dieser Nummer wird von Luther Dickinson gesungen, die erste Strophe von Mato Nanji, die zweite schließlich von David Hidalgo. Ähnlich verhält es sich mit der Gitarrenarbeit. Das "blistering first solo" kommt von David Hidalgo, das zündende, grandiose zweite von Mato Nanji, und Luther Dickinson brilliert mit brodelnden Fills. Beim abgehenden Bluesrock-Boogie "Make it richt" beispielsweise bginnt hingegen Mato Nanji mit dem ersten Solo, während Luther Dickinson einen glühenden Slide-Ritt nachlegt. David Hidalgo setzt sich schließlich bei dem kernigen "Outro-Solo" in Szene. Gesungen wird die Nummer von Dickinson und Hidalgo. So zieht sich das durch die ganze Scheibe. Manchmal hören wir auch wunderbare Twin-Leads, wie zum Beispiel beim großartigen "Still looking". Die Songs sind durchweg ohne Fehl und Tadel. Sie sind durchaus kompakt, bestechen mit einer prima hängen bleibenden Melodik, stecken aber gleichzeitig voller Dampf und voller Power, und bieten immer wieder ausreichend Platz für die kochenden Gitarrenausflüge der äusserst spielfreudig auftretenden Saitenartisten. "Real tight stuff" eben! Vielleicht eine der besten Gitarren Bluesrock-Scheiben des Jahres 2012! Jawohl, der Rock, der Blues und der Boogie der frühen Siebziger leben, und zwar in all ihrer Kreativität. Hidalgo, Dickinson und Nanji bieten ganz großes "Kino". Hoffen wir, "that that this trio of slingers will team up again" - und zwar möglichst bald...

Das komplette Tracklisting:

1. Have My Way with You - 6:41
2. I'm a Fool - 4:23
3. Make It Right - 5:56
4. Known ‘Round Here - 4:28
5. Coming Home - 5:47
6. All I Know - 4:06
7. The Worldly and the Divine - 5:54
8. Still Looking - 6:14
9. Cold as Hell - 5:39
10. The Truth Ain’t What It Seems - 4:47
11. Woke Up Alone - 5:24
12. Natural Comb - 6:06

Art-Nr.: 7937
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Have my way with you
Make it right
Coming home
All I know
The worldly and the divine
Still looking
Woke up alone

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Dirty Streets - blades of grass [2013]
Schon das Cover dieses prächtigen Albums erregt bei seinem Anblick sofort erhöhte Aufmerksamkeit, wirkt es doch in seinem tollen Retro-Design wie die Hülle eines raren Hippie Rock-Rohdiamanten aus den späten Sechzigern, frühen Siebzigern. Yeah, und wie das passt! Genau da, in den "good old days of soulful Blues-and Boogie-Rock" ist sie auch angesiedelt, diese "geile Mugge" der großartigen Dirty Streets aus Memphis/Tennessee. Die Liebe zu solch klassischen Acts wie Humble Pie, Cream und Led Zeppelin brachte im Jahre 2006 drei hoch talentierte, junge Musiker zusammen: Justin Toland (guitar/vocals), Thomas Storz (bass), and Andrew Denham (drums), die es sich zum Ziel setzten, die Musik dieser Ära, verbunden mit ihren eigenen Ideen, möglichst authentisch in die heutige Zeit zu transportieren. Es gelingt ihnen vorzüglich, denn trotz dieses ungemein "echten" Retro-Sounds, dieser klar in den "Late Sixties/Early Seventies" verankerten musikalischen Philossophie sprühen die Dirty Streets nur so vor jugendlichem Elan, Unbekümmertheit und Frische. Man spürt regelrecht ihre Leidenschaft, die sie dieser Musik entgegenbringen. Da steckt ihr Schweiß drin, ihre Seele. Zu der wunderbar kraftvollen, dreckigen, schön bluesigen Classic Rock-Basis, weht durch die Songs immer wieder eine leichte Southern Soul-Brise und ein Hauch von Sixties Hippie-Psychedlia. Das klingt herrlich! Neben den oben bereits genannten Einflüssen findet man somit auch Spuren solcher klassischen Kollegen wie Free, Taste, Blue Cheer, Jefferson Airplane und, gehen wir mal in die Gegenwart, vereinzelt auch The Black Crowes. Das passt alles großartig zusammen, zumal die Burschen exzellente Musiker sind und Frontmann Justin Toland nicht nur mit vorzüglicher Gitarrenarbeit (einige sehr starke, zündende Soli), sondern auch mit erstklassigem, drückendem, "soulful singing" glänzt. Aufgenommen in den berühmten Ardent.Studios von Memphis, gibt's gleich zu Anfang des Albums ein absolutes Highlight, das die musikalische Richtung der Band klar definiert. Unterlegt mit einem schweren, unbeirrt nach vorn rollenden, druckvollen Retro Hardrock-Groove und viel Southern Soul, hören wir einen tollen Blues-/Classic Rock-Song voller fetter, kochender Gitarrenriffs. Ergnzt wird das Ganze mit dem klimperndem Pianospiel des Gastmusikers Rick Steff, der die schwüle Atmosphäre dieses Songs wunderbar auflockert, ohne der Nummer auch nur ansatzweise die Power zu nehmen. Klasse auch das tierische, glühende Gitarrensolo zum Ende hin. Ein toller Auftakt, der mit dem brodelnden "Talk" seine adäquate Fortsetzung findet. Saustark auch das zündende, von schön dreckigen Gitarrenlinien durchzogene, zuweilen klar an Led Zeppelin erinnernde "No need to rest". Im zweiten Teil bringen die Dirty Streets hier ihren Hang zu psychedelischen Klängen wunderbar zum Ausdruck, indem sie ein paar herrliche, Hippie-mässige Soundspielereien zum Besten geben. Leicht psychedelisch angehaucht geht es auch in der sehr schönen, etwas ruhigeren Retro-Ballade "Movements #2" zu, bei der feine Acoustic-Riffs und dezent schwebende, elektrische Gitarrenlicks vorzüglich miteinander harmonieren. Dann nimmt die Power wieder zu. "Try harder", ein toller, fetter Classic Bluesrocker spielt mit Reminiszensen an solche Bands wie beispielsweise Paul Rodgers' Free. Feurige Gitarrenmomente werden von einer schön im Hintergrund agierenden Orgel unterstützt. Insgesamt macht die Nummer viel Druck und Dampf. So ziehen die Dirty Streets ihr Ding bis zum Ende des Albums unbeirrt durch. Es ist immer wieder eine große Freude, solche jungen, neuen Bands zu entdecken, die sich mit Leib und Seele klassischen Rock-Klängen verschreiben, ungeachtet irgendwelcher mainstreamiger Trends. Sie folgen einfach ihrem Herzen. "The Dirty Streets put out one hell of an album from start to finish", heisst es in einem amerikanischen Review. Dem kann man nur vorbehaltlos zustimmen!

Das komplette Tracklisting:

1. Stay Thirsty - 3:28
2. Talk - 3:48
3. No Need to Rest - 3:23
4. Movements #2 - 3:05
5. Try Harder - 3:36
6. Blades of Grass - 3:44
7. Keep an Eye Out - 3:17
8. Heart of the Sky - 3:52
9. Truth - 4:34
10. Twice - 2:45
11. I Believe I Found Myself - 3:25

Art-Nr.: 8229
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Stay thirsty
No need to rest
Movements #2
Try harder
Keep an eye out
Heart of the sky
Truth

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Farris, Mike - shine for all the people [2014]
Mike Farris, ex-Frontmann, Sänger und Gründer der in Southern- und Jamrock-Kreisen hoch geschätzten Screamin' Cheetah Wheelies, kommt mit einem großartigen, neuen Solo-Album. Der Mann aus Nashville gilt mit seiner, wie es ein amerikanischer Kritiker äußerst treffend beschreibt, zwischen "the hard rock blast of Bon Scott and the joyful sweetness of Al Green" liegenden, fantastischen Stimme, schon von jeher als grandioser, charismatischer Sänger. Nach dem Ende der Wheelies hat sich Farris mehr der "Gospel-fueled" Rootsmusik zugewandt und präsentiert nun mit "Shine for all the people" eine glühende, hinreissende, spirituelle Mischung aus Rock, Blues, Roots, Americana, Motwon, New Orleans Swamp, Southern-influenced Gospel und einer tierischen Portion "vintage Memphis Soul". Teilweise wunderbar kochender Sound, auch durch den zeitweiligen Einsatz von prächtig passenden Bläsern. Alles wirkt ungemein inspiriert. Farris' singt begnadet gut. Das Songmaterial ist erste Sahne, genauso wie die beteikigten, hochkarätigen Musiker, die ihn bei diesem tollen Album unterstützten (u. a. Kenny Vaughan, Doug Lancio, Rob Mcnelly - guitars, Michael Rhodes - bass, Kevin McKendree - hammond organ & piano, Derreck Phillips - drums,...). Gala-Vorstellung von Mike Farris!

Das komplette Tracklisting:

1. River Jordan - 4.23
2. This Little Light - 3.16
3. Jonah & The Whale - 4.17
4. Sparrow - 4.50
5. Mercy Now - 3.56
6. Real Fine Day - 4.31
7. The Lord Will Make A Way Somehow - 4.36
8. Power Of Love - 5.46
9. Something Keeps Telling Me - 3.11
10. How It Feels To Be Free - 4.00

Art-Nr.: 8668
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
River Jordan
Jonah & the whale
Mercy now
Real fine day
Power of love
Something keeps telling me
How it feels to be free

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Gov't Mule - shout! [2013]
Wir bieten die ORIGINAL U.S.-Version auf dem "Blue Note"-Label an.

2 CD-Set! Das neue Album von Warren Haynes' Gov't Mule - endlich! Wieder, wie nicht ander zu erwarten, eine absolute Meisterleistung der Band! Kommt mit einer Bonus-CD, auf der alle Songs des Album noch einmal enthalten sind, diemal aber in Versionen mit höchst interessanten "special guests"! Tolle Sache!

Hier die Original Produktinfo:

Gov't Mule's first studio album in four years - features 11 tracks recorded by the band in Los Angeles and Stamford, CT plus a bonus disc featuring an all-star lineup of vocalists interpreting The Mule's new songs. Special guests Elvis Costello, Dr. John, Ben Harper, Toots Hibbert, Glenn Hughes, Jim James, Myles Kennedy, Dave Matthews, Grace Potter, Vintage Trouble's Ty Taylor and Steve Winwood appear on Disc 2 of Shout! The double album also marks Gov't Mule's Blue Note Records debut.

Das komplette Tracklisting:

Disc 1:

1. World Boss - 5.24
2. No Reward - 4.54
3. Whisper In Your Soul - 5.11
4. Captured - 9.04
5. Scared To Live - 6.16
6. Stoop So Low - 8.23
7. Forsaken Savior - 6.16
8. Done Got Wise - 6.11
9. When the World Gets Small - 7.45
10. Funny Little Tragedy - 4.15
11. Bring On the Music - 11.05

Disc 2:

1. World Boss (feat. Ben Harper) - 4.31
2. Funny Little Tragedy (feat. Elvis Costello) - 4.11
3. Stoop So Low (feat. Dr. John) - 10.00
4. Captured (feat. Jim James) - 5.45
5. Whisper In Your Soul (feat. Grace Potter) - 5.10
6. Scared To Live (feat. Toots Hibbert) - 5.51
7. No Reward (feat. Glenn Hughes) - 5.14
8. Bring On the Music (feat. Ty Taylor) - 6.42
9 Forsaken Savior (feat. Dave Matthews) - 5.17
10. Done Got Wise (feat. Myles Kennedy) - 6.11
11. When the World Gets Small (feat. Steve Winwood) - 6.35

Art-Nr.: 8328
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Hoge, Will - never give in [2013]
Will Hoge erneut in bestechender Form! Der in Nashville beheimatete Singer/Songwriter scheint sich in kreativer Hinsicht auf einem absoluten Höhenflug zu befinden. Verweilte er noch vor nicht allzu langer Zeit mit seiner EP "Modern American Protest Music" mit eigens konzipierten Protestsongs auf den Spuren von einem seiner großen Vorbilder, Bob Dylan, holt er jetzt mit seinem neuen, fantastischen Album "Never Give In" zu einem weiteren ganz großen Wurf aus. Der Titel, wie auch das damit verbundene Titelstück (tolle Melodie, klasse Gitarrenarbeit inkl. würzigem Slide/ E-Solo), stehen auch so ein bisschen für Hoges Stehauf-Mentalität (er hat ja schon so einiges in Sachen Band-/Labelwechsel bis hin zu seinem furchtbaren Unfall, bei dem er schwer verletzt nur hauchdünn am Tod vorbeigeschrammt ist, mitgemacht), ein Mann der nie auf-/nachgegeben hat und sich heute musikalisch stärker denn je präsentiert. "It encompasses a lot of things. The song is really based on a relationship between a man and a woman that has weathered hard times and fought to grow. There's some truth in that with my wife which I really appreciate. On a larger note, it's about the mentality of this whole organization. The roller coaster ride I've been through musically, emotionally, professionally, and physically with labels and without labels changing bands and managers, we're here. We started our own label and we're having more success than ever. That's all due to the fact we've never stopped and we never give in." so Will selbst in einem Interview zum zentralen Thema/Lied seines neuen Werkes. Und In der Tat, läuft es für Hoge in letzter Zeit wie am "Schnürchen". Hatte vor geraumer Zeit die Eli Young Band mit dem von ihm gecoverten "Even If It Breaks Your Heart" einen Nr. 1-Hit erzielt (auch das hier enthaltene, herrlich melodische "Goodbye Ain’t Always Gone" wäre wieder wie für sie prädestiniert), so dürfte Will auch mit der abschließenden starken, voller Pathos steckenden Americana-/Countryhymne "Strong" (wie der Titel es schon andeutet), der als Begleitmusik für die Chevrolet Silverado Truck-Werbung ausgewählt wurde, weitere enorme nationale Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Auch der Rest der Scheibe bietet typischen Hoge-Stoff (variabel, sehr melodisch, zwischen Country- und knackigem, zuweilen zünftigem, erdigem Roots-/Americana-Rock pendelnd, garniert mit einigen kraftvollen Heartland-RockEinlagen, in allen Tempi, mit intelligenten, immer ein wenig nach innen gekehrten Texten) auf absolutem Spitzenniveau. Selbstredend, dass hier natürlich auch Topmusiker wie Kenny Greenberg, Tom Bukovac (beide wieder mit exzellenter Saitenarbeit), Tony Harrell, Adam Beard, Nick Buda, John Deaderick, und einige starke Backsinger wie die wunderbare Ashley Monroe, Jon Randall, Jessi Alexander, Maureen Murphy, oder Harmonie Reddick zur Einspielung mit von der Partie waren. Die beiden letztgenannten Sängerinnen liefern beispielsweise furiose Backs beim flotten Opener, dem knackigen, zündenden, schön angerauten Rootsrocker "A Different Man". Der Silberling enthält natürlich auch wieder viele Querverweise zu musikalischen Größen, deren Glanz aber im Vergleich mit Will mittlerweile fast schon zu verblassen droht. Das bereits erwähnte Titelstück mit seinem frappierenden "Into The Great Wide Open"-Flair, erinnert unweigerlich an Tom Pettys Parade-Zeiten, die grandios bluesig/dezent gospelig gesungene Ballade "This Time Around" lässt sogar fast einen Otis Redding wieder aufleben. Ein Hammersong! Das schön gewählte Wortspiel bei dem famosen "Home Is Where The Heart Breaks" ist der Aufhänger für ein herrlich rockendes Stück in der Tradition von Bob Seger (hat ein wenig was von "Rock’n‘ Roll Never Forgets"), "Pale September" macht John Mellencamp alle Ehre und das ebenfalls straight rockende "Bad Old Days" beinhaltet einige Reminiszenzen in die Zeit, als Will noch mit seinem alten Kumpel Dan Baird musizierte (durchaus auch Georgia Satellites-tauglich). Kurz vor Ende begibt sich Hoge in seiner eigenwilligen Art mit dem schön erzählten "Damn Spotlight (Julias Song)" samt eines Hauchs von "The Boxer" sogar in Simon & Garfunkel-ähnliche Gefilde (allerdings gänzlich ohne deren Schmachtfaktor), bevor der bereits oben angeführte Track "Strong" (als Bonustrack) den glänzenden Abschluss eines immens starken Longplayers abgibt. " I never really saw a dividing line between rock and country" teilte Hoge kürzlich in einem Statement mit, und genaus das präsentiert er hier eindrucksvoll. Es gibt keine Trennung zwischen Rock und Country, sondern eine geradezu untrennbare Verbindung in seiner wunderbaren Musik. In einem U.S.-Review heisst es dazu treffend: Hoges music is a compelling mix of classic rock riffs, a Springsteen-styled way with charismatic storytelling and some rowdy roadhouse country twang". Perfekt ausgedrückt, zusätzlich zu erwähnen sind eben nur noch diese hinreissenden Melodien. Will Hoge präsentiert sich mit "Never Give In" abermals in absolut blendender (auch stimmlich) Verfassung. Er zählt mittlerweile zu den wohl maßgebendsten Singer/Songwritern des Country-/Americana-/Rootsrock-Genres der Neuzeit. Die starken Texte zu seinen Tracks sind natürlich im eingesteckten Booklet des DigiPaks nachzulesen. Was für ein Pracht-Album! Wir werden nicht nachgeben, diesen begabten Songwriter/Musiker zu lieben und anzupreisen! Er hat es definitiv verdient! Einfach klasse dieser Mann! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. A Different Man - 3:15
2. Goodbye Ain't Always Gone - 3:12
3. Never Give In - 3:00
4. This Time Around - 3:41
5. Still Got You On My Mind - 3:08
6. Home is Where the Heart Breaks - 3:24
7. Daddy Was a Gambling Man - 2:57
8. Pale September - 3:31
9. Bad Old Days - 3:18
10. Damn Spotlight (Julia's Song) - 3:16
11. Strong - 3:24

Art-Nr.: 8353
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
A different man
Never give in
Still got you on my mind
Home is where the heart breaks
Pale September
Bad old days
Strong

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Honey Island Swamp Band - cane sugar [2013]
Hmm, "they sound like the sweet smell of a swampy southern breeze". Wundervoll! Die Honey Island Swamp Band gilt als einer der heissesten, neuen Acts in New Orleans, die sich dort innerhalb kürzester Zeit eine mächtige Fanbase aufgebaut haben. Man stelle sich irgendwo im Nichts des Südens eine dunkle, verrauchte Bar vor, aus deren Jukebox die Klänge von Gram Parsons, Delbert McClinton, Little Feat and The Allman Brothers Band zu hören sind, dort in etwa passt auch die Musik dieses großartigen Quintetts aus der Metropole Louisiana's hin. Angefangen hat alles unter den nicht sehr glücklichen Umständen, die der Hurricane "Katrina" mit sich brachte. Die beiden hoch talentierten Gitarristen und Songwriter Aaron Wilkinson und Chris Mule verloren ihr komplettes Zuhause in New Orleans und landeten erst einmal in San Francisco. Dort beschlossen sie gemeinsam mit ihren Flüchtlingskumpels Sam Price (bass) und Garland Paul (drums) ein Bandprojekt auf die Beine zu stellen, wenngleich sie zu diesem Zeitpunkt eine mehr als ungewisse Zukunft vor sich hatten. Doch die Liebe zur Musik schweisste sie zusammen. Die Honey Island Swamp Band war geboren. Schnell ließ man San Francisco wieder hinter sich, ging zurück in die geliebte Heimat New Orleans und erhaschte dort innerhalb kürzester Zeit ungemein viel Aufmaerksamkeit in den Clubs der Stadt. Im Jahre 2010 stieß noch der Keyboarder Trevor Brooks zur Band und nun gab es kein Halten mehr. Ihre großartige Musik, stark beeinflusst von Lowell George und Little Feat, aber auch von The Band, Gram Parsons, Dr John, The Radiators und The Allman Brothers Band, sowie ihre fulminanten "burn-the-house-down" Live Shows, brachten der Band ein ungeheures Standing, auch ausserhalb der Region, ein. Auch der hochkarätige, Grammy-dekorierte Produzent John Porter (u.a. Keb' Mo', Buddy Guy, B.B. King, zuletzt zudem als "Engineer" für das neue Album "Badlands" von Trampled Under Foot" in Erscheinung getreten) ist begeistert von den Jungs und hat es sich nicht nehmen lassen, ihr neues Album "Cane sugar" zu produzieren. Es ist ein klasse Teil geworden. "Bayou Americana", so bezeichnet die Truppe selbst ihre Musik. Das passt durchaus als Oberbegriff, doch im Grunde spielen sie eine wunderbare Mixtur aus Blues, Rootsrock, Southern Rock Boogie, Soul, Appalachian Music, Honky Tonk, Countryrock und Swamp Funk. Sie bekommen die einzelnen Stilelemente großartig unter einen Hut. Das ist aber auch klar, denn es handelt sich hier durchweg um vorzügliche Musiker. Die Musik ist geprägt von tollen Grooves (die Rhythmus-Fraktion arbeitet exzellent), wie auch von einer schönen, unterschwelligen Swamp-Schwüle. Doch trotz alledem wirkt sie oft sehr locker und flockig. Wir hören viel Sliedegitarre, auch mal schönes Mandolinenspiel, mal eine Mundharmonica, tolle Piano- und Orgel-Ergänzungen, schöne Percussion und vereinzelt ein paar effektive, aber nie zu aufdringliche Bläser. Das Album beginnt mit dem genauso locker wie schwül groovenden Roots-/Southern Rocker "Change my ways", der mit lässigen Slide-Licks, einer klasse Melodik und einer feinen Brise Soul besticht. Die dezenten Bläser kommen richtig gut, wie auch das zündende Wah Wah Slide-Gitarrensolo in der Instrumentalphase des Stückes. Ein hintergründiges Retro-Countryrockflair, schön southern und swampig, zieht sich durch das lockere, dennoch knackige, wundervolle "Black and blue". Herrlich hier die jammige Percussion und die flüssige Allmans-ähnliche Slidegitarre. Zu alledem kommt eine schön klimpernde Piano-Unterstützung. "Cast the first stone" ist dann allerbester, drückend schwüler New Orleans Funk-, Swamp-, Bluesrock mit klasse Harp-Fills, tierischem Piano-Spiel (vor allem im Break) und heissen Bläser-Sätzen. Dieser Louisiana-Groove lässt einen nicht mehr los. Erinnert durchaus an The Radiators, doch die Honey Island Swamp Band ist auf dem besten Weg in die großen Fußstapfen dieser kultigen New Orleans-Formation zu treten. Super auch das Titelstück, der wundervoll lockere, melodische Southern-/Rootsrocker "Cane sugar". Tolle, Allmans-mässige Slide und exzellente, frische Mandolinenklänge erzeugen eine hinreissende Harmonie. Auf einer ähnlichen Linie bewegt sich das fantastische "Prodigal son". Hier kommt das legendäre, lockere Dickey Betts'sche The Allman Brothers Band-Feeling noch mehr zur Geltung. Was für ein prächtiger, "süßer" Southern-Duft weht durch diesen herrlich flüssigen, mit feinsten Slidelinien gespickten Rootsrocker. Klasse auch wieder die entsprechenden Percussionklänge und die jammigen Instrumentalpassagen aus Piano und Slidegitarre. Schönen Swamp Rock der Marke Little Feat hören wir dann wieder mit dem klasse groovenden "Johnny come home". Welches Stück man auch herauspickt, ist schlußendlich egal - "Cane sugar" ist einfach ein klasse Album. New Orleans hat ein neues, musikalisches Aushängeschild, das die Musik der Swamps von Louisiana prächtig in Szene setzt: Die großartige Honey Island Swamp Band!

Das komplette Tracklisting:

1. Change My Ways - 4:14
2. Black and Blue - 4:43
3. Cast the First Stone - 3:48
4. One Shot - 4:50
5. Cane Sugar - 4:55
6. Miss What I Got - 3:44
7. Prodigal Son - 5:50
8. Just Another Fool - 3:42
9. Johnny Come Home - 2:54
10. Pills - 4:21
11. Never Saw It Comin' - 2:34
12. Strangers - 2:23

Art-Nr.: 8252
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Change my ways
Black and blue
Cast the first stone
Cane sugar
Prodigal son
Just another fool
Johnny come home
Devil's den

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